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EP 2 921 078 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.04.2019 Patentblatt 2019/14 |
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Anmeldetag: 18.02.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Sitzmöbel mit einem Chassis und einem gegenüber dem Chassis schwenkbaren Fußteil
Seating furniture having a chassis and a base part which can be pivoted relative to
the chassis
Siège doté d'un cadre et d'un élément de pied pouvant pivoter par rapport au cadre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
14.03.2014 DE 102014103536
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.2015 Patentblatt 2015/39 |
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Patentinhaber: Ferdinand Lusch GmbH & Co. KG |
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33649 Bielefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf sein Recht verzichtet, als solcher bekannt gemacht zu werden.
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- & Rechtsanwälte
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Bleichstraße 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U1-202009 011 078 DE-U1-202013 003 190
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DE-U1-202011 105 595
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel, insbesondere Sessel oder Sofa, mit einem Chassis
und einem gegenüber dem Chassis aus einer unteren Nichtgebrauchsstellung in eine obere
Gebrauchsstellung schwenkbaren Fußteil, wobei das Fußteil über wenigstens eine schwenkbare
Tragarmstruktur am Chassis gehalten ist, wobei das Fußteil über wenigstens einen schwenkbaren
Steuerbeschlag mit dem Chassis verbunden ist, wobei sich die Länge der Tragarmstruktur
zwischen dem Chassis und dem Fußteil beim Schwenken des Fußteils von der Nichtgebrauchsstellung
in die Gebrauchsstellung und zurück verändert, wobei die Länge der Tragarmstruktur
zwischen dem Chassis und dem Fußteil in der Nichtgebrauchsstellung des Fußteils kürzer
ist als in der Gebrauchsstellung des Fußteils und wobei die Stellung des Steuerbeschlags
die Länge der Tragarmstruktur zwischen dem Chassis und dem Fußteil bestimmt.
[0002] Sitzmöbel der genannten Art weisen zur Aussteifung des Sitzmöbels ein sogenanntes
Chassis auf. An dem Chassis als tragendes Element des Sitzmöbels sind meist die einzelnen
Baugruppen, wie etwa der Sitz, die Rückenlehne und das Fußteil des Sitzmöbels montiert.
Zudem können noch Armlehnen und/oder Seitenteile des Sitzmöbels am Chassis montiert
sein. Dabei kann das Chassis selbst über wenigstens einen entsprechenden Fuß auf dem
Untergrund stehen, so dass alle Gewichtskräfte über das Chassis an den Untergrund
abgeleitet werden. Es können aber auch die Seitenteile auf dem Untergrund stehen,
wobei das Chassis die Gewichtskräfte von den am Chassis montierten und nicht anderweitig
über die Seitenteile abgestützten Bauteilen aufnimmt, um diese über die Seitenteile
an den Untergrund abzuleiten. Das Chassis des Sitzmöbels kann daher unterschiedliche
Formen aufweisen und bedarfsweise zusammen mit den Seitenteilen ein tragendes Gestell
oder einen tragenden Rahmen für das Sitzmöbel bereitstellen.
[0003] Gegenüber dem Chassis kann das Fußteil von einer unteren und hinteren Nichtgebrauchsstellung
in eine obere und vordere Gebrauchsstellung und zurück verschwenkt werden. In der
Gebrauchsstellung kann der Benutzer seine Beine bzw. Füße bequem auf dem Fußteil ablegen,
und zwar vorzugsweise mit ausgestreckten Beinen. Damit die Sitzposition vom Benutzer
als bequem empfunden wird, sollte das Fußteil in der Gebrauchsstellung recht weit
vor dem Sitz positioniert sein. Die Tragarmstruktur zum Abstützen des Fußteils gegenüber
dem Chassis darf aber nicht zu lang sein, damit das Fußteil in der Nichtgebrauchsstellung
weit unter den Sitz des Sitzmöbels gelangen kann und den Sitzkomfort für den Benutzer
in dieser Stellung nicht beeinträchtigt. Dabei sollte insbesondere auch dafür Sorge
getragen werden, dass das Fußteil beim Verschwenken in die Nichtgebrauchsstellung
nicht mit dem Untergrund kollidiert, etwa weil die Tragarmstruktur dabei weit nach
unten ragt.
[0004] Aus diesem Grunde sind Sitzmöbel vorgeschlagen worden, bei denen die Tragarmstruktur
längenveränderlich ausgebildet ist, und zwar derart, dass sich die Tragarmstruktur
während des Aufschwenkens in die Gebrauchsstellung des Fußteils verlängert und beim
Herabschwenken des Fußteils in die Nichtgebrauchsstellung wieder verkürzt. Um dies
in einer gezielten und vorbestimmten Weise zu erreichen, kann das Fußteil über einen
separaten Steuerbeschlag mit dem Chassis verbunden sein. Der Steuerbeschlag wird beim
Verstellen des Fußteils von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung und
zurück verstellt, insbesondere verschwenkt, und verstellt somit das Fußteil. Über
den Steuerbeschlag ist in jeder Stellung des Fußteils zwischen der Nichtgebrauchsstellung
und der Gebrauchsstellung die Länge der Tragarmstruktur zwischen dem Chassis und dem
Fußteil festgelegt.
[0005] Ein entsprechendes Sitzmöbel ist aus der
DE 20 2011105 595 U1 bekannt. Nachteilig an diesem Sitzmöbel ist, dass die Fußteilverstellung konstruktiv
aufwendig ist und die Auslegung der Fußteilverstellung einen hohen Aufwand erfordert,
um eine zuverlässige, komfortable und gleichmäßige Fußteilverstellung zu gewährleisten.
Damit geht einher, dass die Fußteilverstellung nicht oder nur mit einem sehr hohen
Aufwand an die Anforderungen unterschiedlicher Benutzer oder Möbelhersteller angepasst
werden kann. Ein weiteres Sitzmöbel ist aus der
DE202011105595U1 bekannt.
[0006] Mithin liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das eingangs genante
und zuvor näher beschriebene Sitzmöbel derart auszugestalten und weiterzubilden, dass
die Fußteilverstellung konstruktiv einfacher bereitgestellt und angepasst werden kann.
[0007] Diese Aufgabe ist bei einem Sitzmöbel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch
die Merkmale des Kennzeichens gelöst.
[0008] Durch die Verwendung eines Steuerhebels, der um wenigstens zwei senkrecht zueinander
stehende Achsen schwenkbar am Chassis festgelegt ist, kann die Verlängerung und Verkürzung
der Tragarmstruktur gezielt an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden, und
zwar teilweise unabhängig vom Verschwenken des Fußteils von der Nichtgebrauchsstellung
in die Gebrauchsstellung und zurück. Die Auslegung der Fußteilverstellung kann so
insgesamt flexibler erfolgen. Zudem erlaubt die Verwendung des über wenigstens zwei
senkrecht zueinander stehende Achsen schwenkbar am Chassis festgelegten Steuerhebels
eine konstruktiv insgesamt einfachere Ausgestaltung der Fußteilverstellung, auch wenn
die entsprechende Lagerung des Steuerhebels zunächst einmal konstruktiv aufwendiger
ist.
[0009] In diesem Zusammenhang kann der Steuerhebel direkt oder indirekt mit dem Chassis
verbunden sein. Wahlweise kann die geforderte Schwenkbarkeit durch wenigstens zwei
separate Verbindungen oder Gelenke oder durch eine einzige Verbindung bzw. ein einziges
Gelenk bereitgestellt werden. Dabei bietet sich beispielsweise eine Art Kardangelenk,
Kalottengelenk oder Kugelgelenk an. Insbesondere letzteres kann dabei zudem so ausgebildet
werden, dass der Steuerhebel zudem um eine Achse senkrecht zu den beiden zuvor genannten
Schwenkachsen drehbar am Chassis gelagert ist.
[0010] Des Weiteren bietet es sich an, wenn der Steuerhebel auch wenigstens um zwei senkrecht
zueinander stehende Achsen mit dem Fußteil, mit einem die Verbindung zwischen dem
Steuerhebel und dem Fußteil bereitstellenden Bauteil oder mit einer die Verbindung
zwischen dem Steuerhebel und dem Fußteil bereitstellenden Baugruppe verbunden ist.
Auch diese Verbindung kann grundsätzlich über eine einzige Verbindung oder über wenigstens
zwei separate Verbindungen bereitgestellt werden. Aus konstruktiver Sicht bietet sich
jedoch eine einzige Verbindung an. Auch in diesem Fall kann die wenigstens eine Verbindung
eine Drehbarkeit des Steuerhebels um eine Achse bereitstellen, die senkrecht zu den
beiden senkrecht zueinander stehenden Schwenkachsen verläuft.
[0011] Die Freiheitsgrade, welche die wenigstens eine Verbindung mit wenigstens zwei senkrecht
zueinander stehenden Schwenkachsen bereitstellt, erlaubt das Verschwenken des Steuerhebels
in wenigstens zwei separaten Ebenen. Diese Ebenen stehen dabei senkrecht aufeinander.
Zudem kann die Schnittlinie zweier Ebenen mit der Achse zusammenfallen, um die der
Steuerhebel drehbar am Chassis oder an der auf der anderen Seite des Steuerhebels
angrenzenden Baugruppe gehalten ist.
[0012] Bei einer ersten bevorzugten Ausgestaltung des Sitzmöbels weist die Tragarmstruktur
eine Teleskopiereinrichtung auf. Diese dient der Veränderung der Länge der Tragarmstruktur
zwischen dem Chassis und dem Fußteil auf einfache Weise. Besonders bevorzugt ist dabei
eine Teleskopiereinrichtung in Form eines Schienensystems. Durch die Verwendung eines
entsprechend gelagerten Schienensystems kann die Geräuschentwicklung gering gehalten
werden. Alternativ oder zusätzlich können durch ein entsprechendes Schienensystem
die Verstellkräfte verringert werden.
[0013] Um eine vordefinierte Fußteilverstellung sicherstellen und Fehlfunktionen verhindern
zu können, kann der Steuerhebel eine konstante Länge aufweisen. Dann kann genau ein
Verstellweg des Fußteils von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung und/oder
umgekehrt vorgegeben werden (z.B. Freiheitsgrad = 1). Zudem kann ein Klappern und
Wackeln des Fußteils im Wesentlichen verhindert werden.
[0014] Für eine komfortable Fußteilverstellung bietet es sich an, wenn der Steuerhebel das
Chassis nicht direkt mit dem Fußteil verbindet, obwohl dies denkbar wäre. Eine große
Längenveränderung der Tragarmstruktur während des Verstellens des Fußteils von der
Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung kann grundsätzlichen einfacher erreicht
werden, wenn der Steuerbeschlag neben dem Steuerhebel weitere Bauteile aufweist. Erfindungsgemäss
ist der Steuerhebel als Antriebshebel des Steuerbeschlags ausgebildet ist. Über den
Antriebshebel wird nämlich die Verstellung des Steuerbeschlags insgesamt vorgegeben.
[0015] Erfindungsgemäss weist der Steuerbeschlag einen Antriebshebel, einen Koppelhebel
und einen Abtriebshebel auf. Weitere Bauteile sind denkbar aber aus konstruktiver
Sicht weniger bevorzugt. Der Koppelhebel erlaubt es bereits geringe Verstellbewegungen
des Antriebshebels sicher zu übertragen und dabei die Verstellbewegung zu vergrößern.
Die Verwendung des Abtriebshebels ermöglicht die einfache Übertragung der Verstellbewegung
des Koppelhebels auf das Fußteil. Es könnte zwar grundsätzlich auch auf den Abtriebshebel
verzichtet werden, allerdings müsste dann der Koppelhebel nicht nur die Übersetzung
der Verstellbewegung des Antriebshebels, sondern auch deren Übertragung auf das Fußteil
übernehmen. Dies würde zu einer konstruktiv aufwendigeren und weniger flexiblen Auslegung
des Steuerbeschlags führen und und ist im Rahmen dieser Erfindung nicht vorgesehen.
[0016] Eine konstruktiv einfache und zugleich komfortable Fußteilverstellung wird erreicht,
wenn wie in Anspruch 1 definiert, der Koppelhebel mit einem Ende mit der Tragarmstruktur
und mit dem anderen Ende mit dem Abtriebshebel verbunden ist, wobei der Antriebshebel
zwischen den beiden mit der Tragarmstruktur und dem Abtriebshebel verbundenen Enden
am Koppelhebel angreift. So kann beispielsweise der Antriebshebel den Koppelhebel
nach vorne drücken oder nach hinten ziehen, wobei der Koppelhebel gleichzeitig den
Antriebshebel nach vorne drückt oder nach hinten zieht. Durch die geeignete Wahl des
Angriffspunkts des Antriebshebels am Koppelhebel kann dabei eine Art Übersetzung der
Verstellbewegung vorgegeben werden. Eine geringe Verstellung des Antriebshebels kann
dann eine deutlich weitergehende Verstellung des Fußteils bzw. eine deutlich umfangreichere
Verlängerung oder Verkürzung der Tragarmstruktur nach sich ziehen. Aus diesem Grunde
ist es bevorzugt, wenn der Antriebshebel auf der der Tragarmstruktur zugewandten Hälfte
des Koppelhebels zwischen den Angriffspunkten des Koppelhebels an der Tragarmstruktur
und dem Abtriebshebel am Koppelhebel angreift. Weiter bevorzugt ist es aus dem gleichen
Grund, wenn der Antriebshebel benachbart zu dem der Tragarmstruktur zugewandten Ende
des Koppelhebels am Koppelhebel angreift. Umso größer wird die erzielbare Übersetzung,
wodurch der konstruktive Aufwand verringert werden kann.
[0017] Zusätzlich kann der Steuerhebel zusammen mit dem Koppelhebel, der Tragarmstruktur
und dem Chassis eine Viergelenkkette bilden. Dies erlaubt eine konstruktiv einfache
Ausgestaltung der Fußteilverstellung. Gleichzeitig lässt sich auf diese Weise aber
auch die Funktionalität der Fußteilverstellung zuverlässig bereitstellen.
[0018] Um eine komfortable Fußteilverstellung bei geringem konstruktiven Aufwand erreichen
zu können, kann die Tragarmstruktur um eine Schwenkachse gegenüber dem Chassis gehalten
und der Steuerhebel oberhalb der Schwenkachse zwischen dem Chassis und der Tragarmstruktur
schwenkbar am Chassis festgelegt sein. Auf diese Weise kann sichergestellt werden,
dass die Tragarmstruktur bei nach unten weisendem Fußteil eingekürzt ist, um nicht
mit dem Untergrund zu kollidieren und/oder platzsparend in der Nichtgebrauchsstellung
bzw. unter dem Sitz des Sitzmöbels angeordnet werden zu können. Eine weitere konstruktive
Vereinfachung und eine Aussteifung der Fußteilverstellung wird dabei erreicht, wenn
die Tragarmstruktur über eine Schwenkachse mit dem Chassis verbunden ist. Alternativ
oder zusätzlich kann der Steuerhebel bedarfsweise indirekt am Chassis festgelegt sein.
Bevorzugt ist es jedoch, wenn der Steuerhebel direkt, insbesondere über eine einzige
das Verschwenken des Steuerhebels um die wenigstens zwei senkrecht zueinander stehenden
Achsen ermöglichende Verbindung, am Chassis gehalten ist.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann der Steuerhebel relativ zum Sitzmöbel gesehen weiter
vorne als die Schwenkachse zwischen dem Chassis und der Tragarmstruktur am Chassis
festgelegt sein. Dies hat den günstigen Effekt, dass die Länge der Tragarmstruktur
insbesondere dann stark gestreckt wird, nach dem das Fußteil aus der Nichtgebrauchsstellung
bereits recht weit aufgeschwenkt worden ist, also bereits einen Winkel von größer
30°, insbesondere größer 45°, zur Vertikalen einnimmt. Kollisionen des Fußteils mit
dem Untergrund oder vor dem Sitzmöbel befindlichen Gegenständen können so vermieden
werden.
[0020] Für eine platzsparende Unterbringung des Fußteils in der Nichtgebrauchsstellung und
ein bodennahes Verschwenken des Fußteils ohne Kontakt mit dem Boden kann die Lage
der Schwenkachse zwischen dem Chassis und der Tragarmstruktur relativ zur Lage der
Schwenkachse zwischen Chassis und Steuerhebel und umgekehrt derart aufeinander abgestimmt
sein, dass die Tragarmstruktur maximal verkürzt ist, wenn diese mehr oder weniger
vertikal nach unten ausgerichtet ist. Die maximal verkürzte Stellung der Tragarmstruktur
kann zweckmäßiger Weise zwischen der Nichtgebrauchsstellung des Fußteils und einer
um maximal 25°, vorzugsweise maximal 15°, insbesondere maximal 5°, gegenüber der Vertikalen
nach vorne geneigten Stellung des Fußteils vorgesehen sein. Dabei bedeutet die Richtungsangabe
nach vorne in diesem Zusammenhang nach vorne relativ zum Sitzmöbel gesehen, also in
Richtung des Fußteils in der Gebrauchsstellung. Bedarfsweise kann die maximal verkürzte
Stellung der Tragarmstruktur auch bei einer senkrechten bzw. vertikalen Stellung des
Fußteils oder bei einer gegenüber der Vertikalen leicht nach hinten geneigten Stellung
des Fußteils vorgesehen sein.
[0021] Die maximal verkürzte Stellung der Tragarmstruktur kann dabei der Einfachheit halber
dadurch definiert sein, dass die Verbindung des Steuerhebels mit dem Koppelhebel,
die Schwenkachse zwischen dem Chassis und der Tragarmstruktur sowie die Verbindung
zwischen dem Steuerhebel und dem Chassis im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet
sind. Die genannten Verbindungen und die genannte Schwenkachse müssen dabei nicht
zwingend exakt in einer Ebene angeordnet sein, da der Steuerhebel gegenüber dem Chassis,
bedarfsweise auch gegenüber dem Koppelhebel, in wenigstens zwei senkrecht zueinander
stehenden Ebenen verschwenkt werden kann, wobei das entsprechende Verschwenken des
Steuerhebels in einer Ebene eine Verlängerung oder eine Verkürzung des Steuerhebels
in der anderen Ebene nach sich ziehen kann. Unabhängig davon ist die Ebene, die durch
die Verbindung des Steuerhebels mit dem Koppelhebel, die Schwenkachse zwischen dem
Chassis und der Tragarmstruktur sowie die Verbindung zwischen dem Steuerhebel und
dem Chassis definiert wird vorzugsweise quer zur Auszugsrichtung der Tragarmstruktur
und/oder im Wesentlichen vertikal ausgerichtet.
[0022] Bei dem Sitzmöbel ist ein gegenüber dem Chassis schwenkbarer oder verstellbarer Sitz
vorgesehen. Der Sitz kann dabei derart über einen Schwenkbeschlag mit der Tragarmstruktur
gekoppelt sein, dass ein Schwenken oder Verstellen des Sitzes gegenüber dem Chassis
ein Schwenken der Tragarmstruktur bewirkt. Damit kann das Verschwenken des Fußteils
durch den Benutzer über das Verstellen des Sitzes eingeleitet werden, und zwar beispielsweise
durch eine Gewichtsverlagerung nach hinten, also beispielsweise in Richtung der Rückenlehne,
wodurch das Fußteil dann nach vorne in die Gebrauchsstellung geschwenkt wird und umgekehrt.
Dadurch wird eine einfache und komfortable Verstellung des Sitzmöbels erreicht. Die
Verwendung eines separaten Schwenkbeschlags zum Verschwenken der Tragarmstruktur stellt
zwar einen ergänzenden konstruktiven Aufwand dar. Allerdings kann dann die Tragarmstruktur
und der Steuerbeschlag einfacher ausgeführt werden, weil weder die Tragarmstruktur
noch der Steuerbeschlag die Funktionalität des Schwenkbeschlags mit übernehmen müssen.
Zudem muss auch der Schwenkbeschlag keine weiteren Funktionalitäten bereitstellen,
weshalb auch der Schwenkbeschlag recht einfach ausgebildet werden kann.
[0023] Bei einer besonders einfachen Ausgestaltung des Schwenkbeschlags ist dieser zusammen
mit dem Chassis und der Tragarmstruktur als Viergelenkkette ausgebildet. Dies stellt
eine konstruktiv günstige und zudem sehr zuverlässige Ausgestaltung dar.
[0024] Alternativ oder zusätzlichen kann der Schwenkbeschlag einen schwenkbar zwischen seinen
Enden am Chassis gehaltenen Schwenkhebel aufweisen. Die Verbindung zwischen dem Chassis
und dem Schwenkhebel definiert dann zwei sich in unterschiedliche Richtungen erstreckende
Hebelarme des Schwenkhebels. Dabei ist dann ein Ende des Schwenkhebels schwenkbar
mit dem Sitz und das andere Ende des Schwenkhebels schwenkbar mit der Tragarmstruktur
verbunden. Das Verschwenken oder Verstellen des Sitzes gegenüber dem Chassis führt
folglich zu einem Verschwenken des der Tragarmstruktur zugewandten Hebelarms des Schwenkhebels.
Die entsprechende Schwenkbewegung des entsprechenden Hebelarms kann dann zum Antrieb
der Verstellung der Tragarmstruktur genutzt werden. Dies kann zudem bedarfsweise dann
einfach und komfortabel erfolgen, wenn der der Tragarmstruktur zugewandte Hebelarm
des Schwenkhebels über wenigstens einen Lenkerhebel mit der Tragarmstruktur verbunden
ist.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1A-B
- ein erfindungsgemäßes Sitzmöbel sowie eine Detaildarstellung der Fußteilverstellung
jeweils mit einem Fußteil in der Nichtgebrauchsstellung in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 2A-B
- das Sitzmöbel aus Fig. 1 sowie eine Detaildarstellung der Fußteilverstellung jeweils
mit dem Fußteil in der Gebrauchsstellung in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 3A-B
- das Sitzmöbel aus Fig. 1 sowie eine Detaildarstellung der Fußteilverstellung jeweils
mit einem Fußteil in der Nichtgebrauchsstellung in einer Seitenansicht und
- Fig. 4A-B
- das Sitzmöbel aus Fig. 1 sowie eine Detaildarstellung der Fußteilverstellung jeweisl
mit einem Fußteil in der Gebrauchsstellung in einer Seitenansicht.
[0026] In der Fig. 1 ist ein Sitzmöbel 1 in Form eines Sessels schematisch dargestellt.
Dabei ist der besseren Übersichtlichkeit halber die Polsterung des Sitzmöbels 1 in
der Darstellung weggelassen worden. Das Sitzmöbel 1 weist einen zentralen Fuß 2 auf,
über den das Sitzmöbel 1 auf dem Untergrund steht. Dabei trägt der Fuß 2 ein Chassis
3, das seinerseits eine Rückenlehne 4, einen Sitz 5 und ein Fußteil 6 trägt. Das Fußteil
6 ist in der Fig. 1 in einer unteren und hinteren Nichtgebrauchsstellung dargestellt,
in der das Fußteil 6 den auf dem Sitzmöbel 1 sitzenden Benutzer nicht stört. Aus der
Nichtgebrauchsstellung kann das Fußteil 6 in eine vordere und obere Gebrauchsstellung
geschwenkt werden, in der der Benutzer seine Beine bequem im ausgestreckten Zustand
auf dem Fußteil 6 ablegen kann. Eine entsprechende Stellung des Fußteils 6 ist in
der Fig. 2 dargestellt. Dabei geht das Aufschwenken des Fußteils 6 von der Nichtgebrauchsstellung
in die Gebrauchsstellung beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 mit
einem Verschwenken der Rückenlehne 4 und des Sitzes 5 nach hinten einher.
[0027] Das Fußteil 6 ist über eine schwenkbare Tragarmstruktur 7 am Chassis 3 gehalten,
die das Verstellen des Fußteils 6 ermöglicht. Beim dargestellten und insoweit bevorzugten
Sitzmöbel 1 weist die Tragarmstruktur 7 zwei Tragarme 8 auf, die den beiden äußeren
Seiten des Fußteils 6 zugeordnet sind. Die beiden Tragarme 8 sind dabei im Wesentlichen
gleichartig und spiegelbildlich zueinander ausgebildet. Die Länge der Tragarmstruktur
7 zwischen dem Chassis 3, insbesondere der Verbindung zwischen dem Chassis 3 und der
Tragarmstruktur 7, und dem Fußteil 6 ist veränderbar. Dazu weisen die Tragarme 8 der
Tragarmstruktur 7 eine Teleskopiereinrichtung 9 in Form von ausziehbaren Schienensystemen
zwischen der Verbindung der Tragarmstruktur 7 mit dem Chassis 3 einerseits und dem
Fußteil 6 andererseits auf. Dabei ist die Länge der Tragarmstruktur 7 in der Nichtgebrauchsstellung
kürzer als in der Gebrauchsstellung des Fußteils 6. Zudem geht die Verlängerung und
die Verkürzung der Tragarmstruktur 7 zwischen dem Chassis 3 und dem Fußteil 6 mit
dem Schwenken des Fußteils 6 von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
und zurück einher.
[0028] Zu diesem Zweck weist das dargestellte und insoweit bevorzugte Sitzmöbel 1 einen
Steuerbeschlag 10 auf, der das Chassis 3 mit der Tragarmstruktur 7 und mit dem Fußteil
6 verbindet. Beim Verstellen des Fußteils 6 von der Nichtgebrauchsstellung in die
Gebrauchsstellung und zurück wird auch der Steuerbeschlag 10 verstellt, insbesondere
verschwenkt. Aufgrund der Kopplung des Chassis 3 mit dem Fußteil 6 über den Steuerbeschlag
10 gibt beim Verstellen des Fußteils 6 die jeweilige Stellung des Steuerbeschlags
10 die Länge der Tragarmstruktur 7 zwischen dem Chassis 3 und dem Fußteil 6 vor. Mit
anderen Worten bestimmt der Steuerbeschlag 10, wie weit das Fußteil 6 vom Chassis
3 wegbewegt oder zum Chassis 3 hingezogen wird.
[0029] Der Steuerbeschlag 10 weist beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel
1 einen Steuerhebel 11 in Form eines Antriebshebels, einen Koppelhebel 12 und einen
Abtriebshebel 13 auf. Dabei ist der Steuerhebel 11 mit einem Ende am Chassis 3 festgelegt
und am anderen Ende mit dem Koppelhebel 12 verbunden. Die Länge des Steuerhebels 11
ist während des Verstellens des Fußteils 6 konstant. Zudem ist der Steuerhebel 11
schwenkbar um drei zueinander senkrecht stehende Achsen gegenüber dem Chassis 3 schwenkbar,
und zwar um eine einzige Verbindung 14 nach Art eines Kugelgelenks. Beim dargestellten
und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 ist der Steuerhebel 11 in gleicher Weise über
eine gleichartige Verbindung 15 mit dem Koppelhebel 12 verbunden.
[0030] Der Koppelhebel 12 ist an einem seiner beiden Enden mit der Tragarmstruktur 7 verbunden,
und zwar auf der dem Fußteil 6 abgewandten Seite der Teleskopiereinrichtung 9. Die
Verbindung 16 zwischen dem Koppelhebel 12 und der Tragarmstruktur 7 ist dabei unabhängig
davon, wie weit die Teleskopiereinrichtung 9 ausgezogen ist. Das gegenüberliegende
Ende des Koppelhebels 12 ist ebenfalls über eine Verbindung 17 in Form einer Schwenkverbindung
mit dem Abtriebshebel 13 verbunden. Der Abtriebshebel 13 stellt die Verbindung zum
Fußteil 6 bereit und treibt das Fußteil 6 beim Verstellen desselben an, so dass das
Fußteil 6 je nach Verstellbewegung der Tragarmstruktur 7 vom Chassis 3 weg oder zum
Chassis 3 hin bewegt wird.
[0031] Um eine geringe Verstellbewegung des Steuerhebels 11 in eine große Verstellbewegung
des Fußteils 6 umzusetzen, ist der Steuerhebel 11 nahe der Verbindung 16 des Koppelhebels
12 mit der Tragarmstruktur 7 am Koppelhebel 12 festgelegt. Zudem ist der Abstand zwischen
den beiden Verbindungspunkten groß genug, um ohne erhöhten Kraftaufwand ein ausreichend
großes Moment auf den Koppelhebel 12 zur Verstellung der Teleskopiereinrichtung 9
zu übertragen. Dies wird beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 dadurch
unterstützt, dass die Teleskopiereinrichtung 9 kugelgelagerte Schienensysteme umfasst.
Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 beträgt der Abstand der Verbindung
15 zwischen dem Steuerhebel 11 und dem Koppelhebel 12 von der Verbindung 16 zwischen
dem Koppelhebel 12 und der Tragarmstruktur 7 höchstens ein Drittel der Länge des Koppelhebels
12 zwischen den Verbindungen 16,17 mit der Tragarmstruktur 7 einerseits und dem Abtriebshebel
13 andererseits. Zudem bildet der Steuerhebel 11 beim dargestellten und insoweit bevorzugten
Sitzmöbel 1 zusammen mit dem Koppelhebel 12, der Tragarmstruktur 7 und dem Chassis
3 zur Vermeidung unnötiger Bauelemente eine Viergelenkkette.
[0032] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 ist die Tragarmstruktur 7
über eine eine Schwenkachse bildende Schwenkverbindung 18 am Chassis befestigt. Die
Lage der Schwenkachse bezogen auf das Chassis 3 ist dabei unabhängig von der Stellung
der Tragarmstruktur 7. Der Steuerhebel 11 ist beabstandet zu der Schwenkachse zwischen
dem Chassis 3 und der Tragarmstruktur 7 angeordnet, und zwar weiter oben und weiter
vorne als die Schwenkachse zwischen dem Chassis 3 und der Tragarmstruktur 7. Daher
erfolgt das Verlängern und das Verkürzen des Abstands zwischen dem Chassis 3 und dem
Fußteil 6 nicht gleichförmig mit dem Aufschwenken oder Herabschwenken der Tragarmstruktur
7 gegenüber dem Chassis 3. Dabei ist die relative Lage der Schwenkachse zwischen dem
Chassis 3 und der Tragarmstruktur 7 gegenüber der Schwenkachse zwischen Chassis 3
und Steuerhebel 11 derart aufeinander abgestimmt, dass die Tragarmstruktur 7 die maximal
verkürzte Stellung einnimmt, während das Fußteil 6 mit seinem freien Ende mehr oder
weniger in Richtung des Untergrunds weist. Beim dargestellten und insoweit bevorzugten
Sitzmöbel 1 wird die maximal verkürzte Stellung erreicht, wenn das Fußteil 6 gegenüber
der Vertikalen leicht nach hinten unter den Sitz 5 geneigt ist.
[0033] Mithin kann die maximal verkürzte Stellung der Tragarmstruktur 7 erreicht werden,
wenn das Fußteil 6 vertikal ausgerichtet ist. Alternativ kann die maximal verkürzte
Stellung der Tragarmstruktur 7 aber auch erreicht sein, wenn sich das Fußteil 6 zwischen
der vertikalen Stellung und der Nichtgebrauchsstellung oder um wenige Grad zu der
von der Nichtgebrauchsstellung abgewandten Seite der Vertikalen geneigt ist. Es ist
also nicht erforderlich, dass die maximal verkürzte Stellung des Fußteils 6, also
die beim Verstellen des Fußteils 6 auftretende kürzeste Länge der Tragarmstruktur
7 zwischen dem Chassis 3 und dem Fußteil 6, in der Nichtgebrauchsstellung des Fußteils
6 auftritt.
[0034] Dabei wird beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 die maximal verkürzte
Stellung der Tragarmstruktur 7 insbesondere dann erreicht, wenn die Verbindung 15
des Steuerhebels 11 mit dem Koppelhebel 12, die Verbindung 18 zwischen dem Chassis
3 und der Tragarmstruktur 7 sowie die Verbindung 14 zwischen dem Steuerhebel 11 und
dem Chassis 3 im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind. Diese Ebene ist beim
dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 im Wesentlichen quer zur Auszugsrichtung
der Tragarmstruktur 7 und/oder im Wesentlichen vertikal ausgerichtet.
[0035] Das Verstellen der Länge der Tragarmstruktur 7 zwischen dem Fußteil 6 und dem Chassis
3 ist ebenfalls in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Dort ist zudem der Schwenkbeschlag
19 zum Verstellen der Tragarmstruktur 7 zwischen der Nichtgebrauchsstellung des Fußteils
6 und der Gebrauchsstellung des Fußteils 6 dargestellt. Der Schwenkbeschlag 19 ist
über einen Schwenkhebel 20 des Schwenkbeschlags 19 mit dem Sitz 5 verbunden der vom
Chassis 3 getragen wird. Der Sitz 5 lässt sich von einer Sitzposition, in der sich
das Fußteil 6 in der Nichtgebrauchsstellung befindet, in eine Liegestellung verstellen,
in der sich das Fußteil 6 in der Gebrauchsstellung befindet. Zudem befindet sich die
Rückenlehne 4 in der Sitzstellung in einer eher aufrechten Stellung und in der Liegestellung
in einer eher nach hinten geneigten Stellung bezogen auf das Chassis 3.
[0036] Durch das Verstellen des Sitzes 5 gegenüber dem Chassis 3 nach hinten wird der mit
einem Ende mit dem Sitz 5 und mit dem anderen Ende mit einem Lenkerhebel 21 verbundene
Schwenkhebel 20 um eine drehbare Verbindung 22 mit dem Chassis 3 geschwenkt. Dabei
ist die Verbindung 22 zwischen den beiden Verbindungen 23,24 mit dem Sitz 5 und dem
Lenkerhebel 21 an den gegenüberliegenden Enden des Schwenkhebels 20 angeordnet. Der
Lenkerhebel 21 verbindet den Schwenkhebel 20 über eine schwenkbare Verbindung 25 mit
der Tragarmstruktur 7. Der Lenkerhebel 21 drückt damit je nach der Stellung des Schwenkhebels
20 die Tragarmstruktur 7 nach oben oder zieht diese nach unten, wodurch das Verschwenken
der Tragarmstruktur 7 gegenüber dem Chassis 3 bewirkt wird. Beim dargestellten und
insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 ist der Schwenkbeschlag 19 zusammen mit dem Chassis
3 und der Tragarmstruktur 7 als Viergelenkkette ausgebildet.
[0037] Vor diesem Hintergrund erfolgt das Verstellen des dargestellten und insoweit bevorzugten
Sitzmöbels 1 aus der Nichtgebrauchsstellung gemäß Fig. 1 und 3 in die Gebrauchsstellung
gemäß Fig. 2 und 4, indem der Sitz 5 aus einer vorderen Stellung in eine hintere Stellung
gegenüber dem Chassis 3 verschoben wird. Dabei wird der am Chassis 3 drehbar festgelegte
Schwenkhebel 20 des Schwenkbeschlags 19 um die Verbindung 22 mit dem Chassis 3 gedreht
und drückt den drehbar am Schwenkhebel 20 montierten Lenkerhebel 21 nach oben gegen
die Tragarmstruktur 7, die somit um die Schwenkachse mit dem Chassis 3 nach oben geschwenkt
wird. Das an der Tragarmstruktur 7 gehaltene Fußteil 6 wird dabei ebenfalls nach oben
geschwenkt.
[0038] Dabei befindet sich die Schwenkachse zwischen dem Chassis 3 und der Tragarmstruktur
7 zunächst vor einer Ebene, die parallel zu dieser Schwenkachse ausgerichtet ist und
den Steuerhebel 11 schneidet. Die Tragarmstruktur 7 ist in diesem Zustand nicht maximal
verkürzt. Dies ist erst der Fall, wenn die Verbindungen 14,15 des Steuerhebels 11
mit dem Koppelhebel 12 und dem Chassis 3 etwa oder exakt in einer Ebene mit der Schwenkachse
zwischen dem Chassis 3 und der Tragarmstruktur 7 liegen. Dabei ist das Fußteil 6 beim
dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 etwa vertikal bezogen auf den Untergrund
des Sitzmöbels 1 ausgerichtet. Der Steuerhebel 11 befindet sich dann in einer sogenannten
Totlage.
[0039] Zudem vergrößert sich die Länge der Tragarmstruktur 7 zwischen dem Chassis 3 und
dem Fußteil 6 nur geringfügig, während das Fußteil 6 mit seinem freien Ende überwiegend
in Richtung des Untergrunds weist, also einen Winkel zur Vertikalen von weniger als
45° einnimmt. Für größere Winkel beim Aufschwenken des Fußteils 6 wird dagegen eine
deutlich stärkere Vergrößerung der Länge der Tragarmstruktur 7 zwischen der Verbindung
18 mit dem Chassis 3 und dem Fußteil 6 pro Winkeleinheit erreicht.
[0040] Dabei drückt der Steuerhebel 11 zunehmend gegen den Koppelhebel 12, der um die Tragarmstruktur
7 nach vorne geschwenkt wird und so den Abtriebshebel 13 zusammen mit dem Fußteil
6 in Auszugsrichtung nach vorne schiebt. Dabei verlängert sich die Telskopiereinrichtung
9 in Form der Schienensysteme zwischen den mit dem Chassis 3 und den mit dem Fußteil
6 verbundenen Enden der Tragarme 8 der Tragarmstruktur 7.
[0041] Durch die jeweils um wenigstens zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen schwenkbaren
Verbindungen 14,15 zwischen dem Steuerhebel 11 einerseits und dem Chassis 3 sowie
dem Koppelhebel 12 andererseits, kann der vertikale und horizontale Abstand der Verbindung
18 zwischen dem Chassis 3 und der Tragarmstruktur 7 einerseits und der Verbindung
zwischen dem Steuerhebel 11 und dem Chassis 3 andererseits so gewählt werden, dass
das Fußteil 6 beim Verstellen der Tragarmstruktur 7 in geeigneter Weise aus- und wieder
einfährt. Dabei ist es insbesondere zweckmäßig, wenn die Verbindung 14 des Steuerhebels
11 mit dem Chassis 3 oberhalb und vor der Schwenkachse bzw. der Verbindung 18 der
Tragarmstruktur 7 mit dem Chassis 3 angeordnet ist.
[0042] Das Verstellen des Sitzmöbels 1 aus der Liegestellung mit dem Fußteil 6 in der Gebrauchsstellung
gemäß Fig. 2 und 4 zurück in die Sitzstellung mit dem Fußteil 6 in der Nichtgebrauchsstellung
gemäß Fig. 1 und 3 erfolgt andersherum als die zuvor beschriebene Verstellung des
Sitzmöbels 1 aus der Sitzstellung in die Liegestellung.
1. Sitzmöbel (1), insbesondere Sessel oder Sofa, mit einem Chassis (3) und einem gegenüber
dem Chassis (3) aus einer unteren Nichtgebrauchsstellung in eine obere Gebrauchsstellung
schwenkbaren Fußteil (6), wobei das Fußteil (6) über wenigstens eine schwenkbare Tragarmstruktur
(7) am Chassis (3) gehalten ist, wobei das Fußteil (6) über wenigstens einen schwenkbaren
Steuerbeschlag (10) mit dem Chassis (3) verbunden ist, wobei sich die Länge der Tragarmstruktur
(7) zwischen dem Chassis (3) und dem Fußteil (6) beim Schwenken des Fußteils (6) von
der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung und zurück verändert, wobei die
Länge der Tragarmstruktur (7) zwischen dem Chassis (3) und dem Fußteil (6) in der
Nichtgebrauchsstellung des Fußteils (6) kürzer ist als in der Gebrauchsstellung des
Fußteils (6), wobei die Stellung des Steuerbeschlags (10) die Länge der Tragarmstruktur
(7) zwischen dem Chassis (3) und dem Fußteil (6) bestimmt, wobei ein gegenüber dem
Chassis (3) schwenkbarer Sitz (5) vorgesehen ist, wobei der Steuerbeschlag (10) einen
um wenigstens zwei senkrecht zueinander stehende Achsen schwenkbar am Chassis (3)
festgelegten, als Antriebshebel ausgebildeten Steuerhebel (11) aufweist und wobei
der Steuerbeschlag (10) den Antriebshebel, einen Koppelhebel (12) und einen Abtriebshebel
(13) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Koppelhebel (12) mit einem Ende mit der Tragarmstruktur (7) und mit dem anderen
Ende mit dem Abtriebshebel (13) verbunden ist und dass der Antriebshebel (11) zwischen
den beiden Enden des Koppelhebels (12) am Koppelhebel (12) angreift.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tragarmstruktur (7) eine Teleskopiereinrichtung (9), vorzugsweise ein Schienensystem,
zum Variieren der Länge der Tragarmstruktur (7) zwischen dem Chassis (3) und dem Fußteil
(6) aufweist.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Steuerhebel (11) eine konstante Länge aufweist.
4. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antriebshebel (13) benachbart zu dem der Tragarmstruktur (7) zugewandten Ende
des Koppelhebels (12) am Koppelhebel (12) angreift.
5. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Steuerhebel (11) zusammen mit dem Koppelhebel (12), der Tragarmstruktur (7) und
dem Chassis (3) eine Viergelenkkette bildet.
6. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tragarmstruktur (7) um eine Schwenkachse gegenüber dem Chassis (3) gehalten, vorzugsweise
über eine Schwenkverbindung (18) mit dem Chassis (3) verbunden, ist und dass der Steuerhebel
(11) oberhalb der Schwenkachse zwischen dem Chassis (3) und der Tragarmstruktur (7)
schwenkbar am Chassis (3) festgelegt ist.
7. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Steuerhebel (11) relativ zum Sitzmöbel (1) gesehen weiter vorne als die Schwenkachse
zwischen dem Chassis (3) und der Tragarmstruktur (7) am Chassis (3) festgelegt ist.
8. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die relative Lage der Schwenkachse zwischen dem Chassis (3) und der Tragarmstruktur
(7) sowie der Schwenkachse zwischen Chassis (3) und Steuerhebel (11) derart aufeinander
abgestimmt sind, dass die Tragarmstruktur (7) die maximal verkürzte Stellung zwischen
der Nichtgebrauchsstellung des Fußteils und einer relativ zum Sitzmöbel (1) um 25°,
vorzugsweise um 15°, insbesondere um 5°, gegenüber der Vertikalen nach vorne geneigten
Stellung des Fußteils (6) einnimmt.
9. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der maximal verkürzten Stellung der Tragarmstruktur (7) die Verbindung (15) des
Steuerhebels (11) mit dem Koppelhebel (12), die Schwenkachse zwischen dem Chassis
(3) und der Tragarmstruktur (7) sowie die Verbindung (14) zwischen dem Steuerhebel
(11) und dem Chassis (3) im Wesentlichen in einer, vorzugsweise quer zur Auszugsrichtung
der Tragarmstruktur (7) und/oder im Wesentlichen vertikal verlaufenden, Ebene angeordnet
sind.
10. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sitz (5) derart über einen Schwenkbeschlag (19) mit der Tragarmstruktur (7) gekoppelt
ist, so dass ein Schwenken des Sitzes (5) gegenüber dem Chassis (3) ein Schwenken
der Tragarmstruktur (7) bewirkt.
11. Sitzmöbel nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schwenkbeschlag (19) zusammen mit dem Chassis (3) und der Tragarmstruktur (7)
als Viergelenkkette ausgebildet ist.
12. Sitzmöbel nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schwenkbeschlag (19) einen schwenkbar zwischen seinen Enden am Chassis (3) gehaltenen
Schwenkhebel (20) aufweist und dass ein Ende des Schwenkhebels (20) schwenkbar mit
dem Sitz (5) und das andere Ende des Schwenkhebels (20), vorzugsweise über einen Lenkerhebel
(21), schwenkbar mit der Tragarmstruktur (7) verbunden ist.
1. Seating furniture (1), in particular an armchair or sofa, with a chassis (3) and a
foot part (6) that can pivot relative to the chassis (3) from a lower non-use position
to an upper use position, wherein the foot part (6) is held on the chassis (3) by
means of at least one pivotable support arm structure (7), wherein the foot part (6)
is connected to the chassis (3) by means of at least one pivotable control fitting
(10), wherein the length of the support arm structure (7) between the chassis (3)
and the foot part (6) alters when the foot part (6) is pivoted from the non-use position
to the use position and back, wherein the length of the support arm structure (7)
between the chassis (3) and the foot part (6) in the non-use position of the foot
part (6) is shorter than in the use position of the foot part (6), wherein the position
of the control fitting (10) determines the length of the support arm structure (7)
between the chassis (3) and the foot part (6), wherein a seat (5) that can pivot relative
to the chassis (3) is provided, wherein the control fitting (10) has a control lever
(11) formed as a drive lever and fixed pivotally on the chassis (3) about at least
two mutually perpendicular axis, and wherein the control fitting (10) comprises the
drive lever, a coupling lever (12) and a driven lever (13),
characterised in that
the coupling lever (12) is connected at one end to the support arm structure (7) and
at the other end to the driven lever (13), and that the drive lever (11) engages on
the coupling lever (12) between the two ends of the coupling lever (12).
2. Seating furniture according to Claim 1,
characterised in that
the support arm structure (7) comprises a telescopic device (9), preferably a rail
system, for varying the length of the support arm structure (7) between the chassis
(3) and the foot part (6).
3. Seating furniture according to Claims 1 or 2,
characterised in that
the control lever (11) has a constant length.
4. Seating furniture according to Claims 1 to 3,
characterised in that
the drive lever (13) engages on the coupling lever (12) adjacent to the end of the
coupling lever (12) facing towards the support arm structure (7).
5. Seating furniture according to any one of Claims 1 to 4,
characterised in that
the control lever (11) together with the coupling lever (12), the support arm structure
(7) and the chassis (3) forms a four-link chain.
6. Seating furniture according to any one of Claims 1 to 5,
characterised in that
the support arm structure (7) is held about a pivot axis relative to the chassis (3),
preferably connected to the chassis (3) by means of a pivot connection (18), and that
the control lever (11) above the pivot axis is pivotally fixed to the chassis (3)
between the chassis (3) and the support arm structure (7).
7. Seating furniture according to any one of Claims 1 to 6,
characterised in that
the control lever (11) seen relative to the seating furniture (1) is fixed to the
chassis (3) further forwards than the pivot axis between the chassis (3) and the support
arm structure (7).
8. Seating furniture according to any one of Claims 1 to 7,
characterised in that
the relative position of the pivot axis between the chassis (3) and the support arm
structure (7) and also of the pivot axis between the chassis (3) and the control lever
(11) are matched to one another in such a way that the support arm structure (7) adopts
the maximum shortened position between the non-use position of the foot part and a
position of the foot part (6) inclined forwardly relative to the seating furniture
(1) by 25°, preferably by 15°, in particular by 5° with respect to the vertical.
9. Seating furniture according to any one of Claims 1 to 8,
characterised in that
in the maximum shortened position of the support arm structure (7) the connection
(15) of the control lever (11) to the coupling lever (12), the pivot axis between
the chassis (3) and the support arm structure (7), and also the connection (14) between
the control lever (11) and the chassis (3) are arranged substantially in a plane extending
preferably transversely to the pull-out direction of the support arm structure (7)
and/or in a plane extending substantially vertically.
10. Seating furniture according to any one of Claims 1 to 9,
characterised in that
the seat (5) is coupled to the support arm structure (7) by means of a swivel fitting
(19) in such a way that a swivelling of the seat (5) relative to the chassis (3) effects
a swivelling of the support arm structure (7).
11. Seating furniture according to Claim 10,
characterised in that
the swivel fitting (19) together with the chassis (3) and the support arm structure
(7) is formed as a four-link chain.
12. Seating furniture according to Claim 10 or 11,
characterised in that
the swivel fitting (19) has a swivel lever (20) pivotally held between its ends on
the chassis (3), and that one end of the swivel lever (20) is pivotally connected
to the seat (5) and the other end of the swivel lever (20) is pivotally connected
to the support arm structure (7), preferably via a steering lever (21).
1. Siège (1), en particulier un fauteuil ou un canapé, doté d'un cadre (3) et d'un élément
de pied (6) susceptible de pouvoir pivoter, par rapport au cadre (3), d'une position
d'inutilisation inférieure en une position d'utilisation supérieure, où l'élément
de pied (6) est maintenu sur le cadre (3) à l'aide d'au moins une structure à bras
de support (7) susceptible de pouvoir pivoter, où l'élément de pied (6) est relié
au cadre (3) à l'aide d'au moins une garniture de commande susceptible de pouvoir
pivoter (10), où la longueur de la structure à bras de support (7) entre le cadre
(3) et l'élément de pied (6) se modifie, lors du pivotement de l'élément de pied (6)
de la position d'inutilisation dans la position d'utilisation et vice-versa, où la
longueur de la structure à bras de support (7) entre le cadre (3) et l'élément de
pied (6) est inférieure dans la position d'inutilisation de l'élément de pied (6)
que dans la position d'utilisation de l'élément de pied (6), où la position de la
garniture de commande (10) détermine la longueur de la structure à bras de support
(7) entre le cadre (3) et l'élément de pied (6), où l'on prévoit une chaise (5) susceptible
de pouvoir pivoter par rapport au cadre (3), où la garniture de commande (10) présente
un levier de commande (11) conçu en tant que levier d'entraînement, fixé sur le cadre
(3) et susceptible de pouvoir pivoter autour d'au moins deux axes perpendiculaires
entre eux, et où la garniture de commande (10) présente le levier d'entraînement,
un levier de couplage (12) et un levier d'accouplement (13),
caractérisé en ce que
le levier de couplage (12) est relié, au niveau d'une extrémité, à la structure à
bras de support (7) et au niveau de l'autre extrémité au levier d'accouplement (13)
et en ce que le levier d'entraînement (11) entre les deux extrémités du levier de couplage (12)
vient en prise avec le levier de couplage (12).
2. Siège selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la structure à bras de support (7) présente un dispositif télescopique (9), de préférence
un système à rail, pour faire varier la longueur de la structure à bras de support
(7) entre le cadre (3) et l'élément de pied (6).
3. Siège selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le levier de commande (11) présente une longueur constante.
4. Siège selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le levier d'entraînement (13) adjacent à l'extrémité tournée vers la structure à bras
de support (7) du levier de couplage (12) vient en prise avec le levier de couplage
(12).
5. Siège selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le levier de commande (11) forme avec le levier de couplage (12), la structure à bras
de support (7) et le cadre (3) une chaîne articulée à 4 joints articulés.
6. Siège selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la structure à bras de support (7) est maintenue autour d'un axe de pivotement par
rapport au cadre (3), est de préférence liée, à l'aide d'une liaison de pivotement
(18), au cadre (3), et en ce que le levier de commande (11) est fixé, de manière à pivoter, sur le cadre (3) au-dessus
de l'axe de pivotement entre le cadre (3) et la structure à bras de support (7).
7. Siège selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le levier de commande (11) est fixé, vu par rapport au siège (1), plus en avant sur
le cadre (3) que l'axe de pivotement entre le cadre (3) et la structure à bras de
support (7).
8. Siège selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la position relative de l'axe de pivotement entre le cadre (3) et la structure à bras
de support (7) ainsi que celle de l'axe de pivotement entre le cadre (3) et le levier
de commande (11) sont adaptées l'une à l'autre de telle façon que la structure à bras
de support (7) assume la position la plus courte entre la position d'inutilisation
de l'élément de pied et une position de l'élément de pied (6) inclinée vers l'avant
de 25°, de préférence de 15°, en particulier de 5° vis-à-vis des verticales par rapport
au siège (1).
9. Siège selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que,
dans la position la plus courte de la structure à bras de support (7), la liaison
(15) du levier de commande (11) avec le levier de couplage (12), l'axe de pivotement
entre le cadre (3) et la structure à bras de support (7) ainsi que la liaison (14)
entre le levier de commande (11) et le cadre (3) sont agencées essentiellement dans
un plan, de préférence transversalement par rapport à la direction d'extraction de
la structure à bras de support (7) et/ou passant essentiellement verticalement.
10. Siège selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
la chaise (5) est couplé avec la structure à bras de support (7) à l'aide d'une garniture
de commande (19) de telle sorte qu'un pivotement de la chaise (5) par rapport au cadre
(3) provoque un pivotement de la structure à bras de support (7).
11. Siège selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
la garniture de pivot (19), avec le cadre (3) et la structure à bras de support (7),
est conçue en tant que chaîne articulée à 4 joints articulés.
12. Siège selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
la garniture de pivot (19) présente un levier pivotant (20) maintenu pivotant entre
ses extrémités sur le cadre (3) et en ce qu'une extrémité du levier pivotant (20) est reliée, de manière à pivoter, a la chaise
(5) et l'autre extrémité du levier pivotant (20) est reliée, de manière à pivoter,
de préférence à l'aide d'un levier du guidon (21), à la structure à bras de support
(7).
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