Technisches Gebiet:
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung eines Ausbrandgrades von Brennstofftröpfchen
oder -partikeln in einer Feuerungsanlage, in der wenigstens teilweise flüssige oder
feste Brennstoffe verbrannt werden. Hierbei weist ist zumindest eine Messeinheit vorgesehen,
durch die an einer Stelle innerhalb des Brennraumes eine Temperatur erfassbar ist.
Die erfasste Temperatur wird schließlich einer Auswerteinheit zugeführt, in der unter
Berücksichtigung der im Brennraum erfassten Temperatur wenigstens eine Information
über das Ausbrandverhalten im Brennraum generierbar ist.
[0002] Die Regelung des Verbrennungsprozesses in modernen Industriefeuerungsanlagen ist
von großer Bedeutung, um einen wirtschaftlichen und möglichst umweltverträglichen
Betrieb zu gewährleisten. Ein wesentlicher Parameter bei der Verbrennung der Brennstoffe,
insbesondere von Flüssig- und Festbrennstoffen, stellt hierbei die Temperatur im Brennraum
dar, wobei es wichtig ist, dass der eingesetzte Brennstoff zumindest nahezu vollständig
verbrannt wird.
[0003] Bei bekannten Regelungsverfahren, bei denen die Verbrennungstemperatur direkt oder
indirekt zur Regelung des Verbrennungsprozesses herangezogen wird, wird diese Temperatur
im Feuerraum teilweise mit Thermoelementen oder berührungslos mit Hilfe geeigneter
Pyrometer erfasst. So bietet beispielsweise die Verwendung geeigneter Pyrometer die
Möglichkeit, bei einer Feststoffverbrennung die Temperaturverteilung über dem gesamten
Brennbett zu erfassen.
In diesem Zusammenhang ist aus der
EP 0 696 708 A1 ein Verfahren zur Regelung der Feuerung von industriellen Verbrennungsanlagen bekannt,
bei dem eine von der Verbrennungstemperatur direkt abhängige Regelgröße vergleichsweise
einfach und zuverlässig generiert und für die Regelung der Feuerungsanlage zur Verfügung
gestellt werden soll. Die beschriebene technische Lösung zeichnet sich hierbei dadurch
aus, dass zur Erfassung der temperaturabhängigen Regelgröße die Temperatur der Abgase
an einer von der Brennbettstrahlung und/oder der Flammenstrahlung abgeschirmten Stelle
mittels einer Infrarotmesseinrichtung gemessen wird. Durch diese Anordnung der Messeinrichtung
soll sichergestellt werden, dass von der vom glühenden Brennbett ausgehenden Festkörperstrahlung
oder der Flammenstrahlung verursachte Störeinflüsse bei der Ermittlung der Regelgröße
nicht berücksichtigt werden.
[0004] Darüber hinaus ist es bekannt, dass die Messung des Ausbrands von Öltröpfchen oder
Kohlepartikeln in industriellen Feuerungsanlagen, beispielsweise in Dampferzeugern,
entweder über eine Probenahme verbunden mit einer anschließenden Laboruntersuchung
oder ebenfalls berührungslos mithilfe vergleichsweise aufwendiger spektroskopischer
Verfahren erfolgt. Eine kontinuierliche Messung des Ausbrandverhaltens in Feuerungsanlagen
ist dagegen nicht bekannt.
[0005] Problematisch an den bekannten technischen Lösungen zur Erfassung von Temperaturen
innerhalb der Brennräume von Industriefeuerungsanlagen ist vielfach, dass ein vergleichsweise
großer Aufwand betrieben werden muss, um Verbrennungstemperaturen oder sogar Temperaturverteilungen
innerhalb eines Brennraums zu ermitteln. Ein weiteres Problem, insbesondere bei der
Verbrennung von Flüssig- oder Festbrennstoffen, wie Heizöl, Schweröl, Biomasse, Kohle
oder Abfällen, stellen die Temperaturunterschiede zwischen den brennenden Tröpfchen
bzw. Partikeln, dem diese Tröpfchen oder Partikel umgebenden Gas und den Feuerraumwänden
dar. Aus diesem Grund ist es regelmäßig nicht möglich, zuverlässige Informationen
über den Ausbrand flüssiger oder fester Brennstoffe innerhalb des Brennraumes zu erhalten.
[0007] Ausgehend vom bekannten Stand der Technik und den zuvor geschilderten Problemen liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Messvorrichtung sowie ein entsprechendes
Verfahren zur Erfassung von Temperaturen innerhalb des Brennraumes einer Feuerungsanlage
zur Verbrennung von flüssigen oder festen Brennstoffen derart weiterzubilden, dass
vorzugsweise in Echtzeit zuverlässige Informationen über das Ausbrandverhalten, insbesondere
den aktuellen Ausbrandgrad, der Brennstofftröpfchen oder -partikel gewonnen werden
können. Hierbei soll ein sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll und einfach
umzusetzendes System bereitgestellt werden, mit dem qualitativ hochwertige Daten über
das Ausmaß und den Ablauf der Verbrennung der Brennstoffe innerhalb des Brennraumes
einer Industriefeuerungsanlage erhalten werden. Ferner sollen die gewonnenen Daten
mit verhältnismäßig geringem Aufwand für die Regelung der Verbrennung innerhalb der
Feuerungsanlage einsetzbar sein. Für die anzugebende technische Lösung sollen vorzugsweise
herkömmliche Messtechniken verwendbar sein, so dass eine einfache Integration der
Messtechnik auch in bestehende Anlagen möglich ist.
[0008] Die vorstehend erläuterte Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 sowie
einem Verfahren nach Anspruch 5 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche und werden in der folgenden Beschreibung
unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
[0009] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung eines Ausbrandgrades von Brennstofftröpfchen
oder -partikeln in einer Feuerungsanlage, in der wenigstens teilweise flüssige oder
feste Brennstoffe verbrannt werden. Die Vorrichtung weist zumindest eine Messeinheit
auf, durch die an einer Stelle innerhalb des Brennraums eine Temperatur erfassbar
ist, die einer Auswerteinheit zugeführt wird, in der wiederum unter Berücksichtigung
der im Brennraum erfassten Temperatur wenigstens eine Information über das Ausbrandverhalten
im Brennraum generierbar ist. Erfindungsgemäß ist eine derartige Vorrichtung derart
weitergebildet worden, dass eine erste Messeinheit zur Erfassung der Temperatur eines
im Brennraum befindlichen Brennstofftröpfchen oder -partikels sowie eine zweite Messeinheit
zur Erfassung der Temperatur in einer Umgebung des Tröpfchen oder Partikels vorgesehen
sind und dass die Auswerteinheit, an die die erfassten Temperaturen übertragen werden,
derart ausgeführt ist, dass auf der Grundlage einer Differenz zwischen der Tröpfchen-
oder Partikeltemperatur und der Temperatur in der Umgebung des Tröpfchen oder Partikels
die Information über das Ausbrandverhalten im Brennraum generiert wird. Die erfindungsgemäße
technische Lösung zeichnet sich somit insbesondere dadurch aus, dass im Wesentlichen
zwei Messeinheiten vorgesehen sind, durch die vorzugsweise berührungslos einerseits
die Tröpfchen- oder Partikeltemperatur im Brennraum und andererseits eine Temperatur
in unmittelbarer Umgebung des korrespondierenden Tröpfchens oder Partikels gemessen
wird. Die Erfindung lässt sich somit bei Brennstoffen einsetzen, die im Brennraum
wenigstens teilweise eine Festkörperstrahlung emittieren. In diesem Zusammenhang ist
es grundsätzlich denkbar, dass die beiden Messeinheiten in einer gemeinsamen Baueinheit
angeordnet sind. Bei der Temperatur, die in der Umgebung des jeweiligen Tröpfchens
oder Partikels gemessen wird, kann es sich sowohl um die Temperatur des Gases, das
die Tröpfchen bzw. Partikel umgibt, als auch um die Temperatur einer den Brennraum
begrenzenden Feuerraumwand handeln. Die erfindungsgemäße technische Lösung berücksichtigt
somit, dass bei der Verwendung von Flüssig- oder Festbrennstoffen, beispielsweise
bei der Verbrennung von Heizöl, Schweröl, Kohle, Biomasse oder Abfallstoffen, nicht
von einem Gleichgewicht der Temperaturen der brennenden Tröpfchen oder Partikel, des
umgebenden Gases und der Feuerrumwände ausgegangen werden kann. Durch die Ermittlung
der jeweiligen Temperaturen bzw. der Temperaturunterschiede unter Zuhilfenahme einer
entsprechend geeigneten Auswerteeinheit können wichtige Informationen über den Grad
des Ausbrands des verwendeten Flüssig- oder Festbrennstoffes, also über das Ausbrandverhalten
innerhalb des Brennraums, gewonnen werden. Der ermittelte Ausbrandgrad wird schließlich
einer Steuerung des Feuerungsprozesses zur Verfügung gestellt, so dass insgesamt eine
besonders effektive Regelung der Verbrennung realisiert wird.
[0010] Gemäß einer besonderen Verwendung der Erfindung wird diese bei der Verbrennung von
festen Brennstoffen, insbesondere von Kohle, Biomasse oder Abfallstoffen, eingesetzt.
Bei der Verbrennung derartiger Festbrennstoffe wird der Brennstoff üblicherweise mithilfe
von Förderluft, der so genannten Primärluft, in den Brennraum eingetragen. Dort wird
der regelmäßig staub- bzw. partikelförmig vorliegende Festbrennstoff von den heißen
Umgebungsgasen zunächst aufgeheizt und hierdurch letztendlich getrocknet und pyrolysiert.
Bei der Verbrennung der Feststoffpartikel im Brennraum, insbesondere von Kohle, führt
die Entgasung der Kohle zur Zersetzung der organischen Kohlesubstanz und zur Abgabe
flüchtiger Gase. Hierbei findet die Entgasung bei nahezu konstanter Temperatur des
Kohlepartikels statt. Die Zündung beginnt schließlich im Bereich der aus dem Partikel
diffundierenden flüchtigen Bestandteile. Die Gaskonzentration ist dabei an der einer
Partikeloberfläche maximal und vermindert sich mit dem Abstand zum Partikel. Das Partikel
selbst wird dagegen durch die von außen einwirkende Wärme erhitzt und die Zündung
findet nur dort statt, wo die Zündverzugszeit, die eine Funktion der Temperatur- und
Konzentrationsverteilung ist, ihr Minimum hat.
Die Restkoksverbrennung beginnt schließlich, wenn die Partikeloberfläche eine ausreichend
hohe Temperatur erreicht hat. Die Voraussetzung hierfür ist eine ausreichende Sauerstoffkonzentration
in der Nähe der Partikeloberfläche.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die erste und/oder die zweite
Messeinheit als Pyrometer ausgeführt. In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft,
wenn die erste Messeinheit zur Erfassung einer Tröpfchen- oder Partikeltemperatur
als Quotientenpyrometer bzw. als so genanntes Flammenstrahlpyrometer ausgeführt ist.
Die Verwendung eines Quotientenpyrometers, das teilweise auch als Verhältnispyrometer
oder Zwei-Farben-Pyrometer bezeichnet wird, ist vorzugsweise für die Messung der Festkörperstrahlung,
die eine Breitbandstrahlung aufweist, geeignet, um so die Temperatur zu erfassen.
Mit derartigen Pyrometern wird das Verhältnis der Strahlungsintensitäten im Bereich
zweier unterschiedlicher Wellenlängen bestimmt. Vorteilhaft hierbei ist, dass die
Messung bei nicht stark wellenlängenabhängigem Emissionsgrad weitgehend unabhängig
von dessen absolutem Wert ist.
[0012] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die zweite Messeinheit zur Erfassung einer Temperatur
in der Umgebung der korrespondierenden Tröpfchen oder Partrikel, insbesondere einer
Gastemperatur, als Spektralpyrometer ausgeführt ist. Der Einsatz dieser Pyrometer
ist besonders vorteilhaft, da Gase in diskreten Linienspektren strahlen, weil die
einzelnen Moleküle nur diskrete Energiemengen absorbieren bzw. emittieren. Das Linienspektrum
besteht hier aus schmalen Absorptions- oder Emissionslinien. Eine vorteilhafte Weiterbildung
sieht in diesem Zusammenhang vor, dass mit Hilfe eines Spektralpyrometers die Strahlung
des heißen, die Brennstofftröpfchen oder -partikel im Brennraum umgebenden CO
2-Gases in einem sehr schmalen Wellenlängenbereich, der vorzugsweise zwischen 4,5 und
4,65 µm liegt, ausgewertet wird.
[0013] Auf vorteilhafte Weise erfolgt die Messung der unterschiedlichen Temperaturen, insbesondere
der Temperatur eines Tröpfchens- oder Partikels einerseits und eines Gases andererseits
an annähernd gleicher Stelle innerhalb des Brennraumes.
[0014] Neben einer Messvorrichtung zur Erfassung des Ausbrandverhaltens von Brennstofftröpfchen
oder -partikeln innerhalb eines Brennraums bezieht sich die Erfindung auch auf ein
entsprechendes Verfahren. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich hierbei dadurch
aus, dass die Temperatur eines im Brennraum befindlichen Tröpfchens oder Partikels
sowie eine Temperatur in einer Umgebung dieses Tröpfchens oder Partikels erfasst und
an die Auswerteinheit übertragen werden und dass auf der Grundlage einer Differenz
zwischen der Tröpfchen- oder Partikeltemperatur und der Temperatur in unmittelbarer
Umgebung des korrespondierenden Tröpfchens- oder Partikels in der Auswerteinheit die
Information über das Ausbrandverhalten im Brennraum generiert wird. Auf vorteilhafte
Weise kann die Information über den Grad des Ausbrandes innerhalb des Feuerraums zur
Steuerung einer Ölzuführung, einer Kohlenmühleneinstellung, einer Sichtereinstellung,
einer Luftzufuhr in der Feuerungsanlage, eines an einem Brenner der Feuerungsanlage
herrschenden Verbrennungsluftverhältnisses und/oder zur Steuerung der Zufuhr eines
bestimmten Brennstoffes verwendet werden.
[0015] Gemäß einer speziellen Weiterbildung erfolgt die Anordnung und die Anzahl der Pyrometer
derart, dass zwei- oder dreidimensionale Ausbrandprofile in der Auswerteinheit generiert
werden. Auf diese Weise kann das Ausbrandverhalten innerhalb des Feuerraums zuverlässig
erfasst und auch bei größeren Kesselanlagen zuverlässige Informationen zur Steuerung
der Feuerungsanlage gewonnen werden. Bei der Auswertung der ermittelten Temperaturdifferenzen
lässt sich aufgrund der gegenüber dem Traggasstrom vorliegenden Übertemperatur der
Öltröpfchen oder Kohlepartikel ein zuverlässiges Maß für den Ausbrand, insbesondere
den Restkoksausbrand heranziehen. Erst, sobald sich die Tröpfchen- oder Partikeltemperatur
im Gleichgewicht mit der Traggastemperatur befindet, ist die Verbrennung abgeschlossen.
Auf der Grundlage der erfassten Temperaturdifferenz lassen sich bevorzugt verbrennungstechnische
Maßnahmen ergreifen, die zu dem gewünschten Ausbrandverhalten führen. Das Ausbrandverhalten
lässt sich hierbei gleichzeitig mit den relevanten Betriebsparametern korrelieren,
so dass sich eine optimale Verbrennungsstrategie in einem geschlossenen Regelkreis
abbilden lässt.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- Schematische Darstellung eines von mehreren Brennern befeuerten Brennraumes sowie
- Fig. 2:
- Schematische Temperatur- und Korngrößenänderungen in einer Kohlenstaub-flamme (nach
Zelkowski).
[0017] Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung einen Feuerraum 4 mit mehreren daran
angeordneten Brennern 2, dem ein Kohlestaubstrom als Brennstoffstrom, zugeleitet wird.
Kohlenstaubfeuerungen kommen vorwiegend in Großkraftwerken zum Einsatz, werden allerdings
zum Teil aufgrund steigender Energiepreise auch in kleineren Anlagen, bspw. zur Feuerung
von Wasserrohrkesseln, in Zementmühlen oder Trocknungsöfen, eingesetzt. Bei diesem
kraftwerkstechnischen Verfahren wird die Kohle zunächst mit Hilfe von Kohlemühlen
3 gemahlen und getrocknet. Anschließend wird die gemahlene Kohle entweder in einem
Zwischenbunker gespeichert (indirekte Feuerung) oder direkt aus dem Mühlenausgang,
der auch als Sichter bezeichnet wird, pneumatisch zu den Kohlestaubbrennern gefördert
(direkte Feuerung). In modernen Großkraftwerken, die üblicherweise Leistungen zwischen
200 MW -1000 MW aufweisen, sind direkte Staubfeuerungen heutzutage die Regel. Indirekte
Feuerungen werden dagegen oftmals in Zementwerken oder bei kleineren Dampfkesseln
verwendet. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf eine direkte Kohlestaubfeuerung,
wie sie vornehmlich in Großkraftwerken zum Einsatz kommt.
[0018] In Figur 1 ist schematisch ein Dampferzeuger 1 mit einer Tangentialfeuerung für Rohbraunkohle
dargestellt. Die Brenner 2 werden direkt aus den Kohlemühlen 3 bzw. über die Sichter
mit dem für die Verbrennung benötigten Kohlestaub versorgt und sind symmetrisch um
den Brennraum 4 angeordnet. In den Kohlemühlen 3 erfolgen zunächst das Mahlen sowie
die Trocknung der Kohle, die anschließend in Form von Staub mit Hilfe von Tragluft
5 pneumatisch zu den Brennern 2 gefördert wird. Von den in einer derartigen Feuerungsanlage
1 vorgesehenen Mühlen 3 sind üblicherweise nicht alle gleichzeitig in Betrieb, um
im Falle von Mühlenausfällen trotzdem den benötigten Brennstoff bereitstellen zu können.
[0019] Jede der dargestellten Kohlemühlen 3 versorgt vier Brenner 2 mit Kohlestaub, wobei
die Brenner 2 jeweils über eine Luftzufuhr 5 mit Primärluft, Sekundärluft sowie Ausbrandluft
versorgt werden. Bei der Primärluft handelt es sich um rückgesaugtes, mit Luft vermischtes
Rauchgas, das den Kohlestaub zu den Brennern 2 transportiert. Die Sekundärluft stellt
die Hauptverbrennungsluft dar. Die Ausbrandluft wird in zwei Stufen zugeführt und
soll mit dem Ziel einer Minderung der NO
x-Emission einen vollständigen CO-Ausbrand gewährleisten.
[0020] Bereits innerhalb der Kohlemühlen 3 erfolgt in der Regel die Erhitzung des Kohlenstaubs,
um eine zuverlässige Entfeuchtung der Kohle zu erzielen. Der Verbrennungszone werden
durch zwei nebeneinander angeordnete Zuführkanäle einerseits der Kohlenstaub gemeinsam
mit einem mit Sauerstoff angereicherten Rauchgas und andererseits nur ein mit Sauerstoff
angereichertes Rauchgas zugeführt.
[0021] Wie bereits erläutert worden ist, kann bei der Kohleverbrennung nicht von einem Gleichgewicht
der Temperaturen der brennenden Partikel, des umgebenden Traggases und der Feuerraumwände
ausgegangen werden. Dieses Ungleichgewicht der Temperaturen, also die wenigstens eine
Temperaturdifferenz, wird erfindungsgemäß genutzt, um Informationen über den Ausbrandgrad
innerhalb des Brennraumes 4 zu erhalten. Sobald die Kohlestaubpartikel in den Brennraum
4 eingebracht werden, erfolgt zunächst die Entgasung der flüchtigen Bestandteile,
also die sogenannte Pyrolyse. Die Entgasung findet bei nahezu konstanter Temperatur
der jeweiligen Kohlepartikel statt. In einer zweiten Phase beginnt die Zündung der
Partikel im Bereich der aus dem Partikel diffundierenden flüchtigen Bestandteile.
Die Konzentration der flüchtigen Bestandteile ist an der Oberfläche der Partikel maximal
und vermindert sich wiederum mit zunehmendem Abstand zum jeweiligen Kohlepartikel.
[0022] Die Kohlepartikel werden dagegen durch die von außen einwirkende Wärme erhitzt. Die
Zündung des Kohlepartikels findet dort statt, wo die Zündverzugszeit, die eine Funktion
der Temperatur- und Konzentrationsverteilung ist, ihr Minimum hat.
Abschließend in einer letzten Phase findet die Restkoksverbrennung statt. Diese beginnt
dann, wenn die Partikeloberfläche eine ausreichend hohe Temperatur erreicht hat. Hierfür
ist wiederum eine ausreichende Sauerstoffkonzentration in der Nähe der Partikeloberfläche
erforderlich.
[0023] Um die Temperaturdifferenzen zwischen der Partikeltemperatur und der Partikelumgebungstemperatur
sind daher im Bereich des in Figur 1 schematisch dargestellten Brennraums 4 zwei unterschiedliche,
berührungslos arbeitende Messsonden 6, 7 vorgesehen. Mit diesen Messsonden 6, 7 wird
einerseits die Temperatur der strahlenden Gase, bei denen es sich vornehmlich um H
2O und CO
2 handelt, sowie andererseits die Temperatur der strahlenden Kohlepartikel erfasst.
[0024] Die Temperaturmessung der Partikel erfolgt mithilfe eines Flammenpyrometers 6. Da
die Strahlung in diesem Fall von den glühenden Ruß- und Brennstoffpartikeln stammt,
weisen diese das charakteristische kontinuierliche Spektrum eines Festkörperstrahlers
auf. Die emissionsspektroskopischen Besonderheiten der strahlenden Rußpartikel können
gegenüber den Brennstoffpartikeln vorzugsweise durch einen Rußfaktor berücksichtigt
werden.
Im Gegensatz zu den Partikeln strahlen Gase in diskreten Linienspektren. Dies ist
darauf zurückzuführen, dass einzelne Moleküle nur diskrete Energiemengen absorbieren
bzw. emittieren. Das Linienspektrum besteht hierbei aus schmalen Absorptions- oder
Emissionslinien. Die Bestimmung der Gastemperatur erfolgt mithilfe eines Spektralpyrometers
7, das die Strahlung des heißen CO
2-Gases in einem sehr schmalen Wellenlängenbereich zwischen 4,5 und 4,65 µm erfasst.
Vorteilhaft an der erfindungsgemäßen technischen Lösung ist, dass bewährte Messverfahren
und Messtechniken einsetzbar sind, die verfügbar sind. Wesentlich ist, dass die zu
messenden Temperaturunterschiede an räumlich gleichen Stellen gemessen werden. Die
Pyrometer 6, 7 werden entsprechend geeignet angeordnet. Sofern jeweils mehrere Pyrometer
6, 7 des gleichen Typs verwendet werden, um Temperaturmessungen an den Partikeln sowie
den Gasen, die die Partikel innerhalb des Brennraums 4 umgeben, durchzuführen, können
zwei- oder sogar dreidimensionale Ausbrandprofile erstellt werden.
[0025] In der Auswerteeinheit 8 wird auf der Grundlage der erfassten Temperaturdifferenz
ein Grad des Ausbrands ermittelt. Die gegenüber dem Traggasstrom vorliegende Übertemperatur
der Kohlepartikel lässt sich als Maß für den Restkoksausbrand heranziehen. Erst, wenn
sich die Partikeltemperatur im Gleichgewicht mit der Traggastemperatur befindet, ist
die Verbrennung abgeschlossen.
[0026] Zu berücksichtigen ist in jedem Fall, dass im Vergleich zu Einzelpartikelbetrachtungen
die Flammenentstehung in einem polydispersen Kohlenstaub-Luft-Gemisch einer Großfeuerungsanlage
1 deutlich komplexer abläuft. Die Wärmeübertragungsverhältnisse in einem, vorzugsweise
gekühlten, Feuerraum 4 haben hier erhebliche Bedeutung. Die Temperaturen des Traggases
und die Temperatur der Kohlepartikel werden sich unter anderem in Abhängigkeit der
herrschenden Strömungs- und Wärmeübertragungsverhältnisse sowie der unterschiedlichen
Partikelgrößen unterscheiden (Zelkowski).
[0027] In Figur 2 sind in diesem Zusammenhang die Temperaturverhältnisse bzw. die Temperaturveränderungen
einer Kohlenstaubflamme nach Zelkowski dargestellt. Figur 2a) zeigt hierbei die Temperatur
dreier unterschiedlich großer Kohlepartikel (T
kδ1, T
kδ2, T
kδ3) sowie des Traggases (T
G) während der Verbrennung, während Figur 2b) die Korngrößen der drei Partikel (δ
1, δ
2, δ
3) zu entnehmen sind. Die mittlere Brennkammertemperatur T
Bk liegt bei 1200 K. Deutlich zu erkennen ist, dass sehr kleine Partikel, insbesondere
wenn diese einen Durchmesser aufweisen, der sehr viel kleiner als 100 µm ist, rasch
erhitzt werden, so dass ihre Temperatur derjenigen des Trägergases schnell sehr nahe
kommt. Mittelgroße Partikel werden langsamer erhitzt, erreichen dann aber eine um
mehrere 100 K höhere Verbrennungstemperatur als das Traggas. Sehr große Partikel verbrennen
hingegen relativ langsam und weisen eine gegenüber dem Trägergas moderate, dafür aber
länger andauernde Temperaturerhöhung auf. Durch das unterschiedliche, insbesondere
größenabhängige Ausbrandverhalten der Kohlepartikel werden der Sauerstoffbedarf während
der Verbrennung, die Wärmeübertragung an den Heizflächen, die Verschlackungsneigung
des Kessels, das Emissionsverhalten sowie die Verluste durch unverbrannten Kohlenstoff
beeinflusst. Alle diese Größen bestimmen allerdings wiederum in erheblichem Maße den
Wirkungsgrad sowie die Verfügbarkeit eines Dampferzeugers 1.
[0028] Um einen optimalen Verbrennungsablauf zu erhalten, kann das Ausbrandverhalten durch
verschiedene Maßnahmen beeinflusst werden. Durch derartige Maßnahmen werden das Korngrößenspektrum
des Kohlenstaubs, der sich durch Mühlen- und Sichtereinstellung beeinflussen lässt,
die Art und Menge der Luftzufuhr 5, das an den Brennern 2 einzustellende Verbrennungsluftverhältnis
sowie letztendlich auch Art des verwendeten Brennstoffs gezielt verändert. Auf der
Grundlage des erfindungsgemäßen Messverfahrens, insbesondere der erfassten Temperaturdifferenzen,
lassen sich verbrennungstechnisch alle Maßnahmen ergreifen, die zu dem gewünschten
Ausbrandverhalten führen. Das Ausbrandverhalten lässt sich gleichzeitig mit dem relevanten
Betriebsparametern korrelieren, so dass sich eine optimale Verbrennungsstrategie in
einem geschlossenen Regelkreis abbilden lässt.
[0029] Figur 3 zeigt schließlich eine graphische Darstellung von Messergebnissen, die bei
der Erfassung der Temperaturdifferenz zwischen der Partikeltemperatur (FT) und der
Temperatur des umgebenden Gases (GT) in einem Brennraum aufgenommen worden sind. Mit
einem Flammestrahlpyrometer wurden die Temperaturen von Kohlepartikel und mit einem
Spktralpyrometer die Temperatur des diese Partikel umgebenden Gases im Brennraum aufgenommen.
Die aufgenommenen Temperaturwerte sind eine eine Auswerteeinheit übermittelt worden.
In der Grafik gemäß Figur 3 sind jeweils Temperaturmittelwerte in Bezug auf die die
jeweilige Messebene dargestellt. Zunächst wurde die Temperatur der Partikel (FT) sowie
des Gases (GT) mit Hilfe der Pyrometer in der Nähe der Brenner erfasst. Die Temperaturdifferenz
zwischen der Partikeltemperatur (FT) und der Gastemperatur beträgt hier 130 K. Nach
einem Brennweg von etwa 15 m erfolgte die nächste Temperaturmessung in der 40-Meter-Ebene
des Dampferzeugers. Die Temperaturdifferenz beträgt in diesem Bereich nur noch 5 K
und ist somit vergleichsweise gering. Auf der Grundlage der so ermittelten Temperaturdifferenz
ist in der Auswerteeinheit ein Grad für den Ausbrand der Partikel im Brennraum generierbar.
Der jeweils ermittelte Ausbrandgrad kann auf vorteilhafte Weise in Bezug auf die Steuerung
des Verbrennungsprozesses verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Feuerungsanlage
- 2
- Brenner
- 3
- Kohlemühle
- 4
- Brennraum
- 5
- Luftzufuhr
- 6
- erste Messeinheit
- 7
- zweite Messeinheit
1. Vorrichtung zur Messung eines Ausbrandgrades eines Brennstoffes in einer Feuerungsanlage
(1) in der wenigstens teilweise flüssige oder feste Brennstoffe verbrannt werden,
die zumindest eine Messeinheit (6, 7) aufweist, durch die an einer Stelle innerhalb
des Brennraums (4) eine Temperatur erfassbar ist, die einer Auswerteeinheit (8) zugeführt
wird, in der unter Berücksichtigung der im Brennraum (4) erfassten Temperatur wenigstens
eine Information über das Ausbrandverhalten im Brennraum (4) generierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Messeinheit (6) zur Erfassung der Temperatur eines im Brennraum (4) befindlichen
Tröpfchens oder Partikels sowie eine zweite Messeinheit (7) zur Erfassung der Temperatur
in einer Umgebung des Tröpfchens oder Partikels vorgesehen sind und dass die Auswerteeinheit
(8), an die die erfassten Temperaturen übertragen werden, derart ausgeführt ist, dass
auf der Grundlage einer Differenz zwischen der Tröpfchen- oder Partikeltemperatur
und der Temperatur in der Umgebung der Tröpfchen oder Partikel die Information über
das Ausbrandverhalten im Brennraum (4) generiert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Messeinheit (6, 7) als Pyrometer ausgeführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Messeinheit (6) zur Erfassung einer Tröpfchen- oder Partikeltemperatur
als Quotientenpyrometer oder als Flammenstrahlpyrometer ausgeführt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Messeinheit (7) zur Erfassung der Temperatur in der Umgebung der Tröpfchen
oder Partikel als Spektralpyrometer ausgeführt ist.
5. Verfahren zur Messung des Ausbrandgrades eines Brennstoffes in einer Feuerungsanlage
(1) in der wenigstens teilweise flüssige oder feste Brennstoffe verbrannt werden,
bei dem zumindest an einer Stelle innerhalb des Brennraums (4) eine Temperatur erfasst
und die Temperatur einer Auswerteeinheit (8) zugeführt wird, in der unter Berücksichtigung
dieser Temperatur wenigstens eine Information über das Ausbrandverhalten im Brennraum
(4) generiert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur eines im Brennraum (4) befindlichen Tröpfchens oder Partikels sowie
eine Temperatur in einer Umgebung des Tröpfchens oder Partikels erfasst und an die
Auswerteeinheit (8) übertragen werden und dass auf der Grundlage einer Differenz zwischen
der Tröpfchen- oder Partikeltemperatur und der Temperatur in der Umgebung der Tröpfchen
oder Partikel in der Auswerteeinheit (8) die Information über das Ausbrandverhalten
im Brennraum (4) generiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur eines in der Umgebung des Tröpfchens oder Partikels befindlichen Gases
und/oder einer Begrenzungswand (9) des Brennraums (4) erfasst wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Tröpfchens oder Partikels mit einem Flammenpyrometer (6) erfasst
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gastemperatur mittels eines Spektralpyrometers (7) erfasst wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des im Brennraum (4) befindlichen Gases sowie des Tröpfchens oder
Partikels an einer Stelle des Brennraums (4) erfasst werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl und Anordnung der Pyrometer (6, 7) derart erfolgt, dass zwei- oder dreidimensionale
Ausbrandprofile in der Auswerteeinheit (8) generiert werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Grundlage der Temperaturdifferenz eine Information über den Restkoksausbrand
generiert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Grundlage der in der Auswerteeinheit (8) generierten Information Brennstoffzufuhr,
eine Kohlenmühleneinstellung, eine Sichtereinstellung, eine Luftzufuhr (5) in der
Feuerungsanlage (1), ein an einem Brenner (2) der Feuerungsanlage (1) herrschendes
Verbrennungsluftverhältnis und/oder eine Art des verbrannten Brennstoffs verändert
wird.
1. An apparatus for measuring a degree of burnout of a fuel in a furnace (1), in which
at least partially liquid or solid fuels are burned, comprising at least one measuring
unit (6, 7), with which a temperature can be detected at one point within the combustion
chamber (4), which is supplied to an evaluation unit (8), in which, considering the
temperature detected in the combustion chamber (4), at least one information about
the burnout behavior in the combustion chamber (4) can be generated,
characterized in that a first measuring unit (6) for detecting the temperature of a droplet or particle
located in the combustion chamber (4) as well as a second measuring unit (7) for detecting
the temperature in a vicinity of the droplet or particle are provided and that the
evaluation unit (8), to which the detected temperatures are transferred, is designed
such that the information about the burnout behavior in the combustion chamber (4)
is generated based on a difference between the droplet or particle temperature and
the temperature in the vicinity of the droplets or particles.
2. The apparatus according to claim 1,
characterized in that the first and/or the second measuring unit (6, 7) is designed as a pyrometer.
3. The apparatus according to claim 1 or 2,
characterized in that the first measuring unit (6) for detecting a droplet or particle temperature is designed
as a two-color pyrometer or as a flame-jet pyrometer.
4. The apparatus according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that the second measuring unit (7) for detecting the temperature in the vicinity of the
droplets or particles is designed as a spectral pyrometer.
5. A method for measuring the degree of burnout of a fuel in a furnace (1), in which
at least partially liquid or solid fuels are burned, in which a temperature is detected
at least at one point within the combustion chamber (4) and the temperature is supplied
to an evaluation unit (8), in which, considering this temperature, at least one information
about the burnout behavior in the combustion chamber (4) is generated,
characterized in that the temperature of a droplet or particle located in the combustion chamber (4) as
well as a temperature in a vicinity of the droplet or particle is detected and transferred
to the evaluation unit (8) and that, based on a difference between the droplet or
particle temperature and the temperature in the vicinity of the droplets or particles,
the information about the burnout behavior in the combustion chamber (4) is generated
in the evaluation unit (8).
6. The method according to claim 5,
characterized in that the temperature of a gas located in the vicinity of the droplet or particle and/or
of a boundary wall (9) of the combustion chamber (4) is detected.
7. The method according to claim 5 or 6,
characterized in that the temperature of the droplet or particle is detected with a flame pyrometer (6).
8. The method according to any one of claims 5 to 7,
characterized in that the gas temperature is detected by means of a spectral pyrometer (7).
9. The method according to any one of claims 5 to 8,
characterized in that the temperature of the gas as well as the droplet or particle located in the combustion
chamber (4) is detected at one point of the combustion chamber (4).
10. The method according to any one of claims 5 to 9,
characterized in that the number and arrangement of the pyrometers (6, 7) is such that two- or three-dimensional
burnout profiles are generated in the evaluation unit (8).
11. The method according to any one of claims 5 to 10,
characterized in that an information about the residual coke burnout is generated based on the temperature
difference.
12. The method according to any one of claims 5 to 11,
characterized in that, based on the information generated in the evaluation unit (8), a fuel supply, a
coal mill setting, a sifter setting, an air supply (5) in the furnace (1), an air-fuel
ratio present at a burner (2) of the furnace (1) and/or a type of the fuel burned
is changed.
1. Dispositif de mesure du degré de combustion d'un combustible dans une installation
de combustion (1) dans laquelle sont brûlés au moins partiellement des combustibles
liquides ou solides, et qui présente au moins une unité de mesure (6, 7) au moyen
de laquelle une température peut être détectée dans un point à l'intérieur de la chambre
de combustion (4), laquelle température étant transmise à une unité d'évaluation (8)
dans laquelle au moins une information concernant le comportement de combustion dans
ladite chambre de combustion (4) peut être produite en tenant compte de la température
détectée dans ladite chambre de combustion (4),
caractérisé en ce qu'une première unité de mesure (6) pour détecter la température d'une gouttelette ou
d'une particule se trouvant dans ladite chambre de combustion (4) et une seconde unité
de mesure (7) pour détecter la température dans un environnement de la gouttelette
ou de la particule sont prévues, et en ce que ladite unité d'évaluation (8) à laquelle les températures détectées sont transmises,
est conçue de telle manière que l'information concernant le comportement de combustion
dans la chambre de combustion (4) est produite sur la base d'une différence entre
la température des gouttelettes ou des particules et la température dans l'environnement
des gouttelettes ou des particules.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que ladite première et/ou ladite seconde unité de mesure (6, 7) est conçue comme un pyromètre.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que ladite première unité de mesure (6) pour détecter une température de gouttelette
ou de particule est conçue comme un pyromètre à quotient ou comme un pyromètre à faisceau
de flamme.
4. Dispositif selon une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que ladite seconde unité de mesure (7) pour détecter la température dans l'environnement
des gouttelettes ou particules est conçue comme un pyromètre spectral.
5. Procédé de mesure du degré de combustion d'un combustible dans une installation de
combustion (1) dans laquelle sont brûlés au moins partiellement des combustibles liquides
ou solides, procédé qui consiste en la détection d'une température dans au moins un
point à l'intérieur de la chambre de combustion (4) et en la transmission de cette
température à une unité d'évaluation (8) dans laquelle au moins une information sur
le comportement de combustion dans ladite chambre de combustion (4) est produite en
fonction de cette température,
caractérisé en ce que la température d'une gouttelette ou d'une particule se trouvant dans ladite chambre
de combustion (4) et une température dans un environnement de la gouttelette ou de
la particule sont détectées et transmises à ladite unité d'évaluation (8), et en ce que l'information concernant le comportement de combustion dans ladite chambre de combustion
(4) est produite, dans ladite unité d'évaluation (8), sur la base d'une différence
entre la température des gouttelettes ou des particules et la température dans l'environnement
des gouttelette ou des particules.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que la température d'un gaz se trouvant à proximité de la gouttelette ou de la particule
et/ou d'une paroi limite (9) de ladite chambre de combustion (4) est détectée.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6,
caractérisé en ce que la température de la gouttelette ou de la particule est détectée au moyen d'un pyromètre
de flamme (6).
8. Procédé selon une quelconque des revendications 5 à 7,
caractérisé en ce que la température du gaz est détectée au moyen d'un pyromètre spectral (7).
9. Procédé selon une quelconque des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce que la température du gaz se trouvant dans ladite chambre de combustion (4) et de la
gouttelette ou de la particule est détectée dans un point de ladite chambre de combustion
(4).
10. Procédé selon une quelconque des revendications 5 à 9,
caractérisé en ce que le nombre et la disposition desdits pyromètres (6, 7) sont tels que des profils de
combustion en deux ou trois dimensions sont produits dans ladite unité d'évaluation
(8).
11. Procédé selon une quelconque des revendications 5 à 10,
caractérisé en ce qu'une information sur la combustion du coke résiduel est produite sur la base de la
différence de température.
12. Procédé selon une quelconque des revendications 5 à 11,
caractérisé en ce que, sur la base de l'information produite dans ladite unité d'évaluation (8), une alimentation
en combustible, une configuration d'un broyeur à charbon, une configuration d'un séparateur,
une alimentation en air (5) dans ladite installation de combustion (1), un rapport
d'air de combustion régnant sur un brûleur (2) de ladite installation de combustion
(1) et/ou un type du combustible brûlé sont modifiés.