[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen, insbesondere
einen Geldautomaten und/oder ein automatisches Kassensystem, die mindestens zwei Funktionsmodule
aufweist.
[0002] Bekannte Geldautomaten bestehen aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Baueinheiten,
z. B. Kartenlesern, Bildschirmen, Tastaturen und Computern. Diese einzelnen Baueinheiten
sind alle in ein gemeinsames Gehäuse eingebaut, welches die Baueinheiten vor unautorisierten
Zugriffen schützen soll. Die einzelnen Baueinheiten sind hierbei für sich alleine
genommen nicht geschützt.
[0003] Nachteilig an solchen bekannten Geldautomaten ist, dass für jede Bauform entsprechend
unterschiedliche Gehäuse und zum Teil auch entsprechend angepasste Bauelemente verwendet
werden müssen. Ferner ermöglicht ein komplexes Gesamtgehäuse für den ganzen Geldautomaten
nicht eine vollständige Überwachung dieses Gehäuses vor Beschädigungen, insbesondere
vor jeglichem Durchdringen der Hülle.
[0004] Es sind zwar Verfahren bekannt, mit denen die Beschädigung einzelner Wände von Geldkassetten
erkannt werden kann, jedoch ist es aufgrund der Vielzahl von verbauten Elementen und
deren Verbindungen unmöglich, bekannte Geldautomaten vollständig über solche Systeme
zu schützen.
[0005] Aus dem Dokument
DE 10 2009 005 411 A1 ist ein Geldautomat bekannt, der aus einem sogenannten Kopf und einem sogenannten
Tresormodul besteht. Diese Module sind beide in einem gemeinsamen Gehäuse aufgenommen
und nicht unabhängig voneinander.
[0006] Die Dokumente
DE 10 2010 060 379 A1 und
DE 10 2010 036 708 A1 beschreiben Geldkassetten, deren Gehäuse derart ausgebildet ist, dass Manipulationsversuche,
insbesondere ein Durchbohren der Wandung, detektiert werden können, indem beispielsweise
ein elektrisch leitender textiler Stoff oder detektierbare Substanzen in oder an der
Wandung allseitig vorgesehen sind.
[0007] Aus dem Dokument
US 5 970 888 A ist ein Auszahlungsterminal zur Auszahlung von Geld an einen Kunden bekannt, wobei
dieses Auszahlungsterminal ein Rack umfasst, welches gleichzeitig als Teilgehäuse
dient und in das einzelne Funktionsmodule, beispielsweise Monitore, eingesetzt werden
können, so dass sich ein modularer Aufbau ergibt.
[0008] Das Dokument
US 8,573,479 B1 offenbart einen Geldautomaten mit mehreren Funktionsmodulen. Der Geldautomat umfasst
eine Benutzerschnittstelle mit einem Display. Die Benutzerschnittstelle umfasst einen
Kartenleser, der dazu dient, Daten auf Benutzerkarten, die einen Benutzer und/oder
Finanzkonten des Benutzers identifizieren, auszulesen. Aufzeichnungen von Finanztransfers
werden von einem Drucker bereitgestellt. Ein Touchscreen-Displaymodul dient dazu,
manuelle Eingaben und/oder Kartendaten sicher zu empfangen. Das Touchscreen-Displaymodul
umfasst eine Kontaktfläche, die elektronisch konturiert werden kann, um Ausgaben bereitzustellen,
die durch Fingerkontakt mit der Kontaktfläche wahrgenommen werden können.
[0010] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen anzugeben,
die einen besonders einfachen und sicheren Aufbau hat.
[0011] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0012] Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung ein erstes Funktionsmodul und mindestens ein
zweites Funktionsmodul auf, wobei das erste Funktionsmodul ein erstes Gehäuse und
das zweite Funktionsmodul ein von dem ersten Gehäuse getrenntes unabhängiges zweites
Gehäuse aufweist. Die beiden Funktionsmodule sind derart ausgebildet, dass sie mechanisch
und/oder elektrisch miteinander verbindbar sind. Durch einen solchen modularen Aufbau
der Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen aus mehreren voneinander unabhängigen
Funktionsmodulen, die mechanisch und/oder elektrisch miteinander verbindbar sind,
wird erreicht, dass viele verschiedene Modelle über die gleichen Module zusammengesetzt
werden können. Insbesondere muss nicht für jede Bauform ein eigenes Gehäuse vorgesehen
sein, an das die einzelnen Baugruppen angepasst werden. Jedes Funktionsmodul ist erfindungsgemäß
über ein eigenes Gehäuse geschützt, welches den Zugriff auf die innenliegenden Bauteile
dieses Funktionsmoduls verhindern soll. Über die mechanischen und/oder elektrischen
Schnittstellen ist dennoch eine Befestigung der Funktionsmodule aneinander und eine
Kommunikation miteinander möglich. Ferner wird hierdurch erreicht, dass nur wenige
Baugruppen verwendet werden müssen, sodass die Herstellungskosten reduziert werden.
Auch die Wartung und der Service werden durch die Verwendung immer gleicher Module
vereinfacht. Darüber hinaus ermöglicht die Trennung in verschiedene Funktionsmodule
auch leicht die räumliche Trennung unterschiedlicher Funktionen der Vorrichtung.
[0013] Erfindungsgemäß umfasst das erste Funktionsmodul einen ersten Sensor zur Ermittlung
von Beschädigungen des ersten Gehäuses und entsprechend das zweite Funktionsmodul
einen zweiten Sensor zur Ermittlung von Beschädigungen des zweiten Gehäuses. Die Sensoren
sind derart ausgebildet, dass mit ihrer Hilfe jeweils Manipulationsversuche, nämlich
das Durchbohren des jeweiligen Gehäuses, ermittelt werden können. Durch die Verwendung
eines eigenen Sensors und somit eines eigenen Bohrschutzes für jedes Funktionsmodul
wird erreicht, dass jedes Funktionsmodul eine eigene Schutzhülle hat, die es gegen
Manipulationsversuche schützt. Somit können die einzelnen Funktionsmodule ohne ein
weiteres Gehäuse einfach unabhängig voneinander verwendet werden und dennoch wird
eine hohe Sicherheit erreicht. Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung eines eigenen
Gehäuses mit einer eigenen Sensorik für jedes Funktionsmodul, dass ein allseitiger
Schutz möglich ist, was bei komplexen Gesamtgehäusen für Geldautomaten unmöglich ist.
[0014] Der erste und/oder zweite Sensor weist insbesondere Piezosensoren, Körperschallmelder,
mit Leiterbahnen bedampfte Schutzfolien, elektrisch leitende Stoffe und/oder einfach
detektierbare Substanzen auf. Des Weiteren können Leiterbahnen in das Gehäuse ein-
oder auf die Innenseite des Gehäuses aufgebracht werden, wobei eine Beschädigung der
Leitbahnen detektiert werden kann. Insbesondere kann das Gehäuse auch bedampft werden.
Beispielsweise können die Leiterbahnen mittels MID-Verfahren, coating, Plasmadust,
3D-Masken, Laserresist, Flamecon, Laserdirektstrukturierung, Primer, Formstempel,
2K-Spritzguss, Aerosol-Jet oder Flex-Folien erzeugt werden. Auf diese Weise kann auf
einfache Art jegliche Beschädigung des jeweiligen Gehäuses ermittelt werden.
[0015] Es ist besonders vorteilhaft, wenn das erste Gehäuse und das zweite Gehäuse jeweils
einen Teil der Außenoberfläche der Vorrichtung bilden. Als Außenoberfläche wird derjenige
Teil der Vorrichtung verstanden, der für Bedienpersonen zugänglich ist. Da die Funktionsmodule
über ihre Gehäuse jeweils vollständig geschützt sind, ist es nicht notwendig, ein
die einzelnen Funktionsmodule umschließendes weiteres Gehäuse, wie bei Geldautomaten
üblich, vorzusehen, sondern die Funktionsmodule können selbst die Außenfläche der
Vorrichtung darstellen. Alternativ kann auch eines der Funktionsmodule vollständig
oder zumindest teilweise in dem anderen Funktionsmodul angeordnet sein.
[0016] Entsprechend weist die Vorrichtung insbesondere kein die Funktionsmodule umgebendes
Gesamtgehäuse auf.
[0017] Die Vorrichtung weist eine Adapterplatte auf, an der die Funktionsmodule wahlweise
an verschiedenen Stellen befestigbar sind. Auf diese Weise kann die Form der Vorrichtung
leicht an die jeweiligen individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Die Adapterplatte
weist hierzu insbesondere ein Lochmuster auf, sodass die einzelnen Funktionsmodule
an verschiedenen Stellen über die Lochmuster befestigt, insbesondere angeschraubt,
werden können.
[0018] Vorzugsweise weisen die Funktionsmodule jeweils standardisierte Schnittstellen zum
Befestigen der jeweiligen Funktionsmodule an einer Adapterplatte oder an anderen Funktionsmodulen
auf. Diese Schnittstellen sind insbesondere derart ausgebildet, dass das eine Funktionsmodul
aus dem Inneren des anderen Funktionsmoduls an diesem Funktionsmodul befestigt werden
kann. Insbesondere können Schrauben oder ähnliche Elemente durch entsprechende Aussparungen
des Gehäuses hindurchgeführt werden. Durch das Befestigen von innen wird erreicht,
dass diese Befestigung von außen nicht zugänglich ist und somit ohne Beschädigung
der Gehäuse die aneinander befestigten Funktionsmodule nicht voneinander gelöst werden
können.
[0019] Das erste und/oder das zweite Gehäuse weisen vorzugsweise jeweils mindestens ein
standardisiertes Loch zum Hindurchführen von Kabeln auf, über die beispielsweise die
Versorgung der Funktionsmodule mit elektrischer Energie und/oder ein Verbinden der
Funktionsmodule zur Kommunikation erfolgen können.
[0020] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Funktionsmodule jeweils eine Kommunikationseinheit
zur Kommunikation mit anderen Funktionsmodulen aufweisen. Es wird insbesondere ein
BUS-System, vorzugsweise ein CAN-Bus, verwendet. Die Kommunikation kann beispielsweise
über USB, WLAN, Infrarot (IR), Bluetooth, ZigBee, Ultra-Hoch Frequenz-Kommunikation
(UHF), Low-Frequenz-Kommunikation (LF) und/oder Near-Field-Kommunikation (NFC), erfolgen.
[0021] In einem montierten Zustand, in dem die beiden Funktionsmodule aneinander befestigt
sind, kontaktiert vorzugsweise eine Kontaktfläche des ersten Gehäuses eine komplementäre
Kontaktfläche des zweiten Gehäuses. Somit können die Funktionsmodule aneinander befestigt
werden.
[0022] Das erste und/oder zweite Funktionsmodul ist insbesondere ein Tresor, ein Kartenleser
zum Lesen von Magnetstreifen- und/oder Chipkarten, vorzugsweise ein kontaktloser Kartenleser
zum Lesen von Magnetstreifen- und/oder Chipkarten, ein Computer, eine Anzeigeeinheit,
beispielsweise ein Display oder Touchscreen, und/oder eine Bedieneinheit, beispielsweise
eine Tastatur, vorzugsweise ein Encrypted PIN-Pad (EPP).
[0023] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Tresor derart ausgebildet,
dass die anderen Funktionsmodule an ihm befestigt werden können. Hierzu weist sein
Gehäuse insbesondere ein Lochmuster auf, über das die einzelnen anderen Funktionsmodule
an verschiedenen Stellen angebracht werden können.
[0024] Die Vorrichtung weist mindestens ein drittes Funktionsmodul, vorzugsweise eine Vielzahl
weiterer Funktionsmodule, auf.
[0025] Die zuvor für das erste und zweite Funktionsmodul beschriebenen Merkmale können insbesondere
auch für diese weiteren Funktionsmodule angewandt werden.
[0026] Bei der Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen handelt es sich insbesondere
um einen Geldautomaten, ein automatisches Kassensystem, eine automatische Tresorkasse
oder eine sonstige Vorrichtung, in der Wertscheine gehandhabt werden.
[0027] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
die die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Zusammenhang mit den beigefügten
Figuren näher erläutert.
[0028] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines Geldautomaten;
- Figur 2
- eine Explosionsdarstellung des Geldautomaten nach Figur 1;
- Figur 3
- einen Ausschnitt des Geldautomaten nach den Figuren 1 und 2;
- Figur 4
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines ersten Funktionsmoduls
des Geldautomaten nach den Figuren 1 bis 3;
- Figur 5
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines zweiten Funktionsmoduls des Geldautomaten
nach den Figuren 1 bis 3;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines Geldautomaten gemäß eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung; und
- Figur 7
- eine schematische Darstellung eines Geldautomaten gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Erfindung.
[0029] In Figur 1 ist eine schematische, perspektivische, stark vereinfachte Darstellung
einer als Geldautomat 10 ausgebildeten Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
dargestellt.
[0030] Figur 2 zeigt eine Explosionsdarstellung des Geldautomaten nach Figur 1, bei der
die einzelnen Funktionsmodule 12 bis 20 voneinander getrennt dargestellt sind. Figur
3 zeigt einen Ausschnitt des Geldautomaten 10 nach den Figuren 1 und 2.
[0031] Der Geldautomat 10 umfasst bei dem ersten Beispiel nach den Figuren 1 bis 3 fünf
Funktionsmodule 12 bis 20, wobei das erste Funktionsmodul 12 den Tresor des Geldautomaten,
das zweite Funktionsmodul 14 eine Anzeigeeinheit, beispielsweise ein Display oder
einen Touchscreen, das dritte Funktionsmodul 16 einen Kartenleser zum Auslesen von
Magnetstreifen- und/oder Chipkarten, beispielsweise EC-Karten und/oder Kreditkarten,
das vierte Modul 18 einen Computer und das fünfte Modul 20 eine Eingabeeinheit, insbesondere
ein Encrypted PIN-Pad ist.
[0032] Die einzelnen Funktionsmodule 12 bis 20 weisen jeweils ein eigenes Gehäuse auf, das
die Funktionsmodule 12 bis 20 vorzugsweise jeweils vollständig umgibt. Ferner weisen
die Funktionseinheiten 12 bis 20 jeweils einen Sensor auf, mit dem eine Beschädigung
des Gehäuses, insbesondere jegliche Manipulationsversuche, detektiert werden können.
Bei diesen Sensoren kann es sich beispielsweise um Piezosensoren, Körperschallsensoren,
elektrisch leitende Folien oder elektrisch leitende Textilien handeln, die zumindest
Beschädigungen des Gehäuses, beispielsweise ein Durchbohren des Gehäuses, zuverlässig
erkennen können.
[0033] Durch die Verwendung eines eigenen Gehäuses und solcher Sensoren für jedes Funktionsmodul
12 bis 20 weist jedes Funktionsmodul 12 bis 20 eine eigenständige von den anderen
Funktionsmodulen 12 bis 20 unabhängige Schutzhülle auf, sodass jedes Funktionsmodul
für sich allein vor Manipulationsversuchen geschützt ist.
[0034] Hierdurch wird insbesondere erreicht, dass die einzelnen Funktionsmodule 12 bis 20
direkt die Außenoberfläche des Geldautomaten 10 bilden können und kein weiteres Gehäuse
vorgesehen sein muss, das, wie bei bekannten Geldautomaten, alle Baugruppen umschließt
und somit schützt.
[0035] Die Verwendung solcher einzelnen Schutzhüllen hat ferner den Vorteil, dass somit
ein flächendeckender, allseitiger Schutz erreicht werden kann, was bei der Verwendung
eines einzigen Gehäuses aufgrund der Komplexität technisch bisher nicht realisierbar
war.
[0036] Darüber hinaus ermöglicht der modulare Aufbau des Geldautomaten 10 aus verschiedenen
völlig unabhängigen Funktionsmodulen 12 bis 20, dass der Geldautomat 10 mit einem
völlig neuen Design entsprechend der jeweiligen individuellen Gegebenheiten unterschiedlich
zusammengesetzt werden kann. Somit wird die Teilevielfalt reduziert, wodurch wiederum
Herstellungskosten eingespart werden.
[0037] In Figur 4 ist eine schematische Darstellung eines Ausschnitts des ersten Funktionsmoduls
12, also des Tresors, und in Figur 5 eine schematische, perspektivische Darstellung
des zweiten Funktionsmoduls 14, also der Anzeigeeinheit, dargestellt.
[0038] Die einzelnen Funktionsmodule 12 bis 20 weisen standardisierte Schnittstellen auf,
über die die Funktionsmodule 12 bis 20 direkt oder über weitere Bauteile aneinander
befestigt werden können. Bei dem gezeigten ersten Beispiel ist an der oberen Seite
des Tresors 12 ein Lochmuster mit einer Vielzahl von Löchern, von denen eines beispielhaft
mit dem Bezugszeichen 24 bezeichnet ist, vorgesehen. Auch die anderen Funktionsmodule,
beispielsweise die Anzeigeeinheit 14, weisen mehrere Löcher 24 auf, über die sie an
dem Lochmuster befestigt werden können. Insbesondere erfolgt die Befestigung aus dem
Inneren des Tresors 12 heraus, sodass ein Lösen der Befestigung von Außen nicht möglich
ist. Die Befestigung kann beispielsweise über Schrauben oder ähnliches erfolgen. Somit
können die Funktionsmodule 12 bis 20 auch wieder einfach voneinander getrennt und
wiederverwendet werden. Somit sind eine besonders einfache Wartung und Austausch der
Funktionsmodule 12 bis 20 möglich.
[0039] Darüber hinaus weisen die Gehäuse der Funktionsmodule 12 bis 20 auch Öffnungen 26
auf, durch die Kabel hindurchgeführt werden, über die eine elektrische Versorgung
der Funktionsmodule 12 bis 20 und/oder eine Datenübertragung zwischen den Funktionsmodulen
12 bis 20 möglich ist.
[0040] Insbesondere sind auch Kommunikationseinheiten vorgesehen, über die eine Kommunikation
zwischen den Funktionsmodulen 12 bis 20 möglich ist. Denkbar ist insbesondere die
Integration eines Sicherheitstokens in die Module. Die Kommunikation kann beispielsweise
über USB, WLAN, Infrarot, Bluetooth, ZigBee, UHF, LF, NFC oder ähnlichen Kommunikationstechniken
erfolgen.
[0041] Die nicht für die Befestigung der Funktionsmodule 14 bis 20 benötigten Teile der
Oberseite des Tresors 12 werden über eine Abdeckung 22 abgedeckt, sodass die Seite
mit dem Lochmuster vollständig verschlossen ist und ein optisch ansehnliches Erscheinungsbild
gewährleistet ist.
[0042] In Figur 6 ist eine schematische Darstellung eines Geldautoamten 100 gemäß eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung dargestellt. Im Gegensatz zum ersten Beispiel ist
eine Adapterplatte 104 vorgesehen, die an dem ersten Funktionsmodul 12 befestigt ist.
Auch die anderen Funktionsmodule 14, 18 und 106 sind mit dieser Adapterplatte 104
verbunden, sodass nicht eine direkte Befestigung der Module aneinander erfolgt. Bei
dem Geldautomaten in Figur 6 ist anstelle eines getrennten Kartenlesers und PIN-Pads
nur eine Einheit 106 vorgesehen, die sowohl den Kartenleser als auch das PIN-Pad bereitstellt.
[0043] In Figur 7 ist eine schematische Darstellung eines Geldautomaten 102 gemäß eines
weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung gezeigt, bei der wiederum die gleichen
Funktionsmodule 12, 14, 18, 106 wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 6 und eine
Adapterplatte 104 verwendet werden. Durch den modularen Aufbau ist jedoch der Geldautomat
102 optisch vollständig anders aufgebaut und an die individuellen Gegebenheiten angepasst.
Bei dem in Figur 7 gezeigten Ausführungsbeispiel bildet die Adapterplatte 104 quasi
eine Wand, durch die die öffentlich zugänglichen Funktionsmodule 14, 106 von den nicht
öffentlich zugänglichen Funktionsmodulen 12, 18 getrennt sind.
[0044] Insbesondere ermöglicht der modulare Aufbau auch, dass die einzelnen Funktionsmodule
12 bis 20, 106 räumlich weit voneinander getrennt angeordnet werden können und somit
eine Trennung ihrer Aufgaben möglich ist. So kann z. B. die Ausgabe der Wertscheine
von der Autorisierung und Authentifizierung räumlich getrennt werden.
[0045] Alternativ kann auf eine Anzeigeeinheit 14 verzichtet werden, indem eine Projektionsanzeige
auf eine Oberfläche eines der anderen Funktionsmodule 12, 16, 20, 106 erfolgt.
[0046] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können auch mehr oder weniger
Funktionsmodule 12 bis 20, 106 als zuvor beschrieben verwendet werden.
[0047] Darüber hinaus kann dieses Konzept des modularen Aufbaus auch für andere Vorrichtungen
zur Handhabung von Wertscheinen, beispielsweise Kassensysteme, umgesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 10, 100, 102
- Geldautomat
- 12
- Tresor
- 14
- Anzeigeeinheit
- 16
- Kartenleser
- 18
- Computer
- 20
- Encrypted PIN-Pad
- 22
- Abdeckung
- 24, 26
- Loch
- 104
- Adapterplatte
- 106
- Funktionsmodul
1. Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen,
mit einem ersten Funktionsmodul (12 bis 20, 106) und einem zweiten Funktionsmodul
(12 bis 20, 106),
wobei das erste Funktionsmodul (12 bis 20, 106) ein erstes Gehäuse aufweist,
wobei das erste und das zweite Funktionsmodul (12 bis 20, 106) mechanisch und/oder
elektrisch miteinander verbindbar sind,
wobei das erste Funktionsmodul (12 bis 20, 106) einen ersten Sensor zur Ermittlung
von Beschädigungen des ersten Gehäuses umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Funktionsmodul (12 bis 20, 106) ein von dem ersten Gehäuse getrenntes
zweites Gehäuse aufweist,
dass das zweite Funktionsmodul (12 bis 20, 106) einen zweiten Sensor zur Ermittlung
von Beschädigungen des zweiten Gehäuses umfasst,
dass die Vorrichtung (10, 100, 102) kein die Funktionsmodule (12 bis 20, 106) umgebendes
Gesamtgehäuse aufweist,
dass die Vorrichtung (10, 100, 102) mindestens ein drittes Funktionsmodul (12 bis
20, 106) umfasst, wobei das dritte Funktionsmodul (12 bis 20, 106) ein von dem ersten
und zweiten Gehäuse getrenntes drittes Gehäuse aufweist,
dass in dem montierten Zustand das erste und das dritte Gehäuse keine sich gegenseitig
berührende Kontaktflächen haben,
dass das dritte Funktionsmodul (12 bis 20, 106) einen dritten Sensor zur Ermittlung
von Beschädigungen des dritten Gehäuses umfasst,
dass der erste Sensor, der zweite Sensor und/oder der dritte Sensor jeweils einen
Sensor zum Ermitteln eines Durchbohrens des jeweiligen Gehäuses umfassen, und
dass die Vorrichtung (10, 100, 102) eine Adapterplatte (104) aufweist, an der das
erste, das zweite und das dritte Funktionsmodul (12 bis 20, 106) befestigt sind.
2. Vorrichtung (10, 100, 102) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse und das zweite Gehäuse jeweils einen Teil der Außenoberfläche der
Vorrichtung (10, 100, 102) bilden.
3. Vorrichtung (10, 100, 102) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (104) ein Lochmuster aufweist.
4. Vorrichtung (10, 100, 102) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse und/oder das zweite Gehäuse jeweils ein Loch (26) zum Hindurchführen
von Kabeln zum elektrischen Anschließen und/oder Verbinden der Funktionsmodule (12
bis 20, 106) aufweist.
5. Vorrichtung (10, 100, 102) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Funktionsmodul (12 bis 20, 106) und/oder das zweite Funktionsmodul (12
bis 20, 106) jeweils eine Kommunikationseinheit zur Kommunikation mit anderen Funktionsmodulen,
insbesondere über ein BUS-System, ein CAN-BUS, USB, WLAN, IR, Bluetooth, ZigBee, UHF,
LF und/oder NFC, aufweist.
6. Vorrichtung (10, 100, 102) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10, 100, 102) ein Geldautomat oder ein Kassensystem ist.
1. Device for handling notes of value,
having a first functional module (12 to 20, 106) and a second functional module (12
to 20, 106),
wherein the first functional module (12 to 20, 106) has a first housing,
wherein the first and the second functional modules (12 to 20, 106) are connectable
mechanically and/or electrically to one another,
wherein the first functional module (12 to 20, 106) comprises a first sensor for determining
damage to the first housing,
characterized in that the second functional module (12 to 20, 106) has a second housing which is separate
from the first housing,
in that the second functional module (12 to 20, 106) comprises a second sensor for determining
damage to the second housing,
in that the device (10, 100, 102) does not have an overall housing surrounding the functional
modules (12 to 20, 106),
in that the device (10, 100, 102) comprises at least one third functional module (12 to 20,
106), the third functional module (12 to 20, 106) having a third housing which is
separate from the first and second housings,
in that, in the mounted state, the first and the third housings do not have any mutually
touching contact surfaces,
in that the third functional module (12 to 20, 106) comprises a third sensor for determining
damage to the third housing,
in that the first sensor, the second sensor and/or the third sensor each comprise a sensor
for determining drilling through the respective housing, and
in that the device (10, 100, 102) has an adapter plate (104) to which the first, the second
and the third functional modules (12 to 20, 106) are fastened.
2. Device (10, 100, 102) according to Claim 1, characterized in that the first housing and the second housing each form part of the outer surface of the
device (10, 100, 102).
3. Device (10, 100, 102) according to Claim 1 or 2, characterized in that the adapter plate (104) has a pattern of holes.
4. Device (10, 100, 102) according to one of the preceding claims, characterized in that the first housing and/or the second housing each have/has a hole (26) for the passage
of cables for the electrical joining and/or connecting of the functional modules (12
to 20, 106).
5. Device (10, 100, 102) according to one of the preceding claims, characterized in that the first functional module (12 to 20, 106) and/or the second functional module (12
to 20, 106) each have/has a communication unit for communicating with other functional
modules, in particular via a BUS system, a CAN-BUS, USB, WLAN, IR, Bluetooth, ZigBee,
UHF, LF and/or NFC.
6. Device (10, 100, 102) according to one of the preceding claims, characterized in that the device (10, 100, 102) is a cash machine or a cash register system.
1. Dispositif de manipulation de billets de banque,
avec un premier module fonctionnel (12 à 20, 106) et un deuxième module fonctionnel
(12 à 20, 106),
le premier module fonctionnel (12 à 20, 106) présentant un premier boîtier,
le premier et le deuxième module fonctionnel (12 à 20, 106) pouvant être reliés entre
eux mécaniquement et/ou électriquement,
le premier module fonctionnel (12 à 20, 106) comprenant un premier capteur pour déterminer
des endommagements du premier boîtier,
caractérisé en ce que le deuxième module fonctionnel (12 à 20, 106) présente un deuxième boîtier séparé
du premier boîtier,
en ce que le deuxième module fonctionnel (12 à 20, 106) comprend un deuxième capteur pour déterminer
des endommagements du deuxième boîtier,
en ce que le dispositif (10, 100, 102) ne présente pas de boîtier global entourant les modules
fonctionnels (12 à 20, 106),
en ce que le dispositif (10, 100, 102) comprend au moins un troisième module fonctionnel (12
à 20, 106), le troisième module fonctionnel (12 à 20, 106) présentant un troisième
boîtier séparé du premier et du deuxième boîtier,
en ce qu'à l'état assemblé, le premier et le troisième boîtier n'ont pas de surfaces de contact
se touchant mutuellement,
en ce que le troisième module fonctionnel (12 à 20, 106) comprend un troisième capteur pour
déterminer des endommagements du troisième boîtier,
en ce que le premier capteur, le deuxième capteur et/ou le troisième capteur comprennent chacun
un capteur pour déterminer un perçage du boîtier respectif, et
en ce que le dispositif (10, 100, 102) présente une plaque d'adaptation (104) sur laquelle
sont fixés le premier, le deuxième et le troisième module fonctionnel (12 à 20, 106)
.
2. Dispositif (10, 100, 102) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier boîtier et le deuxième boîtier forment chacun une partie de la surface
extérieure du dispositif (10, 100, 102).
3. Dispositif (10, 100, 102) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la plaque d'adaptation (104) présente un motif de trous.
4. Dispositif (10, 100, 102) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier boîtier et/ou le deuxième boîtier présentent chacun un trou (26) pour
le passage de câbles pour le raccordement et/ou la connexion électrique des modules
fonctionnels (12 à 20, 106).
5. Dispositif (10, 100, 102) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier module fonctionnel (12 à 20, 106) et/ou le deuxième module fonctionnel
(12 à 20, 106) présentent chacun une unité de communication pour la communication
avec d'autres modules fonctionnels, notamment via un système BUS, un CAN BUS, USB,
WLAN, IR, Bluetooth, ZigBee, UHF, LF et/ou NFC.
6. Dispositif (10, 100, 102) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (10, 100, 102) est un distributeur automatique de billets ou un système
de caisse.