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(11) |
EP 2 931 645 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.02.2017 Patentblatt 2017/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/075825 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/095429 (26.06.2014 Gazette 2014/26) |
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VORRICHTUNG ZUM ANTREIBEN EINES FAHRTREPPEN- ODER FAHRSTEIGHANDLAUFES
METHOD FOR DRIVING A HANDRAIL OF AN ESCALATOR OR MOVING WALKWAY
PROCÉDÉ POUR ACTIONNER UNE MAIN COURRANTE D'UN ESCALIER ROULANT OU D'UN TROTTOIR ROULANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.12.2012 EP 12197472
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.10.2015 Patentblatt 2015/43 |
| (73) |
Patentinhaber: Inventio AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- TROJER, Andreas
A-1230 Wien (AT)
- ADAMCIK, Georg
A-2500 Baden (AT)
- MATHEISL, Michael
A-2331 Vösendorf (AT)
- NOVACEK, Thomas
A-2320 Schwechat (AT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 295 567
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US-A- 5 544 730
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antreiben eines Handlaufes. Der Handlauf
kann Bestandteil einer Fahrtreppe oder eines Fahrsteiges sein. Die Erfindung betrifft
ebenso eine Fahrtreppe bzw. einen Fahrsteig mit einer solchen Vorrichtung.
[0002] Fahrtreppen oder Fahrsteige umfassen ein umlaufendes Stufenband für den Transport
von Personen oder Gegenständen und ein Tragwerk. Das Stufenband wird entlang seiner
Förderrichtung beidseitig von jeweils einer Balustrade begrenzt, welche Balustrade
auf einem Balustradensockel angeordnet ist. An einer solchen Balustrade ist entlang
ihres oberen Abschlusses ein umlaufend geführter Handlauf angeordnet. Die Rückführung
des Handlaufes ist üblicherweise im Balustradensockel integriert oder kann alternativ
im Tragwerk der Fahrtreppe bzw. des Fahrsteiges angeordnet sein. An der Rückführung
des Handlaufes ist üblicherweise ein den Handlauf antreibender Handlaufantrieb angeordnet.
[0003] US 5,295,567 zeigt einen solchen Handlaufantrieb einer Fahrtreppe, wobei der Handlaufantrieb in
einem Fachwerk der Fahrtreppe angeordnet ist. Der Handlaufantrieb umfasst einen über
zwei Umlenkrollen umlaufend geführten Antriebsriemen. Ein durch den Handlaufantrieb
anzutreibender Handlauf wird mittels einer Gegendruckrolle an diesem Antriebsriemen
geführt. Der Handlauf wird aufgrund eines daraus resultierenden Reibschlusses zwischen
dem Antriebsriemen und dem Handlauf bewegt bzw. angetrieben. Die Fahrtreppe weist
zusätzlich einen am Fachwerk der Fahrtreppe befestigten Ablenkbogen auf, der aufgrund
hoher Abmessungen des Fachwerkes für eine weitere Führung des Handlaufes benötigt
wird.
[0004] Bei der gezeigten Lösung besteht jedoch der Nachteil, dass die Fahrtreppe aufgrund
der hohen Abmessung des Fachwerkes einen erhöhten Platzbedarf in ihrem installierten
Zustand benötigt.
[0005] Bei einem Fachwerk mit geringeren Abmessungen kann der Handlauf in unmittelbarer
Nähe des Handlaufantriebes umgelenkt werden. Solche Umlenkungen sind beispielhaft
in
JP-B-54-34235 oder
US 3,414,109 gezeigt. Die Umlenkrolle, über die der Antriebsriemen geführt ist, könnte demnach
ebenso als Umlenkrolle für den Handlauf verwendet werden. Das heisst, dass der Handlauf
anliegend am Antriebsriemen einen Richtungswechsel vollzieht, der hinsichtlich der
gesteigerten Anforderungen an die Platzverhältnisse als notwendig erachtet wird. Bei
der Ablösung des Handlaufes vom Antriebsriemen im Verlauf einer solchen gemeinsamen
Umlenkung des Handlaufes mit dem Antriebsriemen tritt jedoch ein störender Effekt
auf, der die Abnutzung sowohl des Antriebsriemens als auch des Handlaufes verstärkt.
Zudem verursacht dieser Effekt unangenehme, störende Geräusche Eine Vorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus dem
US 5 544 730 A bekannt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Antreiben eines Handlaufes
für eine Fahrtreppe oder für einen Fahrsteig bereitzustellen, die eine verringerte
Abnutzung des Handlaufes und des Antriebsriemens ermöglicht.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Antreiben eines Handlaufs einer
Fahrtreppe oder zum Antreiben eines Handlaufes eines Fahrsteiges, die Vorrichtung
umfassend: einen über eine erste und eine zweite Umlenkrolle umgelenkten und eine
Kontaktzone ausbildenden Antriebsriemen, und mindestens eine Gegendruckführungsrolle,
welche Gegendruckführungsrolle bewirkt, dass der Handlauf entlang der gesamten Kontaktzone
anliegend am Antriebsriemen führbar und mittels Reibschluss zwischen Antriebsriemen
und Handlauf vom Antriebsriemen antreibbar ist" wobei die Vorrichtung eine die Umlenkrollen
tangierende parallel zur Rotationsachse der Umlenkrollen ausgebildete erste Tangentialebene
und eine die mindestens eine Gegendruckführungsrolle oder eine der Umlenkrollen tangierende
zweite Tangentialebene aufweisen, wobei die zweite Tangentialebene parallel zur ersten
Tangentialebene angeordnet ist und die erste und die zweite Tangentialebene derart
ausgebildet sind, dass die Umlenkrollen und die mindestens eine Gegendruckführungsrolle
zwischen den Tangentialebenen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung
ein zwischen der ersten und der zweiten Tangentialebene angeordnetes von der Umlenkrolle
distanziertes Ablenkelement umfasst, welches Ablenkelement sicherstellt, dass ein
die Kontaktzone begrenzender Abhebepunkt des Handlaufes vom Antriebsriemen vor dem
Bereich der Umlenkung des Antriebsriemens an der Umlenkrolle angeordnet ist.
[0008] Die Aufgabe wird ebenso gelöst durch eine Modernisierung einer Fahrtreppe oder eines
Fahrsteiges mit einer solchen Vorrichtung.
[0009] Es wurde erkannt, dass der die unangenehmen Geräusche verursachende Effekt eintritt,
weil sowohl der Antriebsriemen als auch der Handlauf elastisch sind. Demgemäss kommt
es insbesondere zu Längenänderungen der Aussenflächen des Antriebsriemens und des
Handlaufes, wenn der Handlauf vom Antriebsriemen im Bereich einer gemeinsamen Biegung
bzw. Umlenkung getrennt wird. Diese Längenänderungen sind umso ausgeprägter, je stärker
die gemeinsame unter Reibschluss bzw. Haftschluss ausgeführte Umlenkung unmittelbar
vor deren Trennung bzw. Ablösung ist.
[0010] Am Punkt der Trennung, dem Abhebepunkt, entstehen somit zwischen den beiden unmittelbar
benachbarten Aussenflächen des Antriebsriemens und des Handlaufes durch die Längenänderungen
verursachte Spannungen. Diese Spannungen werden durch wiederkehrendes Auflösen der
Reibschlussverbindung zwischen dem Handlauf und dem Antriebsriemen in unmittelbarer
Nähe des Abhebepunktes abgebaut. Hieraus resultieren ein Reiben des Handlaufes am
Antriebsriemen und entsprechend der genannte störende Effekt.
[0011] Folglich darf die für den Antriebsriemen vorgesehene Umlenkrolle nicht zusätzlich
zur Umlenkung des Handlaufes verwendet werden, obwohl eine solche Verwendung der Umlenkrolle
einen sehr geringen Platzbedarf für die Komponenten zum Betrieb des Handlaufes und
einen zusätzlichen Vortrieb für den Handlauf aufgrund der vergrösserten Kontaktfläche
ermöglichen würde. Das heisst, dass es im Falle einer begrenzten Verfügbarkeit von
Platz zum Einbau der zum Antreiben des Handlaufs vorgesehenen Vorrichtung naheliegend
wäre, auf möglichst viele Komponenten zur Führung des Handlaufes zu verzichten.
[0012] Um sowohl den die Abnutzung verursachenden Effekt zu verhindern, als auch eine Platzersparnis
durch eine einfach gestaltete Umlenkung zu erreichen, muss die Vorrichtung zum Antreiben
des Handlaufs ein zusätzliches Ablenkelement enthalten. Das Ablenkelement ermöglicht
einerseits die Platz sparende Führung des Handlaufes infolge seiner Anordnung zwischen
den durch Vorrichtung ausgebildeten Tangentialebenen, obwohl das Ablenkelement selbst
zusätzlichen Platz beansprucht. Andererseits ermöglicht das entsprechend platzierte
Ablenkelement eine schonende Ablösung des Handlaufes vom Antriebsriemen.
[0013] Bei einer Weiterbildung der Vorrichtung ist das Ablenkelement durch eine Ablenkrolle
gebildet ist. Derart wird eine reibungsarme Führung des Handlaufes über ein solches
Ablenkelement ermöglicht, was eine entsprechend kleinere Dimensionierung anderer Bestandteile
der Vorrichtung zulässt.
[0014] Eine Weiterbildung der Vorrichtung umfasst eine zweite Umlenkrolle, wobei eine der
Umlenkrollen justierbar angeordnet ist, um den Antriebsriemen zu spannen und an den
Handlauf zu pressen. Mittels Justierung bzw. Verstellbarkeit einer der Umlenkrollen
lässt sich der Antriebsriemen spannen und an den anliegenden Handlauf pressen. Derart
kann Schlupf zwischen dem Handlauf und dem Antriebsriemen im Bereich der Kontaktzone
verhindert werden, welcher Schlupf zu einem weniger wirksamen Antrieb des Handlaufes,
führen kann. Mittels einer solchen Justierbarkeit ist es also möglich, auf zusätzliche
Platz beanspruchende Vorrichtungen zu verzichten, die einen solchen Schlupf verhindern.
[0015] Eine Weiterbildung der Vorrichtung umfasst eine Gegendruckführungsrolle, welche Gegendruckführungsrolle
bewirkt, dass der Handlauf in der Kontaktzone am Antriebsriemen anliegend führbar
und mittels Reibschluss zwischen Antriebsriemen und Handlauf vom Antriebsriemen antreibbar
bzw. bewegbar ist. Mittels dieser Gegendruckführungsrolle ist es möglich, den Handlauf
an den Antriebsriemen zu pressen, wodurch eine Antriebsbewegung des Antriebsriemens
auf den Handlauf übertragbar ist. Derart kann der Reibschluss zwischen Antriebsriemen
und Handlauf entlang der Kontaktzone aufrechterhalten werden. Darüber hinaus kann
die Vorrichtung mindestens zwei Gegendruckführungsrollen aufweisen, wobei die mindestens
zwei Gegendruckführungsrollen einen Rollenbogen bilden. Ein solcher mehrere Gegendruckführungsrollen
umfassende Rollenbogen hat den Vorteil, den Handlauf über eine relativ lang bemessene
Kontaktzone an den Antriebsriemen anpressen zu können, ohne dass eine einzelne der
Gegendruckführungsrollen zu dem gleichen Zweck einen grossen viel Platz beanspruchenden
Durchmesser aufweisen müsste.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Vorrichtung sind die Umlenkrolle als Zahnriemenscheibe
und der Antriebsriemen als Zahnriemen ausgebildet. Mittels eines solchen Ausgestaltung
kann verhindert werden, dass zwischen Antriebsriemen und Umlenkrolle Schlupf auftritt.
Alternativ dazu kann der Antriebsriemen ein Keilriemen, vorzugsweise ein Poly-V-Riemen,
sein, und die Umlenkrolle eine dem Keilriemen entsprechende Führungsfläche ausbilden
bzw. aufweisen. Derart kann auf spezielle Vorrichtungen verzichtet werden, die ihrerseits
verhindern, dass der Antriebsriemen von der Umlenkrolle rutscht.
[0017] Bei einer Weiterbildung der Vorrichtung ist der Antriebsriemen vorgesehen, an einer
Handgrifffläche des Handlaufes innerhalb der Kontaktzone anzuliegen. Üblicherweise
sind diese Handgrifffläche und der Antriebsriemen Materialien, die einen besonders
guten Reibschluss innerhalb der Kontaktzone ausbilden können.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Fahrtreppe mit einem Handlauf;
- Figur 2:
- eine zum Antreiben des Handlaufs vorgesehene Vorrichtung mit einer Führungsrolle;
- Figur 3:
- eine Vorrichtung zum Antreiben des Handlaufs mit einem Ablenkelement gemäss einer
ersten Ausführungsvariante;
- Figur 4:
- eine Vorrichtung zum Antreiben des Handlaufes mit einem Ablenkelement gemäss einer
zweiten Ausführungsvariante;
- Figur 5:
- eine erste Ausführungsform eines von einer Umlenkrolle geführter Antriebsriemens einer
Vorrichtung zum Antreiben des Handlaufes; und
- Figur 6:
- eine zweite Ausführungsform eines von einer Umlenkrolle geführter Antriebsriemens
einer Vorrichtung zum Antreiben des Handlaufes.
[0019] Figur 1 zeigt eine Fahrtreppe 40. Die Fahrtreppe 40 umfasst ein Tragwerk 25, eine
Balustrade 22, einen Balustradensockel 24 und einen Handlauf 6. Der Handlauf 6 wird
umlaufend geführt und bewegt. Ein sichtbarer Teil 41 des Handlaufes 6 kann entlang
eines äusseren Randes der Balustrade 22 geführt werden. Eine Rückführung 42 des Handlaufes
6 verläuft üblicherweise innerhalb des Balustradensockels 24 und/oder innerhalb des
Tragwerkes 25, wobei die im installierten Zustand der Fahrtreppe 40 vorhandene Höhe
des Balustradensockels 24 bzw. des Tragwerkes 25 begrenzt ist. An der Rückführung
42 des Handlaufes 6 kann eine Vorrichtung 2 zum Antreiben des Handlaufs 6 angeordnet
sein. Die Vorrichtung 2 ist mit einem Antriebsmotor 30 gekoppelt. Der Antriebsmotor
30 bewirkt die umlaufende, vorzugsweise umkehrbare Bewegung B des Handlaufes 6. Die
in der Beschreibung beschriebenen Bestandteile der Fahrtreppe 40 sind ebenso als Bestandteile
eines Fahrsteiges einsetzbar.
[0020] Figur 2 zeigt eine Vorrichtung 2 zum Antreiben eines Handlaufes 6. Die Vorrichtung
2 umfasst eine erste Umlenkrolle 7 und eine zweite Umlenkrolle 7.1 und einen umlaufend
geführten Antriebsriemen 1. Die Vorrichtung 2 weist eine Kontaktzone 10 auf. Der Antriebsriemen
1 ist sowohl über die Umlenkrollen 7, 7.1 als auch entlang der Kontaktzone 10 geführt.
Der Antriebsriemen 1 wird an diesen Umlenkrollen 7, 7.1 in einem jeweilig der Umlenkrolle
7, 7.1 zugeordneten Umlenkbereich 26, 26.1 umgelenkt.
[0021] Im in der Fahrtreppe eingebauten Zustand der Vorrichtung 2 wird der Handlauf 6 entlang
der gesamten Kontaktzone 10 anliegend am Antriebsriemen 1 geführt bzw. bewegt. Ein
beispielhafter Antriebsmotor 30 ist mit dem Antriebsriemen 1 gekoppelt, so dass der
Antriebsriemen 1 umlaufend bewegt werden kann. Ein solcher Antriebsmotor 30 kann als
Elektromotor ausgebildet sein. Mittels Reibschlusses, welcher innerhalb der Kontaktzone
10 zwischen dem Antriebsriemen 1 und dem Handlauf 6 besteht, ist der Handlauf 6 antreibbar.
Der mittels des Antriebsmotors 30 bewegte Handlauf 6 kann eine Bewegungsrichtung 28
aufweisen.
[0022] Die Kontaktzone 10 ist mittels eines Abhebepunktes 18 begrenzt. Das bedeutet, dass
sich der Handlauf 6 in seiner Bewegungsrichtung 28 vom Abhebepunkt 18 weg vom Antriebsriemen
1 entfernt. Der in Figur 2 gezeigte Abhebepunkt 18 ist innerhalb des Umlenkbereiches
26 des Antriebsriemens 1 angeordnet, welcher Umlenkbereich 26 einer ersten der Umlenkrollen
7 zugeordnet ist. Eine solche Anordnung des Abhebepunktes 18 kann durch eine Führungsrolle
9 zur Führung des Handlaufes 6 verursacht sein. Eine solche Anordnung des Abhebepunktes
18 führt zu dem eingangs beschriebenen unerwünschten Effekt, dass sowohl die Abnutzung
bzw. der Abrieb des Antriebsriemens 1 und des Handlaufes 6 verstärkt als auch unangenehme
Geräusche verursacht werden.
[0023] Die Vorrichtung 2 weist mindestens eine Gegendruckführungsrolle 4 auf, um den Handlauf
6 entlang der Kontaktzone 10 zu führen. Mindestens zwei dieser Gegendruckführungsrollen
4 können einen Rollenbogen 5 ausbilden.
[0024] Figur 3 zeigt eine zweite Vorrichtung 2 zum Antreiben des Handlaufes 6 der Fahrtreppe.
Die in Figur 3 gezeigte Vorrichtung 2 weist zusätzlich zu der in Figur 2 gezeigten
Vorrichtung 2 ein Ablenkelement 16 auf. Das Ablenkelement 16 bewirkt, dass der Abhebepunkt
18 nicht innerhalb des der ersten Umlenkrolle 7 zugeordneten Umlenkbereiches 26 des
Antriebsriemens 1 angeordnet ist. Derart kann vermieden werden, dass der Handlauf
6 in unmittelbarer Nähe des Abhebepunktes 18 am Antriebsriemen 1 reibt. Das Ablenkelement
16 kann beispielhaft als Ablenkrolle 16 ausgebildet sein.
[0025] Die Vorrichtung 2 bildet eine erste Tangentialebene T' und eine zweite Tangentialebene
T" aus. Die erste Tangentialebene T' ist parallel der Rotationsachsen 7', 7.1' der
Umlenkrollen 7, 7.1 angeordnet und tangiert die erste Umlenkrolle 7 und die zweite
Umlenkrolle 7.1. Die zweite Tangentialebene T" ist parallel der ersten Tangentialebene
T' angeordnet und tangiert die Gegendruckführungsrolle 4. Die Tangentialebenen T',
T" sind dabei derart angeordnet, dass die erste und die zweite Umlenkrolle 7, 7.1
und die mindestens eine Gegendruckführungsrolle 4 zwischen diesen Tangentialebenen
T', T" angeordnet sind. Zu diesem Zweck kann die zweite Tangentialebene T" bei einer
zur Figur 3 abweichenden Anordnung der Rollen 4, 7, 7.1 statt der Gegendruckführungsrolle
4 die erste Umlenkrolle 7 oder die zweite Umlenkrolle 7.1 tangieren. Die Anordnung
der Rollen 4, 7, 7.1 zwischen den Tangentialebenen T', T" ermöglicht, dass die Vorrichtung
2 zum Antreiben des Handlaufes 20 in den Balustradensockel bzw. in das Fachwerk geringer
Höhe integriert werden kann.
[0026] Eine der Umlenkrollen 7.1 kann mittels einer Justiervorrichtung 8 justierbar angeordnet
sein, so dass beispielhaft eine Nachjustierung der Vorrichtung 2 während eines Service
oder einer Montage der Fahrtreppe ermöglicht ist. Mittels dieser Möglichkeit zur Nachjustierung
kann sichergestellt werden, dass der Antriebsriemen 1 genügend gespannt ist und/oder
innerhalb der vorgesehenen Kontaktzone 10 am Handlauf 6 anliegt.
[0027] Die Vorrichtung 2 kann darüber hinaus derart ausgebildet sein, dass der Handlauf
6 mittels des Antriebsmotors 30 sowohl gemäss der Bewegungsrichtung 28, als auch entgegen
dieser Bewegungsrichtung 28 in einer Gegenbewegungsrichtung 28'angetrieben werden
kann. Im Fall einer solchen Antreibbarkeit des Handlaufes 6 in entgegengesetzte Bewegungsrichtungen
28, 28' kann ein die Kontaktzone 10 begrenzender Abhebepunkt 18' mittels eines nicht
dargestellten Ablenkelementes derart angeordnet werden, dass sich die Kontaktzone
10 nicht innerhalb des einer zweiten der Umlenkrollen 7.1 zugeordneten Umlenkbereiches
26.1 erstreckt.
[0028] Die in den Figuren 2 und 3 dargestellte Richtungsänderung des Handlaufes 6 bei seiner
Umlenkung an der Führungsrolle 9 bzw. dem Ablenkelement 16 kann weniger ausgeprägt
erfolgen, um beispielsweise den Handlauf 6 geringeren Belastungen auszusetzen. Um
diese Belastungen des Handlaufes 6 weiter zu reduzieren bzw. eine Antreibbarkeit des
Handlaufes 6 durch den Antriebsriemen 1 zu verbessern, kann eine Handgrifffläche 20
des Handlaufes 6 in der Kontaktzone 10 am Antriebsriemen 1 anliegend geführt werden.
[0029] Figur 4 zeigt eine dritte Vorrichtung 2 zum Antreiben des Handlaufes 6 der Fahrtreppe.
Die Vorrichtung 2 umfasst eine Umlenkrolle 7, ein als Ablenkstück 16' ausgebildetes
Ablenkelement, einen Antriebsriemen 1 und eine Kontaktzone 10. Der Antriebsriemen
1 wird an dieser Umlenkrolle 7 in einem der Umlenkrolle 7 zugeordneten Umlenkbereich
26 umgelenkt. Der Handlauf 6 ist vorgesehen, am Antriebsriemen 1 anliegend entlang
der Kontaktzone 10 geführt zu werden. Das Ablenkstück 16' bewirkt, dass der Handlauf
6 nicht am Antriebsriemen 1 in der der Umlenkrolle 7 zugeordneten Umlenkbereich 26
anliegt. Das Ablenkelement ist vorzugsweise derart geformt bzw. ausgebildet, dass
zwischen diesem Ablenkelement und dem bewegten Handlauf 6 eine geringe Reibung besteht.
Entsprechend kann das Ablenkstück 16' beispielhaft mit reibungsarmen PTFE-Material
und/oder mit Polyoxymethylen (POM) und/oder Polyamid (PA) beschichtet sein.
[0030] Figur 5 zeigt eine erste Ausführungsform eines von einer Umlenkrolle geführter Antriebsriemens
einer Vorrichtung zum Antreiben des Handlaufes. Figur 5 zeigt dabei einen Ausschnitt
der in Figur 4 gezeigten Vorrichtung 2 in einer Schnittdarstellung A-A. Der gemäss
Figur 4 gezeigte Antriebsriemen ist als Keilriemen 1a und die gemäss Figur 4 gezeigte
Umlenkrolle entsprechend als Riemenscheibe 7a, vorzugsweise als Poly-V-Riemen ausgebildet.
Das bedeutet, dass die Umlenkrolle 7a eine dem Keilriemen 1a entsprechende Führungsfläche
ausbildet. Demgemäss weist die Riemenscheibe 7a einen Scheibenrillenquerschnitt 50
und der Keilriemen 1a einen Keilriemenrillenquerschnitt 50' auf.
[0031] Figur 6 zeigt eine zweite zur Figur 5 alternative Ausführungsform eines von einer
Umlenkrolle geführter Antriebsriemens einer Vorrichtung zum Antreiben des Handlaufes.
Figur 6 zeigt dabei einen Ausschnitt C der in Figur 4 gezeigten Vorrichtung 2. Der
gemäss Figur 4 gezeigte Antriebsriemen ist als Zahnriemen 1b und die gemäss Figur
4 gezeigte Umlenkrolle entsprechend als Zahnriemenscheibe 7b ausgebildet, was bedeutet,
dass die Zahnriemenscheibe 7b eine dem Zahnriemen 1b entsprechende Führungsfläche
ausbildet.
1. Vorrichtung (2) zum Antreiben eines Handlaufs (6) einer Fahrtreppe (40) oder zum Antreiben
eines Handlaufes (6) eines Fahrsteiges, die Vorrichtung (2) umfassend: einen über
eine erste und eine zweite Umlenkrolle (7, 7.1) umgelenkten und eine Kontaktzone (10)
ausbildenden Antriebsriemen (1), und mindestens eine Gegendruckführungsrolle (4),
welche Gegendruckführungsrolle (4) bewirkt, dass der Handlauf (6) entlang der gesamten
Kontaktzone (10) anliegend am Antriebsriemen (1) führbar und mittels Reibschluss zwischen
Antriebsriemen (1) und Handlauf (6) vom Antriebsriemen (1) antreibbar ist, wobei die
Vorrichtung (2) eine die Umlenkrollen (7, 7.1) tangierende parallel zur Rotationsachse
der Umlenkrollen (7, 7.1) ausgebildete erste Tangentialebene (T') und eine die mindestens
eine Gegendruckführungsrolle (4) oder eine der Umlenkrollen (7, 7.1) tangierende zweite
Tangentialebene (T") aufweisen, wobei die zweite Tangentialebene (T") parallel zur
ersten Tangentialebene (T') angeordnet ist und die erste und die zweite Tangentialebene
(T', T") derart ausgebildet sind, dass die Umlenkrollen (7, 7.1) und die mindestens
eine Gegendruckführungsrolle (4) zwischen den Tangentialebenen (T', T") angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2) ein zwischen der ersten und der zweiten Tangentialebene (T',
T") angeordnetes von der Umlenkrolle (7, 7.1) distanziertes Ablenkelement (16) umfasst,
welches Ablenkelement (16) sicherstellt, dass ein die Kontaktzone (10) begrenzender
Abhebepunkt (18) des Handlaufes (6) vom Antriebsriemen (1) vor dem Bereich der Umlenkung
des Antriebsriemens (1) an der Umlenkrolle (7) angeordnet ist.
2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei das Ablenkelement (16) durch eine Ablenkrolle
(16) gebildet ist.
3. Vorrichtung (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei eine der Umlenkrollen
(7.1) justierbar angeordnet ist, um den Antriebsriemen (1) zu spannen und an den Handlauf
(6) zu pressen.
4. Vorrichtung (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit mindestens zwei Gegendruckführungsrollen
(4), wobei die mindestens zwei Gegendruckführungsrollen (4) einen Rollenbogen (5)
bilden.
5. Vorrichtung (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Umlenkrolle als
Zahnriemenscheibe (7b) und der Antriebsriemen als Zahnriemen (1b) ausgebildet sind.
6. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Antriebsriemen ein Keilriemen
(1a) ist, vorzugsweise ein Poly-V-Riemen, und die Umlenkrolle (7a) eine dem Keilriemen
(1a) entsprechende Führungsfläche ausgebildet.
7. Vorrichtung (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Antriebsriemen
(1) vorgesehen ist, an einer Handgrifffläche (20) des Handlaufes (6) innerhalb der
Kontaktzone (10) anzuliegen.
8. Fahrtreppe oder Fahrsteig mit einer Vorrichtung (2) zum Antreiben eines Handlaufs
(6) der Fahrtreppe nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
9. Verfahren zur Modernisierung einer Fahrtreppe (40) oder eines Fahrsteiges mit einer
Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Vorrichtung (2) in der
Fahrtreppe (40) bzw. im Fahrsteig installiert wird.
1. Device (2) for driving a handrail (6) of an escalator (40) or for driving a handrail
(6) of a moving walkway, the device (2) comprising: a drive belt (1), which is deflected
by way of a first and a second deflection roller (7, 7.1) and forms a contact zone
(10), and at least one counter-pressure guide roller (4), which has the effect that
the handrail (6) can be guided along the entire contact zone (10) bearing against
the drive belt (1) and is drivable by the drive belt (1) by means of friction couple
between drive belt (1) and handrail (6), wherein the device (2) comprises a first
tangential plane (T'), which is tangential to the deflection rollers (7, 7.1) and
which is formed parallel to the axis of rotation of the deflection rollers (7, 7.1),
and a second tangential plane (T"), which is tangential to the at least one counter-pressure
guide roller (4) or one of the deflection rollers (7, 7.1), wherein the second tangential
plane (T") is arranged parallel to the first tangential plane (T') and the first and
second tangential planes (T', T") are so constructed that the deflection rollers (7,
7.1) and the at least one counter-pressure guide roller (4) are arranged between the
tangential planes (T', T"), characterised in that the device (2) comprises a deflecting element (16), which is arranged between the
first and second tangential planes (T', T") and at a spacing from the deflection roller
(7, 7.1) and which ensures that a lift-off point (18), which bounds the contact zone
(10), of the handrail (6) from the drive belt (1) is located at the deflection roller
(7) ahead of the region of deflection of the drive belt (1).
2. Device (2) according to claim 1, wherein the deflecting element (16) is formed by
a deflection roller (16).
3. Device (2) according to any one of the preceding claims, wherein one of the deflection
rollers (7.1) is arranged to be adjustable so as to tighten the drive belt (1) and
press it against the handrail (6).
4. Device (2) according to any one of the preceding claims, with at least two counter-pressure
guide rollers (4), wherein the at least two counter-pressure guide rollers (4) form
a roller curve (5).
5. Device (2) according to any one of the preceding claims, wherein the deflection roller
is constructed as a cogged belt pulley (7b) and the drive belt is constructed as a
cogged belt (1b).
6. Device (2) according to any one of claims 1 to 4, wherein the drive belt is a wedge
belt (1a), preferably a poly-V-belt, and the deflection roller (7a) forms a guide
surface corresponding with the wedge belt (1a).
7. Device (2) according to any one of the preceding claims, wherein the drive belt (1)
is provided to bear against a handgrip surface (20) of the handrail (6) within the
contact zone (10).
8. Escalator or moving walkway with a device (2) for driving a handrail (6) of the escalator
according to any one of claims 1 to 7.
9. Method of modernising an escalator (40) or a moving walkway with a device (2) according
to any one of claims 1 to 8, wherein the device (2) is installed in the escalator
(40) or the moving walkway.
1. Dispositif (2) pour entraîner une main courante (6) d'un escalier roulant (40) ou
pour entraîner une main courante (6) d'un trottoir roulant, le dispositif (2) comprenant
: une courroie d'entraînement (1) qui est déviée sur des première et seconde poulies
de renvoi (7, 7.1) et qui forme une zone de contact (10), et au moins un galet de
guidage à contre-pression (4), lequel galet de guidage à contre-pression (4) fait
que la main courante (6) est apte à être guidée le long de toute la zone de contact
(10) en étant appliquée contre la courroie d'entraînement (1) et est apte à être entraînée
par ladite courroie d'entraînement (1) grâce à la friction entre celle-ci et la main
courante (6), le dispositif (2) comportant un premier plan tangentiel (T') tangent
par rapport aux poulies de renvoi (7, 7.1) et parallèle à l'axe de rotation de celles-ci,
et un second plan tangentiel (T") tangent par rapport audit galet de guidage à contre-pression
(4) ou à l'une des poulies de renvoi (7, 7.1), le second plan tangentiel (T") étant
disposé parallèlement au premier plan tangentiel (T'), et les premier et second plans
tangentiels (T', T") étant conçus pour que les poulies de renvoi (7, 7.1) et ledit
galet de guidage à contre-pression (4) soient disposés entre les plans tangentiels
(T', T"),
caractérisé en ce que le dispositif (2) comprend un élément de déviation (16) disposé entre les premier
et second plans tangentiels (T', T") et espacé de la poulie de renvoi (7, 7.1), lequel
élément de déviation (16) garantit qu'un point de détachement (18), qui limite la
zone de contact (10), de la main courante (6) par rapport à la courroie d'entraînement
(1) soit disposé avant la zone du renvoi de la courroie d'entraînement (1) sur la
poulie de renvoi (7).
2. Dispositif selon la revendication 1, l'élément de déviation (16) étant formé par un
galet de déviation (16).
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, l'une des poulies de renvoi
(7.1) étant disposée pour être réglable afin de tendre la courroie d'entraînement
(1) et de la presser contre la main courante (6).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, avec au moins deux galets de
guidage à contre-pression (4), lesdits galets de guidage à contre-pression (4) formant
une courbe de galets (5).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, la poulie de renvoi étant conçue
comme une poulie pour courroie dentée (7b), et la courroie d'entraînement comme une
courroie dentée (1b).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, la courroie d'entraînement étant
une courroie trapézoïdale (1a), de préférence une courroie Poly-V, et la poulie de
renvoi (7a) formant une surface de guidage correspondant à la courroie trapézoïdale
(1a).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, la courroie d'entraînement
(1) étant prévue pour être appliquée contre une surface de préhension (20) de la main
courante (6) à l'intérieur de la zone de contact (10).
8. Escalier roulant ou trottoir roulant avec un dispositif (2) pour entraîner une main
courante (6) de l'escalier roulant selon l'une des revendications 1 à 7.
9. Procédé pour moderniser un escalier roulant (40) ou un trottoir roulant avec un dispositif
(2) selon l'une des revendications 1 à 8, le dispositif (2) étant installé dans l'escalier
roulant (40) ou le trottoir roulant.
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