[0001] Verfahren zum Herstellen von Kraftfahrzeugschlössern mit einer Walzfläche als Sperrteilkontur
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Kraftfahrzeugschlössern mit
den Gesperreteilen Drehfalle und Sperrklinke, bei dem die Drehfalle und die Sperrklinke
aus gewalzten Blechen senkrechte oder annähernd senkrechte Kanten mit korrespondierenden
Rastflächen an Drehfalle und Sperrklinke vorgebend ausgestanzt und anschließend unter
Freihaltung der Rastflächen mit einer Ummantelung versehen werden. Die Erfindung betrifft
außerdem ein Kraftfahrzeugschloss mit einer Drehfalle und einer die Drehfalle im Schließzustand
arretierenden Sperrklinke, wobei Drehfalle und Sperrklinke korrespondierende Rastflächen
auf den beim Stanzen der Gesperreteile entstehenden Kanten am freien Ende der Gesperreteile
und eine diese Rastflächen freilassende Ummantelung aufweisen.
[0003] Es ist grundsätzlich bekannt, die beim Fahren des Kraftfahrzeuges auftretenden Knarzgeräusche,
die zwischen Bügelschenkel und Drehfalle auftreten können, dadurch zu verringern,
dass man entweder den Bügelschenkel oder auch die Drehfalle im Kontaktbereich beider
mit einer Oberflächenstruktur versieht, die zu einer Verringerung der Gleitreibung
beiträgt. Dabei werden nach der
DE 10 2010 009 2 141 A1 auf dem Bügelschenkel im Kontaktbereich schräg zur Längsachse des Bügelschenkels
verlaufende Rillen oder entsprechende Stege aufgebracht. Diese sollen wie erwähnt
das bekannte Knarzen verringern. Das Knarzen oder des Stick-Slip-Effekt tritt aber
vor allem zwischen Drehfalle und Sperrklinke bei der Hauptrast auf, d. h. der Rast,
in der die Sperrklinke die Drehfalle am Zurückdrehen und wieder Öffnen des Kraftfahrzeugschlosses
hindert. Beim anschließenden Öffnungsvorgang wird dann die Sperrklinke über den Handgriff
aus der Schließposition herausgedreht, wobei die sich berührenden Rastflächen beider
Gesperreteile aufeinander intensiv reiben, sodass die beim Stanzen entstandenen Riefen
und Rillen zu einem weiteren Knarzgeräusch führen können. Auch bei schräg zueinander
verlaufenden Stanzriefen nach der
DE 10 2007 060 626 A1 können die nachteiligen Geräusche nicht ganz vermieden werden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Herstellungsverfahren
und ein Kraftfahrzeugschloss zu schaffen, bei denen das Knarzen zwischen Drehfalle
und Sperrklinke vermieden wird.
[0005] Die Aufgabe wird verfahrensmäßig dadurch gelöst, dass die Gesperreteile nach dem
Stanzen im Bereich der Hauptrast und/oder einer anderen Rast eine stanzriefenfreie
Kontur ergebend abgewinkelt und dann in den Schlossgehäusekasten eingesetzt werden.
[0006] Die Gesperreteile, d. h. sowohl die Sperrklinke wie auch die Drehfalle werden aus
gewalzten Blechen herausgestanzt, sodass die Oberflächen beider Gesperreteile glatt
sind. Die Erfindung macht sich dies zu Nutze, indem im Bereich der Hauptrast und/oder
auch anderer Rastbereiche zumindest eine der freien Enden der Gesperreteile abgewinkelt
oder abgebogen wird, sodass dann nicht ein freies Ende eines Stanzteils gegen ein
anderes freies Ende eines Stanzteils anliegt, sondern dass durch das Abwinkeln eines
Endes eines Gesperreteils oder auch beider Enden nunmehr die umgebogene gewalzte Oberfläche
des oder der Gesperreteile aneinander liegen, sodass die Riefen oder Rillen aufweisenden
Stanzkonturen beim Bewegungsablauf beider Gesperreteile miteinander keine Wirkung
mehr entfalten können. Dadurch können die beschriebenen nachteiligen Knarzgeräusche
nicht mehr auftreten und es ist auch ausgeschlossen, dass die freien Enden mit den
durch das Stanzen darauf entstandenen Riefen gegeneinander stehen und dann miteinander
verhaken.
[0007] Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Gesperreteil
nach dem Stanzen im Bereich der Hauptrast und/oder einer anderen Rast abgewinkelt
und dann montiert und im montierten Zustand mit dem freien gestanzten Ende des anderen
Gesperreteils und damit einer geraden Stanzkontur in Kontakt gebracht wird. Dies bedeutet,
dass nur ein freies Ende eines Gesperreteils umgebogen bzw. abgewinkelt wird, während
das andere so verbleibt, sodass nun die stanzriefenfreie Kontur des abgewinkelten
Endes gegen das Ende ansteht, das noch die Stanzkonturen und die Riefen aufweist.
Aufgrund der umgebogenen gewalzten Oberfläche kann es auch bei einer ausgeprägten
Stanzkontur mit geraden Riefen nicht mehr zu den nachteiligen Geräuschen und einer
Erschwerung des Bewegungsablaufes der Sperrklinke entlang der Drehfalle kommen.
[0008] Die Rastfläche der beiden Gesperreteile, die beim Bewegungsablauf bzw. auch beim
Abstützten der Drehfalle durch die Sperrklinke in Berührung kommen, werden flächenmäßig
stark reduziert, wenn wie erfindungsgemäß vorgesehen beim Abwinkeln des freien Endes
des gestanzten Gesperreteils das abzuwinkelnde freie Ende leicht um seine Querachse
bogenförmig verformt wird. Dabei kann die Form der Abwinklung bzw. der bogenförmigen
Abwinklung so gewählt werden, dass nur eine geringe Berührungsfläche oder eben eine
etwas größere Berührungsfläche zwischen beiden Gesperreteilen verbleibt, je nachdem
wie sich dies bei dem einen oder anderen Kraftfahrzeugschloss als zweckmäßig erweist.
[0009] Eine andere Möglichkeit, die Größe der Berührungsfläche im Bereich der Rastflächen
zu reduzieren ist die, bei der beim Abwinkeln des freien Endes des gestanzten Gesperreteils
das freie Ende um seine Längsachse geringfügig gebogen oder das freie Ende abgefräst
wird, sodass mittig ein leicht gerundeter Rücken entsteht. Auch hier kann durch die
Ausbildung des Rückens der Bewegungsablauf berücksichtigt werden, wobei das Abfräsen
den Vorteil hat, dass dadurch Rillen entstehen, die im bestimmten Verhältnis geneigt
zu der senkrechten Stanzkontur des anderen Gesperreteils ausgeführt sind, sodass auch
hierbei eine Reduzierung der Gleitreibung sicher erreicht wird.
[0010] Vorrichtungsgemäß ist zur Lösung der Aufgabe vorgesehen, dass die Gesperreteile an
ihren freien, eine Stanzkontur aufweisenden Ende eine Abwinklung aufweisen, sodass
ihre gewalzte Gesperreteileoberfläche gegen das freie Ende des benachbarten Gesperreteils
gerichtet mit dieser in Anlage zu bringen ist. Ein derart ausgebildetes Gesperreteil
bzw. entsprechend ausgebildete Gesperreteile machen es möglich, dass die Drehfalle
und die Sperrklinke nicht mit den eine Stanzkontur aufweisenden freien Enden aneinander
zu liegen kommen, sondern vielmehr mit der gewalzten Gesperreteilenoberfläche, die
wegen der durch das Walzen entstandenen Glätte das Entstehen des nachteiligen Stick-Slip-Effektes
ausschließt.
[0011] Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Sperrklinke ein
eine Stanzkontur aufweisendes freies Ende mit einer Abwinklung und die Drehfalle ein
freies, gegen die Abwinklung gerichtetes und dort zur Anlage zu bringendes freies
Ende aufweist oder dass das freie Ende der Drehfalle über die Abwinklung verfügend
ausgebildet ist. Eine solche Ausführungsform ist schon deshalb zweckmäßig, weil der
Herstellungsaufwand verringert ist, weil nur eines der beiden freien Enden einer der
Gesperreteile abgewinkelt werden muss, während das andere freie Ende unverändert mit
seiner Stanzkontur in Aktion bleibt. Die auf dem freien Ende beispielsweise der Drehfalle
verbleibende Stanzkontur ist geräuschmäßig unschädlich, weil die vorhandenen Riefen
der Stanzkontur problemlos auf der glatten Oberfläche der Abwinklung sich abrollen
bzw. sich schleifend bewegen zu können. Dies trifft auch dann zu, wenn nur die Drehfalle
beispielsweise über eine Abwinklung verfügt, während das freie Ende der Sperrklinke
die an sich nachteiligen Stanzriefen aufweist.
[0012] Um eine zweckmäßige Abwinklung zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die Sperrklinke
am freien Ende in der Blechstärke reduziert und das überstehende Endstück abgebogen
bzw. abgewinkelt ist. Geht man davon aus, dass die Sperrklinke ein rund 4 mm dickes
Bauteil ist, würde also am freien Ende die Blechstärke beispielsweise auf rund 2 mm
reduziert, um dann das überstehende Endstück abzubiegen bzw. abzuwinkeln, wobei dies
den Vorteil hat, dass die Sperrklinke dann problemlos auf dem Schlosskastengehäuseboden
aufliegen kann.
[0013] Ist eine solche Reduzierung der Abwinklung nicht möglich, sollte gemäß der vorliegenden
Erfindung der Sperrklinke ein Ergänzungsblech zugeordnet sein, das eine die Höhe der
Abwinklung ausgleichende Dicke aufweist. Auch bei dieser Ausbildung würde also die
Abwinklung die Positionierung der Sperrklinke im Schlosskastengehäuse nicht beeinträchtigen
können, weil für eine glatte Auflage der Sperrklinke auf dem Boden des Schlosskastengehäuses
gesorg ist.
[0014] Will man eine geringere Anlagefläche beispielsweise zwischen Sperrklinke und Drehfalle
erreichen, so ist dies dadurch möglich, dass die Sperrklinke oder die Drehfalle am
freien Ende eine abgerollte Abwinklung aufweisen. Zum Einen wird dadurch die Dicke
des eventuellen Ergänzungsbleches geringer sein können und zum Anderen ist es so möglich,
die eigentliche Rastfläche also die Fläche, in der sich Drehfalle und Sperrklinke
berühren, weiter zu reduzieren, weil eben nur in der streifenförmigen Längsrichtung
der abgerollten Abwinklung eine Berührung zwischen den Gesperreteilen möglich ist.
Durch die Formgebung der abgerollten Abwinklung bzw. ihres Rückens können die Abmaße
der wirksamen Abwinklung genau bestimmt werden.
[0015] Ähnlich ist dies auch dann, wenn die Abwinklung über ihre Länge gesehen leicht bogenförmig
ausgebildet ist, wobei dann die Anlage im Mittelpunkt des Bogens erfolgt und bezüglich
der Abmessungen die Größe der Anlage durch eine entsprechende Bearbeitung bzw. Formgebung
der bogenförmigen Abwinklung erreicht und eingestellt werden kann.
[0016] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass mit einem geringen zusätzlichen
Herstellungsaufwand ein Kraftfahrzeug geschaffen werden kann, bei dem die Sperrklinke
und die Drehfalle im Rastbereich also in dem Bereich, wo sie beide aufeinander oder
aneinander liegen so ausgebildet sind, dass die bisherige Geräuschbelastung deutlich
minimiert oder ganz verhindert ist. Außerdem wird eine gleichförmige Bewegung an der
Drehfalle entlang sichergestellt, weil durch die besondere Ausbildung der Sperrklinke
bzw. ggf. auch der Drehfalle die vorhandenen Riefen der Stanzkontur nicht miteinander
reagieren können, weil die entsprechende Stanzkontur eines der beiden Gesperreteile
oder auch beider Gesperreteile abgebogen also in eine andere Position gebracht ist.
Die unterschiedlichen, beim Stanzen erzeugten Riefen können also nicht ineinander
greifen und zu schädlichen Geräuschen führen. Die "herausnahme" der problematischen
Rastfläche eines der Gesperreteile aus dem Bewegungsablauf hat aber auch noch den
Vorteil, dass die nun zur Verfügung stehende Gesperreteileoberfläche besonders glatt
ist, sodass der Bewegungsablauf zwischen Drehfalle und Sperrklinke begünstigt ist.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein Kraftfahrzeugschloss im geschlossenen Zustand,
- Figur 2
- eine Seitenansicht einer Sperrklinke mit Abwinklung am freien Ende und zugeordnetem
Ergänzungsblech,
- Figur 3
- die gegenüber Figur 2 bogenförmig ausgebildete Abwinklung des freien Endes der Sperrklinke,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine Sperrklinke mit Abwinklung,
- Figur 5
- eine Seitenansicht einer Sperrklinke mit einer weiteren Ausbildung der Abwinklung
und
- Figur 6
- eine perspektivische Wiedergabe der Drehfalle mit der besonderen Kantenausbildung.
[0018] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Kraftfahrzeugschloss 1, in dem die sich um
die Achse 3 bewegende Drehfalle 2 den Bügelschenkel 9 des Schlossbügels 7 umfasst.
Hier ist also der Schließzustand eines Kraftfahrzeugschlosses 1 wiedergegeben, wobei
die Drehfalle 2 über die um die Klinkenachse 6 verschwenkbare Sperrklinke 5 gesichert
ist, d. h. das Kraftfahrzeugschloss 1 kann nur wieder geöffnet werden, wenn zuvor
die Sperrklinke 5 weggeschwenkt ist, was über den hier nicht wiedergegebenen Handgriff
der Kraftfahrzeugtür möglich ist. Der Bügelschenkel 9 ist über die Aufnahme 4 bis
in den Tiefengrund 27 an die Drehfalle 2 herangefahren und sichert so den Schließzustand
auch der hier nicht gezeigten Fahrzeugtür, wobei die Gesperreteile 30, 31, d. h. also
die Sperrklinke 5 und die Drehfalle 2 Teile der Kraftfahrzeugtür sind, während der
Schlossbügel 7 mit dem Bügel 9 an der Karosserie des Kraftfahrzeuges festgelegt sind.
Die Gesperreteile 30, 31 des Gesperres 8 werden in einem vorzugsweise mehrteiligen
Stanzvorgang aus entsprechenden gewalzten Blechen hergestellt, wobei an den von der
Ummantelung 10 freigehaltenen Rastflächen 12, 13 zunächst bei beiden Gesperreteilen
30, 31 die Oberfläche durch eine Stanzkontur 14 gekennzeichnet ist. Diese Oberflächenausbildung
an beiden freien Enden 58, 59 von Drehfalle 2 und Sperrklinke 5 würden zu einer Beeinflussung
des Bewegungsablaufes und insbesondere zu Geräuschen führen, weil dort gerade Riefen
17 durch den Stanzvorgang entstanden sind. Entsprechendes ist in Figur 2 angedeutet.
Bei der aus Figur 1 ersichtlichen Ausführung ist im Bereich der Hauptrast 22 das freie
Ende 58 mit der Rastfläche 13 und den geraden Riefen 17 abgewinkelt, sodass die gezeigte
Abwinklung 60 entsteht. Aufgrund dieser Abwinklung 60 liegt nun die gewalzte Gesperreteiloberfläche
11 an der die Stanzkontur 14 mit den geraden Riefen 17 aufweisenden Rastfläche 12
der Drehfalle 2 an. Dadurch können die geschilderten nachteiligen Geräusche nicht
mehr oder nur noch in geringen Umfang entstehen.
[0019] Nicht besonders hervorgehoben ist, dass die Kanten 15, 16 der Drehfalle 2 und der
Sperrklinke 5 mit einer Ummantelung 10 versehen sind. Die Kanten 15, 16 sind somit
von einer solchen Ummantelung 10 verhüllt, lediglich im Bereich der Rastflächen 12,
13 und auch der Kontaktfläche 20 zwischen Drehfalle 2 und Bügelschenkel 9 ist die
Ummantelung 10 nicht vorhanden, sodass dort die besondere Oberflächenstruktur wie
sie aus den nachfolgenden Figuren zu entnehmen ist, wirksam werden kann. Die Oberflächenstruktur
sorgt für eine Geräuschminimierung und eine Gleitreibungsminimierung, wobei beides
auch zusammenwirkt.
[0020] Figur 2 zeigt eine Sperrklinke 5 in Seitenansicht, wobei deutlich wird, dass diese
Sperrklinke 5 um die Klinkenachse 6 verschwenkbar ist und zwar so, dass sich die Sperrklinke
5 über den Boden des Schlosskastengehäuses 40 bewegen kann. Im Bereich der Hauptrast
22 steht das freie Ende 59 des Gesperreteils 31 mit der Stanzkontur 14 gegen das freie
Ende 58 der Sperrklinke 5 an, das eine Abwinklung 60 aufweist. Dadurch liegt die Gesperreteiloberfläche
11 mit ihrer gewalzten glatten Oberfläche gegen das freie Ende 59 der Drehfalle 2
an, sodass sich die dort vorhandenen geraden Riefen 17 nicht nachteilig bemerkbar
machen können. Auch die auf dem freien Ende 58 der Sperrklinke 5 vorhandenen geraden
Riefen 17 auf der Rastfläche 13, können sich nicht nachteilig bemerkbar machen, weil
sie durch die Abwinklung 60 aus dem Bereich der Berührungsfläche 65 herausgenommen
sind.
[0021] Um die Bewegung der Sperrklinke 5 im Schlossgehäuse bzw. Schlosskastengehäuse 40
nicht zu behindern, ist die Sperrklinke 5 hier durch ein Ergänzungsblech 64 gesichert,
das eine Dicke aufweist, die in etwa der Höhe der Abwinklung 60 entspricht.
[0022] Figur 3 zeigt eine besondere Form der Abwinklung 60, die hier bogenförmig ausgebildet
ist, sodass eine reduzierte Berührungsfläche 65 entsteht. Dieser Teil der Abwinklung
kann genau die Gesperreteiloberfläche 61 aufweisen, wie der übrige Bereich oder aber
sie wird gesondert behandelt oder ausgebildet, beispielsweise durch eine Beschichtung.
Auch hier wird deutlich, dass die Rastfläche 13 mit den vorhandenen geraden Riefen
17 unschädlich ist, weil sie entsprechend weit abgewinkelt ist. Sperrklinke 5 und
Ergänzungsblech 64 bewegen sich gemeinsam. Bei der Ausbildung nach Figur 4 ist die
Abwinklung 60 so geformt, dass eine bogenförmige Berührungsfläche 65 erzeugt wird,
was auch wieder eine Reduzierung der Rastfläche 13 (Berührungsfläche 65) mit sich
bringt. Durch Größe des Bogens oder seine Ausbildung kann auch die Größe der Berührungsfläche
65 zwischen den beiden Gesperreteilen 30, 31 variiert werden. Figur 5 zeigt eine Sperrklinke
5, bei der das freie Ende 58 ein Endstück 62 aufweist, bei dem die Dicke der Sperrklinke
5 reduziert ist, sodass die Abwinklung 60 entsprechend leicht hergestellt werden kann.
Vor allem entfällt hier die Notwendigkeit eines Ergänzungsbleches, weil die Abwinklung
60 die Unterseite 66 der Sperrklinke 5 nicht überragt. Deutlich wird, dass auch hier
durch die Abwinklung 60 die glatte, weil gewalzte Gesperreteiloberfläche 61 in Kontakt
mit der Rastfläche 12 der Drehfalle 2 kommt, die die geraden Stanzriefen 17 aufweist.
[0023] Figur 6 schließlich zeigt eine perspektivische Ansicht der Drehfalle 2 die um die
Achse 3 verschwenkbar ist. Beim Verschwenken der Drehfalle 2 wird der Bügelschenkel
9, der in Figur 5 nicht gezeigt ist, in die Aufnahme 4 eingeführt und später dann
wieder davon befreit, so dass die Kraftfahrzeugtür dann geöffnet werden kann oder
sich eben schließt. In der Schließposition nach Figur 1 wird die Drehfalle 2 durch
die Sperrklinke 5 arretiert. In Figur 6 erkennbar ist, dass durch das Stanzen der
Drehfalle 2 eine deutlich erkennbare Kante 15 entsteht, deren Oberfläche wie weiter
vorne erläutert ist, durch die Stanzkontur 14 hier vor allem auf der Rastfläche 12
gekennzeichnet ist. Diese Stanzkontur 14 ist in Figur 6 nur angedeutet. Die Rastfläche
12 kennzeichnet die Hauptrast 22, d. h. also die Position, in der die Sperrklinke
5 die Drehfalle 2 in der Schließposition an einem Rückschwenken hindert. Dann liegt
wie ebenfalls schon erwähnt die Gesperreteiloberfläche 61 in der Abwinklung 60 auf
der Rastfläche 12 der Drehfalle 2 auf und beide können mit verminderter Reibung sich
aneinander vorbeischieben, ohne dass es zu den nachteiligen Geräuschen kommt, weil
die geraden Riefen 17 der Drehfalle 2 auf der gewalzten Gesperreteiloberfläche 61
sich nicht mit irgendetwas verhaken oder verrasten können. Ein glattes Aneinandervorbeischieben
ist so gewährleistet, ohne dass eine gesonderte Geräuschbelastung auftritt.
[0024] Im Tiefengrund 27 der Aufnahme 4 ist erkennbar, dass hier eine von der übrigen Oberfläche
der Kante 15 abweichende Oberfläche vorhanden ist, was insbesondere dadurch erreicht
wird, dass hier keine Ummantelung 10 vorhanden ist. Erkennbar ist, dass hier auch
ein gesondertes Teil eingeschoben ist, um die Gleitwirkung der Drehfalle 2 am Bügelschenkel
9 positiv zu beeinflussen.
1. Verfahren zum Herstellen von Kraftfahrzeugschlössern mit den Gesperreteilen Drehfalle
und Sperrklinke, bei dem die Drehfalle und die Sperrklinke aus gewalzten Blechen
senkrechte oder annähernd senkrechte Kanten mit korrespondierenden Rastflächen an
Drehfalle und Sperrklinke vorgebend ausgestanzt und anschließend unter Freihaltung
der Rastflächen mit einer Ummantelung versehen werden, dadurch gekennzeichnet,
dass die Gesperreteile nach dem Stanzen im Bereich der Hauptrast und/oder einer anderen
Rast eine stanzriefenfreie Kontur ergebend abgewinkelt und dann in den Schlossgehäusekasten
eingesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Gesperreteil nach dem Stanzen im Bereich der Hauptrast und/oder einer anderen
Rast abgewinkelt und dann montiert und im montierten Zustand mit dem freien gestanzten
Ende des anderen Gesperreteils und damit einer geraden Stanzkontur in Kontakt gebracht
wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Abwinkeln des freien Endes des gestanzten Gesperreteils das abzuwinkelnde freie
Ende leicht um seine Querachse bogenförmig verformt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Abwinkeln des freien Endes des gestanzten Gesperreteils das freie Ende um seine
Längsachse geringfügig gebogen oder das freie Ende abgefräst wird, sodass mittig ein
leicht gerundeter Rücken entsteht.
5. Kraftfahrzeugschloss mit einer Drehfalle (2) und einer die Drehfalle (2) im Schließzustand
arretierenden Sperrklinke (5), wobei Drehfalle (2) und Sperrklinke (5) korrespondierende
Rastflächen (12, 13) auf den beim Stanzen der Gesperreteile entstehenden Kanten am
freien Ende der Gesperreteile und eine diese Rastflächen freilassende Ummantelung
(10) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gesperreteile (30, 31) an ihren freien eine Stanzkontur (14) aufweisenden Ende
(58, 59) eine Abwinklung (60) aufweisen, sodass ihre gewalzte Gesperreteileoberfläche
(61) gegen das freie Ende (58; 59) des benachbarten Gesperreteils (30; 31) gerichtet
mit dieser in Anlage zu bringen ist.
6. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrklinke (5) eine Stanzkontur (14) aufweisendes freies Ende (58) mit einer
Abwinklung (60) und die Drehfalle (2) ein gegen die Abwinklung (60) gerichtetes und
dort zur Anlage zu bringendes freies Ende (59) aufweist oder dass das freie Ende (59)
der Drehfalle (2) über die Abwinklung (60) verfügend ausgebildet ist.
7. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrklinke (5) am freien Ende (58) in der Blechstärke reduziert und das überstehende
Endstück (62) abgebogen bzw. abgewinkelt ist.
8. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrklinke (5) oder die Drehfalle (2) am freien Ende (58; 59) eine abgerollte
Abwinklung (60) aufweisen.
9. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abwinklung (60) über ihre Länge gesehen leicht bogenförmig ausgebildet ist.
10. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sperrklinke (5) ein Ergänzungsblech (64) zugeordnet ist, das eine die Höhe der
Abwinklung (60) ausgleichende Dicke aufweist.
1. Procedure to produce motor vehicle latches with the locking parts catch and pawl,
whereby the catch and pawl are stamped out of rolled sheet metal with specified vertical
or virtually vertical edges with corresponding ratchet surfaces on the catch and pawl
and then are equipped with a sheathing while keeping the ratchet surfaces free,
characterized in that
after stamping the locking parts are bent in the area of the main ratchet position
and/or another ratchet position resulting in a stamping groove-free contour and then
are inserted in the latch housing case.
2. Procedure according to claim 1,
characterized in that
one locking part is bent and then mounted after stamping in the area of the main ratchet
position and/or another ratchet position and in the mounted state is brought into
contact with the free stamped end of the other locking part and thus with a straight
stamping contour.
3. Procedure according to one of the previous claims,
characterized in that
during bending of the free end of the stamped locking part the free end to be bent
is slightly deformed around its transverse axis in an arch shape.
4. Procedure according to one of the previous claims,
characterized in that
during bending of the free end of the stamped locking part, the free end is slightly
bent around its longitudinal axis or the free end is milled off, resulting in a slightly
rounded back in the center.
5. Motor vehicle latch with a catch (2) and a pawl (5) which locks the catch (2) in the
closed state, whereby the catch (2) and pawl (5) have corresponding ratchet surfaces
(12, 13) on the edges formed during stamping of the locking parts at the free end
of the locking parts and a sheathing (10) which leaves these ratchet surfaces free,
characterized in that
the locking parts (30, 31) have an angular deflection (60) at their free end (58,
59) having a stamping contour (14), so that its rolled locking part surface (61) is
to be directed against the free end (58, 59) of the adjacent locking part (30, 31)
abutted with it.
6. Motor vehicle latch according to claim 5,
characterized in that
the pawl (5) has a free end (58) with a stamping contour (14) with an angular deflection
(60) and the catch (2) a free end (59) directed against the angular deflection (60)
and to be abutted there or that the free end (59) of the catch (2) is designed possessing
an angular deflection (60).
7. Motor vehicle latch according to claim 5,
characterized in that,
the pawl (5) has on the free end (58) a reduced sheet thickness and the protruding
end piece (62) is bent or deflected at an angle.
8. Motor vehicle latch according to claim 5,
characterized in that
the pawl (5) or the catch (2) have a rolled angular deflection (60) at the free end
(58, 59).
9. Motor vehicle latch according to claim 5,
characterized in that
the angular deflection (60) is slightly arched over its length.
10. Motor vehicle latch according to one of the previous claims,
characterized in that
the pawl (5) is assigned to a supplementary metal sheet (64) which has a thickness
that offsets the height of the angular deflection (60).
1. Procédé de fabrication de serrures de véhicules à moteur comportant des pièces de
blocage pêne pivotant et cliquet d'arrêt en tôles laminées où le pêne pivotant et
cliquet d'arrêt sont estampés donnant des arêtes verticales ou presque verticales
avec des surfaces d'enclenchement correspondantes au pêne pivotant et cliquet d'arrêt
et ensuite sont pourvus d'une gaine en laissant libres les surfaces d'enclenchement,
caractérisé en ce
qu'après l'estampage, les pièces de blocage sont pliées dans la zone du premier cran
et/ou d'un autre cran donnant un contour libre de stries d'estampage et ensuite qui
sont installées dans le boîtier de serrure.
2. Procédé selon la revendication 1
caractérisé en ce
qu'après l'estampage, une pièce de blocage est pliée dans la zone du premier cran et/ou
d'un autre cran et ensuite montée et à l'état monté, mise en contact avec l'extrémité
libre estampée de l'autre pièce de blocage et donc avec un contour d'estampage droit.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes
caractérisé en ce que lors du pliage de l'extrémité libre de la pièce de blocage estampée, l'extrémité
libre à plier se déforme légèrement en arc autour de son axe transversal.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes
caractérisé en ce
que lors du pliage de l'extrémité libre de la pièce de blocage estampée, l'extrémité
libre se courbe légèrement autour de son axe longitudinal ou l'extrémité libre est
fraisée de façon qu'au centre, un dos légèrement arrondi se réalise.
5. Serrure de véhicule à moteur avec un pêne pivotant (2) et un cliquet d'arrêt (5) bloquant
le pêne pivotant (2) à l'état de fermeture, le pêne pivotant (2) et le cliquet d'arrêt
(5) présentant des surfaces d'enclenchement (12, 13) sur les bords apparus lors de
l'estampage des pièces de blocage à l'extrémité libre des pièces de blocage et une
gaine (10) laissant libre ces surfaces d'enclenchement
caractérisée en ce
que les pièces de blocage (30, 31) présentent à leur extrémité (58, 59) libre présentant
un contour d'estampage (14) un pli (60) de façon que leur surface de pièce de blocage
laminée (61) soit dirigée vers l'extrémité libre (58, 59) de la pièce de blocage voisine
(30, 31) et mise en contact avec celle-ci.
6. Serrure de véhicule à moteur selon la revendication 5,
caractérisée en ce
que le cliquet d'arrêt (5) présente une extrémité (58) libre présentant un contour estampé
(14) avec un pli (60) et le pêne pivotant (2) une extrémité (59) libre dirigée vers
le pli (60) et étant mise en contact avec celui-ci ou que l'extrémité (59) libre du
pêne pivotant (2) est formée disposant du pli (60).
7. Serrure de véhicule à moteur selon la revendication 5
caractérisée en ce que
le cliquet d'arrêt (5) est réduit à l'épaisseur de la tôle à son extrémité (58) libre
et que l'embout (62) saillant est courbé ou plié.
8. Serrure de véhicule à moteur selon la revendication 5
caractérisée en ce
que le cliquet d'arrêt (5) ou le pêne pivotant (2) présente un pli (60) arrondi à l'extrémité
libre (58, 59).
9. Serrure de véhicule à moteur selon la revendication 5
caractérisée en ce
que le pli (60) est formé, vu sur sa longueur, en forme légèrement courbée.
10. Serrure de véhicule à moteur selon l'une des revendications précédentes
caractérisée en ce
que le cliquet d'arrêt (5) est affecté à une tôle complémentaire (64) qui présente une
épaisseur compensant la hauteur du pli (60).