| (19) |
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(11) |
EP 2 925 615 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.2016 Patentblatt 2016/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.10.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/003122 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/082696 (05.06.2014 Gazette 2014/23) |
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| (54) |
KUNSTSTOFFBEHÄLTER
PLASTIC CONTAINER
RÉCIPIENT EN MATIÈRE PLASTIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.11.2012 CH 26302012 05.03.2013 CH 5432013
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.10.2015 Patentblatt 2015/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co. KG |
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6971 Hard (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DORNBACH, Christian
A-6971 Hard (AT)
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| (74) |
Vertreter: Bohest AG Branch Ostschweiz |
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Postfach 9471 Buchs 9471 Buchs (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2011/007734 US-A1- 2007 170 144
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US-A- 5 850 932 US-A1- 2009 283 495
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kunststoffbehälter, insbesondere eine Kunststoffflasche,
für die Aufbewahrung von flüssigen Produkten unter einem geringen Überdruck.
[0002] Die in der Vergangenheit üblichen Behältnisse aus Weiss- oder Buntblech, aus Glas
oder auch aus Keramik werden in zunehmendem Masse von Behältnissen aus Kunststoff
abgelöst. Insbesondere für die Verpackung fluider Substanzen, beispielsweise von Getränken,
Öl, Reinigungsutensilien, Kosmetika usw., kommen hauptsächlich Kunststoffbehälter,
insbesondere Kunststoffflaschen zum Einsatz. Das geringe Gewicht und die geringeren
Kosten spielen eine nicht unerhebliche Rolle bei dieser Substitution. Die Verwendung
rezyklierbarer Kunststoffmaterialien und die insgesamt günstigere Gesamtenergiebilanz
bei ihrer Herstellung tragen auch dazu bei, die Akzeptanz von Kunststoffbehältern,
insbesondere von Kunststoffflaschen, beim Konsumenten zu fördern.
[0003] Kunststoffbehälter, insbesondere Kunststoffflaschen, besitzen einen Behälterkörper,
an dessen eines Längsende üblicherweise ein Behälterhals anschliesst, der mit wenigstens
einer Ausgiessöffnung ausgestattet ist. Der Behälterkörper weist oft eine regelmässige,
beispielsweise kreisförmige oder auch im wesentlichen quadratische Querschnittsfläche
auf. Er kann aber auch einen ovalen Querschnitt besitzen. An das andere Ende des Behälterkörpers
schliesst ein Bodenabschnitt an. Der Bodenabschnitt umfasst einen Behälterboden und
einen seitlich hochgezogenen Randbereich, der in den Behälterkörper übergeht.
[0004] Der Kunststoffbehälter kann in einem Extrusionsblasverfahren aus einem kontinuierlich
oder diskontinuierlich extrudierten ein- oder mehrschichtigen Kunststoffschlauch hergestellt
sein. Dabei wird ein Abschnitt des extrudierten Kunststoffschlauchs in die Formkavität
eines Blasformwerkzeugs eingebracht und durch ein mit Überdruck eingebrachtes Gas,
üblicherweise Luft, gemäss der Formkavität aufgeblasen. Die Blasluft wird mittels
eines Kalibrierblasdorns zugeführt, der in den in der Formkavität befindlichen Kunststoffschlauchabschnitt
eingefahren wird. Der ausgeformte und abgekühlte Kunststoffbehälter wird entformt.
[0005] Der Kunststoffbehälter kann auch in einem ein- oder mehrstufigen Streckblasverfahren
hergestellt sein. Dabei wird zunächst in einem Spritzgiess- oder Fliesspressverfahren
ein länglicher Vorformling (Preform) hergestellt. Der Vorformling wird in einem weiteren
Schritt in die Formkavität eines Blasformwerkzeugs eingesetzt und durch ein mit Überdruck
eingebrachtes Gas, üblicherweise Luft, gemäss der Formkavität aufgeblasen. Während
des Aufblasvorgangs wird der Vorformling mittels eines eingefahrenen Reckdorns zusätzlich
axial verstreckt. Der gemäss der Formkavität fertig streckgeblasene und abgekühlte
Kunststoffbehälter wird schliesslich entformt. Von einem einstufigen Streckblasverfahren
spricht man, wenn die Weiterverarbeitung des noch heissen Vorformlings unmittelbar
im Anschluss an die Herstellung des Vorformlings erfolgt. Beim zweistufigen Streckblasverfahren
wird der hergestellte Vorformling zeitlich und/oder räumlich getrennt weiterverarbeitet,
wobei er für den eigentlichen Streckblasvorgang erneut erwärmt werden muss.
[0006] Vielfach werden in Kunststoffbehältern flüssige Produkte unter einem leichten Überdruck
aufbewahrt. Dieser leichte Überdruck entsteht beispielsweise dadurch, dass nach dem
Abfüllen der Kunststoffbehälter mit Stickstoffgas gefüllt wird. Durch den Stickstoff
wird der Sauerstoff verdrängt, der sonst zu einer Oxidation des Füllgutes führen und
so die Lagerbeständigkeit des abgefüllten Produktes verringern könnte. Aber auch während
ihrer Lagerung ausgasende Produkte können zu einem leichten Überdruck innerhalb des
Kunststoffbehälters führen. Dieser Überdruck beträgt beispielsweise 0.3 - 0.5 bar
und kann bis zu 1.5 bar erreichen. Infolge des Überdrucks besteht eine gewisse Gefahr,
dass sich der Behälterkörper unkontrolliert verformt, beispielsweise nach aussen wölbt,
und dadurch die Standsicherheit des Behälters beeinträchtigt. Aus dem Stand der Technik
sind daher Kunststoffbehälter bekannt, die im Behälterkörper mit geschwächten Bereichen
ausgestattet sind, an denen sich der Behälterkörper in begrenztem Umfang verformen
kann. Der übrige Behälterkörper ist mit einer relativ grossen Wandstärke ausgebildet.
Derartige, mit verformbaren Abschnitten im Behälterkörper ausgestattete Kunststoffbehälter
sind relativ komplex in der Herstellung. Ausserdem schränken die verformbaren Abschnitte
oft den für das Etikettieren des Kunststoffbehälters zur Verfügung stehenden Platz
stark ein. Alternative Lösungsansätze versuchen daher, einer Verformung des Behälterkörpers
dadurch entgegenzuwirken, dass der Behälterboden mit mehr oder weniger kontrolliert
verformbaren Bereichen ausgebildet wird. Beispielsweise sind dazu membranartig ausgebildete
Behälterböden bekannt, welche mehrere konzentrisch angeordnete, gelenkig miteinander
verbundene Bereiche aufweisen, die nach innen gewölbt sind und sich infolge eines
erhöhten Innendrucks nach aussen umstülpen können. Nachdem dieser Verformungsvorgang
des Behälterbodens die Standfestigkeit des Behälters beeinträchtigen könnte, sind
die gelenkig miteinander verbundenen Bereiche des Behälterbodens zwischen Standfüssen
angeordnet, die im Randbereich des Bodenabschnitts ausgebildet sind. Beispielsweise
sind Kunststoffbehälter mit fünf oder mehr Standfüssen bekannt. Abgesehen von der
relativ komplexen Ausbildung seines Bodenabschnitts weist der Behälter wegen der Standfüsse
eine grössere Bauhöhe auf, ohne dadurch wesentlich an Innenvolumen zu gewinnen. Die
Standfüsse müssen mit einer relativ grossen Wandstärke ausgebildet werden, da das
Gewicht des gefüllten Behälters nun auf eine deutlich reduzierte Fläche verteilt ist.
Andererseits besteht jedoch aus ökologischen und ökonomischen Überlegungen der Wunsch,
den Materialbedarf für die Kunststoffbehälter weiter zu verringern.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, den geschilderten Nachteilen der
aus dem Stand der Technik bekannten Kunststoffbehälter, insbesondere Kunststoffflaschen,
abzuhelfen. Es soll ein Kunststoffbehälter für die Aufbewahrung von flüssigen Produkten
unter einem geringen Überdruck geschaffen werden, dessen Behälterkörper weitgehend
vollumfänglich für das Etikettieren zur Verfügung steht. Der Kunststoffbehälter soll
einen Bodenabschnitt aufweisen, der eine möglichst grosse Standfläche besitzt. Auf
Standfüsse im Randbereich des Bodenabschnitts soll verzichtet werden können. Darüber
hinaus sollen die Voraussetzungen für weitere Materialeinsparungen bei der Herstellung
des Kunststoffbehälters geschaffen werden.
[0009] Die Lösung dieser teils widersprüchlichen Aufgaben besteht in einem Kunststoffbehälter
für die Aufbewahrung von flüssigen Produkten unter einem geringen Überdruck, welcher
die im Patentanspruch 1 aufgelisteten Merkmale aufweist. Weiterbildungen und/oder
vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Durch die Erfindung wird ein Kunststoffbehälter, insbesondere zur Aufbewahrung von
flüssigen Produkten unter einem geringen Überdruck, geschaffen, der einen Behälterkörper
mit einer Längsachse aufweist, an dessen eines Längsende ein Behälterhals anschliesst,
der mit wenigstens einer Ausgiessöffnung ausgestattet ist. An das andere Längsende
des Behälterkörpers schliesst ein Bodenabschnitt an, der einen Behälterboden und einen
seitlich hochgezogenen Randbereich aufweist, der in den Behälterkörper übergeht. Der
Behälterboden weist einen in Richtung eines von dem Behälterkörper begrenzten Behälterinneren
gewölbten konkaven Abschnitt auf, dessen Umfang über einen axial vorspringenden abgestuften
Übergangsbereich mit einer Standfläche verbunden ist, die in den seitlich hochgezogenen
Randbereich mündet. Die Standfläche und zumindest ein Teilbereich des abgestuften
Übergangsbereichs sind von einer ersten Anzahl Nuten unterbrochen. Im konkaven Abschnitt
ist eine zweite Anzahl paneelenartiger Vorsprünge ausgebildet, die sich im wesentlichen
zwischen dem abgestuften Übergangsbereich und der Längsachse erstrecken und vor dem
abgestuften Übergangsbereich enden.
[0011] Der erfindungsgemässe Kunststoffbehälter weist einen Bodenabschnitt auf, dessen Merkmalskombination
die Erfüllung der teils widersprüchlichen Aufgabenstellungen ermöglicht. Der konkave
Abschnitt, der kalottenförmig ausgebildet sein kann, ist über den abgestuften Übergangsbereich
mit der Standfläche verbunden. Hierbei kann die Standfläche im Wesentlichen ringförmig
ausgebildet sein, wenn der Kunststoffbehälter einen im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt aufweist. In der Regel weisen die Standflächen die geometrische Form auf,
die auch der Querschnitt im Bereich von dem seitlich hochgezogenen Randbereich in
den Behälterkörper aufweist. Der abgestufte Übergangsbereich weist eine scharnierartige
Funktion auf, die bei erhöhtem Überdruck eine kleine Verformung des konkaven Abschnitts
zulässt. Andererseits verleihen die paneelenartigen Vorsprünge dem konkaven Abschnitt
wieder eine erhöhte Steifigkeit. Die zumindest einen Teilbereich des abgestuften Übergangsbereichs
und die Standflächeunterbrechenden Nuten verleihen dem Bodenabschnitt gesamthaft eine
grössere Steifigkeit. Der abgestufte Übergangsbereich kann beispielsweise aus zwei
Stufen bestehen, bei dem eine an die Standfläche anschliessende erste Stufe durch
die Nut unterbrochen ist, und die dem konkaven Abschnitt benachbarte zweite Stufe
nicht unterbrochen ist. Die Nuten können auch den gesamten abgestuften Übergangsbereich
unterbrechen, also bis in den konkaven Abschnitt hineinreichen. Dadurch sorgen die
Nuten für eine Begrenzung der scharnierartigen Funktion, da der abgestuften Übergangbereich
nicht durchgehend oder umlaufend ausgebildet ist, sondern durch die Nuten in einzelne
Segmente unterteilt wird. Durch die Größe und die Anzahl der Nuten lässt sich die
Steifigkeit des Bodenabschnitts beeinflussen. Hierbei können die Nuten gleichmäßig
oder ungleichmäßig entlang des Umfangs verteilt sein. Die Kombination von die Steifigkeit
erhöhenden und diese wiederum fördernden Merkmalen verleihen dem Bodenabschnitt gerade
die erforderliche Stabilität, um geringen Überdrücken ohne Deformation Stand zu halten,
und andererseits bei erhöhten Innendrücken eine begrenzte Deformation des Behälterbodens
zu ermöglichen. Dadurch ist sichergestellt, dass der Behälterkörper selbst deformationsfrei
bleibt. Als geringe Überdrücke werden für die vorliegende Erfindung Innendrücke von
bis zu 1.5 bar, vorzugsweise von 0.3 bis 0.5 bar, über dem Umgebungsdruck angesehen.
[0012] Die Standfläche des Kunststoffbehälters wird nur durch die Nuten unterbrochen. Dadurch
wird das Gewicht des gefüllten, aufrecht stehenden Behälters auf eine verhältnismässig
grosse Fläche verteilt. Diese Massnahme zusammen mit den die Steifigkeit erhöhenden
Merkmalen in Gestalt der Nuten und der paneelenartigen Vorsprünge schafft die Voraussetzung
für eine Verringerung der Wandstärken, ohne dass darunter die Überdruckfestigkeit
oder die Stauchfestigkeit des Kunststoffbehälters leiden. So kann beispielsweise das
Behältergewicht um bis zu 2 g, beispielsweise von 17.2 g auf 15.2 g, reduziert werden,
ohne dass es zu einer nennenswerten Beeinträchtigung der geforderten Festigkeiten
kommt. Durch entsprechende Produktionsverfahren kann erreicht werden, dass die Wandstärke
des Kunststoffbehälters beispielsweise gleich oder kleiner 0.2 mm ist. Hiervon ausgenommen
kann ein Verschlussgewinde im Halsbereich sein. Derartige Kunststoffbehälter werden
vorzugsweise aus erwärmten Vorformlingen (Preforms) in einem Streckblasverfahren hergestellt.
[0013] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung können sich die Nuten des Kunststoffbehälters
im wesentlichen entlang der Längsachse in den seitlich hochgezogenen Randbereich des
Bodenabschnitts erstrecken. Hierdurch kann die Steifigkeit oder Stabilität des Behälterabschnitts
zusätzlich erhöht werden.
[0014] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung können die erste Anzahl von Nuten
und die zweiten Anzahl der paneelenartigen Vorsprünge voneinander verschieden sein.
Durch die zweite Anzahl von paneelenartigen Vorsprüngen kann die Steifigkeit des konkaven
Abschnitts des Bodenabschnitts unabhängig von der Steifigkeit des hochgezogenen Randbereichs
vorgegeben werden. Meist werden jedoch die erste Anzahl von Nuten und die zweite Anzahl
von paneelenartigen Vorsprüngen gleich sein, um dem Kunststoffbehälter, insbesondere
dem Behälterboden, ein gefälliges Erscheinungsbild zu verleihen.
[0015] In einer Variante der Erfindung kann der konkave Abschnitt des Behälterbodens einen
sich in das Behälterinnere erstreckenden zentralen Dom umschliessen. Der zentrale
Dom weist eine deutlich stärkere Krümmung auf als der kalottenförmige konkave Abschnitt.
Dadurch wird die Steifigkeit des nunmehr ringförmigen konkaven Abschnitts weiter erhöht.
Bei der Herstellung des Kunststoffbehälters in einem Streckblasverfahren, dient der
Scheitelbereich des zentralen Doms als Anlage für einen Reckdorn. Dadurch kann ein
allzu schnelles Abkühlen und Ausfrieren des Bodenabschnitts im Berührungsbereich mit
dem Reckdorn vermieden werden.
[0016] Aus fertigungstechnischen Gründen erweist es sich als zweckmässig, wenn die paneelenartigen
Vorsprünge jeweils vor einem Übergang des konkaven Abschnitts zum zentralen Dom enden.
Insbesondere kann dadurch auch ein Materialstau beim biaxialen Verstreckungsprozess
vermieden werden.
[0017] Für die Erzielung der erforderlichen Flexibilität erweist es sich als zweckmässig,
wenn eine zwischen dem konkaven Abschnitt und der Standfläche mittels des abgestuften
Übergangsbereichs überbrückte axiale Höhe 0.2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 0.5 mm bis
5 mm, besonders bevorzugt 1 mm, beträgt. Eine radiale, sich im Wesentlichen quer zu
der Längsachse des Kunststoffbehälters ertreckende Erstreckung des abgestuften Übergangsbereichs
beträgt dabei etwa 0.2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 0.5 mm bis 5 mm, besonders bevorzugt
1.3 mm.
[0018] Zur Verstärkung des Bodenabschnitts können die sich vom abgestuften Übergangsbereich
in den seitlich hochgezogenen Randbereich erstreckenden Nuten eine Tiefe aufweisen,
die 0.5 mm bis 5 mm, vorzugsweise 1 mm bis 3 mm, besonders bevorzugt 2 mm beträgt.
[0019] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung können die Nuten eine bestimmte
Tiefe aufweisen, welche gleich oder grösser ist als eine axiale Höhe des sich zwischen
dem konkaven Abschnitt und der Standfläche erstreckende abgestufte Übergangsbereichs.
[0020] Hierdurch kann bewirkt werden, dass der Nutengrund in Richtung der Ausgießöffnung
gesehen tiefer liegt als die nach außen weisende Oberfläche des konkaven Abschnitts.
Somit können sich die Nuten bis in den konkaven Abschnitt erstrecken und damit die
Stabilität des Behälterbodens weiter verstärken. Durch diese Ausgestaltung werden
die Standfläche und der abgestufte Übergangsbereich in einzelne Segmente unterteilt.
[0021] Für die Verstärkung des Bodenabschnitts kann es weiter von Vorteil sein, wenn die
Nuten einen Öffnungswinkel aufweisen, der 20° bis 50°, vorzugsweise 27° bis 43°, besonders
bevorzugt 35° beträgt.
[0022] Die paneelenartigen Vorsprünge dienen zur weiteren Versteifung des konkaven Abschnitts
des Behälterbodens. Sie können relativ grossflächig ausgebildet sein und eine in Nachbarschaft
zum abgestuften Übergang gemessene grösste Erstreckung in Umfangsrichtung aufweisen,
die 2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 5 mm bis 8.5 mm, besonders bevorzugt 7.25 mm beträgt.
Die paneelenartigen Vorsprünge können gegenüber dem konkaven Abschnitt einen maximalen
Überstand aufweisen, der 0.5 mm bis 5 mm, vorzugsweise 1.3 mm bis 3.8 mm, besonders
bevorzugt 2.4 mm, beträgt.
[0023] Eine ausgewogene Verteilung des Gesamtgewicht des gefüllten Kunststoffbehälters ergibt
sich auch bereits dadurch, dass ein Kunststoffbehälter, der zumindest innerhalb des
seitlich hochgezogenen Randbereichs einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt
aufweist, eine Standfläche mit einem mittleren Standdurchmesser besitzt, der 60% bis
80% eines Aussendurchmessers des Bodenabschnitts am Übergang des hochgezogenen Randbereichs
zum Behälterkörper beträgt. Die Standfläche kann dabei eine radiale Breite aufweisen,
die 5 % bis 15 % ihres mittleren Standdurchmessers beträgt.
[0024] Die Nuten müssen nicht exakt am abgestuften Übergang enden. Sie können auch einen
sich in Richtung der Längsachse des Kunststoffbehälters erstreckenden Auslauf aufweisen,
der 0.2 mm bis 4 mm in den konkaven Abschnitt ragt. Dies kann ebenfalls zur Versteifung
des konkaven Abschnitts beitragen.
[0025] Für die Standfestigkeit des Kunststoffbehälters kann es sich als vorteilhaft erweisen,
wenn die erste Anzahl von Nuten ungerade ist. In einer beispielsweisen Ausführungsvariante
der Erfindung kann der Bodenabschnitt des Kunststoffbehälters sieben Nuten aufweisen,
die im wesentlichen gleichmässig über den Umfang des Bodenabschnitts verteilt sind.
[0026] Der Kunststoffbehälter kann unterschiedliche Querschnitte aufweisen. Bevorzugt sind
regelmässige Querschnitte, wie beispielsweise kreisförmige oder im wesentlichen quadratische
Querschnitte. Derartige Kunststoffbehälter kommen beispielsweise für die Aufbewahrung
von Speiseöl zum Einsatz, bei dem der Sauerstoff nach dem Füllen durch Stickstoff
verdrängt wird. Dadurch wird im gefüllten Kunststoffbehälter ein geringer Überdruck
von bis zu 1.5 bar, vorzugsweise von 0.3 bis 0.5 bar, gegenüber dem Umgebungsdruck
erzeugt.
[0027] Der Kunststoffbehälter kann in einem Extrusionsblasverfahren aus einem kontinuierlich
oder diskontinuierlich extrudierten Kunststoffschlauch hergestellt sein. Wegen der
höheren erzielbaren Streckverfestigung ist der erfindungsgemäss ausgebildete Kunststoffbehälter
vorzugsweise in einem Streckblasverfahren aus einem zuvor produzierten länglichen
Vorformling hergestellt. Die Herstellung des Vorformlings oder Preforms kann auf unterschiedliche
erfolgen. Beispielsweise kommen dafür Spritzgiessverfahren, Fliesspressverfahren oder
auch Extrusionsblasverfahren zur Anwendung.
[0028] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
des Verfahrens unter Bezugnahme auf die nicht massstabsgetreuen, schematischen Zeichnungen:
- Fig. 1
- zeigt eine Seitenansicht eines vorgeschlagenen Kunststoffbehälters;
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Bodenabschnitts des Kunststoffbehälters;
- Fig. 3
- zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Bodenabschnitts;
- Fig. 4
- zeigt eine Draufsicht auf den Bodenabschnitt des Kunststoffbehälters;
- Fig. 5
- zeigt eine Seitenansicht des Bodenabschnitts des Kunststoffbehälters; und
- Fig. 6
- zeigt eine axial geschnittene Ansicht des Bodenabschnitts des Kunststoffbehälters.
[0029] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung bezeichnen gleiche Bezugszeichen jeweils
gleiche Komponenten bzw. Merkmale.
[0030] Ein in Fig. 1 dargestellter Kunststoffbehälter, insbesondere eine Kunststoffflasche,
trägt gesamthaft das Bezugszeichen 1. Der Kunststoffbehälter 1 weist einen Behälterkörper
2 mit einer Längsachse auf, an dessen eines Längsende ein Behälterhals 3 anschliesst,
der eine Ausgiessöffnung 4 aufweist. An das andere Längsende des Behälterkörpers 2
schliesst ein Bodenabschnitt 5 an, der einen Behälterboden 6 mit einer Standfläche
7 und einen seitlich hochgezogenen Randbereich 8 umfasst, der in den Behälterkörper
2 übergeht. Bei dem dargestellten Kunststoffbehälter 1 handelt es sich beispielsweise
um eine Kunststoffflasche für Speiseöl. Derartige Kunststoffbehälter 1 werden meist
in einem Streckblasverfahren aus einem zuvor gefertigten länglichen Vorformling bzw.
Preform mit einem im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt hergestellt. Der Vorformling
wird meist in einem Spritzgiessverfahren gefertigt. Er kann beispielsweise auch in
einem Fliesspressverfahren oder in einem Extrusionsblasverfahren hergestellt sein.
Nach der Abfüllung des Speiseöls wird vor dem Verschliessen Stickstoff mit Überdruck
in den Kunststoffbehälter 1 eingebracht, um den Sauerstoff zu verdrängen. Dadurch
besteht im abgefüllten, verschlossenen Kunststoffbehälter ein geringer Überdruck gegenüber
dem Umgebungsdruck, der bis zu 1.5 bar, vorzugsweise etwa 0.3 bar bis 0.5 bar, betragen
kann.
[0031] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Bodenabschnitts 5. Dieser umfasst den
Behälterboden 6 und den seitlich hochgezogenen Randbereich 8, der in den Behälterkörper
2 übergeht. Der Behälterboden 6 erstreckt sich von einem zentralen Bereich des Bodenabschnitts
5 bis zur Standfläche 7 und schliesst diese mit ein. Der Behälterboden 6 umfasst einen
kalottenförmigen, in das Behälterinnere gewölbten konkaven Abschnitt 9, der einen
sich in einen vom Behälterkörper 2 begrenzten Innenraum erstreckenden zentralen Dom
13 ringförmig umschliesst. Ein im wesentlichen ringförmig ausgebildeter, axial vorspringender
abgestufter Übergangsbereich 10 verbindet den konkaven Abschnitt 9 mit der Standfläche
7. Der abgestufte Übergangsbereich 10 und die Standfläche 7 sind in dem dargestellten
Ausführungbeispiel von einer ersten Anzahl, beispielsweise sieben, im wesentlichen
gleichmässig über den Umfang des Bodenabschnitts 5 verteilten Nuten 11 unterbrochen,
die sich im wesentlichen radial in den seitlich hochgezogenen Randbereich 8 des Bodenabschnitts
5 erstrecken. Hierdurch werden die Standfläche 7 und der abgestufte Übergangsbereich
10 in einzelne Segmente unterteilt. Die Nuten 11 erstrecken sich ferner bis in den
kalottenförmigen konkaven Abschnitt 7. Der kalottenförmige konkave Abschnitt 7 des
Behälterbodens 6 weist eine zweite Anzahl paneelenartig ausgebildeter Vorsprünge 12
auf, die sich von einem Übergang des konkaven Abschnitts 7 in den zentralen Dom 13
etwa radial zum abgestuften Übergangsabschnitt 10 erstrecken und kurz davor enden.
Die paneelenartigen Vorsprünge 12 im konkaven Abschnitt 7 sind jeweils im Wesentlichen
mittig zwischen zwei Nuten 11 angeordnet. Entsprechend sind bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel die erste Anzahl von Nuten 11 und die zweite Anzahl von paneelenartigen
Vorsprüngen 12 gleich gross.
[0032] Der abgestufte Übergangsbereich 10 weist eine gewisse Flexibilität auf und erfüllt
für den kalottenförmigen konkaven Abschnitt 9 eine Art Scharnierfunktion oder Federfuktion.
Bei zu hohem Überdruck im Behälterinneren kann der konkave Abschnitt 9 innerhalb vorbestimmter
Grenzen radial und axial nach aussen gedrückt werden, wobei durch die Federfunktion
des abgestuften Übergangsbereichs 10 eine radiale und axiale Verformung des Behälterkörpers
2 vermieden werden kann. Die Nuten 11 begrenzen die Flexibilität des abgestuften Übergangsbereichs
10 und verleihen dem Behälterboden 6 wiederum eine grössere Steifigkeit. Sie sorgen
auch im Bereich der Standfläche 7 und im seitlich hochgezogenen Randbereich 8 für
eine Erhöhung der Steifigkeit. Auch die paneelenartigen Vorsprünge 12 im konkaven
Abschnitt 9 sorgen für eine Versteifung des Behälterbodens 5. Die Kombination der
aufgelisteten Merkmale des Bodenabschnitts 5 führt einerseits zu der erwünschten begrenzten
Verformbarkeit des Behälterbodens 6 und erhöht andererseits die Steifigkeit desselben.
Durch eine entsprechende ersten Anzahl und die Ausformung der Nuten 11, eine entsprechende
zweite Anzahl und Ausformung der paneelenartigen Vorsprünge 12 und eine entsprechende
Ausformung des abgestuften Übergangsbereichs 10 können die Verformbarkeit sowie die
Steifigkeit des Bodenabschnitts 5 vorbestimmt werden. Dadurch sind die Voraussetzungen
dafür geschaffen, die Wandstärken des Kunststoffbehälters zu reduzieren, ohne dabei
nennenswerte Einbussen in Bezug auf die mechanischen Festigkeiten des Bodenabschnitts
5 in Kauf nehmen zu müssen.
[0033] Fig. 3 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Bodenabschnitts 5 zur Erläuterung
der geometrischen Abmessungen des abgestuften Übergangsbereichs 10 und der Nuten 11.
[0034] Der abgestufte Übergangsbereich 10 verbindet den kalottenförmigen konkaven Abschnitt
9 mit der Standfläche 7. Hierbei ist der abgestufte Übergangsbereich 10 mit einem
ersten Umfang an den kalottenförmigen konkaven Abschnitt 9 und mit einem dem ersten
Umfang gegenüberliegenden zweiten Umfang an die Standfläche 7 angebunden. Eine durch
den abgestuften Übergangsbereich 10 überbrückte axiale Höhe beträgt 0.2 mm bis 10
mm, vorzugsweise 0.5 mm bis 5 mm, besonders bevorzugt etwa 1 mm. Es sei darauf hingewiesen,
dass der abgestufte Übergangsbereich 10 wenigstens eine Stufe besitzt. Er kann jedoch
auch zwei oder mehr Stufen umfassen. Die sich vom abgestuften Übergangsbereich 10
in den hochgezogenen Randbereich 8 des Bodenabschnitts 5 erstreckenden Nuten 11 besitzen
jeweils eine Tiefe t, die 0.5 mm bis 5 mm, vorzugsweise 1 mm bis 3 mm, besonders bevorzugt
2 mm, beträgt. Dabei weisen die Nuten 11 einen Öffnungswinkel α auf, der 20° bis 50°,
vorzugsweise 27° bis 43°, besonders bevorzugt 35°, beträgt. Die mit dem Bezugszeichen
12 versehenen paneelenartigen Vorsprünge weisen gegenüber dem konkaven Abschnitt 9
einen maximalen axialen Überstand 1 auf, der 0.5 mm bis 5 mm, vorzugsweise 1.3 mm
bis 3.8 mm, besonders bevorzugt 2.4 mm, beträgt.
[0035] Aus der in Fig. 4 dargestellten Draufsicht auf den Bodenabschnitt 5 ist ersichtlich,
dass der abgestufte Übergangsbereich 10 eine radiale Erstreckung r aufweist, die etwa
0.2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 0.5 mm bis 5 mm, besonders bevorzugt 1.3 mm, beträgt.
Die paneelenartigen Vorsprünge 12 im konkaven Abschnitt 9 verbreitern sich vom zentralen
Dom 13 in Richtung des abgestuften Übergangsbereichs 10 und weisen an ihrer breitesten
Stelle, in Nachbarschaft zum abgestuften Übergangsbereich 10 eine Weite w auf, die
etwa 2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 5 mm bis 8.5 mm, besonders bevorzugt 7.25 mm, beträgt.
Die Standfläche 7 weist einen mittleren Standdurchmesser d auf, der 60% bis 80% eines
Aussendurchmessers D des Bodenabschnitts 5 am Übergang des hochgezogenen Randbereichs
8 zum Behälterkörper 2 beträgt. Die Standfläche kann dabei eine radiale Breite b aufweisen,
die etwa 5 % bis 15 % ihres mittleren Standdurchmessers d beträgt. Fig. 4 zeigt weiters,
dass die Nuten 11 nicht exakt am abgestuften Übergangsbereich 10 enden müssen. Sie
können auch einen sich zum zentralen Dom 13 erstreckenden Auslauf 14 aufweisen, der
etwa 0.2 mm bis 4 mm in den konkaven Abschnitt 9 hineinragt. Dies kann ebenfalls zur
Versteifung des konkaven Abschnitts 9 beitragen. Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel
besitzt der Bodenabschnitt 5 eine ungerade Anzahl Nuten 11 und paneelenartige Vorsprünge
12. Insbesondere weist das dargestellte Ausführungsbeispiel sieben Nuten 11 auf, die
etwa gleichmässig über den Umfang des Bodenabschnitts 5 verteilt sind. Entsprechend
sind im konkaven Abschnitt 9 auch sieben paneelenartige Vorsprünge 12 ausgebildet,
die jeweils im Wesentlichen zentrisch zwischen zwei benachbarten Nuten 11 angeordnet
sind.
[0036] Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht des Bodenabschnitts 5. Der Aussendurchmesser am Übergang
des hochgezogenen Randbereichs 8 des Bodenabschnitts 5 zum Behälterkörper 2 ist wiederum
mit dem Bezugszeichen D versehen. Der mittlere Durchmesser der Standfläche 7 trägt
das Bezugszeichen d.
[0037] Die axial geschnittene Darstellung des Bodenabschnitts 5 in Fig. 6 zeigt den zentralen
Dom 13, der sich vom konkaven Abschnitt 9 in das Behälterinnere erstreckt. Die axiale
Erstreckung des zentralen Doms 13 entspricht annähernd einer axialen Länge des hochgezogenen
Randbereichs 8 des Bodenabschnitts 5. Die paneelenartigen Vorsprünge tragen das Bezugszeichen
12, die Nuten sind mit dem Bezugszeichen 11 versehen.
[0038] Der Bodenabschnitt 5 des erfindungsgemäss ausgebildeten Kunststoffbehälters 1 ist
derart ausgebildet, dass er leicht erhöhten Innendrücken von bis zu 1.5 bar gegenüber
dem Umgebungsdruck standhält. Überschreitungen des leicht erhöhten Innendrucks infolge
von höheren Umgebungstemperaturen können durch die begrenzt flexible Anbindung des
konkaven Abschnitts 9 des Behälterbodens 6 kompensiert werden. Dadurch können Verformungen
des Behälterkörpers 2 vermieden werden. Durch die erfindungsgemässe Kombination der
Merkmale des Bodenabschnitts 5 sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Wandstärke
des Kunststoffbehälters insbesondere in seinem Bodenabschnitt 5 zu reduzieren, ohne
dadurch eine nennenswerte Einbusse bezüglich der Festigkeit, insbesondere der Steifigkeit,
des Kunststoffbehälters in Kauf nehmen zu müssen. Dadurch kann beispielsweise das
Gewicht von bekannten Kunststoffbehältern, insbesondere Kunststoffflaschen, für die
Aufbewahrung von Speiseöl von ursprünglich 17.2 g auf 15.2 g reduziert werden.
[0039] Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf das erläuterte Ausführungsbeispiel
eines Kunststoffbehälters, insbesondere einer Kunststoffflasche für die Aufbewahrung
von Speiseöl, beschränkt ist. Die erfindungsgemässe Kombination von Merkmalen bei
der Ausbildung des Kunststoffbehälters, insbesondere seines Bodenabschnitts, ist bei
unterschiedlichen Arten von Kunststoffbehältern von Vorteil. Derartige Kunststoffbehälter
können unterschiedliche Querschnitte im Bodenabschnitt aufweisen. Bevorzugt sind regelmässige
Querschnitte, wie beispielsweise kreisförmige oder im wesentlichen quadratische Querschnitte.
Der Kunststoffbehälter kann in einem Extrusionsblasverfahren aus einem kontinuierlich
oder diskontinuierlich extrudierten Kunststoffschlauch hergestellt sein. Wegen der
höheren erzielbaren Streckverfestigung ist der erfindungsgemäss ausgebildete Kunststoffbehälter
vorzugsweise in einem Streckblasverfahren aus einem zuvor produzierten länglichen
Vorformling hergestellt. Der Vorformling oder Preform kann auf unterschiedliche Weise
gefertigt sein. Beispielsweise kommen dafür Spritzgiessverfahren, Fliesspressverfahren
oder auch Extrusionsblasverfahren zur Anwendung.
1. Kunststoffbehälter, insbesondere zur Aufbewahrung von flüssigen Produkten unter einem
geringen Überdruck, mit einem sich entlang einer Längsachse erstreckenden Behälterkörper
(2), an dessen eines Längsende ein Behälterhals (3) anschliesst, der mit wenigstens
einer Ausgiessöffnung (4) ausgestattet ist, und an dessen anderes Längsende ein Bodenabschnitt
(5) anschliesst, der einen Behälterboden (6) und einen seitlich hochgezogenen Randbereich
(8) aufweist, der in den Behälterkörper (2) übergeht, wobei der Behälterboden (6)
einen in Richtung eines von dem Behälterkörper (2) begrenzten Behälterinneren gewölbten
konkaven Abschnitt (9) aufweist, dessen Umfang über einen axial vorspringenden abgestuften
Übergangsbereich (10) mit einer Standfläche (7) verbunden ist, die in den seitlich
hochgezogenen Randbereich (8) mündet, dass die Standfläche (7) und zumindest ein Teilbereich
des abgestuften Übergangsbereichs (10) von einer ersten Anzahl Nuten (11) unterbrochen
sind, und dass im konkaven Abschnitt (9) eine zweite Anzahl von paneelenartigen Vorsprüngen
(12) ausgebildet ist, die sich im wesentlichen zwischen dem abgestuften Übergangsbereich
(10) und der Längsachse erstrecken und vor dem abgestuften Übergangsbereich (10) enden.
2. Kunststoffbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nuten (11) in den seitlich hochgezogenen Randbereich (8) des Bodenabschnitts
(5) erstrecken.
3. Kunststoffbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Anzahl von Nuten und die zweite Anzahl von paneelenartigen Vorsprüngen
voneinander verschieden sind.
4. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der konkave Abschnitt (9) des Behälterbodens (6) einen sich in das Behälterinnere
erstreckenden zentralen Dom (13) umschliesst.
5. Kunststoffbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die paneelenartigen Vorsprünge (12) jeweils vor einem Übergang des konkaven Abschnitts
(9) zum zentralen Dom (13) enden.
6. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen dem konkaven Abschnitt (9) und der Standfläche (7) mittels des abgestuften
Übergangsbereichs (10) überbrückte axiale Höhe (s) 0.2 mm bis 10 mm, vorzugsweise
0.5 mm bis 5 mm, besonders bevorzugt 1 mm, beträgt.
7. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der abgestufte Übergangsbereich (10) eine im Wesentlichen radial verlaufende Erstreckung
(r) aufweist, die 0.2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 0.5 mm bis 5 mm, besonders bevorzugt
1.3 mm, beträgt.
8. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (11) eine Tiefe (t) aufweisen, die 0.5 mm bis 5 mm, vorzugsweise 1 mm bis
3 mm, besonders bevorzugt 2 mm, beträgt.
9. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tiefe (t) der Nuten (11) gleich oder grösser ist als eine Höhe (s) des sich
zwischen dem konkaven Abschnitt (9) und der Standfläche (7) erstreckende abgestufte
Übergangsbereichs (10).
10. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (11) einen Öffnungswinkel (α) aufweisen, der 20° bis 50°, vorzugsweise
27° bis 43°, besonders bevorzugt 35°, beträgt.
11. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die paneelenartigen Vorsprünge (12) eine in Nachbarschaft zum abgestuften Übergangsbereich
(10) gemessene grösste Erstreckung (w) in Umfangsrichtung aufweisen, die 2 mm bis
10 mm, vorzugsweise 5 mm bis 8.5 mm, besonders bevorzugt 7.25 mm, beträgt.
12. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die paneelenartigen Vorsprünge (12) gegenüber dem konkaven Abschnitt (9) einen maximalen
Überstand (1) aufweisen, der 0.5 mm bis 5 mm, vorzugsweise 1.3 mm bis 3.8 mm, besonders
bevorzugt 2.4 mm, beträgt.
13. Kunststoffbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Standfläche (7) eine sich im Wesentlichen quer zur Umfangsrichtung erstreckende
Breite (b) aufweist, die 0,1 mm bis 5 mm, vorzugsweise 0,15 mm bis 1 mm, besonders
bevorzugt 0,3 mm, ist.
14. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten einen sich in Richtung der Längsachse erstreckenden Auslauf (14) aufweisen,
der 0.2 mm bis 4 mm in den konkaven Abschnitt (9) ragt.
15. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Anzahl von Nuten (11) ungerade ist.
16. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenabschnitt (5) sieben Nuten (11) aufweist, die im wesentlichen gleichmässig
über den Umfang des Bodenabschnitts (5) verteilt sind.
17. Kunststoffbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffbehälter in einem Streckblasverfahren aus einem zuvor produzierten
länglichen Vorformling hergestellt ist.
1. Plastic container, in particular for storing liquid products under a slight overpressure,
having a container body (2) which extends along a longitudinal axis and one longitudinal
end of which is adjoined by a container neck (3) which is equipped with at least one
pouring opening (4), and the other longitudinal end of which is adjoined by a bottom
section (5) which has a container bottom (6) and a laterally raised edge region (8)
which transitions into the container body (2), wherein the container bottom (6) has
a concave section (9) which is curved in the direction of a container interior bounded
by the container body (2), the periphery of which section is connected via an axially
projecting graduated transition region (10) to a standing surface (7) which runs into
the laterally raised edge region (8), wherein the standing surface (7) and at least
one subregion of the graduated transition region (10) are interrupted by a first number
of grooves (11), and wherein a second number of panel-like projections (12) are formed
in the concave section (9), which projections extend substantially between the graduated
transition region (10) and the longitudinal axis and end before the graduated transition
region (10).
2. Plastic container according to Claim 1, characterized in that the grooves (11) extend into the laterally raised edge region (8) of the bottom section
(5).
3. Plastic container according to Claim 1 or 2, characterized in that the first number of grooves and the second number of panel-like projections are different
from one another.
4. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the concave section (9) of the container bottom (6) encloses a central dome (13)
extending into the container interior.
5. Plastic container according to Claim 4, characterized in that the panel-like projections (12) each end before a transition from the concave section
(9) to the central dome (13).
6. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that an axial height (s) bridged between the concave section (9) and the standing surface
(7) by means of the graduated transition region (10) is 0.2 mm to 10 mm, preferably
0.5 mm to 5 mm, particularly preferably 1 mm.
7. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the graduated transition region (10) has a substantially radially extending extent
(r) which is 0.2 mm to 10 mm, preferably 0.5 mm to 5 mm, particularly preferably 1.3
mm.
8. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the grooves (11) have a depth (t) which is 0.5 mm to 5 mm, preferably 1 mm to 3 mm,
particularly preferably 2 mm.
9. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that a depth (t) of the grooves (11) is equal to or greater than a height (s) of the graduated
transition region (10) extending between the concave section (9) and the standing
surface (7).
10. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the grooves (11) have an opening angle (α) which is 20° to 50°, preferably 27° to
43°, particularly preferably 35°.
11. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the panel-like projections (12) have in the peripheral direction a maximum extent
(w), measured in the vicinity of the graduated transition region (10), which is 2
mm to 10 mm, preferably 5 mm to 8.5 mm, particularly preferably 7.25 mm.
12. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the panel-like projections (12) have, with respect to the concave section (9), a
maximum protrusion (1) which is 0.5 mm to 5 mm, preferably 1.3 mm to 3.8 mm, particularly
preferably 2.4 mm.
13. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the standing surface (7) has a width (b) which extends substantially transversely
to the peripheral direction and which is 0.1 mm to 5 mm, preferably 0.15 mm to 1 mm,
particularly preferably 0.3 mm.
14. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the grooves have an outlet (14) which extends in the direction of the longitudinal
axis and which projects 0.2 mm to 4 mm into the concave section (9).
15. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the first number of grooves (11) is odd.
16. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the bottom section (5) has seven grooves (11) which are distributed substantially
uniformly over the periphery of the bottom section (5).
17. Plastic container according to one of the preceding claims, characterized in that the plastic container is manufactured by a stretch-blow-moulding process from a previously
produced elongate preform.
1. Récipient en matière plastique, notamment pour la conservation de produits liquides
avec une légère surpression, comprenant un corps de récipient (2) s'étendant le long
d'un axe longitudinal, à l'une des extrémités longitudinales duquel se raccorde un
col de récipient (3) qui est doté d'au moins une ouverture de versement (4), et à
l'autre extrémité longitudinale duquel se raccorde une partie de fond (5) qui présente
un fond de récipient (6) et une zone de bord (8) remontant latéralement, qui se raccorde
au corps de récipient (2),
dans lequel le fond de récipient (6) présente une partie concave (9) qui est incurvée
en direction d'un volume interne de récipient délimité par le corps de récipient (2)
et dont le pourtour est relié par une zone de transition (10) étagée, faisant saillie
axialement, à une surface de pose (7) qui se raccorde à la zone de bord (8) remontant
latéralement ; dans lequel la surface de pose (7) et au moins une zone partielle de
la zone de transition (10) étagée sont interrompues par un premier nombre de rainures
(11) ; et dans lequel il est prévu, dans la partie concave (9), un deuxième nombre
de saillies (12) en forme de panneaux qui s'étendent essentiellement entre la zone
de transition (10) étagée et l'axe longitudinal et se terminent avant la zone de transition
(10) étagée.
2. Récipient en matière plastique selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rainures (11) s'étendent dans la zone de bord (8) remontant latéralement de la
partie de fond (5).
3. Récipient en matière plastique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier nombre de rainures et le deuxième nombre de saillies en forme de panneaux
sont différents l'un de l'autre.
4. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie concave (9) du fond de récipient (6) comprend un dôme (13) central s'étendant
vers l'intérieur du récipient.
5. Récipient en matière plastique selon la revendication 4, caractérisé en ce que les saillies (12) en forme de panneaux se terminent chacune avant une transition
de la partie concave (9) vers le dôme (13) central.
6. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une hauteur axiale (s) entre la partie concave (9) et la surface de pose (7), couverte
au moyen de la zone de transition (10) étagée, est de 0,2 mm à 10 mm, de préférence
de 0,5 mm à 5 mm, de façon particulièrement avantageuse de 1 mm.
7. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de transition (10) étagée présente une dimension (r) s'étendant sensiblement
radialement, qui est de 0,2 mm à 10 mm, de préférence de 0,5 mm à 5 mm, de façon particulièrement
avantageuse de 1,3 mm.
8. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rainures (11) présentent une profondeur (t) qui est de 0,5 mm à 5 mm, de préférence
de 1 mm à 3 mm, de façon particulièrement avantageuse de 2 mm.
9. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une profondeur (t) des rainures (11) est égale ou supérieure à une hauteur (s) de
la zone de transition (10) étagée s'étendant entre la partie concave (9) et la surface
de pose (7).
10. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rainures (11) présentent un angle d'ouverture (α) qui est de 20 ° à 50 °, de
préférence de 27 ° à 43 °, de façon particulièrement avantageuse de 35 °.
11. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les saillies (12) en forme de panneaux présentent, dans la direction périphérique,
une dimension (w) maximale, mesurée dans le voisinage de la zone de transition (10)
étagée, qui est de 2 mm à 10 mm, de préférence de 5 à 8,5 mm, de façon particulièrement
avantageuse de 7,25 mm.
12. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les saillies (12) en forme de panneaux présentent, par rapport à la partie concave
(9), une projection (1) maximale qui est de 0,5 mm à 5 mm, de préférence de 1,3 mm
à 3,8 mm, de façon particulièrement avantageuse de 2,4 mm.
13. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de pose (7) présente une largeur (b) qui s'étend sensiblement perpendiculairement
à la direction périphérique et est de 0,1 mm à 5 mm, de préférence de 0,15 mm à 1
mm, de façon particulièrement avantageuse de 0,3 mm.
14. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rainures présentent une extrémité rétrécie (14) qui s'étend dans le sens de l'axe
longitudinal et avance sur 0,2 mm à 4 mm dans la partie concave (9).
15. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier nombre de rainures (11) est impair.
16. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie de fond (5) présente sept rainures (11) qui sont réparties de façon sensiblement
régulière sur la périphérie de la partie de fond (5).
17. Récipient en matière plastique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le récipient en matière plastique est fabriqué par un procédé d'étirage-soufflage,
à partir d'une préforme allongée réalisée précédemment.
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