[0001] Die Erfindung betrifft eine Erstverschlusssicherung, insbesondere für einen eimerartigen
Behälter mit Deckel gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Insbesondere verderbliche und leicht volatile Produkte können sich, was ihren gewünschten
Zustand und ihre gewünschten Eigenschaften betrifft, über eine gewisse Halte-bzw.
Transport- oder Verweilzeit verschlechtern, wenn sie ohne weiteres der Atmosphäre
bzw. atmosphärischen Einflüssen, insbesondere Feuchtigkeit oder Verschmutzung, vor
Verwendung ausgesetzt sind. Insbesondere Produkte, die volatil sind, weisen Komponenten
auf, die verdunsten oder entweichen, insbesondere zu einem Eintrocknen der Produkte
führen können, so dass sich eine Zustandsänderung der in Behälter aufgenommenen Materialien
ergibt, die in der Regel zu einer Verschlechterung der Eigenschaften führt.
[0003] Nicht zuletzt aus diesem Grund sind sogenannte Erstverschlusseinrichtungen bekannt,
die ein versehentliches oder auch bewusstes Öffnen eines solchen im anfänglichen Schließzustand
abgedichteten Behälters dem Käufer anzeigen und damit eine Garantie dafür geben, dass
der Käufer Produkte im Handel erhält, die nach Schließung des Deckels im Werk noch
nicht unbefugt geöffnet worden sind.
[0004] Derartige Sicherungseinrichtungen zeichnen sich üblicherweise durch Sicherungsbänder
aus, die am unteren Deckelrand angeordnet und über eine aufreißbare Schwachstelle
mit dem Deckel verbunden sind. Diese Schwachstellen werden in an sich bekannterweise
durch Perforationen, Materialschwächungen, insbesondere dickenreduzierte Filmscharniere
gebildet, die nach einem unbefugten Handling mit dem Versuch der Abnahme des Deckels
zu einem Abreißen des Sicherungsbandes beim Öffnen des Deckels führen, so dass eine
Manipulation ohne weiteres von außen her ersichtlich ist.
[0005] Nach einem bekannten Stand der Technik (
EP 0 604 169 A1) weist der Behälter im Bereich der Behälteröffnung, die mit einem Deckel verschließbar
ist, einen zweiwandig ausgebildeten umlaufenden Rand auf, in dem der Deckel mit einem
nach unten gerichteten Deckelflansch eintaucht und über Rastnasen verriegelt ist.
Oberhalb der Rastnasen befindet sich eine Schwachstelle, die bei unbefugtem Öffnen
des Deckels ein Abreißen mit sich bringt. Über dem Umfang verteilt sind im Deckel
Ausnehmungen, insbesondere drei Ausnehmungen vorgesehen, die für das Ansetzen eines
Werkzeugs gedacht sind, um den Deckel gezielt öffnen zu können. Dabei wird das Werkzeug
in eine der Ausnehmungen eingesteckt. Durch Kippen des Werkzeugs nach unten erfolgt
eine Anhebung des Deckels und damit ein Aufreißen der Schwachstelle. Allerdings ist
es bei der zweiwandigen Ausbildung des oberen Behälterrandes auch möglich, dass außerhalb
der Ausnehmungen im Deckel ein entsprechend schmales Werkzeug angesetzt wird, welches
zu einem Aushebeln des Deckels führen kann, ohne dass die Schwachstelle einreißen
würde. Insoweit ist keine einwandfreie Erstverschlusssicherung gewährleistet. Ein
vergleichbarer Sachverhalt ergibt sich im Übrigen aus der
WO 95/06600 bzw. der
DE 102 60 225 A1. Auch in diesen Fällen ist ein Aushebeln des Deckels ohne Zerstörung des Garantie-
bzw. Sicherungsbandes am Deckelrand möglich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine zuverlässige und weitgehend gegen ein Aushebeln
gesicherte Erstverschlusssicherung von Behältern zu schaffen, die mit einem Deckel
mit Sicherungsband verschließbar sind. Zugleich soll der Aufbau vergleichsweise einfach
und auch robust sein.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung durch
die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale gekennzeichnet sind.
[0008] Nach Maßgabe der Erfindung weist der obere Behälterrand eine nach oben vorstehende
umlaufend angeordnete Zunge auf, die in eine vorzugsweise komplementäre Ausnehmung
am Rand des Deckels eintaucht, diese ist vorzugsweise außen durch einen nach unten
gerichteten Deckelflansch begrenzt, der von außen die Zunge übergreift. In Schließstellung
des Deckels, sind Zunge und Flansch vorzugsweise miteinander im Bereich der Steckaufnahme
der Zunge miteinander verrastet und zwar durch eine Rasteinrichtung, die vorzugsweise
durch Rastnasen gebildet ist, die in entsprechend komplementäre Rastausnehmungen eingreifen.
Der untere Rand des übergreifenden Deckelflansches ist als Schürze ausgebildet, die
in eine komplementäre Ausnehmung am oberen Behälterrand eintaucht und zwar vorzugsweise
im Wesentlichen passgenau bzw. passgerecht und zwar derart, dass die Deckelschürze
in der Ausnehmung beidseitig, das heißt innen und außen durch die gegenüberliegenden
Seitenwände der Ausnehmung eingekammert und damit vorzugsweise eingespannt ist. Dadurch
kann der Deckelrand bei einem Innendrucktest nicht nach außen (aufgeblasen) aufgeweitet
werden. Ferner ist dadurch selbst mit einem sehr schmalen Werkzeug ein Aushebeln des
Deckels ohne damit einhergehende Zerstörung des Garantie- bzw. Sicherungsverschlusses
nicht möglich. Infolge der Einkammerung kann bein Einführung eines Werkzeugs die eintauchende
Schürze nicht ausweichen, so dass ein Aushebeln nicht möglich ist. Dies wird alleine
schon dadurch erreicht, dass die Schürze entsprechend tief in die Ausnehmung eintaucht.
Zweckmäßig ist auch, dass Zunge und Flansch oberhalb der Schürze miteinander durch
eine Rasteinrichtung verrastet sind, wobei die Zunge ebenfalls als Steckzunge in die
entsprechende Ausnehmung im Deckel eintaucht und damit auch ein Ausweichen im Wesentlichen
verhindert wird.
[0009] In weiterer vorteilhafter Ausbildung ist die Schürze beidseitig in Anlage an die
Innen- und Außenwand der Ausnehmung gekammert, was zum einen die Einführung eines
Werkzeugs bei Manipulationen erschwert, bzw. zumindest zu von außen ohne weiteres
erkennbare Beschädigungen führen würde, insbesondere aber ein Aushebeln in sicherer
Weise unterbindet, da die Schürze fest innerhalb der Ausnehmung kammerartig gefasst
und eingespannt ist.
[0010] Zweckmäßig ist ferner, dass die Schwachstelle im Bereich der oberen Stirnseite des
Randflansches, von dem aus die Zunge nach oben vorsteht, und zwar in Richtung der
Behälterwand nach oben, unterhalb der Rasteinrichtung und zwar insbesondere unterhalb
der unten liegenden Rastnase angeordnet ist. Insbesondere erfolgt die Anordnung der
Schwachstelle nahe der Oberseite des Randflansches. Auch dies erschwert jedwedes Aushebeln
bzw. Manipulieren des Verschlusses ohne dass dies nicht ohne weiteres von außen her
sichtbar wäre.
[0011] Auch die weiteren Maßnahmen der Unteransprüche wirken in diesem Zusammenhang, insbesondere
die in den Ansprüchen angegebene Bemessung der Eintauchtiefe von Zunge und Schürze
zueinander bzw. vorzugsweise die Festlegung der Einstecktiefe der Schürze zur Breite
der Schürze selbst. Ferner ist es zweckmäßig, wenn die Breite bzw. die mittlere Breite
der Zunge im Wesentlichen der Breite der Ausnehmung bzw. der Schürze entspricht.
[0012] Zweckmäßigerweise wird sowohl der Deckel wie auch der Behälter bzw. Eimer aus Kunststoff
gebildet und zwar insbesondere jeweils einstückig.
[0013] Obgleich bzgl. der Rasteinrichtung die Anzahl der Rastnasesen bzw. dergleichen Riegelelemente
nicht beschränkt ist, ist es bevorzugt, zwei übereinander oberhalb der Schwachstelle
angeordnete Rastnasen vorzugsweise an der Zunge (auch umgekehrt möglich) vorzusehen.
Zweckmäßigerweise ist die untere Rastnase hierbei möglichst nahe der oberen Stirnseite
des Randflansches angeordnet.
[0014] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben, in welcher
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Eimers
- Fig. 2
- einen Teilschnitt des oberen Rands des als Eimer ausgebildeten Behälters mit Deckel
nach Fig. 1
zeigt.
[0015] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Behälter ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
(nicht einschränkend) als Eimer 1 ausgebildet. Der in Figur 2 vergrößert dargestellte
obere Rand des Eimers begrenzt eine Öffnung 3, die zur Befüllung des Eimers und auch
zur Entnahme bzw. zum Austrag darin befindlicher Materialien oder Flüssigkeiten dient.
Der Behälter bzw. Eimer 1 ist durch einen Deckel 5 geschlossen, wobei die Figuren
die Schließstellung des Deckels auf dem Eimer 1 darstellen.
[0016] Der Rand des Deckels 5 weist eine hier umlaufend ausgebildete, vorzugsweise nutartige
Ausnehmung 7 auf, die eine Einsteckaufnahme bildet. Im Einzelnen taucht in Schließstellung
des Deckels 5 eine am Öffnungsrand des Eimers 1 ausgebildete und über den oberen Rand
des Behälters nach oben vorspringende Zunge 9 auf. Die Ausnehmung 7 ist außen durch
einen nach unten gerichteten, hier vorzugsweise ebenfalls zungenartigen Deckelflansch
11 begrenzt der, wie die Figur 2 ausweist, die Zunge vorzugsweise passgerecht von
außen übergreift.
[0017] Deckel und Behälter sind in Schließstellung durch mindestens eine Rasteinrichtung
verrastet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind an der eintauchenden Zunge 9
außenseitig zwei übereinander angeordnete Rastnasen 13 und 15 dargestellt, die in
komplementäre Rastausnehmungen 17 und 19 des Deckelflansches 11 eingreifen. Da der
Behälter und der Deckel vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet sind, weicht der Deckelflansch
11 beim Aufsetzen des Deckels etwas nach außen aus, so dass der Deckel 5 in Schließstellung
überführt bzw. auf den Behälter aufgesetzt werden kann und hierbei dann in Schließstellung
die Rastnasen 13 und 15 in die Rastausnehmungen 17 und 19 verrasten, so dass der Deckel
5 fest auf dem Behälter aufsitzt. Anstelle der zwei übereinander angeordneten Rastnasen
kann bedarfsweise auch nur eine Rastnase oder können auch mehrere Rastnasen übereinander
verwendet werden. Im Rahmen der Erfindung liegt es auch, die eintauchende Zunge 9,
die vorzugsweise um die Behälteröffnung umlaufend ausgebildet ist, in einzelne vorzugsweise
eng beabstandete Zungenglieder zu unterteilen, die dann wiederum in entsprechend unterteilte
Aufnahmen oder in die durchgehende Ausnehmung über den Umfang des Deckels eingreifen
können. Auch diese Ausgestaltung liegt im Rahmen der Erfindung.
[0018] Am unteren Rand des Deckelflansches 11 befindet sich ein Sicherungsband 21, welches
vorzugsweise ebenfalls umlaufend um die Behälteröffnung bzw. den Deckel ausgebildet
ist. Das Sicherungsband ist in an sich bekannter Weise über eine Schwachstelle 23
mit dem Deckel verbunden und setzt den Deckelflansch nach unten, vorzugsweise über
die untere Rastnase 15 hinaus, fort. Die Schwachstelle ist in üblicher Weise durch
beabstandete Perforationen, Materialschwächung oder ein gegenüber der übrigen Wanddicke
des Deckels dickenreduziertes Filmscharnier ausgebildet, so dass beim Öffnen des Deckels
ein Abreißen des Deckels vom Band möglich ist.
[0019] Ferner weist der Deckelrand im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Griffschlaufe
25 auf, die im dargestellten Ausführungsbeispiel am Deckelflansch, hier etwa in Höhe
der unteren Rastnase 15, ausgebildet ist, was aber wiederum keinesfalls zwingend ist.
Die Griffschlaufe 25 befindet sich jedoch oberhalb der umlaufenden Schwachstelle 23.
[0020] Die Schürze 21 ist ihrerseits in einer Ausnehmung 27 am Öffnungsrand des Eimers 1
eintauchend aufgenommen und zwar in Schließstellung des Deckels und zwar vorzugsweise
zumindest im unteren Bereich passgerecht, derart, dass die Schürze 27 sozusagen beidseitig
eng und damit in Anlage an die gegenüberliegenden Wende der Ausnehmung 27 eingekammert
ist, wie deutlich aus der Figur hervorgeht und vorzugsweise dort auch eingespannt
ist. Hierbei ist bevorzugt, dass die Schürze um mindestens 1/4, vorzugsweise 1/3,
insbesondere um mindestens die Hälfte ihrer Höhe in der Ausnehmung eingespannt ist.
[0021] Die ebenfalls als Steckaufnahme, nunmehr für die Schürze 21, ausgebildete, vorzugsweise
nutartige Ausnehmung 27 ist an der Innenseite durch die Außenwand der Zunge 9 und
an der Außenseite durch einen Randflansch 29 begrenzt, dessen obere Stirnseite mit
31 bezeichnet ist. Die Schürze 27 selbst könnte bedarfsweise auch in umlaufend nebeneinander
angeordnete Schürzenglieder ebenso wie die Zunge 9 unterteilt sein, jedoch ist die
umlaufende Ausbildung der Schürze 21 bevorzugt. Durch die Einspannung der Schürze
kann bei einem Innendrucktest der Deckelrand nicht nach außen (aufgeblasen) aufgeweitet
werden.
[0022] Durch die beschriebene Gestaltung ist eine sogenannte Erstverschlusssicherung gewährleistet,
die dem Käufer von außen sofort anzeigt, dass der im Werk durch den Deckel verschlossene
und damit vorzugsweise dichte Behälter noch nicht geöffnet wurde, da das Sicherungsband
in Form der Schürze 21 noch fest am Deckelrand anheftet. Dies ist sehr wesentlich,
weil üblicherweise derartige Behälter mit entsprechenden Dichtungen und damit abgedichtet
auf dem Behälter aufsitzen, so dass beispielsweise ein Austrocknen des im Behälter
aufgenommenen Gutes verhindert wird. Dies wäre bei einem versehentlichen Öffnen und
zwar einem erstmaligen Öffnen des Deckels nicht länger mehr gewährleistet.
[0023] Zum Öffnen des Deckels zieht man an der Griffschlaufe 25 mit der Folge, dass das
obere Teil des Deckels 5 von der das Sicherungsband darstellende Schürze 21 längs
der Schwachstelle 23 abgerissen und damit gelöst wird. Nach einem solchen erstmaligen
Öffnen kann zwar der Deckel wieder in Schließstellung auf den Behälter aufgesetzt
werden, jedoch ist durch den Abriss der Schwachstelle 23 ohne weiteres von außen ersichtlich,
dass der Behälter bereits schon einmal geöffnet, das heißt der Deckel abgenommen wurde.
[0024] Dadurch, dass die Schürze 21, wie in der Figur dargestellt ist, beidseitig zumindest
den unteren Bereich der kammerartigen Ausnehmung 27 vollständig ausfüllt, ist ein
Aushebeln des Deckels ohne Zerstörung der Abreißverbindung, etwa durch Ansetzen und
Einstauchen eines Schraubenziehers oder dergleichen von außen her an die Schürze nicht
mehr möglich um ein Anhebeln ohne Abreißen der Schürze zu ermöglichen. Von Vorteil
ist, dass die Rasteinrichtung an der Innenseite des Deckelflansches angeordnet ist
und somit von außen her ebenfalls nicht greifbar ist. Des Weiteren ist von Vorteil,
dass sich die Schürze entsprechend weit in die Kammer 27 erstreckt, so dass das Band
in der Ausnehmung eingespannt ist, was ebenfalls den Umstand begünstigt, dass ein
Aushebeln auch mit einem schmalen Werkzeug nicht möglich ist. Durch das Ausfüllen
zumindest eines unteren Bereichs der Kammer 27 durch die eintauchende Schürze kann
beim Ansetzen eines Hebelwerkzeugs von außen die Schürze nicht nach Innen ausweichen,
so dass ein Einführen eines Hebelwerkzeuges und zwar auch eines sehr schmalen Hebelwerkzeuges
ohne die Gefahr einer Beschädigung, die von außen sofort erkennbar wäre, verhindert
ist. Zweckmäßig ist hierbei die Anordnung der unteren Rastnase 15, nahe insbesondere
unmittelbar gegenüberliegend des oberen Endes des Randflansches 29. Von Vorteil ist
auch die mit Abstand oberhalb der unteren Rastnase 15 angeordnete weitere Rastnase
13.
[0025] Die Eintauchtiefe der Schürze 21 in die kammerartige Ausnehmung 27 ist geringer als
die halbe Eintauchtiefe der Zunge 9 in die ebenfalls vorzugsweise kammerartige Ausnehmung
7 des Deckels 5, wobei unter kammerartiger Aufnahme eine vorzugsweise eng sitzende
Aufnahme der Zunge bzw. Schürze in der Ausnehmung verstanden wird. Die Breite der
Schürze 21 (im Falle einer divergierenden Breite etwa bei konischer Ausführung die
mittlere Breite) entspricht in etwa der Breite der Zunge 9 (im Falle einer divergierenden
Breite etwa bei konischer Ausführung) der mittleren Breite. Wie aus der Figur hervorgeht,
ist insbesondere die Ausnehmung 27 im oberen Bereich mit einer Einführschräge ausgebildet.
In der Figur ist die innenseitige Wandung der Ausnehmung 27, an der die Innenseite
der Schürze 23 anliegt mit 27 a und die dem gegenüber außenliegende Seitenwand der
Ausnehmung 27 mit 27 b bezeichnet. Die Figur zeigt recht deutlich, dass vorzugsweise
an der außengelegenen Seitenwand im oberen Bereich der Ausnehmung 27 eine Einführschräge
für die Schürze angeordnet ist, und der untere Bereich der Ausnehmung 27 im Wesentlichen
voll durch die Schürze ausgefüllt ist, das heißt die Schürze entsprechend eingekammert
ist. Die Zunge 9 verjüngt sich etwas in Richtung des oberen Endes der Zunge, um das
Einführen in die Stecknut 7 zu erleichtern.
1. Erstverschlußsicherung mit einem mindestens eine Entnahmeöffnung (3) aufweisenden
Behälter, insbesondere Eimer (1), und mit mindestens einem Deckel (5), mit welchem
die Entnahmeöffnung (3) mittels mindestens einer Rasteinrichtung (13, 17; 15, 19)
lösbar verschließbar, insbesondere verrastbar ist, und mit einem am Deckelrand angeformten,
vorzugsweise umlaufenden Sicherungsband (21), welches durch eine abreißbare Verbindung
in Form einer Schwachstelle (23) mit dem Deckel (5) verbunden ist, wobei die Schwachstelle
(23) in an sich bekannter Weise durch Perforationen, eine Materialschwächung oder
in Form eines dickenreduzierten Filmscharniers oder dergleichen gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Rand der Behälteröffnung (3) eine nach oben vorstehende, vorzugsweise umlaufend
angeordnete Zunge (9) vorgesehen ist, die in eine vorzugsweise komplementäre Ausnehmung
(7) in Form einer Steckausnehmung am Rand des Deckels (5) eintaucht, welche außen
durch einen nach unten gerichteten Deckelflansch (11) begrenzt ist, der von außen
die Zunge (9) übergreift, und dass in Schließstellung des Deckels (5) die Zunge (9)
und vorzugsweise der Deckelflansch (11) miteinander durch die Rasteinrichtung verrastet
sind und der untere Rand des Deckelflansches (11) als Schürze (21) ausgebildet ist,
die in eine komplementäre Ausnehmung (27) an der Behälteroberseite im Bereich des
Öffnungsrands vorzugsweise passgenau eintaucht, derart, dass die Deckelschürze (21)
in der Ausnehmung (27) beidseitig, das heißt, innen und außen durch die Seitenwände
(27 a, 27 b) der Ausnehmung (27) eingekammert ist, wobei die Eintauchtiefe der Zunge
(9) in die Ausnehmung (7) etwa größer oder gleich der 2-fachen Eintauchtiefe der Schürze
(21) und vorzugsweise nicht mehr als das 4-fache, insbesondere nicht mehr als das
3,5-fache der Eintauchtiefe der Schürze (21) beträgt.
2. Sicherung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schürze (21) in Schließstellung des Deckels beidseitig in Anlage an die Innen-
und Außenwand (27 a, 27 b) in der Ausnehmung (27) gekammert ist und zwar vorzugsweise
eingespannt.
3. Sicherung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwachstelle (23) im Bereich der oberen Stirnseite des Randflansches (29), vorzugsweise
unterhalb der Rasteinrichtung (13, 15), und insbesondere nahe der Oberseite des Randflansches
(29) ausgebildet ist.
4. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eintauchtiefe der Schürze (21) in Schließstellung des Deckels in die kammerartige
Ausnehmung (27) vorzugsweise größer oder gleich der Breite der Schürze (21) ist.
5. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausnehmung (27) für die Schürzenaufnahme zumindest im oberen Einsteckbereich einoder
beidseitig eine Einlaufschräge insbesondere an der Außenwand (27) aufweist.
6. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Breite der Zunge (9) im Wesentlichen der Breite der Ausnehmung (77).
7. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (5) und der Behälter bzw. Eimer (1) einstückig aus Kunststoff gebildet
sind.
8. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rasteinrichtung (13, 15) zwei übereinander oberhalb der Schwachstelle (23) angeordnete
Rastnasen aufweist.
9. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zunge (9) und die Schürze (21) umlaufend ausgebildet sind und zwar vorzugsweise
durchgehend.
10. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die untere Rastnase (15) im Bereich der oberen Stirnseite des Randflansches (29) insbesondere
nahe und oberhalb der oberen Stirnseite (31) des Randflansches (29) angeordnet ist.