[0001] Die Erfindung betrifft eine Holzplatten-Herstellanlage zum Herstellen einer Holzwerkstoffplatte,
insbesondere einer hochdichten Faserplatte, mit (a) einer Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung
zum Herstellen eines Holzwerkstoffplattenrohlings, und (b) einer Digitaldruckvorrichtung
zum Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings. Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft
die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Holzwerkstoffplatte, insbesondere
einer hochdichten Faserplatte, mit den Schritten: (i) Herstellen eines Holzwerkstoffplattenrohlings
und (ii) Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings mit einem Dekor.
[0002] Die Oberflächen von Holzwerkstoffplatten, insbesondere von hochdichten Faserplatten,
weisen eine Färbung auf, die sich von Charge zu Charge und sogar innerhalb einer Charge
verändern kann. Besonders deutlich tritt dieser Effekt bei einer Änderung des zur
Herstellung der Holzwerkstoffplatte verwendeten Holzrezepts und/oder der Bedingung
des thermomechanischen Aufschlusses auf. Daher werden Holzwerkstoffplattenrohlinge
oft vor dem Bedrucken grundiert. Die Grundierung soll dabei sowohl von Platte zu Platte
als auch von Charge zu Charge eine gleichmäßige Färbung sicherstellen, sodass das
nachträgliche Bedrucken zu einem reproduzierbaren Ergebnis führt. Üblicherweise werden
die Holzwerkstoffplattenrohlinge weiß grundiert. Dazu wird der Holzwerkstoffplattenrohling
mit mehreren Aufträgen mit weiß pigmentierten Kunstharzen, beispielsweise Melaminharz,
grundiert. Vor dem Bedrucken wird die Grundierung getrocknet, um den Wasseranteil
im Kunstharz zu senken.
[0003] Es hat sich jedoch herausgestellt, dass trotz der Grundierung bei identischen Druckereinstellungen
mit der Zeit veränderte Druckergebnisse auf dem Holzwerkstoffplattenrohling erzielt
werden, was unerwünscht ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Reproduzierbarkeit beim Bedrucken von
Holzwerkstoffplattenrohlingen zu erhöhen.
[0005] Die Erfindung löst das Problem durch eine gattungsgemäße Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage,
die eine Temperaturmessvorrichtung, die angeordnet ist zum Bestimmen einer Einlauf-Temperatur
des Holzwerkstoffplattenrohlings beim Bedrucken, aufweist.
[0006] Gemäß einem zweiten Aspekt löst die Erfindung das Problem durch ein gattungsgemäßes
Verfahren, bei dem eine Einlauf-Temperatur des Holzwerkstoffplattenrohlings vor dem
Bedrucken bestimmt wird und bei dem ein Temperatur-Warnsignal generiert wird, wenn
die Einlauf-Temperatur außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls liegt.
[0007] Vorteilhaft an der Erfindung ist, dass die hergestellten Holzwerkstoffplatten eine
geringere Farbschwankung aufweisen. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass die Temperatur
des Holzwerkstoffplattenrohlings einen signifikanten Einfluss auf das Druckergebnis
hat. Bei höherer Temperatur fließt die beim Bedrucken aufgespritzte Tinte weniger
weit, da sie aufgrund der höheren Temperatur rascher an Wasser verliert. Bei einer
höheren Temperatur des Holzwerkstoffplattenrohlings steigt daher die Viskosität der
aufgespritzten Tinte schneller an und die Tintentröpfchen haben einen relativ kleinen
Durchmesser. Bei einer niedrigen Temperatur des Holzwerkstoffplattenrohlings hingegen
fällt die Viskosität der Tintentröpfchen langsamer ab, sodass bei ansonsten gleichen
Druckereinstellungen die Tintentröpfchen stärker verlaufen.
[0008] Der beschriebene Effekt führt dazu, dass bei höherer Einlauf-Temperatur das Druckbild
entsättigt erscheint. Bei niedriger Einlauf-Temperatur ergibt sich eine höhere Deckung,
jedoch eine unscharfe Abbildung des gedruckten Motivs. Beide Effekte sind nicht erwünscht.
Durch die Temperaturmessvorrichtung kann die Einlauf-Temperatur überwacht werden,
mit der der Holzwerkstoffplattenrohling in die Digitaldruckvorrichtung einläuft. Das
ermöglicht es, auf Basis der ermittelten Temperatur Einfluss auf die Einlauf-Temperatur
zu nehmen, sodass die Einlauf-Temperatur stets in einem Soll-Intervall gehalten wird.
[0009] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass die gemessene Einlauf-Temperatur
dazu verwendet wird, die Digitaldruckvorrichtung zumindest zeitweise zu deaktivieren,
wenn die Einlauf-Temperatur außerhalb des Soll-Intervalls liegt. So wird verhindert,
dass eine Holzwerkstoffplatte mit einem unbefriedigenden Druck versehen wird und eröffnet
die Möglichkeit, den Holzwerkstoffplattenrohling in einem späteren Arbeitsgang zu
bedrucken. Beides führt zu weniger Ausschuss.
[0010] Es ist ein weiterer Vorteil, dass die Steigerung der Druckqualität mit technisch
einfachen Mitteln erreicht werden kann. Die Messung der Temperatur erfordern nur einen
geringen apparativen Aufwand und kann zudem prozesssicher durchgeführt werden. Der
Vorteil des verbesserten Druckergebnisses muss daher nur mit einem geringen zusätzlichen
apparativen Aufwand erkauft werden.
[0011] Es ist ein weiterer Vorteil, dass detailliertere und zugleich farbgesättigte Dekore
aufdruckbar sind. Durch die Möglichkeit, die Einlauf-Temperatur im Soll-Intervall
zu halten, muss beim Design des Dekors nicht mehr auf die erreichbare Detailtiefe
geachtet werden, sodass auch detaillierte Dekore aufgedruckt werden können. Aufgrund
der Erfindung können daher der Realität noch näher kommende Dekore aufgedruckt werden.
[0012] Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung wird unter der Digitaldruckvorrichtung insbesondere
eine Druckvorrichtung verstanden, mittels der zumindest eine Farbflüssigkeit in kleinen
Tröpfchen so auf den Holzwerkstoffplattenrohling abgegeben werden kann, dass ein Bild
aufgedruckt wird.
[0013] Unter der Temperaturmessvorrichtung wird insbesondere eine Vorrichtung verstanden,
mittels der eine Temperatur zumindest an einer Oberfläche des Holzwerkstoffplattenrohlings
bestimmt werden kann, die in eindeutigem Zusammenhang mit der Einlauf-Temperatur steht.
Unter der Einlauf-Temperatur wird diejenige Temperatur verstanden, die der Holzwerkstoffplattenrohling
hat, wenn er von der Digitaldruckvorrichtung bedruckt wird. In anderen Worten ist
die Einlauf-Temperatur die Temperatur der Oberfläche des Holzwerkstoffplattenrohlings
unmittelbar unterhalb des Druckbalkens.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Temperaturmessvorrichtung an oder
in der Digitaldruckvorrichtung angeordnet. Alternativ ist die Temperaturmessvorrichtung
so angeordnet, dass mittels der Temperaturmessvorrichtung ein Temperaturmesswert erhalten
wird, mittels dem auf die Einlauf-Temperatur mit hinreichender Genauigkeit geschlossen
werden kann.
[0015] Vorzugsweise ist die Temperaturmessvorrichtung in einer Materialflussrichtung vor
der Digitaldruckvorrichtung angeordnet. Es ist jedoch grundsätzlich auch möglich,
dass die Temperaturmessvorrichtung hinter der Digitaldruckvorrichtung angeordnet ist,
wobei die so erhaltenen Temperaturmesswerte in der Regel eine geringere Aussagekraft
haben.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung
eine Grundiervorrichtung zum Grundieren des Holzwerkstoffplattenrohlings, wobei die
Grundiervorrichtung einen Trockner aufweist. Vorzugsweise ist die Temperaturmessvorrichtung
mit dem Trockner zum Regeln einer Trocken-Temperatur verbunden, sodass die Einlauf-Temperatur
durch Verändern der Trocken-Temperatur einstellbar ist.
[0017] Vorzugsweise ist die Grundiervorrichtung eingerichtet zum weißen Grundieren der Holzwerkstoffplatte,
beispielsweise ist die Grundiervorrichtung zum Aufbringen eines pigmentierten, insbesondere
weiß pigmentierten, Kunstharzes, insbesondere eines Melaminharzes, ausgebildet. Derartige
Grundiervorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden daher nicht
weiter beschrieben.
[0018] Da die Grundiervorrichtung in Materialflussrichtung vor der Digitaldruckvorrichtung
angeordnet ist, führt eine Erhöhung der Trocken-Temperatur in aller Regel zu einer
Erhöhung der Einlauf-Temperatur. Es ist daher möglich, die Einlauf-Temperatur durch
Verändern der Trocken-Temperatur zu regeln. Um den Wassergehalt der Grundierung auch
bei variierenden Temperaturen konstant zu halten, ist es möglich und stellt eine bevorzugte
Ausführungsform dar, dass ein den Trocknungsfortschritt beeinflussender Parameter,
beispielsweise eine Luftgeschwindigkeit, mittels der Warmluft über den grundierten
Holzwerkstoffplattenrohling geblasen wird, von einer Regelung oder Steuerung des Trockners
automatisch so gegenläufig zur Temperatur geändert wird, dass sich zwar die Einlauf-Temperatur
ändert, nicht aber die Feuchte der Grundierung.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage
eine Ansteuereinheit, die mit der Temperaturmessvorrichtung und der Digitaldruckvorrichtung
verbunden ist und die eingerichtet ist zum automatischen Generieren eines Temperatur-Warnsignals,
wenn die Einlauf-Temperatur außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls liegt und/oder
zum automatischen Unterbrechen des Bedruckens, wenn die Einlauf-Temperatur außerhalb
des vorgegebenen Soll-Intervalls liegt. Es ist möglich, dass das Temperatur-Warnsignal
in ein vom Menschen wahrnehmbares Signal umgewandelt wird. Das ermöglicht es einem
Maschinenführer, Einfluss auf die Produktionsbedingungen zu nehmen, sodass die Einlauf-Temperatur
in das vorgegebene Soll-Intervall bringbar ist. Das Unterbrechen des Bedruckens führt
zwar dazu, dass keine Holzwerkstoffplatte hergestellt wird, ermöglicht es aber, die
Holzwerkstoffplatte in einem nachgeschalteten Arbeitsschritt bei richtiger Temperatur
zu bedrucken.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Temperaturmessvorrichtung zumindest
drei räumlich beabstandete Temperatursensoren und ist eingerichtet zum Bestimmen einer
Temperaturdifferenz zwischen zumindest zwei der beabstanderen Temperatursensoren und
zum Generieren eines Temperaturdifferenzwarnsignals, wenn die Temperaturdifferenz
außerhalb eines vorgegebenen Temperatur-Intervalls liegt. Vorzugsweise sind die Temperatursensoren
so angeordnet, dass die Temperaturdifferenz über eine Breite des Holzwerkstoffplattenrohlings
bestimmt werden kann. Die Breite des Holzwerkstoffplattenrohlings ist dabei diejenige
Erstreckung, die senkrecht zur Materialflussrichtung verläuft. Grundsätzlich ist es
anzustreben, dass der Holzwerkstoffplattenrohling über seine komplette Breite einen
möglichst geringen Temperaturgradienten aufweist. Wird der Temperaturgradient zu groß
und damit die Temperaturdifferenz, variiert das Druckergebnis über die Breite der
Holzwerkstoffplatte, was unerwünscht ist.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Temperaturmessvorrichtung eingerichtet
zum Bestimmen eines Temperaturverlaufs über die Breite des Holzwerkstoffplatterohlings
und zum Bestimmen einer maximalen Temperaturdifferenz zwischen zwei Orten entlang
der Breitenerstreckung. Liegt die so errechnete Temperaturdifferenz außerhalb des
vorgegebenen Temperaturdifferenz-Intervalls, wird beispielsweise ein Warnsignal ausgegeben.
Alternativ oder zusätzlich wird eine in Materialflussrichtung vor der Temperaturmessvorrichtung
angeordnete Komponente der Holzplatten-Herstellvorrichtung so angesteuert, dass die
maximale Temperaturdifferenz verringert wird. Beispielsweise umfasst die Temperaturmessvorrichtung
eine Thermokamera.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Trockner ausgebildet zum lokalen
Erwärmen des Holzwerkstoffplattenrohlings und so mit der Temperaturmessvorrichtung
verbunden, dass die Temperaturdifferenz verminderbar ist. Beispielsweise kann der
Trockner mit Warmluft betrieben sein und mehrere Austrittsdüsen aufweisen, durch die
warme Luft ausströmt. Wird nun beispielsweise detektiert, dass die rechte Kante des
Holzwerkstoffplattenrohlings zu kalt ist, kann die Düse über dieser Kante weiter geöffnet
werden, sodass mehr heiße Luft auf den Holzwerkstoffplattenrohling gelangt und diesen
daher stärker erwärmt. Auf diese Weise wird die Temperaturdifferenz vermindert. Alternativ
oder zusätzlich kann die Temperatur der Luft verändert werden.
[0023] In anderen Worten ist es besonders günstig, wenn die Temperaturmessvorrichtung ausgebildet
ist zum Bestimmen eines Temperaturverlaufs über die Breite des Holzwerkstoffplattenrohlings,
wobei der Trockner mit der Temperaturmessvorrichtung verbunden und eingerichtet ist
zum Erwärmen des Holzwerkstoffplattenrohlings, sodass der Temperaturverlauf möglichst
wenig von einem Soll-Temperaturverlauf abweicht. In aller Regel wird der Soll-Temperaturverlauf
eine gleichmäßige Temperatur über die volle Breite des Holzwerkstoffplattenrohlings
sein.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Holzplatten-Herstellanlage eine
Temperiereinheit, die ausgebildet ist zum Bringen des Holzwerkstoffplattenrohlings
zumindest an seiner Oberfläche auf eine vorgegebene Einlauf-Temperatur und/oder zum
Bringen des Holzwerkstoffplattenrohlings zumindest an seiner Oberfläche auf eine vorgegebene
Einlauf-Temperatur-Verteilung. Mittels einer solchen Temperiereinheit können unerwünschte
Temperatur-Abweichungen, die der Holzwerkstoffplattenrohling nach Verlassen der Grundiereinheit
hat, ausgeglichen werden, sodass die Einlauf-Temperatur und/oder der Einlauf-Temperaturverlauf
zeitlich konstant sind. Unter dem Merkmal, dass die Einlauf-Temperatur zeitlich konstant
ist, wird eine technische Konstanz verstanden, das heißt, dass Temperaturschwankungen
zwar unvermeidlich sind, ein vorgegebene Soll-Intervall aber nicht verlassen.
[0025] Vorzugsweise umfasst die Temperiereinheit lokal wirksame Wärmeaufbringelemente, mittels
derer zumindest die Oberfläche des Holzwerkstoffplattenrohlings auf eine vorgegebene
Einlauf-Temperatur erwärmbar ist. Beispielsweise sind die Wärmeaufbringelemente Wärmestrahlelemente
oder Warmluftquellen zum Abgeben von warmer Luft.
[0026] Alternativ oder zusätzlich umfasst die Temperiereinheit lokal wirksame Kühlelemente,
mittels derer zumindest die Oberfläche des Holzwerkstoffplattenrohlings lokal auf
die vorgegebene Einlauf-Temperatur kühlbar ist. Beispielsweise sind die Kühlelemente
Kaltgasquellen zum Abgeben eines kühlenden Gases, insbesondere Luft.
[0027] Unter dem Merkmal, dass ein Wärmeaufbringelement oder Kühlelement lokal wirksam ist,
wird insbesondere verstanden, dass der Holzwerkstoffplattenrohling mittels der Wärmeaufbringelemente
auf einem Breitenabschnitt von höchstens einem Drittel seiner Breite so erwärmbar
oder kühlbar ist, dass eine so bewirkte Temperaturänderung in diesem Breitenabschnitt
zumindest das Doppelte einer Temperaturänderung in einem benachbarten Breitenabschnitt
beträgt.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigt
- Figur 1
- einen Ablaufplan einer erfindungsgemäßen Holzplatten-Herstellanlage.
[0029] Figur 1 zeigt schematisch eine Holzplatten-Herstellanlage 10, die eine Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung
12 und eine Digitaldruckvorrichtung 14 umfasst. In einer Materialflussrichtung R hinter
der Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung 12 ist ein Lager 16 angeordnet,
in dem die Holzwerkstoffplattenrohlinge 18.1, 18.2, ... zwischengelagert werden. In
Materialflussrichtung R hinter dem Lager 16 ist eine Schleifanlage 20 angeordnet,
mittels der die Holzwerkstoffplattenrohlinge 18 an zumindest einer Seite geschliffen
werden. So wird eine reproduzierbar ebene Oberfläche erhalten.
[0030] In Materialflussrichtung R hinter der Schleifanlage 20 ist eine Grundiervorrichtung
22 angeordnet, die beispielsweise eine Auftragswalze 24 umfasst, mittels der ein pigmentiertes
Kunstharz 26,das über eine Zuführung 28 zugeführt wird, auf den Holzwerkstoffplattenrohling
18 aufgebracht wird. Hinter der Auftragswalze 24 ist ein Trockner 30 angeordnet.
[0031] Im Teilbild unten ist ein Schnitt gemäß der Linie A-A angeordnet. Es ist zu erkennen,
dass der Trockner 30 eine Mehrzahl an Heizelementen 32.1, 32.2, ... umfasst, die entlang
einer Breitenerstreckung B des Holzwerkstoffplattenrohlings 18 angeordnet sind. Jedes
Heizelement 32 (Bezugszeichen ohne Zählsuffix beziehen sich jeweils auf alle entsprechenden
Objekte) ist individuell in seiner Heizleistung und/oder seiner Temperatur steuerbar
oder regelbar, sodass eine Temperatur T des Holzwerkstoffplattenrohlings 18 an seiner
Oberfläche O in Abhängigkeit von einer Querkoordinate y, die entlang der Breite B
verläuft, veränderbar ist.
[0032] In Materialflussrichtung R hinter dem Trockner 30 kann eine Temperiereinheit 31 angeordnet
sein, die lokal wirksame Kühlelemente 33.1, 33.2, 33.3 ... aufweist, mittels derer
zumindest die Oberfläche O des Holzwerkstoffplattenrohlings 18 lokal auf eine vorgegebene
Temperatur T(y) kühlbar ist. Das ist im Teilbild zum Schnitt D-D gezeigt. Beispielsweise
sind die Kühlelemente 33 Gebläse zum Abgeben eines gerichteten Kühlgasstroms aus einem
Kühlgas 35, beispielsweise Luft, auf die Oberfläche O. Es ist möglich, dass dazu Umgebungsluft
verwendet wird, die meist ungekühlt verwendet werden kann.
[0033] Es ist möglich, dass der Trockner 30 nicht zum Einstellen einer lokalen Temperatur
ausgebildet ist. In diesem Fall kann die Temperiereinheit 31 neben den Kühlelementen
33 die Heizelemente 32 aufweisen. Selbstverständlich ist es möglich, dass die Temperiereinheit
31 nur Kühlelemente oder nur Heizelemente aufweist.
[0034] Durch das Erwärmen und/oder Kühlen ergibt sich eine Temperatur-Verteilung T(y), die
so gewählt ist, dass sich am Ort eines Druckkopfs 15 der Digitaldruckvorrichtung 14
eine vorgegebene Einlauf-Temperatur T
14 oder ein vorgegebener Einlauf-Temperaturverlauf T
14(y) einstellt. Wie die Temperatur-Verteilung T(y) einzustellen ist, so dass sich der
vorgegebene Einlauf-Temperaturverlauf T
14(y) ergibt, wird in Vorversuchen ermittelt. In der Regel wird als Einlauf-Temperaturverlauf
T
14(y) eine möglichst gleichmäßige Temperatur für alle y-Positionen angestrebt.
[0035] In Materialflussrichtung R hinter dem Trockner 30 ist die Digitaldruckvorrichtung
14 angeordnet. In Materialflussrichtung R vor der Digitaldruckvorrichtung 14 befindet
sich eine Temperaturmessvorrichtung 34. Die Temperaturmessvorrichtung 34 umfasst zumindest
einen Temperatursensor 36, im vorliegenden Fall besitzt die Temperaturmessvorrichtung
34 mehrere Temperatursensoren 36.1, 36.2, .... Mittels der Temperatursensoren 36 kann
die Temperatur T ortsaufgelöst bezüglich einer Breitenerstreckung des Holzwerkstoffplattenrohlings
18 gemessen werden, wie im unteren Teilbild schematisch dargestellt ist. Bei den Temperatursensoren
36 handelt es sich vorzugsweise um berührungslos arbeitende Infrarotsensoren, die
die Wärmestrahlung des Holzwerkstoffplattenrohlings 18, die durch die Pfeile schematisch
angedeutet ist, detektieren.
[0036] Die Holzplatten-Herstellanlage 10 umfasst eine Ansteuereinheit 38, die mit der Temperaturmessvorrichtung
34 und der Digitaldruckvorrichtung 14 verbunden ist. Die Ansteuereinheit 38 liest
die Temperatursensoren 36.1, 36.2, ... 36.n aus, wobei n eine natürliche Zahl ist.
Aus den ausgelesenen Temperaturen T(x
i) mit i=1,2,..., n wird eine Einlauftemperatur T
14 berechnet, beispielsweise durch Bilden des arithmetischen Mittelwerts. Sofern die
Temperaturmessvorrichtung 34 nur einen Temperatursensor 36 aufweist, ist die von diesem
Temperatursensor gemessene Temperatur T gleich der Einlauf-Temperatur T
14, wenn der Abstand zwischen der Temperaturmessvorrichtung 34 und dem Ort, an dem der
Holzwerkstoffplattenrohling 18 bedruckt wird, hinreichend klein ist.
[0037] Liegt die Temperatur T für einen oder mehrere der Temperatursensoren 36 unterhalb
einer vorgegebenen Soll-Temperatur T
Soll, so steuert die Ansteuereinheit 38, die auch mit dem Trockner 30 verbunden ist, die
Heizelemente 32 so an, dass die Temperatur T des Holzwerkstoffplattenrohlings 18 sich
zumindest an den Stellen erhöht, an denen die Temperatur zu niedrig ist. Umfasst die
Temperaturmessvorrichtung 34 nur einen Temperatursensor oder umfasst die Temperaturmessvorrichtung
34 mehrere Temperatursensoren, die jedoch nicht ortsaufgelöst messen, so kann der
Trockner 30 nur ein Heizelement aufweisen, beispielsweise ein Heißluftgebläse.
[0038] Die Ansteuereinheit 38 ist zudem mit der Digitaldruckvorrichtung 14 verbunden. Liegt
die Einlauf-Temperatur T
14 außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls I=[T
min, T
max] mit der vorgegebenen Minimaltemperatur T
min und der vorgegebenen MaximalTemperatur T
max, so wird das Drucken unterbrochen, sodass das Aufbringen von Tinte 40 unterbrochen
wird und der Holzwerkstoffplattenrohling 18 unbedruckt bleibt.
[0039] In Materialflussrichtung R hinter der Digitaldruckvorrichtung 14 ist eine Trockenvorrichtung
42 angeordnet, mittels der die Tinte und die Grundierung getrocknet werden. Danach
werden die entstandenen Holzwerkstoffplatten in einem Lager 44 gelagert und danach,
in einer Beschichtungsanlage 46 beispielsweise mittels der Flüssig-Overlay-Technologie
mit einer Abrasionsschutzschicht endbeschichtet, so dass eine fertige Holzwerkstoffplatte
48 entsteht.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 10
- Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage
- 12
- Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung
- 14
- Digitaldruckvorrichtung
- 15
- Druckkopf
- 16
- Lager
- 18
- Holzwerkstoffplattenrohling
- 20
- Schleifanlage
- 22
- Grundiervorrichtung
- 24
- Auftragsvolumen
- 26
- Kunstharz
- 28
- Zuführung
- 30
- Trockner
- 31
- Temperiereinheit
- 32
- Heizelement
- 33
- Kühlelement
- 34
- Temperaturmessvorrichtung
- 35
- Kühlgas
- 36
- Temperatursensor
- 38
- Ansteuereinheit
- 40
- Tinte
- 42
- Trockenvorrichtung
- 44
- Lager
- 46
- Beschichtungsanlage
- 48
- Holzwerkstofifplatte
- B
- Breite
- I
- Soll-Intervall
- n
- natürliche Zahl
- R
- Materialflussrichtung
- O
- Oberfläche
- T
- Temperatur
- T14
- Einlauf-Temperatur
- TSoll
- Solltemperatur
1. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage zum Herstellen einer Holzwerkstoffplatte (48),
insbesondere einer hochdichten Faserplatte, mit
(a) einer Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung (12) zum Herstellen eines
Holzwerkstoffplattenrohlings (18) und
(b) einer Digitaldruckvorrichtung (14) zum Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings
(18),
gekennzeichnet durch
(c) eine Temperaturmessvorrichtung (34), die angeordnet ist zum Bestimmen einer Einlauf-Temperatur
(T14) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) beim Bedrucken.
2. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung (12) eine Grundiervorrichtung
(22) zum Grundieren des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) umfasst, wobei die Grundiervorrichtung
(22) einen Trockner (30) aufweist, und dass
- die Temperaturmessvorrichtung (34) mit dem Trockner (30) zum Regeln einer Trocken-Temperatur
(T) verbunden ist, so dass die Einlauf-Temperatur (T14) durch Verändern der Trocken-Temperatur einstellbar ist.
3. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Ansteuereinheit (38), die
- mit der Temperaturmessvorrichtung (34) und der Digitaldruckvorrichtung (14) verbunden
ist und
- eingerichtet ist zum automatischen Generieren eines Temperatur-Warnsignals, wenn
die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt und/oder zum automatischen
Unterbrechen des Bedruckens, wenn die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt.
4. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturmessvorrichtung (34)
- zumindest drei räumlich beabstandete Temperatursensoren (36.1, 36.2, 36.3) aufweist
und
- eingerichtet ist zum Bestimmen einer Temperaturdifferenz und zum Generieren eines
Temperaturdifferenz-Warnsignals, wenn die Temperaturdifferenz außerhalb eines vorgegebenen
Temperaturdifferenz-Intervalls liegt.
5. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Trockner (30) ausgebildet ist zum lokalen Erwärmen des Holzwerkstoffplattenrohlings
(18) und
- so mit der Temperaturmessvorrichtung (34) verbunden ist, dass die Temperaturdifferenz
verminderbar ist.
6. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Temperiereinheit (31), die ausgebildet ist zum Bringen des Holzwerkstoffplattenrohlings
(18) zumindest an seiner Oberfläche (O) auf eine vorgegebene Temperatur (T) und/oder
eine vorgegebene Temperatur-Verteilung (T(y)).
7. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiereinheit (31) lokal wirksame Heizelemente (32) aufweist, mittels derer
zumindest die Oberfläche (O) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) lokal auf eine
vorgegebene Temperatur (T) erwärmbar ist.
8. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiereinheit (31) lokal wirksame Kühlelemente (33) aufweist, mittels derer
zumindest die Oberfläche (O) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) lokal auf die vorgegebene
Temperatur (T) kühlbar ist.
9. Verfahren zum Herstellen einer Holzwerkstoffplatte (48), insbesondere einer hochdichten
Faserplatte, mit den Schritten:
(i) Herstellen eines Holzwerkstoffplattenrohlings (18) und
(ii) Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings mit einem Dekor, gekennzeichnet durch die Schritte:
(iii) Bestimmen einer Einlauf-Temperatur (T14) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) vor dem Bedrucken und
(iv) Generieren eines Temperatur-Warnsignals, wenn die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedrucken unterbrochen wird, wenn die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- vor dem Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) Grundieren des Holzwerkstoffplattenrohlings,
wobei das Grundieren ein Trocknen bei einer Trocken-Temperatur (T) umfasst und
- Regeln der Trocken-Temperatur, so dass die Einlauf-Temperatur (T14) im Soll-Intervall (I) liegt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- Bestimmen einer Temperaturdifferenz an räumlich beabstandeten Stellen bezüglich
einer Querrichtung, die senkrecht zu einer Materialflussrichtung (R) verläuft,
- Regeln einer örtlichen Verteilung der Trocken-Temperatur (T), so dass die Temperaturdifferenz
in einem vorgegebenen Temperaturdifferenz-Intervall liegt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
gekennzeichnet durch den Schritt:
Temperieren des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) zumindest an seiner Oberfläche auf
eine Einlauf-Temperatur (T14), die innerhalb des vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt, wenn die Einlauf-Temperatur
(T14) außerhalb des vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage zum Herstellen einer Holzwerkstoffplatte (48),
insbesondere einer hochdichten Faserplatte, mit
(a) einer Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung (12) zum Herstellen eines
Holzwerkstoffplattenrohlings (18) und
(b) einer Digitaldruckvorrichtung (14) zum Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings
(18),
(c) wobei die Holzwerkstoffplattenrohling-Herstellvorrichtung (12) eine Grundiervorrichtung
(22) zum Grundieren des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) umfasst und
(d) wobei die Grundiervorrichtung (22) einen Trockner (30) aufweist, gekennzeichnet durch
(e) eine Temperaturmessvorrichtung (34), die
- angeordnet ist zum Bestimmen einer Einlauf-Temperatur (T14) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) beim Bedrucken und
- mit dem Trockner (30) zum Regeln einer Trocken-Temperatur (T) verbunden ist, so
dass die Einlauf-Temperatur (T14) durch Verändern der Trocken-Temperatur einstellbar ist.
2. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine Ansteuereinheit (38), die
- mit der Temperaturmessvorrichtung (34) und der Digitaldruckvorrichtung (14) verbunden
ist und
- eingerichtet ist zum automatischen Generieren eines Temperatur-Warnsignals, wenn
die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt und/oder zum automatischen
Unterbrechen des Bedruckens, wenn die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt.
3. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturmessvorrichtung (34)
- zumindest drei räumlich beabstandete Temperatursensoren (36.1, 36.2, 36.3) aufweist
und
- eingerichtet ist zum Bestimmen einer Temperaturdifferenz und zum Generieren eines
Temperaturdifferenz-Warnsignals, wenn die Temperaturdifferenz außerhalb eines vorgegebenen
Temperaturdifferenz-Intervalls liegt.
4. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Trockner (30) ausgebildet ist zum lokalen Erwärmen des Holzwerkstoffplattenrohlings
(18) und
- so mit der Temperaturmessvorrichtung (34) verbunden ist, dass die Temperaturdifferenz
verminderbar ist.
5. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Temperiereinheit (31), die ausgebildet ist zum Bringen des Holzwerkstoffplattenrohlings
(18) zumindest an seiner Oberfläche (O) auf eine vorgegebene Temperatur (T) und/oder
eine vorgegebene Temperatur-Verteilung (T(y)).
6. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiereinheit (31) lokal wirksame Heizelemente (32) aufweist, mittels derer
zumindest die Oberfläche (O) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) lokal auf eine
vorgegebene Temperatur (T) erwärmbar ist.
7. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiereinheit (31) lokal wirksame Kühlelemente (33) aufweist, mittels derer
zumindest die Oberfläche (O) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) lokal auf die vorgegebene
Temperatur (T) kühlbar ist.
8. Verfahren zum Herstellen einer Holzwerkstoffplatte (48), insbesondere einer hochdichten
Faserplatte, mit den Schritten:
(i) Herstellen eines Holzwerkstoffplattenrohlings (18) und
(ii) Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings mit einem Dekor,
(iii) vor dem Bedrucken des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) Grundieren des Holzwerkstoffplattenrohlings,
wobei das Grundieren ein Trocknen bei einer Trocken-Temperatur (T) umfasst,
gekennzeichnet durch die Schritte:
(iv) Bestimmen einer Einlauf-Temperatur (T14) des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) vor dem Bedrucken,
(v) Regeln der Trocken-Temperatur, so dass die Einlauf-Temperatur (T14) in einem Soll-Intervall (I) liegt und
(vi) Generieren eines Temperatur-Warnsignals, wenn die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls liegt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedrucken unterbrochen wird, wenn die Einlauf-Temperatur (T14) außerhalb eines vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- Bestimmen einer Temperaturdifferenz an räumlich beabstandeten Stellen bezüglich
einer Querrichtung, die senkrecht zu einer Materialflussrichtung (R) verläuft,
- Regeln einer örtlichen Verteilung der Trocken-Temperatur (T), so dass die Temperaturdifferenz
in einem vorgegebenen Temperaturdifferenz-Intervall liegt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch den Schritt: Temperieren des Holzwerkstoffplattenrohlings (18) zumindest an seiner
Oberfläche auf eine Einlauf-Temperatur (T14), die innerhalb des vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt, wenn die Einlauf-Temperatur
(T14) außerhalb des vorgegebenen Soll-Intervalls (I) liegt.