[0001] Die Erfindung betrifft sprengkapselempfindliche konfektionierte Initiierungsladungen
für sprengtechnische Anwendungen.
[0002] In zivilen Sprenganwendungen werden bevorzugt unsensible, ungiftige und preiswerte
Sprengstoffe verwendet, die meist auf Ammoniumnitrat basieren. Neben dem schon lange
bekannten ANFO werden beispielsweise im Salzbergbau oder Tunnelvortrieb sogenannte
Pumpsprengstoffe eingesetzt. Bei letzteren unterscheidet man Emulsionssprengstoffe
und Suspensionssprengstoffe (Slurries, Sprengschlämme).
[0003] Dabei versteht man unter ANFO (engl. Ammonium Nitrate Fuel Oil, Handelsname z. B.
ANDEX) ein Gemisch aus porösem Ammoniumnitrat und Mineralöl bzw. Dieselöl (englisch
fuel oil), welches im Bergbau als handhabungssicherer Sprengstoff eingesetzt wird.
[0004] Diese Sprengstoffe benötigen zur sicheren Zündung sogenannte Initialsprengstoffe,
falls nicht ausreichend, zusätzlich in Verbindung mit sprengkapselempfindlichen konfektionierten
Initiierungsladungen (Booster, Verstärkerladungen oder Primer). Initialsprengstoffe
befinden sich in gewerblichen Sprengzündern.. Initialsprengstoffe zeichnen sich durch
hohe Empfindlichkeit gegen Reibung, Stoß, Schlag und Erhitzung aus. Knallquecksilber
wird z. B. schon durch Erhitzen auf 160°C (Zündschnur) beziehungsweise durch einen
aus 4 cm Höhe herabfallenden 2-kg-Fallhammer zur Detonation gebracht. Die Initialzündung
mit Sprengkapseln wurde 1862 durch Alfred Nobel erfunden. Wichtige Initialsprengstoffe
sind Knallquecksilber (Quecksilberfulminat), Bleiazid, Silberazid, Silberacetylid,
Knallsilber (Silberfulminat), Diazodinitrophenol, Bleipikrat (Trinitrophenolblei),
Bleistyphnat (Bleitrinitroresorcinat), Tetrazen, Nickelhydrazinnitrat (NHN), Hexamethylentriperoxiddiamin
(HMTD), Acetonperoxid (DADP, TATP oder APEX), 3-Nitrobenzoldiazoniumperchlorat, Quecksilberazide,
Tetraaminkupfer(II)chlorat (TACC) und Kupferacetylid.
[0005] Als sprengkapselempfindliche konfektionierte Initiierungsladungen, auch als Initial-Verstärkungs-Detonator
oder IV-Detonator bezeichnet, werden gewöhnlich gepresste, zylindrische Sprengkörper
aus Tetryl, Trotyl, phlegmatisiertem (Herabsetzung der Empfindlichkeit) Hexogen, Nitropenta,
Pikrinsäure und anderen Sprengstoffen verwendet. All diesen Stoffen ist gemeinsam,
dass sie eine größere Empfindlichkeit gegenüber dem Anfangsimpuls aufweisen als der
Sprengstoff der Hauptladung (z. B. ANFO, gegossenes TNT, pulverförmige Sprengstoffe).
Als Verstärkerladung bei Gesteinsprengungen werden häufig zusätzlich Schlagpatronen
aus gelatiniertem Sprengstoff verwendet, um die Hauptladung aus pulverförmigen Sprengstoffen
oder Emulsionssprengstoffen zu initiieren. Masse und Form des IV-Detonators werden
so berechnet, dass bei der Detonation ein Impuls entsteht, der die Auslösung der Detonation
der Hauptladung und das gewünschte Detonationsverhalten gewährleistet. Die Initiierung
des IV-Detonators wird durch eine Sprengkapsel, einen Elektrodetonator oder einen
NE-Zünder (Nichtelektrische Zünder) ausgelöst.
[0006] Problematisch an den bisher verwendeten IV-Detonatoren ist, dass diese entweder aus
langfristig nicht mehr verfügbaren militärischen Sprengstoffen bestehen (TNT gepresst,
Composition B gegossen etc.) oder klassische Schlagpatronen aus gelatinösem Sprengstoff
(Dynamit-Nachfolger auf Sprengölbasis) verwendet werden, welche langfristig problematisch
wird. Dabei spielen neben der erhöhten Gesundheitsgefahr durch Salpetersäureester
auch die problematische und unfallträchtige Produktion und der damit verbundene hohe
Preis eine erhebliche Rolle.
[0007] Die
US 3 902 933 A offenbart eine Initialsprengladung für die Detonation von Nitromethan. Die Initialsprengladung
wird dabei durch einen Polyurethanschaum, welcher dispergierte Mikrospheren enthält,
gebildet. Solche Mikrospheren können dabei Mikroglashohlkugeln, Harzkugeln, Keramikkugeln,
etc. sein.
[0008] Weiterhin offenbart die
US 4 334 476 A eine Initialsprengladung für granuläre oder flüssige Sprengstoffe mit einem innenliegenden
Kanal zur Aufnahme der Zündvorrichtung, wobei der innenliegende Kanal eine geringe
Wandstärke aufweist, um die Detonation zu verbessern. Dadurch wird eine Trennung von
flüssigen Sprengstoff und Zündvorrichtung gewährleistet.
[0009] Das Dokument
US 5 970 841 A offenbart eine Vorrichtung zur Detonation von Explosivstoffen mittels eines Zweikomponenten-Sprengstoffs
bestehend aus einer Vorrichtung zur Aufnahme dieses Sprengstoff, welche flexibel ausgebildet
ist und eine Kompartimentierung aufweist. Als mögliche Sprengstoffe werden Nitromethan
und Amine sowie Mikroglasskugeln offenbart. Weiterhin kann entnommen werden, dass
der Sprengstoff vor Ort gemischt wird und die Komponenten über einen Schlauch in den
Beutel eingefüllt werden.
[0010] Das Dokument
US 3 338 165 A offenbart ein Sprengschnur gefüllt mit einer stabilisierte sensitivierte Explosivmischung
von Nitromethan und einem hohlraumbildenden Mittel. Das Hohlraumbildende Mittel sind
dabei bevorzugt Harzkügelchen, welche eine Partikelgröße von 2 bis 360 µm aufweisen
und in einer Menge von 0,1 bis 20% dem Nitromethan zugesetzt werden. Die Explosivmischung
findet dabei Anwendung in Zündvorrichtungen.
[0011] Das Dokument
US 6 405 627 B1 offenbart ein Kit zur Herstellung von Explosivgemischen zur Sprengung von Landminen.
Das Kit enthält dabei einen ersten Behälter mit einem Nitroparaffin, beispielweise
Nitromethan, und einen zweiten Behälter mit einem Sensitivierungsmaterial, welches
beispielsweise eine Mischung aus pyrogener Kieselsäure und Mikroglaskugeln enthält.
[0012] Schließlich offenbart die
US 3 797 392 A Mikrospheren, welche zur Sensitivierung von flüssigen Explosivstoffen verwendet werden.
Diese Mikrospheren, wie Glashohlkugeln, Keramikmikrospheren oder Siliziumkarbid werden
umgehend in dem flüssigen Explosivstoff dispergiert und anschließend gezündet. Zudem
wird die Verwendung von offenporigen Polyurethanschäumen beschrieben.
[0013] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, einen IV-Detonator anzugeben, welcher
sicher anwendbar, preiswert und sicher herstellbar ist und zudem gesundheitlich unbedenklich
handhabbar ist.
[0014] Die Aufgabe wird durch eine sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0015] Erfindungsgemäß wird eine sprengkapselempfindliche konfektionierte Initiierungsladung
vorgeschlagen, welche eine Mischung umfassend Nitromethan und ein hohlraumbildendes
Mittel, wobei das hohlraumbildende Mittel als Mikroglashalbkugel ausgebildet ist,
und Aerosil umfasst sowie eine Aufnahme für eine Zündvorrichtung.
[0016] Überraschenderweise wurde gefunden, dass Nitroalkane sich zum Einsatz in sprengkapselempfindlichen
Initiierungsladungen eignen.
[0017] Nitroalkane können chemisch, z.B. durch Aminzusatz und/oder mechanisch durch Erzeugung
von kleinen Hohlräumen oder gasgefüllten Kavitäten (Aufschäumung) aktiviert werden,
d.h., sie werden sprengkapselempfindlich und verhalten sich wie brisante Sprengstoffe.
Um die Hohlraumbildner in gleichmäßiger Verteilung zu halten, ist die Zugabe eines
Thixotropierungsmittels angezeigt. Derartige Mischungen wurden in der
US 3713915 offenbart.
[0018] Erfindungsgemäß ist das Nitroalkan Nitromethan.
[0020] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die sprengkapselempfindliche Initiierungsladung
aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Material ausgebildet. Dadurch wird ein Austreten
des Nitroalkans vermieden.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die sprengkapselempfindliche
Initiierungsladung eine konkave Wölbung auf, welche auf der gegenüberliegenden Seite
der Aufnahme für die Zündvorrichtung angeordnet ist. Unter einer konkaven Wölbung
wird dabei im Sinne der vorliegenden Erfindung eine kegelförmige oder auch halbkugelförmige
Wölbung in Richtung Zentrum der Initiierungsladung verstanden. Durch die konkave Wölbung
wird der Effekt einer Hohlladung erzielt, wodurch eine erhöhte Detonationsgeschwindigkeit
erzielt wird. Durch die Wölbung wird die durch die Detonation freigesetzte Energie
in dieser Richtung verstärkt. Daher wird die Initiierungsladung mit der konkaven Wölbung
in Richtung der Hauptladung eingesetzt. Durch die vorteilhafte Ausgestaltung mit konkaver
Wölbung wird die Effektivität der erfindungsgemäßen Initiierungsladung noch einmal
wesentlich gesteigert.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die konkave Wölbung eine metallische
Beschichtung auf. Die metallische Beschichtung kann dabei etwa aus Aluminium ausgebildet
sein und mittels Besprühen, Bedampfen oder als metallische Folie auf der Oberfläche
der konkaven Wölbung angeordnet werden. Die metallische Beschichtung der konkaven
Wölbung bewirkt dabei einen verstärkenden Initialimpuls in vorgegebener Richtung.
[0023] Die konkave Wölbung mit metallischer Beschichtung ist von besonderer Bedeutung zur
Erzielung einer hohen chemischen Umsetzungsgeschwindigkeit, bei der der Umsetzungsprozess
dem theoretischen Wert sehr nahe kommt. Dadurch wird der Schadstoffgehalt in den Bohrlochladesäulen
bei den anzuregenden gewerblichen Sprengstoffen signifikant gemildert.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Zündvorrichtung eine Sprengkapsel,
Sprengschnur oder ein nichtelektrischer Zünder.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die sprengkapselempfindliche
Initiierungsladung eine geeignete Wanddicke auf. Dadurch wird so eine sichere Zündübertragung
von der Kapsel oder Schnur auf die Nitroalkanmischung gewährleistet. Die Wanddicke
ist dabei abhängig von dem Material der Wandung sowie der verwendeten Mischung.
[0026] Erfindungsgemäß ist das hohlraumbildende Mittel als Mikroglashohlkugel (GMB) ausgeführt.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das hohlraumbildende Mittel als
Mikroglashohlkugel (GMB) mit einer Korngröße von 20-200 µm, vorzugsweise 40-150 µm,
besonders bevorzugt 80-120 µm ausgeführt.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das hohlraumbildende Mittel als
Mikroglashohlkugel (GMB) mit einer Korngröße von im Wesentlichen 100 µm ausgeführt.
[0029] Erfindungsgemäß umfasst die Mischung Aerosil. Unter Aerosil wird hierbei eine pyrogene
Kieselsäure verstanden.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Mischung 1,5-10 Gew.-%,
vorzugsweise 3-8 Gew.-%, besonders bevorzugt 5-7 Gew.-% Aerosil, 0,2-10 Gew.-%, vorzugsweise
0,5-5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,8-2 Gew.-% Mikroglashohlkugel (GMB) sowie 85-98,3
Gew.-%, vorzugsweise 89-95, besonders bevorzugt 91-93 Gew.-% Nitromethan auf.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Mischung 6,5 Gew.-% Aerosil,
1 Gew.-% Mikroglashohlkugel (GMB) mit einer Korngröße von im Wesentlichen 100 µm sowie
92,5 Gew.-% Nitromethan auf.
[0032] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Mischung weiterhin zumindest eine sauerstoffhaltige
Verbindung ausgewählt aus der Gruppe der Nitrate zur Erhöhung der Sauerstoffbilanz.
In einer Ausgestaltung der Ausführungsform ist die sauerstoffhaltige Verbindung Ammoniumnitrat.
[0033] Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen
Initiierungsladung.
[0034] Die erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen Initiierungsladungen werden zur Initiierung
von nicht kapselempfindlichen gewerblichen Sprengstoffen, vorzugsweise in Bohrlöchern
über und unter Tage, zur Initiierung von größeren Verstärkerladungen und zum Direkteinsatz
für Sondersprengungen (Lawinen, Eis, etc.) verwendet. Insbesondere werden die erfindungsgemäßen
sprengkapselempfindlichen Initiierungsladungen zur Initiierung von Sprengstoffen in
Montananwendungen und im Tunnelbau verwendet.
[0035] Die erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen Initiierungsladungen weisen dabei
die nachfolgenden Vorteile auf:
Mit den erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen Initiierungsladungen werden Detonationsgeschwindigkeit
ca. 6000 m/s erreicht, wodurch nicht kapselempfindliche Sprengstoffe zur Detonation
gebracht werden können. Weiterhin werden bei der Verwendung der sprengkapselempfindlichen
Initiierungsladungen keine Nitroaromaten, welche im Verdacht stehen krebserregend
zu sein und kein keine Nitroester, welches physiologisch problematisch durch mögliche
Vasodilatation sind, gebildet. Dadurch werden gesundheitliche Probleme bei den Anwendern
vermieden. Zudem ist das erfindungsgemäß bevorzugte Niroalkan Nitromethan ein preiswertes,
aufgrund der Gasphasennitrierung von Propan, langfristig verfügbares Produkt, welches
- auch dann noch, wenn recycelte militärische Sprengstoffe knapp werden
[0036] Weiterhin ist Nitromethan kein klassischer Explosivstoff, wodurch Transport und Lagerung
günstig sind und weist die Lagerklasse 3 (Entzündbare flüssige Stoffe)auf. Daneben
weist Nitromethan eine geringe Giftigkeit auf: LD50 oral Ratte: 940 mg/kg, WGK 2.
[0037] Vorteilhaft ist auch, dass bei Beschädigung der erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen
Initiierungsladungen diese sich durch vollständige Verflüchtigung des Nitromethans
an der Luft selbst "entschärfen".
[0038] Die erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen Initiierungsladungen sind absolut
wasserfest und temperaturbeständig ausgeführt. Es erfolgt kein Ausschwitzen der Flüssigkeiten.
Dadurch sind die erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen Initiierungsladungen
in der Mischung mit Aerosil und GMB's praktisch unbegrenzt lagerfähig, da keine chemischen
Reaktionen der Mischungskomponenten auftreten.
[0039] Weiterhin erfordert die Herstellung der erfindungsgemäßen sprengkapselempfindlichen
Initiierungsladungen keine gefährlichen Schmelzvorgänge. Zudem ist nach Mischung der
Komponenten keine lange Wartezeit notwendig, weshalb die Herstellung sich in einfacher
Weise gut unter Sicherheit (von Personen getrennt) automatisiert gestalten lässt.
[0040] Wesentlich ist auch, dass die in der Mischung enthaltenen Komponenten keine Explosivstoffe
sind, was nur geringe Lager und Transportkosten erforderlich macht.
[0041] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Kombinationen der Ansprüche
oder einzelner Merkmale davon.
[0042] Nachfolgend soll die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele eingehend erläutert
werden. Die Ausführungsbeispiele sollen dabei die Erfindung beschreiben ohne diese
zu beschränken.
[0043] In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wurde reines Ammoniumnitrat und ANFO (jeweils
mit 13 g der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einer zylindrischen Initialladung)
mit folgender Zusammensetzung zur detonativen Umsetzung gebracht: 6,5 %, Aerosil,
1% GMBs ca. 100 µm, 92,5 % Nitromethan.
[0044] Dabei wurden Detonationsgeschwindigkeit von ca. 4500 m/s gemessen, was eine hinreichende
Eignung der Mischung zur Initiierung von nicht kapselempfindlichen gewerblichen Sprengstoffen,
zur Initiierung von größeren Verstärkerladungen und zum Direkteinsatz für Sondersprengungen
(Lawinen, Eis, etc.) zeigen.
1. Sprengkapselempfindliche konfektionierte Initiierungsladung für sprengtechnische Anwendungen
umfassend eine Mischung umfassend Nitromethan und ein hohlraumbildendes Mittel, wobei
das hohlraumbildende Mittel als Mikroglashohlkugel ausgebildet ist und Aerosil, sowie
eine Aufnahme für eine Zündvorrichtung, wobei die Initiierungsladung wasserfest und
temperaturbeständig ausgebildet sind.
2. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Initiierungsladung aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Material ausgebildet
ist.
3. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Initiierungsladung eine konkave Wölbung aufweist, welche auf der gegenüberliegenden
Seite der Aufnahme für die Zündvorrichtung angeordnet ist.
4. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die konkave Wölbung eine metallische Beschichtung aufweist.
5. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zündvorrichtung eine Sprengkapsel, Sprengschnur oder ein nichtelektrischer Zünder
ist.
6. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das hohlraumbildende Mittel als Mikroglashohlkugel mit einer Korngröße von 20-200
µm, vorzugsweise 40-150 µm, besonders bevorzugt 80-120 µm ausgeführt ist.
7. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung 1,5-10 Gew.-%, vorzugsweise 3-8 Gew.-%, besonders bevorzugt 5-7 Gew.-%
Aerosil, 0,2-10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5-5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,8-2 Gew.-%
Mikroglashohlkugel sowie 85-98,3 Gew.-%, vorzugsweise 89-95, besonders bevorzugt 91-93
Gew.-% Nitromethan aufweist.
8. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung 6,5 Gew.-% Aerosil, 1 Gew.-% Mikroglashohlkugel mit einer Korngröße
von im Wesentlichen 100 µm sowie 92,5 Gew.-% Nitromethan aufweist.
9. Sprengkapselempfindliche Initiierungsladung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
weiterhin umfassend eine sauerstoffhaltige Verbindung ausgewählt aus der Gruppe der
Nitrate.
10. Verwendung einer sprengkapselempfindlichen Initiierungsladung nach einem der Ansprüche
1 bis 9 zur Initiierung von nicht kapselempfindlichen gewerblichen Sprengstoffen,
vorzugsweise in Bohrlöchern über und unter Tage, zur Initiierung von größeren Verstärkerladungen
und zum Direkteinsatz für Sondersprengungen.
11. Verwendung nach Anspruch 10 zur Initiierung von Sprengstoffen in Montananwendungen
und im Tunnelbau.
1. A detonator-sensitive assembled initiation charge for use in blasting engineering
comprising a mixture including nitromethane and a cavity-forming agent, wherein the
cavity-forming agent is configured as a hollow-glass microsphere, and Aerosil as well
as a receptacle for an ignition device, wherein the initiation charge is configured
so as to be waterproof and temperature-resistant.
2. The detonator-sensitive initiation charge according to claim 1, characterised in that the initiation charge is formed from a liquid-impermeable material.
3. The detonator-sensitive initiation charge according to one of claims 1 or 2, characterised in that the initiation charge comprises a concave curvature, which is arranged on the opposite
side of the receptacle for the ignition device.
4. The detonator-sensitive initiation charge according to one of the preceding claims,
characterised in that the concave curvature comprises a metallic coating.
5. The detonator-sensitive initiation charge according to one of the preceding claims,
characterised in that the ignition device is a detonating capsule, a detonating cord or a non-electric
detonator.
6. The detonator-sensitive initiation charge according to claim 8, characterised in that the cavity-forming agent is implemented as a hollow-glass microsphere with a grain
size of 20-200 µm, preferably 40-150 µm, especially preferably 80-120 µm.
7. The detonator-sensitive initiation charge according to one of the preceding claims,
characterised in that the mixture comprises 1.5-10% by weight, preferably 3-8% by weight, especially preferably
5-7% by weight of Aerosil, 0.2-10% by weight, preferably 0.5-5% by weight, especially
preferably 0.8-2% by weight of hollow glass microsphere as well as 85-98.3% by weight,
preferably 89-95% by weight, especially preferably 91-93% by weight of nitromethane.
8. The detonator-sensitive initiation charge according to one of the preceding claims,
characterised in that the mixture comprises 6.5% by weight of Aerosil, 1% by weight of hollow-glass microsphere
with a grain size of essentially 100µm, as well as 92.5% by weight of nitromethane.
9. The detonator-sensitive initiation charge according to one of the preceding claims,
further comprising an oxygenated compound selected from the group of nitrates.
10. A use of a detonator-sensitive initiation charge according to one of claims 1 to 9
for the initiation of non-capsule-sensitive commercial explosives, preferably in boreholes
above and below ground, for the initiation of larger booster charges and for direct
use in specialised blasting.
11. The use according to claim 10 for the initiation of explosives in mining applications
and in tunnel construction.
1. Charge d'amorçage confectionnée sensible au détonateur pour des applications en technique
des explosifs comprenant un mélange comprenant du nitrométhane et un moyen formant
une cavité, dans lequel le moyen formant une cavité est conçu en tant que microbille
creuse de verre, et de l'Aérosil, ainsi qu'une réception pour un dispositif d'allumage,
dans lequel la charge d'amorçage est imperméable et résistante à la température.
2. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon la revendication 1, caractérisée en ce que la charge d'amorçage est fabriquée dans un matériau imperméable aux liquides.
3. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la charge d'amorçage présente un bombement concave, lequel est disposé sur le côté
opposé de la réception pour le dispositif d'allumage.
4. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le bombement concave présente un revêtement métallique.
5. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif d'allumage est un détonateur, un cordeau détonant ou une amorce non
électrique.
6. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon la revendication 8, caractérisée en ce que le moyen formant une cavité est conçu en tant que microbille creuse de verre d'une
taille de grain de 20-200 µm, de préférence de 40-150 µm, particulièrement de préférence
de 80-120 µm.
7. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le mélange présente 1,5-10 % en poids, de préférence 3-8 % en poids, particulièrement
de préférence 5-7 % en poids d'Aérosil, 0,2-10 % en poids, de préférence 0,5-5 % en
poids, particulièrement de préférence 0,8-2 % en poids de microbilles creuses de verre
ainsi que 85-98,3 % en poids, de préférence 89-95, particulièrement de préférence
91-93 % en poids de nitrométhane.
8. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le mélange présente 6,5 % en poids d'Aérosil, 1 % en poids de microbilles creuses
de verre avec une taille de grain d'essentiellement 100 µm ainsi que 92,5 % en poids
de nitrométhane.
9. Charge d'amorçage sensible au détonateur selon l'une des revendications précédentes,
comprenant en outre une liaison oxygénée sélectionnée parmi le groupe des nitrates.
10. Emploi d'une charge d'amorçage sensible au détonateur selon l'une des revendications
1 à 9 pour amorcer des explosifs à usage commercial sensibles au détonateur, de préférence
dans des trous de forage aériens et souterrains, pour amorcer des relais de détonation
plus grands et pour l'emploi direct pour des dynamitages spéciaux.
11. Emploi selon la revendication 10 pour amorcer des explosifs dans des applications
en montagne et dans la construction de tunnels.