(19)
(11) EP 2 933 393 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.12.2016  Patentblatt  2016/51

(21) Anmeldenummer: 15163470.6

(22) Anmeldetag:  14.04.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 1/00(2006.01)
E04B 1/61(2006.01)
E04B 1/14(2006.01)
E04B 1/74(2006.01)

(54)

WAND- ODER DECKENSYSTEM FÜR GEBÄUDE

WALL OR CEILING SYSTEM FOR BUILDINGS

SYSTÈME DE PAROI OU DE PLAFOND POUR BÂTIMENT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 17.04.2014 DE 102014105503

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.10.2015  Patentblatt  2015/43

(73) Patentinhaber: Ecocell AG
8592 Uttwil (CH)

(72) Erfinder:
  • Iseli, Fredy
    8592 Uttwil (CH)

(74) Vertreter: Wagner, Kilian 
Behrmann Wagner Partnerschaftsgesellschaft mbB Patentanwälte Hegau-Tower Maggistrasse 5 (10. OG)
78224 Singen
78224 Singen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 1 658 788
DE-A1- 19 654 672
FR-A1- 2 088 270
US-A- 5 007 222
DE-A1- 1 907 683
DE-A1- 19 829 795
US-A- 2 644 553
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Wand- oder Deckensystem für Gebäude gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit einem ersten flächigen Wand- oder Deckensystem für Gebäude, mit einem ersten flächigen Sandwichbauelement, umfassend eine sandwichartig zwischen jeweils zwei Deckschichten aufgenommene, vorzugsweise eine Imprägnierbeschichtung zur Erhöhung der Feuer- und/oder der Wasserfestigkeit und/oder der mechanischen Stabilität aufweisende, Zellstoff-Wabenkörperplatte, wobei das erste Sandwichbauelement über ein in einer randseitigen Nut des Sandwichbauelementes aufgenommenes Federelement mit einem Bauteil verbunden ist, welches das Federelement in einer randseitigen Bauteilnut aufnimmt, wobei das Federelement als Hohlkanalfederelement mit mindestens einem, vorzugsweise sich axial in Richtung seiner Längserstreckung erstreckenden, bevorzugt axial durchgehenden, Hohlkanal.

    [0002] Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung eines Federelementes für den vorgenannten Zweck gemäß Anspruch 13 sowie ein Gebäude mit einem erfindungsgemäßen Wand- oder Deckensystem gemäß Anspruch 14.

    [0003] Wandelemente, umfassend eine Zellstoff-Wabenkörperplatte, auch Wabenverbundtragteil genannt, sind bekannt. Der Anmelder hat beispielsweise in der WO 2012/045653 A1 vorteilhafte Verfahren zur Beschichtung eines solchen Kernmaterials, d.h. von Zellstoff-Wabenkörperplatten für Wandelemente beschrieben. Die bekannten Wandelemente eignen sich hervorragend zum Bau von Gebäuden, da sie sich durch eine hohe Traglast auszeichnen sowie eine gute Dämmwirkung bei gleichzeitig geringem Gewicht. Zum Bau von Gebäudeinnen- und außenwänden sowie zum Bau von Decken ist es notwendig, mehrere, eine Zellstoff-Wabenkörperplatte umfassende Sandwichbauelemente aneinander festzulegen. Gleichzeitig besteht das Problem Raum zu schaffen für Installationen, da diese innerhalb der Sandwich-Bauelemente keinen Raum finden.

    [0004] Aus der US 5,007,222 A ist es bekannt, Hohlkammerprofile zum miteinander Verbinden von Wandelementen einzusetzen, wobei die Wandelemente aus Vollmaterial ausgebildet sind. Teilweise sind in den Hohlkammerprofilen Kabelinstallationen verlegt.

    [0005] Die DE 19 07 683 A beschreibt die grundsätzliche Idee ein tragfähiges Wand- und Deckenelement für Fertighäuser aus Wellpappewaben aufzubauen, die über Hohlkammerfederelemente verbunden werden, die ausschließlich eine Fixierungsfunktion aufweisen.

    [0006] Die DE 196 54 672 A1 beschreibt Wandelemente mit einem Wabenkern aus miteinander verbundenen Wellkartonstreifen.

    [0007] DE 19 07 683 A wird als nächstliegender Stand der Technik angesehen und offenbart die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

    [0008] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, ein vorteilhaftes Wand- oder Deckensystem für Gebäude anzugeben, das sich zum einen auszeichnet durch eine funktionale Verbindungstechnik sowie ausreichend Raum für Lüftführungswege, insbesondere für Heiz- und/oder Belüftungszwecke vorsieht. Ferner besteht die Aufgabe darin, ein Gebäude mit einem derartigen Wand- oder Deckensystem anzugeben. Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Wand- oder Deckensystems mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch die Verwendung eines Federelementes gemäß Anspruch 13 gelöst. Hinsichtlich des Gebäudes wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst.

    [0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.

    [0010] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, zur Realisierung einer funktionalen Fixierung von zwei, jeweils mindestens eine Zellstoff-Wabenkörperplatte umfassenden Sandwichbauelementen oder zur Fixierung eines solcher Sandwichbauelemente mit einem anderen Bauteil, beispielsweise einem Abschlussstück, insbesondere einem Decken- oder Bodenabschlussstück oder einem seitlichen Wandabschlußstück, mindestens ein spezielles Federelement einzusetzen, welches neben einer Befestigungsfunktion gleichzeitig eine Luftführungsfunktion hat bzw. Raum zur Luftführung innerhalb des Wand- oder Deckensystems bereitstellt. Hierzu ist bei dem nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Wand- oder Deckensystem für Gebäude mindestens ein Federelement als Hohlkanalfederelement ausgebildet und umfasst mindestens einen, vorzugsweise axial in Richtung seiner Längserstreckung erstreckenden, bevorzugt axial durchgehenden, Hohlkanal als Luftführungskanal der luftleitend mit einem Gebläse verbunden ist. Der Hohlkanal dient also als luftleitender Hohlraum für Frischluft und/oder Heizungsluft und/oder zur Abluftführung. Bei Bedarf kann der Luftführungskanal zusätzlich die Funktion als Kabelkanal und/oder Rohrkanal also als Hohlraum zur Aufnahme mindestens eines Kabels und/oder mindestens eines Rohres aufweisen.

    [0011] Bei Wandsystemen erstreckt sich das Hohlkanalfederelement bevorzugt in vertikaler Richtung, während sich bei Deckensystemen das Hohlkanalfederelement bevorzugt in horizontaler Richtung erstreckt.

    [0012] Bei einem erfindungsgemäßen Wand- oder Deckensystem wird also auf geschickte Weise eine Befestigungsfunktion mit einer Luftleitungsfunktion und ggf. einer Installationsfunktion gepaart, ohne funktionale Einbußen für beide Zwecke. Das Federelement ist dabei in jeweils einer randseitigen Nut der miteinander zu verbindenden Bauteile abschnittsweise aufgenommen, wobei es ganz besonders bevorzugt ist, wenn die entsprechende randseitige Nut in dem mindestens einen zu verbindenden Sandwichbauelement von zwei Deckschichten begrenzt ist, die vorzugsweise die Nutwände der Aufnahmenut für das Hohlkanalfederelement bilden, wobei es noch weiter bevorzugt ist, wenn ein Nutgrund der das Hohlkanalfederelement aufnehmenden Nut in dem Sandwichbauelement von einer Zell-stoff-Wabenkörperplatte gebildet ist. Bevorzugt hat der mindestens eine Hohlkanal eine Mindestquerschnittsfläche von 4cm2, bevorzugt von 6cm2, noch weiter bevorzugt von 9cm2, ganz besonders bevorzugt von 12cm2, besonders bevorzugt von 20cm2.

    [0013] Insbesondere dann, wenn das Hohlkanalfederelement die Verbindung zwischen einem Sandwichbauelement und einem oberen Deckenabschluß- bzw. -anschlußelement oder einem unteren Bodenabschlußbzw. -anschlußelement bildet, kommt dem Hohlkanalfederelement die Funktion einer Abschlußleiste dazu. Bei einer derartigen Anordnung eignet sich das Hohlkanalfederelement bevorzugt zur Aufnahme von horizontal verlaufenden Installationen. Wenn das Hohlkanalfederelemente zwei Sandwich-Wandelemente miteinander verbindet ist die Verlegerichtung zur Installation bevorzugt vertikal, ebenso für den Fall, dass das Hohlkanalfederelement ein Sandwich-Bauelement und ein (seitliches bzw. vertikal orientiertes) Wandabschlußelement miteinander verbindet.

    [0014] In Hinblick auf die konkrete Ausgestaltung des Hohlkanalfederelementes gibt es unterschiedliche Möglichkeiten - wesentlich ist zunächst, dass mindestens ein Hohlkanal für mindestens einen der vorgenannten Zwecke vorgesehen ist. Insbesondere dann, wenn das Federelement als Luftführungskanal eingesetzt werden soll, ist es bevorzugt, einen einzigen Kanal vorzusehen.

    [0015] Alternativ ist es möglich, mehrere, insbesondere ausschließlich zwei oder mehr als zwei Kanäle vorzusehen, wobei die mindestens zwei bzw. ausschließlich zwei Hohlkanäle über ein Trennelement, ganz besonders bevorzugt luftdicht, voneinander getrennt sein können.

    [0016] Im Hinblick auf die Ausgestaltung der vorzugsweise mit einer Imprägnierbeschichtung versehenen Zellstoff-Wabenkörperplatte gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Wesentlich ist, dass es sich um einen Wabenkörper aus Zellstoff, insbesondere aus Papier oder Pappe handelt.

    [0017] Dieser kann in an sich bekannter Weise auf unterschiedliche Arten hergestellt werden, beispielsweise durch das Miteinander-Verleimen mehrerer Wellpappelagen.

    [0018] Alternativ ist die Zellstoff-Wabenkörperplatte aus einem sogenannten expandierten Wabenkörper, d.h. aus einem auseinanderziehbaren Wabenelement hergestellt, wobei sich grundsätzlich Kraftlinerpapiere, Testlinerpapiere oder Schrenzpapiere eignen.

    [0019] Die Zellstoff-Wabenkörperplatte zeichnet sich durch eine Vielzahl von Waben in Form von Axialkanälen aus, die vorzugsweise an ihrem Innenumfang mit der vorerwähnten Imprägnierbeschichtung versehen sind. Besonders bevorzugt handelt es sich dabei um ein zementhaltiges Imprägniermittel, noch weiter bevorzugt um ein mikrozementhaltiges Imprägniermittel, wie dieses beispielsweise in der WO 2012/045653 A1 beschrieben ist.

    [0020] Grundsätzlich ist es bevorzugt, eine einzige Zellstoff-Wabenkörperplatte in Richtung der Dickenerstreckung des Sandwichelementes zwischen zwei Deckschichten anzuordnen, wobei alternativ auch mehrere ZellstoffWabenkörperplatten in Richtung ihrer Dickenerstreckung nebeneinander angeordnet und diese Gruppe von Zellstoff-Wabenkörperplatten zwischen zwei Deckschichten angeordnet werden kann. Auch ist es möglich und bevorzugt, neben mindestens zwei Deckschichten und mindestens einer dazwischen angeordneten Zellstoff-Wabenkörperplatte weitere Schichten bei einem über das Hohlkanalfederelement zu verbindenden SandwichBauelement vorzusehen, insbesondere eine Mehrzahl von ZellstoffWabenkörperplatten, die jedoch bevorzugt über jeweils eine Deckschicht voneinander beabstandet sind. Ganz besonders bevorzugt umfasst das Sandwichbauelement an seinen Außenflächen jeweils eine Deckschicht.

    [0021] Ganz besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des mindestens einen Hohlkanalfederelementes, bei der dieses den mindestens einen Hohlkanal vollumfänglich begrenzt. Alternativ ist es denkbar, dass der Hohlkanal an seinen Flächenseiten zum einen von dem Federelement begrenzt ist und zum anderen zumindest an einer Seite von dem ersten Sandwichbauelement oder dem mit dem ersten Sandwichbauelement zu verbindenden Bauteil. Hierzu kann das Federelement in einer Querschnittsansicht beispielsweise U-förmig ausgebildet sein, was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn das mit dem ersten Sandwichbauelement zu verbindende Bauteil kein weiteres Sandwichbauelement, sondern ein Abschlusselement ist. Auch ist es denkbar, dass das Federelement in einer Querschnittsansicht eine doppelte U-Form aufweist, wobei die beiden auf voneinander abgewandten Seiten offenen U's sich einen gemeinsamen unteren U-Schenkel teilen, der von einem zwei Deckplatten des Federelementes voneinander beabstandeten Abstandshalterabschnitt bzw. -elelement gebildet sein kann.

    [0022] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des Hohlkanalfederelementes, bei der dieses zwei parallele, die Flächenseiten des Hohlkanalfederelementes bildende Plattenteile aufweist, von denen bevorzugt zumindest eines als Grobspanplatte (OSB-Platte) oder Fermacellplatte ausgebildet sein kann, wobei die beiden Plattenteile über mindestens ein Abstandselement voneinander beabstandet sind. Bei dem Abstandselement kann es sich um das zuvor erläuterte mittlere Element bzw. U-Schenkelelement handeln. Auch ist es möglich, zwei äußere Abstandselemente vorzusehen, die einen einzigen Hohlkanal begrenzen oder zusätzlich zu einem mittigen Abstandselement zwei äußere Abstandselemente, so dass insgesamt zwei über das mittlere Abstandselement voneinander beabstandete Hohlkanäle gebildet werden. Auch ist es möglich, über eine entsprechende Anzahl von Abstandselementen mehr als zwei Hohlkanäle auszubilden, wobei zumindest einer der äußeren Hohlkanäle von dem ersten Sandwichbauelement oder dem mit diesem zu verbindenden Bauteil begrenzt sein kann, oder von einem randseitigen bzw. äußeren Abstandselement.

    [0023] Wie bereits eingangs erläutert, ist es besonders zweckmäßig, wenn die randseitige Nut, in der das Federelement in dem Sandwichbauelement aufgenommen ist, derart ausgebildet ist, dass die sich seitlich über das Federelement erstreckenden Nutenwände von je einer Deckschicht des Sandwichbauelementes gebildet sind und/oder ein Nutgrund der randseitigen Nut von der zwischen den Deckschichten angeordneten ZellstoffWabenkörperplatte gebildet ist.

    [0024] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das erste Sandwichbauelement mindestens zwei über eine Deckschicht voneinander beabstandete Zellstoff-Wabenkörperplatten aufweist, und das Hohlkanalfederelement nicht in einer von einer äußeren Zellstoff-Wabenkörperplatte gebildeten Ebene angeordnet ist, sondern in einer von einer inneren der Zellstoffwabenkörperplatten ausgebildeten Ebenen, so dass sich außen (in Richtung Gebäudeaußenseite), bezogen auf das Hohlkanalfederelement entweder noch eine Zellstoff-Wabenkörperplatte und/oder ein Vollfederelement befindet, wobei das Vollfederelement im Gegensatz zu dem Hohlkanalfederelement keinen Installationskanal aufweist, sondern bevorzugt eine Sandwichstruktur aufweist, die eine zwischen zwei Deckplatten aufgenommenen Zellstoff-Wabenkörperplatte umfasst. Eine derartige Ausgestaltung des Wand- oder Deckensystems hat den Vorteil, dass das Hohlkanalfederelement bei einer Außenwand über das Vollfederelement und/oder eine Zellstoff-Wabenkörperplatte beabstandet ist, so dass die etwas schlechtere Dämmwirkung des Hohlkanalfederelementes im Vergleich zu einem Vollfederelement, insbesondere wenn dieses eine Zellstoff-Wabenkörperplatte umfasst, etwas kompensiert wird.

    [0025] Konstruktiv gibt es im Hinblick auf die Ausbildung des Wand- oder Deckensystems zwei unterschiedliche Alternativen. Gemäß einer ersten Alternative versinkt das Hohlkanalfederelement und/oder ein Vollfederelement vollständig innerhalb von randseitigen Nuten der aneinander festzulegenden Bauteile, so dass die aneinander zu fixierenden Bauteile auf Stoß angeordnet sind. Bei einer alternativen Ausführungsform sind die aneinander über die Federelemente zu fixierenden Bauteile voneinander beabstandet und zwar über einen integralen Abstandhalterabschnitt des Federelementes, der vorzugsweise in einen Bereich zwischen zwei einander gegenüberliegenden Deckschichten von einander zu fixierenden Bauteilen ragt.

    [0026] Im Hinblick auf die konkrete Ausgestaltung der Deckschichten des ersten Sandwichbauelementes und des ggf. vorgesehenen zweiten Sandwichbauelementes gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. So kann zumindest eine der Deckschichten als Betonplatte, Gipsplatte, Holz-Mehrschichtplatte oder Spanplatte, insbesondere Grobspanplatte ausgestaltet sein. Möglich ist eine Kombination unterschiedlich ausgestalteter Deckschichten oder das Vorsehen mehrerer gleich ausgestalteter Deckschichten. Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn sämtliche Deckschichten aus dem gleichen Material ausgestaltet sind.

    [0027] Für den bevorzugten Fall des Vorsehens von zwei flächigen Sandwichbauelementen, die über das Hohlkanalfederelement aneinander festgelegt werden ist es bevorzugt, wenn diese den gleichen Schichtaufbau aufweisen.

    [0028] Besonders bevorzugt ist es, wenn in dem mindestens einen Hohlkanal des Hohlkanalfederelementes mindestens eine Installationsleitung, d.h. mindestens ein Kabel und/oder mindestens ein Rohr angeordnet ist, welches sich bevorzugt in Richtung der Längserstreckung des Hohlkanalfederelementes erstreckt.

    [0029] Die Erfindung führt auch auf die Verwendung eines als Hohlkanalfederelement ausgebildeten Federelementes mit einem, vorzugsweise axial in Richtung seiner Längserstreckung durchgehenden, Hohlkanal zum Verbinden einer randseitigen Nut zur Aufnahme des Federelementes aufweisenden ersten flächigen Sandwichbauelementes, umfassend mindestens eine sandwichartig zwischen zwei Deckschichten aufgenommene Zellstoff-Wabenkörperplatte mit einem eine randseitige Bauteilnut aufweisenden Bauteil, insbesondere einem Abschlussstück oder einem zweiten flächigen Sandwichbauelement, vorzugsweise umfassend eine zwischen zwei Deckschichten aufgenommene Zellstoff-Wabenkörperplatte.

    [0030] Darüber hinaus führt die Erfindung auf ein Gebäude mit einer Wand, insbesondere einer Außenwand in Form eines nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Wandsystems und/oder einer Decke mit einem nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Deckensystem, wobei im Falle der Ausbildung einer Außenwand des Gebäudes mit einem erfindungsgemäßen Wandsystem bevorzugt außerhalb (in Richtung Außenseite des Gebäudes versetzt) des Hohlkanalfederelementes mindestens eine, bevorzugt über eine Deckschicht beabstandete Zellstoff-Wabenkörperplatte und/oder ein Vollfederelement angeordnet ist.

    [0031] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.

    [0032] Diese zeigen in:
    Fig. 1 bis Fig. 8
    unterschiedliche Ausgestaltungsvarianten von Wand und/oder Deckensystemen, jeweils umfassend mindestens ein als Hohlkanalfederelement mit Luftführungskanal, und
    Fig. 9
    eine mögliche Ausgestaltung eines hier als Vollfederelement ausgebildeten Federelementes mit Abstandshalterabschnitten, wobei alternativ das gezeigte Federelement auch als Hohlkanalfederelement mit Hohlkanal ausgestaltet sein kann (nicht gezeigt), und
    Fig. 10
    eine ausschnittsweise Schnittdarstellung eines Gebäudes, wobei aus Darstellungsgründen ausschließlich Vollfederelemente gezeigt sind, die allesamt oder zumindest teilweise durch erfindungsgemäße Hohlkanalfederelemente ersetzt werden können.


    [0033] In den Figuren sind gleiche Elemente und Elemente mit der gleichen Funktion mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

    [0034] Die in den Figuren teilweise angegebenen Bemaßungen sollen die Erfindung nicht beschränken. Die Maße und insbesondere beliebige, sich insbesondere aus mindestens zwei Maßen ergebende Verhältniswerte sollen jedoch als vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung offenbart gelten und beanspruchbar sein.

    [0035] In Fig. 1 ist ein Wand- oder Deckensystem 1 (im Folgenden System 1 für Gebäude) gezeigt. Im Falle der Ausbildung des Systems 1 als Außenwand ist die Außenseite A in der Zeichnungsebene oben und die Innenseite I (Innenraum) in der Zeichnungsebene unten.

    [0036] Zu erkennen ist, dass das System ein erstes flächiges Sandwichbauelement 2 aufweist, welches insgesamt drei Deckschichten 3, beispielsweise aus Beton oder als OSB-Platten umfasst, wobei zwischen jeweils zwei der Deckschichten 3 eine Zellstoff-Wabenkörperplatte 4 aufgenommen ist, die eine Vielzahl von Kanälen in Form von Waben aufweist, die an ihrem Innenumfang mit einer nicht gezeigten Imprägnierbeschichtung, vorzugsweise auf Zementbasis beschichtet sind.

    [0037] Das erste Sandwichbauelement 2 umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel auf jeder Vertikalseite zwei randseitige Nuten 5, deren Nutwände von den Deckschichten 3 und deren Nutgrund von den ZellstoffWabenkörperplatten 4 gebildet ist.

    [0038] Mit dem ersten Sandwichbauelement 2 ist an jeder Seite ein Bauteil 6 verbunden, umfassend zwei randseitige Bauteilnuten 7, die den Nuten 5 gegenüberliegen. In dem konkreten Ausführungsbeispiel ist das Bauteil 6 als zweites Sandwichbauelement ausgebildet, mit einem Schichtaufbau, der dem Schichtaufbau des ersten Sandwichbauelementes 2 entspricht.

    [0039] Zu erkennen ist, dass das Bauteil 6 und das erste Sandwichbauelement 2 über zwei Federelemente miteinander verbunden sind und zwar über ein Hohlkanalfederelement 8 und ein außerhalb von diesem angeordnetes Vollfederelement 9. Zu erkennen ist weiterhin, dass das Vollfederelement 9 einen Sandwichaufbau aufweist, umfassend zwei beabstandete Deckplatten, zwischen denen eine Zellstoff-Wabenkörperplatte aufgenommen ist, die vorzugsweise am Innenumfang ihrer Waben ebenenfalls mit einer Imprägnierbeschichtung versehen ist, analog zum Aufbau der ZellstoffWabenkörperplatte 4 des ersten Sandwichbauelementes 2.

    [0040] Das Hohlkanalfederelement 8 umfasst einen als Luftführungskanal ausgebildeten Hohlkanal 10, der sich in Richtung der Längserstreckung (senkrecht zur Zeichnungsebene) des Hohlkanalfederelementes 8 erstreckt. Der Luftführungskanal ist luftleitend mit einem Gebläse 14 verbunden. In sämtlichen Figuren bzw. Ausführungsbeispielen sind die als Luftführungskanäle ausgebildeten Hohlkanäle mit einem Gebläse 14 verbunden, mit welchem Luft durch die Hohlkanäle förderbar ist.

    [0041] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein einziger, breiter Hohlkanal 10 vorgesehen, der begrenzt ist von zwei parallelen, Plattenteilen11, die voneinander beabstandet sind von zwei äußeren Abstandselementen 12, so dass der sich ergebende Hohlkanal 10 vollumfänglich von dem Hohlkanalfederelement 8 begrenzt ist.

    [0042] Zu erkennen aus Fig. 1 ist zudem, dass die Hohlkanalfederelemente 8 in einer von einer inneren Zellstoff-Wabenkörperplatte 4 aufgespannten Ebene angeordnet sind, außerhalb derer sich beabstandet über eine der Deckschichten eine weitere, äußere Zellstoff-Wabenkörperplatte 4 befindet, in deren Ebene die Vollfederelemente 9 angeordnet sind.

    [0043] In Fig. 2 ist ein alternatives System 1 gezeigt. Dieses umfasst im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 drei jeweils eine Deckschicht 3 voneinander beabstandete Zellstoff-Wabenkörperplatten 4, wobei nur in der äußersten und der innersten Ebene (nicht in der mittleren Ebene) Federelemente vorgesehen sind und zwar in der innersten Ebene Hohlkanalfederelemente 8 und in der äußersten Ebene Vollfederelemente. Zusätzlich oder alternativ können sich auch in der mittleren Ebene, d.h. im Bereich der mittleren Zellstoff-Wabenkörperplatte 4 Hohlkanalfederelemente 8 befinden - diese wären immer noch von der Außenseite A über Vollfederelemente 9 bzw. über eine Zellstoff-Wabenkörperplatte 4 beabstandet.

    [0044] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die genannten Hohlkanalfederelemente 8 mit jeweils zwei Hohlkanälen 10 zur Luftführung und ggf. zur Aufnahme von Kabeln und/oder Rohren versehen, die Hohlkanäle 10 sind über ein mittleres Abstandselement 12 voneinander beabstandet. Die Hohlkanäle werden randseitig außen analog zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 von jeweils einem Abstandselement 12 begrenzt, wobei die Abstandselemente 12 zwei parallele Platten 11 voneinander beabstanden.

    [0045] Das System 1 gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von dem System gemäß Fig. 2 lediglich durch die Ausgestaltung der Hohlkanalfederelemente 8. Bei diesen werden die Hohlkanäle außen vom jeweiligen Nutgrund begrenzt, im konkreten Ausführungsbeispiel jeweils von einer ZellstoffWabenkörperplatte 4. Die beiden Hohlkanäle sind voneinander beabstandete von einem, hier mittig angeordneten Abstandselement 12, welches zwei parallele Platten 11 voneinander beabstandet.

    [0046] Bei dem System gemäß Fig. 4 ist in der Zeichnungsebene rechts ein Hohlkanalfederelement 8 vorgesehen, welches dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 entspricht und in der Zeichnungsebene links ein Hohlkanalfederelement 8, welches der Ausführung gemäß Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 entspricht.

    [0047] Bei dem System gemäß Fig. 5 ist ein Hohlkanalfederelement 8 in der Zeichnungsebene rechts vorgesehen, welches der Ausführungsvariante gemäß Fig. 2 entspricht, während das in der Zeichnungsebene links vorgesehene Hohlkanalfederelement 8 dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 entspricht.

    [0048] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 ist das erste Sandwichbauelement 2, analog zu Fig. 1 lediglich mit zwei über eine Deckschicht 3 voneinander beabstandeten Zellstoff-Wabenkörperplatten 4 versehen. Sämtlichen, bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemein, dass (was allgemein bevorzugt ist) die Sandwichbauelemente generell an ihren äußeren Flächenseiten von einer Deckschicht begrenzt sind.

    [0049] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 ist ein erstes Sandwichbauelement 2 verbunden mit einem als Abschlussstück ausgebildeten Bauteil 6 und zwar über ein weiter innen angeordnetes Hohlkanalfederelement 8 mit einem Hohlkanal 10 für Luftleitungszwecke und ggf. Installationszwecke, während weiter außen ein Vollfederelement mit einem ZellstoffWabenkörperplattenkern vorgesehen ist.

    [0050] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird der Hohlkanal 10 von einem Abstandselement 12 begrenzt, während der Hohlkanal 10 in der Zeichnungsebene unten von dem Bauteil 6 begrenzt ist.

    [0051] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 entspricht im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 mit dem einzigen Unterschied, dass zwischen den Federelementen noch eine weitere Zellstoff-Wabenkörperplatte 4 angeordnet ist.

    [0052] Fig. 8 zeigt ein einfaches System 1, bei dem das erste Sandwichbauelement 2, lediglich einen Dreischichtaufbau, umfassend zwei parallele Deckschichten 3 mit dazwischen angeordneter Zellstoff-Wabenkörperplatte 4 umfasst. Das Sandwichbauelement 2 ist über ein Hohlkanalfederelement 8 mit einem weiteren Bauteil 6, hier beispielhaft ein Abschlussstück verbunden.

    [0053] Fig. 9 zeigt exemplarisch anhand eines als Vollfederelement ausgebildetes Federelement eine Variante mit Abstandhalterabschnitt 13, die verhindern, dass die aneinander zu fixierenden Bauteile 2, 6 bzw. deren Deckschichten 3 aneinander auf Stoß anliegen. Das gezeigte Federelement kann alternativ, was bevorzugt ist, auch als Hohlkanalfederelement ausgebildet werden.

    [0054] In Fig. 10 ist ein Wandsystem gezeigt, umfassend eine Mehrzahl von als Wandelemente ausgebildeten Sandwichbauelementen sowie von als Wandabschlußelementen ausgebildeten Bauteilen 6, die über Federelemente miteinander verbunden sind. Die Federelemente sind aus Darstellungsgründen allesamt als Vollfederelemente dargestellt, können jedoch teilweise, was bevorzugt ist, als nach dem Konzept der Erfindung ausgebildete Hohlkanalfederelemente realisiert sein, insbesondere die Federelemente im Bereich einer inneren und/oder mittleren Ebene von ZellstoffWabenkörperplatten 4.

    Bezugszeichenliste



    [0055] 
    1
    Wand- oder Deckensystem (System)
    2
    erstes Sandwichbauelement
    3
    Deckschicht
    4
    Zellstoff-Wabenkörperplatte
    5
    Nut(en)
    6
    Bauteil
    7
    Bauteilnut(en)
    8
    Hohlkanalfederelement
    9
    Vollfederelement
    10
    Hohlkanal
    11
    Plattenteile
    12
    Abstandselemente
    13
    Abstandhalterabschnitte
    14
    Gebläse
    A
    Gebäudeaußenseite
    I
    Gebäudeinnenseite



    Ansprüche

    1. Wand- oder Deckensystem für Gebäude, mit einem ersten flächigen Sandwichbauelement (2), umfassend eine sandwichartig zwischen jeweils zwei Deckschichten (3) aufgenommene, vorzugsweise eine Imprägnierbeschichtung zur Erhöhung der Feuer- und/oder der Wasserfestigkeit und/oder der mechanischen Stabilität aufweisende, Zellstoff-Wabenkörperplatte (4), wobei das erste Sandwichbauelement (2) über ein in einer randseitigen Nut (5) des Sandwichbauelementes (2) aufgenommenes Federelement mit einem Bauteil (6) verbunden ist, welches das Federelement in einer randseitigen Bauteilnut (7) aufnimmt, wobei das Federelement als Hohlkanalfederelement (8) mit mindestens einem, vorzugsweise sich axial in Richtung seiner Längserstreckung erstreckenden, bevorzugt axial durchgehenden, Hohlkanal (10) ausgebildet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der mindestens eine Hohlkanal (10) als Luftführungskanal ausgebildet und luftleitend mit einem Gebläse (14) verbunden ist.
     
    2. Wand- oder Deckensystem nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Hohlkanal (10) der einzige Hohlkanal (10) ist, oder dass zwei über ein Abstandselement (12), bevorzugt luftdicht, getrennte Hohlkanäle (10) vorgesehen sind, von denen zumindest einer, bevorzugt beide, als Luftführungskanäle ausgebildet sind und/oder zumindest ein Hohlkanal als Kabelkanal und/oder als Rohrkanal.
     
    3. Wand- oder Deckensystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der mindestens eine Hohlkanal (10) vollumfänglich von dem Hohlkanalfederelement (8) begrenzt ist, oder dass der mindestens eine Hohlkanal (10) seitlich von dem Bauteil (6) oder dem ersten Sandwichbauelement (2) begrenzt ist.
     
    4. Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Hohlkanalfederelement (8) zwei parallele Plattenteile (11), insbesondere Fermacellplatten oder Grobspanplatten aufweist, die über mindestens ein Abstandselement (12), insbesondere ausschließlich ein mittiges Abstandselement (12), oder über ausschließlich zwei äußere Abstandselemente (12) oder über zwei äußere Abstandselemente (12) und ein mittiges Abstandselement (12), voneinander beabstandet sind.
     
    5. Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwei parallele Nutwände der randseitige Nut (5) von den Deckschichten (3) und/oder ein Nutgrund der randseitigen Nut (5) von der Zellstoff-Wabenkörperplatte (4) gebildet ist.
     
    6. Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das erste Sandwichbauelement (2) zwei über eine Deckschicht (3) voneinander beabstandete Zellstoff-Wabenkörperplatten (4) aufweist und dass das Hohlkanalfederelement (8) in einer Ebene einer inneren der Zellstoff-Wabenkörperplatten (4) angeordnet ist.
     
    7. Wand- oder Deckensystem nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass über eine Deckschicht (3) von dem Hohlkanalfederelement (8) ein Vollfederelement (9) beabstandet ist, dass in einer Ebene der äußeren der Zellstoff-Wabenkörperplatten (4) angeordnet ist.
     
    8. Wand- oder Deckensystem nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Vollfederelement (9) eine zwischen zwei Deckplatten angeordnete Zellstoff-Wabenkörperplatte (4) aufweist.
     
    9. Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das erste Sandwichbauelement (2) und das Bauteil (6) unmittelbar aneinander anliegen oder voneinander über einen integralen Abstandhalterabschnitt (13) des Hohlkanalfederelementes (8) voneinander beabstandet sind.
     
    10. Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass mindestens eine der Deckschichten (3) des ersten Sandwichbauelementes (2), vorzugsweise sämtliche Deckschichten (3), als Betonplatte, Gipsplatte, Holz-Mehrschichtplatte oder Spanplatte, insbesondere Grobspanplatte ausgebildet ist/sind.
     
    11. Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das über das Hohlkanalfederelement (8) mit dem ersten Sandwichbauelement (2) verbundende Bauteil (6) ein Abschlussstück oder ein zweites flächiges Sandwichbauelement umfassend eine sandwichartig zwischen jeweils zwei Deckschichten (3) aufgenommene, vorzugsweise eine Imprägnierbeschichtung zur Erhöhung der Feuer- und/oder der Wasserfestigkeit und/oder der mechanischen Stabilität aufweisende, Zellstoff-Wabenkörperplatte (4) ist, welches bevorzugt einen identischen Schichtaufbau wie das erste Sandwichbauelement (2) aufweist.
     
    12. Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in dem mindestens einen Hohlkanal (10) ein Kabel, insbesondere ein Stromkabel und/oder ein Datenkabel, und/oder ein Rohr, insbesondere ein Wasserrohr, und/oder ein Heizungsrohr, und/oder ein Kühlmittelrohr, und/oder ein Abwasserrohr aufgenommen ist.
     
    13. Verwendung, in einem Wand- oder Deckensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, eines als Hohlkanalfederelement (8) ausgebildeten Federelement mit einem, vorzugsweise axial in Richtung seiner Längserstreckung durchgehenden, Hohlkanal (10) zum Verbinden eines eine randseitige Nut (5) zur Aufnahme des Federelementes aufweisenden ersten flächigen Sandwichbauelementes (2), umfassend eine sandwichartig zwischen jeweils zwei Deckschichten (3) aufgenommene, vorzugsweise eine Imprägnierbeschichtung zur Erhöhung der Feuer- und/oder der Wasserfestigkeit und/oder der mechanischen Stabilität aufweisende, Zellstoff-Wabenkörperplatte (4), mit einem eine randseitige Bauteilnut (7) aufweisenden Bauteil (6), insbesondere einem Abschlussstück oder einem zweiten flächigen Sandwichbauelement, vorzugsweise mit einem dem ersten Sandwichbauelement (2) entsprechenden Schichtaufbau,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Hohlkanal (10) als luftleitend mit einem Gebläse (14) verbundener Luftführungskanal ausgebildet ist.
     
    14. Gebäude mit einem Wand- oder Deckensystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
     


    Claims

    1. A wall system or ceiling system for buildings, having a first flat sandwich-type structural element (2) that comprises a cellulose honeycomb board (4), which is accommodated in a sandwich-like manner between two covering layers (3) and preferably has an impregnating coating to increase fire- and/or water-resistance and/or mechanical stability; the first sandwich-type structural element (2) being connected by means of a spring element accommodated in an edge-side groove (5) in the sandwich-type structural element (2) to a component (6) that receives the spring element in an edge-side component groove (7); the spring element being in the form of a hollow channel spring element (8) with at least one hollow channel (10), which preferably extends axially in the direction of the longitudinal extent thereof and is preferably axially continuous,
    characterised in that
    the at least one hollow channel (10) is in the form of an air duct and is connected in an air-conducting manner to a fan (14).
     
    2. The wall system or ceiling system according to Claim 1,
    characterised in that
    the hollow channel (10) is the only hollow channel (10), or that two hollow channels (10) that are separated, preferably in an air-tight manner, by means of a spacer element (12) are provided, of which hollow channels at least one, preferably both, are in the form of air ducts and/or at least one hollow channel (10) is in the form of a cable duct and/or pipe duct.
     
    3. The wall system or ceiling system according to either of Claims 1 or 2,
    characterised in that
    the at least one hollow channel (10) is delimited all the way round by the hollow channel spring element (8), or that the at least one hollow channel (10) is delimited laterally by the component (6) or the first sandwich-type structural element (2).
     
    4. The wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the hollow channel spring element (8) has two parallel board parts (11), in particular fermacell boards or oriented-strand boards, which are spaced apart from each other by means of at least one spacer element (12), in particular only one central spacer element (12), or by means of only two outer spacer elements (12) or by means of two outer spacer elements (12) and one central spacer element (12).
     
    5. The wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    two parallel groove walls of the edge-side groove (5) are formed by the covering layers (3) and/or a groove bottom of the edge-side groove (5) is formed by the cellulose honeycomb board (4).
     
    6. The wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the first sandwich-type structural element (2) has two cellulose honeycomb boards (4), which are spaced apart from each other by means of a covering layer (3), and that the hollow channel spring element (8) is arranged in a plane of an inner cellulose honeycomb board (4).
     
    7. The wall system or ceiling system according to Claim 6,
    characterised in that
    a solid spring element (9) is spaced apart from the hollow channel spring element (8) by means of a covering layer (3), said solid spring element being arranged in a plane of an outer cellulose honeycomb board (4).
     
    8. The wall system or ceiling system according to Claim 7,
    characterised in that
    the solid spring element (9) has a cellulose honeycomb board (4) arranged between two covering boards.
     
    9. The wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the first sandwich-type structural element (2) and the component (6) bear directly against each other or are spaced apart from each other by means of an integral spacer section (13) of the hollow channel spring element (8).
     
    10. The wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    at least one of the covering layers (3) of the first sandwich-type structural element (2), preferably all the covering layers (3), is/are in the form of concrete panel(s), plasterboard(s), multi-layered wooden board(s) or chipboard(s), in particular oriented-strand board(s).
     
    11. The wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the component (6) that is connected by means of the hollow channel spring element (8) to the first sandwich-type structural element (2) is a connecting piece or a second flat sandwich-type structural element that comprises a cellulose honeycomb board (4), which is accommodated in a sandwich-like manner between two covering layers (3) and preferably has an impregnating coating to increase fire- and/or water-resistance and/or mechanical stability, and that preferably has an identical layer structure to the first sandwich-type structural element (2).
     
    12. The wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    a cable, in particular an electricity cable and/or a data cable, and/or a pipe, in particular a water pipe, and/or a heating pipe, and/or a coolant pipe, and/or a wastewater pipe is accommodated in the at least one hollow channel (10).
     
    13. A use, in a wall system or ceiling system according to any one of the preceding claims, of a spring element in the form of a hollow channel spring element (8) having a hollow channel (10), which is preferably axially continuous in the direction of the longitudinal extent thereof, to connect a first flat sandwich-type structural element (2), which has an edge-side groove (5) for receiving the spring element and comprises a cellulose honeycomb board (4), which is accommodated in a sandwich-like manner between two covering layers (3) and preferably has an impregnating coating to increase fire- and/or water-resistance and/or mechanical stability, to a component (6) having an edge-side component groove (7), in particular a connecting piece or a second flat sandwich-type structural element, preferably having a layer structure corresponding to the first sandwich-type structural element (2),
    characterised in that
    the hollow channel (10) is in the form of an air duct that is connected in an air-conducting manner to a fan (14).
     
    14. A building having a wall system or ceiling system (1) according to any one of the preceding claims.
     


    Revendications

    1. Système de paroi ou de plafond pour bâtiment, avec un premier élément de construction intercalaire (2) plat avec une plaque alvéolaire en cellulose (4) logée de façon intercalée entre respectivement deux couches de recouvrement (3) comprenant de préférence un revêtement imprégné pour accroître la résistance au feu et/ou à l'eau et/ou la stabilité mécanique, le premier élément de construction intercalaire (2) étant relié à un composant (6) via un élément à ressort logé dans une rainure placée du côté de bordure (5) de l'élément de construction intercalaire, ledit composant logeant l'élément à ressort dans une rainure de composant (7) placée du côté de bordure, l'élément à ressort étant réalisé sous la forme d'un élément à ressort à canal creux (8) avec au moins un canal creux (10) s'étendant de préférence de façon traversante dans le plan axial en direction de son extension longitudinale, de façon préférée dans le plan axial,
    caractérisé en ce
    que l'au moins un canal creux (10) est réalisé sous la forme d'un canal de guidage d'air et est relié à une soufflerie (14) de façon à conduire l'air.
     
    2. Système de paroi ou de plafond selon la revendication 1,
    caractérisé en ce
    que le canal creux (10) est un unique canal creux (10) ou que deux canaux creux (10), de façon préférée étanches à l'air, séparés par un élément d'écartement (12) sont prévus, parmi lesquels au moins un canal, de façon préférée les deux canaux, sont réalisés sous la forme de canaux de guidage d'air et/ou au moins un canal creux (10) étant réalisé sous la forme d'un canal pour câble et/ou d'un canal pour canalisation.
     
    3. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce
    que l'au moins un canal creux (10) est délimité dans son intégralité par l'élément à ressort à canal creux (8) ou que l'au moins un canal creux (10) est délimité en côté par le composant (6) ou le premier élément de construction intercalaire (2).
     
    4. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'élément à ressort à canal creux (8) comporte deux parties de plaque (11) parallèles, notamment des plaques Fermacell ou des plaques de contreplaqué grossier espacées l'une par rapport à l'autre via au moins un élément d'écartement (12), notamment exclusivement un élément d'écartement (12) central ou via exclusivement deux éléments d'écartement (12) extérieurs ou via deux éléments d'écartement (12) extérieurs et un élément d'écartement (12) central.
     
    5. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que deux parois rainurées parallèles de la rainure (5) située du côté de bordure sont formées par les couches de recouvrement (3) et/ou qu'un fond de rainure de la rainure (5) située du côté de bordure est formé par la plaque alvéolaire en cellulose (4).
     
    6. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que le premier élément de construction intercalaire (2) comporte deux plaques alvéolaires en cellulose (4) séparées l'une par rapport à l'autre via une couche de recouvrement (3) et que l'élément à ressort à canal creux (8) est disposé dans un plan à l'intérieur des plaques alvéolaires en cellulose (4).
     
    7. Système de paroi ou de plafond selon la revendication 6,
    caractérisé en ce
    qu'un élément à ressort entier (9) est séparé de l'élément à ressort à canal creux (8) via une couche de recouvrement (3), que l'extérieur des plaques alvéolaires en cellulose (4) est disposé dans un plan.
     
    8. Système de paroi ou de plafond selon la revendication 7,
    caractérisé en ce
    que l'élément à ressort entier (9) comporte une plaque de corps alvéolaire en cellulose (4) disposée entre deux plaques de revêtement.
     
    9. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que le premier élément de construction intercalaire (2) et le composant (6) reposent directement l'un contre l'autre ou sont séparés l'un de l'autre via une section d'entretoise (13) intégrale de l'élément à ressort à canal creux (8).
     
    10. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins une des couches de recouvrement (3) du premier élément de construction intercalaire (2), de préférence l'ensemble des couches de recouvrement (3), sont réalisées sous la forme d'une plaque de béton, d'une plaque de plâtre, d'une plaque multicouche de bois ou d'une plaque de contreplaqué, notamment d'une plaque de contreplaqué grossier.
     
    11. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que le composant (6) relié au premier élément de construction intercalaire (2) via l'élément à ressort à canal creux (8) est une pièce d'extrémité ou un deuxième élément de construction intercalaire plat comprenant une plaque alvéolaire en cellulose (4) logée de façon intercalée entre respectivement deux couches de recouvrement (3), comportant de préférence un revêtement imprégné pour accroître la résistance au feu et/ou à l'eau et/ou la stabilité mécanique, ledit composant comportant de façon préférée une structure en couches identique à celle du premier élément de construction intercalaire (2).
     
    12. Système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'un câble, notamment un câble électrique et/ou un câble de données et/ou une canalisation, notamment une canalisation d'eau et/ou une canalisation de chauffage et/ou une canalisation de moyen de refroidissement et/ou un tube d'eaux usées est logé dans l'au moins un canal creux (10).
     
    13. Utilisation, dans un système de paroi ou de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes, d'un élément à ressort réalisé sous la forme d'un élément à ressort à canal creux (8) avec un canal creux (10) traversant de préférence dans le plan axial dans la direction de son extension longitudinale, pour relier un premier élément de construction intercalaire (2) plat comportant une rainure (5) située du côté de bordure pour recevoir l'élément à ressort, comprenant une plaque alvéolaire en cellulose (4) logée de façon intercalée entre respectivement deux couches de recouvrement (3), de préférence un revêtement imprégné pour accroître la résistance au feu et/ou à l'eau et/ou la stabilité mécanique, avec un composant (6) comportant une rainure de composant (7) située du côté de bordure, notamment une pièce d'extrémité ou un deuxième élément de construction intercalaire plat, de préférence avec une structure en couches correspondant au premier élément de construction intercalaire (2),
    caractérisé en ce
    que le canal creux (10) est réalisé sous la forme d'un canal de guidage d'air relié à une soufflerie (14) de façon à conduire l'air.
     
    14. Bâtiment avec un système de paroi ou de plafond (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente