Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Kontaktanordnung zur Kontaktierung einer
Spule, insbesondere einer Spule eines Drehzahlsensors, mit den Merkmalen des unabhängigen
Vorrichtungsanspruchs sowie die Verwendung einer elektrischen Kontaktanordnung in
einem Drehzahlsensor für die Drehzahlerfassung in einem Abgasturbolader.
[0002] Elektrische Spulen finden in vielen industriellen Erzeugnissen Anwendung. Eine Anwendungsmöglichkeit
betrifft beispielsweise die Verwendung einer elektrischen Spule als Drehzahlsensor.
In industriellen Anwendungen ist oft der Bauraum zur Einbringung derartiger elektrischen
Spulen, insbesondere Drehzahlsensoren, beengt. Eine technische Herausforderung ist
daher darin zu sehen, die elektrische Spule mitsamt ihrer elektrischen Kontaktierung
auf geringstem Bauraum unterzubringen und über die Lebensdauer der Anwendung einen
sicheren elektrischen Kontakt zwischen den elektrischen Anschlüssen und der Spule
sicherzustellen.
[0003] Elektrische Spulen bestehen in der Regel aus einer definierten Anzahl von Wicklungen
eines Drahtes um einen Haltekörper. Als elektrischer Draht wird dabei häufig ein dünner
Metalldraht eingesetzt, besonders häufig sogenannter Kupferlackdraht. Dieser elektrische
Draht ist von einer elektrisch isolierenden Lackschicht, im Folgenden als Isolationsschicht
bezeichnet, derart umgeben, dass zwischen den sich berührenden Drahtwicklungen kein
elektrischer Kurzschluss entsteht. Die verwendete Isolationsschicht besteht dabei
häufig aus einem Schutzlack, welcher vielfach eine Dicke von 1 bis 5 µm aufweist.
Um die fertig gewickelte Spule betreiben zu können, müssen die Drahtenden der Spule
elektrisch zuverlässig kontaktiert werden, dafür ist insbesondere die Isolationsschicht
zuverlässig zu durchstoßen. Hierfür werden vielfach thermische Kontaktierungsverfahren
verwendet, wie z.B. Schweißen oder Löten.
Neue Beschreibungsseiten (Reinschrift)
[0004] Derartige thermische Kontaktierungsverfahren erfordern einen zusätzlichen Arbeitsprozess,
was erhöhte Anlagekosten und Prozesskosten mit sich bringt.
[0005] Darüber hinaus ist es oft schwierig, in dem verfügbaren, engen Bauraum eine zuverlässige
elektrische Kontaktierung mittels der bekannten thermischen Kontaktierungsverfahren
sicherzustellen.
[0006] Die
DE 10 2004 002 935 A1 beschreibt eine elektrische Verbindungsanordnung zur Herstellung einer Zündspule,
die gängige Kontaktierungsverfahren zur Verbindung von dünnen Lackdrähten in Zündspulen
durch eine sogenannte "kalte" Kontaktierung ersetzen soll. Eine derartige elektrische
Verbindungsanordnung ist jedoch bevorzugt für eine stirnseitige Kontaktierung geeignet.
[0007] Auch die
JP 2003 124043 A beschriebt eine elektrische Verbindungsanordnung zur Kontaktierung einer Spule. In
dieser Verbindungsanordnung ist ein von einer Isolationsschicht umgebener Draht der
Spule durch ein Federelement, in dem eine Aussparung mit einer Schnittkante ausgebildet
ist, kontaktiert indem die Schnittkante durch das Federelement gegen die Isolationsschicht
des Drahtes gedrückt wird. Die Isolationsschicht wird somit von der Schnittkante durchdrungen
und der Draht elektrisch leitend mit der Schnittkante und dem Federelement verbunden.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0008] Gegenüber dem Stand der Technik weist die elektrische Kontaktanordnung zur Kontaktierung
einer Spule mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs 1 die Vorteile
auf, dass die Kontaktierung einen äußerst geringen Bauraum benötigt und dass auch
mehrere unterschiedliche elektrische Kontaktierungen in verschiedenen Kontaktbereichen,
welche nicht stirnseitig am Haltekörper angeordnet sind, zuverlässig hergestellt werden
können. Darüber hinaus sind Anlagen für thermische Kontaktierprozesse verzichtbar.
Dadurch ergeben sich wesentliche Kostenvorteile und Bauraumvorteile bei der Auslegung
der Kontaktierung einer Spule.
[0009] Erfindungsgemäß wird eine elektrische Kontaktanordnung zur Kontaktierung einer Spule,
insbesondere einer Spule eines Drehzahlsensors vorgeschlagen, welche folgende Komponenten
umfasst: einen Haltekörper, wobei der Haltekörper elektrisch isolierend ist, einen
Leitungsabschnitt wenigstens einer elektrischen Leitung, wobei die elektrische Leitung
von einer elektrischen Isolationsschicht umgeben ist, wenigstens ein Federelement,
wobei das wenigstens eine Federelement elektrisch leitend ist, wobei das Federelement
wenigstens eine Aussparung aufweist, wobei die wenigstens eine Aussparung an ihrem
Rand wenigstens bereichsweise eine Schnittkante ausbildet. Dabei ist das wenigstens
eine Federelement mit der wenigsten einen Schnittkante gegen den Leitungsabschnitt
derart angedrückt, dass die wenigstens eine Schnittkante durch die elektrische Isolationsschicht
durchgedrungen ist und ein elektrischer Kontakt zwischen dem wenigstens einen Federelement
und dem wenigstens einem Leitungsabschnitt hergestellt ist. Erfindungsgemäß ist dabei
wenigstens eine Stromschiene vorgesehen, wobei die wenigstens eine Stromschiene elektrisch
leitend ist und der Haltekörper und/oder die wenigstens eine Stromschiene mit Klemmmitteln
versehen ist, wobei die Stromschiene mittels der Klemmmittel an dem Haltekörper festgeklemmt
ist und dadurch das Federelement zwischen der Stromschiene und einem Kontaktbereich
des Haltekörpers gespannt ist und derart der wenigstens eine Leitungsabschnitt mittels
des wenigstens einen Federelements mit der wenigstens einen Stromschiene elektrisch
kontaktiert ist.
[0010] Besonders vorteilhaft ist dabei die Möglichkeit, die Stromschiene mittels der Klemmmittel
an dem Haltekörper festzuklemmen und dadurch das Federelement zwischen der Stromschiene
und dem Kontaktbereich des Haltekörpers zuverlässig über die gesamte Lebensdauer zu
spannen und derart einen zuverlässigen elektrischen Kontakt zwischen dem Leitungsabschnitt
und der Stromschiene herzustellen. Die Klemmmittel ermöglichen darüber hinaus vorteilhaft,
dass die Stromschiene auch seitlich am Haltekörper entlanggeführt werden kann und
somit auch eine nicht-stirnseitige kalte Kontaktierung in mehreren Kontaktbereichen
des Haltekörpers mittels mehrerer Stromschienen hergestellt werden kann. Dadurch lässt
sich eine derartige elektrische Kontaktanordnung auf besonders geringem Bauraum herstellen.
[0011] Gegenüber dem Stand der Technik weist die Verwendung einer elektrischen Kontaktanordnung
in einem Drehzahlsensor für die Drehzahlerfassung in einem Abgasturbolader gemäß dem
unabhängigen Verwendungsanspruch den Vorteil auf, dass durch die besonders kleine
Bauform der Spule und der elektrischen Kontaktanordnung ein Drehzahlsensor hergestellt
werden kann, der auch im beengten Bauraum eines Abgasturboladergehäuses verwendbar
ist und durch seine kompakte Bauform ein besonders gutes Signalrauschverhalten aufweist.
Die erfindungsgemäße Kontaktanordnung ist darüber hinaus besonders geeignet bei geringen
Kontaktierkosten eine zuverlässige Kontaktierung des Drehzahlsensors im Abgasturbolader
über die gesamte Lebensdauer und alle Betriebszustände des Abgasturboladers zu gewährleisten.
Dadurch ergeben sich erhebliche Kostenvorteile bei wenigstens gleichbleibender Lebensdauer
des Drehzahlsensors.
[0012] Vorteilhafte Ausbildungen und Weiterbildungen der Erfindung werden durch die in den
abhängigen Ansprüchen angegebenen Maßnahmen ermöglicht.
[0013] Dadurch, dass das wenigstens eine Federelement als Biegefeder aus einem Metallstreifen
gefertigt ist und dass das wenigstens eine Federelement wenigstens eine Stromschiene
unmittelbar elektrisch kontaktiert, wird vorteilhaft erreicht, dass das Federelement
besonders flach baut und im montierten Zustand in einer zur Ebene der Stromschiene
und zur Ebene des Haltekörpers weitgehend parallelen Ebene zwischen Stromschiene und
Haltekörper zur Anlage kommt. Durch die Verwendung einer Biegefeder ist darüber hinaus
auch bei Abstandsänderungen zwischen Stromschiene und Haltekörper, beispielsweise
in Folge von thermischem oder mechanischem Stress, eine sichere Kontaktierung durch
den durch das Federelement bewirkten Abstandstoleranzausgleich gewährleistet.
[0014] Eine vorteilhafte Weiterbildung der elektrischen Kontaktanordnung sieht vor, dass
die wenigstens eine Stromschiene lösbar mit dem Haltekörper verbunden ist. Dadurch
wird vorteilhaft bewirkt, dass die Stromschiene besonders einfach montierbar ist und
dass die Stromschiene im Falle von Wartungsarbeiten besonders einfach ausgetauscht
werden kann.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterbildung der elektrischen Kontaktanordnung sieht vor, dass
der Kontaktbereich einer Rastkerben-Aussparung mit wenigstens einer Rastkerbe aufweist,
dass das wenigstens eine Federelement eine Federelement-Rastnase aufweist und dass
das wenigstens eine Federelement zur Festlegung an dem Haltekörper mittels der wenigstens
einen Federelement-Rastnase in die Rastkerben-Aussparung eingreift und die wenigstens
eine Rastkerbe hintergreift. Dadurch wird vorteilhaft bewirkt, dass das Federelement
verrutschsicher und verliersicher an dem Haltekörper festgelegt ist und dadurch der
Montageprozess vorteilhaft vereinfacht werden kann.
[0016] Dadurch dass die wenigstens eine Stromschiene endseitig in einer Ausnehmung des wenigstens
einen Federelements unter Ausbildung eines Schwenklagers für die wenigstens eine Stromschiene
eingreift, wird vorteilhaft erreicht, dass die Stromschiene besonders einfach an dem
Haltekörper montiert und fixiert werden kann. Weiterhin wird vorteilhaft erreicht,
dass die Verbindung zwischen Federelement und Stromschiene dauerhaft über die Lebenszeit
der elektrischen Kontaktanordnung sichergestellt ist und im Wesentlichen nicht durch
Alterungsprozesse des Materials beeinträchtigt wird.
[0017] Eine vorteilhafte Weiterbildung der elektrischen Kontaktanordnung sieht vor, dass
die Klemmmittel am Haltekörper als wenigstens ein Zapfen ausgebildet sind, wobei in
der wenigstens einen Stromschiene wenigstens eine buchsenartige Aussparung derart
ausgebildet ist, dass der wenigstens eine Zapfen in der wenigstens einen buchsenartigen
Aussparung aufgenommen ist, wobei eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem wenigstens
einen Zapfen und der wenigstens einen buchsenartigen Aussparung ausgebildet ist. Die
Ausbildung der Klemmmittel als Zapfen und buchsenartige Aussparung bewirkt vorteilhaft
eine besonders einfache und sichere Montage der Stromschiene an dem Haltekörper. Weiterhin
wird bei der Verwendung von mehr als einem Zapfen und mehr als einer buchsenartigen
Aussparung vorteilhaft eine exakte Positionierung und Ausrichtung der Stromschiene
bezüglich des Haltekörpers bewirkt.
[0018] Dadurch dass das wenigstens eine Federelement wenigstens eine Biegelasche aufweist,
wobei die wenigstens eine Biegelasche derart um die wenigstens eine Stromschiene herumgebogen
ist, dass das wenigstens eine Federelement an der wenigstens einen Stromschiene festgelegt
ist, wird vorteilhaft bewirkt, dass die Stromschiene und das Federelement eine Montageeinheit
bilden, wodurch die Montage der elektrischen Kontaktanordnung besonders einfach wird.
Außerdem wird dadurch vorteilhaft bewirkt, dass der elektrische Kontakt zwischen Federelement
und Stromschiene dauerhaft sichergestellt ist. Schließlich wird dadurch vorteilhaft
erreicht, dass der Wickelvorgang beim Herstellen der Spule auf dem Haltekörper einfach
durchgeführt werden kann, da neben dem Haltekörper und dem Kupferlackdraht für die
Spule keine beweglichen Teile vorhanden sind, die sich beim Wickelvorgang lösen könnten
oder die beim Wickelvorgang zu einer Unwucht führen könnten
[0019] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der elektrischen Kontaktanordnung sieht vor, dass
das wenigstens eine Federelement zwei zu dem Haltekörper abstehende Klemmarme aufweist,
die den Haltekörper im Kontaktbereich wenigstens bereichsweise umgreifen, wobei die
Klemmarme an den Enden Federlaschen aufweisen, und wobei die wenigstens eine Stromschiene
zwei zu dem Haltekörper hin abstehende Klemmbacken aufweist und dass die wenigstens
eine Stromschiene mit ihren Klemmbacken derart über die Klemmarme des wenigstens einen
Federelements geschoben ist, dass die Federlaschen zwischen den Klemmbacken und dem
Haltekörper gespannt sind. Durch diese Weiterbildung wird vorteilhaft eine besonders
einfache Montage und eine besonders sichere Kontaktierung der Spule bewirkt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ausführungsformen der Erfindung
[0020] Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0021] Es zeigen:
Fig. 1 a eine Explosionszeichnung durch eine erfindungsgemäße elektrische Kontaktanordnung
zur Kontaktierung einer Spule gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
Fig. 1 b einen Ausschnitt aus der elektrischen Kontaktanordnung aus Fig. 1a;
Fig. 1 c eine perspektivische Darstellung der elektrischen Kontaktanordnung zur Kontaktierung
einer Spule im montierten Zustand gemäß Fig. 1 a;
Fig. 2a eine Explosionszeichnung einer erfindungsgemäßen elektrischen Kontaktanordnung
zur Kontaktierung einer Spule gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
Fig. 2b eine perspektivische Darstellung der elektrischen Kontaktanordnung aus Fig.
2a während eines Montageschritts;
Fig. 2c die elektrische Kontaktanordnung zur Kontaktierung einer Spule aus Fig. 2a
im fertig montierten Zustand;
Fig. 2d eine perspektivische Ansicht eines Querschnitts durch den Haltekörper aus
den Figuren 2a bis 2c im Bereich der Rastkerben-Aussparung;
Fig. 3a eine perspektivische Explosionszeichnung einer erfindungsgemäßen Kontaktanordnung
zur Kontaktierung einer elektrischen Spule gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels;
Fig. 3b eine perspektivische Ansicht eines Querschnitts durch eine elektrische Kontaktanordnung
gemäß Fig. 3a im Bereich des Kontaktbereichs;
Fig. 3c eine perspektivische Darstellung einer Kontaktanordnung zur Kontaktierung
einer elektrischen Spule gemäß der Figuren 3a und 3b im montierten Zustand.
Ausführungsformen der Erfindung
[0022] Fig. 1a zeigt eine elektrische Kontaktanordnung 100 zur Kontaktierung einer Spule
120, insbesondere einer Spule 120 eines Drehzahlsensors. Die elektrische Spule 120
wird dabei durch Wicklungen einer elektrischen Leitung 140 um einen Haltekörper 200
ausgebildet. Die elektrische Leitung 140 besteht dabei bevorzugt aus Kupferlackdraht,
d.h. dünnem Kupferdraht, welcher von einer elektrisch isolierenden Isolationsschicht
umgeben ist. Die Isolationsschicht besteht bevorzugt aus einer dünnen Lackschicht
mit einer Dicke zwischen 1 bis 5 µm. Die Isolationsschicht ist dabei notwendig, um
elektrische Kurzschlüsse innerhalb des gewickelten Spulenkörpers zu verhindern und
so eine enge Wicklung der Spule 120 zu ermöglichen. Die Spule 120 wird über zwei aus
dem Spulenkörper herausragende Drahtenden elektrisch kontaktiert. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die elektrische Spule 120 um einen am Ende des Haltekörpers
200 angeordneten Wickelabschnitt 210 des Haltekörpers 200 aufgewickelt und dient dabei
bevorzugt als Drehzahlsensor für einen Abgasturbolader.
[0023] Der Haltekörper 200 besteht aus einem elektrisch isolierenden Material, bevorzugt
aus Kunststoff. Der Haltekörper 200 weist vom Wickelbereich 210 der Spule 120 aus
betrachtet zunächst einen im Wesentlichen runden oder elliptischen Querschnitt entlang
eines Endbereichs 214 auf, der besonders zum Aufwickeln der Spule 120 geeignet ist.
Im weiteren Verlauf, am Ende des Endbereichs 214, ist ein erster Kragen 230 ausgebildet.
Entlang der Längsachse schließt sich hinter dem ersten Kragen 230 ein Kontaktabschnitt
218 an. Im Kontaktabschnitt 218 ist in diesem Ausführungsbeispiel der Querschnitt
des Haltekörpers 200 im Wesentlichen rechteckig, wobei die Oberfläche des Haltekörpers
200 im Kontaktabschnitt 218 zwei, auf einander gegenüberliegenden Seiten angeordnete,
plane Flächen aufweist, die jeweils einen Kontaktbereich 220 ausbilden. Im weiteren
Verlauf des Haltekörpers 200 folgt ein den Haltekörper 200 umlaufender zweiter Kragen
232, der ungefähr mit dem Ende des Kontaktbereichs 220 zusammenfällt und welcher in
Verlängerung des Kontaktbereichs 220 eine Kragenaussparung 234 aufweist, welche auch
als Klemmmittel 240 fungieren kann. Hinter diesem zweiten Kragen 232 sind als Klemmmittel
240 fungierende Zapfen 242 auf dem Haltekörper 200 ausgebildet, wobei auf jeder Seite
des Haltekörpers 200, auf welcher sich ein Kontaktbereich 220 befindet, je zwei Zapfen
242 ausgebildet sind. In anderen Ausführungsformen kann jedoch auch nur ein Zapfen
242 oder es können mehr als zwei Zapfen 242 auf jeder Seite eines Kontaktbereichs
220 ausgebildet sein.
[0024] Die elektrische Leitung 140, welche kontaktiert werden soll, wird dabei vom Wickelbereich
210 der Spule 120 entlang des Endbereichs 214 des Haltekörpers 200 in der Kontaktbereich
220 des Haltekörpers 200 geführt.
[0025] Die elektrische Kontaktvorrichtung 100 weist weiterhin ein Federelement 300 auf,
welches eine T-förmige Gestalt aufweist, wobei die drei T-Enden des Federelements
300 als Biegelaschen 340 ausgebildet sind. Im Federelement 300 sind im dargestellten
Ausführungsbeispiel drei Aussparungen 320 angeordnet. Die Aussparungen 320 sind im
Wesentlichen orthogonal zur Längsachse des Federelements 300 ausgebildet. Die Ränder
320 sind dabei jeweils als Schnittkante 322 ausgebildet. Dabei steht der mit der Isolationsschicht
versehen Leitungsabschnitt 142 in mechanischem Kontakt zu den Aussparungen 320 mit
ihren Schnittkanten 322. Bei Beaufschlagung des Federelements 300 mit einem mechanischen
Druck durchbricht wenigstens eine Schnittkante 322 die Isolationsschicht der elektrischen
Leitung 140. Dadurch bildet sich ein mechanischer und elektrischer Kontakt zwischen
der bevorzugt als Kupferlackdraht ausgebildeten elektrischen Leitung 140 und dem elektrisch
leitfähigen Federelement 300 aus.
[0026] Ferner weist die elektrische Kontaktanordnung eine Stromschiene 400 auf, welche einen
in einer Längserstreckungsrichtung verlaufenden länglichen Grundkörper mit einem im
Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist und mit buchsenartigen Aussparungen
440 versehen ist, wobei die buchsenartigen Aussparungen 440 derart ausgestaltet sind,
dass sie in Presspassung an den Zapfen 242 des Haltekörpers festgelegt werden können.
Die Stromschiene 400 besteht besonders bevorzugt aus einem elektrisch leitfähigen
Material, besonders bevorzugt aus einem Metall. Dabei ist die Stromschiene 400 konstruktiv
derart ausgelegt, dass sie eine hinreichende Biegesteifigkeit aufweist, um das Federelement
300 im montierten Zustand dauerhaft gegen den Haltekörper 200 gespannt halten zu können.
[0027] In der in Fig. 1 a dargestellten perspektivischen Ansicht der elektrischen Kontaktanordnung
100 sind an der Unterseite zwei als Klemmmittel 240 fungierende Zapfen 242 sichtbar.
Diese dienen zur Anbringung einer weiteren Stromschiene 400 (in der Figur nicht dargestellt),
welche geeignet ist, das einen weiteren Leitungsabschnitt 142 darstellende andere
Drahtende der Spule 120 mittels eines zweiten Federelements 300 (hier ebenfalls nicht
dargestellt) zu kontaktieren.
[0028] In Fig. 1 b ist die Stromschiene 400 mit dem an ihr mittels der Biegelaschen 340
befestigten Federelement 300 dargestellt. Die Biegelaschen 340 werden dabei derart
um die Stromschiene 400 herumgebogen, dass das Federelement 300 in festem mechanischen
und elektrischen Kontakt mit der Stromschiene 400 steht. Wie in Fig. 1 b dargestellt
ist, weist das Federelement 300 im Bereich der Aussparungen 320 die Form einer Blattfeder
auf. Dabei ragt der Bereich, in welchem sich die Aussparungen 320 befinden, aus der
Ebene der Stromschiene 400 heraus, so dass das Federelement 300 bei Anwenden eines
Drucks auf den Bereich mit den Aussparungen 320 in Richtung der Stromschiene 400 gedrückt
wird und auf diese Weise gespannt wird.
[0029] Fig. 1 c zeigt die elektrische Kontaktanordnung 100 aus Fig. 1a im fertig montierten
Zustand. Dabei sind die als Klemmmittel 240 ausgebildeten Zapfen 242 des Haltekörpers
200 durch die buchsenartigen Aussparungen 440 der Stromschiene 400 geführt. Die Zapfen
242 sind dabei derart ausgeführt, dass zwischen wenigstens einem der beiden Zapfen
242 und einer der buchsenartigen Aussparungen 440 eine kraftschlüssige Verbindung
besteht, durch welche die Stromschiene 400 fest mit dem Haltekörper 200 verbunden
ist. Um die kraftschlüssige Verbindung zwischen einem Zapfen 242 und einer buchsenartigen
Aussparung 440 zu ermöglichen, kann der Zapfen 242 einen sternförmigen Querschnitt
aufweisen, bei dem der Abstand von der Zapfenmitte zu den Sternspitzen bevorzugt etwas
größer ist, als der Abstand zwischen der Mitte der buchsenartigen Aussparung 440 und
dem Rand der buchsenartigen Aussparung 440, so dass die Stromschiene auf den Zapfen
242 aufgepresst werden muss. Es sind jedoch auch andere Querschnittsformen des Zapfens
242 denkbar, welche eine sichere kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Zapfen 242
und der buchsenartigen Aussparung 440 der Stromschiene 400 gewährleisten.
[0030] Durch das Anklemmen der Stromschiene 400 an den Haltekörper 200 ist das Federelement
300 im Bereich seiner Aussparungen 320 zwischen der Stromschiene 400 und dem Haltekörper
200 gespannt. Das Federelement 300 wirkt dabei wie eine Blattfeder. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel kommt der Leitungsabschnitt 142 zwischen dem Haltekörper 200 und
dem Federelement 300 zur Anlage. Die Aussparungen 320 des Federelements 300 liegen
dabei über dem Leitungsabschnitt 142. Mittels der Schnittkanten 322 an den Rändern
der Aussparungen 320 ist dabei beim Festklemmen der Stromschiene 400 an den Haltekörper
200 die Isolationsschicht des Leitungsabschnitts 142 wenigstens im Bereich der Schnittkanten
322 des Federelements 300 durchbrochen, wobei das Federelement dadurch in direkten
mechanischen und elektrischen Kontakt mit dem Leitungsabschnitt 142 gelangt. Die solcherart
hergestellte elektrische Kontaktierung zwischen der Stromschiene 400 über das Federelement
300 und den Leitungsabschnitt 142 und den Leitungsdraht 140 zur Spule 120 ist damit
durch einen einfachen mechanischen Montageprozess ohne thermische Einwirkungen herstellbar.
Der elektrische Kontakt zwischen dem Federelement 300 und dem Leitungsabschnitt 142
ist darüber hinaus auch dauerhaft sichergestellt, da die Stromschiene 400 mittels
der buchsenartigen Aussparungen 440 an dem Zapfen 242 sicher festgelegt ist und das
zwischen der Stromschiene 400 und dem Haltekörper 200 gespannte Federelement 300 fertigungsbedingte
Abstandsunterschiede zwischen der Stromschiene 400 und dem Haltekörper 200 durch seine
Federkraft ausgleicht. Derartige Abstandsunterschiede können durch Alterungseffekte
der Materialien hervorgerufen sein oder durch mechanischen und/oder thermischen Stress
hervorgerufen werden.
[0031] Die in den Fig. 1 a bis 1 c dargestellte Ausführungsform ermöglicht eine besonders
sichere und zuverlässige Wicklung der Spule 120 auf den Wickelabschnitt 210 des Haltekörpers
200, da während des Wickelvorgangs außer der als Spulendraht ausgebildeten elektrischen
Leitung 140 und dem Haltekörper 200 keine weiteren mechanischen Teile beteiligt sind
und dadurch mechanische Unwuchten während des Wickelvorgangs weitestgehend vermieden
werden können.
[0032] Der in den Fig. 1a und 1c dargestellte Haltekörper 200 weist entlang seiner Längsrichtung
zwei Kragen 230, 232 auf, also schildartige, im Ausführungsbeispiel voneinander beabstandete,
über den normalen Durchmesser des Haltekörpers 200 hinausragende Elemente. Die beiden
Kragen 230, 232 sind dabei derart ausgestaltet, dass sie beim Einschieben des als
bevorzugt als Drehzahlsensor wirkenden Haltekörpers 200 in eine Drehzahlsensorhülse
als radiale Führung des sich länglich erstreckenden Haltekörpers 200 wirken. Sie erfüllen
damit mehrere Funktionen: zum einen wirken sie einem Verkanten des Haltekörpers 200
in der Hülse beim Einschieben entgegen, wodurch zuverlässig und fertigungssicher erreicht
wird, dass die als Drehzahlsensorelement bzw. Detektorspule wirkende Spule 120 am
vorderen Ende der Hülse in Anschlag gebracht werden kann und so in einen wohl definierten
Abstand von dem wenigstens einen rotierenden Element, dessen Drehzahl erfasst werden
soll, gebracht wird. Zum anderen ist durch die Kragen 230, 232 gewährleistet, dass
der Haltekörper 200 beim Lagern vor der Montage oder beim Einschieben in die Hülse
eines Drehzahlsensors nicht direkt auf der elektrischen Leitung 140 oder dem Leitungsabschnitt
142 zum Liegen kommt und dadurch die Isolationsschicht unerwünscht durchscheuert wird.
Die Kragen 230, 232 wirken somit als Handlingsschutz vor mechanischen Defekten am
Leitungsdraht und/oder am Haltekörper 200 und/oder an der Stromschiene 400. Der zweite
Kragen 232 weist im Bereich der Stromschiene 400 eine Aussparung auf, welche als Einführhilfe
beim Montieren der Stromschiene 400 auf die Zapfen 242 sowie als Klemmmittel gegenüber
der Stromschiene 400 dienen kann.
[0033] In Fig. 2a ist eine Explosionszeichnung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kontaktanordnung 100 zur Kontaktierung einer Spule 120 dargestellt. In dieser Ausführungsform
weist der Haltekörper 200 in seinem Kontaktbereich eine Rastkerben-Aussparung 260
auf, in welcher sich eine Rastkerbe 262 (in Fig. 2d im Detail dargestellt) befindet.
Das Federelement 300 ist als metallisches Stanzbiegeteil ausgebildet und weist neben
den in diesem Ausführungsbeispiel schräg zur Hauptachse des Federelements 300 angeordneten
Aussparungen 320 mit ihren Schnittkanten 322 eine Federelement-Rastnase 360 auf, welche
geeignet ist, in die Rastkerbe 262 der Rastkerben-Aussparung 260 des Haltekörpers
200 einzurasten. Dazu ist die Federelement-Rastnase 360 nach unten aus dem Federelement
300 herausgebogen. Das Federelement 300 weist darüber hinaus an einem seiner Enden
einen nach oben gebogenen Bereich auf, in welchem sich eine Ausnehmung 380 befindet.
Die Stromschiene 400 weist neben ihren buchsenartigen Aussparungen 440 einen Schwenklager-Endbereich
480 auf, welcher derart ausgebildet ist, dass er in die Ausnehmung 380 des Federelements
unter Ausbildung eines Schwenklagers 450 eingreifen kann.
[0034] In Fig. 2b ist der Montageprozess der in Fig. 2a dargestellten Ausführungsform der
elektrischen Kontaktanordnung 100 dargestellt. Dabei wird zunächst das Federelement
300 mittels der Federelement-Rastnase 360 an der Rastkerbe 262 der Rastkerben-Aussparung
260 des Haltekörpers 200 festgelegt. Anschließend wird die Spule 120 im Wickelabschnitt
210 des Haltekörpers 200 auf den Haltekörper 200 aufgewickelt und die als Leitungsabschnitt
142 wirkenden Spulendrahtenden werden so in den Kontaktbereich 220 geführt, dass sie
auf dem mittels der Federelement-Rastnase 360 befestigten Federelement 300 zu liegen
kommen und dabei wenigstens bereichsweise über den Aussparungen 320 mit ihren Schnittkanten
322 liegen.
[0035] Fig. 2c zeigt den fertig montierten Zustand der in den Fig. 2a und 2b dargestellten
Ausführungsform der elektrischen Kontaktanordnung 100. Dabei ist der Leitungsabschnitt
142 zwischen der Stromschiene 400 und dem Federelement 300 angeordnet. Durch das Aufklemmen
der Stromschiene 400 an den Haltekörper 200 wird das blattfederartige Federelement
300 gespannt und die Schnittkanten 322 durchbrechen die Isolationsschicht des Leitungsabschnitts
142 des Spulendrahts. Dadurch wird ein zuverlässiger und sicherer mechanischer und
elektrischer Kontakt zwischen der Stromschiene 400 und dem Leitungsabschnitt 142 und
damit der Spule 120 hergestellt. Das Schwenklager 450 ermöglicht eine besonders zuverlässige
Montage der Stromschiene 400 mit ihren buchsenartigen Aussparungen 440 auf die Zapfen
242. Darüber hinaus gewährleistet die Verbindung der metallischen Stromschiene 400
mittels ihres Schwenklager-Endbereichs 480 in der Ausnehmung 380 des Federelements
300 eine besonders zuverlässige und dauerhafte Kontaktierung zwischen Stromschiene
400 und dem Leitungsabschnitt 142. Denn diese Metall-Metall-Verbindung zwischen der
Stromschiene 400 und dem Federelement 300 und dem dazwischenliegenden Leitungsabschnitt
142 ist geringeren alterungs- und stressbedingten mechanischen Veränderungen ausgesetzt,
als beispielsweise eine Kunststoff-Metall-Verbindung.
[0036] In Fig. 2d ist ein Querschnitt des Haltekörpers 200 im Bereich der Rastkerben-Aussparung
260 des Kontaktbereichs 220 dargestellt. Die Federelement-Rastnase 360 des Federelements
300 hintergreift dabei die Rastkerbe 262, wodurch das Federelement 300 sicher und
zuverlässig am Haltekörper 200 festgelegt ist. Die Federelement-Rastnase 360 kann
dabei als ein widerhakenförmiges Element ausgebildet sein, welches sich im Material
des Haltekörpers 200 in der Rastkerbe 262 einpresst. In der Fig. 2d ist außerdem zu
sehen, wie der Leitungsabschnitt 142 über die Aussparungen 320 mit ihren Schnittkanten
322 des Federelements 300 verläuft, wobei das Federelement 300 im dargestellten Ausschnitt
noch die blattfederartige Wölbung des ungespannten Zustands aufweist. Durch die mechanische
Bewegung des Federelements 300 beim Festklemmen der Stromschiene 400 ergibt sich im
Bereich der Ausnehmungen 320 eine vertikale und laterale Bewegung der Aussparung 320
und ihren Schnittkanten 322 relativ zum Leitungsabschnitt 142, wodurch die Isolationsschicht
des Leitungsabschnitts 142 zuverlässig durchbrochen wird und wodurch das Federelement
300 den Leitungsabschnitt 142 zuverlässig elektrische kontaktiert.
[0037] Fig. 3a stellt eine Explosionszeichnung eines dritten Ausführungsbeispiels dar. Dabei
ist der Leitungsabschnitt 142 im Kontaktbereich 220 des Haltekörpers 200 in mehreren
Wicklungen um den Haltekörper 200 herumgewickelt. Der Kontaktbereich 220 des Haltekörpers
200 weist dabei einen im Wesentlichen runden Querschnitt auf. Das Federelement 300
weist zwei zu dem Haltekörper 200 hin U-förmig abstehende Klemmarme 390 auf, wobei
in den Klemmarmen 390 im Wesentlichen kreisrunde Aussparungen 320 mit am Rand ausgebildeten
Schnittkanten 322 ausgebildet sind. Am Ende der Klemmarme 390 befinden sich aus der
Ebene der Klemmarme 390 nach außen leicht abstehende Federlaschen 392. Die Klemmarme
390 sind im Wesentlichen rechteckig ausgebildet und weisen wenigstens teilweise verrundete
Kanten auf. Der Abstand der beiden Klemmarme 390 ist dergestalt, dass das Federelement
300 leicht über den als Spulenelement ausgebildeten Leitungsabschnitt 142 aufgeschoben
werden kann. An der Stromschiene 400 sind an ihrem dem Federelement 300 zuweisenden
Ende zwei zu dem Haltekörper 200 hin abstehende Klemmbacken 490 ausgebildet, wobei
die Klemmbacken 490 ähnlich wie die Klemmarme 390 des Federelements 300 eine U-förmige
Gestalt aufweisen. Die Klemmarme 390 stellen in Verbindung mit den Klemmbacken 490
hierbei die Klemmmittel dar, durch welche die Stromschiene 400 an dem Haltekörper
200 festgelegt ist.
[0038] Fig. 3b zeigt das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3a während des Montagevorgangs. Dabei
ist das Federelement 300 mit seinen Klemmarmen 390 und seinen Aussparungen 320 mitsamt
ihren Schnittkanten 322 im Kontaktbereich 220 über den als Spule ausgebildeten Leitungsabschnitt
142 geschoben. Das Federelement wird von den Klemmbacken 490 der Stromschiene 400
umfasst und gegen den Leitungsabschnitt 142 auf dem Haltekörper 200 geklemmt. Im dargestellten
Montagezustand sind die Klemmbacken 490 noch nicht über die Federlaschen 392 geschoben.
Durch ein weiteres Aufschieben der Stromschiene 400 mit ihren Klemmbacken 490 über
die Federlaschen 392 wird das Federelement 300 zwischen den Klemmbacken 490 und dem
Leitungsabschnitt 142 auf dem Haltekörper 200 gespannt, wobei die Schnittkanten 322
der Aussparungen 320 des Federelements 300 die Isolationsschicht des Leitungsabschnitts
142 durchbrechen und somit ein elektrischer und mechanischer Kontakt zwischen dem
elektrische leitfähigen Drahtinnern des Leitungsabschnitts 142 und dem Federelement
300 sichergestellt wird.
[0039] In Fig. 3c ist eine erfindungsgemäße Kontaktanordnung 100 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
zu sehen, wobei in der dargestellten Figur die zwei Leitungsabschnitte 142 der Spule
120 (hier nicht zu sehen) mittels zweier Federelemente 300 und zweier Stromschienen
400 kontaktiert sind. Die beiden Stromschienen 400 und die jeweils dazugehörigen Federelemente
300 sind dabei von einander gegenüberliegenden Seiten an den Haltekörper 200 festgeklemmt.
Eine derart hergestellte elektrische Kontaktanordnung 100 weist eine besonders sichere
Kontaktierung auf, da der Leitungsabschnitt 142 in mehreren Wicklungen um den Haltekörper
200 im Kontaktbereich 220 herumgeführt ist und somit die Kontaktfläche zwischen dem
Federelement 300, seinen Schnittkanten 322 und dem Leitungsabschnitt 142 besonders
großflächig sichergestellt ist. Darüber hinaus lässt sich die derart hergestellte
Kontaktanordnung 100 besonders einfach durch bloßes Übereinanderschieben der Klemmbacken
490 der Stromschiene 400 über die Klemmarme 390 des Federelements 300 montieren, nachdem
die Klemmarme 390 des Federelements 300 zuvor über den Leitungsabschnitt 142 im Kontaktabschnitt
220 geschoben wurden. Schließlich ist das Wickeln der elektrischen Spule 120 (hier
nicht zu sehen) und der mit dem Leitungsabschnitt 142 umwickelten Kontaktbereiche
320 besonders einfach möglich, da während des Wickelvorgangs keine Unwucht durch zusätzliche,
lösbare mechanische Teile auftreten kann.
[0040] Die Federelemente 300 für alle Ausführungsbeispiele werden bevorzugt als metallische
Stanzbiegeteile hergestellt. Dadurch ergeben sich besonders einfach besonders scharfe
Schnittkanten 322. Die Schnittkanten 322 an der Ausnehmung 320 in dem Federelement
300 weisen bevorzugt einen Biegeradius RS auf, welcher deutlich kleiner ist, als der
Radius der Isolationsschicht RI des elektrischen Drahtes 140. Dadurch wird sichergestellt,
dass beim Anpressvorgang des Federelements 300 mittels der Stromschiene 400 die Schnittkante
322 die Isolationsschicht des Leitungsabschnitts 142 sicher durchbricht und so ein
zuverlässiger elektrischer und mechanischer Kontakt zwischen dem Federelement 300
und dem Leitungsabschnitt 142 sichergestellt ist.
[0041] Der Haltekörper 200 wird bevorzugt durch einen Spritzgussprozess hergestellt, wobei
als Material Thermoplaste wie auch Duroplaste eingesetzt werden können. Die Stromschiene
400 besteht bevorzugt aus Metall, besonders bevorzugt aus Messing, Bronze, Stahl,
einer Stahllegierung, Kupfer oder Aluminium. Die Stromschiene 400 weist dabei bevorzugt
eine galvanisch veredelte Oberfläche, eine sogenannte galvanische Oberfläche, auf.
Die Oberflächenveredelung der Stromschiene 400 dient dabei insbesondere als Schutz
vor Korrosion. Die Stromschiene kann jedoch auch aus einem leitfähigen Kunststoff
hergestellt sein, wodurch sich die Herstellkosten erheblich verbilligen.
[0042] Die erfindungsgemäße elektrische Kontaktanordnung 100 eignet sich zur Kontaktierung
von Spulen 120, beispielsweise zur Verwendung in einem Drehzahlsensor, bevorzugt in
einem Abgasturbolader. Es sind jedoch auch Anwendungen denkbar bei der Kontaktierung
von Spulen für Aktuatoren wie z.B. Magnetventile, Injektoren oder elektrische Kupplungen,
welche mit einer Spule betrieben werden. Insbesondere für Anwendungen im Automobilbereich
oder in technischen Bereichen, in welchen nur ein geringer Bauraum zur Verfügung steht,
ist die erfindungsgemäße elektrische Kontaktanordnung 100 zur Verwendung geeignet.
1. Elektrische Kontaktanordnung zur Kontaktierung einer Spule (120), umfassend einen
Haltekörper (200), wobei der Haltekörper (200) elektrisch isolierend ist, einen Leitungsabschnitt
(142) wenigstens einer elektrischen Leitung (140), wobei die elektrische Leitung (140)
von einer elektrischen Isolationsschicht umgeben ist, wenigstens ein Federelement
(300), wobei das wenigstens eine Federelement (300) elektrisch leitend ist, wobei
das wenigstens eine Federelement (300) wenigstens eine Aussparung (320) aufweist,
wobei die wenigstens eine Aussparung (320) an ihrem Rand wenigstens bereichsweise
eine Schnittkante (322) ausbildet, wobei das wenigstens eine Federelement (300) mit
der wenigstens einen Schnittkante (322) gegen den Leitungsabschnitt (142) derart angedrückt
ist, dass die wenigstens eine Schnittkante (322) durch die elektrische Isolationsschicht
durchgedrungen ist und ein elektrischer Kontakt zwischen dem wenigstens einen Federelement
(300) und dem wenigsten einen Leitungsabschnitt (142) hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Stromschiene (400) vorgesehen ist, wobei die wenigstens eine Stromschiene
(400) elektrisch leitend ist und der Haltekörper (200) und/oder die wenigstens eine
Stromschiene (400) mit Klemmmitteln (240) versehen ist, wobei die Stromschiene (400)
mittels der Klemmmittel (240) an dem Haltekörper (200) festgeklemmt ist und dadurch
das Federelement (300) zwischen der Stromschiene (400) und einem Kontaktbereich (220)
des Haltekörpers (200) gespannt ist und derart der wenigstens eine Leitungsabschnitt
(142) mittels des wenigstens einen Federelements (300) mit der wenigstens einen Stromschiene
(400) elektrisch kontaktiert ist.
2. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (300) als Biegefeder aus einem Metallstreifen gefertigt
ist und dass das wenigstens eine Federelement (300) die wenigstens eine Stromschiene
(400) unmittelbar elektrisch kontaktiert.
3. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Stromschiene (400) lösbar mit dem Haltekörper (200) verbunden
ist.
4. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (220) eine Rastkerbenaussparung (260) mit wenigstens einer Rastkerbe
(262) aufweist, dass das wenigstens eine Federelement (300) wenigstens eine Federelement-Rastnase
(360) aufweist und dass das wenigstens eine Federelement (300) zur Festlegung an dem
Haltekörper (200) mittels der wenigstens einen Federelement-Rastnase (360) in die
Rastkerbenaussparung (260) eingreift und die wenigstens eine Rastkerbe (262) hintergreift.
5. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Stromschiene (400) endseitig in eine Ausnehmung (380) des wenigstens
einen Federelements (300) unter Ausbildung eines Schwenklagers (450) für die wenigstens
eine Stromschiene (400) eingreift.
6. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmmittel (240) am Haltekörper als wenigstens ein Zapfen (242) ausgebildet
sind, wobei in der wenigstens einen Stromschiene (400) wenigstens eine buchsenartige
Aussparung (440) derart ausgebildet ist, dass der wenigstens eine Zapfen (242) in
der wenigstens einen buchsenartigen Aussparung (440) aufgenommen ist, wobei eine kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem wenigstens einen Zapfen (242) und der wenigstens einen buchsenartigen
Aussparung (440) ausgebildet ist.
7. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (300) wenigstens eine Biegelasche aufweist, wobei
die wenigstens eine Biegelasche (340) derart um die wenigstens eine Stromschiene (400)
herumgebogen ist, dass das wenigstens eine Federelement (300) an der wenigstens einen
Stromschiene (400) festgelegt ist.
8. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (300) zwei zu dem Haltekörper (200) hin abstehende
Klemmarme (390) aufweist, die den Haltekörper (200) im Kontaktbereich (220) wenigstens
bereichsweise umgreifen, wobei die Klemmarme (390) an den Enden Federlaschen (392)
aufweisen, und wobei die wenigstens eine Stromschiene (400) zwei zu dem Haltekörper
(200) hin abstehende Klemmbacken (490) aufweist und dass die wenigstens eine Stromschiene
(400) mit ihren Klemmbacken (490) derart über die Klemmarme (390) des wenigstens einen
Federelements (300) geschoben ist, dass die Federlaschen (392) zwischen den Klemmbacken
(490) und dem Haltekörper (200) gespannt sind.
9. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Leitungsabschnitt (142) zwischen dem Haltekörper (200) und dem
wenigstens einen Federelement (300) angeordnet ist oder dass der wenigstens eine Leitungsabschnitt
(142) zwischen dem wenigstens einen Federelement (300) und der wenigstens einen Stromschiene
(400) angeordnet ist.
10. Verwendung einer elektrischen Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in
einem Drehzahlsensor für die Drehzahlerfassung in einem Abgasturbolader.
1. Electrical contact arrangement for contacting a coil (120), comprising a retaining
body (200), the retaining body (200) being electrically insulating, a line segment
(142) of at least one electrical line (140), the electrical line (140) being surrounded
by an electrical insulating layer, at least one spring element (300), the at least
one spring element (300) being electrically conducting, the at least one spring element
(300) having at least one opening (320), at least some regions at the edge of the
at least one opening (320) forming a cutting edge (322), the at least one spring element
(300) having been pressed with the at least one cutting edge (322) against the line
segment (142) in such a way that the at least one cutting edge (322) has penetrated
the electrical insulating layer and an electrical contact has been established between
the at least one spring element (300) and the at least one line segment (142), characterized in that at least one bus bar (400) is provided, the at least one bus bar (400) being electrically
conducting and the retaining body (200) and/or the at least one bus bar (400) being
provided with clamping means (240), the bus bar (400) being securely clamped on the
retaining body (200) by means of the clamping means (240) and as a result the spring
element (300) is clamped between the bus bar (400) and a contact region (220) of the
retaining body (200), and in this manner the at least one line segment (142) has been
brought into electrical contact with the at least one bus bar (400) by means of the
at least one spring element (300).
2. Electrical contact arrangement according to Claim 1, characterized in that the at least one spring element (300) is produced as a flexible spring from a metal
strip and in that the at least one spring element (300) has been brought into direct electrical contact
with the at least one bus bar (400).
3. Electrical contact arrangement according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the at least one bus bar (400) is detachably connected to the retaining body (200).
4. Electrical contact arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the contact region (220) has a snap indentation opening (260) having at least one
snap indentation (262), in that the at least one spring element (300) has at least one spring element snap nose (360)
and in that, for fixing on the retaining body (200), the at least one spring element (300) engages
in the snap indentation opening (260) by means of the at least one spring element
snap nose (360) and engages behind the at least one snap indentation (262).
5. Electrical contact arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the at least one bus bar (400) engages at the end in an opening (380) in the at least
one spring element (300) to form a pivot bearing (450) for the at least one bus bar
(400).
6. Electrical contact arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the clamping means (240) are formed on the retaining body as at least one pin (242),
at least one socket-like opening being formed in the at least one bus bar (400) in
such a way that the at least one pin (242) is accommodated in the at least one socket-like
opening (440), a non-positive connection being formed between the at least one pin
(242) and the at least one socket-like opening (440).
7. Electrical contact arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the at least one spring element (300) has at least one flexible clip (340), the at
least one flexible clip (340) being bent around the at least one bus bar (400) in
such a way that the at least one spring element (300) is fixed on the at least one
bus bar (400).
8. Electrical contact arrangement according to one of claims 1 to 3, characterized in that the at least one spring element (300) has two clamping arms (390) that project towards
the retaining body (200) and enclose the retaining body (200) at least in some regions
in the contact region (220), the clamping arms (390) having spring clips (392) at
the ends, and the at least one bus bar (400) having two clamping jaws (490) that project
towards the retaining body (200), and in that the at least one bus bar (400) has been pushed with its clamping jaws (490) over
the clamping arms (390) of the at least one spring element (300) in such a way that
the spring clips (392) are tensioned between the clamping jaws (490) and the retaining
body (200).
9. Electrical contact arrangement according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the at least one line segment (142) is arranged between the retaining body (200)
and the at least one spring element (300) or in that the at least one line segment (142) is arranged between the at least one spring element
(300) and the at least one bus bar (400).
10. Use of an electrical contact arrangement according to one claims 1 to 9 in a rotational
speed sensor for sensing the rotational speed in an exhaust gas turbocharger.
1. Arrangement de contact électrique destiné à la mise en contact d'une bobine (120),
comprenant un corps de maintien (200), le corps de maintien (200) étant électriquement
isolé, une portion de ligne (142) d'au moins une ligne électrique (140), la ligne
électrique (140) étant entourée par une couche d'isolation électrique, au moins un
élément ressort (300), l'au moins un élément ressort (300) étant électriquement conducteur
l'au moins un élément ressort (300) possédant au moins une cavité (320), l'au moins
une cavité (320) formant sur son bord une arête de coupe (322) au moins dans certaines
zones, l'au moins un élément ressort (300) étant poussé par l'au moins une arête de
coupe (322) contre la portion de ligne (142) de telle sorte que l'au moins une arête
de coupe (322) est pénétrée par la couche d'isolation électrique et qu'un contact
électrique est établi entre l'au moins un élément ressort (300) et l'au moins une
portion de ligne (142), caractérisé en ce qu'il existe au moins une barre-bus (400), l'au moins une barre-bus (400) étant électriquement
conductrice et le corps de maintien (200) et/ou l'au moins une barre-bus (400) étant
pourvus de moyens de serrage (240), la barre-bus (400) étant fixée au corps de maintien
(200) par l'intermédiaire des moyens de serrage (240) et l'élément ressort (300) étant
ainsi serré entre la barre-bus (400) et une zone de contact (220) du corps de maintien
(200) et, de ce fait, l'au moins une portion de ligne (142) étant mise en contact
électriquement avec l'au moins une barre-bus (400) par l'intermédiaire de l'au moins
un élément ressort (300).
2. Arrangement de contact électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un élément ressort (300) est réalisé sous la forme d'un ressort de flexion
à partir d'une bande métallique et en ce que l'au moins un élément ressort (300) entre en contact électrique direct avec l'au
moins une barre-bus (400).
3. Arrangement de contact électrique selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins une barre-bus (400) est reliée de manière amovible au corps de maintien
(200).
4. Arrangement de contact électrique selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la zone de contact (220) possède une cavité à encoche d'enclenchement (260) pourvue
d'au moins une encoche d'enclenchement (262), en ce que l'au moins un élément ressort (300) possède au moins un tenon d'enclenchement d'élément
ressort (360) et en ce que l'au moins un élément ressort (300), en vue de la fixation au corps de maintien (200),
vient en prise dans la cavité à encoche d'enclenchement (260) par l'intermédiaire
de l'au moins un tenon d'enclenchement d'élément ressort (360) et vient en prise par
l'arrière avec l'au moins une encoche d'enclenchement (262).
5. Arrangement de contact électrique selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'au moins une barre-bus (400) vient en prise d'un côté d'extrémité dans une cavité
(380) de l'au moins un élément ressort (300) en formant un palier pivotant (450) pour
l'au moins une barre-bus (400).
6. Arrangement de contact électrique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les moyens de serrage (240) sur le corps de maintien sont réalisés sous la forme
d'au moins un pivot (242), au moins une cavité (440) de type douille étant configurée
dans l'au moins une barre-bus (400) de telle sorte que l'au moins un pivot (242) est
accueilli dans l'au moins une cavité (440) de type douille, une liaison de force étant
formée entre l'au moins un pivot (242) et l'au moins une cavité (440) de type douille.
7. Arrangement de contact électrique selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'au moins un élément ressort (300) possède au moins une languette flexible, l'au
moins une languette flexible (340) étant pliée autour de l'au moins une barre-bus
(400) de telle sorte que l'au moins un élément ressort (300) est fixé à l'au moins
une barre-bus (400).
8. Arrangement de contact électrique selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'au moins un élément ressort (300) possède deux bras de serrage (390) faisant saillie
vers le corps de maintien (200), lesquels entourent le corps de maintien (200) au
moins dans certaines zones dans la zone de contact (220), les bras de serrage (390)
possédant aux extrémités des languettes élastiques (392), et l'au moins une barre-bus
(400) possédant deux mâchoires de serrage (490) faisant saillie vers le corps de maintien
(200), et en ce que l'au moins une barre-bus (400) est glissée avec ses mâchoires de serrage (490) sur
les bras de serrage (390) de l'au moins un élément ressort (300) de telle sorte que
les languettes élastiques (392) sont serrées entre les mâchoires de serrage (490)
et le corps de maintien (200).
9. Arrangement de contact électrique selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'au moins une portion de ligne (142) est disposée entre le corps de maintien (200)
et l'au moins un élément ressort (300) ou en ce que l'au moins une portion de ligne (142) est disposée entre l'au moins un élément ressort
(300) et l'au moins une barre-bus (400).
10. Utilisation d'un arrangement de contact électrique selon l'une des revendications
1 à 9 dans un capteur de vitesse de rotation pour la détection de la vitesse de rotation
d'un turbocompresseur des gaz d'échappement.