[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Wäschebehandlungsgeräte, wie insbesondere
Wäschetrockner, Waschtrockner und/oder Waschmaschinen, und betrifft eine Filteranordnung
für eine Wäschebehandlungsmaschine mit einer Filtereinrichtung zum Ausfiltern von
Verunreinigungen, die eine in der Wäschebehandlungsmaschine strömende Flüssigkeit
mitführt, und mit einem Aufnahmeraum zur Ablagerung von ausgefilterten Verunreinigungen,
der wenigstens einen Durchtrittsbereich mit mehreren Durchtrittsöffnungen für die
Flüssigkeit aufweist.
[0002] Derartige Filteranordnungen sind für verschiedenste Zwecke, insbesondere für die
Filterung und Abscheidung von Haaren, Fusseln und Flusen (nachfolgend zusammenfassend
und verallgemeinert als Verunreinigungen bezeichnet), und in verschiedenen Ausgestaltungen
bekannt.
[0003] So offenbaren die Schriften
JP-2010-005247-A und
JP-2010-057651-A jeweils eine Waschmaschine mit einer externen Flusenfilteranordnung, die eine integral
ausgeformte Abtrennung und ein Sieb aufweist, mit dem aus einer Wasserströmung Flusen
ausgefiltert werden können. Dazu ist eine Flusenfalle vorgesehen, die einen sich stufenweise
erhöhenden Fallenboden mit gleichmäßigen Durchgangsöffnungen aufweist, die zu einem
gemeinsamen Wasserauslass führen. Durch diese Konstruktion wird der Aufnahmeraum der
Flusenfalle sukzessive stufenweise gefüllt, jedoch mit einer vom Einströmverhalten
und der Geometrie des einströmenden Flüssigkeitsstrahls abhängigen und damit zufälligen/stochastischen
Belegung des Flusenaufnahmeraums. Zudem erfordern diese bekannten Filteranordnungen
einen vergleichsweise großen Bauraum, von dem nur ein relativ geringer Teil als Aufnahmeraum
für die eigentliche Ablagerung der abgeschiedenen, zurückgehaltenen Verunreinigungen
und Flusen zur Verfügung steht. Dies erweist sich als ungünstig, wenn die Filteranordnung
als Langzeit- oder so genanntes Lebensdauer-Flusendepot innerhalb der Waschmaschine
auszulegen ist.
[0004] Die Schrift
DE 88 12 477 U1 beschreibt eine externe Filtervorrichtung mit einem Behälter, zwischen dessen Einlass-
und Auslassstutzen Filterelemente vorgesehen sind. Um Feststoffe verschiedener Größe
und Dichte sicher und wirkungsvoll aus einer die Filtervorrichtung durchströmenden
Flüssigkeit (Waschflotte) herauszufiltern, sind in dem Behälter fluidisch sequentiell
ein erstes, herausnehmbares (bevorzugt geneigt angeordnetes) Grobfilterelement und
ein zweites (bevorzugt senkrecht angeordnetes) Feinfilterelement vorgesehen. Die Filterelemente
können mit zu ihrer Oberkante hin zunehmend größeren Filterporen oder Öffnungen versehen
sein. Die auf die Prallseite des Grobfilterelements einströmende Waschflotte wird
dort großflächig verteilt und ein Großteil der Flusen aus der Waschflotte bereits
dort zurückgehalten. Nach Durchströmen des Grobfilterelements strömt die Waschflotte
in einer zum Behälterboden gerichteten Strömungsrichtung zum Feinfilterelement. In
der Waschflotte verbliebende Feinverunreinigungen lagern sich in einem zwischen den
beiden Filterelementen gebildeten Zwischenraum ab, ohne dass dieser Ablagerungsvorgang
gesteuert oder optimiert wird. Dies ist bei dieser bekannten Filtervorrichtung unbeachtlich,
weil sich diese bevorzugt als mobile Filtervorrichtung außerhalb der Waschmaschinen
befindet und für eine regelmäßige, leichte bedarfsweise Reinigung ausgelegt ist.
[0005] Eine Filteranordnung der eingangs genannten Art ist aus der Schrift
DE 10 2010 039 603 A1 bekannt. Diese beschreibt ein Wäschebehandlungsgerät mit einer Filteranordnung, die
ein Gehäuse mit einem darin befindlichen Aufnahmeraum umfasst. Der Aufnahmeraum dient
zur (permanenten) Aufnahme und Ablagerung von Verunreinigungen, die den Aufnahmeraum
durchströmendes Kondensat mitführt. Das Kondensat dient als Spülflüssigkeit zum Abspülen
und Abreinigen von Komponenten des Wäschebehandlungsgeräts, an denen sich während
des Betriebs Flusen, Haare, Fusseln und dgl. absetzen und dadurch die Leistungsfähigkeit
dieser Komponenten beeinträchtigen können. Der Aufnahmeraum weist im Deckenbereich
und an einer Stirnseite Zuflussöffnungen für von verschiedenen zu reinigenden Komponenten
kommende Spülflüssigkeit auf. Die Flüssigkeit gelangt so in den Aufnahmeraum, in dessen
Boden mehrere Löcher eingebracht sind. Durch diese Löcher fließt die Flüssigkeit ab,
wobei mitgeführte Verunreinigungen in dem Aufnahmeraum zurückbleiben. Dazu kann ein
Flusenfilter vorgesehen und beispielsweise als Vliesschicht, als starrer Filter aus
perforiertem Metall- oder Kunststoffblech oder als Sieb ausgestaltet sein.
[0006] Diese vorbekannte Filteranordnung ist vergleichsweise bauraumoptimiert ausgestaltet
und findet bevorzugt Anwendung in einem Wäschebehandlungsgerät, dessen Filteranordnung
als Lebensdauer-Flusendepot ausgestaltet ist. Allerdings ist eine vollständige Befüllung
bzw. optimale Ausnutzung des verfügbaren Aufnahmeraums nicht in jedem Fall gewährleistet.
[0007] Aus dem
US-Patent 5,651,188 geht ein in einer Deckplatte eines Trockners anzuordnendes Speichersystem für Flusen
hervor. Dieses umfasst einen mit einem Deckel abzudeckenden Träger, welcher von mit
Flusen beladener Luft von einer ersten Begrenzungswand zu einer zweiten Begrenzungswand
durchströmbar ist und in welchem ein Flusenfilter mit U-förmigem Querschnitt zum Auffangen
der Flusen angeordnet ist. Der Flusenfilter hat viele mit einem Filtermaterial versehene
Öffnungen, zum Durchlassen der Luft, welche derart geformt und angeordnet sind, dass
die Luft hauptsächlich durch die Öffnungen in der Nähe der zweiten Begrenzungswand
austritt.
[0008] Gegenüber den vorgenannten Filteranördnungen ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Filteranordnung für eine Wäschebehandlungsmaschine anzugeben, bei
der der für die Aufnahme von abzuscheidenden Verunreinigungen vorgesehene Aufnahmeraum
in strukturierter, reproduzierbarer Weise gefüllt und damit optimal ausgenutzt wird.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Filteranordnung mit den Merkmalen
des unabhängigen Patentanspruchs.
[0010] Demgemäß ist bei einer Filteranordnung der eingangs genannten Art vorgesehen, dass
die Durchtrittsöffnungen in dem Durchtrittsbereich so angeordnet und/oder dimensioniert
sind, dass sich über den Durchtrittsbereich ein Durchsatz-Gradient für die Flüssigkeit
ergibt, so dass die strömende Flüssigkeit den Aufnahmeraum in einer vorbestimmten
Weise so durchsetzt, dass die Befüllung des Aufnahmeraums und die Ablagerung der Verunreinigungen
in einer Vorzugsrichtung erfolgt, wobei die Gesamtfläche der Durchtrittsöffnungen
pro Flächeneinheit von einem Anfangsbereich ausgehend zu einem Endbereich hin abnimmt.
[0011] Weitere Einzelheiten, Aspekte, Vorteile und bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung, der weiteren Patentansprüche sowie
der beigefügten Zeichnung und deren Beschreibung.
[0012] Ein erster Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Anordnung bzw. die Ausgestaltung
der Durchtrittsöffnungen - insbesondere deren jeweilige Öffnungsweite und die Anzahl
von Durchtrittsöffnungen pro Flächeneinheit - dafür sorgen, dass die strömende Flüssigkeit
den Aufnahmeraum in einer vorbestimmten Weise durchsetzt und sich damit die Verunreinigungen
nicht stochastisch und zufällig ablagern, sondern mit vorgegebener Präferenz. So kann
durch die Anordnung und Ausgestaltung der Durchtrittsöffnungen der Durchsatz von Flüssigkeit
in einem bestimmten Bereich des Aufnahmeraums gefördert sein, so dass durchsatzgesteuert
eine vorgegebene Verteilung und Strömungshauptrichtung der Flüssigkeit besteht. Anfänglich,
also bei noch unbefülltem Aufnahmeraum kann so die Ablagerung der Verunreinigungen
zunächst in einem ersten bevorzugten Bereich beginnen oder jedenfalls überwiegend
dort erfolgen. Mit zunehmender Betriebsdauer, d.h. mit zunehmend durchgeströmter Flüssigkeitsmenge
und damit weiter zugeführten Flusen und Verunreinigungen füllt sich der Aufnahmeraum
von diesem ersten Bereich ausgehend in geordneter Weise nach und nach weiter gemäß
dem Durchsatz-Gradienten in vorgegebener Weise bzw. Richtung. Mit anderen Worten:
Der Durchtrittsbereich ist hinsichtlich des Durchsatzes von Flüssigkeit durch die
Durchtrittsöffnungen inhomogen und so gestaltet, dass durch mindestens einen Abschnitt
des Durchtrittsbereichs nur vergleichsweise geringe Anteile der gesamten strömenden
Flüssigkeit (z.B. eines Spülwasservolumenstroms) hindurchtreten, während ein anderer
Abschnitt einen leichteren und schnelleren Durchtritt der Flüssigkeit erlaubt, womit
eine gezielte Durchsatzsteuerung und damit ein Durchsatz-Gradient über den Durchtrittsbereich
realisiert ist.
[0013] Dadurch ist die (Haupt)Strömung der Flüssigkeit durch die Filteranordnung so beeinflusst,
dass die Befüllung des Aufnahmeraums z.B. in einer Vorzugsrichtung erfolgt. Dadurch
wird das Volumen des Aufnahmeraums für die Ablagerung und Speicherung von Verunreinigungen
optimal befüllt und ausgenutzt.
[0014] Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, dass die Gesamtfläche der Durchtrittsöffnungen
pro Flächeneinheit von einem Anfangsbereich ausgehend zu einem Endbereich hin abnimmt.
Der Anfangsbereich bildet damit vorteilhafterweise den gezielten Beginn bzw. Anfangsort
der Ablagerungen der abgeschiedenen Verunreinigungen, die sich dann von dort gemäß
dem Durchsatz-Gradienten kontrolliert bis zu dem Endbereich, bevorzugt in Etappen
(Stufen), weiter ablagern.
[0015] Damit ist eine besonders optimierte Befüllung des Aufnahmeraums bewirkt: So kann
z.B. im in Einströmrichtung gesehen vorderen Bereich des Durchtrittsbereichs der flüssigkeitsdurchlässige
Flächenanteil (insbesondere der Siebflächenanteil) relativ gering sein, so dass dort
- zunächst - nur ein geringer Anteil des Flüssigkeitsstroms abläuft, während der Hauptteil
des Flüssigkeitsstroms in den in Einströmrichtung gesehen hinteren oder fernliegenderen
Bereich des Durchtrittsbereichs (Anfangsbereich) gelangt, weil dort der Ablauf wesentlich
stärker und schneller erfolgt. Dadurch beginnt die Befüllung des Aufnahmeraums in
dem hinteren Bereich (Anfangsbereich), weil durch die dort relativ große Siebfläche
der ganz überwiegende Anteil von Verunreinigungen abgeschieden wird. Bei weiterer
sukzessiver Befüllung des Aufnahmeraums wird der Flüssigkeitsstrom dann zunehmend
durch die vorderen Durchlassöffnungen abgeführt, weil der Durchfluss durch die hinteren,
größeren Durchlassöffnungen durch die sukzessiven Ablagerungen zunehmend erschwert
wird.
[0016] Besonders vorteilhaft ist die Anwendung der erfindungsgemäßen Filteranordnung zur
Reinigung und Filterung eines Spülwasservolumenstroms, der in der eingangs beschriebenen
und an sich bekannten Art in einer Wäschebehandlungsmaschine zur Abreinigung von Komponenten
- wie z.B. einem Flusenfilter im Trocknungsluft-Kreislauf oder einem Wärmetauscher
zur Rückgewinnung von Wärmeenergie aus der Prozessluftvon Flusenablagerungen dient.
[0017] Bevorzugt befindet sich der Durchtrittsbereich im Boden des Aufnahmeraums. Damit
verteilt sich die einströmende Flüssigkeit besonders zuverlässig in der gewünschten
Weise - gesteuert durch den Durchsatz-Gradienten aufgrund der inhomogenen Ausgestaltung
des jeweiligen Durchsatzes durch die Durchtrittsöffnungen - und führt zu der gewünschten
Ablagerungssequenz der Flusen und Verunreinigungen auch bei einem vergleichsweise
unkontrollierten und schwallartigen Einströmen der Flüssigkeit.
[0018] Konstruktiv und fertigungstechnisch bevorzugt sind die Durchtrittsöffnungen als Siebsegmente
ausgebildet. Dabei kann die Siebgröße ergänzend oder alternativ zur Steuerung des
jeweiligen Durchsatzes verwendet werden, indem die wirksame Fläche der Durchtrittsöffnung
durch die Feinmaschigkeit des Siebes beeinflusst wird.
[0019] Eine hinsichtlich der Ausnutzung der verfügbaren Durchtrittsfläche in dem Durchtrittsbereich
besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Durchtrittsöffnungen
zumindest teilweise in Form von Reihen alternierend orientierter Dreiecksflächen ausgebildet
sind.
[0020] Eine besonders gleichmäßige Verteilung und ein homogenes Einströmen bzw. Einspülen
des Flüssigkeitsvolumenstromes in die Filteranordnung wird nach einer bevorzugten
Fortbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass sich zwischen einem Eintrittsbereich
für die Flüssigkeit und dem Durchtrittsbereich ein durchtrittsöffnungsfreier Bereich
befindet.
[0021] Eine in der Bauform und Handhabung besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung
sieht diesbezüglich vor, dass der Eintrittsbereich für die Flüssigkeit an einer Stirnseite
der Filteranordnung ausgebildet ist und dass die Vorzugsrichtung sich von einer der
Stirnseite innenseitig gegenüber liegenden Wand des Aufnahmeraums aus zu der Stirnseite
hin erstreckt.
[0022] Nachfolgend sind bevorzugte Ausführungsbeispiele und deren besonders relevante Einzelheiten
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert; darin zeigen:
- Figur 1
- eine Filteranordnung in Einbaulage in einer Wäschebehandlungsmaschine im Querschnitt,
- Figuren 2 und 3
- den unteren Teil der Filteranordnung aus Figur 1 in Aufsicht bzw. perspektivischer
Ansicht und
- Figur 4
- eine Filteranordnung in geöffneter Darstellung.
[0023] In Figur 1 sind neben der Filteranordnung 1 nur rudimentär weitere Teile einer Wäschebehandlungsmaschine
dargestellt, nämlich insbesondere ein sich verengender Führungskanal 2 für eine Flüssigkeit
3, die als sog. Spülwasservolumenstrom Flusen, Haare, Fusseln und dergleichen - nachfolgend
zusammenfassend als Verunreinigungen 4 bezeichnet - von der Oberfläche 5 eines stationären
Flusenfilters 6 abspült. Der Flusenfilter 6 befindet sich in einem nicht näher dargestellten
Strömungskanal 7 für sog. Prozessluft 8, die in an sich bekannter Weise zuvor eine
(hier nicht dargestellte) Trockenkammer durchströmt und dabei in der Trockenkammer
befindlicher Wäsche Feuchtigkeit entzieht. Der Flusenfilter 6 ist dabei zwischen der
Trockenkammer und einer üblicherweise prozessluftstromabwärts (hier ebenfalls nicht
dargestellten) angeordneten Wärmesenke vorgesehen. Ein derartiger Aufbau einer Wäschebehandlungsmaschine
ist grundsätzlich z.B. aus der Schrift
DE 10 2009 046 921 A1 bekannt.
[0024] Bei einem Spülvorgang gelöste und mitgeschwemmte Verunreinigungen 4 gelangen wie
durch den Pfeil in Einspülrichtung 9 angedeutet mit der Flüssigkeit (Spülwasser oder
Spülkondensat) durch einen Eintrittsbereich 10, der an einer Stirnseite 11 vorgesehen
ist, in die Filteranordnung 1. Die Filteranordnung umfasst einen unteren Teil, der
als Gehäuseschale oder Filterschale 14 bezeichnet wird, und einen oberen Teil, der
als Abdeckung 15 bezeichnet wird. Die Filteranordnung ist fest im Bodenbereich 16
der Wäschebehandlungsmaschine installiert und kann insbesondere als sog. Lebensdauer-Flusendepot
ausgestaltet sein, wie in der eingangs erwähnten Schrift
DE 10 2010 039 603 A1, auf die insoweit Bezug genommen wird, im Einzelnen beschrieben.
[0025] Die Flüssigkeit 3 gelangt in der durch den Pfeil angedeuteten Einspülrichtung 9 als
Spülwasservolumenstrom 18 schwallartig in einen Ablagerungsraum oder Aufnahmeraum
20 der Filteranordnung. Der Aufnahmeraum 20 dient zur Aufnahme der mitgeschwemmten
Verunreinigungen 4. Wie durch Pfeile symbolisiert, tritt die gereinigte und flusenfreie
Flüssigkeit 22 durch einen Durchtrittsbereich 24 der Filteranordnung wieder aus. Der
Durchtrittsbereich 24 befindet sich in diesem Ausführungsbeispiel im Boden 25 des
Aufnahmeraums 20, was herstellungstechnisch und strömungstechnisch bevorzugt ist.
Der Boden 25 ist mit einer Filtereinrichtung 26 in Form eines Vlieses oder Siebes
versehen; es kann aber auch nur der jeweilige Durchtrittsbereich mit einem Sieb oder
Siebelement versehen sein. Zur einfacheren Darstellung sind in den Figuren 2 bis 4
die jeweiligen Siebe bzw. das Sieb nicht eingezeichnet. Selbstverständlich können
ein oder auch mehrere Durchtrittsbereich(e) auch an anderen Stellen, z.B. in den seitlichen
Begrenzungswänden des Aufnahmeraums 20 vorgesehen sein.
[0026] Um der Flüssigkeit 22 den Durchtritt im Durchtrittsbereich 24 zu ermöglichen, weist
dieser eine Vielzahl von Öffnungen auf, von denen in Figur 1 nur beispielhaft Öffnungen
28, 29, 30, 31 und 32 dargestellt sind. Diese Öffnungen sind als sog. Siebsegmente
ausgebildet, d.h. ihr Öffnungsquerschnitt ist von einem Sieb bedeckt. Natürlich könnte
auch - anstatt jeweils z.B. der einen siebbedeckten Öffnung 28 - an diesem Ort eine
Vielzahl kleiner benachbarter Öffnungen denselben Sieb-Effekt der siebbedeckten Öffnung
28 erzielen.
[0027] Wie Figur 1 schematisch weiter zeigt, ist der Durchtrittsbereich 24 im in Einspülrichtung
9 der Flüssigkeit 3 gesehen im hinteren Bereich 33 des Aufnahmeraums 20 so ausgestaltet,
dass sich ein verstärkter Abfluss der Flüssigkeit 22 (nur grob symbolisiert durch
mehrere Pfeile 22 bei den Öffnungen 32, 31, 30) in diesem Bereich ergibt. Die dort
befindliche Durchtrittsöffnung 32 ist in ihrer Durchtrittsfläche 34 (bzw. bei kreisförmigen
Durchtrittsöffnungen in ihrem Durchmesser) erheblich weiter ausgebildet als die links
benachbarte Durchtrittsöffnung 31 usw. (symbolisiert durch abnehmende Pfeilanzahl
der Flüssigkeit 22). Man erkennt also, dass sich in Richtung zum Eintrittsbereich
10 hin die Durchtrittsöffnungen 32, 31, 30, 29, 28 in ihrer wirksamen Durchtrittsfläche
vermindern bzw. diese so angeordnet und dimensioniert sind, dass die gesamte Durchtrittsfläche
pro Flächeneinheit abnimmt. Dies kann kontinuierlich oder auch stufenweise oder sukzessive
erfolgen. Dadurch bildet sich - was den Durchsatz von Flüssigkeit 3 durch den Durchtrittsbereich
24 angeht - ein Durchsatz-Gradient 38, der von dem hinteren Bereich 33 zum vorderen
Bereich 39 bzw. zur Stirnseite 11 des Aufnahmeraums 20 gerichtet ist.
[0028] Durch diese Ausgestaltung lagern sich die Flusen 4 in einer Vorzugsrichtung 40 ab,
d.h. beginnend im hinteren Bereich 33 des Aufnahmeraums 20, also von einer der Stirnseite
gegenüberliegenden Innenwand 41 aus. Zu Beginn der Füllung läuft nämlich - da im vorderen
Bereich 39 des Aufnahmeraums 20 (also zum Eintrittsbereich hin) der Siebflächenanteil
bzw. der Anteil der Durchtrittsöffnungen pro Flächeneinheit geringer ist als im hinteren
Bereich 33 - dort zunächst nur ein sehr geringer Anteil des Spülwasservolumenstroms18
ab und der Hauptanteil des Spülwasservolumenstroms gelangt bis in den hinteren Bereich
33 und fließt dort ab. Dadurch wird anfangs dort die ganz überwiegende Menge der Flusen
4 abgeschieden. Durch weiteren Eintrag von Verunreinigungen wird der Aufnahmeraum
20 nach und nach weiter in Vorzugsrichtung 40 - also entgegen dem Durchsatz-Gradienten
38 - sukzessive befüllt. Dazu trägt nicht nur die zunehmende Ausfüllung des Aufnahmeraums
im hinteren Bereich durch sich verdichtende Flusenablagerung bei, sondern insbesondere
der durch die abgelagerten Flusen erhöhte Durchflusswiderstand (zunächst) in der Durchtrittsöffnung
32 und dann entsprechend sukzessive auch in den folgenden Durchtrittsöffnungen 31
usw..
[0029] In der Aufsicht nach Figur 2 und der perspektivischen Ansicht nach Figur 3 erkennt
man besonders deutlich den in Vorzugsrichtung 40 - also entgegen der Einspülrichtung
9 der Flüssigkeit 3 - abnehmenden sog. Siebflächenanteil (verfügbare Gesamtdurchtrittsfläche
der Durchtrittsöffnungen pro Flächeneinheit). In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
erfolgt dies dadurch, dass der Durchtrittsbereich 24 schrittweise oder stufenweise
von einem ersten Bereich (Anfangsbereich) 44 über weitere Bereiche 45, 46, 47, 48
bis hin zu einem Endbereich 49 unterschiedlich ausgebildet ist. Man erkennt dabei,
dass in den Bereichen 44, 45 und 46 bevorzugt die Durchtrittsöffnungen als alternierend
ausgestaltete und orientierte Dreiecke (z.B. 50, 51; 54, 55) ausgebildet sind. Alternativ
oder zusätzlich sind selbstverständlich auch andere Formen der Durchtrittsöffnungen,
wie beispielsweise rechteckige Formen 57, denkbar. An den Eintrittsbereich 10 schließt
sich zunächst ein durchtrittsöffnungsfreier Bereich 60 an (vergleiche auch Figur 1),
der eine Homogenisierung und ein besonders leichtes Durchströmen der Flüssigkeit 3
(zunächst) bis in den hinteren Bereich 33 fördert.
[0030] Figur 4 zeigt schließlich die Filteranordnung 1 in geöffneter Darstellung. Man erkennt
den unteren Teil, also die Filterschale 14, und den oberen Teil, also die Abdeckung
15 mit der Zugangsöffnung oder dem Eintrittsbereich 10. Die Filteranordnung kann bevorzugt
als Lebensdauer-Flusendepot fungieren, so dass die Gehäuseteile 14, 15 im Montagezustand
fest miteinander verbunden sein können. Die Abdeckung 15 kann weitere nicht näher
dargestellte Einlauföffnungen für weitere Flüssigkeiten - beispielsweise für Kondensat,
das an einem Wärmetauscher aus dem Prozessluftstrom ausfällt - aufweisen. Dabei bewirken
grundsätzlich auch bei dieser Einströmung die vorbeschriebenen Gestaltungsmaßnahmen
einen gesteuerten Fluss der Flüssigkeit in dem Aufnahmeraum 20 und somit die zuvor
beschriebene gesteuerte und reproduzierbare Ablagerung ggf. von dem Kondensat bzw.
der zweiten (Spül)Flüssigkeit mitgeführten Verunreinigungen.
[0031] Mit der erfindungsgemäßen Filteranordnung ist eine gezielte Beeinflussung z.B. eines
Spülwasservolumenstroms in Abhängigkeit von dem Füllgrad des Aufnahmeraumes realisiert.
Durch die Ausgestaltung, Anordnung und Dimensionierung der Durchtrittsöffnungen und
gegebenenfalls der Sieb- bzw. Filterelemente wird der Spülwasservolumenstrom so beeinflusst,
dass dieser bei zunächst leerem Aufnahmeraum in einen bevorzugten Anfangsbereich gelangt
- im Ausführungsbeispiel dem hinteren Bereich 33 - und von dort ausgehend sukzessive
der Aufnahmeraum nach und nach weiter gefüllt wird. Damit ist eine Filteranordnung
geschaffen, deren gesamter Bauraum weitestgehend zur Aufnahme und gegebenenfalls dauerhaften
Deponierung von Flusen und Verunreinigungen zur Verfügung steht.
Bezugszeichen
[0032]
- 1
- Filteranordnung
- 2
- Führungskanal
- 3
- Flüssigkeit
- 4
- Verunreinigungen
- 5
- Oberfläche
- 6
- Flusenfilter
- 7
- Strömungskanal
- 8
- Prozessluft
- 9
- Einspülrichtung
- 10
- Eintrittsbereich
- 11
- Stirnseite
- 14
- Filterschale
- 15
- Abdeckung
- 16
- Bodenbereich
- 18
- Spülwasservolumenstrom
- 20
- Aufnahmeraum
- 22
- Flüssigkeit
- 24
- Durchtrittsbereich
- 25
- Boden
- 26
- Filtereinrichtung
- 28, 29
- Öffnungen
- 30, 31
- Öffnungen
- 32
- Öffnung
- 33
- hinterer Bereich
- 34
- Durchtrittsfläche
- 38
- Durchsatz-Gradient
- 39
- vorderer Bereich
- 40
- Vorzugsrichtung
- 41
- Innenwand
- 44
- Anfangsbereich
- 45, 46
- Bereich
- 47
- Bereich
- 48
- Endbereich
- 50, 51
- Dreiecke
- 54, 55
- Dreiecke
- 57
- Form
- 60
- durchtrittsöffnungsfreier Bereich
1. Filteranordnung für eine Wäschebehandlungsmaschine,
- mit einer Filtereinrichtung (26) zum Ausfiltern von Verunreinigungen (4), die eine
in der Wäschebehandlungsmaschine strömende Flüssigkeit (3) mitführt, und
- mit einem Aufnahmeraum (20) zur Ablagerung von ausgefilterten Verunreinigungen (4),
der wenigstens einen Durchtrittsbereich (24) mit mehreren Durchtrittsöffnungen (28,
29, 30, 31, 32) für die Flüssigkeit (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchtrittsöffnungen (28, 29, 30, 31, 32) in dem Durchtrittsbereich (24) so angeordnet
und dimensioniert sind, dass sich über den Durchtrittsbereich (24) ein Durchsatz-Gradient
(38) für die Flüssigkeit ergibt, so dass die strömende Flüssigkeit (3) den Aufnahmeraum
(20) in einer vorbestimmten Weise so durchsetzt, dass die Befüllung des Aufnahmeraums
(20) und die Ablagerung der Verunreinigungen (4) in einer Vorzugsrichtung (40) erfolgt,
wobei die Gesamtfläche der Durchtrittsöffnungen (28, 29, 30, 31, 32) pro Flächeneinheit
von einem Anfangsbereich (50) ausgehend zu einem Endbereich (52) hin abnimmt.
2. Filteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sich der Durchtrittsbereich (24) im Boden (25) des Aufnahmeraums (20) befindet.
3. Filteranordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Durchtrittsöffnungen (28, 29, 30, 31, 32) als Siebsegmente ausgebildet sind.
4. Filteranordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Durchtrittsöffnungen (28, 29, 30, 31, 32) zumindest teilweise in Form einer
Reihe alternierend orientierter Dreiecksflächen (54, 55) ausgebildet sind.
5. Filteranordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sich zwischen einem (10) für die Flüssigkeit (3) und dem Durchtrittsbereich (24)
ein durchtrittsöffnungsfreier Bereich (60) befindet.
6. Filteranordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Eintrittsbereich (10) für die Flüssigkeit (3) an einer Stirnseite (11) der Filteranordnung
(1) ausgebildet ist und
- die Vorzugsrichtung (40) sich von einer der Stirnseite (11) innenseitig gegenüber
liegenden Wand des Aufnahmeraums (20) aus zu der Stirnseite hin erstreckt.
1. Filter assembly for a laundry treatment machine,
- having a filter device (26) for filtering out impurities (4), which a liquid (3)
flowing in the laundry treatment machine carries along, and
- having a receiving space (20) for depositing filtered-out impurities (4), which
has at least one passage area (24) with a number of openings (28, 29, 30, 31, 32)
for the liquid (3),
characterised in that
the openings (28, 29, 30, 31, 32) are arranged in the passage area (24) and dimensioned
such that a flow rate gradient (38) for the liquid results across the passage area
(24) so that the flowing liquid (3) pushes the receiving space (20) in a predetermined
manner so that the filling of the receiving space (20) and the depositing of the impurities
(4) takes place in a preferred direction (40), wherein the overall surface of the
openings (28, 29, 30, 31, 32) per surface unit diminishes starting from a starting
area (50) toward an end area (52).
2. Filter assembly according to claim 1,
characterised in that
- the passage area (24) is disposed in the base (25) of the receiving space (20).
3. Filter assembly according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
- the openings (28, 29, 30, 31, 32) are embodied as sieve segments.
4. Filter assembly according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
- the openings (28, 29, 30, 31, 32) are embodied at least partially in the form of
a series of alternately oriented triangular surfaces (54, 55).
5. Filter assembly according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
- an opening-free area (60) is disposed between a (10) for the liquid (3) and the
passage area (24).
6. Filter assembly according to claim 5,
characterised in that
- the inlet area (10) for the liquid (3) is embodied on a front end (11) of the filter
assembly (1) and
- the preferred direction (40) extends from a wall of the receiving space (20) facing
the interior of the end face (11) toward the end face.
1. Ensemble filtrant pour une machine de traitement de linge,
- comprenant un dispositif filtrant (26) destiné à filtrer les impuretés (4) qu'un
liquide (3) circulant dans la machine de traitement de linge transporte, et
- comprenant un espace de logement (20) destiné au dépôt d'impuretés (4) filtrées,
lequel espace de logement présente au moins une zone de passage (24) munie de plusieurs
orifices de passage (28, 29, 30, 31, 32) pour le liquide (3),
caractérisé en ce que
les orifices de passage (28, 29, 30, 31, 32) situés dans la zone de passage (24) sont
disposés et dimensionnés de manière à ce qu'il résulte un gradient de débit (38) pour
le liquide sur la zone de passage (24), de sorte que le liquide (3) circulant traverse
l'espace de logement (20) d'une façon prédéterminée de manière à ce que le remplissage
de l'espace de logement (20) et le dépôt des impuretés (4) aient lieu dans une direction
préférentielle (40), la surface totale des orifices de passage (28, 29, 30, 31, 32)
par unité de surface diminuant, en partant d'une zone de départ (50) allant en direction
d'une zone terminale (52).
2. Ensemble filtrant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- la zone de passage (24) se trouve au fond (25) de l'espace de logement (20).
3. Ensemble filtrant selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- les orifices de passage (28, 29, 30, 31, 32) sont réalisés comme segments filtrants.
4. Ensemble filtrant selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- les orifices de passage (28, 29, 30, 31, 32) sont réalisés au moins en partie sous
forme d'une rangée de surfaces triangulaires (54, 55) orientées de manière alternante.
5. Ensemble filtrant selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
- une zone (60) exempte d'orifices de passage se trouve entre une zone (10) pour le
liquide (3) et la zone de passage (24).
6. Ensemble filtrant selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
- la zone d'entrée (10) du liquide (3) est réalisée sur un côté frontal (11) de l'ensemble
filtrant (1) et
- en ce que la direction préférentielle (40) s'étend d'une paroi de l'espace de logement (20),
située côté intérieur en face du côté frontal (11), en direction du côté frontal.