[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Neuherstellen, Sanieren oder
Rückbauen einer Schienenfahrbahn, welche einen Unterbau, eine Gleisbettung und einen
darauf verlegten Gleisrost mit Schienen und Schwellen umfasst, wobei das Verfahren
folgende Schritte umfasst:
- (i) Einbauen eines Unterbaus oder eines Teils eines Unterbaus;
- (ii) Einbauen einer Gleisbettung; und
- (iii) Einbauen eines Gleisrosts;
und/oder wobei das Verfahren die Schritte umfasst:
- (iv) Ausbauen eines vorhandenen Gleisrosts;
- (v) Ausbauen einer vorhandenen Gleisbettung; und
- (vi) Ausbauen eines vorhandenen Unterbaus oder Teils eines Unterbaus,
wobei die Schritte (i)-(iii) in einem einzigen Arbeitsgang mittels eines Eisenbahnarbeitsfahrzeugs
erfolgen und/oder die Schritte (iv)-(vi) in einem einzigen Arbeitsgang mittels eines
Eisenbahnarbeitsfahrzeugs erfolgen.
[0002] Im Gleisbau sind so genannte Schnellumbauverfahren bekannt, bei welchen die Schwellen
und Schienen eines zu erneuernden Gleisrosts ausgetauscht werden. Der Schotter der
Gleisbettung wird hierbei umgelagert, jedoch nicht gereinigt oder ausgetauscht. Eine
gewünschte Schotterreinigung kann in einem separaten Arbeitsgang mit einer speziellen
Maschine erfolgen, welche den gebrauchten Schotter der Gleisbettung aufnimmt, aufbereitet
und unmittelbar anschließend wieder einbaut.
[0003] Häufig ist es erforderlich, nicht nur die Gleisbettung zu erneuern, sondern auch
den zugehörigen Unterbau, das so genannte Planum. Hierbei ist üblicherweise neben
der Schotterschicht der Gleisbettung wenigstens eine weitere Schicht neu einzubauen
oder auszutauschen, beispielsweise eine Schutzschicht, eine Tragschicht oder eine
Anordnung mehrerer aufeinanderfolgender Schutz- oder Tragschichten. Oft wird hierbei
ein nicht tragfähiger Untergrund ausgebaut und durch einen tragfähigeren Tragschichtaufbau
ersetzt. Hierdurch kann die Tragstabilität der Schienenfahrbahn erhöht werden.
[0004] Dadurch dass der Gleisrost und die Gleisbettung in einem einzigen Arbeitsgang ein-
und/oder ausgebaut werden, kann die Anzahl und die Dauer der Gleissperrungen verringert
werden. Bezogen auf den gesamten Gleisneubau oder -umbau kann eine wesentlich höhere
Leistungsfähigkeit erzielt werden als bei einer zeitlichen oder räumlichen Trennung
der gleisrost- und gleisbettungsbezogenen Arbeiten.
[0005] Es ist darauf hinzuweisen, dass der Begriff "Arbeitsgang" im Zusammenhang mit der
vorliegenden Erfindung nicht im Sinne von "Arbeitsschritt" zu verstehen ist. Konkret
umfassen die gleisrost- und gleisbettungsbezogenen Arbeiten üblicherweise mehrere
einzelne Arbeitsschritte. Unter einem Durchführen von Arbeiten in einem einzigen Arbeitsgang
ist demgegenüber das Erledigen aller erforderlichen Arbeitsschritte in unmittelbarer
zeitlicher Abfolge zu verstehen.
[0006] Die
DE 43 39 833 A1 offenbart ein Gleisbausystem für den Rückbau und den Neubau von Schienenfahrbahnen,
bei welchem zum An- und Abtransport von Material verfahrbare und zu Zügen zusammenkoppelbare
Container vorgesehen sind.
[0007] In der
EP 1 127 980 A2 ist ein Gleisumbauverfahren offenbart, bei welchem die Materialzufuhr zur Baustelle
und die Materialabfuhr von der Baustelle gleisgebunden erfolgt.
[0008] Die
DE 199 16 585 A1 offenbart ein System zum Erneuern einer Gleisanlage, bei welchem der Antransport
von Tragschichtmaterial mittels einer Portalladeeinrichtung erfolgt. Eine weitere
Portalladeeinrichtung dient zum Abtransport der Schwellen.
[0009] In der
EP 1 775 190 A2 ist ein Verfahren zur Schotterbettreinigung offenbart, bei dem der Altschotter sowie
der Neuschotter mittels Containern transportiert wird.
[0010] Ein weiteres Eisenbahnarbeitsfahrzeug ist in
EP 2 487 294 A1 beschrieben, wobei eine durch den Gleisarbeitszug hindurchführende Schienentransportbahn
Anwendung findet.
[0011] Ein Problem bei bestehenden Gleisumbausystemen besteht darin, dass lediglich vorhandenes,
gegebenenfalls aufbereitetes Material für das Schotterbett und die Unterbauschichten
verwendet werden kann. Falls dieses bereits einen starken Verschleiß aufweist, kann
es sein, dass die sanierte Schienenfahrbahn nicht die gewünschte Stabilität aufweist.
Darüber hinaus ist es schwierig, die unterschiedlichen Arbeitsgänge "Gleisrosterneuerung",
"Schotterbettreinigung" und "Planumsverbesserung" einschließlich des entsprechenden
Maschineneinsatzes zu koordinieren. Zudem ist die Leistung bestehender Sanierungsmaschinen
lediglich gering. Dies gilt insbesondere für diskontinuierlich arbeitende Maschinen,
welche z.B. einen Gleisrost jochweise, also Stück für Stück, auswechseln.
[0012] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein schnelleres, flexibleres und effektiveres
Neuherstellen, Sanieren oder Rückbauen von Schienenfahrbahnen zu ermöglichen.
[0013] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch ein Verfahren zum Neuherstellen, Sanieren oder
Rückbauen einer Schienenfahrbahn mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0014] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass bei dem Arbeitsgang des Einbauens des Unterbaus
oder Teils des Unterbaus, des Gleisrosts und der Gleisbettung Material für die einzubauende
Gleisbettung, wie Neuschotter, und gleichzeitig Material für den einzubauenden Unterbau
oder Teil des Unterbaus, wie neuer Sand oder neuer Kies, gleisgebunden antransportiert
wird und/oder dass bei dem Arbeitsgang des Ausbauens des vorhandenen Gleisrosts, der
vorhandenen Gleisbettung und des vorhandenen Unterbaus oder Teils des Unterbaus Material
der ausgebauten Gleisbettung, wie Altschotter, und gleichzeitig Material des ausgebauten
Unterbaus oder Teils des Unterbaus, wie Altsand oder altes Erdreich, gleisgebunden
abtransportiert wird. Dadurch entfällt die Beschränkung auf vor Ort vorhandenes gebrauchtes
Material. Aufgrund des gleisgebundenen Antransports ist auch in Bereichen einer Schienenfahrbahn,
deren Umgebung nicht oder schlecht zugänglich ist, die Versorgung mit Neumaterial
möglich.
[0015] Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
sowie der beigefügten Zeichnung angegeben.
[0016] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das gleisgebundene Antransportieren von Material für
die einzubauende Gleisbettung, von Material für den einzubauenden Gleisrost und von
Material für den einzubauenden Unterbau oder Teil des Unterbaus gleichzeitig erfolgt
und/oder dass das gleisgebundene Abtransportieren von Material des ausgebauten Gleisrosts,
von Material der ausgebauten Gleisbettung und von Material des ausgebauten Unterbaus
oder Teils des Unterbaus gleichzeitig erfolgt. Hierdurch kann die Bauzeit erheblich
verkürzt werden.
[0017] Ferner kann vorgesehen sein, dass das gleisgebundene Antransportieren von Material
für die einzubauende Gleisbettung und von Material für den einzubauenden Unterbau
oder Teil des Unterbaus ohne Zwischenlagerung erfolgt und/oder dass das gleisgebundene
Abtransportieren von Material der ausgebauten Gleisbettung und von Material des ausgebauten
Unterbaus oder Teils des Unterbaus ohne Zwischenlagerung erfolgt.
[0018] Das gleisgebundene Antransportieren und/oder Abtransportieren von Material kann auf
wenigstens einer Transportbahn eines Eisenbahnfahrzeugs durchgeführt werden, auf welcher
Transportkörper für Gegenstände oder Transportkörper bildende Gegenstände in Form
von Stückgut längs des Eisenbahnfahrzeugs verfahrbar sind.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird bei dem Arbeitsgang des Einbauens des
Unterbaus oder Teils des Unterbaus, des Gleisrosts und der Gleisbettung wenigstens
eine Schutzschicht für den Unterbau, insbesondere eine Planumsschutzschicht, eine
Frostschutzschicht und/oder eine Wasserschutzschicht, eingebaut. Solche zusätzlichen
Unterbauschichten können z.B. Sand, Kies, spezielle Korngemische wie KG1 und KG2 und/oder
Asphalt umfassen. Die entsprechenden Materialien werden vorzugsweise ebenfalls im
Neuzustand gleisgebunden antransportiert, beispielsweise in Transportbehältern auf
einer Transportbahn der den Umbau durchführenden Maschine. Durch das Einbringen zusätzlicher
Schichten in den Unterbau kann die Stabilität der Schienenfahrbahn beträchtlich verbessert
werden, insbesondere dann, wenn Neumaterial verwendet wird.
[0020] Es können auch mehrere Schutzschichten für den Unterbau eingebaut werden, wobei wenigstens
zwischen zwei der mehreren Schutzschichten eine Trennschicht eingebaut wird, welche
insbesondere ein Geotextil- und/oder ein Hartschaummaterial umfasst. Solche Trennschichten
können einer unerwünschten Vermischung der Materialien benachbarter Schutzschichten
entgegenwirken. Außerdem kann so verhindert werden, dass der unter den Tragschichten
anliegende Boden sich mit der untersten Tragschicht vermischt und diese dadurch verschmutzt
sowie in ihrer Tragfähigkeit beeinträchtigt wird.
[0021] Weiterhin kann die Oberfläche der eingebauten Schutzschicht oder der mehreren eingebauten
Schutzschichten versiegelt werden, insbesondere durch Aufbringen von Zement. Hierdurch
kann ein Eindringen von Wasser in die Schutzschicht verhindert werden.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die eingebaute Schutzschicht
oder die mehreren eingebauten Schutzschichten wenigstens einfach armiert, insbesondere
unter Verwendung eines Geogitters, einer Metallmatte oder eines Streckblechs. Der
Unterbau kann hierdurch verstärkt werden.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die eingebaute Schutzschicht oder
die mehreren eingebauten Schutzschichten unter Verwendung einer Metallmatte armiert,
welche während des Neuherstellens oder Sanierens der Schienenfahrbahn aus Drähten
gefertigt wird. Die Drähte können hierbei auf der betreffenden Maschine mitgeführt
oder gleisgebunden zugeführt werden, sodass das Armieren ohne Zeitverzug kontinuierlich
erfolgen kann. Eine spezielle Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass einzelne
mitgeführte oder gleisgebunden zugeführte Drähte vor dem Einbau in der betreffenden
Maschine zu einem Gitter verschweißt werden.
[0024] Alternativ oder zusätzlich können die eingebaute Schutzschicht oder die mehreren
eingebauten Schutzschichten unter Verwendung eines Streckblechs armiert werden, welches
während des Neuherstellens oder Sanierens der Schienenfahrbahn durch Recken eines
Coils hergestellt wird.
[0025] Vorzugsweise wird wenigstens eine einzubauende Schutzschicht in mehreren Teilschichten
eingebaut, wobei vorzugsweise jede Teilschicht vor dem Aufbringen einer nachfolgenden
Teilschicht verdichtet wird. Das Verdichten kann mit einem profilierten Verdichtungselement
erfolgen, um eine starke Verzahnung der Schichten untereinander zu bewirken. Das schrittweise
Einbringen einer Schutzschicht in mehreren, vergleichsweise dünnen Teilschichten erleichtert
den Verdichtungsvorgang.
[0026] Weiterhin kann wenigstens eine eingebaute Schutzschicht oder Teilschicht einer Schutzschicht
vor dem Aufbringen einer nachfolgenden Schutzschicht oder Teilschicht der gleichen
Schutzschicht aufgerauht werden. Hierdurch kann der Verzahnungseffekt zwischen einzelnen
Schichten oder Teilschichten verbessert und so die Gesamtstabilität des Unterbaus
erhöht werden. Insbesondere kann bei einem Verdichten einer Schicht ein Profil erzeugt
werden, welches einen Verzahnungseffekt begünstigt.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird während des Einbauens des
Unterbaus oder Teils des Unterbaus die Anzahl und die Dicke der eingebauten Schutzschichten
in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Bodens verändert. Die eingebauten Schichten
können so dynamisch an die sich ändernden Bodenverhältnisse angepasst werden.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass das Einbauen des Unterbaus oder Teils des Unterbaus,
des Gleisrosts und der Gleisbettung mittels eines Eisenbahnarbeitsfahrzeugs durchgeführt
wird, wobei wenigstens eine auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug mitgeführte Bahn aus
einem Geowerkstoff, insbesondere einem Geokunststoff, einer Geotextilie oder einem
Geoverbundstoff, in den Unterbau oder Teil des Unterbaus eingebaut wird. Gegenüber
dem auf dem Fachgebiet üblichen Vorgehen, Bahnen aus Geowerkstoff separat anzuliefern
und vor dem Baubeginn entlang der Schienenfahrbahn bereitzulegen, kann durch das Mitführen
der Bahnen auf der Gleisbaumaschine selbst die Bauzeit beträchtlich verkürzt werden.
Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass Gleissperrungen für diejenigen Schienenfahrzeuge,
welche die Bahnen anliefern, vermieden werden können. Ferner müssen bei herkömmlicher
Vorgehensweise die bereitgelegten Bahnen per Hand in eine Verlegevorrichtung der Gleisbaumaschine
eingebracht werden, was nur bei stillstehender Maschine erfolgen kann und für das
Baupersonal anstrengend ist. Diese Nachteile können durch das Mitführen der Geowerkstoff-Bahnen
auf der Gleisbaumaschine vermieden werden.
[0029] Die wenigstens eine Bahn aus Geowerkstoff kann insbesondere in aufgerolltem und/oder
gefaltetem Zustand auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug mitgeführt und zum Einbauen automatisch
entnommen werden. Beispielsweise kann die Bahn einmal vollständig in Längsrichtung
gefaltet und anschließend entweder gerollt oder in Querrichtung gefaltet werden. Vor
dem Einbau kann die Bahn dann mittels einer geeigneten Vorrichtung wieder automatisch
abgerollt bzw. entfaltet werden. Sobald die Bahn vollständig verlegt ist, wird vorzugsweise
eine auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug mitgeführte weitere Bahn automatisch bereitgestellt.
Bevorzugt wird auch das Einfädeln dieser weiteren Bahn automatisch durchgeführt.
[0030] Weiterhin kann die wenigstens eine Bahn aus Geowerkstoff als um eine Spulenachse
gewickelte Rolle auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug mitgeführt werden, wobei die Spulenachse
parallel zur Arbeitsrichtung des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs verläuft und die Bahn zum
Verlegen automatisch abgerollt und gedreht wird, vorzugsweise um 90°. Dies trägt dem
Umstand Rechnung, dass gängige Geowerkstoff-Bahnen bedeutend breiter sind als das
zum Transport vorgesehene Eisenbahnarbeitsfahrzeug. Aufgrund der Lagerung der entsprechenden
Rolle quer zur Abrollrichtung kann die Rolle selbst im Prinzip beliebig breit sein.
[0031] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung werden mittels einer automatischen
Verlegevorrichtung des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs mehrere Bahnen aus Geowerkstoff nebeneinander
verlegt. Dadurch genügt es, relativ schmale Rollen auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug
mitzuführen, was hinsichtlich der Lagerung und der Handhabbarkeit von beträchtlichem
Vorteil ist. Insbesondere sind solche schmalen Rollen je nach Bedarf sowohl in Fahrtrichtung
als auch quer zur Fahrtrichtung transportierbar und abrollbar.
[0032] Ferner kann während des Ausbauens des vorhandenen Unterbaus oder Teils des Unterbaus
die Gleisbettung einer benachbarten Schienenfahrbahn abgestützt werden, insbesondere
durch einen mitlaufenden Verbau. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die
Gesamtstärke der aus- und einzubauenden Schichten des Unterbaus eine vorgegebene Grenze
überschreitet.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird zum Einbauen des Unterbaus
oder Teils des Unterbaus ein Material verwendet, welches bei dem Arbeitsgang des Ausbauens
des vorhandenen Unterbaus oder Teils des Unterbaus entnommen wurde. Hierdurch kann
die Menge an zu förderndem Neumaterial verringert werden oder es kann völlig auf das
Zuführen von Neumaterial verzichtet werden.
[0034] Bei Bedarf kann nach dem Ausbauen des vorhandenen Unterbaus oder Teils des Unterbaus
und vor dem Einbauen des Unterbaus oder Teils des Unterbaus der Boden durch Aufbringen
eines vorzugsweise schüttfähigen Stabilisierungsmittels, insbesondere Kalk oder Zement,
konditioniert werden, wobei insbesondere das Stabilisierungsmittel gleisgebunden antransportiert
wird. Hierdurch kann die Belastungsfähigkeit der Schienenfahrbahn weiter erhöht werden.
[0035] Es ist bevorzugt, dass die Schienen für den einzubauenden Gleisrost gleisgebunden
antransportiert werden und/oder dass die Schienen des ausgebauten Gleisrosts gleisgebunden
abtransportiert werden, insbesondere jeweils ohne Zwischenablage der Schienen auf
dem Boden. Dies erhöht die Effizienz des Gesamtprozesses.
[0036] Die Schienen des ausgebauten Gleisrosts können dabei vor dem Abtransport zerteilt
werden, um eine bessere Handhabbarkeit zu gewährleisten.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schienen
für den einzubauenden Gleisrost gemeinsam mit Material für die einzubauende Gleisbettung
und/oder für den einzubauenden Unterbau oder Teil des Unterbaus, wie Neuschotter oder
Neusand, gleisgebunden antransportiert werden und/oder dass die Schienen des ausgebauten
Gleisrosts gemeinsam mit Material der ausgebauten Gleisbettung und/oder des ausgebauten
Unterbaus oder Teils des Unterbaus, wie Altschotter oder Altsand, gleisgebunden abtransportiert
werden. Der Ablauf der gesamten Gleiserstellung, Gleisentfernung oder Gleissanierung
kann dadurch weiter beschleunigt werden. Der Transport kann auf einer oder mehreren
Transportbahnen des den Gleisumbau durchführenden Eisenbahnarbeitsfahrzeugs erfolgen,
wobei in vorteilhafter Weise Schüttgüter in eigens dafür vorgesehenen Transportbehältern
und Stückgüter wie Schienen, Schwellen und Gleisroststücke auf ein und derselben Transportbahn
gefördert werden.
[0038] Vorzugsweise erfolgt der An- und/oder Abtransport der Schienen ohne Verletzung des
Lichtraums eines in einer benachbarten Schienenfahrbahn fahrenden Zuges. Das Gegengleis
der zu erstellenden, zu sanierenden oder rückzubauenden Schienenfahrbahn muss somit
zur Durchführung der Baumaßnahmen nicht gesperrt werden.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird nach dem Ausbauen des vorhandenen
Unterbaus oder Teils des Unterbaus und vor dem Einbauen des Unterbaus oder Teils des
Unterbaus der Boden verdichtet, um eine stabilere Grundlage für die zu erstellende
Schienenfahrbahn zu schaffen.
[0040] Ferner wird gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung die Feuchtigkeit des zu verdichtenden
Bodens gemessen und vor dem Verdichten in Abhängigkeit von der gemessenen Feuchtigkeit
bedarfsweise Wasser in bereitgestelltes Material für den einzubauenden Unterbau oder
Teil des Unterbaus eingebracht. Somit kann die Feuchtigkeit des Bodens exakt an die
Anforderungen des Verdichtungsprozesses angepasst werden. Ebenso kann die Feuchtigkeit
von einzubauendem Material gemessen und bei Bedarf angepasst werden.
[0041] Bei bestimmten Anwendungen kann es bevorzugt sein, dass beim Verdichten eine Messgröße,
insbesondere die Beschleunigung, eines Verdichterelements erfasst wird und wenigstens
ein Verdichtungsparameter in Abhängigkeit von der erfassten Messgröße angepasst wird.
Auf diese Weise ist eine permanente Verdichtungskontrolle möglich. Bei Bedarf kann
der Verdichtungsprozess mit einer entsprechenden Steuereinrichtung gesteuert werden.
Weiterhin können die erfassten Daten für eine spätere Verwendung kontinuierlich gespeichert
werden.
[0042] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird beim Einbauen der Gleisbettung
in Abhängigkeit von einer lokalen Belastungssituation Neuschotter, gebrauchter Schotter
oder recycelter Schotter verwendet. Z.B. kann an hinsichtlich der Tragfähigkeit wichtigen
Stellen, etwa im Bereich des Tragkopfs unter dem Gleis oder vor Kopf gezielt Neuschotter
verwendet werden, während an hinsichtlich der Tragfähigkeit weniger wichtigen Stellen,
etwa im Bereich der Schwellenmitte oder bei zweigleisigen Schienenfahrbahnen im Bereich
zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen, gebrauchter Schotter zum Einsatz kommt. Somit
kann der Bedarf an Neuschotter gering gehalten werden und dennoch eine hohe Stabilität
der Gleisbettung erzielt werden.
[0043] Bei Bedarf kann bei dem Arbeitsgang des Einbauens der Gleisbettung der eingebaute
Schotter verdichtet werden, insbesondere vor dem Einbauen des Gleisrosts. Bei Bedarf
kann der eingebaute Schotter nach dem Einbauen des Gleisrosts gestopft und/oder dynamisch
stabilisiert werden. Das Stopfen bzw. das dynamische Stabilisieren kann auch mehrfach
wiederholt werden, falls dies erforderlich ist. Dadurch können separate Verdichtungs-,
Stopf- und Stabilisierprozesse eingespart werden. Durch eine ausreichende Verdichtung
des Grundschotters kann gegebenenfalls ein Stopfdurchgang eingespart werden.
[0044] Die eingebaute Gleisbettung kann auch profiliert werden, wobei eine solche Profilierung
bedarfsweise ebenfalls mehrfach hintereinander erfolgen kann.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird bei dem Arbeitsgang des Einbauens
des Gleisrosts die Lage des eingebauten Gleisrosts erfasst und dokumentiert.
[0046] Weiterhin können bei dem Arbeitsgang des Einbauens des Gleisrosts die Kleineisen
des eingebauten Gleisrosts geschlossen, insbesondere verschraubt, werden.
[0047] Für die Durchführung eines wie vorstehend beschriebenen Verfahrens kann insbesondere
ein Eisenbahnarbeitsfahrzeug eingesetzt werden. Bevorzugt wird ein einziges Eisenbahnarbeitsfahrzeug
für alle Verfahrensschritte eingesetzt.
[0048] Die Schienen für den einzubauenden Gleisrost und/oder die Schienen des ausgebauten
Gleisrosts können nach einer Ausgestaltung der Erfindung auf einer in oder an einem
Eisenbahnfahrzeug, bevorzugt zwischen den Radscheiben, angeordneten Schienenförderbahn
durch das Eisenbahnfahrzeug hindurch gefördert werden. Dies erleichtert einen Gleiseinbau
und/oder Gleisausbau an schwer zugänglichen Stellen. Ferner kann die Sperrpause für
den An- und Abtransport der Langschienen eingespart werden. Dadurch dass die Schienenförderung
in dem üblicherweise nur schlecht nutzbaren Lichtraum zwischen den Radscheiben erfolgt,
ist der übrige gut nutzbare Lichtraum des Eisenbahnfahrzeugs frei für eine Förderung
von weiterem Material, z.B. von Schüttgut in entsprechenden Transportbehältern.
[0049] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die Schienen auf wenigstens einer
Schienenförderbahn gefördert, welche an einer Seite des Eisenbahnfahrzeugs vorgesehen
ist, wobei die Schienen vorzugsweise auf mehreren übereinander oder nebeneinander
angeordneten Schienenförderbahnen gefördert werden. Es können auch an jeder Seite
des Eisenbahnfahrzeugs mehrere übereinander oder nebeneinander angeordnete Schienenförderbahnen
vorgesehen sein. Somit können z.B. zwei für einen Gleisrost erforderliche Schienen
an einer Seite des Eisenbahnfahrzeugs antransportiert werden, während zwei Schienen
eines ausgebauten Gleisrosts auf der anderen Seite des Eisenbahnfahrzeugs abtransportiert
werden. Im zentralen Bereich des Lichtraums des Eisenbahnfahrzeugs kann dann gleichzeitig
Material wie Neuschotter oder Neuschwellen antransportiert und gegebenenfalls gebrauchtes
Material wie Altschotter oder Altschwellen abtransportiert werden.
[0050] Es kann bei bestimmten Gleisbauarbeiten günstig sein, dass die Schienen des ausgebauten
Gleisrosts, insbesondere seitlich vom Eisenbahnfahrzeug, vom Boden aufgenommen und
zum Abtransport auf eine in oder an dem Eisenbahnfahrzeug und vorzugsweise zwischen
den Radscheiben angeordnete Schienenförderbahn überführt werden und/oder dass die
Schienen für den einzubauenden Gleisrost auf einer in oder an dem Eisenbahnfahrzeug
und vorzugsweise zwischen den Radscheiben angeordneten Schienenförderbahn antransportiert
und zum Ablegen in einen Bereich seitlich vom Eisenbahnfahrzeug oder unter dem Eisenbahnfahrzeug
überführt werden. Die geförderten Schienen können hierbei sowohl zwischen den Schienen
des bestehenden Gleises als auch neben den Schienen des bestehenden Gleises aufgenommen
oder abgelegt werden. Bevorzugt ist eine Anordnung der Schienenförderbahn oberhalb
der Radwellen.
[0051] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Schienen mittels einer
Zugkraftübertragungseinrichtung, insbesondere Seil, Band oder Kette, auf eine Schienenförderbahn
des Eisenbahnfahrzeugs und/oder von dieser herunter gezogen werden, wobei insbesondere
ein Einziehen von Zugkraftübertragungseinrichtungen in die Schienenförderbahn mittels
von der Schienenförderbahn heruntergezogenen Schienen erfolgt. Dies ermöglicht ein
besonders einfaches Überführen der Schienen auf die Schienenförderbahn. Es kann vorgesehen
sein, dass ein Seil, ein Band oder eine Kette bereits vor der einzuziehenden Schiene
in die Schienenförderbahn eingezogen wird. An einem vorderen Ende der Schiene kann
ferner eine Einfädelhilfe, beispielsweise in Form eines pfeilspitzenartigen Bauteils,
angebracht werden, um das Einfädeln der Schiene in die Schienenförderbahn zu erleichtern.
Ebenso kann am Ende einer Schiene ein Seil befestigt werden. Wenn diese Schiene aus
der Schienenförderbahn herausgezogen wird, wird das Seil in die Schienenförderbahn
eingezogen. Weiterhin kann es bei bestimmten Anwendungen günstig sein, die Schienen
zum gleisgebundenen Antransport und/oder zum gleisgebundenen Abtransport abzulängen
und in einen Transportbehälter zu verbringen. Vorzugsweise erfolgt die Förderung der
Schienen, insbesondere einschließlich des Ein- und/oder Ausfädelns in das Eisenbahnfahrzeug
und/oder in das Schienenlager, automatisch. Dadurch kann der Gesamtprozess weiter
beschleunigt werden.
[0052] Bei Bedarf können die Schienen für den einzubauenden Gleisrost und/oder die Schienen
des ausgebauten Gleisrosts vorübergehend am Boden abgelegt werden, insbesondere auf
am Boden angeordnete Lagerrollen. Solche Lagerrollen vermindern die erforderliche
Zugkraft für den Transport der Schienen beträchtlich. Die Lagerrollen können von der
die Gleisherstellung, die Gleissanierung oder den Gleisrückbau durchführenden Maschine
auf dem Boden platziert und gegebenenfalls nach der Wiederaufnahme der abgelegten
Schienen wieder aufgenommen werden.
[0053] Die Erfindung betrifft auch ein Eisenbahnarbeitsfahrzeug gemäss dem vorliegenden
Anspruch 18, das zur Durchführung eines Verfahrens wie vorstehend beschrieben ausgebildet
ist.
[0054] Das Eisenbahnarbeitsfahrzeug umfasst wenigstens eine Transportbahn, auf welcher Transportkörper
für Gegenstände oder Transportkörper bildende Gegenstände in Form von Stückgut längs
des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs verfahrbar sind, und ein Baumodul zum Einbauen des Gleisrosts
und von Material der Gleisbettung und von Material des Unterbaus oder Teils des Unterbaus
und/oder ein Baumodul zum Ausbauen des Gleisrosts und von Material der vorhandenen
Gleisbettung und von Material des vorhandenen Unterbaus oder Teils des Unterbaus.
Bei Bedarf kann das Eisenbahnarbeitsfahrzeug zusätzlich wenigstens ein von dem Baumodul
oder den Baumodulen getrenntes Recyclingmodul zur Reinigung von ausgebautem Material
umfassen. Somit kann ein Gleisumbau mit einer Schotterbettreinigung kombiniert werden
und so insbesondere die Sperrzeit auf ein Minimum beschränkt werden.
[0055] Weiterhin umfasst das Eisenbahnarbeitsfahrzeug vorzugsweise eine Vorrichtung zum
Lösen und/oder zum Befestigen von Kleineisen. Dies erleichtert den kontinuierlichen
Einbau des Gleisrosts und Ausbau des vorhandenen Gleisrosts.
[0056] Das Eisenbahnarbeitsfahrzeug kann nach einer Ausgestaltung der Erfindung auch eine
Vorrichtung zum Aufnehmen und Transportieren der Schienen des ausgebauten Gleisrosts
umfassen. Weiterhin kann das Eisenbahnarbeitsfahrzeug eine Verdichtungsvorrichtung
wie eine angetriebene Rüttelplatte oder eine Vibrationswalze umfassen. Alternativ
oder zusätzlich kann das Eisenbahnarbeitsfahrzeug eine Stopf- und/oder Profilierungsvorrichtung
umfassen.
[0057] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
nachfolgend beschrieben.
- Fig. 1
- ist eine Schnittansicht einer Schienenfahrbahn.
- Fig. 2
- ist eine vereinfachte Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Eisenbahnarbeitsfahrzeugs.
- Fig. 3
- ist eine vereinfachte Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Eisenbahnfahrzeugs, das
zum gleisgebundenen An- und Abtransport zu bzw. von dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug gemäß
Fig. 2 ausgebildet ist.
[0058] Bei der in Fig. 1 dargestellten Schienenfahrbahn 11 ist der Gleisrost 13 mit Schienen
15 und Schwellen 17 in einer Gleisbettung 19 aus Schotter verlegt. Die Gleisbettung
19 ist auf eine Schutzschicht 21 und diese wiederum auf den Untergrund 23 aufgebracht.
Bei der Schutzschicht 21 kann es sich z.B. um eine Planumsschutzschicht aus einem
Korngemisch handeln. Die Schutzschicht 21 und der Untergrund 23 bilden gemeinsam einen
Unterbau 25 der Schienenfahrbahn 11, welcher je nach Ausführung weitere Schichten
umfassen kann. Sofern der Unterbau 25 mehrere Schichten umfasst, können diese durch
Geowerkstoff-Lagen oder dergleichen getrennt sein.
[0059] Das Neuherstellen, Sanieren oder Rückbauen einer gemäß Fig. 1 gestalteten Schienenfahrbahn
11 wird erfindungsgemäß von einem Eisenbahnarbeitsfahrzeug durchgeführt, welches nachfolgend
unter zusätzlicher Bezugnahme auf Fig. 2 genauer beschrieben wird.
[0060] Das in Fig. 2 dargestellte erfindungsgemäße Eisenbahnarbeitsfahrzeug 27 umfasst ein
von einem Fahrwerk 29 getragenes Chassis 31 und mehrere vom Chassis 31 getragene Arbeitseinrichtungen,
von denen beispielhaft lediglich eine Aushubvorrichtung 33 und eine Einbaueinrichtung
34 dargestellt sind.
[0061] Das Fahrwerk 29 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Schienenfahrwerk.
Anstelle eines Schienenfahrwerks oder zusätzlich zu einem Schienenfahrwerk kann auch
ein Bodenfahrwerk, z.B. ein Raupenfahrwerk, vorgesehen sein. Dies ermöglicht es dem
Eisenbahnarbeitsfahrzeug 27, bei einer Neuherstellung einer Schienenfahrbahn zumindest
in seinem in Arbeitsrichtung gesehen vorderen Teil auch ohne Gleis zu operieren.
[0062] Oberhalb der Arbeitseinrichtungen 33, 34 ist eine Transportbahn 35 vorgesehen, auf
welcher Transportkörper 36 für Güter längs des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs 27 verfahrbar
sind. Die Transportbahn 35 ist hier als Rollenbahn ausgebildet mit Rollen 37, auf
welchen die als Boxen ausgebildeten Transportkörper 36 verfahren werden können. Zum
Verfahren der Transportkörper 36 können die Rollen 37 oder zumindest einzelne Rollen
37 drehantreibbar sein. Es ist darauf hinzuweisen, dass in Fig. 2 lediglich beispielhaft
eine einzelne Transportbahn 35 gezeigt ist. In Abhängigkeit von dem Einsatzzweck des
Eisenbahnarbeitsfahrzeugs 27 können weitere Transportbahnen vorgesehen sein, wobei
die mehreren Transportbahnen z.B. parallel zueinander verlaufend nebeneinander und/oder
übereinander angeordnet sind.
[0063] Die Transportkörper 36 können alle Arten von Gütern, insbesondere Arbeitsmaterial
wie Schotter, Sand, Kies, Zement, Schwellen, Kleineisen, Plättchen, Asphalt, Stoffe
zur Bodenverbesserung, Rammsäulen und Signalfundamente, aber auch Versorgungsmaterialien
wie Kraftstoff und Wasser aufnehmen. Sie können sowohl zum Versorgen als auch zum
Entsorgen der Arbeitseinrichtungen 33, 34 des Eisenbahnarbeitsfahrzeuges 27 dienen.
[0064] Die Transportkörper 36 können beispielsweise über ein nicht dargestelltes Förderband
mit Aushubmaterial der Aushubeinrichtung 33 beladen werden.
[0065] Zum Versorgen der Einbaueinrichtung 34 kann ebenfalls ein in Fig. 2 nicht dargestelltes
Förderband vorgesehen sein, welches z.B. über eine entsprechende Befülleinrichtung
mit Material aus den Transportkörpern 36 befüllt werden kann. Hierfür kann an einer
Befüllposition eine ebenfalls nicht dargestellte Einrichtung zum Entleeren der Transportbehälter
36 vorgesehen sein.
[0066] Zum Sanieren oder Rückbauen einer alten Schienenfahrbahn 11 wird durch das Eisenbahnarbeitsfahrzeug
27 zunächst der vorhandene Gleisrost 13 ausgebaut. Hierzu werden die Kleineisen durch
eine entsprechende, vorzugsweise in das Eisenbahnarbeitsfahrzeug 27 integrierte Vorrichtung
automatisch gelöst.
[0067] Anschließend erfolgt das Ausspreizen der gebrauchten Schienen 15. Hierzu werden die
gebrauchten Schienen 15 von den Schwellen 17 getrennt und auf einer seitlich am Chassis
31 des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs 27 vorgesehenen Schienenförderbahn 39 abgelegt. Die
Schienenförderbahn 39 weist wie die Transportbahn 35 Rollen 37 auf, von denen gegebenenfalls
zumindest einige drehantreibbar sind. Auf Wunsch können daher die abgelegten gebrauchten
Schienen 15 unmittelbar in oder entgegen der Arbeitsrichtung I abtransportiert werden.
[0068] Des Weiteren werden die gebrauchten Schwellen 17 durch eine geeignete, in das Eisenbahnarbeitsfahrzeug
27 integrierte Vorrichtung aufgenommen und in einen oder mehrere der Transportkörper
36 verbracht. Mittels der Transportkörper 36 können die gebrauchten Schwellen 17 leicht
auf der Transportbahn 35 in oder entgegen der Arbeitsrichtung I abtransportiert werden.
Sollten die gebrauchten Schwellen 17 aufgrund ihres schlechten Zustands nicht transportierbar
sein, können sie auch neben der Schienenfahrbahn 11 abgelegt und erst nach Beendigung
des Sanierungsprozesses manuell aufgenommen werden.
[0069] Anschließend erfolgt der Ausbau der Gleisbettung 19 und des Unterbaus 25, bevorzugt
in mehreren Einzelschichten. Beispielsweise kann hierfür die Aushubvorrichtung 33,
gegebenenfalls in Verbindung mit weiteren Vorrichtungen, eingesetzt werden. Der Schotter
der ausgebauten Gleisbettung 19 sowie das Material der ausgebauten Schichten des Unterbaus
25 wird in einen oder mehrere der Transportkörper 36 verbracht und auf der Transportbahn
35 wahlweise zur Entsorgung abtransportiert oder einem Recycling-Prozess zugeführt.
[0070] Sofern ein Rückbauen der Schienenfahrbahn 11 angestrebt wird, endet der Prozess hier.
Andernfalls wird der Boden je nach Bedarf gewässert, durch Aufbringen von Kalk oder
Zement konditioniert und verdichtet. Anschließend wird - z.B. mittels der Einbaueinrichtung
34 - ein neuer Unterbau 25 eingebaut. Hierbei wird wiederum wenigstens eine Schutzschicht
21 eingebaut, vorzugsweise in mehreren dünnen Schichten. Das hierfür erforderliche
Material wird in Transportkörpern 36 auf der Transportbahn 35 antransportiert.
[0071] Nach Fertigstellung des neuen Unterbaus 25 wird eine neue Gleisbettung 19 eingebaut
und bei Bedarf verdichtet. Der Schotter für die Gleisbettung 19 wird wiederum in Transportkörpern
36 auf der Transportbahn 35 antransportiert.
[0072] Sobald die neue Gleisbettung 19 fertiggestellt ist, werden neue Schwellen 17 in der
Gleisbettung 19 abgelegt. Anschließend werden neue Schienen 15 auf der Schienenförderbahn
39 antransportiert und automatisch in das Schienenlager der abgelegten Schwellen 17
eingefädelt. Der vorzugsweise automatische Antransport der neuen Schienen 15 kann
hierbei auf einer weiteren, in Fig. 2 nicht sichtbaren Schienenförderbahn auf der
anderen Seite des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs 27 erfolgen. Um ein gleichzeitiges Fördern
von vier Schienen 15 zu ermöglichen, z.B. von zwei gebrauchten Schienen 15 des ausgebauten
Gleisrosts 13 und von zwei neuen Schienen 15 für den einzubauenden neuen Gleisrost
13, können auf jeder Seite des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs 27 zwei übereinander angeordnete
Schienenförderbahnen 39 vorgesehen sein. Optional sind weitere Schienenförderbahnen
39 vorgesehen, auf welchen ein Transport von Langschienen durch das Eisenbahnarbeitsfahrzeug
27 hindurch erfolgen kann. Um einen Wechsel von transportierten Schienen 15 von einer
Schienenförderbahn 39 auf eine andere Schienenförderbahn 39 zu ermöglichen, können
entsprechende Weichen vorgesehen sein.
[0073] Es können insbesondere drei Paare von Schienenförderbahnen 39 vorgesehen sein, wobei
eines der Paare dem Durchfördern eines Schienenpaars durch das gesamte Eisenbahnarbeitsfahrzeug
27 dient. Hierdurch ist es möglich, die Schienen 15 für den einzubauenden Gleisrost
13 je nach Anforderung bezogen auf die Arbeitsrichtung I wahlweise von vorne oder
von hinten anzuliefern bzw. die Schienen 15 des ausgebauten Gleisrosts 13 wahlweise
nach vorn oder nach hinten abzutransportieren.
[0074] Im weiteren Verlauf des Sanierungsprozesses werden die Kleineisen verschraubt und
bei Bedarf wird die sanierte Schienenfahrbahn 11 einmal oder mehrmals gestopft und/oder
dynamisch stabilisiert.
[0075] Im Falle einer Neuherstellung einer Schienenfahrbahn 11 werden alle auf den Einbau
bezogenen Arbeitsschritte durchgeführt, ohne zuvor die auf den Ausbau bezogenen Arbeitsschritte
durchzuführen.
[0076] Im Ergebnis ermöglicht die Erfindung die Erneuerung, Neuherstellung oder Entfernung
einer Schienenfahrbahn 11 einschließlich einer Verbesserung des Unterbaus 25 in einem
einzigen kontinuierlichen Prozess mittels einer einzigen, gegebenenfalls modular aufgebauten
Maschine bzw. mittels eines einzigen Maschinenkomplexes.
[0077] Das in Fig. 2 dargestellte Eisenbahnarbeitsfahrzeug 27 kann ein Modul eines Eisenbahnarbeitszuges
bilden, wobei erfindungsgemäß mehrere derartige Module zusammengestellt werden können.
Dabei kann jedes Modul unterschiedliche Arbeitseinrichtungen aufweisen, es können
aber auch zwei oder mehr gleiche Module zusammengestellt werden. Die Transportbahnen
35 und die Schienenförderbahnen 39 der Module sind bevorzugt so ausgebildet, dass
die Transportbahnen mehrerer Module eine durchgehende Transportbahn bilden. Auch können
die Transportbahnen mit entsprechenden Transportbahnen von anderen Schienenfahrzeugen
eine durchgehende Transportbahn bilden, beispielsweise mit Ver- und/oder Entsorgungszügen.
[0078] Konkret kann der An- und Abtransport von Material zu bzw. von dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug
27 mittels eines Zugs aus mehreren zusammengekoppelten Eisenbahnfahrzeugen 28 erfolgen,
welche nachfolgend unter zusätzlicher Bezugnahme auf Fig. 3 genauer beschrieben werden.
[0079] Das Eisenbahnfahrzeug 28 ist im Prinzip ähnlich gestaltet wie das Eisenbahnarbeitsfahrzeug
27. Es ist jedoch als einfacher Eisenbahnwaggon mit einem Schienenfahrwerk 29 ausgeführt
und weist keine Arbeitseinrichtungen auf. Wie bei dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug 27
ist eine Transportbahn 35 vorgesehen, auf welcher die Transportkörper 36 verfahrbar
sind. Die Transportbahn 35 ist wiederum als Rollenbahn mit Rollen 37 ausgebildet.
Es können auch weitere Transportbahnen vorgesehen sein, wobei die mehreren Transportbahnen
z.B. parallel zueinander verlaufend nebeneinander und/oder übereinander angeordnet
sind. Seitlich am Chassis 31 des Eisenbahnfahrzeugs 28 ist eine Schienenförderbahn
39 vorgesehen, welche wie die Transportbahn 35 Rollen 37 aufweist. Die Transportbahn
35 und die Schienenförderbahn 39 sind derart ausgelegt, dass Transportkörper 36 und
Schienen 15 auf durchgehenden Bahnen von Eisenbahnfahrzeug 28 zu Eisenbahnfahrzeug
28 und von einem Eisenbahnfahrzeug 28 zu dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug 27 verfahrbar
sind, wenn ein Zug aus Eisenbahnfahrzeugen 28 in Fig. 2 von links an das Eisenbahnarbeitsfahrzeug
27 angekoppelt ist.
Bezugszeichenliste
[0080]
- 11
- Schienenfahrbahn
- 13
- Gleisrost
- 15
- Schiene
- 17
- Schwelle
- 19
- Gleisbettung
- 21
- Schutzschicht
- 23
- Untergrund
- 25
- Unterbau
- 27
- Eisenbahnarbeitsfahrzeug
- 28
- Eisenbahnfahrzeug
- 29
- Fahrwerk
- 31
- Chassis
- 33
- Aushubvorrichtung
- 34
- Einbaueinrichtung
- 35
- Transportbahn
- 36
- Transportkörper
- 37
- Rolle
- 39
- Schienenförderbahn
- I
- Arbeitsrichtung
1. Verfahren zum Neuherstellen, Sanieren oder Rückbauen einer Schienenfahrbahn (11),
welche einen Unterbau (25), eine Gleisbettung (19) und einen darauf verlegten Gleisrost
(13) mit Schienen (15) und Schwellen (17) umfasst, wobei das Verfahren folgende Schritte
umfasst:
(i) Einbauen eines Unterbaus (25) oder eines Teils eines Unterbaus (25);
(ii) Einbauen einer Gleisbettung (19); und
(iii) Einbauen eines Gleisrosts (13);
und/oder wobei das Verfahren die Schritte umfasst:
( iv) Ausbauen eines vorhandenen Gleisrosts (13);
( v) Ausbauen einer vorhandenen Gleisbettung (19); und
( vi) Ausbauen eines vorhandenen Unterbaus (25) oder Teils eines Unterbaus (25);
wobei die Schritte (i)-(iii) in einem einzigen Arbeitsgang mittels eines Eisenbahnarbeitsfahrzeugs
(27) erfolgen und/oder die Schritte (iv)-(vi) in einem einzigen Arbeitsgang mittels
eines Eisenbahnarbeitsfahrzeugs (27) erfolgen,
dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Arbeitsgang des Einbauens des Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25),
des Gleisrosts (13) und der Gleisbettung (19) Material für die einzubauende Gleisbettung
(19), wie Neuschotter, und gleichzeitig Material für den einzubauenden Unterbau (25)
oder Teil des Unterbaus (25), wie Neusand, gleisgebunden antransportiert wird und/oder
dass
bei dem Arbeitsgang des Ausbauens des vorhandenen Gleisrosts (13), der vorhandenen
Gleisbettung (19) und des vorhandenen Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25)
Material der ausgebauten Gleisbettung (19), wie Altschotter, und gleichzeitig Material
des ausgebauten Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25), wie Altsand, gleisgebunden
abtransportiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das gleisgebundene Antransportieren von Material für die einzubauende Gleisbettung
(19) und von Material für den einzubauenden Unterbau (25) oder Teil des Unterbaus
(25) ohne Zwischenlagerung erfolgt und/oder dass
das gleisgebundene Abtransportieren von Material der ausgebauten Gleisbettung (19)
und von Material des ausgebauten Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25) ohne
Zwischenlagerung erfolgt und/oder dass
das gleisgebundene Antransportieren und/oder Abtransportieren von Material auf wenigstens
einer Transportbahn (35) eines Eisenbahnfahrzeugs (28) durchgeführt wird, auf welcher
Transportkörper (36) für Gegenstände oder Transportkörper bildende Gegenstände in
Form von Stückgut längs des Eisenbahnfahrzeugs (28) verfahrbar sind.
3. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Arbeitsgang des Einbauens des Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25),
des Gleisrosts (13) und der Gleisbettung (19) wenigstens eine Schutzschicht (21, 23)
für den Unterbau (25), insbesondere eine Planumsschutzschicht (21), eine Frostschutzschicht
und/oder eine Wasserschutzschicht, eingebaut wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die eingebaute Schutzschicht (21, 23) oder die mehreren eingebauten Schutzschichten
wenigstens einfach armiert werden, insbesondere unter Verwendung eines Geogitters,
einer Metallmatte oder eines Streckblechs.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine einzubauende Schutzschicht (21, 23) in mehreren Teilschichten eingebaut
wird, wobei vorzugsweise jede Teilschicht vor dem Aufbringen einer nachfolgenden Teilschicht
verdichtet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine eingebaute Schutzschicht (21, 23) oder Teilschicht einer Schutzschicht
vor dem Aufbringen einer nachfolgenden Schutzschicht (21, 23) oder Teilschicht der
gleichen Schutzschicht aufgerauht wird.
7. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) mitgeführte Bahn aus einem
Geowerkstoff, insbesondere einem Geokunststoff, einer Geotextilie oder einem Geoverbundstoff,
in den Unterbau (25) oder den Teil des Unterbaus (25) eingebaut wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bahn aus Geowerkstoff in aufgerolltem und/oder gefaltetem Zustand
auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) mitgeführt und zum Einbauen automatisch entnommen
wird.
9. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass während des Ausbauens des vorhandenen Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25)
die Gleisbettung (19) einer benachbarten Schienenfahrbahn (11) abgestützt wird, insbesondere
durch einen mitlaufenden Verbau, und/oder dass
zum Einbauen des Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25) ein Material verwendet
wird, welches bei dem Arbeitsgang des Ausbauens des vorhandenen Unterbaus (25) oder
Teils des Unterbaus (25) entnommen wurde, und/oder dass
nach dem Ausbauen des vorhandenen Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25) und
vor dem Einbauen des Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25) der Boden durch
Aufbringen eines vorzugsweise schüttfähigen Stabilisierungsmittels, insbesondere Kalk
oder Zement, konditioniert wird, wobei insbesondere das Stabilisierungsmittel gleisgebunden
antransportiert wird.
10. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (15) für den einzubauenden Gleisrost (13) gleisgebunden antransportiert
werden und/oder dass
die Schienen (15) des ausgebauten Gleisrosts (13) gleisgebunden abtransportiert werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (15) für den einzubauenden Gleisrost (13) gemeinsam mit Material für
die einzubauende Gleisbettung (19) und/oder für den einzubauenden Unterbau (25) oder
Teil des Unterbaus (25), wie Neuschotter oder Neusand, gleisgebunden antransportiert
werden und/oder dass
die Schienen (15) des ausgebauten Gleisrosts (13) gemeinsam mit Material der ausgebauten
Gleisbettung (19) und/oder des ausgebauten Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus
(25), wie Altschotter oder Altsand, gleisgebunden abtransportiert werden.
12. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ausbauen des vorherigen Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25) und
vor dem Einbauen des Unterbaus (25) oder Teils des Unterbaus (25) der Boden verdichtet
wird.
13. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein einziges Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) für alle Verfahrensschritte eingesetzt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (15) für den einzubauenden Gleisrost (13) und/oder die Schienen (15)
des ausgebauten Gleisrosts (13) auf einer in oder an einem Eisenbahnfahrzeug (27,
28), bevorzugt zwischen den Radscheiben, angeordneten Schienenförderbahn (39)durch
das Eisenbahnfahrzeug (27, 28) hindurch gefördert werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (15) auf wenigstens einer Schienenförderbahn (39) gefördert werden,
welche an einer Seite des Eisenbahnfahrzeugs (27, 28) vorgesehen ist, wobei die Schienen
(15) vorzugsweise auf mehreren übereinander oder nebeneinander angeordneten Schienenförderbahnen
(39) gefördert werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (15) des ausgebauten Gleisrosts (13), insbesondere seitlich vom Eisenbahnfahrzeug
(27, 28), vom Boden aufgenommen und zum Abtransport auf eine in oder an dem Eisenbahnfahrzeug
(27, 28) und vorzugsweise zwischen den Radscheiben angeordnete Schienenförderbahn
(39) überführt werden und/oder dass die Schienen (15) für den einzubauenden Gleisrost
(13) auf einer in oder an dem Eisenbahnfahrzeug (27, 28) und vorzugsweise zwischen
den Radscheiben angeordneten Schienenförderbahn (39) antransportiert und zum Ablegen
in einen Bereich seitlich vom Eisenbahnfahrzeug (27, 28) oder unter dem Eisenbahnfahrzeug
(27, 28) überführt werden und/oder dass
die Schienen (15) mittels einer Zugkraftübertragungseinrichtung, insbesondere Seil,
Band oder Kette, auf eine Schienenförderbahn (39) des Eisenbahnfahrzeugs (27, 28)
und/oder von dieser herunter gezogen werden, wobei insbesondere ein Einziehen von
Zugkraftübertragungseinrichtungen in die Schienenförderbahn (39) mittels von der Schienenförderbahn
(39) heruntergezogenen Schienen (15) erfolgt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (15) zum gleisgebundenen Antransport und/oder zum gleisgebundenen Abtransport
abgelängt und in einen Transportbehälter (36) verbracht werden.
18. Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei das Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) wenigstens eine Transportbahn (35)
umfasst, auf welcher Transportkörper (36) für Gegenstände oder Transportkörper bildende
Gegenstände in Form von Stückgut längs des Arbeitsfahrzeugs (27) verfahrbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) ein Baumodul zum Einbauen des Gleisrosts (13) und
von Material der Gleisbettung (19) und von Material des Unterbaus (25) oder Teils
des Unterbaus (25) und/oder ein Baumodul zum Ausbauen des Gleisrosts (13) und von
Material der Gleisbettung (19) und von Material des Unterbaus (25) oder Teils des
Unterbaus (25) umfasst.
19. Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) eine Vorrichtung zum Aufnehmen und Transportieren
der Schienen (15) des ausgebauten Gleisrosts (13) umfasst.
20. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) eine Verdichtungsvorrichtung wie eine angetriebene
Rüttelplatte oder eine Vibrationswalze umfasst und/oder dass
das Eisenbahnarbeitsfahrzeug (27) eine Stopf- und/oder Profilierungsvorrichtung umfasst.
1. A method for the new production, renovation or dismantling of a rail track (11) which
comprises a subgrade (25), a road bed (19) and a track panel (13) laid thereon and
having rails (15) and sleepers (17), wherein the method comprises the following steps:
(i) installing a subgrade (25) or a part of a subgrade (25);
(ii) installing a road bed (19); and
(iii) installing a track panel (13);
and/or wherein the method comprises the steps:
( iv) removing an existing track panel (13);
( v) removing an existing road bed (19); and
( vi) removing an existing subgrade (25) or part of a subgrade (25);
wherein the steps (i)-(iii) take place in a single operation by means of a railroad
work vehicle (27); and/or
wherein the steps (iv)-(vi) take place in a single operation by means of a railroad
work vehicle (27),
characterized in that
at the same time material for the road bed (19) to be installed, such as new ballast,
and material for the subgrade (25) or part of the subgrade (25) to be installed, such
as new sand, are transported inward in a rail-bound manner in the operation of installing
the subgrade (25) or part of the subgrade (25), installing the track panel (13) and
installing the road bed (19); and/or
in that at the same time material of the removed road bed (19), such as old ballast, and
material of the removed subgrade (25) or part of the subgrade (25), such as old sand,
are transported away in a rail-bound manner in the operation of removing the existing
track panel (13), removing the existing road bed (19) and removing the existing subgrade
(25) or part of the subgrade (25).
2. A method in accordance with claim 1,
characterized in that
the rail-bound transporting inward of material for the road bed (19) to be installed
and of material for the subgrade (25) or part of the subgrade (25) to be installed
takes place without intermediate storage; and/or in that
the rail-bound transporting away of material of the removed road bed (19) and of material
of the removed subgrade (25) or part of the subgrade (25) takes place without intermediate
storage;
and/or in that
the rail-bound transporting inward and/or transporting away of material is carried
out on at least one conveyor track (35) of a railroad vehicle (28) on which transport
bodies (36) for articles or articles forming transport bodies in the form of piece
goods can be traveled along the railroad vehicle (28).
3. A method in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
at least one protective layer (21, 23) for the subgrade (25), in particular a protective
formation layer (21), a frost protection layer and/or a water protection layer, is
installed in the operation of installing the subgrade (25) or part of the subgrade
(25), installing the track panel (13) and installing the road bed (19).
4. A method in accordance with claim 3,
characterized in that
the installed protective layer (21, 23) or the plurality of installed protective layers
is/are at least simply reinforced, in particular using a geogrid, a metal mat or an
expanded metal sheet.
5. A method in accordance with claim 4,
characterized in that
at least one protective layer (21, 23) to be installed is installed in a plurality
of part layers, with each part layer preferably being compacted prior to the application
of a subsequent part layer.
6. A method in accordance with any one of the claims 3 to 5,
characterized in that
at least one installed protective layer (21, 23) or part layer of a protective layer
is roughened prior to the application of a subsequent protective layer (21, 23) or
part layer of the same protective layer.
7. A method in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
at least one web of a geomaterial, in particular of a geoplastic, of a geotextile
or of a geocomposite, taken along on the railroad work vehicle (27) is installed into
the subgrade (25) or into the part of the subgrade (25).
8. A method in accordance with claim 7,
characterized in that
the at least one web of geomaterial is taken along in a rolled up and/or folded state
on the railroad work vehicle (27) and is removed automatically for the installation.
9. A method in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the road bed (19) of an adjacent rail track (11) is supported, in particular by a
shoring system running along, during the removal of the existing subgrade (25) or
part of the subgrade (25); and/or in that
a material is used for installing the subgrade (25) or part of the subgrade (25) which
was removed in the operation of removing the existing subgrade (25) or part of the
subgrade (25); and/or in that the ground is treated after the removal of the existing subgrade (25) or part of
the subgrade (25) and prior to the installation of the subgrade (25) or part of the
subgrade (25) by applying a preferably pourable stabilization means, in particular
lime or cement, with in particular the stabilizing means being transported inward
in a rail-bound manner.
10. A method in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the rails (15) for the track panel (13) to be installed are transported inward in
a rail-bound manner; and/or in that the rails (15) of the removed track panel (13) are transported away in a rail-bound
manner.
11. A method in accordance with claim 10,
characterized in that
the rails (15) for the track panel (13) to be installed are transported inward in
a rail-bound manner together with material for the road bed (19) to be installed and/or
for the subgrade (25) or part of the subgrade (25) to be installed, such as new ballast
or new sand; and/or in that
the rails (15) of the removed track panel (13) are transported away in a rail-bound
manner together with material of the removed road bed (19) and/or of the removed subgrade
(25) or part of the subgrade (25), such as old ballast or old sand.
12. A method in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the ground is compacted after the removal of the previous subgrade (25) or part of
the subgrade (25) and prior to the installation of the subgrade (25) or part of the
subgrade (25).
13. A method in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
a single railroad work vehicle (27) is used for all method steps.
14. A method in accordance with claim 13,
characterized in that
the rails (15) for the track panel (13) to be installed and/or the rails (15) of the
removed track panel (13) are conveyed through the railroad vehicle (27, 28) on a rail
conveyor track (39) arranged in or at the railroad vehicle (27, 28), preferably between
the wheel disks.
15. A method in accordance with claim 14,
characterized in that
the rails (15) are conveyed on at least one rail conveyor track (39) which is provided
at a side of the railroad vehicle (27, 28), with the rails (15) preferably being conveyed
on a plurality of rail conveyor tracks (39) arranged above one another or next to
one another.
16. A method in accordance with one of the claims 14 or 15,
characterized in that
the rails (15) of the removed track panel (13) are taken up from the ground, in particular
laterally from the railroad vehicle (27, 28), and are transferred to a rail conveyor
track (39) arranged in or at the railroad vehicle (27, 28), and preferably between
the wheel disks, for the transporting away; and/or in that
the rails (15) for the track panel (13) to be installed are transported inward on
a rail conveyor track (39) arranged in or at the railroad vehicle (27, 28), and preferably
between the wheel disks, and are transferred for the placing down into a region to
the side of the railroad vehicle (27, 28) or beneath the railroad vehicle (27, 28);
and/or in that
the rails (15) are drawn down by means of a tensile force transfer device, in particular
a rope, band or chain, onto a rail conveyor track (39) of the railroad vehicle (27,
28) and/or down therefrom, with in particular a drawing in of tensile force transfer
devices into the rail conveyor track (39) taking place by means of rails (15) drawn
down from the rail conveyor track (39).
17. A method in accordance with any one of the claims 14 to 16,
characterized in that
the rails (15) are cut to length for the rail-bound transporting inward and/or for
the rail-bound transporting away and are brought into a transport container (36).
18. A railroad work vehicle (27) for carrying out a method in accordance with any one
of the preceding claims,
wherein
the railroad work vehicle (27) comprises at least one conveyor track (35) on which
transport bodies (36) for articles or articles forming transport bodies in the form
of piece goods can be traveled along the work vehicle (27),
characterized in that
the railroad work vehicle (27) comprises a construction module for installing the
track panel (13) and for installing material of the road bed (19) and for installing
material of the subgrade (25) or part of the subgrade (25) and/or comprises a construction
module for removing the track panel (13) and for removing material of the road bed
(19) and for removing material of the subgrade (25) or part of the subgrade (25).
19. A railroad work vehicle (27) in accordance with claim 18, characterized in that
the railroad work vehicle (27) comprises an apparatus for taking up and transporting
the rails (15) of the removed track panel (13).
20. A railroad work vehicle (27) in accordance with claim 18 or claim 19, characterized in that
the railroad work vehicle (27) comprises a compacting apparatus such as a driven plate
compactor or a vibration roller;
and/or in that
the railroad work vehicle (27) comprises a tamping apparatus and/or profiling apparatus.
1. Procédé pour nouvellement construire, rénover ou démonter une voie de chemin de fer
(11) qui comprend une infrastructure (25), un lit de ballast (19) et une voie ferrée
(13) posée sur celui-ci et comprenant des rails (15) et des traverses (17), le procédé
comprenant les étapes consistant à :
(i) installer une infrastructure (25) ou une partie d'une infrastructure (25) ;
(ii) installer un lit de ballast (19) ; et
(iii) installer une voie ferrée (13) ;
et/ou le procédé comprenant les étapes consistant à :
( iv) démonter une voie ferrée (13) existante ;
( v) démonter un lit de ballast (19) existant ; et
( vi) démonter une infrastructure (25) existante ou une partie d'une infrastructure
(25) existante ;
dans lequel les étapes (i) - (iii) sont réalisées en une seule passe de travail au
moyen d'un véhicule de travail ferroviaire (27) et/ou les étapes (iv) - (vi) sont
réalisées en une seule passe de travail au moyen d'un véhicule de travail ferroviaire
(27),
caractérisé en ce que
lors de la passe de travail de l'installation de l'infrastructure (25) ou de la partie
de l'infrastructure (25), de la voie ferrée (13) et du lit de ballast (19), le matériau
pour le lit de ballast (19) à installer, tel que du ballast neuf, et simultanément
le matériau pour l'infrastructure (25) à installer ou pour la partie de l'infrastructure
(25) à installer, tel que du sable neuf, sont livrés sur rails, et/ou
en ce que
lors de la passe de travail du démontage de la voie ferrée (13) existante, du lit
de ballast (19) existant et de l'infrastructure (25) existante ou de la partie de
l'infrastructure (25) existante, le matériau du lit de ballast (19) démonté, tel que
l'ancien ballast, et simultanément le matériau de l'infrastructure (25) démontée ou
de la partie de l'infrastructure (25) démontée, tel que l'ancien sable, sont évacués
sur rails.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la livraison sur rails du matériau pour le lit de ballast (19) à installer et du matériau
pour l'infrastructure (25) à installer ou pour la partie de l'infrastructure (25)
à installer s'effectue sans stockage intermédiaire, et/ou en ce que l'évacuation sur rails du matériau du lit de ballast (19) démonté et du matériau
de l'infrastructure (25) démontée ou de la partie de l'infrastructure (25) démontée
s'effectue sans stockage intermédiaire, et/ou en ce que la livraison et/ou l'évacuation sur rails du matériau s'effectue sur au moins une
bande de transport (35) d'un véhicule ferroviaire (28), sur laquelle des corps de
transport (36) pour des objets ou des objets formant des corps de transport sous forme
d'articles individuels sont mobiles le long du véhicule ferroviaire (28).
3. Procédé selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
lors de la passe de travail de l'installation de l'infrastructure (25) ou d'une partie
de l'infrastructure (25), de la voie ferrée (13) et du lit de ballast (19), au moins
une couche de protection (21, 23) pour l'infrastructure (25), en particulier une couche
de protection d'assiette (21), une couche de protection antigel et/ou une couche de
protection contre les eaux est installée.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la couche de protection (21, 23) installée ou les plusieurs couches de protection
installées sont pourvues d'une armature simple, en particulier en utilisant une géogrille,
une natte métallique ou une tôle déployée.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
au moins une couche de protection (21, 23) à installer est installée en plusieurs
couches partielles, et de préférence chaque couche partielle est compactée avant d'appliquer
une couche partielle suivante.
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que
au moins une couche de protection (21, 23) installée ou une couche partielle d'une
couche de protection est rendue rugueuse avant d'appliquer une couche de protection
suivante (21, 23) ou une couche partielle de la même couche de protection.
7. Procédé selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
au moins une bande en un géomatériau, en particulier en un géosynthétique, en un géotextile
ou en un géocomposite embarquée sur le véhicule de travail ferroviaire (27) est installée
dans l'infrastructure (25) ou dans la partie de l'infrastructure (25).
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
ladite au moins une bande en géomatériau est embarquée dans l'état enroulé et/ou plié
sur le véhicule de travail ferroviaire (27) et elle est prélevée automatiquement pour
l'installer.
9. Procédé selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pendant le démontage de l'infrastructure (25) existante ou d'une partie de l'infrastructure
(25) existante, le lit de ballast (19) d'une voie ferrée (11) voisine est soutenu,
en particulier par un soutènement suiveur, et/ou en ce que
pour installer l'infrastructure (25) ou une partie de l'infrastructure (25), un matériau
est utilisé qui a été prélevé lors de la passe de travail du démontage de l'infrastructure
(25) existante ou de la partie de l'infrastructure (25) existante, et/ou en ce que
après le démontage de l'infrastructure (25) existante ou d'une partie de l'infrastructure
(25) existante, et avant d'installer l'infrastructure (25) ou une partie de l'infrastructure
(25), le sol est conditionné avant d'appliquer un produit de stabilisation de préférence
en vrac, en particulier de la chaux ou du ciment, le produit de stabilisation étant
en particulier livré sur rails.
10. Procédé selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les rails (15) pour la voie ferrée (13) à installer sont livrés sur rails, et/ou en ce que
les rails (15) de la voie ferrée (13) démontée sont évacués sur rails.
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
les rails (15) pour la voie ferrée (13) à installer sont livrés sur rails conjointement
avec le matériau pour le lit de ballast (19) à installer et/ou pour l'infrastructure
(25) à installer ou pour la partie de l'infrastructure (25) à installer, tel que du
ballast neuf ou du sable neuf, et/ou en ce que les rails (15) de la voie ferrée (13) démontée sont évacués sur rails conjointement
avec le matériau du lit de ballast (19) démonté et/ou de l'infrastructure (25) démontée
ou de la partie de l'infrastructure (25) démontée, tel que l'ancien ballast ou l'ancien
sable.
12. Procédé selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
après avoir démonté l'ancienne infrastructure (25) ou de l'ancienne partie de l'infrastructure
(25) et avant d'installer l'infrastructure (25) ou la partie de l'infrastructure (25),
le sol est compacté.
13. Procédé selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un unique véhicule de travail ferroviaire (27) est utilisé pour toutes les étapes
du procédé.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
les rails (15) pour la voie ferrée (13) à installer et/ou les rails (15) de la voie
ferrée (13) démontée sont acheminés à travers le véhicule ferroviaire (27, 28) sur
une bande de convoyage de rails (39) agencée dans ou sur un véhicule ferroviaire (27,
28), de préférence entre les disques de roue.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
les rails (15) sont convoyés sur au moins une bande de convoyage de rails (39) qui
est prévue sur un côté du véhicule ferroviaire (27), 28), les rails (15) étant convoyés
de préférence sur plusieurs bandes de convoyage de rails (39) agencées les unes au-dessus
des autres ou les unes à côté des autres.
16. Procédé selon l'une des revendications 14 ou 15,
caractérisé en ce que
les rails (15) de la voie ferrée (13) démontée sont soulevés du sol, en particulier
latéralement à côté du véhicule ferroviaire (27, 28), et pour l'évacuation ils sont
transférés à une bande de convoyage de rails (39) agencée dans ou sur le véhicule
ferroviaire (27, 28) et de préférence entre les disques de roue, et/ou en ce que
les rails (15) pour la voie ferrée (13) à installer sont livrés sur une bande de convoyage
de rails (39) agencée dans ou sur le véhicule ferroviaire (27, 28) et de préférence
entre les disques de roue, et pour les poser ils sont transférés dans une zone latéralement
à côté du véhicule ferroviaire (27, 28) ou au-dessous du véhicule ferroviaire (27,
28), et/ou en ce que les rails (15) sont tirés sur une bande de convoyage de rails (39) du véhicule ferroviaire
(27, 28) et/ou ils sont enlevés de celle-ci en les tirant au moyen d'un dispositif
de transmission de force de traction, en particulier un câble, une bande ou une chaîne,
et en particulier une insertion de dispositifs de transmission de force de traction
dans la bande de convoyage de rails (39) s'effectue en tirant les rails (15) depuis
la bande de convoyage de rails (39).
17. Procédé selon l'une au moins des revendications 14 à 16,
caractérisé en ce que
pour la livraison sur rails et/ou pour l'évacuation sur rails, les rails (15) sont
mis à longueur et posés dans un conteneur de transport (36).
18. Véhicule de travail ferroviaire (27) pour mettre en oeuvre un procédé selon l'une
des revendications précédentes,
le véhicule de travail ferroviaire (27) comprenant au moins une bande de transport
(35) sur laquelle des corps de transport (36) pour des objets ou des objets formant
des corps de transport sous forme d'articles individuels sont mobiles le long du véhicule
de travail (27),
caractérisé en ce que
le véhicule de travail ferroviaire (27) comprend un module de construction pour installer
la voie ferrée (13) et le matériau du lit de ballast (19) et le matériau de l'infrastructure
(25) ou d'une partie de l'infrastructure (25) et/ou un module de construction pour
démonter la voie ferrée (13) et le matériau du lit de ballast (19) et le matériau
de l'infrastructure (25) ou de la partie de l'infrastructure (25).
19. Véhicule de travail ferroviaire (27) selon la revendication 18,
caractérisé en ce que
le véhicule de travail ferroviaire (27) comprend un dispositif pour recevoir et transporter
les rails (15) de la voie ferrée (13) démontée.
20. Véhicule de travail ferroviaire selon la revendication 18 ou 19,
caractérisé en ce que
le véhicule de travail ferroviaire (27) comprend un dispositif de compactage tel qu'une
plaque vibrante entraînée ou un rouleau vibrant, et/ou en ce que le véhicule de travail ferroviaire (27) comprend un dispositif de bourrage et/ou
de profilage.