[0001] Die Erfindung betrifft ein Hörhilfegerät mit einer Antenneneinrichtung. Die Antenneneinrichtung
ist ausgelegt, elektromagnetische Wellen mit einer vorbestimmten Wellenlänge Lambda
zu empfangen und/oder auszusenden. Die Antenneneinrichtung weist eine Energiekoppeleinrichtung
auf, welche ausgelegt ist, der Antenneneinrichtung elektrische Energie zuzuführen
oder zu entnehmen.
[0002] Hörhilfegeräte sind tragbare Hörvorrichtungen, die zur Versorgung von Schwerhörenden
dienen. Um den zahlreichen individuellen Bedürfnissen entgegenzukommen, werden unterschiedliche
Bauformen von Hörhilfegeräten wie Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO), Hörgerät mit externem
Hörer (RIC: receiver in the canal) und In-dem-Ohr-Hörgeräte (IdO), z.B. auch Concha-Hörgeräte
oder Kanal-Hörgeräte (ITE, CIC), bereitgestellt. Die beispielhaft aufgeführten Hörgeräte
werden am Außenohr oder im Gehörgang getragen. Darüber hinaus stehen auf dem Markt
aber auch Knochenleitungshörhilfen, implantierbare oder vibrotaktile Hörhilfen zur
Verfügung. Dabei erfolgt die Stimulation des geschädigten Gehörs entweder mechanisch
oder elektrisch.
[0003] Hörgeräte besitzen prinzipiell als wesentliche Komponenten einen Eingangswandler,
einen Verstärker und einen Ausgangswandler. Der Eingangswandler ist in der Regel ein
akustoelektrischer Wandler, z. B. ein Mikrofon, und/oder ein elektromagnetischer Empfänger,
z. B. eine Induktionsspule. Der Ausgangswandler ist meist als elektroakustischer Wandler,
z. B. Miniaturlautsprecher, oder als elektromechanischer Wandler, z. B. Knochenleitungshörer,
realisiert. Der Verstärker ist üblicherweise in eine Signalverarbeitungseinrichtung
integriert.
[0004] In der Vergangenheit wurden Hörhilfegeräte oft als Einzelsysteme betrachtet, die
durch Mikrofone aufgenommene akustische Signale entsprechend modifiziert und verstärkt
wiedergeben. Magnetisch induktive Funksysteme haben diese Einzelsysteme zu einem Gesamtsystem
zusammengefasst, welches neben binauraler Kopplung der Hörhilfegeräte auch die drahtlose
Anbindung an externe Komponenten wie Mobilgeräte, Multimediaeinheiten oder Programmiergeräte
erlaubt. Allerdings funktioniert diese Anbindung nur über eine Zwischen- oder Relaisstation,
die die 2.4 GHz Fernfeld-Anbindung der externen Gerate über Bluetooth auf die magnetischen
induktiven Nahfeldsysteme umsetzt. Diese Relaisstation muss sich dabei immer in der
Nähe des Hörhilfegeräteträgers befinden, weil die Reichweite des magnetischen Systems
im Nahfeld stark beschränkt ist.
[0005] Die direkte Anbindung im 2.4 GHz Fernfeld war lange Zeit durch Stromverbrauch und
Größe derartiger Systeme begrenzt. Moderne Chipsysteme haben aber mittlerweile einen
Stromverbrauch, der einen Einsatz im Hörhilfegerät zulässt. Die Sensitivität der Chipsysteme
stellt aber immer noch hohe Anforderungen an das Antennendesign.
[0006] Aufgrund der Freiraumwellenlänge Lambda von mehr als 10 cm in diesem Bereich und
dem elektrisch kleinen Volumen des Hörhilfegeräts, kann ein Standardantennendesign
nicht ohne Weiteres verwendet werden. Antennen in Hörhilfegeräten sind daher individuelle,
nichtmodulare Lösungen, die speziell auf das Hörhilfegerät angepasst werden müssen.
[0007] In der Druckschrift
US 7593538 B2 wird eine Antenne beschrieben, die durch eine flexible PCB eine ein- oder mehrlagige
Schleifenantenne bildet und an die Hauptleiterplatte des Hörgeräts angeschlossen wird.
[0008] Die Druckschrift
US7450078 B2 beschreibt ebenfalls eine Schleifenantenne, die durch eine einlagige Leiterschleife
im Hörgerät realisiert wird.
[0009] In der Druckschrift
EP 2458675 A2 wird eine Antenne vorgestellt, die die Seitenflächen des Hörgeräts durch flexible
Leiterplatten (PCB) nutzt, um symmetrische oder asymmetrische Antennenstrukturen zu
realisieren. Beide Seitenflächen werden prinzipiell unabhängig voneinander betrachtet
und sind nur durch die Antenneneinspeisung auf der Hauptleiterplatte miteinander galvanisch
verbunden.
[0011] Schleifenantennen weisen eine große Schleifenfläche mit Platzbedarf im Gehäuse auf
und müssen daher für jedes neue Hörgerät neu entworfen werden. Zusätzlich zeigen diese
Antennen einen großen Einfluss durch nahe metallische Gegenstände oder den Kopf, welcher
bei 2.4 GHz sowohl eine Verstimmung der Antenne als auch erhöhte Verluste bewirkt.
[0012] Auch Antennen mit parasitären Elementen haben einen großen Flächenbedarf und sind
daher nicht flexibel in ein Gehäuse zu integrieren.
[0013] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Antenneneinrichtung für
ein Hörhilfegerät bereitzustellen, die eine flexiblere Verwendung in Hörhilfegeräten
erlaubt.
[0014] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Hörhilfegerät nach Anspruch 1.
[0015] Das erfindungsgemäße Hörhilfegerät betrifft ein Hörhilfegerät mit einer Antenneneinrichtung,
wobei die Antenneneinrichtung ausgelegt ist, elektromagnetische Wellen mit einer vorbestimmten
Wellenlänge Lambda zu empfangen und/oder auszusenden. Die Antenneneinrichtung weist
eine Energiekoppeleinrichtung auf, die ausgelegt ist, der Antenneneinrichtung elektrische
Energie zuzuführen oder zu entnehmen. Weiterhin weist die Antenneneinrichtung einen
erster Leiter und einen zweiter Leiter auf, die in Energieaustausch mit der Energiekoppeleinrichtung
stehen. Der erste und der zweite Leiter erstrecken sich von der Energiekoppeleinrichtung
in unterschiedliche Richtungen weg und sind in einem geringen Abstand zu einem dritten
Leiter angeordnet. In einer vorbestimmten Distanz von der Energiekoppeleinrichtung
sind eine erste ohmsche Verbindung zwischen erstem Leiter und dem dritten Leiter sowie
eine zweite ohmsche Verbindung zwischen dem zweitem und dem dritten Leiter angeordnet.
Dabei ist als Distanz die Länge eines Weges zwischen der Energiekoppeleinrichtung
und der ohmschen Verbindung entlang des ersten bzw. zweiten und/oder des dritten Leiters
zu verstehen.
[0016] Die Antenneneinrichtung bildet einen Faltdipol, der eine geschlossene elektrische
Verbindung von der Energiekoppeleinrichtung über den ersten Leiter, die erste ohmsche
Verbindung, den dritten Leiter, die zweite ohmsche Verbindung und den zweiten Leiter
zu der Energiekoppeleinrichtung herstellt. Der erste und dritte Leiter bzw. zweite
und dritte Leiter erstrecken sich zunächst von der Energiekoppeleinrichtung weg in
unterschiedliche Richtungen. In einer möglichen Ausführungsform verlaufen auch ein
Teil des ersten Leiters und des zweiten Leiters im weiteren Verlauf wieder im Wesentlichen
parallel zueinander. Von einer Schleifenantenne unterscheidet sich der erfindungsgemäße
Faltdipol durch die geringe umschlossene Fläche, weshalb der Faltdipol auf vorteilhafte
Weise einen geringeren Platzbedarf hat und einfacher in dem Hörhilfegerät unterzubringen
ist. Gegenüber einem Monopol oder Dipol weist der Faltdipol einen deutlich höheren
Fußpunktwiderstand an der Energiekoppeleinrichtung auf. Damit kann die ohnehin sehr
niedrige Fußpunktimpedanz der Antenne, die aus der Nähe zum Kopf resultiert, entgegengewirkt
werden. Außerdem erhöht sich mit dem Wirkanteil am Fußpunkt das Verhältnis aus Strahlungs-
und Verlustleistung und somit die Strahlungseffizienz der Antenne.
[0017] Erfindungsgemäß ist der geringe Abstand zwischen erstem Leiter und drittem Leiter
sowie zwischen zweitem Leiter und drittem Leiter kleiner als 0,05-mal Lambda.
[0018] Durch diesen geringen Abstand ist auf vorteilhafte Weise der Platzbedarf der Antennenvorrichtung
besonders gering und durch den im Vergleich zur Wellenlänge kleinen Wert und die geringe
eingeschlossene Fläche erhöht sich der Fußpunktwiderstand, was auf vorteilhafte Weise
zu einer Erhöhung des Wirkanteil am Fußpunkt und somit das Verhältnis aus Strahlungs-und
Verlustleistung und die Strahlungseffizienz der Antenne verbessert.
[0019] Erfindungsgemäß weist die vorbestimmte Distanz der ohmschen Verbindung von der Energiekoppeleinrichtung
eine Länge im Bereich zwischen Lambda geteilt durch zwei und Lambda geteilt durch
acht auf. Dabei weist die Distanz bevorzugter Weise eine Länge von im Wesentlichen
Lambda geteilt durch vier auf.
[0020] Für einen gestreckten Faltdipol im freien Raum ist die Strahlungseffizienz bei einer
Länge der freien Arme von einem Fußpunkt mit der Energiekoppeleinrichtung von Lambda
geteilt durch vier, also einem Viertel der Wellenlänge der abzustrahlenden oder empfangenden
Wellenlänge ideal. Durch die Einflüsse der Umgebung und die Geometrie, in der die
Antenneneinrichtung abweichend von einer Ebene angeordnet ist, können diese Distanzen
von dem idealen Wert abweichen. Insbesondere die Anordnung und die Abstände der Leiter
sowie das Trägermaterial beeinflussen die Ausbreitungsgeschwindigkeit und damit die
effektive Länge der elektromagnetischen Welle, sodass eine effektive Länge von Lambda
geteilt durch vier deutlich von einem entsprechenden Wert für eine freie Welle im
Raum abweichen kann. Bei einer erfindungsgemäßen Antenneneinrichtung ist diese Distanz
durch die Geometrie vorbestimmt und eine ohmsche Verbindung in dieser Distanz angeordnet.
Die ohmsche Verbindung kann durch eine Biegung, in der der erste bzw. zweite Leiter
in den dritten Leiter übergeht, gegeben sein, oder einfach durch eine leitende Verbindung
zwischen erstem und dritten Leiter bzw. zweitem und dritten Leiter. In letzterem Fall
kann auch vorteilhafte Weise eine Antenneneinrichtung nachträglich an unterschiedliche
Gehäuseformen angepasst bzw. darauf abgestimmt werden, indem die leitende Verbindung
erst nachträglich, z.B. durch einen Lötpunkt aufgebracht wird. So kann auf vorteilhafte
Weise eine Antenne für verschiedene Hörhilfeeinrichtungen unter optimalen Bedingungen
verwendet werden.
[0021] In einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts weist die
Antenneneinrichtung einen vierten Leiter auf. Der vierte Leiter ist in einem geringen
Abstand zu dem ersten Leiter und dem zweitem Leiter und/oder zu dem dritten Leiter
angeordnet. Als geringer Abstand kann im Sinne der Erfindung, wie bereits angegeben,
ein Abstand von 0,05-mal der Wellenlänge Lambda angesehen werden. In der vorbestimmten
Distanz, ist, wie zuvor bereits zu dem dritten Leiter erläutert, von der Energiekoppeleinrichtung
eine ohmsche Verbindung zwischen erstem Leiter und dem vierten Leiter sowie zwischen
dem zweitem und dem vierten Leiter angeordnet.
[0022] Ein zusätzlicher vierter Leiter ermöglicht es auf vorteilhafte Weise, die elektromagnetischen
Eigenschaften der Antenneneinrichtung durch einen weiteren Parameter zu verändern,
ohne beispielsweise die vorbestimmte Distanz zu vergrößern und so unter vorgegebenen
Bedingungen die Antenneneinrichtung an das Hörhilfegerät anzupassen.
[0023] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts weist die Antenneneinrichtung
eine Symmetrieebene auf, welche durch die Energiekoppeleinrichtung verläuft. Dabei
ist es insbesondere denkbar, dass die Symmetrieebene der Antenneneinrichtung bei einem
anwendungsgemäßen Tragen des Hörhilfegeräts im Wesentlich parallel zu einer Symmetrieebene
eines Kopfes eines Hörhilfegeräteträgers ausgerichtet ist.
[0024] Eine derartige Symmetrie in Bezug auf den Kopf eines Hörhilfegeräteträgers erlaubt
es auf vorteilhafte Weise, ein Hörhilfegerät auf beiden Seiten des Kopfes einzusetzen,
ohne dass sich die Eigenschaften der Antenneneinrichtung durch den Einfluss des Kopfes
verändern. Es ist daher mit der erfindungsgemäßen Antenneneinrichtung möglich, ein
Hörhilfegerät für beide Seiten des Kopfes zu verwenden.
[0025] Das Hörhilfegerät weist ein Strukturelement auf, wobei die Antenneneinrichtung Teil
des Strukturelements ist. Ein Strukturelement im Sinne der Erfindung ist dabei ein
Hörhilfsgerätegehäuse oder eine Rahmenkonstruktion, die verschiedene Elemente des
Hörhilfegeräts trägt und im Inneren des Gehäuses des Hörhilfegeräts anordnet und fixiert.
[0026] Bei einem erfindungsgemäßen Hörhilfegerät können so die ersten, zweiten und dritten
und/oder vierten Leiter der Antenneneinrichtung auf dem Strukturelement angeordnet
sein oder auch integrale Bestandteile sein.
[0027] Auf vorteilhafte Weise ist die Antenneneinrichtung dadurch in ihrer Lage zu Komponenten
des Hörhilfegeräts fixiert und geschützt, sodass definierte und konstante elektromagnetische
Eigenschaften des Hörhilfegeräts sichergestellt sind.
[0028] In einer denkbaren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts sind die
ersten, zweiten und dritten Leiter durch Strukturieren einer leitenden Fläche auf
dem Strukturelement ausgebildet.
[0029] Auf vorteilhafte Weise erlaubt das Strukturieren einer leitenden Fläche eine große
Freiheit bei der Formgebung und ermöglicht auch eine individuelle Formgebung bei der
Fertigung, beispielsweise durch Verwendung eines Lasers zur Strukturierung.
[0030] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts ist die Antenneneinrichtung
auf einem flexiblen Trägerelement angeordnet.
[0031] Ein flexibles Trägerelement erleichtert auf vorteilhafte Weise das Einbringen einer
Antenneneinrichtung in das Gehäuse des Hörhilfegeräts sowie eine optimale Ausnutzung
des Platzes. Darüber hinaus ermöglich eine Antenneneinrichtung auf einem flexiblen
Trägerelement ein einfaches Austauschen derselben.
[0032] In einer möglichen Ausführungsform ist die Energiekoppeleinrichtung über eine galvanische
Kopplung an die Antenneneinrichtung angekoppelt.
[0033] Eine galvanische bzw. ohmsche Kopplung ist auf vorteilhafte Weise platzsparend und
ohne zusätzliche Bauelemente ausführbar.
[0034] In einer denkbaren Ausführungsform ist die Energiekoppeleinrichtung kapazitiv an
die Antenneneinrichtung ankoppelt.
[0035] Eine kapazitive Ankopplung ermöglicht auf vorteilhafte Weise eine Ankopplung, ohne
dass ein direkter mechanischer Kontakt besteht. Dadurch ist eine einfachere Montage
möglich.
[0036] In einer möglichen Ausführungsform ist die Energiekoppeleinrichtung induktiv an die
Antenneneinrichtung ankoppelt.
[0037] Eine induktive Ankopplung ermöglicht auf einfache Weise durch unterschiedliche Wahl
der Induktivität eine Transformation und damit eine Anpassung an unterschiedliche
Impedanzen.
[0038] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden.
[0039] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Faltdipols;
- Fig. 3
- eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts im Teilschnitt und
- Fig. 4
- eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts im Teilschnitt.
[0040] Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts 100.
In ein Hörgerätegehäuse 1 zum Tragen hinter dem Ohr sind ein oder mehrere Mikrofone
2 zur Aufnahme des Schalls bzw. akustischer Signale aus der Umgebung eingebaut. Die
Mikrofone 2 sind akusto-elektrische Wandler 2 zur Umwandlung des Schalls in erste
Audiosignale. Eine Signalverarbeitungseinrichtung 3 die ebenfalls in das Hörgerätegehäuse
1 integriert ist, verarbeitet die ersten Audiosignale. Das Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinrichtung
3 wird an einen Lautsprecher bzw. Hörer 4 übertragen, der ein akustisches Signal ausgibt.
Der Schall wird gegebenenfalls über einen Schallschlauch, der mit einer Otoplastik
im Gehörgang fixiert ist, zum Trommelfell des Geräteträgers übertragen. Die Energieversorgung
des Hörgeräts und insbesondere die der Signalverarbeitungseinrichtung 3 erfolgt durch
eine ebenfalls ins Hörgerätegehäuse 1 integrierte Batterie 5.
[0041] Die erfindungsgemäße Signalverarbeitungseinrichtung 3 ist auch zur Verarbeitung von
elektromagnetischen Wellen ausgelegt. Sie weist dazu eine Antenneneinrichtung 20 und
Mittel 6 zum Erzeugen und Detektion von elektromagnetischen Wellen und zur Dekodierung
auf. Die Darstellung bezüglich Form und Anordnung in Fig. 1 ist hier nur symbolisch
und wird zu den nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0042] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Faltdipols, die eine mögliche Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Antenneneinrichtung 20 darstellt. Die Antenneneinrichtung
weist einen ersten Leiter 21 und einen zweiten Leiter 22 auf, die sich in entgegengesetzten
Richtungen von einer Energiekoppeleinrichtung 26 weg erstrecken.
[0043] In der dargestellten Ausführungsform ist die Energiekoppeleinrichtung 26 eine einfache
ohmsche Verbindung des ersten Leiters 21 und des zweiten Leiters 22 mit einem elektrischen
Wellenleiter 27. Wegen der symmetrischen Eigenschaften der Antenneneinrichtung und
des Wellenwiderstands von 240 Ohm für einen idealen Faltdipol am Fußpunkt, d.h. dem
Ankoppelpunkt, kann hier eine symmetrische Bandleitung oder Streifenleiter mit identischem
Wellenwiderstand Verwendung finden, um eine optimale Anpassung zu gewährleisten. Wenn
die Quelle oder Senke an der Leitung 27 einen anderen Wellenwiderstand oder eine Asymmetrie
aufweist, ist eine Anpassung durch geeignete Symmetrierglieder wie z.B. ein Balun
möglich.
[0044] Neben der dargestellten ohmschen Ankopplung sind als Energiekoppeleinrichtungen auch
kapazitive oder induktive Energiekoppeleinrichtungen wie eine Transformatorspule denkbar.
[0045] Die Antenneneinrichtung 20 weist weiterhin einen dritten Leiter 23 auf, der in einem
Abstand D zu dem ersten Leiter 21 und dem zweiten Leiter 22 angeordnet ist. Der Abstand
D ist hier überproportional im Vergleich zu der Weite 1 des Faltdipols 20 dargestellt.
Erfindungsgemäß ist der Abstand 0,05-mal die Wellenlänge der abzustrahlenden oder
zu empfangenden elektromagnetischen Welle. Ein derartiger Abstand ist im Sinne der
Erfindung als geringer Abstand anzusehen.
[0046] An den von der Energiekoppeleinrichtung 26 distalen bzw. entgegengesetzten Enden
des ersten Leiters 21 und des zweiten Leiters 22 sind diese über eine erste ohmsche
Verbindung 24 bzw. über eine zweite ohmsche Verbindung 25 mit dem dritten Leiter 23
verbunden. Die Verbindung kann, wie dargestellt, dadurch erfolgen, dass erster, zweiter
und dritter Leiter einstückig hergestellt sind und durch eine Biegung als ohmsche
Verbindungen 24, 25 ineinander übergehen. Es ist aber auch denkbar, dass erster, zweiter
und dritter Leiter 21, 22, 23 ohmsch getrennte Leiter oder Leiterbahnen sind, die
durch eine ohmsche Verbindung, beispielsweise eine Lötbrücke nachträglich miteinander
verbunden werden. Auf diese Weise ist es möglich, die Distanz zwischen Energiekoppeleinrichtung
26 und ohmschen Verbindungen 24, 25 nachträglich zu bestimmen und anzupassen.
[0047] Im Idealfall ist für einen Faltdipol 20 im freien Raum die Länge l die Hälfte der
Wellenlänge Lambda der elektromagnetischen Welle. Durch die benachbarten Leiter, das
Trägermaterial der Leiter sowie die geometrische Anordnung der Arme im Raum kann die
Länge l sowie die Länge der Arme, bei der der Faltdipol 20 die Resonanzbedingung für
die zu sendende bzw. zu empfangende Frequenz erfüllt, erheblich von dem Wert Lambda
geteilt durch zwei für die Länge l abweichen. Als Kriterien für die Resonanzbedingung
können der Wellenwiderstand am Fußpunkt und/oder eine minimale Reflektion der elektromagnetischen
Welle an der Energiekoppeleinrichtung 26 dienen. Der Wert für die Gesamtlänge l kann
sich in dem Bereich von Lambda bis Lambda geteilt durch vier bewegen. Die effektive
Länge l beträgt dabei Lambda geteilt durch zwei, wobei die geometrische Länge im Bereich
von Lambda bis Lambda geteilt durch vier liegen kann, sowie die Länge eines Armes
im Bereich von Lambda geteilt durch zwei bis Lambda geteilt durch acht. Es ist aber
auch denkbar, dass andere Moden der Antenne genutzt werden und die Länge jeweils ein
ganzzahliges Vielfaches beträgt.
[0048] Die Energiekoppeleinrichtung 26 ist in der Mitte zwischen dem ersten Leiter 21 und
dem zweiten Leiter 22 angeordnet, sodass bei dem idealen Faltdipol 20 die Distanz
zwischen Energiekoppeleinrichtung 26 und der ersten ohmschen Verbindung 24 und der
zweiten ohmschen Verbindung 25 ein Viertel der Wellenlänge Lambda ist. Durch einen
unterschiedlichen Abstand D zwischen den Leitern, unterschiedlicher Geometrie in der
Anordnung, abweichend von einer ebenen, gestreckten Form und der Umgebung kann eine
geeignete Länge l von diesem Wert abweichen. So ist es denkbar, dass die Länge l um
ein Zehntel, ein Fünftel oder ein Viertel von der idealen Länge abweicht, wobei die
Antenneneinrichtung 20 dennoch erfindungsgemäß in dem Hörhilfegerät die gewünschten
vorteilhaften Effekte erzielt. Dies kann insbesondere in der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform
einer Antenneneinrichtung 20 der Fall sein. In dieser Ausführungsform weist die Antenneneinrichtung
einen weiteren vierten Leiter 28 auf, der in einem geringen Abstand zu dem ersten
Leiter 21 und dem zweitem 22 Leiter und zu dem dritten Leiter 23 angeordnet ist, wobei
in der vorbestimmten Distanz von der Energiekoppeleinrichtung eine weitere ohmsche
Verbindung zwischen erstem Leiter und dem vierten Leiter sowie zwischen dem zweitem
und dem vierten Leiter angeordnet ist.
[0049] Abgeleitet vom dargestellten Prinzip in Fig. 2 sind auch weitere Varianten von Faltdipolen
für den Einsatz in erfindungsgemäßen Hörhilfegeräten geeignet. Neben einer Variation
der Länge l kann die Fußpunktimpedanz durch die Breite der parallel verlaufenden ersten,
zweiten und dritten Leiter verändert Werden. Eine weitere Möglichkeit, die Fußpunktimpedanz
zu beeinflussen, besteht in der Hinzunahme weitere paralleler Arme. Ein Faltdipol
mit drei Armen ist in Fig. 4 ersichtlich. Dabei kann die Energiekopplungseinrichtung
an einem der äußeren Arme bzw. den mittleren Arm angeordnet sein.
[0050] Die Dicken der ersten, zweiten dritten und vierten Leiter 21, 22, 23, 28 sowie die
Abstande zwischen diesen sind im Allgemeinen unterschiedlich und dienen als Freiheitsgrade
beim Entwurf. Die Integration eines dreiarmigen Faltdipols mit gleichen Dicken und
Abständen in ein Hörhilfegerät ist nachfolgend zu Fig. 4 erläutert. Weitere Freiheitsgrade
ergeben sich durch die Hinzunahme weiterer Arme oder auch durch eine unsymmetrische
Ausrichtung der Antenne.
[0051] Fig. 3 ist eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts im Teilschnitt.
In einem Hörhilfegerät 100 sind eine Signalverarbeitungseinrichtung 3 und eine Energiequelle
5 angeordnet. Die Signalverarbeitungseinrichtung 3 weist als Mittel 6 zum Erzeugen
und Detektion von elektromagnetischen Wellen und zur Dekodierung einen Sende-Empfänger-Baustein
6 auf, der in Fig. 3 nicht sichtbar ist. Der Sende-Empfänger-Bau-stein 6 ist durch
die Leitung 27 an den ersten Leiter 21 ohmsch angekoppelt. Der erste Leiter 21 ist
über die ohmsche Brücke 24 mit dem dritten Leiter 23 verbunden, der sich in geringem
Abstand zu dem ersten Leiter 21 von der Energiekoppeleinrichtung 26 weg erstreckt.
[0052] Eine vergleichbare Anordnung für den zweiten Leiter 22 und den dritten Leiter 23
befindet sich hinter der Signalverarbeitungseinrichtung 3 und ist in der Fig. 3 nicht
sichtbar.
[0053] Der Fig. 3 ist weiterhin die räumliche Anordnung in Relation zu dem Hörgerät 100
zu entnehmen. Die Signalverarbeitungseinrichtung hat zwei äußere Oberflächen, die
im Wesentlichen parallel zu den Außenwänden des Gehäuses 1 des Hörhilfegeräts 100
ausgerichtet sind. Das dargestellte Hörhilfegerät 100 ist ein Hinter-dem-Ohr-Hörhilfegerät,
dass anwendungsgemäß hinter der Ohrmuschel (Aurikel) eines Hörhilfegeräteträgers am
Kopf getragen wird. Dabei liegen die Außenwände des Gehäuses 1 an der Seitenwand des
Schädels und der Ohrmuschel an, sodass sowohl die Außenwand des Gehäuses 1 als auch
die Oberflächen 31 und 32 der Signalverarbeitungseinrichtung 3 im Wesentlichen parallel
zu einer Symmetrieebene des Kopfes des Hörhilfegeräteträgers ausgerichtet sind. Im
Wesentlichen heißt hier, dass die Symmetrieebene des Kopfes und die Oberflächen 31,
32 der Signalverarbeitungseinrichtung beispielsweise einen Winkel kleiner als 5 Grad
oder kleiner als 10 Grad einschließen.
[0054] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind der erste Leiter 21 und der parallel dazu verlaufende
Teil des dritten Leiters 23 parallel zur Oberfläche 31 der Signalverarbeitungseinrichtung
3 angeordnet und damit parallel zu der Symmetrieebene des Kopfes. Gleiches gilt für
den zweiten Leiter 22 und den Teil des Leiters 23, die an der Oberfläche 32 der Signalverarbeitungseinrichtung
3 angeordnet sind. Die Anordnung aus erstem Leiter 21, zweitem Leiter 22, drittem
Leiter 23, die Signalverarbeitungseinrichtung 3 und die Energiekoppeleinrichtung 26
ist in sich wiederum symmetrisch zu einer Ebene, die in der Mitte zwischen und parallel
zu den Oberflächen 31, 32 der Signalverarbeitungseinrichtung 3 verläuft. Aus dieser
inneren Symmetrie und der Anordnung des Hörgeräts 100 in einer Ebene parallel zur
Symmetrieebene des Kopfes des Trägers folgt wiederum die Tatsache, dass das Hörgerät
100 auf vorteilhafte Weise wahlweise an beiden Ohren des Hörhilfegeräteträgers anwendungsgemäß
angeordnet werden kann, ohne dass sich die Sende- bzw. Empfangseigenschaften der Antenneneinrichtung
ändert (abgesehen von der Spiegelung). Ein erfindungsgemäßes Hörgerät 100 kann also
gleichermaßen am linken und am rechten Ohr getragen werden.
[0055] Dabei ist es denkbar, dass der erste Leiter 21 sowie der zweite Leiter 22 und der
parallel dazu verlaufende Teil des dritten Leiters 23 nur im Wesentlichen in Ebenen
parallel zur Symmetrieebene des Kopfes angeordnet sind, aber beispielsweise einem
Knick oder einer Krümmung der Oberflächen 31, 32 der Signalverarbeitungseinrichtung
3 folgen, ohne die Ausrichtung parallel zur Symmetrieebene grundsätzlich zu verlassen.
[0056] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hörhilfegeräts
100. Gleiche Referenzzeichen bezeichnen hier die gleichen Gegenstände wie in Fig.
3.
[0057] Der Gegenstand der Fig. 4 unterscheidet sich von dem Gegenstand der Fig. 3 durch
eine andere Ausführungsform der Antenneneinrichtung 20. Zusätzlich zu dem ersten Leiter
21, dem zweiten Leiter 22, dem dritten Leiter 23 weist die Antenneneinrichtung 20
einen vierten Leiter 28 auf, der parallel zu dem ersten Leiter 21 und dem zweiten
Leiter 22 auf einer zu Leiter 23 gegenüberliegenden Seite von den Leitern 21, 22 angeordnet
ist. Der Abstand zwischen erstem Leiter 21 und drittem Leiter 23 ist der gleiche wie
zu zwischen erstem Leiter 21 und viertem Leiter 28. In einer anderen Ausführungsform
können die Abstände jedoch unterschiedlich sein, solange dieser Abstand im Sinne der
Erfindung ein geringer Abstand ist, wie er bereits erläutert wurde.
[0058] Die Antennenvorrichtungen 20 können in verschiedenen Ausführungsformen verschieden
realisiert sein. Die in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellten Beispiele basieren auf einer
Implementierung gedruckter Antennen mit flexiblem Trägersubstrat. Prinzipiell ist
die Implementierung auch auf einem starren Substrat möglich.
[0059] Außerdem kann eine Antennenstruktur direkt auf dem Gehäuse bzw. dem Rahmen im Hörgerät
aufgebracht werden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, sofern ein Laser-aktiviertes
Substrat (Moulded Injection Device, MID) zum Einsatz kommt. Dabei werden leitende
Elemente wie beispielsweise der erste, der zweite, der dritte und der vierte Leiter
21, 22, 23, 28 in einem Spritzgussmaterial eingebettet. Es ist aber auch denkbar,
dass ein leitender Film oder Schicht auf einen Rahmen oder auf eine Innenwand eines
Gehäuses 1 aufgebracht wird und anschließend in der beschriebenen Form strukturiert
wird. Der Film kann durch Abscheidung, aufsprühen, aufdampfen, aufkleben oder eine
andere Art aufgebracht werden. Zur Strukturierung können chemische Verfahren wie Ätzen
und Fotolithographie, mechanische Verfahren wie Fräsen oder auch physikalische Verfahren
wie Verdampfen mit einem Laser verwendet werden.
[0060] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Hörhilfegerät mit
einer Antenneneinrichtung (20),
wobei die Antenneneinrichtung (20) ausgelegt ist, elektromagnetische Wellen mit einer
vorbestimmten Wellenlänge Lambda zu empfangen und/oder auszusenden und wobei die Antenneneinrichtung
(20) aufweist:
eine Energiekoppeleinrichtung (26), welche ausgelegt ist, der Antenneneinrichtung
(20) elektrische Energie zuzuführen oder zu entnehmen;
dadurch gekennzeichnet,
dass das Hörhilfegerät weiterhin aufweist:
ein Hörgerätegehäuse (1) zum Tragen hinter dem Ohr,
mindestens ein in dem Hörgerätegehäuse (1) eingebautes Mikrofon (2) zur Aufnahme von
Schall aus der Umgebung und zur Umwandlung des Schalls in erste Audiosignale,
eine in dem Hörgerätegehäuse (1) integrierte Signalverarbeitungseinrichtung (3) zur
Verarbeitung der ersten Audiosignale,
einen Lautsprecher (4) zur Ausgabe eines akustischen Signals, an den ein Ausgangssignal
der Signalverarbeitungseinrichtung (3) übertragen wird, und
eine in das Hörgerätegehäuse (1) integrierten Batterie (5) zur Energieversorgung des
Hörhilfegeräts, und
dass die Antenneneinrichtung (20) weiterhin aufweist:
einen erster Leiter (21) und einen zweiter Leiter (22), welche in Energieaustausch
mit der Energiekoppeleinrichtung (26) stehen, sich von der Energiekoppeleinrichtung
(26) in unterschiedliche Richtungen weg erstrecken und in einem Abstand zu einem dritten
Leiter (23) angeordnet sind, der kleiner als 0,05-mal Lambda ist, wobei in einer vorbestimmten
Distanz, die eine Länge im Bereich zwischen Lambda geteilt durch zwei und Lambda geteilt
durch acht aufweist, zur Energiekoppeleinrichtung (26) eine erste ohmsche Verbindung
(24) zwischen erstem Leiter (21) und dem dritten Leiter (23) sowie eine zweite ohmsche
Verbindung (25) zwischen dem zweitem Leiter (22) und dem dritten Leiter (23) angeordnet
sind, wobei das Hörhilfegerät ein Strukturelement aufweist und die Antenneneinrichtung
(20) Teil des Strukturelements ist, und wobei das Strukturelement das Hörgerätegehäuse
(1) oder eine Rahmenkonstruktion ist, die verschiedene Elemente des Hörhilfegeräts
trägt und im Inneren des Hörgerätegehäuses (1) anordnet und fixiert.
2. Hörhilfegerät nach Anspruch 1,
wobei die Antenneneinrichtung (26) einen vierten Leiter (28) aufweist, wobei der vierte
Leiter (28) in einem geringen Abstand zu dem ersten Leiter (21) und dem zweitem Leiter
(22) und/oder zu dem dritten Leiter (23) angeordnet ist, wobei in der vorbestimmten
Distanz von der Energiekoppeleinrichtung (26) eine ohmsche Verbindung zwischen erstem
Leiter (21) und dem vierten Leiter (28) sowie zwischen dem zweitem Leiter (22) und
dem vierten Leiter (28) angeordnet ist.
3. Hörhilfegerät nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Antenneneinrichtung (20) eine Symmetrieebene aufweist, welche durch die
Energiekoppeleinrichtung (26) verläuft.
4. Hörhilfegerät nach Anspruch 3,
wobei die Symmetrieebene der Antenneneinrichtung (20) bei einem anwendungsgemäßen
Tragen des Hörhilfegeräts (100) im Wesentlichen parallel zu einer Symmetrieebene eines
Kopfes eines Hörhilfegeräteträgers ausgerichtet ist.
5. Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die ersten Leiter (21), zweiten
Leiter (22) und dritten Leiter (23) durch Strukturieren einer leitenden Fläche auf
dem Strukturelement ausgebildet sind.
6. Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Antenneneinrichtung (20)
auf einem flexiblen Trägerelement angeordnet ist.
7. Hörhilfegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Energiekoppeleinrichtung
(26) über ohmsche Kontakte an die Antenneneinrichtung (20) ankoppelt.
8. Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Energiekoppeleinrichtung
(26) kapazitiv an die Antenneneinrichtung (20) ankoppelt.
9. Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Energiekoppeleinrichtung
(26) induktiv an die Antenneneinrichtung (20) ankoppelt.
1. Hearing aid device having
an antenna device (20),
the antenna device (20) being designed to receive and/or emit electromagnetic waves
of a predetermined wavelength lambda, and the antenna device (20) having:
an energy coupling device (26) which is designed to supply electrical energy to the
antenna device (20) or to draw electrical energy from the antenna device (20);
characterized in
that the hearing aid device further has:
a hearing aid device housing (1) for wearing behind the ear,
at least one microphone (2) integrated into the hearing aid device housing (1) for
recording sound from the environment and convert it into first audio signals,
a signal processing device (3) integrated in the hearing aid device housing (1) for
processing the first audio signals,
a loudspeaker (4) for outputting an acoustic signal, to which an output signal of
the signal processing device (3) is transmitted, and
a battery (5) integrated into the hearing aid device housing (1) for supplying energy
to the hearing aid device, and
that the antenna device (20) further has:
a first conductor (21) and a second conductor (22), which exchange energy with the
energy coupling device (26), extend away from the energy coupling device (26) in different
directions and are arranged at a distance of less than 0.05 times lambda from a third
conductor (23), a first ohmic connection (24) being arranged between the first conductor
(21) and the third conductor (23) and a second ohmic connection (25) being arranged
between the second conductor (22) and the third conductor (23) at a predetermined
distance from the energy coupling device (26), which distance has a length in the
range between lambda divided by two and lambda divided by eight, wherein the hearing
aid device has a structural element and the antenna device (20) is part of the structural
element, and wherein the structural element is the hearing aid device housing (1)
or a frame construction, which supports various elements of the hearing aid device
and arranges and fixes them inside the hearing aid device housing (1).
2. Hearing aid device according to claim 1,
the antenna device (26) having a fourth conductor (28), the fourth conductor (28)
being arranged at a short distance from the first conductor and the second conductor
and/or the third conductor, an ohmic connection being arranged between the first conductor
(21) and the fourth conductor (28) and between the second conductor (22) and the fourth
conductor (28) at the predetermined distance from the energy coupling device (26).
3. Hearing aid device according to claim 1 or 2,
the antenna device (20) having a plane of symmetry which runs through the energy coupling
device (26).
4. Hearing aid device according to claim 3,
the plane of symmetry of the antenna device (20) being oriented substantially parallel
to a plane of symmetry of a head of a person wearing the hearing aid device when the
hearing aid device (100) is worn according to the use.
5. Hearing aid device according to any one of claims 1 to 4, the first conductor (21),
second conductor (22) and third conductor (23) being formed by structuring a conductive
surface on the structural element.
6. Hearing aid device according to one of claims 1 to 4, the antenna device (20) being
arranged on a flexible carrier element.
7. Hearing aid device according to one of the preceding claims,
the energy coupling device (26) coupling to the antenna device (20) via ohmic contacts.
8. Hearing aid device according to one of claims 1 to 6, the energy coupling device (26)
coupling capacitively to the antenna device (20).
9. Hearing aid device according to one of claims 1 to 6, the energy coupling device (26)
coupling inductively to the antenna device (20).
1. Appareil d'aide auditive avec
un mécanisme à antenne (20),
selon lequel le mécanisme à antenne (20) est configuré pour recevoir et/ou transmettre
des ondes électromagnétiques avec une longueur d'onde lambda prédéterminée et selon
lequel le mécanisme à antenne (20) comprend :
un mécanisme de couplage énergétique (26), lequel est configuré pour fournir de l'énergie
électrique au mécanisme à antenne (20) ou d'en prélever de l'énergie sur le mécanisme
à antenne (20),
caractérisé en ce
que l'appareil d'aide auditive comprend en outre :
un boîtier d'appareil d'aide auditive (1) à porter derrière l'oreille,
au moins un microphone (2) intégré dans le boîtier de l'appareil d'aide auditive (1)
pour capter le son de l'environnement et le convertir en premiers signaux audio,
un dispositif de traitement de signal (3) intégré dans le boîtier de l'appareil d'aide
auditive (1) pour traiter les premiers signaux audio,
un haut-parleur (4) pour la sortie d'un signal acoustique, auquel est transmis un
signal de sortie du moyen de traitement de signal (3), et
une pile (5) intégrée dans le boîtier de l'appareil d'aide auditive (1) pour l'alimentation
en énergie de l'appareil d'aide auditive, et
que le mécanisme à antenne (20) comprend en outre :
un premier conducteur (21) et un deuxième conducteur (22), lesquels se trouvent dans
une relation d'échange énergétique avec le mécanisme de couplage énergétique (26),
lesquels s'étendent en partant dans diverses directions depuis le mécanisme de couplage
énergétique (26), et lesquels sont disposés à une distance par rapport à un troisième
conducteur (23) qui est inférieure à 0,05 fois lambda, selon lequel, à une distance
prédéterminée du mécanisme de couplage énergétique (26), laquelle a une longueur dans
une plage comprise entre lambda divisé par deux et lambda divisé par huit, une première
liaison ohmique (24) est disposée entre le premier conducteur (21) et le troisième
conducteur (23) et une deuxième liaison ohmique (25) est disposée entre le deuxième
conducteur (22) et le troisième conducteur (23), selon lequel l'appareil d'aide auditive
comprend un élément de structure et le mécanisme à antenne (20) fait partie de cet
élément de structure, et selon lequel l'élément de structure est le boîtier de l'appareil
d'aide auditive (1) ou une construction en forme de cadre, qui supporte des divers
éléments de l'appareil d'aide auditive et les dispose et les fixe à l'intérieur du
boîtier de l'appareil d'aide auditive (1).
2. Appareil d'aide auditive selon la revendication 1,
selon lequel le mécanisme à antenne (26) comprend un quatrième conducteur (28), selon
lequel le quatrième conducteur (28) est disposé à une courte distance par rapport
au premier conducteur (21) et au deuxième conducteur (22) et/ou par rapport au troisième
conducteur (23), selon lequel une liaison ohmique est disposée à la distance prédéterminée
du mécanisme de couplage énergétique (26) entre le premier conducteur (21) et le quatrième
conducteur (28), ainsi qu'entre le deuxième conducteur (22) et le quatrième conducteur
(28).
3. Appareil d'aide auditive selon la revendication 1 ou 2,
selon lequel le mécanisme à antenne (20) comprend un plan de symétrie, lequel s'étend
à travers le mécanisme de couplage énergétique (26).
4. Appareil d'aide auditive selon la revendication 3,
selon lequel le plan de symétrie du mécanisme à antenne (20) est aligné pour l'essentiel
parallèlement à un plan de symétrie d'une tête d'un porteur de l'appareil d'aide auditive
lorsque l'appareil d'aide auditive (100) est porté de manière conforme à son usage.
5. Appareil d'aide auditive selon l'une des revendications 1 à 4,
selon lequel le premier conducteur (21), le deuxième conducteur (22) et le troisième
conducteur (23) sont formés par la structuration d'une surface conductrice sur l'élément
de structure.
6. Appareil d'aide auditive selon l'une des revendications 1 à 4,
selon lequel le mécanisme à antenne (20) est disposé sur un élément de support flexible.
7. Appareil d'aide auditive selon l'une des revendications précédentes,
selon lequel le mécanisme de couplage énergétique (26) se connecte au mécanisme à
antenne (20) par l'intermédiaire des contacts ohmiques.
8. Appareil d'aide auditive selon l'une des revendications 1 à 6,
selon lequel le mécanisme de couplage énergétique (26) se connecte de manière capacitive
au mécanisme à antenne (20).
9. Appareil d'aide auditive selon l'une des revendications 1 à 6,
selon lequel le mécanisme de couplage énergétique (26) se connecte inductivement au
mécanisme à antenne (20).