[0001] Die Erfindung betrifft einen Datenträger, insbesondere ein Wertdokument, ein Sicherheitspapier,
eine Ausweiskarte, einen Markenartikel oder dergleichen, einer Serie von Datenträgern,
mit einem aus mehreren Zeichen bestehenden individualisierenden Kennzeichen, das den
Datenträger aus einer Serie von Datenträgern individualisiert und eine Gestaltungsform
aufweist, die durch die strukturellen Parameter geometrische Anordnung der Zeichen
relativ zueinander, Orientierung der Zeichen, Größe der Zeichen, Strichstärke der
Zeichen, Abstand der Zeichen, Schrifttyp der Zeichen, Farbe der Zeichen und im Fall
von in Form von Zahlzeichen vorliegenden Zeichen durch die Art der Zahlschrift charakterisiert
ist. Die Erfindung betrifft auch eine Serie von solchen Datenträgern sowie ein Verfahren
zum Herstellen eines solchen Datenträgers.
[0002] Wertdokumente wie Banknoten, Aktien, Urkunden, Gutscheine, Schecks, Eintrittskarten
und dergleichen sind in der Regel mit einem individualisierenden Kennzeichen, wie
etwa einer Seriennummer versehen. Zur Erhöhung der Sicherheit ist dieses Kennzeichen
oft mehrfach auf dem Wertdokument aufgebracht. Beispielsweise sind Banknoten zweifach
mit der Seriennummer versehen, so dass jede Banknotenhälfte eindeutig identifizierbar
ist. Die beiden Seriennummern lauten dabei in der Regel gleich, wobei die Anordnung
der Seriennummern unterschiedlich sein kann. Überdies kann eine der Seriennummern
auch nur einen Teil der Seriennummer wiedergeben und eine sogenannte Kurzform darstellen.
Beispielsweise verläuft eine Langform der Seriennummer horizontal, während eine Kurzform
der Seriennummer in einer anderen Farbe gehalten ist und vertikal verläuft.
[0003] Die Seriennummer wird dabei üblicherweise mithilfe von Prägenummerierwerken aufgebracht.
Es ist jedoch auch bekannt, die Seriennummer ohne die Verwendung von Prägenummerierwerken
aufzubringen, beispielsweise mit Tintenstrahl-Nummeriervorrichtungen, bei denen die
Seriennummer auf das Dokument mithilfe eines Tintenstrahldruckers aufgebracht wird.
Die Zifferung von Banknoten mit mechanisch oder elektromechanisch geschalteten Zifferungslaufwerken
verursacht einen hohen Einrichtungs- und Wartungsaufwand.
[0004] Zudem ist die Sicherheitsrelevanz einer konventionellen Zifferung vergleichsweise
gering. So benötigt die Zifferung einen weißen oder zumindest hellen Untergrund, der
zudem nicht im Stichtiefdruck ausgeführt sein darf, da sonst Farbreste in die Ziffernlaufwerke
gelangen und deren Funktion beeinträchtigen können. Bedingt durch die üblichen Passerschwankungen
muss daher ein relativ großer Platz für die Zifferung vorgehalten werden.
[0005] Eine Banknote mit einem lesbaren Code aus Buchstaben oder Zahlen, der zur eindeutigen
Kennzeichnung der Banknote eine fortlaufende Seriennummer umfasst, ist beispielsweise
aus der Druckschrift
US 4,234, 214 bekannt. Der lesbare Code ist an einer ersten Position der Banknote in positiver
Form und an einer zweiten Position in negativer Form mit mehrfarbigem Hintergrund
aufgebracht. Die Herstellung einer solchen Negativ- oder Inversdarstellung der Seriennummer
ist vergleichsweise aufwändig, da sie eine Reihe von Verfahrensschritten erfordert.
[0006] Gemäß dem in der Druckschrift
EP 0 768189 beschriebenen Verfahren wird jedes Dokument mit einem Sicherheitsmerkmal in Form
eines Folienelements versehen, das dauerhaft mit dem Dokument verbunden wird und nicht
ohne Zerstörung veränderbar ist. Vor dem Aufbringen der Folienelemente auf die Dokumente
werden diese mit einer von Folienelement zu Folienelement variablen, maschinenlesbaren
Bildinformation versehen. Nach dem Aufbringen der Folienelemente passieren die Dokumente
ein Lesegerät, das die variable Bildinformation liest und einen Drucker steuert, welcher
diese variable Bildinformation als Kopie außerhalb des Folienelements auf das Dokument
aufbringt. Es kann sich dabei insbesondere um eine Zeichenkombination handeln, welche
als Bestandteil einer Seriennummer aufgedruckt wird.
[0007] Die Druckschrift
DE 10 2004 022 079 offenbart ein Wertdokument, insbesondere eine Banknote, mit individualisierendem
Kennzeichen, das auf der Vorderseite und der Rückseite jeweils mindestens einmal aufgebracht
ist, wobei zumindest eine der auf Vorder- und Rückseite aufgebrachten individualisierenden
Kennzeichnungen mit einem berührungslosen Verfahren, beispielsweise durch Einwirkung
eines Laserstrahls, auf das Wertdokument aufgebracht ist.
[0008] Ausgehend von bekannten Ausgestaltungen perforierter Seriennummern, deren Buchstaben
oder Ziffern jeweils von einer Anordnung von Öffnungen gebildet sind, beschreibt die
Druckschrift
US 2013/0043311 A1 ein Sicherheitselement, das eine Anordnung von Öffnungen enthält, deren relative
Anordnung zueinander ebenfalls eine erkennbare Information bildet, beispielsweise
einen Buchstaben oder eine Ziffer, und bei dem darüber hinaus die Öffnungen in wenigstens
zwei unterschiedlichen Formen oder Orientierungen vorliegen und auf diese Weise eine
codierte Information bilden.
[0009] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Datenträger der eingangs
genannten Art anzugeben, der einfach herzustellen ist und eine hohe Fälschungssicherheit
aufweist. Auch soll ein vorteilhaftes Verfahren zum Herstellen von Datenträgern der
eingangs genannten Art angegeben werden.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Gemäß der Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Datenträger vorgesehen, dass
- zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von einer
individuellen Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens bestimmt ist, so dass
die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens und die Gestaltungsform
des individualisierenden Kennzeichens korreliert sind, und/ oder
- zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von einer
individuellen Eigenschaft des Datenträgers bestimmt ist, so dass die individuelle
Eigenschaft des Datenträgers und die Gestaltungsform des individualisierenden Kennzeichens
korreliert sind.
[0012] Die Erfindung beruht dabei auf dem Gedanken, die Gestaltungsform bzw. das Erscheinungsbild
des individualisierenden Kennzeichens von einer individuellen Eigenschaft bzw. vom
jeweiligen Inhalt des individualisierenden Kennzeichens oder des Datenträgers abhängig
zu machen. Auf diese Weise zeigen die individualisierenden Kennzeichen unterschiedlicher
Datenträger einer Serie je nach individueller Eigenschaft des individualisierenden
Kennzeichens oder des Datenträgers ein gleiches oder ein unterschiedliches Erscheinungsbild.
So weisen individualisierende Kennzeichen mit der gleichen individuellen Eigenschaft,
z. B. der gleichen Prüfzahl, die gleiche Gestaltungsform auf, während den individualisierenden
Kennzeichen, die eine andere individuelle Eigenschaft aufweisen, gemäß der vorgegebenen
Beziehung eine unterschiedliche Gestaltungsform zugeordnet ist.
[0013] Dabei beeinflusst die individuelle Eigenschaft das Erscheinungsbild zumindest eines
Teils des individualisierenden Kennzeichens, so dass das jeweilige Erscheinungsbild
das Kennzeichen um ein weiteres Sicherheitsmerkmal ergänzt. Eine solche inhaltsabhängige
Gestaltung des individualisierenden Kennzeichens bietet mehr Gestaltungsspielraum
und erhöht darüber hinaus die Fälschungssicherheit.
[0014] Die bei den einzelnen Datenträgern der Serie variierenden strukturellen Parameter
des individualisierenden Kennzeichens bewirken dabei, dass ein Fälscher keine konventionelle
Nummerierungsvorrichtung wie z. B. ein Prägenummerierwerk verwenden kann oder der
Einsatz einer solchen einen unverhältnismäßig hohen Zeit- und Kostenaufwand verursacht
und die Nachstellung damit unökonomisch macht. Zudem kann die Korrelation zwischen
Gestaltungsform und individueller Eigenschaft des Kennzeichens bzw. des Datenträgers
dergestalt sein, dass sich diese nicht oder zumindest nicht ohne Weiteres der Analyse
einer geringen Anzahl von Datenträgern aus der Serie entnehmen lässt. Dadurch kann
ein Fälscher nur auf Kopien vorhandener Exemplare von Datenträgern ausweichen, was
dazu führt, dass mehrere Datenträger mit gleicher Kennzeichnung existieren und so
relativ einfach entdeckt werden können.
[0015] Die die Gestaltungsform charakterisierenden strukturellen Parameter des individualisierenden
Kennzeichens können beispielsweise derart bestimmt sein, dass die Zeichen in Abhängigkeit
von einer individuellen Eigenschaft des Kennzeichens bzw. des Datenträgers horizontal
oder vertikal, auf einer Linie beliebiger Form, insbesondere auf einer geraden, beispielsweise
geneigten Linie mit konstanter Neigung, oder auf einer gekrümmten, beispielsweise
wellenförmigen oder gebogenen Linie relativ zueinander geometrisch angeordnet sind,
dass die Zeichen als solche eine bestimmte Orientierung aufweisen, insbesondere um
einen bestimmten Winkel gegenüber einer vorgegebenen Achse gekippt sind, dass die
Zeichen eine bestimmte Schriftgröße oder einen definierten Schriftgrößenverlauf aufweisen,
dass die Zeichen eine bestimmte Strichstärke aufweisen, dass die Zeichen einen bestimmten
konstanten oder variierenden Abstand aufweisen, dass die Zeichen in einem bestimmten
Schrifttyp verfasst sind, z. B. Courier, Times New Roman, Frutiger oder OCR-B, dass
die Zeichen in einer bestimmten, unter normalen Betrachtungsbedingungen sichtbaren
oder nicht sichtbaren Farbe ausgebildet sind, und/ oder dass die Zeichen in dem Fall,
dass diese als Zahlzeichen vorliegen, d.h. Schriftzeichen, denen als Wert eine Zahl
zugewiesen wird, in einer bestimmten Art einer Zahlschrift wiedergegeben sind, z.
B. als thailändische, (indisch-)arabische oder römische Ziffern. Beliebig komplexe
Vorschriften sind möglich.
[0016] Mit Vorteil umfasst der Teil des individualisierenden Kennzeichens, für den zumindest
einer der strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung bestimmt ist, mindestens
drei Zeichen des individualisierenden Kennzeichens. Dadurch ist sichergestellt, dass
das individuelle Erscheinungsbild des individualisierenden Kennzeichens im Allgemeinen
zuverlässig wahrgenommen werden kann.
[0017] Im Allgemeinen beruht die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens
auf einer durch eines oder mehrere der Zeichen des individualisierenden Kennzeichens
vorgegebenen Information. Die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens
kann für mehrere der Datenträger aus der Serie übereinstimmen. In einer vorteilhaften
Erfindungsvariante ist zumindest einer der strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen
Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen Eigenschaft des individualisierenden
Kennzeichens bestimmt, wobei die individuelle Eigenschaft des individualisierenden
Kennzeichens durch den Inhalt einer vorgegebenen Stelle oder mehrerer vorgegebener
Stellen bzw. dem Wert eines vorgegebenen Zeichens oder mehrerer vorgegebener Zeichen
des individualisierenden Kennzeichens oder durch eine Prüfzahl des individualisierenden
Kennzeichens, die beispielsweise aus den Werten vorgegebener Zeichen ermittelt wird,
gegeben ist. Die Prüfzahl als solche muss dabei nicht Teil des Kennzeichens sein.
Ist die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens beispielsweise
durch den Inhalt einer vorgegebenen Stelle bzw. den Wert eines vorgegebenen Zeichens
des individuellen Kennzeichens gegeben, so wirkt sich der Inhalt dieser Stelle dabei
auch auf die Gestaltungsform der Zeichen des restlichen Teils des individualisierenden
Kennzeichens aus.
[0018] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das individualisierende Kennzeichen durch
die Seriennummer des Datenträgers gebildet. In bestimmten Ausführungsformen kann das
Kennzeichen mit individuellen Erweiterungen, wie z. B. einer zusätzlichen Prüfziffer
oder einem Symbol versehen sein.
[0019] Mit Vorteil ist zumindest einer der strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen
Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen Eigenschaft des individualisierenden
Kennzeichens für das gesamte individualisierende Kennzeichen bestimmt. Die individuelle
Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens beeinflusst damit das Erscheinungsbild
des gesamten individualisierenden Kennzeichens.
[0020] In bevorzugten Ausgestaltungen sind zumindest zwei der strukturellen Parameter, bevorzugt
zumindest drei der strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit
von der individuellen Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens bestimmt.
Beispielsweise können für die gesamte Seriennummer oder für einen Teil der Seriennummer
die geometrische Anordnung der Zeichen relativ zueinander und die Größe der Zeichen
nach der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von der Prüfzahl der Seriennummer
bestimmt sein, so dass die Gestaltungsform der Seriennummer mit der Prüfzahl in Korrelation
steht. Die Prüfzahl kann dabei selbst Teil der Seriennummer sein und beispielsweise
die letzte Stelle der Seriennummer belegen.
[0021] In einer anderen ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante ist zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen
Eigenschaft des Datenträgers bestimmt, wobei die individuelle Eigenschaft des Datenträgers
durch eine auf dem Datenträger vorliegende und einen Teil der Serie von Datenträgern
kennzeichnende Kennung gegeben ist. Eine solche Kennung kann beispielsweise in Form
einer Nummer, die Informationen zum Druck der Banknote gibt, wie ein Plattencode bzw.
Druckercode, vorliegen.
[0022] Auch bei dieser Variante ist zumindest einer der strukturellen Parameter gemäß der
vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen Eigenschaft des Datenträgers
für das gesamte individualisierende Kennzeichen bestimmt.
[0023] In bevorzugten Ausgestaltungen sind zumindest zwei der strukturellen Parameter, bevorzugt
zumindest drei der strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit
von der individuellen Eigenschaft des Datenträgers bestimmt.
[0024] Bei einer Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Datenträgers ist zumindest für
einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der strukturellen
Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen Eigenschaft
des individualisierenden Kennzeichens und von der individuellen Eigenschaft des Datenträgers
bestimmt. Die Gestaltungsform des individualisierenden Kennzeichens steht damit sowohl
mit einer Eigenschaft des Kennzeichens als auch mit einer Eigenschaft des Datenträgers
in Korrelation.
[0025] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das individualisierende Kennzeichen mit
einem berührungslosen Verfahren zumindest einmal auf den Datenträger aufgebracht.
Da die berührungslosen Verfahren rechnergesteuert die Position des Kennzeichens festlegen
können, kann der hohe Aufwand für das Einrichten von Zifferungslaufwerken entfallen.
Der Einsatz eines berührungslosen Verfahrens für die Kennzeichnung eröffnet darüber
hinaus die Möglichkeit, der Zifferung oder allgemein dem individualisierenden Kennzeichen
neue Sicherheitsmerkmale zu verleihen, und hebt gleichzeitig bisher bestehende Beschränkungen
der Buchdruck-Zifferung auf. Die gestalterische Freiheit für den Designer wird dadurch
deutlich erhöht.
[0026] Mit Vorteil ist das individualisierende Kennzeichen durch Einwirkung von Laserstrahlung
auf den Datenträger aufgebracht. Eine derartige Kennzeichnung mit einem Laser bietet
dem Designer die Freiheit, die Kennzeichen an beliebigen Orten auf dem Datenträger
anzubringen. Vorzugsweise ist an der Vorderseite und/ oder der Rückseite des Datenträgers
ein lasersensitiver Kennzeichnungsbereich angeordnet, der durch Einwirkung eines Laserstrahls
mit dem individualisierenden Kennzeichen versehen ist.
[0027] Das lasergeschriebene individualisierende Kennzeichen weist bevorzugt eine visuell
erkennbare Farb- oder Kontraständerung auf. Insbesondere ist das Kennzeichen geschwärzt.
Eine Farbänderung kann beispielsweise durch geeignete Zusatzstoffe in den Kennzeichnungsbereichen
erreicht oder verstärkt werden, die beim Auftreffen von Laserstrahlung einen Farbumschlag
bewirken. Zusätzlich oder alternativ können die Kennzeichnungsparameter beim Lasern
auch so gewählt werden, dass das lasergeschriebene Kennzeichen eine fühlbare Reliefstruktur
erhält. Die Höhe der Zeichen des die fühlbare Reliefstruktur aufweisenden individualisierenden
Kennzeichens über der Oberfläche des Datenträgers kann ebenfalls mit der individuellen
Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens und/ oder mit der individuellen
Eigenschaft des Datenträgers korreliert sein. Beispielsweise sind Ausgestaltungen
denkbar, bei denen abhängig von der individuellen Eigenschaft des individualisierenden
Kennzeichens unterschiedliche Zeichen des individualisierenden Kennzeichens mit einer
fühlbaren Reliefstruktur versehen sind.
[0028] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das individualisierende Kennzeichen
mit einem berührungslosen Ink-Jet-Verfahren auf den Datenträger aufgebracht.
[0029] Die Erfindung umfasst auch eine Serie von Datenträgern der genannten Art, die bis
auf die jeweiligen individualisierenden Kennzeichen, die jeweils nur einen Datenträger
in der Serie identifizieren, und gegebenenfalls die jeweiligen individuellen Eigenschaften
des Datenträgers, die jeweils einen Teil der Serie von Datenträgern kennzeichnen,
wie z. B. auf dem Datenträger vorliegende Kennungen, im Wesentlichen identisch sind.
[0030] Des Weiteren enthält die Erfindung auch ein Verfahren zum Herstellen eines Datenträgers
der genannten Art mit einem individualisierenden Kennzeichen, das den Datenträger
aus einer Serie von Datenträgern individualisiert, wobei bei dem Verfahren
[0031] - zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer
der strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von
einer individuellen Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens bestimmt wird,
so dass die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens und die
Gestaltungsform des individualisierenden Kennzeichens korreliert sind, und/oder
- zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von einer
individuellen Eigenschaft des Datenträgers bestimmt wird, so dass die individuelle
Eigenschaft des Datenträgers und die Gestaltungsform des individualisierenden Kennzeichens
korreliert sind, und
- das individualisierende Kennzeichen zumindest einmal auf den Datenträger aufgebracht
wird.
[0032] Das Aufbringen des individualisierenden Kennzeichens auf den Datenträger erfolgt
dabei bevorzugt mit einem berührungslosen Verfahren.
[0033] Bei einer vorteilhaften Verfahrensvariante wird das individualisierende Kennzeichen
durch Einwirkung von Laserstrahlung auf den Datenträger aufgebracht. Verfahren zur
Herstellung von mittels Laserstrahlung erhältlichen Sicherheitsmerkmalen, die in der
vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind beispielsweise aus der Druckschrift
DE 10 2004 022 079 bekannt, deren Offenbarung diesbezüglich vollumfänglich in diese Erfindung mit aufgenommen
wird.
[0034] Die Kennzeichnungsparameter werden dabei mit Vorteil so gewählt, dass das lasergeschriebene
individualisierende Kennzeichen eine visuell erkennbare Farb- oder Kontraständerung
erfährt, insbesondere geschwärzt wird. Falls gewünscht, können die Kennzeichnungsparameter
auch so gewählt werden, dass das lasergeschriebene Kennzeichen eine fühlbare Reliefstruktur
erhält.
[0035] Als Laserquelle wird zweckmäßig ein Infrarotlaser im Wellenlängenbereich von 0,8
µm bis 3 µm, insbesondere ein Nd:YAG- Laser, verwendet. Der Laserstrahl wird bei der
Kennzeichnung bevorzugt mit einer Geschwindigkeit von mehr als 500 mm/s, bevorzugt
von mehr als 1000 mm/s, besonders bevorzugt von mehr als 2000 mm/s über das Substrat
des Datenträgers geführt, um beispielsweise den hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten
im Wertpapierdruck Rechnung zu tragen.
[0036] Gemäß einer ebenfalls vorteilhaften Verfahrensvariante wird das individualisierende
Kennzeichen mit einem berührungslosen Ink-Jet-Verfahren auf den Datenträger aufgebracht.
Dabei werden unter Ink-Jet-Verfahren sowohl kontinuierliche Ink-Jet-Verfahren als
auch Drop-on-Demand-Verfahren verstanden. Verfahren zur Herstellung von mittels Ink-Jet-
Verfahren erhältlichen Sicherheitsmerkmalen, die in der vorliegenden Erfindung verwendbar
sind, sind ebenfalls beispielsweise aus der Druckschrift
DE 10 2004 022 079 bekannt, deren Offenbarung diesbezüglich vollumfänglich in diese Erfindung mit aufgenommen
wird.
[0037] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0038] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einer Seriennummer,
- Fig. 2
- schematische Darstellungen von unterschiedlich gestalteten Seriennummern individualisierter
Datenträger einer Serie von Datenträgern nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 3
- schematische Darstellungen von unterschiedlich gestalteten Seriennummern individualisierter
Datenträger einer Serie von Datenträgern nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der
Erfindung, und
- Fig. 4
- schematische Darstellungen von unterschiedlich gestalteten Seriennummern individualisierter
Datenträger einer Serie von Datenträgern nach noch einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0039] Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote erläutert. Fig. 1 zeigt dazu eine
schematische Darstellung einer Banknote 10, die auf ihrer Vorderseite 12 mit einer
die Banknote 10 individualisierenden Zifferung 14 in Form der Seriennummer der Banknote,
im Ausführungsbeispiel der alphanumerischen Zeichenfolge "AB01234566" versehen ist.
[0040] Die Auswahl der Zeichen ist nicht in irgendeiner Weise auf die zur Illustration verwendeten
europäischen Ziffern bzw. alphanumerischen Zeichen beschränkt. So können beispielsweise
ebenso thailändische, arabisch-indische oder römische Ziffern zur Darstellung der
Seriennummer verwendet werden und auch mit anderen Zeichen kombiniert werden.
[0041] Die Zifferung 14 ist im Ausführungsbeispiel durch Einwirkung eines Laserstrahls von
der Vorderseite 12 der Banknote her eingebracht, wobei die Zifferung 14 durch einen
geschwärzten Bereich des Sicherheitspapiers der Banknote 10 gebildet ist.
[0042] Die Banknote kann auf ihrer Vorderseite 12 darüber hinaus eine weitere Kennung 16
aufweisen, die einen Teil der Serie von Datenträgern kennzeichnet, beispielsweise
eine Nummer, die Informationen zum Druck der Banknote gibt (Plattencode bzw. Druckercode).
[0043] In einer nicht gezeigten Ausgestaltung kann auch die Rückseite der Banknote mit einem
Teil der Seriennummer oder der vollständigen Seriennummer versehen sein. Die Ausgestaltung
der Seriennummer auf der Rückseite der Banknote kann dabei mit der Ausgestaltung der
Seriennummer auf der Vorderseite zumindest zum Teil übereinstimmen.
[0044] Die Banknote 10 weist ein faserhaltiges Papiersubstrat, beispielsweise ein reines
Baumwollfaserpapier oder ein Gemisch aus Baumwoll- und Kunstfasern, auf. Banknoten
aus reinen Kunststofffolien oder Banknoten aus einem mehrschichtigem Verbund, insbesondere
einem Verbund mehrerer unterschiedlicher Folien (Kompositverbund) oder einem Papier-Folien-Verbund
(Folie/Papier/Folie oder Papier/Folie/Papier) sind jedoch ebenfalls möglich. Um die
Banknote durch die Beaufschlagung mit der Strahlung eines Infrarotlasers kennzeichnen
zu können, ist dem Papiersubstrat ein Infrarotabsorbierendes Material, z. B. TiO
2, beigemischt.
[0045] Zur Kennzeichnung wird die Banknote 10 von der Vorderseite 12 her mit der Strahlung
eines Infrarotlasers, beispielsweise einem gepulsten oder Dauerstrich-Nd:YAG-Laser,
beaufschlagt. Im Aufzeichnungsgebiet wird die Laserstrahlung von dem beigemengten
Infrarotabsorber absorbiert und führt zu einer lokalen Schwärzung des Substrats. Durch
eine geeignete Strahlführung, beispielsweise eine rechnergesteuerte Positionierung
des Laserstrahls, kann die Schwärzung in einfacher Weise in Form der gewünschten Seriennummer
erzeugt werden, wie dies beispielsweise in der Druckschrift
DE 10 2004 022 079 beschrieben ist.
[0046] In anderen Ausgestaltungen der Erfindung weist die Zifferung 14 zusätzlich oder alternativ
zu der Schwärzung eine fühlbare Markierung mit einer Reliefstruktur auf, die durch
die Einwirkung eines Laserstrahls auf das Banknotensubstrat erzeugt wurde.
[0047] Anstelle der Kennzeichnung mittels Laser kann die Zifferung 14 auch mit einem Ink-Jet-Verfahren
auf den Datenträger aufgebracht werden.
[0048] Mit Bezug auf Fig. 2 wird zunächst ein Ausführungsbeispiel erläutert, bei dem die
Gestaltungsform der Zifferung 14 in Abhängigkeit von der letzten Stelle der Seriennummer
bestimmt ist. Hierzu zeigt Fig. 2 Ausschnitte aus nummerierten Datenträgern einer
Serie von Datenträgern, wobei in (a), (b), (c) und (d) jeweils aufeinanderfolgende
Seriennummern 21, 22, 23, 24 einer fortlaufenden Seriennummer mit einer alphanumerischen
Zeichenfolge dargestellt sind, wie sie beispielsweise bei Banknoten eingesetzt wird.
Ebenfalls eingezeichnet ist eine im Datenträger üblicherweise nicht sichtbare Linie
20, 20', entlang derer die Zeichen 18 der Zifferung 14 angeordnet sind. Für die Linie
20, 20' sind dabei jeweils äquivalente Bezugspunkte der Zeichen 18 zu wählen. Als
Bezugspunkt eignet sich beispielsweise, wie in Figur 2 gezeigt, einer der äußeren
Berührpunkte eines Zeichens mit einer (fiktiven) Fußlinie. Alternativ kann als Bezugspunkt
auch z. B. der Berührpunkt eines Zeichens mit einer (fiktiven) Kopflinie oder die
Mitte bzw. der Flächenschwerpunkt eines Zeichens gewählt werden.
[0049] In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Seriennummern 21, 23
mit ungeraden Endziffern eine von links nach rechts ansteigenden Keilform auf, während
die Seriennummern 22, 24 mit geraden Endziffern eine von rechts nach links ansteigende
Keilform aufweisen. Hierzu sind die strukturellen Parameter der Zifferung 14 derart
bestimmt, dass die Zeichen 18 in Abhängigkeit von der letzten Stelle bzw. dem Wert
der letzten Ziffer der Seriennummer auf einer Linie 20, 20' mit konstanter positiver
oder konstanter negativer Neigung relativ zueinander geometrisch angeordnet sind und
eine definierte, von links nach recht kontinuierlich zunehmende (divergierende) Schriftgröße
(Fig. 2(a), (c)) oder kontinuierlich abnehmende (konvergierende) Schriftgröße (Fig.
2(b), (d)) aufweisen. Das Erscheinungsbild der Zifferung 14, hier insbesondere der
Schriftgrößenverlauf der einzelnen Zeichen 18, hängt damit von einer individuellen
Eigenschaft der Seriennummer 21, 22, 23, 24, im Ausführungsbeispiel von dem Wert einer
bestimmten Stelle der Seriennummer, ab.
[0050] Bei dem weiteren Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist die Gestaltungsform der dort
gezeigten Seriennummer ebenfalls in Abhängigkeit von der letzten Stelle der fortlaufenden
Seriennummer bestimmt. Anders als bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist die Gestaltungsform
der Seriennummer hier dadurch bestimmt, dass die Zeichen 18 in Abhängigkeit von der
letzten Stelle der Seriennummer jeweils in einem bestimmten Schrifttyp verfasst sind.
So sind die Zeichen der Seriennummer für die Endziffer "6" in der Schriftart "Arial"
(Fig. 3(a)), für die Endziffer "7" in der Schriftart "OCR-A BT" (Fig. 3(b)), für die
Endziffer "8" in der Schriftart "Courier New" (Fig. 3(c)) und für die Endziffer "9"
in der Schriftart "Century" (Fig. 3(d)) auf den Datenträger, beispielsweise eine Banknote,
aufgebracht. Auf diese Weise zeigen die Seriennummern der Fig. 3 (a), (b), (c) und
(d) jeweils ein deutlich unterschiedliches Erscheinungsbild. Für die hier nicht dargestellten
Endziffern 0 bis 6 der Seriennummer können beliebige weitere Schriftarten verwendet
werden, so dass jeder möglichen Endziffer der Seriennummer ein bestimmter Schrifttyp
zugeordnet ist.
[0051] Auch bei der in Fig. 3 gezeigten Ausgestaltung wird der Datenträger, hier eine Banknote,
nicht nur durch die Seriennummer als solche individualisiert. Vielmehr beeinflusst
eine individuelle Eigenschaft der Seriennummer, hier eine bestimmte Stelle der Seriennummer,
auch deren gesamtes Erscheinungsbild und ergänzt diese damit um ein weiteres Sicherheitsmerkmal.
[0052] In einer hier nicht gezeigten Variante des Ausführungsbeispiels der Fig. 3 ist nur
ein Teil der Seriennummer, beispielsweise die letzten vier Zeichen, in Abhängigkeit
von einer individuellen Eigenschaft, z. B. einer nicht aufgebrachten Prüfzahl, in
einem bestimmten Schrifttyp auf den Datenträger aufgebracht, während die übrigen Zeichen
unabhängig von der individuellen Eigenschaft alle den gleichen Schrifttyp aufweisen.
[0053] Ebenfalls denkbar sind Varianten, bei denen anstelle des Schrifttyps ein anderer
struktureller Parameter in Abhängigkeit von einer individuellen Eigenschaft der Seriennummer
oder des Datenträgers für einzelne Datenträger einer Serie variiert ist, wie z. B.
der Abstand der Zeichen oder die Art der Zahlschrift bei für alle Datenträger der
Serie gleicher Größe, gleicher Strichstärke, gleicher Orientierung und gleicher geometrischer
Anordnung der Zeichen relativ zueinander.
[0054] In Fig. 4 sind die Zifferung 14 zeigende Ausschnitte aus individualisierten Datenträgern
einer Serie von Datenträgern mit unterschiedlich gestalteten Seriennummern nach einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Während bei den bisher beschriebenen
Ausführungsbeispielen die Gestaltungsform der Seriennummer abhängig von einer (aufgebrachten)
Stelle der Seriennummer vorgegeben ist, kann die Gestaltungsform auch in Abhängigkeit
von einer individuellen Eigenschaft der Seriennummer bestimmt sein, die selbst nicht
Teil der Seriennummer ist, sondern sich beispielsweise aus dieser nach einer vorgegebenen
(geheimen) mathematischen Bedingung errechnet. Eine solche Ausgestaltung hat den Vorteil,
dass sich die Korrelation zwischen Gestaltungsform und individueller Eigenschaft des
Kennzeichens bzw. des Datenträgers nicht oder zumindest nicht ohne Weiteres der Analyse
einer geringen Anzahl von Datenträgern aus der Serie entnehmen lässt, was das unbefugte
Nachahmen noch weiter erschwert.
[0055] Wie mit Bezug auf die Fig. 4 (a) bis (g) erläutert, sind die strukturellen Parameter
der Zifferung 14 des Datenträgers, z. B. einer Banknote oder einer Eintrittskarte,
derart bestimmt, dass die "Hüllkurve" der in Form einer fortlaufenden Seriennummer
vorliegenden Zifferung 14 für eine jeweils aus der Seriennummer errechnete und nicht
aufgebrachte Prüfzahl variiert, wobei die Zeichen 18 im Ausführungsbeispiel
- für einen ersten Wert der Prüfzahl auf einer (nicht gezeigten) Linie mit konstanter
negativer Neigung relativ zueinander geometrisch angeordnet sind und eine von links
nach recht kontinuierlich zunehmende (divergierende) Schriftgröße aufweisen (Fig.
4(a)),
- für einen zweiten Wert der Prüfzahl auf einer Linie mit konstanter positiver Neigung
relativ zueinander geometrisch angeordnet sind und eine konstante Schriftgröße aufweisen
(Fig. 4(b)),
- für einen dritten Wert der Prüfzahl auf einer (konkav) gebogenen Linie relativ zueinander
geometrisch angeordnet sind und dabei eine Orientierung der Art aufweisen, dass jedes
Zeichen der Seriennummer senkrecht auf einer Tangente steht, die an die Linie angelegt
wird (Fig. 4(c)),
- für einen vierten Wert der Prüfzahl auf einer (konvex) gebogenen Linie relativ zueinander
geometrisch angeordnet sind, dabei eine Orientierung der Art aufweisen, dass jedes
Zeichen der Seriennummer senkrecht auf einer Tangente steht, die an die Linie angelegt
wird, und zudem eine von links nach rechts kontinuierlich abnehmende (konvergierende)
Schriftgröße aufweisen (Fig. 4(d)),
- für einen fünften Wert der Prüfzahl auf einer (konvex) gebogenen Linie relativ zueinander
geometrisch angeordnet sind und eine von beiden Seiten zur Mitte hin kontinuierlich
zunehmende (divergierende) Schriftgröße aufweisen (Fig. 4(e)),
- für einen sechsten Wert der Prüfzahl auf einer wellenförmigen Linie relativ zueinander
geometrisch angeordnet sind (Fig. 4(f)), und
- für einen siebten Wert der Prüfzahl auf einer (konkav) gebogenen Linie relativ zueinander
geometrisch angeordnet sind, dabei eine Orientierung der Art aufweisen, dass jedes
Zeichen der Seriennummer senkrecht auf
[0056] einer Tangente steht, die an die Linie angelegt wird, und zudem eine von beiden Seiten
zur Mitte hin kontinuierlich abnehmende (konvergierende) Schriftgröße aufweisen (Fig.
4(g)).
[0057] Darüber hinaus können die Zeichen auch jeweils in einem von Datenträger zu Datenträger
variierenden bestimmten Schrifttyp, in einer von Datenträger zu Datenträger variierenden
bestimmten Farbe, in einer von Datenträger zu Datenträger variierenden bestimmten
Strichstärke und/ oder in einer von Datenträger zu Datenträger variierenden bestimmten
Art von Zahlschrift wiedergegeben sein. Dies kann ebenfalls in Abhängigkeit von der
nach der vorgegebenen mathematischen Bedingung errechneten Prüfsumme der Seriennummer
oder auch in Abhängigkeit von einer auf dem Datenträger vorliegenden und einen Teil
der Serie kennzeichnenden weiteren Kennung, wie z. B. dem Plattencode, erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 10
- Banknote
- 12
- Vorderseite der Banknote
- 14
- Zifferung
- 16
- Kennung
- 18
- Zeichen
- 20, 20'
- Linie
- 21, 22, 23, 24
- Seriennummer
1. Datenträger, insbesondere Wertdokument, Sicherheitspapier, Ausweiskarte, Markenartikel
oder dergleichen, einer Serie von Datenträgern, mit einem aus mehreren Zeichen bestehenden
individualisierenden Kennzeichen, das den Datenträger aus einer Serie von Datenträgern
individualisiert, wobei das individualisierende Kennzeichen eine Gestaltungsform aufweist,
die durch die strukturellen Parameter geometrische Anordnung der Zeichen relativ zueinander,
Orientierung der Zeichen, Größe der Zeichen, Strichstärke der Zeichen, Abstand der
Zeichen, Schrifttyp der Zeichen, Farbe der Zeichen und im Fall von als Zahlzeichen
vorliegenden Zeichen durch die Art der Zahlschrift charakterisiert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von einer
individuellen Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens bestimmt ist, so dass
die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens und die Gestaltungsform
des individualisierenden Kennzeichens korreliert sind, und/ oder
- zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von einer
individuellen Eigenschaft des Datenträgers bestimmt ist, so dass die individuelle
Eigenschaft des Datenträgers und die Gestaltungsform des individualisierenden Kennzeichens
korreliert sind.
2. Datenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des individualisierenden Kennzeichens, für den zumindest einer der strukturellen
Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung bestimmt ist, mindestens drei Zeichen umfasst.
3. Datenträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit
von der individuellen Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens bestimmt ist,
wobei die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens durch den
Inhalt einer vorgegebenen Stelle oder mehrerer vorgegebener Stellen des individualisierenden
Kennzeichens oder durch eine Prüfzahl des individualisierenden Kennzeichens gegeben
ist.
4. Datenträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen durch die Seriennummer des Datenträgers gebildet
ist.
5. Datenträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das gesamte individualisierende Kennzeichen zumindest einer der strukturellen
Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen Eigenschaft
des individualisierenden Kennzeichens bestimmt ist.
6. Datenträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der strukturellen Parameter, bevorzugt zumindest drei der strukturellen
Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen Eigenschaft
des individualisierenden Kennzeichens bestimmt sind.
7. Datenträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der strukturellen Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit
von der individuellen Eigenschaft des Datenträgers bestimmt ist, wobei die individuelle
Eigenschaft des Datenträgers durch eine auf dem Datenträger vorliegende und einen
Teil der Serie von Datenträgern kennzeichnende Kennung gegeben ist.
8. Datenträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das gesamte individualisierende Kennzeichen zumindest einer der strukturellen
Parameter gemäß der vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von der individuellen Eigenschaft
des Datenträgers bestimmt ist.
9. Datenträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen mit einem berührungslosen Verfahren zumindest
einmal auf den Datenträger aufgebracht ist.
10. Datenträger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen durch Einwirkung von Laserstrahlung oder mit
einem berührungslosen Ink-Jet-Verfahren auf den Datenträger aufgebracht ist.
11. Datenträger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das durch Einwirkung von Laserstrahlung auf den Datenträger aufgebrachte individualisierende
Kennzeichen eine visuell erkennbare Farb- oder Kontraständerung aufweist, insbesondere
geschwärzt ist, und/ oder dass das durch Einwirkung von Laserstrahlung auf den Datenträger
aufgebrachte individualisierende Kennzeichen eine fühlbare Reliefstruktur aufweist,
wobei vorzugsweise die Höhe der Zeichen des die fühlbare Reliefstruktur aufweisenden
individualisierenden Kennzeichens über der Oberfläche des Datenträgers mit der individuellen
Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens und/ oder mit der individuellen
Eigenschaft des Datenträgers korreliert ist.
12. Serie von Datenträgern nach einem der Ansprüche 1 bis 11, die bis auf die jeweiligen
individualisierenden Kennzeichen, die jeweils nur einen Datenträger in der Serie identifizieren,
und gegebenenfalls die jeweiligen individuellen Eigenschaften des Datenträgers, die
jeweils einen Teil der Serie von Datenträgern kennzeichnen, im Wesentlichen identisch
sind.
13. Verfahren zum Herstellen eines Datenträgers mit einem individualisierenden Kennzeichen
nach einem der Anspruche 1 bis 11, das den Datenträger aus einer Serie von Datenträgern
individualisiert, wobei bei dem Verfahren
- zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von einer
individuellen Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens bestimmt wird, so
dass die individuelle Eigenschaft des individualisierenden Kennzeichens und die Gestaltungsform
des individualisierenden Kennzeichens korreliert sind, und/ oder
- zumindest für einen Teil des individualisierenden Kennzeichens zumindest einer der
strukturellen Parameter gemäß einer vorgegebenen Beziehung in Abhängigkeit von einer
individuellen Eigenschaft des Datenträgers bestimmt wird, so dass die individuelle
Eigenschaft des Datenträgers und die Gestaltungsform des individualisierenden Kennzeichens
korreliert sind, und
- das individualisierende Kennzeichen zumindest einmal auf den Datenträger aufgebracht
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen mit einem berührungslosen Verfahren auf den Datenträger
aufgebracht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen durch Einwirkung von Laserstrahlung auf den Datenträger
aufgebracht wird, insbesondere dass die Kennzeichnungsparameter so gewählt werden,
dass das lasergeschriebene individualisierende Kennzeichen eine visuell erkennbare
Farb- oder Kontraständerung erfährt, vorzugsweise geschwärzt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Laserquelle ein Infrarotlaser im Wellenlängenbereich von 0,8 µm bis 3 µm, insbesondere
ein Nd:YAG- Laser, verwendet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen mit einem berührungslosen Ink-Jet-Verfahren auf
den Datenträger aufgebracht wird.