[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abnehmen eines oberen Teilstapels von
einem aus blattförmigem Gut gebildeten quaderförmigen Gesamtstapel und zum Überführen
dieses Teilstapels von dem verbleibenden Reststapel zu einem Rütteltisch.
[0002] Ein solches Abtrennen eines Teilstapels von einem Gesamtstapel und anschließendes
Überführen dieses Teilstapels zu einem Rütteltisch wird in der Praxis entweder ausschließlich
manuell oder ausschließlich automatisch durchgeführt.
[0003] Das ausschließlich manuelle Handhaben des Teilstapels ist nur bei relativ kleinformatigen
Teilstapeln möglich, weil blattförmiges Gut, das den Teilstapel bildet, recht schwer
ist, somit der Teilstapel nur dann vom Gesamtstapel abgetrennt und dem Rütteltisch
manuell zugeführt werden kann, wenn das Gewicht des Teilstapels so bemessen ist, dass
dieser von einer Bedienperson gehandhabt werden kann.
[0004] Bei ausschließlich manueller Handhabung greift die Bedienperson den Gesamtstapel
im Bereich der dem Rütteltisch zugewandten Seite und trennt mit einer Hand einen oberen
Teilstapel vom verbleibenden Reststapel. Die Bedienperson zieht den ergriffenen Teilstapel
geringfügig vom Reststapel ab und greift den Teilstapel mit der anderen Hand am abgewandten
Ende des Teilstapels. Der kleinformatige Teilstapel wird dann von der Bedienperson
über den Reststapel zum Rütteltisch gezogen und dort auf den Rütteltisch bzw. einen
bereits auf dem Rütteltisch liegenden Stapel abgelegt. Anschließend erfolgt das Rütteln
der auf dem Rütteltisch liegenden Blattlagen.
[0005] Beim vollautomatischen Abtrennen eines Teilstapels und dessen Verfahren zum Rütteltisch,
wie es beispielsweise in der
DE 26 49 959 C2 beschrieben ist, ist es erforderlich, Mittel vorzusehen, die im Bereich einer Seite
den Teilstapel vom Reststapel trennen, die in den so gebildeten Spalt zwischen Teilstapel
und Reststapel einfahren, um den Teilstapel zu übernehmen, ferner eine Greifereinrichtung
vorzusehen, die den Teilstapel im Bereich des dem Rütteltisch zugewandten Endes erfasst
und den Teilstapel zur Ablage auf den Rütteltisch zieht. Um diesen Arbeitsablauf zu
erzielen, ist demnach ein hoher apparativer Aufwand und hoher Steuerungsaufwand erforderlich.
[0006] Eine vollautomatisch wirksame Ladevorrichtung für aus blattförmigem Gut gebildete
Stapel, wobei diese Vorrichtung eine Greifereinrichtung aufweist, ist in der
EP 2 418 163 A1 beschrieben.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Abtrennen eines oberen
Teilstapels von einem aus blattförmigem Gut gebildeten quaderförmigen Gesamtstapel
und zum Überführen dieses Teilstapels von dem verbleibenden Reststapel zu einem Rütteltisch
so weiterzubilden, dass mit geringem baulichem Aufwand ein einfaches Abtrennen eines
großformatigen Teilstapels von einem Gesamtstapel zur Überführung des Teilstapels
zum Rütteltisch gewährleistet ist.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Vorrichtung vor, die die Merkmale
des Patentanspruchs 1 aufweist.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient somit dem Abnehmen eines oberen Teilstapels
von einem aus blattförmigem Gut gebildeten Gesamtstapel und zum Überführen dieses
Teilstapels von dem verbleibenden Reststapel zu einem Rütteltisch. Die Vorrichtung
weist eine Greifereinrichtung zum Ergreifen des Teilstapels in einem vom Reststapel
abgehobenen Bereich auf dessen dem Rütteltisch zugewandten Seite zwischen mindestens
einem Greiferunterteil und einem diesem zugeordneten Greiferoberteil der Greifereinrichtung
auf. Das Greiferoberteil und das Greiferunterteil sind zum Greifen des Teilstapels
relativ zueinander zustellbar. Insbesondere ist das Greiferoberteil bezüglich des
Greiferoberteils zustellbar. Die Greifereinrichtung ist mittels Verfahrmitteln heb-
und senkbar sowie zwischen dem Gesamtstapel und dem Rütteltisch hin- und herverfahrbar
in einem Rahmen gelagert. Die Vorrichtung weist eine Betätigungseinrichtung zum manuellen
Betätigen der Greifereinrichtung und zum manuellen Betätigen der Verfahrmittel auf,
wobei die Betätigungseinrichtung zusammen mit der Greifereinrichtung verfahrbar ist.
[0010] Die Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erlaubt es den Teilstapel teilautomatisch
bzw. teilweise manuell zu handhaben. So ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung
das Abtrennen des Teilstapels vom Gesamtstapel und das Überführen des Teilstapels
zum Rütteltisch teilautomatisch bzw. teilweise manuell auszuführen. Insbesondere kann
das Trennen des Teilstapels vom Reststapel in dem dem Rütteltisch zugewandten Bereich
manuell erfolgen, womit der bauliche Aufwand zur Bildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gegenüber einer vollautomatisch funktionierenden Vorrichtung wesentlich reduziert
werden kann. Auch das Ablegen des getrennten Bereiches des Teilstapels auf der Greiferanordnung
kann manuell erfolgen, sodass es nur erforderlich ist, den eigentlichen Greifvorgang
und das eigentliche Verfahren des Teilstapels zum Rütteltisch maschinell durchzuführen.
Maschinell erfolgt auch das Öffnen der Greifereinrichtung und das Ablegen des Teilstapels
auf dem Rütteltisch. Das Zurückfahren der Greifereinrichtung in den Bereich des Reststapels
kann gleichfalls maschinell erfolgen. Die beschriebene Handhabung schließt sich üblicherweise
ein- oder mehrfach an, zur Entnahme eines neuen oberen Teilstapels vom verbliebenen
Gesamtstapel zwecks Überführen dieses Teilstapels zum Rütteltisch.
[0011] Es ist nicht erforderlich, dass der Teilstapel unmittelbar auf die Tischoberfläche
des Rütteltischs abgelegt wird. Dies gilt nur für den ersten auf dem Rütteltisch abzulegenden
Teilstapel. Da ein Rütteltisch in aller Regel mit mehreren Teilstapeln beladen wird,
und erst dann das abschließende Rütteln der Blattlagen erfolgt, wird der zweite Teilstapel
auf den bereits auf dem Rütteltisch aufliegenden Teilstapel abgelegt, der dritte Teilstapel
auf die auf dem Rütteltisch bereits aufliegenden Lage von erstem und zweiten Teilstapel
abgelegt usw..
[0012] Wesentlich ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung, dass mittels der Betätigungseinrichtung
die Greifereinrichtung manuell betätigt werden kann und ferner mittels der Betätigungseinrichtung
die Verfahrmittel manuell betätigt werden können. Von Bedeutung ist ferner, dass die
Betätigungseinrichtung zusammen mit der Greifereinrichtung verfahrbar ist. Dies ermöglicht
es der Bedienperson, während des Verfahrens der Greifereinrichtung und damit des Teilstapels
nach dessen Ergreifen mittels der Greifereinrichtung zum Rütteltisch hin, über die
Betätigungseinrichtung insbesondere auf den Verfahrprozess einzuwirken.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein erstes
stationäres Rahmenteil des Rahmens ein zweites Rahmenteil des Rahmens horizontal verschieblich
aufnimmt, und dieses zweite Rahmenteil mittels erster Stellmittel bezüglich des ersten
Rahmenteils verschieblich ist, sowie das zweite Rahmenteil ein drittes Rahmenteil
des Rahmens vertikal verschieblich aufnimmt und dieses dritte Rahmenteil mittels zweiter
Stellmittel bezüglich des zweiten Rahmenteils verschieblich ist, sowie im dritten
Rahmenteil die Greifereinrichtung gelagert ist. Durch diese Gestaltung lässt sich
bei baulich geringem Aufwand, die Greifereinrichtung zum Ergreifen des Teilstapels,
dessen Verfahren zum Rütteltisch und Ablegen auf dem Rütteltisch bewegen.
[0014] Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Betätigungseinrichtung in der Greifereinrichtung
oder einem verfahrbaren Rahmenteil des Rahmens gelagert ist. Auf baulich besonders
einfache Art und Weise ist somit die Betätigungseinrichtung zusammen mit der Greifereinrichtung
verfahrbar.
[0015] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Betätigungseinrichtung in der Greifereinrichtung
oder dem dritten Rahmenteil gelagert ist.
[0016] Die Betätigungseinrichtung kann auf unterschiedliche Art und Weise ausgeführt sein.
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die Betätigungseinrichtung ein Stick-Bedienelement
zum manuellen Betätigen der Greifereinrichtung und/oder zum manuellen Betätigen der
Verfahrmittel aufweist. Die Verwendung eines solchen Stick-Bedienelements ermöglicht
ein einfaches, intuitives manuelles Bedienen zum Bewerkstelligen der Greif- und/oder
Verfahrfunktionen der Greifereinrichtung.
[0017] Dieses Stick-Bedienelement ist insbesondere derart konfiguriert, dass es zum Heben
und Senken der Greifereinrichtung in ersten entgegengesetzten Richtungen schwenkbar
ist und/oder zum Verfahren der Greifereinrichtung in Richtung des Rütteltisches und
vom Rütteltisch weg in zweiten, entgegengesetzten Richtungen schwenkbar ist. Insbesondere
sind die ersten entgegengesetzten Richtungen senkrecht zu den zweiten entgegengesetzten
Richtungen angeordnet.
[0018] Insbesondere ist das Stick-Bedienelement derart konfiguriert, dass beim Schwenken
des Stick-Bedienelements von der Bedienperson des Stick-Bedienelements weg die Greifereinrichtung
angehoben wird und beim Schwenken des Stick-Bedienelements zur Bedienperson hin die
Greifereinrichtung abgesenkt wird, oder beim Schwenken des Stick-Bedienelements von
der Bedienperson des Stick-Bedienelements weg die Greifereinrichtung abgesenkt wird
und beim Schwenken des Stick-Bedienelements zur Bedienperson hin die Greifereinrichtung
angehoben wird. Insbesondere ist die jeweilige Alternative mittels eines Stellelementes
einstellbar, sodass die Bedienperson den ihr angenehmeren Modus wählen kann. Ferner
bzw. alternativ ist das Stick-Bedienelement derart konzipiert, dass bei einem Schwenken
des Stick-Bedienelements in Richtung des Rütteltisches die Greifereinrichtung in Richtung
des Rütteltisches verfährt, während bei einem Schwenken des Stick-Bedienelements vom
Rütteltisch weg die Greifereinrichtung vom Rütteltisch weg verfährt, somit zum Gesamtstapel
zurück verfährt.
[0019] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die zunehmende Auslenkung des Stick-Bedienelements
aus einer Neutrallage zu einem Verfahren der Greifereinrichtung mit höherer Geschwindigkeit
führt. Unter dem Verfahren der Greifereinrichtung wird hierbei nicht nur das Verfahren
der Greifereinrichtung in Richtung des Rütteltisches bzw. von diesem weg verstanden,
sondern auch die Verfahrbewegung des Hebens und Senkens der Greifereinrichtung.
[0020] Unter dem Aspekt einer ergonomischen Betätigung der Vorrichtung wird es als besonders
vorteilhaft angesehen, wenn das Stick-Bedienelement mindestens ein Bedienelement zum
Betätigen der Greifereinrichtung im Sinne eines Schließens und/oder Öffnens, insbesondere
ein Tastenbedienelement, aufweist. Somit kann die Bedienperson zusätzlich zu den genannten
Bedienfunktionen auch mittels des Stick-Bedienelements die Grei-fereinrichtung betätigen.
Es ist insbesondere vorgesehen, dass das Stick-Bedienelement ein erstes Bedienelement
zum Betätigen der Greifereinrichtung ohne Blasluft und ein zweites Bedienelement zum
Betätigen der Greifereinrichtung mit Blasluft aufweist.
[0021] Bei teilautomatischer Durchführung des Verfahrensablaufs des Greifens des Teilstapels
und dessen Überführen zum Rütteltisch durch Betätigen der Bedienungseinrichtung mittels
der Bedienperson hat die Bedienperson eine Hand frei. Demzufolge kann die Bedienperson
vorteilhaft auf den Teilstapel einwirken. Unter diesem Aspekt wird es als besonders
vorteilhaft angesehen, wenn das der Greifereinrichtung abgewandte Ende des Teilstapels
beim Verfahren des Teilstapels zum Rütteltisch manuell mitgeführt wird. Wird somit
die Greifereinrichtung manuell bedient und hierbei mittels einer Hand der Bedienperson
ergriffen, kann die Bedienperson beim Verfahren des Teilstapels zum Rütteltisch das
der Greifereinrichtung abgewandte Ende des Teilstapels mit der anderen Hand ergreifen
und nachführen. Unter diesem Nachführen wird insbesondere ein geringfügiges Anheben
des Teilstapels mittels der anderen Hand verstanden, sodass der Teilstapel, ohne nachteilige
Einwirkungen auf den darunter befindlichen Reststapel, mittels der Greifereinrichtung
weggezogen werden kann und überdies ohne nachteilige Einwirkung des Rütteltischs in
die Ablegeposition überführt und auf dem Rütteltisch abgelegt werden kann.
[0022] Die Betätigungseinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass sie ein Bedienelement
aufweist, zum Betätigen einer automatischen Rückfahrt der Greifereinrichtung vom Rütteltisch
zum verbliebenen Gesamtstapel, nach Ablage des Teilstapels auf dem Rütteltisch, und/oder
ein Bedienelement aufweist, zum Betätigen einer automatischen Hinfahrt der Greifereinrichtung
nach dem Greifen des Teilstapels zum Rütteltisch, zwecks Ablage des Teilstapels auf
dem Rütteltisch.
[0023] Zusätzlich können die Greifereinrichtung oder das dritte Rahmenteil Sensormittel
zum Erfassen der Position der Greifereinrichtung relativ zum Rütteltisch bzw. einen
bereits auf dem Rütteltisch aufliegenden Stapel aufweisen. Bei diesen Sensormitteln
handelt es sich insbesondere um einen Höhensensor. Derartige Sensormittel ermöglichen
ein stärker automatisiertes Anfahren des Rütteltisches bzw. des auf diesem aufliegenden
Stapels, ggf. sogar alternativ zum teilautomatischen Verfahren nach dem Greifen des
Teilstapels ein vollautomatisches Verfahren zum Rütteltisch, einschließlich Ablegen
des Teilstapels auf dem Rütteltisch.
[0024] Die Greifereinrichtung ist insbesondere derart gestaltet, dass das Greiferoberteil
um eine horizontale Achse schwenkbar in einer Aufnahme der Greifereinrichtung gelagert
ist und mittels Stellmitteln um diese Achse aus einer im Wesentlichen vertikalen Nichtgreifstellung
in eine Greifstellung schwenkbar ist, wobei das Greiferoberteil in der Greifstellung
mit einer Greiffläche horizontal angeordnet ist. Dieses schwenkbare Anordnen des Greiferoberteils
schafft im Bereich des Greiferoberteils ausreichenden Raum, um einen manuell vom Reststapel
getrennten Teilbereich des Teilstapels manuell, an dem Greiferoberteil vorbei, auf
das Greiferunterteil aufzulegen, insbesondere diesen Teilbereich auf das Greiferunterteil
zurückzuklappen. Erst anschließend wird das Greiferoberteil aus deren vertikalen Nichteingriffstellung
in die horizontale Greifstellung verfahren und zum Klemmen des Teilstapels in Richtung
des Greiferunterteils bewegt.
[0025] Das Greiferunterteil weist insbesondere eine obere Greiffläche, die horizontal angeordnet
ist, sowie in einem freien Bereich des Greiferunterteils Luftdüsen zum Ausgeben von
Blasluft auf.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Greiferunterteil in
dessen Längserstreckung endseitig ein oder mehrere Stützsegmente für den Teilstapel
aufnimmt. Zumindest ein äußeres Stützsegment auf der Seite der Vorrichtung, die die
Betätigungseinrichtung aufweist, ist bezüglich des Greiferunterteils aus einer horizontalen
Stellung nach oben schwenkbar. Zumindest dieses äußere Stützelement kann frei nach
oben schwenken, wenn es in Kontakt mit einem Teil des Rütteltisches gelangt, der sich
bezüglich seiner Tischfläche in einer zur Horizontalen geneigten Position befindet.
Um eine Beschädigung des Teilstapels beim Überführen zum Rütteltisch wirksam zu vermeiden,
ist insbesondere vorgesehen, dass der Teilstapel, beim Überführen von dem Reststapel
zum Rütteltisch, zwischen den Reststapel und dem Rütteltisch durch eine Unterlage
gestützt wird. Der Teilstapel kann sich somit nicht in einen Zwischenraum zwischen
dem Reststapel und dem Rütteltisch nach unten biegen. Insbesondere ist vorgesehen,
dass der Teilstapel in dem genannten Bereich abrollend gestützt ist. Dieses Stützen
bzw. abrollende Stützen erfolgt insbesondere mittels mehrerer nebeneinander angeordneter
Stützelemente bzw. Stützrollen, sodass der Teilstapel über diese mehreren Stützelemente
bzw. Stützrollen gezogen wird.
[0027] Vorzugsweise wird mittels der Vorrichtung ein Teilstapel in einem Format zwischen
700 mm x 1000 mm und 1000 mm x 1400 mm abgetrennt und überführt.
[0028] Insbesondere wird mittels der Vorrichtung ein Teilstapel blättrigen Guts ergriffen
und überführt, der aus Pappe oder Karton besteht.
[0029] Weitere Merkmale der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie der auf dieses Ausführungsbeispiel
Bezug nehmenden Zeichnung dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Einzelmerkmale
und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen weitere erfinderische Ausgestaltungen darstellen.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Abnehmen eines Teilstapels von einem aus blattförmigem Gut gebildeten
Gesamtstapel und zum Überführen dieses Teilstapels zu einem Rütteltisch, veranschaulicht
in einer räumlichen Ansicht, von der Bedienerseite gesehen,
- Fig. 2
- eine räumliche Ansicht eines Teilbereichs der Vorrichtung, nämlich einer Greifereinrichtung
und eines Teilbereichs eines Rahmens zur Aufnahme der Greifereinrichtung, gezeigt
von der Seite des Gesamtstapels gesehen und für die geöffnete Greifereinrichtung veranschaulicht,
- Fig. 3
- die Anordnung gemäß Fig. 2, für die geschlossene Greifereinrichtung veranschaulicht,
jedoch ohne ergriffenen Teilstapel gezeigt,
- Fig. 4
- von der Bedienerseite gesehen, einen Verfahrensabschnitt bei zurückgeschlagenem Teilstapel
und in eine Position oberhalb des Reststapels eingefahrener Greifereinrichtung, bei
auf dem Reststapel aufliegendem Greiferunterteil,
- Fig. 5
- die Anordnung gemäß Fig. 4 in einem anschließenden Verfahrensschritt, bei auf das
Greiferunterteil zurückgeschlagenem Teilstapel und zwischen Greiferoberteil und Greiferunterteil
geklemmtem Teilstapel,
- Fig. 6
- die Anordnung gemäß Fig. 1, veranschaulicht beim Verfahren des Teilstapels vom Reststapel
auf den Rütteltisch.
Figurenbeschreibung
[0030] Die Fig. 1 und 6 zeigen eine Vorrichtung 1 zum Abnehmen eines oberen Teilstapels
2 von einem aus blattförmigem Gut gebildeten Gesamtstapel 3 und zum Überführen dieses
Teilstapels 2 von dem verbleibendem Reststapel 4 zu einem Rütteltisch 5. Die Vorrichtung
1 weist eine Greifereinrichtung 6 zum Ergreifen des Teilstapels 2 in einem vom Reststapel
4 abgehobenen Bereich 7 (siehe Fig. 5) auf dessen dem Rütteltisch 5 zugewandten Seite
zwischen zwei Greiferunterteilen 8 und zwei bezüglich diesen Greiferunterteilen 8
zustellbaren Greiferoberteilen 9 (siehe Fig. 3) auf. Die Greifereinrichtung 6 ist
mittels Verfahrmitteln 10 heb- und senkbar sowie zwischen dem Gesamtstapel 3 und dem
Rütteltisch 5 hin und her verfahrbar in einem Rahmen 11 gelagert. Die Vorrichtung
1 weist ferner eine Betätigungseinrichtung 12 zum manuellen Betätigen der Greifereinrichtung
6 und zum manuellen Betätigen der Verfahrmittel 10 auf, wobei die Betätigungseinrichtung
12 zusammen mit der Greifereinrichtung 6 verfahrbar ist.
[0031] Ein erstes stationäres Rahmenteil 13 des Rahmens 11 nimmt ein zweites Rahmenteil
14 des Rahmens 11 horizontal verschieblich auf und es ist dieses zweite Rahmenteil
14 mittels eines ersten, Bestandteil des Verfahrmittels 10 bildenden Stellmittels
15 bezüglich des ersten Rahmenteils 13 verschieblich. Das zweite Rahmenteil 14 nimmt
ein drittes Rahmenteil 16 des Rahmens 11 vertikal verschieblich auf. Dieses dritte
Rahmenteil 16 ist mittels eines Bestandteil des Verfahrmittels 10 bildenden zweiten
Stellmittels 17 bezüglich des ersten Rahmenteils 14 verschieblich. Im dritten Rahmenteil
16 ist die Greifereinrichtung 6 gelagert. Die Betätigungseinrichtung 12 ist gleichfalls
in dem dritten Rahmenteil 16 gelagert. Beim Heben und Senken der Greifereinrichtung
6 wird somit die Betätigungseinrichtung 12 entsprechend gehoben bzw. gesenkt. Entsprechendes
gilt für die Verfahrbewegung der Greifereinrichtung 6 in Richtung des Rütteltisches
5 und entgegengesetzt. Wird die Greifereinrichtung 6 in Richtung des Rütteltisches
5 bewegt, verfährt die Betätigungseinrichtung 12 entsprechend mit. Wird die Greifereinrichtung
6 entgegengesetzt, somit vom Rütteltisch 5 zum Gesamtstapel 3 bewegt, fährt die Betätigungseinrichtung
12 entsprechend mit.
[0032] In den Fig. 1 und 6 ist ferner veranschaulicht, dass auf einen Boden 18 ein Stapellift
19 ruht, der einen Gesamtstapel 3 trägt. Mit fortschreitendem Abnehmen von Teilstapeln
2 vom Reststapel 4 wird der jeweilige Reststapel 4 mittels des Stapellifts 19 angehoben,
sodass sich ein annähernd konstantes Höhenniveau der Greifereinrichtung 6 beim Abnehmen
des jeweiligen Teilstapels 2 ergibt, womit der jeweilige Teilstapel 2 von diesem höheren
Niveau im Wesentlichen in einer horizontalen Bewegung auf den neben dem Gesamtstapel
3 platzierten Rütteltisch 5 gezogen werden kann. Der Rütteltisch 5 steht gleichfalls
auf dem Boden 18 auf.
[0033] Der Rütteltisch 5 ist in üblicher Art und Weise ausgebildet. Er weist ein Grundgestell
20 auf, das auf dem Boden 18 ruht. Dieses Grundgestell 20 nimmt neigbar ein Tischteil
21 auf, dessen Tischfläche der Aufnahme des Teilstapels 2 dient und aus einer horizontalen
Ebene um zwei Raumachsen kippbar ist, insbesondere in die in Fig. 1 gezeigte geneigte
Stellung. In dieser Stellung liegt der Teilstapel 2 an einem ersten, senkrecht zum
Tischteil 21 angeordneten Lineal 22 und einem senkrecht zu diesem Lineal 22 angeordneten,
gleichfalls senkrecht zum Tischteil 21 angeordneten Lineal 23 an. Das Lineal 23, das
auf der dem Gesamtstapel 3 zugewandten Seite angeordnet ist, kann um eine dem Lineal
23 zugeordnete Schmalseite schwenkbar gelagert sein, wie zur Schwenkachse 24 gemäß
Fig. 5 verdeutlicht. Diese Möglichkeit des Verschwenkens des Lineals 23 bezüglich
des Tischteils 21 gestattet es grundsätzlich, dieses Lineal 23 in einer Ebene zum
Tischteil 21 anzuordnen, sodass ein Teilstapel 2 auf den Rütteltisch 5 übergeben werden
kann, ohne das Erfordernis, den Teilstapel 2 über das senkrecht stehende Lineal 23
hinüberführen zu müssen. Ist dies erforderlich, trägt eine im Bereich des freien Endes
des Lineals 23 parallel zu diesem Ende angeordnete, frei drehbare Rolle 25, die im
Lineal 23 gelagert ist, dazu bei, dass der Teilstapel 22 rollend auf das Tischteil
21 des Rütteltisches 5 übergeben werden kann. Zwischen dem Gesamtstapel 3 und dem
Rütteltisch 5 kann die Vorrichtung 1 weitere Rollen 26, 27 aufweisen, die dazu beitragen,
dass der Teilstapel 2 rollend, somit durch die Rollen 25 bis 27 unterstützt vom Reststapel
4 zum Rütteltisch 5 verfahren werden kann. Hierbei ist das den Rütteltisch 5 zugewandte
Ende des Teilstapels 2 mittels der Greifereinrichtung 6 ergriffen.
[0034] Wie insbesondere der Darstellung der Fig. 2 zu entnehmen ist, weist die Betätigungseinrichtung
12 ein Stick-Bedienelement 28 zum manuellen Betätigen der
[0035] Greifereinrichtung 6 und zum manuellen Betätigen der Verfahrmittel, insbesondere
der Stellmittel 15 und 17 auf. Hierbei ist das Stick-Bedienelement 28 zum Verfahren
der Greifereinrichtung 6 in Richtung des Rütteltisches 8 und vom Rütteltisch 8 weg
in zwei entgegengesetzten Richtungen A, B schwenkbar. Wird das Stick-Bedienelement
28 in Richtung A geschwenkt, verfährt die Greifereinrichtung 6, konkret das zweite
Rahmenteil 14 zusammen mit der Greifereinrichtung 6 in Richtung des Rütteltisches
5. Wird das Stick-Bedienelement 28 in die entgegengesetzte Richtung B geschwenkt,
verfährt die Anordnung von zweitem Rahmenteil 14 und Greifereinrichtung 6 in die entgegengesetzte
Richtung. Entsprechend ist das Stick-Bedienelement 28 zum Heben und Senken der Greifereinrichtung
6 in entgegengesetzten Richtungen C, D schwenkbar. Wird das Stick-Bedienelement 28
in Richtung C geschwenkt, bedingt dies ein Absenken der Greifereinrichtung 6, konkret
ein Absenken von drittem Rahmenteil 16 und Greifereinrichtung 6. Ein Bewegen des Stick-Bedienelements
28 in entgegengesetzter Richtung C führt dies zu einer entgegengesetzten Bewegung,
somit zum Heben der Greifereinrichtung 6. Die Richtungen A bzw. B sind somit senkrecht
zu den Richtungen C bzw. D angeordnet.
[0036] Das Stick-Bedienelement 28 wird derart angesteuert, dass mit zunehmender Auslenkung
des Stick-Bedienelements aus einer Neutrallage ein Verfahren der Greifereinrichtung
6 mit höherer Geschwindigkeit erfolgt.
[0037] Im Bereich der der Bedienperson zugewandten oberen Stirnseite ist das Stick-Bedienelement
28 mit zwei Tasten 29 und 30 versehen. Auf der der Bedienperson abgewandten Seite
des Stick-Bedienelements 28 ist dieses mit einer Schaltleiste 31 versehen.
[0038] Die Bedienperson umgreift mit einer Hand, bevorzugt der rechten Hand, das Stick-Bedienelement
28 und drückt hierbei die Schaltleiste 31 nieder, bei der es sich um einen Totmannschalter
handelt. Beaufschlagt die Bedienperson die Schaltleiste 31 nicht, ist die Funktion
der Betätigungseinrichtung 12 ausgeschaltet. Durch Schwenken des Stick-Bedienelements
28 in den Richtungen A, B, C, D können die beschriebenen unterschiedlichen Bewegungsabläufe
herbeigeführt werden. Bei Betätigen der Taste 29, bei nach wie vor umfasstem Stick-Bedienelement
28, mittels eines Fingers, wird die Greifereinrichtung 6 aktiviert, somit geschlossen
bzw. geöffnet. Wird stattdessen die Taste 30 betätigt, wird stattdessen die Greifereinrichtung
6 mit zusätzlicher Blasluft aktiviert.
[0039] Eine im dritten Rahmenteil 16 gelagerte Konsole 32, die das Stick-Bedienelement 28
aufnimmt, dient ferner der Aufnahme weiterer Komponenten der Betätigungseinrichtung
12. Hierbei handelt es sich um Potenziometer 33 zum Einstellen der maximalen Verfahrgeschwindigkeiten,
einen Not-Aus-Knopf 34, ein Stellelement 35 zum Umpolen der Ansteuerung des Stick-Bedienelements
für die Funktion des Hebens und Senkens der Greifereinrichtung, um der jeweiligen
Bedienperson ein für diese ergonomisch günstiges Betätigen des Stick-Bedienelements
für diese Funktion des Hebens und Senkens der Greifereinrichtung zu ermöglichen, ferner
um einen Mehrstufenschalter 36, insbesondere zum Einstellen der Höhe einer Parkposition
oberhalb des Gesamtstapels 3 unter dem Aspekt unterschiedlicher Zurückklappradien
des Teilstapels bei unterschiedlich steifen Materialien des blättrigen Guts. Die Betätigungseinrichtung
12 weist ferner einen im Bereich der Konsole 22 angeordneten Taster 37 auf, der bei
Aktivierung bewirkt, dass die Greifereinrichtung 6 nach dem Ablegen des Teilstapels
2 auf dem Rütteltisch 5 automatisch in die Ausgangsposition benachbart dem Reststapel
4 zurückfährt. Es ist somit nicht erforderlich, diese Rückfahrbewegung mittels Betätigen
des Stick-Bedienelements 28 durch die Bedienperson zu vollführen.
[0040] Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen im Detail den Aufbau und die Anordnung der Greifereinrichtung
6. Veranschaulicht ist, dass das jeweilige Greiferoberteil 9 um eine horizontale Achse
38 schwenkbar in einer Aufnahme 39 der Greifereinrichtung 6 gelagert ist und mittels
Stellmitteln 40 um diese Achse 38 aus einer im Wesentlichen vertikalen Nichtgreifstellung
(Fig. 2) in eine Greifstellung (Fig. 3) schwenkbar sind. Hierbei ist das Greiferoberteil
9 in der Greifstellung mit einer dann unteren Greiffläche 41 horizontal angeordnet.
Das Greiferunterteil 8 weist eine obere Greiffläche 42 auf, die horizontal angeordnet
ist. In einem freien Bereich des Greiferunterteils 8 weist dieses Luftdüsen 43 zum
Ausgeben der Blasluft auf.
[0041] Zwischen den beiden Greiferunterteilen 8 ist ein Stützsegment 44 angeordnet. Ferner
sind auf den dem Stützsegment 44 abgewandten Seiten der Greiferunterteile 8 Stützsegmente
45 und 46 angeordnet. Hierbei bilden die oberen Flächen der Stützsegmente 44 bis 46
eine Ebene mit den Greifflächen 42 der Greiferunterteile 8, sodass ein zu überführender
Teilstapel 2 vollständig auf den Stützsegmenten 44 bis 46 ruht.
[0042] Um beim Überführen der Greifereinrichtung 6 vom Reststapel 4 zum in geneigter Stellung
befindlichen Rütteltisch 5 eine die Greifereinrichtung 4 beschädigende Kollision mit
dem Rütteltisch 5, insbesondere dem Lineal 22 zu vermeiden, ist vorgesehen, dass die
Stützelemente 45 und 46 bei Kontakt mit dem Rütteltisch 5 um Achsen 47 frei nach oben
schwenken können, wobei überdies das Stützsegment 46 im Stücksegment 45 gelagert ist.
[0043] Zusätzlich kann die Greifereinrichtung 6 oder das dritte Rahmenteil 16 mit Sensormitteln,
insbesondere einen Höhensensor, zum Erfassen der Position der Greifereinrichtung 6
relativ zum Rütteltisch bzw. eines bereits auf dem Rütteltisch 5 aufliegenden Stapels
aufweisen. Derartige Sensormittel ermöglichen ein stärker automatisiertes Anfahren
des Rütteltischs 5 bzw. des auf diesem aufliegenden Stapels, ggf. sogar ein vollautomatisches
Anfahren des Rütteltisches 5.
[0044] Das Abtrennen des oberen Teilstapels 2 von dem aus dem blattförmigen Gut gebildeten
quaderförmigen Gesamtstapel 3 und zum Überführen des Teilstapels 2 von dem verbleibenden
Reststapel 4 zu dem Rütteltisch 5 stellt sich vorzugsweise wie folgt dar:
Ausgehend von dem Zustand gemäß Fig. 1 wird zunächst, wie in Fig. 4 dargestellt, der
Teilstapel 2 in dem dem Rütteltisch 5 zugewandten Bereich 7 vom Reststapel 4 manuell
abgetrennt, wobei der Teilstapel 2 in diesem Bereich auf den angrenzenden Bereich
49 des Teilstapels 2 zurückgeschlagen wird. Anschließend wird durch Betätigen des
Stick-Bedienelements 28 in Richtung C die Greifereinrichtung 6 in den durch das Trennen
des Teilstapels 2 freigelegten Bereich 7 oberhalb des Reststapels 4 bewegt und es
werden die Greiferunterteile 8 benachbart der oberen Fläche des Reststapels 4 positioniert.
Dieser Zustand ist gleichfalls in Fig. 4 gezeigt. Dann erfolgt das manuelle Zurückschlagen
des getrennten Bereichs 7 des Teilstapels 2 bei geöffneter Greifereinrichtung 6 auf
das Greiferunterteil 8. Hieran schließt sich das Klemmen des auf das Greiferunterteil
8 abgelegten Bereichs des Teilstapels 2 zwischen den beiden Greiferunterteilen 8 und
den diesen zugeordneten beiden Greiferoberteilen 9 an. Dieser Zustand ist in Fig.
5 gezeigt. Dieser Verfahrensschritt des Klemmens des Teilstapels 2 mittels der Greifereinrichtung
6 erfolgt durch manuelles Betätigen der Tasten 29 oder 30, je nachdem, ob der Einsatz
von Blasluft gewünscht ist.
[0045] Es schließt sich das maschinelle Verfahren der den Teilstapel 2 greifenden Greifereinrichtung
6 zum Rütteltisch 5 an. Hierbei ist davon auszugehen, dass die Greifereinrichtung
zunächst geringfügig schräg nach oben und dann, zum Ablegen des Teilstapels 2 auf
dem Rütteltisch 5, geringfügig nach unten zu bewegen ist. Demzufolge vollführt die
Bedienperson eine individuelle Bewegung des Stick-Bedienelements 28, die sich aus
einer Überlagerung einer Bewegung in den Richtungen D und A und anschließend A und
C zusammensetzt, bis schließlich die Greifereinrichtung 6 in dem dem Gesamtstapel
3 abgewandten Bereich des Rütteltisches 5 angekommen ist und dort der Teilstapel 2
abgelegt werden kann, durch Öffnen der Greifereinrichtung 6. Das Zurückfahren der
Greifereinrichtung 6 in die Ausgangsstellung, zur Übernahme eines nächsten Teilstapels
2 erfolgt entweder durch Betätigen des Stick-Bedienelements 28 zunächst auch in der
Richtung A und dann in den Richtungen B, D und C, wobei diese Bewegung bei Betätigen
des Tasters 27 auch automatisch erfolgen kann, da die Übernahmeposition des Teilstapels
2 aufgrund der Höhenanpassung des Reststapels 4 mittels des Stapellifts 19 vorzugsweise
unverändert ist.
[0046] Da beim Verfahren des mittels der Greifereinrichtung 6 ergriffenen Teilstapels 2
vom Reststapel 4 zum Rütteltisch 5 nur eine Hand, insbesondere rechte Hand, zum Bedienen
der Betätigungseinrichtung 12, insbesondere des Stick-Bedienelements 28, benötigt
wird, ist die andere, insbesondere linke Hand der Bedienperson frei, sodass sie im
Bereich des in Fig. 6 mit der Bezugsziffer 48 bezeichneten Endes des Teilstapels 2,
das der Greifereinrichtung 6 abgewandt ist, den Teilstapel 2 ergreifen und während
der Verfahrbewegung der Greifereinrichtung 2 mitführen kann, insbesondere geringfügig
anheben kann. Demzufolge kann der Teilstapel 2 beim Verfahren mit einer geringeren
Kraft auf den Rollen 25 bis 27 aufliegen.
[0047] Grundsätzlich kann das Verfahren der den Teilstapel greifenden Greifereinrichtung
zum Rütteltisch, das Öffnen der Greifereinrichtung mit Ablegen des Teilstapels auf
dem Rütteltisch und das Zurückfahren der Greifereinrichtung in den Bereich des Reststapels
auch vollautomatisch erfolgen. Es ist somit nach dem Ergreifen des Teilstapels mittels
der Greifereinrichtung nicht erforderlich, das Stick-Bedienelement zu betätigen, sondern
es reicht aus, eine zusätzlich vorhandene Automatik-Taste, die insbesondere im Bereich
der Konsole angeordnet ist, zu betätigen. In diesem Fall hat die Bedienperson während
des Verfahrens des Teilstapels 2 beide Hände frei, sodass sie dann den Teilstapel
am Ende 28 beidhändig ergreifen und dort handhaben kann.
[0048] Mit der Vorrichtung lassen sich insbesondere großformatige Teilstapel handhaben.
Es handelt sich insbesondere um Formate zwischen 700 mm x 1000 mm und 1000 mm x 1400
mm. Das blättrige Gut besteht insbesondere aus Pappe oder Karton.
[0049] Mit der Bezugsziffer 50 ist in Fig. 6 ein aus mehreren abgelegten Teilstapeln 2 auf
dem Rütteltisch 5 gebildeter Stapel bezeichnet.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Teilstapel
- 3
- Gesamtstapel
- 4
- Reststapel
- 5
- Rütteltisch
- 6
- Greifereinrichtung
- 7
- Bereich
- 8
- Greiferunterteil
- 9
- Greiferoberteil
- 10
- Verfahrmittel
- 11
- Rahmen
- 12
- Betätigungseinrichtung
- 13
- Erstes Rahmenteil
- 14
- Zweites Rahmenteil
- 15
- Erstes Stellmittel
- 16
- Drittes Rahmenteil
- 17
- Zweites Stellmittel
- 18
- Boden
- 19
- Stapellift
- 20
- Grundgestell
- 21
- Tischteil
- 22
- Lineal
- 23
- Lineal
- 24
- Schwenkachse
- 25
- Rolle
- 26
- Rolle
- 27
- Rolle
- 28
- Stick-Bedienelement
- 29
- Taste
- 30
- Taste mit Blasluft
- 31
- Schaltleiste
- 32
- Konsole
- 33
- Potenziometer
- 34
- Not-Aus-Knopf
- 35
- Stellelement
- 36
- Mehrstufenschalter
- 37
- Taster
- 38
- Achse
- 39
- Aufnahme
- 40
- Stellmittel
- 41
- Greiffläche
- 42
- Greiffläche
- 43
- Luftdüse
- 44
- Stützsegment
- 45
- Stützsegment
- 46
- Stützsegment
- 47
- Achse
- 48
- Ende
- 49
- Bereich
- 50
- Stapel
1. Vorrichtung (1) zum Abnehmen eines oberen Teilstapels (2) von einem aus blattförmigem
Gut gebildeten Gesamtstapel (3) und zum Überführen dieses Teilstapels (2) von dem
verbleibenden Reststapel (4) zu einem Rütteltisch (5), mit einer Greifereinrichtung
(6) zum Ergreifen des Teilstapels (2) in einem vom Reststapel (4) abgehobenen Bereich
(7) auf dessen dem Rütteltisch (5) zugewandten Seite zwischen mindestens einem Greiferunterteil
(8) und einem Greiferoberteil (9) der Greifereinrichtung (6), wobei das Greiferoberteil
(9) und das Greiferunterteil (8) zum Greifen des Teilstapels (2) relativ zueinander
zustellbar sind und die Greifereinrichtung (6) mittels Verfahrmitteln (10) heb- und
senkbar sowie zwischen dem Gesamtstapel (3) und dem Rütteltisch (5) hin- und herverfahrbar
in einem Rahmen (11) gelagert ist, sowie mit einer Betätigungseinrichtung (12) zum
manuellen Betätigen der Greifereinrichtung (6) und zum manuellen Betätigen der Verfahrmittel
(10), wobei die Betätigungseinrichtung (12) zusammen mit der Greifereinrichtung (6)
verfahrbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei ein erstes stationäres Rahmenteil (13) des Rahmens
(11) ein zweites Rahmenteil (14) des Rahmens (11) horizontal verschieblich aufnimmt
und dieses zweite Rahmenteil (14) mittels erster Stellmittel (15) bezüglich des ersten
Rahmenteils (13) verschieblich ist, sowie das zweite Rahmenteil (14) ein drittes Rahmenteil
(15) des Rahmens (11) vertikal verschieblich aufnimmt und dieses dritte Rahmenteil
(16) mittels zweiter Stellmittel (17) bezüglich des zweiten Rahmenteils (14) verschieblich
ist, sowie im dritten Rahmenteil (16) die Greifereinrichtung (6) gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Betätigungseinrichtung (12) in der Greifereinrichtung
(6) oder einem verfahrbaren Rahmenteil (16) des Rahmens (11) gelagert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Betätigungseinrichtung (12)
in der Greifereinrichtung (6) oder dem dritten Rahmenteil (16) gelagert ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Betätigungseinrichtung (12)
ein Stick-Bedienelement (28) zum manuellen Betätigen der Greifereinrichtung (6) und/oder
zum manuellen Betätigen der Verfahrmittel (10) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei das Stick-Bedienelement (28) zum Heben und Senken
der Greifereinrichtung (6) in ersten entgegengesetzten Richtungen (D, C) schwenkbar
ist und/oder zum Verfahren der Greifereinrichtung (6) in Richtung des Rütteltisches
(5) und vom Rütteltisch (5) weg in zweiten entgegengesetzten Richtungen (A, B) schwenkbar
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die ersten entgegengesetzten Richtungen (C, D)
senkrecht zu den zweiten entgegengesetzten Richtungen (A, B) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei das Stick-Bedienelement (28) mindestens
ein Bedienelement (29, 30) zum Betätigen der Greiffunktion der Greifereinrichtung
(6), insbesondere ein Tastenbedienelement aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei das Stick-Bedienelement (28) ein erstes Bedienelement
(29) zum Betätigen der Greifereinrichtung (6) ohne Blasluft und ein zweites Bedienelement
(30) zum Betätigen der Greifereinrichtung (6) mit Blasluft aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Betätigungseinrichtung (12)
ein Bedienelement (37) zum Betätigen einer automatischen Rückfahrt der Greifereinrichtung
(6) vom Rütteltisch (5) zum verbliebenen Gesamtstapel (3), nach Ablegen des Teilstapels
(2) auf dem Rütteltisch (5), und/oder ein Bedienelement zum Betätigen einer automatischen
Hinfahrt der Greifereinrichtung (6) nach dem Greifen des Teilstapels (2) zum Rütteltisch
(5) zwecks Ablage des Teilstapels (2) auf dem Rütteltisch (5) aufweist..
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Greifereinrichtung (6) oder
das dritte Rahmenteil (16) Sensormittel zum Erfassen der Position der Greifereinrichtung
(6) relativ zum Rütteltisch (5) bzw. eines bereits auf dem Rütteltisch (5) aufliegenden
Stapels (50) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Greiferoberteil (9) um eine
horizontale Achse (38) schwenkbar in einer Aufnahme (39) der Greifereinrichtung (6)
gelagert ist und mittels Stellmitteln (40) um diese Achse (38) aus einer im Wesentlichen
vertikalen Nichtgreifstellung in eine Greifstellung schwenkbar ist, wobei das Greiferoberteil
(9) in der Greifstellung mit einer Greiffläche (41) horizontal angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Greiferuntereil (8) eine
obere Greiffläche (42), die horizontal angeordnet ist sowie in einem freien Bereich
des Greiferunterteils (8) Luftdüsen (43) aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Greiferunterteil (8) in dessen
Längserstreckung endseitig ein oder mehrere Stützsegmente (44, 45, 46) für den Teilstapel
(2) aufnimmt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei zumindest ein äußeres Stützsegment (46) auf der
Seite der Vorrichtung (1), die die Betätigungseinrichtung (12) aufweist, bezüglich
des Greiferunterteils (8) aus einer horizontalen Stellung nach oben schwenkbar ist.