[0001] Die Erfindung betrifft ein Trommelläuferrad für einen Lüfter.
[0002] Trommelläufer-Lüfter sind radiale Strömungsmaschinen mit einem Läuferrad, das zahlreiche
kurze, vorwärts gekrümmte Schaufeln aufweist. Durch die vorwärtsgekrümmte Beschaufelung
erreichen Trommelläufer hinsichtlich erzeugbarer Strömungsgeschwindigkeit und Druckerhöhung
im Strömungsmedium gewünschte Betriebspunkte bei deutlich niedrigeren Drehzahlen als
Radiallüfter mit rückwärtsgekrümmter Beschaufelung, was beispielsweise bei der Verwendung
in Klimaanlagen gewünscht ist. Die Vorwärtskrümmung bewirkt einen hohen Energietransfer
vom Lüfter auf das Förderfluid. Trommelläufer werden mit einem Gehäuse verwendet,
welches die hohe kinetische Energie in Druckenergie umwandelt. Die Strömung tritt
axial in den Lüfter ein, wird beschleunigt und verlässt radial das Gehäuse. Die Vorwärtskrümmung
der Schaufeln ist geprägt von einer starken Strömungsumlenkung, wobei die Strömung
in den meisten Fällen der Schaufelkrümmung nicht folgen kann und ablöst beziehungsweise
rückströmt. Die Ablöseblase auf der Saugseite der Schaufel stellt dabei ein Verlustgebiet
dar. Der Wirkungsgrad solcher Trommelläufer-Lüfter ist daher relativ niedrig. Dennoch
hat die hohe Leistungsdichte und der daher benötigte geringe Bauraum zu einer starken
Verbreitung im Bereich der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik geführt. Hierzu zeigt
die
WO 2007/003416 A1 ein Trommelläuferrad mit saugseitig profilierten Schaufeln zur Reduzierung von Strömungsablösungen.
[0003] Ein gattungsgemäßer Radiallüfter mit einem Antriebsmotor und einem von diesem über
ein Verbindungsorgan angetriebenen Radiallüfterrad, welches eine Mehrzahl von länglichen
Lüfterschaufeln hat, ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 20 2009 006872 U1 bekannt. Die Lüfterschaufeln weisen jeweils eine radiale Innenseite, eine radiale
Außenseite, ein mit dem Verbindungsorgan in Antriebsverbindung stehendes antriebsseitiges
Längsende, ein vom antriebsseitigen Längsende abgewandtes, antriebsfernes Längsende,
Zwischenräume zwischen benachbarten Lüfterschaufeln, durch welche im Betrieb die vom
Lüfter geförderte Luft von der radialen Innenseite des Radiallüfterrades nach außen
gefördert wird, auf. Die Lüfterschaufeln sind im Bereich ihres antriebsseitigen Längsendes
auf mindestens einer einer benachbarten Lüfterschaufel zugewandten Seite mit einer
zugeordneten Verdickung versehen, wobei sich die welche Verdickungen in die Zwischenräume
zwischen benachbarten Lüfterschaufeln erstrecken, ohne diese Zwischenräume voll auszufüllen.
[0004] Läuferräder für Gebläse und Lüfter müssen in aller Regel für den praktischen Einsatz
ausgewuchtet werden, um einen ruhigen, schwingungsarmen Lauf zu gewährleisten. Dazu
werden vor allem an der äußeren Peripherie Wuchtgewichte angeordnet.
[0005] Ein solches Radialgebläselaufrad ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2011 000 208 A1 bekannt. Das Laufrad weist eine Nabe zur Verbindung des Laufrades mit einem Antriebsmotor,
Lüfterschaufeln, die um die Nabe herum angeordnet sind, wobei die Lüfterschaufeln
einen Strömungsweg für einen durch das Laufrad erzeugten Luftstrom definieren, und
Taschen zum Einsetzen von Wuchtgewichten auf, wobei die Taschen wenigstens teilweise
in den Lüfterschaufeln angeordnet sind.
[0006] Auch die deutsche Offenlegungsschrift
DE 10 2009 032 411 A1 offenbart ein zentrifugales Mehrfachblatt-Gebläse zum Einziehen von Luft aus einem
Luftansaugabschnitt, welcher von einer Endseite oder von zwei Endseiten einer axialen
Richtung einer Drehachse vorgesehen ist, und zum Blasen der eingezogenen Luft in eine
radiale Außenseite, wobei das zentrifugale Mehrfachblatt-Gebläse eine Mehrzahl von
Blättern aufweist, welche um die Drehachse herum angeordnet sind. Weiterhin weist
das zentrifugale Mehrfachblatt-Gebläse einen Vorderseitenabschnitt, welcher in dem
Blatt vorgesehen ist, um in Richtung zu einer offenen Oberfläche des Luftansaugabschnitts
gegenüberzuliegen, wobei eine Kantenlinie auf einer Meridianebene des Vorderseitenabschnitts
sich in einer Richtung erstreckt, welche sich mit der axialen Richtung kreuzt und
ein Ausgleichsgewicht, das an dem Vorderseitenabschnitt in den Blättern angebracht
ist, um ein Gebläsegleichgewicht einzustellen, auf.
[0007] Beispielsweise ist es möglich, an einer Radial-Läuferrad-Anordnung mit einem rückwärts
gekrümmten Radialläuferrad mit kreisförmiger Bodenscheibe und kreisförmiger Deckscheibe
mit Einpressronde auf mindestens einer der beiden Scheiben im Scheibenrandbereich
mindestens ein Ausgleichgewicht zu befestigen. Dabei kann das Läuferrad durch das
Ausgleichsgewicht größer bauen. Beispielsweise kann ein zweiteiliges Wuchtgewicht
verwendet werden, das eine Federklammer und ein Zusatzgewicht aufweist, wobei die
Federklammer einen Halteabschnitt zum Befestigen an dem Laufrad und einen Aufnahmeabschnitt
zur Halterung des Zusatzgewichtes aufweist. Solche Wuchtgewichte müssen aufwändig
montiert werden. Insbesondere ist es üblich, Wuchtgewichte manuell zu montieren.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Trommelläuferrad
anzugeben, das auf einfache Weise automatisiert auswuchtbar ist als auch manuell auswuchtbar
ist, wobei der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads nicht verschlechtert werden soll.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Trommelläuferrad mit den Merkmalen des
unabhängigen Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des Trommelläuferrads
ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 - 8. Ein erfindungsgemäßes Trommelläuferrad
weist zahlreiche kurze, vorwärts gekrümmte Schaufeln auf. Die Schaufeln haben eine
Saugseite und eine Druckseite. An dem Trommelläuferrad sind eine Deckscheibe und eine
Bodenscheibe vorgesehen. Zumindest eine Schaufel des Trommelläuferrads weist auf ihrer
Saugseite eine Auswölbung auf. Durch die Auswölbung wird das Gebiet der Strömungsablösung
minimiert, wodurch das Ausmaß der Strömungsablösung ebenfalls minimiert wird. Mit
anderen Worten wird durch die Auswölbung der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads erhöht.
[0010] Die Auswölbung ist mit der Bodenscheibe verbunden. Dadurch wird die Stabilität der
mit der Auswölbung versehenen Schaufel durch die über die Auswölbung vergrößerte Anbindung
an die Bodenscheibe positiv beeinflusst und der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads
nicht verschlechtert.
[0011] Weiterhin ist die Auswölbung vollständig im Gebiet der ansonsten im Betrieb auftretenden
Strömungsablösung vorgesehen. Wenn die Auswölbung nur im Bereich der Strömungsablösung
liegt, diesen aber im Wesentlichen vollständig ausfüllt, ist die Wirbelbildung nahezu
vollständig verhindert und der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads optimiert. Andererseits
steht der maximale Querschnitt für die Durchströmung zwischen den Schaufeln zu Verfügung,
wodurch der Strömungswiderstand minimiert und der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads
weiter optimiert wird. Erfindungsgemäß weist die Auswölbung an einer Schaufel des
Trommelläuferrads wenigstens eine Wuchttasche auf, die bis in die Bodenscheibe hinein
reicht und durch sie hindurch geführt ist. Die Wuchttasche ist hohlförmig zur Aufnahme
eines Wuchtgewichts ausgestaltet. Dadurch, dass die Wuchttasche bis in die Bodenscheibe
hinein reicht und durch sie hindurch geführt ist, weist sie eine Öffnung in der Bodenscheibe
auf, durch die ein Wuchtgewicht in die Wuchttasche verbracht werden kann. Insbesondere
ist es bei einer offenen Ausgestaltung der Wuchttasche möglich, ein Wuchtgewicht automatisiert
in die Wuchttasche zu verbringen. Beispielsweise kann die Wuchttasche so gestaltet
werden, dass ein rechteckiges Steckgewicht zur Auswuchtung formschlüssig in die Wuchttasche
einpressbar ist. Eine solche Ausgestaltung eignet sich besonders gut für die automatisierte
Auswuchtung von Trommelläuferrädern. Darüber hinaus wird durch die hohle Gestaltung
der Auswölbung eine Materialanhäufung minimiert. Trommelläuferräder werden üblicherweise
aus Kunststoffen, insbesondere thermoplastischen Kunststoffen und hauptsächlich im
Spritzgußverfahren hergestellt. Bei Materialanhäufungen von im Spritzgußverfahren
hergestellten Kunststoffteilen tritt das Problem auf, dass durch die Schwindung des
Kunststoffs während der Erkaltung Einfallstellen und/oder Lunker auftreten, die die
mechanische Stabilität des Formteils schwächen und eine Konturveränderung zur Folge
haben können. Durch eine solche Konturveränderung kann die Form der Auswölbung von
der vorgesehen Form abweichen, wodurch im Betrieb erneut Totwassergebiete in der Strömung
auftreten können, die den Wirkungsgrad des Trommelläuferrads verringern können. Durch
das Vorsehen einer Wuchttasche in der Auswölbung wird diese Gefahr deutlich verringert.
Darüber hinaus wird Material eingespart.
[0012] In einer Ausführungsform ist die Auswölbung in axialer Richtung x kürzer ausgeführt
als die axiale Ausdehnung der Schaufel.
[0013] In einer alternativen Ausführungsform reicht die Wuchttasche bis in die Deckscheibe
hinein. Dabei erstreckt sich die Auswölbung über die gesamte Höhe der Schaufel. In
eine derart vergrößerte Wuchttasche lässt sich ein entsprechend vergrößertes Wuchtgewicht
verbringen, wodurch der Auswuchteffekt vergrößert werden kann.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Wuchttasche durch die Deckscheibe
hindurch geführt. Hierdurch wird eine Öffnung der Wuchttasche in der Deckscheibe erreicht,
wodurch ein Wuchtgewicht in die Wuchttasche verbringbar ist. Insbesondere eröffnet
diese Ausführungsform eine zu der Zuführung durch die Bodenscheibe zusätzliche Zuführungsmöglichkeit
für ein Wuchtgewicht, was bei einer automatisierten Wuchtung vorteilhaft ist, da die
Flexibilität der Zuführung eines Wuchtgewichts erhöht wird. Kann beispielsweise aus
geometrischen Gegebenheiten an der Wuchtmaschine kein Wuchtgewicht durch die Bodenscheibe
zugeführt werden, kann in dieser Ausführungsform das Wuchtgewicht alternativ durch
die Deckscheibe eingebracht werden.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform weisen alle Schaufeln eine Auswölbung auf.
Dadurch wird eine Strömungsablösung an allen Schaufern minimiert, wodurch der Wirkungsgrad
des gesamten Trommelläuferrads weiter steigt. Weisen darüber hinaus mehrere Auswölbungen
Wuchttaschen auf, lässt sich die Wuchtqualität erhöhen, da der für eine optimale Auswuchtung
erforderliche Anbringungsort eines Wuchtgewichts sich genauer treffen lässt. Es ist
ein Aspekt der Erfindung, dass die Auswölbung vollständig im Gebiet der ansonsten
im Betrieb auftretenden Strömungsablösung vorgesehen ist. Der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads
wird hierdurch weiter erhöht, wobei gleichzeitig ein maximierter Durchströmungsquerschnitt
zur Verfügung gestellt wird.
[0016] Eine noch weitere Erhöhung des Wirkungsgrads des Trommelläuferrads lässt sich erreichen,
wenn die Auswölbung in radialer Richtung im Wesentlichen der Form des Gebiets der
Strömungsablösung entspricht.
[0017] Die Deckscheibe weist einen zusätzlichen Ring auf ihrer Außenseite auf, wobei die
Innenkontur des zusätzlichen Rings einen radiusförmigen Bereich aufweist. Der radiusförmige
Bereich an der Innenkontur des Rings ermöglicht eine geführte Umlenkung der Strömung
und minimiert weiter die Strömungsverluste, wodurch der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads
weiter erhöht wird.
[0018] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn der zusätzliche Ring mindestens
eine zweite Wuchttasche aufweist. In den Fällen, in denen zu der Gestaltung der Wuchttasche
auf der Bodenscheibenseite eine Wuchttaschengestaltung auf der Deckscheibe nicht möglich
ist, wird dennoch eine zweite Ebene für die Wuchtung erhalten, wodurch die Wuchtqualität
verbesserbar ist.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der zusätzliche Ring unterhalb
der zweiten Wuchttasche einen ringförmigen Materialausschnitt auf, um durch die Materialreduzierung
ein verbessertes Verzugsverhalten zu unterstützen.
[0020] Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele
anhand der Abbildungen.
[0021] Von den Abbildungen zeigt:
- Fig. 1
- Strömungsbild an einem Trommelläuferrad nach dem Stand der Technik
- Fig. 2
- erfindungsgemäßes Trommelläuferrad in dreidimensionaler Darstellung aus Sicht der
Deckscheibe
- Fig. 3
- erfindungsgemäßes Trommelläuferrad in dreidimensionaler Darstellung aus Sicht der
Bodenscheibe
- Fig. 4
- Erfindungsgemäßes Trommelläuferrad im Längsschnitt
- Fig. 5
- Schnitt C-C durch die Auswölbungen der Schaufeln an der Bodenscheibe des erfindungsgemäßen
Trommelläuferrads
- Fig. 6
- Wirbelbild an einem erfindungsgemäßen Trommelläuferrad
[0022] Fig. 1 zeigt ein Strömungsbild an einem Trommelläuferrad 10 nach dem Stand der Technik.
Die Schaufeln 20 sind mit starker Krümmung vorwärts gekrümmt. Die Strömung kann der
starken Krümmung nicht folgen und löst sich an der Saugseite 21 der Schaufeln 20 ab,
so dass ein Gebiet 25 der Strömungsablösung entsteht, wobei es in diesem Gebiet 25
zu einer Wirbelbildung kommt, wodurch Verluste durch Dissipation verursacht werden.
[0023] Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Trommelläuferrad 10 in dreidimensionaler Darstellung
aus Sicht der Deckscheibe 30. Das Trommelläuferrad 10 weist zahlreiche kurze, vorwärts
gekrümmte Schaufeln 20 auf. Die Schaufeln 20 haben eine Saugseite 21 und eine Druckseite
22. An dem Trommelläuferrad 10 sind eine Deckscheibe 30 und eine Bodenscheibe 40 vorgesehen.
Die Schaufeln 20 des Trommelläuferrads 10 weisen an ihrer Saugseite 21 Auswölbungen
23 auf. Durch die Auswölbung 23 wird das Gebiet 25 in Fig. 1 der Strömungsablösung
an jeder Schaufel 20 minimiert, wodurch das Ausmaß der gesamten Strömungsablösung
ebenfalls minimiert wird. Die Auswölbungen 23 sind mit der Bodenscheibe 40 verbunden
und in axialer Richtung x kürzer ausgeführt als die axiale Ausdehnung der Schaufel
20 selbst.
[0024] Die Deckscheibe 30 weist einen zusätzlichen Ring 31 auf. Dieser zusätzliche Ring
31 weist zweite Wuchttaschen 33 auf.
[0025] Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Trommelläuferrad 10 in dreidimensionaler Darstellung
aus Sicht der Bodenscheibe 40. Das Trommelläuferrad 10 ist beispielsweise aus einem
thermoplastischen Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellt. Die Auswölbung 23
(in Fig. 3 nicht sichtbar) an den Schaufeln 20 des Trommelläuferrads 10 weisen Wuchttaschen
24 auf, die bis in die Bodenscheibe 40 hinein reichen und durch sie hindurch geführt
sind. Die Wuchttaschen 24 sind hohlförmig ausgestaltet, so dass sie Wuchtgewichte
aufnehmen können. Dadurch, dass die Wuchttaschen 24 bis in die Bodenscheibe 40 hinein
reichen und durch sie hindurch geführt sind, weisen sie Öffnungen 41 in der Bodenscheibe
40 auf, durch die Wuchtgewichte in die Wuchttaschen 24 verbracht werden können.
[0026] Fig. 4 zeigt das Trommelläuferrad 10 im Längsschnitt. Die Deckscheibe 30 weist einen
zusätzlichen Ring 31 auf. Dieser zusätzliche Ring 31 weist eine zweite Wuchttasche
33 auf. In den Fällen, in denen eine zu der Gestaltung der Wuchttasche 24 auf der
Seite der Bodenscheibe 40 analoge Gestaltung auf der Deckscheibe 30 nicht möglich
ist, wird mit den zweiten Wuchttaschen 33 in dem zusätzlichen Ring 31 dennoch eine
zweite Ebene für die Wuchtung erhalten, wodurch die Wuchtqualität verbesserbar ist.
Der zusätzliche Ring 31 weist unterhalb der zweiten Wuchttasche 33 in entgegengesetzter
x-Richtung einen ringförmigen Materialschnitt mit einem radiusförmigen Bereich 32
auf. Hierdurch wird die Einlaufströmung so geführt, dass keine Strömungsverluste auftreten
und der Wirkungsgrad des Trommelläuferrads weiter optimiert wird.
[0027] Fig. 5 zeigt den Schnitt C - C durch die Auswölbungen 23 der Schaufeln 20 an der
Bodenscheibe 40 eines Trommelläuferrads 10. Die Auswölbungen 23 weisen im Wesentlichen
eine Kontur auf, die der des Gebiets 25 der Strömungsablösung aus Fig. 1 entspricht.
Die Wuchttaschen 24 weisen beispielsweise einen rechteckigen Querschnitt auf, so dass
geeignete rechteckige Wuchtgewichte formschlüssig in die Wuchttaschen 24 einpressbar
sind. Andere Wuchttaschen- und Wuchtgewichtgeometrien sind ebenfalls möglich.
[0028] Fig. 6 zeigt ein Strömungsbild an einem erfindungsgemäßen Trommelläuferrad 10. Dabei
ist die Auswölbung 23 vollständig im Gebiet 25 der ansonsten im Betrieb auftretenden
Strömungsablösung vorgesehen. Wenn die Auswölbung 23 nur im Bereich 25 der Strömungsablösung
liegt, diesen aber im Wesentlichen vollständig ausfüllt, ist die Wirbelbildung nahezu
vollständig verhindert, wie anhand der Wirbelpfeile erkennbar, und der Wirkungsgrad
des Trommelläuferrads 10 ist optimiert.
[0029] Der Einsatz unterschiedlicher Materialien für die Schaufeln 20 ist in den Fig. 1
bis 6 nicht gezeigt.
[0030] Die hier gezeigten Ausführungsformen stellen nur Beispiele für die vorliegende Erfindung
dar und dürfen daher nicht einschränkend verstanden werden. Der Schutzbereich der
vorliegenden Erfindung ist durch die nachfolgenden Ansprüche bestimmt.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 10
- Trommelläuferrad
- 20
- Schaufel
- 21
- Saugseite
- 22
- Druckseite
- 23
- Auswölbung
- 24
- Wuchttasche
- 25
- Gebiet der Strömungsablösung
- 30
- Deckscheibe
- 31
- Ring
- 32
- radiusförmiger Bereich
- 33
- zweite Wuchttasche
- 40
- Bodenscheibe
- 41
- Öffnung
- x
- axiale Richtung
1. Trommelläuferrad (10), aufweisend zahlreiche kurze, vorwärts gekrümmte Schaufeln (20),
wobei die Schaufeln (20) eine Saugseite (21) und eine Druckseite (22) aufweisen, eine
Deckscheibe (30) und eine Bodenscheibe (40), wobei das Trommelläuferrad (10) zumindest
eine Schaufel (20) aufweist, die auf ihrer Saugseite (21) eine Auswölbung (23) aufweist,
wobei die Auswölbung (23) mit der Bodenscheibe (40) verbunden ist und die Auswölbung
(23) vollständig im Gebiet einer ansonsten im Betrieb auftretenden Strömungsablösung
(25) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet dass die Auswölbung (23) weiterhin eine Wuchttasche (24) aufweist, die bis in die Bodenscheibe
(40) hinein reicht und durch sie hindurch geführt ist, wobei die Deckscheibe (30)
einen zusätzlichen Ring (31) auf ihrer Außenseite aufweist, wobei die Innenkontur
des zusätzlichen Rings (31) einen radiusförmigen Bereich (32) aufweist.
2. Trommelläuferrad (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswölbung (23) in axialer Richtung x kürzer ausgeführt ist als die axiale Ausdehnung
der Schaufel (20).
3. Trommelläuferrad (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wuchttasche (24) bis in die Deckscheibe (30) hinein reicht.
4. Trommelläuferrad (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wuchttasche (24) durch die Deckscheibe (30) hindurch geführt ist.
5. Trommelläuferrad (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Schaufeln (20) eine Auswölbung (23) aufweisen.
6. Trommelläuferrad (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswölbung (23) in radialer Richtung im Wesentlichen der Form des Gebiets der
Strömungsablösung (25) entspricht.
7. Trommelläuferrad (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zusätzliche Ring (31) mindestens eine zweite Wuchttasche (33) aufweist.
8. Trommelläuferrad (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zusätzliche Ring (31) unterhalb der zweiten Wuchttasche (33) in entgegengesetzter
x-Richtung einen ringförmigen Materialschnitt aufweist.
1. A drum rotor wheel (10) having numerous short blades (20) that are curved forward,
whereby the blades (20) have a leading edge (21) and a trailing edge (22), a top disc
(30) and a bottom disc (40), whereby
the drum rotor wheel (10) has at least one blade (20) having a bulge (23) on its leading
edge (21), whereby the bulge (23) is connected to the bottom disc (40) and the bulge
(23) is provided completely in the area of flow separation (25) that normally occurs
during operation,
characterized in that
the bulge (23) also has a balancing pocket (24) that extends all the way into the
bottom disc (40) and passes through it, whereby the top disc (30) has an additional
ring (31) on its outside, whereby the inner contour of the additional ring (31) has
a radius-shaped area (32).
2. The drum rotor wheel (10) according to claim 1,
characterized in that
the bulge (23) is configured so as to be shorter in the axial direction x than the
axial length of the blade (20).
3. The drum rotor wheel (10) according to claim 1,
characterized in that
the balancing pocket (24) extends all the way into the top disc (30).
4. The drum rotor wheel (10) according to claim 3,
characterized in that
the balancing pocket (24) passes all the way through the top disc (30).
5. The drum rotor wheel (10) according to one of the preceding claims, characterized in that
all of the blades (20) have a bulge (23).
6. The drum rotor wheel (10) according to one of the preceding claims, characterized in that,
in the radial direction, the bulge (23) essentially matches the shape of the area
of flow separation (25).
7. The drum rotor wheel (10) according to one of the preceding claims, characterized in that
the additional ring (31) has at least a second balancing pocket (33).
8. The drum rotor wheel (10) according to one of the preceding claims, characterized in that,
underneath the second balancing pocket (33) in the opposite x-direction, the additional
ring (31) has a ring-shaped material recess.
1. Rotor à tambour (10), comportant un grand nombre de pales (20) courtes et courbées
vers l'avant, les pales (20) présentant un côté aspiration (21) et un côté refoulement
(22), une plaque de couverture (30) et une plaque de fond (40), le rotor à tambour
(10) comportant au moins une pale (20) qui présente une convexité (23) sur son côté
aspiration (21), la convexité (23) étant reliée à la plaque de fond (40) et la convexité
(23) étant prévue entièrement dans la zone d'une interruption de flux (25) survenant
autrement en service, caractérisé en ce que la convexité (23) comporte en outre une poche d'équilibrage (24) qui va jusque dans
la plaque de fond (40) et la traverse, la plaque de couverture (30) comportant une
bague supplémentaire (31) sur son côté extérieur, le contour intérieur de la bague
supplémentaire (31) présentant une zone en forme de rayon (32).
2. Rotor à tambour (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la convexité (23) est, en direction axiale x, réalisée plus courte que l'extension
axiale de la pale (20).
3. Rotor à tambour (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la poche d'équilibrage (24) va jusque dans la plaque de couverture (30).
4. Rotor à tambour (10) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la poche d'équilibrage (24) traverse la plaque de couverture (30).
5. Rotor à tambour (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
toutes les pales (20) présentent une convexité (23).
6. Rotor à tambour (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la convexité (23) correspond sensiblement, en direction radiale, à la forme de la
zone de l'interruption de flux (25).
7. Rotor à tambour (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la bague supplémentaire (31) présente au moins une deuxième poche d'équilibrage (33).
8. Rotor à tambour (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la bague supplémentaire (31) comporte, en dessous de la deuxième poche d'équilibrage
(33), dans le sens opposé à la direction x, une entaille annulaire ménagée dans la
matière.