[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türantrieb, insbesondere Drehtürantrieb,
mit einem Gehäuse, einer mit einem Türflügel und einem Blendrahmen koppelbaren Abtriebsachse,
einem Motor zum Antreiben der Abtriebsachse insbesondere über eine Zahnstange, und
einer Federeinheit, die während einer jeweiligen Öffnungsbewegung des Türflügels gespannt
wird und sich während einer jeweiligen Schließbewegung des Türflügels entspannt.
[0002] Derartige Türantriebe dienen dazu, den Flügel einer motorisch geöffneten Tür mit
Federkraft zu schließen. Dies ist insbesondere bei Rauch- und Feuerschutztüren von
Bedeutung, die im Alarmfall, insbesondere nach Ansprechen eines Rauchmelders oder
bei Stromausfall, schnell und zuverlässig geschlossen werden müssen. Mit dem Öffnen
des Türflügels wird gleichzeitig die Federeinheit gespannt. Mit Hilfe der Federeinheit
kann der Türantrieb den Türflügel somit auch bei einem Stromausfall schließen, was
bei Brandschutztüren zwingend ist.
[0003] Bei Drehtürantrieben mit Zahnstange kann sich die Federwirkung an der Abtriebsachse
nur in eine Drehrichtung entwickeln. Die Abtriebsachse sitzt normalerweise in Längsrichtung
des Türantriebs außermittig im Bereich von etwa 20 % der Türantriebslänge. Für unterschiedliche
Montagearten an der Tür sind daher bisher zwei Türantriebe erforderlich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türantrieb, insbesondere Drehtürantrieb
der eingangs genannten Art anzugeben, der bei möglichst einfach gehaltenem und entsprechend
kostengünstigem Aufbau auf unterschiedliche Weise am Türflügel und am Blendrahmen
montierbar ist.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Türantrieb mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Türantriebs ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0006] Der erfindungsgemäße Türantrieb, insbesondere Drehtürantrieb, umfasst ein Gehäuse,
eine mit einem Türflügel oder einem Blendrahmen koppelbare Abtriebsachse, einen Motor
zum Antreiben der Abtriebsachse insbesondere über eine Zahnstange, und eine Federeinheit,
die während einer jeweiligen Öffnungsbewegung des Türflügels gespannt wird und sich
während einer jeweiligen Schließbewegung des Türflügels entspannt. Das Gehäuse umfasst
zwei auf einander entgegengesetzten Seiten angeordnete äußere Montageflächen, wobei
der Türantrieb in unterschiedlichen Positionen am Blendrahmen oder am Türflügel montierbar
ist, in denen das Gehäuse mit jeweils einer der beiden Montageflächen am Blendrahmen
bzw. am Türflügel anliegt. Dabei ist das Gehäuse mit durchgehenden, jeweils von beiden
der einander entgegengesetzten Seiten zugänglichen Montagebohrungen versehen, in die
Befestigungsmittel zur Befestigung des Türantriebs am Blendrahmen bzw. am Türflügel
anbringbar sind.
[0007] Aufgrund dieser Ausbildung ist der Türantrieb, insbesondere Drehtürantrieb, bei einfach
gehaltenem und entsprechend kostengünstigem Aufbau insbesondere auch bei einer Ausführung
mit Zahnstange auf unterschiedliche Weise am Türflügel und am Blendrahmen montierbar.
So ist der erfindungsgemäße Türantrieb über die beiden Montageflächen nunmehr wahlweise
insbesondere in einer der folgenden sechs unterschiedlichen Montagearten montierbar:
- 1. Kopfmontage-Bandseite-Gleitschiene
- 2. Kopfmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene
- 3. Türmontage-Bandseite-Gleitschiene
- 4. Türmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene
- 5. Kopfmontage-Bandgegenseite-Gestänge
- 6. Türmontage-Bandseite-Gestänge
[0008] Dabei ist unter einer jeweiligen Kopfmontage eine Montage des Türantriebs am oberen
Holm des Blendrahmens und unter einer jeweiligen Türmontage die Montage des Türantriebs
an dem Türflügel zu verstehen. Unter einer jeweiligen Montage auf der Bandseite ist
eine Montage des Türantriebs auf der Seite des Blendrahmens bzw. des Türflügels zu
verstehen, auf der die Bänder vorgesehen sind. Entsprechend ist unter einer jeweiligen
Montage des Türantriebs auf der Bandgegenseite eine Montage des Türantriebs auf der
Seite zu verstehen, die der Bandseite gegenüberliegt. Schließlich kann die Abtriebsachse
mit einem linear beweglich in einer Gleitschiene geführten Gleitarm oder Hebel oder
mit einem Gestänge drehfest verbunden sein. Da das Gehäuse mit Montagebohrungen versehen
ist, die jeweils von zwei Seiten zugänglich sind, können die Befestigungsmittel je
nachdem, ob der Türantrieb mit der einen oder anderen Montagefläche am Türflügel bzw.
Blendrahmen zur Anlage kommt, von der einen oder anderen Gegenseite her eingebracht
werden.
[0009] Bevorzugt ist das Gehäuse mit Anlageflächen für die zur Befestigung des Türantriebs
am Blendrahmen bzw. am Türflügel in die Montagebohrungen einbringbaren Befestigungsmittel
versehen. Im montierten Zustand des Türantriebs sind die betreffenden Befestigungsmittel
somit über die betreffenden Anlageflächen am Gehäuse abgestützt.
[0010] Von Vorteil ist insbesondere, wenn den Montagebohrungen jeweils zwei in entgegengesetzte
Richtungen weisende, jeweils einer der beiden einander entgegengesetzten Seiten zugewandte
Anlageflächen zugeordnet sind. Damit ist bei sämtlichen Montagearten bzw. unabhängig
davon, mit welcher Montagefläche der Türantrieb am Türflügel bzw. Blendrahmen anliegt,
jeweils sichergestellt, dass sich die Befestigungsmittel an einer jeweiligen Anlagefläche
des Gehäuses abstützen können.
[0011] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türantriebs
umfassen die Befestigungsmittel Kopfschrauben. Dabei kann sich eine jeweilige Kopfschraube
im montierten Zustand des Türantriebs vorteilhafterweise mit ihrem Schraubenkopf je
nach Montageposition des Türantriebs an der einen oder der anderen der beiden einer
jeweiligen Montagebohrung zugeordneten Anlageflächen des Gehäuses abstützen.
[0012] Bevorzugt sind die Anlageflächen jeweils ringförmig ausgeführt.
[0013] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn eine jeweilige Anlagefläche gegenüber der
jeweils benachbarten Montagefläche des Gehäuses nach innen versetzt ist. Dabei ist
eine jeweilige Anlagefläche bevorzugt zwischen der jeweils benachbarten Montagefläche
und der Mittelebene des Gehäuses angeordnet.
[0014] Besitzt das Gehäuse eine längliche Form, so können die beiden Montageflächen des
Gehäuses insbesondere auf einander entgegengesetzten Längsseiten des Gehäuses vorgesehen
sein. In einem solchen Fall erstrecken sich die Montagebohrungen bevorzugt allgemein
quer zur Längsrichtung des Gehäuses.
[0015] Wird der erfindungsgemäße Türantrieb beispielsweise auf der Bandseite in Kopfmontage
mit Gleitschiene montiert, so kann die Zahnstange insbesondere näher an der am Blendrahmen
anliegenden Montagefläche liegen als im Fall einer Kopfmontage des Türantriebs auf
der Bandgegenseite mit Gleitschiene.
[0016] Werden als Befestigungsmittel Kopfschrauben eingesetzt, so können die Anlageflächen
für die Schraubenköpfe in Tiefenrichtung betrachtet beispielsweise etwa 10 mm über
der Mittelebene des Gehäuses liegen. Die beiden Anlageflächen einer jeweiligen Montage-
bzw. Schraubenbohrung können beispielsweise in einem Abstand von etwa 10 bis etwa
20 mm voneinander angeordnet sein.
[0017] Aufgrund der erfindungsgemäßen Lösung ist für sämtliche zuvor genannten unterschiedlichen
Montagearten nur ein einziger Türantrieb bzw. Drehtürantrieb erforderlich.
[0018] Vorteilhafterweise ist die Abtriebsachse in zwei Richtungen drehbar und nur in eine
Drehrichtung wird die Federeinheit gespannt aber in der zweiten Drehrichtung wird
die Federeinheit entspannt. Somit werden weniger Bauteile benötigt und der Antrieb
ist günstiger. Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Längsschnittdarstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Türantriebs,
- Fig. 2
- schematische Querschnittsdarstellungen des Türantriebs gemäß Fig. 1, wobei in Fig.
2a) die Montageart "Kopfmontage-Bandseite-Gleitschiene" und in Fig. 2b) die Montageart
"Kopfmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene" dargestellt ist.
- Fig. 3
- eine schematische perspektivische Darstellung des Türantriebs gemäß Fig. 1 im nach
der Montageart "Kopfmontage-Bandseite-Gleitschiene" montierten Zustand,
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht des Türantriebs gemäß Fig. 1 im nach der Montageart "Kopfmontage-Bandseite-Gleitschiene"
montierten Zustand,
- Fig. 5
- eine schematische Draufsicht des Türantriebs gemäß Fig. 1 im nach der Montageart "Kopfmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene"
montierten Zustand und
- Fig. 6
- eine schematische perspektivische Darstellung des Türantriebs gemäß Fig. 1 im nach
der Montageart "Kopfmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene" montierten Zustand.
[0019] Fig. 1 zeigt in schematischer Längsschnittdarstellung eine beispielhafte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Türantriebs 10, bei dem es sich im vorliegenden Fall beispielsweise
um einen Drehtürantrieb handelt.
[0020] Der Türantrieb 10 umfasst ein Gehäuse 12, eine drehbar am Gehäuse 12 gelagerte und
mit einem Türflügel 14 oder einem Blendrahmen 16 (vgl. auch die Fig. 2 bis 6) koppelbare
Abtriebsachse 18, einen Motor 20 (vgl. auch die Fig. 4 und 5), insbesondere Elektromotor,
zum Antreiben der Abtriebsachse 18 und eine Federeinheit 22, die während einer jeweiligen
Öffnungsbewegung des Türflügels 14 gespannt wird und sich während einer jeweiligen
Schließbewegung des Türflügels 14 entspannt, um ein Schließmoment zu liefern.
[0021] Dabei ist der Türantrieb 10 in den Darstellungen gemäß den Fig. 2 bis 6 jeweils als
Obentürschließer für eine Drehtür vorgesehen, wobei das Gehäuse 12 mit der Abtriebsachse
18 am Blendrahmen 16 oder am Türflügel 14 angebracht und die Abtriebsachse 18 beispielsweise
mit einem Hebel 88 verbunden ist, der mit einem Gleitstein oder dergleichen versehen
ist, der in einer Gleitschiene 86 geführt ist, die am Türflügel 14 bzw. am Blendrahmen
16 fixiert ist.
[0022] Wie insbesondere wieder der Fig. 1 entnommen werden kann, ist die Abtriebsachse 18
über eine Zahnstange 28 durch den Motor 20 antreibbar und die Federeinheit 22 einerseits
an der Zahnstange 28 und andererseits über einen Anschlag 30 am Gehäuse 12 abgestützt,
der zur Einstellung der Federkraft der Federeinheit 22 relativ zum Gehäuse 12 verstellbar
ist.
[0023] Die Federeinheit 22 umfasst eine auf die Zahnstange 28 aufgeschobene Druckfeder,
die an einem Ende an dem verstellbaren Anschlag 30 abgestützt ist. Dabei ist der verstellbare
Anschlag 30 durch die Stirnfläche einer auf die Zahnstange 28 aufgeschobenen, relativ
zu dem Gehäuse 12 axial verstellbaren Hülse 32 gebildet.
[0024] Die Hülse 32 ist mit einem Außengewinde 34 versehen und über dieses Außengewinde
34 in das Gehäuse 12 eingeschraubt, das dazu mit einem Innengewinde 36 versehen ist.
[0025] Zudem ist die Hülse 32 mit einer Schrägverzahnung 38 versehen und über eine mit der
Schrägverzahnung 38 kämmende Schnecke 40 axial verstellbar.
[0026] Das Gehäuse 12 kann mit wenigstens einer Öffnung 42 (vgl. die Fig. 3 bis 6) versehen
sein, durch die hindurch die jeweilige Federvorspannung der Federeinheit 22 ablesbar
ist. Im vorliegenden Fall ist auf einander gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses
12 jeweils eine solche jeweils als Langloch ausgeführte Öffnung 42 vorgesehen.
[0027] Die auf die Zahnstange 28 aufgeschobene Federeinheit 22 ist zwischen der auf die
Zahnstange 28 aufgeschobenen Hülse 32 und einer an der Zahnstange 28 abgestützten
Anlagescheibe 44 angeordnet, die ebenfalls wieder auf die Zahnstange 28 aufgeschoben
ist und sich beispielsweise an wenigstens einem radialen Vorsprung 46 der Zahnstange
28 abstützt. Axial zwischen der Anlagescheibe 44 und der Federeinheit 22 sind ein
auf die Zahnstange 28 aufgeschobenes Axiallager 48 und eine auf die Zahnstange 28
aufgeschobene Zwischenhülse 50 angeordnet.
[0028] Die Zahnstange 28 ist über ein Getriebe 52 vom Motor 20 beaufschlagbar. Die Zahnstange
28 umfasst einen mit einem Ritzel 54 des Getriebes 52 kämmenden Verzahnungsabschnitt
56 sowie einen mit einer Verzahnung 58 der Abtriebsachse 18 kämmenden Verzahnungsabschnitt
60. Dabei umfasst die Zahnstange 28 im vorliegenden Fall einen mit einer Unrund-Verzahnung
58 der Abtriebsachse 18 kämmenden wellenförmigen Verzahnungsabschnitt 60. Dagegen
kann der mit dem Ritzel 54 des Getriebes 52 kämmende Verzahnungsabschnitt 56 der Zahnstange
28 insbesondere als linearer Verzahnungsabschnitt ausgeführt sein.
[0029] Die Zahnstange 28 erstreckt sich mit ihrem mit dem Ritzel 54 des Getriebes 52 kämmenden
Verzahnungsabschnitt 56 aus der Hülse 32 heraus.
[0030] Die Schnecke 40 ist im vorliegenden Fall um 90° gegenüber der Zahnstange 28 versetzt
und in einander gegenüberliegenden Getriebegehäuseschalen 62 gelagert.
[0031] Wird die Schnecke 40 mittels eines geeigneten Werkzeugs gedreht, so dreht sich über
die Schrägverzahnung 38 auch die Hülse 32, womit diese über deren Außengewinde 34
je nach Drehrichtung des Werkzeugs in der einen oder anderen Richtung relativ zum
Gehäuse 12 axial verstellt wird. Damit ändert sich auch entsprechend die Vorspannung
der Federeinheit 22.
[0032] Die Zahnstange 28 ist im Bereich deren mit dem Ritzel 54 des Getriebes 52 und mit
der Verzahnung 58 der Abtriebswelle 18 in Eingriff stehenden Verzahnungsabschnitten
56, 60 jeweils über eine auf der vom jeweiligen Verzahnungsabschnitt 56, 60 abgewandten
Seite der Zahnstange 28 angeordnete insbesondere wälzgelagerte Rolle 64 oder dergleichen
abgestützt.
[0033] Die Zahnstange 28 kann mit den auf sie aufgeschobenen Bauteilen in einem Gehäuseabschnitt
66 sitzen, der auf einer Seite durch einen Deckel 68 und auf der anderen Seite durch
die Hülse 32 verschlossen wird. Der Deckel 68 und die Hülse 32 können über Gewinde
in den Gehäuseabschnitt 66 eingeschraubt sein. Auf den Gehäuseabschnitt 66 kann eine
Lagerplatte 70 geschraubt sein, die zusammen mit dem Gehäuseabschnitt 66 die Lagerstelle
für die Abtriebsachse 18 bildet.
[0034] Wie insbesondere anhand der Fig. 2 zu erkennen ist, umfasst das Gehäuse 12 zwei auf
einander entgegengesetzten Seiten angeordnete äußere Montageflächen 72, 74. Dabei
ist der Türantrieb 10 in unterschiedlichen Positionen am Blendrahmen 16 oder am Türflügel
14 (vgl. auch die Fig. 3 bis 6) montierbar, in denen das Gehäuse 12 mit jeweils einer
der beiden Montageflächen 72, 74 am Blendrahmen 16 bzw. am Türflügel 14 anliegt.
[0035] Um die unterschiedlichen Montagearten unter Aufrechterhaltung eines möglichst einfachen
und entsprechend kostengünstigen Aufbaus des Türantriebs 10 zu ermöglichen, ist das
Gehäuse 12 mit durchgehenden, jeweils von beiden der einander entgegengesetzten Seiten
zugänglichen Montagebohrungen 76 versehen, in die Befestigungsmittel 78 zur Befestigung
des Türantriebs 10 am Blendrahmen 16 bzw. am Türflügel 14 einbringbar sind.
[0036] Dabei ist das Gehäuse 12 mit Anlageflächen 80 für die zur Befestigung des Türantriebs
10 am Blendrahmen 16 bzw. am Türflügel 14 in die Montagebohrungen 76 einbringbaren
Befestigungsmittel 78 versehen. Hierbei sind den Montagebohrungen 76 jeweils zwei
in entgegengesetzte Richtungen weisende, jeweils einer der beiden einander entgegengesetzten
Seiten bzw. Montageflächen 72, 74 zugewandte Anlageflächen 80 zugeordnet.
[0037] Im vorliegenden Fall umfassen die Befestigungsmittel Kopfschrauben 78. Dabei stützt
sich eine jeweilige Kopfschraube 78 im montierten Zustand des Türantriebs 10 mit ihrem
Schraubenkopf 82 je nach Montageposition des Türantriebs 10 an der einen oder der
anderen der beiden einer jeweiligen Montagebohrung 76 zugeordneten Anlageflächen 80
des Gehäuses 12 ab, während sie mit ihrem vom Schraubenkopf 82 abgewandten Ende in
den Blendrahmen 16 bzw. den Türflügel 14 eingeschraubt ist. Wie insbesondere der Fig.
3 entnommen werden kann, können die Anlageflächen 80 jeweils ringförmig ausgeführt
und gegenüber der jeweils benachbarten Montagefläche 72, 74 des Gehäuses 12 nach innen
versetzt sein. Hierbei kann eine jeweilige Anlagefläche 80 insbesondere zwischen der
jeweils benachbarten Montagefläche 72, 74 und der Mittelebene des Gehäuses 12 angeordnet
sein.
[0038] Die Anlageflächen 80 für die Schraubenköpfe 82 der die Befestigungsmittel bildenden
Kopfschrauben 78 können in Tiefenrichtung betrachtet beispielsweise etwa 10 mm über
der Mittelebene des Türantriebs 10 liegen. Die beiden einer jeweiligen Montagebohrung
76 zugeordneten Anlageflächen 80 können beispielsweise etwa 10 bis etwa 20 mm voneinander
beabstandet sein.
[0039] Die beiden Montageflächen 72, 74 des eine längliche Form aufweisenden Gehäuses 12
sind aufeinander entgegengesetzten Längsseiten des Gehäuses 12 vorgesehen. Die Montagebohrungen
76 erstrecken sich allgemein quer zur Längsrichtung des Gehäuses 12, wobei sie im
vorliegenden Fall senkrecht zur Längsrichtung des Gehäuses 12 ausgerichtet sind.
[0040] Der mit den entsprechenden Montagebohrungen 76 versehene Türantrieb 10 kann über
die betreffenden Befestigungsmittel bzw. Kopfschrauben 78 insbesondere in den folgenden
sechs unterschiedlichen Montagearten montiert werden:
- 1.
- Kopfmontage-Bandseite-Schiene
- 2.
- Kopfmontage-Bandgegenseite-Schiene
- 3.
- Türmontage-Bandseite-Schiene
- 4.
- Türmontage-Bandgegenseite-Schiene
- 5.
- Kopfmontage-Bandgegenseite-Gestänge
- 6.
- Türmontage-Bandseite-Gestänge
[0041] Dabei ist unter einer jeweiligen Kopfmontage eine Montage des Türantriebs am oberen
Holm des Blendrahmens 16 und unter einer jeweiligen Türmontage die Montage des Türantriebs
10 an dem Türflügel 14 zu verstehen. Unter einer jeweiligen Montage auf der Bandseite
ist eine Montage des Türantriebs 10 auf der Seite des Blendrahmens 16 bzw. des Türflügels
14 zu verstehen, auf der die Bänder 84 (vgl. die Fig. 3 bis 5) vorgesehen sind. Entsprechend
ist unter einer jeweiligen Montage des Türantriebs 10 auf der Bandgegenseite eine
Montage des Türantriebs 10 auf der Seite zu verstehen, die der Bandseite gegenüberliegt.
Schließlich kann die Abtriebsachse 18 mit einem beweglich in einer Gleitschiene 86
geführten Gleitarm oder Hebel 88 (vgl. die Fig. 2 bis 6) oder mit einem Gestänge drehfest
verbunden sein.
[0042] Da das Gehäuse 12 des Türantriebs 10 mit Montagebohrungen 76 versehen ist, die jeweils
von zwei Seiten zugänglich sind, können die Befestigungsmittel bzw. Kopfschrauben
78 je nachdem, ob der Türantrieb 10 mit der einen oder mit der anderen Montagefläche
72 bzw. 74 am Türflügel 14 bzw. Blendrahmen 16 zur Anlage kommt, von der einen oder
anderen Gegenseite her eingebracht werden.
[0043] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Türantriebs 10 ist für sämtliche
der zuvor genannten unterschiedlichen Montagearten nur ein einziger Türantrieb bzw.
Drehtürantrieb 10 erforderlich. Der hierfür erforderliche bauliche Aufwand ist minimal.
[0044] In Fig. 2a) ist der Türantrieb 10 beispielsweise in der Montageart "Kopfmontage-Bandseite-Gleitschiene"
wiedergegeben. Dagegen ist der Türantrieb 10 in der Fig. 2b) beispielsweise in der
Montageart "Kopfmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene" dargestellt. Fig. 3 zeigt eine
schematische perspektivische Darstellung des Türantriebs 10 gemäß Fig. 1 im nach der
Montageart "Kopfmontage-Bandseite-Gleitschiene" montierten Zustand.
[0045] Fig. 4 zeigt eine schematische Draufsicht des Türantriebs 10 gemäß Fig. 1 im nach
der Montageart "Kopfmontage-Bandseite-Gleitschiene" montierten Zustand.
[0046] In Fig. 5 ist der Türantrieb 10 gemäß Fig. 1 in einer schematischen Draufsicht in
nach der Montageart "Kopfmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene" montierten Zustand wiedergegeben.
[0047] Fig. 6 zeigt den Türantrieb 10 gemäß Fig. 1 in einer schematischen perspektivischen
Darstellung im nach der Montageart "Kopfmontage-Bandgegenseite-Gleitschiene" montierten
Zustand.
[0048] In den verschiedenen Figuren sind einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen
zugeordnet.
[0049] Wird der erfindungsgemäße Türantrieb 10 beispielsweise auf der Bandseite in Kopfmontage
mit Gleitschiene montiert, so liegt die Zahnstange 28 im vorliegenden Fall näher an
der am Blendrahmen 16 anliegenden Montagefläche als im Fall einer Kopfmontage des
Türantriebs 10 auf der Bandgegenseite mit Gleitschiene.
[0050] Wie angeführt, sind außer den in der Zeichnung dargestellten Montagearten weitere
Montagearten möglich. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Tür- bzw. Drehtürantriebs
10 ist für sämtliche unterschiedliche Montagearten nur ein einziger Tür- bzw. Drehtürantrieb
10 erforderlich.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 10
- Türantrieb
- 12
- Gehäuse
- 14
- Türflügel
- 16
- Blendrahmen
- 18
- Abtriebsachse
- 20
- Motor
- 22
- Federeinheit
- 28
- Zahnstange
- 30
- Anschlag
- 32
- Hülse
- 34
- Außengewinde
- 36
- Innengewinde
- 38
- Schrägverzahnung
- 40
- Schnecke
- 42
- Öffnung
- 44
- Anlagescheibe
- 46
- Vorsprung
- 48
- Axiallager
- 50
- Zwischenhülse
- 52
- Getriebe
- 54
- Ritzel
- 56
- Verzahnungsabschnitt
- 58
- Unrund-Verzahnung
- 60
- wellenförmiger Verzahnungsabschnitt
- 62
- Getriebegehäuseschale
- 64
- Rolle
- 66
- Gehäuseabschnitt
- 68
- Deckel
- 70
- Lagerplatte
- 72
- Montagefläche
- 74
- Montagefläche
- 76
- Montagebohrung
- 78
- Befestigungsmittel, Kopfschraube
- 80
- Anlagefläche
- 82
- Schraubenkopf
- 84
- Band
- 86
- Gleitschiene
- 88
- Gleitarm, Hebel
1. Türantrieb (10), insbesondere Drehtürantrieb, mit einem Gehäuse (12), einer mit einem
Türflügel (14) oder einem Blendrahmen (16) koppelbaren Abtriebsachse (18), einem Motor
(20) zum Antreiben der Abtriebsachse (18) insbesondere über eine Zahnstange (28),
und einer Federeinheit (22), die während einer jeweiligen Öffnungsbewegung des Türflügels
(14) gespannt wird und sich während einer jeweiligen Schließbewegung des Türflügels
(14) entspannt, wobei das Gehäuse (12) zwei auf einander entgegengesetzten Seiten
angeordnete äußere Montageflächen (72, 74) umfasst und der Türantrieb (10) in unterschiedlichen
Positionen am Blendrahmen (16) oder am Türflügel (14) montierbar ist, in denen das
Gehäuse (12) mit jeweils einer der beiden Montageflächen (72, 74) am Blendrahmen (16)
bzw. am Türflügel (14) anliegt, und das Gehäuse (12) mit durchgehenden, jeweils von
beiden der einander entgegengesetzten Seiten zugänglichen Montagebohrungen (76) versehen
ist, in die Befestigungsmittel (78) zur Befestigung des Türantriebs (10) am Blendrahmen
(16) bzw. am Türflügel (14) einbringbar sind.
2. Türantrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , dass das Gehäuse (12) mit Anlageflächen (80) für die zur Befestigung des Türantriebs (10)
am Blendrahmen (16) bzw. am Türflügel (14) in die Montagebohrungen (76) einbringbaren
Befestigungsmittel (78) versehen ist.
3. Türantrieb nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass den Montagebohrungen (76) jeweils zwei in entgegengesetzte Richtungen weisende, jeweils
einer der beiden einander entgegengesetzten Seiten zugewandte Anlageflächen (80) zugeordnet
sind.
4. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Kopfschrauben (78) umfassen.
5. Türantrieb nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass sich eine jeweilige Kopfschraube (78) im montierten Zustand des Türantriebs (10)
mit ihrem Schraubenkopf (82) je nach Montageposition des Türantriebs (10) an der einen
oder der anderen der beiden einer jeweiligen Montagebohrung (76) zugeordneten Anlageflächen
(80) des Gehäuses (12) abstützt.
6. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageflächen (80) jeweils ringförmig ausgeführt sind.
7. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Anlagefläche (80) gegenüber der jeweils benachbarten Montagefläche
(72, 74) des Gehäuses (12) nach innen versetzt ist.
8. Türantrieb nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Anlagefläche (80) zwischen der jeweils benachbarten Montagefläche
(72, 74) und der Mittelebene des Gehäuses (12) angeordnet ist.
9. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (12) eine längliche Form besitzt und die beiden Montageflächen (72, 74)
des Gehäuses (12) auf einander entgegengesetzten Längsseiten des Gehäuses (12) vorgesehen
sind.
10. Türantrieb nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Montagebohrungen (76) allgemein quer zur Längsrichtung des Gehäuses (12)
erstrecken.
11. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebsachse (18) in zwei Richtungen drehbar ist und in eine Drehrichtung die
Federeinheit (22) spannt und in der zweiten Drehrichtung die Federeinheit (22) entspannt.