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(11) |
EP 2 921 079 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.04.2019 Patentblatt 2019/14 |
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Anmeldetag: 18.02.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Sitz- oder Liegemöbel mit Anbauteil
Furniture for sitting or lying on with connection part
Meubles destiné à s'asseoir ou s'allonger dotée d'une pièce rapportée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
20.02.2014 DE 102014002215
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.2015 Patentblatt 2015/39 |
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Patentinhaber: Ferdinand Lusch GmbH & Co. KG |
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33649 Bielefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf sein Recht verzichtet, als solcher bekannt gemacht zu werden.
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Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- & Rechtsanwälte
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Bleichstraße 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 796 074 DE-C1- 4 440 553
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WO-A2-02/36061
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitz- und/oder Liegemöbel, insbesondere Sessel, Sofa,
Liege oder Bett, mit einem Gestell und wenigstens einem Anbauteil, wobei das Anbauteil
über wenigstens eine Montageeinheit umfassend wenigstens zwei separate Verbindungen
mit dem Gestell verbunden ist, wobei die erste Verbindung eine Steckverbindung ist,
wobei das Anbauteil im eingesteckten Zustand gegenüber dem Gestell schwenkbar gehalten
ist.
[0002] Sitzmöbel und Liegemöbel werden meist aus einer Reihe vorkonfektionierter Bauteile
gefertigt, um den Fertigungsaufwand zu verringern. Dabei weisen die Sitzmöbel und
Liegemöbel typischerweise ein strukturgebendes und zur Festigkeit beitragendes Gestell
auf, an dem weitere Bauteile, sogenannte Anbauteile, montiert werden. Als Gestell
kommen dabei sowohl sehr einfach gestaltete Rahmen als auch Funktionsbeschläge sowie
Schwenkbeschläge in Frage, wenn das Sitzmöbel oder das Liegemöbel zwischen unterschiedlichen
Stellungen verstellbar ist, um dem Benutzer des Sitzmöbel mehrere bequeme Positionen
offerieren zu können.
[0003] Dabei kann es sich bei dem Sitzmöbel oder dem Liegemöbel beispielsweise um einen
Sessel, ein Sofa, eine Liege oder ein Bett handeln. Als Anbauteile kommen beispielsweise
eine Rückenlehne, ein Sitz, ein Fußteil, eine Armlehne oder ein Seitenteil in Frage.
Jedes dieser Anbauteile kann bedarfsweise verstellbar ausgebildet sein und zwar entweder
separat oder gemeinsam mit wenigstens einem weiteren Anbauteil.
[0004] Ein Sitzmöbel der eingangs genannten Art ist aus der
DE 44 40 553 C1 bekannt. Ein weiteres Sitzmöbel ist beispielsweise aus der
DE 101 17 820 A1 bekannt. Bei diesem Sitzmöbel kann die Rückenlehne bei der Montage des Sitzmöbels
in ein Gestell eingesteckt werden. Dabei werden auf jeder Seite der Rückenlehne zwei
separate Verbindungen zwischen der Rückenlehne und dem Gestell geschlossen. Hierfür
weist das Gestell auf jeder Seite der Rückenlehne zwei Schlitze auf, in die Rollen
der Rückenlehne eingeführt werden können. Die Rollen werden nacheinander eingeführt.
Zunächst wird auf jeder Seite eine Rolle in einen korrespondierenden Schlitz eingeführt
und die Rückenlehne sodann soweit verschwenkt, bis auch die beiden weiteren Rollen
in Eingriff mit den übrigen Schlitzen geraten.
[0005] Auf diese Weise sind aufwendige Schraubverbindungen bei der Montage der Rückenlehne
entbehrlich. Allerdings bedarf es eines hohen Maßes an Fingerspitzengefühl und Erfahrung,
um die Rückenlehne auf die beschriebene Weise zu montieren. Im Ergebnis besteht daher
weiter Bedarf an einer Vereinfachung der Endmontage von Sitz- und/oder Liegemöbeln,
um den Kostenaufwand für die Montage von Sitz- und/oder Liegemöbeln insgesamt weiter
zu verringern.
[0006] Diese Aufgabe ist bei einem Sitz- und/oder Liegemöbel nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 durch die Merkmale des Kennzeichens von Anspruch 1 gelöst.
[0007] Demnach wird bei der Montage des Sitzmöbels und/oder Liegemöbels zunächst die erste
Verbindung zwischen dem Anbauteil und dem Gestell hergestellt. Bei dieser Verbindung
handelt es sich zudem um eine Steckverbindung. Eine solche Verbindung lässt sich einfach,
schnell und kostengünstig herstellen. Dabei ist es bevorzugt, wenn ein hierfür vorgesehener
Abschnitt des Anbauteils in einen dafür ausgebildeten Abschnitt des Gestells eingesteckt
wird, um die Montage des Anbauteils zu vereinfachen. Alternativ oder zusätzlich ist
aber auch das Gegenteil denkbar. Durch die erste Verbindung sind zudem das Anbauteil
und das Gestell wenigstens bedingt gegeneinander ausgerichtet, was die weitere Montage
des Anbauteils vereinfacht.
[0008] Die erste Verbindung ist so ausgebildet, dass sie ein Verschwenken zum Schließen
der zweiten Verbindung erlaubt. Weiter vorzugsweise wird eine definierte Anlage des
Anbauteils am Gestell durch die erste Verbindung bereitgestellt, so dass ein definiertes
Verschwenken der ersten Verbindung sichergestellt werden kann. Die erste Verbindung
ist daher insbesondere formschlüssig ausgebildet.
[0009] Durch das Verschwenken der ersten Verbindung, also insbesondere ein Verschwenken
des Anbauteils gegenüber dem Gestell um die erste Verbindung herum, kann dann die
zweite Verbindung geschlossen werden. Die erste Verbindung kann hierfür eine Schwenkachse
zur Verfügung stellen und zudem der Führung des Anbauteils zum Herstellen der zweiten
Verbindung dienen. Dabei kann die erste Verbindung so ausgebildet sein, dass sich
die zweite Verbindung beim Verschwenken der ersten Verbindung in die richtige Richtung
zwangsweise findet. Die zweite Verbindung kann also durch die erste Verbindung in
geeigneter Weise ausgerichtet sein, so dass die zweite Verbindung problemlos geschlossen
werden kann.
[0010] Die zweite Verbindung ist als Rastverbindung ausgebildet und weist demzufolge eine
Rastnase und eine Hinterschneidung auf. Im verbundenen Zustand der zweiten Verbindung
hintergreift die Rastnase die Hinterschneidung und verhindert so durch einen entsprechenden
Formschluss das versehentliche Trennen der zweiten Verbindung. Das Verrasten der zweiten
Verbindung wird durch das Verschwenken der ersten Verbindung herbeigeführt. Die erste
Verbindung wird dabei soweit verschwenkt, dass die Rastnase hinter der Hinterschneidung
verrastet. Nachdem die Rastnase hinter der Hinterschneidung eingerastet ist, wird
durch den sich dadurch ausbildenden Formschluss ein Zurückverschwenken der ersten
Verbindung verhindert.
[0011] Das Anbauteil und das Gestell sind nach dem Schließen der ersten und der zweiten
Verbindung unverlierbar miteinander verbunden. Zudem sind die durch die Verbindungen
aufnehmbaren Kräfte so hoch, dass ein versehentliches Trennen von Anbauteil und Gestell
beim bestimmungsgemäßen Betrieb des Sitzmöbels und/oder des Liegemöbels verhindert
wird.
[0012] Bei einer ersten bevorzugten Ausgestaltung des Sitzmöbels und/oder Liegemöbels bildet
die Steckverbindung der ersten Verbindung im eingesteckten Zustand in wenigstens zwei
senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen einen Formschluss. Auf diese Weise kann
eine definierte Positionierung des Anbauteils gegenüber dem Gestell bereitgestellt
werden, die ein definiertes Verschwenken der ersten Verbindung ermöglicht. Dies gilt
umso mehr, wenn zudem ein Formschluss in einer weiteren Richtung besteht, die entgegengesetzt
zu einer der übrigen Richtungen verläuft. Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn
der Formschluss in einer Einsteckrichtung besteht. Dabei ist die Einsteckrichtung
durch die oder eine Richtung gegeben, in der zum Schließen der ersten Verbindung das
Anbauteil in das Gestell eingesteckt wird oder umgekehrt. Durch den Formschluss wird
ein weiteres Einstecken verhindert und dem Monteur angezeigt, dass die erste Verbindung
etabliert ist. Um eine definierte gegenseitige Positionierung von Anbauteil und Gestell
sicherzustellen, bietet es sich weiter an, wenn der Formschluss auch in zwei Richtungen
existiert, die senkrecht zur Einschubrichtung und einander entgegengesetzt verlaufen.
Um einen allzu losen Sitz des Anbauteils gegenüber dem Gestell zu vermeiden, kann
das Anbauteil in wenigstens zwei dieser Richtungen am Gestell anliegen und/oder umgekehrt.
[0013] Bei dem Anbauteil handelt es sich um einen Sitz, ein Fußteil, eine Armlehne oder
ein Seitenteil des Sitzmöbels und/oder Liegemöbels. Die Montage dieser Anbauteile
kann nämlich nur bedingt vorkonfiguriert werden. Zudem ist die Montage dieser Anbauteile
verhältnismäßig aufwendig. Alternativ oder zusätzlich kann das wenigstens eine Anbauteil
an einem Sitzrahmen und/oder einem Schwenkbeschlag des Gestells festgelegt sein. Dies
ermöglicht eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Einstellbarkeit des Sitzmöbels
und/oder Liegemöbels.
[0014] Um eine hohe Stabilität des Anbauteils zu erreichen und ein Kippen desselben zu verhindern,
ist es bevorzugt, wenn das Anbauteil über zwei Montageeinheiten mit dem Gestell verbunden
ist. Dabei sind die beiden Montageeinheiten vorzugweise an gegenüberliegenden Seiten
des Anbauteils und/oder des Gestells vorgesehen.
[0015] Einfach in der Herstellung und leicht zu fügen ist es, da die erste Verbindung eine
Aufnahme und ein formschlüssig in der Aufnahme aufgenommenes Stiftelement umfasst.
Die Aufnahme kann dabei der Einfachheit halber nach Art eines Schlitzes ausgebildet
sein. Alternativ oder zusätzlich kann bei einer einfachen Ausgestaltung der ersten
Verbindung das Stiftelement als eine Art Bolzen ausgebildet sein. Das Stiftelement
kann aber auch abweichend dazu ausgebildet sein. Bevorzugt ist es jedoch, wenn das
Stiftelement mehr oder weniger problemlos zum Verschwenken der ersten Verbindung,
insbesondere in der Aufnahme, drehbar gehalten ist, und zwar vorzugsweise bevor die
zweite Verbindung geschlossen ist. Die zweite Verbindung verhindert nämlich vorzugsweise
das Schwenken oder Drehen des Stiftelements, so dass das Anbauteil fest am Gestell
gehalten ist.
[0016] Einfach und zweckmäßig ist es, da die Aufnahme nutförmig ausgebildet ist. Dies erleichtert
bedarfsweise auch das Einstecken eines Stiftelements in Form eines Federelements des
Anbauteils und/oder des Gestells in die nutförmige Aufnahme. Die Aufnahme kann dabei
einen Nutgrund aufweisen, der ein weiteres Einstecken verhindert und dem Monteur anzeigt,
dass sich die erste Verbindung im eingesteckten Zustand befindet. Um das Einstecken
weiter zu vereinfachen, kann sich die Aufnahme in Richtung des Bodens bzw. des Nutgrunds
der Aufnahme verjüngen. Einleitend wird also ein leichtes Einstecken ermöglicht, ohne
dass eine übermäßig exakte Positionierung erfolgen muss. Im Bereich des Nutgrunds
kann so aber gleichzeitig eine exakte zwangsweise Positionierung von Anbauteil und
Gestell erreicht werden.
[0017] Eine einfache Bereitstellung der ersten Verbindung kann auch dadurch erreicht werden,
dass die Aufnahme durch einen Hakenabschnitt des Gestells oder des Anbauteils gebildet
wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Aufnahme am Anbauteil vorgesehen
ist. Dann kann der Einfachheit halber das Stiftelement am Gestell vorgesehen sein,
wobei der Hakenabschnitt das Stiftelement umgreifen kann. Wenn der Hakenabschnitt
und/oder das Stiftelement eine gewisse Elastizität bereitstellt, kann der Hakenabschnitt
beim Umgreifen des Stiftelements mit diesem verrasten.
[0018] Zur Stabilisierung der zweiten Verbindung und der präziseren Positionierung des Anbauteils
bietet es sich an, wenn die zweite Verbindung im verrasteten Zustand wenigstens in
zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen einen Formschluss bildet. Ein Formschluss
kann dabei durch die Verrastung zwischen der Rastnase und der Hinterschneidung gebildet
werden. Es kann dann nicht nur ein Zurückschwenken der ersten Verbindung verhindert,
sondern auch ein versehentliches Verschiebung des Anbauteils in wenigstens einer Richtung
senkrecht dazu.
[0019] Um auch bei sehr unterschiedlichen Beanspruchungen der ersten Verbindung und der
zweiten Verbindung eine dauerhaft stabile Positionierung des Anbauteils gegenüber
dem Gestell sicherstellen zu können, können die erste Verbindung und die zweite Verbindung
in drei senkrecht aufeinander stehenden Raumrichtungen jeweils wenigstens einen Formschluss
bilden. Das Anbauteil kann dann jedenfalls nur begrenzt in eine beliebige Raumrichtung
verschoben werden, ohne dass ein weiteres Verschieben durch einen entsprechenden Formschluss
blockiert würde. Bedarfsweise kann alleine die erste Verbindung oder die zweite Verbindung
einen Formschluss in alle drei senkrecht zueinander stehenden Raumrichtungen aufweisen.
Zwingend erforderlich ist dies jedoch nicht. Es kann aber sehr wohl zu einer besseren
Arretierung des Anbauteils führen, wenn die erste Verbindung und die zweite Verbindung
in wenigstens einer Raumrichtung einen Formschluss bilden. Auf diese Weise kann eine
doppelte Absicherung erreicht und können zudem höhere Kräfte aufgenommen werden.
[0020] Alternativ oder zusätzlich kann die wenigstens eine Montageeinheit ein Verbindungselement
mit der Aufnahme der ersten Verbindung und der Hinterschneidung der zweiten Verbindung
aufweisen. Die Aufnahme und die Hinterschneidung können somit in einem Bauteil zusammengeführt
werden, um den konstruktiven Aufwand zu senken. Zu diesem Zweck ist es besonders bevorzugt,
wenn das Verbindungselement einteilig ausgebildet ist. Noch einfacher und kompakter
kann es sein, wenn das Verbindungselement einstückig ausgebildet ist. In diesem Zusammenhang
kann das Verbindungselement der Einfachheit halber als ein Flachprodukt oder Flachprofil,
insbesondere ein metallisches Flachprodukt, wie ein Stahlblech, ausgebildet sein.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann das Verbindungselement in einer Aufnahme einer weiteren
Verbindungseinheit aufgenommen sein. Die weitere Verbindungseinheit kann dann ebenfalls
konstruktiv einfach und kompakt ausgebildet sein. Um weitere Bauteile einzusparen,
können die erste Verbindungseinheit und die zweite Verbindungeinheit gemeinsam die
erste Verbindung und die zweite Verbindung bilden. Eine einfache Fertigung der weiteren
Verbindungseinheit und eine gute Verbindbarkeit mit der ersten Verbindungseinheit
kann erreicht werden, wenn die zweite Verbindungeinheit aus Kunststoff gebildet ist.
Dann kann weiter vorzugweise aufgrund der Elastizität des Kunststoffs die zweite Verbindungseinheit
die Rastnase aufweisen, was die Verrastung der Rastnase mit der Hinterschneidung vereinfacht.
[0022] Grundsätzlich kann die Rastnase der zweiten Verbindung jedoch derart vorgesehen sein,
dass die Rastnase beim Schließen der ersten Verbindung gegen eine Rückstellkraft aus
einer Ausgangsstellung verschoben und/oder verschwenkt wird. Die Rastnase kann also
so vorgesehen sein, dass durch Annäherung des Anbauteils und des Gestells beim Einstecken
des Anbauteils in das Gestell und/oder umgekehrt die Rastnase zwangsweise ausgelenkt
wird. Die dabei aufgeprägte Rückstellkraft sorgt dann dafür, dass die Rastnase ohne
weiteres Zutun hinter der Hinterschneidung einrastet, wenn die zweite Verbindung geschlossen
wird.
[0023] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen werden, dass die Rastnase der zweiten
Verbindung derart vorgesehen ist, dass die Rastnase beim Verschwenken der ersten Verbindung
zum Schließen der zweiten Verbindung gegen eine Rückstellkraft aus einer Ausgangsstellung
verschoben und/oder verschwenkt wird. Die Rastnase kann also so vorgesehen sein, dass
durch das gegenseitige Verschwenken von Anbauteil und Gestell bei geschlossener erster
Verbindung und/oder im eingesteckten Zustand der ersten Verbindung zwangsweise eine
Auslenkung der Rastnase bewirkt wird, die zu einer Vorspannung führt. Die entsprechende
Rückstellkraft sorgt dann dafür, dass die Rastnase ohne weiteres Zutun hinter der
Hinterschneidung einrastet, wenn die erste Verbindung weit genug verschwenkt wurde,
d.h. wenn die zweite Verbindung geschlossen wird.
[0024] Damit die zweite Verbindung einfach und schnell gefügt werden kann, kann die zweite
Verbindung wenigstens zwei korrespondierende Führungsflächen aufweisen. Die Führungsflächen
können jedenfalls bei nicht zufriedenstellender Ausrichtung von Anbauteil und Gestell
in Anlage aneinander kommen und beim Fügen der zweiten Verbindung aneinander abgleiten,
jedenfalls vor dem Hinterrasten der Hinterschneidung durch die Rastnase. Die Führungsflächen
sind dabei insbesondere so aufeinander abgestimmt, dass das Abgleiten der Führungsflächen
aneinander beim Fügen der zweiten Verbindung zu einer verbesserten Ausrichtung von
Anbauteil und Gestell führt. So kann sichergestellt werden, dass die zweite Verbindung
auch bei einleitend mangelhafter Ausrichtung problemlos gefügt werden kann.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- ein erstes erfindungsgemäßes Sitzmöbel mit einem Gestell und einem noch nicht mit
dem Gestell verbundenen Anbauteil in einer schematischen und perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2
- das Sitzmöbel aus Fig. 1 mit einer ersten Verbindung zwischen dem Anbauteil und dem
Gestell in einer Schnittansicht entlang eines vertikalen Längsschnitts,
- Fig. 3
- das Sitzmöbel aus Fig. 1 in der Darstellung gemäß Fig. 2 mit einer ersten und einer
zweiten Verbindung zwischen dem Anbauteil und dem Gestell,
- Fig. 4
- ein zweites erfindungsgemäßes Sitzmöbel mit einem Gestell und einem noch nicht mit
dem Gestell verbundenen Anbauteil in einer schematischen und perspektivischen Darstellung
- Fig. 5
- das Sitzmöbel aus Fig. 4 mit einer ersten Verbindung zwischen dem Anbauteil und dem
Gestell in einer seitlichen Schnittansicht,
- Fig. 6
- das Sitzmöbel aus Fig. 4 in der Darstellung gemäß Fig. 5 mit einer ersten und einer
zweiten Verbindung zwischen dem Anbauteil und dem Gestell,
- Fig. 7A-B
- ein drittes erfindungsgemäßes Sitzmöbel mit einem Gestell und zwei Anbauteilen in
einer perspektivischen Darstellung und einer Seitenansicht,
- Fig. 8A-B
- ein viertes erfindungsgemäßes Sitzmöbel mit einer ersten Verbindung zwischen einem
Anbauteil und einem Gestell schematisch in einer perspektivischen Darstellung und
einer seitlichen Schnittansicht,
- Fig. 9
- das Sitzmöbel aus Fig. 8 mit einer ersten und einer zweiten Verbindung zwischen dem
Anbauteil und dem Gestell in einer seitlichen Schnittansicht und
- Fig. 10A-E
- alternative Ausgestaltungen einer zweiten Verbindung zwischen dem Anbauteil und dem
Gestell.
[0026] In der Fig. 1 ist ein Detail eines Sitzmöbels 1 in Form eines Sessels schematisch
dargestellt. Dabei ist sowohl die Polsterung des Sitzmöbels 1 als auch die Rückenlehne
des Sitzmöbels 1 vernachlässigt worden. Dargestellt ist insbesondere ein Gestell 2,
das dem Sitzmöbel 1 Struktur und Halt gibt, zwei Seitenteile 3 und ein Anbauteil 4
in Form eines Sitzes. Das Gestell 2 ist zu beiden Seiten an den Seitenteilen 3 festgelegt
und umfasst einen Schwenkbeschlag 5 zum Verschwenken des Sitzmöbels 1, so dass der
Benutzer des Sitzmöbels 1 mehrere bequeme Positionen auf dem Sitzmöbel 1 einnehmen
kann.
[0027] Dabei umfasst das Gestell 2 zwei seitliche Verbindungselemente 6 in Form von Schienen
zur Montage des Anbauteils 4 in Form des Sitzes. Das Anbauteil 4 umfasst seinerseits
einen umlaufenden Rahmen 7, der auf den Verbindungselementen 6 montiert werden kann.
Hierzu ist an beiden Seiten des Gestells 2 jeweils ein Montageabschnitt 8 vorgesehen,
der zwei Verbindungen 9,10 bereitstellt. Beim dargestellten und insoweit bevorzugten
Sitzmöbel 1 ist die erste Verbindung 9 der Rückseite des Anbauteils 4 und die zweite
Verbindung 10 der Vorderseite des Anbauteils 4 in Form des Sitzes zugeordnet.
[0028] In der Fig. 2 ist das Sitzmöbel 1 in einer Schnittansicht mit einem teilmontierten
Anbauteil 4 mit einem Polster 11 dargestellt. Die erste Verbindung 9 ist bereits geschlossen,
während die zweite Verbindung 10 noch unverbunden ist. Die erste Verbindung 9 wird
durch eine Steckverbindung umfassend ein Stiftelement 12 und einen Hakenabschnitt
13 gebildet, wobei der Hakenabschnitt 13 auf das Stiftelement 12 aufgesteckt werden
kann. Anders ausgedrückt wird das Stiftelement 12 in der Hakenabschnitt 13 eingesteckt.
Der Hakenabschnitt 13 weist eine Öffnung auf, die in vertikaler Richtung etwa der
vertikalen Erstreckung des Stiftelements 12 entspricht. Die erste Verbindung 9 ist
in dieser Richtung folglich im Wesentlichen spielfrei. Sowohl nach oben als auch unten
bildet die erste Verbindung 9 einen Formschluss zwischen dem Stiftelement 12 und dem
Hakenabschnitt 13. Dieser Formschluss lässt jedoch noch ein Verschwenken der ersten
Verbindung 9 zu. Dabei wird beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel
1 das Anbauteil 4 um das Stiftelement 12 geschwenkt. Auf diese Weise kann das vordere
Ende des Anbauteils 4 nach unten in Richtung des Gestells 2 verschwenkt werden.
[0029] Durch die Aufnahme des Stiftelements 12 im Hakenabschnitt 13 jeweils der ersten Verbindung
9 wird auch ein Formschluss in horizontaler Richtung nach vorne geschaffen. Der Hakenabschnitt
13 bildet dabei eine Aufnahme 14 in Form einer Nut, wobei das Stiftelement 12 formschlüssig
am Nutgrund anliegt. Auf diese Weise wird eine Ausrichtung des Anbauteils 4 in horizontaler
Richtung erreicht. Wird das vordere Ende des Anbauteils 4 um die erste Verbindung
9 nach unten geschwenkt, gelangt eine Rastnase 15 in das korrspondierende Verbindungselement
6 in Form einer Schiene. Dadurch wird die Rastnase 15 nach innen gedrückt und gleitet
innen am Verbindungselement 6 ab, bis die Rastnase 15 die Hinterschneidung 16 der
zweiten Verbindung 10 erreicht und sodann hinter die Hinterschneidung 16 der zweiten
Verbindung 10 hintergreift. Somit rastet die Rastnase 15 formschlüssig hinter der
Hinterschneidung 16 ein und die zweite Verbindung 10 wird geschlossen, wie dies in
der Fig. 3 dargestellt ist.
[0030] Parallel dazu greifen beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1 weitere
Elemente 17 der zweiten Verbindung 10 des Verbindungselements 18 des Anbauteils 4
in das Verbindungselement 6 des Gestells 2 in Form der Schiene ein, um einen Formschluss
jeweils in Richtung zu den Seiten des Sitzmöbels 1 zu bilden. Zudem sitzen die entsprechenden
Elemente 17 des Verbindungselements 18 des Anbauteils 4 im verrasteten Zustand der
zweiten Verbindung 10 auf dem Verbindungselement 6 des Gestells 2 auf. Mithin wird
durch die zweite Verbindung 10 ein Formschluss vertikal nach unten und horizontal
zu beiden Seiten erreicht. Über das Eingreifen der Rastnase 15 in die Hinterschneidung
16 wird zudem ein Formschluss in vertikaler Richtung nach oben und in horizontaler
Richtung nach vorne und nach hinten bereitgestellt.
[0031] Dagegen bildet die erste Verbindung 9 einen Formschluss in einer vertikalen Richtung
nach oben, in einer vertikalen Richtung nach unten und in einer horizontalen Richtung
nach vorne. In diesem Zusammenhang werden vorliegend der besseren Verständlichkeit
halber die Begriffe horizontal und vertikal verwendet, und zwar unter der Voraussetzung,
dass das Sitzmöbel 1 auf einem horizontalen und ebenen Untergrund aufsteht. Die Richtungen
horizontal und vertikal können vorliegend also in gewissen Grenzen als relativ angesehen
werden. Dies reicht aber aus, um die entsprechenden Richtungen eindeutig voneinander
zu unterscheiden. Außerdem stehen die entsprechenden Raumrichtungen vorzugsweise senkrecht
aufeinander.
[0032] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel sind die dem Anbauteil 4 zugeordneten
Verbindungselemente 18,19 der ersten Verbindung 9 und der zweiten Verbindung 10 aus
Kunststoff gefertigt. Die dem Gestell 2 zugeordneten Verbindungselemente 6 der ersten
und der zweiten Verbindung 9,10 sind dagegen aus Metall gefertigt. In diesem Zusammenhang
ist auch zu beachten, dass die Verbindungelemente 6 des Gestells 2 nicht als durchgängige
Schienen ausgebildet sein müssen. Die Verbindungelemente 6 können auch mehrteilig
und separat voneinander vorgesehen sein.
[0033] In der Fig. 4 ist ein Sitzmöbel 21 in Form eines Sessels dargestellt, das zwei Seitenteile
22, einen Sitz 23, eine Rückenlehne 24 und ein in Wesentlichen unterhalb des Sitzes
23 angeordnetes Gestell 25 aufweist. Das Gestell 25 ist an den beiden Seitenteilen
22 festgelegt und trägt den Sitz 23 und die Rückenlehne 24. Das Gestell 25 umfasst
auch einen Schwenkbeschlag 26, über den ein weiteres Anbauteil 27 des Sitzmöbels 21
in Form eines Fußteils von einer nach unten geschwenkten Nichtgebrauchsstellung in
eine nach oben geschwenkte Gebrauchsstellung verstellt werden kann. Das Anbauteil
27 ist über zwei Montageeinheiten 28,29 zu beiden Seiten des Anbauteils 27 an dem
Schwenkbeschlag 26 festgelegt.
[0034] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 21 weisen der Schwenkbeschlag
26 und das Gestell 25 hierzu korrespondierende Verbindungselemente 30 auf, die jeweils
gemeinsam zwei Verbindungen 31,32 bereitstellen. Das am Schwenkbeschlag 26 vorgesehene
Verbindungselement 30 ist aus einem Flachstahl gebildet und weist eine Aufnahme 33
einer ersten Verbindung 31 und eine Hinterschneidung 34 einer zweiten Verbindung 10
auf. Die Aufnahme 33 ist dabei nutförmig ausgebildet. Zudem grenzt ein Hakenabschnitt
35 an die Aufnahme 33 an. Die nutförmige Aufnahme 33 weist in Richtung des Nutgrunds
sich verjüngende Nutflanken 36 bzw. Flanken der Aufnahme 33 auf, in die ein Federelement
37 des korrespondierenden Verbindungselements 28,29 des Anbauteils 27 eingreifen kann.
[0035] Dazu wird, wie in der Fig. 5 dargestellt, das Verbindungselement 30 des Gestells
25 in eine Aufnahme 38 des Verbindungselements 28 des Anbauteils 27 eingesteckt, bis
das Federelement 37 gegen den Boden bzw. den Nutgrund der Aufnahme 33 stößt. Sodann
kann das Verbindungselement 28 des Anbauteils 27 um die erste Verbindung 31 verschwenkt
werden. Das Federelement 37 bleibt dabei in Anlage am Nutgrund der Aufnahme 33 des
Gestells 25 und positioniert die Verbidnungselemente 30,28 gegeneinander, so dass
die Rastnase 39 des Verbindungselements 28,29 des Anbauteils 27 bei hinreichender
Verschwenkung um die erste Verbindung 31 die Hinterschneidung 34 hintergreift und
mit dieser verrastet.
[0036] Das Verbindungselement 28,29 des Anbauteils 27 ist aus Kunststoff gefertigt und so
ausgebildet, dass das Verbindungselement 30 des Gestells 25 während des Verschwenkens
um die erste Verbindung 9 in der schlitzförmigen Aufnahme 38 geführt wird. Dabei kann
das Verbindungselement 30 des Gestells 25 auf unterschiedliche Weisen in die Aufnahme
38 des Verbindungselements 28,29 des Anbauteils 27 eingesteckt werden. Dies kann so
erfolgen, dass das Verbindungselement 30 des Gestells 25 bereits beim Einstecken in
die Aufnahme 38 des Anbauteils 30 die Rastnase 39 zur Seite drängt. Das Verbindungselement
30 des Gestells 25 kann aber auch erst beim Verschwenken um die erste Verbindung 31
gegen die Rastnase 39 stoßen und diese zur Seite drängen. In beiden Fällen wirkt auf
die Rastnase 39 eine Rückstellkraft, die dafür sorgt, dass die Rastnase 39 die Hinterschneidung
34 hintergreift, wenn das Verbindungselement 30 des Gestells 25 ganz in die Aufnahme
38 des Anbauteils 28,29 eingeschwenkt worden ist.
[0037] Die in der Fig. 6 im gefügten Zustand dargestellte zweite Verbindung 32 bildet neben
der Rastverbindung und dem Formschluss gegenüber einem Herausziehen des Verbindungselements
30 des Gestells 25 aus dem Verbindungselement 28,29 des Anbauteils 27 noch einen Formschluss
in einer Richtung senkrecht dazu aus. Dazu weist das Verbindungselement 28,29 des
Anbauteils 27 einen Anschlag 40 für das Verbindungselement 30 des Gestells 25 auf.
In die entgegengesetzte Richtung bildet die Anlage des Federelements 37 am Nutgrund
der Aufnahme 33 des Verbindungselements 30 des Gestells 25 einen Formschluss. Zudem
bildet die dem Anbauteil 27 zugewandte Flanke 36 der Aufnahme 33 des Verbindungselements
30 des Gestells 25 mit dem in der Aufnahme 33 aufgenommenen Federelement 37 einen
Formschluss in einer Richtung senkrecht dazu. Durch das im Wesentlichen passgenaue
Eingreifen des Verbindungselements 30 des Gestells 25 in das Verbindungelement 28,29
des Anbauteils 27 wird auch ein Formschluss in die beiden Querrichtungen, das bedeutet
in Richtung der Seitenteile 22 des Sitzmöbels 21, bereitgestellt.
[0038] Bei dem in den Fig. 7A-B dargestellten Sitzmöbel 41 sind zwei Anbauteile 27 in Form
von Fußteilen dargestellt, die über die zuvor bereits beschriebenen Verbindungselemente
28,29,30 mit dem Gestell 25 verbunden werden können. Dies geschieht zudem auf die
ebenfalls zuvor beschriebene Weise, weshalb dies im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 7A-B nicht erneut im Einzelnen erläutert wird.
[0039] In den Fig. 8A-B ist ein Detail eines Sitzmöbels 51 schematisch dargestellt. Insbesondere
ist bei diesem Sitzmöbel 51 die Polsterung weggelassen worden. Zudem ist nur ein Teil
der rechten hinteren Seite des Sitzmöbels 51 mit einem Seitenteil 52 und der Anbindung
eines Anbauteils 53 in Form einer Rückenlehne an ein Gestell 54 des Sitzmöbels 51
dargestellt, das sich beim insoweit bevorzugten Sitzmöbel 51 an den beiden Seitenteilen
52 abstützt. Der Anbindung des Anbauteils 53 an das Gestell 54 des Sitzmöbels 51 dient
eine Montageeinheit 55, die in gleicher Weise an dem nicht dargestellten Seitenteil
vorgesehen ist. Die Montageeinheit 55 umfasst ein Verbindungselement 56 des Gestells
54 und ein Verbindungselement 57 des Anbauteils 53, die beide zusammen eine erste
Verbindung 58 und eine zweite Verbindung 59 bereitstellen. Die erste Verbindung 58
ist eine Steckverbindung, die durch Aufstecken des Verbindungselements 57 des Anbauteils
53 auf das Verbindungselement 56 des Gestells 54 geschlossen wird. Dazu weist das
Verbindungselement 56 des Gestells 54 eine nutförmige Aufnahme 60 auf, in die ein
Stiftelement 61 des Verbindungselements 57 des Anbauteils 53 in Form einer Querstrebe
formschlüssig eingeschoben werden kann, und zwar bis das Stiftelement 61 in Anlage
an einen Boden der Aufnahme 60 bzw. dem Nutgrund derselben gelangt.
[0040] Im eingesteckten Zustand besteht ein Formschluss zwischen dem Anbauteil 53 und dem
Verbindungselement 56 bzw. dem Gestell 54 in einer vertikalen Richtung nach unten,
einer horizontalen Richtung nach vorne sowie in einer horizontalen Richtung nach hinten.
Da sowohl der Nutgrund der Aufnahme 60 als auch das in der Aufnahme 60 aufgenommene
Stiftelement 61 abgerundet ausgebildet sind, kann das Anbauteil 53 um die erste Verbindung
58 verschwenkt werden, um auch die zweite Verbindung 59 zu schließen, bei der es sich
um eine Rastverbindung handelt.
[0041] In der Fig. 9 ist die zweite Verbindung 59 im geschlossenen Zustand dargestellt.
Das Verbindungselement 56 des Gestells 54 weist eine Rastnase auf 62, die eine Hinterschneidung
63 des Verbindungselements 57 des Anbauteils 53 hintergreifen kann, wenn das Anbauteil
53 um die erste Verbindung 58 weit genug nach hinten verschwenkt ist. Im verrasteten
Zustand wird dann ein Zurückverschwenken des Anbauteils 53 infolge des durch die Verrastung
bewirkten Formschlusses verhindert. Der Formschluss wirkt beispielsweise in einer
horizontalen Richtung nach hinten. Das Hintergreifen der Hinterschneidung 63 durch
die Rastnase 62 führt auch zu einem Formschluss in einer Richtung vertikal nach oben.
Zudem weisen die Verbindungselemente 56,57 von Anbauteil 53 und Gestell 54 Anschlagflächen
64,65 auf, die im verrasteten Zustand der zweiten Verbindung 59 aneinander anliegen
und so für einen Formschluss in einer horizontalen Richtung nach vorne sorgen. Ein
Formschluss in horizontaler Richtung nach links wird durch die Anlage der Verbindungselemente
56,57 im Bereich der ersten Verbindung 58 erreicht. Analog wird durch die zweite Montageeinheit
an dem anderen Seitenteil ein Formschluss in horizontaler Richtung nach rechts bereitgestellt.
Dieser ist folglich bei der dargestellten Montageeinheit 55 entbehrlich.
[0042] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 51 weist das Verbindungselement
57 des Anbauteils 53 im Bereich der zweiten Verbindung 59 eine geneigte Führungsfläche
67 auf, die eine zwangsweise Ausrichtung bewirkt, während diese an einer korrespondierenden
Führungsfläche 66 des Verbindungselements 56 des Gestells 54 im Bereich der zweiten
Verbindung 59 vorbeigeführt wird. Bei einer fehlerhaften Ausrichtung der Verbindungselemente
56,57 zueinander gelangen die Führungsflächen 66,67 aneinander in Anlage und gleiten
aneinander ab.
[0043] Das Verbinden des Anbauteils 53 mit dem Verbindungselement 56 bzw. mit dem Gestell
54 kann auch erfolgen, indem das Anbauteil 53 bzw. das Stiftelement 61 in Form des
Querträgers auf das Gestell 54 aufgesetzt wird, etwa auf die obere Fläche 68. Dann
kann das Anbauteil 53 verschoben werden, bis das Stiftelement 61 infolge der Schwerkraft
in die Aufnahme 60 des Gestells 54 gelangt. Auf diese Weise wird die erste Verbindung
58 geschlossen. Anschließend kann das Anbauteil 53 um die erste Verbindung 58 herum
geschwenkt werden. Bedarfsweise gelangen die Führungsflächen 66,67 in Anlage aneinander,
um das Anbauteil 53 auszurichten. Ein weiteres Verschwenken führt dann automatisch
zu einem Verrasten der Rastnase 62 und der Hinterschneidung 63 der zweiten Verbindung
59 in Form einer Rastverbindung.
[0044] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 51 ist die Rastnase 62 federbelastet
durch das Federmittel 69. Die Rastnase 62 wird beim Schließen der zweiten Verbindung
59 vom Verbindungelement 57 des Anbauteils 53 untergriffen und somit nach oben angehoben,
und zwar gegen die Rückstellkraft des Federelements 69. Anschließend gelangt die Rastnase
62 infolge der Rückstellkraft des Federmittels 69 in die Hinterschneidung 63 des Verbindungelements
57 des Anbauteils 53. Durch Anheben der Rastnase 62 gegen die Rückstellkraft des Federmittels
69 und Zurückverschwenken des Anbauteils 53 kann die zweite Verbindung 59 wieder getrennt
werden.
[0045] In den Fig. 10A-E sind alternative Ausgestaltungen der zweiten Verbindung 59 in Form
einer Rastverbindung zwischen dem Anbauteil 53 und dem Gestell 54 dargestellt. Der
Einfachheit halber werden dabei für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet.
Bei der Rastverbindung gemäß Fig. 10A wird die Rastnase 62 an dem Verbindungselement
56 des Gestells 54 durch das vorbeigleitende Verbindungselement 57 des Anbauteils
53 gegen die Rückstellkraft eines Federelements 69 nach unten ausgelenkt. Wenn sich
die Hinterschneidung 63 des Verbindungselements 57 über der Rastnase 62 in Form eines
Stifts oder Bolzens befindet, rastet die Rastnase 62 in die Hinterschneidung 63 ein.
Grundsätzlich könnte auch das Verbindungselement des Anbauteils federbelastet sein,
so dass das Verbindungselement des Anbauteils und nicht die Rastnase des Verbindungselements
des Gestells ausgelenkt werden muss. Im Übrigen kann die Rastnase auch am Verbindungselement
des Anbauteils und die Hinterschneidung am Verbindungselement des Gestells vorgesehen
sein.
[0046] In den Fig. 10B-C ist eine Rastnase 62 dargestellt, die in einem Bolzen 70 gehalten
ist. Wird der Bolzen 70 durch eine Öffnung 71 im Verbindungselement 56 des Gestells
54 geführt, so kann die Rastnase 62 gegen die Rückstellkraft eines Federmittels 69
in den Bolzen 70 hineingedrückt werden. Hinter der Öffnung 71 wird die Rastnase 69
infolge der Rückstellkraft des Federelements 69 wieder aus dem Bolzen 70 herausgedrückt,
wodurch die Verrastung der zweiten Verbindung 59 erreicht wird.
[0047] Bei dem in den Fig. 10D-E dargestellten Ausführungsbeispiel einer zweiten Verbindung
59 kann die Rastnase 62 um eine Schwenkachse 72 und gegen eine Rückstellkraft eines
Federmittels 69 geschwenkt werden. Dies erfolgt, indem das korrespondierende Verbindungselement
57 beim Schließen der zweiten Verbindung 59 gegen die Rastnase 62 drückt. Durch das
Verschwenken gelangt die Rastnase 62 in eine Position in der die Rastnase 62 erneut
außer Eingriff mit dem korrespondierenden Verbindungselement 57 gelangt und zurückschwenkt,
um so eine Hinterschneidung 63 des korrespondierenden Verbindungselements 57 zu hintergreifen
und mit diesem einen entsprechenden Formschluss zu bilden.
1. Sitzmöbel (1,21,41) und/oder Liegemöbel mit einem Gestell (2,25) und wenigstens einem
Anbauteil (4,27) in Form eines Sitzes, eines Fußteils, einer Armlehne oder eines seitlich
einer Rückenlehne angeordneten Seitenteils, wobei das Anbauteil (4,27) über wenigstens
eine Montageeinheit (28,29) umfassend wenigstens zwei separate Verbindungen (9,10,31,32)
mit dem Gestell (2,25) verbunden ist, wobei die erste Verbindung (9,31) eine Steckverbindung
ist, wobei die zweite Verbindung (10,32) eine Rastverbindung mit einer Rastnase (15,39)
und einer von der Rastnase (15,39) hintergriffenen Hinterschneidung (16,34) ist und
wobei die Rastnase (15,39) und die Hinterschneidung (16,34) der zweiten Verbindung
(10,32) durch ein Verschwenken der ersten Verbindung (9,31) im eingesteckten Zustand
verrastbar sind und im verrasteten Zustand ein Zurückverschwenken der ersten Verbindung
(9,31) blockieren,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anbauteil (4,27) im eingesteckten Zustand gegenüber dem Gestell (2,25) schwenkbar
gehalten ist und dass die erste Verbindung (9,31) eine nutförmige Aufnahme (14,33)
und ein formschlüssig in der Aufnahme (14,33) aufgenommenes Stiftelement (12,37) umfasst.
2. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Verbindung (9,31) im eingesteckten Zustand in einer Einsteckrichtung und
wenigstens einer weiteren Richtung senkrecht zur Einsteckrichtung einen Formschluss
bildet.
3. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anbauteil (4,27,53) an einem Sitzrahmen und/oder einem Schwenkbeschlag (5,26)
des Gestells (2,25,54) festgelegt ist.
4. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anbauteil (4,27) über zwei Montageeinheiten (28,29) mit dem Gestell (2,25) verbunden
ist.
5. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Verbindung (9,31) eine längliche Aufnahme (14,33) und ein formschlüssig
in der Aufnahme (14,33) aufgenommenes Stiftelement (12,37) umfasst.
6. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Aufnahme (14,33) in Richtung des Bodens der Aufnahme (14,33) verjüngt.
7. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (14,33) durch einen Hakenabschnitt (13,35) des Gestells (2,25) oder
des Anbauteils (4,27) gebildet wird.
8. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Verbindung (10,32) im verrasteten Zustand wenigstens einen Formschluss
in einer Richtung senkrecht zu dem durch die Verrastung zwischen Rastnase (15,39)
und Hinterschneidung (16,34) gebildeten Formschluss aufweist.
9. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste und die zweite Verbindung (9,10,31,32) in drei senkrecht aufeinander stehenden
Raumrichtungen jeweils wenigstens einen Formschluss bilden.
10. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Montageeinheit (28,29) ein Verbindungselement (6,18,19,28,29,30)
umfassend die Aufnahme (14,33) der ersten Verbindung (9,31) und die Hinterschneidung
(16,34) der zweiten Verbindung (10,32) aufweist.
11. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (30) aus einem, vorzugsweise metallischen, Flachprofil ausgebildet
ist.
12. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (30) in einer Aufnahme (38) eines weiteren, vorzugsweise aus
Kunststoff gebildeten, Verbindungselements (28,29) aufgenommen ist und dass das Verbindungselement
(30) und das weitere Verbindungselement (28,29) die erste und die zweite Verbindung
(31,32) bilden.
13. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rastnase (39) der zweiten Verbindung (32) derart vorgesehen ist, dass die Rastnase
(39) beim Schließen der ersten Verbindung (31) gegen eine Rückstellkraft aus einer
Ausgangsstellung verschoben und/oder verschwenkt wird.
14. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rastnase (15,39) der zweiten Verbindung (10,32) derart vorgesehen ist, dass die
Rastnase (15,39) beim Verschwenken der ersten Verbindung zum Schließen der zweiten
Verbindung (10,32) gegen eine Rückstellkraft aus einer Ausgangsstellung verschoben
und/oder verschwenkt wird.
15. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Verbindung wenigstens zwei korrespondierende Führungsflächen zum gegenseitigen
Abgleiten aneinander vor dem Verrasten der zweiten Verbindung umfasst.
1. Seating furniture (1, 21, 41) and/or reclining furniture, comprising a frame (2, 25)
and at least one mounting part (4, 27) in the form of a seat, a foot part, an arm
rest or a side part arranged at the side of a backrest, the mounting part (4, 27)
being connected to the frame (2, 25) by means of at least one mounting unit (28, 29)
having at least two separate connections (9, 10, 31, 32), the first connection (9,
31) being a plug-in connection, the second connection (10, 32) being a snap connection
having a detent (15, 39) and an undercut (16, 34) behind which the detent (15, 39)
engages, and the detent (15, 39) and the undercut (16, 34) of the second connection
(10, 32) being able to be locked by pivoting the first connection (9, 31) in the plugged
in state and, when locked, blocking the first connection (9, 31) from being pivoted
back,
characterised in that
in the plugged in state, the mounting part (4, 27) is held pivotally with respect
to the frame (2, 25), and in that the first connection (9, 31) has a groove-shaped receiving portion (14, 33) and a
pin element (12, 37) which is received in the receiving portion (14, 33) in an interlocking
manner.
2. Seating and/or reclining furniture according to Claim 1,
characterised in that
in the plugged in state, the first connection (9, 31) forms an interlocking fit in
a plug-in direction and at least one additional direction which is perpendicular to
the plug-in direction.
3. Seating and/or reclining furniture according to either Claim 1 or 2,
characterised in that
the mounting part (4, 27, 53) is fixed to a seat frame and/or a pivot fitting (5,
26) of the frame (2, 25, 54).
4. Seating and/or reclining furniture according to any one of Claims 1 to 3,
characterised in that
the mounting part (4, 27) is connected to the frame (2, 25) by means of two mounting
units (28, 29).
5. Seating and/or reclining furniture according to any one of Claims 1 to 4,
characterised in that
the first connection (9, 31) comprises an elongate receiving portion (14, 33) and
a pin element (12, 37) which is received in the receiving portion (14, 33) in an interlocking
manner.
6. Seating and/or reclining furniture according to Claim 5,
characterised in that
the receiving portion (14, 33) is tapered towards the bottom of the receiving portion
(14, 33).
7. Seating and/or reclining furniture according to either Claim 5 or 6,
characterised in that
the receiving portion (14, 33) is formed by a hook portion (13, 35) of the frame (2,
25) or of the mounting part (4, 27).
8. Seating and/or reclining furniture according to any one of Claims 1 to 7,
characterised in that
when locked, the second connection (10, 32) has at least one interlocking fit in a
direction which is perpendicular to the interlocking fit formed by the engagement
between the detent (15, 39) and the undercut (16, 34).
9. Seating and/or reclining furniture according to any one of Claims 1 to 8,
characterised in that
the first and the second connection (9, 10, 31, 32) form at least one interlocking
fit in each case in three spatial directions which are perpendicular to one another.
10. Seating and/or reclining furniture according to any one of Claims 5 to 9,
characterised in that
the at least one mounting unit (28, 29) has a connecting element (6, 18, 19, 28, 29,
30) comprising the receiving portion (14, 33) of the first connection (9, 31) and
the undercut (16, 34) of the second connection (10, 32).
11. Seating and/or reclining furniture according to Claim 10,
characterised in that
the connecting element (30) is formed from a, preferably metal, flat profile.
12. Seating and/or reclining furniture according to either Claim 10 or 11,
characterised in that
the connecting element (30) is received in a receiving portion (38) of another connecting
element (28, 29) which is preferably formed from plastics material, and in that the connecting element (30) and the additional connecting element (28, 29) form the
first and the second connection (31, 32).
13. Seating and/or reclining furniture according to any of Claims 1 to 12,
characterised in that
the detent (39) of the second connection (32) is provided in such a way that the detent
(39) is displaced and/or pivoted out of a starting position against a restoring force
when the first connection (31) is closed.
14. Seating and/or reclining furniture according to any of Claims 1 to 13,
characterised in that
the detent (15, 39) of the second connection (10, 32) is provided in such a way that
the detent (15, 39) is displaced and/or pivoted out of a starting position against
a restoring force when the first connection is pivoted to close the second connection
(10, 32).
15. Seating and/or reclining furniture according to any of Claims 1 to 14,
characterised in that
the second connection comprises at least two corresponding guide faces for mutually
sliding against one another before the locking of the second connection.
1. Meuble d'assise (1, 21, 41) et/ou d'allongement comprenant un bâti (2, 25) et au moins
une partie rapportée (4, 27) sous la forme d'un siège, d'une partie de pied, d'un
accoudoir ou d'une partie latérale disposée latéralement d'un dossier, la partie rapportée
(4, 27) étant reliée au bâti (2, 25) par le biais d'au moins une unité de montage
(28, 29) comprenant au moins deux liaisons (9, 10, 31, 32) séparées, la première liaison
(9, 31) étant une liaison par enfichage, la deuxième liaison (10, 32) étant une liaison
par enclipsage avec un tenon d'enclipsage (15, 39) et une contredépouille (16, 34)
engagée par l'arrière par le tenon d'enclipsage (15, 39), et le tenon d'enclipsage
(15, 39) et la contredépouille (16, 34) de la deuxième liaison (10, 32) pouvant être
enclipsés par un pivotement de la première liaison (9, 31) dans l'état enfiché et,
dans l'état enclipsé, bloquant un pivotement vers l'arrière de la première liaison
(9,31),
caractérisé en ce que
la partie rapportée (4, 27) est maintenue pivotante par rapport au bâti (2, 25) dans
l'état enfiché et en ce que la première liaison (9, 31) comporte un logement (14, 33) en forme de rainure et
un élément formant broche (12, 37) qui est accueilli par complémentarité de formes
dans le logement (14, 33).
2. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
dans l'état enfiché, la première liaison (9, 31) forme une complémentarité de formes
dans une direction d'enfichage et au moins une direction supplémentaire perpendiculaire
à la direction d'enfichage.
3. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la partie rapportée (4, 27, 53) est fixée à un cadre de siège et/ou un revêtement
pivotant (5, 26) du bâti (2, 25, 54).
4. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la partie rapportée (4, 27) est reliée au bâti (2, 25) par le biais de deux unités
de montage (28, 29).
5. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la première liaison (9, 31) comprend un logement (14, 33) allongé et un élément formant
broche (12, 37) qui est accueilli par complémentarité de formes dans le logement (14,
33).
6. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le logement (14, 33) se rétrécit en direction du fond du logement (14, 33).
7. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon la revendication 5 ou 6,
caractérisé en ce que
le logement (14, 33) est formé par une portion en crochet (13, 35) du bâti (2, 25)
ou de la partie rapportée (4, 27).
8. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
dans l'état enclipsé, la deuxième liaison (10, 32) présente au moins une complémentarité
de formes dans une direction perpendiculaire à la complémentarité de formes formée
par l'enclipsage entre le tenon d'enclipsage (15, 39) et la contredépouille (16, 34).
9. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
la première et la deuxième liaison (9, 10, 31, 32) forment respectivement une complémentarité
de formes dans trois directions spatiales qui sont perpendiculaires les unes aux autres.
10. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 5 à 9,
caractérisé en ce que
l'au moins une unité de montage (28, 29) possède un élément de liaison (6, 18, 19,
28, 29, 30) comprenant le logement (14, 33) de la première liaison (9, 31) et la contredépouille
(16, 34) de la deuxième liaison (10, 32).
11. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
l'élément de liaison (30) est réalisé à partir d'un profil plat, de préférence métallique.
12. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
l'élément de liaison (30) est accueilli dans un logement (38) d'un élément de liaison
supplémentaire (28, 29), de préférence constitué de matière plastique, et en ce que l'élément de liaison (30) et l'élément de liaison supplémentaire (28, 29) forment
la première et la deuxième liaison (31, 32).
13. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
le tenon d'enclipsage (39) de la deuxième liaison (32) est conçu de telle sorte que
lors de la fermeture de la première liaison (31), le tenon d'enclipsage (39) est décalé
et/ou pivoté depuis une position initiale contre une force de rappel.
14. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que
le tenon d'enclipsage (15, 39) de la deuxième liaison (10, 32) est conçu de telle
sorte que lors du pivotement de la première liaison, le tenon d'enclipsage (15, 39)
est décalé et/ou pivoté depuis une position initiale contre une force de rappel en
vue de fermer la deuxième liaison (10, 32).
15. Meuble d'assise et/ou d'allongement selon l'une des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que
la deuxième liaison comporte au moins deux surfaces de guidage correspondantes destinées
à glisser mutuellement l'une contre l'autre avant l'enclipsage de la deuxième liaison.
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