[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder mit einem Steckverbindungsglied,
das zur Herstellung einer elektrischen Verbindung mit einem komplementär ausgestalteten
Steckverbindungsglied steckbar verbindbar ist und das eine Längsachse aufweist, und
mit einem Kabelauslassglied, das einen Kabelführungskanal aufweist mit einem dem Steckverbindungsglied
zugewandten, fluchtend zur Längsachse des Steckverbindungsglieds ausgerichteten vorderen
Kanalabschnitt und einem dem Steckverbindungsglied abgewandten, im Winkel zur Längsachse
des Steckverbindungsglieds ausgerichteten hinteren Kanalabschnitt, wobei das Kabelauslassglied
in mehreren Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied lösbar verbindbar ist.
[0002] Derartige elektrische Steckverbinder kommen beispielsweise zur Herstellung einer
elektrischen Verbindung zwischen einem ersten Kabel und einem zweiten Kabel oder auch
zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen einem ersten Kabel und einem
elektrischen Gerät zum Einsatz. Hierzu ist ein Steckverbindungsglied des Steckverbinders
mit einem komplementär ausgestalteten Steckverbindungsglied steckbar verbindbar. Das
Steckverbindungsglied kann beispielsweise als Verbindungsstecker ausgebildet sein,
der in eine Verbindungsbuchse eingesteckt werden kann, oder auch als Verbindungsbuchse,
in die ein Verbindungsstecker eingesteckt werden kann. Ein Kabel kann durch einen
Kabelführungskanal des Kabelauslassglieds hindurch zum Steckverbindungsglied geführt
werden. Der Kabelführungskanal weist einen dem Steckverbindungsglied zugewandten vorderen
Kanalabschnitt und einen dem Steckverbindungsglied abgewandten hinteren Kanalabschnitt
auf. Um die Baulänge des elektrischen Steckverbinders möglichst gering zu halten,
ist der hintere Kanalabschnitt im Winkel zum vorderen Kanalabschnitt ausgerichtet.
Das durch den Kabelführungskanal hindurchgeführte Kabel erfährt somit im Kabelführungskanal
im Bereich zwischen dem vorderen Kanalabschnitt und dem hinteren Kanalabschnitt eine
Krümmung.
[0003] Das Kabelauslassglied ist mit dem Steckverbindungsglied lösbar verbindbar, wobei
es in mehreren Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied lösbar verbunden werden
kann, so dass der hintere Kanalabschnitt unterschiedliche Winkelstellungen bezogen
auf die Längsachse des Steckverbindungsglieds einnehmen kann und somit das Kabel in
unterschiedliche Richtungen geführt werden kann.
[0004] Aus der Veröffentlichung
EP 2 323 228 A2 ist ein elektrischer Steckverbinder bekannt mit einem Isolierkörper und einem gewinkelten
Zugentlastungselement. Der Isolierkörper ist mit einem quadratischen Kragen versehen,
der eine umlaufende Ausnehmung mit Verrastungsaussparungen aufweist. Das gewinkelte
Zugentlastungselement weist eine dazu passende Anschlussöffnung sowie eine U-förmige
Schiene auf, welche die Anschlussöffnung an drei Seiten umgibt. Die Schiene weist
Rastnasen und Rasthaken auf und kann quer zur Längsachse des Isolierkörpers in vier
verschiedenen Ausrichtungen, die jeweils in einem Winkel von 90° zueinander versetzt
angeordnet sind, in die Ausnehmung des Isolierkörpers eingeschoben werden.
[0005] Das Aufschieben der Schiene des Zugentlastungselements quer zur Längsachse des Isolierkörpers
gestaltet sich insbesondere bei Einsatz dickerer Kabel häufig recht schwierig.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen elektrischen Steckverbinder der
gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass er auch bei Einsatz dickerer Kabel
eine einfache Handhabung aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem elektrischen Steckverbinder der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Kabelauslassglied durch eine Schwenkbewegung
um eine schräg oder senkrecht zur Längsachse des Steckverbindungsglieds angeordnete
Schwenkachse oder durch eine lineare Bewegung entlang der Längsachse des Steckverbindungsglieds
mit dem Steckverbindungsglied lösbar verbindbar ist.
[0008] Durch das Schwenken des Kabelauslassglieds um eine schräg oder bevorzugt senkrecht
zur Längsachse des Steckverbindungsglieds ausgerichtete Schwenkachse oder auch durch
eine lineare Bewegung entlang der Längsachse des Steckverbindungsglieds kann das Kabelauslassglied
auf sehr einfache Weise mit dem Steckverbindungsglied lösbar verbunden werden. Die
Handhabung gestaltet sich insbesondere auch bei Einsatz dickerer, nur mit erheblichem
Kraftaufwand verbiegbarer Kabel einfach.
[0009] Das Steckverbindungsglied weist üblicherweise ein Anschlussmodul auf, an das die
einzelnen Adern des Kabels angeschlossen werden kann. Derartige Anschlussmodule werden
häufig auch als Adernmanager bezeichnet. Das Anschlussmodul kann in Längsrichtung
des Steckverbindungsglieds in das Steckverbindungsglied eingeführt werden, und durch
eine Schwenkbewegung des Kabelauslassglieds oder auch durch eine lineare Bewegung
des Kabelauslassglieds in Richtung der Längsachse des Steckverbindungsglieds kann
das Anschlussmodul beim Herstellen der Verbindung zwischen dem Steckverbindungsglied
und dem Kabelauslassglied in seine Endstellung überführt werden. Dies hat eine weitere
Vereinfachung der Handhabung des elektrischen Steckverbinders zur Folge.
[0010] Der hintere Kanalabschnitt des Kabelführungskanals ist in einem Winkel zum vorderen
Kanalabschnitt des Kabelführungskanals ausgerichtet. Günstig ist es, wenn der Winkel
zwischen dem vorderen Kanalabschnitt und dem hinteren Kanalabschnitt mindestens 45°
beträgt. Günstigerweise beträgt der Winkel zwischen dem vorderen Kanalabschnitt und
dem hinteren Kanalabschnitt 45° bis 90°. Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
ist der hintere Kanalabschnitt senkrecht zum vorderen Kanalabschnitt ausgerichtet.
Dies verleiht dem elektrischen Steckverbinder eine besonders geringe Baulänge.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der elektrische Steckverbinder
mindestens ein Arretierungsglied auf zum lösbaren Arretieren des Kabelauslassglieds
am Steckverbindungsglied. Das Arretierungsglied ist zwischen einer Freigabestellung
und einer Arretierungsstellung hin und her bewegbar. Beim Herstellen der Verbindung
zwischen dem Kabelauslassglied und dem Steckverbindungsglied kann das Arretierungsglied
seine Freigabestellung einnehmen, und nach erfolgtem Verbinden des Kabelauslassglieds
mit dem Steckverbindungsglied kann das Arretierungsglied in seine Arretierungsstellung
überführt werden, in der es das Kabelauslassglied am Steckverbindungsglied festlegt.
[0012] Das Arretierungsglied ist günstigerweise um eine schräg oder senkrecht zur Längsachse
des Steckverbindungsglieds ausgerichtete Schwenkachse verschwenkbar. Alternativ kann
vorgesehen sein, dass das Arretierungsglied senkrecht zur Längsachse des Steckverbindungsglieds
linear verschiebbar ist.
[0013] Bevorzugt ist das Arretierungsglied am Steckverbindungsglied gelagert.
[0014] Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Arretierungsglied in einer Arretierungsstellung
verrastbar ist. Das Arretierungsglied weist hierzu bevorzugt mindestens ein erstes
Rastelement auf, das in der Arretierungsstellung des Arretierungsglieds mit einem
zweiten Rastelement zur Herstellung einer Rastverbindung zusammenwirkt. Beispielsweise
kann am Arretierungsglied mindestens eine Rastnase angeordnet sein, die in der Arretierungsstellung
des Arretierungsglieds in eine zugeordnete Rastausnehmung eintaucht.
[0015] Wie bereits erwähnt, kann das Kabelauslassglied in mehreren unterschiedlichen Ausrichtungen
mit dem Steckverbindungsglied lösbar verbunden werden. Günstig ist es, wenn der elektrische
Steckverbinder mehrere erste Verbindungselemente aufweist, die einander paarweise
diametral gegenüberliegen, und wenn der elektrische Steckverbinder zwei einander diametral
gegenüberliegende zweite Verbindungselemente aufweist, wobei in den einzelnen Ausrichtungen
des Kabelauslassglieds jeweils ein Paar der ersten Verbindungselemente mit den zweiten
Verbindungselementen lösbar verbindbar ist.
[0016] Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der elektrische Steckverbinder zwei
Paare von ersten Verbindungselementen aufweist, die bezogen auf die Längsachse des
Steckverbindungsglieds um 90° zueinander versetzt angeordnet sind. Dies gibt dem Benutzer
die Möglichkeit, das Kabelauslassglied in insgesamt vier jeweils um 90° zueinander
versetzt angeordneten Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied lösbar zu verbinden.
[0017] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Paare von ersten Verbindungselementen
am Kabelauslassglied und die beiden zweiten Verbindungselemente am Steckverbindungsglied
angeordnet.
[0018] Günstig ist es, wenn die ersten Verbindungselemente im Abstand zueinander angeordnet
sind. Die ersten Verbindungselemente können beispielsweise an einer dem Steckverbindungsglied
zugewandten Stirnseite des Kabelauslassglieds positioniert sein, wobei die ersten
Verbindungselemente in der Art von Vorsprüngen oder Vertiefungen ausgebildet sind,
die jeweils im Abstand zueinander angeordnet sind.
[0019] Die zweiten Verbindungselemente sind vorteilhafterweise im Abstand zueinander angeordnet.
Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die zweiten Verbindungselemente an einer
dem Kabelauslassglied zugewandten Rückseite des Steckverbindungsglieds positioniert
sind, wobei das Steckverbindungsglied eine Öffnung aufweist, in deren Rand die zweiten
Verbindungselemente eingeformt oder angeformt sind.
[0020] Von Vorteil ist es, wenn die ersten Verbindungselemente als Verbindungslaschen und
die zweiten Verbindungselemente als Verbindungsaufnahmen ausgestaltet sind, wobei
in jeder Ausrichtung des Kabelauslassglieds ein Paar von Verbindungslaschen in die
Verbindungsaufnahmen einführbar sind.
[0021] Bevorzugt sind die Verbindungslaschen rechteckförmig ausgestaltet.
[0022] Vorteilhafterweise stehen die Verbindungslaschen von einer Stirnfläche des Kabelauslassglieds
ab.
[0023] Bevorzugt sind die Verbindungslaschen parallel zur Längsachse des Steckverbindungsglieds
ausgerichtet.
[0024] Die Verbindungsaufnahmen sind bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung an
der Innenseite eines dem Kabelauslassglied zugewandten Kragens des Steckverbindungsglieds
angeordnet.
[0025] Zur Herstellung einer lösbaren Verbindung können die Verbindungslaschen in die Verbindungsaufnahmen
eingeführt werden, wobei die Verbindungslaschen um eine senkrecht zur Längsachse des
Steckverbindungsglieds ausgerichtete Schwenkachse verschwenkt oder parallel zur Längsachse
des Steckverbindungsglieds verschoben werden.
[0026] Bevorzugt weisen die Verbindungslaschen jeweils eine Durchbrechung auf und in einer
der Verbindungsaufnahmen ist ein Vorsprung angeordnet, der beim Einführen einer Verbindungslasche
in die Verbindungsaufnahme in die Durchbrechung eintaucht. Bei einer derartigen Ausgestaltung
kann somit eine erste Verbindungsaufnahme einen Vorsprung aufweisen und in einem ersten
Montageschritt kann eine erste Verbindungslasche in die erste Verbindungsaufnahme
eingehängt werden, wobei die Durchbrechung der ersten Verbindungslasche den Vorsprung
der ersten Verbindungsaufnahme aufnimmt. Anschließend kann in einem zweiten Montageschritt
das Kabelauslassglied um eine senkrecht zur Längsachse des Steckverbindungsglieds
ausgerichtete Schwenkachse so weit verschwenkt werden, dass eine der ersten Verbindungslasche
diametral gegenüberliegende zweite Verbindungslasche in eine der ersten Verbindungsaufnahme
diametral gegenüberliegende zweite Verbindungsaufnahme eingeschwenkt werden kann.
Das Herstellen einer Verbindung zwischen dem Kabelauslassglied und dem Steckverbindungsglied
gestaltet sich bei einer derartigen Ausgestaltung besonders einfach.
[0027] Günstig ist es, wenn das voranstehend bereits erläuterte Arretierungsglied einen
Riegel aufweist, der in eine Verbindungsaufnahme einführbar ist. Wurde zuvor in diese
Verbindungsaufnahme eine Verbindungslasche mit einer Durchbrechung eingeführt, so
kann die Verbindungslasche anschließend mittels des Riegels des Arretierungsglieds
in der Verbindungsaufnahme festgelegt werden.
[0028] Von besonderem Vorteil ist es, wenn eine Verbindungsaufnahme eine kreisbogenförmige
Begrenzung aufweist. Die kreisbogenförmige Begrenzung bildet eine Wand der Verbindungsaufnahme
aus. Entlang der kreisbogenförmigen Begrenzung kann eine Verbindungslasche beim Einschwenken
in die Verbindungsaufnahme geführt werden.
[0029] Eine weitere Vereinfachung der Handhabung des elektrischen Steckverbinders wird bei
einer vorteilhaften Ausführungsform dadurch erzielt, dass das Kabelauslassglied eine
erste und eine zweite Gehäuseschale aufweist, wobei die erste Gehäuseschale in unterschiedlichen
Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied lösbar verbindbar ist und die zweite Gehäuseschale
zwischen einer die erste Gehäuseschale freigebenden Offenstellung und einer die erste
Gehäuseschale abdeckenden Schließstellung bewegbar ist. Das Kabel wird somit von den
beiden Gehäuseschalen aufgenommen, wobei das Kabel beim Übergang der zweiten Gehäuseschale
aus ihrer Offenstellung in ihre Schließstellung in der gewünschten Weise abgebogen
wird.
[0030] Günstigerweise ist die zweite Gehäuseschale an der ersten Gehäuseschale unverlierbar
gehalten.
[0031] Von Vorteil ist es, wenn die zweite Gehäuseschale an der ersten Gehäuseschale zwischen
der Offenstellung und der Schließstellung hin und her bewegbar gelagert ist.
[0032] Die zweite Gehäuseschale ist günstigerweise um eine schräg oder senkrecht zur Längsachse
des Steckverbindungsglieds ausgerichtete Schwenkachse verschwenkbar.
[0033] Es kann vorgesehen sein, dass die zweite Gehäuseschale mit Hilfe eines Scharniers
an der ersten Gehäuseschale verschwenkbar gelagert ist. Das Scharnier kann zwei senkrecht
zur Längsachse des Steckverbindungsglieds ausgerichtete Scharnierbolzen aufweisen,
die an zwei einander abgewandten Außenseiten der ersten Gehäuseschale angeordnet sind.
Günstigerweise sind die Scharnierbolzen mit der ersten Gehäuseschale einteilig verbunden.
[0034] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Kabelauslassglied eine Überwurfmutter
auf, die auf die beiden Gehäuseschalen aufschraubbar ist. Dies gibt auf konstruktiv
einfache Weise die Möglichkeit, die zweite Gehäuseschale in ihrer Schließstellung
an der ersten Gehäuseschale festzulegen. Die zweite Gehäuseschale kann in Kombination
mit der ersten Gehäuseschale ein Außengewinde ausbilden, auf das die Überwurfmutter
aufgeschraubt werden kann.
[0035] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die beiden Gehäuseschalen in Kombination mit
der Überwurfmutter eine Zugentlastungseinrichtung ausbilden, die das Kabel im Kabelführungskanal
des Kabelauslassglieds festlegt.
[0036] Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die beiden Gehäuseschalen an ihren einander
zugewandten Innenseiten einen radial nach innen gerichteten Vorsprung aufweisen, der
durch Aufschrauben der Überwurfmutter auf die beiden Gehäuseschalen gegen ein im Kabelführungskanal
angeordneten Kabel gepresst werden kann.
[0037] Die nachfolgende Beschreibung vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung einer ersten vorteilhaften Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Steckverbinders mit einem Steckverbindungsglied und einem Kabelauslassglied;
- Figur 2:
- eine perspektivische Darstellung des Steckverbindungsglieds des elektrischen Steckverbinders
aus Figur 1;
- Figur 3:
- eine perspektivische Darstellung des Steckverbindungsglieds aus Figur 1 nach Art einer
Explosionszeichnung;
- Figur 4:
- eine perspektivische Darstellung des Kabelauslassglieds des elektrischen Steckverbinders
aus Figur 1;
- Figur 5:
- eine Längsschnittansicht des elektrischen Steckverbinders aus Figur 1, wobei eine
zweite Gehäuseschale des Kabelauslassglieds eine Offenstellung einnimmt und eine erste
Verbindungslasche des Kabelauslassglieds in eine erste Verbindungsaufnahme des Steckverbindungsglieds
eingehängt wird;
- Figur 6:
- eine vergrößerte Längsschnittansicht von Detail A aus Figur 5 beim Einhängen der ersten
Verbindungslasche des Kabelauslassglieds in die erste Verbindungsaufnahme des Steckverbindungsglieds;
- Figur 7:
- eine vergrößerte Längsschnittansicht entsprechend Figur 6 nach erfolgtem Verschwenken
des Kabelauslassglieds um eine senkrecht zur Längsachse des Steckverbindungsglieds
ausgerichtete Schwenkachse;
- Figur 8:
- eine vergrößerte Längsschnittansicht entsprechend Figur 6 nach erfolgter Arretierung
des Kabelauslassglieds am Steckverbindungsglied;
- Figur 9:
- eine Längsschnittansicht entsprechend Figur 5, wobei das Kabelauslassglied eine um
90° gedrehte Ausrichtung aufweist und die zweite Gehäuseschale zur Erzielung einer
besseren Übersicht entfernt wurde;
- Figur 10:
- eine vergrößerte Teilschnittdarstellung einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders nach erfolgtem Einschieben von
Verbindungslaschen des Kabelauslassglieds in zugeordnete Verbindungsaufnahmen des
Steckverbindungsglieds und
- Figur 11:
- eine vergrößerte Teilschnittdarstellung der zweiten vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung nach erfolgtem Arretieren des Kabelauslassglieds am Steckverbindungsglied.
[0038] In den Figuren 1 bis 9 ist schematisch eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegte
erste vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Steckverbinders dargestellt.
Der elektrische Steckverbinder 10 weist ein Steckverbindungsglied 12 und ein Kabelauslassglied
14 auf. Das Steckverbindungsglied 12 ist an seinem vorderen Endabschnitt 18 als Verbindungsstecker
ausgestaltet, der mehrere an sich bekannte elektrische Kontaktelemente aufweist, die
im dargestellten Ausführungsbeispiel zum Schutz vor Verschmutzung und Transportschäden
von einer Schutzkappe 20 abgedeckt sind. Die Schutzkappe 20 kann vom Benutzer entfernt
werden, um den vorderen Endabschnitt 18 in eine dem Fachmann bekannte elektrische
Verbindungsbuchse einzuführen. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass der vordere
Endabschnitt 18 als Verbindungsbuchse ausgestaltet ist.
[0039] Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 deutlich wird, nimmt das Steckverbindungsglied
12 ein Anschlussmodul 22 auf mit einem oberen Anschlussblock 24 und einem unteren
Anschlussblock 26, zwischen denen eine elektrische Leiterplatte 28 angeordnet ist
und an die die einzelnen Adern eines elektrischen Kabels angeschlossen werden kann.
Derartige Anschlussmodule 22 sind dem Fachmann beispielsweise aus der
DE 10 2008 064 535 A1 bekannt.
[0040] An seiner dem vorderen Endabschnitt 18 abgewandten Rückseite weist das Steckverbindungsglied
12 einen Kragen 30 auf, der eine Öffnung 32 umgibt. An einer Außenseite des Kragens
30 ist ein Arretierungsglied 34 um eine senkrecht zur Längsachse 16 des Steckverbindungsglieds
12 ausgerichtete Arretierungsachse 36 schwenkbar am Steckverbindungsglied 12 gelagert.
Das Arretierungsglied 34 weist einen Riegel 38 auf und ist zwischen einer in den Figuren
1, 2 und 8 dargestellten Arretierungsstellung und einer in den Figuren 5, 6, 7 und
9 dargestellten Freigabestellung hin und her verschwenkbar.
[0041] Der Kragen 30 weist dem Arretierungsglied 34 zugewandt eine Öffnung 40 auf, die der
Riegel 38 in der Arretierungsstellung des Arretierungsglieds 34 durchgreift.
[0042] In die Innenseite des Kragens 30 ist auf der dem Riegel 38 abgewandten Seite ein
erstes Verbindungselement in Form einer ersten Verbindungsaufnahme 42 eingeformt,
in der ein radial nach innen gerichteter Vorsprung 44 angeordnet ist. Der ersten Verbindungsaufnahme
42 liegt eine zweite Verbindungsaufnahme 46 diametral gegenüber. Die Öffnung 40 mündet
in die zweite Verbindungsaufnahme 46 und in der Arretierungsstellung taucht der Riegel
38 in die zweite Verbindungsaufnahme 46 ein.
[0043] Das Kabelauslassglied 14 weist eine erste Gehäuseschale 48, eine zweite Gehäuseschale
50 sowie eine Überwurfmutter 52 auf. Die erste Gehäuseschale 48 liegt mit einer Stirnseite
54 am Kragen 30 des Steckverbindungsglieds 12 an und definiert einen koaxial zur Längsachse
16 des Steckverbindungsglieds 12 ausgerichteten vorderen Kanalabschnitt 56 eines Kabelführungskanals
58, der das Kabelauslassglied 14 durchgreift. An den vorderen Kanalabschnitt 56 schließt
sich ein hinterer Kanalabschnitt 60 an, der dem Steckverbindungsglied 12 abgewandt
ist und der senkrecht zum vorderen Kanalabschnitt 56 ausgerichtet ist. Eine senkrechte
Ausrichtung des hinteren Kanalabschnitts 60 zum vorderen Kanalabschnitt 56 ist jedoch
nicht zwingend erforderlich. Es kann auch vorgesehen sein, dass der hintere Kanalabschnitt
in einem anderen Winkel zum vorderen Kanalabschnitt 56 ausgerichtet ist, insbesondere
in einem Winkel von mindestens 45°.
[0044] Die zweite Gehäuseschale 50 ist um eine Gehäuseschwenkachse 62 verschwenkbar an der
ersten Gehäuseschale 48 gelagert. Die Gehäuseschwenkachse 62 ist senkrecht zur Längsachse
16 des Steckverbindungsglieds 12 und parallel zur Arretierungsachse 36 des Arretierungsglieds
34 ausgerichtet. Die Lagerung der zweiten Gehäuseschale 50 an der ersten Gehäuseschale
48 erfolgt mit Hilfe eines Scharniers, das zwei fluchtend zueinander ausgerichtete,
außenseitig an die erste Gehäuseschale 48 angeformte Schwenkzapfen aufweist, wobei
in der Zeichnung lediglich ein Schwenkzapfen 64 erkennbar ist. Die zweite Gehäuseschale
50 kann zwischen einer in Figur 5 dargestellten Offenstellung und einer in Figur 4
dargestellten Schließstellung hin und her verschwenkt werden. In ihrer Schließstellung
definiert die zweite Gehäuseschale 50 zusammen mit der ersten Gehäuseschale 48 den
hinteren Kanalabschnitt 60 des Kabelführungskanals 58.
[0045] Die beiden Gehäuseschalen 48, 50 sind in ihrem dem Steckverbindungsglied 12 abgewandten
Endbereich ungefähr halbzylinderförmig ausgestaltet und bilden gemeinsam ein Außengewinde
66 des Kabelauslassglieds 14, auf das die Überwurfmutter 52 aufgeschraubt werden kann.
[0046] In ihren dem Steckverbindungsglied 12 abgewandten Endbereichen weisen die beiden
Gehäuseschalen 48, 50 jeweils eine sich in Umfangsrichtung entlang eines Teilbereichs
des hinteren Kanalabschnitts 60 erstreckenden Vorsprung 68, 70 auf mit einer in den
hinteren Kanalabschnitt 60 gerichteten Keilfläche 72, 74. Die beiden Vorsprünge 68,
70 bilden in Kombination mit der Überwurfmutter 52 eine Zugentlastungseinrichtung
aus, in die ein in Figur 1 dargestelltes Kabel 76 eingeklemmt werden kann. Das Kabel
76 durchgreift den Kabelführungskanal 58, wobei es im Bereich zwischen dem hinteren
Kanalabschnitt 60 und dem vorderen Kanalabschnitt 56 um 90° gebogen wird. Die einzelnen
Adern des Kabels 76 sind an die Anschlussblöcke 24 und 26 des Anschlussmoduls 22 angeschlossen.
[0047] Zum Anschließen der Adern des Kabels 76 an das Anschlussmodul 22 kann das Kabel 76
durch den Kabelführungskanal 58 hindurchgeführt werden und anschließend können die
einzelnen Adern an die Anschlussblöcke 24, 26 angeschlossen werden. Danach kann das
Anschlussmodul 22 durch die Öffnung 32 in das Steckverbindungsglied 12 eingeführt
werden. In einem weiteren Montageschritt kann dann das Kabelauslassglied 14, das vom
Kabel 76 durchgriffen wird, mit dem Steckverbindungsglied 12 verbunden werden. An
der Stirnseite 54 der ersten Gehäuseschale 48 sind hierzu ein erstes Paar von Verbindungslaschen
78, 80 und ein zweites Paar von Verbindungslaschen 82, 84 angeformt, die von der eben
ausgebildeten Stirnseite 54 senkrecht in Richtung auf das Steckverbindungsglied 12
abstehen. Die Verbindungslaschen 78, 80, 82 und 84 sind parallel zur Längsachse 16
des Steckverbindungsglieds 12 ausgerichtet. Die Verbindungslaschen 78, 80 liegen einander
bezogen auf die Längsachse 16 diametral gegenüber, und in entsprechender Weise liegen
die Verbindungslaschen 82, 84 des zweiten Paars einander bezogen auf die Längsachse
16 diametral gegenüber. Das zweite Paar von Verbindungslaschen 82, 84 ist in einem
Winkel von 90° zum ersten Paar von Verbindungslaschen 78, 80 verdreht angeordnet.
[0048] Der Einsatz von insgesamt vier Verbindungslaschen, von denen jeweils zwei einander
paarweise gegenüberliegen, ermöglicht es dem Benutzer, das Kabelauslassglied 14 in
vier zueinander jeweils um 90° versetzten Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied
12 lösbar zu verbinden. Hierzu kann der Benutzer in einem ersten Verbindungsschritt
eine der Verbindungslaschen, beispielsweise die Verbindungslasche 78, in die erste
Verbindungsaufnahme 42 einhängen. Sämtliche Verbindungslaschen 78, 80, 82, 84 weisen
hierzu eine Durchbrechung 86 auf, in die der Vorsprung 44 der ersten Verbindungsaufnahme
42 eintauchen kann.
[0049] Nachdem beispielsweise die Verbindungslasche 78 in die erste Verbindungsaufnahme
42 eingehängt wurde, wie dies in Figur 5 dargestellt ist, kann das Kabelauslassglied
14 um eine senkrecht zur Längsachse 16 des Steckverbindungsglieds 12 ausgerichtete
Schwenkachse 88 so weit verschwenkt werden, dass die der in die erste Verbindungsaufnahme
42 eingehängten Verbindungslasche 78 diametral gegenüberliegende Verbindungslasche
80 in die zweite Verbindungsaufnahme 46 eingeschwenkt wird. Die Schwenkachse 88 ist
parallel zu der Seite des Kragens 30 ausgerichtet, in die die erste Verbindungsaufnahme
42 einmündet, und die von der Öffnung 40 des Kragens 30 durchbrochene Wand 90 der
zweiten Verbindungsaufnahme 46 ist kreisbogenförmig ausgebildet, wobei der von der
Wand 90 definierte Teilkreis seinen Mittelpunkt auf der Schwenkachse 88 hat. Beim
Einschwenken der Verbindungslasche 80 in die zweite Verbindungsaufnahme 46 kann die
Verbindungslasche 80 an der kreisbogenförmigen Wand 90 entlanggleiten.
[0050] In einem nachfolgenden Verbindungsschritt kann das Arretierungsglied 34, das zunächst
seine Freigabestellung eingenommen hat, in seine Arretierungsstellung verschwenkt
werden. In der Arretierungsstellung durchgreift der Riegel 38 die Durchbrechung 86
der in die zweite Verbindungsaufnahme 46 eingeführten Verbindungslasche 80. Das Kabelauslassglied
14 ist dadurch am Steckverbindungsglied 12 festgelegt.
[0051] Das Arretierungsglied 34 taucht in seiner Arretierungsstellung in eine außenseitige
Ausnehmung 92 des Steckverbindungsglieds 12 ein, die von zwei parallel zur Längsachse
16 des Steckverbindungsglieds 12 ausgerichteten Erhebungen begrenzt wird. Die Erhebungen
weisen jeweils eine Rastausnehmung 94, 96 auf, in die in der Arretierungsstellung
jeweils ein Rastvorsprung des Arretierungsglieds 34 einrastet. In Figur 3 ist ein
Rastvorsprung 98 des Arretierungsglieds 34 erkennbar.
[0052] Mittels der Rastausnehmungen 94, 96 und der Rastvorsprünge 98 kann das Arretierungsglied
34 in seiner Arretierungsstellung festgelegt werden. Dadurch wird verhindert, dass
sich das Kabelauslassglied 34 unbeabsichtigt vom Steckverbindungsglied 12 löst.
[0053] Wie bereits erwähnt, kann das Kabelauslassglied 14 durch den Einsatz der vier Verbindungslaschen
78, 80, 82, 84 in vier verschiedenen Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied 12
verbunden werden. In Figur 9 ist hierzu die erste Gehäuseschale 48 in einer um 90°
gedrehten Ausrichtung schematisch dargestellt. Auch in dieser Ausrichtung kann das
Kabelauslassglied 14 auf einfache Weise mit dem Steckverbindungsglied 12 durch eine
Schwenkbewegung verbunden werden. Hierbei wird zunächst eine der Verbindungslaschen
82, 84, beispielsweise die Verbindungslasche 82, in die erste Verbindungsaufnahme
42 eingehängt und anschließend wird das Kabelauslassglied 14 um die Schwenkachse 88
so weit verschwenkt, dass die der Verbindungslasche 82 diametral gegenüberliegende
Verbindungslasche 84 in die zweite Verbindungsaufnahme 46 eintaucht. Abschließend
kann dann der Riegel 38 des Arretierungsglieds 34 die Durchbrechung 86 der in die
zweite Verbindungsaufnahme 46 eingeführten Verbindungslasche 84 durchgreifen und dadurch
das Kabelauslassglied 14 in der gewünschten Ausrichtung am Steckverbindungsglied 12
festlegen.
[0054] Nach erfolgtem Herstellen der mechanischen Verbindung zwischen dem Kabelauslassglied
14 und dem Steckverbindungsglied 12 kann die zweite Gehäuseschale 50 in ihre Schließstellung
verschwenkt werden, und abschließend kann dann die Überwurfmutter 52 auf das Außengewinde
66 der beiden Gehäuseschalen 48, 50 aufgeschraubt werden, wobei die Vorsprünge 68,
70 der Gehäuseschalen 48, 50 das Kabel 76 zwischen sich einklemmen.
[0055] In den Figuren 10 und 11 ist in Teilschnittansichten eine zweite vorteilhafte Ausführungsform
eines elektrischen Steckverbinders schematisch dargestellt. Die zweite vorteilhafte
Ausführungsform ist in den Figuren 10 und 11 insgesamt mit dem Bezugszeichen 110 belegt.
Der elektrische Steckverbinder 110 ist weitgehend identisch ausgestaltet wie der voranstehend
unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 9 beschriebene elektrische Steckverbinder 10.
Für identische Bauteile werden daher in den Figuren 10 und 11 dieselben Bezugszeichen
verwendet wie in den Figuren 1 bis 9 und bezüglich dieser Bauteile wird zur Vermeidung
von Wiederholungen auf die voranstehenden Erläuterungen Bezug genommen.
[0056] Auch beim elektrischen Steckverbinder 110 kommt ein Kabelauslassglied 14 mit einer
ersten Gehäuseschale 48 und einer zweiten Gehäuseschale 50 zum Einsatz, wobei an der
Stirnseite 54 der ersten Gehäuseschale 48 insgesamt vier Verbindungslaschen 78, 80,
82, 84 angeordnet sind, die einander paarweise diametral gegenüberliegen.
[0057] Der elektrische Steckverbinder 110 weist ein Steckverbindungsglied 112 auf, das eine
erste Verbindungsaufnahme 114 und eine zweite Verbindungsaufnahme 116 umfasst. Die
beiden Verbindungsaufnahmen 114, 116 sind als Aufnahmeschächte ausgebildet, die parallel
zur Längsachse 118 des Steckverbindungsglieds 112 ausgerichtet sind.
[0058] Zum Herstellen einer mechanischen Verbindung zwischen der ersten Gehäuseschale 48
des elektrischen Steckverbinders 110 und dem Steckverbindungsglied 112 kann die erste
Gehäuseschale 48 zusammen mit der an die erste Gehäuseschale 48 angelenkten zweiten
Gehäuseschale 50 kollinear zur Längsachse 118 in Richtung auf das Steckverbindungsglied
112 bewegt werden, wobei je nach Ausrichtung der ersten Gehäuseschale 48 entweder
die Verbindungslaschen 78 und 80 oder aber die Verbindungslaschen 82 und 84 in die
schachtförmigen Verbindungsaufnahmen 114, 116 des Steckverbindungsglieds 112 eintauchen.
[0059] Zur Arretierung der ersten Gehäuseschale 48 am Steckverbindungsglied 112 kommt ein
Arretierungsglied 120 zum Einsatz, das senkrecht zur Längsachse 118 zwischen einer
in Figur 10 dargestellten Freigabestellung und einer in Figur 11 dargestellten Arretierungsstellung
hin und her verschoben werden kann. Mittels in den Figuren 10 und 11 nicht dargestellter
Rastelemente kann das Arretierungsglied 120 in der Arretierungsstellung mit dem Steckverbindungsglied
112 lösbar verrastet werden.
[0060] Während beim elektrischen Steckverbinder 10 die mechanische Verbindung zwischen der
ersten Gehäuseschale 48 und dem Steckverbindungsglied 12 über eine Schwenkbewegung
erfolgt, erfolgt die mechanische Verbindung zwischen der ersten Gehäuseschale 48 und
dem Steckverbindungsglied 112 über eine lineare Schubbewegung. In beiden Fällen kann
auf einfache Weise eine mechanische Verbindung erzielt werden.
1. Elektrischer Steckverbinder mit einem Steckverbindungsglied (12; 112), das zur Herstellung
einer elektrischen Verbindung mit einem komplementären Steckverbindungsglied steckbar
verbindbar ist und das eine Längsachse (16; 118) aufweist, und mit einem Kabelauslassglied
(14), das einen Kabelführungskanal (58) aufweist mit einem dem Steckverbindungsglied
(12; 112) zugewandten, fluchtend zur Längsachse (16; 118) des Steckverbindungsglieds
(12; 112) ausgerichteten vorderen Kanalabschnitt (56) und einem dem Steckverbindungsglied
(12; 112) abgewandten, im Winkel zur Längsachse (16; 118) des Steckverbindungsglieds
(12; 112) ausgerichteten hinteren Kanalabschnitt (60), wobei das Kabelauslassglied
(14) in mehreren Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied (12; 112) lösbar verbindbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelauslassglied (14) durch eine Schwenkbewegung um eine schräg oder senkrecht
zur Längsachse (16) des Steckverbindungsglieds (12) angeordnete Schwenkachse (88)
oder durch eine lineare Bewegung entlang der Längsachse (118) des Steckverbindungsglieds
(112) mit dem Steckverbindungsglied (12; 112) lösbar verbindbar ist.
2. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Kanalabschnitt (60) in einem Winkel von mindestens 45° zum vorderen Kanalabschnitt
(56) ausgerichtet ist.
3. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Steckverbinder (10; 110) mindestens ein Arretierungsglied (34; 120)
aufweist zum lösbaren Arretieren des Kabelauslassglieds (14) am Steckverbindungsglied
(12; 112).
4. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungsglied (34; 120) um eine schräg oder senkrecht zur Längsachse (16)
des Steckverbindungsglieds (12) ausgerichtete Schwenkachse (36) verschwenkbar oder
senkrecht zur Längsachse (118) des Steckverbindungsglieds (112) linear verschiebbar
gelagert ist.
5. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungsglied (34; 120) am Steckverbindungsglied (12; 112) gelagert ist.
6. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungsglied (34; 120) in einer Arretierungsstellung verrastbar ist.
7. Elektrischer Steckverbinder nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Steckverbinder (10) mehrere erste Verbindungselemente (78, 80, 82,
84)aufweist, die einander paarweise diametral gegenüberliegen, sowie zwei einander
diametral gegenüberliegende zweite Verbindungselemente (42, 46; 114, 116), wobei in
den einzelnen Ausrichtungen des Kabelauslassteils (14) jeweils ein Paar der ersten
Verbindungselemente (78, 80, 82, 84) mit den zweiten Verbindungselementen (42, 46;
114, 116) lösbar verbindbar ist.
8. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Paare von ersten Verbindungselementen (78, 80, 82, 84) am Kabelauslassglied (14)
und die beiden zweiten Verbindungselemente (42, 46; 114, 116) am Steckverbindungsglied
(12; 112) angeordnet sind.
9. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungselemente (78, 80, 82, 84) voneinander beabstandet sind.
10. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungselemente (42, 46; 114, 116) voneinander beabstandet sind.
11. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungselemente als Verbindungslaschen (78, 80, 82, 84) ausgestaltet
sind und dass die zweiten Verbindungselemente als Verbindungsaufnahmen (42, 46; 114,
116) ausgestaltet sind, wobei in jeder Ausrichtung des Kabelauslassglieds (14) ein
Paar von Verbindungslaschen (78, 80, 82, 84) in die Verbindungsaufnahmen (42, 46;
114, 116) einführbar sind.
12. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslaschen (78, 80, 82, 84) von einer Stirnfläche (54) des Kabelauslassglieds
(14) abstehen und parallel zur Längsachse (16) des Steckverbindungsglieds (12; 112)
ausgerichtet sind.
13. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsaufnahmen (42, 46) an der Innenseite eines dem Kabelauslassglied (14)
zugewandten Kragens (30) des Steckverbindungsglieds (12) angeordnet sind.
14. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsaufnahmen (114, 116) schachtartig in einen dem Kabelauslassglied (14)
zugewandten Kragen (30) des Steckverbindungsglieds (112) eingeformt sind.
15. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslaschen (78, 80, 82, 84) jeweils eine Durchbrechung (86) aufweisen
und dass in einer Verbindungsaufnahme (42) ein Vorsprung (44) angeordnet ist, der
beim Einführen einer Verbindungslasche (78, 80, 82, 84) in die Verbindungsaufnahme
(42) in die Durchbrechung (86) eintaucht.
16. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 11 in Verbindung mit einem der Ansprüche
3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungsglied (34; 120) einen Riegel (38) aufweist, der in eine Verbindungsaufnahme
(42, 46; 114, 116) einführbar ist.
17. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindungsaufnahme (46) eine kreisbogenförmige Begrenzung (90) aufweist.
18. Elektrischer Steckverbinder nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelauslassglied (14) eine erste und eine zweite Gehäuseschale (48, 50) aufweist,
wobei die erste Gehäuseschale (48) in unterschiedlichen Ausrichtungen mit dem Steckverbindungsglied
(12) lösbar verbindbar ist und die zweite Gehäuseschale (50) zwischen einer die erste
Gehäuseschale (48) freigebenden Offenstellung und einer die erste Gehäuseschale (48)
abdeckenden Schließstellung bewegbar ist.
19. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gehäuseschale (50) an der ersten Gehäuseschale (48) zwischen der Offenstellung
und der Schließstellung hin und her bewegbar gelagert ist.
20. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gehäuseschale (50) um eine schräg oder senkrecht zur Längsachse (16; 118)
des Steckverbindungsglieds (12; 112) ausgerichtete Schwenkachse (62) verschwenkbar
ist.
21. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 18, 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelauslassglied (14) eine Überwurfmutter (52) aufweist, die auf die beiden
Gehäuseschalen (48, 50) aufschraubbar ist.