[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türantrieb, insbesondere Drehtürantrieb,
mit einem Gehäuse, einer drehbar im Gehäuse gelagerten und mit einem Türflügel oder
einem Blendrahmen koppelbaren Abtriebsachse, einem Motor zum Antreiben der Abtriebsachse
und einer Federeinheit, die während einer jeweiligen Öffnungsbewegung des Türflügels
gespannt wird und sich während einer jeweiligen Schließbewegung des Türflügels entspannt,
um ein Schließmoment zu liefern.
[0002] Derartige Türantriebe dienen dazu, den Flügel einer motorisch geöffneten Tür mit
Federkraft zu schließen. Dies ist insbesondere bei Rauch- und Feuerschutztüren von
Bedeutung, die im Alarmfall, insbesondere nach Ansprechen eines Rauchmelders oder
bei Stromausfall, schnell und zuverlässig geschlossen werden müssen. Mit dem Öffnen
des Türflügels wird gleichzeitig die Federeinheit gespannt. Mit Hilfe der Federeinheit
kann der Türantrieb den Türflügel somit auch bei einem Stromausfall schließen, was
bei Brandschutztüren zwingend ist.
[0003] Bei den bisher üblichen Drehtürantrieben der eingangs genannten Art werden zur Kraftübertragung
zwischen Motor und Abtriebsachse häufig Schneckengetriebe eingesetzt. Solche Schneckengetriebe
besitzen jedoch infolge der Gleitreibung an der Schnecke relativ niedrige Wirkungsgrade,
die sich bei Mangelschmierung und tiefen Temperaturen noch verschlechtern können.
Zudem besteht bei einem Stromausfall die Gefahr einer Selbsthemmung. Von Nachteil
ist insbesondere auch, dass das Schließ- und Öffnungsmoment des Türflügels bei Öffnungswinkeln
größer als 4° nicht in der gewünschten Weise abnimmt, was die manuelle Begehung der
Tür erschwert.
[0004] Es sind auch Drehtürantriebe mit Riemen- oder Nockenscheibengetrieben bekannt. Solche
Riemen- und Nockenscheibengetriebe sind jedoch relativ aufwendig.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türantrieb, insbesondere Drehtürantrieb,
der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem die zuvor erwähnten Nachteile beseitigt
sind. Dabei sollen insbesondere der Wirkungsgrad erhöht und die Gefahr einer Selbsthemmung
reduziert werden. Zudem soll der Türantrieb einen relativ einfachen, kompakten Aufbau
besitzen und mit möglichst wenig Aufwand eine hinreichende Abnahme des Schließ- und
Öffnungsmoments zu größeren Öffnungswinkeln hin ermöglichen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Türantrieb mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Türantriebs ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0007] Der erfindungsgemäße Türantrieb, insbesondere Drehtürantrieb, umfasst ein Gehäuse,
eine drehbar im Gehäuse gelagerte und mit einem Türflügel oder einem Blendrahmen koppelbare
Abtriebsachse, einen Motor zum Antreiben der Abtriebsachse und eine Federeinheit,
die während einer jeweiligen Öffnungsbewegung des Türflügels gespannt wird und sich
während einer jeweiligen Schließbewegung des Türflügels entspannt, um ein Schließmoment
zu liefern. Dabei ist die Abtriebsachse über eine Zahnstange durch den Motor antreibbar,
die einerseits über ein Getriebe, insbesondere ein Stirn-Kegel-Getriebe, vom Motor
beaufschlagbar ist und andererseits mit einer Verzahnung der Abtriebsachse kämmt.
[0008] Aufgrund dieser Ausbildung ergibt sich nicht nur ein höherer Wirkungsgrad, aufgrund
des mehrstufigen Getriebes ohne Gleitreibung ist auch die Gefahr einer Selbsthemmung
auf ein Minimum reduziert. Auch bei einem Stromausfall ist somit gewährleistet, dass
der Türflügel über die Federeinheit zuverlässig geschlossen wird. Der Türantrieb besitzt
einen insgesamt einfacheren und kompakteren Aufbau. Zudem kann nunmehr insbesondere
durch eine entsprechende Auslegung der Verzahnung der Abtriebsachse und des mit dieser
kämmenden Verzahnungsabschnitts der Zahnstange auf einfache Weise ein zu größeren
Öffnungswinkeln hin in der gewünschten Weise abnehmendes Schließ- und Öffnungsmoment
realisiert werden.
[0009] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türantriebs
umfasst die Zahnstange einen wellenförmigen Verzahnungsabschnitt, der mit einer Unrund-Verzahnung
der Abtriebsachse kämmt.
[0010] Mit einer solchen Gestaltung der zusammenwirkenden Verzahnungen der Abtriebsachse
und der Zahnstange kann das sich ergebende Schließ- und Öffnungsmoment in der gewünschten
Weise beeinflusst werden. So kann ein jeweils gewünschter Verlauf des Schließ- und
Öffnungsmoments insbesondere durch eine entsprechende Wahl der Wellenform des Verzahnungsabschnitts
der Zahnstange und eine entsprechende Wahl der Form der Unrund-Verzahnung der Abtriebsachse
vorgegeben werden.
[0011] Das Stirn-Kegel-Getriebe ist bevorzugt als mehrstufiges Stirn-Kegel-Getriebe ausgeführt,
um die gewünschte Übersetzung zu realisieren.
[0012] Die Zahnstange umfasst zweckmäßigerweise einen Verzahnungsabschnitt, der mit einem
runden Ritzel des Stirn-Kegel-Getriebes kämmt.
[0013] Die Zahnstange ist bevorzugt axial verschiebbar im Gehäuse gelagert.
[0014] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die Federeinheit eine auf die Zahnstange
aufgeschobene Druckfeder umfasst, womit sich ein besonders kompakter Aufbau ergibt.
[0015] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türantriebs
ist die Federeinheit zwischen einer auf die Zahnstange aufgeschobenen, am Gehäuse
abgestützten Hülse und einem an der Zahnstange vorgesehenen radialen Anschlag angeordnet.
[0016] Über die Hülse kann die Vorspannung der Federeinheit und damit insbesondere das Schließmoment
des Türflügels im stromlosen Betrieb eingestellt werden. Dazu kann die Hülse insbesondere
verstellbar im Gehäuse gelagert sein. Indem auch die Hülse auf die Zahnstange aufgeschoben
ist, wird ein möglichst kompakter Aufbau des Türantriebs gewährleistet.
[0017] Der radiale Anschlag kann insbesondere eine auf die Zahnstange aufgeschobene, an
wenigstens einem radialen Vorsprung der Zahnstange abgestützte Scheibe umfassen. Dabei
kann die Zahnstange beispielsweise mit zwei einander diametral entgegengesetzten nasenartigen
radialen Vorsprüngen versehen sein, um die Scheibe abzustützen. Zwischen dem radialen
Anschlag und der Federeinheit ist bevorzugt ein auf die Zahnstange aufgeschobenes
Axiallager, insbesondere Axialnadellager, vorgesehen. Dabei ergibt sich mit einem
Axialnadellager eine besonders niedrige Bauform.
[0018] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn der mit der Abtriebsachse in Eingriff stehende
Verzahnungsabschnitt der Zahnstange auf derselben Seite der Zahnstange vorgesehen
ist, wie deren mit dem Stirn-Kegel-Getriebe in Eingriff stehender Verzahnungsabschnitt.
Die Verzahnungsabschnitte der Zahnstange weisen somit in dieselbe Richtung.
[0019] Um eine möglichst reibungsarme Lagerung der Zahnstange im Gehäuse zu gewährleisten,
ist gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türantriebs
die Zahnstange im Bereich deren mit der Abtriebsachse und mit dem Stirn-Kegel-Getriebe
in Eingriff stehenden Verzahnungsabschnitten jeweils über wenigstens eine auf der
vom jeweiligen Verzahnungsabschnitt abgewandten Seite der Zahnstange angeordnete insbesondere
wälzgelagerte Rolle abgestützt.
[0020] Von Vorteil ist zudem, wenn insbesondere die Unrund-Verzahnung der Abtriebsachse
und der mit dieser kämmende wellenförmige Verzahnungsabschnitt der Zahnstange so gestaltet
sind, dass das von der Federeinheit auf die Abtriebsachse übertragene Drehmoment mit
zunehmendem Öffnungswinkel des Türflügels abnimmt.
[0021] Dabei sind die Unrund-Verzahnung der Abtriebsachse und der mit dieser kämmende wellenförmige
Verzahnungsabschnitt der Zahnstange bevorzugt so gestaltet, dass das von der Federeinheit
auf die Abtriebsachse übertragene Drehmoment ab einem Öffnungswinkel des Türflügels
im Bereich von 4° mit zunehmendem Öffnungswinkel des Türflügels abnimmt.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines beispielsweise
als Obentürschließer vorgesehenen erfindungsgemäßen Türantriebs,
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung des Türantriebs gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht des Stirn-Kegel-Getriebes, der Zahnstange und der Abtriebsachse
des Türantriebs gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht des Stirn-Kegel-Getriebes, der Zahnstange und der
Abtriebsachse des Türantriebs gemäß Fig. 1, und
- Fig. 5
- eine schematische perspektivische Ansicht des Stirn-Kegel-Getriebes, der Zahnstange
und der Abtriebsachse des Türantriebs gemäß Fig. 1.
[0023] Die Fig. 1 bis 5 zeigen in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Türantriebs 10, der in der Darstellung gemäß Fig. 1 beispielsweise
als Obentürschließer für eine Drehtür vorgesehen ist.
[0024] Der Türantrieb 10 umfasst ein Gehäuse 12, eine drehbar im Gehäuse 12 gelagerte und
mit einem Türflügel 14 oder einem Blendrahmen 16 koppelbaren Abtriebsachse 18, einem
Motor 20, insbesondere Elektromotor, zum Antreiben der Abtriebsachse 18 und eine Federeinheit
22, die während einer jeweiligen Öffnungsbewegung des Türflügels 14 gespannt wird
und sich während einer jeweiligen Schließbewegung des Türflügels 14 entspannt, um
ein Schließmoment zu liefern.
[0025] Dabei ist der Türantrieb 10 in der Darstellung gemäß Fig. 1 beispielsweise als Obentürschließer
für eine Drehtür vorgesehen. Im vorliegenden Fall ist das Gehäuse 12 mit der Abtriebsachse
18 am Türflügel 14 angebracht und die Abtriebsachse 18 mit einem Hebel 24 verbunden,
der mit einem Gleitstein oder dergleichen versehen ist, der in einer Gleitschiene
26 geführt ist, die am Blendrahmen 16 fixiert ist.
[0026] Wie den Fig. 2 bis 5 zu entnehmen ist, ist die Abtriebsachse 18 über eine Zahnstange
28 durch den Motor 20 antreibbar, die einerseits über ein Stirn-Kegel-Getriebe 30
vom Motor 20 beaufschlagbar ist und andererseits mit einer Verzahnung 32 der Abtriebsachse
18 kämmt.
[0027] Dabei umfasst die Zahnstange 28 einen wellenförmigen Verzahnungsabschnitt 34, der
mit einer Unrund-Verzahnung 32 der Abtriebsachse 18 kämmt.
[0028] Der Motor 20 kann insbesondere als Elektromotor ausgeführt sein. Zudem kann der Türantrieb
10 einen Transformator sowie eine elektronische Steuereinrichtung zur Ansteuerung
des Motors 20 umfassen. Hierbei kann eine entsprechende Ansteuerung des Motors 20
beispielsweise dann erfolgen, wenn über einen Rauchmelder eine Gefahrensituation signalisiert
wird.
[0029] Die Zahnstange 28 umfasst einen Verzahnungsabschnitt 36, der mit einem runden Ritzel
38 des Stirn-Kegel-Getriebes 30 kämmt.
[0030] Wie am besten anhand der Fig. 3 bis 5 zu erkennen ist, kämmt eine mit einer Verzahnung
versehene Antriebswelle 40 des Motors 20 mit einem größeren Zahnrad 42, das auf einer
Welle 44 sitzt, an deren einem Ende ein Kegelritzel 46 angeordnet ist, das mit einem
Kegelrad 48 kämmt. Das Kegelrad 48 sitzt auf einer weiteren Welle 50, auf dem ein
Ritzel 52 angeordnet ist, das mit einem größeren Zahnrad 54 kämmt. Das Zahnrad 54
sitzt auf einer weiteren Welle 56, auf der auch das bereits erwähnte, mit dem Verzahnungsabschnitt
36 der Zahnstange 28 kämmende Ritzel 38 angeordnet ist.
[0031] Die Zahnstange 28 ist axial verschiebbar im Gehäuse 12 gelagert.
[0032] Der Verzahnungsabschnitt 36 der Zahnstange 28 ist im vorliegenden Fall beispielsweise
linear ausgeführt.
[0033] Wie anhand der Fig. 2 zu erkennen ist, umfasst die Federeinheit 22 eine auf die Zahnstange
28 aufgeschobene Druckfeder, die zwischen einer auf die Zahnstange 28 aufgeschobenen,
am Gehäuse 12 abgestützten Hülse 58 und einem an der Zahnstange 28 vorgesehenen radialen
Anschlag 60 angeordnet ist.
[0034] Im vorliegenden Fall ist der radiale Anschlag 60 beispielsweise durch eine auf die
Zahnstange 28 aufgeschobene Scheibe gebildet, die an zwei einander diametral gegenüberliegenden
nasenartigen radialen Vorsprüngen 62 der Zahnstange 28 abgestützt ist.
[0035] Zwischen dem durch eine Scheibe gebildeten radialen Anschlag 60 und der Federeinheit
22 ist ein auf die Zahnstange 28 aufgeschobenes Axialnadellager 64 vorgesehen. Zwischen
dem durch die Scheibe gebildeten radialen Anschlag 60 und dem Axialnadellager 64 ist
ein Distanzstück 66 angeordnet, das ebenfalls auf die Zahnstange 28 aufgeschoben ist.
An den beiden nasenartigen radialen Vorsprüngen 62 liegen somit auf die Zahnstange
28 aufgereiht der durch die Scheibe gebildete radiale Anschlag 60, das Distanzstück
66, das Axialnadellager 64 und die durch eine Druckfeder gebildete Federeinheit 22
an, während die durch eine Druckfeder gebildete Federeinheit an ihrem anderen Ende
an der ebenfalls auf die Federeinheit 22 aufgeschobenen Hülse 58 anliegt, über die
die Federvorspannung und damit das Türschließmoment im stromlosen Betrieb einstellbar
ist. Dabei kann die Hülse 58 insbesondere verstellbar im Gehäuse 12 gelagert sein.
Die zuvor genannten Teile sind alle auf der Zahnstange 28 aufgefädelt, d.h. von dieser
durchsetzt.
[0036] Der mit der Abtriebsachse 18 in Eingriff stehende wellenförmige Verzahnungsabschnitt
34 der Zahnstange 28 ist auf derselben Seite der Zahnstange 28 vorgesehen, wie deren
mit dem Stirn-Kegel-Getriebe 30 in Eingriff stehender linearer Verzahnungsabschnitt
36. Die beiden Verzahnungsabschnitte 34, 36 der Zahnstange 28 weisen im vorliegenden
Fall also in dieselbe Richtung.
[0037] Die Zahnstange 28 ist im Bereich deren mit der Abtriebsachse 18 und mit dem Stirn-Kegel-Getriebe
30 in Eingriff stehenden Verzahnungsabschnitten 34, 36 jeweils über eine auf der vom
jeweiligen Verzahnungsabschnitt 34, 36 abgewandten Seite der Zahnstange 28 angeordnete
insbesondere wälzgelagerte Rolle 68 abgestützt. In Kraftrichtung ist somit alles wälzgelagert.
[0038] Die Unrund-Verzahnung 32 der Abtriebsachse 18 und der mit dieser kämmende wellenförmige
Verzahnungsabschnitt 34 der Zahnstange 28 können insbesondere so gestaltet sein, dass
das von der Federeinheit 22 auf die Abtriebsachse 18 übertragene Drehmoment mit zunehmendem
Öffnungswinkel des Türflügels 14 abnimmt. Dabei können die Unrund-Verzahnung 32 der
Abtriebsachse 18 und der mit dieser kämmende wellenförmige Verzahnungsabschnitt 34
der Zahnstange 28 insbesondere so gestaltet sein, dass das von der Federeinheit 22
auf die Abtriebsachse 18 übertragene Drehmoment ab einem Öffnungswinkel des Türflügels
14 im Bereich von 4° mit zunehmendem Öffnungswinkel des Türflügels 14 abnimmt. Dabei
kann der Radius, an dem die Federkraft von der Zahnstange 28 auf die Abtriebsachse
18 übertragen wird, bei kleinen Öffnungswinkeln des Türflügels 14 relativ groß sein
und bei zunehmenden Öffnungswinkeln kleiner werden. Damit ist das Moment an der Abtriebsachse
18 bei kleinen Öffnungswinkeln des Türflügels 14 groß und nimmt mit sich öffnendem
Türflügel 14 ab.
[0039] Der Türantrieb 10 zeichnet sich unter anderem durch einen kompakten und kostengünstigen
Aufbau, einen hohen Wirkungsgrad bei jedem Öffnungswinkel des Türflügels 14 sowie
eine reduzierte Selbsthemmungsgefahr beim stromlosen Schließen durch die Federkraft
aus. Beispielsweise in einem Öffnungswinkelbereich zwischen 0° und 4° kann ein hohes
Schließmoment erzeugt werden, während bei Öffnungswinkeln größer als 4° das Türschließmoment
mit zunehmendem Öffnungswinkel abnehmen kann.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 10
- Türantrieb
- 12
- Gehäuse
- 14
- Türflügel
- 16
- Blendrahmen
- 18
- Abtriebsachse
- 20
- Motor
- 22
- Federeinheit
- 24
- Hebel
- 26
- Gleitschiene
- 28
- Zahnstange
- 30
- Stirn-Kegel-Getriebe
- 32
- Unrund-Verzahnung der Abtriebsachse
- 34
- wellenförmiger Verzahnungsabschnitt
- 36
- linearer Verzahnungsabschnitt
- 38
- rundes Ritzel
- 40
- Antriebswelle
- 42
- Zahnrad
- 44
- Welle
- 46
- Kegelritzel
- 48
- Kegelrad
- 50
- Welle
- 52
- Ritzel
- 54
- Zahnrad
- 56
- Welle
- 58
- Hülse
- 60
- radialer Anschlag
- 62
- radialer Vorsprung
- 64
- Axialnadellager
- 66
- Distanzstück
- 68
- Rolle
1. Türantrieb (10), insbesondere Drehtürantrieb, mit einem Gehäuse (12), einer drehbar
im Gehäuse (12) gelagerten und mit einem Türflügel (14) oder einem Blendrahmen (16)
koppelbaren Abtriebsachse (18), einem Motor (20) zum Antreiben der Abtriebsachse (18)
und einer Federeinheit (22), die während einer jeweiligen Öffnungsbewegung des Türflügels
(14) gespannt wird und sich während einer jeweiligen Schließbewegung des Türflügels
(14) entspannt, um ein Schließmoment zu liefern, wobei die Abtriebsachse (18) über
eine Zahnstange (28) durch den Motor (20) antreibbar ist, die einerseits über ein
mehrstufiges Getriebe vom Motor (20) beaufschlagbar ist und andererseits mit einer
Verzahnung (32) der Abtriebsachse (18) kämmt.
2. Türantrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das mehrstufiges Getriebe als Stirn-Kegel-Getriebe (30) ausgebildet ist.
3. Türantrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (28) einen wellenförmigen Verzahnungsabschnitt (34) umfasst, der mit
einer Unrund-Verzahnung (32) der Abtriebsachse (18) kämmt.
4. Türantrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stirn-Kegel-Getriebe (30) als mehrstufiges Stirn-Kegel-Getriebe ausgeführt ist.
5. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (28) einen geraden Verzahnungsabschnitt (36) umfasst, der mit einem
runden Ritzel (38) des Stirn-Kegel-Getriebes (30) kämmt.
6. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (28) axial verschiebbar im Gehäuse (12) gelagert ist.
7. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (22) eine auf die Zahnstange (28) aufgeschobene Druckfeder umfasst.
8. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (22) zwischen einer auf die Zahnstange (28) aufgeschobenen, am Gehäuse
(12) abgestützten Hülse (58) und einem an der Zahnstange (28) vorgesehenen radialen
Anschlag (60) angeordnet ist.
9. Türantrieb nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Anschlag (60) eine auf die Zahnstange (28) aufgeschobene, an wenigstens
einem radialen Vorsprung (62) der Zahnstange (28) abgestützte Scheibe umfasst.
10. Türantrieb nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem radialen Anschlag (60) und der Federeinheit (22) ein auf die Zahnstange
(28) aufgeschobenes Axiallager, insbesondere Axialnadellager (64), vorgesehen ist.
11. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Abtriebsachse (18) in Eingriff stehende Verzahnungsabschnitt (34) der
Zahnstange (28) auf derselben Seite der Zahnstange (28) vorgesehen ist wie deren mit
dem Stirn-Kegel-Getriebe (30) in Eingriff stehender Verzahnungsabschnitt (36).
12. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (28) im Bereich deren mit der Abtriebsachse (18) und mit dem Stirn-Kegel-Getriebe
(30) in Eingriff stehenden Verzahnungsabschnitten (34, 36) jeweils über wenigstens
eine auf der vom jeweiligen Verzahnungsabschnitt (34, 36) abgewandten Seite der Zahnstange
angeordnete insbesondere wälzgelagerte Rolle (68) abgestützt ist.
13. Türantrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Unrund-Verzahnung (32) der Abtriebsachse (18) und der mit dieser kämmende wellenförmige
Verzahnungsabschnitt (34) der Zahnstange (28) so gestaltet sind, dass das von der
Federeinheit (22) auf die Abtriebsachse (18) übertragende Drehmoment mit zunehmendem
Öffnungswinkel des Türflügels (14) abnimmt.
14. Türantrieb nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Unrund-Verzahnung (32) der Abtriebsachse (18) und der mit dieser kämmende wellenförmige
Verzahnungsabschnitt (34) der Zahnstange (28) so gestaltet sind, dass das von der
Federeinheit (22) auf die Abtriebsachse (18) übertragende Drehmoment ab einem Öffnungswinkel
des Türflügels (14) im Bereich von 4° mit zunehmendem Öffnungswinkel des Türflügels
(14) abnimmt.