[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungseinrichtung für ein Kupplungs- oder Bremssystem
eines Kraftfahrzeugs, mit einem zwischen einer der Ruhestellung entsprechenden ersten
Endstellung und einer niedergedrückten zweiten Endstellung schwenkbaren Pedalhebel
sowie mit einem Energiespeicher, welcher durch seine Vorspannung den unbetätigten
Pedalhebel in der Ruhestellung hält und bei einer Stellung des Pedalhebels zwischen
einer Totpunktlage und der ersten Endstellung eine in Richtung der ersten Endstellung
gerichtete Kraft und bei einer Stellung des Pedalhebels zwischen der Totpunktlage
und der zweiten Endstellung eine in Richtung der zweiten Endstellung gerichtete Kraft
auf den Pedalhebel ausübt.
[0002] Bekannte Betätigungseinrichtungen für Kupplungs- oder Bremssysteme von Kraftfahrzeugen
weisen eine Federunterstützung auf, deren Zweck es ist, beim Betätigen der Kupplung/Bremse
die vom Fahrer auf den Pedalhebel aufzubringende Betätigungskraft zu vermindern. Üblicherweise
ist zur Unterstützung der Betätigungskraft beispielsweise beim Ein- und Ausrücken
der Kupplung eine an dem Pedalhebel angreifende Übertotpunktfeder vorgesehen, die
das unbetätigte Pedal in seiner Ruhestellung hält und die bei einer Schwenkbewegung
des Pedals zwischen der (eingerückten) Ruhestellung und der (ausgerückten) Endstellung
bis zum Erreichen eines Totpunkts zunächst eine in die Ruhestellung des Pedals gerichtete
Kraft bewirkt. Nach der Überwindung des Totpunkts unterstützt die Feder hingegen die
weitere Bewegung des Pedals durch eine in Richtung der vollständig niedergedrückten
Stellung wirkende Zusatzkraft.
[0003] Eine derartige Betätigungseinrichtung ist beispielsweise aus der
DE OS 29 23 027 bekannt. Eine Übertotpunktfeder wird zwischen einem als Kupplungspedal eingesetzten
Betätigungshebel und einem zum Fahrzeuggehäuse gehörenden Bauteil in vorgespanntem
Zustand verwendet. Durch Betätigen des Kupplungspedals wird die Übertotpunktfeder
noch stärker komprimiert bis zum Erreichen des Totpunkts, an dem der Drehpunkt des
Betätigungshebels und die beiden Anlenkpunkte der Übertotpunktfeder auf einer Linie
liegen, so dass von der Feder keine schwenkende Kraft auf den Betätigungshebel ausgeübt
wird. Nach der Überwindung des Totpunkts entspannt die Übertotpunktfeder und unterstützt
die Bewegung des Kupplungspedals in die niedergedrückte Endstellung. Durch die beim
Einrückvorgang erfolgende Entspannung der Lamellenfeder (Tellerfeder) der Kupplung
wird die Übertotpunktfeder wieder komprimiert, wodurch das Kupplungspedal in die Ausgangsstellung
zurückgebracht wird.
[0004] Durch den Einsatz von als Übertotpunktfedern ausgebildeten Energiespeichern soll
ein möglichst gleichmäßiger Verlauf der Betätigungskraft über den Pedalweg erreicht
werden. Dabei können diese Federeinrichtungen den Verlauf der Pedalkraft bzw. die
charakteristischen Punkte der Kupplungskennlinie - bezogen auf die maximale Pedalkraft,
den Drop-Off- Effekt und die Haltekraft - in gewissen Grenzen anpassen. Allerdings
können sie nicht auf Kraftstreuungen reagieren bzw. Abweichungen der Pedalkraft ausgleichen,
die beispielsweise durch Toleranzen der Bauteile bedingt sind.
[0005] Die Kupplungskennlinie und damit auch die Kennlinie der Pedalkraft über den Betätigungsweg
unterliegt den Kraftstreuungen des gesamten Kupplungssystems und damit maßgeblich
den Toleranzen der Kupplung. Diese Streuungen wirken sich bis in das Kupplungspedal
aus, wodurch die Betätigungskraft den gleichen Streuungen wie die Kupplung unterliegt.
Die auf eine Kupplung ausgelegte und mit einer festen Vorspannungsgröße versehene
Übertotpunktfeder ist nicht in der Lage, Kupplungstoleranzen auszugleichen. Das bedeutet,
dass bei einem Teil der Kupplungen zu niedrige und bei einem anderen Teil zu hohe
Werte hinsichtlich der Betätigungskraft am Pedal anliegen. Insbesondere innerhalb
einer Baureihe von Kraftfahrzeugen sind diese Schwankungen unerwünscht, da sie eine
ungleiche Haptik (Pedalgefühl) bezogen auf die aufzubringende Pedalkraft von einem
Fahrzeug zum anderen innerhalb dieser Baureihe bewirken.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, für eine Betätigungseinrichtung für ein
Kupplungs- oder Bremssystem eines Kraftfahrzeugs, mit einem zwischen einer der Ruhestellung
entsprechenden ersten Endstellung und einer niedergedrückten zweiten Endstellung schwenkbaren
Pedalhebel sowie mit einem Energiespeicher, welcher durch seine Vorspannung den unbetätigten
Pedalhebel in der Ruhestellung hält und bei einer Stellung des Pedalhebels zwischen
einer Totpunktlage und der ersten Endstellung eine in Richtung der ersten Endstellung
gerichtete Kraft und bei einer Stellung des Pedalhebels zwischen der Totpunktlage
und der zweiten Endstellung eine in Richtung der zweiten Endstellung gerichtete Kraft
auf den Pedalhebel ausübt, eine einfach aufgebaute und leicht nachrüstbare Lösung
zu schaffen, welche auf die Pedalkraft/Betätigungskraft bezogen eine annähernd gleiche
haptische Wahrnehmung, insbesondere innerhalb einer Baureihe von Kraftfahrzeugen,
ermöglicht.
[0007] Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des ersten Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Bei einer Betätigungseinrichtung für ein Kupplungs- oder Bremssystem eines Kraftfahrzeugs,
mit einem zwischen einer der Ruhestellung entsprechenden ersten Endstellung und einer
niedergedrückten zweiten Endstellung schwenkbaren Pedalhebel sowie mit einem Energiespeicher,
welcher durch seine Vorspannung den unbetätigten Pedalhebel in der Ruhestellung hält
und bei einer Stellung des Pedalhebels zwischen einer Totpunktlage und der ersten
Endstellung eine in Richtung der ersten Endstellung gerichtete Kraft und bei einer
Stellung des Pedalhebels zwischen der Totpunktlage und der zweiten Endstellung eine
in Richtung der zweiten Endstellung gerichtete Kraft auf den Pedalhebel ausübt, sind
erfindungsgemäß Mittel vorgesehen, mit welchen in Abhängigkeit von der an dem Pedalhebel
ermittelten Betätigungskraft die Vorspannung des Energiespeichers anpassbar ist.
[0009] In vorteilhafter Weise ist hierbei mittels einer Messvorrichtung die Betätigungskraft
an dem Pedalhebel messbar und mittels einer Verstellvorrichtung die Vorspannung des
Energiespeichers einstellbar. Dabei besteht die in Wirkverbindung mit dem als Übertotpunktfeder
ausgebildeten Energiespeicher stehende Verstellvorrichtung aus einem antreibbaren
Schraubteil und einem mit diesem wirkverbundenem Aufnahmeteil.
[0010] In einer vorteilhaften Ausbildung weist das Schraubteil einen mit einem Außengewinde
versehenen Schaft auf, der in eine mit einem Innengewinde versehene, entlang einer
Federachse der Übertotpunktfeder gerichtete, Längsbohrung des Aufnahmeteils eingreift.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass die Verstellvorrichtung und
der Energiespeicher/die Übertotpunktfeder in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht
sind. Die Übertotpunktfeder stützt sich dabei mit ihrem einen Ende an einem Kopfstück
des Aufnahmeteils und mit ihrem anderen Ende an einem Anlagering des Gehäuses ab.
[0012] In vorteilhafter Weise ist durch eine Drehbewegung des Schraubteils eine axiale Bewegung
des Aufnahmeteils entlang der Federachse der Übertotpunktfeder erzielbar. Dabei ist
das Schraubteil in einer bevorzugten Ausführung manuell antreibbar.
[0013] Eine andere vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass das Schraubteil computergesteuert
antreibbar ist.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass das Aufnahmeteil oder das Schraubteil
selbsthemmend ausgeführt ist und somit ein passives Lösen aus der eingestellten Stellung
nicht möglich ist. Vorzugsweise wird als Messeinrichtung zur Ermittlung der Betätigungskraft
eine an dem Pedalhebel ansetzbare Kraftmessdose verwendet.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und zugehöriger
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische räumliche Darstellung der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung des bei der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung
eingesetzten Energiespeichers mit Verstellvorrichtung.
[0016] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Betätigungseinrichtung
1 zum Betätigen einer nicht dargestellten Kupplung eines Kraftfahrzeuges gezeigt.
Die Betätigungseinrichtung 1 umfasst einen Pedalhebel 2 mit einer Pedalplatte 3 zum
Aufbringen einer Pedalkraft (Betätigungskraft), welcher um eine Drehachse A schwenkbar
an einem Pedalbock 4 angelenkt ist. Der Pedalhebel 2 weist einen Trägerarm 5 mit einem
ersten Anbindungspunkt P1 für einen als Übertotpunktfeder ausgebildeten Energiespeicher
6 auf. Die hier beispielsweise als Schraubenfeder (Druckfeder) ausgeführte Übertotpunktfeder
6 mit einer Federachse F ist in einem zylinderförmigen Gehäuse 7 untergebracht, wobei
ein Ende (Endwindung) der Übertotpunktfeder 6 sich an einem hier durch eine Durchmesserverringerung
gebildeten Anlagering 7.1 des vorzugsweise an den Enden offenen zylinderförmigen Gehäuses
7 abstützt. Die Übertotpunktfeder 6 weist einen weiteren Anbindungspunkt P2 auf, der
an einem pedalbockfest angeordneten Lagerelement 8 ausgebildet ist, und über den die
Übertotpunktfeder 6 schwenkbar an dem Pedalbock 4 angelenkt ist. Über den Anbindungspunkt
P1 ist die Übertotpunktfeder 6 verdrehbar an dem Pedalarm 2 gelagert. Dabei kann der
in Form der Übertotpunktfeder 6 in dem eigenständigen Gehäuse 7 angeordnete Energiespeicher
von Anfang an vorgesehen sein oder auch nachträglich zwischen Pedalbock 4 und Pedalhebel
2 angebracht werden.
[0017] Auf die an sich bekannte Wirkungsweise der zwischen Pedalhebel 2 und Pedalbock 4
angeordneten Übertotpunktfeder 6 wird hier nicht näher eingegangen. Erfindungswesentlich
ist hingegen die Anordnung einer Verstellvorrichtung V, die gemeinsam mit der Übertotpunktfeder
6 in dem Gehäuse 7 untergebracht ist, wobei sie teilweise von den Windungen der Übertotpunktfeder
6 umschlossen wird.
[0018] Die Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Schnittdarstellung der in dem Gehäuse 7 angeordneten
Übertotpunktfeder 6 und Verstellvorrichtung V. Dabei besteht die Verstellvorrichtung
V aus einem Schraubteil 9, welches mit einem sich entlang der Federachse F innerhalb
der Übertotpunktfeder 6 erstreckenden Aufnahmeteil 10 in Eingriff steht. Dabei weist
das Schraubteil 9 einen Schaft 9.1 auf, der in eine Längsbohrung 10.1 des Aufnahmeteils
10 eingreift. Der mit einem Außengewinde versehene Schaft 9.1 steht hierbei mit dem
mit einem Innengewinde ausgerüsteten Aufnahmeteil 10 in Eingriff. Ein sich an den
Schaft 9.1 anschließender Kopf 9.2 des Schraubteils 9 ist an dem Lagerelement 8 befestigt.
Das Aufnahmeteil 10 weist an seinem dem Lagerelement 8 zugewandten Ende ein in der
Art einer Mutter ausgeführtes Kopfstück 10.2 auf, welches von einer Durchmessererweiterung
des Aufnahmeteils 10 gebildet ist. Das Kopfstück 10.2 ist mit einer quer zu der Federachse
F angeordneten Stützfläche 10.3 versehen, die an einer Endwindung der Übertotpunktfeder
6 anliegt. Das dem Kopfstück 10.2 abgewandte Ende des zylinderförmigen Aufnahmeteils
10 ist hierbei kuppelförmig ausgeformt. In dem Kopf 9.2 des Schraubteils 9 ist eine
von dem Schaft 9.1 weggerichtete, beispielsweise als Innensechskant ausgebildete,
Ausnehmung 9.3, eingebracht, die zur Aufnahme eines eine Drehbewegung auf die Verstellvorrichtung
V aufbringendes Werkzeug, beispielsweise eines Schraubers (nicht gezeigt) dient. Dabei
kann die Verstellung manuell oder mittels eines hier nicht gezeigten Antriebes erfolgen,
der beispielsweise auch ein computergesteuerter Schrauber sein kann, der seine Infos
über einen Messrechner von einer am Pedalhebel 2 befindlichen Kraftmessdose erhält.
[0019] Bei der in Fig. 2 gezeigten Position der Verstellvorrichtung V befindet sich das
Aufnahmeteil10 mit seinem Kopfstück 10.2 zur Anlage an dem Kopf 9.2 des Schraubteils
9 bzw. an dem Lagerelement 8. Das Außengewinde des Schaftes 9.1 des Schraubteils 9
steht fast über seine gesamte Länge (Gewindegänge G) mit dem Innengewinde des Aufnahmeteils
10 in Eingriff. Die Übertotpunktfeder 6 ist nur minimal vorgespannt.
[0020] Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung ist folgende:
Zunächst wird der benötigte Wert der Vorspannung bestimmt, indem im fertiggestellten
Fahrzeug oder im fertigen Kupplungssystem die Pedalkraft ermittelt wird. Das geschieht
beispielsweise mittels der Kraftmessdose am Pedalhebel 2. Auf der Basis des ermittelten
Wertes wird dann (manuell oder computergesteuert) mittels eines Schraubers die Vorspannung
der Übertotpunktfeder 6 verändert, indem der Schrauber, z. B. ein Innensechskant-Schlüssel,
in die komplementär ausgebildete Ausnehmung 9.3 des Schraubteils 9 eingreift und eine
Drehbewegung des Schraubteils 9 bewirkt. Diese Drehbewegung wird über das Gewinde
G auf das Aufnahmeteil 10 übertragen, das sich dadurch in axialer Richtung entlang
der Federachse F der Übertotpunktfeder 6 relativ zu dem Schraubteil 9 bewegt.
[0021] Wird beispielsweise zur Angleichung der haptischen Wahrnehmung bei Fahrzeugen innerhalb
einer Baureihe eine größere Vorspannung benötigt, erfolgt mittels des Antriebes eine
Verdrehung des sich in axialer Richtung nicht bewegenden Schraubteils 9, wodurch sich
- bedingt durch das Gewinde G - das Aufnahmeteil 10 in der mit einem Pfeil angezeigten
Richtung entlang der Federachse F der Übertotpunktfeder 6 "aufschraubt". Dabei werden
die sich an dem Kopfstück 10.2 abstützenden Federwindungen komprimiert und die Vorspannung
der Übertotpunktfeder 6 somit vergrößert. Das Aufnahmeteil 10 der Verstelleinrichtung
V ist dabei selbsthemmend ausgeführt, um ein selbstständiges Lösen von dem Schraubteil
9 zu verhindern. Als sichernde Maßnahme kann auch ein loses Mutternteil mit versetztem
Gewinde vorgesehen sein, um eine einfache aktive Verstellung im Fahrzeugwerk zu ermöglichen,
aber kein passives Rückstellen zu erlauben. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführung
ist die Vorspannung von einem Minimum zu einem Maximum veränderbar (s. Pfeilrichtung).
Bei einer entsprechenden Anordnung von Schraubteil 9 und Aufnahmeteil 10 zueinander
kann die Vorspannung auch in die andere Richtung verändert werden, d. h. von einem
maximalen zu einem minimalen Wert.
[0022] Es ist auch möglich, im Servicefall diese Prozedur zu wiederholen und eine neue Einstellung
- im Anschluss an die Messung durch die Kraftmessdose - vorzunehmen, um über die Lebensdauer
eine konstant gleiche Kennlinie bereit zu stellen.
[0023] Eine weitere Möglichkeit der Ermittlung des Wertes zur Verstellung der Vorspannung
der Übertotpunktfeder 6 sieht vor, die Kupplung im Herstellungswerk zu vermessen und
mit entsprechend maschinenlesbaren Markierungen (DMC) zu versehen, wodurch sie bis
in das fertige Fahrzeug verfolgbar wäre. Allerdings ist das mit einem hohen logistischen
Aufwand verbunden. Zudem könnten nicht alle Toleranzen (Ausrücksystem, Kupplungsmontage
etc.) erfasst werden.
[0024] Mittels des adaptiven, verstellbaren, Energiespeichers - hier durch die Übertotpunktfeder
6 gebildet - ist es nach vorheriger Messung möglich, Kupplungssystemtoleranzen bezüglich
der Pedalkraft auszugleichen und eine über alle Fahrzeuge einer Baureihe gleiche Kupplungskennlinie
bereitzustellen. Je nach Grad der Vorspannung unterstützt die Übertotpunktfeder 6
die Pedalkraftkurve mal mehr und mal weniger. Somit kann eine zumindest annähernd
gleiche Haptik bei Fahrzeugen einer Baureihe erzielt werden.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Betätigungseinrichtung
- 2
- Pedalhebel
- 3
- Pedalplatte
- 4
- Pedalbock
- 5
- Trägerarm
- 6
- Energiespeicher/Übertotpunktfeder/Schraubenfeder/Druckfeder
- 7
- Gehäuse
- 7.1
- Anlagering
- 8
- Lagerelement
- 9
- Schraubteil
- 9.1
- Schaft
- 9.2
- Kopf
- 9.3
- Ausnehmung
- 10
- Aufnahmeteil/Mutter
- 10.1
- Längsbohrung
- 10.2
- Kopfstück
- 10.3
- Stützfläche
- A
- Drehachse
- F
- Federachse
- G
- Gewinde
- P1
- Anbindungspunkt an Pedalhebel
- P2
- Anbindungspunkt an Pedalbock
- V
- Verstellvorrichtung
1. Betätigungseinrichtung für ein Kupplungs- oder Bremssystem eines Kraftfahrzeugs, mit
einem zwischen einer der Ruhestellung entsprechenden ersten Endstellung und einer
niedergedrückten zweiten Endstellung schwenkbaren Pedalhebel (2) sowie mit einem Energiespeicher
(6), welcher durch seine Vorspannung den unbetätigten Pedalhebel (2) in der Ruhestellung
hält und bei einer Stellung des Pedalhebels (2) zwischen einer Totpunktlage und der
ersten Endstellung eine in Richtung der ersten Endstellung gerichtete Kraft und bei
einer Stellung des Pedalhebels (2) zwischen der Totpunktlage und der zweiten Endstellung
eine in Richtung der zweiten Endstellung gerichtete Kraft auf den Pedalhebel (2) ausübt,
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, mit welchen in Abhängigkeit von der an dem Pedalhebel (2)
ermittelten Betätigungskraft die Vorspannung des Energiespeichers (6) anpassbar ist.
2. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Messvorrichtung die Betätigungskraft an dem Pedalhebel (2) messbar
und mittels einer Verstellvorrichtung (V) die Vorspannung des Energiespeichers (6)
einstellbar ist.
3. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in Wirkverbindung mit dem als Übertotpunktfeder ausgebildeten Energiespeicher
(6) stehende Verstellvorrichtung (V) aus einem antreibbaren Schraubteil (9) und einem
mit diesem wirkverbundenen Aufnahmeteil (10) besteht.
4. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schraubteil (9) einen mit einem Außengewinde versehenen Schaft (9.1) aufweist,
der in eine mit einem Innengewinde versehene, entlang einer Federachse (F) der Übertotpunktfeder
(6) gerichtete, Längsbohrung (10.1) des Aufnahmeteils (10) eingreift.
5. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung (V) und der Energiespeicher/die Übertotpunktfeder (6) in
einem gemeinsamen Gehäuse (7) untergebracht sind.
6. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Übertotpunktfeder (6) mit ihrem einen Ende an einem Kopfstück (10.2) des
Aufnahmeteils (10) und mit ihrem anderen Ende an einem Anlagering (7.1) des Gehäuses
(7) abstützt.
7. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Drehbewegung des Schraubteils (9) eine axiale Bewegung des Aufnahmeteils
(10) entlang der Federachse (F) der Übertotpunktfeder (6) erzielbar ist.
8. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schraubteil (9) manuell oder computergesteuert antreibbar ist.
9. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (10) oder das Schraubteil (9) selbsthemmend ausgeführt ist.
10. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Messeinrichtung zur Ermittlung der Betätigungskraft eine an dem Pedalhebel (2)
ansetzbare Kraftmessdose verwendbar ist.