[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Pfahls, wobei
sowohl eine Bohrung als auch eine Rammung erfolgt.
[0002] Pfähle finden allgemein im Bauwesen vielfach Anwendung. Insbesondere im Bereich des
Grundbaus kommen neben Bohr- insbesondere Rammpfähle zum Einsatz, bei welchen mittels
Innen- oder Außenrammung ein Vortreibrohr in den Baugrund eingetrieben/gerammt wird.
Mittels der sogenannten "Innenrammung" wird beispielsweise ein FRANKIPFAHL
® ("FRANKIPFAHL
®" ist eine eingetragene Marke der FRANKI Grundbau GmbH & Co. KG, Seevetal, Deutschland)
als Vortreibrohr in den Baugrund abgeteuft. Das Vortreibrohr wird dabei mittels eines
Mäklers ausgerichtet und ist über in aller Regel zwei Seile mit einer über einen Kopfbereich
des Mäklers angeordneten Umlenkung mit einer ersten Winde verbunden. Mit einem weiteren
Seil, welches ebenfalls über die Umlenkung im Kopfbereich des Mäklers geführt ist,
ist ein Rammbär gehalten, welcher im Vortreibrohr geführt ist bzw. arbeitet. Wird
tragfähiger Baugrund erreicht, wird ein als Verschluss für das Rammrohr dienendes
Verschlussmittel, beispielsweise aus sandigem oder anderem Material, mittels des Rammbären
ausgetrieben zur Bildung eines Pfahlfußes. Dabei kann zusätzlich Beton oder ähnliches
zugegeben werden. Anschließend wird ein Bewehrungskorb eingestellt, Beton eingefüllt
und das Vortreibrohr dabei wieder gezogen. Dabei ist es auch möglich, eine sogenannte
Kies-Vorverdichtung durchzuführen, wobei der Boden in einem entsprechenden Bereich
unterhalb und oberhalb der Pfahlabsetztiefe durch Ausstampfen von Kies verbessert
und auch etwas verdichtet wird.
[0003] Im Unterschied zu der vorstehend beschriebenen Innenrammung werden mittels einer
Außenrammung beispielsweise Fußplattenpfähle hergestellt, wobei zur Herstellung derselben
Vortreibrohre Einsatz finden, welche an ihrem unteren Endbereich durch eine verlorengegangene
Fußplatte als Verschlussmittel verschlossen werden. Es sind auch Techniken bekannt,
bei welchen die Fußplatte nicht verloren geht. Unter Zuhilfenahme eines Mäklers wird
über einen Rammbären, welcher insbesondere als Freifallbär, Diesel- oder Hydraulikbär
ausgebildet sein kann, das Vortreibrohr/Rammrohr in den Baugrund abgeteuft. Der Rammbär
arbeitet dabei auf dem Kopf des Rammrohres. Die Rammung wird wie bei der oben beschriebenen
Innenrammung bis in tragfähige Bodenbereiche geführt. Anschließend wird ein Bewehrungskorb
eingestellt und der Pfahlschaft betoniert unter gleichzeitigen oder nachfolgendem,
auch schrittweisem Ziehen des Rammrohrs. Bei einer Außenrammung geht die Fußplatte
dabei unter Umständen verloren, je nach eingesetzter Technologie. Durch das jetzt
unten offene Rammrohr rutscht Beton nach und füllt den Pfahlschaft etwa bis zur Außenkante
des Rammrohrs aus. Dabei kann die im Boden verlorengegangene Fußplatte die Aufstandsfläche
des Pfahls bilden.
[0004] EP 0 598 457 A1 offenbart ein Verfahren zum Einbringen eines Pfahles in einen Untergrund ohne Vibrationen
als auch eine entsprechende Vorrichtung. Aufgabe wäre es, ein Verfahren zur Verfügung
zu stellen, bei dem die Tragfähigkeit des vergrößerten Pfahlfußes je Flächeneinheit
größer ist als die Tragfähigkeit aus dem Stand der Technik bekannter Verfahren, bei
welchen ein Reduktionsfaktor auf die theoretische Tragfähigkeit eines vergrößerten
Pfahlfußes angewandt wird. Bei dem dort offenbarten Verfahren wird ein an einem unteren
Ende mittels eines Verschlusselementes verschlossenes Bohrrohr, welches auf seiner
Außenfläche eine schraubenförmige Wicklung aufweist, mit Drehung unter axialem Druck
in den Boden eingetrieben, bis das Verschlusselement in eine tragende Bodenschicht
eingedrungen ist, anschließend erfolgt eine Erhöhung des Abstandes zwischen dem unteren
Ende des Bohrrohres und der Spitze eines daran befestigten Verschlusselementes, wobei
in dem Bohrloch ein vorgefertigter schlanker Gründungsfahl vorgesehen wird, dessen
Querschnitt merklich kleiner ist als der des Bohrrohres, wohingegen das untere Ende
des Gründungspfahles auf dem Verschlusselement zu liegen kommt, und wobei das Verschlusselement
eine vorgeformte zylindrische, hohle Verdrängungsspitze ist mit einer Länge von wenigstens
dem zweifachen Außendurchmesser, wobei dieses vorgefertigte Verdrängungselement am
Ende des Bohrrohres angeordnet ist und den vergrößerten Pfahlfuß bildet, und wobei
der Abstand einer unteren Kante des Bohrrohres und des Verschlusselementes vergrößert
wird nach Eindringen in die tragende Bodenschicht, wobei die Vergrößerung des Abstandes
verursacht wird durch Drücken des Pfahlfußes unter Drehung über eine Strecke von wenigstens
dem zweifachen Außendurchmesser des Pfahlfußes in die tragende Bodenschicht.
[0005] Nachteilig an den vorstehend beschriebenen Verfahren sowohl der Außen- als auch der
Innenrammung sind die damit einhergehenden erheblichen Erschütterung. Besonders in
dicht bebauten Gebieten führt diese zu erheblichen Beeinträchtigungen in der unmittelbaren
Umgebung.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines Pfahls
zur Verfügung zu stellen, mit welchem insbesondere Erschütterungen vermindert werden.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines
Pfahls, wobei ein Bohrrohr mit mindestens einer in einem bevorzugt unteren Teilabschnitt
einer Außenwandung derselben angeordneten Schneidwendel bis in einen insbesondere
tragfähigen Baugrund gebohrt, durch ein im Bohrrohr anordbares, zusätzliches Innenrohr
ein Pfahlfuß ausgebildet, zumindest ein Endbereich des Innenrohrs in den Pfahlfuß
eingeführt, über das Innenrohr ein mindestens ein Bindemittel aufweisendes körniges
Material eingefüllt wird und das Bohrrohr und das Innenrohr aus dem Baugrund entfernt
werden, wobei der Pfahlfuß durch Innenrammung ausgebildet wird und das Innenrohr mit
seiner dem tragfähigen Baugrund zugewandten endseitigen Stirnfläche über eine endseitige
Stirnfläche des Bohrrohres übersteht.
[0008] Das Bohrrohr kann auch als Bohrschnecke mit einem großen Seelenrohr bezeichnet werden.
Vorzugsweise weist das Bohrrohr über seine gesamte abteufbare Außenwandung angeordnet
eine Schneidwendel auf. Dabei können auch zwei, drei oder vier Schneidwendeln vorgesehen
sein. Die Schneidwendel setzt vorteilhafterweise im unteren Endbereich des Bohrrohrs
an der Außenwandung an. Sie ist bevorzugt unmittelbar benachbart einer unteren Stirnfläche
des Bohrrohrs an der Außenwandung angesetzt und verläuft weiter vorteilhaft bis in
einen oberen Endbereich der abteufbaren Außenwandung des Bohrrohrs, das heißt bis
in einen oberen Endbereich des Bohrrohrs unterhalb einem oberen Öffnungsbereich, mittels
welchem das Bohrrohr an einer Bohrvorrichtung, insbesondere einem Drehmotor, befestigt
ist, und wobei durch eine dort vorgesehene Öffnung Material eingefüllt werden kann.
[0009] Das Innenrohr, welches an seiner Außenwandung keine Schneidwendel aufweist, wird
innerhalb des Bohrrohrs angeordnet. Das Verhältnis des Durchmessers des Bohrrohrs
zu dem Durchmesser des Innenrohrs, gemessen jeweils ausgehend von den jeweiligen Außenwandungen
der Rohre, liegt in einem Bereich von etwa 1,1:1 bis etwa 2,5:1, bevorzugt in einem
Bereich zwischen etwa 1,25:1 und etwa 1,75:1.
[0010] Eine Innenwandung des Bohrrohrs ist vorzugsweise gegen die Außenwandung des Innenrohrs
mit mindestens einem Dichtmittel abgedichtet. Das Dichtmittel soll der Funktion dienen,
das Eindringen von Baugrund in den Bereich zwischen der Innenwandung des Bohrrohrs
und der Außenwandung des Innenrohrs zu verhindern. Das Dichtmittel kann beispielsweise
ausgeführt sein als Ringdichtung, wobei das Dichtungsprofil im Querschnitt doppel-schwalbenschwanzförmig
oder einfachschwalbenschwanzförmig ausgeführt sein kann. Jedoch sind auch andere Ausgestaltungen
des Dichtmittels möglich. Das Dichtmittel ist vorteilhafter Weise fest an der Innenwandung
des Bohrrohrs angeordnet, kann jedoch auch fest an der Außenwandung des Innenrohrs
angeordnet sein. Das Dichtmittel kann aus jedem möglichen geeigneten Material hergestellt
sein, insbesondere aus hochfesten, gleichwohl noch eine hinreichende Elastizität aufweisenden
Kunststoffmaterialien, beispielsweise füllstoffverstärkten Gummimaterialen oder ähnlichem.
Insbesondere können auch mehrere Dichtmittel über die Länge des Bohrrohrs bzw. des
Innenrohrs an deren Innenwandung bzw. Außenwandung angeordnet sein.
[0011] Das Innenrohr kann bereits vor Beginn des Abteufens mit einer endseitigen Stirnfläche,
welche dem Baugrund zugewandt ist, über eine endseitige Stirnfläche des Bohrrohrs,
welche ebenfalls dem Baugrund zugewandt ist, überstehen. Der Überstand zwischen der
endseitigen Stirnfläche des Innenrohrs und der endseitigen Stirnfläche des Bohrrohrs
liegt bevorzugt in einem Bereich zwischen etwa 20 cm und 200 cm, weiter bevorzugt
in einem Bereich zwischen etwa 50 cm und etwa 120 cm, kann jedoch bei manchen Baugrundsituationen
auch größer als 200 cm sein. Der Überstand kann jedoch auch erst nach Erreichen einer
Endteufe im Baugrund durch entsprechende Verschiebung des Innenrohrs im Verhältnis
zum Bohrrohr erzeugt werden. Die Verschiebung kann dabei durch Drehbewegungen oder
durch eine longitudinale, nicht drehende Schiebe-Bewegung und/oder sowohl durch Innen-
oder Kopframmung erfolgen. Es kann zur Erzeugung eines Überstandes auch vorgesehen
sein, dass das Innenrohr durch Innenrammung bis in einen tragfähigen Baugrund getrieben
wird, während das Bohrrohr bis zu einer gewissen Tiefe abgeteuft wird. Auch kann z.B.
das Innenrohr und das Bohrrohr nur bis in einen tragfähigen Baugrund abgeteuft werden,
und dann ein Überstand durch weiteres Abteufen des Innenrohrs durch Innenrammung gebildet
werden.
[0012] Der mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte Pfahlfuß wird nach dem
Prinzip des FRANKIPFAHL
® hergestellt. Erfindungsgemäß wird der Pfahlfuß durch Innenrammung ausgebildet, die
auch als Innenrohrrammung angesprochen werden kann. Eine Kopframmung mittels Hydraulik-
oder Dieselbären wäre möglich. Bevorzugt wird bei einer Innenrammung ein Rammbär in
das Innenrohr eingeführt, weiter bevorzugt wird der Rammbär auf ein Verschlussmittel,
welches in dem dem tragfähigen Baugrund zugewandten Endbereich des Bohrrohrs und/oder
Innenrohrs angeordnet ist, aufgelegt. Der Rammbär wird vorteilhafter Weise im verspannten
Zustand eingesetzt. Die Auflage auf das Verschlussmittel kann bereits vor dem Abteufen
erfolgen, weiter bevorzugt erfolgt sie während dem Abteufen des Bohrrohrs, weiter
bevorzugt erfolgt eine Auflage des Rammbären sowohl vor dem Abteufen als auch während
des Abteufens bis zur Erreichung einer Endteufe.
[0013] Der Pfahlfuß wird vorteilhafterweise abgebildet, indem im Innenrohr vorliegendes
körniges Material, das auch mit einem Bindemittel versetzt sein kann, und bevorzugt
trockener Beton ist, und letztlich auch als ein Verschlußmittel dienen kann, wie nachfolgend
beschrieben, durch eine Innenrammung bzw. Innenrohrrammung ausgestampft wird, wobei
durch Zugabe weiterer Chargen vom körnigen Material der Vorgang wiederholt werden
kann, bis die Rammung über eine gewünschte Länge erfolgt ist, wodurch letztendlich
die Länge des Pfahlfußes variiert bzw. eingestellt werden kann. Vorzugsweise weist
der Pfahlfuß einen Außendurchmesser auf, der die Außenwandung des Innenrohrs, und
weiter bevorzugt auch die Außenwandung des Bohrrohrs überragt. Durch das Eintreiben
des Innenrohrs in den Pfahlfuß wird vorzugsweise eine Pfahlverengung unmittelbar oberhalb
und angrenzend dem Pfahlfuß vermieden.
[0014] Das Bohren vorzugsweise bis in einen tragfähigen Baugrund mittels des Bohrrohrs erfolgt,
wie bereits vorstehend erwähnt, vorteilhafter Weise unter Vorsehung mindestens eines
Verschlussmittels in dem dem tragfähigen Baugrund zugewandten Endbereich des Bohrrohrs
und/oder Innenrohrs. Als Verschlussmittel kann dabei beispielsweise eine Fußplatte,
welche auch als verlorene, aber auch als wieder gewinnbare Fußplatte ausgebildet sein
kann, vorgesehen sein. Alternativ kann auch eine Art Deckel vorgesehen sein, der z.B.
im Querschnitt gesehen als ein auf dem Kopf stehendes Dreieck angesprochen werden
kann. Ein alternatives Verschlussmittel ist die Vorsehung eines Pfropfens aus Kies
und/oder Sand und/oder ein mindestens ein Bindemittel aufweisendes körniges Material,
insbesondere von Beton, insbesondere trockener Beton, mittels welchem das Bohrrohr
und/oder das Innenrohr verschlossen wird. Es könnten auch sowohl eine Fußplatte bzw.
Deckel als auch ein Pfropfen aus körnigem Material etc. vorgesehen werden. Eine Fußplatte
oder Deckel als Verschlußmittel sind vorzugsweise an dem dem Baugrund zugewandten
Endbereich des Bohrrohrs angeordnet, insbesondere befestigt. Sie können zusätzlich
auch am Endbereich des Innenrohrs, insbesondere an der endständigen Stirnfläche desselben,
angeordnet sein. Die Fußplatte bzw. der Deckel sind derart am Endbereich des Bohrrohrs
angeordnet, dass sie die Außenwandung des Bohrrohrs nicht überragen. Durch Rammung,
vorzugsweise Innenrammung, durch das Innenrohr wird die Fußplatte oder der Deckel
weggeschlagen, so als verlorene Fußplatte bzw. Deckel ausgebildet, bzw. geöffnet,
um dann ein weiteres Abteufen des Innenrohrs und/oder die Ausbildung des Pfahlfußes
zu ermöglichen.
[0015] Der Pfahlfuß wird alleinig durch das Innenrohr ausgebildet. Das Bohrrohr ist dafür
da, möglichst emmissionsarm eine Bohrung in den Baugrund, bevorzugt bis in den tragfähigen
Baugrund, einzubringen. Das Innenrohr bestimmt damit auch maßgeblich den Pfahldurchmesser,
der in etwa dem Innendurchmesser des Innenrohrs entsprechen wird. Vorzugsweise weist
der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Pfahl über seine gesamte Länge
einen in etwa dem Innendurchmesser des Innenrohrs aufweisenden Pfahldurchmesser auf.
Es kann aber auch vorgesehen sein, dass z.B. das Innenrohr soweit aus dem Baugrund
im Laufe der Einbringung von Material entfernt wird, bis dessen endständige Stirnfläche
nicht mehr diejenige des Bohrrohrs überragt, so dass dann an dieser Stelle eine Pfahldurchmesseraufweitung
erfolgen kann, insbesondere wenn das Innenrohr vollständig aus dem Baugrund entfernt
wird, während das Bohrrohr in diesem verbleibt und Material dann über dieses eingefüllt
wird zur Bildung des Pfahles.
[0016] Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann vorteilhafter Weise mit einer hohen Geschwindigkeit
unter nur geringen Erschütterungen ein Pfahl hergestellt werden, welcher eine nahezu
gleiche oder ähnliche Tragfähigkeit wie ein FRANKIPFAHL aufweist. Der große Vorteil
gegenüber dem FRAN-KIPFAHL besteht darin, dass dieser aufgrund der Vollverdrängung
durch Vortreiben des Rammrohres eine lange Rammzeit und hohe Erschütterungen aufweist.
Im Vergleich zu bekannten Bohrpfählen wie dem VB-Pfahl oder dem SOB-Pfahl wird eine
deutlich erhöhte Tragfähigkeit erzielbar. Die geringen Erschütterungen werden durch
eine Tiefenrammung erzielt, denn der Rammbär arbeitet mittels Innenrammung im Bereich
der Endteufe und/oder nicht zu Beginn des Abteufvorganges, auf jeden Fall unterhalb
der Bodenoberfläche, von welcher aus abgeteuft wurde.
[0017] Das Abteufen erfolgt durch Eindrehen des Bohrrohrs bis in einen insbesondere tragfähigen
Baugrund. Dabei wird vorteilhafter Weise zusammen mit dem Bohrrohr das Innenrohr bis
in den Baugrund eingebracht. Besonders bevorzugt wird dabei das Innenrohr bei Einbringung
gedreht. Weiter bevorzugt erfolgt die Drehung während der Bohrbewegung des Bohrrohrs.
Vorteilhafter Weise wird eine Steuerung derart vorgesehen, dass die Drehbewegung des
Bohrrohrs und des Innenrohrs miteinander synchronisiert werden. Bevorzugt besitzt
das Innenrohr während des Bohrvorgangs beim Abteufen keinerlei Antrieb, der ein Drehmoment
erzeugt, dass dann über das Innenrohr in den anstehenden Boden übertragen wird. Umgekehrt
kann das Innenrohr bei Entfernung aus dem Baugrund mit einem Antrieb versehen sein.
Eine Mitnahme des Innenrohrs (drehend, gleitend, schiebend, vibrierend usw.) beim
Abteufen erfolgt vorzugsweise durch die Bewegung des Bohrrohres. Alternativ kann auch
vorgesehen sein, dass über das oder die Dichtmittel das Innenrohr fest vom Bohrrohr
gehalten ist, und sich bei Einstellung eines Überstandes vor Abteufen dann ohne die
Notwendigkeit einer zusätzlichen Steuerung aufgrund der Mitnahme über das oder die
Dichtmittel das Innenrohr drehend zusammen mit dem Bohrrohr bis in den Baugrund bewegt.
[0018] Vorteilhafter Weise werden durch das Innenrohr Spülhilfen eingebracht, beispielsweise
Bentonit-Suspensionen, Wasser oder ähnliches. Mittels der Spülhilfen, welche über
eine obere Öffnung des Innenrohrs und/oder Bohrrohrs beispielsweise mittels Schläuchen
in dieses eingeleitet werden, und über in der Wandung des Innenrohrs vorgesehene Öffnungen
austreten können, kann das Abteufen beschleunigt und auch das Pfahltragverhalten verbessert
werden. Soweit das als Spülhilfe eingesetzte Material auch ein Bindemittel enthält,
kann zudem umgebend der Boden verfestigt werden. Die Spülhilfen können sowohl während
des Abteufens, als auch bei und nach Erreichung der Endteufe und der nachfolgenden
Entfernung des Bohrrohrs und des Innenrohrs aus dem Baugrund eingesetzt werden.
[0019] Es kann alternativ zu einer Drehung sowohl des Bohrrohrs als auch des Innenrohrs
bei Abteufen vorgesehen sein, dass nur das Bohrrohr gedreht wird, und das Innenrohr
festgehalten und innerhalb des Bohrrohrs bei Fortschritt des Abteufens nachgeführt
wird. Das Innenrohr kann hierfür an einem Mäkler, welcher auch das Bohrrohr führt,
oberhalb des Bohrrohrs an diesem befestigt sein. Beispielsweise kann dabei derart
vorgegangen werden, dass das Bohrrohr mit einem Verschlussmittel versehen ist, und
das Innenrohr in seinem unteren Endbereich über ein Dichtmittel zwischen Außenwandung
des Innenrohrs und Innenwandung des Bohrrohrs angeordnet ist, das Dichtmittel jedoch
die Drehbewegung des Bohrrohrs nicht auf das Innenrohr überträgt, da nicht hinreichend
fest an diesem angeordnet. Es kann zum Beispiel auch das Innenrohr oberhalb des mindestens
einen Dichtmittels dem Bohrrohr beim Abteufen mit- bzw. nachgeführt werden, und erst
bei Erreichen der Endteufe zur Erzielung des Überstands im Verhältnis zum Bohrrohr
in Richtung des tragfähigen Bodens bewegt werden, sodass dann nachfolgend das mindestens
eine Dichtmittel zur Anlage an der Außenwandung des Innenrohrs gelangt. Das Innenrohr
und/oder das Bohrrohr können im Übrigen an deren Außenwandung angeordnet auch Abstands-
und Führungsmittel aufweisen, welche eine Führung des Innenrohrs im Bohrrohr erleichtern.
[0020] Der Pfahlfuß kann gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden, ohne
dass ein solcher Überstand zwischen der endseitigen Stirnfläche des Innenrohrs und
der endseitigen Stirnfläche des Bohrrohrs vorgesehen ist, kann jedoch auch erzeugt
werden, wenn ein Überstand des Innenrohrs gegeben ist. Nachfolgend der Ausbildung
des Pfahlfußes durch vorzugsweise Ausstampfen wird dann entweder der Überstand zwischen
endseitiger Stirnfläche des Innenrohrs und endseitiger Stirnfläche des Bohrrohrs vergrößert
oder beibehalten und das Innenrohr in den Pfahlfuß eingeführt, gegebenenfalls auch
unter Mitverschiebung des Bohrrohrs, oder aber es wird durch Herstellung des Überstands
das Innenrohr in den Pfahlfuß geführt. Die Einführung des Innenrohrs in den Pfahlfuß
kann drehend oder durch eine longitudinale Schiebe-Bewegung des Innenrohrs, beispielsweise
durch Rammung, in Richtung des Pfahlfußes erfolgen. In einer weiter bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann außer dem Innenrohr auch das Bohrrohr verschoben werden,
und zwar bevorzugt bis in den Pfahlfuß, bevorzugt durch eine drehende Bewegung. Die
Einführung des Innenrohrs in den Pfahlfuß erfolgt vorteilhafter Weise mindestens so
weit, bis die endseitige Stirnfläche des Bohrrohrs auf der Oberfläche des Pfahlfußes
aufliegt.
[0021] Die Entfernung des Bohrrohrs und des Innenrohrs aus dem Baugrund kann auf verschiedene
Weise erfolgen. Bevorzugt erfolgt die Entfernung durch Ziehen und/oder Drehen des
Bohrrohrs und/oder Innenrohrs. Vorteilhafterweise wird das Innenrohr zusammen mit
dem Bohrrohr aus dem Baugrund entfernt, insbesondere gezogen. Es kann jedoch auch
vorgesehen sein, dass das Innenrohr zunächst im Boden verbleibt, während das Bohrrohr
durch Ziehen oder Drehung aus dem Baugrund entfernt wird. Und schließlich kann auch
vorgesehen sein, dass zunächst das Innenrohr entfernt ist, während das Bohrrohr im
Boden verbleibt. Vorteilhafter Weise erfolgt die Entfernung des Innenrohrs und/oder
Bohrrohrs während des Einfüllens des mindestens ein Bindemittel aufweisenden körnigen
Materials, vorzugsweise Betons. Das Material, insbesondere flüssiger Beton, wird dabei
bis in den Pfahlfuß eingebracht, und bildet den Pfahl aus.
[0022] Vorteilhafter Weise wird während oder vor dem Einfüllen des mindestens ein Bindemittel
aufweisenden körnigen Materials ein Bewehrungskorb in das Innenrohr bzw. das Bohrrohr
eingestellt. Der Bewehrungskorb wird vorteilhafter Weise vor Beginn des Einfüllens
des mindestens ein Bindemittel aufweisenden körnigen Materials, vorzugsweise Betons,
in das Innenrohr bzw. das Bohrrohr eingestellt.
[0023] Die Entfernung des Bohrrohrs und des Innenrohrs kann dabei derart erfolgen, dass
der Überstand des Innenrohrs bei der Entfernung bestehen bleibt. Jedoch kann der Überstand
beispielsweise auch während der Entfernung durch eine zusätzliche Bewegung des Innenrohrs
im Verhältnis zum Bohrrohr, soweit beide zusammen aus dem Baugrund entfernt werden,
in Richtung auf eine Bodenoberfläche hin reduziert werden bzw. auf Null zurück geführt
werden, so dass eine endseitige Stirnfläche des Innenrohrs zumindest auf gleicher
Ebene wie eine endseitige Stirnfläche des Bohrrohrs zu liegen kommt oder aber sogar
mit einem Rücksprung innerhalb des Bohrrohrs angeordnet ist. Das Bohrrohr kann durch
Ziehen oder aber auch durch Drehen aus dem Baugrund entfernt werden, ebenso das Innenrohr.
Die vorstehend angegebenen verschiedenen Möglichkeiten der Entfernung des Bohrrohrs
und des Innenrohrs ermöglichen es, unterschiedliche Pfahldurchmesser zu verwirklichen.
[0024] Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden Pfähle zur Verfügung gestellt, welche
keine Schwächung oberhalb des Pfahlfußes aufweisen. Zudem können in Abhängigkeit von
den Baugrundverhältnissen unterschiedliche Schaftdurchmesser, beispielsweise ein größerer
im oberflächennahen Bereich und ein geringerer im Bereich oberhalb des Pfahlfußes,
erzeugt werden, um den Energie- und Materialeintrag wirtschaftlich zu gestalten. Auch
eine Kiesvorverdichtung ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich.
[0025] Im Übrigen kann erfindungsgemäß das Innenrohr in seinem unteren Endbereich, der dem
Baugrund zugewandt ist, eine Aufweitung aufweisen. Diese Aufweitung kann zugleich
als Führungsmittel des Innenrohrs im Bohrrohr dienen. Insbesondere wenn vor Abteufen
sogleich ein Überstand zwischen Innenrohr und Bohrrohr vorgesehen ist, kann die Aufweitung
des Innenrohrs auch gleich dem Außendurchmesser des Bohrrohrs sein, oder aber diesen
überragen. Durch die Aufweitung kann bei Einfüll ung von mindestens ein Bindemittel
aufweisendem körnigen Material in das Innenrohr bei Entfernung desselben aus dem tragfähigen
und nicht tragfähigen Baugrund, gleich ob durch Drehen oder Ziehen, ein verbreiterter
Pfahldurchmesser erzielt werden. Zudem wird die Anbindung des Pfahls an den Pfahlfuß
hierdurch verbessert. Vorteilhafter Weise wird bei einer derartigen Ausbildung das
Bohrrohr zuerst ziehend oder drehend, bevorzugt ziehend, aus dem Baugrund entfernt,
und nachfolgend das Innenrohr.
[0026] Es kann grundsätzlich im Sinne der vorliegenden Erfindung bei der Entfernung des
Bohrrohrs und des Innenrohrs aus dem Baugrund vorgesehen sein, dass während der Entfernung
des Bohrrohrs aus dem Baugrund zeitversetzt, jedoch in Teilbereichen zeitgleich, die
Entfernung des Innenrohrs aus dem Baugrund erfolgt, und umgekehrt.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren kann mit einer Vorrichtung zur Herstellung eines gebohrten
Pfahls mit einem Pfahlfuß, umfassend ein Bohrrohr und ein in diesem angeordnetes Innenrohr,
wobei zwischen einer Außenwandung des Innenrohrs und einer Innenwandung des Bohrrohrs
mindestens ein Dichtmittel zur Verhinderung des Eindringens von insbesondere nicht-tragfähigem
und/oder tragfähigem Baugrund angeordnet ist, durchgeführt werden. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung weist weiter vorteilhaft einen Überstand zwischen einer endseitigen Stirnfläche
des Innenrohrs und einer endseitigen Stirnfläche des Bohrrohrs auf, so dass das Innenrohr
über das Bohrrohr, zugewandt dem Baugrund, übersteht. Das Dichtmittel kann wie bereits
vorstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren dargestellt ausgebildet
sein. Das Innenrohr ist vorteilhafter Weise über eine Haltevorrichtung, bevorzugt
einen Mäkler, oberhalb des Oberrands des Bohrrohrs befestigt. Das Bohrrohr kann bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung derart ausgebildet sein, wie im Zusammenhang mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren dargestellt, und insbesondere mindestens eine Schneidwendel
aufweisen. Auch können Verschlussmittel vorgesehen sein, beispielsweise in Form von
verlorengehenden oder nicht verlorengehenden Fußplatten, die am Bohrrohr befestigt
sind, oder aber als Pfropfen, wie ebenfalls im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren beschrieben.
[0028] Diese und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden
Fig. 1A, 1 B/C und 1D/E näher erläutert, welche fünf Verfahrenszustände A, B, C, D
und E zeigt.
[0029] Zunächst wird darauf hingewiesen, dass die in den Figuren dargestellte Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht beschränkend
auszulegen ist. Vielmehr können die dort beschriebenen Merkmale untereinander und
mit den oben beschriebenen Merkmalen zu weiteren Ausgestaltungen kombiniert werden.
Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass die in der Figurenbeschreibung angegebenen
Bezugszeichen den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung nicht beschränken, sondern
lediglich auf die in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele verweisen sollen.
Gleiche Teile oder Teile mit gleicher Funktion weisen im Folgenden die gleichen Bezugszeichen
auf. Es sei insbesondere darauf hingewiesen, dass das in den Figuren gezeigte erfindungsgemäße
Verfahren mit einer Innenrammung nur eine mögliche Ausgestaltung darstellt, und dass
auch die gemeinsame Abteufung und Entfernung eines Bohrrohrs mit einem Innenrohr,
wie in dem Ausführungsbeispiel gezeigt, nur eine der möglichen Ausgestaltungen der
vorliegenden Erfindung ist.
[0030] Fig. 1A zeigt nun in Abschnitt A eine erfindungsgemäße Vorrichtung 10, bei welcher
ein Innenrohr 14 in einem Bohrrohr 12 angeordnet ist. Bohrrohr 12 und Innenrohr 14
sind an einem Mäkler 20 befestigt. Im Innenrohr 14 ist ein Rammbär 22, gehalten über
ein Seil 24 an dem Mäkler 20 über eine hier nicht gezeigte Winde gehalten, und liegt
auf einem Verschlussmittel 28, ausgebildet als ein beispielsweise aus Kies oder trockenem
Beton gebildeter Pfropfen, auf. Das Bohrrohr 12 weist eine Außenwandung 13 auf, an
welcher eine Schneidwendel 18, welche ausgehend von einer endseitigen Stirnfläche
52 an der Außenwandung 13 bis in den oberen Bereich unterhalb der Befestigung des
Bohrrohrs 12 am Mäkler 20 angeordnet ist, angeordnet ist. Das Verschlussmittel 28
ist im unteren Endbereich des Bohrrohrs 12 angeordnet, und kann alternativ oder zusätzlich
als Platte oder Deckel ausgebildet sein.
[0031] Die Vorrichtung 10 steht auf einer Bodenoberfläche 60 auf. Unterhalb der Bodenoberfläche
60 befindet sich ein Grundwasserspiegel 30 innerhalb eines nicht-tragfähigen Baugrunds
32, unterhalb des nicht-tragfähigen Baugrunds 32 befindet sich tragfähiger Baugrund
34.
[0032] In Fig. 1 B/C wird in Abschnitt B das Bohrrohr 12 drehend in den Baugrund 32 bzw.
34 abgeteuft, wobei die Drehbewegung durch die Pfeile 36.1 und 36.2 verdeutlicht ist.
Das Innenrohr 14 wird dabei antriebsfrei von dem Bohrrohr 12 mitgenommen, und ist
im Übrigen über ein zwischen einer Außenwandung 17 des Innenrohrs 14 und einer Innenwandung
11 des Bohrrohrs 12 angeordnetes Dichtmittel 16, bevorzugt in Form eines Ringes, vor
Eindringen von Baugrund 32, 34 in den Bereich zwischen Außenwandung 17 des Innenrohrs
14 und Innenwandung 11 des Bohrrohrs 12 geschützt.
[0033] Der Rammbär 22 liegt weiterhin auf dem Pfropfen 28 auf. Bei Erreichung einer Endteufe
im tragfähigen Baugrund 34 wird in Richtung von Pfeilen 38 über den Rammbären 22 in
Form einer Tiefenrammung ein Pfahlfuß 46 ausgetrieben, der in Abschnitt C der Fig.
1 B/C gezeigt ist. Sollte als Verschlußmittel 28 eine Platte oder Deckel alternativ
oder zusätzlich vorgesehen sein, würde diese(r) durch die Rammung weggeschlagen. Um
den Pfahlfuß 46 herum hat sich bei Abteufung des Bohrrohrs mit dem Innenrohr ein verdichteter
Bodenbereich 56 gebildet (siehe Abschnitt D, Fig. 1 D/E).
[0034] Für die Herstellung des Pfahlfußes kann auch z.B. trockener Beton in das Innenrohr
14 eingefüllt werden, auch mehrmals, welcher dann mit dem Material des Pfropfens 28,
so vorhanden, ausgestampft wird und den Pfahlfuß 46 bildet.Nachdem der Pfahlfuß 46
ausgestampft ist, wird das Innenrohr 14 in den Pfahlfuß 46 vorgetrieben, bis sich
ein Überstand 26 zwischen einer endständigen Stirnfläche 54 des Innenrohrs 14 und
einer endseitigen Stirnfläche 52 des Bohrrohrs 12 ausbildet, welcher beispielsweise
100 cm beträgt. Anschließend wird der Rammbär 22 aus dem Innenrohr 14 entfernt, und
als mindestens ein Bindemittel aufweisendes körniges Material, beispielsweise insbesondere
flüssiger Beton 44, symbolisiert durch den Pfeil, in das Innenrohr und/oder Bohrrohr
12, 14 bis in den Pfahlfuß 46 eingefüllt. Dabei kann ein Bewehrungskorb 42, wie in
Abschnitt D der Fig. 1 D/E gezeigt, vor Einfüllung des Betons 44, jedoch auch gleichzeitig
oder während der Einfüllung des Betons 44 im Bohrrohr 12 oder Innenrohr 14 eingestellt
werden.
[0035] Während des Einfüllens des Betons wird das Bohrrohr 12 durch Ziehen in Richtung eines
Pfeils 40 aus dem Baugrund 32, 34 zusammen mit dem Innenrohr 14 entfernt, wie in Abschnitt
D der Fig. 1 D/E gezeigt, so dass sich ein Pfahl 50, wie in Abschnitt E der Fig. 1
D/E gezeigt, ausbildet. Dieser weist einen Pfahlfuß 46 auf, welcher ohne jegliche
Schwächung oberhalb des Pfahlfußes 46 in einen Pfahlschaft 51 übergeht.
1. Verfahren zur Herstellung eines Pfahls (50), wobei ein Bohrrohr (12) mit mindestens
einer in einem Teilabschnitt einer Außenwandung (13) derselben angeordneten Schneidwendel
(18) bis in einen Baugrund (34) gebohrt, durch ein im Bohrrohr (12) anordbares Innenrohr
(14) ein Pfahlfuß (46) ausgebildet, zumindest ein Endbereich (15) des Innenrohrs (14)
in den Pfahlfuß (46) eingeführt, über das Innenrohr (14) ein mindestens ein Bindemittel
aufweisendes körniges Material (44) eingefüllt wird und das Bohrrohr (12) und das
Innenrohr (14) aus dem Baugrund (32, 34) entfernt werden, wobei der Pfahlfuß (46)
durch Innenrammung ausgebildet wird und wobei das Innenrohr (14) mit seiner dem tragfähigen
Baugrund (34) zugewandten endseitigen Stirnfläche (54) über eine endseitige Stirnfläche
(52) des Bohrrohres (12) übersteht und das Innenrohr (14) in den Pfahlfuß (46) eingetrieben
wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung durch Ziehen und/oder Drehen (40) des Bohrrohres (12) und/oder Innenrohres
(14) erfolgt.
3. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenwandung (17) des Innenrohrs (14) gegen eine Innenwandung (11) des Bohrrohres
(12) mit mindestens einem Dichtmittel (16) abgedichtet wird.
4. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Innenrammung ein Rammbär (22) in das Innenrohr (14) eingeführt wird.
5. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohrrohr (12) an seinem dem tragfähigen Baugrund (34) zugewandten Endbereich
(48) mindestens ein Verschlussmittel (28) aufweist.
6. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (14) und das Bohrrohr (12) in den Pfahlfuß (46) eingeführt werden.
7. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohrrohr (12) und/oder das Innenrohr (14) mit einem Pfropfen (28) aus Kies und/oder
Sand und/oder einem mindestens ein Bindemittel aufweisendem körnigen Material versehen
wird.
8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rammbär (22) auf den Pfropfen (28) aufgelegt wird.
9. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (14) zusammen mit dem Bohrrohr (12) aus dem Baugrund (32, 34) entfernt
wird.
10. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung des Innenrohrs (14) und/oder Bohrrohres (12) während des Einfüllens
des mindestens ein Bindemittel aufweisenden körnigen Materiales (44) erfolgt.
11. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (14) zusammen mit dem Bohrrohr (12) bis in den tragfähigen Baugrund
(34) eingebracht wird.
12. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (14) bei Einbringung gedreht wird.
13. Verfahren gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung während der Bohrbewegung des Bohrrohres (12) erfolgt.
14. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Innenrohr (14) Spülhilfen eingebracht werden.
1. A method for producing a pile (50), wherein a drill pipe (12) having at least one
cutting helix (18) disposed in a subsection of an outer wall (13) thereof, is drilled
into a subsoil (34), a pile foot (46) is formed by means of an inner pipe (14) that
can be disposed in the drill pipe (12), at least an end region (15) of the inner pipe
(14) is inserted into the pile foot (46), a granular material having at least one
binder is poured in via the inner pipe (14), and the drill pipe (12) and the inner
pipe (14) are removed from the subsoil (32, 34), wherein the pile foot (46) is formed
by internal driving and wherein the inner pipe (14) protrudes over an end side front
face (52) of the drill pipe (12) with its end side front face (52) facing the subsoil
(34) and the inner pipe (14) is drilled into the pile foot (46).
2. The method according to Claim 1, characterized in that the removal occurs by means of pulling and/or turning (40) of the drill pipe (12)
and/or the inner pipe (14).
3. The method according to one of the preceding claims, characterized in that an outer wall (17) of the inner pipe (14) is sealed against an inner wall (11) of
the drill pipe (12) with at least one sealing means (16).
4. The method according to one of the preceding claims, characterized in that for the internal driving a pile driver (22) is inserted in the inner pipe (14).
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the drill pipe (12) has at least one closure means (28) at its end region (48) facing
the load bearing subsoil (34).
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the inner pipe (14) and the drill pipe (12) are inserted into the pile foot (46).
7. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the drill pipe (12) and/or the inner pipe (14) are provided with a plug (28) made
of gravel and/or sand and/or a granular material having at least one binder.
8. The method according to claim 7, characterized in that the pile driver (22) is placed on the plug (28).
9. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the inner pipe (14), together with the drill pipe (12), is removed from the subsoil
(32, 34).
10. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the removal of the inner pipe (14) and/or the drill pipe (12) occurs during the pouring
of the granular material (44) having at least one binder.
11. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the inner pipe (14) is inserted into the load bearing subsoil (34) together with
the drill pipe (12).
12. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the inner pipe (14) is turned during the insertion.
13. The method according to Claim 12, characterized in that the turning occurs during the drilling movement of the drill pipe (12).
14. The method according to one of the preceding claims, characterized in that rinsing agents are introduced through the inner pipe (14).
1. Procédé de fabrication d'un pieu (50), dans lequel un tube de forage (12) avec au
moins une hélice de coupe (18) formée dans une région partielle d'une paroi extérieure
(13) de celui-ci est foré jusque dans un terrain de fondation (34), un pied de pieu
(46) est formé par un tube intérieur (14) pouvant être disposé dans le tube de forage
(12), au moins une région d'extrémité (15) du tube intérieur (14) est introduite dans
le pied de pieu (46), un matériau granuleux (44) présentant au moins un liant est
versé par le tube intérieur (14) et le tube de forage (12) et le tube intérieur (14)
sont retirés hors du terrain de fondation (32, 34), dans lequel le pied de pieu (46)
est formé par battage interne et dans lequel le tube intérieur (14) dépasse avec sa
face frontale terminale (54) tournée vers le terrain de fondation portant (34) au-delà
d'une face frontale terminale (52) du tube de forage (12) et le tube intérieur (14)
est enfoncé dans le pied de pieu (46).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le retrait est effectué par extraction et/ou rotation (40) du tube de forage (12)
et/ou du tube intérieur (14).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une paroi extérieure (17) du tube intérieur (14) est rendue étanche par rapport à
une paroi intérieure (11) du tube de forage (12) avec au moins un agent d'étanchéité
(16).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un mouton (22) est introduit dans le tube intérieur (14) pour le battage interne.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube de forage (12) présente au moins un moyen de fermeture (28) dans sa région
d'extrémité (48) tournée vers le terrain de fondation portant (34).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube intérieur (14) et le tube de forage (12) sont introduits dans le pied de
pieu (46).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube de forage (12) et/ou le tube intérieur (14) est/sont muni(s) d'un tampon
(28) en gravier et/ou en sable et/ou en matériau granuleux présentant au moins un
liant.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le mouton (22) est déposé sur le tampon (28).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube intérieur (14) est retiré hors du terrain de fondation (32, 34) en même temps
que le tube de forage (12).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le retrait du tube intérieur (14) et/ou du tube de forage (12) est effectué pendant
le versage dudit matériau granuleux (44) présentant au moins un liant.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube intérieur (14) est introduit jusque dans le terrain de fondation portant
(34) en même temps que le tube de forage (12).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube intérieur (14) est mis en rotation lors de son introduction.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la rotation est effectuée pendant le mouvement de forage du tube de forage (12).
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des moyens de balayage sont introduits à travers le tube intérieur (14).