[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern einer elektromagnetischen Aufzugsbremse,
eine Vorrichtung zum Ansteuern einer elektromagnetischen Aufzugsbremse, eine Bremsvorrichtung
und eine Aufzugsanlage mit einer entsprechenden Ansteuerung. Derartige Bremsvorrichtungen
kommen bevorzugt zum Einsatz, wenn die Aufzugsanlage in einer Haltestelle steht oder
wenn die Aufzugsanlage in einer Notsituation schnell gebremst werden muss.
[0002] Aus
GB 2 153 465 A ist eine Steuerungseinrichtung für einen Notfall einer Aufzugskabine bekannt. Bei
der bekannten Steuerungseinrichtung kann eine Bremskraft einer Aufzugsbremseinrichtung
schrittweise oder kontinuierlich in Abhängigkeit von der Beladung der Aufzugkabine
gesteuert werden. Diese Steuerungseinrichtung hat den Nachteil, dass die Aufzugsbremse
erst nach einer gewissen Zeit anspricht. In dieser Zeit kann die Aufzugkabine beispielsweise
beschleunigt werden. Dann vergrössert sich der bis zum Ansprechen der Aufzugsbremse
zurückgelegte Weg der Aufzugkabine als auch der Bremsweg.
Bekannte Lösungen, wie beispielsweise in der
EP 2 028 150 offenbart, verwenden Überspannungsableiter um Induktionsspannungen beim Schalten
von Bremsspulen abzubauen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Ansteuern einer elektromagnetischen
Aufzugsbremse, eine Vorrichtung zum Ansteuern einer elektromagnetischen Aufzugsbremse,
eine Bremsvorrichtung mit solch einer Vorrichtung, und eine Aufzugsanlage mit solch
einer Bremsvorrichtung anzugeben. Damit soll eine verbesserte Funktionsweise der Aufzugsbremse,
insbesondere ein kürzeres Ansprechverhalten, bzw. eine schnelleres Ansprechen der
Aufzugsbremse, ermöglicht werden.
[0004] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 beziehungsweise
einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 3 gelöst. Hierbei kann eine elektromagnetische
Aufzugsbremse mittels einer Spule geöffnet und offengehalten werden. Dazu wird eine
Betätigungsspannung an die Spule angelegt. Bei Empfangen eines Schnellbetätigungs-Signals,
welches beispielsweise zumindest mittelbar von einer Aufzugssteuerung, von einer Sicherheitsüberwachung
oder einem Notschalter ausgegeben werden kann, wird eine Dissipationseinrichtung so
geschaltet, dass eine in der Spule gespeicherte magnetische Energie schnell dissipiert
oder abgeleitet werden kann. Die Dissipationseinrichtung beinhaltet dazu zumindest
eine Schalteinheit, welche von einer Steuerung, wie einer Bremssteuerung oder einem
Modul der Aufzugssteuerung oder einer Antriebssteuerung, angesteuert wird. Mit der
schnellen Dissipation der in der Spule gespeicherten magnetischen Energie wird eine
Abfallzeit bis zum Abfallen einer Ankerplatte der elektromagnetischen Aufzugsbremse
verkürzt und die Aufzugsbremse kann schnell geschlossen werden. Um dies zu erreichen
wird vorzugsweise beim Schalten der Dissipationseinrichtung kurzzeitig eine Dissipationsspannung,
die der Betätigungsspannung entgegen gerichtet ist, auf die Spule geschaltet. Alternativ
kann beim Schalten der Dissipationseinrichtung die Spule kurzgeschlossen werden. Durch
das mittels Schalteinheiten gesteuerte Kurzschliessen der Spule muss somit nicht gewartet
werden, bis sich eine durch die Spule induzierte hohe Spulenspannung aufgebaut hat
und allfällige Überspannungsableiter ansprechen, sondern das Kurzschliessen und somit
das Ableiten der in der Spule vorhandenen Energie erfolgt sofort und schnell. Weiter
kann ein Kurzschluss aufrechterhalten werden, bis die induzierte Spannung vollständig
oder bis zu einem gewünschten Mass abgebaut ist. Dementsprechend beinhaltet eine Vorrichtung
zum Ansteuern der elektromagnetischen Aufzugsbremse zumindest Anschlüsse, die zu einer
Spannungsversorgung verbindbar sind und zumindest zwei Ausgänge, die mit der Spule
der elektromagnetischen Aufzugsbremse verbindbar sind. Die Vorrichtung kann eine zum
Öffnen oder zum Offenhalten der Aufzugsbremse erforderliche Betätigungsspannung bereitstellen.
Weiter beinhaltet die Vorrichtung zumindest eine Steuerung mit einer schaltbaren Dissipationseinrichtung.
Die Dissipationseinrichtung beziehungsweise die zumindest eine Schalteinheit der Dissipationseinrichtung
ist, zumindest mittelbar, zwischen die Spannungsversorgung und die zwei Ausgänge geschaltet.
Die Steuerung ist in der Regel zu einer Aufzugssteuerung verbindbar und sie kann in
einer Normal-Betriebsart die schaltbare Dissipationseinrichtung so schalten, dass
die zum Offenhalten der Aufzugsbremse erforderliche Betätigungsspannung auf die zwei
Ausgänge zur Spule geschaltet sind. Im Bedarfsfall, bzw. bei Empfang eines entsprechenden
Signals von der Aufzugssteuerung kann die Steuerung die schaltbare Dissipationseinrichtung
in eine Schnellbetätigungs-Betriebsart schalten, wobei in dieser Schnellbetätigungs-Betriebsart
eine schnelle Dissipation oder Ableitung einer in der Spule gespeicherten magnetischen
Energie ermöglicht ist.
[0005] Weitere vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen sind in den zugehörigen Unteransprüchen
und im Folgenden beschrieben.
[0006] Die Vorrichtung und die elektromagnetische Aufzugsbremse eignen sich primär für eine
Aufzugsanlage. Natürlich ist eine entsprechende Bremse auch bei anderen Fördermitteln,
wie beispielsweise einem Fahrsteig denkbar. Hierbei ist die elektromagnetische Aufzugsbremse
nicht zwingend ein Bestandteil der Vorrichtung zum Ansteuern der elektromagnetischen
Aufzugsbremse. Beispielsweise kann die Vorrichtung auch unabhängig von der elektromagnetischen
Aufzugsbremse hergestellt und vertrieben werden. Entsprechend kann auch die Bremsvorrichtung
unabhängig von den sonstigen Komponenten einer Aufzugsanlage hergestellt und vertrieben
werden.
[0007] Die Aufzugsbremse kann beispielsweise zum Einsatz kommen, wenn die Aufzugskabine
der Aufzugsanlage in einer Haltestelle steht und der Antriebsmotor ausgeschaltet ist.
Ferner kann solch eine Aufzugsbremse auch zum Einsatz kommen, wenn ein unkorrektes
Verhalten der Aufzugskabine festgestellt wird. Solch ein unkorrektes Verhalten kann
beispielsweise beim Beladen der Aufzugskabine auftreten, wenn die Aufzugskabine plötzlich
losfährt und quasi wegrutscht. In solch einer und ähnlichen Situationen ist ein schnelles
Reagieren der Aufzugsbremse möglich. Hierdurch wird eine entsprechend schnelle Bremswirkung
erzielt. Dies bedeutet zum einen, dass der Fahrweg der Aufzugskabine bis zum Ansprechen
der Aufzugsbremse reduziert ist. Zum anderen bedeutet dies in der Regel auch, dass
die Beschleunigungsphase und somit die beim Ansprechen der Aufzugsbremse erreichte
Geschwindigkeit der Aufzugskabine reduziert sind, was den Bremsweg verkürzt. Aber
auch bei einem unvorgesehenen, notwendigen Bremsen der Aufzugskabine während einer
Aufzugsfahrt kann eine schnelle Reaktion beim Erzeugen oder Anpassen von geforderten
Bremskräften erzielt werden. Die mögliche Verkürzung der Reaktionszeit der Aufzugsbremse
bringt somit in verschiedenen Situationen wesentliche Vorteile mit sich.
[0008] Vorteilhaft ist es, dass die schaltbare Dissipationseinrichtung in einer Schnellbetätigungs-Schaltstellung
für die Schnellbetätigungs-Betriebsart eine zwischen den zwei Ausgängen anliegende
Dissipationsspannung erzeugt, die der Betätigungsspannung entgegen gerichtet ist,
die zum Bestromen der Spule dient. Dazu wird beispielsweise eine Spannungsquelle,
welche zum Betrieb der Aufzugsbremse verwendet ist mittels Schalteinheiten derart
umgeschaltet, dass die Spannung an die Speisespannung an der Spule umgepolt wird.
Um eine schnelle Reaktion der elektromagnetischen Aufzugsbremse zu erzielen, wird
zum Zwecke des Betätigens der Aufzugsbremse ein Spulenstrom somit nicht nur auf Null
gestellt, sondern der Spulenstrom wird für eine begrenzte Zeit auf eine negative Spannung
eingestellt. Damit wird eine schnelle Dissipation, bzw. eine schnelle Ableitung der
in der Spule gespeicherten magnetischen Energie ermöglicht. Dadurch baut sich das
Magnetfeld der Spule schneller ab. Dadurch ist die Betätigung der Aufzugsbremse schneller
möglich. Insbesondere kann die Aufzugsbremse so ausgestaltet sein, dass eine Bremswirkung
erzielt ist, wenn die Spule unbestromt ist. Die Bremskraft kann hierbei beispielsweise
durch eine Bremsfeder aufgebracht werden. Bei dieser Ausgestaltung kann das Magnetfeld
eines Elektromagneten schneller abgebaut werden, wodurch die Bremsfeder die Bremswirkung
schneller aufbringen kann. Schneller bedeutet hierbei, dass im Vergleich zu einer
Spule bei der lediglich die Stromzufuhr unterbrochen wird, das Magnetfeld in kürzerer
Zeit abgebaut ist.
[0009] Die Erzeugung der Dissipationsspannung kann auch bei einer erforderlichen Anpassung
einer Bremskraft der Aufzugsbremse zum Einsatz kommen. Denn auch in solchen Fällen
ist eine schnelle Anpassung der magnetischen Kraft des Elektromagneten vorteilhaft.
[0010] Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass die Dissipationseinrichtung in der Schnellbetätigungs-Schaltstellung,
die zwischen den zwei Ausgängen anliegende Dissipationsspannung betragsmässig zumindest
näherungsweise gleich gross wie die zum Bestromen dienende Betätigungsspannung erzeugt.
Speziell kann hierbei gewissermassen durch gezieltes, kurzzeitiges Umpolen die gewünschte
Verkürzung der Reaktionszeit erzielt werden. Eine Zeitdauer der Umpolung erfolgt kurzzeitig,
um zu verhindern, dass die Spule wiederum ein Magnetfeld aufbaut.
[0011] Ausserdem ist es vorteilhaft, dass eine Ausgangseinrichtung vorgesehen ist, die zwei
gegeneinander gerichtete Zenerdioden aufweist, durch die zumindest näherungsweise
die Betätigungsspannung und die Dissipationsspannung bestimmt sind. Die Ausgangseinrichtung
und die Dissipationseinrichtung sind hierbei nicht notwendigerweise in unmittelbarer
Nähe, beispielsweise auf einer gemeinsamen Platine, angeordnet. Insbesondere kann
die Ausgangseinrichtung auch direkt an der Spule angeordnet sein, während die Dissipationseinrichtung
separat untergebracht ist. Die Ausgestaltung der Ausgangseinrichtung mit den zwei
gegeneinander gerichteten Zenerdioden ermöglicht ausserdem eine einfache Anpassung
an unterschiedliche Anwendungsfälle, insbesondere unterschiedliche elektromagnetische
Aufzugsbremsen. Typischerweise sind in dieser Schaltung Zenerdioden in der Form von
Suppressordioden verwendet. Suppressordioden sind auch unter dem Begriff Transient
Absorption Zener Diode (TAZ-Diode) bekannt und sie sind geeignet die erforderlichen
Schaltleistungen zu schalten.
[0012] Vorteilhaft ist ferner eine Ausgestaltung, bei der die Dissipationseinrichtung eine
Suppressordiode und eine Schalteinheit aufweist, wobei die Suppressordiode in einer
Schnellbetätigungs-Schaltstellung für die Schnellbetätigungs-Betriebsart zumindest
mittelbar zwischen die zwei Ausgänge schaltbar ist. Hierdurch kann die Energie der
Spule schnell dissipiert werden. Durch die schnelle Wegführung der Energie, was auch
ohne eine negative Spannung erfolgen kann, ist ebenfalls eine schnellere Reaktionszeit
erzielbar.
[0013] Vorteilhaft ist es auch, dass die Steuerung eine Zeitvorgabeeinrichtung aufweist,
die eine Schnellbetätigungszeit für die Schnellbetätigungs-Betriebsart bestimmt, und
dass die Steuerung die Dissipationseinrichtung nur bis zum Ablauf der Schnellbetätigungszeit
so schaltet, dass die schnellere Dissipation der in der Spule gespeicherten magnetischen
Energie ermöglicht ist. Die Schnellbetätigungszeit kann beispielsweise bis zu etwa
40 ms betragen. Ein vorteilhafter Wert für die Schnellbetätigungszeit beträgt etwa
30 ms. Die konkrete Festlegung der Schnellbetätigungszeit kann hierbei in Bezug auf
den jeweiligen Anwendungsfall, insbesondere die zum Einsatz kommende Aufzugsbremse,
vorgegeben werden. Hierbei ist gegebenenfalls auch eine Einstellbarkeit der Schnellbetätigungszeit
vorteilhaft, um eine Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall zu ermöglichen.
[0014] Ferner ist es vorteilhaft, dass die Steuerung eine Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung
aufweist, die zumindest eine Betätigungsänderung der Aufzugsbremse erfasst, und dass
die Steuerung, bis die Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung erfasst, dass die Betätigungsänderung
erfolgt, die Dissipationseinrichtung so schaltet, dass die schnelle Dissipation der
in der Spule gespeicherten magnetischen Energie ermöglicht ist. Hierbei ist es ferner
vorteilhaft, dass ein Sensor vorgesehen ist, der eine Bewegung einer Ankerplatte der
elektromagnetischen Aufzugsbremse erfasst, und dass der Sensor mit der Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung
der Steuerung verbunden ist. Beispielsweise kann der Sensor erfassen, wenn sich die
Ankerplatte mit einem Bremsbelag von dem Elektromagneten löst. Denn dies bedeutet,
dass die magnetische Energie der Spule im Wesentlichen dissipiert worden ist. Die
Erfassung der Bewegung kann hierbei durch eine Positionserfassung realisiert werden.
Es ist allerdings auch die Ausgestaltung als Taster, Schalter oder einfacher Leitkontakt,
der geöffnet und geschlossen wird, möglich. Ein Signal der Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung
kann auch der Aufzugssteuerung übermittelt werden, welche daraus eine Arbeitsstellung
der Aufzugsbremse erkennen kann. Ein Schalten der Dissipationseinrichtung bedeutet
natürlich immer ein Schalten mindestens einer Schalteinheit der Dissipationseinrichtung.
[0015] Ferner ist es vorteilhaft, dass ein Hallsensor vorgesehen ist. Die Steuerung schaltet
die Dissipationseinrichtung, bis der Hallsensor erfasst, dass das Magnetfeld der Spule
zumindest näherungsweise verschwindet, so, dass die schnellere Dissipation der in
der Spule gespeicherten magnetischen Energie ermöglicht ist. Bei dieser Ausgestaltung
kann das Magnetfeld der Spule mittels des Hallsensors gemessen werden, um zu erfassen,
ob die magnetische Energie zumindest im Wesentlichen dissipiert worden ist.
[0016] Ausserdem ist es vorteilhaft, dass eine Spulenstrommesseinrichtung vorgesehen ist,
die einen Spulenstrom der Spule erfasst. Die Steuerung schaltet dabei die Dissipationseinrichtung
so lange bis die Spulenstrommesseinrichtung erfasst, dass der Spulenstrom der Spule
zumindest näherungsweise verschwindet. Damit ist die schnelle Dissipation der in der
Spule gespeicherten magnetischen Energie ermöglicht. Bei dieser Ausgestaltung kann
von dem Spulenstrom auf das Magnetfeld der Spule geschlossen werden. Hierdurch ist
ebenfalls eine vorteilhafte Begrenzung des Zuschaltens der Dissipationseinrichtung
für die Schnellbetätigungs-Betriebsart möglich. Die dargestellten Varianten, wie Vorgabe
der Schnellbetätigungszeit, Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung, Magnetfeldmessung
mittels Hallsensor oder Spulenstrommessung können in verschiedenen Kombinationen einzeln
oder zusammen verwendet sein. Damit wird sichergestellt, dass das Magnetfeld nicht
wieder aufgebaut wird.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand
der beigefügten schematischen Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit
übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Bremsvorrichtung mit einer Vorrichtung zum Ansteuern einer elektromagnetischen
Aufzugsbremse in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung zur Erläuterung der
Funktionsweise entsprechend möglichen Ausgestaltungen der Erfindung;
Fig. 2 eine Vorrichtung zum Ansteuern einer elektromagnetischen Aufzugsbremse der
in Fig. 1 dargestellten Bremsvorrichtung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung und
Fig. 3 eine Vorrichtung zum Ansteuern einer elektromagnetischen Aufzugsbremse der
in Fig. 1 dargestellten Bremsvorrichtung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel
in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung.
Fig. 4 eine Aufzugsanlage mit Bremsvorrichtung und zugehöriger Vorrichtung zum Ansteuern
der Bremsvorrichtung
[0018] Eine Bremsvorrichtung 1, gemäss der Ausführung von Fig. 1, weist eine elektromagnetische
Aufzugsbremse 3 und eine Vorrichtung 2 zum Ansteuern der elektromagnetischen Aufzugsbremse
3 auf. Die elektromagnetische Aufzugsbremse 3 ist hierbei nicht notwendigerweise Bestandteil
der Vorrichtung 2. Insbesondere kann die Vorrichtung 2 auch unabhängig von der elektromagnetischen
Aufzugsbremse 3 hergestellt und vertrieben werden. Ferner ist eine Ausgestaltung der
Vorrichtung 2 möglich, die eine Anpassung der Vorrichtung 2 an unterschiedlich ausgestaltete
elektromagnetische Aufzugsbremsen 3 ermöglicht.
[0019] Die Bremsvorrichtung 1 dient, wie in Fig. 4 schematisch dargestellt, beispielsweise
für eine Aufzugsanlage 70. Die Aufzugsanlage 70 beinhaltet eine Aufzugskabine 71,
welche mittels eines Tragmittels 73, beispielsweise Tragriemen, zu einem Gegengewicht
72 verbunden ist. Das Tragmittel 73 ist dazu beispielsweise über Tragrollen 77 umgehängt.
Das oder die Tragmittel 73 sind von einer Treibscheibe 75 getrieben, wodurch sich
die Aufzugskabine 71 und das Gegengewicht 72 auf entgegengerichteten Fahrwegen bewegen.
Ein Motor 74 kann bedarfsgemäss die Treibscheibe 75 treiben und die Aufzugsbremse
3 kann bedarfsgemäss die Treibscheibe 75 bremsen oder im Stillstand halten. Über die
Tragmittel 73 der Aufzugskabine 71 ergibt sich dann ein Halten oder Bremsen der Aufzugskabine
71. Allerdings ist auch eine Anwendung denkbar, bei der die Aufzugskabine 71 direkt
gebremst wird (nicht dargestellt), beispielsweise in Bezug auf eine ortsfest im Aufzugsschacht
angebrachte, zum Bremsen dienende Schiene. Die Aufzugsbremse 3 ist über die Vorrichtung
2 von einer Aufzugs-oder Sicherheitssteuerung 76 angesteuert.
[0020] Die Aufzugsbremse 3 weist, wie in Fig. 1 ersichtlich, einen Elektromagneten 4 mit
einer Spule 5 und einem ferromagnetischen Kern 6, insbesondere einem Eisenkern 6,
auf. Ausserdem weist die Aufzugsbremse 3 eine Ankerplatte 7 auf. Der Elektromagnet
4 weist eine Stirnseite 8 auf, die einer Stirnseite 9 der Ankerplatte 7 zugewandt
ist. Zwischen der Stirnseite 8 des Elektromagneten 4 und der Stirnseite 9 der Ankerplatte
7 ist ein Abstand s definiert. Der Elektromagnet 4 wird zu Erläuterung der Funktionsweise
als ortsfest betrachtet. Diese ortsfeste Anordnung kann beispielsweise in Bezug auf
ein nicht dargestelltes Gehäuse der Aufzugsbremse 3 realisiert sein. Die Ankerplatte
7 ist hingegen entlang einer Achse 10 bewegbar angeordnet. Somit ist der zwischen
der Stirnseite 8 des Elektromagneten 4 und der Stirnseite 9 der Ankerplatte 7 gegebene
Abstand s von der Position der Ankerplatte 7 abhängig. Der Abstand s kann hierbei
auch verschwinden, wenn die Ankerplatte 7 mit ihrer Stirnseite 9 an der Stirnseite
8 des Elektromagneten 4 anliegt. Je nach Ausgestaltung kann hierbei allerdings konstruktiv
ein Mindestabstand vorgegeben sein, um das Lösen der Ankerplatte 7 von dem Elektromagneten
4 zu erleichtern. An einer der Stirnseite 9 abgewandten Seite 11 der Ankerplatte 7
ist ein Bremsbelag 12 angebracht. Ferner ist ein Gegenstück 13 vorgesehen, das beispielsweise
als Bremsscheibe 13 ausgestaltet sein kann. In diesem Ausführungsbeispiel liegt der
Bremsbelag 12 an dem Gegenstück 13 an, so dass eine Bremswirkung erzielt ist. Wenn
der Abstand s ausgehend von der in der Fig. 1 dargestellten Bremsstellung verkleinert
wird, dann löst sich der Bremsbelag 12 von dem Gegenstück 13, so dass die Aufzugsbremse
3 gelöst ist. Dieses Lösen der Aufzugsbremse wird in diesem Ausführungsbeispiel durch
Bestromen der Spule 5 des Elektromagneten 4 erreicht. Dabei gelangt die Ankerplatte
7 mit ihrer Stirnseite 9 an die Stirnseite 8 des Elektromagneten 4.
[0021] Die Aufzugsbremse 3 weist ausserdem eine mechanische Aufzugsbremseinrichtung 14 auf,
die in diesem Ausführungsbeispiel Federelemente 15, 16 umfasst. Die Federelemente
15, 16 sind hierbei an der Seite 9 der Ankerplatte 7, zwischen dem Elektromagneten
4 und der Ankerplatte 7 angeordnet. Die Federelemente 15, 16 sind vorgespannt und
drücken gegen die Fläche 9. Die Federelemente 15, 16 sind vorzugsweise Druckfedern
und sind beispielsweise im Elektromagneten versenkt angeordnet. Mehrerer dieser Federelemente
15, 16 sind beispielsweise über einen Umfang des Elektromagneten, bzw. der Ankerplatte
verteilt angeordnet. Eine von der mechanischen Aufzugsbremseinrichtung 14 auf die
Ankerplatte 7 ausgeübte mechanische Kraft F
k ist in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Federkraft F
k mit der Federkonstanten k beschrieben. Wenn der Abstand s verschwindet, dann wird
in diesem Ausführungsbeispiel eine maximale Federkraft F
o von der mechanischen Aufzugsbremseinrichtung 14 aufgebracht.
[0022] Bei der Formulierung einer Gleichung zur Beschreibung des elektrischen Verhaltens
eines Stromkreises mit der Spule 5 kann die Spule je nach Schreibweise als Stromquelle
oder Verbraucher betrachtet werden. Wenn die Spule als Verbraucher betrachtet wird,
dann ergibt sich der an der Spule 5 liegende Spannungsabfall als Produkt aus der Induktivität
L der Spule 8 und der zeitlichen Ableitung des momentan fliessenden Strom I. Wird
ferner ein Ohmscher Widerstand R berücksichtigt, der sich abgesehen von dem Ohmschen
Widerstand der Spule 5 aus den Eigenschaften der Vorrichtung 2 ergibt, dann kann das
elektrische Verhalten durch die

beschrieben werden. Hierbei teilt sich die angelegte Urspannung U auf den Widerstand
R und die als Verbraucher betrachtete Spule 5 auf. Hierbei ist berücksichtigt, dass
die Induktivität L der Spule 5 von dem Abstand s abhängt. Somit ist die Induktivität
L eine Funktion des Abstands s, das heisst L=L(s). Das zeitliche Ansprechverhalten
der Aufzugsbremse 3 kann durch die

beschrieben werden. Hierbei ergibt sich τ
L als Lösung der Differenzialgleichung, die durch die Formel (1) beschrieben ist. Ist
beispielsweise zum Zeitpunkt t=0 der Strom I=0, dann ergibt sich der zeitliche Anstieg
des Stroms I nach der

[0023] Nach der Zeit t=τ beträgt die Abweichung des Stroms I von dem Endwert U/R, gegen
den der Strom I von unten konvergiert, noch 1/e. Hier ist e die Eulersche Zahl.
[0024] Der magnetische Fluss φ ergibt sich näherungsweise aus dem magnetischen Widerstand
R
m für den ferromagnetischen Kern 6 und die Ankerplatte 7, dem magnetischen Widerstand
R
s für den Luftspalt in Berücksichtigung des Abstands s, der Windungszahl N und dem
Strom I gemäss der

[0025] Bei quasi statischer Betrachtung hängt nur der Stromfluss I von der Zeit ab, so dass
sich in Bezug auf die alle N-Windungen der Spule betreffende Selbstinduktion die Selbstinduktivität
L(s) gemäss der

ergibt. Somit gilt für die Ableitung der Selbstinduktivität L(s) nach dem Abstand
s die in der

gemachte Näherung. Je nach Anwendungsfall kann allerdings beispielsweise auch eine
Reihenentwicklung genutzt werden.
[0026] Für den Betrieb der Aufzugsbremse 3 ist die sich ergebende Bremskraft F
B relevant, mit der die Ankerplatte 7 entlang der Achse 10 beaufschlagt ist. Die Bremskraft
F
B ist die Andrückkraft, mit der der Bremsbelag 12 an das Gegenstück 13 angepresst wird.
Die Kraft F
B ergibt sich hierbei aus der mechanischen Federkraft F
k und der elektromagnetischen Kraft F
m, die durch den Elektromagneten 4 vermittelt ist. Somit ergibt sich die Kraft F
B aus der Summe der mechanischen Federkraft F
k und der magnetischen Kraft F
m, wie es in der

angegeben ist. Wenn der Abstand s verschwindet, dann nimmt die mechanische Federkraft
F
k ihren maximalen Wert F
0 an. Für einen gegebenen Abstand s ist die Bremskraft F
B somit eine quadratische Funktion des Stroms I durch die Spule 5. Somit kann die im
Betrieb gewünschte Bremskraft F
B über den Strom I eingestellt werden. Wenn sich die Ankerplatte 7 in der in der Fig.
1 dargestellten Stellung befindet, in der der Bremsbelag 12 an dem Gegenstück 13 anliegt,
dann ergibt sich aus der Bremskraft F
B insbesondere eine Verzögerung auf die rotierende Treibscheibe 75, die fahrende Aufzugskabine
71 und dergleichen.
[0027] Wenn der Abstand s verschwindet und die Aufzugsbremse 3 somit geöffnet ist, dann
wird hierfür eine Bestromung der Spule 5 benötigt. Die Bestromung der Spule 5 muss
hierbei so gross sein, dass die Rückstellkraft F
0 der Federelemente 15, 16 überwunden ist. Durch den Strom I wird hierbei ein gewisser
magnetischer Fluss φ erzeugt, der durch die Formel (4) beschrieben ist. Dem entspricht
eine in der Spule 5 gespeicherte magnetische (elektromagnetische) Energie. Wenn aus
dieser Position die Aufzugsbremse 3 geschlossen werden soll, dann hemmt die Selbstinduktion
die erforderliche Anpassung des Stroms I, insbesondere ein Verringern des Stroms I
auf einen zumindest im Wesentlichen verschwindenden Wert. Dies ergibt sich aus der
Formel (1), wobei der in der Formel (2) angegebene Wert τ
L ein Mass für die Zeitdauer der Anpassung ist. Somit kommt es zu einer gewissen Ansprechverzögerung
der Aufzugsbremse 3.
[0028] Eine entsprechende Verzögerung bei der Anpassung kann auch bei geschlossener Aufzugsbremse
3 eine wesentliche Rolle spielen. Beispielsweise kann eine vergleichsweise geringe
Bremswirkung durch die Vorgabe eines gewissen Stroms I durch die Spule 5 erzielt werden.
Bei dieser Ausgangssituation ist es denkbar, dass eine schnelle Erhöhung der Bremswirkung
erforderlich ist. Hierfür ist ebenfalls eine schnelle Verringerung des Stroms I, insbesondere
ein Verringern des Stroms I auf einen verschwindenden Wert, erforderlich.
[0029] Aus den genannten Gründen ist somit eine Verkürzung der Reaktionszeit im Sinne einer
schnelleren Anpassung des Spulenstroms I bei bestimmten Betriebszuständen von einem
wesentlichen Vorteil. Denn hierdurch kann insbesondere auf Fehlfunktionen schnell
reagiert werden. Die erfindungsgemässe Vorrichtung 2 zum Ansteuern der elektromagnetischen
Aufzugsbremse 3 ermöglicht solch eine schnelle Verringerung des Stroms I, der durch
die Spule 5 fliesst.
[0030] Die Vorrichtung 2 zum Ansteuern der elektromagnetischen Aufzugsbremse 3 weist eine
Dissipationseinrichtung 20 und eine Ausgangseinrichtung 21 auf. Ferner sind Anschlüsse
22, 23 vorgesehen, zwischen denen eine Versorgungsspannung angelegt wird. Hierbei
wird der Anschluss 22 mit einem Pluspol verbunden, während der Anschluss 23 mit einem
Minuspol der Versorgungsspannung verbunden wird. Die Vorrichtung 2 weist ausserdem
Ausgänge 24, 25 auf. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Ausgänge 24, 25 über die
Ausgangseinrichtung 21 mit der Dissipationseinrichtung 20 verbunden.
[0031] Im montierten Zustand ist die Spule 5 mit den Ausgängen 24, 25 der Vorrichtung 2
elektrisch verbunden. Eine über die Ausgangseinrichtung 21 ausgegebene Betätigungsspannung,
die zwischen den Ausgängen 24, 25 anliegt, dient dann zum Erzeugen des Stroms I durch
die Spule 5, wie es durch die Formel (3) beschrieben ist. Die Vorrichtung 2 weist
ausserdem eine Steuerung 30 auf. Die Steuerung 30 umfasst eine Steuereinheit 31, die
über Steuerleitungen 32, 33 mit der Dissipationseinrichtung 20 und der Ausgangseinrichtung
21 verbunden ist. Ferner weist die Steuerung 30 eine Zeitvorgabeeinrichtung 34 auf.
Die Steuerung 30 ist zu einer Aufzugs- oder Sicherheitssteuerung 76 verbunden, welche
die erforderlichen Schliess- oder Öffnungsbefehle für die Steuerung 30 generiert.
[0032] In einer möglichen Betriebsart greift die Steuereinheit 31 auf eine von der Zeitvorgabeeinrichtung
34 bestimmte Schnellbetätigungszeit zurück. Im Betrieb kann beispielsweise eine Fehlfunktion
erkannt werden, während die Aufzugsbremse 3 geöffnet ist und der Abstand s verschwindet.
Hierbei ist die Spule 5 mit einem ausreichend grossen Strom I bestromt. Aufgrund der
bekannten oder möglicher Fehlfunktion bestimmt die Aufzugssteuerung 76 beispielsweise,
dass eine Schnellbetätigungs-Betriebsart ausgeführt werden muss, um eine schnelle
Betätigung der Aufzugsbremse 3 zu erzielen und sie übermittelt ein entsprechendes
Signal an die Steuerung 30 und weiter zur Steuereinheit 31. Die Dissipationseinrichtung
20 ist als schaltbare Dissipationseinrichtung 20 ausgestaltet. Hierbei ist die Dissipationseinrichtung
20 aus zumindest einer sonstigen Betriebsart in die Schnellbetätigungs-Betriebsart
schaltbar. In der Schnellbetätigungs-Betriebsart schaltet die Steuereinheit 31 nun
die Dissipationseinrichtung 20 so, dass eine schnelle Dissipation der in der Spule
5 gespeicherten magnetischen Energie erfolgt. Durch diese schnelle Dissipation der
in der Spule 5 des Elektromagneten 4 gespeicherten magnetischen Energie fällt entsprechend
auch der Strom I durch die Spule 5 rasch ab, so dass sich die Ansprechverzögerung
der Aufzugsbremse 3 verkürzt.
[0033] Nach der von der Zeitvorgabeeinrichtung 34 vorgegebenen Schnellbetätigungszeit schaltet
die Steuereinheit 31 die Dissipationseinrichtung 20 aus der Schnellbetätigungs-Betriebsart
in eine andere Betriebsart. Die von der Zeitvorgabeeinrichtung 34 vorgegebene Schnellbetätigungszeit
kann insbesondere in einem Bereich bis etwa 40 ms liegen. Vorzugsweise kann eine Schnellbetätigungszeit
etwa 30 ms betragen. Bei einer Beschleunigung des Regelvorgangs während dem Aufzugsbremsen
werden aber vorzugsweise andere Schnellbetätigungszeiten vorgegeben. Denn bei geschlossener
Aufzugsbremse 3 ist die Ankerplatte 7 bereits von dem Elektromagneten 4 gelöst, so
dass die Spule 5 in einem anderen Arbeitsbereich arbeitet. Hierbei spielt auch die
Abhängigkeit vom Abstand s eine Rolle, wie sie in den Formeln (1) bis (7) zum Ausdruck
kommt. In solchen Fällen kann auch eine Erfassung des Spulenstroms I oder eine Erfassung
der Stellung der Ankerplatte 7 zum Einsatz kommen, wie es auch nachfolgend noch weiter
beschrieben ist.
[0034] Bei einer weiteren möglichen Ausgestaltung weist die Steuerung 30 eine Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung
35 auf. Ferner ist ein Sensor 36 vorgesehen, der über eine Signalleitung 37 mit der
Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung 35 verbunden ist. In diesem Ausführungsbeispiel
weist der Sensor 36 einen Feder betätigten Fühler 38 auf, über den die Position der
Ankerplatte 7 erfasst wird. Insbesondere kann erfasst werden, ob die Ankerplatte 7
mit ihrer Stirnseite 9 an der Stirnseite 8 des Elektromagneten 4 anliegt oder ob die
Aufzugsbremse 3 geschlossen ist, wie es in der Fig. 1 dargestellt ist.
[0035] Durch die Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung 35 wird eine Betätigungsänderung der
Aufzugsbremse 3 erfasst. Hierbei kann sowohl ein Öffnen als auch ein Schliessen der
Aufzugsbremse 3 erfasst werden. Gegebenenfalls kann durch einen Sensor 36 auch lediglich
erfasst werden, ob sich die Ankerplatte 7 an dem Elektromagneten 4 befindet oder nicht.
[0036] Bei dieser Ausgestaltung kann die Steuereinheit 31 der Steuerung 30 nur bis die Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung
35 erfasst, dass die Betätigungsänderung erfolgt, die Dissipationseinrichtung 20 so
schalten, dass die schnelle Dissipation der in der Spule 5 gespeicherten magnetischen
Energie erfolgt.
[0037] Bei einer weiteren möglichen Ausgestaltung ist ein Sensor 39 vorgesehen, der das
Magnetfeld, insbesondere den magnetischen Fluss φ, der Spule 5 misst. Der Sensor 39
kann insbesondere als Hallsensor 39 ausgestaltet sein. Der Hallsensor 39 ist über
eine Signalleitung 40 mit einer Erfassungseinrichtung 41 mit der Steuerung 30 verbunden.
Über den Hallsensor 39 kann die Erfassungseinrichtung 41 erfassen, wann das Magnetfeld
der Spule 5 zumindest näherungsweise verschwindet. Die Steuerung 30 kann dadurch die
Dissipationseinrichtung 20 nur solange ansteuern, bis der Hallsensor 39 erfasst, dass
das Magnetfeld der Spule 5 zumindest näherungsweise verschwunden ist.
[0038] Bei einer weiteren möglichen Ausgestaltung ist eine Spulenstrommesseinrichtung 42
vorgesehen, die bezüglich dem Ausgang 25 auf der Seite der Vorrichtung 2 angebracht
ist. Die Spulenstrommesseinrichtung 42 kann hierdurch in die Vorrichtung 2 integriert
werden. Die Spulenstrommesseinrichtung 42 kann allerdings auch auf der Seite des Elektromagneten
3 angeordnet werden. Die Spulenstrommesseinrichtung 42 erfasst den Spulenstrom der
Spule 5. Wenn die mit der Spulenstrommesseinrichtung 42 über eine Signalleitung 43
verbundene Spulenstrommesseinrichtung 42 erfasst, dass der Spulenstrom I zumindest
näherungsweise verschwindet, dann kann die Steuereinheit 31 die Schnellbetätigungs-Betriebsart
beenden und die Dissipationseinrichtung 20 wieder in eine andere Betriebsart schalten.
[0039] Für den von der Strommesseinrichtung 42 gemessenen Spulenstrom 4 oder das von dem
Sensor 39 gemessene Magnetfeld sind geeignete Schwellwerte vorgegeben. Hierbei sind
vorzugsweise niedrige Schwellwerte nahe bei Null vorgegeben, die eine Entscheidung
ermöglichen, ob der Spulenstrom I beziehungsweise das Magnetfeld der Spule 5 zumindest
im Wesentlichen verschwunden ist oder nicht.
[0040] Fig. 2 zeigt die Vorrichtung 2 zum Ansteuern der elektromagnetischen Aufzugsbremse
3 der in Fig. 1 dargestellten Bremsvorrichtung 1 entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel
in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung. Die in der Fig. 1 gezeigte gemeinsame
Steuerleitung 32 weist in diesem Ausführungsbeispiel die Steuerleitungen 32A bis 32D
auf. Ferner sind die Dissipationseinrichtung 20 und die Ausgangseinrichtung 21 an
Punkten 44, 45 miteinander verbunden, die einerseits die Ausgänge der Dissipationseinrichtung
20 und andererseits die Eingänge der Ausgangseinrichtung 21 darstellen. Zur Vereinfachung
der Darstellung sind Einrichtungen wie die Spulenmesseinrichtung 42, der Sensor 39
oder der Sensor 36 sowie die diesbezüglichen Signalleitungen 37, 40, 43 nicht dargestellt.
[0041] Die Dissipationseinrichtung 20 weist Schalteinheiten 50A bis 50D auf, die über die
Signalleitungen 32A bis 32D mit der Steuereinheit 31 verbunden sind. Die Schalteinheiten
50A bis 50D können beispielsweise jeweils einen oder mehrere Transistoren aufweisen.
Hierbei können die Schalteinheiten 50A bis 50D in einer Schaltstellung auf einen quasi
verschwindenden Widerstand und in einer anderen Schaltstellung auf einen quasi unendlich
hohen Widerstand geschaltet werden. Denkbar ist auch eine Ausgestaltung, in der die
Schalteinheiten 50A bis 50D jeweils in einem Schaltzustand auf einen niedrigen Widerstand
und in einem anderen Schaltzustand auf einen hohen Widerstand geschaltet werden können.
Hierbei sind weitere geeignete Anpassungen an den jeweiligen Anwendungsfall möglich.
Nachfolgend wird für jede der Schalteinheiten 50A bis 50D jeweils ein Schaltzustand
als geschlossen und ein anderer Schaltzustand als geöffnet bezeichnet.
[0042] Die Schalteinheiten 50A, 50B sind einerseits mit dem Anschluss 22 und somit mit dem
positiven Pol der Versorgungsspannung verbunden. Andererseits ist die Schalteinheit
50A mit dem Punkt 44 verbunden, während die Schalteinheit 50B mit dem Punkt 45 verbunden
ist. Die Schalteinheiten 50C, 50D sind einerseits mit dem Anschluss 23 und somit mit
dem negativen Pol der Spannungsversorgung verbunden. Andererseits ist die Schalteinheit
50C mit dem Punkt 44 verbunden, während die Schalteinheit 50D mit dem Punkt 45 verbunden
ist.
[0043] In einer Betriebsart, die zum Bestromen der Spule 5, insbesondere zum Öffnen der
Aufzugsbremse 3, dient, sind die Schalteinheiten 50A, 50D geschlossen, währen die
Schalteinheiten 50B, 50C geöffnet sind. Dadurch ist einerseits der Anschluss 22 auf
den Punkt 44 geschaltet. Andererseits ist der Anschluss 23 auf den Punkt 45 geschaltet.
[0044] Die Ausgangseinrichtung 21 weist ein erstes Paar 51 von gegeneinander gerichteten,
bzw. bipolarer, Suppressordioden, und ein zweites Paar 52 von bipolar gerichteten
Suppressordioden auf. Aus der sich nun zwischen den Punkten 44, 45 anliegenden Spannung
ergibt sich somit eine zwischen den Ausgängen 24, 25 anliegende Betätigungsspannung,
die durch die Dimensionierung der Suppressordioden der Paare 51, 52 bestimmt ist.
Hierbei sind die Paare 51, 52 Bestandteile einer Spannungsvorgabe-Einrichtung 53 der
Ausgangseinrichtung 21. Ferner weist die Ausgangseinrichtung 21 noch eine Spannungswahl-Einrichtung
54 auf, die über eine Steuerleitung 55 von der Steuereinheit 31 ansteuerbar ist. In
diesem Ausführungsbeispiel sind nämlich Punkte 56, 57, 58 vorgesehen, wobei an dem
Punkt 57 eine Zwischenspannung abgreifbar ist. Durch eine geeignete Dimensionierung
der Suppressordioden der Paare 51, 52 kann die Spannungswahl-Einrichtung 54 somit
zwischen zwei oder drei verschiedenen Spannungen wählen, die als Betätigungsspannung
an den Ausgängen 24, 25 ausgegeben wird.
[0045] In der Schnellbetätigungs-Betriebsart stellt die Steuerung 30 die Dissipationseinrichtung
20 in eine Schnellbetätigungs-Schaltstellung. In der Schnellbetätigungs-Schaltstellung
werden die Schalteinheiten 50A, 50D geöffnet und die Schalteinheiten 50B, 50C geschlossen.
Somit wird der Anschluss 22 auf den Punkt 45 geschaltet, während der Anschluss 23
auf den Punkt 44 geschaltet wird. In Bezug auf die Dimensionierung der Paare 50, 52
von Suppressordioden ergeben sich nun bestimmte Spannungspotentiale an den Punkten
56, 57, 58. Dementsprechend wird zwischen den Ausgängen 24, 25 eine Dissipationsspannung
angelegt, die der zuvor wirksamen Betätigungsspannung entgegen gerichtet ist. Gegebenenfalls
kann hierbei die Spannungswahl-Einrichtung 54 zwischen zwei oder drei Spannungswerten
für die Dissipationsspannung wählen.
[0046] Aufgrund der gewissermassen negativen Dissipationsspannung, die an die Spule 5 angelegt
wird, kann die in der Spule 5 gespeicherte Energie schnell dissipiert werden. Somit
ergibt sich ein verkürztes Ansprechverhalten. Das Reduzieren des Spulenstroms I erfolgt
insbesondere auf einer kürzeren Zeitskala als beim blossen Reduzieren der Spannung
U auf 0 V.
[0047] Die Dissipationsspannung dient somit als Gegenspannung.
[0048] Das Schalten der Dissipationseinrichtung 20 aus der Schnellbetätigungs-Schaltstellung
in die gewöhnliche Schaltstellung zum Bestromen der Spule 5 kann beispielsweise durch
die Zeitvorgabeeinrichtung 34 und/oder die Erfassungseinrichtung 41 und/oder die Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung
35 bestimmt sein, wie es auch anhand der Fig. 1 beschrieben ist.
[0049] Fig. 3 zeigt die Vorrichtung 2 zum Ansteuern der elektromagnetischen Aufzugsbremse
3 der in Fig. 1 dargestellten Bremsvorrichtung 1 entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel
in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung. In diesem Ausführungsbeispiel sind
Schalteinheiten 50A, 50B dargestellt, die über Signalleitungen 32A, 32B mit der Steuereinheit
31 verbunden sind. Die Dissipationseinrichtung 20 ist über die Anschlüsse 22, 23 mit
dem positiven Pol und dem negativen Pol der Spannungsversorgung verbunden. Ferner
ist ein Anschluss 60 vorgesehen, der auf eine schwebende Masse geschaltet ist. Wenn
die Schalteinheit 50B geschlossen wird, dann wird das Spannungspotential am Anschluss
60 auf den Pluspol der Versorgungsspannung am Anschluss 22 geschaltet. Zusätzlich
kann eine Einrichtung vorgesehen sein, die das Potential am Anschluss 60 in Bezug
auf das negative Potential am Anschluss 23 einstellt.
[0050] Die Ausgangseinrichtung 21 kann beispielsweise den Anschluss 23 auf den Ausgang 25
und den Anschluss 60 auf den Ausgang 24 schalten. Zum Bestromen der Spule 5 wird die
Schalteinheit 50B geschlossen, so dass zwischen den Ausgängen 24, 25 die Betätigungsspannung
anliegt. Hierdurch wird die Aufzugsbremse 3 geöffnet. Im geöffneten Zustand der Aufzugsbremse
3 ist in der Spule 5 eine magnetische Energie gespeichert.
[0051] In der Schnellbetätigungs-Betriebsart wird die Dissipationseinrichtung 20 in eine
Schnellbetätigungs-Schaltstellung geschaltet. Hierfür wird die Schalteinheit 50B geöffnet.
Ferner wird die Schalteinheit 50A geschlossen. Die Schalteinheit 50A kann hierbei
auf einen verschwindenden Widerstand oder auch auf einen vorgegebenen Widerstand geschaltet
werden. Ferner ist es möglich, dass die Schalteinheit 50A von einem höheren Widerstand
auf einen niedrigeren Widerstand, insbesondere einen verschwindenden Widerstand, geschaltet
wird.
[0052] Somit liegt in der Schnellbetätigungs-Schaltstellung zwischen den Ausgängen 24, 25
nun die Induktionsspannung oder zumindest ein Teil der Induktionsspannung der Spule
5 an. Der Ausgang 25 liegt dadurch gegenüber dem Ausgang 24 auf einem höheren Spannungsniveau.
Dadurch ergibt sich ein gewisser Spannungsabfall an einer Diode 61, die nun in Durchlassrichtung
liegt. Ein weiterer Spannungsabfall ergibt sich an einem Stromabführelement 62 der
Dissipationseinrichtung 20. In diesem Ausführungsbeispiel weist das Stromabführelement
62 eine Suppressordiode 63 auf. Die Suppressordiode 63 kann insbesondere als TVS-Diode
63 ausgestaltet sein. Durch den Spannungsabfall an der Suppressordiode 63 kommt es
zu einer schnellen Dissipation der in der Spule 5 gespeicherten magnetischen Energie.
In einer einfacheren Ausführung kann anstelle der Suppressordiode 63 auch ein höherer
Widerstand verwendet sein. Dadurch kann mittels der Schalteinheit 50A einfach von
einem höheren Widerstand auf einen niedrigeren Widerstand, insbesondere einen verschwindenden
Widerstand, geschalten werden.
[0053] Die Steuerung 30 schaltet die schaltbare Dissipationseinrichtung 20 dann wieder in
eine gewöhnliche Betriebsart, was beispielsweise durch die Zeitvorgabeeinrichtung
34 und/oder die Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung 35 und/oder die Erfassungseinrichtung
41 ermöglicht ist.
[0054] Es ist anzumerken, dass anhand der Fig. 3 hauptsächlich die Funktionsweise der schaltbaren
Dissipationseinrichtung in der Schnellbetätigungs-Betriebsart beschrieben ist. Weitere
Funktionen, wie eine Regelung des Stroms I durch die Spule 5 in der normalen Betriebsart,
können durch geeignete Einrichtungen verwirklicht werden. Hierfür kann insbesondere
das Potential des Anschlusses 60 in Bezug auf das Potential am Anschluss 23 variiert
werden. Dies ist beispielsweise durch eine geeignete Schaltung möglich, die zu der
Schalteinheit 50B geschaltet ist. Hierbei kann insbesondere ein Signalgenerator zum
Einsatz kommen, der beispielsweise eine Pulsbreitenmodulation ermöglicht.
[0055] Es ist anzumerken, dass die Dissipationseinrichtung 20 vorzugsweise nur solange in
die Schnellbetätigungs-Schaltstellung geschaltet wird, dass der Spulenstrom I durch
die Spule 5 zumindest näherungsweise verschwindet, sich aber nicht in der Gegenrichtung
aufbaut. Somit kann erreicht werden, dass nach dem Ende der Schnellbetätigungs-Betriebsart
das Magnetfeld zumindest näherungsweise verschwindet oder zumindest ausreichend reduziert
worden ist.
[0056] Bei dem Verfahren zum Ansteuern der elektromagnetischen Aufzugsbremse 3 wird die
Spule 5 der Aufzugsbremse 3 bestromt. Hierbei ist ein Schalten in die Schnellbetätigungs-Betriebsart
ermöglicht. In der Schnellbetätigungs-Betriebsart wird die durch die Bestromung in
der Spule 5 gespeicherte Energie schnell dissipiert.
[0057] Hierbei kann das Verfahren um geeignete Schritte ergänzt werden, die einzeln oder
in einer geeigneten Kombination zum Einsatz kommen können.
[0058] In der Schnellbetätigungs-Betriebsart kann eine zwischen den zwei Ausgängen anliegende
Dissipationsspannung erzeugt werden, die der Betätigungsspannung entgegen gerichtet
ist, die zum Bestromen der Spule dient. Hierbei kann ferner in der Schnellbetätigungs-Betriebsart
die zwischen den zwei Ausgängen anliegende Dissipationsspannung betragsmässig zumindest
näherungsweise gleich gross erzeugt werden wie die zum Bestromen dienende Betätigungsspannung.
[0059] Ausserdem ist es möglich, dass eine Schnellbetätigungszeit für die Schnellbetätigungs-Betriebsart
bestimmt wird und dass das Schalten in die Schnellbetätigungs-Betriebsart durch die
Schnellbetätigungszeit begrenzt ist.
[0060] Bei einer abgewandelten Ausgestaltung des Verfahrens kann in der Schnellbetätigungs-Betriebsart
die magnetische Energie der Spule 5 schnell dissipiert werden, indem das Stromabführelement
62, insbesondere die Suppressordiode 63, zwischen die Ausgänge 24, 25 geschaltet wird.
[0061] Zum Bestimmen, wann die Schnellbetätigungs-Betriebsart beendet wird, kann auch eine
Betätigungsänderung der Aufzugsbremse erfasst werden. Speziell kann hierbei eine Bewegung
der Ankerplatte 7 erfasst werden. Ferner kann auch das Magnetfeld der Spule 5 erfasst
werden, wobei die Schnellbetätigungs-Betriebsart beendet wird, wenn das Magnetfeld
der Spule 5 zumindest näherungsweise verschwindet. Entsprechend kann die Betätigungs-Betriebsart
beendet werden, wenn erfasst wird, dass ein Spulenstrom I der Spule 5 zumindest näherungsweise
verschwindet.
[0062] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
1. Verfahren zum Ansteuern einer elektromagnetischen Aufzugsbremse (3) welch Aufzugsbremse
mittels einer Spule (5) geöffnet und offengehalten werden kann, beinhaltend die Schritte:
- Anlegen einer Betätigungsspannung an die Spule (5) zum Offenhalten der Aufzugsbremse
(3), und
- Empfangen eines von einer Steuerung (30) ausgegebenen Schnellbetätigungs-Signals,
und
- Anschliessendes Schalten einer Dissipationseinrichtung (20) durch das Schnellbetätigungs-Signal,
so dass eine in der Spule (5) gespeicherte magnetische Energie schnell dissipiert
oder abgeleitet wird und die Aufzugsbremse (3) schnell geschlossen wird, wobei
- beim Schalten der Dissipationseinrichtung {20) das Schnellbetätigungs-Signal zumindest
eine Schalteinheit (50A, 50B, 50C, 50D) kurzzeitig schaltet, so dass eine Dissipationsspannung,
die der Betätigungsspannung entgegen gerichtet ist, auf die Spule geschaltet wird,
oder
- beim Schalten der Dissipationseinrichtung (20) das Schnellbetätigungs-Signal zumindest
eine Schalteinheit (50A, 50B, 50C, 50D) schaltet, so dass die Spule kurzgeschlossen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Schalten der Dissipationseinrichtung durch die
Steuerung (30) beendet wird, wenn
- eine vorgegebene Schnellbetätigungszeit erreicht wird, und /oder
- eine Betätigungsänderung der Aufzugsbremse (3) festgestellt wird, und /oder
- ein Magnetfeld der Spule (5) zumindest näherungsweise verschwindet oder einen vorbestimmten
Wert erreicht, und /oder
- ein Spulenstrom (I) durch die Spule (5) zumindest naberungsweise verschwindet oder
einen vorbestimmten Wert erreicht.
3. Vorrichtung (2) zum Ansteuern einer elektromagnetischen Aufzugsbremse (3), die Vorrichtung
beinhaltet zumindest Anschlüsse (22, 23) die zu einer Spannungsversorgung verbindbar
sind, zumindest zwei Ausgängen (24, 25), die mit einer Spule (5) der elektromagnetischen
Aufzugsbremse (3) verbindbar sind, und eine Steuerung (30) die ihrerseits zu einer
Aufzugs- oder Sicherheitssteuerung (76) verbindbar ist, wobei die Vorrichtung (2)
eine zum Offenhalten der Aufzugsbremse (3) erforderliche Betätigungsspannung bereitstellen
kann, und
diese Vorrichtung (2) eine schaltbare Dissipationseinrichtung (20) mit zumindest einer
Schalteinheit (50A, 50B, 50C, 50D) beinhaltet, die zumindest mittelbar zwischen den
zwei Anschlüssen (22,23) und den zwei Ausgängen (24, 25) geschaltet ist, und
dass die Steuerung (30) in einer Normal-Betriebsart die zumindest eine Schalteinheit
(50A, 50B, 50C, 50D) der schaltbaren Dissipationseinrichtung (20) so schaltet, dass
die zum Offenhalten der Aufzugsbremse (3) erforderliche Betätigungsspannung zwischen
die zwei Ausgänge (24,25) geschaltet ist
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung (30) in einer Schnellbetätigungs-Betriebsart die zumindest eine Schalteinheit
(50A, 50B, 50C, 50D) der schaltbaren Dissipationseinrichtung (20) so schalten kann,
dass eine schnelle Dissipation der in der Spule (5) gespeicherten magnetischen Energie
ermöglicht ist, wobei
- die Steuerung (30) in der Schnellbetätigungs-Betriebsart die zumindest eine Schalteinheit
(SOA, 50B, 50C, 50D) kurzzeitig so schalten kann, dass eine Dissipationsspannung,
die der Betätigungsspannung entgegen gerichtet ist, auf die Spule geschaltet ist,
oder
- die Steuerung (30) in der Schnellbetätigungs-Betriebsart die zumindest eine Schalteinheit
(50A, 50B, 50C, SOD) so schalten kann, dass die Spule kurzgeschlossen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die von der schaltbaren Dissipationseinrichtung (20) in der Schnellbetätigungs-Schaltstellung
erzeugte Dissipationsspannung betragsmässig zumindest gleich-gross wie die zum Bestromen
dienende Betätigungsspannung ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die schaltbare Dissipationseinrichtung (20) weiter eine Suppressordiode (63) beinhaltet
und dass die Suppressordiode (63) und die zumindest eine Schalteinheit (SOA, 5OB,
50C, 50D) in einer Schnellbetätigungs-Schaltstellung für die Schnellbetätigungs-Betriebsart
zumindest mittelbar zwischen die zwei Ausgänge (24, 25) schaltbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung (30) eine Zeitvorgabeeinrichtung (34), zur kurzzeitigen Schaltung der
zumindest einen Schalteinheit (50A, 50B, 50C, 50D) der schaltbaren Dissipationseinrichtung
(20) beinhaltet, die eine Schnellbetätigungszeit für die Schnellbetätigungs-Betriebsart
bestimmt, und dass die Steuerung (30) die zumindest eine Schalteinheit (50A, 50B,
50C, 50D) der Dissipationseinrichtung (20) nur bis zum Ablauf der Schnellbetätigungszeit
so schaltet, dass die schnelle Dissipation der in der Spule (5) gespeicherten magnetischen
Energie ermöglicht ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung (30) eine Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung (35) beinhaltet, die
zumindest eine Betätigungsänderung der Aufzugsbremse (3) erfasst, und dass die Steuerung
(30) nur bis die Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung (35) erfasst, dass die Betätigungsänderung
erfolgt, die zumindest eine Schalteinheit (50A, 50B, 50C, 50D) der Dissipationseinrichtung
(20) so schaltet, dass die schnelle Dissipation der in der Spule (5) gespeicherten
magnetischen Energie ermöglicht ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sensor (36) vorgesehen ist, der eine Bewegung einer Ankerplatte (7) der elektromagnetischen
Aufzugsbremse (3) erfasst, und dass der Sensor (36) mit der Bremsstellungs-Erfassungseinrichtung
(35) der Steuerung (30) verbunden ist,
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Hallsensor (39) vorgesehen ist und dass die Steuerung (30) die zumindest eine
Schalteinheit (50A, 50B, 50C, 50D) der Dissipationseinrichtung (20) bis der Haltsensor
(39) erfasst, dass das Magnetfeld der Spule (5) zumindest näherungsweise verschwindet
oder einen vorbestimmten Wert erreicht, so schaltet, dass die schnelle Dissipation
der in der Spule (5) gespeicherten magnetischen Energie ermöglicht ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Spulenstrommesseinrichtung (42) vorgesehen ist, die einen Spulenstrom (1) der
Spule (5) erfasst, und dass die Steuerung (30) die zumindest eine Schalteinheit (50A,
50B, 50C, 50D) der Dissipationseinrichtung (20) bis die Spulenstrommesseinrichtung
(42) erfasst, dass der Spulenstrom (I) durch die Spule (5) zumindest näherungsweise
verschwindet oder einen vorbestimmten Wert erreicht, so schaltet, dass die schnelle
Dissipation der in der Spule (5) gespeicherten magnetischen Energie ermöglicht ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (2) eine Ausgangseinrichtung (21) beinhaltet, welche zumindest zwei
gegeneinander gerichtete Suppressordioden (51, 52) aufweist, durch die zumindest näherungsweise
die Betätigungsspannung und gegebenenfalls die Dissipationsspannung
begrenzt sind.
12. Bremsvorrichtung (1) mit einer elektromagnetischen Aufzugsbremse (3) und einer Vorrichtung
(2) nach einem der Ansprüche 3 bis 11, wobei die Spule (5) der Aufzugsbremse (3) mit
den Ausgängen (24, 25) der Vorrichtung (2) verbunden ist.
13. Aufzugsanlage mit einer Bremsvorrichtung (1) nach Anspruch 12.
1. Method of activating an electromagnetic lift brake (3), which lift brake can be released
and kept released by means of a coil (5), comprising the steps of:
- applying an actuating voltage to the coil (5) for keeping the lift brake (3) released,
- receiving a rapid actuation signal delivered by a control (30) and
- subsequently switching a dissipation device (20) by the rapid actuation signal so
that a magnetic energy stored in the coil (5) rapidly dissipates or is discharged
and the lift brake (3) is rapidly applied, wherein
- on switching of the dissipation device (20) the rapid actuation signal transiently
switches at least one switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) so that a dissipation voltage
directed oppositely to the actuating voltage is connected with the coil or
- on switching of the dissipation device (20) the rapid actuation signal switches
at least one switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) so that the coil is short-circuited.
2. Method according to claim 1, wherein switching of the dissipation device by the control
(30) is ended when
- a predetermined rapid actuation time is reached and/or
- a change in actuation of the lift brake (3) is ascertained and/or
- a magnetic field of the coil (5) at least approximately disappears or a predetermined
value is reached and/or
- a coil current (I) through the coil (5) at least approximately disappears or reaches
a predetermined value.
3. Device (2) for activating an electromagnetic lift brake (3), which device includes
at least terminals (22, 23) connectible with a supply voltage, at least two outputs
(24, 25) connectible with the coil (5) of the electromagnetic lift brake (3) and a
control (30) in turn connectible with a lift or safety control (76), wherein the device
(2) can provide an actuating voltage required for keeping the lift brake (3) released
and this device (2) includes a switchable dissipation device (20) with at least one
switching unit (50A, 50B, 50C, 50D), which is connected at least indirectly between
the two terminals (22, 23) and the two outputs (24, 25), wherein the control (30)
in a normal operating mode so switches the at least one switch unit (50A, 50B, 50C,
50D) of the switchable dissipation device (20) that the actuating voltage required
for keeping the lift brake (3) released is switched between the two outputs (24, 25),
characterised in that the control (30) in a rapid actuation operating mode can so switch the at least one
switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) of the switchable dissipation device (20) that
rapid dissipation of the magnetic energy stored in the coil (5) is made possible,
wherein
- the control (30) in the rapid actuation operating mode can so transiently switch
the at least one switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) that a dissipation voltage directed
oppositely to the activating voltage is connected with the coil or
- the control (30) in the rapid actuation operating mode can so switch the at least
one switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) that the coil is short-circuited.
4. Device according to claim 3, characterised in that the dissipation voltage produced by the switchable dissipation device (20) in the
rapid actuation switching setting is approximately the same in terms of amount as
the actuating voltage serving for energisation.
5. Device according to claim 3, characterised in that the switchable dissipation device (20) further comprises a suppressor diode (63)
and that the suppressor diode (63) and the at least one switching unit (50A, 50B,
50C, 50D) in a rapid actuation switching setting for the rapid actuation operating
mode are connectible at least indirectly between the two outputs (24, 25).
6. Device according to any one of claims 3 to 5, characterised in that the control (30) comprises a time presetting device (34) for the transient switching
of the at least one switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) of the switchable dissipation
device (20), which determines a rapid actuation time for the rapid actuation operating
mode, and that the control (30) switches the at least one switching unit (50A, 50B,
50C, 50D) of the dissipation device (20) - only until expiry of the rapid actuation
time - so that the rapid dissipation of the magnetic energy stored in the coil (5)
is made possible.
7. Device according to any one of claims 3 to 6, characterised in that the control (30) comprises a brake setting detection device (35) which detects at
least one change in actuation of the lift brake (3) and that the control (30) switches
the at least one switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) of the dissipation device (20)
- only until the brake setting detecting device (35) detects that the actuation change
takes place - so that the rapid dissipation of the magnetic energy stored in the coil
(5) is made possible.
8. Device according to claim 7, characterised in that a sensor (36) detecting movement of an armature plate (7) of the electromagnetic
lift brake (3) is provided and that the sensor (36) is connected with the brake setting
detection device (35) of the control (30).
9. Device according to any one of claims 3 to 8, characterised in that a Hall sensor (39) is provided and that the control (30) switches the at least one
switching unit (50A, 50B, 50C, 50D) of the dissipation device (20) - until the Hall
sensor (39) detects that the magnetic field of the coil (5) at least approximately
disappears or reaches a predetermined value - so that the rapid dissipation of the
magnetic energy stored in the coil (5) is made possible.
10. Device according to any one of claims 3 to 9, characterised in that a coil current measuring device (42) detecting a coil current (I) of the coil (5)
is provided and that the control (30) switches the at least one switching unit (50A,
50B, 50C, 50D) of the dissipation device (20) - until the coil current measuring device
(42) detects that the coil current (I) through the coil (5) at least approximately
disappears or reaches a predetermined value - so that the rapid dissipation of the
magnetic energy stored in the coil (5) is made possible.
11. Device according to any one of claims 3 to 10, characterised in that the device (2) includes an output device (21) comprising at least two oppositely
directly suppressor diodes (51, 52), by which the actuating voltage and optionally
the dissipation voltage are at least approximately limited.
12. Brake device (1) with an electromagnetic lift brake (3) and a device (2) according
to any one of claims 3 to 11, wherein the coil (5) of the lift brake (3) is connected
with the outputs (24, 25) of the device (2).
13. Lift installation with a brake device (1) according to claim 12.
1. Procédé pour commander un frein d'ascenseur électromagnétique (3), lequel frein d'ascenseur
peut être ouvert et maintenu ouvert à l'aide d'une bobine (5), comprenant les étapes
suivantes :
- application d'une tension d'actionnement à la bobine (5) pour maintenir le frein
d'ascenseur (3) ouvert, et
- réception d'un signal d'actionnement rapide émis par une commande (30),
- commutation consécutive d'un dispositif de dissipation (20) par le signal d'actionnement
rapide, de sorte qu'une énergie magnétique accumulée dans la bobine (5) est dissipée
ou dérivée rapidement et que le frein d'ascenseur (3) est fermé rapidement, étant
précisé
- que lors de la commutation du dispositif de dissipation (20), le signal d'actionnement
rapide commute temporairement au moins une unité de commutation (50A, 50B, 50BC, 50D),
de sorte qu'une tension de dissipation qui est opposée à la tension d'actionnement
est commutée sur la bobine, ou
- que lors de la commutation du dispositif de dissipation (20), le signal d'actionnement
rapide commute au moins une unité de commutation (50A, 50B, 50BC, 50D), de sorte que
la bobine est court-circuitée.
2. Procédé selon la revendication 1, la commutation du dispositif de dissipation étant
terminée par la commande (30) si
- un temps d'actionnement rapide prédéfini est atteint, et/ou
- un changement d'actionnement du frein d'ascenseur (3) est constaté, et/ou
- un champ magnétique de la bobine (5) disparaît au moins approximativement ou atteint
une valeur prédéfinie, et/ou
- un courant de bobine (I) qui traverse la bobine (5) disparaît au moins approximativement
ou atteint une valeur prédéfinie.
3. Dispositif (2) pour commander un frein d'ascenseur électromagnétique (3), le dispositif
contient au moins des raccordements (22, 23) qui sont aptes à être reliés à une alimentation
en tension, au moins deux sorties (24, 25) qui sont aptes à être reliées à une bobine
(5) du frein d'ascenseur électromagnétique (3), et une commande (30) qui est elle-même
apte à être reliée à une commande d'ascenseur ou de sécurité (76), le dispositif (2)
pouvant fournir une tension d'actionnement nécessaire pour maintenir le frein d'ascenseur
(3) ouvert, et
ce dispositif (2) contient un dispositif de dissipation commutable (20) avec au moins
une unité de commutation (50A, 50B, 50C, 50D) qui est commutée au moins indirectement
entre les deux raccordements (22, 23) et les deux sorties (24, 25), et
que la commande (30), dans un mode de fonctionnement normal, commute la ou les unités
de commutation (50A, 50B, 50C, 50D) du dispositif de dissipation commutable (20) de
telle sorte que la tension d'actionnement nécessaire pour maintenir le frein d'ascenseur
(3) ouvert est commutée entre les deux sorties (24, 25),
caractérisé
en ce que la commande (30), dans un mode de fonctionnement d'actionnement rapide, peut commuter
la ou les unités de commutation (50A, 50B, 50C, 50D) du dispositif de dissipation
commutable (20) de telle sorte qu'une dissipation rapide de l'énergie électromagnétique
accumulée dans la bobine (5) soit possible,
- la commande (30), dans le mode de fonctionnement d'actionnement rapide, pouvant
commuter temporairement la ou les unités de commutation (50A, 50B, 50BC, 50D) de telle
sorte qu'une tension de dissipation qui est opposée à la tension d'actionnement soit
commutée sur la bobine, ou
- la commande, dans le mode de fonctionnement d'actionnement rapide, peut commuter
la ou les unités de commutation (50A, 50B, 50BC, 50D) de telle sorte que la bobine
soit court-circuitée.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la tension de dissipation produite par le dispositif de dissipation commutable (20)
dans la position d'actionnement rapide est au moins approximativement égale en valeur
à la tension d'actionnement qui sert à l'alimentation en courant.
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif de dissipation commutable (20) contient également une diode de suppression
(63), et en ce que la diode de suppression (63) et la ou les unités de commutation (50A, 50B, 50C, 50D),
dans une position de commutation d'actionnement rapide pour le mode de fonctionnement
d'actionnement rapide, sont aptes à être commutées au moins indirectement entre les
deux sorties (24, 25).
6. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que la commande (30) contient un dispositif de prédéfinition de temps (34), pour la commutation
temporaire de la ou des unités de commutation (50A, 50B, 50C, 50D) du dispositif de
dissipation commutable (20), qui définit un temps d'actionnement rapide pour le mode
de fonctionnement d'actionnement rapide, et en ce que la commande (30) ne commute la ou les unités de commutation (50A, 50B, 50C, 50D)
du dispositif de dissipation (20) de telle sorte que la dissipation rapide de l'énergie
magnétique accumulée dans la bobine (5) soit possible, que jusqu'à écoulement du temps
d'actionnement rapide.
7. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que la commande (30) contient un dispositif de détection de position de freinage (35)
qui détecte au moins un changement d'actionnement du frein d'ascenseur (3), et en ce que la commande (30) ne commute la ou les unités de commutation (50A, 50B, 50C, 50D)
du dispositif de dissipation (20) de telle sorte que la dissipation rapide de l'énergie
magnétique accumulée dans la bobine (5) soit possible, que jusqu'à ce que le dispositif
de détection de position de freinage (35) détecte que le changement d'actionnement
a lieu.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'il est prévu un capteur (36) qui détecte un déplacement d'une plaque d'induit (7)
du frein d'ascenseur électromagnétique (3), et en ce que le capteur (36) est relié au dispositif de détection de position de freinage (35)
de la commande (30).
9. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisé en ce qu'il est prévu un capteur à effet Hall (39) et en ce que la commande (30), jusqu'à ce que le capteur à effet Hall (39) détecte que le champ
magnétique de la bobine (5) disparaît au moins approximativement ou atteint une valeur
prédéfinie, commute la ou les unités de commutation (50A, 50B, 50C, 50D) du dispositif
de dissipation (20) de telle sorte que la dissipation rapide de l'énergie magnétique
accumulée dans la bobine (5) soit possible.
10. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 9, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de mesure de courant de bobine (42) qui détecte un courant
de bobine (I) de la bobine (5), et en ce que la commande (30), jusqu'à ce que le dispositif de mesure de courant de bobine (42)
détecte que le courant de bobine (I) qui traverse la bobine (5) disparaît au moins
approximativement ou atteint une valeur prédéfinie, commute la ou les unités de commutation
(50A, 50B, 50C, 50D) du dispositif de dissipation (20) de telle sorte que la dissipation
rapide de l'énergie magnétique accumulée dans la bobine (5) soit possible.
11. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que le dispositif (2) contient un dispositif de sortie (21) qui comporte au moins deux
diodes de suppression (51, 52) dirigées l'une vers l'autre, grâce auxquelles la tension
d'actionnement et éventuellement la tension de dissipation sont au moins approximativement
limitées.
12. Dispositif de freinage (1) avec un frein d'ascenseur électromagnétique (3) et un dispositif
selon l'une des revendications 3 à 11, la bobine (5) du frein d'ascenseur (3) étant
reliée aux sorties (24, 25) du dispositif (2).
13. Installation d'ascenseur avec un dispositif de freinage (1) selon la revendication
12.