[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein System zur Ermittlung
und Bewertung der Einbauorientierung einer Einrichtung, insbesondere einer Vorrichtung,
wie einer Pumpe oder Vakuumpumpe, oder eines der Steuerung, Regelung und/oder Schaltung
bestimmter Eigenschaften und/oder Funktionen einer Vorrichtung dienenden Gerätes.
[0002] Bei einer Vielzahl von Einrichtungen der eingangs genannten Art muss für einen optimalen
Betrieb deren Raumlage bzw. Ausrichtung beachtet werden. Dies trifft unter anderem
auf bestimmte Pumpen, insbesondere Vakuumpumpen, zu.
[0003] Eine solche Pumpe kann insbesondere eine um eine Rotorachse drehbare Rotorwelle sowie
eine Förderpumpe zur Förderung eines Betriebsmittels, insbesondere eines Schmiermittels,
umfassen, mit dem ein der drehbaren Unterstützung der Rotorwelle dienendes Drehlager
versorgt wird. Eine Pumpe dieser Art wird in der Regel zum Auspumpen bzw. Evakuieren
eines Rezipienten eingesetzt. Dazu weist die Pumpe einen Flansch auf, über den sie
an den Rezipienten angeschlossen wird. Dabei ist bei bestimmten Pumpen jedoch zu beachten,
dass diese nicht in jeder Lage an den Rezipienten angeschlossen und in Betrieb genommen
werden können. Es existieren beispielsweise auch Pumpen, die nur mit einem im Wesentlichen
nach oben ausgerichteten Flansch betrieben werden können. Werden diese Pumpen mit
nach unten weisendem Flansch bzw. über Kopf an einen Rezipienten angeschlossen und
in Betrieb genommen, so kann das Betriebsmittel nicht zwischen der Förderpumpe und
dem Drehlager zirkulieren, da das von der Schwerkraft vom Drehlager zur Förderpumpe
zurückgeförderte Betriebsmittel bei auf dem Kopf stehender Pumpe nicht zurück zur
Förderpumpe strömen kann. Demzufolge könnte die Pumpe bei einem Betrieb über Kopf
beschädigt werden.
[0004] Dagegen müssen andere Pumpen mit nach unten gerichtetem Flansch bzw. auf dem Kopf
stehend an einen Rezipienten angeschlossen werden, sofern das Betriebsmittel nur in
dieser Lage von der Schwerkraft vom Drehlager zur Förderpumpe zurückgefördert werden
kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie ein System der eingangs
genannten Art anzugeben, mit denen auch bei unterschiedlichen Einbauorientierungen
der Einrichtung stets ein optimaler Betrieb gewährleistet bzw. sichergestellt wird,
dass die Einrichtung nicht in unzulässiger Weise in Betrieb genommen wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Systems sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Bei der Einrichtung kann es sich um eine Vorrichtung oder um ein Gerät für eine Vorrichtung
handeln. Die Vorrichtung kann z.B. eine Vakuumpumpe sein. Beispielsweise kann es sich
um eine schmiermittelbehaftete Turbomolekularpumpe, ein- oder mehrstufige Wälzkolben-,
Drehkolben-, Schrauben- oder Seitenkanalpumpe handeln. Das Gerät kann beispielsweise
eine Schmiermittelpumpe einer Vakuumpumpe sein. Bei dem Gerät kann es sich auch um
ein Vakuumgerät handeln wie z.B. ein Druckmessgerät, Vakuummessgerät, Gasanalysegerät
oder Lecksuchgerät.
[0008] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die aktuelle Einbauorientierung der Einrichtung
durch wenigstens einen der Einrichtung zugeordneten Lagedetektor erfasst und wird
mittels einer Steuer- und/oder Auswerteeinheit überprüft, ob die Einrichtung in der
erfassten Lageorientierung betrieben werden darf. Gegebenenfalls, aber nicht zwingend,
kann zusätzlich ermittelt werden, unter welchen Bedingungen die Einrichtung betreibbar
ist.
[0009] Ein Lagedetektor ist im Rahmen der vorliegenden Offenbarung eine grundsätzlich beliebig
ausgebildete und angeordnete Einrichtung, die zur Erfassung oder Ermittlung zumindest
eines Parameters in der Lage ist, der oder dessen Wert von der Orientierung der zugeordneten
Einrichtung im Raum abhängig ist, d.h. der sich bei einer Änderung der Orientierung
ebenfalls ändert. Bei dem Lagedetektor kann es sich z.B. um einen vergleichsweise
kompakten, beispielsweise in Form eines Bauteils vorliegenden Sensor handeln, aber
auch um eine nicht zwingend räumlich konzentrierte oder körperliche Einrichtung wie
z.B. ein Auswerteprogramm, das beispielsweise ohnehin erfasste Stromwerte auswerten
und daraufhin untersuchen kann, ob die Strommesswerte von der Orientierung abhängige
Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise kann der Lagedetektor als ein Beschleunigungssensor
ausgebildet oder dazu in der Lage sein, einen erhöhten Ruhestrom in einem aktiv geregelten
magnetischen Lager (Magnetlager) zu erkennen.
[0010] Durch die Erfindung ist sichergestellt, dass bei solchen Einbauorientierungen der
Einrichtung, bei denen ein zuverlässiger Betrieb nicht möglich ist, die Einrichtung
nicht in unzulässiger Weise in Betrieb genommen wird. Zudem ist in den Fällen, in
denen angesichts der jeweiligen Einbauorientierung grundsätzlich eine Inbetriebnahme
möglich ist, gewährleistet, dass die Einrichtung unter den jeweils optimalen Bedingungen
in Betrieb genommen werden kann.
[0011] Bevorzugt wird mittels der Steuer- und/oder Auswerteeinheit in dem Fall, dass ermittelt
wurde, dass die Einrichtung in der erfassten Lageorientierung nicht betrieben werden
darf, eine Fehlermeldung erzeugt. Eine solche Fehlermeldung kann insbesondere akustisch
und/oder optisch und/oder per elektronischer Datenweitergabe, z.B. in Form eines Fehlertelegramms,
generiert werden.
[0012] Mit einer solchen Fehlermeldung wird dem Bedienungspersonal signalisiert, dass die
Einrichtung eine unzulässige Einbauorientierung einnimmt, woraufhin die Einrichtung
korrekt ausgerichtet werden kann.
[0013] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn mittels der Steuer- und/oder Auswerteeinheit
in dem Fall, dass ermittelt wurde, dass die Einrichtung in der erfassten Lageorientierung
betrieben werden darf, außer der Ermittlung der Bedingungen, unter welchen die Einrichtung
betreibbar ist, auch ermittelt wird, ob der Betrieb der Einrichtung in der erfassten
Lageorientierung und unter den betreffenden Bedingungen einem normalen und entsprechend
unkritischen Betrieb entspricht oder einen insbesondere kritischen Grenzfall darstellt.
[0014] Die Einrichtung kann hierbei zwar in beiden Fällen jeweils in Betrieb genommen werden.
In dem genannten kritischen Grenzfall muss jedoch z.B. umgehend dafür gesorgt werden,
dass wieder optimale Bedingungen bzw. eine optimale Lageorientierung der Einrichtung
herbeigeführt wird.
[0015] Dabei kann mittels der Steuer- und/oder Auswerteeinheit in dem Fall, dass ermittelt
wurde, dass der Betrieb der Einrichtung in der erfassten Lageorientierung und unter
den betreffenden Bedingungen einen insbesondere kritischen Grenzfall darstellt, vorteilhafterweise
eine insbesondere qualifizierte Warnmeldung erzeugt werden.
[0016] Indem dem Bedienungspersonal auch ein solcher kritischer Grenzfall signalisiert und
gegebenenfalls spezifiziert wird, kann das Personal auch umgehend für entsprechende
Abhilfe sorgen.
[0017] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich
dadurch aus, dass die Ermittlung der Bedingungen, unter welchen die Einrichtung betreibbar
ist, die Ermittlung einer von der erfassten Lageorientierung abhängigen Leistungsbegrenzung
für die Einrichtung, die Ermittlung eines von der erfassten Lageorientierung abhängigen
Ruhestroms für wenigstens ein Magnetlager der Einrichtung, und/oder die Ermittlung
einer von der erfassten Lageorientierung abhängigen Kühlung wenigstens eines Bereichs
der Einrichtung umfasst.
[0018] Damit kann z.B. unter anderem dem Umstand Rechnung getragen werden, dass in unterschiedlichen
Lagen ein jeweils unterschiedlicher Ruhestrom in den betreffenden Lagern erforderlich
ist, um beispielsweise eine Rotormasse zu tragen. Dabei kann es insbesondere auch
sinnvoll sein, je nach Orientierung der Einrichtung eine unterschiedliche thermische
Kennlinie heranzuziehen, da die Ruheströme bzw. Gleichstromanteile die verlustbehafteten
Lager erwärmen und dementsprechend je nach Ausrichtung, Lage und/oder Orientierung
der Einrichtung die Wärmeeinbringung in das Gesamtsystem unter anderem durch unterschiedliche
Wirkungsgrade der Lagertypen sowohl verschieden verteilt als auch absolut unterschiedlich
sein kann.
[0019] Zudem kann insbesondere auch dem Umstand Rechnung getragen werden, dass sich bei
unterschiedlichen Einbauorientierungen der Einrichtung deren Kühlung unterschiedlich
bewerkstelligen lässt. Beispielsweise kann eine Pumpe bei gegebenen Temperaturgrenzen
bei unterschiedlichen Einbauorientierungen unterschiedlich große Mengen von Gas pumpen,
bis sie im Bereich von Warnschwellen oder Fehlergrenzen beginnt, die Drehzahl bzw.
Leistung abzuregeln.
[0020] Insbesondere bei sogenannten doppelflutigen Schmiermittelpumpen, die beispielsweise
einer Vakuumpumpe zugeordnet sein können, ist eine All-Lagen-Fähigkeit der Anordnung
in der Regel nur relativ schwer zu erreichen. Schmiermittelpumpen werden häufig je
nach Anwendungsfall um 180° gedreht montiert, wohingegen die entsprechenden Förderkanäle
an der Vakuumpumpe für beide Montagearten vorhanden sind. Dabei werden die nicht genutzten
Förderkanäle durch Dichtungen verschlossen.
[0021] Mit der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens z.B. auf eine solche Pumpe kann
also die Sicherheit erhöht werden, dass das Bedienungspersonal die Vakuum- bzw. Turbomolekularpumpe
richtig herum betreibt bzw. die Schmiermittelpumpe nach einem Service wieder richtig
herum montiert wird. Dabei ist es von Vorteil, wenn der Lagedetektor in der Schmiermittelpumpe
angeordnet ist. Der Lagedetektor wird dann richtig zur Einbaulage mitgedreht, so dass
auch eine Veränderung der vorgeschriebenen Pumpen-Orientierung im Feld möglich ist,
ohne die Parametrierung oder Einstellung ändern zu müssen.
[0022] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen praktischen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die aktuelle Einbauorientierung der Einrichtung durch wenigstens einen
der Einrichtung zugeordneten schaltenden Sensor, insbesondere Flüssigkeitslageschalter,
oder wenigstens einen Beschleunigungssensor, insbesondere einen mikro-elektro-mechanischen
Beschleunigungssensor, erfasst.
[0023] Das erfindungsgemäße System zur Ermittlung und Bewertung der Einbauorientierung einer
Einrichtung, insbesondere einer Vorrichtung, wie einer Pumpe oder Vakuumpumpe, oder
eines der Steuerung, Regelung und/oder Schaltung bestimmter Eigenschaften und/oder
Funktionen einer Vorrichtung dienenden Gerätes umfasst wenigstens einen der Einrichtung
zugeordneten Lagedetektor zur Erfassung der aktuellen Einbauorientierung der Einrichtung
sowie eine auf die Ausgangssignale des Lagedetektors ansprechende Steuer- und/oder
Auswerteeinheit, die dazu ausgebildet ist, automatisch zu überprüfen, ob die Einrichtung
in der erfassten Lageorientierung betrieben werden darf, und gegebenenfalls automatisch
zu ermitteln, unter welchen Bedingungen die Einrichtung betreibbar ist.
[0024] Bevorzugt ist die Steuer- und/oder Auswerteeinheit überdies dazu ausgebildet, in
dem Fall, dass ermittelt wurde, dass die Einrichtung in der erfassten Lageorientierung
nicht betrieben werden darf, eine Fehlermeldung zu erzeugen.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems ist die Steuer- und/oder Auswerteeinheit ferner dazu ausgeführt, in dem Fall,
dass ermittelt wurde, dass die Einrichtung in der erfassten Lageorientierung betrieben
werden darf, außer zur Ermittlung der Bedingungen, unter welchen die Einrichtung betreibbar
ist, auch zu ermitteln, ob der Betrieb der Einrichtung in der erfassten Lageorientierung
und unter den betreffenden Bedingungen einem normalen und entsprechend unkritischen
Betrieb entspricht oder einen insbesondere kritischen Grenzfall darstellt.
[0026] Bevorzugt ist die Steuer- und/oder Auswerteeinheit ferner dazu ausgeführt, in dem
Fall, dass ermittelt wurde, dass der Betrieb der Einrichtung in der erfassten Lageorientierung
und unter den betreffenden Bedingungen einen insbesondere kritischen Grenzfall darstellt,
eine insbesondere qualifizierte Warnmeldung zu erzeugen.
[0027] Die durch die Steuer- und/oder Auswerteeinheit durchgeführte Ermittlung der Bedingungen,
unter welchen die Einrichtung betreibbar ist, umfasst bevorzugt die Ermittlung einer
von der erfassten Lageorientierung abhängigen Leistungsbegrenzung für die Einrichtung,
die Ermittlung eines von der erfassten Lageorientierung abhängigen Ruhestroms für
wenigstens ein, insbesondere aktiv geregeltes, Magnetlager der Einrichtung, und/oder
die Ermittlung einer von der erfassten Lageorientierung abhängigen Kühlung wenigstens
eines Bereichs der Einrichtung.
[0028] Als jeweiliger Lagedetektor ist vorteilhafterweise ein schaltender Sensor, insbesondere
ein ein- oder mehrachsiger Flüssigkeitslagerschalter, oder ein Beschleunigungssensor,
insbesondere ein ein- oder mehrachsiger mikro-elektro-mechanischer Beschleunigungssensor
vorgesehen.
[0029] Die Einrichtung kann beispielsweise eine Pumpe umfassen, bei der es sich insbesondere
um eine Vakuumpumpe handeln kann. Die Einrichtung kann insbesondere eine Turbomolekularpumpe
umfassen.
[0030] Ferner kann die Einrichtung außer der Pumpe insbesondere eine mit dieser verbundene
Hilfseinrichtung wie beispielsweise eine Schmiermittelpumpe umfassen, wobei vorteilhafterweise
wenigstens ein Lagedetektor der Pumpe und/oder wenigstens ein Lagedetektor der Hilfseinrichtung
zugeordnet ist.
[0031] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn wenigstens ein Lagedetektor in einer der
Einrichtung zugeordneten Steuerelektronik, wenigstens ein Lagedetektor in einer insbesondere
abgedichteten Baugruppe und/oder wenigstens ein Lagedetektor auf einer Platine oder
dergleichen vorgesehen ist.
[0032] Alternativ oder zusätzlich kann beispielsweise auch wenigstens ein Lagedetektor frei
montiert innerhalb der Einrichtung, wenigstens ein Lagedetektor in einer vergossenen
Baugruppe wie insbesondere einem Motorstator, wenigstens ein Lagedetektor frei montiert
außerhalb des Gehäuses der Einrichtung und/oder wenigstens ein Lagedetektor frei montiert
innerhalb einer an der Einrichtung angebauten Hilfseinrichtung wie insbesondere einer
einer Vakuumpumpe zugeordneten Schmiermittelpumpe vorgesehen sein.
[0033] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn das System eine mit der Steuer- und/oder
Auswerteeinheit verbundene Eingabeschnittstelle umfasst, über die zumindest ein die
Lageorientierung der Einrichtung betreffender Referenzwert eingebbar ist.
[0034] Dabei kann der betreffende Referenzwert beispielsweise über einen Datenbus-Zugang
oder mittels eines Bediengeräts manuell eingegeben werden. Ein solcher als Referenz
für die Steuerelektronik dienender Wert kann zwar nach wie vor von der Richtigkeit
der Angaben des Bedienungspersonals abhängig sein. Es können jedoch bereits Vorteile
der Einbaulagen-Bewertung genutzt werden, indem beispielsweise Leistungsgrenzen angehoben
werden oder eine generelle Betriebsfreigabe bewirkt wird.
[0035] Gegebenenfalls können mittels der Steuer- und Auswerteeinheit zumindest teilweise
auch die Bedingungen herbeigeführt oder initiiert werden, unter denen die Einrichtung
betrieben werden darf.
[0036] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Systems,
- Fig. 2
- eine geschnittene Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer Vakuumpumpe als
Bestandteil einer beispielhaften Einrichtung, bei der das erfindungsgemäße System
anwendbar ist,
- Fig. 3
- eine seitliche Außenansicht der Vakuumpumpe gemäß Fig. 2, deren Drehlager über eine
seitlich neben der Rotorwelle angeordnete Förderpumpe mit Betriebsmittel versorgt
wird,
- Fig. 4
- eine geschnittene Teilansicht der Vakuumpumpe gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine geschnittene Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform der der Vakuumpumpe
gemäß Fig. 4 zugeordneten Förderpumpe,
- Fig. 6
- eine geschnittene Ansicht eines Mündungsbereichs zweier Vorlaufkanäle, die in einem
gemeinsamen Vorlauf der Vakuumpumpe gemäß Fig. 3 münden,
- Fig. 7
- eine beispielhafte Anordnung verschiedener Lager einer Vakuumpumpe in vertikaler Ausrichtung,
- Fig. 8
- die Lageranordnung gemäß Fig. 7, wobei die Vakuumpumpe im vorliegenden Fall jedoch
horizontal ausgerichtet ist,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer konvektionsgekühlten
Einrichtung, bei der das erfindungsgemäße System anwendbar ist, und
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung der konvektionsgekühlten Einrichtung gemäß Fig. 9 in
einer anderen Orientierung.
[0037] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform eines
zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten erfindungsgemäßen Systems
2 zur Ermittlung und Bewertung der Einbauorientierung einer Einrichtung 4, die eine
Vorrichtung, wie eine Pumpe oder Vakuumpumpe, ist oder bei der es sich um ein der
Steuerung, Regelung und/oder Schaltung bestimmter Eigenschaften und/oder Funktionen
einer Vorrichtung dienendes Gerät handelt.
[0038] Das System 2 umfasst wenigstens einen der Einrichtung 4 zugeordneten Lagedetektor
6 zur Erfassung der aktuellen Einbauorientierung der Einrichtung 4 sowie eine auf
die Ausgangssignale 8 des Lagedetektors 6 ansprechende Steuer- und/oder Auswerteeinheit
10.
[0039] Dabei ist die Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 dazu ausgeführt, automatisch zu
überprüfen, ob die Einrichtung 4 in der erfassten Lageorientierung betrieben werden
darf, und gegebenenfalls automatisch zu ermitteln, unter welchen Bedingungen die Einrichtung
4 betreibbar ist.
[0040] Überdies kann die Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 dazu ausgeführt sein, in dem
Fall, dass ermittelt wurde, dass die Einrichtung 4 in der erfassten Lageorientierung
nicht betrieben werden darf, eine Fehlermeldung zu erzeugen.
[0041] Die Fehlermeldung kann insbesondere akustisch und/oder optisch und/oder per elektronischer
Datenweitergabe (z.B. in Form eines Fehlertelegramms) generiert werden und über eine
beispielsweise der Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 nachgeschaltete Wiedergabeeinheit
18 wiedergegeben werden.
[0042] Die Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 kann ferner ermitteln, ob der erlaubte Betrieb
der Einrichtung 4 in der erfassten Lageorientierung und unter den betreffenden Bedingungen
einem normalen bzw. unkritischen Betrieb entspricht oder einen Grenzfall darstellt.
[0043] Wenn dies der Fall ist, kann die Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 eine insbesondere
qualifizierte Warnmeldung erzeugen.
[0044] Auch eine solche Warnmeldung kann insbesondere wieder akustisch und/oder optisch
und/oder per elektronischer Datenweitergabe (z.B. in Form eines Fehlertelegramms)
generiert und beispielsweise über eine der Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 nachgeschaltete
Wiedergabeeinheit 18 wiedergegeben werden. Dabei kann für die Fehlermeldung und die
Warnmeldung insbesondere ein und dieselbe Wiedergabeeinheit 18 verwendet werden. Grundsätzlich
sind jedoch auch getrennte Wiedergabeeinheiten für die beiden Meldungen denkbar.
[0045] Die durch die Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 durchgeführte Ermittlung der Bedingungen,
unter welchen die Einrichtung 4 betreibbar ist, kann insbesondere die Ermittlung einer
Leistungsbegrenzung für die Einrichtung 4, die Ermittlung eines Ruhestroms für ein
aktiv geregeltes Magnetlager der Einrichtung 4 und/oder die Ermittlung einer Kühlung
wenigstens eines Bereichs der Einrichtung 4 umfassen.
[0046] Als Lagedetektor 6 kann beispielsweise ein Beschleunigungssensor vorgesehen sein.
[0047] Die Einrichtung 4 kann beispielsweise eine Vakuumpumpe 20 und eine mit dieser verbundene
Hilfseinrichtung 22 wie insbesondere eine Schmiermittelpumpe (vgl. auch die Fig. 3
bis 6) umfassen. Dabei kann beispielsweise ein Lagedetektor 6 der Vakuumpumpe 20 und
ein Lagedetektor 6 der Schmiermittelpumpe 22 zugeordnet sein, um die Lageorientierung
der Vakuumpumpe 20 und die Lageorientierung der Schmiermittelpumpe 22 zu überwachen..
[0048] Zudem kann das System 2 eine mit der Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 verbundene
Eingabeschnittstelle umfassen, über die ein die Lageorientierung der Einrichtung 4
betreffender Referenzwert eingebbar ist.
[0049] Fig. 2 zeigt eine geschnittene Ansicht einer Vakuumpumpe 20, nämlich einer Turbomolekularpumpe,
als Bestandteil einer Einrichtung 4, bei der das erfindungsgemäße System bzw. das
erfindungsgemäße Verfahren anwendbar ist.
[0050] In der Fig. 3 ist eine seitliche Außenansicht dieser Vakuumpumpe gezeigt, wobei zudem
deren Drehlager über eine seitlich neben der Rotorwelle angeordnete Förderpumpe 110
mit Betriebsmittel versorgt wird, die einen weiteren Bestandteil der Einrichtung 4
bildet, bei der das erfindungsgemäße System bzw. das erfindungsgemäße Verfahren anwendbar
ist.
[0051] In der Fig. 4 ist eine geschnittene Teilansicht der Vakuumpumpe gemäß Fig. 3 gezeigt.
Eine geschnittene Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform der der Vakuumpumpe
gemäß Fig. 4 zugeordneten Förderpumpe 110 ist in der Fig. 5 wiedergegeben. Fig. 6
zeigt eine geschnittene Ansicht eines Mündungsbereichs zweier Vorlaufkanäle, die in
einen gemeinsamen Vorlauf der Vakuumpumpe gemäß Fig. 3 münden.
[0052] Die in Fig. 2 gezeigte Vakuumpumpe umfasst einen von einem Einlassflansch 68 umgebenen
Pumpeneinlass 70 sowie mehrere Pumpstufen zur Förderung des an dem Pumpeneinlass 70
anstehenden Gases zu einem in Fig. 2 nicht dargestellten Pumpenauslass. Die Vakuumpumpe
umfasst einen Stator mit einem statischen Gehäuse 72 und einen in dem Gehäuse 72 angeordneten
Rotor mit einer um eine Rotationsachse 14 drehbar gelagerten Rotorwelle 12.
[0053] Die Vakuumpumpe ist als Turbomolekularpumpe ausgebildet und umfasst mehrere pumpwirksam
miteinander in Serie geschaltete turbomolekulare Pumpstufen mit mehreren mit der Rotorwelle
12 verbundenen turbomolekularen Rotorscheiben 16 und mehreren in axialer Richtung
zwischen den Rotorscheiben 16 angeordneten und in dem Gehäuse 72 festgelegten turbomolekularen
Statorscheiben 26, die durch Distanzringe 36 in einem gewünschten axialen Abstand
zueinander gehalten sind. Die Rotorscheiben 16 und Statorscheiben 26 stellen in dem
Schöpfbereich 50 eine in Richtung des Pfeils 58 gerichtete axiale Pumpwirkung bereit.
[0054] Die Vakuumpumpe umfasst außerdem drei in radialer Richtung ineinander angeordnete
und pumpwirksam miteinander in Serie geschaltete Holweck-Pumpstufen. Der rotorseitige
Teil der Holweck-Pumpstufen umfasst eine mit der Rotorwelle 12 verbundene Rotornabe
74 und zwei an der Rotornabe 74 befestigte und von dieser getragene zylindermantelförmige
Holweck-Rotorhülsen 76, 78, die koaxial zu der Rotationsachse 14 orientiert und in
radialer Richtung ineinander geschachtelt sind. Ferner sind zwei zylindermantelförmige
Holweck-Statorhülsen 80, 82 vorgesehen, die ebenfalls koaxial zu der Rotationsachse
14 orientiert und in radialer Richtung ineinander geschachtelt sind. Die pumpaktiven
Oberflächen der Holweck-Pumpstufen sind jeweils durch die einander unter Ausbildung
eines engen radialen Holweck-Spalts gegenüberliegenden radialen Mantelflächen jeweils
einer Holweck-Rotorhülse 76, 78 und einer Holweck-Statorhülse 80, 82 gebildet. Dabei
ist jeweils eine der pumpaktiven Oberflächen glatt ausgebildet - vorliegend diejenige
der Holweck-Rotorhülse 76 bzw. 78 - und die gegenüberliegende pumpaktive Oberfläche
der Holweck-Statorhülse 80, 82 weist eine Strukturierung mit schraubenlinienförmig
um die Rotationsachse 14 herum in axialer Richtung verlaufenden Nuten auf, in denen
durch die Rotation des Rotors das Gas vorangetrieben und dadurch gepumpt wird.
[0055] Die Vakuumpumpe umfasst einen Antriebsmotor 104 zum drehenden Antreiben des Rotors,
dessen Läufer durch die Rotorwelle 12 gebildet ist. Eine Steuereinheit 106 steuert
den Motor 104 an.
[0056] Die drehbare Lagerung der Rotorwelle 12 wird durch ein als Wälzlager ausgebildetes
Drehlager 84 im Bereich des Pumpenauslasses und ein Permanentmagnetlager 86 im Bereich
des Pumpeneinlasses 70 bewirkt.
[0057] Das Permanentmagnetlager 86 umfasst eine rotorseitige Lagerhälfte 88 und eine statorseitige
Lagerhälfte 90, welche jeweils einen Ringstapel aus mehreren in axialer Richtung aufeinandergestapelten
permanentmagnetischen Ringen 92, 94 umfassen, wobei sich die Magnetringe 92, 94 unter
Ausbildung eines radialen Lagerspalts 96 gegenüberliegen.
[0058] Innerhalb des Magnetlagers 86 ist ein Not- bzw. Fanglager 98 vorgesehen, welches
als ungeschmiertes Wälzlager ausgebildet ist und im normalen Betrieb der Vakuumpumpe
ohne Berührung leer läuft und erst bei einer übermäßigen radialen Auslenkung des Rotors
gegenüber dem Stator in Eingriff gelangt, um einen radialen Anschlag für den Rotor
zu bilden, der eine Kollision der rotorseitigen Strukturen mit den statorseitigen
Strukturen verhindert.
[0059] Das Drehlager 84 wird mit einem Betriebsmittel, wie etwa einem Schmiermittel, versorgt.
Dabei kann, wie Fig. 2 zeigt, im Bereich des Drehlagers 84 an der Rotorwelle 12 eine
konische Spritzmutter 100 mit einem zu dem Drehlager 84 hin zunehmenden Außendurchmesser
vorgesehen sein, die mit zumindest einem Abstreifer eines mehrere mit einem Betriebsmittel,
wie zum Beispiel einem Schmiermittel, getränkte saugfähige Scheiben 102 umfassenden
Betriebsmittelspeichers in gleitendem Kontakt steht. Im Betrieb wird das Betriebsmittel
durch kapillare Wirkung von dem Betriebsmittelspeicher über den Abstreifer auf die
rotierende Spritzmutter 100 übertragen und infolge der Zentrifugalkraft entlang der
Spritzmutter 100 in Richtung des größer werdenden Außendurchmessers der Spritzmutter
100 zu dem Drehlager 84 hin gefördert, wo es zum Beispiel eine schmierende Funktion
erfüllt.
[0060] Bei der in Fig. 3 gezeigten Darstellung ist - wie in Fig. 2 - der Einlassflansch
68 der Pumpe nach oben gerichtet und die Rotationsachse 14 der in Fig. 3 nicht gezeigten
Rotorwelle 12 ist in einem Winkel von 0 Grad zur Vertikalen angeordnet. Bei dieser
Raumlage ist die Pumpe aufrecht ausgerichtet. Wird die Pumpe dagegen auf den Kopf
gestellt, so weist der Einlassflansch 68 nach unten. Die Rotationsachse 14 befindet
sich dann in einem Winkel zur Vertikalen von 180 Grad.
[0061] Der Aufbau der Pumpe der Fig. 3 entspricht dem Aufbau der Pumpe von Fig. 2. Allerdings
wird bei der Pumpe der Fig. 3 das Drehlager 84 über eine seitlich neben der Rotorwelle
12 angeordnete Förderpumpe 110 mit Betriebsmittel versorgt, wie mit Bezug auf die
Fig. 4 näher ausgeführt wird.
[0062] Die Förderpumpe 110 ist dazu ausgebildet, das Betriebsmittel in wenigstens einen
Vorlauf 112 zu fördern, über den das Betriebsmittel dem Drehlager 84 zugeführt wird.
Zur Rückführung des Betriebsmittels vom Drehlager 84 zur Förderpumpe sind ein erster
Rücklauf 114 sowie ein zweiter Rücklauf 116 vorgesehen.
[0063] Der erste Rücklauf 114 weist seitlich unterhalb des Drehlagers 84 einen Spalt 118
auf, der an seinem radial äußeren Ende in einen ersten Rücklaufkanal 120 mündet, der
nach radial außen und nach unten weg zu einem ersten Reservoir 122 geführt ist.
[0064] Das über den Vorlauf 112 zugeführte Betriebsmittel gelangt in den trichterförmigen
Speicher 124 unterhalb der Spritzmutter 100, die wie vorstehend mit Bezug auf Fig.
2 beschrieben wurde, das Betriebsmittel zu dem Wälzlager 84 hin fördert, wo es zum
Beispiel eine schmierende Funktion erfüllt. Vom Wälzlager 84 tropft das Betriebsmittel
ab und gelangt im Wesentlichen aufgrund der Wirkung der Schwerkraft über den Spalt
118 und den ersten Rücklaufkanal 120 in das erste Reservoir 122.
[0065] Bei der Darstellung der Fig. 4 ist die Pumpe wie bei den Darstellungen der Fig. 2
und 3 aufrecht ausgerichtet. Der in Fig. 4 nicht gezeigte Flansch 68 befindet sich
folglich an der Oberseite der Pumpe und die Rotationsachse 14 der Rotorwelle 12 weist
einen Winkel zur Vertikalen von 0° auf. Eine derartige Ausrichtung der Pumpe wird
nachfolgend auch als Raumlage von 0° bezeichnet.
[0066] Wie Fig. 4 zeigt, weist die Förderpumpe 110 einen ersten Einlass 126 auf, über den
das Betriebsmittel vom ersten Reservoir 122 in einen ersten Arbeitsraum 128 der Förderpumpe
gelangen kann. Der erste Einlass 126 ist dabei in einer Trennwand 130 ausgebildet,
die das erste Reservoir 122 vom ersten Arbeitsraum 128 abtrennt. Außerdem befindet
sich der erste Einlass 126 bei der Raumlage von 0° an der im Wesentlichen tiefsten
Stelle in der Trennwand 130, so dass das Betriebsmittel auch bei einem geringen Pegel
im ersten Reservoir 122 in den ersten Arbeitsraum 128 gelangen kann.
[0067] Die Förderpumpe 110 wird mit Bezug auf die Fig. 5 näher beschrieben. Die Förderpumpe
110 ist in Art einer Drehschieberpumpe ausgebildet und weist einen in einem Gehäuse
132 um eine Drehachse 134 drehbaren Rotor auf, der nachfolgend als Förderrotor 136
bezeichnet wird. Im Förderrotor 136 sind über Flieh- und Federkraft radial bewegbare
Schieber 138 angeordnet. Im Inneren des Gehäuses 132 befindet sich der erste Arbeitsraum
128, der durch das Gehäuse 132, den Förderrotor 136 und den jeweiligen sich in Drehrichtung
140 des Förderrotors mitbewegenden Schieber 138 räumlich begrenzt wird.
[0068] Dreht sich der Förderrotor 136 in der Förderrichtung 140, so wird das über den ersten
Einlass 126 in den ersten Arbeitsraum 128 gelangte Betriebsmittel vom Förderrotor
über einen bei 90° liegenden ersten Auslass 142 in einen ersten Vorlaufkanal 144 gefördert,
der in den Vorlauf 112 mündet (vgl. Fig. 6).
[0069] Bei der aufrechten Ausrichtung der Förderpumpe ist der zweite Rücklauf 116 funktionslos.
Wird die Pumpe dagegen auf den Kopf gestellt, so dass der Flansch 68 (vgl. Fig. 3)
unten liegt und die Rotationsachse 14 einen Winkel von 180° mit der Vertikalen einschließt,
dann wird der erste Rücklauf 114 funktionslos und das Betriebsmittel gelangt über
den zweiten Rücklauf 116 zurück zur Förderpumpe 110, wie nachfolgend beschrieben wird.
[0070] Der zweite Rücklauf 116 weist einen zweiten Rücklaufkanal 146 auf, der bezogen auf
die Raumlage der Pumpe von 0° entsprechend der Fig. 4 von einem radial neben und oberhalb
des Drehlagers 84 liegenden Sammelbereich 148 für das Betriebsmittel weg nach radial
außen und nach oben zu einem zweiten Reservoir 150 geführt ist, das wiederum über
die Trennwand 130 von einem weiteren, zweiten Arbeitsraum 152 der Förderpumpe 110
getrennt ist.
[0071] In der Trennwand 130 ist ein zweiter Einlass 154 vorgesehen, über den das Betriebsmittel
vom zweiten Reservoir 150 in den zweiten Arbeitsraum 152 gelangen kann. Der zweite
Einlass 154 befindet sich bei auf dem Kopf stehender Pumpe, also bei einer Raumlage
der Pumpe von 180°, im unteren Bereich der Pumpe. Das Betriebsmittel kann daher auch
bei einem geringen Pegel im zweiten Reservoir 150 in den zweiten Arbeitsraum 152 gelangen.
[0072] Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, wird das in den zweiten Arbeitsraum 152 gelangte
Betriebsmittel von dem jeweiligen Schieber 138 bei sich in Drehrichtung 140 drehendem
Förderrotor 136 zu einem bei 270° angeordneten zweiten Auslass 156 gefördert. Der
zweite Auslass 156 mündet in einen zweiten Vorlaufkanal 158, der wiederum wie der
erste Vorlaufkanal 144 in den Vorlauf 112 mündet.
[0073] Wie Fig. 6 zeigt, ist im Mündungsbereich des ersten und zweiten Vorlaufkanals 144,
158 eine Rücklaufverhinderungseinrichtung 160 angeordnet, die dazu ausgebildet ist,
zu verhindern, dass über den ersten Vorlaufkanal 144 in den gemeinsamen Vorlauf 112
strömendes Betriebsmittel in den zweiten Vorlaufkanal 158 und, umgekehrt, über den
zweiten Vorlaufkanal 158 zugeführtes Betriebsmittel in den ersten Vorlaufkanal 144
gelangt. Die Rücklaufverhinderungseinrichtung 160 stellt somit gewissermaßen sicher,
dass kein Kurzschluss zwischen den beiden Vorlaufkanälen 144, 158 auftritt.
[0074] Die Rücklaufverhinderungseinrichtung 160 ist in funktioneller Hinsicht in Art eines
pneumatischen Oder-Ventils ausgebildet. Die Rücklaufverhinderungseinrichtung 160 bildet
im Mündungsbereich der beiden Vorlaufkanäle 144 und 158 einen vergrößerten Raumbereich
162, in welchem eine Kugel 164 angeordnet ist, die in Abhängigkeit von der Betriebsmittelströmung
einen der beiden Vorlaufkanäle 144, 158 verschließen kann. Wie beispielhaft in Fig.
6 gezeigt ist, wird die Kugel 164 von einer vom ersten Vorlaufkanal 144 kommenden
Betriebsmittelströmung gegen die Mündung des zweiten Vorlaufkanals 158 gedrückt und
verschließt diesen dadurch.
[0075] Die Rücklaufverhinderungseinrichtung 160 kann in Art eines Rückschlagelements oder
eines Absperrelements, wie etwa ein Absperrventil, ausgebildet sein. Die Rücklaufverhinderungseinrichtung
160 kann auch als ein manuell, Schwerkraft-, druck- oder elektrisch getriebenes Element,
welches je nach Vakuumpumpenlage den ersten oder zweiten Vorlaufkanal 144, 158 mit
einem Schieber oder einer Klappe verschließt (nicht gezeigt), ausgebildet sein.
[0076] Entsprechend den vorstehenden Ausführungen kann bei der mit Bezug auf die
[0077] Fig. 3 bis 6 beschriebenen Pumpe bei einer Raumlage der Pumpe von 0°, also bei einer
aufrecht ausgerichteten Pumpe wie in Fig. 3, das Betriebsmittel über den ersten Rücklauf
114 zur Förderpumpe 110 gelangen. Dagegen kann bei auf dem Kopf stehender Pumpe, also
bei einer Raumlage der Pumpe, bei der die Rotationsachse 14 einen Winkel zur Vertikalen
von 180° einschließt, das Betriebsmittel über den zweiten Rücklauf 116 vom Drehlager
84 zur Förderpumpe 110 gelangen.
[0078] Dabei kann mittels des erfindungsgemäßen Systems 2 bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens
die aktuelle Einbauorientierung der Pumpe 20 und/oder die Einbauorientierung der Hilfseinrichtung
22 bzw. der Förderpumpe 110 entsprechend überwacht werden. Dazu können der Pumpe 20
bzw. der Hilfseinrichtung 22 in der zuvor beschriebenen Weise wenigstens ein oder
mehrere Lagedetektoren 6 zugeordnet werden.
[0079] Wird die Lageorientierung der Hilfseinrichtung 22 bzw. der Förderpumpe 110 entsprechend
überwacht, so kann die Förderpumpe beispielsweise auch mit nur einem der beiden Rückläufe
114, 116 versehen sein. So kann über das erfindungsgemäße System 2 gegebenenfalls
festgestellt werden, ob die Förderpumpe 110 eine solche Lage einnimmt, bei der das
Betriebsmittel über den betreffenden Rücklauf zur Förderpumpe 110 gelangen kann.
[0080] Da eine All-Lagen-Fähigkeit einer Förder- oder Schmiermittelpumpe häufig nur schwer
erreicht werden kann, ist es also von Vorteil, wenigstens einen Lagedetektor innerhalb
der Schmiermittelpumpe anzubringen bzw. dieser zuzuordnen. Schmiermittelpumpen werden
nach wie vor häufig je nach Anwendungsfall um 180° gedreht montiert, obwohl entsprechende
Förderkanäle an der Turbomolekularpumpe für beide Montagearten vorhanden sind. Die
nicht genutzten Förderkanäle werden jedoch häufig durch Dichtungen verschlossen.
[0081] Mit dem erfindungsgemäßen System 2 kann nunmehr sichergestellt werden, dass das Bedienungspersonal
die Turbopumpe richtig herum betreibt bzw. die Schmiermittelpumpe nach einem Service
oder dergleichen wieder richtig herum montiert wird. Die aktuelle Einbauorientierung
kann mittels des erfindungsgemäßen Systems zuverlässig überprüft werden. Dabei bringt
ein innerhalb der Schmiermittelpumpe angeordneter Lagedetektor den Vorteil mit sich,
dass er automatisch stets richtig herum zur Einbaulage mitgedreht wird.
[0082] Bei einer Drehschieberpumpe mit einem Schmiermittelsumpf beispielsweise kann durch
die erfindungsgemäße Überwachung der Einbauorientierung sichergestellt werden, dass
eine ungünstige Ausrichtung oder Schiefstellung und entsprechend eine Störung der
Schmiermittelversorgung erkannt wird.
[0083] Wie bereits erwähnt, kann die Ermittlung der Bedingungen, unter welchen die Vakuumpumpe
4 betreibbar ist, unter anderem insbesondere auch die Ermittlung eines von der erfassten
Lageorientierung abhängigen Ruhestroms für wenigstens ein insbesondere aktiv geregeltes
Magnetlager der Einrichtung 4 umfassen.
[0084] Fig. 7 zeigt hierzu eine rein beispielhaft skizzierte Anordnung verschiedener Magnetlager
(magnetischer Lager) 170, 172 174 einer Pumpe 20 mit Antriebsmotor 170 , bei der es
sich insbesondere um eine Turbomolekularpumpe handelt. Demgegenüber zeigt Fig. 8 die
Lageranordnung gemäß Fig. 7 bei horizontal ausgerichteter Pumpe 20.
[0085] In unterschiedlichen Lagen ist ein jeweils unterschiedlicher Ruhestrom in den betreffenden
aktiv geregelten magnetischen Lagern erforderlich, um die Rotormasse zu tragen. Beim
vorliegenden Ausführungsbeispiel trägt das sogenannte radiale Schwerpunkt-Magnetlager
172 bei einer in der Fig. 8 dargestellten horizontalen Ausrichtung der Pumpe 20 einen
Großteil der Rotormasse. Dagegen wird bei der in der Fig. 7 dargestellten vertikalen
Ausrichtung der Pumpe 20 oder in einer (nicht gezeigten) um 180° umgekehrten "Kopfstand"-Position
die gesamte Rotormasse von dem axialen Magnetlager 170 getragen, das dementsprechend
einen deutlich erhöhten Ruhestrom aufweist.
[0086] Durch die infolge einer aktiven Regelung auftretenden Schwankungen wird die Lageerkennung
der Lager nicht beeinflusst, soweit der Gleichanteil der jeweiligen überwachten Messkanäle
betrachtet wird.
[0087] In diesem Fall ist es insbesondere auch sinnvoll, je nach Orientierung eine unterschiedliche
thermische Kennlinie einzusetzen, da die Ruheströme bzw. Gleichanteile die verlustbehafteten
Lager erwärmen und dementsprechend je nach Ausrichtung, Lage und/oder Orientierung
der Pumpe die Wärmeeinbringung in das Gesamtsystem insbesondere auch durch unterschiedliche
Wirkungsgrade der Lagertypen sowohl verschieden verteilt als auch absolut unterschiedlich
ist.
[0088] Zudem ist eine Kühlung in Abhängigkeit von dem jeweiligen Bereich der Pumpe unterschiedlich
gut möglich. Dabei sind in der Praxis Erwärmungen des ein Schwerpunktlager bildenden
magnetischen Radiallagers 172 häufig deutlich schwieriger zu kühlen, als dies im Bereich
des magnetischen Axiallagers 170 oder im Bereich anderer Radiallager möglich wäre.
Die Pumpe 20 kann also, innerhalb gegebener Temperaturgrenzen, bei unterschiedlichen
Orientierungen unterschiedlich große Mengen an Gas pumpen, bis die Drehzahl bzw. Leistung
bei Erreichen von Warnschwellen oder Fehlergrenzen abgeregelt wird.
[0089] Wie ebenfalls bereits erwähnt, kann die durch die Steuer- und/oder Auswerteeinheit
10 des erfindungsgemäßen Systems 2 durchgeführte Ermittlung der Bedingungen, unter
welchen die Einrichtung 4 betreibbar ist, insbesondere auch die Ermittlung einer von
der erfassten Lageorientierung abhängigen Kühlung wenigstens eines Bereichs der Einrichtung
4 umfassen.
[0090] Fig. 9 zeigt hierzu in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform
einer konvektionsgekühlten Einrichtung 4, bei der das erfindungsgemäße System anwendbar
ist.
[0091] In der Darstellung gemäß Fig. 9 ist die konvektionsgekühlte Einrichtung 4 so orientiert
ist, dass sich deren Kühlrippen 176 in vertikaler Richtung erstrecken. Dagegen ist
die konvektionsgekühlte Einrichtung 4 in der Darstellung gemäß Fig. 10 so orientiert,
dass sich deren Kühlrippen 176 in horizontaler Richtung erstrecken.
[0092] Derartige konvektionsgekühlte Einrichtungen 4 müssen frei in der richtigen Richtung
umströmt werden, um ihre volle Leistungsfähigkeit zu erreichen. Dabei können insbesondere
sich in horizontaler Richtung erstreckende Kühlrippen 176 (vgl. Fig. 10) zu einer
geringeren Wärmeabgabe an die Umgebung und damit zu einer früheren Überhitzung der
Einrichtung 4 führen. Mittels des erfindungsgemäßen Systems 2 bzw. des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann nun auch hier sichergestellt werden, dass die betreffende Einrichtung
4 in der korrekten Einbauorientierung in Betrieb genommen wird, d.h. die Einrichtung
4 vor einer Inbetriebnahme entsprechend der Darstellung gemäß Fig. 9 so ausgerichtet
wird, dass sich die Kühlrippen 176 in vertikaler Richtung erstrecken.
[0093] Eine häufige Installationsart von Vakuumpumpen ist auch das Anflanschen an Deckel
oder Türen von großen Vakuum-Prozesskammern. Dabei ist es typischerweise das Ziel,
für eine einfachere Wartung bzw. Reinigung alle relevanten Anbauteile gemeinsam abzunehmen
und diese so zu lagern, dass alle Bestandteile gut zugänglich sind. Häufig werden
auch Beschickungs- und Entnahmeöffnungen derart gestaltet, dass dort Pumpen mit angebaut
sind. In bestimmten Fällen kann ein solcher Deckel oder eine solche Tür abgenommen
und für die Wartung in einer anderen Lage abgelegt oder während eines Anlagenzyklus
regelmäßig hin- und hergeklappt werden. Beide Fälle führen dazu, dass die Vakuumpumpe
sich für diesen Zeitraum in einer Lageorientierung befindet, die einen Betrieb nicht
oder nur mit Einschränkungen zulässt. Zudem werden Turbomolekularpumpen mit einer
Schmiermittelversorgung überwiegend so konstruiert, dass sie im Stillstand auch außerhalb
der vorgesehenen Betriebslage die Schmiermittelfüllung nicht verlieren bzw. sich die
Schmiermittelfüllung nicht in bestimmte Bereiche verläuft. Dies trifft jedoch nur
für die stillstehende Vakuumpumpe zu. Außerhalb der vorgesehenen Ausrichtung darf
die Pumpe in der Regel nicht in Betrieb genommen werden, da es sonst zu Schmiermittelverlusten
im Bereich des Schöpfraums kommen kann.
[0094] Auch in diesem Fall versetzt die Kenntnis der aktuellen Orientierung die Steuer-
und/oder Auswerteeinheit 10 des Systems 2 (vgl. Fig. 1), die in die Steuerelektronik
der Pumpe integriert oder auch getrennt von dieser vorgesehen sein kann, in die Lage,
Startanforderungen gegebenenfalls mit einer Fehlermeldung abzulehnen, so dass die
Integrität der Pumpe und insbesondere deren Schmiermittelversorgung gesichert bleibt.
[0095] Generell kann die Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 des erfindungsgemäßen Systems
2 in der Steuerelektronik der betreffenden Einrichtung 4 oder auch getrennt davon
vorgesehen sein.
[0096] Zudem kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die betreffenden Bedingungen, unter
denen die Einrichtung 4 gegebenenfalls betreibbar ist, zumindest teilweise durch die
Steuer- und/oder Auswerteeinheit 10 des erfindungsgemäßen Systems 2 selbst herbeigeführt
oder zumindest eingeleitet werden können.
Bezugszeichenliste
[0097]
- 2
- System
- 4
- Einrichtung
- 6
- Lagedetektor
- 8
- Ausgangssignal
- 10
- Steuer- und/oder Auswerteeinheit
- 12
- Rotorwelle
- 14
- Rotationsachse
- 16
- Rotorscheibe
- 18
- Wiedergabeeinheit
- 20
- Pumpe, Vakuumpumpe
- 22
- Hilfseinrichtung, Schmiermittelpumpe
- 26
- Statorscheibe
- 36
- Distanzring
- 50
- Schöpfbereich
- 58
- Pfeil
- 68
- Einlassflansch
- 70
- Pumpeneinlass
- 72
- Gehäuse
- 74
- Rotornabe
- 76, 78
- Holweck-Rotorhülse
- 80, 82
- Holweck-Statorhülse
- 84
- Drehlager
- 86
- Permanentmagnetlager
- 88
- rotorseitige Lagerhälfte
- 90
- statorseitige Lagerhälfte
- 92, 94
- permanentmagnetischer Ring
- 96
- radialer Lagerspalt
- 98
- Fanglager
- 100
- Spritzmutter
- 102
- saugfähige Scheibe
- 104
- Antriebsmotor
- 106
- Steuereinheit
- 108
- Pumpenauslass
- 110
- Förderpumpe
- 112
- Vorlauf
- 114
- erster Rücklauf
- 116
- zweiter Rücklauf
- 118
- Spalt
- 120
- erster Rücklaufkanal
- 122
- erstes Reservoir
- 124
- Speicher
- 126
- erster Einlass
- 128
- erster Arbeitsraum
- 130
- Trennwand
- 132
- Gehäuse
- 134
- Drehachse
- 136
- Förderrotor
- 138
- Schieber
- 140
- Drehrichtung
- 142
- erster Auslass
- 144
- erster Vorlaufkanal
- 146
- zweiter Rücklaufkanal
- 148
- Sammelbereich
- 150
- zweites Reservoir
- 152
- zweiter Arbeitsraum
- 154
- zweiter Einlass
- 156
- zweiter Auslass
- 158
- zweiter Vorlaufkanal
- 160
- Rücklaufverhinderungseinrichtung
- 162
- Raumbereich
- 164
- Kugel
- 166
- Antriebsmotor
- 168
- Antriebsmotor
- 170
- Axiallager (axiales Magnetlager)
- 172
- radiales Lager (radiales Schwerpunkt-Magnetlager)
- 174
- radiales Lager (radiales Magnetlager)
- 176
- Kühlrippe
1. Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der Einbauorientierung einer Einrichtung (4),
insbesondere einer Vorrichtung, wie einer Pumpe (20) oder Vakuumpumpe, oder eines
der Steuerung, Regelung und/oder Schaltung bestimmter Eigenschaften und/oder Funktionen
einer Vorrichtung dienenden Gerätes,
bei dem die aktuelle Einbauorientierung der Einrichtung (4) durch wenigstens einen
der Einrichtung (4) zugeordneten Lagedetektor (6) erfasst wird und mittels einer Steuer-
und/oder Auswerteeinheit (10) überprüft wird, ob die Einrichtung (4) in der erfassten
Lageorientierung betrieben werden darf, sowie gegebenenfalls insbesondere auch ermittelt
wird, unter welchen Bedingungen die Einrichtung (4) betreibbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10) in dem Fall, dass ermittelt wurde,
dass die Einrichtung (4) in der erfassten Lageorientierung nicht betrieben werden
darf, eine Fehlermeldung erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10) in dem Fall, dass ermittelt wurde,
dass die Einrichtung (4) in der erfassten Lageorientierung betrieben werden darf,
außer der Ermittlung der Bedingungen, unter welchen die Einrichtung (4) betreibbar
ist, auch ermittelt wird, ob der Betrieb der Einrichtung (4) in der erfassten Lageorientierung
und unter den betreffenden Bedingungen einem normalen und entsprechend unkritischen
Betrieb entspricht oder einen insbesondere kritischen Grenzfall darstellt.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10) in dem Fall, dass ermittelt wurde,
dass der Betrieb der Einrichtung (4) in der erfassten Lageorientierung und unter den
betreffenden Bedingungen einen insbesondere kritischen Grenzfall darstellt, eine insbesondere
qualifizierte Warnmeldung erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der Bedingungen, unter welchen die Einrichtung (4) betreibbar ist,
die Ermittlung einer von der erfassten Lageorientierung abhängigen Leistungsbegrenzung
für die Einrichtung (4), die Ermittlung eines von der erfassten Lageorientierung abhängigen
Ruhestroms für wenigstens ein, insbesondere aktiv geregeltes, Magnetlager der Einrichtung
(4), und/oder die Ermittlung einer von der erfassten Lageorientierung abhängigen Kühlung
wenigstes eines Bereichs der Einrichtung (4) umfasst.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die aktuelle Einbauorientierung der Einrichtung (4) durch wenigstens einen der Einrichtung
zugeordneten schaltenden Sensor, insbesondere Flüssigkeitslageschalter, oder wenigstens
einen Beschleunigungssensor, insbesondere einen mikro-elektro-mechanischen Beschleunigungssensor,
erfasst wird.
7. System (2) zur Ermittlung und Bewertung der Einbauorientierung einer Einrichtung (4),
insbesondere einer Vorrichtung, wie einer Pumpe (20) oder Vakuumpumpe, oder eines
der Steuerung, Regelung und/oder Schaltung bestimmter Eigenschaften und/oder Funktionen
einer Vorrichtung dienenden Gerätes, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der vorstehenden Ansprüche,
mit wenigstens einem der Einrichtung (4) zugeordneten Lagedetektor (6) zur Erfassung
der aktuellen Einbauorientierung der Einrichtung (4) sowie einer auf die Ausgangssignale
(8) des Lagedetektors (6) ansprechenden Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10), die
dazu ausgebildet ist, automatisch zu überprüfen, ob die Einrichtung (4) in der erfassten
Lageorientierung betrieben werden darf, und gegebenenfalls insbesondere auch automatisch
zu ermitteln, unter welchen Bedingungen die Einrichtung (4) betreibbar ist.
8. System nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10) überdies dazu ausgebildet ist, in dem Fall,
dass ermittelt wurde, dass die Einrichtung (4) in der erfassten Lageorientierung nicht
betrieben werden darf, eine Fehlermeldung zu erzeugen.
9. System nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10) ferner dazu ausgeführt ist, in dem Fall,
dass ermittelt wurde, dass die Einrichtung (4) in der erfassten Lageorientierung betrieben
werden darf, außer zur Ermittlung der Bedingungen, unter welchen die Einrichtung (4)
betreibbar ist, auch zu ermitteln, ob der Betrieb der Einrichtung (4) in der erfassten
Lageorientierung und unter den betreffenden Bedingungen einem normalen unkritischen
Betrieb entspricht oder einen, insbesondere kritischen, Grenzfall darstellt.
10. System nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10) ferner dazu ausgeführt ist, in dem Fall,
dass ermittelt wurde, dass der Betrieb der Einrichtung (4) in der erfassten Lageorientierung
und unter den betreffenden Bedingungen einen insbesondere kritischen Grenzfall darstellt,
eine insbesondere qualifizierte Warnmeldung zu erzeugen.
11. System nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Steuer- und/oder Auswerteeinheit (10) durchgeführte Ermittlung der
Bedingungen, unter welchen die Einrichtung (4) betreibbar ist, die Ermittlung einer
von der erfassten Lageorientierung abhängigen Leistungsbegrenzung für die Einrichtung
(4), die Ermittlung eines von der erfassten Lageorientierung abhängigen Ruhestroms
für wenigstens ein, insbesondere aktiv geregeltes, Magnetlager der Einrichtung (4),
und/oder die Ermittlung einer von der erfassten Lageorientierung abhängigen Kühlung
wenigstes eines Bereichs der Einrichtung (4) umfasst.
12. System nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass als Lagedetektor (6) ein schaltender Sensor, insbesondere ein ein- oder mehrachsiger
Flüssigkeitslageschalter, oder ein Beschleunigungssensor, insbesondere ein ein- oder
mehrachsiger mikro-elektro-mechanischer Beschleunigungssensor vorgesehen ist.
13. System nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (4) eine Pumpe (20), insbesondere eine Vakuumpumpe, umfasst.
14. System nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (4) außer der Pumpe (20) eine mit dieser verbundene Hilfseinrichtung
(22), insbesondere eine Schmiermittelpumpe, umfasst, wobei wenigstens ein Lagedetektor
(6) der Pumpe (20) und/oder wenigsten ein Lagedetektor (6) der Hilfseinrichtung (22)
zugeordnet ist.