[0001] Die Erfindung betrifft ein Kontaktelement mit Kontaktstellen zur elektrisch leitenden
Verbindung von Kontaktbereichen beabstandeter Elemente, z.B. Leiterplatten. Die Erfindung
betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kontaktelements sowie
eine Kontaktvorrichtung, die eine Mehrzahl solcher Kontaktelemente umfasst.
[0002] Gattungsgemäße Kontaktelemente werden beispielsweise zur Ausbildung sogenannter Board-to-Board-
(B2B-) Verbinder eingesetzt, mit denen zwei voneinander beabstandet angeordnete Leiterplattem
elektrisch leitend verbunden werden.
[0003] Die Kontaktelemente sollen dabei eine möglichst verlustfreie Übertragung der Hochfrequenzsignale
auch in einem definierten Toleranzbereich bezüglich der Parallelität, des Abstands
sowie eines seitlichen Versatzes der beiden Leiterplatten bzw. dessen Kontaktbereichen
sicherstellen. Weitere Anforderungen sind eine kostengünstige Herstellung sowie eine
einfache Montage. Zudem sollen die axialen und radialen Abmessungen der Kontaktelemente
möglichst klein sein, da durch die weiter fortschreitende Miniaturisierung der Leiterplatten
bzw. der darauf aufgebrachten Leiterbahnen die Anzahl der nebeneinander in einem begrenzten
Raum anzuordnenden Kontaktelemente stetig steigt.
[0004] Bekannt ist, eine Verbindung zwischen zwei Leiterplatten mittels zwei, mit den Leiterplatten
fest verbundenen Koaxialsteckverbindern sowie einem die beiden Koaxialsteckverbinder
verbindenden Adapter, dem sogenannten "Bullet", herzustellen. Dieser Adapter ermöglicht
einen axialen und radialen Toleranzausgleich, sowie den Ausgleich von Parallelitätstoleranzen.
Typische hierfür eingesetzte Koaxialsteckverbinder sind SMP, Mini-SMP oder FMC.
[0005] Alternativ werden elektrische Verbindungen zwischen zwei Leiterplatten auch über
Federkontaktstifte in Einzelleiter- und/oder Mehrfachleiteraufbau realisiert. Derartige
Federkontaktstifte umfassen eine Hülse und einen teilweise innerhalb der Hülse geführten
Kopf sowie eine Schraubenfeder, die sich zwischen dem Kopf und der Hülse abstützt.
Die für die Schraubenfeder geforderten Eigenschaften bezüglich Federkraft und Blocklänge
erfordern relativ große Federlängen, die sich entsprechend nachteilig auf die axiale
Bauhöhe der Federkontaktstifte auswirken.
[0006] Aus der
US 6,776,668 B1 ist weiterhin ein Koaxialkontaktelement bekannt, über das Hochfrequenzsignale zwischen
zwei Leiterplatten übertragen werden sollen. Dabei dient ein Innenleiter, der in Form
eines Federkontaktstifts ausgebildet ist, als Signalleiter, während ein den Innenleiter
umgebender Außenleiter die Funktion eines Rückleiters sowie einer Schirmung für den
Innenleiter aufweist. Der Außenleiter umfasst einen hülsenförmigen Grundkörper, der
in Längsrichtung mehrfach geschlitzt ist. Das nicht geschlitzte Ende des Grundkörpers
bildet stirnseitig eine Kontaktstelle zur Kontaktierung eines Kontaktbereichs einer
der Leiterplatten aus. Auf dem Grundkörper ist eine Hülse des Außenleiters verschiebbar
geführt, die an einem Ende stirnseitig eine Kontaktstelle zur Kontaktierung eines
Kontaktbereichs der anderen Leiterplatte ausbildet. Zwischen dem Grundkörper und der
Hülse stützt sich eine vorgespannte Feder ab. Bei der Verbindung der beiden Leiterplatten
werden sowohl der Kopf des Innenleiters aus auch die Hülse des Außenleiters unter
weiterer Vorspannung der jeweiligen Federn verschoben, wodurch trotz möglicher Toleranzen
hinsichtlich des Abstands der Kontaktbereiche der Leiterplatten voneinander ein sicherer
Kontaktdruck bereitgestellt werden kann. Durch die Schlitzung des Grundkörpers weist
dieser zudem eine gewisse Flexibilität in seitlicher Richtung auf, wodurch erreicht
werden soll, dass auch relativ große Nichtparallelitäten zwischen den beiden Kontaktbereichen
ausgeglichen werden können.
Grundsätzlich weisen die bekannten Kontaktelemente relativ große Abmessungen auf,
die zudem, bedingt durch ihre Konstruktion und die sich daraus ergebende Funktion,
nicht beliebig verringerbar sind. Beispielsweise ist die Verringerung der Durchmesser
von Stecker-Buchse-Verbindungen, wie sie u.a. bei den genannten SMP-Steckverbindern
zum Einsatz kommen, nur bis zu einer gewissen Grenze möglich, da sich ansonsten bei
den üblicherweise eingesetzten Werkstoffen Festigkeitsprobleme von Stecker und Buchse,
insbesondere beim Zusammenstecken der Steckverbindung, ergeben würden.
[0007] Die
EP0184608 A2 offenbart ein Kontaktelement entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
gattungsgemäßes Kontaktelement anzugeben, das sich durch äußerst kleine Abmessungen
auszeichnet und dadurch die Ausbildung einer Kontaktvorrichtung ermöglicht, bei der
eine möglichst große Anzahl dieser Kontaktelemente auf einem vorgegebenen Raum untergebracht
sind.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Kontaktelement gemäß dem unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
Ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kontaktelements ist Gegenstand des unabhängigen
Anspruchs 10. Eine Kontaktvorrichtung, die eine Mehrzahl solcher Kontaktelemente umfasst,
ist Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 13. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Kontaktelements sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche und ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der Erfindung.
[0010] Grundgedanke der Erfindung ist, eine Miniaturisierung eines gattungsgemäßen Kontaktelements
durch die Nutzung alternativer, für die Herstellung von solchen Kontaktelementen bislang
ungenutzter Herstellungsverfahren zu erreichen. Dabei lag diesem Grundgedanken die
Erkenntnis zugrunde, dass eine reine Miniaturisierung der bekannten Kontaktelemente
u.a. aufgrund der bereits angesprochenen Festigkeitsprobleme nicht zum Erfolg führen
kann, sondern mit der Miniaturisierung gleichzeitig eine Änderung der funktionalen
Ausgestaltung verbunden sein müsste. Eine weitere Erkenntnis war dann, dass eine solche
funktionale Neugestaltung in Verbindung mit den angestrebten Dimensionen wohl nur
dadurch erreichbar ist, dass das Kontaktelement einteilig ausgebildet wird. Die gesuchten
alternativen Herstellungsverfahren mussten somit ermöglichen, mit vertretbaren Kosten
hochkomplexe Geometrien in äußerst kleinen Dimensionen herzustellen, wobei ein Werkstoff
verarbeitbar sein müsste, der die Integration der für gattungsgemäße Kontaktelemente
benötigten Funktionalitäten ermöglicht.
[0011] Umgesetzt wird dieser Grundgedanke der Erfindung in einem (dreidimensionalen) Kontaktelement
mit Kontaktstellen zur elektrisch leitenden und einen Raum überbrückenden Verbindung
von Kontaktbereichen beabstandeter Elemente, insbesondere Leiterplatten, das vollständig
aus einem oder mehreren abgeschiedenen Werkstoffen ausgebildet ist, von denen zumindest
eines elektrisch leitend ist.
[0012] Das "Abscheiden" von (Niederschlägen von) Werkstoffen ermöglicht die Ausgestaltung
extrem kleiner und dennoch hochkomplexer Geometrien. Die weiterhin vorgesehene, bevorzugte
Verwendung eines Metalls zur Abscheidung und damit zur Ausbildung der Kontaktelemente
ermöglicht aufgrund der elektrische leitenden Eigenschaften sowie der guten Elastizität
vieler Metalle die Integration der wesentlichen, für gattungsgemäße Kontaktelemente
benötigten Funktionalitäten, nämlich der elektrischen Leitfähigkeit sowie der Erzeugung
eines Kontaktdrucks, durch den ein guter Kontakt der Kontaktstellen mit den Kontaktbereichen
der zu verbindenden Elemente sichergestellt werden kann, in das miniaturisierte Kontaktelement.
Anstelle einer Ausbildung des Kontaktelements vollständig aus einem oder mehreren
abgeschiedenen Metallen können beispielsweise auch Kunststoffe verwendet werden. Hierzu
sollten diese vorzugsweise die geforderte Elastizität aufweisen und/oder elektrisch
leitend sein. Alternativ kann aber auch durch das zusätzliche Abscheiden einer oder
mehrerer Metallschichten ein teilweise aus Kunststoff bestehendes Kontaktelement elektrisch
leitend ausgebildet, insbesondere in einem letzten Abscheideschritt beschichtet werden.
[0013] Zur Abscheidung des Werkstoffs oder der Werkstoffe können beliebige geeignete, aus
dem Stand der Technik bekannte Verfahren vorgesehen sein. Besonders bevorzugte Verfahren
zur Abscheidung und somit zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
sind die sogenannten LiGA-Verfahren. Bei dem Begriff "LiGA" handelt es sich um eine
Verbindung aus den die wesentlichen Schritte dieser Verfahren beschreibenden Begriffe
"Lithographie", "
Galvanik" und "
Abformung".
[0014] Das bzw. die LiGA-Verfahren (zahlreiche Abwandlungen sind möglich) zeichnet sich
dadurch aus, dass es die Herstellung von Mikrostrukturen mit äußerst geringen Abmessungen
von z.B. 0,2 µm, Strukturhöhen bis 3 mm, und Aspektverhältnissen von z.B. 50 (für
Detailstrukturen sogar bis 500) aus z.B. den Materialien Kunststoff, Metall oder Keramik
ermöglicht.
[0015] Zur Herstellung eines Kontaktelements mittels eines LiGA-Verfahrens kann insbesondere
vorgesehen sein, auf einem ebenen Substrat, z.B. einem Siliziumwafer oder einer polierten
Scheibe aus z.B. Beryllium, Kupfer, Titan, eine foto- oder röntgenempfindliche Resistschicht
aus insbesondere Polymethylmethacrylat (PMMA) aufzubringen, die als Negativ-, vorzugsweise
jedoch als Positivresist vorgesehen sein kann. Sofern das Substrat nicht selbst elektrisch
leitend ist, kann dieses mit einer metallischen Keimschicht versehen werden. Dies
kann insbesondere durch "Sputterdeposition" oder Aufdampfen erfolgen. Danach wird
die Resistschicht belichtet und entwickelt, wodurch eine Negativform des herzustellenden
Kontaktelements entsteht. In einem Abscheideverfahren wird ein Werkstoff, vorzugsweise
Metall (oder auch mehrere Werkstoffe bzw. Metalle schichtweise) auf dem Substrat in
der Negativform abgeschieden. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, das oder die Werkstoffe
galvanisch abzuscheiden, wobei auch andere Abscheideverfahren, wie z.B. PVD oder CVD
möglich sind. Nach dem Entfernen des verbliebenen Resists bleiben zunächst das Substrat,
die Keimschicht und der abgeschiedene Werkstoff. Hierbei kann es sich bereits um das
Kontaktelement handeln, sofern in mindestens einer Schicht ein elektrisch leitender
Werkstoff, insbesondere ein Metall abgeschieden wurde. Das Kontaktelement kann dann
noch durch beispielsweise Ätzen der Keimschicht von dem Substrat gelöst werden.
[0016] Alternativ kann auch vorgesehen sein, die abschließend abgeschiedene Struktur als
Form eines Abformwerkzeugs vorzusehen. Dazu kann ein weiteres Abscheiden mit insbesondere
einem "Überwachsen" (eines Teils) der verbliebenen Resistschicht und ein anschließendes
Entfernen von Substrat und Keimschicht vorgesehen sein. Das herzustellende Kontaktelement
kann dann durch beispielsweise Spritzgießen oder Heißprägen hergestellt werden. Dies
eignet sich insbesondere für die Herstellung des Kontaktelements bzw. eines Grundkörpers
des Kontaktelements aus Kunststoff. Sofern der Kunststoff nicht elektrisch leitend
ist, kann dann noch vorgesehen sein, einen elektrisch leitenden Werkstoff, insbesondere
ein Metall in Form einer Beschichtung abzuscheiden
[0017] Sofern abgeschiedene Strukturen mit einer größeren Stärke benötigt werden, kann vorgesehen
sein, das beschriebene Verfahren zur Ausbildung einer Maske zu nutzen, die dann wiederum
zur gezielten Belichtung einer stärkeren Resistschicht eingesetzt wird. In diesen
Fällen wird in der Maske häufig Gold abgeschieden, das sich durch eine starke Absorption
von Röntgenstrahlung auszeichnet. Zudem kann vorgesehen sein, die Goldabscheidung
auf einer Titanmembran vorzunehmen (dich sich somit bei der Maskenherstellung zwischen
dem Substrat und der Resistschicht befand), die sich durch eine äußerste geringe Absorption
der Röntgenstrahlung auszeichnet.
[0018] Zur Belichtung der Resistschicht können insbesondere Röntgenstrahlen oder ultraviolettes
(UV-) Licht genutzt werden, wobei die Nutzung von Röntgenstrahlung tendenziell eine
höhere Präzision und die Nutzung von UV-Licht geringere Kosten verspricht.
[0019] Um eine möglichst kostengünstige Herstellung eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
mittels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zu erreichen, kann vorzugsweise vorgesehen
sein, dass bei der Durchführung eines LiGA-Verfahrens gleichzeitig eine Mehrzahl von
direkt oder indirekt zusammenhängenden Kontaktelementen erzeugt werden, die anschließend
vereinzelt werden.
[0020] In einer bevorzugten Ausgestaltung kann das erfindungsgemäße Kontaktelement (mindestens)
einen Federabschnitt aufweisen, der bei der Kontaktierung der Kontaktbereiche elastisch
verformt ist. Dieser Federabschnitt, der sich von dem oder den übrigen Abschnitten
des Kontaktelements durch eine geringere Federsteifigkeit bezogen auf die Verbindungsrichtung,
d.h. die Verbindungslinie der Kontaktstellen, auszeichnet, kann insbesondere für den
Ausgleich von Form- und Lagetoleranzen des Kontaktelements und der zu verbindenden
Kontaktbereiche sowie zur Sicherstellung eines definierten Kontaktdrucks dienen.
[0021] Besonders bevorzugt kann dabei vorgesehen sein, dass der Federabschnitt zwischen
zwei steifen Tragabschnitten angeordnet ist, die sich bei den bei der Kontaktierung
der Kontaktbereiche regelmäßig auftretenden Kräften nicht relevant bzw. nicht funktional
verformen. Die Tragabschnitte können insbesondere eine gute (Knick-)Stabilität des
Kontaktelements sicherstellen.
[0022] Der Federabschnitt kann vorzugsweise mäanderförmig ausgebildet ist. Ein solcher Federabschnitt
ist mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens gut herstellbar.
[0023] Alternativ kann der Federabschnitt mehrere koaxial angeordnete, bogenförmige Federlaschen
aufweisen. Auch solche Federlaschen lassen sich erfindungsgemäß gut herstellen. Besonders
bevorzugt kann dann noch vorgesehen sein, dass benachbarte Federlaschen bei der Kontaktierung
der zwei Kontaktbereiche infolge der Verformung des Federabschnitts kontaktieren.
Dadurch kann der Federabschnitt, sofern vorgesehen ist, dass dieser Teil des Signal-
oder Strompfads ist, einen relativ geringen elektrischen Widerstand aufweisen.
[0024] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kontaktelements
kann eine Rastverbindung vorgesehen sein, die das Kontaktelement in einer den Federabschnitt
teilweise verformten Stellung hält. Dadurch kann der Federabschnitt in einer unbelasteten
Neutralstellung des Kontaktelements bereits vorgespannt sein, wodurch dieses auch
bei nur geringer weiterer Verformung bei der Kontaktierung der Kontaktbereiche bereits
einen relativ großen Kontaktdruck erzeugen kann.
[0025] Weiterhin bevorzugt kann dann vorgesehen sein, dass bei einer weiteren Verformung
des Federabschnitts die die Rastverbindung ausbildenden Abschnitte aneinander abgleiten.
Die die Rastverbindung ausbildenden Abschnitte (hierbei kann es sich vorzugsweise
um die Tragabschnitte handeln) können somit die Relativbewegung der durch den Federabschnitt
verbundenen Abschnitte führen und dadurch die Stabilität des Kontaktelements positiv
beeinflussen.
[0026] Zur Herstellung eines solchen Kontaktelements kann vorgesehen sein, dass das oder
die Kontaktelemente erst nach der Herstellung und ggf. nach einer Vereinzelung zum
Einrasten der Rastverbindung(en) verformt werden.
[0027] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kontaktelements
kann vorgesehen sein, dass zwischen den Kontaktstellen ein Signal- oder Strompfad
ausgebildet ist, der den oder die Federabschnitte umgeht. Dieser Ausführungsform liegt
der Gedanke zugrunde, dass der Federabschnitt regelmäßig durch relativ kleine Querschnitte
des abgeschiedenen, elektrisch leitenden Werkstoffs und somit durch einen relativ
hohen elektrischen Widerstand gekennzeichnet ist. Ein Signal- oder Strompfad sollte
sich somit ohne Einbezug des Federabschnitts über die übrigen Abschnitte des Kontaktelements
erstrecken, die vorzugsweise größere Querschnittsflächen aufweisen.
[0028] Eine erfindungsgemäße Kontaktvorrichtung umfasst eine (vorzugsweise zumindest teilweise
elektrisch isolierende) Aufnahme, die eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten
Durchgangsöffnungen aufweist, sowie mehrere erfindungsgemäße Kontaktelemente, wobei
die Kontaktelemente in den Durchgangsöffnungen der Aufnahme angeordnet sind, wobei
diese die Aufnahme mit die Kontaktstellen aufweisenden Abschnitten überragen. Dadurch
kann eine einfach handhabbare Einheit mit einer Vielzahl erfindungsgemäßer Kontaktelemente
erzeugt werden. Zudem können die Kontaktelemente durch die Aufnahme in den Durchgangsöffnungen
in seitlicher Richtung abgestützt sein.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig.1:
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 2:
- das Kontaktelement gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht;
- Fig. 3:
- einer Vergrößerung des Ausschnitts III in Fig. 2;
- Fig. 4:
- einer Vergrößerung des Ausschnitts IV in Fig. 2;
- Fig. 5:
- einer Vergrößerung des Ausschnitts V in Fig. 2;
- Fig. 6:
- einer Vergrößerung des Ausschnitts VI in Fig. 2;
- Fig. 7:
- einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Kontaktvorrichtung mit Kontaktelementen gemäß
den Fig. 1 bis 6 in einem Querschnitt;
- Fig. 8:
- eine Anordnung der Kontaktelemente in der Kontaktvorrichtung gemäß Fig. 7;
- Fig.9:
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 10:
- einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Kontaktvorrichtung mit Kontaktelementen gemäß
den Fig. 10 bis 12 in einem Querschnitt;
- Fig. 11:
- eine Anordnung der Kontaktelemente in der Kontaktvorrichtung gemäß Fig. 12;
- Fig. 12:
- ein System aus zwei Leiterplatten und einer Kontaktvorrichtung gemäß Fig. 11 in einer
perspektivischen Explosionsansicht;
- Fig. 13:
- das System gemäß Fig. 12 in einer Seitenansicht;
- Fig. 14:
- eine Vergrößerung des Ausschnitts XIV in Fig. 12;
- Fig.15:
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements in einer Seitenansicht;
- Fig. 16:
- eine Vielzahl zusammenhängend hergestellter Kontaktelemente gemäß den Fig. 15;
- Fig.17:
- eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements in einer ersten
Stellung;
- Fig. 18:
- das Kontaktelement gemäß Fig. 17 in einer zweiten Stellung;
- Fig. 19:
- das Kontaktelement gemäß Fig. 17 in einer dritten Stellung;
- Fig. 20:
- eine erfindungsgemäße Kontaktvorrichtung mit Kontaktelementen gemäß den Fig. 17 bis
19 in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 21:
- einen Diagonalschnitt durch die Kontaktvorrichtung gemäß Fig. 20;
- Fig. 22:
- eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements in einer ersten
Stellung;
- Fig. 23:
- einen ersten Schritt eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 24:
- einen zweiten Schritt eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 25:
- einen dritten Schritt eines erfindungsgemäßen Verfahrens; und
- Fig. 26:
- einen vierten Schritt eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0030] In den Fig. 1 bis 6 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
7 dargestellt. Das einteilige, aus einem elektrisch leitenden Metall ausgebildete
Kontaktelement 7 ist erfindungsgemäß mittels eines LiGA-Verfahrens hergestellt worden,
dessen grundlegende Verfahrensschritte in den Fig. 23 bis 26 beispielhaft dargestellt
sind.
[0031] In der Fig. 23 ist dargestellt, wie eine auf einem Substrat 1 angeordnete Resistschicht
2 aus PMMA durch eine Maske mit Synchrotron-Strahlung 5 bestrahlt wird. Die Maske
weist eine für die Synchrotron-Strahlung weitgehend durchlässige Membran 3 (z.B. aus
Titan) auf, auf der eine Absorberstruktur 4 aus einem die Synchrotron-Strahlung stark
absorbierenden Werkstoff (z.B. Gold) aufgebracht ist. Dies führt in den bestrahlten
Abschnitten der Resistschicht 2 zu einer Umwandlung der langkettigen Moleküle des
PMMA in kurzkettige Moleküle, die sich in einem nasschemischen Entwicklungsschritt
selektiv gegen die nicht bestrahlten Abschnitte auflösen und damit entfernen lassen
(vgl. Fig. 24).
[0032] Die sich so auf dem Substrat 1 ergebenden Freiräume werden daraufhin durch galvanische
Abscheidung eines Metalls 6 aufgefüllt (vgl. Fig. 25). Nach einem Auflösen der verbliebenen
Resistschicht 2 (vgl. Fig. 26) und dem Ablösen von dem Substrat 1 wird die gewünschte
Struktur aus dem abgeschiedenen Metall 6 erhalten.
[0033] In den Fig. 25 und 26 ist diese lediglich beispielhaft als eine beliebige Metallstruktur
dargestellt. Erfindungsgemäß weist die Metallstruktur die Form eines oder mehrerer,
an definierten Verbindungspunkten zusammenhängender Kontaktelemente 7 auf, wie dies
in der Fig. 12 beispielhaft für eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
7 dargestellt ist. Zusammenhängende Kontaktelemente 7 können durch einen Trennen an
Verbindungsstellen 8, beispielsweise mittels eines Lasers, vereinzelt werden.
[0034] Das in den Fig. 1 bis 6 dargestellte Kontaktelement 7 umfasst zwei Tragabschnitte
8, die jeweils eine Kontaktstelle 9 ausbilden, die zur Kontaktierung eines Kontaktbereichs
eines Elements (nicht dargestellt) ausgebildet sind. Mittels des Kontaktelements 7
sollen somit die Kontaktbereiche der Elemente elektrisch leitend verbunden werden,
um insbesondere Hochfrequenzsignale zu übertragen. Die Kontaktstelle 9 des einen,
in den Fig. 1 und 2 oben dargestellten Tragabschnitts 8 umfasst eine schräg bezüglich
einer Längsachse 10 des Kontaktelements 7 angeordnete Kontaktfläche sowie eine sich
randseitig aus dieser Kontaktfläche erstreckende Spitze. Die Spitze dient dazu, eine
ggf. vorhandene Oxidschicht auf dem zu kontaktierenden Kontaktbereich zu durchdringen
und ggf. infolge einer Relativbewegung zu dem Kontaktbereich abzutragen. Dadurch soll
ein guter Kontakt mit dem unter der Oxidschicht liegenden Metall des Kontaktbereichs
sichergestellt werden.
[0035] Die zwei relativ steif ausgebildeten Tragabschnitte 8 sind über einen mäanderförmig
verlaufenden (Haupt-)Federabschnitt 11 miteinander verbunden. Ein Verschieben der
Tragelemente 8 relativ zueinander bezüglich der Längsachse 10 des Kontaktelements
führ zu einer Verformung und Vorspannung des (Haupt-)Federabschnitts 11.
[0036] Der in den Fig. 1 und 2 unten dargestellte Tragabschnitt 8 weist an seinem unteren
Ende noch zwei weitere, parallel zueinander angeordnete und ebenfalls mäanderförmig
verlaufende Federabschnitte 12 auf. Diese sind an ihrem einen Ende jeweils mit dem
unteren Ende des Tragabschnitts 8 und mit dem anderen Ende jeweils mit dem Querteil
eines T-förmigen Kolbens 13 verbunden. Die den Federabschnitten 12 abgewandte, leicht
gekrümmte Außenfläche des Querteils bildet die eine Kontaktstelle 9 des Kontaktelements
7 aus.
[0037] Die zwei Tragabschnitte 8 bilden weiterhin jeweils eine Rastnase 14 aus, die zusammen
eine Rastverbindung ausbilden, die nach dem Einrasten eine Relativverschiebung der
Tragabschnitte infolge der dann auf Zug vorgespannten (Haupt-)Federabschnitt 11 begrenzt.
In den Fig. 1 bis 3 ist das Kontaktelement 7 noch mit gelöster Rastverbindung dargestellt,
so wie es bei der Herstellung mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugt wird.
Durch eine Druckbelastung auf die beiden Enden des Kontaktelements 7 kann die Rastverbindung
unter temporärer elastischer Auslenkung der die Rastnasen 14 aufweisenden Abschnitte
der Tragabschnitte 8 eingerastet werden. Dabei wird der (Haupt-)Federabschnitt 11
auf Zug vorgespannt.
[0038] Gleichzeitig wird eine funktional entsprechende Rastverbindung zwischen dem unteren
Tragabschnitt 8 und dem Kolben 13 ausgebildet, wobei die Federabschnitte 12 auf Druck
vorgespannt werden (vgl. Fig. 5).
[0039] Der untere Tragabschnitt 8 weist weiterhin einen Klemmabschnitt 15 auf, der geringfügig
gegenüber der Längsachse 10 des Kontaktelements 7 geneigt verläuft. Infolge dieses
geneigten Verlaufs wird das freie Ende des Klemmabschnitts 15 durch den oberen Tragabschnitt
8 bei dessen Relativbewegung zu dem unteren Tragabschnitt 8 nach außen gedrückt und
somit elastisch ausgelenkt. Dies dient dazu, das Kontaktelement 7 in einer Durchgangsöffnung
einer Tragplatte 16 kraftschlüssig zu fixieren, wie dies in der Fig. 7 dargestellt
ist. Dabei soll die kraftschlüssige Fixierung insbesondere gegen ein Herausdrücken
des Kontaktelements 7 nach unten aus der Durchgangsöffnung sichern, wobei infolge
der Ausgestaltung des Klemmabschnitts 15 der seitlich gerichtete Druck proportional
zu der Kraftausübung von oben auf das Kontaktelement 7 ist. Dadurch kann eine sichere
kraftschlüssige Fixierung auch bei hohen Kräften (von oben, mit den entsprechenden
Gegenkräfte von unten) erreicht werden, während gleichzeitig das Kontaktelement 7
nach der Entlastung des oberen Tragabschnitts 8 ohne wesentlichen Kraftaufwand aus
der Durchgangsöffnung entfernt werden kann.
[0040] Die Fixierung des Kontaktelements in der Durchgangsöffnung bei einer Belastung nach
oben wird formschlüssig durch einen Anschlagen eines Absatzes 16 des unteren Tragabschnitts
8 an einem komplementären Absatz 17 in der Durchgangsöffnung erreicht.
[0041] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung äußerst kleiner Kontaktelemente
7. Beispielsweise kann damit ein Kontaktelement 7 hergestellt werden, das bezüglich
der in den Fig. 2 bis 7 dargestellten Bemaßungen folgende Dimensionen aufweist: a:
5,61 mm; b: 0,424 mm; c: 0,008 mm; d: 0,012 mm; e: 0,012 mm; f: 0,018 mm; g: 0,013
mm; h: 0,028 mm; i: 0,042 mm; j: 0,015 mm; k: 0,01 mm; l: 0,01 mm; m: 0,018 mm; n:
0,01 mm; o: 0,018 mm; p: 0,12 mm (Durchmesser); q: 5,02; r: 5,46 mm; s: 5,11 mm; t:
0,42 mm. Die (konstante) Stärke dieses Kontaktelements 7 beträgt 0,15 mm.
[0042] In der Fig. 7 ist ein Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Kontaktvorrichtung dargestellt.
Diese umfasst eine Aufnahme 18 mit einer Mehrzahl von parallel angeordneten Durchgangsöffnungen,
in denen jeweils ein Kontaktelement angeordnet und auf die beschriebene Art und Weise
fixiert ist. In der Fig. 7 ist beispielhaft in lediglich zwei der drei Durchgangsöffnungen
ein Kontaktelement 7 angeordnet. Zudem ist das eine Kontaktelement 7 in seiner durch
die Rastverbindung gehaltenen Neutralstellung und das andere mit fast maximalem Hub
dargestellt. Dies soll die toleranzausgleichende Funktion des (Haupt-)Federabschnitts
11 der Kontaktelemente 7 verdeutlichen.
[0043] Die konkrete Anordnung der Durchgangsöffnungen und damit der Kontaktelemente 7 in
der Aufnahme 18 erfolgt in Abhängigkeit von der mit der Kontaktvorrichtung zu erzielenden
Funktion. In der Fig. 8 ist eine erste beispielhafte Anordnung dargestellt, bei der
insgesamt neun Kontaktelemente 7 in quadratischer Anordnung mit diagonaler Ausrichtung
der einzelnen Kontaktelemente 7 offenbart. Vorgesehen sein kann, über das mittige
Kontaktelement 7 (Hochfrequenz-)Signale zu übertragen, während die anderen an Masse
angeschlossen sind und als Gegenpol dienen. Dadurch ergibt sich eine abgeschirmte
Anordnung des Signal-Kontaktelements 7, die funktional dem Innenleiter eines herkömmlichen
Koaxialkontaktelements entspricht und sich gleichzeitig durch äußerst kleine Abmessungen
auszeichnet. Die in der Fig. 8 dargestellte Anordnung kann entsprechend der dortigen
Bemaßung folgende Abmessungen aufweisen: a: 0,4 mm; b: 0,566; c: 0,15 mm; d: 0,24
mm.
[0044] Der Signal- und Strompfad zwischen den zwei Kontaktstellen 9 des Kontaktelements
7 wird primär von den beiden Tragabschnitten 8 sowie dem mit dem unteren Tragabschnitt
8 verbundenen Kolben 13 ausgebildet, die sich gegenüber den Federabschnitten 11, 12
durch eine größere Querschnittsfläche und dadurch einen geringeren elektrischen Widerstand
auszeichnen. Durch die Berührung der zwei Tragabschnitte 8 bzw. des unteren Tragabschnitts
8 mit dem Kolben 13 im Bereich der Rastverbindungen sowie des Klemmabschnitts 15 ist
der Signal- bzw. Strompfad unter Umgehung der Federabschnitte 11, 12 ausgebildet.
[0045] Die Fig. 9 und 10 zeigen eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
7. Dieses umfasst einen relativ steifen Tragabschnitt 8 sowie zwei Federabschnitte
11. Die Federabschnitte 11 umfassen jeweils drei bogenförmig verlaufende Federlaschen
19, von denen die jeweils äußere an ihrem freien Ende abgewinkelt ist. Im Bereich
der Abwinkelung bilden die äußeren Federlaschen 19 außenseitig jeweils eine Kontaktstelle
9 aus. Das freie Ende des abgewinkelten Abschnitts bildet zudem jeweils eine Rastnase
14 aus, die in Verbindung mit der Rastnase 14 eines von zwei Rastarmen 20 des Tragabschnitts
8 eine Rastverbindung ausbildet.
[0046] Der Tragabschnitt 8 bildet auf einer Seite eine Anlagefläche 21 aus, über die sich
das Kontaktelement 7 in einer Durchgangsöffnung einer Aufnahme 18 abstützt. Auf der
gegenüberliegenden Seite bildet der Tragabschnitt 8 zudem eine Federlasche 22 aus,
die in der Durchgangsöffnung unter Vorspannung gegen die benachbarte Öffnungswand
druckt und dadurch die Reibung zwischen der Anlagefläche 21 und der Öffnungswand verstärkt.
Das Kontaktelement 7 wird dadurch kraftschlüssig in der Durchgangsöffnung gehalten
(vgl. Fig. 10).
[0047] Die Fig. 9 zeigt das Kontaktelement in der Form, wie es in einem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellt wird. In dieser Form sind weder die Rastverbindungen eingerastet,
noch kontaktieren die drei Federlaschen 19 der zwei Federabschnitte 11 einander. Ein
solcher Kontakt sowie das Einrasten der Rastverbindungen wird durch das Ausüben von
Druckkräften auf die beiden Kontaktstellen 9 und eine dadurch erfolgte Deformation
der Federabschnitte 11 bewirkt.
[0048] Das in den Fig. 9 und 10 dargestellte Kontaktelement 7 kann beispielsweise entsprechend
der dortigen Bemaßungen folgende Dimensionen aufweisen: a: 1,3 mm; b: 1,0 mm; c: 0,39
mm; d: 0,72 mm. Die (konstante) Stärke des Kontaktelements 7 kann 0,15 mm betragen.
[0049] Die Fig. 11 zeigt eine mögliche Anordnung eine Mehrzahl der in den Fig. 9 und 10
dargestellten Kontaktelemente 7 in einer Aufnahme 18. Gezeigt ist eine parallele Anordnung
in insgesamt fünf Reihen. Dabei ist in der obersten Reihe eine Anordnung für eine
symmetrische Signalübertragung (100 Ω Impedanz) gewählt. Somit sind die Kontaktelemente
7 für die Signalübertragung paarweise vorgesehen, wobei sich beidseitig jedes Paars
jeweils ein an Masse angeschlossenes Kontaktelement 7 anschließt. In den vier unteren
Reihen ist dagegen eine single-ended Signalübertragung (50 Ω Impedanz) vorgesehen,
so dass die Signal-Kontaktelemente 7 und die Masse-Kontaktelement 7 abwechselnd angeordnet
sind. Die elektrische Isolation aller Signal-Kontaktelemente 7 wird mittels dielektrischer
Aufnahmeelemente 23 erreicht, die jeweils ein Signal-Kontaktelement 7 aufnehmen und
selbst in eine Aufnahme 18 integriert sind.
[0050] Die in der Fig. 11 dargestellte Anordnung kann entsprechend der dortigen Bemaßung
folgende Abmessungen aufweisen: a: 1,8 mm; b: 0,8 mm; c: 0,15 mm; d: 0,2 mm; e: 1,0
mm; f: 0,5 mm; g: 0,95 mm; h: 1,6 mm.
[0051] Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, das in den Fig. 9 und 10 dargestellte
Kontaktelement 7 in der in der Fig. 8 dargestellten Anordnung vorzusehen. Mögliche
Dimensionen können dann sein: a: 0,8 mm; b: 1,13 mm; c: 0,43 mm.
[0052] Die Fig. 12 bis 14 zeigen eine solche Anordnung der Kontaktelemente 7 in einer erfindungsgemäßen
Board-to-Board-Kontaktvorrichtung 24 zur Verbindung von zwei Leiterplatten 25. Die
Fixierung der Verbindung erfolgt dabei über zwei Druckplatten 26 und Verschraubungen
27.
[0053] In der Fig. 15 ist eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
7 dargestellt. Dieses entspricht weitgehend demjenigen der Fig. 9 und 10, wobei jedoch
die zur kraftschlüssigen Fixierung in einer Durchgangsöffnung dienende Federlasche
22 in eine Klemmleiste 28 übergeht. Dadurch kann eine verbesserte Fixierung des Kontaktelements
7 in einer Durchgangsöffnung einer Aufnahme 18 realisiert werden.
[0054] Die Fig. 16 verdeutlicht nochmals die gleichzeitige Herstellung einer Vielzahl erfindungsgemäßer
Kontaktelemente 7 in einem Verfahrensdurchgang. Dort ist die in dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellte metallische Struktur dargestellt, die die Kontaktelemente 7,
sowie einen die Kontaktelemente 7 über jeweils eine Verbindungsstelle 8 haltenden
Rahmen 29 umfasst. Gezeigt sind insgesamt 95 Kontaktelemente 7, die auf einer Fläche
mit den Abmessungen 16,1 mm x 9,4 mm erzeugt wurden.
[0055] Die Fig. 17 bis 19 zeigen eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
7. Dieses entspricht weitgehend (auch hinsichtlich der Abmessungen) der Ausführungsform
gemäß den Fig. 1 bis 6. Ein wesentlicher Unterschied ist die Ausgestaltung des unteren
Federabschnitts 12, der hier in Form einer gebogen verlaufenden, doppelten Federlasche
ausgebildet ist. Die Fig. 17 bis 19 zeigen dieses Kontaktelement 7 in verschiedenen
Stellungen. In der Fig. 17 ist das Kontaktelement 7 dargestellt, wie es direkt nach
der Herstellung mittels eines erfindungsgemäßen Verfahrens vorliegt. In der Fig. 18
wurde die Rastverbindung bereits eingerastet und dadurch der (Haupt-)Federabschnitt
11 vorgespannt. Dies stellt eine Neutralstellung des für die Nutzung vorbereiteten
Kontaktelements 7 dar. In dieser Neutralstellung werden die Kontaktelemente 7 in den
Durchgangsöffnung einer Aufnahme 18 einer erfindungsgemäßen Kontaktvorrichtung verbaut,
wie dies in den Fig. 20 und 21 dargestellt ist. In der Fig. 19 ist das zusammengeschobene
Kontaktelement 9 mit Nutzung des gesamten von dem (Haupt-)Federabschnitt 11 zur Verfügung
gestellten Federwegs dargestellt.
[0056] Hervorzuheben sind noch die äußerst geringen Federkräfte, die bei der Verformung
des/der Federabschnitts/-e 11, 12 erfindungsgemäßer Kontaktelemente 7 erzielbar sind.
Beispielsweise kann die Federkraft des in der Neutralstellung vorgespannten (Haupt-)Federabschnitts
11 des in den Fig. 17 bis 21 dargestellten Kontaktelements 7 lediglich ca. 0,04 N
und in der vollständig zusammengeschobenen Stellung ca. 0,1 N betragen. Relevant sind
die geringen Federkräfte, wenn eine Vielzahl erfindungsgemäßer Kontaktelemente 7 in
enger Anordnung in einer erfindungsgemäßen Kontaktvorrichtung kombiniert werden sollen.
Dann bleibt auch die Summe dieser Federkräfte und damit die Belastung der elektrisch
zu verbindenden Elemente (Leiterplatten) und die gegebenenfalls auf aufzubringenden
Steckkräfte zur Verbindung der Elemente vergleichsweise gering.
[0057] Die Fig. 22 zeigt noch eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kontaktelements
7. Besonderheit bei diesem Kontaktelement 7 ist, dass die zwei Tragabschnitte 8 sich
nicht direkt berühren, sondern ausschließlich über den (Haupt-)Federabschnitt 11 miteinander
verbunden sind. Bei diesem Kontaktelement 7 stellt somit der (Haupt-)Federabschnitt
11 einen Teil des Signal- und Strompfads dar. Die Fixierung des Kontaktelements 7
in einer Durchgangsöffnung einer Aufnahme 18 wird durch zwei federnd gelagerte Klemmabschnitte
31 bewirkt.
1. Kontaktelement (7) mit Kontaktstellen (9) zur elektrisch leitenden Verbindung von
Kontaktbereichen beabstandeter Elemente, wobei das Kontaktelement vollständig aus
einem oder mehreren abgeschiedenen Werkstoffen ausgebildet ist, von denen zumindest
einer elektrisch leitend ist, gekennzeichnet durch einen Federabschnitt (11, 12), der bei der Kontaktierung der zwei Kontaktbereiche
elastisch verformt ist, und eine Rastverbindung, die das Kontaktelement (7) in einer
den Federabschnitt (11, 12) teilweise verformten Stellung hält.
2. Kontaktelement (7) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Federabschnitt (11, 12) zwischen zwei steifen Tragabschnitten (8) angeordnet
ist.
3. Kontaktelement (7) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federabschnitt (11, 12) mäanderförmig ausgebildet ist.
4. Kontaktelement (7) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federabschnitt (11, 12) mehrere koaxial angeordnete, bogenförmige Federlaschen
(19) aufweist, wobei benachbarte Federlaschen (19) bei der Kontaktierung der zwei
Kontaktbereiche kontaktieren.
5. Kontaktelement (7) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer weiteren Verformung des Federabschnitts (11, 12) die die Rastverbindung
ausbildenden Abschnitte aneinander abgleiten.
6. Kontaktelement (7) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverbindung von den Tragabschnitten (8) ausgebildet ist.
7. Kontaktelement (7) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen den Federabschnitt (11, 12) umgehenden Signal- oder Strompfad zwischen den
Kontaktstellen (9).
8. Verfahren zur Herstellung eines Kontaktelements (7) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche unter Einsatz eines LiGA-Verfahrens.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einem LiGA-Verfahren eine Mehrzahl von zusammenhängenden Kontaktelementen (7)
erzeugt wird, die anschließend vereinzelt werden.
10. Verfahren gemäß Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Kontaktelemente (7) nach der Herstellung und ggf. nach der Vereinzelung
zum Einrasten der Rastverbindung(en) verformt werden.
11. Kontaktvorrichtung mit einer Aufnahme (18), die eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen
aufweist, sowie mit mehreren Kontaktelementen (7) gemäß einem der Ansprüche 1 bis
7, wobei die Kontaktelemente (7) in den Durchgangsöffnungen angeordnet sind und wobei
diese die Aufnahme (18) mit die Kontaktstellen (9) aufweisenden Abschnitten überragen.
1. Contact element (7) having contact points (9) for the electrically conductive connection
of contact regions of mutually spaced elements, wherein said contact element is completely
formed of one or more deposited materials, of which at least one is electrically conductive,
characterised by a spring section (11, 12) which is elastically deformed when contact is made with
the two contact regions, and a snap-lock connection which holds the contact element
(7) in a position in which the spring section (11, 12) is partially deformed.
2. Contact element (7) according to claim 1, characterised in that the spring section (11, 12) is arranged between two rigid supporting sections (8).
3. Contact element (7) according to one of the preceding claims, characterised in that the spring section (11, 12) is meander-formed in design.
4. Contact element (7) according to one of the preceding claims, characterised in that the spring section (11, 12) has several coaxially arranged curved spring tabs (19),
wherein adjacent spring tabs (19) make contact when contact is made with the two contact
regions.
5. Contact element (7) according to one of the preceding claims, characterised in that, on a further deformation of the spring section (11, 12), the sections forming the
snap-lock connection slide against each other.
6. Contact element (7) according to claims 2, characterised in that the snap-lock connection is formed by the supporting sections (8).
7. Contact element (7) according to one of the preceding claims, characterised through a signal or current path between the contact points (9) which bypasses the spring
section (11, 12).
8. Method for the manufacture of a contact element (7) according to one of the preceding
claims using a LiGA method.
9. Method according to claim 8, characterised in that, in a LiGA method, a plurality of connected contact elements (7) is created which
contact elements are subsequently separated.
10. Method according to claim 8 or 9 characterised in that the contact element(s) (7) is/are deformed following manufacture and possibly following
separation in order to engage the snap-lock connection(s).
11. Contact device having a mounting (18) which possesses a plurality of through-openings,
as well as having several contact elements (7) according to one of the claims 1 to
7, wherein the contact elements (7) are arranged in the through-openings and wherein
the sections of said contact elements containing the contact points (9) project beyond
the mounting (18).
1. Elément de contact (7) avec des points de contact (9) pour la liaison électriquement
conductrice de zones de contact d'éléments espacés, l'élément de contact étant réalisé
entièrement à partir d'un ou de plusieurs matériaux déposés, dont au moins un est
électriquement conducteur, caractérisé par un tronçon élastique (11, 12) qui, lors de la mise en contact des deux zones de contact
est élastiquement déformé, et par une liaison par encliquetage qui maintient l'élément
de contact (7) dans une position qui déforme partiellement le tronçon élastique (11,
12).
2. Elément de contact (7) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tronçon élastique (11, 12) est agencé entre deux tronçons de support (8) rigides.
3. Elément de contact (7) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tronçon élastique (11, 12) est réalisé en forme de méandre.
4. Elément de contact (7) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tronçon élastique (11, 12) présente plusieurs pattes élastiques (19) en forme
d'arcs agencées coaxialement, des pattes élastiques (19) voisines venant en contact
lors de la mise en contact des deux zones de contact.
5. Elément de contact (7) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors d'une autre déformation du tronçon élastique (11, 12), les tronçons réalisant
la liaison par encliquetage glissent les uns sur les autres.
6. Elément de contact (7) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la liaison par encliquetage est réalisée par les tronçons de support (8).
7. Elément de contact (7) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un trajet de signal ou un trajet de courant entre les points de contact (9) qui contourne
le tronçon élastique (11, 12).
8. Procédé de fabrication d'un élément de contact (7) selon l'une des revendications
précédentes par mise en oeuvre d'une technologie de type LiGA.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que dans une technologie de type LiGA on produit une multitude d'éléments de contact
(7) contigus qui sont ensuite séparés.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le ou les éléments de contact (7) sont déformés après la fabrication et, le cas échéant,
après la séparation pour faire encliqueter la/les liaisons par encliquetage.
11. Dispositif de contact avec un logement (18) qui présente une multitude d'ouvertures
de passage ainsi qu'avec plusieurs éléments de contact (7) selon l'une des revendications
1 à 7, les éléments de contact (7) étant agencés dans les ouvertures de passage et
celles-ci dépassant du logement (18) avec des tronçons présentant les points de contact
(9).