[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Pyrolyse-Reinigungsvorgangs
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei modernen Gargeräten mit einem Garraum zum Zubereiten von Speisen, beispielsweise
bei Backöfen, wird einem Benutzer zur einfachen Reinigung des Garraumes oftmals eine
pyrolytische Reinigung zur Verfügung gestellt.
[0003] Bei einem solchen Pyrolyseprozess wird der Garraum und darin befindliches Zubehör
auf eine sehr hohe Temperatur, meist auf über 400°C, aufgeheizt. Durch die hohe Hitze
werden die im Garraum vorhandenen Verschmutzungen zu feiner Asche verbrannt, die dann
einfach nur noch von einem Benutzer aus dem Garraum ausgewischt werden muss.
[0004] Die bekannten Pyrolyseverfahren arbeiten in der Regel zufriedenstellend. Manche hartnäckige
Verschmutzungen werden durch einen solchen Pyrolyseprozess jedoch nicht bzw. nicht
vollständig verbrannt, sodass eine aufwendige Nachreinigung von Hand durch den Benutzer
notwendig sein kann.
[0005] Solche schwierigen Verschmutzungen sind z. B. Verlackungen von Öl, wie sie bei Temperaturen
zwischen ca. 250°C und 350°C entstehen können. Durch das Verlacken von Öl entsteht
eine fest anbackende Schmutzschicht, die unter Umständen nur teilweise durch einen
herkömmlichen Pyrolysevorgang beseitigt werden kann. Durch das feste Anhaften der
Verlackungen an den Garraumwänden ist die Nachreinigung von Hand besonders schwierig.
[0006] Aus der
US 6,417,493 ist ein Selbstreinigungs-System für ein Konvektions-Kochgerät bekannt, bei dem nach
einer Aufheizung auf eine Maximaltemperatur und einer Haltephase anschließend eine
Abkühlphase und eine erneute Aufheizphase stattfinden. Dabei liegt der Temperaturunterschied
zwischen der Maximaltemperatur und der Temperatur der Abkühlphase bei 60°F, das entspricht
33,3°C. Bei solch geringen Temperaturunterschieden ist eine unterschiedliche Wärmeausdehnung
im Vergleich zu einer eventuell verbleibenden Verschmutzung bzw. Verlackung nicht
gegeben, insofern wird das Lösen solcher Verschmutzungen nicht verbessert.
[0007] Aus der
US 5,571,433 ist ein Temperatur-Kontrollsystem für einen selbstreinigenden Backofen bekannt, bei
dem nach dem Erreichen der Maximaltemperatur ein Zyklus mit einem Wechsel zwischen
einer Maximal- und einer Minimaltemperatur erfolgt. Dabei beträgt der Temperaturunterschied
200°F (111,11°C), die Minimaltemperatur beträgt 675°F (353,9°C).
[0008] Die
DE 21 66 227 A1 offenbart einen Backofen mit einer Pyrolyse-Reinigungsfunktion, bei der eine zweistufige
Aufheizung erfolgt.
[0009] Bei einem Pyrolysereinigungsvorgang gemäß
DE 10 2006 041767 B3 wird zur Brandfallerkennung ein Sauerstoffsensor eingesetzt.
[0010] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Durchführen eines
Pyrolyse-Reinigungsvorgangs zur Verfügung zu stellen, das eine bessere Reinigungswirkung
gewährleistet und insbesondere eine vollständige Reinigung bewirkt.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Durchführen eines Pyrolysereinigungsvorgangs
bei einem Gargerät. Dabei umfasst das Gargerät wenigstens einen mittels wenigstens
einer Heizeinrichtung beheizbaren Garraum und wenigstens eine Steuereinrichtung. Der
Garraum wird von wenigstens einer Garraummuffel und wenigstens einer Garraumtür begrenzt,
wobei der Garraum zur Reinigung der Garraummuffel und der dem Garraum zugewandten
Seite der Garraumtür in wenigstens einer Aufheizphase auf eine vorbestimmte Temperatur
aufgeheizt wird. In wenigstens einer folgenden Haltephase wird diese vorbestimmte
Temperatur im Wesentlichen gehalten. Anschließend wird der Garraum in einer Abkühlphase
wieder heruntergekühlt. Dabei werden anschließend wenigstens eine weitere Aufheizphase
und wenigstens eine weitere Abkühlphase durchlaufen.
[0013] Die Aufheizphasen, die Haltephasen und/oder die Abkühlphasen werden automatisch von
der Steuereinrichtung eingestellt und durchlaufen. Durch eine solche Programmautomatik
kann eine besonders gründliche Reinigung des Garraumes ermöglicht werden, ohne dass
ein Benutzer die gesamt Zeit das Gargerät kontrollieren muss, um eventuell naschfolgende
Phasen händisch einzustellen.
[0014] Zwischen wenigstens einer Abkühlphase und der nächsten Aufheizphase wird eine Wartephase
durchlaufen. Eine solche Wartephase dient insbesondere zur Entspannung der Materialien
der Garraummuffel und der Garraumtür und der Verschmutzungen bzw. Verlackungen. Dadurch
kann erreicht werden, dass eine eventuell vorliegende Verlackung beim erneuten Aufheizen
des Garraumes leichter von der Garraummuffel, von der dem Garraum zugewandten Seite
der Garraumtür und/oder von in den Garraum eingebrachten Zubehör leichter abplatzt.
[0015] Erfindungsgemäß wird die Temperatur des Garraumes in der Abkühlphase wenigstens auf
200°C bis Raumtemperatur, bevorzugt auf 100°C bis Raumtemperatur und besonders bevorzugt
auf 50°C bis Raumtemperatur heruntergekühlt. Durch ein derartiges Abkühlen des Garraumes
wird erreicht, dass die eventuell noch verbliebende hartnäckige Verschmutzung wie
z. B. eine Verlackung sich durch die unterschiedliche Wärmeausdehnung im Vergleich
zur Garraummuffel oder zur Garraumtür löst oder abplatzt. Dabei ist unter Raumtemperatur
vorzugsweise eine Temperatur von in etwa 20°C zu verstehen. Insbesondere ist unter
Raumtemperatur auch eine am Aufstellort des Gargerätes übliche Normaltemperatur eines
Raumes zu verstehen. Unter Raumtemperatur kann bevorzugt aber auch die Temperatur
verstanden werden, bei der keine nennenswerte Abkühlung mehr pro Zeitabschnitt erfolgt.
[0016] Erfindungsgemäß kann das Verfahren insbesondere bei Gargeräten angewandt werden,
welche einen Garraum aufweisen, der mit einer thermischen Heizquelle beheizt wird,
z. B. bei Backöfen oder Kombigeräten mit einem Backofen.
[0017] Die Heizeinrichtung umfasst vorzugsweise eine oder auch mehrere Heizquellen, welche
den Garraum beispielsweise in einen Umluftbetrieb, mittels Ober- und Unterhitze, in
einem Heißluftbetrieb, in einem Mikrowellenbetrieb und/oder in einem Gasbetrieb beheizen
können
[0018] Die Steuereinrichtung ist bevorzugt dazu geeignet und ausgebildet, dass die Temperatur
und/oder die Betriebsart zum Aufheizen des Garraumes eingestellt werden kann. Dabei
kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Temperatur und/oder die Betriebsart manuell
von einem Benutzer eingegeben werden oder das auch eine automatische Vorgabe der Temperatur
und/oder der Betriebsart möglich ist.
[0019] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist,
dass insbesondere durch das mehrfache Durchlaufen von Aufheizphasen und Abkühlphasen
eine besonders gründliche und vorzugsweise im Wesentlichen vollständige Reinigung
der Garraummuffel und der dem Garraum zugewandten Seite der Garraumtür erreicht wird.
[0020] Durch bekannte Pyrolyseprozesse mit nur einer Aufheizphase, einer Haltephase und
einer Abkühlphase wird der Garraum und in dem Garraum befindliches Zubehör oftmals
zwar schon zufriedenstellend gereinigt, jedoch kann es im normalen Betrieb und auch
während des Pyrolysevorganges zu einer sogenannten Verlackung von angebrannten Speiseresten
und insbesondere von Öl kommen. Eine solche Verlackung wird bei einem einzigen Pyrolysevorgang
unter Umständen jedoch nicht vollständig während des Reinigungsvorgangs zu Asche verbrannt,
sodass eine nachträgliche händische Reinigung der Bereiche der Garraummuffel und der
Garraumtür mit Verlackungen notwendig sein kann. Das Entfernen solcher Verlackungsreste
von Hand kann jedoch unter Umständen recht aufwendig sein und ist zudem eine Beeinträchtigung
des Bedienkomforts für den Benutzer.
[0021] Durch das Durchführen des erfindungsgemäßen Pyrolyse-Reinigungsvorgangs wird der
Garraum zunächst wie bei herkömmlichen Pyrolysevorgängen auf eine vorbestimmte Temperatur
aufgeheizt, auf welcher der Garraum auf eine vorbestimmte Zeit gehalten wird. Dadurch
wird eine meist schon überwiegende Reinigung des Garraumes erreicht. Anschließend
wird der Garraum wieder abgekühlt.
[0022] Die innerhalb eines Garraumes üblicherweise verwendeten Materialien wie z. B. Metall,
Emaille oder Glas haben eine unterschiedliche Wärmeausdehnung im Vergleich zu einer
eventuell verbleibenden Verschmutzung bzw. Verlackung. Durch die unterschiedlichen
Materialausdehnungen kommt es dann durch das alternierende Aufheizen und Abkühlen
zu einer Ablösung oder sogar zum Abplatzen der Verlackung von der Garraummuffel, der
Garraum zugewandten Seite der Garraumtür oder von in den Garraum eingebrachten Zubehör.
[0023] Anschließend wird der Garraum in wenigstens einer weiteren Aufheizphase auf die bzw.
eine vorbestimmte Pyrolysetemperatur aufgeheizt, wodurch die restlichen Verschmutzungen
insbesondere in den Bereichen von Verlackungen vollständig zu Asche verbrannt werden
können. Je nach Verschmutzungsgrad des Garraumes können noch weitere Aufheizphasen
und Abkühlphasen notwendig sein, um eine vollständige und somit zufriedenstellende
Reinigung des Garraumes zu erreichen.
[0024] Insgesamt wird durch das erfindungsgemäße Verfahren ein Pyrolysereinigungsvorgang
zur Verfügung gestellt, der eine im Wesentlichen vollständige Reinigung des Garraumes
ermöglicht, ohne dass eine nachträgliche Nachreinigung von Hand erforderlich ist.
[0025] Je nach Grad der Verschmutzung des Garraumes wird bevorzugt auch wenigstens eine
weitere Haltephase durchlaufen. Dabei ist diese Haltephase insbesondere zwischen einer
weiteren Aufheizphase und einer weiteren Abkühlphase vorgesehen. Durch das Durchlaufen
einer weiteren Haltephase im Reinigungsprozess können auch starke Verschmutzungen,
die sich in der Abkühlphase des vorhergehenden Reinigungsdurchgangs leicht oder auch
vollständig gelöst haben, effektiv zu feiner Asche verbrannt werden.
[0026] In bevorzugten Weiterbildungen sind die einzelnen Aufheizphasen und/oder die einzelnen
Haltephasen und/oder die einzelnen Abkühlphasen unterschiedlich lang. Wenn eine oder
mehrere Wartephasen in einem Pyrolysereinigungsvorgang vorgesehen sind, können auch
diese Wartephasen in einzelnen Reinigungsdurchläufen unterschiedliche Zeitspannen
aufweisen.
[0027] Dabei werden die einzelnen Aufheizphasen und/oder die einzelnen Haltephasen und/oder
die einzelnen Abkühlphasen besonders bevorzugt mit steigender Anzahl der Durchläufe
bzw. der Reinigungsdurchläufe kürzer. So kann unter anderem erreicht werden, dass
der erfindungsgemäße Pyrolysereinigungsvorgang möglichst kurz gehalten wird und zudem
nicht unnötig viel Energie verbraucht wird. Durch einen ersten längeren Reinigungsvorgang
mit z. B. einer längeren Haltephase auf der vorbestimmten Temperatur kann in der Regel
schon eine überwiegende Reinigung des Garraumes erreicht werden, wodurch nur noch
hartnäckige Verschmutzungen wie z. B. eine Verlackung in den weiteren Reinigungsdurchläufen
entfernt bzw. verbrannt werden müssen. Durch das Abkühlen des Garraumes zwischen den
einzelnen Reinigungsdurchläufen werden die Verlackungen jedoch meist schon angelöst,
sodass der nächste bzw. die nächsten Reinigungsdurchgänge nicht mehr so lange wie
der bzw. die vorhergehenden Reinigungsdurchläufe vorgesehen werden müssen.
[0028] Um eine besonders zufriedenstellende Reinigung des Garraumes und insbesondere ein
im Wesentlichen vollständiges Verbrennen von Verschmutzungen im Garraum zu erreichen,
liegt die vorbestimmte Temperatur wenigstens einer Aufheizphase zwischen 350°C und
550°C, bevorzugt zwischen 400°C und 500°C und besonders bevorzugt zwischen 430°C und
470°C. Durch ein Aufheizen des Garraumes auf eine derart vorbestimmte Temperatur in
der Aufheizphase und insbesondere durch das Halten der Garraumtemperatur auf einer
solchen vorbestimmten Temperatur in der Haltephase kann eine zufriedenstellende Reinigung
bzw. das Verbrennen von Verschmutzungen gewährleistet werden.
[0029] Insbesondere um den Energieverbrauch des erfindungsgemäßen Pyrolysereinigungsvorgangs
möglichst gering zu halten, kann die vorbestimmte Temperatur wenigstens einer Aufheizphase
in vorteilhaften Ausgestaltungen unterschiedlich zu der vorbestimmten Temperatur wenigstens
einer weiteren Aufheizphase sein. Dabei ist insbesondere bevorzugt, dass die vorbestimmte
Temperatur mit steigender Anzahl der Durchläufe der einzelnen Phasen sinkt.
[0030] In zweckmäßigen Ausgestaltungen kann wenigstens eine Kühlphase ab dem Erreichen einer
unkritischen Temperatur durch eine Belüftung des Garraumes beschleunigt werden. Dabei
ist unter einer unkritischen Temperatur insbesondere eine solche Temperatur zu verstehen,
bei der im Regelfall kein Verletzungsrisiko für einen Benutzer zu erwarten ist. So
kann z. B. eine Temperatur von unter 100°C und insbesondere von weniger als 80°C sinnvoll
gewählt werden. Durch die Unterstützung bzw. die Beschleunigung des Abkühlprozesses
können wenigstens zwei positive Affekte erreicht werden. Zum einen wird die Dauer
des Pyrolysereinigungsvorgangs verkürzt. Zum anderen kann unter Umständen durch das
schnellere Abkühlen ein noch effektiveres Ablösen bzw. Abplatzen von Verlackungen
erreicht werden, da sich die unterschiedlichen Wärmeausdehnungen der Verlackung und
der Materialien in und am Garraum bei schnelleren Temperaturschwankungen noch erheblicher
auswirken.
[0031] Um den Abkühlprozess zu beschleunigen, kann bevorzugt die Garraumtür in der Abkühlphase
ab einer unkritischen Temperatur geöffnet werden. Das Öffnen der Garraumtür kann dabei
z. B. händisch erfolgen. Dann wird zweckmäßigerweise die Möglichkeit der Beschleunigung
des Abkühlprozesses einem Benutzer z. B. auf einem Display angezeigt oder es kann
auch ein Warnton ausgegeben werden. Es ist jedoch auch möglich, dass die Tür automatisch
ab dem Erreichen einer unkritischen Temperatur geöffnet wird. Dies kann dann z. B.
sensorgesteuert in Verbindung mit einer automatisch öffnenden bzw. motorisierten Tür
erfolgen. Unter dem Öffnen der Garraumtür wird erfindungsgemäß insbesondere verstanden,
dass die Tür wenigstens einen Spalt breit geöffnet wird, sodass heiße Luft aus dem
Garraum entweichen kann. Es können aber auch andere Lüftungsöffnungen an der Garraummuffel
oder der Garraumtür vorgesehen sein, die zum beschleunigten Abkühlen des Garraumes
verwendet werden.
[0032] Bei einer Programmautomatik kann dann besonders bevorzugt die Anzahl der zu durchlaufenden
Aufheizphasen und/oder Haltephasen und/oder Abkühlphasen abhängig von der Verschmutzung
des Garraumes vorgegeben werden. In vorteilhaften Weiterbildungen können dann auch
die einzelnen Längen und/oder die vorbestimmten Temperaturen vorgegeben sein und/oder
von einem Benutzer vor dem Starten des Programmes eingestellt werden. So können z.
B. in dem Gerät mehrere Programme vorprogrammiert sein, die je nach Verschmutzungsgrad
von einem Benutzer ausgewählt werden können. Dann kann beispielsweise ein Programm
für eine leichte Verschmutzung, ein Programm für eine normale Verschmutzung und ein
Programm für eine starke Verschmutzung eingestellt sein. Diese unterschiedlichen Programme
unterscheiden sich dann zweckmäßig in der Anzahl der einzelnen Phasen, in der Länge
der Phasen und/oder in den vorgegebenen vorbestimmten Temperaturen. Zudem kann auch
noch ein manuell programmier- oder einstellbares Programm vorgesehen sein.
[0033] Das erfindungsgemäße Gargerät umfasst wenigstens einen mittels wenigstens einer Heizeinrichtung
beheizbaren Garraum und wenigstens eine Steuereinrichtung. Der Garraum wird dabei
von wenigstens einer Garraummuffel und wenigstens einer Garraumtür begrenzt. Die Steuereinrichtung
ist dazu geeignet und ausgebildet, das zuvor beschriebene Verfahren zum Durchführen
eines Pyrolysereinigungsvorgangs durchzuführen.
[0034] Auch das erfindungsgemäße Gargerät bietet die schon zuvor ausgeführten Vorteile.
Insbesondere kann einem Benutzer durch das Durchführen des erfindungsgemäßen Pyrolysereinigungsvorgangs
ein Gargerät zur Verfügung gestellt werden, bei dem eine im Wesentlichen vollständig
automatisierte Reinigung des Garraumes erfolgt, ohne dass eine eventuell aufwändige
Nachreinigung von Hand durchgeführt werden muss.
[0035] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0036] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätes in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 2
- ein rein schematisches Ablaufschema eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Durchführen
eines Pyrolyse-Reinigungsvorgangs;
- Figur 3
- ein weiteres rein schematisches Ablaufschema eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Durchführen eines Pyrolyse-Reinigungsvorgangs; und
- Figur 4
- ein anderes rein schematisches Ablaufschema eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Durchführen eines Pyrolyse-Reinigungsvorgangs.
[0037] In Figur 1 sieht man die rein schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätes
1 in einer perspektivischen Ansicht, welches in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
als Backofen 100 ausgebildet ist. Das Gargerät 1 umfasst einen Garraum 3, der zum
Beladen des Garraumes 3 eine Garraumöffnung 10 aufweist, welche mittels einer Garraumtür
6 verschlossen werden kann.
[0038] Oberhalb des Garraumes ist eine Bedienblende 11 angeordnet, hinter welcher die Steuereinrichtung
4 vorgesehen ist, welche in Figur 1 mittels eines gestrichelten Kästchens schematisch
dargestellt ist. Die Bedienblende 11 umfasst eine Anzeigeeinrichtung 12 und mehrere
Bedienelemente 13 zum Bedienen des Gargerätes 1. Dabei ist Anzeigeeinrichtung 12 in
der Bedienblende 11 ist als Display 14 ausgeführt, auf welchem dem Benutzer verschiedene
Informationen zum Status des Gargerätes 1 und eingestellte Parameter zur Verfügung
gestellt werden.
[0039] Der Garraum 3 wird durch eine Garraummuffel 5 und durch die Garraumtür 6 begrenzt.
Bei geöffneter Garraumtür 6 kann Zubehör wie z. B. ein Backblech oder ein Rost in
den Garraum 3 eingebracht werden und es können Speisen in den Garraum 3 eingestellt
werden, welche mittels der Heizeinrichtung 2 gegart werden.
[0040] Die Heizeinrichtung 2 ist oberhalb des Garraumes 3 vorgesehen und in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel von einer Gehäuseblende 15 verdeckt. Die Heizeinrichtung umfasst
mehrere Heizquellen 16, welche den Garraum 3 in einen Umluftbetrieb und mittels Ober-
und Unterhitze beheizen. Auch andere Heizquellen 16, die den Garraum in einem Heißluftbetrieb,
in einem Mikrowellenbetrieb und/oder in einem Gasbetrieb beheizen können, können in
anderen Ausgestaltungen sinnvoll eingesetzt werden.
[0041] Das erfindungsgemäße Gargerät 1 eignet sich insbesondere zum Durchführen eines Pyrolysereinigungsvorgangs,
wie er nachfolgend beschrieben wird. Beim Zubereiten von Speisen im Garraum 3 kann
es beispielsweise durch das Verschütten von Gargut und/oder auch allein durch den
fetthaltigen Wrasen zu mehr oder minder starken Verschmutzungen der Garraummuffel
5 und der dem Garraum 3 zugewandten Seite 7 der Garraumtür 6 kommen.
[0042] Um derartige Verschmutzungen im Wesentlichen automatisch zu beseitigen, kann bei
dem Gargerät 1 ein Pyrolysereinigungsvorgang durchgeführt werden, der angebackene
Schmutzreste an der Garraummuffel 5 oder an der dem Garraum 3 zugewandten Seite 7
der Garraumtür 6 im Wesentlichen vollständig zu feiner Asche verbrennt. Um eine besonders
gründliche Reinigung des Garraumes zu gewährleisten, ist die Steuereinrichtung 4 des
erfindungsgemäßen Gargerätes 1 dazu geeignet und dazu ausgebildet, ein Verfahren zum
Durchführen eins erfindungsgemäßen Pyrolysereinigungsvorgangs durchzuführen.
[0043] In Figur 2 ist ein Ablaufschema eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Durchführen
eines erfindungsgemäßen Pyrolyse-Reinigungsvorgangs rein schematisch dargestellt.
Dabei ist der Temperaturverlauf des Pyrolysevorgangs über der Zeit aufgetragen. Wie
in Figur 2 zu erkennen ist, wird der Garraum 3 in einer Aufheizphase a1 auf eine vorbestimmte
Temperatur 8 aufgeheizt, welche in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel 450°C beträgt.
Dabei wird der Pyrolysevorgang in dem hier gezeigten Beispiel von einem auf Raumtemperatur
abgekühlten Garraum 3 aus gestartet. Es ist jedoch auch möglich, dass der Pyrolysevorgang
direkt nach einem Garvorgang gestartet wird, sodass die Aufheizphase nicht von Raumtemperatur,
sondern von der zuvor vorbenutzen Garraumtemperatur, z. B. 200°C, gestartet wird.
[0044] Nach dem Erreichen der vorbestimmten Temperatur 8 wird der Garraum 3 in einer ersten
Haltephase b1 auf der vorbestimmten Temperatur gehalten. In der ersten Aufheizphase
a, a1 und der ersten Haltephase b, b1 wird schon ein Großteil der Verschmutzungen
und unter Umständen sogar die vollständige Verschmutzung des Garraumes 3 zu feiner
Asche verbrannt. Dann könnte der Pyrolysevorgang nach der ersten Abkühlphase c, c1
unter Umständen schon beendet werden, da der Garraum 3 vollständig gesäubert ist.
[0045] Die zu feiner Asche verbrannten Verschmutzungen können dann einfach vom Benutzer
aus dem Garraum 3 gefegt oder mit einem feuchten Lappen ausgewischt werden.
[0046] Ist der Garraum 3 jedoch stark verschmutzt und insbesondere, wenn verlacktes Öl an
der Garraummuffel 5 oder an der dem Garraum 3 zugewandten Seite 7 der Garraumtür 6
angebacken ist, reicht das Durchlaufen einer Aufheizphase a und einer Haltephase b
unter Umständen nicht aus, um die Verschmutzungen des Garraumes 3 vollständig zu beseitigen.
Öl verlackt bei ca. 250°C bis 350°C, wodurch eine besonders hartnäckige Schmutzschicht
entsteht, die durch einen einfachen Pyrolysevorgang oft nicht oder nicht vollständig
beseitigt werden kann. Dann wird oft ein aufwendiges Nachreinigen von Hand durch den
Benutzer notwendig, welches man jedoch insbesondere aus Komfortgründen vermeiden möchte.
[0047] Um eine vollständige Reinigung des Garraumes und insbesondere, um ein vollständiges
Verbrennen von Verschmutzungen zu erreichen, wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
wenigstens eine zweite Aufheizphase a2 und wenigstens eine zweite Abkühlphase c2 durchgeführt.
In dem in Figur 2 gezeigten Beispiel folgen dem ersten durchgeführten Pyrolysevorgang
eine zweite Aufheizphase a2, eine zweite Haltephase b2, eine zweite Abkühlphase c2,
eine dritte Aufheizphase a3, eine dritte Haltephase b3 und eine dritte Abkühlphase
c3.
[0048] Durch das mehrfache Aufheizen auf eine vorbestimmte Temperatur, durch das Halten
auf dieser Temperatur und durch das Abkühlen des Garraumes 3 zwischen zwei Pyrolysedurchgängen
wird eine besonders effektive Reinigung des Garraumes 3 ermöglicht. Dies resultiert
daraus, dass sich eventuell vorliegende Verlackungen an der Garraummuffel 5 oder der
dem Garraum zugewandten Seite 7 der Garraumtür 6 durch das alternierende Aufheizen
und Abkühlen des Garraumes 3 lösen oder dass diese sogar abplatzen.
[0049] Die Verlackungen oder andere stark angebackene oder verkrustete Verschmutzungen weisen
nämlich eine andere Wärmeausdehnung auf, als die Materialien der Garraummuffel 5 und
der dem Garraum zugewandten Seite 7 der Garraumtür 6. Für die Garraummuffel 5 wird
z. B. oft Metall 17 oder Emaille 18 verwendet, wobei die dem Garraum zugewandte Seite
7 der Garraumtür 6 oft durch eine Glasscheibe 19 zur Verfügung gestellt wird. Diese
Materialien verhalten sich beim Aufheizen und beim Abkühlen unterschiedlich zu den
Verlackungen oder anderen Verschmutzungen, wodurch sich diese Verschmutzungen durch
ein unterschiedliches Ausdehnen und Zusammenziehen beim Aufheizen und beim Abkühlen
lösen oder sogar abplatzen. So kann durch einen ersten Pyrolysedurchgang schon ein
Großteil der Verschmutzungen verbrannt werden. Beim Abkühlen der Garraummuffel 5 und
der Garraumtür 6 kommt es dann zu einer Lockerung, einem Ablösen oder sogar einem
Abplatzen der noch verbleibenden Verschmutzungen.
[0050] Dann kann in einem ersten Durchgang von Aufheizen, Halten und Abkühlen schon ein
Großteil der Verschmutzungen zu Asche verbrannt werden. Beim Abkühlen lösen sich dann
die noch verbleibenden Verschmutzungen durch die unterschiedlichen Wärmeausdehnungen
ab. In dem nächsten Durchlauf von Aufheizen, Halten und Abkühlen oder in einem weiteren
Durchgang können dann die noch verbleibenden Verschmutzungen vollständig verbrannt
werden, sodass eine insgesamt zufriedenstellende und insbesondere vollständige Reinigung
des Garraumes 3 ermöglicht wird.
[0051] In Figur 3 ist ein anderes Schema des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Durchführen
eines Pyrolyse-Reinigungsvorgangs rein schematisch dargestellt. Dabei wird zunächst
wieder mit einer Aufheizphase a1 gestartet, in welcher der Garraum 3 auf eine vorbestimmte
Temperatur 8 aufgeheizt wird. In einer Haltephase b1 wird ein Großteil der vorhandenen
Verschmutzungen durch die hohe Temperatur zu feiner Asche verbrannt. Anschließend
wird der Garraum 3 bis auf Raumtemperatur RT in einer Abkühlphase c1 heruntergekühlt.
Anschließend wird in einer zweiten Aufheizphase 2 der Garraum 3 bis auf die vorbestimmte
Temperatur aufgeheizt, wobei anschließend direkt wieder eine Abkühlphase c2 vorgesehen
ist, in welcher der Garraum 3 nicht auf Raumtemperatur RT, sondern nur bis ca. 50°C
abgekühlt wird. Nachfolgend wird erneut eine Aufheizphase a3 durchgeführt, wobei die
vorbestimmte Temperatur 8 in der Aufheizphase a3 unterhalb der vorbestimmten Temperatur
8 der Aufheizphasen a1 und a2 liegt. Der Aufheizphase a3 folgt eine weitere Haltephase
b3, wobei anschließend der Garraum 3 in einer Abkühlphase c3 wieder auf Raumtemperatur
RT heruntergekühlt wird.
[0052] Vor einer letzten Aufheizphase 4 ist eine Wartephase d3 vorgesehen, welche dazu dienen
soll, dass sich die Garraummuffel 5 und die Garraumtür 6 sowie die noch verbleibenden
Verschmutzungen sich vollständig entspannen, dass sie sich lösen und in der nächsten
Aufheizphase a4 und in der folgenden Haltephase b4 vollständig verbrannt werden. Anschließend
wird das Gargerät wieder auf Raumtemperatur abgekühlt in der Abkühlphase c4.
[0053] Figur 4 zeigt ein weiteres Schema für ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Durchführen
eines Pyrolyse-Reinigungsvorgangs. Bei diesem Schema sind drei Durchläufe von Aufheizphase
a, Haltephase b und Abkühlphase c vorgesehen. Dabei wird in jeder Aufheizphase a1,
a2, a3 der Garraum 3 bis auf eine vorbestimmte Temperatur 8 aufgeheizt, welche auch
in diesem Ausführungsbeispiel 450°C beträgt.
[0054] Den Aufheizphasen a folgen jeweils eine Haltephase b1, b2, b3. Vor den Aufheizphasen
a2 und a3 ist jeweils eine Abkühlphase c1 und c2 vorgesehen, in welcher der Garraum
3 auf ca. 50°C abgekühlt wird.
[0055] Um den Abkühlvorgang zu beschleunigen, wird beim Erreichen einer unkritischen Temperatur
9, der Abkühlvorgang durch das Öffnen der Garraumtür 6 beschleunigt und somit unterstützt.
Die unkritische Temperatur 9 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel bei ca.
80°C gewählt, sodass das Verletzungsrisiko eines Benutzers im Normalfall ausgeschlossen
ist. Zum Beschleunigen des Abkühlvorgangs können aber z. B. auch andere Lüftungsöffnungen
in der Garraummuffel und/oder auch Gebläse verwendet werden. Vorteilhaft kann auch
kühle bzw. kalte Luft in den Garraum 3 eingeblasen werden, um eine besonders schnelle
Temperaturdifferenz zu bewirken.
[0056] Alle zuvor gezeigten Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Durchführung
eines Pyrolysereinigungsvorgangs können automatisch von der Steuereinrichtung 4 durchgeführt
werden. Insbesondere können in der Steuereinrichtung 4 auch standardmäßig verschiedene
voreingestellte Pyrolyseprogramme gespeichert sein, welche von einem Benutzer per
Knopfdruck aktiviert werden können.
[0057] So können z. B. unterschiedliche Programmautomatiken vorgesehen sein, die je nach
Schwere der Verschmutzung des Garraumes 3 ausgewählt werden können. Es ist auch möglich,
dass ein Benutzer eigene Programmschemata einstellt und abspeichert.
[0058] Zudem kann von einem Benutzer auch eingestellt werden, dass der Garraum nur sehr
leicht verschmutzt ist und dass nur ein einziger Durchlauf von Aufheizphase a, Haltephase
b und Abkühlphase c durchlaufen werden soll.
[0059] Vorzugsweise kann auch das beschleunigte Abkühlen des Garraumes 3 in einem Automatikprogramm
implementiert sein. Dazu kann z. B. die Steuereinrichtung die Garraumtemperatur über
eine Sensoreinrichtung erfassen und beim Erreichen einer unkritischen Temperatur eine
dann vorzugsweise motorisierte Garraumtür 6 wenigstens einen spaltweit öffnen.
[0060] Wenn keine motorisierte Tür an dem Gargerät 1 vorgesehen ist, kann in zweckmäßigen
Ausgestaltungen durch die Steuereinrichtung 4 beim Erreichen einer unkritischen Temperatur
9 ein Warnhinweis beispielsweise auf dem Display 14 ausgegeben werden oder es kann
auch ein Warnton ausgegeben werden. Anhand eines solchen Warnhinweises kann ein Benutzer
dann leicht erkennen, dass er zum Abkürzen des Pyrolysevorgangs die Garraumtür einen
Spalt öffnen soll.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Gargerät
- 2
- Heizeinrichtung
- 3
- Garraum
- 4
- Steuereinrichtung
- 5
- Garraummuffel
- 6
- Garraumtür
- 7
- dem Garraum zugewandte Seite
- 8
- vorbestimmte Temperatur
- 9
- unkritische Temperatur
- 10
- Garraumöffnung
- 11
- Bedienblende
- 12
- Anzeigeeinrichtung
- 13
- Bedienelement
- 14
- Display
- 15
- Gehäuseblende
- 16
- Heizquelle
- 17
- Metall
- 18
- Emaille
- 19
- Glasscheibe
- 100
- Backofen
- a
- Aufheizphase
- b
- Haltephase
- c
- Abkühlphase
- d
- Wartephase
- a1-ax
- Aufheizphase
- b1-bx
- Haltephase
- c1-cx
- Abkühlphase
- d1-cx
- Wartephase
- RT
- Raumtemperatur
1. Verfahren zum Durchführen eines Pyrolyse-Reinigungsvorgangs bei einem Gargerät (1)
mit wenigstens einem mittels wenigstens einer Heizeinrichtung (2) beheizbaren Garraum
(3) und mit wenigstens einer Steuereinrichtung (4), wobei der Garraum (3) von wenigstens
einer Garraummuffel (5) und wenigstens einer Garraumtür (6) begrenzt wird, wobei der
Garraum (3) zur Reinigung der Garraummuffel (5) und der dem Garraum (3) zugewandten
Seite (7) der Garraumtür (6) in wenigstens einer Aufheizphase (a1) auf eine vorbestimmte
Temperatur (8) aufgeheizt wird, in wenigstens einer Haltephase (b1) im Wesentlichen
auf der vorbestimmten Temperatur gehalten wird und in einer Abkühlphase (c1) wieder
herunterkühlt wird, und wobei anschließend wenigstens eine weitere Aufheizphase (a2)
und wenigstens eine weitere Abkühlphase (c2) durchlaufen wird, wobei die Aufheizphasen
(a1-ax), die Haltephasen (b1-bx) und/oder die Abkühlphasen (c1-cx) automatisch von
der Steuereinrichtung (4) eingestellt und durchlaufen werden
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Wartephase (d) zwischen wenigstens einer Abkühlphase (c) und der
nächsten Aufheizphase (a) durchlaufen wird und die Temperatur des Garraumes (3) in
der Abkühlphase (c1) wenigstens auf 200°C bis Raumtemperatur (RT), bevorzugt auf 100°C
bis Raumtemperatur (RT) und besonders bevorzugt auf 50°C bis Raumtemperatur (RT) herunterkühlt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere Haltephase (b2) durchlaufen wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Aufheizphasen (a1-ax) und/oder die einzelnen Haltephasen (b1-bx) und/oder
die einzelnen Abkühlphasen (c1-cx) unterschiedlich lang sind.
4. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Aufheizphasen (a1-ax) und/oder die einzelnen Haltephasen (b1-bx) und/oder
die einzelnen Abkühlphasen (c1-cx) mit steigender Anzahl der Durchläufe kürzer werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Temperatur (8) wenigstens einer Aufheizphase (a1-ax) zwischen 350°C
und 550°C, bevorzugt zwischen 400°C und 500°C und besonders bevorzugt zwischen 430°C
und 470°C liegt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Temperatur (8) wenigstens einer Aufheizphase (a1-ax) unterschiedlich
zu der vorbestimmten Temperatur wenigstens einer weiteren Aufheizphase (a1-ax) ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkühlphase (c) ab dem Erreichen einer unkritischen Temperatur (9) durch eine
Belüftung des Garraumes (3) beschleunigt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Garraumtür (6) zur Beschleunigung der Abkühlphase (c) ab einer unkritischen Temperatur
geöffnet wird.
9. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl und/oder die Länge der zu durchlaufenden Aufheizphasen (a1-ax) und/oder
Haltephasen (b1-bx) und/oder Abkühlphasen (c1-cx) und/oder die vorbestimmte Temperatur
(8) abhängig von der Verschmutzung des Garraumes (3) vorgegeben wird.
1. Method for carrying out a pyrolytic cleaning process for a cooking appliance (1) comprising
at least one cooking chamber (3) that can be heated using at least one heating device
(2) and comprising at least one control device (4), the cooking chamber (3) being
delimited by at least one cooking chamber muffle (5) and at least one cooking chamber
door (6), in which the cooking chamber (3), in order to clean the cooking chamber
muffle (5) and the side (7) of the cooking chamber door (6) that faces the cooking
chamber (3), being heated to a predetermined temperature (8) in at least one heating
phase (a1), being substantially maintained at the predetermined temperature in at
least one maintenance phase (b1), and being cooled down again in a cooling phase (c1),
and subsequently at least one additional heating phase (a2) and at least one additional
cooling phase (c2) being run through, the heating phases (a1-ax), the maintenance
phases (b1-bx) and/or the cooling phases (c1-cx) being set and run through automatically
by the control device (4),
characterised in that
at least one waiting phase (d) is run through between at least one cooling phase (c)
and the next heating phase (a), and the temperature in the cooking chamber (3) cools
down to at least between 200 °C and room temperature (RT), preferably between 100
°C and room temperature (RT) and particularly preferably between 50 °C and room temperature
(RT) during the cooling phase (c1).
2. Method according to claim 1, characterised in that at least one additional maintenance phase (b2) is run through.
3. Method according to either of the preceding claims, characterised in that the individual heating phases (a1-ax) and/or the individual maintenance phases (b1-bx)
and/or the individual cooling phases (c1-cx) are of different durations.
4. Method according to the preceding claim, characterised in that the individual heating phases (a1-ax) and/or the individual maintenance phases (b1-bx)
and/or the individual cooling phases (c1-cx) become shorter as the number of run-throughs
increases.
5. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the predetermined temperature (8) of at least one heating phase (a1-ax) is between
350°C and 550°C, preferably between 400 °C and 500 °C and particularly preferably
between 430 °C and 470 °C.
6. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the predetermined temperature (8) of at least one heating phase (a1-ax) is different
from the predetermined temperature of at least one additional heating phase (a1-ax).
7. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the cooling phase (c) is accelerated by ventilation of the cooking chamber (3) once
an uncritical temperature (9) has been reached.
8. Method according to any of the preceding claims, characterised in that, in order to accelerate the cooling phase (c), the cooking chamber door (6) is opened
starting from an uncritical temperature.
9. Method according to the preceding claim, characterised in that the number and/or the duration of the heating phases (a1-ax) and/or maintenance phases
(b1-bx) and/or cooling phases (c1-cx) to be run through and/or the predetermined temperature
(8) are specified based on the soiling of the cooking chamber (3).
1. Procédé de réalisation d'un processus de nettoyage par pyrolyse dans un appareil de
cuisson (1) avec au moins un espace de cuisson (3) pouvant être chauffé au moyen d'au
moins un dispositif de chauffage (2) et avec au moins un dispositif de commande (4),
dans lequel l'espace de cuisson (3) est limité par au moins un moufle d'espace de
cuisson (5) et au moins une porte d'espace de cuisson (6), dans lequel l'espace de
cuisson (3) est, pour le nettoyage du moufle d'espace de cuisson (5) et du côté (7)
de la porte d'espace de cuisson (6) tourné vers l'espace de cuisson (3), chauffé dans
au moins une phase de chauffage (a1) à une température (8) prédéfinie, maintenu essentiellement
à la température prédéfinie dans au moins une phase de maintien (b1) et refroidi dans
une phase de refroidissement (c1), et dans lequel ensuite au moins une autre phase
de chauffage (a2) et au moins une autre phase de refroidissement (c2) sont parcourues,
dans lequel les phases de chauffage (a1-ax), les phases de maintien (b1-bx) et/ou
les phases de refroidissement (c1-cx) sont réglées et parcourues automatiquement par
la dispositif de commande (4),
caractérisé en ce
qu'au moins une phase d'attente (d) est parcourue entre au moins une phase de refroidissement
(c) et la phase de chauffage (a) suivante, et la température de l'espace de cuisson
(3) dans la phase de refroidissement (c1) est refroidie pour être ramenée au moins
à 200 °C jusqu'à la température ambiante (RT), de préférence à 100 °C jusqu'à la température
ambiante (RT), et de façon particulièrement préférée à 50 °C jusqu'à la température
ambiante (RT).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une autre phase de maintien (b2) est parcourue.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les différentes phases de chauffage (a1-ax) et/ou les différentes phases de maintien
(b1-bx) et/ou les différentes phases de refroidissement (c1-cx) sont de longueurs
différentes.
4. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les différentes phases de chauffage (a1-ax) et/ou les différentes phases de maintien
(b1-bx) et/ou les différentes phases de refroidissement (c1-cx) raccourcissent quand
le nombre de parcours augmente.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la température (8) prédéfinie d'au moins une phase de chauffage (a1-ax) se situe
entre 350 °C et 550 °C, de préférence entre 400 °C et 500 °C et de façon particulièrement
préférée entre 430 °C et 470 °C.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la température (8) prédéfinie d'au moins une phase de chauffage (a1-ax) est différente
de la température prédéfinie d'au moins une autre phase de chauffage (a1-ax).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, une fois une température (9) non critique atteinte, la phase de refroidissement
(c) est accélérée par une ventilation de l'espace de cuisson (3).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour l'accélération de la phase de refroidissement (c), la porte d'espace de cuisson
(6) est ouverte à partir d'une température (9) non critique.
9. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le nombre et/ou la longueur des phases de chauffage (a1-ax) et/ou phases de maintien
(b1-bx) et/ou phases de refroidissement (c1-cx) à parcourir et/ou la température (8)
prédéfinie est prescrit(e) en fonction de l'encrassement de l'espace de cuisson (3).