| (19) |
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(11) |
EP 2 927 186 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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25.01.2017 Patentblatt 2017/04 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.09.2016 Patentblatt 2016/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.03.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
VERFAHREN UND SYSTEM ZUM BETRIEB EINES FLURFÖRDERZEUGS
METHOD AND SYSTEM FOR OPERATING AN INDUSTRIAL TRUCK
PROCÉDÉ ET SYSTÈME DE FONCTIONNEMENT D'UN CHARIOT DE MANUTENTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
02.04.2014 DE 102014104684
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.10.2015 Patentblatt 2015/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Linde Material Handling GmbH |
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63743 Aschaffenburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Koller, Georg
63811 Stockstadt am Main (DE)
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| (74) |
Vertreter: Geirhos, Johann |
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Geirhos & Waller Partnerschaft
Patent- und Rechtsanwälte
Landshuter Allee 14 80637 München 80637 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 655 263 CN-A- 103 532 880 DE-A1-102013 011 126
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EP-A1- 2 080 731 DE-A1-102011 016 019 US-A1- 2013 256 422
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Flurförderzeugs. Insbesondere
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung eines Flurförderzeugs mit zumindest
einer grafischen Anzeigevorrichtung, einer Steuervorrichtung sowie einem Speicherelement,
auf dem Informationen zur Bedienung und/oder Wartung des Flurförderzeugs abgespeichert
sind. Weiterhin betrifft die Erfindung auch ein entsprechendes Flurförderzeug sowie
ein System mit einem solchen Flurförderzeug.
[0002] Flurförderzeuge weisen eine Vielzahl von Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten
auf, die von einer Bedienperson während des Betriebs oder im Rahmen von Wartungsarbeiten
vorgenommen werden können. Damit eine Bedienperson sich über diese Funktionen und
Einstellmöglichkeiten orientieren kann, ist es notwendig, relativ umfangreiche Bedienungsanleitungen
zu erstellen und mit dem Flurförderzeug auszuliefern. Im Rahmen der Wartung bzw. Reparatur
ist es dabei bekannt, dass eine Fahrzeugsteuerung des Flurförderzeugs Fehlernummern
ausgibt, beispielsweise über ein Display oder auch nur eine 7-Segmentanzeige. Mithilfe
dieser Fehlernummern kann eine Bedienperson, ein Inhaber des Flurförderzeugs, aber
vor allem auch ein Wartungsmonteur in entsprechenden Verzeichnissen, insbesondere
der Betriebsanleitung, eine zugehörige Erläuterung bzw. Anleitung für die Fehlerbehebung
nachschauen.
[0003] Durch die mögliche große Anzahl an Varianten von Flurförderzeugen mit verschiedenen
Gewichtsklassen, Hubhöhen, unterschiedlichen Antriebsarten von einem Verbrennungsmotor
über einen batterieelektrischen Antrieb bis hin zu Hybridsystemen, sowie optionalen
Zusatzausrüstungen werden jedoch eine erhebliche Anzahl von Varianten von Betriebsanleitungen
erforderlich oder alternativ wenige, sehr umfangreiche Betriebsanleitungen, die viele
Varianten abdecken. Hierbei stoßen klassische, gedruckte Medien als Betriebsanleitung
an ihre Grenzen. Darüber hinaus macht die Komplexität moderner Flurförderzeuge einer
Bedienperson wie auch einem Wartungsmonteur zunehmend Probleme. Um diese Komplexität
leichter bewältigen zu können, wären zusätzliche Informationen zu den bereits umfangreichen
Betriebsanleitungen wünschenswert.
[0004] Um dieses Problem zu lösen, ist es bekannt, eine Betriebsanleitung wie auch genauere
Erläuterungen zu möglichen Fehlern in einem Datenspeicher des Flurförderzeugs selbst
digital zu hinterlegen. Die Betriebsanleitung oder Reparaturanweisungen können dann
erforderlichenfalls über eine Anzeigevorrichtung, wie sie häufig zum Einsatz kommt
in Form eines Displays oder Flachbildschirms, durch die Fahrzeugsteuerung angezeigt
werden.
[0005] Nachteilig an diesem Stand der Technik ist, dass die Informationen nur genau an diesem
einen Display zur Verfügung stehen und beispielsweise nicht mitgeführt werden können,
wenn an anderen Stellen des Fahrzeugs Bedienvorgänge oder insbesondere Wartungsvorgänge
zu erfolgen haben. Weiterhin ist die Bedienbarkeit der Betriebsanleitung im Sinne
eines interaktiven Lesens nur eingeschränkt möglich, da auch die Eingabemöglichkeiten
begrenzt sind auf diejenigen des Flurförderzeugs. So steht im Regelfall kein Touchscreen
zur Verfügung und können nur vorhandene Tasten für eine Menüauswahl bzw. Eingabe genutzt
werden.
[0006] Aus der
EP 1 655 263 A1 Es ist ein Flurförderzeug bekannt, bei dem über Anzeigeelemente Bedienungs- und/oder
Wartungsinformationen, insbesondere eine Bedienungsanleitung optisch angezeigt werden.
[0007] Dieser Stand der Technik weist die bereits beschriebenen Nachteile auf.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Steuerung
eines Flurförderzeugs zur Verfügung zu stellen, das die oben genannten Nachteile vermeidet
und mit dem es möglich ist, an das Flurförderzeug angepasste Informationen über die
Bedienung und/oder Wartung in vorteilhaft handhabbarer Weise zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein entsprechendes Flurförderzeug sowie ein
System mit einem solchen Flurförderzeug zur Verfügung zu stellen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Steuerung eines Flurförderzeugs mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch ein Flurförderzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs
15 sowie ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs 16 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Verfahren zur Steuerung
eines Flurförderzeugs mit zumindest einer grafischen Anzeigevorrichtung, einer Steuervorrichtung
sowie einem Speicherelement, auf dem Informationen zur Bedienung und/oder Wartung
des Flurförderzeugs abgespeichert sind, die Steuervorrichtung abhängig von einem Betriebszustand
und/oder einem aufgetretenen Fehler und/oder einer durch eine Bedienperson in eine
Eingabevorrichtung eingebbaren Anforderung auf der Anzeigevorrichtung einen Barcode
mit zugeordneten Informationen anzeigt.
[0011] Vorteilhaft ist dann eine schriftliche Bedienungsanleitung nicht mehr unbedingt erforderlich.
Insbesondere können sehr viel umfangreichere Informationen digital gespeichert werden
als dies mit Papier möglich wäre. Die Informationen werden auf der Anzeigevorrichtung
des Flurförderzeugs zum Auslesen durch ein anderes Gerät bereitgestellt, beispielsweise
einen tragbaren Computer wie etwa ein Smartphone, ein Notebook oder ein Tablet-PC.
Solche tragbaren Computer bzw. Computervorrichtungen ganz allgemein müssen dann nur
eine Kamera und entsprechende Software aufweisen, um die Informationen auslesen, verarbeiten
und wiederum anzeigen zu können. Dies bietet jedoch für den Bediener den Vorteil,
dass die Funktionen, die durch diese Computervorrichtungen zur Verfügung gestellt
werden, beispielsweise bei einem Tablet-PC oder Smartphone ein Touchscreen mit entsprechend
komfortablen und intuitiven Möglichkeiten der Menüführung, in vollem Umfang für die
Darstellung und Vermittlung der Informationen zur Verfügung stehen. Insbesondere bei
tragbaren Computervorrichtungen bzw. Computern ergibt sich überdies der Vorteil, dass
diese unmittelbar an dem Ort benutzt werden können, an dem beispielsweise Wartungsarbeiten
oder bestimmte Maßnahmen entsprechend den Informationen vorgenommen werden müssen.
Dabei können die zur Verfügung gestellten Informationen zur Bedienung und/oder Wartung
des Flurförderzeugs als Inhalt sowohl reinen Text aufweisen, Verlinkungen, wie beispielsweise
Internetadressen, Geo-Daten, Kontaktdaten für weitere Informationen, wie beispielsweise
SMS, E-Mail Daten oder Telefonnummern, aber auch Zugangsdaten für drahtlose Netze
wie ein WLAN bzw. WiFi.
[0012] Vorteilhaft ist der Barcode ein zweidimensionaler Barcode.
[0013] Bei einem zweidimensionalen Barcode erfolgt eine Kodierung sowohl in X- als auch
Y-Richtung und es ergibt sich ein Rechteck mit einzelnen Feldern, die für die Kodierung
hell oder dunkel sind. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass dieses Feld
insgesamt quadratisch ist, sondern es ist auch eine beliebige Rechteckform möglich.
[0014] Der Barcode kann ein dreidimensionaler Barcode sein.
[0015] Bei einem dreidimensionalen Barcode erfolgt eine zusätzliche Codierung durch beispielsweise
einen Helligkeitswert und/oder einen Farbwert. Vorteilhaft lassen sich dadurch auch
höhere Datenmengen kodieren und transportieren. Es ergibt sich eine höhere Informationsdichte.
[0016] In einer günstigen Ausgestaltung werden die Informationen in einer zeitlichen Abfolge
unterschiedlicher Barcodes angezeigt.
[0017] Dadurch ergibt sich quasi eine Animationssequenz und durch die zusätzliche Zeitinformation
des wie ein Film ablaufenden Barcodes können erheblich größere Datenmengen übertragen
werden. Dies ermöglicht es insbesondere auch, als Informationen Filme mit Anweisungen
und näheren Erläuterungen zu übertragen. Durch einen n-fachen Bildwechsel des Barcodes
ergibt sich die n-fache Information.
[0018] Die Informationen können Arbeitsanweisungen und/oder Betriebsanleitungen und/oder
Reparaturanleitungen und/oder Inbetriebnahmeanweisungen umfassen.
[0019] In einer günstigen Weiterbildung des Verfahrens umfassen die Informationen Betriebsdaten,
insbesondere Konfigurationsdaten und/oder Vorgabewerte.
[0020] Dadurch können weiterführende Informationen für einen Wartungsmonteur bzw. eine Bedienperson
zur Verfügung gestellt werden und angezeigt werden. Beispielsweise können dies Konfigurationen
zu bestimmten Anbauteilen oder speziellen Sonderausführungen des Flurförderzeugs sein.
Ebenso möglich sind einprogrammierte oder durch Lernverfahren eingespeicherte Teachwerte,
beispielsweise eines Neigewinkelsensors eines Achslastsensors.
[0021] Die Informationen können Reparaturanleitungen umfassen, insbesondere zu verwendende
Werkzeuge und/oder Montageeinstellwerte und/oder Prüfvorschriften.
[0022] Dadurch werden Service- und Wartungsarbeiten vereinfacht. Insbesondere ist es auch
möglich, eine spezifische, für eine bestimmte Variante und Ausstattung vorgesehene,
geführte Reparaturanweisung anzuzeigen. So können beispielsweise Abhängigkeiten einer
Funktion von weiteren Elementen darzustellen. Beispielsweise LSP funktioniert nur
in Abhängigkeit von ordnungsgemäßer Funktion von zum Beispiel Achslastsensor, Hydraulik,
Hubhöhensensor, Neigewinkelsensor.
[0023] Die Informationen können erforderliche Ersatzteile umfassen, insbesondere Bestellnummern.
[0024] Diese können beispielsweise auch fehlerspezifisch aufgelistet werden. Weiterhin ist
es denkbar, dass durch entsprechende Software in den auslesenden Computervorrichtungen
Ersatzteilnummern automatisiert oder nach Eingabe eines entsprechenden Befehls weiter
übertragen werden und eine Bestellung automatisiert durchgeführt wird, beispielsweise
über das Internet, eine Mobilfunkverbindung etc.. Eine solche automatisierte Datenkommunikation
mit einem zentralen Server, insbesondere des Herstellers der Flurförderzeuge, ist
aus dem Stand der Technik bekannt und auch hier in Kombination anwendbar.
[0025] Vorteilhaft umfassen die Informationen Kontaktdaten.
[0026] Dies können Telefonnummern sein oder E-Mail-Adressen, die eine Verbindung mit einer
Vertriebsorganisation zu Wartungszwecken ermöglichen. Dadurch muss eine Bedienperson
bzw. ein Wartungsmonteur die entsprechenden Kontaktdaten nicht per Hand abtippen,
sondern bekommt diese automatisch übertragen. Weiterhin ist auch eine automatisierte
Kontaktaufnahme denkbar, bei der direkt Ortsdaten, Betriebsinformationen und Informationen
über das Flurförderzeug betreffend Gewährleistung, wie Kaufdatum und Optionen übertragen
werden können.
[0027] Die Kontaktdaten können eine Internetadresse umfassen.
[0028] Dies bietet den Vorteil, dass auf dieser Internetseite aktualisierte und stets gepflegte
Informationen sowie weitere Details zur Verfügung gestellt werden können. Beispielsweise
kann nach dem Auslieferungszeitpunkt des Flurförderzeugs hier noch eine Aktualisierung
stattfinden. Vorteilhaft wird es dadurch möglich, die Datenmenge in dem Flurförderzeug
wie auch die Komplexität der zur Verfügung zu stellen Informationen zu reduzieren,
da spezielle weitere Informationen wie etwa aufwändigere Grafiken oder spezielle Sprachversionen
indirekt über das Internet zur Verfügung gestellt werden können. Dies ermöglicht auch
eine Übertragung von Daten zu dem Hersteller eines Flurförderzeugs bzw. zu einem zentralen
Server, um Statistiken zur Häufigkeit und Zeitpunkt des Betriebs sowie weiteren Einsatzdaten
zu ermöglichen.
[0029] Die Informationen können einen Zugangscode umfassen.
[0030] Etwa können Schlüssel für ein WLAN Netz oder sonstige aufzubauen der Verbindungen
übertragen werden.
[0031] Die Informationen können zumindest zum Teil verschlüsselt sein.
[0032] Dies ermöglicht es, die Informationen oder Teile dieser Informationen nur einem ausgewählten
Personenkreis zugänglich zu machen, etwa einem Wartungsmonteur, und nicht allgemein
jeder Bedienperson.
[0033] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens können die Informationen ein
Film sein.
[0034] Die Informationen können Fehlernummern enthalten, die über eine Software, insbesondere
eine App, an den Betreiber und/oder Händler und/oder Hersteller gesandt werden können.
[0035] Über die Software eines Computers, aber insbesondere auch über eine App eines Smartphones
bzw. Tablet-Computers, können entsprechende Fehlernummern an einen Betreiber, Händler
oder auch Hersteller gesandt werden. Dies bietet die Möglichkeit, die so genannte
First Time Fix Rate zu optimieren, entsprechend der Quote der erfolgreichen Reparaturen
bei erstem Anlauf bzw. Reparaturtermin des Händlers oder der Werkstatt.
[0036] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Flurförderzeug mit zumindest einer grafischen
Anzeigevorrichtung, einer Steuervorrichtung sowie einem Speicherelement, auf dem Informationen
zur Bedienung und/oder Wartung des Flurförderzeugs abgespeichert sind, wobei die Steuervorrichtung
ein zuvor beschriebenes Verfahren durchführt.
[0037] Für das Flurförderzeug ergeben sich die bereits dargelegt Vorteile.
[0038] Weiterhin wird die Aufgabe auch gelöst durch ein System aus einem Flurförderzeug,
wie es zuvor beschrieben wurde, sowie einer Computervorrichtung mit einer Kameraeinrichtung,
einer Anzeigevorrichtung sowie einer Software zur Auswertung eines Barcodes und Darstellung
der Informationen auf der Anzeigevorrichtung.
[0039] Vorteilhaft kann die Computervorrichtung ein Smartphone sein.
[0040] Durch ein Smartphone ergibt sich eine kompakte Möglichkeit, die Informationen tragbar
an jeweiligen Einsatzort zur Verfügung zu stellen. Insbesondere ist es durch eine
entsprechende App möglich, hierfür die Smartphones der entsprechenden Personen einzusetzen,
ohne ein spezielles gesondertes Gerät zu benötigen.
[0041] In einer günstigen Ausgestaltung ist die Computervorrichtung ein Notebook und/oder
Tablet PC.
[0042] Hier ergeben sich dieselben Vorteile wie bei einem Smartphone.
[0043] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in der schematischen
Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigt die Figur
schematisch das erfindungsgemäße Verfahren. Ein Gabelstapler 1 als Beispiel eines
Flurförderzeugs 2 weist eine Anzeigevorrichtung 3 auf, die hervorgehoben dargestellt
ist. Beim Auftreten eines Fehlers wird von einer Steuervorrichtung auf der Anzeigevorrichtung
3 ein Barcode 4 dargestellt, in dem Beispielsfall ein zweidimensionaler Barcode 5,
oder alternativ ein dreidimensionaler Barcode. Eine Computervorrichtung 7, die als
Tablet-PC 8 ausgeführt ist, nimmt mit einer entsprechenden Software und einer integrierten,
nicht dargestellten Kamera, den Barcode 4 auf und verarbeitet diesen. Aus den übertragenen
Informationen bekommt eine Bedienperson auf einer Anzeige 9 der Computervorrichtung
7 Anweisungen. Zugleich werden über das Internet 10 Informationen an einen Server
11, beispielsweise des Herstellers des Flurförderzeugs, übertragen. Diese Informationen
können beispielsweise benötigte Ersatzteilnummern sein. Das Flurförderzeug 2 und die
Computervorrichtung 7 bilden ein System 12.
1. Verfahren zur Steuerung eines Flurförderzeugs (1) mit zumindest einer grafischen Anzeigevorrichtung
(3), einer Steuervorrichtung sowie einem Speicherelement, auf dem Informationen zur
Bedienung und/oder Wartung des Flurförderzeugs (1) abgespeichert sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuervorrichtung abhängig von einem Betriebszustand und/oder einem aufgetretenen
Fehler und/oder einer durch eine Bedienperson in eine Eingabevorrichtung eingebbaren
Anforderung auf der Anzeigevorrichtung (3) einen Barcode (4) mit zugeordneten Informationen
anzeigt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Barcode (4) ein zweidimensionaler Barcode (5) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Barcode (4) ein dreidimensionaler Barcode ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen in einer zeitlichen Abfolge unterschiedlicher Barcodes (3) angezeigt
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen Arbeitsanweisungen und/oder Betriebsanleitungen und/oder Reparaturanleitungen
und/oder Inbetriebnahmeanweisungen umfassen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen Betriebsdaten umfassen, insbesondere Konfigurationsdaten und/oder
Vorgabewerte.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen Reparaturanleitungen umfassen, insbesondere zu verwendende Werkzeuge
und/oder Montageeinstellwerte und/oder Prüfvorschriften.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen erforderliche Ersatzteile umfassen, insbesondere Bestellnummern.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen Kontaktdaten umfassen.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktdaten eine Internetadresse umfassen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen einen Zugangscode umfassen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen zumindest zum Teil verschlüsselt sind.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen ein Film sind.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Informationen Fehlernummern enthalten, die über eine Software, insbesondere eine
App, an den Betreiber und/oder Händler und/oder Hersteller gesandt werden können.
15. Flurförderzeug mit zumindest einer grafischen Anzeigevorrichtung (3), einer Steuervorrichtung
sowie einem Speicherelement, auf dem Informationen zur Bedienung und/oder Wartung
des Flurförderzeugs (1) abgespeichert sind, wobei die Steuervorrichtung ein Verfahren
nach einem der vorhergehenden Ansprüche durchführt.
16. System aus einem Flurförderzeug (1) nach Anspruch 15 sowie einer Computervorrichtung
(7) mit einer Kameraeinrichtung, einer Anzeigevorrichtung (9) sowie einer Software
zur Auswertung eines Barcodes (4) und Darstellung der Informationen auf der Anzeigevorrichtung
(9).
17. System nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Computervorrichtung (7) ein Smartphone ist.
18. System nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Computervorrichtung (7) ein Notebook und/oder Tablet-PC (8) ist.
1. Method for controlling an industrial truck (1) having at least one graphical display
apparatus (3), a control apparatus and a storage element which stores information
for operating and/or maintaining the industrial truck (1),
characterized in that
the control apparatus displays a barcode (4) with associated information on the display
apparatus (3) on the basis of an operating state and/or a fault which has occurred
and/or a request which can be input to an input apparatus by an operator.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the barcode (4) is a two-dimensional barcode (5).
3. Method according to Claim 2,
characterized in that
the barcode (4) is a three-dimensional barcode.
4. Method according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the information is displayed in a temporal sequence of different barcodes (3).
5. Method according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the information comprises working instructions and/or operating instructions and/or
repair instructions and/or start-up instructions.
6. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
the information comprises operating data, in particular configuration data and/or
default values.
7. Method according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
the information comprises repair instructions, in particular tools to be used and/or
installation setting values and/or test regulations.
8. Method according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
the information comprises required spare parts, in particular order numbers.
9. Method according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the information comprises contact data.
10. Method according to Claim 9,
characterized in that
the contact data comprise an Internet address.
11. Method according to one of Claims 1 to 10,
characterized in that
the information comprises an access code.
12. Method according to one of Claims 1 to 11,
characterized in that
the information is at least partially encrypted.
13. Method according to one of Claims 1 to 12,
characterized in that
the information is a film.
14. Method according to one of Claims 1 to 13,
characterized in that
the information contains fault numbers which can be transmitted to the operator and/or
dealer and/or manufacturer via software, in particular an app.
15. Industrial truck having at least one graphical display apparatus (3), a control apparatus
and a storage element which stores information for operating and/or maintaining the
industrial truck (1), the control apparatus carrying out a method according to one
of the preceding claims.
16. System comprising an industrial truck (1) according to Claim 15 and a computer apparatus
(7) with a camera device, a display apparatus (9) and software for evaluating a barcode
(4) and displaying the information on the display apparatus (9).
17. System according to Claim 16,
characterized in that
the computer apparatus (7) is a smartphone.
18. System according to Claim 17,
characterized in that
the computer apparatus (7) is a notebook and/or a tablet PC (8).
1. Procédé de commande d'un chariot de manutention (1) comportant au moins un dispositif
d'affichage graphique (3), un dispositif de commande ainsi qu'un élément à mémoire,
sur lequel sont stockées des informations concernant l'utilisation et/ou la maintenance
du chariot de manutention (1),
caractérisé en ce que le dispositif de commande affiche un code-barres (4) avec des informations associées
en fonction d'un état de fonctionnement et/ou d'un défaut s'étant produit et/ou d'une
demande pouvant être fournies en entrée à un dispositif d'entrée sur le dispositif
d'affichage (3) par un opérateur.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le code-barres (4) est un code-barres (5) bidimensionnel.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que le code-barres (4) est un code-barres tridimensionnel.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que les informations sont affichées dans une série temporelle de codes-barres (3) différents.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que les informations comprennent des instructions de travail et/ou des instructions d'utilisation
et/ou des instructions de réparation et/ou des instructions de mise en service.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que les informations comprennent des données de fonctionnement, en particulier des données
de configuration et/ou des valeurs prédéterminées.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que les informations comprennent des instructions de réparation, en particulier des outils
et/ou des valeurs de réglage au montage et/ou des prescriptions d'essai devant être
utilisés.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que les informations comprennent des pièces détachées nécessaires, en particulier des
numéros de référence.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que les informations comprennent des données de contacts.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que les données de contacts comprennent une adresse internet.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que les informations comprennent un code d'accès.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que les informations sont au moins en partie cryptées.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que les informations sont un film.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que les informations contiennent des numéros de défauts qui peuvent être envoyées par
l'intermédiaire d'un logiciel, en particulier d'une app, à l'opérateur et/ou au commerçant
et/ou au fabricant.
15. Chariot de manutention comportant au moins un dispositif d'affichage graphique (3),
un dispositif de commande ainsi qu'un élément à mémoire, sur lequel sont stockées
des informations concernant l'utilisation et/ou la maintenance du chariot de manutention
(1), dans lequel le dispositif de commande met en oeuvre un procédé selon l'une quelconque
des revendications précédentes.
16. Système constitué d'un chariot de manutention (1) selon la revendication 15 ainsi
que d'un dispositif informatique (7) comportant un dispositif à caméra, un dispositif
d'affichage (9) ainsi qu'un logiciel permettant l'évaluation d'un code-barres (4)
et la représentation des informations sur le dispositif d'affichage (9).
17. Système selon la revendication 16,
caractérisé en ce que le dispositif informatique (7) est un téléphone intelligent.
18. Système selon la revendication 17,
caractérisé en ce que le dispositif informatique (7) est un ordinateur portable et/ou une tablette-PC (8).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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