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(11) |
EP 2 931 640 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.2017 Patentblatt 2017/03 |
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Anmeldetag: 05.12.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/075728 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/090688 (19.06.2014 Gazette 2014/25) |
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| (54) |
FANGVORRICHTUNG FÜR EINE AUFZUGSANLAGE
CAPTURE DEVICE FOR A LIFT SYSTEM
DISPOSITIF ANTICHUTE POUR UNE INSTALLATION D'ASCENSEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.12.2012 EP 12196966
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.10.2015 Patentblatt 2015/43 |
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Patentinhaber: Inventio AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- HUSMANN, Josef
CH-6006 Luzern (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 112 116 DE-C1- 19 850 678
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WO-A2-2011/113753
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Fangvorrichtung zum Bremsen einer Aufzugskabine und eine
Aufzugsanlage mit einer derartigen Fangvorrichtung.
[0002] Die Aufzugsanlage ist in einem Gebäude eingebaut. Sie besteht im Wesentlichen aus
einer Kabine, welche über Tragmittel mit einem Gegengewicht oder mit einer zweiten
Kabine verbunden ist. Mittels eines Antriebes, der wahlweise auf die Tragmittel, direkt
auf die Kabine oder auf das Gegengewicht einwirkt, wird die Kabine entlang von, im
Wesentlichen vertikalen, Führungsschienen verfahren. Die Aufzugsanlage wird verwendet,
um Personen und Güter innerhalb des Gebäudes über einzelne oder mehrere Etagen hinweg
zu befördern.
[0003] Derartige Aufzugsanlagen beinhalten Vorrichtungen, um die Aufzugskabine im Falle
des Versagens des Antriebes oder der Tragmittel zu sichern oder allenfalls auch bei
einem Halt in einer Etage vor ungewolltem Wegdriften zu bewahren. Dazu werden in der
Regel Fangvorrichtungen verwendet, welche im Bedarfsfalle die Aufzugskabine auf den
Führungsschienen abbremsen können. Vermehrt werden dabei Fangvorrichtungen bevorzugt,
welche von einem elektronischen Überwachungssystem angesteuert werden können.
[0004] Aus der
WO 2011/113753 ist eine Bremseinrichtung bekannt, welche elektromagnetisch angesteuert werden kann.
Dabei wird nach erfolgter Zustellung einer Bremsbacke zu einem Bremssteg und sich
bewegender Aufzugskabine der Bremsbacken verdreht und längsverschoben. Dadurch kann
die Bremsbacke eine Bremskraft aufbauen und die Kabine bremsen.
[0005] Aus der
DE 198 50 678 C1 ist eine Fangvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Die im Folgenden dargestellte Lösung bezweckt die Bereitstellung einer alternativen
Bremseinrichtung oder Fangvorrichtung, welche ebenfalls zum Anbau an eine Aufzugskabine
geeignet ist, und welche ein Bremsen der Aufzugskabine bewirken kann. Die Fangvorrichtung
soll einfach betätigbar sein und sie soll einfach wieder zurückgestellt werden können.
[0007] Eine vorgeschlagene Fangvorrichtung besteht aus einem Bremsgehäuse, welches geformt
ist, um wesentliche Teile der Fangvorrichtung aufzunehmen. Das Bremsgehäuse muss dabei
diese Teile nicht umschliessen. Das Bremsgehäuse kann auch eine Grundplatte sein,
auf oder an der die wesentlichen Teile angeordnet sind. Dieses Bremsgehäuse ist ausgeführt,
um wesentliche Spann- und entstehende Bremskräfte aufnehmen zu können. Das Bremsgehäuse
beinhaltet Anschlüsse zur Befestigung der Fangvorrichtung an einer Aufzugskabine.
Im oder am Bremsgehäuse ist eine Lagerachse oder ein Lagerbereich angeordnet und auf
dieser Lagerachse, beziehungsweise dem Lagerbereich ist ein Bremsexzenter mit einer
zylindrischen Lagerbohrung angeordnet, so dass der Bremsexzenter auf der Lagerachse
gedreht werden kann. Weiter ist die Lagerachse so ausgeführt, dass der Bremsexzenter
auch in einer Verschieberichtung rechtwinklig zur Lagerachse schiebbar ist. Dies ist
beispielsweise dadurch erreicht, dass die Lagerachse über einen ersten Segmentbereich
eine zur zylindrischen Lagerbohrung kompatible Lagerfläche zur Aufnahme einer Lager-
oder Presskraft des Bremsexzenters aufweist und die Lagerachse in einem übrigen Segmentbereich
zurückgesetzt ist. In einem nicht bremsenden Zustand der Fangvorrichtung oder anders
gesagt in einer Bereitschaftsstellung der Fangvorrichtung, welche auch einer neutralen
Lage des Bremsexzenters entspricht, ist der Bremsexzenter in einer ersten Position,
beziehungsweise derart zurückgezogen, dass die zylindrische Lagerbohrung am ersten
Segmentbereich der Lagerachse anliegt. Der Bremsexzenter kann im Bereich der Zurücksetzung
des übrigen Segmentbereichs rechtwinklig zur Lagerachse verschoben werden.
[0008] Damit wird erreicht, dass der Bremsexzenter einfach herstellbar ist, da er lediglich
eine zylindrische Lagerbohrung aufweisen muss. Die Form der Lagerachse, welche eine
einseitige Rücksetzung aufweist, ermöglicht nun, dass der Bremsexzenter im Wesentlichen
linear zugestellt und anschliessend in eine Bremslage gedreht werden kann.
[0009] Die Fangvorrichtung ist vorzugsweise ausgelegt, um im Bedarfsfall mit einem Bremssteg,
vorzugsweise einem in eine Führungsschiene integrierten Bremssteg, zusammenzuwirken.
Der Bremsexzenter wird vorteilhafterweise von einer ersten Einrichtung in die erste
Position bewegt oder in der ersten Position gehalten, so dass der Bremsexzenter in
der neutralen Lage vom Bremssteg distanziert gehalten wird. Von einer zweiten Einrichtung
ist der Bremsexzenter in eine zweite Position bewegbar, so dass der Bremsexzenter
in Kontakt mit dem Bremssteg gebracht werden kann. Damit kann die Fangvorrichtung
wahlweise in der Bereitschaftsstellung und in eine Bremsbereitschaftsstellung gebracht
werden.
[0010] Vorzugsweise beinhaltet die erste Einrichtung zum Bewegen des Bremsexzenters in die
erste Position eine Feder oder eine Federmechanik, die den Bremsexzenter in die vom
ersten Segmentbereich der Lagerachse definierte erste Position zieht. Dies ist besonders
Vorteilhaft, da die Feder, beziehungsweise die Federmechanik elastisch ist. Damit
wird beispielsweise bei einem versehentlichen Streifen des Bremsexzenters am Bremssteg
dieser nicht eingerückt, sondern es ist ein relevanter Anpressdruck erforderlich,
um den Bremsexzenter zu verdrehen. Einem versehentlichen Betätigen der Fangvorrichtung
ist damit vorgebeugt.
[0011] Vorzugsweise ist der Bremssteg ein Bestandteil einer Führungsschiene und die Fangvorrichtung
wirkt zum Zwecke des Bremsens der Aufzugskabine mit diesem Bremssteg zusammen. Die
Fangvorrichtung weist vorzugsweise weiter einen Bremsteil auf, welcher gegenüber vom
Bremsexzenter im oder am Bremsgehäuse angeordnet ist, so dass der Bremssteg der Führungsschiene
im Bedarfsfall zwischen dem Bremsexzenter und dem Bremsteil geklemmt werden kann.
Dazu wird der Bremsexzenter, wenn er von der zweiten Einrichtung in Kontakt mit dem
Bremssteg gebracht ist, durch eine Relativbewegung zwischen Bremssteg und Fangvorrichtung
so verdreht, dass er in die erste Position zurückgeschoben wird. Die Form des Bremsexzenters
ist dabei so ausgeführt, dass eine Distanz von der äusseren Kontur zum Zentrum der
zylindrischen Lagerbohrung in der Drehrichtung stetig zunimmt. Dadurch wird der Bremsexzenter
zuerst zurückgedrückt, bis er wiederum am ersten Segmentbereich der Lagerachse ansteht.
Danach wird durch weiteres Drehen des Bremsexzenters die Lagerachse zusammen mit dem
Bremsgehäuse verschoben, so dass der Bremsteil schlussendlich ebenfalls den Bremssteg
berührt und klemmt. Das Bremsgehäuse ist dazu vorzugsweise elastisch, beispielsweise
auf Gleitstangen, seitlich verschiebbar gelagert. Die Gleitstangen können dabei eine
entstehende Bremskraft, beispielsweise auf die Aufzugskabine, übertragen. Der erste
Segmentbereich der Lagerachse übernimmt und überträgt dabei eine vom Bremsexzenter
bewirkte Anpresskraft und überträgt diese in das Bremsgehäuse.
[0012] Vorzugsweise weist die Lagerachse eine zentrale Durchgangsöffnung auf. Durch diese
ragt ein Steuerbolzen der zweiten Einrichtung und der Steuerbolzen greift in eine
Steuerscheibe ein. Diese Steuerscheibe ist in der zylindrischen Lagerbohrung angeordnet,
so dass eine Zustellbewegung des Steuerbolzens über die Steuerscheibe auf den Bremsexzenter
übertragbar ist. Dadurch kann der Bremsexzenter mittels der Zustellbewegung des Steuerbolzens
in Kontakt mit dem Bremssteg gebracht werden. Die Zustellkraft ist so bemessen, dass
einerseits eine Rückzugskraft der ersten Einrichtung sicher überwunden werden kann
und zusätzlich ein Kraftüberschuss besteht der genügt, um den Bremsexzenter so stark
an den Bremssteg anzudrücken, dass er durch die Relativbewegung zwischen Bremssteg
und Fangvorrichtung sicher verdreht werden kann. Eine derartige Zustellkraft liegt
beispielsweise in einer Grössenordnung von 150 bis 700 Newton, vorzugsweise 500 bis
600 Newton. Mit dieser Zustellkraft können übliche, mit einer Randrierung oder Rillung
versehene Bremsexzenter sicher verdreht werden.
[0013] Vorzugsweise ist der Steuerbolzen ein Bestandteil eines Betätigungshebels, der im
Bremsgehäuse schwenkbar gelagert ist. Dabei kann der Betätigungshebel im Bedarfsfall
von einem Aktuator, wie er beispielsweise aus der Schrift
WO 2011/113753 bekannt ist, geschwenkt werden, so dass der Steuerbolzen den Bremsexzenter, mittels
der Steuerscheibe, rechtwinklig zur Lagerachse verschiebt und in Kontakt mit dem Bremssteg
bringt.
[0014] Vorzugsweise beinhaltet die Lagerachse eine Führungsnase und die Steuerscheibe ist
durch diese Führungsnase verschiebbar geführt. Weiter ist eine Halteplatte zur Lagerachse
fest verbunden, beispielsweise verschraubt, so dass die Halteplatte die Steuerscheibe
zur Lagerachse und zur zylindrischen Lagerbohrung positioniert und zugleich den Bremsexzenter
auf der Lagerachse sichert. Dadurch ist ein Zusammenbau der Fangvorrichtung einfach
ermöglicht. Beispielsweise kann der Betätigungshebel in einem rückseitigen Teil des
Bremsgehäuses schwenkbar befestigt werden. Der Steuerbolzen des Betätigungshebels
ragt dabei durch die zentrale Durchgangsöffnung der Lagerachse. Anschliessend wird
der Bremsexzenter, allenfalls mit einer integrierten Lager-Gleitbüchse, auf die Lagerachse
aufgelegt und die Steuerscheibe wird, in die durch die Führungsnasen der Lagerachse
bestimmte Führung, in einen äusseren Endbereich der zylindrischen Lagerbohrung eingelegt.
Der Steuerbolzen greift dabei in die Steuerscheibe ein. Die Halteplatte wird nun auf
die Führungsnasen aufgelegt und mit diesen verschraubt. Die Halteplatte überdeckt
die Lagerbohrung. Damit sind der Bremsexzenter und die Steuerscheibe gehalten.
[0015] Vorzugsweise umfasst die Federmechanik der ersten Einrichtung zum Ziehen des Bremsexzenters
in die erste Position einen Zughebel, einen Kipphebel und zumindest eine Feder. Der
Zughebel und der Kipphebel sind gelenkig miteinander verbunden, wobei der Zughebel
zum Bremsexzenter verbunden ist und der Kipphebel im Bremsgehäuse schwenkbar gelagert
ist. Die Feder wirkt derart auf den Kipphebel ein, dass er über den Zughebel den Bremsexzenter
in die erste Position zieht. Über den Kipphebel und die Anordnung der Feder kann ein
Kraftanstieg der Rückzugskraft idealisiert werden und weiter kann der Kipphebel einfach
einen Schalter betätigen, wenn er eine einer Bremsstellung des Bremsexzenters entsprechende
Kippstellung erreicht. Damit ist eine Überwachung der Fangvorrichtung einfach möglich
und eine Steuerung kann dadurch beispielsweise eine zweite Fangvorrichtung ebenfalls
betätigen, wenn eine erste Fangvorrichtung versehentlich in Fang gerät. Damit ist
ein einseitiges Fangen verhindert.
[0016] Vorzugsweise beinhaltet die Federmechanik weiter eine Rasterstellung, welche den
Bremsexzenter in der ersten Position gegen ein unbeabsichtigtes Schwenken sichert.
Die Rasterstellung kann ein Kugelschnäpper oder ähnliches sein. Damit wird einem Schwingen
des Bremsexzenters vorgebeugt.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang
mit den Figuren beispielhaft erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer Aufzugsanlage,
- Figur 2
- ein Paar von Fangvorrichtungen, angebaut an eine Aufzugskabine,
- Figur 3
- eine Fangvorrichtung in einer ersten, unbetätigter Position,
- Figur 4
- die Fangvorrichtung von Figur 3 in einem Horizontalschnitt,
- Figur 5
- eine Fangvorrichtung in einer zweiten, betätigten Position,
- Figur 6
- die Fangvorrichtung von Figur 5 in einem Horizontalschnitt,
- Figur 7
- eine Fangvorrichtung in einer bremsenden Position,
- Figur 8
- die Fangvorrichtung von Figur 7 in einem Horizontalschnitt, und
- Figur 9
- eine Detailansicht einer Lagerachse.
[0019] In den Figuren sind für gleichwirkende Teile über alle Figuren hinweg dieselben Bezugszeichen
verwendet.
[0020] Figur 1 zeigt eine Aufzugsanlage 1 in einer Gesamtschau. Die Aufzugsanlage 1 ist
in einem Gebäude eingebaut, und sie dient dem Transport von Personen oder Gütern innerhalb
des Gebäudes. Die Aufzugsanlage beinhaltet eine Aufzugskabine 2, welche sich entlang
von Führungsschienen 6 auf- und abwärts bewegen kann. Die Aufzugskabine 2 ist vom
Gebäude über Türen zugänglich. Ein Antrieb 5 dient zum Antreiben und Halten der Aufzugskabine
2. Der Antrieb 5 ist im oberen Bereich des Gebäudes angeordnet und die Kabine 2 hängt
mit Tragmitteln 4, beispielsweise Tragseile oder Tragriemen, am Antrieb 5. Die Tragmittel
4 sind über den Antrieb 5 weiter zu einem Gegengewicht 3 geführt. Das Gegengewicht
gleicht einen Massenanteil der Aufzugskabine 2 aus, so dass der Antrieb 5 zur Hauptsache
lediglich ein Ungleichgewicht zwischen Kabine 2 und Gegengewicht 3 ausgleichen muss.
Der Antrieb 5 ist im Beispiel im oberen Bereich des Gebäudes angeordnet. Er könnte
selbstverständlich auch im Bereiche der Kabine 2 oder des Gegengewichts 3 angeordnet
sein.
[0021] Die Aufzugskabine 2 ist mit einer Fangvorrichtung 10 ausgerüstet, welche geeignet
ist, um die Aufzugskabine 2 bei einer unerwarteten Bewegung, bei Übergeschwindigkeit
oder bei einem Halt zu sichern und/oder zu verzögern. Die Fangvorrichtung 10 ist im
Beispiel unterhalb der Kabine 2 angeordnet. Die Aufzugsanlage 2 beinhaltet weiter
eine Sicherheitssteuerung 11, welche im Beispiel an der Aufzugskabine 2 angeordnet
ist. Die Sicherheitssteuerung 11 überwacht Bewegungen der Aufzugskabine 2 und sie
aktiviert im Bedarfsfall die Fangvorrichtung 10. Im vorliegenden Beispiel sind, siehe
Figur 2, zwei Fangvorrichtungen 10, beziehungsweise ein Paar Fangvorrichtungen 10,
links und rechts der Aufzugskabine 2 angeordnet, wo sie bedarfsweise mit Führungsschienen
7 zusammenwirken. Das Paar von Fangvorrichtungen 10 ist im Beispiel von einem zentralen
Aktuator 8 betätigt, der seinerseits von der Sicherheitssteuerung 11 angesteuert ist.
Der Aktuator 8 ist mittels Verbindungsstangen 9, vorzugsweise Zugstangen zu den Fangvorrichtungen
10 verbunden.
[0022] Die Fangvorrichtung 10 besteht in dem in den Figuren 3 bis 8 ausgeführten Beispiel
aus einem Bremsgehäuse 17. Das Bremsgehäuse ist als tragende Struktur ausgeführt.
Es ist über mindestens eine Gleitstange 34 und über Kippanschläge zur Aufzugskabine
2 verbunden. Das Bremsgehäuse 17 ist beispielsweise als Gussteil, als Schweisskonstruktion
oder aus einer anderen maschinell bearbeiteten Struktur hergestellt. Es ist ausgelegt,
um erforderliche Brems- und Andruckkräfte aufzunehmen und zur Aufzugskabine 2 zu übertragen.
Das Bremsgehäuse 17 ist beispielsweise über eine Federanordnung (nicht dargestellt)
auf der Gleitstange 34 in einer, durch eine Anschlagschraube 17a definierte, Basisposition
gehalten. Damit kann sich das Bremsgehäuse 17 bei einer Betätigung der Fangvorrichtung
10 seitlich zum Bremssteg 7a der Führungsschiene 7 ausrichten. Im Bremsgehäuse 17
ist eine Lagerachse 18 angeordnet. Diese ist fest mit dem Bremsgehäuse 17 verbunden
oder ist ein Bestandteil derselben. Die Lagerachse 18 weist einen Durchbruch 24 auf
durch den ein Steuerbolzen 25 durchragen kann. Auf der Lagerachse 18 ist, über eine
Gleitschale 15a, ein Bremsexzenter 15 angeordnet. Der Bremsexzenter weist dazu eine
Lagerbohrung 16 auf. Der Bremsexzenter 15 weist weiter, ausgehend von einem Mittenbereich,
eine in beiden Drehrichtungen ansteigende Aussen-Kurvenform auf, die in einer Bremsfläche
mit einem geraden Abschnitt endet.
[0023] Die Lagerachse 18, wie sie im Ausführungsbeispiel der Figuren 3 bis 8 verwendet ist,
ist zur besseren Illustration in der Figur 9 im Detail dargestellt. Die Lagerachse
18 ist dabei ein Teil des Bremsgehäuses 17 oder sie kann beispielsweise in das Bremsgehäuse
17 eingeschweisst sein. Die Lagerachse 18 ragt, wie ein Zapfen aus dem Bremsgehäuse
heraus. Eine Anschlagfläche 17.1 ist ausgeführt, damit der Bremsexzenter 15 mit seiner
zylindrischen Lagerbohrung 16 seitlich zum Bremsgehäuse 17 geführt ist. Die Lagerachse
18 ist im Bereich des Bremsexzenters 15 ab oder zurückgesetzt. Dazu besteht die Lagerachse
18 aus einem ersten Segmentbereich 18.1 der sich annähernd um eine Hälfte des Achsumfangs
erstreckt. Dieser erste Segmentbereich 18.1 ist entsprechend einem Durchmesser der
zylindrischen Lagerbohrung 16, beziehungsweise der Gleitbüchse 15a, geformt und er
ist einer Lastrichtung zugeordnet in der, beim Anpressen des Bremsexzenters 15 an
den Bremssteg 7a, eine Press- beziehungsweise Bremskraft übertragen werden muss. Im
übrigen Segmentbereich 18.2 ist die Lagerachse, in Bezug zu einem durch die zylindrische
Lagerbohrung 16 bestimmte Kreisform, zurückgesetzt. Somit kann der Bremsexzenter 15
entsprechend der Zurücksetzung seitlich zum Bremssteg 7a zugestellt werden kann. Die
Zurücksetzung entspricht vorzugsweise mindestens einem doppelten Betrag eines Spiels
zwischen Bremsflächen und Bremssteg. Die Zurücksetzung beträgt beispielsweise etwa
3 bis 8 Millimeter. Im Beispiel ist der übrige Segmentbereich 18.2 ebenfalls rund
ausgeführt, es sind aber andere Formen des übrigen Segmentbereichs 18.2 möglich. Es
muss lediglich die Verschiebemöglichkeit gegeben sein.
[0024] Die Lagerachse beinhaltet weiter den Durchbruch 24, der Raum für den Steuerbolzen
25 bietet. Der Steuerbolzen 25 kann somit von einem hinteren Bereich des Bremsgehäuses
17 durch die Lagerachse 18 nach vorne geführt werden. Weiter beinhaltet die Lagerachse
18 im Beispiel zwei Führungsnasen 28 deren Funktion im Folgenden erklärt wird.
[0025] In der zylindrischen Lagerbohrung 16 ist wie wiederum im Zusammenhang mit den Figuren
3 bis 8 ersichtlich, eine Steuerscheibe 26 angeordnet. Die Steuerscheibe 26 passt
in die zylindrische Lagerbohrung 16, und sie weist im Zentrum eine Aufnahme auf, in
die der Steuerbolzen 25 von hinten, durch den Durchbruch 24 eingreifen kann. Die Steuerscheibe
26 ist seitlich abgeflacht, so dass sie in diesem Bereich zwischen den Führungsnasen
28 der Lagerachse 18 geführt ist. Damit kann mittels des Steuerbolzens 25 der Bremsexzenter
seitlich verschoben werden. Der Bremsexzenter 15 und die Steuerscheibe 26 werden von
einer Halteplatte 29 , vorzugsweise einer runden Platte 29 gehalten, wie in den Figuren
3 bis 8 ersichtlich. In den Figuren 3 und 5 ist die Halteplatte weggelassen, damit
die Ansicht der Führungsnasen 28 der Lagerachse 18, die Ausführung der Segmentbereiche
18.1, 18.2 und der Steuerscheibe 26 deutlicher sichtbar wird.
Im Beispiel ist der Steuerbolzen 25 als Bestandteil eines Betätigungshebels 27 ausgeführt.
Der Betätigungshebel 27 ist im Bremsgehäuse 17 mittels eines Lagerzapfens 27a schwenkbar
gelagert und der Betätigungshebel 27 ist, mittels einer Verbindungstelle 27b, zur
Verbindungsstange 9, vorzugsweise Zug- oder Druckstangen, verbunden. Die Verbindungsstangen
9 sind, wie im Zusammenhang mit Figur 2 erläutert, zu einem Aktuator 8 verbunden.
In den Beispielen der Figuren 3 bis 8 ist die Verbindungstange 9 mit einer Längeneinstellung
9a versehen, so dass eine Solllage des Betätigungshebels 27 genau eingestellt werden
kann. Vorzugsweise ist eine der Verbindungen vom Aktuator 8 zum Betätigungshebel 27,
beziehungsweise bis zum Steuerbolzen 25, mit Spiel oder einer elastischen Verbindung
ausgeführt. Damit können Ungenauigkeiten oder Kräfte, die beispielsweise beim Zurückstellen
des Aktuators auftreten können, ausgeglichen werden.
[0026] Die Fangvorrichtung beinhaltet ein Bremsteil 23, der gegenüber dem Bremsexzenter
15 im Bremsgehäuse 17 so angeordnet ist, dass der Bremssteg 7a zwischen dem Bremsexzenter
15 und dem Bremsteil 23 angeordnet werden kann. Der Bremsteil ist mittels Druckfedern
23a, vorzugsweise vorgespannten Druckfedern 23a, im Bremsgehäuse 17 abgestützt. Der
Bremsteil 23 kann dazu, mittels Federbolzen 23b und Einstellmuttern 23c, gegen die
Druckfedern 23a vorgespannt werden.
[0027] Der Bremsexzenter ist weiter, mittels einer ersten Einrichtung 19, in einer ersten
Position gehalten, wie es in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist. Ein am Bremsexzenter
befestigter Zughebel 30 ist zu einem Kipphebel 31 verbunden, der seinerseits in einem,
am Bremsgehäuse 17 befestigten, Halteblech 19a schwenkbar gelagert ist. Der Kipphebel
31, damit der Zughebel 30 und schlussendlich der Bremsexzenter werden so in der ersten
Position gehalten. Eine Lage des Kipphebels 31 und damit eine Lage des Bremsexzenters
15 werden mittels einer Schaltkurve 32a von einem Schalter 32 überwacht. In der, in
den Figuren 3 und 4 dargestellten, ersten Position ist der Bremsexzenter in seiner
Mittenlage. Er ist vom Bremssteg 7a distanziert und das Bremsgehäuse 17 befindet sich
an einer durch die Anschlagschraube bestimmten Endlage. Die Fangvorrichtung 10 und
somit die Aufzugskabine 2 kann somit frei verfahren. Der Schalter 32 ist in einer
unbetätigter Schaltstellung und dieses Signal wird bedarfsweise an die Sicherheitssteuerung
11 oder auch an die Aufzugssteuerung 6 weitergegeben. Optional ist in der dargestellten
Lösung bei der Schaltkurve 32a eine Rasterstellung 33, beispielsweise in der Form
eines Kugelschnäppers, integriert. Diese stellt eine zusätzliche Haltekraft zur Verfügung,
welche den Bremsexzenter in der ersten Position hält. Eine Rückhaltekraft der Feder
21 kann entsprechend kleiner gewählt werden.
[0028] In den Figuren 5 und 6 wird die Fangvorrichtung 10 betätigt. Die Verbindungsstange
9 zieht am Betätigungshebel 27 und dreht somit den Steuerbolzen 25 in Richtung des
Bremssteges 7a in eine zweite Position. Dadurch wird weiter der Bremsexzenter 15 zum
Bremssteg zugestellt und das Bremsgehäuse wird auf der Gleitstange 34 zum Bremssteg
zugezogen, so dass der Bremssteg zwischen Bremsexzenter 15 und Bremsteil 23 geklemmt
wird.
[0029] Bewegt sich nun die Fangvorrichtung 10 in Relation zum Bremssteg 7a abwärts, wird
der Bremsexzenter 15 in Uhrzeigerrichtung verdreht, wie es in den Figuren 7 und 8
ersichtlich ist. Der Bremsexzenter 15 drückt deswegen das Bremsgehäuse weiter zurück
und spannt die Druckfedern 23a des Bremsteils 23. Dadurch wird eine Anpresskraft deutlich
erhöht und eine entsprechende Bremskraft wird generiert. Dadurch wir die Aufzugskabine
2 an dem Bremssteg 7a gebremst.
[0030] Gleichzeitig wurde durch den drehenden Bremsexzenter 15 die Federmechanik 19 verdreht
und der Schalter 32 wurde durch die Schaltkurve 32a betätigt. Ein Sicherheitskreis
zur Aufzugssteuerung 6 wird dadurch beispielsweise unterbrochen und die Sicherheitssteuerung
11 kann das Ansprechen der Fangvorrichtung registrieren.
[0031] Gleichzeitig wurden, durch ein Zurückdrängen des Bremsexzenters 15 - er liegt nun
wieder am ersten Segmentbereich 18.1 der Lagerachse 18 an - auch der Steuerbolzen
25 und die erste Einrichtung, beziehungsweise die Federmechanik 19, zurückgedrängt.
Dadurch wurden natürlich auch der Betätigungshebel 27 und die Verbindungsstangen 9
zurückbewegt. Dadurch kann beispielsweise der Aktuator 8, beziehungsweise ein Kraftteil
des Aktuators 8, wieder gespannt werden.
[0032] Zum Zwecke eines Rückstellens der Fangvorrichtung kann jetzt lediglich die Fangvorrichtung
10, beziehungsweise die Aufzugskabine 2, zurückbewegt werden. Dadurch wird der Bremsexzenter
15 zurückgedreht. Wenn der Aktuator 8 zu diesem Zeitpunkt aktiviert wird, kann er
den Bremsexzenter direkt in der ersten Position zurückhalten, und die Fangvorrichtung
wird in die in den Figuren 3 und 4 dargestellte erste Position zurückgestellt.
[0033] Die Funktionsweise bei entgegengesetzter Fahrrichtung verläuft sinngemäss, wobei
dann der Bremsexzenter in die Gegenrichtung gedreht wird.
[0034] Anstelle der Federmechanik 19 kann eine beliebige Rückzugseinrichtung, beispielsweise
lediglich eine Feder verwendet sein. Selbstverständlich können anstelle der Zug- oder
Druckstangen 9 Verbindungsmittel wie ein Zugseil oder eine hydraulische Betätigung
vorgesehen werden.
1. Fangvorrichtung (10) zum Bremsen oder Halten einer Aufzugskabine (2) an einem Bremssteg
(7a) beinhaltend:
- einen Bremsexzenter (15) mit einer zylindrischen Lagerbohrung (16),
- ein Bremsgehäuse (17),
- eine im oder am Bremsgehäuse (17) angeordnete Lagerachse (18) zur Aufnahme des Bremsexzenters
(15), wobei die Lagerachse (18) über einen ersten Segmentbereich (18.1) eine zur zylindrischen
Lagerbohrung (16) des Bremsexzenters (15) kompatible Lagerfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die
Lagerachse (18) in einem übrigen Segmentbereich (18.2) zurückgesetzt ist, so dass
der Bremsexzenter (15) in einer Verschieberichtung rechtwinklig zur Lagerachse (18)
schiebbar ist.
2. Fangvorrichtung (10) nach Anspruch 1, wobei die Fangvorrichtung weiter eine erste
Einrichtung (19) beinhaltet oder zu dieser verbunden ist, und wobei die erste Einrichtung
(19) ausgeführt ist, um den Bremsexzenter (15) in eine erste Position zu bewegen,
so dass der Bremsexzenter (15) in einer neutralen Lage vom Bremssteg (7a) distanziert
haltbar ist, und wobei die Fangvorrichtung weiter eine zweite Einrichtung (25, 27)
beinhaltet oder zu dieser verbunden ist, und wobei die zweite Einrichtung (25, 27)
ausgeführt ist, um den Bremsexzenter (15) in eine zweite Position zu bewegen, so dass
der Bremsexzenter (15) in Kontakt mit dem Bremssteg (7a) bringbar ist.
3. Fangvorrichtung nach Anspruch 2, wobei die erste Einrichtung (19) zum Bewegen des
Bremsexzenters in die erste Position eine Feder (21) oder Federmechanik (30, 21, 31)
beinhaltet, die den Bremsexzenter (15) in die erste Position zieht und wobei die erste
Position durch ein Anliegen der zylindrischen Lagerbohrung (16) oder ein Anliegen
einer Gleitschale der zylindrischen Lagerbohrung (16) am ersten Segmentbereich (18.1)
der Lagerachse (18) bestimmt ist.
4. Fangvorrichtung (10) nach Anspruch 2 oder 3, wobei der Bremssteg (7a) ein Bestandteil
einer Führungsschiene (7) ist und die Fangvorrichtung (10) zum Zwecke des Bremsens
der Aufzugskabine (2) mit diesem Bremssteg (7a) zusammenwirkt und die Fangvorrichtung
(10) weiter einen Bremsteil (23) aufweist, welcher gegenüber dem Bremsexzenter (15)
im oder am Bremsgehäuse (17) angeordnet ist, so dass der Bremssteg (7a) der Führungsschiene
(7) im Bedarfsfall zwischen dem Bremsexzenter (15) und dem Bremsteil (23) geklemmt
werden kann, wobei der Bremsexzenter (15), wenn er von der zweiten Einrichtung (25,
27) in Kontakt mit dem Bremssteg (7a) gebracht ist durch eine Relativbewegung zwischen
Bremssteg (7a) und Fangvorrichtung (10) so verdreht wird, dass er in die erste Position
zurückgeschoben wird und der erste Segmentbereich (18.1) der Lagerachse (18) eine
vom Bremsexzenter (15) bewirkte Anpresskraft aufnimmt und in das Bremsgehäuse (17)
überträgt.
5. Fangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Lagerachse (18) eine
zentrale Durchgangsöffnung (24) aufweist, durch welche ein Steuerbolzen (25) der zweiten
Einrichtung (25, 27) ragt und der Steuerbolzen (25) in eine Steuerscheibe (26) eingreift,
welche in der zylindrischen Lagerbohrung (16) angeordnet ist, so dass eine Zustellbewegung
des Steuerbolzens (25) über die Steuerscheibe (26) auf den Bremsexzenter (15) übertragbar
ist und der Bremsexzenter (15) mittels der Zustellbewegung des Steuerbolzens (25)
in Kontakt mit dem Bremssteg (7a) bringbar ist.
6. Fangvorrichtung (10) nach Anspruch 5, wobei der Steuerbolzen (25) ein Bestandteil
eines Betätigungshebels (27) ist, der im Bremsgehäuse (17) schwenkbar gelagert ist,
wobei der Betätigungshebel (27) im Bedarfsfall von einem Aktuator (8) geschwenkt wird,
so dass der Steuerbolzen (25) den Bremsexzenter (15) mittels der Steuerscheibe (26)
rechtwinklig zur Lagerachse (18) verschiebt und in Kontakt mit dem Bremssteg (7a)
bringt.
7. Fangvorrichtung (10) nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Lagerachse (18) eine Führungsnase
(28) beinhaltet und die Steuerscheibe (26) durch diese Führungsnase (28) verschiebbar
geführt ist und wobei eine Halteplatte (29) zur Lagerachse (18) fest verbunden ist,
so dass die Halteplatte (29) die Steuerscheibe (26) zur Lagerachse (18) und zur zylindrischen
Lagerbohrung (16) positioniert und zugleich den Bremsexzenter (15) auf der Lagerachse
(18) sichert.
8. Fangvorrichtung (10) nach einem nach Ansprüche 3 bis 7, wobei die Federmechanik (30,
21, 31) der ersten Einrichtung (19) zum Ziehen des Bremsexzenters (15) in die erste
Position einen Zughebel (30), einen Kipphebel (31) und eine Feder (21) beinhaltet,
wobei der Zughebel (30) und der Kipphebel (31) gelenkig miteinander verbunden sind,
wobei der Zughebel (30) zum Bremsexzenter (15) verbunden ist und der Kipphebel (31)
im Bremsgehäuse (17) schwenkbar gelagert ist, und die Feder (21) derart auf den Kipphebel
(31) einwirkt, dass er über den Zughebel (30) den Bremsexzenter (15) in die erste
Position zieht.
9. Fangvorrichtung (10) nach Anspruch 8, wobei der Kipphebel (31) einen Schalter (32)
betätigt, wenn er eine, einer Bremsstellung des Bremsexzenters (15) entsprechende,
Kippstellung erreicht.
10. Fangvorrichtung (10) nach Anspruch 8, wobei die Federmechanik (30, 21, 31) eine Rasterstellung
(33) beinhaltet, welche den Bremsexzenter (15) in der ersten Position gegen ein unbeabsichtigtes
Schwenken sichert.
11. Aufzugsanlage (1) mit einer Aufzugskabine (2) und mindestens einem Paar Fangvorrichtungen
(10) gemäss einem der vorgängigen Ansprüche, wobei das Paar Fangvorrichtungen (10)
durch einen zentral angeordneten Aktuator (8) betätigt werden, wobei der Aktuator
über Zug- oder Druckmittel (9) auf Betätigungshebel (27) der Fangvorrichtungen (10)
einwirken kann.
12. Aufzugsanlage (1) gemäss Anspruch 11, wobei der Aktuator (8) von einer Sicherheitssteuerung
(11) gesteuert ist und die Sicherheitsteuerung (11) den Aktuator (8) im Falle einer
Übergeschwindigkeit der Aufzugsanlage (1) oder im Falle eines unbeabsichtigten Wegfahrens
der Aufzugskabine (2) aus einer Halteposition aktiviert, um das mindestens eine Paar
von Fangvorrichtungen (10) zu betätigen.
1. Safety brake (10) for braking or holding a lift cage (2) at a brake web (7a), comprising:
- a brake eccentric (15) with a central bearing bore (16),
- a brake housing (17) and
- a bearing axle (18), which is arranged in or at the brake housing (17), for mounting
the brake eccentric (15), wherein the bearing axle (18) has over a first segment region
(18.1) a bearing surface compatible with the cylindrical bearing bore (16) of the
brake eccentric (15),
characterised in that the bearing axle (18) in a remaining segment region (18.2) is set back so that the
brake eccentric (15) is displaceable in a displacement direction perpendicular to
the bearing axle (18).
2. Safety brake (10) according to claim 1, wherein the safety brake further comprises
a first device (19) or is connected therewith and wherein the first device (19) is
arranged to move the brake eccentric (15) into a first position so that the brake
eccentric (15) in a neutral position can be held at a spacing from the brake web (7a)
and wherein the safety brake further comprises a second device (25, 27) or is connected
therewith and wherein the second device (25, 27) is arranged to move the brake eccentric
(15) into a second position so that the brake eccentric (15) can be brought into contact
with the brake web (7a).
3. Safety brake according to claim 2, wherein the first device (19) for moving the brake
eccentric into the first position comprises a spring (21) or a spring mechanism (30,
21, 31), which draws the brake eccentric (15) into the first position, and wherein
the first position is defined by a placing of the first cylindrical bore (16) or of
a bearing shell of the cylindrical bearing bore (16) against the first segment region
(18.1) of the bearing axle (18).
4. Safety brake (10) according to claim 2 or 3, wherein the brake web (7a) is a component
of a guide rail (7) and the safety brake (10) co-operates with this brake web (7a)
for the purpose of braking the lift cage (2) and the safety brake (10) further comprises
a brake member (23) which is arranged opposite the brake eccentric (15) in or at the
brake housing (17) so that the brake web (7a) of the guide rail (7) can when required
be clamped between the brake eccentric (15) and the brake member (23), wherein the
brake eccentric (15) when it is brought by the second device (25, 27) into contact
with the brake web (7a) is so rotated by a relative movement between brake web (7a)
and safety brake (10) that it is pushed back into the first position and the first
segment region (18.1) of the longitudinal axle (18) accepts a pressing force generated
by the brake eccentric (15) and transmits it to the brake housing (17).
5. Safety brake (10) according to any one of claims 2 to 4, wherein the bearing axle
(18) has a central passage opening (24) through which a control pin (25) of the second
device (25, 27) projects and the control pin (25) engages in a cam disc (26), which
is arranged in the cylindrical bearing bore (16), so that an adjusting movement of
the control pin (25) is transmissible by way of the cam disc (26) to the brake eccentric
(15) and the brake eccentric (15) can be brought by means of the adjusting movement
of the control pin (25) into contact with the brake web (7a).
6. Safety brake (10) according to claim 5, wherein the control pin (25) is a component
of an actuating lever (27) which is pivotably mounted in the brake housing (17), wherein
the actuating lever (27) is, when required, pivoted by an actuator (8) so that the
control pin (25) displaces the brake eccentric (15) by means of the cam disc (26)
perpendicular to the bearing axle (18) and brings it into contact with the brake web
(7a).
7. Safety brake (10) according to claim 5 or 6, wherein the bearing axle (18) includes
a guide dog (28) and the cam disc (26) is guided by this guide dog (28) to be displaceable
and wherein a mounting plate (29) is fixedly connected with the bearing axle (18)
so that the mounting pate (29) positions the cam disc (26) with respect to the bearing
axle (18) and the bearing bore (16) and at the same time secures the brake eccentric
(15) on the bearing axle (18).
8. Safety brake (10) according to any one of claims 3 to 7, wherein the spring mechanism
(30, 21, 31) of the first device (19) for drawing the brake eccentric (15) into the
first position comprises a pull lever (30), a rocker (31) and a spring (21), wherein
the pull lever (30) and the rocker (31) are pivotably connected together and wherein
the pull lever (30) is connected with the brake eccentric (15) and the rocker (31)
is pivotably mounted in the brake housing (17), and the spring (21) so acts on the
rocker (31) that it draws the brake eccentric (15) into the first position by way
of the pull lever (30).
9. Safety brake (10) according to claim 8, wherein the rocker (31) actuates a switch
(32) when it reaches a tilt setting corresponding with a braking setting of the brake
eccentric (15).
10. Safety brake (10) according to claim 8, wherein the spring mechanism (30, 21, 31)
includes a detent setting (33) which secures the brake eccentric (15) in the first
position against unintended pivotation.
11. Lift installation (1) with a lift cage (2) and at least one pair of safety brakes
(10) according to any one of the preceding claims, wherein the pair of safety brakes
(10) is actuated by a centrally arranged actuator (8) and wherein the actuator can
act on the actuating lever (27) of the safety brakes (10) by way of pulling or pushing
means (9).
12. Lift installation (1) according to claim 11, wherein the actuator (8) is controlled
by a safety control (11) and the safety control (11) in the case of excess speed of
the lift installation (1) or in the case of unintended movement of the lift cage (2)
from a stopping position activates the actuator (8) in order to actuate the at least
one pair of safety brakes (10).
1. Parachute (10) pour freiner ou arrêter une cabine d'ascenseur (2) sur une aile de
frein (7a), comprenant :
- un excentrique de frein (15) avec un alésage de palier cylindrique (16),
- un carter de frein (17),
- un axe de palier (18) disposé dans ou sur le carter de frein (17), pour recevoir
l'excentrique de frein (15), l'axe de palier (18) présentant sur une première zone
de segment (18.1) une surface de palier compatible avec l'alésage de palier cylindrique
(16) de l'excentrique (15),
caractérisé en ce que l'axe de palier (18), dans une zone de segment restante (18.2), est en retrait, de
sorte que l'excentrique (15) est apte à coulisser dans un sens de coulissement à angle
droit par rapport à l'axe de palier (18).
2. Parachute (10) selon la revendication 1, le parachute comprenant également un premier
dispositif (19) ou étant relié à celui-ci, et le premier dispositif (19) étant conçu
pour amener l'excentrique de frein (15) dans une première position de telle sorte
que l'excentrique de frein (15) soit apte à être maintenu espacé de l'aile de frein
(7a), dans une position neutre, et le parachute comportant également un deuxième dispositif
(25, 27) ou étant relié à celui-ci, et le deuxième dispositif (25, 27) étant conçu
pour amener l'excentrique de frein (15) dans une deuxième position, de telle sorte
que ledit excentrique de frein (15) soit apte à être mis en contact avec l'aile de
frein (7a).
3. Parachute selon la revendication 2 ou 3, le premier dispositif (19) pour amener l'excentrique
de frein (15) dans une première position comportant un ressort (21) ou un mécanisme
à ressort (30, 21, 31) qui tire l'excentrique de frein (15) dans la première position,
et ladite première position étant définie par une application de l'alésage de palier
cylindrique (16) ou une application d'un coussinet de celui-ci contre la première
zone de segment (18.1) de l'axe de palier (18).
4. Parachute selon la revendication 2 ou 3, l'aile de frein (7a) faisant partie d'un
rail de guidage (7), et le parachute (10) coopérant, en vue de freiner la cabine d'ascenseur
(2), avec cette aile de frein (7a), et le parachute (10) comportant également une
partie de freinage (23) qui est disposée dans ou sur le carter de frein (17) en face
de l'excentrique de frein (15), de sorte que l'aile de frein (7a) du rail de guidage
(7), en cas de besoin, peut être serrée entre l'excentrique de frein (15) et la partie
de frein (23), l'excentrique de frein (15), quand il est amené par le second dispositif
(25, 27) en contact avec l'aile de frein (7a), étant tourné par un mouvement relatif
entre ladite aile de frein (7a) et le parachute (10) de manière à être repoussé dans
la première position, et la première zone de segment (18.1) de l'axe de palier (18)
recevant une force de pression provoquée par l'excentrique de frein (15) et la transmettant
au carter de frein (17).
5. Parachute (10) selon l'une des revendications 2 à 4, l'axe de palier (18) présentant
une ouverture de passage centrale (24) que traverse une tige de commande (25) du deuxième
dispositif (25, 27), et la tige de commande (25) pénétrant dans une plaque de commande
(26) qui est disposée dans l'alésage de palier cylindrique (16) de telle sorte qu'un
mouvement d'approche de la tige de commande (25) soit apte à être transmis par l'intermédiaire
de ladite plaque de commande (26) à l'excentrique (15), et l'excentrique de frein
(15) étant apte à être mis en contact avec l'aile de frein (7a) grâce à ce mouvement
d'approche de la tige de commande (15).
6. Parachute (10) selon la revendication 5, la tige de commande (25) faisant partie d'un
levier d'actionnement (27) qui est monté pivotant dans le carter de frein (17), un
actionneur (8) faisant pivoter le levier d'actionnement (27) en cas de besoin de telle
sorte que la tige de commande (25) fasse coulisser l'excentrique de frein (15), à
l'aide de la plaque de commande (26), à angle droit par rapport à l'axe de palier
(18) et le mette en contact avec l'aile de frein (7a).
7. Parachute (10) selon la revendication 5 ou 6, l'axe de palier (18) comportant une
saillie de guidage (28), et la plaque de commande (26) étant guidée par cette saillie
de guidage (28) pour pouvoir coulisser, et une plaque de fixation (29) étant reliée
de manière fixe à l'axe de palier (18) de telle sorte qu'elle positionne la plaque
de commande (26) par rapport à l'axe de palier (18) et à l'alésage de palier cylindrique
(16) et immobilise en même temps l'excentrique de frein (15) sur l'axe de palier (18).
8. Parachute (10) selon l'une des revendications 3 à 7, le mécanisme à ressort (30, 21,
31) du premier dispositif (19) pour tirer l'excentrique de frein (15) dans la première
position comportant un levier de traction (30), un levier oscillant (31) et un ressort
(21), le levier de traction (30) et le levier oscillant (31) étant reliés de manière
articulée, le levier de traction (30) étant relié à l'excentrique de frein (15), et
le levier oscillant (31) étant monté pivotant dans le carter de frein (17), et le
ressort (21) agissant sur le levier oscillant (31) de telle sorte qu'il tire l'excentrique
de frein (15) dans la première position par l'intermédiaire du levier de traction
(30).
9. Parachute (10) selon la revendication 8, le levier oscillant (31) actionnant un commutateur
(32) quand il atteint une position oscillante correspondant à une position de freinage
de l'excentrique de frein (15).
10. Parachute (10) selon la revendication 8, le mécanisme à ressort (30, 21, 31) comportant
une position de verrouillage (33) qui bloque l'excentrique de frein (15) dans la première
position à l'encontre d'un pivotement accidentel.
11. Installation d'ascenseur (1) avec une cabine d'ascenseur (2) et au moins une paire
de parachutes (10) selon l'une des revendications précédentes, la paire de parachutes
(10) étant actionnée par un actionneur (8) disposé de manière centrale, ledit actionneur
pouvant agir par l'intermédiaire de moyens de traction ou de pression (9) sur les
leviers d'actionnement (27) des parachutes (10).
12. Installation d'ascenseur (1) selon la revendication 11, l'actionneur (8) étant commandé
par une commande de sécurité (11), et ladite commande de sécurité (11) activant l'actionneur
(8) en cas de vitesse excessive de l'installation d'ascenseur (1) ou en cas de départ
accidentel de la cabine d'ascenseur (2) à partir d'une position d'arrêt, afin d'actionner
la ou les paires de parachutes (10).
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