[0001] Die Erfindung betrifft ein Verkleidungselement, das eine Dämmplatte für eine Mauer
eines Gebäudes ist, mit einer inneren, mauerseitigen Begrenzungsfläche und einer äußeren,
mauerabgewandten Begrenzungsfläche.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung eine Mauerverkleidung bestehend aus einer Anzahl solcher
Verkleidungselemente.
[0003] Derzeit ist es üblich, Häuser mit einer Wärmedämmung zu versehen. Dazu wird die Gebäudemauer
an ihrer Außenseite mit Verkleidungselementen, beispielsweise mit Dämmplatten aus
Polystyrol verkleidet. Diese Dämmung reduziert bei dem Gebäude den Wärmeverlust durch
die Außenwand.
[0004] An ihrer Außenseite werden die Verkleidungselemente verputzt (d.h., es wird auf die
Verkleidungselemente eine Spachtelmasse aufgebracht, anschließend eine Armierung,
eine weitere Spachtelung, Grundierung und schließlich die Putzschicht) und bilden
somit auch einen Wetterschutz für das Gebäude.
[0005] Eine weitere Anforderung, welche an solche Verkleidungselemente bzw. Dämmplatten
gestellt wird ist jene, dass sie dazu geeignet sein müssen, Wasserdampf aus dem Inneren
des Gebäudes in ausreichendem Masse ausdiffundieren zu lassen, damit gewährleistet
ist, dass sich kein oder nur wenig Kondenswasser bilden kann. Eine übermäßige Bildung
von Kondenswasser kann zu Schäden im Wandaufbau und Schimmelbildung in Innenräumen
führen.
[0006] Dokument
DE 29 31 223 A1 offenbart eine Dämmplatte für eine Mauer eines Gebäudes, mit einer ersten Begrenzungsfläche
und einer zweiten Begrenzungsfläche, wobei zwischen der ersten Begrenzungsfläche und
der zweiten Begrenzungsfläche genau ein Hohlraum angeordnet ist, welcher Hohlraum
sich von einer in Einbaulage unteren Begrenzungsfläche der Dämmplatte bis zu einer
oberen Begrenzungsfläche der Dämmplatte erstreckt, und wobei weiters zumindest eine
Lochung vorgesehen ist, welche sich beginnend bei der ersten Begrenzungsfläche bis
in den Hohlraum erstreckt, und wobei zur Bildung des Hohlraumes die Dämmplatte einen
zweiteiligen Aufbau aufweist, wobei ein erster Teil und ein zweiter Teil (10) der
Dämmplatte mittels Abstandhaltern zueinander beabstandet sind und wobei die Abstandhalter
in Form von diskreten, von dem ersten Teil oder vorzugsweise dem zweiten Teil abstehenden,
beispielsweise zylinderförmigen oder in Form eines Zylinderstumpfes, etwa eines Kreiszylinderstumpfes
ausgebildeten Noppen ausgebildet sind.
[0007] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verkleidungselement zu schaffen, welches neben
der notwendigen Festigkeit außerdem eine gute Hinterlüftung der Fassade des Gebäudes
bietet. Vorzugsweise sollen dabei die Dämmeigenschaften des Verkleidungselementes
erhalten bleiben.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine erfidungsgemässe Dämmplatte, die die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist, gelöst.
[0009] Mit einem erfindungsgemäßen Verkleidungselement, das eine Dämmplatte ist, lässt sich
eine hinterlüftete Fassade realisieren, bei welcher in den Hohlräumen von übereinander
liegenden Verkleidungselementen Wasserdampf, der durch die Lochungen in den Verkleidungselementen
von dem Gebäude in die Hohlräume gelangt, nach oben in den Hohlräumen aufsteigt und
im obersten Bereich des Gebäudes aus den obersten Verkleidungselementen austritt und
so einfach und sicher von dem Gebäude abgeführt wird.
[0010] Außerdem erfolgt eine Entkoppelung des mauerseitigen Bereiches von dem äußeren Bereich,
sodass hohe oder niedrige Temperaturen oder Temperaturschwankungen nicht oder nur
verzögert an den mauerseitigen Bereich des Verkleidungselementes abgegeben werden.
Um eine optimale Ableitung des Wasserdampfes zu ermöglichen, und gleichzeitig eine
ausreichende mechanische Stabilität des Verkleidungselementes zu gewährleisten, ist
bei einer Variante der Erfindung vorgesehen, dass zwei oder vorzugsweise mehrere Hohlräume,
welche sich von der unteren bis zur oberen Begrenzungsfläche erstrecken, zwischen
der inneren und der äußeren Begrenzungsfläche vorgesehen sind.
[0011] Für eine gleichmäßige Abführung des Wasserdampfes von dem Gebäude ist es von Vorteil,
wenn die Hohlräume gleichmäßig über die Breite des Verkleidungselementes verteilt
sind. Fertigungstechnisch einfacher ist es, wenn der zumindest eine Hohlraum in einem
an einer Gebäudemauer befestigten Zustand des Verkleidungselementes im Wesentlichen
gerade verlaufend und vorzugsweise im Wesentlichen vertikal verlaufend ausgebildet
ist.
[0012] Eine geradlinige Ausgestaltung erlaubt es, die Hohlräume in Form von Kanälen auszugestalten
und möglichst kurz und ohne Krümmung auszubilden, sodass der Wasserdampf rasch abgeleitet
werden kann. Die Kanäle sind vorzugsweise vertikal ausgebildet, wobei es je nach Ausgestaltung
aber auch möglich sein kann, dass diese eine gewisse Neigung zu der Vertikalen einnehmen.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zwei oder mehrere, vorzugsweise eine Vielzahl
an Lochungen vorgesehen ist.
[0014] Weiters ist es von Vorteil, wenn die Lochungen gleichmäßig über die Breite und/oder
Höhe des Verkleidungselementes verteilt sind.
[0015] Auf diese Weise kann der Wasserdampf über die gesamte Fläche des Verkleidungselementes
gleichmäßig abgeführt werden.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Lochungen normal auf die innere, mauerseitige
Begrenzungsfläche stehen.
[0017] Dadurch ergeben sich kurze Lochungen, sodass Wasserdampf schnell in den oder die
Hohlräume gelangen kann, außerdem ist dies fertigungstechnisch einfach herzustellen.
[0018] Bei einer Verbindung des Innenteils mit dem Außenteil bilden sich durch die Abstandhalter
der eine oder die mehreren Hohlräume zwischen den beiden Teilen im Inneren des Verkleidungselementes.
[0019] Fertigungstechnisch lässt sich ein solches Verkleidungselement einfacher herstellen
als bei Fertigung aus nur einem Teil, in dessen Inneren Hohlräume anzuordnen sind.
[0020] Die weiter oben schon angesprochene Entkoppelung von Innen- und Außenbereich des
Verkleidungselementes kommt bei einem solchen zweiteiligen Aufbau des Verkleidungselementes
besonders gut zum Tragen. Außerdem wird der Innenteil statisch nicht oder weniger
beansprucht und auch anderen Einflüssen, z.B. Witterungseinflüssen nicht ausgesetzt,
sodass die Dämmeigenschaften des Innenteils durch eine solche Beanspruchung nicht
gemindert werden.
[0021] Bei dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Lochungen an dem Innenteil angeordnet
sind und den Innenteil von der gebäudeseitigen inneren Begrenzungsfläche bis zu seiner
dem Außenteil zugewandten Außenfläche durchsetzen.
[0022] Wie oben schon erwähnt, sind die Abstandhalter derart angeordnet sind, dass der eine
oder die mehreren Hohlräume als sich von unten nach oben erstreckende, vorzugsweise
gerade, insbesondere im Wesentlichen vertikale Kanäle zwischen dem Innenteil und dem
Außenteil ausgebildet sind.
[0023] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Abstandhalter
- in nicht zusammengebautem Zustand des Verkleidungselementes - mit dem Innenteil
oder vorzugsweise mit dem Außenteil verbunden, vorzugsweise einstückig mit dem Innenteil
oder Außenteil gefertigt sind.
[0024] Grundsätzlich können Abstandhalter, Innenteil und Außenteil als separate Bauteile
ausgeführt sein. Um die Anzahl der Bauteile einzuschränken und den Zusammenbau zu
vereinfachen, ist es allerdings von Vorteil, wenn die Abstandhalter mit dem Innenteil
oder dem Außenteil verbunden, vorzugsweise einstückig mit diesem ausgeführt sind.
[0025] Grundsätzlich könnten Abstandhalter auch auf beiden Teilen angeordnet sein, in der
Fertigung und im Zusammenbau einfacher ist es allerdings, wenn die Abstandhalter (in
nicht zusammengebautem Zustand des Verkleidungselementes) nur auf einem Bauteil angeordnet
sind.
[0026] Vorzugsweise sind diese auf dem Außenteil angebracht und mit diesem einstückig ausgebildet,
da der Außenteil, wie weiter unten noch ausgeführt, vorzugsweise über eine höhere
Festigkeit verfügt als der Innenteil, und somit auch die Abstandhalter eine höhere
Festigkeit aufweisen.
[0027] Bei einer Variante der Erfindung sind die Abstandhalter als durchgehende, von der
oberen Begrenzungsfläche bis zur unteren Begrenzungsfläche verlaufende Stege ausgebildet.
[0028] Auf diese Weise werden durchgehende, von oben nach unten verlaufende Kanäle gebildet,
die voneinander getrennt sind.
[0029] Bei der Dämmplatte der Erfindung sind die Abstandhalter in Form von von dem Innenteil
oder vorzugsweise dem Außenteil abstehenden, beispielsweise zylinderförmigen oder
in Form eines Zylinderstumpfes, etwa eines Kreiszylinderstumpfes ausgebildeten Noppen
ausgebildet.
[0030] Diese Noppen können im Grunde eine beliebige Querschnittsform aufweisen z.B. einen
Kreisquerschnitt, eckigen, z.B. rechteckig Querschnitt aufweisen, wobei bei einer
konkreten Ausführungsform ein Kreiszylinderstumpf mit kreisförmiger Grundfläche vorgesehen
ist.
[0031] Weiters ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Abstandhalter in Form von Fortsätzen
im Wesentlichen gleichmäßig über eine Außenfläche des Innenteils oder über eine Innenfläche
des Außenteils verteilt sind.
[0032] Bei der Verwendung von solchen "diskreten" Abstandhaltern in Form von Noppen weist
das Verkleidungselement in seinem Inneren keine in sich geschlossenen Kanäle auf,
sondern die (im Wesentlichen) vertikalen Kanäle sind miteinander durch quer verlaufende
Kanäle miteinander verbunden. Je geringer die Querschnittsflächen der einzelnen Abstandhalter
im Vergleich zu der Fläche der Außenfläche des Innenteils oder zu der Innenfläche
des Außenteils (deren Flächen identisch sind zu den Begrenzungsflächen des Verkleidungselementes)
sind, umso mehr löst sich die Struktur von mehreren Einzelkanälen auf und es liegt
dann im Wesentlichen ein einziger Hohlraum zwischen den beiden Bauteilen vor, der
sich von unten nach oben erstreckt. Dieser Hohlraum ist von den Abstandhaltern durchsetzt.
[0033] Weiters ist mit Vorteil vorgesehen, dass an der mauerabgewandten Begrenzungsfläche
und/oder der mauerzugewandten Begrenzungsfläche eine Struktur in Form von einer oder
mehreren Vertiefungen vorgesehen ist.
[0034] Diese Vertiefungen sind beispielsweise in Form von länglichen Einschnitten, welche
sich in wabenförmiger Anordnung überschneiden, an der Außenseite und/oder der Innenseite
des Verkleidungselementes vorgesehen und führen zu einer besseren Haftung der Verspachtelung
und somit des Außenputzes (an der Außenseite) sowie einem besseren Halt der Klebemasse
(Klebemörtel) an der Innenseite, mit welcher das Verkleidungselement an einem Gebäude
befestigt wird.
[0035] Weiters kann vorgesehen sein, dass an dem Außenteil Befestigungslochungen vorgesehen
sind, welche sich von der mauerabgewandten Begrenzungsfläche durch die Abstandhalter,
insbesondere durch die Fortsätze hindurch erstrecken.
[0036] Über diese Befestigungslochungen können der Innenteil und der Außenteil miteinander
verbunden werden, beispielsweise indem von Außen durch die Befestigungslochungen Kleber
eingebracht wird, mit welchem die Noppen des Außenteils dann mit dem Innenteil verklebt
werden.
[0037] Die Befestigungslochungen können alternativ oder vorzugsweise zusätzlich noch dafür
vorgesehen sein, dass sie ein einfacheres Positionieren des Verkleidungselementes
an der Mauer eines Gebäudes ermöglichen. In bestimmten Fällen, etwa bei der Sanierung
von Altgebäuden ist es oftmals vorgeschrieben, dass die Verkleidungselemente neben
dem Verkleben auch noch an die Mauer gedübelt werden. Die Befestigungslochungen zeigen
dem Benutzer nun an, wo er das Verkleidungselement mit der Mauer verdübeln kann, und
es sichergestellt, dass der Dübel das Verkleidungselement im Bereich der Noppen und
nicht im Hohlraum des Verkleidungselementes durchsetzt.
[0038] Die Befestigungslochungen können schon der Fertigung des Verkleidungselementes ausgebildet
werden, oder diese werden nachträglich in Form von Bohrungen angebracht.
[0039] Eine alternative Möglichkeit zum Verbinden von Außenteil und Innenteil des Verkleidungselementes
ist, dass der Kleber direkt im Kontaktbereich zwischen den Noppen und dem Innenteil
aufgebracht wird. In diesem Fall sind die Befestigungslochungen zum Einbringen des
Klebers nicht notwendig, für ein Befestigen des Verkleidungselementes an der Mauer
eines Gebäudes wie oben beschrieben sind diese aber nach wie vor von Vorteil.
[0040] Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Innenteil und der Außenteil unterschiedliche
Festigkeit aufweisen, wobei vorzugsweise der Außenteil eine höhere Festigkeit als
der Innenteil aufweist.
[0041] Eine höhere Festigkeit des Außenteils, also eine höhere Dichte des verwendeten Materials
bei dem Außenteil hat den Vorteil, dass der Außenteil statischen und mechanischen
Beanspruchungen besser entgegen wirken kann. Der innere Teil kann aus einem Material
geringerer Dichte gefertigt sein, da dieser statisch und mechanisch weniger beansprucht
ist, wodurch das Verkleidungselement leichter ausgeführt werden kann wie bei durchgehend
gleich hoher Dichte.
[0042] Vorzugsweise ist das Verkleidungselement aus einem Schaumkunststoff, beispielsweise
Polystyrol, vorzugsweise aus expandierten Polystyrol gefertigt ist.
[0043] Dabei kann vorgesehen sein, dass beide Teile aus Polystyrol gebildet sind, wobei
beispielsweise der Außenteil aus einem Polystyrol höherer Festigkeit gebildet sein
kann.
[0044] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Außenteil aus beispielsweise einem PolyurethanSchaum
gefertigt ist, welcher brandbeständig ist, sodass das Verkleidungselement brandbeständig
ist, während der Innenteil aus Polystyrol gebildet sein kann.
[0045] Das Verkleidungselement wird vorzugsweise als Dämmelement für eine Gebäudemauer verwendet.
[0046] Typischerweise weist ein erfindungsgemäßes Verkleidungselement Lochungen auf, welche
alle denselben Durchmesser aufweisen. Diese Lochungen sind in der Regel mit keinem
Material gefüllt.
[0047] Es kann weiters allerdings auch noch vorgesehen sein, dass sich von der mauerseitigen
Begrenzungsfläche bis in den zumindest einen Hohlraum erstreckende Lochungen mit unterschiedlichem
Durchmesser vorgesehen sind.
[0048] Ist das Verkleidungselement trotz der Lochungen nicht genügend diffusionsoffen, können
grundsätzlich die Lochungen im Durchmesser vergrößert werden oder es kann eine Mischstruktur
aus Lochungen mit unterschiedlich großen Durchmessern vorgesehen werden.
[0049] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist dabei vorgesehen, dass genau zwei unterschiedliche
Durchmesser für Lochungen vorgesehen sind. Es sind dann in dem Verkleidungselement
eine Anzahl Lochungen mit einem geringen Durchmesser und eine Anzahl Lochungen mit
einem größeren, vorzugsweise deutlich größeren Durchmesser vorgesehen.
[0050] Damit die Dämmeigenschaften des Verkleidungselementes bzw. des Innenteils des Verkleidungselementes
nicht leiden, ist vorgesehen, dass zumindest manche der Lochungen mit einem Dämmmaterial,
vorzugsweise mit Mineralwolle gefüllt sind.
[0051] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass zumindest jene Lochungen, welche den geringsten
Durchmesser aufweisen, keine Füllung mit einem Dämmmaterial aufweisen.
[0052] Insbesondere sind also die Lochungen mit einem größeren Durchmesser mit einem Dämmmaterial
gefüllt, während Lochungen mit geringerem Durchmesser nicht befüllt sind.
[0053] Sind nur Lochungen mit größerem Durchmesser vorgesehen, so sind diese vorzugsweise
mit einem Dämmmaterial gefüllt.
[0054] Ein oben beschriebenes erfindungsgemäßes Verkleidungselement ist vorzugsweise zur
Verkleidung der Außenseite eines Gebäudes vorgesehen und geeignet.
[0055] Im Folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verkleidungselementes,
Fig. 1a eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes aus einem erfindungsgemäßen
Verkleidungselement,
Fig. 2 den Ausschnitt des Verkleidungselementes aus Figur 1, vollständig mit einer
Putzschicht versehen,
Fig. 3 den Ausschnitt des Verkleidungselement aus Figur 2 in einer teilweise durch
den Außenteil des Verkleidungselementes und durch die Putzschicht geschnittenen,
Fig. 4 den Ausschnitt eines Verkleidungselement aus Figur 1 in aufgeklapptem Zustand,
Fig. 5 eine weitere Variante eines erfindungsgemäßen Verkleidungselementes,
Fig. 6 das Verkleidungselement aus Figur 5 in aufgeklapptem Zustand,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes aus einem weiteren erfindungsgemäßen
Verkleidungselement, und
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Innenseite des Innenteils eines Verkleidungselementes
nach Figur 7.
[0056] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verkleidungselement 1 zur Verkleidung einer Mauer
eines Gebäudes. Das Verkleidungselement 1 dient dabei vorzugsweise als Dämmelement
für die Mauer bzw. das Gebäude, eine entsprechende Mauerverkleidung bzw. Gebäudeverkleidung
wird aus übereinander und seitlich nebeneinander angeordneten, unmittelbar aneinander
anschließenden Verkleidungselementen gebildet.
[0057] Das Verkleidungselement 1 weist einen zweiteiligen Aufbau auf und besteht aus einem
gebäudeseitigen Innenteil 8 und einem gebäudeabgewandten Außenteil 9. Der Innenteil
8 und der Außenteil 9 sind mittels Abstandhaltern 10 zueinander beabstandet und miteinander
verbunden, sodass zwischen den beiden Teilen 8, 9 und somit zwischen der inneren,
mauerseitigen Begrenzungsfläche 2 des Verkleidungselementes 1 (welche in zusammengebautem
Zustand des Verkleidungselementes 1 die Außenfläche des Innenteils 8 ist) und einer
äußeren, mauerabgewandten Begrenzungsfläche 3 des Verkleidungselementes 1 (welche
in zusammengebautem Zustand des Verkleidungselementes 1 die äußere Fläche des Außenteils
9 ist) ein Hohlraum 6 gebildet ist.
[0058] Durch die Anordnung der Abstandhalter 10 erstreckt sich der Hohlraum 6 in Einbaulage
des Verkleidungselementes 1 (d.h. in jener Lage, in welcher das Verkleidungselement
an der Gebäudemauer angebracht wird) von der unteren Begrenzungsfläche 4 des Verkleidungselementes
1 bis zu der oberen Begrenzungsfläche 5 des Verkleidungselementes 1.
[0059] Figur 1a zeigt einen Ausschnitt aus einem Verkleidungselement 1 aus Figur 1. Wie
in den Figuren 1a und 2 - 4 gezeigt sind die Abstandhalter 10 in Form von von dem
Außenteil 9 abstehenden, beispielsweise wie gezeigt in Form von Kreiszylinderstümpfen
gebildeten Fortsätzen ausgestaltet, siehe insbesondere Figur 3 und Figur 4. Die Abstandhalter,
im Folgenden auch als Noppen 10 bezeichnet, verbreitern sich in der gezeigten Darstellung
dabei zu dem Außenteil hin, d.h., die Querschnittsfläche der Noppen 10 an dem Außenteil
9 ist größer als ihrer von dem Außenteil 9 abgewandten Auflagefläche 10'. Einfacher
in der Fertigung sind allerdings Noppen 10, die zylinderförmig ausgebildet sind.
[0060] Die Auflageflächen 10' sind vorzugsweise eben ausgebildet und verlaufen in zusammengebautem
Zustand parallel zu der dem Außenteil 9 zugewandten Außenfläche 2' des Innenteils
8.
[0061] Diese Fortsätze bzw. Noppen 10 sind einstückig mit dem Außenteil 9 ausgebildet und
stehen senkrecht von der Innenfläche 9' des Außenteils 9 ab. Vorzugsweise sind die
Noppen 10 gleichmäßig über die Innenfläche 9' verteilt und weisen identische Gestalt
und Abmessungen auf.
[0062] Im zusammengebauten Zustand liegen die Noppen 10 mit ihren Auflageflächen 10' beispielsweise
an der Außenfläche 2' des Innenteils 8 an (nicht in den Figuren gezeigt). Die Befestigung
der beiden Teile 8, 9 miteinander erfolgt dabei vorzugsweise mittels Verkleben.
[0063] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wie in den Figuren gezeigt und insbesondere
in Figur 4 gut zu erkennen sind an der Außenfläche 2' des Innenteils 8 Vertiefungen
8' vorgesehen, in welche die Noppen 10 des Außenteils 9 beim Zusammenbau der beiden
Teile 8, 9 eingesetzt werden. Die Noppen 10 werden in den Vertiefungen 8' mit dem
Innenteil 8 verklebt. Durch die Vertiefungen 8' ergibt sich einerseits eine größere
Klebefläche als bei einem Verkleben direkt auf der Außenfläche 2' des Innenteils 8,
andererseits bietet diese Ausgestaltung eine Querschubversicherung zwischen Außenteil
9 und Innenteil 8.
[0064] Zum Verbinden der Noppen 10 mit dem Innenteil 8 kann in diesem Fall Kleber direkt
auf die Noppenfläche 10' aufgebracht werden, und/ oder es ist vorgesehen, dass der
Kleber direkt in die Vertiefungen 8' eingebracht wird und anschließend die Noppen
10 in die Vertiefungen 8' eingesetzt werden.
[0065] Bei einer anderen Variante des Verklebens ist vorgesehen, dass wie in den Figuren
dargestellt an dem Außenteil 9 Befestigungslochungen 13 vorgesehen sind (siehe Figuren
1, 4), welche sich von der mauerabgewandten Begrenzungsfläche 3 durch die Abstandhalter
10 durch das Außenteil 9 hindurch erstrecken. Über diese Befestigungslochungen 13
können der Innenteil 8 und der Außenteil 9 miteinander verbunden werden, indem von
Außen, während des Zusammenfügens des Innenteils 8 und des Außenteils 9, durch die
Befestigungslochungen 13 hindurch Kleber in die Vertiefungen 8', d.h. zwischen die
Noppen 10 und den Innenteil 8, in die Vertiefungen 8' hineingespritzt wird, vorzugsweise
kurz bevor die Noppen 10 in die Vertiefungen 8' bewegt werden. Ist der Kleber eingebracht
bzw. noch während dem Einbringen des Klebers werden die Noppen 10 in ihre Endposition
bewegt, in welche sie mit den Flächen 10' am Boden der Vertiefungen 8' anstehen.
[0066] Bei den Befestigungslochungen 13 handelt es sich beispielsweise um Bohrungen, welche
in das fertige Außenteil 9 gebohrt werden, oder die Befestigungslochungen 13 werden
bereits beim Fertigungsprozess des Außenteils 9 erzeugt.
[0067] Die Noppen 10, die wie bereits beschrieben typischerweise als Kreiskegelstümpfe ausgebildet
sind und deren Kreisquerschnitte sich über ihre Höhe verringern (bei Fortschreiten
entlang der Höhe von dem Außenteil 9 weg), weisen über die Höhe gesehen Durchmesser
auf, welche an den Durchmesser der Vertiefungen 8' angepasst sind, sodass die Noppen
10 ausreichend tief in die Vertiefungen 8' eingesetzt werden können, sodass die Anschlagfläche
10' der Noppen 10 am Boden der Vertiefungen 8' ansteht.
[0068] Bei einer typischen Ausführungsform weisen die Vertiefungen 8' einen Durchmesser
von ca. 65 mm auf, die Noppen 10 weisen einen Durchmesser von ca. 60 mm an ihrer Auflagefläche
10' auf.
[0069] Der Durchmesser der Auflagefläche 10' der Noppen 10 entspricht dabei vorzugsweise
dem Durchmesser eines Tellers 20' eines Dübels 20, ein solcher Dübel 20 ist in Figur
2 gezeigt. Typische Dübel zum Befestigen von Verkleidungselementen wie etwa Dämmplatten
an einem Gebäude weisen einen Tellerdurchmesser von 60 mm auf. Solche Dübel 20 dienen
zum Verdübeln der Verkleidungselemente 1 mit der Mauer eines Gebäudes, wie dies in
bestimmten Fällen von Vorteil, bevorzugt oder gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Dübel
20 durchsetzt dabei das gesamte Verkleidungselement 1 vorzugsweise durch die Befestigungslochungen
13 hindurch. Vorzugsweise weist der Innenteil in den Vertiefungen 8' weitere, an die
Befestigungslochungen 13 anschließende Lochungen 13' (die nicht mit dem Hohlraum 6
in Verbindung stehen) auf, durch welche der Dübel 20 bis in die Mauer geschoben wird.
[0070] Vorzugsweise weisen die Lochungen 13, 13' einen Durchmesser auf, welcher dem eigentlichen
Dübeldurchmesser (nicht dem Durchmesser des Dübeltellers) entspricht oder etwas größer
ist, sodass der Dübel problemlos durch das Verkleidungselement 1 durchgesteckt werden
kann.
[0071] Der Durchmesser der Auflagefläche 10' der Noppen entspricht weiters in etwa dem Durchmesser
des Tellers 20' eines Dübels, um eine optimale Übertragung der Haltekraft des Dübels
20 auf das Verkleidungselement 1 auszuüben.
[0072] Die Dübel 20 werden aus dem Grund durch die Befestigungsbohrungen 13 durch das Verkleidungselement
1 gesteckt, da auf diese Weise zuverlässig vermieden ist, dass die Dübel 20 durch
den oder die Hohlräume 6 gelangen, wo das Verkleidungselement strukturell schwächer
ausgebildet ist.
[0073] Durch die Ausgestaltung der Abstandhalter in Form von diskreten Noppen 10 bildet
de facto der gesamte Raum zwischen Innenteil 8 und Außenteil 9, mit Ausnahme des von
den Noppen 10 eingenommenen Raumes, einen großen Hohlraum 6, der sich von der unteren
Begrenzungsfläche 4 bis zur oberen Begrenzungsfläche 5 des Verkleidungselementes erstreckt.
Weiters erstreckt sich der Hohlraum 6 auch von einer seitlichen Begrenzungsfläche
bis zur anderen seitlichen Begrenzungsfläche.
[0074] Die Figuren 1a, 2 - 4 zeigen dabei jeweils lediglich Ausschnitte eines Verkleidungselementes,
bei diesen Ausschnitten reichen die Noppen 10 bis zu dem in den Figuren erkennbaren
(Schnitt-)Rand oder darüber hinaus. Allerdings sind die Noppen zu dem tatsächlichen,
das Verkleidungselementen beabstandeten Rändern (unterer Rand 4, oberer Rand 5, Seitenränder,
siehe Figur 1), d.h. die äußersten Noppen reichen nicht ganz bis zum Rand des Verkleidungselementes,
um zu verhindern, dass bei ungünstiger Verlegung der Verkleidungselemente die Verbindung
zwischen den Hohlräumen zweier aneinander grenzender Verkleidungselemente verschlossen
wird. Typischerweise weisen die Noppen einen Abstand zu dem Rand von ca. 1 cm - 2,5
cm auf (Normalabstand des dem Rand nächstgelegenen Randabschnittes einer Noppe).
[0075] Wie den Figuren 1a, 2 - 4 weiters zu entnehmen ist, verfügt das Verkleidungselement
1 an seinem Innenteil 8 über eine Anzahl an Lochungen 7, welche den Innenteil 8 beginnend
bei der mauerseitigen Begrenzungsfläche 2 bis zu der dem Außenteil 9 zugewandten Außenfläche
2' durchsetzen und sich entsprechend bis in den Hohlraum 6 erstrecken. Durch diese
Durchgangslochungen 7, welche vorzugsweise normal auf die Begrenzungsfläche 2 stehen,
gelangt Wasserdampf von der Gebäudemauer in den Hohlraum 6 und kann in diesem nach
oben aufsteigen. Der Wasserdampf gelangt von einem Verkleidungselement in den Hohlraum
6 des darüber liegenden Verkleidungselementes, bis er schließlich im obersten Bereich
des Gebäudes aus den obersten Verkleidungselementen austritt und so von dem Gebäude
abgeführt wird.
[0076] Die Lochungen 7 werden entweder direkt bei der Fertigung des Innenteils 8 erzeugt
und nachträglich in Form von Bohrungen angebracht.
[0077] Ein typisches Verkleidungselement weist eine Breite von ca. 100 cm, eine Höhe von
ca. 50 cm und eine Dicke von ca. 8 cm - 30 cm auf. Auf der Fläche von ca. 100 cm x
50 cm, abzüglich der von den Noppen bzw. den Vertiefungen 8 belegten Fläche, sind
ca. 200 - 1500, beispielsweise ca. 1200 Durchgangslochungen 7 angeordnet.
[0078] Die Durchmesser der gezeigten Lochungen 7 betragen bei einer konkreten Ausführungsform
ca. 2 mm - 4 mm.
[0079] Die Lochungen 7 sind vorteilhafterweise über die Breite und Höhe des Verkleidungselementes
1 gleichmäßig verteilt und derart angeordnet, dass diese immer in den Hohlraum 6 münden.
Auf diese Weise kann der Wasserdampf über die gesamte Fläche des Verkleidungselementes
gleichmäßig abgeführt werden.
[0080] Bereiche des Innenteiles 8, welche in zusammengebautem Zustand des Verkleidungselementes
an den Noppen 10 anliegen, sind dabei vorzugsweise allerdings frei von Lochungen.
[0081] Allgemein gilt, dass jene Bereiche des Innenteils, an welchen Abstandhalter zur Anlage
gelangen, frei sind von Durchgangslochungen 7, welche den mauerseitigen Bereich mit
dem oder den Hohlräumen verbinden.
[0082] Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Innenteil 8 und der Außenteil 9 unterschiedliche
Festigkeit aufweisen, wobei vorzugsweise der Außenteil 9 eine höhere Festigkeit als
der Innenteil 8 aufweist.
[0083] Eine höhere Festigkeit des Außenteils, also eine höhere Dichte des verwendeten Materials
bei dem Außenteil hat den Vorteil, dass der Außenteil statischen und mechanischen
Beanspruchungen besser entgegen wirken kann. Der innere Teil kann aus einem Material
geringerer Dichte gefertigt sein, da dieser statisch und mechanisch weniger beansprucht
ist, wodurch das Verkleidungselement leichter ausgeführt werden kann wie bei durchgehend
gleich hoher Dichte. Somit wird ein leichtes, stabiles Verkleidungselement geschaffen
werden, welches in optimaler Weise eine Hinterlüftung bietet.
[0084] Vorzugsweise ist das Verkleidungselement aus einem Schaumkunststoff, beispielsweise
Polystyrol, vorzugsweise aus expandiertem Polystyrol gefertigt.
[0085] Beide Teile 8, 9 sind dabei aus Polystyrol gefertigt, wobei der Außenteil 9 vorzugsweise
aus einem Polystyrol mit höherer Dichte bestehen kann.
[0086] Expandiertes Polystyrol (EPS) beispielsweise verfügt über gute Wärmedämmeigenschaften,
ist billig, unverrottbar und gegen Ungeziefer resistent. Allerdings ist EPS relativ
diffusionsdicht, typische Werte für den Diffusionswert von EPS liegen bei mü = 55
- 60. Durch die Durchgangslochungen 7 kann der Diffusionswert des Innenteiles 8 auf
einen Wert mü von kleiner oder gleich 15 reduziert werden, sodass Wasserdampf gut
durch den Innenteil 8 diffundieren kann, ohne dass die oben beschriebenen Eigenschaften
von EPS merklich beeinträchtigt werden.
[0087] Noch einmal auf Figur 1 zurückkommend ist weiters mit Vorteil vorgesehen, dass an
der mauerabgewandten Begrenzungsfläche 3 eine Struktur in Form von einer oder mehreren
Vertiefungen 11 vorgesehen ist.
[0088] Diese Vertiefungen sind beispielsweise in Form von länglichen Einschnitten, welche
sich etwas in wabenförmiger Anordnung überschneiden, an der Außenseite 3 des Verkleidungselementes
1 vorgesehen und führen zu einer besseren Haftung einer Verspachtelung, auf welche
wie eingangs beschrieben schlussendlich der Außenputz 12 aufgebracht wird.
[0089] Bei der Putzschicht ist es von untergeordneter Bedeutung, ob diese diffusionsoffen
ist oder nicht, da der Wasserdampf in erster Linie über den oder die Hohlräume in
den Verkleidungselementen abgeführt wird und nicht über die äußere Begrenzungsfläche
3 des Verkleidungselementes 1.
[0090] Vertiefungen wie oben beschrieben sind vorzugsweise auch noch auf der mauerzugewandten
Fläche 2 des Verkleidungselementes vorgesehen (nicht dargestellt), damit der Kleber
bzw. Klebemörtel zum Befestigen des Verkleidungselementes 1 an einem Gebäude besser
haftet.
[0091] Eine weitere Variante der Erfindung ist in den Figur 5 und 6 dargestellt. Diese unterscheidet
sich von der vorstehend erörterten Ausführungsform lediglich dadurch, dass nicht ein
großer Hohlraum 6 vorgesehen ist, sondern dass die Abstandhalter 10 als durchgehende,
von der oberen Begrenzungsfläche 5 bis zur unteren Begrenzungsfläche 4 verlaufende,
vorzugsweise gerade Stege 10 ausgebildet sind. Auf diese Weise werden durchgehende,
von oben nach unten verlaufende, vertikale Kanäle 6 gebildet, die durch die Abstandhalter
10 voneinander getrennt sind. Eine horizontale Verbindung der Kanäle, in Form von
Durchbrechungen (nicht gezeigt) ist ebenfalls möglich und führt dann bereits wieder
zu der oben beschriebenen Ausführungsform. Die Kanäle können dabei grundsätzlich auch
leicht schräg verlaufend ausgebildet sein, sollten sich aber von der unteren zur oberen
Begrenzungsfläche erstrecken. Durchgangsbohrungen 7 erstrecken sich wiederum an dem
Innenteil 8 von der Fläche 2 bis in die Hohlräume 6. Durchgangsbohrungen 7 sind nur
in den Bereichen zwischen den Abstandhaltern 10 vorgesehen, Bereiche mit Abstandhaltern
10 sind frei von Durchgangsbohrungen 7.
[0092] Figur 7 und Figur 8 zeigen schließlich noch einen Ausschnitt aus einem Verkleidungselement,
welches im Wesentlichen jenem Verkleidungselement, wie es in den Figuren 1a, 2 - 4
gezeigt ist entspricht.
[0093] Das in den Figuren 1a, 2 - 4 gezeigte Verkleidungselement verfügt über eine Anzahl
Lochungen 7 mit einem geringen Durchmesser von ca. 2 mm - 4mm. Diese Lochungen sind
leer, also mit keinem (Dämm-)Material gefüllt.
[0094] Ergänzend zu sind in dem Verkleidungselement nach Figur 7 und 8 an dem Innenteil
noch weitere, sich von der mauerseitigen Begrenzungsfläche 2 bis in den zumindest
einen Hohlraum 6 erstreckende Lochungen 7' mit einem größeren Durchmesser vorgesehen.
Ein typischer Durchmesser für diese größeren Lochungen 7' liegt bei ca. 30mm.
[0095] Damit die Dämmeigenschaften des Verkleidungselementes bzw. des Innenteils des Verkleidungselementes
nicht leiden, ist vorgesehen, dass die Lochungen 7' mit größerem Durchmesser einem
Dämmmaterial, vorzugsweise mit Mineralwolle gefüllt sind.
[0096] Bei einer nicht dargestellten Variante weiteren Variante sind nur größere Lochungen,
gefüllt mit Dämmmaterial, wie Mineralwolle, vorgesehen.
1. Dämmplatte (1) für eine Mauer eines Gebäudes, mit einer inneren, mauerseitigen Begrenzungsfläche
(2) und einer äußeren, mauerabgewandten Begrenzungsfläche (3), wobei zwischen der
inneren Begrenzungsfläche (2) und der äußeren Begrenzungsfläche (3) genau ein Hohlraum
(6) angeordnet ist, welcher Hohlraum (6) sich von einer in Einbaulage unteren Begrenzungsfläche
(4) der Dämmplatte (1) bis zu einer oberen Begrenzungsfläche (5) der Dämmplatte (1)
erstreckt, und wobei weiters zumindest eine Lochung (7, 7') vorgesehen ist, welche
sich beginnend bei der mauerseitigen Begrenzungsfläche (2) bis in den Hohlraum (6)
erstreckt, und wobei zur Bildung des Hohlraumes (6) die Dämmplatte (1) einen zweiteiligen
Aufbau aufweist, wobei ein gebäudeseitiger, mit der zumindest eine Lochung vorgesehener
Innenteil (8) und ein gebäudeabgewandter Außenteil (9) der Dämmplatte (1) mittels
Abstandhaltern (10) zueinander beabstandet sind, und wobei die Abstandhalter in Form
von diskreten, von dem Innenteil oder vorzugsweise dem Außenteil abstehenden, beispielsweise
zylinderförmigen oder in Form eines Zylinderstumpfes, etwa eines Kreiszylinderstumpfes
ausgebildeten Noppen (10) ausgebildet sind, und wobei die äußersten Noppen (10) einen
Abstand zu den Rändern des Dämmelementes (1) aufweisen.
2. Dämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere, vorzugsweise eine Vielzahl an Lochungen (7, 7') vorgesehen ist.
3. Dämmplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochungen (7, 7') gleichmäßig über die Breite und/oder Höhe der Dämmplatte (1)
verteilt sind.
4. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochungen (7, 7') normal auf die innere, mauerseitige Begrenzungsfläche (2) stehen.
5. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (10) - in nicht zusammengebautem Zustand der Dämmplatte (1) - mit
dem Innenteil (8) oder vorzugsweise mit dem Außenteil (9) verbunden, vorzugsweise
einstückig mit dem Innenteil (8) oder Außenteil (9) gefertigt sind.
6. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (10) im Wesentlichen gleichmäßig über eine Außenfläche (2') des Innenteils
(8) oder über eine Innenfläche (9') des Außenteils (9) verteilt sind.
7. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der mauerabgewandten Begrenzungsfläche (3) und/oder der mauerzugewandten Begrenzungsfläche
(2) eine Struktur in Form von einer oder mehreren Vertiefungen (11) vorgesehen ist.
8. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7. dadurch gekennzeichnet, dass an dem Außenteil (9) Befestigungslochungen (13) vorgesehen sind, welche sich von
der mauerabgewandten Begrenzungsfläche (3) durch die Abstandhalter, insbesondere durch
die Fortsätze (10) hindurch erstrecken.
9. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenteil (8) und der Außenteil (9) unterschiedliche Festigkeit aufweisen, wobei
vorzugsweise der Außenteil (9) eine höhere Festigkeit als der Innenteil (8) aufweist.
10. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Schaumkunststoff, beispielsweise Polystyrol, vorzugsweise aus expandierten
Polystyrol gefertigt ist.
11. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich von der mauerseitigen Begrenzungsfläche (2) bis in den Hohlraum (6) erstreckende
Lochungen (7, 7') mit unterschiedlichem Durchmesser vorgesehen sind, wobei vorzugsweise
genau zwei unterschiedliche Durchmesser für Lochungen (7, 7') vorgesehen sind.
12. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest manche der Lochungen (7') mit einem Dämmmaterial, vorzugsweise mit Mineralwolle
gefüllt sind.
13. Dämmplatten nach Anspruch 12 in Kombination mit Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest jene Lochungen (7), welche den geringsten Durchmesser aufweisen, keine
Füllung mit einem Dämmmaterial aufweisen.
14. Mauerverkleidung für eine Außenmauer eines Gebäudes, bestehend aus einer Anzahl von
Dämmplatten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
1. An insulation panel (1) for a wall of a building, comprising an inner, wall-side delimiting
face (2) and an outer delimiting face (3) facing away from the wall, wherein exactly
one cavity (6) is arranged between the inner delimiting face (2) and the outer delimiting
face (3), which cavity (6) extends from a delimiting face (4) of the insulation panel
(1) which is a lower delimiting face in the installed position to an upper delimiting
face (5) of the insulation panel, and wherein at least one hole (7, 7') is also provided,
which extends starting at the wall-side delimiting face (2) into the cavity (6), and
wherein, in order to form the cavity (6), the insulation panel (1) has a two-part
construction, wherein a building-side inner part (8) of the insulation panel (1) provided
with the at least one hole and an outer part (9) of the insulation panel (1) facing
away from the building are distanced from one another by means of spacers (10), and
wherein the spacers are formed in the manner of discrete nubs (10), which protrude
from the inner part or preferably the outer part and which for example are cylindrical
or are provided in the form of a cylinder stub, for example a circular cylinder stump,
and wherein the outermost nubs (10) are arranged at a distance from the edges of the
insulation panel (1).
2. The insulation panel according to claim 1, characterised in that two or more, preferably a multiplicity of holes (7, 7') are provided.
3. The insulation panel according to claim 2, characterised in that the holes (7, 7') are distributed uniformly over the width and/or height of the insulation
panel (1).
4. The insulation panel according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the holes (7, 7') are arranged normal to the inner, wall-side delimiting face (2).
5. The insulation panel according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the spacers (10) - in the unassembled state of the insulation panel (1) - are connected
to the inner part (8) or preferably to the outer part (9), preferably are fabricated
in one piece with the inner part (8) or outer part (9).
6. The insulation panel according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the nubs (10) are distributed substantially uniformly over an outer face (2') of
the inner part (8) or over an inner face (9') of the outer part (9).
7. The insulation panel according to any one of claims 1 to 6, characterised in that a structure in the form of one or more indentations (11) is provided on the delimiting
face (3) facing away from the wall and/or on the delimiting face (2) facing towards
the wall.
8. The insulation panel according to any one of claims 1 to 7, characterised in that fastening holes (13) are provided on the outer part (9), which holes extend from
the delimiting face (3) facing away from the wall, through the spacers, in particular
through the extensions (10).
9. The insulation panel according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the inner part (8) and the outer part (9) have different strengths, wherein the outer
part (9) preferably has a greater strength than the inner part (8).
10. The insulation panel according to any one of claims 1 to 9, characterised in that it is made of a plastic foam, for example polystyrene, preferably expanded polystyrene.
11. The insulation panel according to any one of claims 1 to 10, characterised in that holes (7, 7') extending from the wall-side delimiting face (2) into the cavity (6)
are provided with different diameters, wherein precisely two different diameters are
preferably provided for holes (7, 7').
12. The insulation panel according to any one of claims 1 to 11, characterised in that at least some of the holes (7') are filled with an insulation material, preferably
with mineral wool.
13. The insulation panel according to claim 12 in combination with claim 14, characterised in that at least those holes (7) which have the smallest diameter are not filled with an
insulation material.
14. A wall lining for an external wall of a building, consisting of a number of insulation
panels (1) according to any one of claims 1 to 13.
1. Plaque isolante (1) pour un mur d'un bâtiment, comportant une surface limite intérieure
(2), côté mur, et une surface limite extérieure (3), à l'opposé du mur,
où entre la surface limite intérieure (2) et la surface limite extérieure (3) est
disposée exactement une cavité (6),
laquelle cavité (6) s'étend d'une surface limite inférieure (4) dans la position de
montage de la plaque isolante jusqu'à une surface limite supérieure (5) de la plaque
isolante, et où en outre
au moins une perforation (7, 7') est prévue, laquelle s'étend en partant de la surface
limite côté mur (2) jusque dans la cavité (6), et où
pour la formation de la cavité (6), la plaque isolante (1) présente une structure
en deux parties, où une partie intérieure (8) côté bâtiment, comportant la au moins
une perforation, et une partie extérieure (9), à l'opposé du bâtiment, de la plaque
isolante (1) sont espacées l'une de l'autre au moyen d'espaceurs (10), et où les espaceurs
sont réalisés sous forme de plots (10) discrets, espacés de la partie intérieure ou,
de préférence, de la partie extérieure, réalisés par exemple sous forme cylindrique
ou sous forme d'un cylindre tronqué, approximativement d'un tronc de cylindre à base
circulaire, et
où les plots (10) les plus à l'extérieur présentent une distance par rapport aux bords
de l'élément isolant (1).
2. Plaque isolante selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'au moins deux, de préférence une pluralité de perforations (7, 7'), sont prévues.
3. Plaque isolante selon la revendication 2, caractérisée par le fait que les perforations (7, 7') sont distribuées de manière régulière à travers la largeur/ou
la hauteur de la plaque isolante (1).
4. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait que les perforations (7, 7') sont perpendiculaires à la surface limite intérieure (2),
côté mur.
5. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que les espaceurs (10) - dans l'état où la plaque isolante (1) n'est pas assemblée -
sont reliés à la partie intérieure (8) ou, de préférence, à la partie extérieure (9),
de préférence fabriqués d'un seul tenant avec la partie intérieure (8) ou la partie
extérieure (9).
6. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait que les plots (10) sont distribués de façon sensiblement régulière sur une surface extérieure
(2') de la partie intérieure (8) ou sur une surface intérieure (9') de la partie extérieure
(9).
7. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que, sur la surface limite (3) à l'opposé du mur et/ou sur la surface limite (2) côté
mur, est prévue une structure sous forme d'un ou plusieurs renfoncements (11).
8. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait que, sur la partie extérieure (9), sont formés des trous de fixation (13), lesquels s'étendent
à partir de la surface limite (3) à l'opposé du mur à travers les espaceurs, en particulier
à travers les appendices (10).
9. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée par le fait que la partie intérieure (8) et la partie extérieure (9) présentent une résistance différente,
où de préférence la partie extérieure (9) présente une résistance supérieure à la
partie intérieure (8).
10. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée par le fait qu'il est fabriqué en une matière plastique expansée, par exemple en polystyrène, de
préférence en polystyrène expansé.
11. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée par le fait que sont prévues des perforations (7, 7') ayant un diamètre différent s'étendant de la
surface limite (2) côté mur jusque dans la cavité (6), où, de préférence, sont prévues
exactement deux diamètres différents pour les perforations (7, 7').
12. Plaque isolante selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée par le fait qu'au moins plusieurs des perforations (7, 7') sont remplies d'une matière isolante,
de préférence d'une laine minérale.
13. Plaque isolante selon la revendication 12 prise en combinaison avec la revendication
14, caractérisée par le fait qu'au moins les perforations (7) qui présentent le diamètre le plus petit ne présentent
pas de remplissage par une matière isolante.
14. Revêtement de mur pour un mur extérieur d'un bâtiment, se composant d'un nombre de
plaques isolantes (1) selon l'une des revendications 1 à 13.