[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugtür, mit einem Türflügel mit Antrieb, ferner
mit einer Magneteinrichtung als Bestandteil des Antriebs, und mit wenigstens einem
dem Türflügel zugeordneten Sensor, wobei die Magneteinrichtung mit einem von zumindest
einem Magneten beaufschlagbaren magnetorheolgischen Element ausgerüstet ist, wobei
ferner der Sensor und der wenigstens eine Magnet an eine Steuereinheit angeschlossen
sind, welche nach Maßgabe von Sensorsignalen den Magneten ansteuert, und wobei das
magnetorheolgische Element als Dämpfungselement einstellbarer Dämpfung ausgebildet
ist.
[0002] Eine Kraftfahrzeugtür wird beispielhaft in der
DE 10 2007 026 796 A1 beschrieben. Hier geht es um eine Vorrichtung zum Feststellen von geöffneten Türen,
Klappen oder dergleichen eines Kraftfahrzeuges. Dabei ist ein Brems- und Halteorgan
vorgesehen, welches mit sich relativ zueinander beweglichen Reibflächen ausgerüstet
ist. Die Reibflächen weisen aus magnetisierbarem Werkstoff bestehende Reibkörper auf.
Außerdem sind die Reibflächen mittels eines geschlossenen magnetischen Flusses durch
die Reibkörper in einer Kraftanlagestellung haltbar. Der magnetische Fluss wird mit
Hilfe einer ein Magnetfeld erzeugenden bestrombaren Spule erzeugt. Zusätzlich ist
ein Sensor realisiert, mit dessen Hilfe die Öffnungsstellung der zugehörigen Tür oder
Klappe abgefragt wird.
[0003] Bei der bekannten Lehre weist der Werkstoff der Reibkörper eine reversibel ferromagnetische
Eigenschaft auf. Dadurch bleibt der magnetische Fluss auch nach Ausschalten des von
der Spule erzeugbaren Magnetfeldes erhalten, lässt sich durch Aufbringen eines magnetischen
Gegenfeldes jedoch aufheben. Derartige Reibkörper mit reversibel ferromagnetischen
Eigenschaften sind typischerweise kostenaufwendig und hinsichtlich ihrer Funktionssicherheit
problematisch. Denn Kraftfahrzeuge und ihre zugehörigen Kraftfahrzeugtüren werden
in sämtlichen Klimazonen der Erde eingesetzt, müssen also Temperaturspannen von beispielsweise
-40 °C bis zu 70 °C und noch mehr problemlos beherrschen können. Hier sind bei Reibkörpern
mit reversibel ferromagnetischen Eigenschaften unter Ausnutzung der Reversibilität
aufgrund des Curie- Effektes Zweifel angebracht. Tatsächlich liegt die Curie-Temperatur
bei Ferriten bei ca. 100 °C und mehr je nach Werkstoffzusammensetzung, so dass temperaturbedingte
Beeinträchtigungen des erzeugten Magnetfeldes zu erwarten sind.
[0004] Bei einem Antrieb für einen Türflügel entsprechend der
US 2006/0156630 A1 ist ein Planetengetriebe vorgesehen, welches mit einer elektromagnetischen Bremse
ausgerüstet ist. Mit Hilfe dieser elektromagnetischen Bremse kann die Antriebsbewegung
für den Türflügel bedarfsweise gestoppt werden.
[0005] Ferner gehört zum Stand der Technik auch ein Türfeststeller entsprechend der Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2008 011 513 111. Bei diesem Türfeststeller verläuft der im Feststellbetrieb herrschende Kraftfluss
über eine Lösemechanik, die eine trennbare Verbindung und insbesondere eine Magnetverbindung
aufweist. Diese Magnetverbindung geht unter anderem auf die magnetische Anziehung
zwischen einer Permanentmagnetanordnung und einem der Permanentmagnetanordnung zugeordneten
Sitz zurück.
[0006] Die
US 2008/0294314 A1 beschreibt eine insgesamt gattungsgemäße Kraftfahrzeugtür. Hier geht es primär darum,
in Abhängigkeit etwaiger Hindernisse die Öffnungsbewegung einer zugehörigen Kraftfahrzeugtür
zu stoppen. Dazu arbeitet ein Antrieb auf die dortige Magneteinrichtung, um eine veränderbare
Dämpfungskraft zu realisieren.
[0007] Eine Vorrichtung zur stufenlosen Arretierung einer Kraftfahrzeugtür ist durch die
DE 20 2008 015 420 U1 bekannt geworden. Hier ist ein elektromotorischer Türantrieb an ein Bremssystem über
eine elektromagnetische Kupplung angekoppelt. Außerdem ist ein Winkelsensor zur Ankopplung
an ein Türscharnier vorgesehen. Das Bremssystem umfasst einen magnetorheologischen
Aktor.
[0008] Eine Fahrzeugtür mit einer Abbremsfunktion ist Gegenstand der
DE 10 2004 061 687 A1. Eine Auswerte- und Steuereinheit bestimmt dabei das Bremsmoment durch Auswerten
einer von einer Sensorik erfassten momentanen Türbewegung. Außerdem wird ein Dämpfer
entsprechend angesteuert.
[0009] Durch die
DE 10 2006 037 992 A1 ist ein Bauteil mit Haltefunktion bekannt geworden, welches neben einem ersten Element
und zweiten Element wenigstens eine magnetisierbare Komponente aufweist. Hierbei handelt
es sich um ein magnetorheologisches Fluid oder Magnetpulver.
[0010] Durch die
DE 42 24 132 A1 ist ein Türfeststellsystem bekannt geworden. Dieses verfügt über eine Kolbenzylindereinheit,
welche mit einem rheologischen Medium gefüllt ist. Dadurch kann in Abhängigkeit einer
eingeleiteten Spannung eine Viskositätsänderung vorgenommen werden, die ausreicht,
um einerseits eine leicht gängige Schwenkbewegung der Tür und andererseits eine zuverlässige
Haltestellung zu garantieren. In diesem Zusammenhang kann auch ein Speicher mit einem
für einen Benutzer frei programmierbaren Teil realisiert werden, in den Memory-Funktionen
eingegeben werden können. Dadurch lässt sich die Einstellung für hintere Türen an
einem Fahrzeug so vornehmen, dass eine Kindersicherungsfunktion vorliegt.
[0011] Die schließlich noch zu berücksichtigende
EP 1 249 637 B1 befasst sich mit einer Vorrichtung zum Dämpfen oder zur Unterdrückung von Schwingungen
in einem bewegten System, insbesondere einem Fahrzeug-Antriebsaggregat. Zu diesem
Zweck ist eine mit einem magnetorheologischen Fluid gefüllte Kammer vorgesehen, in
welcher ein Magnetfeld erzeugt werden kann. Wenigstens ein Teilbereich der Kammer
wird von mehreren elektrischen Leitern durchzogen, in denen sich ein Stromfluss erzeugen
lässt.
[0012] Der bekannte Stand der Technik kann nicht in allen Aspekten zufriedenstellen. So
lassen sich die erzielbaren Dämpfungen und Antriebe nicht an sämtliche denkbaren Funktionszustände
problemlos anpassen. Tatsächlich ergibt sich in der Praxis oftmals das Problem, dass
die Dämpfung einer Bewegung des Türflügels situationsabhängig erfolgen sollte oder
gewünscht wird. Hierfür stehen im Stand der Technik bisher keine überzeugenden Lösungen
zur Verfügung.
[0013] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine derartige Kraftfahrzeugtür
so weiter zu entwickeln, dass Ihre Dämpfung und gegebenenfalls der Antrieb situationsbezogen
geändert und an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden kann.
[0014] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist eine gattungsgemäße Kraftfahrzeugtür
im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet in Abhängigkeit von
mit Hilfe des Sensors zu überwachenden Funktionszuständen des Türflügels die Dämpfung
variiert und als Funktionszustände des Türflügels zusätzlich Schlossfunktionszustände
eines dem Türflügel zugeordneten Türschlosses abgebildet werden, beispielsweise eine
Vorraststellung, eine Diebstahlsicherungsstellung, eine Kindersicherungsstellung oder
vergleichbare Sicherungsstellungen, wobei das magnetorheologische Element als Antriebselement
für den Türflügel ausgebildet ist, und wobei die Magneteinrichtung in eine Scharnierachse
integriert bzw. an die Scharnierachse mechanisch angebunden ist, um unmittelbar erforderliche
Dämpfungskräfte auf den Türflügel bei Bedarf ausüben zu können.
[0015] Bei einem magnetorheologischen Element handelt es sich um ein flüssiges Element wie
beispielsweise eine magnetorheologische Flüssigkeit oder auch einen magnetorheologischen
Festkörper, wie beispielsweise ein magnetorheologisches Elastomer. In sämtlichen beschriebenen
Fällen basiert die Funktion des magnetorheologischen Elementes auf dem magnetorheologischen
Effekt. Dieser magnetorheologische Effekt erklärt sich dadurch, dass magnetisierbare
Partikel entlang eines zu- und abschaltbaren und gegebenenfalls in seiner Stärke variierbaren
Magnetfeldes ausgerichtet werden. Dadurch kann die Viskosität einer beispielsweise
magnetisierbare Partikel enthaltenden Trägerflüssigkeit verändert werden. Als Trägerflüssigkeit
können Öle, Ethylenglykol oder auch Wasser Verwendung finden. Die magnetisierbaren
Partikel verfügen typischerweise über einen Durchmesser von 1 bis 10 pm und enthalten
überwiegend Eisen.
[0016] An Stelle solcher magnetorheologischen Flüssigkeiten können auch magnetorheologische
Elastomere zum Einsatz kommen. Diese setzen sich in der Regel aus einer Elastomer-Matrix
mit darin dispergierten magnetisierbaren Partikeln zusammen. Bei den fraglichen Elastomeren
können die viskoelastischen oder dynamisch-mechanischen Eigenschaften durch Anlegen
eines äußeren Magnetfeldes schnell und reversibel verändert werden.
[0017] In jedem Fall arbeitet das magnetorheologische Element als Dämpfungselement einstellbarer
Dämpfung. D. h., mit diesem Dämpfungselement einstellbarer Dämpfung respektive erfindungsgemäß
dem magnetorheologischen Element kann die Dämpfung des Türflügels mit Hilfe der Magneteinrichtung
bedarfsweise und schnell verändert werden. So variiert der Magnet in Abhängigkeit
von mit Hilfe des Sensors zu überwachenden Funktionszuständen des Türflügels die Dämpfung
des Dämpfungselementes. Dabei ist der Sensor zusammen mit dem wenigstens einen Magneten
erfindungsgemäß an die Steuereinheit angeschlossen. Die Steuereinheit beaufschlagt
nach Maßgabe von Signalen des Sensors bzw. von Sensorsignalen den Magnet entsprechend.
[0018] Bei den zuvor angesprochenen Funktionszuständen des Türflügels kann es sich beispielsweise
um seine Geschwindigkeit, seine Beschleunigung, etwaige Endanschläge, die Außentemperatur
etc. handeln. Jedenfalls gibt der Sensor zuverlässig Auskunft dahingehend, in welchem
Funktionszustand oder auch Bewegungszustand sich der Türflügel aktuell befindet. So
kann beispielsweise eine große Geschwindigkeit beim Zuschlagen des Türflügels darauf
hindeuten, dass ein Bediener oder Benutzer den betreffenden Türflügel mit übermäßiger
Kraft beaufschlagt. Damit in diesem Zusammenhang der Türgummi nicht zu stark belastet
wird respektive andere denkbare Schäden entstehen oder entstehen können und insbesondere
die Geräuschkulisse möglichst niedrig eingestellt wird, arbeitet man derart, dass
eine entsprechende Geschwindigkeit beim Schließen des Türflügels dazu korrespondiert,
dass die Steuereinheit das magnetorheologische Element über den Magneten derart beaufschlagt,
dass der Türflügel eine hohe Dämpfung erfährt. Dadurch wird gleichsam ein sanftes
Zuschlagen des Türflügels erreicht, ohne dass der Benutzer dies zuvor aktiv gewollt
oder beabsichtigt hat. In ähnlicher Weise kann auch vorgegangen werden, wenn der Türflügel
beispielsweise unbeabsichtigt mit hoher Geschwindigkeit ins Schloss zu fallen droht,
beispielsweise beim Abstellen eines zugehörigen Kraftfahrzeuges an einer Gefällestrecke.
Auch in diesem Fall interpretiert die Steuereinheit entsprechende Signale des Sensors
zur Geschwindigkeit des Türflügels dahingehend, dass der Türflügel mit erhöhter Dämpfung
abgebremst werden muss.
[0019] In diesem Zusammenhang ist es sogar zusätzlich noch denkbar, dass die am Türflügel
jeweils angreifende Dämpfungskraft über den Schließweg des Türflügels gesehen variiert
wird, beispielsweise anfänglich hoch ist und dann verringert wird, um auf jeden Fall
ein Schließen des Türflügels zu gewährleisten. In diesem Kontext hat es sich erfindungsgemäß
bewährt, dass die Magneteinrichtung mit dem von zumindest einem Magneten beaufschlagbaren
magnetorheologischen Element jeweils unmittelbar dem Türflügel zugeordnet ist. Hier
hat sich erfindungsgemäß eine Anbringung der Magneteinrichtung im Bereich der Scharnierachse
oder auch direkt im Innern des Scharniers als günstig erwiesen, mit dessen Hilfe der
Türflügel an eine zugehörige Kraftfahrzeugkarosserie gelenkig angeschlossen ist. Dabei
ist die Magneteinrichtung in die Scharnierachse integriert bzw. an die Scharnierachse
mechanisch angebunden, um unmittelbar die zu vorbeschriebenen und erforderlichen Dämpfungskräfte
auf den Türflügel bei Bedarf ausüben zu können.
[0020] Im Rahmen der Erfindung werden die Schlossfunktionszustände eines dem Türflügel zugeordneten
Türschlosses zusätzlich abgebildet. Das erfolgt mit Hilfe des Dämpfungselementes bzw.
des Antriebselementes. So lassen sich generell Schlossfunktionszustände wie beispielsweise
eine Vorraststellung, eine Diebstahlsicherungsstellung, eine Kindersicherungsstellung
oder vergleichbare Sicherungsstellungen mit Hilfe des Dämpfungselementes und/oder
des Antriebselementes am Türflügel realisieren und umsetzen. Beispielsweise kann das
Dämpfungselement dafür sorgen, dass der Türflügel bei einer schließenden Bewegung
seitens eines Benutzers bis in eine Vorraststellung bewegt wird und dann mit Hilfe
des Dämpfungselementes festgehalten respektive abgebremst wird. In dieser Vorraststellung
sorgt typischerweise ein Zuziehantrieb dafür, dass der Türflügel in die Hauptraststellung
überführt wird.
[0021] Grundsätzlich kann mit Hilfe des Dämpfungselementes beispielsweise auch eine Kindersicherungsstellung
abgebildet werden. In diesem Fall ist zusätzlich ein Sensor vorgesehen, welcher eine
Beaufschlagung einer Innenhandhabe an beispielsweise einer hinteren Kraftfahrzeug-Seitentür
erfasst. Sobald eine solche Beaufschlagung detektiert wird, sorgt das in diesem Fall
blockierte bzw. abgebremste Dämpfungselement dafür, dass die betreffende hintere Seitentür
zur Definition der Kindersicherungsstellung nicht geöffnet werden kann. Erst wenn
an der betreffenden Seitentür eine Außenhandhabe betätigt wird, gibt das Dämpfungselement
den zugehörigen Türflügel frei. In ähnlicher Weise können auch Diebstahlsicherungsfunktionen
mit Hilfe des Dämpfungselementes abgebildet werden.
[0022] Das Antriebselement mag in diesem Zusammenhang als Türöffnungsantrieb fungieren oder
auch dazu genutzt werden, dass der Türflügel gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie
bei einem Öffnungsvorgang zunächst ausgestellt wird und dann der weitere Öffnungsvorgang
manuell von dem Bediener oder Benutzer vorgenommen wird. Grundsätzlich kann das mit
Hilfe des magnetorheologischen Elementes realisierte Antriebselement natürlich auch
unterstützend zu dem Dämpfungselement bedarfsweise arbeiten, beispielsweise dann,
wenn der Türflügel aktiv in die Vorraststellung überführt werden soll. In diesem Fall
arbeitet das magnetorheologische Element als Antriebselement auf den Türflügel, wobei
der Türflügel erneut bei Erreichen der Vorraststellung mit Hilfe des Dämpfungselementes
abgebremst wird. Insgesamt eröffnet die Erfindung mit der speziellen Magneteinrichtung
die Möglichkeit, mit praktisch frei programmierbarer Dämpfung und/oder einem frei
programmierbaren Antrieb den Türflügel zu beaufschlagen. Dadurch können etwaige Endanschläge
für den Türflügel wahlweise vorgegeben und verändert werden. Beispielsweise lassen
sich die Endanschläge an die tatsächlichen Gegebenheiten in einer (Tief-)Garage, beim
Ein- und Aussteigen etc. anpassen. Darüber hinaus ist es mithilfe der erfindungsgemäß
ausgelegten Magneteinrichtung möglich, den Türflügel im Sinne einer Regelung zu dämpfen,
respektive bedarfsweise anzutreiben. Auf diese Weise kann die Dämpfung bzw. der Antrieb
des Türflügels benutzerspezifisch erfolgen. Das heißt, je nach Benutzer und dessen
Handhabung des Türflügels werden entsprechende benutzerspezifische Schwellwerte gesetzt
und in der Steuereinheit abgelegt.
[0023] Beispielsweise mag Benutzer A den Türflügel üblicherweise mit großer Geschwindigkeit
zuschlagen, so dass in diesem Fall das Dämpfungselement erst bei Überschreiten einer
entsprechend großen Geschwindigkeit des Türflügels dämpfend eingreift. Demgegenüber
tendiert Benutzer B dazu, den Türflügel sanft zu schließen, sodass der zuvor angesprochene
Schwellwert überhaupt nicht erreicht wird. Gleichwohl ist oftmals dennoch eine Dämpfung
erwünscht. Das erreicht die Erfindung dadurch, dass ein benutzerspezifischer Schwellwert
für beispielsweise die Schließgeschwindigkeit des Türflügels in der Steuereinheit
abgelegt wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Dämpfungselement im Sinne
einer Regelung so zu beaufschlagen, dass der Türflügel in sämtlichen geschilderten
Beispielfällen mit einer durch die Dämpfung geregelten Geschwindigkeit in das zugehörige
Schloss einfällt.
[0024] Im Ergebnis wird eine Kraftfahrzeugtür zur Verfügung gestellt, welche die Möglichkeit
eröffnet, praktisch sämtliche in der Praxis auftretenden Funktionszustände des Türflügels
entsprechend abbilden und beeinflussen zu können. Außerdem können darüber hinaus noch
zusätzlich Schlossfunktionen bzw. Schlossfunktionszustände des dem Türflügel zugeordneten
Türschlosses realisiert werden. Das alles gelingt auf frappierend einfache Art und
Weise durch die spezielle Magneteinrichtung, die sich aus dem Magneten und dem von
dem Magneten beaufschlagbaren magnetorheologischen Element im Wesentlichen zusammensetzt.
Das Element arbeitet berührungslos und ist folglich für die beschriebenen Anwendungszwecke
prädestiniert. Die jeweilige Dämpfungskraft bzw. Antriebskraft lässt sich einzig und
allein mit Hilfe des vom Magneten erzeugten Magnetfeldes einstellen. Entsprechende
Vorgaben kommen von der Steuereinheit, die ihrerseits auf Signale zumindest des Sensors
oder auch von mehreren Sensoren reagiert.
[0025] Bei dem Sensor kann es sich vorteilhaft um einen Drehwinkelsensor bzw. Drehwinkelgeber
handeln. Dieser arbeitet im einfachsten Fall derart, dass mit seiner Hilfe ein vom
Türflügel gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie absolvierter oder eingenommener Öffnungswinkel
oder Schließwinkel erfasst wird. Auch Geschwindigkeiten bzw. Beschleunigungen des
Türflügels gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie können auf diese Weise erfasst und
in der Steuereinheit in entsprechende Stellbewegungen für das magnetorheologische
Element umgesetzt werden.
[0026] Grundsätzlich kann es sich bei dem Sensor natürlich alternativ oder zusätzlich ganz
simpel um einen Schalter handeln, mit dessen Hilfe beispielsweise das Dämpfungselement
von einem Bediener in einer gewünschten Position des Türflügels und damit der Türflügel
festgesetzt wird. Daneben besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, beispielsweise
die Geschwindigkeit des Türflügels oder auch andere Funktionszustände im Sinne einer
Regelung durch die Steuereinheit zu beeinflussen bzw. vorzugeben.
[0027] So ist es beispielsweise denkbar, dass der jeweilige Schließvorgang des Türflügels
- ungeachtet dessen, ob dieser nun manuell oder motorisch erfolgt - kurz vor dem Erreichen
einer Schließposition gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie einen zuvor festgelegten
und vorgegebenen Geschwindigkeitsverlauf aufweist. Dabei wird beispielsweise jeweils
die Position des Türflügels mithilfe des Drehwinkelsensors bzw. Drehwinkelgebers erfasst
und auch seine Geschwindigkeit. Die Steuereinheit sorgt nun durch entsprechende Beaufschlagung
des Dämpfungselementes dafür, dass die Geschwindigkeit des Türflügels bei dem beschriebenen
Schließvorgang in einem zuvor festgelegten Korridor im Sinne einer Regelung und im
Zuge eines Soll-/Istwert-Vergleiches der jeweiligen Geschwindigkeit verbleibt. Dadurch
lassen sich definierte Schließvorgänge realisieren, was insbesondere im Hinblick auf
eine mechanische Belastung sämtlicher Teile und auch mit Blick auf etwaige akustische
Störungen besonders vorteilhaft ist. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtür schematisch und auszugsweise,
Fig. 2 die Magneteinrichtung im Detail sowie
Fig. 3 die Kraftfahrzeugtür nach den Fig. 1 und 2 in verschiedenen Funktionszuständen.
[0029] In den Figuren ist eine Kraftfahrzeugtür dargestellt, die mit einem Türflügel 1 ausgerüstet
ist, welcher sich um eine Scharnierachse 3 gegenüber einer Kraftfahrzeugkarosserie
2 in der in Fig. 3 angegebenen Art und Weise verschwenken lässt. Dabei wird jeweils
ein Schwenkwinkel α überstrichen. Der Schwenkwinkel α markiert den maximalen Schwenkbereich
des Türflügels 1. Dazu kann die öffnungsendseitige Position des Türflügels 1 mit einem
Endanschlag ausgerüstet sein, der von einer nachfolgend noch näher im Detail zu beschreibenden
Magneteinrichtung 4 vorgegeben wird.
[0030] Neben dem bereits besprochenen Schwenkwinkel α bzw. dem zugehörigen Schwenkbereich
zeigt die Fig. 3 zusätzlich noch einen Bremsbereich mit zugehörigem Bremswinkel β.
Außerdem ist ein Zuzieh-/Öffnungsbereich mit zugehörigem Zuzieh-/Öffnungswinkel γ
dargestellt. Der Zuzieh-/Öffnungswinkel γ mag zu Winkeln bis ca. 20° gegenüber der
Kraftfahrzeugkarosserie 2 korrespondieren. Der an den Zuzieh-/Öffnungswinkel γ anschließende
Bremswinkel β kann Werte von ca. 50° bis 70° annehmen. Dadurch werden insgesamt Schwenkwinkel
α im Maximum bis in etwa 90° beobachtet, was selbstverständlich insgesamt nur beispielhaft
und nicht einschränkend zu verstehen ist. Eine vergleichende Betrachtung der Fig.
1 und 2 macht deutlich, dass die Kraftfahrzeugtür neben dem Türflügel 1 zusätzlich
mit der Magneteinrichtung 4 ausgerüstet ist. Die Magneteinrichtung 4 ist vorliegend
als Bestandteil eines nicht näher dargestellten Antriebes ausgelegt bzw. übernimmt
die Funktion dieses Antriebes. Darüber hinaus ist die Magneteinrichtung 4 in der Lage,
die Funktion eines Dämpfungselementes zur Dämpfung der Bewegung des Türflügels 1 auszufüllen.
Schließlich kann die Magneteinrichtung 4 auch einen oder mehrere Endanschläge zur
Verfügung stellen. Zu diesem Zweck ist die Magneteinrichtung 4 zunächst einmal mit
wenigstens einem Magneten 5 ausgerüstet. Ausweislich der Fig. 2 handelt es sich bei
dem Magneten 5 um eine Ringspule 5, welche eine Kammer 6 umgibt. Im Inneren dieser
Kammer 6 ist vorliegend eine magnetorheologische Flüssigkeit 7 eingeschlossen. Anstelle
der magnetorheologischen Flüssigkeit 7 kann aber auch ein magnetorheologisches Elastomer
in der fraglichen Kammer 6 platziert werden.
[0031] Die Kammer 6 wird von einer Achse 8 bzw. einer entsprechenden Welle 8 durchdrungen.
Die Welle 8 ist im Ausführungsbeispiel mechanisch mit dem Türflügel 1 verbunden und
vollführt je nach Bewegung des Türflügels 1 in schließendem oder öffnendem Sinne gegenüber
der Kraftfahrzeugkarosserie 2 entsprechende Drehbewegungen im Uhrzeigersinn oder im
Gegenuhrzeigersinn. Als Folge hiervon rotieren an die Welle bzw. Achse 8 angeschlossene
Paddel 9 im Inneren der Kammer 6 im Uhrzeigersinn oder im Gegen- Uhrzeigersinn gegenüber
der ortsfesten Kammer 6. Je nach Viskosität der magnetorheologischen Flüssigkeit 7
im Inneren der Kammer 6 wird die Drehbewegung der Welle 8 entsprechend gedämpft und
kann bei einem großen seitens des Magneten 5 erzeugten Magnetfeld sogar gänzlich angehalten
werden. In diesem Fall wird der Türflügel 1 festgesetzt. Dazu kann beispielsweise
ein Endanschlag korrespondieren.
[0032] Anhand der Fig. 2 erkennt man, dass der die Kammer 6 gleichsam ringförmig umschließende
(Ring-) Magnet 5 bzw. die entsprechend ausgelegte Spule oder Ringspule 5 Magnetfeldlinien
erzeugt, die im Wesentlichen in axialer Richtung im Vergleich zur Achse oder Welle
8 verlaufen. Das deuten entsprechende Pfeile in der Fig. 2 an. Entlang dieser Magnetfeldlinien
werden bei entsprechend anliegendem Magnetfeld die im Inneren der magneto-Theologischen
Flüssigkeit 7 befindlichen Partikel ausgerichtet. Dadurch steigt die Viskosität der
magnetorheologischen Flüssigkeit 7 an und die Paddel 9 lassen sich mehr oder minder
schwer bewegen. Die Welle respektive Achse 8 erfährt eine entsprechende Dämpfung und
zugleich mit ihr der Türflügel 1. Dazu mag die gesamte in der Fig. 2 dargestellte
Magneteinrichtung 4 in eine Scharnierachse bzw. das Scharnier 3 des Türflügels 1 integriert
sein. Wie bereits erläutert, folgt die Welle 8 den Drehbewegungen des Türflügels 1
gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie 2 unter Berücksichtigung des Schwenkwinkels
α Demgegenüber sind sowohl der Magnet 5 als auch die von dem Magnet 5 umschlossene
Kammer 6 ortsfest ausgelegt. Im Ausführungsbeispiel ist die Welle 8 unter Zwischenschaltung
entsprechender Ringdichtungen oder Drehdurchführungen 10 durch die mit der magnetorheologischen
Flüssigkeit 7 gefüllte Kammer 6 hindurchgeführt. Zusätzlich erkennt man noch einen
Sensor 11 und eine Steuereinheit 12, die schematisch in der Fig. 1 angedeutet sind.
Der Sensor 11 ist vorliegend an die Welle 8 angeschlossen und als Drehwinkelsensor
bzw. Drehwinkelgeber ausgebildet. Auf diese Weise kann der Sensor 11 die jeweilige
Position des Türflügels 1 - beispielsweise ausgedrückt durch den Schwenkwinkel α -
an die angeschlossene Steuereinheit 12 übermitteln. Außerdem kann die Steuereinheit
12 aus entsprechenden Positionsänderungen in Verbindung mit der überstrichenen Zeit
auf die Geschwindigkeit des Türflügels 1 Rückschlüsse ziehen. Je nach beispielsweise
der ermittelten Geschwindigkeit des Türflügels 1 gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie
2 kann dann die Steuereinheit 12 die Magneteinrichtung 4 bzw. den dortigen Magneten
5 entsprechend beaufschlagen. Das heißt, die Steuereinheit 12 steuert nach Maßgabe
von Signalen des Sensors 11 bzw. nach Maßgabe entsprechender Sensorsignale den Magneten
5 entsprechend an. Dabei ist das magnetorheologische Element 7 als Dämpfungselement
einstellbarer Dämpfung ausgebildet.
[0033] Tatsächlich variiert das magnetorheologische Element bzw. Dämpfungselement 7 je nach
von mithilfe des Sensors 11 zu überwachenden Funktionszuständen des Türflügels 1 seine
Dämpfung entsprechend. Erfasst der Sensor 11 beispielsweise eine Schließbewegung des
Türflügels 1 mit hoher Geschwindigkeit, so sorgt die von dem Sensor 11 mit entsprechenden
Sensorsignalen gespeiste Steuereinheit 12 ausgangsseitig dafür, dass der Magnet 5
beispielsweise mit einem hohen Magnetfeld beaufschlagt wird. Als Folge hiervon verfügt
die magnetorheologische Flüssigkeit 7 bzw. das entsprechende magnetorheologische Element
7 über eine hohe Viskosität und folglich große Dämpfung, mit welcher der Türflügel
1 bei dem beschriebenen Szenario abgebremst wird. Je nach Annäherung des Türflügels
1 an die Kraftfahrzeugkarosserie 2 bzw. je nach Bremswinkel β und Annäherung an den
Zuzieh-/Öffnungswinkel γ kann dann sogar die Dämpfung variiert werden, indem die Steuereinheit
12 den Magneten 5 im Beispielfall weniger bestromt.
[0034] Hier ist es sogar denkbar, dass der Türflügel 1 innerhalb des Bremswinkels β eine
geregelte Geschwindigkeit gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie 2 aufweist, so dass
der im Ausführungsbeispiel innerhalb des Zuzieh-/Öffnungswinkels γ wirkende Zuziehantrieb
den Türflügel 1 optimal ergreifen und zuziehen kann. Etwaige mechanische Beschädigungen
einer entsprechend gestalteten Zuziehhilfe sind folglich nicht zu erwarten. - Anstelle
der Geschwindigkeit des Türflügels 1 können natürlich auch andere Funktionszustände
des Türflügels 1 mit Hilfe des Sensors 11 erfasst und ausgewertet werden. Hierzu gehört
beispielsweise eine Beschleunigung des Türflügels 1 , eine Bewegungsrichtung des Türflügels
1 usw.. Außerdem lassen sich auf diese Weise variable Endanschläge des Türflügels
1 realisieren. Erreicht beispielsweise der Türflügel 1 seinen maximalen Öffnungswinkel
bzw. Schwenkwinkel a, so kann das entsprechende Signal des Sensors 11 von der Steuereinheit
12 dahingehend umgesetzt werden, dass die Magneteinrichtung 4 bzw. das magnetorheologische
Element respektive Dämpfungselement 7 derart beaufschlagt wird, dass der Türflügel
1 eine einem Endanschlag entsprechende Blockade erfährt.
[0035] Daneben ist es auch möglich, mithilfe eines weiteren und nicht gezeigten Sensors
die jeweilige Außentemperatur zu erfassen. Auch die Signale dieses Temperatursensors
werden in der Steuereinheit 12 verarbeitet. Hierbei trägt die Erfindung dem Umstand
Rechnung, dass sich die Viskosität der magnetorheologischen Flüssigkeit 7 und folglich
auch des magnetorheologischen Elementes 7 temperaturabhängig ändert. Grundsätzlich
gilt, dass mit abnehmender Temperatur die Viskosität ansteigt, sodass als Folge hiervon
bei beispielsweise niedrigen Temperaturen tendenziell mit geringeren Magnetfeldern
des Magneten 5 gearbeitet werden kann, um vergleichbare Viskositäten beim beschriebenen
Dämpfungsvorgang des Türflügels 1 zur Verfügung zu stellen. Jedenfalls kann auch die
Außentemperatur erfindungsgemäß in den beschriebenen Dämpfungs- ebenso wie einen nicht
dargestellten Antriebsprozess unter Rückgriff auf das magnetorhydrodynamische Element
Berücksichtigung finden.
[0036] Darüber hinaus ist vorgesehen, die Magneteinrichtung 4 zu nutzen, um zusätzlich Schlossfunktionszustände
eines dem Türflügel 1 zugeordneten Türschlosses 13 zu berücksichtigen oder abzubilden.
Tatsächlich kann das fragliche Türschloss 13 beispielsweise eine Funktionsstellung
im Sinne einer Vorraststellung, einer Diebstahlsicherungsstellung oder Kindersicherungsstellung
einnehmen. Im Rahmen der Erfindung ist es nun möglich, beispielsweise die Vorraststellung
dadurch abzubilden, dass der Türflügel 1 mithilfe des magnetorheologischen Elementes
bzw. Dämpfungselementes 7 exakt in dieser Vorraststellung abgebremst wird, die zu
einem bestimmten Bremswinkel β korrespondieren mag. Jenseits dieses Bremswinkels β
(im Bereich des Zuzieh-/Öffnungswinkels y) wird der Türflügel 1 im Beispielfall von
der Zuziehhilfe in die Kraftfahrzeugkarosserie bzw. in seine Schließstellung weiter
verbracht. In vergleichbarer Weise können auch eine Diebstahlsicherungsstellung oder
auch Kindersicherungsstellungen sowie andere Sicherungsstellungen des Türflügels 1
bzw. des Türschlosses 13 mit Hilfe des Dämpfungselementes 4 umgesetzt werden.
[0037] Beispielsweise kann das in Hauptraststellung befindliche Türschloss 13 bzw. der Türflügel
1 zusätzlich mit Hilfe des Dämpfungselementes 4 festgehalten bzw. so blockiert werden,
dass sich der Türflügel 1 nicht öffnen lässt. Hierdurch lässt sich u. a. eine Kindersicherungsfunktion
ohne Kindersicherungseinrichtung realisieren. Dabei wird die Beaufschlagung eines
Innenbetätigungshebels beispielsweise nicht in die gewünschte Öffnung des Türflügels
1 umgesetzt, solange das Dämpfungselement 4 den Türflügel 1 blockiert. Erst wenn ein
Fahrzeugbenutzter durch beispielsweise eine Schalterbetätigung das Dämpfungselement
4 freigibt und damit im Beispielfall die "simulierte" Kindersicherungseinrichtung
ausschaltet, kann der Türflügel 1 auch von innen her geöffnet werden.
1. Kraftfahrzeugtür, mit einem Türflügel (1) mit Antrieb, ferner mit einer Magneteinrichtung
(4) als Bestandteil des Antriebes, und mit wenigstens einem dem Türflügel (1) zugeordneten
Sensor (11), wobei
- die Magneteinrichtung (4) mit einem von zumindest einem Magneten (5) beaufschlagbaren
magnetorheologischen Element (7) ausgerüstet ist, wobei ferner
- der Sensor (11) und der wenigstens eine Magnet (5) an eine Steuereinheit (12) angeschlossen
sind, welche nach Maßgabe von Sensorsignalen den Magneten (5) ansteuert, und wobei
- das magnetorheologische Element (7) als Dämpfungselement (7) einstellbarer Dämpfung
ausgebildet ist,
- der Magnet (5) in Abhängigkeit von mit Hilfe des Sensors (11) zu überwachenden Funktionszuständen
des Türflügels (1) die Dämpfung variiert, dadurch gekennzeichnet, dass
- als Funktionszustände des Türflügels (1) zusätzlich Schlossfunktionszustände eines
dem Türflügel (1) zugeordneten Türschlosses (13) abgebildet werden, beispielsweise
eine Vorraststellung, eine Diebstahlsicherungsstellung, eine Kindersicherungsstellung
oder vergleichbare Sicherungsstellungen, wobei
- das magnetorheologische Element (7) als Antriebselement für den Türflügel (1) ausgebildet
ist, und wobei
- die Magneteinrichtung (4) in eine Scharnierachse integriert bzw. an die Scharnierachse
mechanisch angebunden ist, um unmittelbar erforderliche Dämpfungskräfte auf den Türflügel
(1) bei Bedarf ausüben zu können.
2. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Funktionszuständen des Türflügels (1) beispielsweise um seine Geschwindigkeit,
seine Beschleunigung, etwaige Endanschläge, die Außentemperatur etc. handelt.
1. Motor vehicle door comprising a door leaf (1) with a drive, also with a magnetic device
(4) as a component of the drive, and with at least one sensor (11) which is associated
with the door leaf (1), wherein
- the magnetic device (4) is equipped with a magnetorheological element (7) which
can be acted on by at least one magnet (5), wherein further
- the sensor (11) and the at least one magnet (5) are connected to a control unit
(12) which actuates the magnet (5) depending on function of sensor signals, and wherein
- the magnetorheological element (7) is embodied as a damping element (7) with adjustable
damping,
- the magnet (5) varies the damping depending on functional states of the door leaf
(1) that are to be monitored with the aid of the sensor (11), characterized in that
- functional states of a door lock (13) associated with the door leaf (1), for example
a pre-latch position, an anti-theft position, a child safety position or similar safety
positions are also mapped as functional states of the door leaf (1), wherein
- the magnetorheological element (7)is embodied as a drive element for the door leaf
(1), and wherein
- the magnetic device (4) is integrated in a hinge axis attached to the hinge axis
mechanically to enable it to exert damping forces on the door leaf (1) immediately
when necessary.
2. Motor vehicle door according to Claim 1, characterized in that the functional states of the door leaf (1) may be for example the velocity, the acceleration
thereof, any end stops, the outside temperature, etc.
1. Porte de véhicule automobile avec un battant de porte (1) avec entraînement, en plus
avec un dispositif magnétique (4) en tant que composant de l'entraînement et avec
au moins un capteur (11) affecté à un battant de porte (1), sachant que
- le dispositif magnétique (4) est équipé d'un élément (7) magnétorhéologique pouvant
être sollicité par au moins un aimant (5), sachant que
- le capteur (11) et au moins un aimant (5) sont raccordés à une unité de commande
(12), laquelle commande l'aimant (5) en fonction des signaux de capteur, et sachant
que
- l'élément magnétorhéologique (7) est constitué sous la forme d'un élément d'amortissement
(7) d'un amortissement réglable,
- l'aimant (5) modifie l'amortissement en fonction des états de fonctionnement du
battant de porte (1) à contrôler à l'aide du capteur (11), caractérisé en ce que
- des états de fonctionnement de serrure d'une serrure de porte (13) attribuée au
battant de porte (1) sont reproduits en plus en tant qu'états de fonctionnement du
battant de porte (1), par exemple une position de préencliquetage, une position de
sécurité antivol, une position de sécurité enfant ou des positions de sécurité comparables,
sachant que
- l'élément magnétorhéologique (7) est constitué en tant qu'élément d'entraînement
pour le battant de porte (1) et sachant que
- le dispositif magnétique (4) est intégré dans un axe de charnière ou est relié à
l'axe de charnière pour pouvoir exercer directement les forces d'amortissement nécessaires
sur le battant de porte (1) en cas de besoin.
2. Porte de véhicule automobile selon la revendication 1, caractérisée en ce que concernant les états de fonctionnement du battant de porte (1), il s'agit par exemple
de sa vitesse, de son accélération, des fins de course éventuelles, de la température
extérieure etc.