[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Befestigungssystem für eine informationsfläche
an einem Fahrzeugaufbau nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 und Verfahren zur Befestigung
einer informationsfläche an einem Fahrzeugaufbau nach dem Oberbegriff von Anspruch
14.
[0002] Informationsflächen werden aus vielerlei Gründen an Fahrzeugaufbauten angeordnet,
vor allem aber, um die Fahrzeugaufbauten als Werbeträger zu verwenden, da auf diese
Weise eine große Reichweite für die so ausgefahrene Werbung besteht. Hierzu sind verschiedene
Befestigungssysteme bekannt.
[0003] So beschreibt die
EP 02 133 96 A1 die allgemeine Lehre, Werbeträger lösbar auf LKW-Aufbauten anzuordnen, nämlich beispielsweise
mittels Klettverschluss, Reißverschluss oder Druckknöpfen.
[0004] Die
DE 298 08 653 U1 beschreibt eine Bespannungsplane mit Einschubtaschen zur Präsentation von Werbeinformationen
für mobile Einrichtungen, wobei Einschuböffnungen für die Werbung in der Bespannungsplane
vorgesehen sind und die Werbung mittels Zugbändern in die Einschubtaschen eingezogen
werden kann.
[0005] Zumeist werden aber Lösungen verwendet, bei denen die Informationsfläche als Plane
mit Kedern ausgebildet ist und die Keder in entsprechende am Fahrzeugaufbau angeordnete
Kederschienen eingeführt und arretiert wird, wobei ggf. noch eine Verspannung der
Informationsfläche vorgesehen ist, so dass diese keine Falten wirft. Solche Lösungen
sind beispielsweise in
DE 20 2009 012 024 U1,
US 2007/0113 448 A1,
WO 2004/081908 A1 und
EP 24 239 08 A1.
[0006] Um entsprechende Verbindungen von Fahrzeugaufbau und Informationsfläche windschlüpfrig
zu gestalten, ist es bekannt, Verblendungen vorzusehen, wie es beispielsweise in
US 2002/005 6215 A1 und
WO 00/57394 beschrieben ist.
[0007] Diese vorgenannten Befestigungssysteme sind nur an Seitenwänden von Fahrzeugaufbauten
einsetzbar, wo keinen Türen oder dgl. vorgesehen sind. Außerdem lassen sich diese
Informationsflächen nur mit großem Aufwand an den Fahrzeugaufbauten befestigen.
[0008] Aus der
DE 20 2009 002 769 U1 Ist ein Befestigungssystem für ein Heckplanen-Werbesystem bekannt, bei dem zwei vertikal
verlaufende Befestigungsschienen mit Kederhalterung vorgesehen sind, wobei die eine
Kederschiene eine Ausgleichsmöglichkeit für Seitwärtsbewegungen der Plane durch das
elastische Element 12 bereit stellt. Durch die seitlich, also parallel zu Türscharnieren
angeordneten Kederschienen, wird zwar die Öffnung der Türenflügel bei abgenommener
Informationsfläche nicht behindert, allerdings ist auch hier die Informationsflächen
nur mit großem Aufwand an den Fahrzeugaufbauten befestigbar.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Befestigungssystem
und ein Verfahren zur Befestigung bereitzustellen, mit dem die Nachteile bestehender
Lösungen überwunden werden. Insbesondere soll mit der vorliegenden Erfindung eine
Lösung vorgeschlagen werden, bei der die Informationsfläche im laufenden Betrieb des
Fahrzeugs, d.h. außerhalb eines Fahrzeugdepots, beispielsweise unterwegs im Stillstand
des Fahrzeugs, sehr schnell und unkompliziert angebracht und wieder entfernt werden
kann, eine platzsparende Verstauung der Informationsfläche und damit verbundener Befestigungselemente
ermöglicht wird und/oder die Verwendung im Zusammenhang speziell mit Containern ermöglicht
wird. Außerdem ist Insbesondere wünschenswert, wenn die Lösung so ausgebildet ist,
dass bei einer heckseitigen Anbringung der Informationsfläche sich die Türen dann
öffnen lassen, wenn die Informationsfläche vom Fahrzeugaufbau entfernt wurde.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst mit dem erfindungsgemäßen Befestigungssystem nach Anspruch
1 und dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Anspruch 14. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.
[0011] Die Erfinder haben erkannt, dass die gestellte Aufgabe in überraschender Art und
Weise dadurch konstruktiv besonders einfach und kostengünstig gelöst werden kann,
wenn zumindest eine erste Befestigung und zumindest eine zweite Befestigung der Informationsfläche
an dem Fahrzeugaufbau bereitgestellt werden, bei denen jeweils korrespondierende erste
bzw. zweite Befestigungselemente der Informationsfläche und des Fahrzeugaufbaus zusammenwirken,
wobei über die zweite Befestigung eine die erste Befestigung sichernde Vorspannung
bereitgestellt wird, wobei die erste Befestigung eine gesteckte Befestigung Ist.
[0012] Dann lässt sich die Informationsfläche besonders schnell an dem Fahrzeugaufbau befestigen,
weil die erste Befestigung durch Anstecken der ersten Befestigungselemente der Informationsfläche
an die ersten Befestigungselemente des Fahrzeugaufbaus erfolgt, und die erste Befestigung
und damit die gesamte Befestigung der Informationsflächa am Fahrzeugaufbau ist auch
Im Betrieb sicher, weil durch die über die zweite Befestigung bereitgestellte Vorspannung
die erste Befestigung automatisch gesichert, d.h. arretiert wird.
[0013] Unter "Anstecken" werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung alle möglichen Befestigungsarten,
wie Einhaken eines Befestigungselements in das andere verstanden, allerdings keine
Keder-Verbindung, also keine Verbindungen, bei der ein großflächiges Einschieben erfolgt.
[0014] Unter "sichernde Vorspannung" werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung jegliche
Verbindungen verstanden, bei der ein Lösen der angesteckten ersten Befestigungselemente
verhindert wird. Es kann sich dabei nur um einen statischen Zug handeln oder auch
um einen federbelasteten Zug, wodurch vorteilhafter Weise Faltenwürfe und dgl. verhindert
werden können. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Vorspannung in der selben Richtung
wirkt, wie das Anstecken, wobei das Anstecken und das Vorspannen an gegenüberliegenden
Seiten der Informationsfläche bereitgestellt werden. Dann müssen die Befestigungselemente
nur an zwei gegenüberliegenden Seiten vorgesehen werden. Dies ist bei den Kederverbindungen
des Standes der Technik ebenfalls nicht der Fall, weil hier die die Vorspannung über
eine senkrecht angeordnete Seite bereitgestellt werden muss, so dass für eine Befestigung
mit Kederhalterung mehr als zwei Seiten zur Befestigung notwendig sind.
[0015] Das erfindungsgemäße Befestigungssystem für eine Informationsfläche, insbesondere
eine Werbefläche, an einem Fahrzeugaufbau, insbesondere einem Container, zeichnet
sich somit dadurch aus, dass die Informationsfläche und der Fahrzeugaufbau korrespondierende
erste Befestigungselemente aufweisen, die so miteinander koppelbar sind, dass die
Informationsfläche an den Fahrzeugaufbau ansteckbar ist, wobei die Informationsfläche
und der Fahrzeugaufbau korrespondierende zweite Befestigungselemente aufweisen, die
miteinander so koppelbar sind, dass eine die Kopplung der ersten korrespondierenden
Befestigungselemente sichernde Vorspannung bereitgestellt wird.
[0016] In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Fahrzeugaufbau ein Container,
bevorzugt ein ISO-Container (Seefrachtcontainer) ist. Es kann auch ein sogenannter
Wechselaufbau verwendet werden. Solche Container sind standardisiert, so dass auch
das Befestigungssystem standardisiert ausgeführt werden kann.
[0017] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Informationsfläche eine
Plane umfasst. Vor allem sogenannte LKW-Planen, die eine hohe Reißfestigkeit aufweisen,
kommen hierbei in Betracht.
[0018] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Informationsfläche heckseitig
am Fahrzeugaufbau angeordnet ist. Dann ist die Information besonders gut lesbar, da
beim Lesen von einem anderen Fahrzeug aus, die Relativgeschwindigkeit bezogen auf
den Abstand sich weniger nachteilig auswirkt als bei Anordnungen an Seitenflächen
des Fahrzeugaufbaus.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Fahrzeugaufbau in einer zur Informationsfläche
senkrecht angeordneten Fläche zumindest ein Loch als ein erstes Befestigungselement
aufweist, in das ein hakenähnliches Element als ein erstes korrespondierendes Befestigungselement
der Informationsfläche eingreift. Dann lässt sich das Anstecken besonders einfach
umsetzen, während der Fahrzeugaufbau ohne angeordnete Informationsfläche keine überstehenden
Teile aufweist.
[0020] Eine besonders stabile und sichere erste Befestigung ergibt sich, wenn das erste
Befestigungselement der Informationsfläche einen Anschlag aufweist, der sich gegenüber
dem korrespondierenden ersten Befestigungselement des Fahrzeugaufbaus abstützt, wobei
die Anschlagfläche des Anschlags bevorzugt parallel zur Informationsfläche verläuft.
[0021] Eine besonders sichere zweite Befestigung ist dann gegeben, wenn der Fahrzeugaufbau
in einer zur Informationsfläche parallel angeordneten Fläche zumindest ein Langloch
mit Hinterschneidungen als zweites Befestigungselement aufweist und das korrespondierende
zweite Befestigungselement der Informationsfläche einen Stecker umfasst, der in einer
ersten Stellung in das Langloch einführbar und in einer zweiten Stellung mit Hilfe
von zumindest einem hinteren Anschlag hinter den Hinterschneidungen im Langloch arretierbar
ausgebildet ist.
[0022] In diesem Zusammenhang Ist es bevorzugt, dass der Stecker zumindest einen vorderen
Anschlag aufweist, der sich gegenüberliegend von den Hinterschneidungen am Langloch
abstützt, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass der vordere und der hintere Anschlag
in Bezug auf das Langloch einander annäherbar sind, wobei insbesondere vorgesehen
ist, dass eine Sicherung der angenäherten Position von vorderem und hinterem Anschlag
vorgesehen ist.
[0023] Besonders vorteilhaft für die Montage der zweiten Befestigung ist es, wenn das zweite
Befestigungselement der Informationsfläche ein arretierbares Spannelement, bevorzugt
einen Spanngurt aufweist, das insbesondere von einem mit dem korrespondierenden zweiten
Befestigungselement koppelbaren Element lösbar ausgebildet ist.
[0024] Die Sicherheit kann noch dadurch erhöht werden, dass parallel zur lösbaren Verbindung
zwischen Spannelement und koppelbaren Element eine erste, bevorzugt lösbare Sicherung
vorgesehen ist, die bei einem ungewollten Lösen der Verbindung die Informationsfläche
mit dem koppelbaren Element verbunden hält.
[0025] Alternativ oder zusätzlich kann zur Erhöhung der Sicherheit der Befestigung der Informationsfläche
am Fahrzeugaufbau vorgesehen sein, dass eine zweite, bevorzugt lösbare Sicherung vorgesehen
ist, die ein erstes Befestigungselement und ein zweites Befestigungselement der Informationsfläche
verbindet, wobei die Informationsfläche Insbesondere mit der zweiten Sicherung verbunden
ist.
[0026] Das Befestigungssystem ist dann für den Bediener, der zumeist auch gleichzeitig Fahrer
des Fahrzeugaufbaus ist, besonders einfach zu montieren, wenn zwei erste Befestigungselemente
der Informationsfläche gegenüberliegend an einem beide verbindenden Verbindungselement
angeordnet sind, das bevorzugt als Stange oder Rohr und insbesondere teilbar ausgebildet
ist. Durch die teilbare Ausbildung, kann der Platzbedarf reduziert werden.
[0027] Es muss sich dabei nicht um zwei erste Befestigungselemente handeln, obwohl dies
bevorzugt ist, sondern es können auch drei oder mehrere erste Befestigungselemente
vorgesehen werden.
[0028] "Teilbar" meint in diesem Zusammenhang nicht nur auftrennbar, sondern auch faltbar
und dgl., wobei die voneinander geteilten Elemente miteinander verbunden bleiben.
[0029] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Informationsfläche ein Versteifungsmittel
aufweist, das sich bevorzugt über eine Seite der Informationsfläche vollständig erstreckt.
Dieses Verstelfungsmittel kann das vorgenannte, die ersten Befestigungselemente verbindende
Verbindungsmittel sein, muss es aber nicht.
[0030] Sehr zweckmäßig ist es, wenn das Versteifungsmittel zumindest ein Scharnier aufweist,
das eine Zusammenfaltung des Verstelfungsmittels auf ein kleineres Maß ermöglicht.
Dann muss das Verstelfungsmittel nicht von der Informationsfläche entnommen werden,
sondern kann daran verbleiben, wobei alles zusammen auf ein solches Packmaß verkleinert
werden kann, das einen Transport beispielsweise im Führerhaus einer Zugmaschine zulässt.
Es können ein oder mehrere Scharniere vorgesehen werden, je nachdem wie klein das
Packmaß gehalten werden soll.
[0031] Es Ist bevorzugt, dass dieses Scharnier arretierbar ausgebildet ist, so dass das
Versteifungsmittel im vollständig ausgefalteten Zustand sich nicht unbeabsichtigt
einfalten kann, sondern eine ausreichende Aussteifung der Informationsfläche bereitstellt.
[0032] Eine solche Arretierung kann beispielsweise mittels einer verschiebbaren Hülse erreicht
werden, die in einer das Scharnier überspannenden Stellung am Versteifungsmittel fixiert
werden kann.
[0033] Wenn die Informationsfläche Eingriffsmittel aufweist, und zum Eingriff in diese Eingriffsmittel
ein Hebeelement mit korrespondierenden Eingriffsmitteln vorgesehen ist, mit dessen
Hilfe die ersten Befestigungselemente der Informationsfläche an den Fahrzeugaufbau
ansteckbar ist, wobei das Hebeelement bevorzugt eine Stange oder Rohr aufweist und
insbesondere teilbar ausgebildet Ist, dann lässt sich die Montage sehr schnell bewerkstelligen.
Durch die teilbare Ausbildung des Hebeelements wird wiederum der Platzbedarf verringert.
Bevorzugt weist das Hebeelement eine Auflagefläche mit einer Längserstreckung auf,
die das ausbalancierte Ablegen des Verbindung- bzw. Verseifungsmittels darauf ermöglicht,
weil dadurch eine besonders sichere und Betätigung mit dem Hebeelement erfolgen kann.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Längserstreckung der Auflagefläche zumindest 5%,
bevorzugt zumindest 10%, Insbesondere etwa 15% der Längserstreckung des Verbindung-
bzw. Versteifungsmittels beträgt, weil dann die Ausbalancierung sehr leicht fällt.
[0034] Eine besonders stabile Befestigung vor allem im Fahrbetrieb ergibt sich dann, wenn
zwischen zumindest zwei ersten Befestigungselementen und/oder zwischen zumindest zwei
zweiten Befestigungselementen und/oder zumindest einem ersten und einem zweiten Befestigungselement
der Informationsfläche Verstärkungen, insbesondere durch Umsäumungen, Aufklebungen,
Aufschwelßungen, Aufnähungen und dgl., vorgesehen sind.
[0035] Unabhängiger Schutz wird beansprucht für das erfindungsgemäße Verfahren zum Befestigen
einer Informationsfläche, insbesondere einer Werbefläche, an einem Fahrzeugaufbau,
insbesondere einem Container, das sich dadurch auszeichnet, dass an Informationsfläche
und Fahrzeugaufbau korrespondierende erste Befestigungselemente angeordnet werden,
die so miteinander koppelbar sind, dass die Informationsfläche an den Fahrzeugaufbau
ansteckbar ist, wobei an Informationsfläche und Fahrzeugaufbau korrespondierende zweite
Befestigungselemente angeordnet werden, die miteinander so koppelbar sind, dass eine
gegen eine die Kopplung der ersten korrespondierenden Befestigungselemente sichernde
Vorspannung bereitgestellt wird.
[0036] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass zur Befestigung das erfindungsgemäße
Befestigungssystem verwendet wird.
[0037] Die Kennzeichen und weitere Vorteile der Erfindung werden im Rahmen der folgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit den Figuren
deutlich werden. Dabei zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- das erfindungsgemäße Befestigungssystem in einer Ansicht von der Seite,
- Fig. 2
- das erfindungsgemäße Befestigungssystem nach Fig. 1 in einer Ansicht von Hinten,
- Fig. 3a, b, c
- verschiedene Ansichten der ersten Befestigungselemente der informationsfläche des
erfindungsgemäßen Befestigungssystems nach Fig. 1,
- Fig. 4a, b, c
- verschiedene Ansichten der ersten Befestigung des erfindungsgemäßen Befestigungssystems
nach Fig. 1,
- Fig. 5
- Draufsicht auf das zweite Befestigungselement der Informationsfläche des erfindungsgemäßen
Befestigungssystems nach Fig. 1,
- Fig. 6a, b
- Ansichten eines Teils des zweiten Befestigungselements der Informationsfläche nach
Fig. 5,
- Flg. 7
- eine Übersichtsdarstellung zu den ersten und zweiten Befestigungselementen des Fahrzeugaufbaus
des erfindungsgemäßen Befestigungssystems nach Fig. 1,
- Fig. 8a, b
- Ansichten des Hebeelement des erfindungsgemäßen Befestigungssystems nach Fig. 1
- Fig. 9a, b
- verschiedene Ansichten der ersten Befestigung des erfindungsgemäßen Befestigungssystems
nach Fig. 1 in einer alternativen Ausgestaltung und
- Fig. 10
- die erste Befestigung nach Fig. 9a, b in einem zusammengefalteten Zustand.
[0038] In den Fig. 1 bis 8b ist eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Befestigungssystems
1 in verschiedenen Ansichten im Ganzen bzw. teilweise rein schematisch dargestellt.
Die Fig. 9a, b und 10 zeigen eine alternative Ausgestaltung.
[0039] Es ist zu erkennen, dass das Befestigungssystem 1 als Hauptelemente eine LKW-Plane
3 als Informationsfläche aufweist, die als Werbeträger bedruckt gestaltet ist (nicht
gezeigt) und an einem Fahrzeugaufbau 5 befestigt ist, der als See-Container ausgeführt
ist (vgl. Fig. 1 und 2). Außerdem weist das Befestigungssystem 1 Elemente für eine
erste Befestigung 7 (vgl. Fig. 1, 2, 3a, 3b, 3c, 4a, 4b, 4c, Fig. 7) und Elemente
für eine zweite Befestigung 9 wgl. Fig. 1, 2, 5a, 6a, 6b, 7) zwischen Informationsfläche
3 und Fahrzeugaufbau 5 auf. Schließlich ist eine Anhebestange 11 als Hebeelement für
einen Bediener, beispielsweise den Fahrer 12 vorgesehen (vgl. Fig. 8a, 8b).
[0040] Es ist weiter zu erkennen, dass zwei erste Besteigungselemente 13 der Informationsfläche
3 an einer teilbaren Verbindungsstange 15 angeordnet sind (vgl. Fig. 3a, 3b). Die
ersten Befestigungselemente 13 weisen Jeweils an der Verbindungsstange 15 angeschweißt
ein hakenförmiges Eingriffselement 17 und einen Anschlag 19 auf.
[0041] Die Verbindungsstange 15 weist ein erstes 21 und ein zweites Verbindungsstangentell
23 auf und an dem ersten Verbindungsstangenteil 21 ist eine Hülse 25 angeschweißt,
in die das zweite Verbindungsstangenteil 23 einsteckbar ist. Zur Sicherung der Verbindungsstange
15 im zusammengesteckten Zustand ist ein Bolzen 27 vorgesehen, der die Hülse 25 und
das zweite Verbindungsstangenteil 23 durchgreift, wobei der Bolzen 27 mittels einer
Kette 29 an der Hülse 25 beweglich angeordnet ist.
[0042] Die Informationsfläche 3 weist an Ihrem oberen Ende 31 einen hohlen Saum 33 auf,
durch den die Verbindungsstange 15 geführt ist. Zur seitlichen Festlegung der Informationsfläche
3 an der Verbindungsstange 15, sind zwei an der Verbindungsstange 15 noch oben vorstehende
Stifte 35 angeordnet, die jeweils in ein an der Informationsfläche 3 befindliches
Loch eingreifen (nicht gezeigt), das zur Verstärkung mit einer Metallöse 36 versehen
ist. Durch die mittels der zweiten Befestigung 9 aufgebrachte Vorspannung wird ein
Herausziehen des Stiftes 35 aus der Öse 36 verhindert.
[0043] Zusätzlich sind an den Anschlägen 19 der ersten Besteigungselemente 13 der Informationsfläche
3 Durchbrechungen 37 angeordnet, deren Funktion weiter unten beschrieben wird. Die
zweiten Besteigungselemente 39 der Informationsfläche 3 umfassen einen Spanngurt 41
als Spannelement, der in für den Fachmann geläufiger Weise mit einer arretierbaren
Ratsche 42 ausgerüstet ist und dessen eines Ende an der Informationsfläche 3 aufgenäht
ist und dessen anderes Ende in einen J-förmigen Haken 43 mündet, der in einen Stecker
45 als koppelbares Element zur Verbindung eingehakt werden kann (vgl. Fig. 5).
[0044] Das koppelbare Element 45 weist entsprechend den Fig. 6a, 6b eine Grundplatte 47
als vorderen Anschlag auf, die mit einem Schlitz 49 zur Aufnahme des J-förmigen Hakens
43 des Spannelements 41 versehen ist. Weiterhin ist an dem vorderen Anschlag 47 eine
quadratische Aufnahme 51 angeordnet, in das der quadratische Teil 53 eines hinteren
Anschlags 55 eingreift. Der hintere Anschlag 55 läuft mittels eines Innengewindes
57 auf dem Außengewinde 59 eines Schraubelements 61, das einen Griff 63 und einen
Begrenzer 64 aufweist, mit dem das vollständige Herausschrauben des Schraubelementes
61 aus dem hinteren Anschlag 55 verhindert wird.
[0045] Der hintere Anschlag 55 ist ovaler Form, die aus Kreisbögen und Geradestücken zusammengesetzt
ist.
[0046] Außerdem weist der vordere Anschlag 47 benachbart des Schlitzes 49 zwei Durchbrechungen
65, 67 auf und am Griff 63 sind ebenfalls zwei Durchbrechungen 68 vorgesehen, deren
aller Funktion weiter unten beschrieben wird.
[0047] In Fig. 7 ist zu erkennen, dass die ersten 69 und zweiten Befestigungselemente 71
des Fahrzeugaufbaus 5 als obere 69 und untere 71 normgemäße Eckstücken eines Seefracht-Containers
5 ausgebildet sind.
[0048] Dabei weist das erste Befestigungselement 69 des Fahrzeugaufbaus 5 unter anderem
eine senkrecht zur Informationsfläche 3 angeordnete Fläche 73 auf, in der sich ein
parallel zur Fahrtrichtung L ausgerichtetes Langloch 75 befindet, das in einen Hohlraum
77 im Inneren des Eckstücks 69 mündet. Parallel zur Informationsfläche 3 ist eine
vordere Fläche 78 angeordnet.
[0049] Das zweite Befestigungselement 71 des Fahrzeugaufbaus 5 weist unter anderem eine
parallel zur Informationsfläche 3 angeordnete Fläche 79 auf, In der sich ein parallel
zur Vertikalen V ausgerichtetes Langloch 81 befindet, das in einen Hohlraum 83 im
Inneren des Eckstücks 71 mündet. Dieser Hohlraum 83 bildet in Bezug auf das Langloch
81 eine ringsum laufende Hinterschneidung.
[0050] Aus den Fig. 1 und 2 geht hervor, dass je ein metallenes Sicherungsseil 85 mittels
eines Karabiners (nicht gezeigt) beidseits der Informationsfläche 3 an der Durchbrechung
37 (vgl. auch Figur 3b) festgelegt ist. Dieses Sicherungsseil 85 Ist durch entsprechende
Ösen 89 der Informationsfläche 3 geführt und mittels eines weiteren Karabiners 91
an dem Spannelement 41 festgelegt (vgl. auch Fig. 5). Der Karabiner 91 sichert dabei
gleichzeitig den Spannmechanismus 42, so dass dieser nicht verstellt werden kann.
[0051] Aus Fig. 5 geht hervor, dass an der Informationsfläche 3 beidseits Metellösen 92
angeordnet sind, an der der Karabiner 93 eines Sicherungssells 94 festgelegt ist.
Mittels eines weiteren Karabiners 95 ist das Sicherungsseil 94 an der Durchbrechung
67 des vorderen Anschlags 47 festgelegt.
[0052] Welterhin ist erkennbar, dass der Griff 61 gegenüber einem Lösen mittels eines Splints
97 gesichert ist, der über eine Kette 99 an der Durchbrechung 65 des vorderen Anschlags
47 festgelegt ist. Der Splint 97 greift dabei In eine der im Griff 63 befindlichen
Durchbrechungen 68 ein.
[0053] Zur Verstärkung der Informationsfläche 3 sind deren Ränder 101, 103, 105, 107 gesäumt
ausgeführt. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass auf der Rückseite der Informationsfläche
3 diagonal verlaufende Verstärkungen in Form von Aufklebungen, Aufschweißungen, Aufnähungen
und dgl. angeordnet sind (nicht gezeigt).
[0054] Aus Fig. 8a und 8b wird deutlich, dass das Hebeelement 11 eine Stange 109 umfasst
und einen an deren Spitze fixierten flachen Querträger 111, an dessen äußeren Enden
113, 115 jeweils zwei Schenkel 117, 117', 119 U-Förmig nach oben wegstehen. Der Querträger
111 ist gegenüber der Achse A der Stange 109 geneigt angeordnet, so dass deren Einsatz
für den Bediener 12 ergonomisch erfolgen kann (vgl. Fig. 1). Zusätzlich kann vorgesehen
sein, dass die Stange 109 teilbar ausgebildet ist (nicht gezeigt).
[0055] Der Rand 101 am oberen Ende 31 der Informationsfläche 3 weist eine zu den Schenkeln
119 korrespondierende Durchbrechung 221 auf, in die die Schenkel 119 eingreifen können,
um gemeinsam mit den Schenkeln 117,117' die Verbindungsstange 15 zu greifen.
[0056] In Fig. 2 ist weiterhin zu erkennen, dass die Hecktüren 223 des Fahrzeugaufbaus 5
in üblicher Art und Weise mit Verriegelungen 225 in der verschlossenen Stellung fixiert
werden, wobei entsprechende Sicherungen 227 vorgesehen sind, die ein unbeabsichtigtes
Öffnen der Verriegelung 225 verhindern. Zusätzlich können vom Zoll Verplombungen 229
eingesetzt werden, um beispielsweise ein unbefugtes Öffnen des Fahrzeugaufbaus 5 beim
Transit kenntlich zu machen.
[0057] Weiterhin ist zu erkennen, dass die untere Kante 105 der Informationsfläche 3 sich
nur soweit nach unten erstreckt, dass die Verplombung 229 noch sichtbar ist und dadurch
umstandslos durch Behörden kontrolliert werden kann.
[0058] Es sind für das erfindungsgemäße Befestigungssystem 1 keinerlei dauerhafte Veränderungen
am Fahrzeugaufbau 5 notwendig, da hierfür einzig auf die bei Seefracht-Containern
5 üblicherweise vorhandenen Langlöcher 75, 81 in den Eckstücken 69, 71 zugegriffen
wird.
[0059] Die Montage des Befestigungssystems 1 erfolgt nun folgendermaßen.
[0060] Wenn noch nicht erfolgt, dann wird die Verbindungsstange 15 beidseits in den hohlen
Saum 33 der Informationsfläche 3 eingesetzt und darin ggf. zusammengefügt, wobei die
Ösen 36 an den Stiften 35 festgelegt werden. Die Karabiner des Sicherungssells 85
werden an den Durchbrechungen 37 befestigt.
[0061] Die Schenkel 119 des Hebeelements 11 werden in die Durchbrechung 221 eingeführt,
um gemeinsam mit den Schenkeln 117, 117' die Verbindungsstange 15 zu greifen. Durch
den Querträger 111, der eine Längserstreckung von ca. 15% der Längserstreckung der
Verbindungsstange 15 aufweist, kann die Verbindungsstange auf dem Hebeelement 11 sicher
abgelegt werden und ist gleichzeitig durch die mittige Anordnung des Hebeelements
11 gegenüber der Verbindungsstange 15 ausbalanciert, so dass die Handhabung für die
Person 225 keine Probleme bereitet.
[0062] Die Verbindungsstange 15 wird, wie in Fig. 1 zu erkennen Ist, von einer Person 225
mithilfe des Hebeelements 11 angehoben und so platziert, dass die hakenförmigen Eingriffselemente
17 in die Langlöcher 75 der ersten Befestigungselemente 69 des Fahrzeugaufbaus 5 eingreifen.
Die Verbindungsstange 15 wird daraufhin mit Hilfe des Hebeelements 11 abgesenkt und
stützt sich nun mit den oberen Abschnitten 18 der hakenförmigen Eingriffselemente
17 auf den Flächen 73 der ersten Befestigungselemente 69 des Fahrzeugaufbaus 5 ab,
während sich zusätzlich die Anschläge 19 an den vorderen Flächen 78 abstützen, so
dass die Verbindungsstange 15 gegenüber allen Bewegungen außer vertikal V nach oben
gerichtet festgelegt ist und so die in Fig. 1 und 2 dargestellte erste Befestigung
7 ausgebildet ist.
[0063] Die koppelbaren Elemente 45 der zweiten Befestigungselemente 39 der Informationsfläche
3 werden mit den zweiten Befestigungselementen 71 des Fahrzeugaufbaus 5 gekoppelt.
Dazu werden die koppelbaren Elemente 45 um 90° gegenüber der Vertikalen V gedreht
und dann die hinteren Anschläge 55 jeweils durch die korrespondierenden Langlöcher
81 eingeführt und durch erneute Drehung gegenüber der Vertikalen V um ca -80° bis
-90° dadurch arretiert, dass die hinteren Anschläge 55 jeweils in die Hinterschneldungen
83 eingreifen. Zur Fixierung der zweiten Befestigungen 9 werden die Schraubelemente
61 angezogen, wodurch die hinteren Anschläge 55 an die vorderen Anschläge 47 angenähert
werden, um die zweiten Befestigungselemente 71 des Fahrzeugaufbaus 5 zwischen sich
zu fixieren. Zur Sicherung dieser Fixierung werden die Splinte 97 in die Durchbrechungen
der Griffe 63 eingefügt.
[0064] Anschließend werden die J-förmigen Hakenelemente 43 In die korrespondierenden Schlitze
49 eingeführt und die Spannmechanismen 42 solange betätigt, bis die Informationsfläche
3 straff und faltenfrei zwischen den ersten 7 und zweiten Befestigungen 9 gespannt
ist. Auf diese Weise ist eine (statische) Vorspannung der Informationsfläche 3 erzeugt,
die die Kopplung der ersten Befestigungselemente 13, 69 von Informationsfläche 3 und
Fahrzeugaufbau 5, also die erste Befestigung 7 sichert. Zusätzlich könnte beispielsweise
zwischen Spannmechanismus 42 und Informationsfläche 3 ein Federelement (nicht gezeigt)
vorgesehen werden, um eine Ausgleichswirkung bereitzustellen.
[0065] Dann werden die Spannmechanismen 42 mittels der Karabiner 91 blockiert, wodurch zugleich
das sicherungssell 85 festgelegt Ist. Außerdem werden die Karabiner 95 an den vorderen
Anschläge 47 festgelegt.
[0066] Über das Sicherungsseil 85 ist selbst bei einem Einreißen der Informationsfläche
3 gesichert, dass die erste Befestigung 7 sich nicht löst. Außerdem werden seitlich
an die Informationsfläche 3 angreifende Windlasten abgefangen. Mit dem Sicherungsseil
94 wird das Befestigungssystem 1 gegen ein Reißen eines Spannelements 41 gesichert.
Der Splint wiederum verhindert wirksam ein Lösen der Fixierung zwischen koppelbaren
Element 45 und zweitem Befestigungselement 71 des Fahrzeugaufbaus 5.
[0067] Auf diese Weise genügt das Befestigungssystem 1 den einschlägigen Vorschriften zur
Ladungssicherung (u.a. § 22 (1) StVO, § 22 D29 BGV, VDI 2700 Pkt. 2, DIN EN 12641-1
und Art. 30 StVÜb) und kann sofort im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden.
[0068] Zum Abbau des Befestigungssystems 1 werden zuerst die Karabiner 91 und 95 gelöst,
dann der Spannmechanismus 42 so weit gelockert, dass die J-förmigen Hakenelemente
43 aus den korrespondierenden Schlitzen 49 entnommen werden können. Dann werden die
Splinte 97 aus den Griffen 93 entfernt und die Fixierung zwischen koppelbaren Elementen
45 der Informationsfläche 3 und zweitem Befestigungselement 71 des Fahrzeugaufbaus
5 so weit gelöst, dass die koppelbaren Elemente 45 der Informationsfläche 3 um 90°
zur Vertikalen V gedreht und dadurch aus den zweitem Befestigungselementen 71 des
Fahrzeugaufbaus 5 entnommen werden können. Anschließend wird die Verbindungsstange
15 mit dem Hebeelement 11 ergriffen und vom Fahrzeugaufbau 5 abgehoben und auf der
Erde abgelegt. Dort wird die Informationsfläche 3 sauber ausgebreitet und beispielsweise
um die Verbindungsstange 15 zusammengerollt, wozu die Verbindungsstange 15 nicht zerlegt
werden muss. Zusätzlich könnte vorgesehen sein, dass der Querträger 111 vom Hebeelement
11 abnehmbar ausgebildet ist und so das Hebeelement mit In die Informationsfläche
eingerollt werden kann.
[0069] Die zusammengerollte Informationsfläche 3 passt zusammen mit den koppelbaren Elementen
45 der Informationsfläche 3, die ggf. auch mit eingerollt werden können, in das Führerhaus
des Fahrzeugs (nicht gezeigt) des Fahrzeugaufbaus 5. Falls dies nicht möglich ist,
dann sollte noch eine Teilung der Verbindungsstange 15 stattfinden und anschließend
ein Zusammenrollen der Informationsfläche 3 auf halber Fläche erfolgen. Zusätzlich
könnte hier das Hebeelement 11 auch geteilt und mit eingerollt werden.
[0070] In den Fig. 9a, b und 10 ist eine alternative Ausgestaltung der ersten Befestigung
250 gezeigt, wobei dieselben oder ähnliche Elemente mit denselben oder ähnlichen Bezugszeichen
versehen sind.
[0071] Es ist zu erkennen, dass diese erste Befestigung 250 im Gegensatz zur in Fig. 3a,
b, 4a, b gezeigten ersten Befestigung 7 keine voneinander entfernbaren ersten 21 und
zweiten Verbindungsstangenteile 23 aufweist, sondern die Verbindungsstange 251 ist
als Versteifungsmittel mit einem Doppelscharnier 253 ausgebildet, das die den ersten
255 und zweiten Verbindungsstangenteil 257 gelenkig miteinander koppelt, wodurch die
beiden Verbindungsstungenteile 255, 257 von einer vollständig ausgefalteten Stellung
(in Fig. 9a, b gezeigt) in eine vollständig eingefalteten Stellung (in Fig. 10 gezeigt)
überführt werden können.
[0072] Zur Arretierung des Doppelscharniers 253, das zwei Gelenkverbindungen 259, 261 und
einen Gelenkarm 263 aufweist, Ist eine Hülse 265 vorgesehen, die ebenso wie die Verbindungsstange
251 einen quadratischen Querschnitt aufweist, wobei die Hülse 265 eine solche innere
Dimensionierung aufweist, dass sie gleitend auf der Verbindungsstange 251 bewegt werden
kann ohne zu klemmen oder zu klappern.
[0073] Weiterhin ist an der Hülse 265 ein Drehgriff 267 angeordnet, wodurch eine Schraube
269 durch die Hülse in Richtung zur Verbindungsstange 251 gedreht werden kann. In
der Verbindungsstange 251 ist ein zur Schraube 269 korrespondierendes Innengewinde
271 angeordnet.
[0074] Die Funktionsweise ist nun die Folgende: Im Betriebszustand der Informationsfläche
3 erstreckt sich die Hülse 265 über das Doppelscharnier 253 und verhindert dessen
Einfalten. Dabei wurde die Schraube 269 mittels des Drehgriffs 267 in das Innengewinde
271 gedreht, wodurch die Hülse 265 gegenüber der Verbindungsstange 251 fixiert ist.
[0075] Nach Entnahme der ersten Befestigung 250 vom Fahrzeugaufbau 5 (beispielsweise mittels
des Hebeelements 11) kann die Schraube 269 mittels des Drehgriffs 267 gelöst und die
Hülse 265 gegenüber der Verbindungsstange 251 soweit verschoben werden (vgl. den Pfeil
in Fig., 9a), dass das Doppelscharnier 253 vollständig eingefaltet werden kann, wie
es in Fig. 10 gezeigt ist. Im Gegensatz zu der in Fig. 4a, b gezeigten Variante der
Verbindungsstange 15 muss die Verbindungsstange 251 zum Falten der Informationsfläche
3 nicht daraus entnommen bleiben, sondern kann in der Informationsfläche 3 verbleiben
(die Informationsfläche 3 ist in Fig. 10 der Einfachheit halber nicht dargestellt),
was noch einmal einen bedeutenden Zeitvorteil mit sich bringt. Auch können die beiden
Verbindungsstangenteile 255, 257 nicht voneinander getrennt werden, wodurch sich die
Handhabung wesentlich verbessert.
[0076] Auch wenn das gezeigte Scharnier 253 als Doppelscharnier mit zwei Gelenkverbindungen
259, 261 gezeigt ist, können auch andere Scharniere zum Einsatz kommen, insbesondere
solche mit nur einer Gelenkverbindung, die dann seitlich angeordnet wird, so dass
die beiden Verbindungsstangenteile 255, 257 wiederum im Wesentlichen aufeinander liegend
zusammengefaltet werden können.
[0077] Es ist deutlich geworden, dass mit der vorliegenden Erfindung ein Befestigungssystem
1 und ein Verfahren zur Befestigung bereit gestellt werden, mit denen eine Informationsfläche
3 im laufenden Betrieb des Fahrzeugs, d.h. außerhalb eines Fahrzeugdepots, beispielsweise
unterwegs Im Stillstand des Fahrzeugs, sehr schnell und unkompliziert angebracht und
wieder entfernt werden kann, eine platzsparende Verstauung der Informationsfläche
3 und damit verbundener Befestigungselemente und die Verwendung im Zusammenhang mit
Containern 5 ermöglicht werden. Dabei ist eine heckseitige Anbringung der Informationsfläche
3 ermöglicht, die eine Öffnung der Hecktüren 223 zumindest dann gestattet, wenn die
Informationsfläche 3 vom Fahrzeugaufbau 5 entfernt wurde.
[0078] Ein weiterer bedeutender Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass vor
allem bei Containern 5 als Fahrzeugaufbauten das Befestigungssystem 1 ohne jegliche
Veränderungen des Fahrzeugaufbaus 5 angebracht und vor allem auch wieder rückstandslos
entfernt werden kann. Zudem wird der Frachtablauf nicht eingeschränkt, weil eine Kontrolle
verschlossener und verplombter Hecktüren 223 durch den Zoll ohne weiteres möglich
bleibt.
[0079] Soweit nichts anders angegeben ist, können sämtliche Merkmale der vorliegenden Erfindung
frei miteinander kombiniert werden. Auch die In der Figurenbeschreibung beschriebenen
Merkmale können, soweit nichts anderes angegeben ist, als Merkmale der Erfindung frei
mit den übrigen Merkmalen kombiniert werden. Dabei können gegenständliche Merkmale
auch als Verfahrensmerkmale Verwendung finden und Verfahrensmerkmale als gegenständliche
Merkmale.
Bezugszeichenliste
[0080]
- 1
- Befestigungssystem
- 3
- LKW-Plane, Informationsfläche
- 5
- Fahrzeugaufbau, See-Container
- 7
- erste Befestigung
- 9
- zweite Befestigung
- 11
- Anhebestange, Hebeelement
- 12
- Bediener, Fahrer
- 13
- erste Besteigungselemente der Informationsfläche 3
- 15
- teilbare Verbindungsstange, Versteifungsmittel
- 17
- hakenförmiges Eingriffselement
- 18
- oberer Abschnitt
- 19
- Anschlag
- 21
- erstes Verbindungsstangenteil
- 23
- zweites Verbindungsstangenteil
- 25
- Hülse
- 27
- Bolzen
- 29
- Kette
- 31
- oberes Ende der Informationsfläche 3
- 33
- hohler Saum
- 35
- Stifte
- 36
- Öse
- 37
- Durchbrechungen
- 39
- zweite Besteigungselemente der Informationsfläche 3
- 41
- Spanngurt, Spannelement
- 42
- Ratsche, Spannmechanismus
- 43
- J-förmiger Haken
- 45
- Stecker, koppelbares Element
- 47
- Grundplatte, vorderer Anschlag
- 49
- Schlitz
- 51
- quadratische Aufnahme
- 53
- quadratischer Teil
- 55
- hinterer Anschlag
- 57
- Innengewinde
- 59
- Außengewinde
- 61
- Schraubelement
- 63
- Griff
- 64
- Begrenzer
- 65, 67, 68
- Durchbrechungen
- 69
- erste Befestigungselemente des Fahrzeugaufbaus 5, Eckstück des Seefracht-Containers
5
- 71
- zweite Befestigungselemente des Fahrzeugaufbaus 5, Eckstück des Seefracht-Containers
5
- 73
- Fläche
- L
- Fahrtrichtung
- 75
- Langloch
- 77
- Hohlraum
- 78
- vordere Fläche
- 79
- Fläche
- V
- Vertikale
- 81
- Langloch
- 83
- Hohlraum, Hinterschneidung
- 85
- Sicherungsseil
- 89
- Ösen
- 91
- Karabiner
- 92
- Öse
- 93
- Karabiner
- 94
- Sicherungsseil
- 95
- Karabiner
- 97
- Splint
- 99
- Kette
- 101, 103, 105, 107
- Ränder der Informationsfläche 3
- 109
- Stange
- 111
- Querträger
- 113, 115
- äußere Enden
- 117, 117', 119
- Schenkel
- 221
- Durchbrechung des hohlen Saums 33
- 223
- Hecktüren
- 225
- Verriegelung der Hecktüren 223
- 227
- Sicherung der Verriegelung 225
- 229
- Verplombung der Sicherung 227 durch Zoll
- 250
- erste Befestigung
- 251
- Verbindungsstange, Versteifungsmittel
- 253
- Doppelscharnier
- 255
- erster Verbindungsstangenteil
- 257
- zweiter Verbindungsstangenteil
- 259, 261
- Gelenkverbindungen
- 263
- Gelenkarm
- 265
- Hülse
- 267
- Drehgriff
- 269
- Schraube
- 271
- Innengewinde
1. Befestigungssystem (1) für eine Informationsfläche (3), insbesondere eine Werbefläche,
an einem Fahrzeugaufbau (5), Insbesondere einem Container, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsfläche (3) und der Fahrzeugaufbau (5) korrespondierende erste Befestigungselemente
(7, 13, 69) aufweisen, die so miteinander koppelbar sind, dass die Informationsfläche
(3) an den Fahrzeugaufbau (5) ansteckbar Ist, wobei die Informationsfläche (3) und
der Fahrzeugaufbau (5) korrespondierende zweite Befestigungselemente (9, 39, 71) aufweisen,
die miteinander so koppelbar sind, dass eine die Kopplung der ersten korrespondierenden
Befestigungselemente (7, 13, 69) sichernde Vorspannung bereitgestellt wird.
2. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeugaufbau ein Container, bevorzugt ein Seefrachtcontainer (5) ist und/oder
die Informationsfläche eine Plane (3) umfasst und/oder die Informationsfläche (3)
heckseitig am Fahrzeugaufbau (5) angeordnet ist.
3. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeugaufbau (5) In einer zur Informationsfläche (3) senkrecht angeordneten
Fläche (73) zumindest ein Loch (75) als ein erstes Befestigungselement (69) aufweist,
in das ein hakenähnliches Element (17) als ein erstes korrespondierendes Befestigungselement
(13) der Informationsfläche (3) eingreift.
4. Befestigungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungselement (13) der Informationsfläche (3) einen Anschlag (19)
aufweist, der sich gegenüber dem korrespondierenden ersten Befestigungselement (69)
des Fahrzeugaufbaus (5) abstützt, wobei die Anschlagfläche des Anschlags (19) bevorzugt
parallel zur Informationsfläche (3) verläuft.
5. Befestigungssystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeugaufbau (5) in einer zur Informationsfläche (3) parallel angeordneten
Fläche (79) zumindest ein Langloch (81) mit Hinterschneidungen (83) als zweites Befestigungselement
(71) aufweist und das korrespondierende zweite Befestigungselement (39) der Informationsfläche
(3) einen Stecker (45) umfasst, der in einer ersten Stellung in das Langloch (81)
einführbar und in einer zweiten Stellung mit Hilfe von zumindest einem hinteren Anschlag
(55) hinter den Hinterschneldungen (83) im Langloch (81) arretierbar ausgebildet ist.
6. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (45) zumindest einen vorderen Anschlag (47) aufweist, der sich gegenüberliegend
von den Hinterschneldungen (83) am Langloch (81) abstützt, wobei bevorzugt vorgesehen
ist, dass der vordere (47) und der hintere Anschlag (55) in Bezug auf das Langloch
(81) einander annäherbar sind, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass eine Sicherung
(65, 97, 99) der angenäherten Position von vorderem (47) und hinterem Anschlag (55)
vorgesehen ist.
7. Befestigungssystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Befestigungselement (39) der Informationsfläche (3) ein arretierbares
Spannelement, bevorzugt einen Spanngurt (41) aufweist, das insbesondere von einem
mit dem korrespondierenden zweiten Befestigungselement (71) des Fahrzeugaufbaus (5)
koppelbaren Element (47) lösbar ausgebildet ist.
8. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur lösbaren Verbindung zwischen Spannelement (41) und koppelbaren Element
(47) eine erste, bevorzugt lösbare Sicherung (93, 94, 95) vorgesehen ist, die bei
einem ungewollten Lösen der Verbindung die Informationsfläche (3) mit dem koppelbaren
Element (47) verbunden hält.
9. Befestigungssystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite, bevorzugt lösbare Sicherung (85, 91) vorgesehen ist, die ein erstes
Befestigungselement (13) und ein zweites Befestigungselement (39) der Informationsfläche
(3) verbindet, wobei die Informationsfläche (3) Insbesondere mit der zweiten Sicherung
verbunden ist.
10. Befestigungssystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei erste Befestigungselemente (13) der Informationsfläche (3) gegenüberliegend
an einem beide verbindenden Verbindungselement (15; 251) angeordnet sind, das bevorzugt
als Stange oder Rohr und insbesondere teilbar ausgebildet ist.
11. Befestigungssystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Versteifungsmittel (251) für die Informationsfläche (3) vorgesehen ist, das bevorzugt
faltbar ausgebildet ist, wobei für die Faltbarkeit Insbesondere zumindest ein Scharnier
(253) vorgesehen ist, das vorzugsweise arretierbar (265) ausgebildet ist.
12. Befestigungssystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsfläche (3) Eingriffsmittel (221) aufweist, und zum Eingriff in diese
Eingriffsmittel (221) ein Hebeelement (11) mit korrespondierenden Eingriffsmittel
(117, 117', 119) vorgesehen ist, mit dessen Hilfe die ersten Befestigungselemente
(13) der Informationsfläche (3) an den Fahrzeugaufbau (5) ansteckbar ist, wobei das
Hebeelement (11) bevorzugt eine Stange oder Rohr aufweist und insbesondere teilbar
ausgebildet ist.
13. Befestigungssystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zumindest zwei ersten Befestigungselementen (7, 13, 69) und/oder zwischen
zumindest zwei zweiten Befestigungselementen (9, 39, 71) und/oder zumindest einem
ersten (7, 13, 69) und einem zweiten Befestigungselement (9, 39, 71) der Informationsfläche
(3) Verstärkungen (33), insbesondere durch Umsäumungen, Aufklebungen, Aufschweißungen,
Aufnähungen und dgl. vorgesehen sind.
14. Verfahren zum Befestigen einer Informationsfläche (3), insbesondere einer Werbefläche,
an einem Fahrzeugaufbau (5), insbesondere einem Container, dadurch gekennzeichnet, dass an Informationsfläche (3) und Fahrzeugaufbau (5) korrespondierende erste Befestigungselemente
(7, 13, 69) angeordnet werden, die so miteinander koppelbar sind, dass die Informationsfläche
(3) an den Fahrzeugaufbau (5) ansteckbar ist, wobei an Informationsfläche (3) und
Fahrzeugaufbau (5) korrespondierende zweite Befestigungselemente (9, 39, 71) angeordnet
werden, die miteinander so koppelbar sind, dass eine gegen eine die Kopplung der ersten
korrespondierenden Befestigungselemente (7, 13, 69) sichernde Vorspannung bereitgestellt
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 verwendet wird.