[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Spannvorrichtung für Seile für Seilförderanlagen,
Seilbahnen, Seilkräne oder für das Heben von Lasten welche an einem Seil hängen oder
durch ein Seil gesichert sind.
[0002] Es ist das Spannen von Seilen mittels Seilwinden bekannt, wobei der Spannvorgang
direkt oder über Flaschenzüge mit eventuellem Einsatz von Klemmen oder mittels, auf
schweren Fahrzeugen wie Traktoren oder Lastern montierter, Kippmasten durchgeführt
wird; diese besagten Maschinen, bzw. Vorrichtungen, sind schwer, sperrig und erfordern
den Einsatz mehrerer Arbeitskräfte für deren Aufbau und Betätigung, oft können derartige
Maschinen, insbesondere in bergigen Bereichen, wegen mangelnder Zufahrten und wegen
des unwegsamen Geländes, nicht in die optimale Position gebracht werden. Weiters ist
die Bedienung der besagten Maschinen extrem gefährlich und erfordert spesenaufwändige
Arbeiten um die Sicherheit der Arbeitskräfte zu garantieren.
[0003] Aus der
DE 3740342 A1 ist eine Spannvorrichtung, insbesondere für Seile von Seilförderanlagen bekannt,
wobei mindestens ein Hydraulikzylinder mit verhältnismäßig kurzem Hub, der über eine
Feststellvorrichtung eine Zugstange beaufschlägt, die an der Seilscheibentragkonstruktion
befestigt ist. Auf die Zugstange wirkt eine zweite Feststellvorrichtung welche abwechselnd
zur ersten Feststellvorrichtung, beim Nachspannen des, über die Seilscheibe laufenden
Seiles, gelöst, bzw. geklemmt wird um die Seilscheibe in Zugrichtung des Seiles gegen
die Zugrichtung zu ziehen. Diese Spannvorrichtung bewegt über eine Zugstange die Seilscheibe,
der Spannweg ist somit begrenz auf die Länge der Zugstange. Eine derartig konzipierte
Vorrichtung kann, wegen Ihres Gewichtes, des Ausmaßes und der Verankerung, nur an
fest installierten Seilförderanlagen installiert werden.
[0004] Aus der
EP 0397270 A1 ist eine "lineare Winde" (linear winch) bekannt welche aus einem Rahmen mit zwei
mit diesem fest verbundenen Klemmvorrichtungen besteht, zwischen welche eine dritte
Klemmvorrichtung über Hydraulikkolben bewegt wird. Diese Vorrichtung ist als Vorspann
für Seiltrommeln gedacht auf welche besonders schwere, bzw. relativ starre, Seile
aufgewickelt werden sollen. Der Einsatz einer dritten Klemmvorrichtung, der Antrieb
und die Steuerung von drei Klemmvorrichtungen, das relativ hohe Gewicht der Vorrichtung
und die beachtliche Länge der Vorrichtung machen diese Vorrichtung für den Einsatz
an Seilförderanlagen und/oder im unwegsamen Gelände unbrauchbar.
[0005] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe eine Seilspannvorrichtung zu schaffen welche
nicht sperrig, auch im unwegsamen Gelände leicht transportierbar, einfach aufbaubar,
über Fernbedienung in absoluter Sicherheit bedienbar und treibstoffsparend ist. Weiters
ist es Ziel der Erfindung eine preisgünstige Vorrichtung zu schaffen welche in der
Lage ist Funktionsstörungen oder abnorme Zustände zu erkennen um rechtzeitig eventuelle
drohende Gefahren anzuzeigen.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine hydraulisch, durch eine mit
einem kleinen Verbrennungsmotor betriebene Pumpengruppe, betätigte Vorrichtung vor.
Die Vorrichtung besteht wesentlich aus einem starren Grundrahmen mit zwei, zueinander
parallelen, Längsführungen, aus einer feststehenden Klemmeinheit und aus einer beweglichen
Klemmeinheit welche, längs der besagten Führungen, durch die Wirkung zweier mit der
Pumpengruppe verbundene Hydraulikzylinder, verfahrbar ist. Die feststehende Klemmeinheit
ist an einem der Endbereiche des Grundrahmens angeordnet, während am gegenüberliegenden
Ende der selbe Rahmen mit Befestigungsmitteln für ein Verankerungsseil ausgestattet
ist. Die bewegliche Klemmeinheit wird durch Hydraulikkolben angetrieben welche in
zwei Hydraulikzylinder laufen, welche innerhalb zweier Profile angeordnet sind, welche
die parallelen Längsführungen des Grundrahmens bilden.
[0007] Die bewegliche und die feststehende Klemmeinheit weisen eine wesentlich identische
Bauweise auf und bestehen aus einem Körper mit sich gegenüberliegenden Flanken auf
welche in Richtung Längsachse der Klemmeinheit konvergieren und an denen die äußeren
geneigten Laufflächen eines keilförmigen Klemmbackenpaares, mit der Zwischenlage z.B.
von Rollen oder Kugeln, laufen; dabei weisen die Klemmbacken an der Innenseite V-förmige,
zueinander parallele, Längsrillen auf in welchen das zu spannende Seil aufgenommen
ist. Der Körper der Klemmeinheiten hat einen U-förmigen Querschnitt und das keilförmige
Klemmbackenpaar ist im Inneren des besagten Körpers, nach Einlegen des zu spannenden
Seiles in die entsprechenden V-förmigen Rillen, durch eine Abdeckplatte gesichert
welche an den Rändern der konvergierenden Flanken befestigt ist. Jeder Körper der
Klemmeinheiten ist außen, an der hinteren Wand welche die beiden Flanken verbindet,
mit einem Mechanismus für die Betätigung der keilförmigen Klemmbacken versehen welcher
aus einem Hydraulikzylinder besteht dessen Kolben, unter Zwischenlage einer Druckfeder,
axial verschiebbar mit einem Betätigungs-Querbalken verbunden ist welcher zwei Langlöcher
aufweist in welchen, von jedem der Klemmkeile abstehende, Zapfen eingreifen, wobei
diese sich durch zwei konvergierende schräge Schlitze an der Rückenwand des Klemmkörpers
erstrecken. Der besagte Betätigungs-Querbalken bewegt sich längs paralleler Führungsstäbe
welche fest hinten an der Wand des Klemmkörpers angebracht sind um die synchrone Bewegung
der Klemmbacken zu sichern. Wenn die Klemmkeile durch die Spannung des Seiles in Klemmposition
gehalten werden, wird durch Ausstoßen des Hydraulikkolbens eine Druckfeder, welche
zwischen dem Betätigungs-Querbalken und einem Verbindungs-Querbalken eingesetzt ist
und in einer Zwischenposition am Schaft des Hydraulikkolbens quer zu diesem angebracht
ist, dadurch geladen, dass das Ende des Schaftes des besagten Kolbens axial verschiebbar
am Betätigungs-Querbalken wirkt. Die keilförmigen Klemmbacken können die Klemmposition
nur dann verlassen wenn die Spannkraft welche auf das Seil wirkt von der zweiten Klemmeinheit
aufgenommen wird. Die Vorspannung der Feder erfolgt während der Klemmfase über zwei
zusätzliche Druckfedern welche zusätzlich die Aufgabe haben den Hydraulikzylinder
in die eingefahrene Position zurückzuführen. An den beiden Enden des besagten Betätigungs-Querbalkens
sind Sensoren angebracht welche geeignet sind um die Öffnungsposition der Klemmkeile,
bzw. den Zustand der Vorspannung der Feder welche auf den Betätigungs-Querbalken wirkt
und die Klemmposition der Klemmkeile bei fehlender Wirkung des Hydraulikzylinders
sichert, zu erheben.
[0008] Mit jedem Zyklus wird eine Spannung des Seiles bewirkt welche der Verschiebung des
Seiles um die Verschiebungsstrecke der beweglichen Klemmeinheit längs der Führungen
des Grundrahmens entspricht.
[0009] Die Hydraulikzylinder für die Verschiebung der beweglichen Klemmeinheit und die Hydraulikzylinder
welche auf die Klemmkeile der Klemmeinheiten wirken können von einer einzigen stufenlos
regelbaren Pumpe oder von mehreren untereinander verbundenen Pumpen welche, z.B. von
einem kleinen Verbrennungsmotor (ca. 4,3 kW) betrieben werden, gespeist werden.
[0010] Die Steuerung der Vorrichtung sieht die Wahl/Eingabe der zu erreichenden Spannkraft
am Seil und die Eingabe "spannen" oder "lockern" vor. Der Wert der Spannung welcher
auf das zu spannende, bzw. zu lockernde, Seil wirkt wird erfindungsgemäß indirekt
durch einen Drucksensor erhoben welcher im Hydraulikkreislauf für die Betätigung der
Zylinder für das Verschieben der beweglichen Klemmeinheit vorgesehen ist; sobald der
Wert der erreichten Spannung dem variabel einstellbaren Wert entspricht welcher von
der Bedienungsperson an der Schalttafel eingegeben worden ist, wird der Vorgang unterbrochen.
[0011] Im Fall der Eingabe "spannen" wird die Spannfunktion aktiviert wenn die gewünschte
eingegebene Spannung einen höheren Wert hat als die Spannung welche auf das, mit der
Spannvorrichtung verbundene, Seil wirkt. Wenn anfangs beide Klemmeinheiten offen oder
geschlossen sind wird eine entsprechende Startphase aktiviert. Die Hydraulikkolben
welche auf die bewegliche Klemmeinheit wirken werden zurückgezogen, die Klemmkeile
der beweglichen Einheit werden in die geschlossene Klemmposition gebracht, während
jene der feststehenden Einheit in die geöffnete, freie Position gebracht werden. In
Abhängigkeit der auf das Seil wirkenden Spannung, können die Klemmkeile sofort oder
erst nach der Wirkung der Last auf die zweite Klemmeinheit, geöffnet werden. In diesem
letzten Fall werden die frei zu machenden Klemmkeile, anstatt sofort geöffnet zu werden,
gemäß einem Betätigungstakt, in Vorspannung versetzt. Anschließend werden die Hydraulikkolben
welche auf die bewegliche Klemmeinheit wirken in Richtung HubEnde ausgefahren wo das
Schließen der feststehenden Klemmeinheit und das anschließende Öffnen der Klemmkeile
der beweglichen Klemmeinheit erfolgt. Anschließend werden die auf die bewegliche Einheit
wirkenden Hydraulikkolben eingefahren und der Zyklus beginnt von Neuem. Sobald die
Spannung am Seil den eingegebenen Wert erreicht, ist der Vorgang abgeschlossen, die
Hydraulikkolben nehmen die eingefahrene Klemmposition ein und die Klemmkeile beider
Klemmeinheiten nehmen die geschlossene Klemmstellung ein, die Vorrichtung wird abgeschaltet.
[0012] Die Funktion "lockern" wird infolge der Wahl der Eingabe "lockern" aktiviert oder
wenn die auf das Seil wirkende Spannbelastung den eingegebenen Wert übertrifft. Im
ersten Fall wird die Spannkraft solange vermindert bis es möglich ist beide Klemmeinheiten
gleichzeitig zu öffnen. Andernfalls wird die Spannkraft solange vermindert bis sie
sich, wie während des Funktionsablaufes um die Spannung zu erreichen, im Hysteresebereich
der eingegebenen Spannkraft befindet. Wenn die Funktion "lockern" eingegeben wird
und beide Klemmeinheiten bereits sich in offener/freier Position befinden, ist der
Verfahrensablauf sofort beendet; wenn beide Klemmeinheiten in Klemmposition geschlossen
sind, wird, in Abhängigkeit der aktuellen Position der beweglichen Klemmeinheit, eine
Startphase eingeleitet. Während der Dauer des Lockerns wird die bewegliche Klemmeinheit
in die Position nahe der feststehenden Klemmeinheit gebracht, die Bewegung der beweglichen
Klemmeinheit wird eventuell automatisch, samt den nötigen Klemmund Öffnungsphasen
der Klemmkeile, an den entsprechenden Klemmeinheiten solange wiederholt bis der eingegebene
Wert der Spannung erreicht ist.
[0013] Um den geschlossene, durch die Wirkung der in Klemmposition der Klemmkeile geladenen
Druckfeder erreichten, Klemmzustand der Klemmkeile zu erheben, ist ein Sensor vorgesehen
welcher vorteilhafterweise ortsfestfest an der BetätigungsQuerstange für die Klemmkeile
vorgesehen ist. Ein zweiter Sensor hingegen erhebt ob die Klemmkeile in offener, also
nicht aktiver, Stellung sind; dieser Sensor ist an einem Gleitschuh befestigt welcher
verschiebbar an der Betätigungs-Querstange angebracht ist. Der besagte verschiebbare
Gleitschuh ist mit einem Teil, z.B. einem Zapfen, verbunden welcher in eine Längsrille
an der Betätigungs-Querstange eingreift um dadurch ein verzögertes Mitnehmen des Gleitschuhes
zu erreichen. Auf diese Weise erhebt der Sensor, unabhängig der Position (vom Seildurchmesser
abhängig) welche von den, das Seil klemmenden, Klemmkeilen eingenommen wird; infolge
eines Verschiebens von ca.20mm, erhebt der Sensor den Zustand "Klemmeinheit geöffnet"
wobei der Gleitschuh keine Verschiebung erfährt. In diesem Moment wird das Ventil
für den, mit der Betätigungs-Querstange verbundenen Hydraulikzylinder geschlossen
wobei das Öffnen der Klemmeinheit immer für die selbe Größe erreicht wird. Ist eine
größere Öffnung der Klemmeinheit, z.B. um ein Seil einzuziehen oder herauszuziehen,
erforderlich, erhebt der Sensor weiterhin den Zustand "Klemmeinheit offen" unabhängig
von der Stellung in welcher diese sich befindet, weil das zu erhebende Element immer
auf den Sensor wirkt.
[0014] Natürlich kann die Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch auf eine andere
Weise erfolgen und eine eventuelle Fehlfunktion oder Gefahrensituation kann auf verschiedene
Art erhoben und angezeigt werden, eventuell durch akustische oder optische Warnung.
[0015] Die Erfindung wird anschließend, anhand eines in den beigelegten Zeichnungen schematisch
dargestellten, vorzuziehenden Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung
für Seile näher erklärt, dabei erfüllen diese rein erklärenden, nicht begrenzenden,
Zweck.
[0016] Die Fig. 1 ist eine seitliche perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung
für Seile ohne Pumpengruppe und Schalttafel mit den Klemmeinheiten ohne Abdeckplatte
und mit dem zu spannenden Seil zwischen den keilförmigen Klemmbacken.
[0017] Die Fig. 2 ist eine perspektivische Vorderansicht der beweglichen Spanneinheit in
extremer Ausfahrposition der entsprechenden Hydraulikkolben, ohne Abdeckplatte und
Seil, mit den beiden Klemmbacken in offener, nicht aktiver Position.
[0018] Die Fig. 3 ist eine Rückansicht der in Fig. 2 gezeigten beweglichen Klemmeinheit
samt dem Mechanismus für die Steuerung und die Überwachung des Antriebes der Klemmbacken
wobei diese die maximal geöffnete Position einnehmen.
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung für Seile besteht wesentlich aus einem Rahmen welcher
zwei seitliche, zueinander parallele, Führungsprofile 1 aufweist welche durch eine
Abstandsstange 1a und durch Verbindungsplatten 1 b verbunden sind, aus einer feststehenden
Klemmeinheit K1 an einem Ende des Rahmens, aus einer beweglichen Klemmeinheit K2 welche
durch zwei Hydraulikkolben angetrieben S wird , aus einer Pumpengruppe und aus einer
Steuerzentrale mit Schalttafel (nicht dargestellt). Beide Führungsprofile 1 sind,
am Ende welches dem Ende mit der feststehenden Klemmeinheit K1 gegenüberliegt, mit
abstehenden Flanschen 1c mit Rollen 1d für die Anbringung eines Ankerseiles A versehen.
Innen in den seitlichen Führungsprofilen mit U-förmigem Querschnitt sind Hydraulikzylinder
3 vorgesehen welche am Kopfteil mittels Bolzen 3c an den entsprechenden Enden der
Profile 1 befestigt sind; die Enden der Kolbenschäfte 3b der beweglichen 3s Kolben
der besagten Zylinder 3, sind mittels Zapfen 3a an den, seitlich von der beweglichen
Klemmeinheit K2 abstehenden, Verbindungsund Führungsflanschen 5a befestigt.
[0020] Die Klemmeinheiten K1 und K2 haben wesentlich identischen Aufbau und bestehen aus
einem Körper mit U-förmigem Querschnitt welcher, zur Längsachse der Klemmeinheit konvergierende,
Seitenflanken 5 und eine Rückenwand 5c aufweist. Zwischen den besagten Flanken 5 sind
zwei auf, an der Innenseite der Flanken 5 vorgesehenen Rollen oder Kugeln laufende
4s, Klemmkeile 4 gelagert. Die besagten Klemmkeile 4 weisen, an der zur Längsachse
der Klemmeinheit parallelen Fläche, eine V-förmige Rille 4c, zwecks Aufnahme der zu
spannenden Seile B mit unterschiedlichem Durchmesser, auf. Kopfseitig wird an den
Flanken 5, infolge Einlegen des Seiles B zwischen den Klemmkeilen 4, eine Abdeckplatte
(nicht dargestellt) befestigt. Jeder der Klemmkeile 4 weist an der Rückseite einen
Zapfen 4a auf welcher durch einen Schlitz 5b ragt welcher an der Wand 5c des Körpers
der Klemmeinheit K1, K2 vorgesehen ist und parallel zur entsprechenden Flanke 5 verläuft.
Beide Zapfen 4a sind mit einer Rolle 4b versehen welche in Schlitzen 6a laufen welche
an der Betätigungs-Querstange 6 vorgesehen sind welche vom Schaft 7a des Kolbens eines,
an der Rückwand 5c der Klemmeinheit K1, K2 befestigten, Hydraulikzylinders 7 bewegt
7s wird. Die besagte Antriebs-Querstange 6 ist an zwei Führungsstangen 9 verschiebbar
geführt welche an ihren Enden mittels, von der Rückwand 5c abstehender, Platten fest
verbunden sind. Der Schaft 7a des Kolbens ist mit seinem axial beweglichen Ende mit
der Betätigungs-Querstange 6 verbunden und weist an seinem Ende eine Schraubenmutter
oder eine Verdickung 7c auf. Im Mittelbereich weist der Schaft 7a eine Verbindungs-Querstange
7d auf, zwischen dieser und der Betätigungsstange 6 ist eine Druckfeder 7b eingesetzt,
währen an beiden Enden der Verbindungs-Querstange 7b die Enden zweier axial verschiebbarer,
zueinander paralleler, Runfstangen 8 befestigt sind welche axial an entsprechenden
feststehenden Flügelchen 8c beweglich gelagert sind. Zwischen den genannten Flügelchen
8c und einer Verdickung 8b an den Enden der beiden Rundstangen 8 ist eine Druckfeder
8a eingesetzt.
[0021] Seitlich an der Betätigungs-Querstange 6 ist ein erster Sensor C, zwecks Erhebung
des Zustandes der Vorspannung der Feder 7b mittels Kolben 7a, ortsfest vorgesehen;
dieser Zustand trifft dann zu wenn die Klemmkeile 4 in geschlossener Position bei
geklemmtem Seil B gehalten sind. In diesem Zustand können die Klemmkeile 4 nicht direkt
geöffnet/disaktiviert werden, es erfolgt daher nur die Kompession der Feder 7b. Sobald
die Spannbelastung am Seil B von der zweiten Klemmeinheit aufgenommen wird, werden
die Klemmkeile durch die vorher komprimierte Feder 7b geöffnet, ohne dass der Zylinder
7 mit Kolben 7a aktiviert werden. Der Sensor C erhebt den Druckzustand der Feder 7b.
[0022] Der Sensor D erhebt die Öffnungs- bzw. deaktivierte Position der Klemmkeile 4, er
ist auf einem Gleitschuh aufgebaut welcher in die selbe Richtung der Betätigungs-Querstange
bewegbar 6d ist, er wird von der selben Betätigungs-Querstange 6 bewegt welche mit
dem Ende einer Längsrille auf einen Vorsprung, z.B. einem kleinen Zapfen, des Gleitschuhes
wirkt. Das genannte Mitnehmen erfolgt mit einer gewissen Verzögerung welche vom Spiel
zwischen dem Vorsprung und den Enden der Rille abhängt. Auf diese Weise erhebt der
Sensor D, unabhängig von der eingenommenen Position der beweglichen Klemmeinheit K1,
welche von dem Durchmesser des Seiles B abhängt, den offenen/desaktivierten Zustand
der Klemmkeile 4, ohne dass dabei der Gleitschuh verstellt worden wäre. In diesem
Moment wird das Ventil für den Zufluss des Zylinders 7 geschlossen und die Klemmkeile
4 öffnen sich immer um eine gleiche Weite. Ist eine weitere Öffnung notwendig, z.B.
bei Einlage oder Ausziehen des Seiles B, wird der Gleitschuh mit dem Sensor D mitgenommen
und der Sensor D erhebt immer den geöffneten Zustand, unabhängig von der Position
in welcher sich die Klemmeinheit befindet weil das zu erhebende Element sich immer
am Sensor befindet.
[0023] Natürlich kann das besagte System des, in Bezug zur Betätigungs-Querstange 6, verzögerten
Mitnehmens des mit Sensor D ausgestatteten Gleitschuhes auch auf andere Weise realisiert
werden indem der Gleitschuh an der Betätigungs-Querstange 6 oder an einer eigenen
gleitenden, an der Rückwand 5 des Körpers der Klemmeinheit vorgesehenen, Stange vorgesehen
ist.
1. Spannvorrichtung für Seile welche hydraulisch durch eine Pumpeneinheit angetrieben
wird und über ein Programm, aufgrund Erhebungen seitens an der Vorrichtung angebrachter
Sensoren, gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus einem starren Rahmen mit zwei parallelen geradlinigen Führungen (1) besteht
welche an einem ihrer Enden mit Organen (1c, 1d) zwecks Befestigung an einem Ankerseil
(A) ausgestattet sind, während an den gegenüberliegenden Enden eine feststehende Klemmeinheit
(K1) mit beweglichen Klemmkeilen (4), welche auf ein zu spannendes, dazwischengelegtes
Seil (B) wirken, vorgesehen ist, dass zwischen den besagten Führungen (1) eine in
Längsrichtung bewegliche (S) Klemmeinheit (K2) mit beweglichen Klemmkeilen (4) gelagert
ist welche durch ein Hydraulikzylinderpaar (3) mit Kolben und Schäften (3b) angetrieben
wird, wobei die Zylinder an jenem Ende des Rahmens befestigt (3c) sind welches mit
der feststehenden Klemmeinheit (K1) ausgestattet ist während die Enden der Schäfte
(3b) der Kolben an der beweglichen Klemmeinheit (K2) befestigt (3a) sind und dass
an beiden Klemmeinheiten (K1, K2) ein Mechanismus für die gleichzeitige hydraulische
Betätigung (4s) der Klemmkeile (4) von einer geschlossenen aktiven Position in eine
offene, desaktivierte Position, vorgesehen ist.
2. Spannvorrichtung für Seile gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinheiten (K1, K2) aus einem Körper bestehen welcher U-förmigen Querschnitt
aufweist, wobei zwei konvergierende Flanken (5) von einer Rückwand (5c) abragen, dass
längs der konvergierenden Flanken, mit Zwischenlage von einer Reihe von Rollen, Kugeln
oder anderer bekannter Mittel zur Minderung der Reibung, zwei Klemmkeile (4) verschiebbar
(4s) gelagert sind, dass die besagten Klemmkeile an den sich gegenüberliegenden Flächen
welche parallel zur Achse des Körpers der Klemmeinheit (K1, K2) verlaufen mit einer
im Querschnitt V-förmiger Rille (4c) für die Aufnahme des zu spannenden Seiles (B)
ausgestattet sind und dass die besagten Klemmkeile (4) und das aufgenommene Seil (B)
am Körper der Klemmeinheit (K1, K2) durch eine Abdeckplatte zurückgehalten werden
welche an den freien Längsrändern der konvergierenden Flanken (5) befestigt ist.
3. Spannvorrichtung für Seile, gemäß der Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Klemmkeile (4) der Klemmeinheiten (K1, K2) gleichzeitig über eine einzige Betätigungs-Querstange
(6) angetrieben (4s) werden welche quer zur Längsachse der Klemmeinheit (K1, K2) verläuft
und gemäß dieser Achse verfahrbar (6s), außen an der Rückwand (5c) des Körpers der
besagten Klemmeinheit, gelagert ist, dass die besagte Betätigungs-Querstange mechanisch
mit, mit Rollen (4b) ausgestatteten, Zapfen (4a) zusammenwirkt welche von den Klemmkeilen
abstehen und durch schräge Schlitze (5b) hindurchragen welche in der Rückwand (5c)
vorgesehen sind, dass auf die besagte Betätigungs-Querstange (6) mindestens eine Druckfeder
(7b) wirkt welche zwischen der Betätigungs-Querstange (6) und einer quer am Schaft
(7a) des Kolbens eines Hydraulikzylinders (7) angebrachten Verbindungs-Querstange
(7d) eingesetzt ist, wobei dieser an der Wand (5c) befestigt ist und die Feder, bei
geschlossener Klemmposition der, durch die Spannung des dazwischenliegenden Seiles
(B), zurückgehaltenen Klemmkeile durch den Hydraulikzylinder (7) mit Kolben und Schaft
(7a) geladen wird, wobei das Ende des besagten Schaftes verschiebbar an der besagten
Betätigungs-Querstange (6) geführt ist und dass an der Verbindungs-Querstange (7d)
mindestens eine Druckfeder wirkt um den Kolben mit Schaft (7a) in die eingefahrene
Position zurückzuholen.
4. Spannvorrichtung für Seile, gemäß der Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (7b) welche zwischen der Betätigungs-Querstange und der Verbindungs-Querstange
(7d), bzw. dem Schaft (7a) des Kolbens, wirkt so kalibriert ist, dass sie nicht die
Öffnungsbewegung (4s) der Klemmkeile (4) bewirkt solange diese unter der Wirkung des
unter Spannung stehenden Seiles (B) sind, wobei erreicht wird, dass das Öffnen der
Klemmkeile (4) an einer der Klemmeinheiten ausschließlich infolge der Aufnahme der
auf das Seil (B) wirkenden Spannbelastung seitens der zweiten Klemmeinheit erfolgt.
5. Spannvorrichtung für Seile gemäß der Ansprüche 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Betätigungsquerstange (6) und dem Körper der Klemmeinheit K1, K2) ein
Sensor (C) wirkt welcher den Druckzustand der Feder (7b) erhebt und ein Sensor (D)
wirkt welcher die offene, desaktivierte Position der Klemmkeile (4) erhebt.
6. Spannvorrichtung für Seile gemäß der Ansprüche 1, 2, 3, 4 und 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (D) für die Erhebung der offenen Position der Klemmkeile (4) an einem
Gleitschuh aufgebaut ist welcher parallel zur Längsachse der Klemmeinheit (K1, K2)
gleitet (6d) und dass die Übertragung der Bewegung (6s) der Betätigungsquerstange
(6) auf den Gleitschuh mit Sensor (D) mit einem bestimmten Spiel und somit mit Verzögerung
erfolgt.
7. Spannvorrichtung für Seile gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert der Spannbelastung, welche auf das zu spannende oder zu lockernde Seil (B)
wirkt, durch eine Drucksonde erhoben wird welche im Hydraulikkreislauf für die Betätigung
der Zylinder (3) der beweglichen Klemmeinheit (K2) vorgesehen ist und dass das Erreichen
der durch diese Sonde erhobenen Werte, des veränderlichen an der Schalttafel eingegebenen
Grenzwertes, die Unterbrechung des Spannvorganges, bzw. des Lockerungsvorganges, bewirkt.