[0001] Die Erfindung betrifft einen Windabweiser gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit
Fixiermitteln zur Montage am Auslassbereich von Abgas-leitungen für Verbrennungsgase
von Gebäudeheizungen, insbesondere von Brennwertthermen. Ferner betrifft die Erfindung
ein Windabweisersystem mit einem derartigen Windabweiser sowie einer Abgasleitung
gemäß Anspruch 9.
[0002] Bei Gebäudeheizungen, insbesondere bei Brennwertthermen besteht das Problem, dass
windbedingte Druckschwankungen, insbesondere ein temporärer windbedingter Überdruck
dazu führen kann, dass Abgas in den Gebäudeinnenraum strömt mit einer daraus resultierenden
Gefahr für darin befindliche Personen. Aus diesem Grund sind Gebäudeheizungen im Regelfall
mit einem Überdruckwächter ausgestattet, der bei unzulässig hohen Drücken die Gebäudeheizung
in einen Störmodus überführt bzw. den Heizvorgang bis zu einer manuellen Entsperrung
unterbricht. Zur Vermeidung von windbedingten Überdrücken in Abgasleitungen von Gebäudeheizungen
sind rotatorisch angeordnete Windabweiser bekannt, die sich mit der Windrichtung drehen
und auf diese Weise die Windhauptströmungsrichtung seitlich an der Abgasleitungsöffnung
vorbeigleiten. Nachteilig ist der komplexe Aufbau sowie die Verschleißanfälligkeit
derartiger Systeme.
[0003] Aus der
DE 39 29 578 C2 ist ein Windabweiser zur Montage am Auslass-bereich von Abgasleitungen für Verbrennungsgase
von Gebäudeheizungen bekannt. Der Windabweiser weist einen sich kegelförmig in Richtung
Abgasleitung verjüngenden Abschnitt auf, welcher umfangsseitig von einem zylindrischen
Mantel umgeben ist.
[0004] Die
FR 2 574 904 A1 beschreibt eine Abdeckhaube für Schornsteine mit einem in ein Abgasrohr ragenden
kegelförmigen Abschnitt.
[0005] Aus der
GB 1 088 908 A ist ein mehrteiliger Windabweiser bekannt, umfassend ein rohrseitiges Leitblech und
ein mit Abstand darüber anordnenbares Luftleitelement.
[0006] Die
US 4,206,693 A beschreibt ein Windabweisersystem für Schornsteine mit einer Mehrzahl von über einander
angeordneten Lamellenabschnitten.
[0007] Die
EP 0 214 087 A1 beschreibt eine Kaminhaube mit zwei axial beabstandeten Deflektoren.
[0008] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe
zugrunde, einen Windabweiser ohne beweglich angeordnete Teile anzugeben, der leicht
fertigbar ist und der zuverlässig windbedingte Überdrücke in Abgasleitungen auch bei
wechselnden Windrichtungen und/oder Windströmungseinfallswinkeln verhindert.
[0009] Ferner besteht die Aufgabe darin, ein entsprechend verbessertes Windabweisersystem
mit einem derartigen Windabweiser anzugeben.
[0010] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Windabweisers mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und hinsichtlich des Windabweisersystems mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von
in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
[0012] Der nach dem Konzept der Erfindung ausgebildete Windabweiser zeichnet sich dadurch
aus, dass dieser keine durch Windeinfluss bewegte bzw. beweglich angeordnete Teile
umfasst. Der Windabweiser ist zur Gewährleistung einer guten Windabweiserfunktion
erfindungsgemäß mit einem rotationssymmetrischen Schirmabschnitt ausgestattet, also
mit einem Schirmabschnitt mit einer bezogen auf die Längsmittelachse des Schirmabschnittes
rotationssymmetrischen Mantelfläche (Anströmfläche für den Wind), wobei sich der radiale
Durchmesser des Schirmabschnittes ausgehend von einem, vorzugsweise oberen, maximalen
Durchmesser über die Axialerstreckung (bevorzugt hin zu den Fixiermitteln und/oder
der Abgas-leitung) verjüngt und zudem in einer axialen Längsschnittansicht (d.h. an
einer Seite einer solchen Längsschnittansicht) einen konkav gebogenen sowie einen
konvex gebogenen Axialabschnitt aufweist, wobei bevorzugt der konvex gebogene Axialabschnitt
oberhalb des konkav gebogenen A-xialabschnittes angeordnet ist. Ganz besonders bevorzugt
ist es, wenn vorerwähnter oberer konvex gebogener Axialabschnitt in einen zylindrischen
Endabschnitt des Schirmabschnittes übergeht. Ganz besonders bevorzugt ist an diesem,
insbesondere endseitig ein bevorzugt vorgesehener später noch zu erläuternder Verschlussdeckel
fixiert.
[0013] Ein derartig ausgestalteter Windabweiser hat gegenüber bekannten Windabweisern wesentliche
Vorteile. Zum einen ist der Verschleiß aufgrund des Verzichtes auf mit dem Wind bewegte
Bauteile gering. Darüber hinaus ist der Windabweiser kostengünstig fertigbar, wobei
hierzu der Schirmabschnitt bevorzugt aus Kunststoff, insbesondere als Kunststoffspritzgussteil
ausgebildet ist. Aufgrund seiner rotationssymmetrischen Ausgestaltung spielt die Windrichtung
für die Funktionalität überraschender Weise keine Rolle. Die spezielle Kontur der
Mantelfläche mit ihrem im Längsschnitt betrachtet konvexen sowie konkaven Axialabschnitt
gewährleistet darüber hinaus einen zuverlässigen funktionierenden Windabweiser auch
bei unterschiedlichen Anströmwinkeln relativ zur Horizontalen.
[0014] Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn die Mantelfläche des Schirmabschnittes im axialen
Längsschnitt eine S-förmige (Außen-)Kontur aufweist. Dabei ist die S-Form bevorzugt
bezogen auf die Längsmittelachse des Schirmabschnittes abgewinkelt bzw. schräg angeordnet.
[0015] Besonders zweckmäßig ist eine Ausführungsform, insbesondere im Hinblick auf eine
kostengünstige Ausbildung des Schirmabschnittes als Kunststoffteil, insbesondere als
Kunststoffspritzgussteil, wenn dieses innen hohl ausgestaltet ist. Bevorzugt beträgt
die Wandstärke des hohen Schirmabschnittes zwischen 2mm und 5mm. Insbesondere in diesem
Fall kann, wie später noch erläutert werden wird, der Schirmabschnitt mittels einer
Fixierschraube fixiert werden, die vollständig innerhalb des Schirmabschnittes versteckt
werden kann, insbesondere wenn der Windabweiser mit einem, bevorzugt mit dem Schirmabschnitt
verrastbaren Deckel, ganz besonders bevorzugt aus Kunststoff verschlossen bzw. verschließbar
ist. Ein solcher Verschlussdeckel hat u.a. die Aufgabe eine potentiell gefährliche
Vereisung durch ansonsten vorkommende Wasseransammlungen zu verhindern.
[0016] Vorgenannter Verschlussdeckel kann zusätzlich zu dem Schirmabschnitt vorgesehen sein
und vorzugsweise an diesem festgelegt bzw. festlegbar sein, ganz besonders bevorzugt
durch eine Rastverbindung. Alternativ ist es möglich, dass der Verschlussdeckel einen
Axialabschnitt des Schirmabschnittes unmittelbar selbst bildet. Besonders bevorzugt
ist es, wenn der Verschlussdeckel nach oben gewölbt ist, um somit einen erleichterten
Wasserabfluss zur Vermeidung von Vereisungserscheinungen zu ermöglichen.
[0017] Im Hinblick auf die konkrete Ausgestaltung der Fixiermittel gibt es unterschiedliche
Möglichkeiten. Besonders zweckmäßig ist eine Ausführungsform, bei der die Fixiermittel
einen in einer Abgasleitung versenkbaren oder axial an dieser anordnenbaren, vorzugsweise
zylindrischen, von dem Abgas axial durchströmbaren, Hülsenabschnitt aufweisen. Dieser
garantiert einen guten Halt an der Abgasleitung. Dabei ist es besonders zweckmäßig,
wenn der Hülsenabschnitt an seinem oberen Ende eine, vorzugsweise ringförmige Auflageschulter
als Axialanschlag zum axialen Abstützen an einem Abgasleitungsende aufweist, um soweit
eine definierte Eintauchtiefe bzw. Relativposition des Schirmabschnitts zur Auslassöffnung
der Abgasleitung zu gewährleisten.
[0018] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Schirmabschnitt wiederum nicht unmittelbar am
Hülsenabschnitt festgelegt ist, sondern mittelbar über vorzugsweise einstückig mit
dem Hülsenabschnitt ausgebildete Radialstege bzw. mindestens einen solchen Radialsteg.
Ganz besonders bevorzugt sind mehrere, insbesondere gleichmäßig in Umfangsrichtung
beabstandete Radialstege vorgesehen, die sich zentrisch, d.h. im Bereich der Längsmittelachse
des Hülsenabschnittes treffen, wobei in diesem Zentralbereich der Schirmabschnitt
bevorzugt festgelegt ist. Hieraus ergibt sich dann auch eine ganz besonders bevorzugte
Ausführungsform, bei der der Schirmabschnitt als ein von dem Hülsenabschnitt bzw.
von den Fixiermitteln separates Teil ausgebildet ist. Als besonders vorteilhaft hat
es sich herausgestellt, wenn zum Fixieren des Schirmabschnittes an dem vorerwähnten
Zentralbereich der Radialstege eine weiter vorne erläuterte Fixierschraube eingesetzt
wird, die ganz besonders bevorzugt in dem dann innen hohlen Schirmabschnitt aufgenommen
ist. Bevorzugt ist die Fixierschraube in der Längsmittelachse des Schirmabschnittes
angeordnet, die im montierten Zustand des Windabweisers mit der Längsmittelachse des
Hülsenabschnittes bevorzugt zusammenfällt.
[0019] Die Erfindung führt auch auf ein Windabweisersystem, umfassend einen nach dem Konzept
der Erfindung ausgebildeten Windabweiser sowie eine Abgasleitung, insbesondere aus
Kunststoff für Verbrennungsgase für Gebäudeheizungen, insbesondere von Brennwertthermen.
Der Windabweiser ist mit Hilfe der Fixiermittel an der Abgasleitung endseitig montiert
oder montierbar.
[0020] Besonders zweckmäßig ist der Windabweiser dabei im montierten Zustand so angeordnet,
dass der Schirmabschnitt axial in die Abgasleitung hineinragt, wobei bevorzugt der
Schirmabschnitt innerhalb der Abgasleitung mit einem bevorzugt vorgesehenen Hülsenabschnitt
der Fixiermittel durch Verschrauben mit der ebenfalls vorerwähnten Fixierschraube
verbunden ist. Ganz besonders zweckmäßig ist es, wenn ein oberer, von der Abgasleitung
abgewandter und von diesem axial beabstandeter Abschnitt des Schirmabschnittes den
Außendurchmesser der Abgasleitung in radialer Richtung nach außen überragt, und zwar
bevorzugt in jede Radialrichtung um eine Strecke, die mindestens dem halben Außenradius
der Abgasleitung entspricht.
[0021] Als besonders bevorzugt hat sich eine Anordnung und Dimensionierung des Schirmabschnittes
herausgestellt, wonach der Schirmabschnitt des Windabweisers die Mantelfläche eines
gedachten, einen Konuswinkel von 45° aufweisenden Konus, dessen Längsmittelachse mit
der Längsmittelachse des Schirmabschnittes zusammenfällt und gleichzeitig dessen Mantelfläche
die Innenrandkontur der Abgasleitung und/oder des fakultativen Hülsenabschnittes aufnimmt
mit seinem konkav gebogenen Abschnitt berührt oder schneidet. Alternativ oder bevorzugt
zusätzlich ist vorgesehen, dass der konvex gebogene Abschnitt des Schirmabschnittes
des Windabweisers radial innerhalb und mit Radialabstand angeordnet ist zu der Mantelfläche
eines (anderen) gedachten, einen Konuswinkel von 45° aufweisenden Konus, dessen Längsmittelachse
mit der Längsmittelachse des Schirmabschnittes zusammenfällt und dessen Mantelfläche
die Außenrandkontur des Abgasleitungsendes und/oder des oberen Endes des Hülsenabschnittes
aufnimmt.
[0022] Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn ein Verhältniswert aus der Axialerstreckung
des die Abgasleitung überragenden Abschnittes des konkav gewölbten Abschnittes und
der axialen Länge des die Abgasleitung überragenden Abschnittes des (gesamten) Windabweisers
größer oder gleich ist als 0,5 und/oder zwischen 0,5 und 0,6 liegt. Ganz besonders
bevorzugt beträgt dieser Verhältniswert zumindest näherungsweise 0,53.
[0023] Besonders bevorzugt ist es, wenn eine äußere obere Umfangskante des Verschlussdeckels
mit einem Radius versehen ist, insbesondere zwischen 1 mm und 2mm, ganz besonders
von 1,5mm.
[0024] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
[0025] Diese zeigen in:
- Fig. 1 bis Fig. 5:
- unterschiedliche, teilweise geschnittene Ansichten und Details eines nach dem Konzept
der Erfindung ausgebildeten Windabweisersystems.
[0026] In den Figuren sind gleiche Elemente und Elemente mit der gleichen Funktion mit den
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0027] Die in den Figuren angegebenen Bemaßungen sollen die Erfindung nicht beschränken
- jedoch sollen sie als vorteilhafte Weiterbildungen offenbart gelten und beanspruchbar
sein. Dies gilt insbesondere für beliebige, sich aus mindestens zwei Bemaßungen ergebende
Verhältniswerte.
[0028] In den Fig. 1 bis Fig. 5 ist ein Windabweisersystem 1 für Gebäudeheizungen gezeigt.
Dieses umfasst eine hier aus Kunststoff ausgebildete Abgasleitung 2 (Abgasrohr) für
Verbrennungsgase von Gebäudeheizungen, insbesondere von Brennwertthermen sowie einen
nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Windabweiser 3. Dieser ist mit Hilfe
von später noch zu erläuternden Fixiermitteln 4 am Endbereich der Abgasleitung 2 montiert.
[0029] Ferner umfasst der Windabweiser 3 einen Schirmabschnitt 5, der mit seinem der Abgasleitung
2 zugewandten unteren Ende in die Abgasleitung 2 hineinragt und der mit seinem davon
abgewandten oberen Abschnitt die Abgasleitung 2 in radialer Richtung nach außen überragt.
[0030] Wie sich aus Fig. 3 besonders deutlich ergibt, umfasst die in der Zeichnungsebene
rechte Hälfte der rotationssymmetrischen Mantelfläche 6 des Schirmabschnittes 5 eine
fast liegende S-förmige Außenkontur. Diese wiederum wird gebildet von einem unteren,
konkav gewölbten Abschnitt 7 (Axialabschnitt) und einen weiter oben daran anschließenden
konvex gekrümmten Abschnitt 8 (Axialabschnitt), welcher wiederum weiter oben in einen
zylindrischen Konturabschnitt 9 übergeht.
[0031] Wie sich aus den Figuren ergibt, ist der Schirmabschnitt 5 innen hohl ausgebildet,
hier in der Ausführungsform als Kunststoffspritzgussteil, wobei der Schirmabschnitt
5 mit einem Verschlussdeckel 10 verschlossen ist, der leicht nach oben gewölbt ist,
um somit einen Wasserablauf zu gewährleisten und damit Vereisungserscheinungen zu
minimieren.
[0032] Wie sich aus Fig. 5 ergibt, ist der Verschlussdeckel 10 durch Verrasten bzw. durch
die Realisierung einer Rastverbindung am Schirmabschnitt 5 festgelegt. Zu diesem Zweck
übergreift bzw. überlappt der Verschlussdeckel 10 mit seinem Umfangsrand einen oberen
Axialabschnitt des Schirmabschnittes 5 und ist mit diesem verrastet.
[0033] Aus Fig. 2 ergibt sich weiterhin, dass die Axialerstreckung des Axialabschnittes
des konkav gewölbten Abschnittes 7, der die Abgasleitung 2 nach oben überragt, besser
ist als die halbe Axialerstreckung des die Abgasleitung 2 nach oben überragenden Abschnittes
des Windabweisers 3. Gleichzeitig beträgt das Verhältnis des maximalen Durchmessers
des Windabweisers 3 und dem Innendurchmesser der Abgasleitung 2 näherungsweise 1,89.
[0034] Anstelle der in Fig. 3 gezeigten, einen Durchmesser von 60 mm aufweisenden, Abgasleitung
2 kann auch mit dem gezeigten Windabweiser eine einen Durchmesser von 80 mm aufweisende
Abgasleitung eingesetzt werden. Dann ändert sich der vorerwähnte Konuswinkel des Konus
17 (vgl. Fig. 2) entsprechend. Der Konus wird steiler.
[0035] Aus Fig. 3 ist der Aufbau der Fixiermittel 4 zu erkennen. Diese umfassen einen in
die Abgasleitung 2 hineinragenden Hülsenabschnitt 11, der sich axial an der Öffnungsstirnseite
der Abgasleitung 2 über eine Ringschulter 12 abstützt. Einstückig mit dem Hülsenabschnitt
11 sind hier beispielhaft drei in radialer Richtung nach innen ragende Stege 13 ausgebildet,
die sich in einem Zentralbereich 14 treffen. Mit diesem Zentralbereich 14 ist der
Schirmabschnitt 5 mit daran festgelegtem Verschlussdeckel 10 verschraubt, und zwar
über eine Fixierschraube 15, die sich auf der gemeinsamen Längsmittelachse der Abgasleitung
2 und dem Windabweiser 3 befindet.
[0036] Die Anströmung des Schirmabschnittes 5 erfolgt also durch die Öffnungssegmente zwischen
den Stegen 13.
[0037] Wie sich aus den Fig. 2 und 3 ergibt, ist der Schirmabschnitt 5 so dimensioniert
und angeordnet, dass eine Mantelfläche eines gedachten Konus 16 mit einem Konuswinkel
von 45°, der eine Innenkontur des Hülsenabschnittes 11 bzw. des Öffnungsrandes des
Hülsenabschnittes 11 in sich aufnimmt den konvex gewölbten Abschnitt 8 an zwei Stellen
schneidet. Gleichzeitig liegt der konvex gewölbte Abschnitt 8 vollständig radial innerhalb
bzw. beabstandet zu einem anderen gedachten Konus 17 mit einem Konuswinkel von 45°,
der die Außenrandkontur des Abgasrohres in sich aufnimmt.
[0038] Wie sich insbesondere aus Fig. 4 ergibt, durchsetzt hierzu die Fixierschraube 15
eine endseitige gewindefreie Öffnung 18 des Schirmabschnittes 5 in axialer Richtung
und ist mit dem Zentralbereich 14 verschraubt, wobei ein Schraubenkopf der Fixierschraube
15 den Umfangsrand der Öffnung 18 axial in Richtung Zentralbereich 14 kraftbeaufschlagt.
Bezugszeichen
[0039]
- 1
- Windabweisersystem
- 2
- Abgasleitung
- 3
- Windabweiser
- 4
- Fixiermittel
- 5
- Schirmabschnitt
- 6
- Mantelfläche
- 7
- konkav gewölbter Abschnitt
- 8
- konvex gewölbter Abschnitt
- 9
- zylindrischer Konturabschnitt
- 10
- Verschlussdeckel
- 11
- Hülsenabschnitt
- 12
- Ringschulter
- 13
- Stege
- 14
- Zentralbereich
- 15
- Fixierschraube
- 16
- Konus
- 17
- Konus
- 18
- Öffnung
1. Windabweiser mit Fixiermitteln (4) zur Montage am Auslassbereich von Abgasleitungen
(2) für Verbrennungsgase von Gebäudeheizungen, insbesondere von Brennwertthermen,
gekennzeichnet durch
einen Schirmabschnitt (5) mit einer rotationssymmetrischen Mantelfläche (6), deren
radialer Durchmesser sich ausgehend von einem maximalen Durchmesser über die Axialerstreckung
verjüngt und im axialen Längsschnitt einen konkav gebogenen sowie einen konvex gebogenen
Axialabschnitt (7, 8) aufweist.
2. Windabweiser nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mantelfläche (6) des Schirmabschnittes (5) im axialen Längsschnitt eine S-Kontur
aufweist.
3. Windabweiser nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schirmabschnitt (5) innen hohl, bevorzugt als Kunststoffspritzgussteil, ausgebildet
ist.
4. Windabweiser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Windabweiser (3) an seinem oberen Ende, insbesondere mit einem den Schirmabschnitt
(5) verschließenden und/oder abschnittsweise bildenden, vorzugsweise eine nach oben
gewölbte Kontur (16) zum Erleichtern eines Wasserabflusses aufweisenden Verschlussdeckel
(10) verschlossen ist.
5. Windabweiser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fixiermittel (4) einen in einer Abgasleitung (2) versenkbaren, bevorzugt zylindrischen,
Hülsenabschnitt (11) aufweisen.
6. Windabweiser nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hülsenabschnitt (11) an seinem oberen Ende eine, vorzugsweise ringförmige Auflageschulter,
als Axialanschlag zum axialen Abstützen an einem Abgasleitungsende aufweist.
7. Windabweiser nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schirmabschnitt (5) an mindestens einem, vorzugsweise mehreren in Umfangsrichtung
beabstandeten, Radialstegen (13), fixiert ist, die radial außen in den Hülsenabschnitt
(11) münden.
8. Windabweiser nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schirmabschnitt (5) über eine im inneren des Schirmabschnittes (5) aufgenommene
Fixierschraube (15) mit dem mindestens einen Steg (13), insbesondere einem bezogen
auf den Hülsenabschnitt (11) zentrischen Befestigungsabschnitt, verbunden ist.
9. Windabweisersystem (1), umfassend eine Abgasleitung (2) für Verbrennungsgase von Gebäudeheizungen,
insbesondere von Brennwertthermen, sowie einen Windabweiser (3) nach einem der Ansprüche
1 bis 8, der mit seinen Fixiermitteln (4) an der Abgasleitung (2) montiert und/oder
montierbar ist.
10. Windabweisersystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schirmabschnitt (5) axial in die Abgasleitung (2), insbesondere zentrisch, hineinragt
und/oder dass ein oberer von der Abgasleitung (2) abgewandter und von diesem axial
beabstandeter Abschnitt des Schirmabschnittes (5) den Außendurchmesser der Abgasleitung
(2) in radialer Richtung nach außen überragt, bevorzugt mit einem Radiusabschnitt
dessen Radialerstreckung mindestens 50% des Außenradius der Abgasleitung (2) entspricht.
11. Windabweisersystem nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schirmabschnitt (5) des Windabweisers (3) die Mantelfläche (6) eines gedachten,
einen Konuswinkel von 45° aufweisenden Konus (16), dessen Längsmittelachse mit der
Längsmittelachse des Schirmabschnittes (5) zusammenfällt und dessen Mantelfläche (6)
die Innenrandkontur des Abgasleitungendes und/oder des oberen Endes des Hülsenabschnittes
(11) aufnimmt, mit seinem konkav gebogenen Abschnitt (7) berührt oder schneidet und/oder
dass der konvex gebogene Abschnitt (8) des Schirmabschnittes (5) des Windabweisers
(3) radial innerhalb und mit Radialabstand angeordnet ist zu der Mantelfläche (6)
eines gedachten, einen Konuswinkel von 45° aufweisenden Konus (17), dessen Längsmittelachse
mit der Längsmittelachse des Schirmabschnittes (5) zusammenfällt und dessen Mantelfläche
(6) die Außenrandkontur des Abgasleitungendes und/oder des oberen Endes des Hülsenabschnittes
(11) aufnimmt.
12. Windabweisersystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Verhältniswert aus der axialen Länge des die Abgasleitung (2) überragenden Axialabschnittes
des konkaven Abschnittes (7) des Schirmabschnittes (5) und axialen Länge des die Abgasleitung
(2) überragenden Abschnittes des Windabweisers (3) größer oder gleich ist als 0,5
und/oder aus einem Wertebereich zwischen 0,5 und 0,6 gewählt ist und/oder dass ein
Verhältniswert aus einem maximalen Außendurchmesser des Windabweisers (3) und dem
Innendurchmesser der Abgasleitung (2) größer ist als 1,7 und/oder aus einem Wertebereich
zwischen 1,7 und 2,1 gewählt ist.