[0001] Die Erfindung betrifft eine Abkantpresse gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Eine solche Abkantpresse ist aus dem Dokument
US 3 327 515 A bekannt.
[0003] Derartige Abkantpressen besitzen zumeist eine vertikale Arbeitsebene, und befindet
sich bei einer gebräuchlichen Ausführungsform der verstellbare Pressbalken oberhalb
des feststehenden Presstisches. Der Presstisch kann dabei ebenso wie der Pressbalken
balkenförmig ausgeführt sein, der Einfachheit halber wird in dieser Anmeldung ein
feststehender Pressbalken jedoch als Presstisch bezeichnet. Bei einer erfindungsgemäßen
Abkantpresse kann auch eine von der vertikalen Richtung abweichende Biegeebene vorgesehen
sein und kann bei einer vertikalen Arbeitsebene der verstellbare Pressbalken auch
unterhalb des feststehenden Presstisches angeordnet sein.
[0004] Bei solchen Abkantpressen ist es erforderlich, dass vor und hinter der Biegeebene
ein ausreichender Freiraum für die Zuführung beziehungsweise das Handling von zu bearbeitenden
oder bereits bearbeiteten Werkstücke vorgesehen ist. Aus diesem Grund besitzen gattungsgemäße
Abkantpressen zumeist in Richtung der Biegekante zueinander distanzierte Ständer,
die den erforderlichen Abstand zwischen dem feststehenden Presstisch und dem verstellbar
gelagerten Pressbalken bewirken und an denen häufig auch der verstellbare Pressbalken
geführt wird.
[0005] Da bei größeren Biegenkantenlängen und/oder größeren Werkstückdicken beträchtliche
Umformkräfte auf das Werkstück aufgebracht werden müssen, muss der feststehende Maschinenrahmen
eine hohe Festigkeit und Steifigkeit besitzen, wozu die Ständer selbst sehr stabil
ausgeführt werden und diese auch stabil miteinander verbunden sein müssen. Sehr häufig
findet sich eine Bauweise, bei der zwei sogenannte C-Ständer mittels des Presstisches
und eines oberen Verbindungsträgers miteinander verbunden sind. An den C-Ständern
ist zumeist eine Führung für den oberen Pressbalken angeordnet und stützt sich ein
Antriebsmittel für den Pressbalken am feststehenden Maschinenrahmen im Bereich der
Ständer oder am oberen Verbindungsträger ab. Das Antriebsmittel ist, beispielsweise
als Hydraulikzylinderanordnung ausgebildet und ist das Zylindergehäuse mit dem feststehenden
Verbindungsträger oder dem feststehenden Ständern verbunden und wirkt der verstellbare
Kolben mit einer Kolbenstange auf den verstellbaren Pressbalken. Das Zylindergehäuse
des Hydraulikzylinders stützt sich dabei an der Unterseite des Verbindungsträgers
ab oder ist an dessen Vorderseite befestigt. Durch die erstgenannte Anordnung, ergibt
sich eine sehr große Maschinenhöhe, ohne dass dadurch die nutzbare Arbeitshöhe vergrößert
wird, während sich bei der zweiten Anordnung ein Torsionsmoment auf den Verbindungsträger
ergibt, der nachteilige Verformungen des Maschinengestells bzw. Maschinenrahmens bewirkt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Abkantpresse bereitzustellen, die bei
einem einfachen Aufbau des Maschinenrahmens gleichzeitig hohe Anforderungen an die
Biegegenauigkeit erfüllt und weiters eine hohe Montagefreundlichkeit aufweist.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine gattungsgemäße Abkantpresse mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Dadurch, dass zumindest ein Längsabschnitt des Verbindungsträgers oder in zumindest
einem Längsabschnitt ein den überwiegenden Anteil des Trägerquerschnitts bildender
Teilabschnitt des Verbindungsträgers durch das Antriebsmittel gebildet ist und dieses
mit einem Trägergrundkörper des Verbindungsträgers lösbar verbunden ist, kann der
Verbindungsträger näher an die Biegeebene positioniert werden und bestehen in der
Anordnung des Antriebsmittels weniger Beschränkungen als bei einem durchlaufenden
Verbindungsträger. Überraschenderweise hat diese Ausführung eines Verbindungsträgers
keine nachteiligen Auswirkungen auf die Steifigkeit des Maschinenrahmens. Da die Antriebsmittel
meistens im Nahbereich der Ständer angeordnet sind, ist eine hohe Verformungssteifigkeit
des Verbindungsträgers nicht von vorrangiger Bedeutung. Die erforderlichen Bauräume
für die Antriebsmittel und den Verbindungsträger behindern sich in diesem Fall nicht
gegenseitig, sondern können sich überschneiden und kann die Positionierung des Verbindungsträgers
belastungsgerecht erfolgen, wodurch auch aufgrund geringerer, erforderlicher Profilquerschnitte
eine Materialersparnis erzielt werden kann. Durch die lösbare Verbindung des Antriebsmittels
mit dem Rest des Verbindungsträgers wird eine Modularität des Maschinenrahmens erzielt
und kann dadurch die Transportierbarkeit sowie die Montagefreundlichkeit einer derartigen
Abkantpresse erhöht werden. Die bei hohen Umformkräften auftretenden Verformungen
des Maschinenrahmens sind durch die erfindungsgemäße Ausführung teilweise geringer
bzw. im Voraus besser berechenbar, wodurch Korrekturen des Umformvorganges leichter
möglich sind.
[0009] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Abkantpresse besteht darin, dass der von dem
Antriebsmittel gebildete Längsabschnitt oder Teilabschnitt an einem Endabschnitt des
Verbindungsträgers angeordnet ist und eine Kopplungsfläche aufweist, die einen der
Ständer kontaktiert. Die großen Antriebskräfte der Antriebsmittel werden dadurch unmittelbar
in die Ständer eingeleitet und ergeben sich nur geringe Belastungen für den Trägergrundkörper.
[0010] Falls das einen Teilabschnitt des Verbindungsträgers bildende Antriebsmittel an der
dem Pressbalken zugewandten Seite des Verbindungsträgers angeordnet ist und der Trägergrundkörper
an der vom Pressbalken abgewandten Seite einen das Antriebsmittel überbrückenden Obergurt
aufweist, können die bei einer Durchbiegung des Verbindungsträgers nach oben entstehenden
Zugspannungen vom Obergurt aufgenommen werden. Da sich das Antriebsmittel an der Unterseite
die bei einer Durchbiegung des Verbindungsträgers nach oben auftretenden Druckspannungen
überträgt, ergeben sich nur geringe Beanspruchungen der für die lösbare Verbindung
verwendeten Verbindungsmittel. So können beispielsweise Befestigungsschrauben im Bereich
der Druckseite, also auf der dem Pressbalken zugewandten Seite, kleiner dimensioniert
werden. Weiters kann bei einem die beiden Ständer verbindenden, durchlaufenden Trägergrundkörper
eine Demontage des Antriebsmittels erfolgen, ohne dass der restliche Trägergrundkörper
eigens abgestützt und gegen Herabfallen gesichert werden muss.
[0011] Eine flexibel einsetzbare Ausführungsform der Abkantpresse, bei der die nachteiligen
Auswirkungen einer Verformung des Maschinenrahmens bei hohen Umformkräften reduziert
sind, besteht darin, dass die Ständer in Form von C-Ständern ausgebildet sind, wobei
der Verbindungsträger an den zur Biegeebene weisenden oberen Enden der C-Ständer befestigt
ist und jeweils zwischen der Befestigungsstelle für den Verbindungsträger am C-Ständer
und einem Mittelteil des C-Ständers ein Verformungsabschnitt mit einer lokal reduzierten
Ständersteifigkeit ausgebildet ist. Die bei hohen Umformkräften auftretende Aufbiegung
der C-Ständer und damit verbundene Schiefstellung des Verbindungsträgers mit dem Antriebsmittel
kann dadurch reduziert werden, da der Verbindungsträger zwar die Umformkräfte in den
C-Ständer einleitet, durch den Verformungsabschnitt in Bezug auf die Verformungen
teilweise vom Hauptteil des C-Ständer entkoppelt ist und die Schiefstellung dadurch
reduziert ist.
[0012] Eine baulich einfache Möglichkeit zur Bildung eines Verformungsabschnittes durch
den die Aufbiegung des C-Ständers möglichst wenig an den Verbindungsträger an einem
C-Ständer besteht darin, dass der zwischen der Befestigungsstelle des Verbindungsträgers
am oberem Ende des C-Ständers und dessen Mittelteil angeordnete Verformungsabschnitt
eine vom oberen Rand des C-Ständers ausgehende etwa parallel zur Biegeebene verlaufende
Ausnehmung, insbesondere einen zur Biegeebene parallelen Schlitz aufweist.
[0013] Eine gute Entkopplung der Verformungen der Befestigungsstelle vom Hauptteil des C-Ständers
wird erzielt, wenn im Bereich der Ausnehmung der Querschnitt des C-Ständers gegenüber
dazu benachbarten Querschnitten um zumindest ein Drittel reduziert ist.
[0014] Wenn die Ausnehmung zur Herstellung des Verformungsabschnitts in Form eines Schlitzes
ausgeführt ist, kann weiters vorgesehen sein, dass der Schlitz durch einen beidseits
des Schlitzes angreifenden Aktuator aktiv aufgeweitet werden kann. Dadurch kann die
Ebene des Pressbalkens in eine zur Biegeebene parallele Richtung verstellt werden.
[0015] Die Befestigungsstelle mit dem daran anschließenden Verbindungsträger kann sich unter
Einwirkung der Umformkräfte von selbst etwa parallel zur Biegeebene ausrichten, wenn
die Befestigungsstelle für den Verbindungsträger am C-Ständer eine größere Distanz
zum Presstisch aufweist als der reduzierte Querschnitt des Verformungsbereiches am
C-Ständer.
[0016] Wenn die Führung für den Pressbalken mit der Biegeebene fluchtende Führungsschienen
aufweist, müssen diese nur geringe Kippmomente aufnehmen, wodurch sie geringerem Verschleiß
ausgesetzt sind und evtl. auch kleiner dimensioniert werden können. Die Führungsschienen
können dabei am Maschinenrahmen angebracht sein, wobei sie mit passenden Führungselementen
bzw. Führungsschuhen am Pressbalken zusammenwirken, es ist jedoch auch eine umgekehrte
Anordnung der Führungsschienen am Pressbalken und der Führungselemente am Maschinenrahmen
möglich.
[0017] Eine alternative oder zusätzliche Ausführungsform kann darin bestehen, dass die Führung
für den Pressbalken am Verbindungsträger, insbesondere am Antriebsmittel, angeordnete
Führungsschienen umfasst. Diese Führungsschienen können zusätzlich zu am Ständer angebrachten
Führungsschienen vorgesehen sein. Durch die Lagerung des Pressbalkens an mehreren
Punkten werden zur Biegeebene rechtwinkelige Verformungen des Pressbalkens reduziert,
was die Umformgenauigkeit fördert.
[0018] Ein einfacher und modularer Aufbau des Verbindungsträgers ergibt sich, wenn dieser
zwei an die Ständer lösbar anschließende Antriebsmittel und einen zwischen diesen
lösbar angeordneten Mittelabschnitt umfasst. Die Antriebsmittel bilden dabei einen
tragenden Bestandteil des Verbindungsträgers und wird durch die direkte Anbindung
der Antriebsmittel an die Ständer der Trägergrundkörper nur gering belastet.
[0019] Eine baulich einfache und dennoch biegesteife Ausführung des Verbindungsträgers ist
gegeben, wenn dessen Mittelabschnitt zwei voneinander distanzierte, zur Biegeebene
parallele Plattenelemente umfasst. Die Höhe der Plattenelemente beträgt dabei vorteilhafterweise
zumindest das Fünffache von deren Dicke, wodurch mit wenig Materialeinsatz eine hohe
Biegesteifigkeit des Trägergrundkörpers gegeben ist. Da der Verbindungsträger durch
die erfindungsgemäße Anordnung der Antriebsmittel in die Biegeebene gelegt werden
kann, ist die Torsionsbelastung auch bei hohen Umformkräften gering, weshalb ein einfach
aufgebauter Trägergrundkörper ausreichend ist.
[0020] Die zuvor beschriebene Ausführung des Verbindungsträgers mit zwei Plattenelementen
ermöglicht, dass der Pressbalken bei seiner oberen Endstellung zumindest teilweise
zwischen die Plattenelemente des Verbindungsträgers positioniert ist und dadurch mit
einer größeren Bauhöhe und damit Biegesteifigkeit ausgeführt werden kann, ohne dass
die Gesamtbauhöhe der Abkantpresse erhöht werden muss.
[0021] Eine einfache Montage bzw. Montage der Antriebsmittel ohne gesonderte Maßnahmen zur
Abstützung des Trägergrundkörpers kann erfolgen, wenn parallel zum Verbindungsträger
von diesem distanziert ein zwei Ständer verbindender Hilfsträger angeordnet ist und
Längsabschnitte und/oder Teilabschnitte und/oder ein Trägergrundkörper des Verbindungsträgers
mittels Verbindungselementen am Hilfsträger befestigbar sind.
[0022] Zur Vermeidung von Verspannungen zwischen dem Antriebsmittel und dem Pressbalken
ist es vorteilhaft, wenn zwischen diesen ein mit einem antreibbaren und verstellbaren
Antriebsorgan des Antriebsmittels und dem Pressbalken fest verbundenes, gelenkartig
wirkendes Biegeelement angeordnet ist, wobei dieses eine Verschwenkbarkeit des Pressbalkens
relativ zum Antriebsmittel um eine zur Biegeebene rechtwinkelige Schwenkachse bewirkt.
Aus einer Durchbiegung des Pressbalkens resultierende Biegemomente auf das Antriebsorgan,
z.B. in Form einer Kolbenstange, werden dadurch reduziert, wodurch das Antriebsmittel,
z.B. in Form eines Hydraulikzylinders, geringeren Belastungen ausgesetzt ist. Das
Biegegelenk ist im Vergleich zu einem Schwenklager spielfrei und wartungsarm und für
die kleinen auftretenden Schwenkwinkel von Vorteil.
[0023] Dabei kann das Biegeelement am Ende des Antriebsorgans angeordnet sein und rechtwinkelig
zur Biegeebene verlaufende Einkerbungen aufweisen, in welche vorzugsweise am Pressbalken
angeordnete Halteelemente, insbesondere Haltewinkel eingreifen. So kann allein durch
die Richtung der Einkerbungen auf baulich einfache Weise die Richtung der relativen
Beweglichkeit passend eingestellt werden. Der verbleibende Restquerschnitt am Biegeelement
wird dabei so bemessen, dass im Betrieb der Abkantpresse eine ausreichende Sicherheit
gegen Bruch gegeben ist.
[0024] Wenn das Antriebsmittel zumindest zwei zueinander, und insbesondere zur Biegeebene,
parallel angeordnete und am Pressbalken angreifende Antriebsorgane umfasst ergibt
sich sowohl am Pressbalken als auch am Verbindungsträger eine auf mehrere Punkte verteilte
Belastung mit geringeren Spannungsspitzen. Weiters können beispielsweise mit mehreren
parallel angeordneten Hydraulikzylindern vorteilhafte Hydraulikschaltungen mit Eilgangfunktion
(schnelle Bewegung des Pressbalkens bei geringer Kraft) und Pressfunktion (langsame
Bewegung des Pressbalkens bei hoher Kraft) vorgesehen werden.
[0025] Eine Vorausberechnung der bei einem Umformvorgang auftretenden Verformungen des Verbindungsträgers
wird erleichtert, wenn dieser zumindest abschnittsweise symmetrisch bezüglich einer
zur Biegeebene parallelen Längsmittelebene des Verbindungsträgers ausgebildet ist.
[0026] Insbesondere, wenn die Längsmittelebene des Verbindungsträgers in der Biegeebene
liegt, sind die zu erwartenden Verformungen hauptsächlich Biegeverformungen, da in
diesem Fall die Torsionsmomente gering sind.
[0027] In diesem Zusammenhang ist es weiters von großem Vorteil, wenn die Verstellrichtung
des zumindest einen Antriebsmittels in der Längsmittelebene des Verbindungsträgers
liegt, da auch durch diese Maßnahme Kippmomente und Torsionsmomente am Verbindungsträger
minimiert werden.
[0028] Eine präzise Führung des Pressbalkens, die auch bei hohen Umformkräften weitgehend
unabhängig ist von den Verformungen der zur Umformkraftübertragung erforderlichen
Ständer, wird ermöglicht, wenn der Maschinenrahmen zumindest zwei den Verbindungsträger
tragende Lastständer und zwei von diesen verschiedene, die Führung für den Pressbalken
aufweisende Führungsständer umfasst.
[0029] Wenn der Pressbalken an seinen gegenüberliegenden Stirnseiten mit Führungsschienen
am Maschinenrahmen zusammenwirkende Führungsschuhe aufweist, die mittels eines Gelenkelements
am Pressbalken befestigt sind, werden bei einer Durchbiegung des Pressbalkens und
dadurch bedingter Schiefstellung an seinen Enden keine schädlichen Momente in die
Führungen eingeleitet.
[0030] Bei einer derartigen Ausführung können zusätzlich die Gelenkelemente in der Höhe
der neutralen Faser des Pressbalkens angeordnet sein, wodurch bei einer Durchbiegung
des Pressbalkens keine Zwangskräfte in Längsrichtung des Pressbalkens auf die seitlichen
Ständer übertragen werden.
[0031] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0032] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer möglichen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abkantpresse;
- Fig. 2
- den Bereich des Verbindungsträgers einer weiteren Ausführungsform einer Abkantpresse;
- Fig. 3
- den Bereich eines Verbindungsträgers einer weiteren, möglichen Ausführungsform einer
Abkantpresse;
- Fig. 4
- die Draufsicht auf einen Verbindungsträger einer weiteren, möglichen Ausführungsform
einer Abkantpresse;
- Fig. 5
- einen Schnitt durch eine Abkantpresse gemäß Fig. 1;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Abkantpresse;
- Fig. 7
- eine Teilansicht einer Abkantpresse mit möglichen Ausführungsformen von Führungen
und einer möglichen Anbindung eines Antriebsmittels am Pressbalken;
- Fig. 8
- eine alternative Ausführungsform einer Anbindung des Antriebsmittels am Pressbalken;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren, möglichen Ausführungsform einer Abkantpresse;
- Fig. 10
- einen Schnitt durch eine mögliche Ausführungsform des Verbindungsträgers 8;
- Fig. 11
- einen Schnitt durch eine weitere mögliche Ausführungsform des Verbindungsträgers 8;
- Fig. 12
- eine Ansicht einer möglichen Ausführungsform der Führung des Pressbalkens am Maschinenrahmen.
[0033] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine mögliche Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Abkantpresse 1. Diese umfasst einen Maschinenrahmen 2, der auch
als Maschinengestell bezeichnet werden kann, und sind an diesem die weiteren Bauteile
der Abkantpresse ausgebildet bzw. befestigt oder verstellbar gelagert. Der Maschinenrahmen
2 umfasst zwei voneinander distanzierte Ständer 3, 4, die im dargestellten Ausführungsbeispiel
als sogenannte C-Ständer 5, 6 ausgeführt sind. Diese sind im Wesentlichen mit jeweils
einer bedienerseitigen Ausnehmung versehene vertikal stehende Platten in C-Form, die
an ihren unteren Enden mit einem feststehenden Presstisch 7 verbunden sind und an
ihren oberen Enden mittels eines Verbindungsträgers 8 verbunden sind. Der Presstisch
7 wirkt im Betrieb der Abkantpresse 1 mit einem verstellbar gelagerten Pressbalken
9 zusammen und ist durch Presstisch 7 und Pressbalken 9 eine Biegeebene definiert.
Am Presstisch 7 und am Pressbalken 9 sind Werkzeugaufnahmen ausgebildet, an denen
nicht dargestellte Biegewerkzeuge befestigt werden können, um die gewünschten Umformvorgänge
an Werkstücken auszuführen.
[0034] Der verstellbare Pressbalken 9 ist mittels einer Führung 10 am Maschinenrahmen 2
gelagert, wobei die Führung 10, beispielsweise Führungsschienen 11, an den Ständern
3, 4 umfassen kann, die mit Führungselementen am Pressbalken 9 zusammenwirken. Zusätzlich
kann eine Führung 10 auch am feststehenden Verbindungsträger 8 vorgesehen sein.
[0035] Die Verstellung des Pressbalkens 9 relativ zum Maschinenrahmen 2 erfolgt mittels
zumindest eines Antriebsmittels 12, wobei dieses im dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei Hydraulikzylinder 13 umfasst. Alternativ oder zusätzlich sind neben hydraulisch
wirkenden Antriebsmitteln auch elektrisch angetriebene Ausführungen möglich, z.B.
mit Elektromotorantrieb. Das Antriebsmittel 12 greift dabei am feststehenden Maschinenrahmen
2 und am verstellbaren Pressbalken 9 an und erzeugt die im Betrieb der Abkantpresse
1 für die Bewegung des Pressbalkens 9 erforderlichen Kräfte. Auf die nähere Ausführung
und die Funktionsweise der Antriebsmittel 12 wird, da aus dem Stand der Technik weitgehend
bekannt, an dieser Stelle verzichtet.
[0036] Das Antriebsmittel 12 bildet ein lösbares Modul des Verbindungsträgers 8 und damit
auch des Maschinenrahmens 2 und bildet einen wesentlichen tragenden Bestandteil im
Aufbau des Maschinenrahmens 2. Der mechanisch tragende Bestandteil des Antriebsmittels
12 kann beispielsweise bei einem Hydraulikzylinder durch das Zylindergehäuse gebildet
sein oder durch ein sonstiges Gehäuse des Antriebsmittels 12.
[0037] Das Antriebsmittel 12 bildet erfindungsgemäß einen Längsabschnitt 14 des die Ständer
3, 4 verbindenden Verbindungsträgers 8 und ist mit dem restlichen Grundkörper des
Verbindungsträgers 8 der in Fig. 1 einen Mittelabschnitt 15 des Verbindungsträgers
8 gebildet ist, lösbar verbunden. In Fig. 1 bilden die beiden Hydraulikzylinder 13
die beiden Enden des Verbindungsträgers 8 und sind weiters lösbar mit den Ständern
3, 4 verbunden. Die Antriebsmittel 12 besitzen dazu Kopplungsflächen, die die Ständer
3, 4 kontaktieren. Die lösbare Verbindung kann dabei durch verschiedenste Verbindungsmittel
hergestellt werden, beispielsweise durch Schraubverbindungen, Stiftverbindungen, Keilverbindungen
usw.
[0038] Im Gegensatz zu aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen von Abkantpressen,
stützt sich bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform das Antriebsmittel 12 nicht
am Verbindungsträger 8 oder an einem der Ständer 3, 4 ab, sondern ist ein kraftübertragender
Bestandteil des Verbindungsträgers 8. Das Antriebsmittel 12 leitet somit nicht nur
Kräfte in den Verbindungsträger 8 ein, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil des
Maschinenrahmens 2 und trägt zu dessen Verformungsverhalten unmittelbar bei.
[0039] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform einer Abkantpresse könnte deren Aufbau
auch so beschrieben werden, dass der Grundkörper des Verbindungsträgers 8, der im
Wesentlichen aus dem Mittelabschnitt 15 gebildet ist, mittels der Antriebsmittel 12
mit den Ständern 3, 4 verbunden ist.
[0040] In Fig. 1 ist eine weitere mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abkantpresse
1 enthalten, bei der der Verbindungsträger 8 an den zur Biegeebene weisenden, oberen
Enden der C-Ständer 5, 6 befestigt ist und wobei zwischen den Befestigungsstellen
16 des Verbindungsträgers 8 am C-Ständer 5, 6 und einem jeweiligen Mittelteil 17 des
C-Ständers 5, 6 ein Verformungsabschnitt 18 mit einer lokal reduzierten Ständersteifigkeit
ausgebildet ist. Der die beiden C-Ständer 5, 6 an den Befestigungsstellen 16 verbindende
Verbindungsträger 8 besitzt dadurch eine geringfügige Beweglichkeit gegenüber dem
Rest der C-Ständer 5, 6. Dadurch kann der Verbindungsträger 8 auch bei einer geringfügigen
Aufbiegung der C-Ständer 5, 6 in einer vertikalen Richtung verbleiben, wodurch eine
unerwünschte Relativverschiebung der Biegewerkzeuge zueinander weitgehend unterbunden
werden kann.
[0041] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird der Verformungsabschnitt 18 dadurch gebildet,
dass vom oberen Rand eines C-Ständers 5, 6 ausgehend eine etwa parallel zur Biegeebene
verlaufende Ausnehmung 19, insbesondere in Form eines Schlitzes 20, ausgebildet ist,
und dadurch die zuvor beschriebene, geringfügige Verformbarkeit der Befestigungsstelle
16 bewirkt wird. Wie in Fig. 1 weiters dargestellt ist, kann der Mittelabschnitt 15
des Verbindungsträgers 8 zwei zur Biegeebene parallele Plattenelemente 21 umfassen.
Durch diesen Abstand zwischen den zwei Plattenelementen 21 ist es weiters möglich,
dass der Pressbalken 9 in seinem Mittelbereich einen höheren Querschnitt aufweist
und bei angehobenem Pressbalken 9 zumindest teilweise zwischen die Plattenelemente
21 des Verbindungsträgers 8 positioniert ist. Dadurch kann die Steifigkeit des Pressbalkens
9 weiter erhöht werden, ohne dass die Gesamthöhe der Abkantpresse 1 zunimmt.
[0042] In den Fig. 2 und 3 sind zwei mögliche, alternative Ausführungsformen von Verbindungsträgern
8 dargestellt.
[0043] Beim Verbindungsträger 8 gemäß Fig. 2 bilden, ähnlich wie bei der Ausführung gemäß
Fig. 1, die Antriebsmittel 12 jeweils einen Längsabschnitt 14 des Verbindungsträgers
8. Die Antriebsmittel 12 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel an den Enden des
Verbindungsträgers 8 angeordnet und kontaktieren mit Kopplungsflächen 22 die beiden
voneinander distanzierten Ständer 3, 4, z.B. in Form von C-Ständern 5, 6. Der Verbindungsträger
8 umfasst weiters den sich zwischen den Antriebselementen 12 erstreckenden Mittelabschnitt
15.
[0044] Wie Fig. 2 weiters mit strichlierten Linien andeutet, können Antriebsmittel 12 auch
im Inneren, beispielsweise im Mittelbereich des Verbindungsträgers 8 vorgesehen sein
und dadurch weitere Längsabschnitte 14 des Verbindungsträgers 8 bilden.
[0045] Die Antriebsmittel 12 sind lösbar mit dem Rest des Verbindungsträgers 8, hier dem
Mittelabschnitt 15, verbunden, wobei diese Verbindung mittels symbolisch angedeuteten
Verbindungsmitteln 23 erfolgt. Der Verbindungsträger 8 ist ebenfalls mit Verbindungsmitteln
23 mit den Ständern 3, 4 lösbar verbunden. Als Verbindungsmittel 23 können dabei Schrauben,
Bolzen, Stifte, Keile usw. verwendet werden, die eine stabile und spielfreie Verbindung
des Antriebsmittels 12 mit den weiteren Teilen des Verbindungsträgers 8 bzw. den Ständern
3, 4 ermöglichen. In Fig. 2 verläuft die Biegeebene parallel zur Zeichenebene.
[0046] Da der Pressbalken 9 beim Umformen eines Werkstückes, insbesondere bei hohen Umformkräften
nach oben durchgebogen wird, ist eine zusätzliche Anordnung eines Antriebsmittels
12 im Mittelbereich des Verbindungsträgers 12, das auf den Mittelbereich des Pressbalkens
9 wirkt, geeignet, die Durchbiegungen des Pressbalkens 9 und damit zusammenhängende
Geometriefehler am umgeformten Werkstück zu reduzieren oder zu verhindern.
[0047] In Fig. 2 ist durch Doppelpfeile eine Verstellrichtung 24 des von den Antriebsmitteln
12 mittels angetriebener, beweglicher Antriebsorgane bewegten, nicht dargestellten,
Pressbalkens 9 dargestellt.
[0048] Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Verbindungsträgers 8, bei dem
in einem Längsabschnitt 25 des Verbindungsträgers 8 ein Antriebsmittel 12 einen Teilabschnitt
26 des Verbindungsträgers 8 bildet und dieser Teilabschnitt 26 den überwiegenden Anteil
des Trägerquerschnitts 27 bildet und dieser Teilabschnitt 26 mit dem Rest des Verbindungsträgers
8 lösbar verbunden ist. Beispiele für derartige aus dem Antriebsmittel 12 und einem
Rest des Verbindungsträgers 8 zusammengesetzte Trägerquerschnitte 27 sind in weiteren
Fig. 10 und 11 dargestellt.
[0049] Der vom Antriebsmittel 12 gebildete Teilabschnitt 26 des Verbindungsträgers 8 ist
durch die lösbare Verbindung in den Kraftfluss zwischen den Ständern 3, 4 eingebunden
und dadurch ein tragender Bestandteil des Verbindungsträgers 8. Der Rest des Verbindungsträgers
8, der nicht durch ein Antriebsmittel 12 gebildet ist, kann auch als Trägergrundkörper
28 bezeichnet werden, wie auch der in den Fig. 1, 2 und 3 in Fig. 1 dargestellte Mittelabschnitt
15 einen Trägergrundkörper 28 bildet. Der Längsabschnitt 14 in den Fig. 1 und 2 bzw.
der Teilabschnitt 26 in Fig. 3 ersetzt somit einen Teil des Trägergrundkörpers 28
und ergänzen sich diese zu einem gesamten, modulartig aufgebauten Verbindungsträger
8.
[0050] In Fig. 3 sind die Antriebsmittel 12, welche Teilabschnitte 26 des Verbindungsträgers
8 ausbilden, an den beiden Endabschnitten des Verbindungsträgers 8 angeordnet und
kontaktieren ebenso wie in Fig. 2 mit Kopplungsflächen 22 die Ständer 3, 4 bzw. die
C-Ständer 5, 6. Dabei ist auch zwischen den Antriebsmitteln 12 und den Ständern 3,
4 eine lösbare Verbindung mittels Verbindungsmitteln 23 vorgesehen.
[0051] In Fig. 3 wird der vom Antriebsmittel 12 gebildete Teilabschnitt 26 im Längsabschnitt
25 vom Trägergrundkörper 28 überbrückt, wobei dieser in der dargestellten Ausführung
als Obergurt 29 mit rechteckigem Querschnitt ausgeführt ist. Der Trägergrundkörper
28 kann beispielsweise als 1-Träger ausgeführt sein und in den Längsabschnitten 25
zum Einsetzen der Antriebsmittel 12 entsprechende Ausklinkungen aufweisen. Um eine
stabile, lösbare Verbindung des Trägergrundkörpers 28 mit dem Antriebsmittel 12 herstellen
zu können, können dabei am Trägergrundkörper 28 im Bereich der Ausklinkung Stirnbleche
30 eingesetzt sein.
[0052] Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist das einen Teilabschnitt 26 des Verbindungsträgers
8 ausbildende Antriebsmittel 12 an der dem Pressbalken 9 zugewandten Seite des Verbindungsträgers
8 angeordnet und der das Antriebsmittel 12 überbrückende Obergurt 29 ist auf der vom
Pressbalken 9 abgewandten Seite des Verbindungsträgers 8 angeordnet.
[0053] Der Obergurt 29 ist vorteilhafterweise zugfest mit den Ständern 3, 4 verbunden und
ist weiters bei einer Durchbiegung des Verbindungsträgers 8 nach oben auf der Zugseite
angeordnet. Das Antriebsmittel 12 ist bei einer Durchbiegung des Verbindungsträgers
8 nach oben auf der Druckseite angeordnet und wird dadurch gewissermaßen zwischen
dem Trägergrundkörper 28 und den Ständern 3, 4 eingeklemmt und ergeben sich dadurch
auf der Druckseite geringere Beanspruchungen für die Verbindungselemente 23. Die Verbindungselemente
23 sind an den Anschlussstellen zwischen Trägergrundkörper 28 und Antriebsmittel 12
bzw. zwischen Antriebsmittel 12 und Ständern 3, 4 vorteilhafterweise jeweils zumindest
paarweise und in Richtung der Durchbiegung des Verbindungsträgers 8 angeordnet, wodurch
an dieser lösbaren Verbindung auch Biegemomente übertragen werden können und sich
die Bestandteile des Maschinenrahmens 2 dadurch gegenseitig versteifen.
[0054] Fig. 4 zeigt eine Ansicht gemäß Pfeil IV in Fig. 1, in welcher der Bereich der Befestigungsstelle
16 des Verbindungsträgers 8 mit dem Ständer 3 der Abkantpresse 1 in einer weiteren,
möglichen Ausführungsform gezeigt ist, die die Modularität der erfindungsgemäßen Abkantpresse
1 unterstreicht.
[0055] Der Verbindungsträger 8 weist dabei an seinem Endabschnitt nacheinander zwei von
Antriebsmitteln 12 gebildete Längsabschnitte 14 auf, wobei das in Fig. 4 linke Antriebsmittel
12 und das in Fig. 4 rechte Antriebsmittel 12 unter Verwendung von Verbindungsmitteln
23 lösbar mit dem Trägergrundkörper 28 verbunden sind und die beiden Antriebsmittel
12 ebenfalls mittels Verbindungselementen 23 lösbar miteinander verbunden sind. Die
Antriebsmittel 12, beispielsweise in Form von Hydraulikzylindern, liegen mit ihren
Wirklinien vorzugsweise in der Längsmittelebene 31 des Verbindungsträgers 8 und ist
vorteilhafterweise auch der Trägergrundkörper 28 bzw. der gesamte Verbindungsträger
28 zumindest abschnittsweise symmetrisch bezüglich der Längsmittelebene 31, die weiters
vorzugsweise mit der zwischen Presstisch 7 und Pressbalken 9 aufgespannten Biegeebene
32 zusammenfällt.
[0056] Dadurch, dass die Verstellrichtung 24 bzw. die Wirkebene der Antriebsmittel 12 sowohl
mit der Längsmittelebene 31 des Verbindungsträgers 8 als auch mit der Biegeebene 32
zusammenfällt, werden durch die Umformkräfte keine bzw. nur sehr geringe Torsionsmomente
in den Verbindungsträger 8 eingebracht. Wie bereits in Fig. 1 dargestellt, kann der
Trägergrundkörper 28 zwei zueinander parallele, distanzierte Plattenelemente 21 umfassen.
Der Zwischenraum zwischen solchen beiden Plattenelementen 21 kann gleichzeitig einen
Bewegungsraum für den Pressbalken 9 bilden.
[0057] Fig. 4 zeigt, wie auch in den vorangegangenen Fig. 1 bis 3, eine Abkantpresse 1 mit
einem plattenförmige Ständer 3 in Form eines C-Ständers 5, die Erfindung bezieht sich
jedoch auch auf alle möglichen anderen Ständerformen, wie zum Beispiel O-Ständer,
Säulenständer, Hohlprofilständer usw.
[0058] Fig. 5 zeigt eine geschnittene Ansicht einer Abkantpresse 1 gemäß Ausführungsform
Fig. 1, wobei die Schnittebene vertikal und rechtwinkelig zur Biegeebene 32 verläuft.
[0059] Die Schnittdarstellung zeigt, dass der Pressbalken 9 mit seinem Mittelbereich in
der angehobenen Stellung in den Zwischenraum zwischen den Plattenelementen 21 des
Verbindungsträgers 8 positioniert ist und der Pressbalken 9 durch diesen Zwischenraum
in seinem Mittelbereich mit einer wesentlich größeren Höhe ausgeführt werden kann
als in seinen Endbereichen, in denen die Antriebsmittel 12 angreifen. Da am Pressbalken
9 die Biegemomente ihr Maximum zumeist im Mittelbereich besitzen, ist dieser vergrößerte
Querschnitt des Pressbalkens 9 von Vorteil für dessen Steifigkeit.
[0060] Wie anhand von den Fig. 1 und 5 leicht erkennbar ist, wird der Verbindungsträger
8 über die lösbare Verbindung zwischen Antriebsmittel 12 und Ständer 3 in seiner Position
gehalten. Ist nun am Verbindungsträger 8 der Austausch eines Antriebsmittels 12 erforderlich,
ist dieser auf geeignete Weise gegen ein ungewolltes Absinken zu sichern, beispielsweise
in dem ein Gewicht von einer provisorischen Stütze getragen wird. Von Vorteil ist
es jedoch, wenn parallel zum Verbindungsträger 8 ein Hilfsträger 33 vorgesehen wird,
an dem während des Austausches einzelner Komponenten des Verbindungsträgers 8 die
restlichen, verbleibenden Komponenten mittels geeigneter Verbindungsmittel mit dem
Hilfsträger 33 verbunden und von diesem getragen werden. So kann beispielsweise der
Trägergrundkörper 28, in Fig. 5 in Form von zwei Plattenelementen 21, mittels eines
Verbindungsmittels 34, zum Beispiel eines Bolzens 35 in seiner Lage bezüglich des
Hilfsträgers 33 fixiert werden und kann anschließend das Antriebsmittel 12 demontiert
werden.
[0061] Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht der Abkantpresse 1 gemäß Fig. 1 aus linker Richtung.
Man erkennt den einfach aufgebauten Maschinenrahmen 2, der im Wesentlichen aus den
zwei voneinander distanzierten Ständern 3, 4 in Form der C-Ständer 5, 6 besteht, die
im Bereich der Biegeebene 32 über den Presstisch 7 sowie den Verbindungsträger 8 miteinander
verbunden sind. Fig. 6 zeigt auch die optionale Ausnehmung 19 in Form eines Schlitzes
20, wodurch der C-Ständer 5 im Bereich des Schlitzes 20 einen Querschnitt 36 besitzt,
der wesentlich kleiner ist, als die dazu benachbarten Querschnitte 37 des C-Ständers
5, wodurch ein Verformungsabschnitt 18 gebildet ist, der für die Befestigungsstelle
16 des Verbindungsträgers 8 am C-Ständer 5 eine lokal reduzierte Ständersteifigkeit
bewirkt und wodurch zwischen Verbindungsträger 8 und C-Ständer 5 nur geringe Torsionsmomente
übertragen werden. Bei einer allfälligen Aufbiegung des C-Ständers 5 muss sich der
Verbindungsträger 8 dadurch nicht zwangsläufig in demselben Maß nach hinten neigen
und kann der Verbindungsträger 8 sowie der an diesem angeschlossene Pressbalken 9
im Wesentlichen parallel zur Biegeebene 32 bleiben.
[0062] In Fig. 7 ist eine Teilansicht der Anbindung des Pressbalkens 9 am Maschinenrahmen
2 dargestellt. Der Verbindungsträger 8 setzt sich wie in der Ausführungsform gemäß
Fig. 1 aus dem Trägergrundkörper 28 und dem einen Längsabschnitt 14 des Verbindungsträgers
8 bildenden Antriebsmittel 12 zusammen und sind diese mittels Verbindungsmitteln 23
lösbar miteinander verbunden. Das Antriebsmittel 12 am Endabschnitt des Verbindungsträgers
8 kontaktiert mit einer Kopplungsfläche 22 den Ständer 3 bzw. C-Ständer 5 und ist
mit diesem ebenfalls über Verbindungsmittel 23 lösbar verbunden.
[0063] Das Antriebsmittel 12 weist auf den Pressbalken 9 einwirkende verstellbare und angetriebene
Antriebsorgane 38 auf, die im Fall eines Antriebsmittels 12 in Form eines Hydraulikzylinders
13 durch Kolbenstangen 39 gebildet sind. In Fig. 7 umfasst das Antriebsmittel 12 drei
zueinander parallele und in der Biegeebene 32 liegende Kolbenanordnungen und greifen
demnach am dargestellten linken Endabschnitt des Pressbalkens 9 drei Kolbenstangen
39 an. Der Hydraulikzylinder 13 kann auch lediglich eine einzelne Kolbenanordnung
aufweisen, die Erzeugung der erforderlichen Antriebskräfte mittels mehrerer Kolbenanordnungen
ermöglicht Antriebsmittel 12 mit geringer Ausdehnung senkrecht zur Biegeebene 32,
wodurch ein für das Umformen von großen Werkstücken erforderlicher Freiraum möglichst
wenig eingeschränkt wird.
[0064] Eine vorteilhafte, optionale Ausführungsform dieser Anbindung des Pressbalkens 9
am Antriebsmittel 12 kann darin bestehen, dass mit dem Antriebsmittel 12, hier mit
den Antriebsorganen 38 und dem Pressbalken 9, fest verbundene, gelenkartig wirkende
Biegeelemente 40 vorgesehen sind, wodurch der Pressbalken 9 eine geringfügige Verschwenkbarkeit
relativ zum Antriebsmittel 12 um eine zur Biegeebene 32 rechtwinkelige Schwenkachse
erlangt.
[0065] In Fig. 7 ist ein Biegeelement 40 derart gebildet, dass am unteren Ende der Kolbenstangen
39 jeweils zwei seitliche Einkerbungen 41 angeordnet sind, wobei die Einkerbungen
41 rechtwinkelig zur Biegeebene 32 verlaufen. Durch diese Schwächung des Querschnitts
des Biegeelements 40 am Kolbenstangenende hat das Biegeelement 40 die Funktion eines
Gelenks und werden bei einer allfälligen Durchbiegung des Pressbalkens 9 keine hohen
und damit schädlichen Biegemomente auf die Antriebsorgane 38 bzw. die Kolbenstangen
39 übertragen.
[0066] An den am Pressbalken 9 anliegenden Enden des Biegeelements 40 kann, wie in Fig.
7 dargestellt, mittels Halteelementen 42, zum Beispiel in Form von Haltewinkeln 43,
eine lösbare Verbindung des Antriebsmittels 12 mit dem Pressbalken 9 hergestellt sein.
[0067] In Fig. 7 sind die Haltewinkel 43 zur Anbindung der Antriebsorgane 38 an den Pressbalken
9 rechtwinkelig zur Biegeebene 32 orientiert angeordnet, wodurch bei der Montage des
Pressbalkens 9 dieser rechtwinkelig zur Biegeebene 32 auf die Enden der Antriebsorgane
38, hier der Kolbenstangen 39, aufgeschoben werden kann. Die Montage bzw. Demontage
erfolgt bei der in Fig. 1 und 5 dargestellten Ausführungsform in abgesenkter Stellung
des Pressbalkens 9, in der er sich auch im Mittelbereich nicht mehr zwischen den Plattenelementen
21 des Verbindungsträgers 8 befindet.
[0068] In Fig. 7 ist weiters eine zusätzlich mögliche Ausführungsvariante für die Führung
10 des Pressbalkens 9 am Maschinenrahmen 2 dargestellt. Die Führung 10 umfasst dabei
Führungsschienen 11 am Ständer 3 und zusätzliche Führungsschienen 44, die am Antriebsmittel
12 angebracht sind. Vorteilhafterweise liegen die Führungsschienen 11 und 44 in der
Biegeebene 32, wodurch der Pressbalken 9 auf die Führung 10 keine oder nur geringe
Kippmomente einbringt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Führungsschienen
44 zwischen den beiden den Trägergrundkörper 28 bildenden Plattenelementen 21 angeordnet
und wird der Pressbalken 9 dadurch an seinem vergrößerten Mittelbereich geführt.
[0069] Um eine exakte Führung des Pressbalkens 9 zu erreichen, weist dieser Führungsschuhe
45 auf, die die Führungsschienen 11, 44 annähernd spielfrei umfassen. Bei dieser Ausführungsform
der Führung 10 wird der Pressbalken 9 in vier Punkten geführt, wobei diese vier Punkte
entlang von durch die Führungsschienen 10, 44 gebildete Geraden geführt sind. Da der
Pressbalken 9 in der dargestellten Ausführung eine große Höhe besitzt, und sich bei
einem Umformvorgang aufgrund der Durchbiegung des Pressbalkens 9 unterschiedliche
Längenveränderungen an den Führungspunkten ergeben kann, kann weiters eine in Fig.
7 ebenfalls dargestellte in Längsrichtung des Pressbalkens 9 verlaufende Längenausgleichsführung
46 für den Führungsschuh 45 vorgesehen sein.
[0070] Die Führung 10 kann somit Führungsschienen 11 am Ständer 3, 4 umfassen als auch zusätzliche
Führungsschienen 44 am Verbindungsträger 8, die am Antriebsmittel 12 und/oder am Trägergrundkörper
28 angeordnet sein können.
[0071] Fig. 8 zeigt in einer Teilansicht eine weitere mögliche Ausführungsform der Anbindung
des Pressbalkens 9 am Antriebsorgan 38 des Antriebsmittels 12, wobei hier eine andere
Ausführungsform des Biegeelements 40 dargestellt ist, mit dem eine geringfügige Winkelbeweglichkeit
zwischen Antriebsorgan 38 und Pressbalken 9 erzielt wird und dadurch bei einer allfälligen
Durchbiegung des Pressbalkens 9 keine dem Antriebsmittel 12 möglicherweise schadenden
Biegemomente in das Antriebsorgan 38 eingeleitet werden. Das Biegeelement 40 ist in
dieser Ausführungsform am Pressbalken 9 selbst ausgebildet, indem an der Oberseite
47 des Pressbalkens 9 zwei einander zugewandte L-förmige Ausnehmungen 48 vorgesehen
sind, zwischen denen sich ein reduzierter Restquerschnitt befindet, der eine erhöhte
Verformbarkeit und damit Biegebeweglichkeit bewirkt. Als Halteelement 42 zwischen
Antriebsorgan 38 und Pressbalken 9 kann in dieser Ausführung auch ein Schraubenelement
dienen.
[0072] Fig. 9 zeigt eine Ansicht einer weiteren, möglichen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abkantpresse 1 mit einer alternativen Ausführungsform des Maschinenrahmens 2. Die
als C-Ständer 5, 6 ausgebildeten Ständer 3 und 4, welche den Verbindungsträger 8 mit
den Antriebsmitteln 12 und den Pressbalken 9 tragen, sind im Wesentlichen aus zwei
Hauptteilen aufgebaut. Der Verbindungsträger 8 wird dabei von Lastständern 49 getragen,
welche auch als Kraftrahmen bezeichnet werden können, da über diese der Kraftfluss
vom Presstisch 7 zum Verbindungsträger 8 und in Folge über die Antriebsmittel 12 weiter
zum Pressbalken 9 hergestellt wird. Diese im Wesentlichen C-förmigen Lastständer 49
werden bei hohen Umformkräften aufgrund der unvermeidlichen, elastischen Verformungen
geringfügig aufgebogen, wodurch der Verbindungsträger 8 eine geringfügige Positions-
und Winkeländerung erfährt. Die Führung 10 für den Pressbalken 9 ist hingegen an einem
gesonderten Führungsständer 50 angeordnet, über den keine Umformkräfte übertragen
werden müssen und der daher die Führungsschienen 11 der Führung 10 auch bei großen
Umformkräften in einer exakten weitgehend unveränderten Position halten kann. In Fig.
9 ist der Führungsständer 50 zweiteilig ausgeführt und liegt in derselben Ebene wie
der Lastständer 49, wobei ein Teil innerhalb des Lastständers 49 liegt und ein Teil
außerhalb des Lastständer 49 liegt und die beiden Teile durch parallel zur Ständerebene
angeordnete Platten verbunden sind, die in Fig. am linken C-Ständer 5 zwecks Darstellung
von Lastständer 49 und Führungsständer 50 nicht dargestellt sind.
[0073] Die bei großen Umformkräften zwangsläufig auftretenden, unterschiedlichen Verformungen
von Lastständer 49 und Führungsständer 50 würden Verspannungen in der Anbindung zwischen
dem am Lastständer 49 angreifenden Antriebsmittel 12 und dem am Führungsständer 50
geführten Pressbalken 9 hervorrufen, die jedoch dadurch vermieden werden können, dass
zwischen der Befestigungsstelle 16 und dem Mittelteil 17 des Lastständers 49 ein Verformungsabschnitt
18 vorgesehen ist, der die starre Anbindung des Verbindungsträgers 8 mit dem Rest
des Lastständers 49 in der Weise aufhebt oder reduziert, dass auch bei einer Aufbiegung
des Lastständers 49 eine Winkelangleichung des Verbindungsträgers 8 mit den Antriebsmitteln
12 an die Führung 10 erfolgen kann.
[0074] Dies ermöglicht auch, den Pressbalken 9 nicht nur am Führungsständer 50 zu führen,
sondern auch zusätzlich am Verbindungsträger 8, wie es bereits anhand von Fig. 7 beschrieben
ist. Durch einen derartigen Verformungsbereich 18, wie er auch anhand des Ausführungsbeispiels
gemäß Fig. 1 bereits beschrieben wurde, ermöglicht auch bei hohen Umformkräften und
dadurch verbundenen Verformungen des Maschinenrahmens 2 nur sehr geringe innere Verspannungen
zwischen dem Antriebsmittel 12 und dem Pressbalken 9, wodurch das Antriebsmittel 12
und die Führungen 10 wesentlich geringer belastet werden.
[0075] In den Fig. 10 und 11 sind in Schnittdarstellungen im Bereich des Antriebsmittels
12 mögliche Ausführungsvarianten des Verbindungsträgers 8 dargestellt.
[0076] In Fig. 10 ist der Trägergrundkörper 28 durch einen I-Träger 51 gebildet, der im
Bereich des Antriebsmittels 12 so ausgeklinkt ist, dass hier lediglich der Obergurt
29 das Antriebsmittel 12 überbrückt. Diese Ausführung entspricht im Wesentlichen der
in Fig. 3 dargestellten Ausführung eines Verbindungsträgers 8.
[0077] Fig. 11 zeigt eine mögliche Ausführungsform des Verbindungsträgers 8, bei der der
Trägergrundkörper 28 als U-Profil ausgeführt ist, in das das Antriebsmittel 12 an
der offenen Unterseite eingesetzt ist. Durch die nicht dargestellte, lösbare Verbindung
des Antriebsmittels 12 mit dem Trägergrundkörper 28 und dem Ständer 3, 4 ist dieses
trotz eines durchlaufenden Trägergrundkörpers 28 ein tragender Bestandteil des Verbindungsträgers
8.
[0078] In Abwandlung der Ausführung gemäß Fig. 11 könnte weiters der Trägergrundkörper 28
als T-Profil mit einem nach unten ragenden Mittelsteg ausgeführt sein und im Gegenzug
der Pressbalken 9 zwei zueinander parallele und distanzierte Platten umfassen, die
in angehobener Stellung des Pressbalkens 9 zwischen sich den Mittelsteg des Trägergrundkörpers
29 aufnehmen.
[0079] Fig. 10 und 11 zeigen, dass das Antriebsmittel in dem jeweiligen Längsabschnitt 25
(siehe Fig. 3) den überwiegenden Anteil des Trägerquerschnitts 27 bildet.
[0080] In Fig. 6 sind noch Merkmale zusätzlicher Ausführungsformen der Abkantpresse 1 dargestellt,
die zusätzlich oder alternativ zu oben beschriebenen Ausführungsformen vorgesehen
sein können.
[0081] Der Verformungsbereich 18 kann auch in der Weise gebildet sind, dass die Befestigungsstelle
16 des Verbindungsträgers 8 mit dem Ständer 3, bzw. dem C-Ständer 5 in einem Bereich
des Ständer 3 mit einer relativ kleinen Verformungssteifigkeit angeordnet ist. Dazu
kann der C-Ständer 5 z.B. ohne Ausnehmung 19 oder Schlitz 20 ausgeführt sein, sondern
auf der Höhe, die dem unteren Ende des dargestellten Schlitzes 20 horizontal nach
hinten verlaufen, wie mit einer auf dieser Höhe strichliert dargestellten Oberkante
angedeutet ist.
[0082] Weiters kann bei einer Ausführung des C-Ständers 5 mit einem Schlitz 20 ein beidseits
des Schlitzes angreifender Aktuator 51 vorgesehen sein, mit dem die Aufweitung des
Schlitzes 20 aktiv beeinflusst werden kann. Dies kann dabei in einer aktiven Vergrößerung,
einer Verkleinerung oder einer Begrenzung der Aufweitung bestehen. Dadurch kann die
Ausrichtung des Verbindungsträgers 8 aktiv beeinflusst werden und insbesondere an
die Biegeebene 32 angepasst werden.
[0083] Fig. 12 zeigt noch eine mögliche Ausführungsform der Führung 10 des Pressbalkens
9 an den seitlichen Ständern 3, 4. Dabei sind die mit den Führungsschienen 11 zusammenwirkenden
Führungsschuhe 45 mittels Gelenkelementen 53 an den Stirnseiten 52 des Pressbalkens
9 befestigt, wodurch bei einer Durchbiegung des Pressbalkens 9 keine schädlichen Momente
in die Führung 10 eingeleitet werden. Da der Pressbalken 9 bei einer Durchbiegung
oberhalb seiner neutralen Faser 54 eine Verlängerung und unterhalb der neutralen Faser
54 eine Verkürzung erfährt, ist es von Vorteil, wenn wie in Fig. 12 dargestellt die
Gelenkelemente 53 auf der Höhe der neutralen Faser 54 angeordnet sind, da in diesem
Fall durch eine Pressbalkendurchbiegung keine zusätzlichen in Balkenlängsrichtung
wirkenden Zug- oder Druckkräfte in die Ständer 3,4 eingeleitet werden. Die Gelenkelemente
können dabei als herkömmliche Gelenke mit einer zapfenförmigen Gelenksachse ausgeführt
sein oder aber auch als Biegegelenk, ähnlich der zuvor beschriebenen Biegeelemente
40 zur Anbindung des Pressbalkens 9 an den Antriebsmitteln 12.
[0084] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Abkantpresse 1,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen von Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0085] Weiters sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0086] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0087] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Abkantpresse 1 diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0088] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0089] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8; 9; 10; 11; 12
gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen
bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen
dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
| 1 |
Abkantpresse |
31 |
Längsmittelebene |
| 2 |
Maschinenrahmen |
32 |
Biegeebene |
| 3 |
Ständer |
33 |
Hilfsträger |
| 4 |
Ständer |
34 |
Verbindungsmittel |
| 5 |
C-Ständer |
35 |
Bolzen |
| |
|
|
|
| 6 |
C-Ständer |
36 |
Querschnitt |
| 7 |
Presstisch |
37 |
Querschnitt |
| 8 |
Verbindungsträger |
38 |
Antriebsorgan |
| 9 |
Pressbalken |
39 |
Kolbenstange |
| 10 |
Führung |
40 |
Biegeelement |
| |
|
|
|
| 11 |
Führungsschiene |
41 |
Einkerbung |
| 12 |
Antriebsmittel |
42 |
Halteelement |
| 13 |
Hydraulikzylinder |
43 |
Haltewinkel |
| 14 |
Längsabschnitt |
44 |
Führungsschiene |
| 15 |
Mittelabschnitt |
45 |
Führungsschuh |
| |
|
|
|
| 16 |
Befestigungsstelle |
46 |
Längsausgleichsführung |
| 17 |
Mittelteil |
47 |
Oberseite |
| 18 |
Verformungsabschnitt |
48 |
Ausnehmung |
| 19 |
Ausnehmung |
49 |
Lastständer |
| 20 |
Schlitz |
50 |
Führungsständer |
| |
|
|
|
| 21 |
Plattenelement |
51 |
Aktuator |
| 22 |
Kopplungsfläche |
52 |
Stirnseite |
| 23 |
Verbindungsmittel |
53 |
Gelenkelement |
| 24 |
Verstellrichtung |
54 |
neutrale Faser |
| 25 |
Längsabschnitt |
|
|
| |
|
|
|
| 26 |
Teilabschnitt |
|
|
| 27 |
Trägerquerschnitt |
|
|
| 28 |
Trägergrundkörper |
|
|
| 29 |
Obergurt |
|
|
| 30 |
Stirnflech |
|
|
1. Abkantpresse (1) umfassend einen Maschinenrahmen (2), einen mit diesem verbundenen,
feststehenden Presstisch (7), einen an einer Führung (10) am Maschinenrahmen (2) geradlinig
in Richtung zum Presstisch (7) verstellbar gelagerten Pressbalken (9) und zumindest
ein am Pressbalken (9) und am Maschinenrahmen (2) angreifendes Antriebsmittel (12),
wobei der Maschinenrahmen (2) zumindest zwei Ständer (3, 4), insbesondere quer zu
einer sich vom Presstisch (7) zum Pressbalken (9) erstreckenden Biegeebene (32) angeordnete
flächige C-Ständer (5, 6) oder O-Ständer, und einen zwei benachbarte Ständer (3, 4)
verbindenden, feststehenden Verbindungsträger (8) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Längsabschnitt (14) des Verbindungsträgers (8) durch das Antriebsmittel
(12) gebildet ist oder in zumindest einem Längsabschnitt (25) ein den überwiegenden
Anteil des Trägerquerschnitts (27) bildender Teilabschnitt (26) des Verbindungsträgers
(8) durch das Antriebsmittel (12) ersetzt ist und dieses mit einem Trägergrundkörper
(28) des Verbindungsträgers (8) lösbar verbunden ist.
2. Abkantpresse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Antriebsmittel (12) gebildete Längsabschnitt (14) oder Teilabschnitt
(26) an einem Endabschnitt des Verbindungsträgers (8) angeordnet ist und eine Koppelfläche
(22) aufweist, die einen der Ständer (3, 4) kontaktiert.
3. Abkantpresse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das einen Teilabschnitt (26) des Verbindungsträgers (8) bildende Antriebsmittel (12)
an der dem Pressbalken (9) zugewandten Seite des Verbindungsträgers (8) angeordnet
ist und der Trägergrundkörper (28) an der vom Pressbalken (9) abgewandten Seite einen
das Antriebsmittel (12) überbrückenden Obergurt (29) aufweist.
4. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ständer (3,4) in Form von C-Ständern (5, 6) ausgebildet sind, wobei der Verbindungsträger
(8) an den zur Biegeebene (32) weisenden oberen Enden der C-Ständer (5, 6) befestigt
ist und jeweils zwischen der Befestigungsstelle (16) für den Verbindungsträger (8)
am C-Ständer (5, 6) und einem Mittelteil (17) des C-Ständers (5, 6) ein Verformungsabschnitt
(18) mit einer lokal reduzierten Ständersteifigkeit ausgebildet ist.
5. Abkantpresse (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen der Befestigungsstelle (16) am oberem Ende des C-Ständers (5, 6) und
dessen Mittelteil (17) angeordnete Verformungsabschnitt (18) eine vom oberen Rand
des C-Ständers (5, 6) ausgehende etwa parallel zur Biegeebene (32) verlaufende Ausnehmung
(19), insbesondere einen zur Biegeebene (32) parallelen Schlitz (20) aufweist.
6. Abkantpresse (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Ausnehmung (19) der Querschnitt (36) des C-Ständers (5, 6) gegenüber
dazu benachbarten Querschnitten (37) um zumindest ein Drittel reduziert ist.
7. Abkantpresse (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ausnehmung (19) in Form eines Schlitzes (20) ein Aktuator (51) zur aktiven
Beeinflussung der Aufweitung des Schlitzes (20) vorgesehen ist.
8. Abkantpresse (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsstelle (16) für den Verbindungsträger (8) am C-Ständer (5, 6) eine
größere Distanz zum Presstisch (7) aufweist als der reduzierte Querschnitt des Verformungsbereiches
(18) am C-Ständer (5, 6).
9. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (10) für den Pressbalken (9) mit der Biegeebene (32) fluchtende Führungsschienen
(11) aufweist.
10. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (10) für den Pressbalken (9) am Verbindungsträger (8), insbesondere am
Antriebsmittel (12), angeordnete Führungsschienen (44) umfasst.
11. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsträger (8) zwei an die Ständer (3, 4) lösbar anschließende Antriebsmittel
(12) und einen zwischen diesen lösbar angeordneten Mittelabschnitt (15) umfasst.
12. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägergrundkörper (28) des Verbindungsträgers (8) zwei voneinander distanzierte,
zur Biegeebene (32) parallele Plattenelemente (21) umfasst.
13. Abkantpresse (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressbalken (9) bei seiner oberen Endstellung zumindest teilweise zwischen die
Plattenelemente (21) des Verbindungsträgers (8) positioniert ist.
14. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum Verbindungsträger (8) von diesem distanziert ein zwei Ständer (3, 4)
verbindender Hilfsträger (33) angeordnet ist und Längsabschnitte (14) und/oder Teilabschnitte
(26) und/oder ein Trägergrundkörper (28) des Verbindungsträgers (8) mittels Verbindungselementen
(34) am Hilfsträger (33) befestigbar sind.
15. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Antriebsmittel (12) und dem Pressbalken (9) ein mit einem antreibbaren
und verstellbaren Antriebsorgan (38) des Antriebsmittels (12) und dem Pressbalken
(9) fest verbundenes, gelenkartig wirkendes Biegeelement (40) angeordnet ist, wobei
dieses eine Verschwenkbarkeit des Pressbalkens (9) relativ zum Antriebsmittel (12)
um eine zur Biegeebene (32) rechtwinkelige Schwenkachse bewirkt.
16. Abkantpresse (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Biegeelement (40) am Ende des Antriebsorgans (38) angeordnet ist und rechtwinkelig
zur Biegeebene (32) verlaufende Einkerbungen (41) aufweist, in die vorzugsweise am
Pressbalken (9) angeordnete Halteelemente (42), insbesondere Haltewinkel 43) eingreifen.
17. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (12) zumindest zwei zueinander, und insbesondere zur Biegeebene
(32), parallel angeordnete und am Pressbalken (9) angreifende Antriebsorgane (38)
umfasst.
18. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsträger (8) zumindest abschnittsweise symmetrisch bezüglich einer zur
Biegeebene (32) parallelen Längsmittelebene (31) des Verbindungsträgers (8) ausgebildet
ist.
19. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsmittelebene (31) des Verbindungsträgers (8) in der Biegeebene (32) liegt.
20. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellrichtung (24) des zumindest einen Antriebsmittels (12) in der Längsmittelebene
(31) des Verbindungsträgers (8) liegt.
21. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenrahmen (2) zumindest zwei den Verbindungsträger (8) tragende Lastständer
(49) und zwei von diesen verschiedene, die Führung (10) für den Pressbalken (9) aufweisende
Führungsständer (50) umfasst.
22. Abkantpresse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressbalken (9) an seinen gegenüberliegenden Stirnseiten (52) mit Führungsschienen
(11) am Maschinenrahmen (2) zusammenwirkende Führungsschuhe (45) aufweist, die mittels
eines Gelenkelements (53) am Pressbalken (9) befestigt sind.
23. Abkantpresse (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkelemente (53) in der Höhe der neutralen Faser (54) des Pressbalkens (9)
angeordnet sind, bezogen auf eine Durchbiegung in Verstellrichtung (24) des Pressbalkens
(9).
1. A press brake (1) comprising a machine frame (2), a stationary press table (7) which
is connected to the machine frame, a press beam (9) mounted on a guide (10) on the
machine frame (2) in a linearly movable manner in the direction of the press table
(7), and at least one drive means (12) which engages on the press beam (9) and on
the machine frame (2), wherein the machine frame (2) comprises at least two stands
(3, 4), in particular flat C-stands (5, 6) or O-stands which are arranged transversely
to a bending plane (32) extending from the press table (7) to the press beam (9),
and the machine frame comprises a connecting support (8) which connects two adjacent
stands (3, 4), characterized in that at least one longitudinal portion (14) of the connecting support (8) is formed by
the drive means (12) or in at least one longitudinal portion (25) a sub-portion (26)
of the connecting support (8), forming the predominant portion of the support cross-section
(27), is replaced by the drive means (12) and the latter is removably connected to
a support main part (28) of the connecting support (8).
2. The press brake (1) according to claim 1, characterized in that the longitudinal portion (14), formed by the drive means (12), or sub-portion (26),
is arranged on an end portion of the connecting support (8) and has a coupling surface
(22), which contacts one of the stands (3, 4).
3. The press brake (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the drive means (12) forming a sub-portion (26) of the connecting support (8) is
arranged on the side of the connecting support (8) facing the press beam (9), and
the support main part (28) has on the side facing away from the press beam (9) an
upper belt (29) bridging the drive means (12).
4. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the stands (3,4) are embodied in the form of C-stands (5, 6), wherein the connecting
support (8) is fastened to the upper ends of the C-stands (5, 6) pointing to the bending
plane (32), and respectively between the fastening point (16) for the connecting support
(8) on the C-stand (5, 6) and a central part (17) of the C-stand (5, 6) a deformation
portion (18) with a locally reduced stand rigidity is formed.
5. The press brake (1) according to claim 4, characterized in that the deformation portion (18), arranged between the fastening point (16) at the upper
end of the C-stand (5,6) and its central part (17), has an opening (19) originating
from the upper edge of the C-stand (5,6), running approximately parallel to the bending
plane (32), in particular a slot (20) parallel to the bending plane (32).
6. The press brake (1) according to claim 5, characterized in that in the region of the opening (19), the cross-section (36) of the C-stand (5, 6) is
reduced by at least one third compared to cross-sections (37) adjacent thereto.
7. The press brake (1) according to claim 5 or 6, characterized in that at the opening (19) in the form of a slot (20) an actuator (51) is provided for the
active influencing of the widening of the slot (20).
8. The press brake (1) according to one of claims 4 to 7, characterized in that the fastening point (16) for the connecting support (8) on the C-stand (5, 6) has
a greater distance to the press table (7) than the reduced cross-section of the deformation
region (18) on the C-stand (5, 6).
9. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the guide (10) for the press beam (9) has guide rails (11) aligned with the bending
plane (32).
10. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the guide (10) for the press beam (9) comprises guide rails (44) arranged on the
connecting support (8), in particular on the drive means (12).
11. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the connecting support (8) comprises two drive means (12) removably adjoining the
stands (3, 4), and a central portion (15) removably arranged between these.
12. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the support main part (28) of the connecting support (8) comprises two plate elements
(21), distanced from one another, parallel to the bending plane (32).
13. The press brake (1) according to claim 12, characterized in that the press beam (9) at its upper end position is positioned at least partially between
the plate elements (21) of the connecting support (8).
14. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that an auxiliary support (33), connecting two stands (3, 4), is arranged parallel to
the connecting support (8), distanced therefrom, and the longitudinal portions (14)
and/or sub-portions (26) and/or a support main part (28) of the connecting support
(8) are able to be fastened to the auxiliary support (33) by means of connecting elements
(34).
15. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that between the drive means (12) and the press beam (9) a bending element (40), acting
in a joint-like manner, securely connected to a drivable and adjustable drive member
(38) of the drive means (12) and the press beam (9), is arranged, wherein said bending
element brings about a pivotability of the press beam (9) relative to the drive means
(12) about a pivot axis at right angles to the bending plane (32).
16. The press brake (1) according to claim 15, characterized in that the bending element (40) is arranged at the end of the drive member (38) and has
indentations (41) running at right angles to the bending plane (32), into which holding
elements (42), in particular holding angles (43), preferably arranged on the press
beam (9), engage.
17. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the drive means (12) comprises at least two drive members (38) arranged parallel
to one another, and in particular to the bending plane (32), and engaging on the press
beam (9).
18. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the connecting support (8) is embodied at least partially symmetrically with respect
to a longitudinal centre plane (31) of the connecting support (8) parallel to the
bending plane (32).
19. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal centre plane (31) of the connecting support (8) lies in the bending
plane (32).
20. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the adjusting direction (24) of the at least one drive means (12) lies in the longitudinal
centre plane (31) of the connecting support (8).
21. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the machine frame (2) comprises at least two load stands (49) carrying the connecting
support (8) and two guide stands (50), different therefrom, having the guide (10)
for the press beam (9).
22. The press brake (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the press beam (9) has on its opposite face sides (52) guide shoes (45) cooperating
with guide rails (11) on the machine frame (2), which guide shoes are fastened to
the press beam (9) by means of a joint element (53).
23. The press brake (1) according to claim 22, characterized in that the joint elements (53) are arranged in the height of the neutral axis (54) of the
press beam (9), in relation to a bending in adjusting direction (24) of the press
beam (9).
1. Presse plieuse (1), comprenant un cadre de machine (2), une table de pressage (7)
fixe raccordée à celui-ci, une barre de pressage (9) supportée de façon réglable sur
un guidage (10) sur le cadre de machine (2) de façon rectiligne en direction de la
table de pressage (7) et au moins un moyen d'entraînement (12) agissant sur la barre
de pressage (9) et sur le cadre de machine (2), le cadre de machine (2) comprenant
au moins deux montants (3, 4), en particulier des montants (5, 6) plats en forme de
C ou des montants en forme de O disposés transversalement à un plan de flexion (32)
s'étendant de la table de pressage (7) vers la barre de pressage (9), et un support
de raccordement (8) fixe raccordant deux montants (3, 4) voisins, caractérisée en ce qu'au moins un tronçon longitudinal (14) du support de raccordement (8) est formé par
le moyen d'entraînement (12) ou en ce que, dans au moins un tronçon longitudinal (25), un tronçon partiel (26) du support de
raccordement (8) formant la majeure partie de la section transversale de support (27)
est remplacé par le moyen d'entraînement (12) et celui-ci est raccordé de façon détachable
à un corps de base de support (28) du support de raccordement (8).
2. Presse plieuse (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le tronçon longitudinal (14) ou le tronçon partiel (26) formé par le moyen d'entraînement
(12) est disposé à un tronçon d'extrémité du support de raccordement (8) et présente
une face de couplage (22) qui entre en contact avec un des montants (3, 4).
3. Presse plieuse (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le moyen d'entraînement (12) formant un tronçon partiel (26) du support de raccordement
(8) est disposé sur le côté du support de raccordement (8) qui est tourné vers la
barre de pressage (9), et le corps de base de support (28) présente, sur le côté éloigné
de la barre de pressage (9), une membrure supérieure (29) enjambant le moyen d'entraînement
(12).
4. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les montants (3, 4) sont constitués en forme de montants (5, 6) en forme de C, le
support de raccordement (8) étant fixé sur les extrémités des montants (5, 6) en forme
de C dirigées vers le plan de flexion (32), et un tronçon de déformation (18) ayant
une rigidité de montant réduite localement étant constitué respectivement entre l'emplacement
de fixation (16) pour le support de raccordement (8) sur le montant (5, 6) en forme
de C et une partie centrale (17) du montant (5, 6) en forme de C.
5. Presse plieuse (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce que le tronçon de déformation (18) disposé entre l'emplacement de fixation (16) à l'extrémité
supérieure du montant (5, 6) en forme de C et sa partie centrale (17) présente un
creux (19), en particulier une fente (20) parallèle au plan de flexion (32), à peu
près parallèle au plan de flexion (32) et partant du bord supérieur du montant (5,
6) en forme de C.
6. Presse plieuse (1) selon la revendication 5, caractérisée en ce que, dans la zone du creux (19), la section transversale (36) du montant (5, 6) en forme
de C est réduite d'au moins un tiers par rapport à des sections transversales (37)
voisines.
7. Presse plieuse (1) selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que, sur le creux (19) en forme de fente (20), il est prévu un actionneur (51) destiné
à influencer activement l'évasement de la fente (20).
8. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisée en ce que l'emplacement de fixation (16) pour le support de raccordement (8) présente sur le
montant (5, 6) en forme de C une distance plus grande à la table de pressage (7) que
la section transversale réduite de la zone de déformation (18) sur le montant (5,
6).
9. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le guidage (10) pour la barre de pressage (9) présente des rails de guidage (11)
en affleurement avec le plan de flexion (32).
10. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le guidage (10) pour la barre de pressage (9) comprend des rails de guidage (44)
disposés sur le support de raccordement (8), en particulier sur le moyen d'entraînement
(12).
11. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le support de raccordement (8) comprend deux moyens d'entraînement (12) se raccordant
de façon détachable aux montants (3, 4) et un tronçon central (15) disposé de façon
détachable entre ces moyens.
12. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de base de support (28) du support de raccordement (8) comprend deux éléments
de plaque (21) distants l'un de l'autre et parallèles au plan de flexion (32).
13. Presse plieuse (1) selon la revendication 12, caractérisée en ce que, dans sa position extrême supérieure, la barre de pressage (9) est positionnée au
moins partiellement entre les éléments de plaque (21) du support de raccordement (8).
14. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un support auxiliaire (33) raccordant deux montants (3, 4) est disposé parallèlement
au support de raccordement (8) et à distance de ce dernier, et en ce que des tronçons longitudinaux (14) et/ou des tronçons partiels (26) et/ou un corps de
base de support (28) du support de raccordement (8) peuvent être fixés sur le support
auxiliaire (33) au moyen d'éléments de raccordement (34).
15. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, entre le moyen d'entraînement (12) et la barre de pressage (9), il est disposé un
élément de flexion (40) agissant de façon articulée et raccordé de façon fixe à un
organe d'entraînement (38) du moyen d'entraînement (12) pouvant être entraîné et réglé
et à la barre de pressage (9), cet élément de flexion permettant une aptitude au pivotement
de la barre de pressage (9) par rapport au moyen d'entraînement (12) autour d'un axe
de pivotement à angle droit par rapport au plan de flexion (32).
16. Presse plieuse (1) selon la revendication 15, caractérisée en ce que l'élément de flexion (40) est disposé à l'extrémité de l'organe d'entraînement (38)
et présente des encoches (41) à angle droit par rapport au plan de flexion (32), dans
lesquelles engrènent des éléments de retenue (42), en particulier des équerres de
retenue (43), disposés de préférence sur la barre de pressage (9).
17. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moyen d'entraînement (12) comprend au moins deux organes d'entraînement (38) disposés
parallèlement entre eux et en particulier avec le plan de flexion (32), et agissant
sur la barre de pressage (9).
18. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le support de raccordement (8) est constitué au moins par tronçons de façon symétrique
par rapport à un plan médian longitudinal (31) du support de raccordement (8) parallèle
au plan de flexion (32).
19. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le plan médian longitudinal (31) du support de raccordement (8) est situé dans le
plan de flexion (32).
20. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la direction de réglage (24) du moyen d'entraînement (12) au moins au nombre de un
est située dans le plan médian longitudinal (31) du support de raccordement (8).
21. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le cadre de machine (2) comprend au moins deux montants de charge (49) portant le
support de raccordement (8) et deux montants de guidage (50) différents de ceux-ci
et présentant le guidage (10) pour la barre de pressage (9).
22. Presse plieuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, sur ses côtés frontaux (52) opposés, la barre de pressage (9) présente des patins
de guidage (45) coopérant avec des rails de guidage (11) sur le cadre de machine (2)
qui sont fixés sur la barre de pressage (9) au moyen d'un élément articulé (53).
23. Presse plieuse (1) selon la revendication 22, caractérisée en ce que les éléments articulés (53) sont disposés à la hauteur de la fibre neutre (54) de
la barre de pressage (9), rapportée à une flèche dans la direction de réglage (24)
de la barre de pressage (9).