[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Auftragswerkzeug für Kleb- und/oder Dichtstoffe.
Derartige Werkzeuge werden beispielsweise zum Auftragen von Klebstoffen auf die Verbindungsbereiche
von PVC Rohren verwendet. Jedoch sind auch andere Einsatzbereiche, insbesondere im
Hobby-, Heim- und Handwerkerbereich sowie in der Industrie, beispielsweise zum Fügen
von Profilen und Platten aller Art denkbar. In der Regel kommen für einen Auftrag
von Kleb- und/oder Dichtstoffen Spachtel oder Spatel zum Einsatz. Diese können jedoch
schwierig in der Handhabung sei, da der Auftragsbereich beispielsweise zu steif ist.
Denkbar ist auch die Verwendung handelsüblicher Borstenpinsel, welche jedoch nur schwer
zu reinigen sind und daher für eine mehrmalige Anwendung ungeeignet erscheinen.
[0002] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein verbessertes Auftragswerkzeug
für Kleb- und/oder Dichtstoffe bereitzustellen.
[0003] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0004] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind mit den Unteransprüchen angegebene.
[0005] Grundgedanke ist der Einsatz eines Auftragswerkzeug zum Auftragen von Kleb- und/oder
Dichtstoffen, insbesondere reaktiven Kleb- und/oder Dichtstoffen, aufweisend einen
Haltebereich mit einem Griff und einen Auftragsbereich umfassend einen Schaft, von
dem eine Vielzahl von Auftragsborsten in Richtung einer Auftragsseite hervorstehen,
wobei an dem Schaft lediglich eine Reihe von nebeneinander angeordneten und vorzugsweise
parallel zueinander in Richtung Auftragsseite vorstehende Auftragsborsten vorgesehen
sind und wobei der Auftragsbereich sowie der Schaft und die Auftragsborsten einstückig
sind und aus einem Kunststoffmaterial bestehen und aus einem Kunststoffmaterial bestehen
oder mit einem Kunststoffmaterial ummantelt sind und dass zumindest eine Borste an
seiner einer gegenüberliegenden zweiten Borste zugewandten Seite zumindest eine gefaste
oder abgerundete Kante aufweist. Unter Auftragsborsten sind hierbei Kunstborsten aus
einem Kunststoffmaterial zu verstehen und insbesondere keine Tierhaare.
[0006] In einer Variante können Schaft und Auftragsborsten einstückig sein, jedoch nicht
vollständig aus einem Kunststoffmaterial bestehen. Denkbar ist beispielsweise die
Verwendung eines ersten Werkstoffes, beispielsweise Holz, Pappe oder Metall für den
Kern von Schaft und/oder Auftragsborsten, wobei selbiger mit einem Kunststoffmaterial,
insbesondere einem Polyethylen oder einem Polypropylen überzogen oder ummantelt ist.
Zudem ist auch der Einsatz eines ersten Kunststoffmaterials für den Kern und eines
zweiten Kunststoffmaterials, insbesondere einem Polyethylen oder einem Polypropylen
für einen Überzug oder eine Ummantelung denkbar.
[0007] Durch die Verwendung eines Auftragsbereiches, welcher eine Reihe von nebeneinander
angeordneten Auftragsborsten vorsieht, kann ein flächiger Auftrag des Kleb- und/oder
Dichtstoffes auf ein Substrat erreicht werden. Zudem gewährleisten die einzelnen Borsten
eine umfassende Einsatzmöglichkeit, da beispielsweise einzelne oder Gruppen von Borsten
bei Hindernissen, wie beispielsweise Erhebungen im Substrat, ausgelenkt oder verschwenkt
werden können. Ein Auftrag des Kleb- und oder Dichtstoffes wird somit erleichtert.
Ferner kann die Reinigung des Auftragswerkzeugs durch eine derartige Gestaltung nach
dem Gebrauch von Resten eines anhaftenden Kleb- und/oder Dichtstoffes, insbesondere
reaktiver Art vereinfacht werden.
[0008] Die einstückige Bereitstellung von Schaft und Borsten führt zu einer Vereinfachung
der Herstellung eines erfindungsgemäßen Auftragswerkzeugs und somit zu einer Kostenersparnis.
[0009] Ein weiterer Vorteil ist die Einsatz eines Kunststoffmaterials für die Borsten und
den Schaft, um eine einfache Reinigung zu ermöglichen. Als zweckdienlich hat sich
dabei insbesondere ein Polypropylen oder ein Polyethylen erwiesen. Ein so gestaltetes
Auftragswerkzeug ermöglicht eine einfache Reinigung und kann somit mehrfach verwendet
werden. Zudem kann das Auftragswerkzeug für unterschiedlichste Kleb- und/oder Dichtstoffe
zum Einsatz kommen.
[0010] Ein weiterer Vorteil ist die Gestaltung des Auftragswerkzeugs derart, dass der Haltebereich
und der Auftragsbereich einstückig sind. Insbesondere ist es dabei denkbar, das gesamte
Auftragswerkzeug in einem Fertigungsschritt, insbesondere durch ein Spritzgussverfahren
herzustellen, was den Fertigungsaufwand minimieren kann.
[0011] Ferner hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass zumindest eine Borste einen
im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist. Vorzugsweise weisen jedoch alle
Borsten einen rechteckigen Querschnitt auf. Bevorzugt ist die Seitenlänge des Querschnitts
einer Borste in Erstreckungsrichtung der Reihe der nebeneinander angeordneten Borsten
größer als die Seitenlänge orthogonal zu erstgenannten. Die Seitenlänge in Erstreckungsrichtung
liegt vorzugsweise im Bereich von 1,5mm bis 2,5mm, die zweite Seitenlänge, welche
orthogonal zur erstgenannten Seitenlänge vorgesehen wiederum vorzugsweise im Bereich
von 0,5mm bis 1mm.
[0012] Ein weiterer Vorteil ist eine Beabstandung von jeweils zwei gegenüberliegenden Borsten,
vorzugsweise eine Beabstandung im Bereich von 0,1mm bis 1mm, insbesondere zur Erhöhung
der Flexibilität des Auftragswerkzeugs im Auftragsbereich.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist zumindest eine Borste, an ihrer einer
gegenüberliegenden zweiten Borste zugewandten Seite zumindest eine gefaste oder abgerundete
Kante auf. Die Größe der Fase kann dabei im Bereich von 0,1mm bis 0,3mm bei einem
regelmäßigen Winkel von 45° liegen. Jedoch sind auch andere, sich eignende Winkel
denkbar. Eine denkbare Abrundung weist vorzugsweise einen Radius im Bereich von 0,1mm
- 0,4mm auf. Bevorzugt sind alle Kanten aller Borsten gefast oder abgerundet, welche
an den Seiten der Borsten vorgesehen sind, denen eine jeweils weitere Borste gegenüberliegt.
Auch können alle Kanten aller Borsten eine Fase oder Abrundung aufweisen. Bei dem
oben genannten Einsatz von Borsten mit rechteckigem Querschnitt ergibt diese Kantenform
einen Querschnitt in Form eines teilweise oder vollständig abgerundeten oder gefasten
Rechtecks.
[0014] Mit einer derartigen Form der Borsten kann insbesondere eine durch die Bauart des
Auftragswerkzeug bedingt Kammstruktur des Kleb- und/oder Dichtstoffes auf dem Substrat
minimiert werden, welche Einfluss auf die Klebeverbindung oder Abdichtung haben könnte.
In einer Variante können die Borsten auch durch Materialdünnstellen miteinander verbunden
sein, so dass einerseits eine ausreichende Flexibilität gewährleistet werden kann,
andererseits besagte Kammstruktur vermieden oder verringert werden kann. In einer
weiteren Variante können die Borsten derart nebeneinander angeordnet werden, dass
die Abstände selbiger minimiert werden, insbesondere kleiner als 0,1mm, was jedoch
eines höheren Fertigungsaufwandes bedarf.
[0015] Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz von Borsten, welche in Richtung Auftragsseite
dünner werden und/oder schmaler werden und/oder sich in Richtung Auftragsseite verjüngen.
Dies hat den Vorteil, dass die Borsten an der Auftragsseite flexibel sind, an der
gegenüberliegenden Seite dafür eine höhere Stabilität aufweisen. Der besagte bevorzugte
Abstand von zwei gegenüberliegenden oder nebeneinander angeordneten Borsten ist dabei
vorzugsweise an der Auftragsseite zu bestimmen.
[0016] Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz eines thermoplastischen Kunststoffes, insbesondere
eines Polypropylens oder eines Polyethylens als Kunststoffmaterial für den Haltebereich
und/oder den Auftragsbereich. Als Polyethylen ist dabei insbesondere HDPE, LDPE, oder
LLDPE oder eine Mischung der genannten denkbar.
[0017] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist das Auftragswerkzeug ein vorzugsweise
am oder in der Nähe des Auftragsbereichs angeordnetes sowie vorstehendes Auflagemittel
auf, um eine Ablagemöglichkeit des Auftragswerkzeugs auf ein Substrat zu ermöglichen,
ohne dass die Borsten mit dem Substrat in Kontakt kommen.
[0018] Ein weiterer Vorteil ist die Gestaltung des Griffbereichs derart, dass selbiger zumindest
bereichsweise einen Querschnitt eines Profilträgers, insbesondere eine Doppel-T-Form
aufweist. Hierdurch kann bei geringem Materialaufwand eine hohe Stabilität des Griffbereichs
erreicht werden.
[0019] Eine bevorzugte Ausführung eines erfindungsgemäßen Auftragswerkzeugs ist in den Figuren
dargestellt.
[0020] Dabei zeigt
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Auftragswerkzeugs,
Figur 2 eine Schnittansicht durch die Borsten entlang der Schnittlinie A-A,
Figur 3 ein Detail B der Figur 2,
Figur 4 eine alternative Schnittansicht durch die Borsten entlang der Schnittlinie
A-A,
Figur 5 ein Detail C der Figur 4,
Figur 6 eine alternative Schnittansicht durch die Borsten entlang der Schnittlinie
A-A,
Figur 7 ein Detail D der Figur 6,
Figur 8 eine Seitenansicht des Auftragswerkzeugs aus Figur 1.
[0021] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Auftragswerkzeugs
1 zum Auftragen von Kleb- und/oder Dichtstoffen aufweisend einen proximalen Haltebereich
10 mit einem Angriffbereich, Griffbereich oder kurz einem Griff 11, um das Werkzeug
zu führen sowie einen distalen Auftragsbereich 20 umfassend einen Schaft 21, von dem
eine Vielzahl von Auftragsborsten 22 in Richtung einer Auftragsseite 26 hervorstehen.
[0022] Im Bereich des Griffes 11 ist der Haltebereich 10 stift- oder stabförmig gestaltet
und kann mit rutschhemmenden Bereichen ausgestattet sein, um eine sichere Handhabe
des Auftragswerkzeugs 1 zu ermöglichen. Zudem weist die Grundform des Haltebereichs
10 im Bereich des Griffes 11 einen Querschnitt in Doppel-T-Form auf, so dass der äußere
Rand durch einen den Haltebereich 10 umlaufenden Verstärkungsrand 12 bereitgestellt
wird. Der Verstärkungsrand 12 umgibt einen flächigen Mittelsteg 15, der hinsichtlich
des Verstärkungsrandes 12 eine geringere Materialstärke aufweist. Im proximalen Bereich
des Haltebereichs 10 ist eine Aussparung im Mittelsteg 13 vorgesehen, welche als Hängeöse
14 verwendet werden kann, um das Auftragswerkzeug 1 insbesondere im Verkaufsraum aufzuhängen.
Der Haltebereich 10 besteht aus einem Kunststoffmaterial, in der gezeigten Ausführungsform
aus einem Polyethylen und ist mittels eines Spritzgussverfahrens hergestellt worden.
[0023] Im selben Spritzgussverfahren ist der Auftragsbereich 20 mit Schaft 21 und Auftragsborsten
22 aus demselben Kunststoffmaterial an den Haltebereich 10 angeformt worden. Das Auftragswerkzeug
1 ist also einstückig und bedarf somit keiner Endmontage von Einzelteilen. Im Übergang
zwischen Haltebereich 10 und Auftragsbereich 20 ist ein Trennungsabschnitt 15 vorgesehen.
An diesem Punkt kann das Spritzgusswerkzeug derart modifiziert werden, dass ein alternativer
Formenbereich für den Auftragsbereich 20 zum Einsatz kommen kann, so dass variable
Auftragsbereiche 20, insbesondere hinsichtlich der Gestaltung der Auftragsborsten
22 oder der Breite des Auftragsbereich 20 an der Auftragsseite 26 möglich sind, wobei
für den Haltebereich 10 derselbe Formenbereich verwendet werden kann. Gleichwohl ist
es in einer Variante möglich, Haltebereich 10 und Auftragsbereich 20 separat herzustellen
und im Trennungsabschnitt 15 zu fügen.
[0024] Die Auftragsborsten 22 sind an den Schaft 21 derart einreihig nebeneinander angeordnet,
dass die nebeneinander liegenden Auftragsborsten 22 in einer Ebene liegen. Dabei ist
die Fläche des Mittelsteges 13 im Wesentlichen parallel zu dieser Ebene, um die Führung
des Auftragswerkzeugs für den Anwender zu erleichtern. Der Schaft 21 und die Auftragsborsten
22 sind einstückig und bestehen aus besagtem Kunststoffmaterial, im gezeigten Ausführungsbeispiel
aus einem Polyethylen.
[0025] Insbesondere zur Erhöhung der Flexibilität der Auftragsborsten 22 sind selbige beabstandet
voneinander. So weisen zwei jeweils benachbarte oder gegenüberliegende Auftragsborsten
an der Auftragsseite 26 einen Abstand von 0,2 mm auf. Zudem verjüngen sich die Auftragsborsten
22 ausgehend von dem Schaft 21 in Richtung der distalen Auftragsseite 26 geringfügig,
um eine ausreichende Stabilität im Bereich des Schaftes 21 zu gewährleisten, zudem
jedoch im Bereich der Auftragsseite 26 möglichst flexibel zu sein. Der Schaft 21 weist
zudem einen Übergangsbereich 28 auf, in den der Mittelsteg 13 des Haltebereichs 10
übergeht. Der Übergangsbereich 28 beinhaltet eine geprägte Größenanzeige 29, um die
Größe des Auftragsbereiches 20 anzuzeigen.
[0026] Figur 2 zeigt eine Schnittansicht durch die Auftragsborsten 22 entlang der Schnittlinie
A-A in Richtung der Auftragsseite 26. Die Auftragsborsten 22 weisen einen im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt auf, wobei jeweils die längere Seitenlänge des rechteckigen
Querschnittes in der Ebene der nebeneinander angeordneten Auftragsborsten 22 liegt.
[0027] Figur 3 zeigt ein Detail B der Figur 2, wobei nur zwei der Auftragsborsten 22 in
vergrößerter Ansicht zu sehen sind. Die Auftragsborsten 22 weisen dabei an allen Kanten
Abrundungen 23 auf. Die Abrundungen 23 haben einen Radius von 0,3mm, der Abstand der
Auftragsborsten 22 zueinander am Ende der Auftragsseite 26 beträgt 0,2mm. Insbesondere
sind die Abrundungen 23 an Kanten an den jeweils einer gegenüberliegenden weiteren
Auftragsborste 22 zugewandten Seite einer Auftragsborste 22 vorgesehene. Der besagte
im Wesentlichen rechteckige Querschnitt weist entsprechend abgerundete Ecken auf.
[0028] Figur 4 zeigt eine alternative Schnittansicht durch die Auftragsborsten 22 entlang
der Schnittlinie A-A in Richtung der Auftragsseite 26. Die Auftragsborsten 22 weisen
auch hier einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf. Ein Detail C der Figur
4 ist in Figur 5 gezeigt, wobei die zwei abgebildeten Auftragsborsten 22 in vergrößerter
Ansicht zu sehen sind und an allen Kanten Fasen 24 aufweisen. Die Fasen 24 haben eine
Dimension von 0,25mm x 45°. Der Abstand der Auftragsborsten 22 zueinander am Ende
der Auftragsseite 26 beträgt 0,2mm. Der besagte im Wesentlichen rechteckige Querschnitt
weist entsprechend gefaste Ecken auf.
[0029] Figur 6 zeigt eine weitere alternative Schnittansicht durch die Auftragsborsten 22
entlang der Schnittlinie A-A in Richtung der Auftragsseite 26. Die Auftragsborsten
22 weisen auch hier einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf. Ein Detail
D der Figur 6 ist in Figur 7 gezeigt, wobei die zwei abgebildeten Auftragsborsten
22 in vergrößerter Ansicht zu sehen sind und an allen Kanten Fasen 24 aufweisen. Auch
hier haben die Fasen 24 eine Größe von 0,25mm x 45°. Der Abstand der Auftragsborsten
22 zueinander am Ende der Auftragsseite 26 beträgt 0,2mm. Der besagte im Wesentlichen
rechteckige Querschnitt weist entsprechend gefaste Ecken auf. Zudem sind jeweils zwei
benachbarte Auftragsborsten 22 über jeweils einen Steg 25 miteinander verbunden, wobei
jeweils ein Steg 25 mittig auf der einer benachbarten zweiten Auftragsborste 22 gegenüberliegenden
Seitenfläche einer ersten Auftragsborste 22 angeordnet ist und sich vom Schaft 21
bis hin zum Auftragende 26 entlang der Auftragsborste 22 erstreckt und so zwei benachbarte
Auftragsborsten 22 miteinander verbindet.
[0030] In eine Alternative ist es zudem denkbar, dass nicht alle Kanten der in den Figuren
2 bis 7 gezeigten Auftragsborsten 22 gefast oder abgerundet sind, sondern vielmehr
nur solche Kanten einer Auftragsborste 22, die an einer Seite der Auftragsborste 22
vorgesehenes sind, die einer weiteren gegenüberliegenden oder benachbarten Auftragsborste
22 zugewandt ist.
[0031] Figur 8 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Auftragswerkzeugs 1. Das
proximale Ende des Haltebereichs 10 bildet ein Endstück 16, welches ein vom Verstärkungsrand
12 vorstehenden Abschnitt aufweist, der zur Auflage auf einem Substrat dient. Am gegenüberliegenden
Auftragsbereich 20 ist ein vorstehender Auflagevorsprung 27 vorgesehen welcher ebenfalls
der Auflage des Auftragswerkzeugs 1 auf einem Substrat dient. Dabei steht der Auflagevorsprung
27 weiter vor, als der vorstehende Abschnitt des Endstückes 16, so dass das Auftragswerkzeug
1 bei der Lagerung auf einem ebenen Substrat auf besagten Bereichen mit dem proximalen
Haltebereich 10 näher an dem Substrat ist, als mit dem distalen Auftragsbereich 20,
um eine Berührung der möglicherweise mit einem Kleb- und/oder Dichtstoff versehenen
Auftragsborsten 22 mit dem Substrat zu vermeiden. In einer Variante kann auf den vorstehenden
Abschnitt des Endstückes 16 verzichtet werden. So kann insbesondere durch den Auflagevorsprung
27 ein Auflagemittel bereitgestellt werden, um eine Ablagemöglichkeit des Auftragswerkzeugs
1 auf ein Substrat zu ermöglichen, ohne dass die Auftragsborsten 22 mit dem Substrat
in Kontakt kommen.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Auftragswerkzeug |
21 |
Schaft |
| 10 |
Haltebereich |
22 |
Auftragsborsten |
| 11 |
Griff |
23 |
Abrundung |
| 12 |
Verstärkungsrand |
24 |
Fase |
| 13 |
Mittelsteg |
25 |
Steg |
| 14 |
Hängeöse |
26 |
Auftragsseite |
| 15 |
Trennungsabschnitt |
27 |
Auflagevorsprung |
| 16 |
Endstück |
28 |
Übergangsbereich |
| 20 |
Auftragsbereich |
29 |
Größenanzeige |
1. Auftragswerkzeug (1) für Kleb- und/oder Dichtstoffe aufweisend einen Haltebereich
(10) mit einem Griff (11) und einen Auftragsbereich (20) umfassend einen Schaft (21),
von dem eine Reihe einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Borsten (22) in Richtung
einer Auftragsseite (26) hervorstehen, wobei der Haltebereich (10), der Auftragsbereich
(20) sowie der Schaft (21) und die Borsten (22) einstückig sind und aus einem Kunststoffmaterial
bestehen oder mit einem Kunststoffmaterial ummantelt sind dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Borste (22) einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist
und an seiner einer gegenüberliegenden zweiten Borste (22) zugewandten Seite zumindest
eine gefaste oder abgerundete Kante aufweist.
2. Auftragswerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei jeweils gegenüberliegende Borsten (22) beabstandet von einander sind.
3. Auftragswerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Borsten (22) jeweils an ihren einer gegenüberliegenden Borste (22) zugewandten
Seite gefaste oder abgerundete Kanten aufweisen.
4. Auftragswerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (22) in Richtung Auftragsseite (26) dünner werden und/oder schmaler werden
und/oder sich in Richtung Auftraasseite verjüngen.
5. Auftragswerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Kunststoffmaterial für den Haltebereich (10) und/oder den Auftragsbereich (20)
ein Polypropylen oder ein Polyethylen zum Einsatz kommt.
6. Auftragswerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorstehendes Auflagemittel (27) vorgesehen ist, um eine Ablagemöglichkeit des
Auftragswerkzeugs (1) auf ein Substrat zu ermöglichen, ohne dass die Borsten (22)
mit dem Substrat in Kontakt kommen.
7. Auftragswerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (10) zumindest bereichsweise einen Querschnitt eines Profilträgers,
insbesondere im Wesentlichen eine Doppel-T-Form aufweist.
1. An application tool (1) for adhesives and/or sealants, having a hold region (10) that
comprises a grip (11) and an application region (20) that comprises a shaft (21) from
which a row of a plurality of adjacently arranged bristles (22) protrude in the direction
of an application end (26), the hold region (10), the application region (20) and
the shaft (21) and the bristles (22) being integral and consisting of a plastics material
or being encased by a plastics material, characterized in that at least one bristle (22) has a substantially rectangular cross section and has,
on the side thereof that faces an opposing second bristle (22), at least one chamfered
edge or rounded edge.
2. The application tool (1) according to the preceding claim, characterized in that in each case two opposing bristles (22) are spaced apart from one another.
3. The application tool (1) according to one of the preceding claims, characterized in that in each case all of the bristles (22) have chamfered or rounded edges on the side
thereof that faces an opposing bristle (22).
4. The application tool (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristles (22) become thinner and/or narrower in the direction of the application
end (26) and/or taper in the direction of the application end.
5. The application tool (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a polypropylene or a polyethylene is used as the plastics material for the hold region
(10) and/or the application region (20).
6. The application tool (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a protruding application means (27) is provided to make it possible for the application
tool (1) to deposit onto a substrate without the bristles (22) coming into contact
with the substrate.
7. The application tool (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the hold region (10) has a cross section of a profile support at least in regions,
in particular has substantially a doubleT shape.
1. Outil d'application (1) pour produits adhésifs et/ou produits d'étanchéité, présentant
une zone support (10) comportant une poignée (11), et une zone d'application (20)
comprenant une tige (21), à partir de laquelle une série de plusieurs poils (22) disposés
les uns à côté des autres sont en saillie en direction d'un côté d'application (26),
la zone de support (10), la zone d'application (20) ainsi que la tige (21) et les
poils (22) étant réalisés d'une seule pièce et étant constitués de matière plastique
ou enveloppés d'une matière plastique, caractérisé en ce qu'au moins un poil (22) présente une section transversale sensiblement rectangulaire
et qu'il présente au moins un bord chanfreiné ou arrondi sur un de ses côtés tournés
vers un deuxième poil (22) opposé.
2. Outil d'application (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux poils respectivement opposés (22) sont espacés l'un de l'autre.
3. Outil d'application (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que tous les poils (22) présentent des bords chanfreinés ou arrondis sur chacun de leur
côté tourné vers un poil opposé (22).
4. Outil d'application (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les poils (22) s'affinent et/ou s'amincissent en direction du côté d'application
(26) et/ou s'effilent en direction du côté d'application.
5. Outil d'application (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un polypropylène ou un polyéthylène est utilisé comme matière plastique pour la zone
support (10) et/ou la zone d'application (20).
6. Outil d'application (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un moyen de support en saillie (27) est prévu pour pouvoir déposer l'outil d'application
(1) sur un substrat sans que les poils (22) n'entrent en contact avec le substrat.
7. Outil d'application (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone support (10) présente au moins partiellement une section transversale d'un
profilé-support, en particulier est sensiblement en forme de double T.