| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 926 682 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
30.08.2017 Patentblatt 2017/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.03.2015 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
HAARKREPPEINRICHTUNG
HAIR CREPING DEVICE
FER À FRISER
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
04.04.2014 DE 102014206495
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
07.10.2015 Patentblatt 2015/41 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
|
81739 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Altmann, Berthold
83308 Trostberg (DE)
- Blischke, Daniela
83349 Palling (DE)
- Copitzky, Thomas
83278 Traunstein (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 619 088 EP-A1- 2 366 306 GB-A- 2 501 696
|
EP-A1- 2 014 190 WO-A2-2009/007823 US-A1- 2001 022 184
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haarkreppeinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Herkömmliche Haarkreppeinrichtungen zum Wellen von Haaren umfassen üblicherweise
zwei gelenkig aneinander gelagerte Arme an welchen eine erste bzw. zweite Kreppplatte
angeordnet ist. Üblicherweise ist zumindest eine dieser beiden Kreppplatten zusätzlich
beheizbar. Zum Kreppen/Crimpen der Haare werden diese in einem geöffneten Zustand
der beiden Arme zwischen die beiden Kreppplatten gelegt und anschließend die beiden
Arme in einen geschlossenen Zustand überführt. Selbstverständlich können auch lediglich
einzelne Strähnen zwischen die beiden Kreppplatten gelegt und dadurch gewellt werden.
Die beiden Kreppplatten weisen jeweils Wellenberge bzw. Wellentäler auf, die so angeordnet
bzw. zueinander ausgerichtet sind, dass ein Wellenberg der ersten Kreppplatte in ein
zugehöriges Wellental der zweiten Kreppplatte eingreift, wobei die einzelnen Wellenberge
bzw. Wellentäler beim Schließen der Arme gleichzeitig ineinander eingreifen.
EP 2 014 190 A1 offenbart eine Haarkreppeinrichtung mit zwei gelenkig aneinander gelagerten Armen,
an welchen eine erste bzw. zweite Kreppplatte angeordnet ist, wobei die jeweilige
Kreppplatte Wellenberge und Wellentäler aufweist, die beim Schließen der beiden Arme
komplementär ineinandergreifen, wobei zumindest eine Lagereinrichtung zum Lagern einer
zugehörigen Kreppplatte am Arm vorgesehen ist, die derart ausgebildet ist, dass die
einzelnen Wellenberge und Wellentäler der beiden Kreppplatten beim Schließen der beiden
Arme nacheinander ineinandergreifen.
EP 2 366 306 A1 offenbart eine Haarstylingvorrichtung mit Krepprollen, die zur Haarbehandlung entlang
der zu behandelnden Haarsträhne entlang gerollt werden. Beim Schließen einer gattungsgemäßen
Haarkreppeinrichtung wird jedoch die zu wellende Strähne gleichzeitig an mindestens
zwei Stellen fixiert und beim weiteren Schließen der Haarkreppeinrichtung beispielsweise
durch einen Wellenberg der ersten Kreppplatte in ein zugehöriges Wellental der zweiten
Kreppplatte gedrückt, wodurch eine nicht unerhebliche Zugbelastung auf das zu wellende
Haar ausgeübt wird. Die Zugbelastung auf das jeweils zu wellende Haar bzw. die zu
wellende Haarsträhne kann dabei so groß werden, dass das Haar nachhaltig geschädigt
wird. Ein weiterer Nachteil bei gattungsgemäßen Haarkreppeinrichtungen ist, dass es
beim gleichzeitigen Kreppen bzw. Wellen mehrerer Haarsträhnen fast unmöglich ist,
die Haarkreppeinrichtung mit nur einer Hand vollständig zu schließen. Erfolgt jedoch
kein vollständiges Schließen der Haarkreppeinrichtung, das heißt kein vollständiges
Einfahren der komplementär zueinander ausgebildeten Wellenberge/-täler der beiden
Kreppplatten, so ist die Umformung bzw. Wellung der Haare deutlich schwächer und damit
das Frisurergebnis oftmals unzureichend bzw. nicht befriedigend.
[0003] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, für eine Haarkreppeinrichtung
der gattungsgemäßen Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere
ein vergleichsweise einfaches Wellen der Haare ermöglicht, ohne diese jedoch zu sehr
zu beanspruchen.
[0004] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, zwei gegenüberliegende
Kreppplatten einer Haarkreppeinrichtung nicht mehr parallel aufeinander zuzubewegen,
sondern schräg, wodurch das zu wellende Haar zunächst an einer ersten Seite, das heißt
beispielsweise im Bereich eines ersten Wellenberges bzw. Wellentals fixiert wird.
Bei einem weiteren Schließen der Haarkreppeinrichtung werden dann die einzelnen Wellenberge
und Wellentäler beider Kreppplatten nacheinander ineinander bewegt, so dass das zu
wellende Haar zu keinem Zeitpunkt dieses Wellprozesses beidseitig eingespannt ist
und dadurch eine übermäßige und auch das Haar nachhaltig schädigende Belastung erfährt.
Vielmehr bleibt es am letzten Wellenberg/Wellental bis zuletzt frei und kann dadurch
nachgezogen werden. Die erfindungsgemäße Haarkreppeinrichtung weist dabei zwei gelenkig
aneinander gelagerte Arme auf, an welchen eine erste bzw. eine zweite Kreppplatte
angeordnet ist. Die jeweilige Kreppplatte besitzt dabei Wellenberge und Wellentäler,
die beim Schließen der beiden Arme, das heißt beim Schließen der Haarkreppeinrichtung,
komplementär ineinandergreifen. Bei geschlossener Haarkreppeinrichtung greift somit
ein Wellenberg der ersten Kreppplatte in ein komplementär dazu ausgebildetes Wellental
der zweiten Kreppplatte ein. Erfindungsgemäß ist nun zumindest eine Lagereinrichtung
zum Lagern einer zugehörigen Kreppplatte am jeweiligen Arm vorgesehen, die derart
ausgebildet ist, dass die einzelnen Wellenberge und Wellentäler der beiden Kreppplatten
beim Schließen der beiden Arme nicht mehr gleichzeitig, sondern nacheinander ineinander
greifen. Durch das Fixieren der zu wellenden Haare an lediglich einer Stelle entfällt
die bisher beim Fixieren der Haare an zwei Punkten auftretende hohe Zugbelastung im
Haar, wodurch gleichzeitig die Haarkreppeinrichtung mit deutlich weniger Kraftaufwand
vollständig geschlossen und das Haar geschont werden kann. Mit der erfindungsgemäßen
Haarkreppeinrichtung lässt sich somit ein einfaches, kraftsparendes und insbesondere
auch haarschonendes Wellen bzw. Kreppen der jeweiligen Haare erreichen, da das zu
wellende Haar auf der noch etwas geöffneten Seite der beiden Kreppplatten leicht nachgezogen
werden kann.
[0006] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung weist die Lagereinrichtung
zumindest zwei Federn auf. Die beiden Federn können dabei gegenüberliegend an einer
ersten und zweiten Längsseite beispielsweise der ersten Kreppplatte angeordnet sein
und diese schräg zum jeweiligen Arm von diesem wegspannen. Die gegenüberliegende Kreppplatte
kann wahlweise fest oder aber ebenfalls über eine derartige Lagereinrichtung in entsprechender
Weise am zweiten Arm angebunden sein. Beim Schließen der beiden Arme werden somit
die beiden Kreppplatten schräg aufeinander zu bewegt, wodurch zunächst ein erster
Wellenberg der ersten Kreppplatte in ein erstes Wellental der zweiten Kreppplatte
eingreift, bevor weitere Wellenberge bzw. Wellentäler ineinandergreifen. Die sich
an den ersten Wellenberg bzw. das erste Wellental anschließenden weiteren Wellentäler
bzw. Wellenberge werden beim weiteren Schließen der Arme somit nacheinander ineinander
geführt, wobei das zu wellende Haar bis zuletzt am letzten Wellenberg bzw. letzten
Wellental nicht fixiert ist und dadurch in diesem Bereich leicht nachgezogen werden
kann. Die beiden Federn der Lagereinrichtung können dabei selbstverständlich eine
unterschiedliche Federhärte und/oder eine unterschiedliche Federlänge aufweisen, wodurch
die jeweilige Schließ- bzw. Ineinandergreifbewegung individuell definiert werden kann.
[0007] Bei einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haarkreppeinrichtung
kann die Lagereinrichtung auch ein keilartiges elastisches Kissen, insbesondere ein
Silikonkissen, aufweisen, welches anstelle der im vorherigen Absatz beschriebenen
Federn eingesetzt wird. Dieses elastische keilförmige Kissen bewirkt dabei wiederum
ein nacheinander erfolgendes Ineinandergreifen der einzelnen Wellenberge und gegenüberliegenden
Wellentäler der beiden Kreppplatten.
[0008] Bei einer weiteren alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung weist
die Lagereinrichtung eine Feder sowie eine Führungseinrichtung auf. Die Feder ist
in diesem Fall an einem ersten Wellenberg/-tal angeordnet und spannt die erste Kreppplatte
vom zugehörigen ersten Arm weg. Die Führungseinrichtung ihrerseits weist einen Halbbogen
auf, der einenends am Anbindungspunkt der Feder an die erste Kreppplatte und anderenends
am letzten Wellenberg/-tal der ersten Kreppplatte angebunden und in einer Führung
am Arm geführt ist. Die Führung ist dabei derart ausgebildet, dass bei einem Schließen
der beiden Arme die erste Kreppplatte zuerst im Bereich der Feder mit der zweiten
Kreppplatte in Kontakt kommt und beim weiteren Schließen der Arme, das heißt beim
Komprimieren der Feder, der Halbbogen derart in der Führung verschoben wird, dass
die erste Kreppplatte um den Anbindungspunkt der Feder an die erste Kreppplatte nunmehr
zur zweiten Kreppplatte gedreht wird, wodurch wiederum die einzelnen Wellenberge/-täler
der beiden Kreppplatten nacheinander ineinandergreifen und dadurch nicht zu einer
unerwünscht hohen und beispielsweise das zu wellende Haar beschädigenden Zugbelastung
führen. Gleichzeitig ist auch bei dieser Ausführungsform ein kraftarmes, vollständiges
Schließen der Kreppeinrichtung möglich. Diese Ausführungsform bietet dabei den großen
Vorteil, dass nur eine Feder und ein Halbbogen vorgesehen sind, so dass keine Verwechslungsgefahr
bei der Fertigung der Haarkreppeinrichtung auftreten kann.
[0009] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist
eine Heizeinrichtung vorgesehen, mit welcher zumindest eine Kreppplatte beheizbar
ist. Um die Wellwirkung und damit auch den Wellprozess zu unterstützen, ist eine Wärmeeinwirkung
auf die wellenden Haare besonders hilfreich, weshalb das Vorsehen zumindest einer
Heizeinrichtung vorteilhaft ist.
[0010] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0011] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0012] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0013] Dabei zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht erfindungsgemäße Haarkreppeinrichtung,
- Fig. 2a
- eine Schnittdarstellung durch die Haarkreppeinrichtung gemäß der Fig. 1 bei geöffneten
Armen,
- Fig. 2b
- eine Darstellung wie in Fig. 2a, jedoch bei geschlossenen Armen,
- Fig. 3
- eine Darstellung wie in Fig. 2a, jedoch bei einer alternativen Ausführungsform einer
Lagereinrichtung,
- Fig. 4
- eine Haarkreppeinrichtung mit einer als elastisches Kissen ausgebildeten Lagereinrichtung.
[0014] Entsprechend den Fig. 1 bis 4 weist eine erfindungsgemäße Haarkreppeinrichtung 1
zwei gelenkig aneinander gelagerte Arme 2, 3 auf, an welchen eine erste Kreppplatte
4 sowie eine zweite Kreppplatte 5 angeordnet ist. Jede der beiden Kreppplatten 4,
5 besitzt eine Struktur mit Wellenbergen 6 und Wellentäler 7 (vgl. auch die Fig. 2
bis 4), die beim Schließen der beiden Arme 2, 3 (vgl. die Fig. 2b und 4) komplementär
ineinandergreifen und dadurch die zwischen den beiden Kreppplatten 4, 5 gelegenen
Haare 8 kreppen/crimpen. Um nun eine Überlastung der Haare 8 beim Kreppen zuverlässig
vermeiden zu können und zudem eine erforderliche Kraft zum Schließen der Haarkreppeinrichtung
1 reduzieren zu können, ist erfindungsgemäß eine Lagereinrichtung 9 zum Lagern einer
zugehörigen Kreppplatte 4, 5, hier jeweils der Kreppplatte 4, am Arm 2 vorgesehen,
die derart ausgebildet ist, dass die einzelnen Wellenberge 6 und Wellentäler 7 der
beiden Kreppplatten 4, 5 beim Schließen der beiden Arme 2, 3 nacheinander ineinandergreifen.
[0015] Betrachtet man somit die Darstellungen 2a und 3 so kann erkennen, dass bei einem
Schließen der beiden Arme 2, 3 zunächst die Haare 8 am ersten Wellenberg 6 bzw. dem
zugehörigen Wellental 7 eingeklemmt werden, wobei bei einem weiteren Schließen der
beiden Arme 2, 3 sich die beiden Kreppplatten 4, 5 langsam aneinander annähern und
dadurch die Haare 8 nacheinander in jeweils zugeordneten Wellenbergen 6 und Wellentälern
7 der beiden Kreppplatten 4, 5 einklemmen. Bei bisherigen aus dem Stand der Technik
bekannten Haarkreppeinrichtungen waren die beiden Kreppplatten parallel zueinander
angeordnet, was zu einem zweiseitigen Fixieren der Haare führte und dadurch beim weiteren
Schließen der Arme eine nicht unerhebliche Belastung der Haare bewirkte, was im ungünstigsten
Fall sogar zu einer nachhaltigen Schädigung der Haare führen konnte. Durch die erfindungsgemäße
Lagereinrichtung 9 ist dieses Problem gelöst, da die Haare 8 beim Schließen der Arme
2, 3 zunächst lediglich im Bereich des ersten, hier linken Wellenbergs bzw. -tals
6, 7 eingeklemmt werden, auf der anderen Seite, das heißt im Bereich des letzten Wellenbergs
bzw. Wellentals 6', 7' jedoch frei sind und dadurch in diesem Bereich nachgezogen
werden können.
[0016] Gemäß der Fig. 2 weist die erfindungsgemäße Lagereinrichtung 9 zumindest zwei Federn
10, 10' auf, die eine unterschiedliche Federlänge aufweisen. Selbstverständlich können
sie zusätzlich oder alternativ auch eine unterschiedliche Federhärte bzw. Federkonstante
aufweisen.
[0017] Die Lagereinrichtung 9 gemäß der Fig. 3 hingegen, weist eine Feder 10 sowie eine
Führungseinrichtung 11 auf, wobei die Führungseinrichtung 11 einen Halbbogen 12 sowie
eine am ersten Arm 2 angeordnete Führung 13 besitzt. Die Feder 10 ist dabei am ersten
Wellenberg/-tal 6, 7 angeordnet und spannt die erste Kreppplatte 4 vom zugehörigen
ersten Arm 2 weg. Der Halbbogen 12 ist einenends am Anbindungspunkt 14 der Feder 10
an die erste Kreppplatte 4 und anderenends am letzten Wellenberg/-tal 6', 7', hier
sogar in einem Zwischenbereich, an die erste Kreppplatte 4 angebunden. Der Halbbogen
12 ist darüber hinaus derart in der Führung 13 am ersten Arm 2 geführt, dass bei einem
Schließen der beiden Arme 2, 3 die erste Kreppplatte 4 zuerst im Bereich der Feder
10 mit der zweiten Kreppplatte 5 in Kontakt kommt und beim weiteren Komprimieren der
Feder 10, das heißt beim weiteren Schließen der Arme 2, 3, der Halbbogen 12 derart
in der Führung 13 verschoben wird, dass die erste Kreppplatte 4 um den Anbindungspunkt
zur zweiten Kreppplatte 5 gedreht wird, wodurch ebenfalls wiederum die einzelnen Wellenberge
und Wellentäler 6, 7 der beiden Kreppplatten 4, 5 nacheinander ineinandergreifen.
Im Vergleich zu der Lagereinrichtung 9 gemäß den Fig. 2a und b weist die Lagereinrichtung
9 gemäß der Fig. 3 den großen Vorteil auf, dass diese keine gleichartigen Bauteile,
wie beispielsweise zwei Federn 10, 10' aufweist, wodurch Fehler bei der Montage ausgeschlossen
werden können.
[0018] Betrachtet man die Fig. 4, so kann man eine Lagereinrichtung 9 erkennen, die in der
Art eines keilförmigen elastischen Kissens 15, insbesondere in der Art eines Silikonkissens,
ausgebildet ist. Ein derartiges elastisches Kissen 15 ist besonders einfach zu fertigen.
Sämtlichen Lagereinrichtungen 9 ist dabei gemein, dass diese die beiden Kreppplatten
4, 5 nicht parallel aufeinander zu bewegen, sondern zuerst am linken Rand und später
am rechten Rand der Darstellungen, wodurch ein zweiseitiges Fixieren der Haare 8 und
damit einerseits ein schweres Schließen der Haarkreppeinrichtung 1 und andererseits
eine unerwünschte hohe Zugbelastung in den Haaren 8 zuverlässig vermieden werden kann.
[0019] Gemäß den Fig. 2 bis 4 ist lediglich immer nur eine Kreppplatte, hier die erste Kreppplatte
4, über eine entsprechende Lagereinrichtung 9 gelagert, wobei selbstverständlich auch
denkbar ist, dass zusätzlich oder alternativ auch die andere Kreppplatte 5 eine dementsprechende
Lagereinrichtung 9 über den zweiten Arm 3 gelagert ist.
[0020] Um die Kreppwirkung zu unterstützen, kann zumindest eine Kreppplatte, hier die Kreppplatte
5, mittels einer Heizeinrichtung 16 beheizt werden. Um darüber hinaus den Kreppvorgang
insgesamt leichter zu gestalten, kann an zumindest einer Kreppplatte 4, 5 eine Oberflächenbeschichtung
vorgesehen sein, insbesondere eine sogenannte Solgel-Beschichtung, eine PVD-Beschichtung,
eine Lackierung oder eine Emailbeschichtung.
[0021] Mit der erfindungsgemäßen Lagereinrichtung 9 ist es somit möglich, die bisher beim
Crimpen bzw. Kreppen und Wellen von Haaren 8 auftretenden Probleme, wie beispielsweise
hoher Kraftaufwand und hohe Belastung für die Haare 8, signifikant zu reduzieren.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1
- Haarkreppeinrichtung
- 2
- erster Arm
- 3
- zweiter Arm
- 4
- erste Kreppplatte
- 5
- zweite Kreppplatte
- 6
- Wellenberg
- 7
- Wellentalerstes/letztes Plattensegment
- 8
- Haare
- 9
- Lagereinrichtung
- 10
- Feder
- 11
- Führungseinrichtung
- 12
- Halbbogen
- 13
- Führung
- 14
- Anbindungspunkt
- 15
- Kissen
- 16
- Heizeinrichtung
1. Haarkreppeinrichtung (1) mit zwei gelenkig aneinander gelagerten Armen (2,3), an welchen
eine erste bzw. zweite Kreppplatte (4,5) angeordnet ist, wobei die jeweilige Kreppplatte
(4,5) Wellenberge (6) und Wellentäler (7) aufweist, die beim Schließen der beiden
Arme (2,3) komplementär ineinandergreifen, wobei zumindest eine Lagereinrichtung (9)
zum Lagern einer zugehörigen Kreppplatte (4,5) am Arm (2,3) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (9) derart ausgebildet ist, dass sich die beiden Kreppplatten
(4,5) schräg aufeinander zu bewegen, wodurch die einzelnen Wellenberge (6) und Wellentäler
(7) der beiden Kreppplatten (4,5) beim Schließen der beiden Arme (2,3) derart nacheinander
ineinandergreifen, dass ein zu wellendes Haar (8) zunächst an einer ersten Seite der
Kreppplatten (4,5) fixiert ist, und bei einem weiteren Schließen der Haarkreppeinrichtung
die einzelnen Wellenberge (6) und Wellentäler (7) beider Kreppplatten (4, 5) sich
nacheinander ineinander bewegen und dadurch die Haare (8) einklemmen.
2. Haarkreppeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (9) zumindest zwei Federn (10,10') aufweist.
3. Haarkreppeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Federn (10,10') der Lagereinrichtung (9) eine unterschiedliche Federhärte
und/oder eine unterschiedliche Federlänge aufweisen.
4. Haarkreppeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (9) eine Feder (10) und eine Führungseinrichtung (11) aufweist.
5. Haarkreppeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (10) an einem ersten Wellenberg/-tal (6,7) angeordnet ist und die zugehörige
erste Krepplatte (4) von dem zugehörigen ersten Arm (2) wegspannt und dass die Führungseinrichtung
(11) einen Halbbogen (12) aufweist, der einenends am Anbindungspunkt (14) der Feder
(10) an die erste Kreppplatte (4) und anderenends am letzten Wellenberg/-tal (6',7')
der ersten Kreppplatte (4) angebunden und in einer Führung (13) derart am Arm (4)
geführt ist, dass bei einem Schließen der beiden Arme (2,3) die erste Krepplatte (4)
zuerst im Bereich der Feder (10) mit der zweite Kreppplatte (5) in Kontakt kommt und
beim weiteren Schließen der Arme (2,3) der Halbbogen (12) derart in der Führung (13)
verschoben wird, dass die erste Kreppplatte (4) um den Anbindungspunkt (14) zur zweiten
Kreppplatte (5) gedreht wird, so dass die einzelnen Wellenberge (6) und Wellentäler
(7) der beiden Kreppplatten (4,5) nacheinander ineinandergreifen.
6. Haarkreppeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (9) ein keilartiges elastisches Kissen (15), insbesondere in
Silikonkissen, aufweist.
7. Haarkreppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine oder beide Kreppplatten (4,5) über eine zugehörige Lagereinrichtung (9)
gelagert sind.
8. Haarkreppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kreppplatte (4,5) mittels einer Heizeinrichtung (16) beheizbar ist.
9. Haarkreppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kreppplatte (4,5) eine Oberflächenbeschichtung aufweist, insbesondere
eine Solgel-Beschichtung, eine PVD-Beschichtung, eine CVD-Beschichtung oder eine Lackierung.
1. Hair crimping device (1) having two arms (2, 3) supported in an articulated manner
on one another, on which a first or second crimping plate (4, 5) is arranged, wherein
the respective crimping plate (4, 5) has wave crests (6) and wave troughs (7), which
interlock in a complementary manner when the two arms (2, 3) are closed, wherein at
least one supporting device (9) for supporting an associated crimping plate (4, 5)
is provided on the arm (2, 3), characterised in that the supporting device (9) is embodied such that the two crimping plates (4, 5) move
in an oblique manner on top of each other, as a result of which the individual wave
crests (6) and wave troughs (7) of the two crimping plates (4, 5) interlock successively
when the two arms (2, 3) are closed such that a lock of hair (8) to be curled is firstly
fixed on a first side of the crimping plate (4, 5), and when the hair crimping device
is closed further, the individual wave crests (6) and wave troughs (7) of both crimping
plates (4, 5) move successively into one another and as a result clamp the air (8).
2. Hair crimping device according to claim 1, characterised in that the supporting device (9) has at least two springs (10, 10').
3. Hair crimping device according to claim 2, characterised in that at least two springs (10, 10') of the supporting device (9) have a different spring
stiffness and/or a different spring length.
4. Hair crimping device according to claim 1, characterised in that the supporting device (9) has a spring (10) and a guiding device (11).
5. Hair crimping device according to claim 4, characterised in that the spring (10) is arranged on a first wave crest/trough (6, 7) and the associated
first crimping plate (4) is biased away from the associated first arm (2) and that
the guiding device (11) has a semi circle (12), which is connected at one end to the
connecting point (14) of the spring (10) on the first crimping plate (4) and at the
other end to the last wave crest/trough (6', 7') of the first crimping plate (4) and
is guided in a guide (13) on the arm (4) such that when the two arms (2, 3) are closed,
the first crimping plate (4) firstly comes into contact with the second crimping plate
(5) in the region of the spring (10) and when the arms (2, 3) are closed further,
the semi circle (4) is moved into the guide (13) such that the first crimping plate
(4) is rotated about the connecting point (14) in relation to the second crimping
plate (5) so that the individual wave crests (6) and wave troughs (7) of the two crimping
plates (4, 5) interlock successively.
6. Hair crimping device according to claim 1, characterised in that the supporting device (9) has a wedge-like elastic cushion (15), in particular a
silicone cushion.
7. Hair crimping device according to one of the preceding claims, characterised in that just one or both crimping plates (4, 5) are supported by way of an associated supporting
device (9).
8. Hair crimping device according to one of the preceding claims, characterized in that at least one crimping plate (4, 5) can be heated by means of a heating device (16).
9. Hair crimping device according to one of the preceding claims, characterised in that at least one crimping plate (4, 5) has a surface coating, in particular a sol-gel
coating, a PVD coating, a CVD coating or a coat of varnish.
1. Dispositif de crêpage des cheveux (1) avec deux bras articulés l'un à l'autre (2,3),
sur lesquels une première resp. une deuxième plaque de crêpage (4, 5) est disposée,
dans lequel la plaque de crêpage respective (4, 5) présente des crêtes d'ondulation
(6) et des creux d'ondulation (7) qui s'engrènent les unes dans les autres de manière
complémentaire lors de la fermeture des deux bras (2, 3), au moins un dispositif de
logement (9) pour le logement d'une plaque de crêpage correspondante (4, 5) étant
prévu sur le bras (2, 3), caractérisé en ce que le dispositif de logement (9) est exécuté de telle sorte que les deux plaques de
crêpage (4, 5) se déplacent en biais l'une par rapport à l'autre, si bien que les
différentes crêtes d'ondulation (6) et creux d'ondulation (7) des deux plaques de
crêpage (4, 5) s'engrènent de telle manière successivement les unes dans les autres
lors de la fermeture des deux bras (2, 3) qu'un cheveu à onduler (8) est d'abord fixé
en un premier côté des plaques de crêpage (4, 5) et, lors d'une fermeture supplémentaire
du dispositif de crêpage des cheveux, les différentes crêtes d'ondulation (6) et creux
d'ondulation (7) des deux plaques de crêpage (4, 5) se déplacent successivement les
unes dans les autres de telle sorte que les cheveux (8) s'en trouvent coincés.
2. Dispositif de crêpage des cheveux selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de logement (9) présente au moins deux ressorts (10, 10').
3. Dispositif de crêpage des cheveux selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins deux ressorts (10, 10') du dispositif de logement (9) présentent une élasticité
différente et/ou une longueur de ressort différente.
4. Dispositif de crêpage des cheveux selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de logement (9) présente un ressort (10) et un dispositif de guidage
(11).
5. Dispositif de crêpage des cheveux selon la revendication 4, caractérisé en ce que le ressort (10) est disposé sur une première/un premier crête/creux (6, 7) et la
première plaque de crêpage correspondante (4) est écartée du premier bras correspondant
(2) et en ce que le dispositif de guidage (11) présente un demi-cercle (12) relié en une extrémité
au point de liaison (14) du ressort (10) à la première plaque de crêpage (4) et en
l'autre extrémité à la dernière/au dernier crête/creux (6', 7') de la première plaque
de crêpage (4) et est introduit de telle manière dans un guide (13) sur le bras (4)
que lors d'une fermeture des deux bras (2, 3), la première plaque de crêpage (4) entre
d'abord en contact dans la zone du ressort (10) avec la deuxième plaque de crêpage
(5) et lors d'une fermeture supplémentaire des bras (2, 3), le demi-cercle (12) est
déplacé de telle manière dans le guide (13) que la première plaque de crêpage (4)
tourne au tour du point de liaison (14) avec la deuxième plaque de crêpage (5) de
sorte que les différentes crêtes d'ondulation (6) et creux d'ondulation (7) des deux
plaques de crêpage (4, 5) s'engrènent successivement les unes dans les autres.
6. Dispositif de crêpage des cheveux selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de logement (9) présente un coussin élastique cunéiforme (15), en particulier
un coussin en silicone.
7. Dispositif de crêpage des cheveux selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que seule une ou les deux plaques de crêpage (4, 5) sont logées via un dispositif de
logement correspondant (9).
8. Dispositif de crêpage des cheveux selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une plaque de crêpage (4, 5) peut être chauffée au moyen d'un dispositif
de chauffage (16).
9. Dispositif de crêpage des cheveux selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une plaque de crêpage (4,5) présente un revêtement de surface, en particulier
un revêtement solgel, un revêtement PVD, un revêtement CVD ou un vernis.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente