[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage einer Gasturbinenbrenneranordnung
mit einem Gasturbinenbrenner, der eine rohrförmige Brennkammer aufweist, einem rohrförmigen
Übergangskanal, der die Brennkammer verlassende Verbrennungsgase zu einer Turbine
der Gasturbinenanordnung leitet, wobei ein Auslassende der Brennkammer im bestimmungsgemäßen
Zustand in ein Einlassende des Übergangskanals eingeführt und konzentrisch zu diesem
ausgerichtet ist, und einer federnd ausgebildeten Dichtungseinrichtung, die im bestimmungsgemäßen
Zustand einen zwischen dem Auslassende der Brennkammer und dem Einlassende des Übergangskanals
vorhandenen Ringspalt abdichtet. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen Gasturbinenbrenner.
[0002] Gasturbinenanordnungen sind im Stand der Technik bekannt. Sie umfassen einen Kompressor,
mehrere Gasturbinenbrenner und eine Turbine. Während des Betriebs wird Umgebungsluft
unter Verwendung des Kompressors komprimiert und den Gasturbinenbrennern zugeführt,
in denen die komprimierte Luft mit Brennstoff gemischt und die Mischung unter Erzeugung
von Verbrennungsgasen verbrannt wird. Die Verbrennungsgase verlassen die Brennkammern
der Gasturbinenbrenner und werden über Übergangskanäle, die jeweils mit den Brennkammern
der Gasturbinenbrenner verbunden sind, zur Turbine geleitet, deren Laufschaufeln durch
die Verbrennungsgase drehend angetrieben werden.
[0003] Bei der Montage einer Gasturbinenbrenneranordnung der eingangs genannten Art muss
das Auslassende der Brennkammern des Gasturbinenbrenners in das Einlassende des zugehörigen
Übergangskanals eingeführt werden, der bereits in einem Gehäuse der Gasturbinenanordnung
angeordnet ist. Zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Betriebs der Gasturbinenbrenneranordnung
sind dabei das Auslassende der Brennkammer und das Einlassende des Übergangskanals
konzentrisch auszurichten. Bei nicht hinreichend konzentrischer Ausrichtung besteht
zudem die Gefahr, dass die Dichtungseinrichtung während des Betriebs der Gasturbinenanordnung
beschädigt wird, was es zu vermeiden gilt. In diesem Zusammenhang ist der Einsatz
einer Ausrichteinrichtung bekannt, die in einem ersten Schritt anstelle eines Gasturbinenbrenners
in das Gehäuse einer Gasturbinenanordnung eingeführt und an diesem befestigt wird.
Die Ausrichteinrichtung umfasst eine Messuhr, mit deren Hilfe dann das Einlassende
des zugehörigen Übergangskanals innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereiches ausgerichtet
werden kann. Nach erfolgter Ausrichtung wird der Übergangskanal in der ausgerichteten
Stellung fixiert und die Ausrichteinrichtung wieder entfernt, woraufhin der Gasturbinenbrenner
unter Einführung des Auslassendes seiner Brennkammer in das Einlassende des ausgerichteten
Übergangskanals montiert werden kann. Ein Nachteil des Einsatzes einer solchen Ausrichteinrichtung
besteht darin, dass dieser mit viel Aufwand und hohen Kosten einhergeht. Darüber hinaus
kann ein ordnungsgemäßes Ausrichten aufgrund sich addierender Toleranzen nicht immer
gewährleistet werden, so dass ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht garantiert und Beschädigungen
der Dichtungseinrichtung nicht sicher ausgeschlossen werden können.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein alternatives Verfahren zur Montage einer Gasturbinenbrenneranordnung der eingangs
genannten Art zu schaffen, das sich einfach und preiswert durchführen lässt sowie
montagebedingte Beschädigungen der Dichtungseinrichtung verhindert.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren der eingangs
genannten Art, das die Schritte aufweist:
- a) Anordnen der Dichtungseinrichtung am Außenumfang des Auslassendes der Brennkammer;
- b) zumindest teilweises Füllen zumindest eines zwischen der Dichtungseinrichtung und
der Brennkammer vorhandenen, den Federweg der Dichtungseinrichtung definierenden Hohlraums
mit einem die Dichtungseinrichtung abstützenden Füllwerkstoff, dessen Flammpunkt unterhalb
der Betriebstemperatur des Gasturbinenbrenners im Bereich der Dichtungseinrichtung
liegt; und
- c) Einführen des Auslassendes der Brennkammer in das Einlassende des in einem Gehäuse
der Gasturbinenanordnung angeordneten Übergangskanals und
- d) Fixieren des Übergangskanals und der Brennkammer.
[0006] Das Vorsehen eines abstützenden Füllwerkstoffs in Schritt b) stellt sicher, dass
die Dichtungseinrichtung während des Einführens des Auslassendes der Brennkammer in
das Einlassende eines zugeordneten Übergangskanals nur um ein definiertes Maß zusammengedrückt
werden kann, da ein weiteres Komprimieren durch den Füllwerkstoff verhindert wird.
Auf diese Weise wird während des Einschiebens des Auslassendes der Brennkammer in
das Einlassende des Übergangskanals automatisch eine konzentrische Ausrichtung von
Brennkammer und Übergangskanal ohne zusätzliches Ausrichtgerät gewährleistet. Entsprechend
kann die Montage eines Gasturbinenbrenners schnell, einfach und preiswert durchgeführt
werden. Nach dem Einführvorgang müssen lediglich noch der Übergangskanal und der Gasturbinenbrenner
am Gehäuse fixiert werden. Während des Betriebs der Gasturbinenanordnung schmilzt
der Füllwerkstoff und gibt die Dichtungseinrichtung wieder vollständig frei, so dass
diese temperaturbedingte Bewegungen zwischen dem Auslassende der Brennkammer und dem
Einlassende des Übergangskanals ausgleichen kann.
[0007] Die Dichtungseinrichtung wird gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor der Durchführung des Schrittes b) unter Verringerung ihres Außendurchmessers vorgespannt.
Auf diese Weise kann der Außendurchmesser des Hohlraums, der in Schritt b) mit dem
Füllwerkstoff gefüllt wird, und damit die Genauigkeit der koaxialen Ausrichtung eingestellt
werden.
[0008] Zum Vorspannen der Dichtungseinrichtung wird bevorzugt ein Spannring verwendet. Ein
solcher Spannring wird um die Dichtungseinrichtung gelegt, um daraufhin den Füllwerkstoff
im vorgespannten Zustand der Dichtungseinrichtung in den zumindest einen Hohlraum
einzubringen. Der Spannring kann auch während des Transports des Gasturbinenbrenners
montiert bleiben, um die Dichtungseinrichtung vor äußeren Beschädigungen zu schützen.
Erst kurz vor der Montage des Gasturbinenbrenners muss der Spannring entfernt werden.
[0009] Vorteilhaft handelt es sich bei dem Füllwerkstoff um ein Wachs, ein Polymer oder
ein Harz. So können beispielsweise natürliche Wachse, synthetische Wachse, natürliche
Harze, Kunstharze oder dergleichen zum Einsatz kommen. Bei der Auswahl des Füllwerkstoffs
ist darauf zu achten, dass dieser im geschmolzenen Zustand den Betrieb der Gasturbinenanordnung
in keiner Weise beeinträchtigt.
[0010] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist die Dichtungseinrichtung
Federelemente auf, die von der Außenfläche der Brennkammer radial auswärts vorstehen
und im bestimmungsgemäßen Zustand mit dem Innenumfang des Einlassendes des Übergangskanals
dichtend in Eingriff sind. Mit derartigen Federelementen wird ein einfacher Aufbau
erzielt.
[0011] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe schafft die vorliegende Erfindung ferner
einen Gasturbinenbrenner, der eine rohrförmigen Brennkammer mit einem Auslassende
aufweist, an dessen Außenumfang eine federnd ausgebildete Dichtungseinrichtung angeordnet
ist, die im bestimmungsgemäßen Zustand einen zwischen dem Auslassende der Brennkammer
und einem Einlassende eines in einem Gehäuse einer Gasturbinenanordnung angeordneten
Übergangskanals vorhandenen Ringspalt abdichtet, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest
ein zwischen der Dichtungseinrichtung und der Brennkammer vorhandener, den Federweg
der Dichtungseinrichtung definierender Hohlraum zumindest teilweise mit einem die
Dichtungseinrichtung abstützenden Füllwerkstoff gefüllt ist, dessen Flammpunkt unterhalb
der Betriebstemperatur des Gasturbinenbrenners im Bereich der Dichtungseinrichtung
liegt.
[0012] Die Dichtungseinrichtung weist bevorzugt Federelemente aufweist, die von der Außenfläche
der Brennkammer radial auswärts vorstehen und im bestimmungsgemäßen Zustand mit dem
Innenumfang des Einlassendes des Übergangskanals dichtend in Eingriff sind.
[0013] Die Federelemente sind vorteilhaft an einem am Außenumfang der Brennkammer gehaltenen
Federelementring angeordnet sind. Auf diese Weise wird ein einfacher Aufbau erzielt.
[0014] Bei dem Füllwerkstoff handelt es sich, wie es zuvor bereits beschrieben wurde, bevorzugt
um ein Wachs, ein Polymer oder ein Harz.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile werden anhand der nachfolgenden Beschreibung einer
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gasturbinenbrenners unter Bezugnahme auf die
beiliegende Zeichnung deutlich. Darin ist/sind
Figur 1 eine schematische Querschnittansicht einer Gasturbinenanordnung, die einen
Gasturbinenbrenner und einen Übergangskanal im montierten Zustand zeigt;
Figuren 2 bis 5 schematische Teilquerschnittansichten eines Auslassendes einer Brennkammer
des in Figur 1 dargestellten Gasturbinenbrenners, anhand derer ein Füllen eines zwischen
einer am Auslassende der Brennkammer vorgesehenen Dichtungseinrichtung und der Außenfläche
der Brennkammer vorhandenen ringförmigen Hohlraums mit einem Füllwerkstoff beschrieben
wird; und
Figuren 6 bis 8 schematische perspektivische Teilschnittansichten, die verschiedene
Füllgrade des zwischen der Dichtungseinrichtung und der Außenfläche der Brennkammer
vorhandenen Hohlraums mit einem Füllwerkstoff zeigen.
[0016] Figur 1 zeigt einen Bereich einer Gasturbinenanordnung, in dem ein Gasturbinenbrenner
1 in ein Gehäuse 2 der Gasturbinenanordnung eingesetzt ist. Der Gasturbinenbrenner
1 ist über einen Flansch 3 mit einem Verbindungsgehäuse 4 verbunden, das wiederum
mit dem Gehäuse 2 verschraubt ist. Bei alternativen Gasturbinenanordnungen kann der
Flansch 3 aber auch direkt an dem Gehäuse 2 befestigt sein, also auf das Verbindungsgehäuse
4 verzichtet werden. Der Gasturbinenbrenner 1 weist eine rohrförmige Brennkammer 5
auf, deren Auslassende mit einem Einlassende eines in dem Gehäuse 2 der Gasturbinenanordnung
positionierten rohrförmigen Übergangskanals 6 verbunden ist, der über eine Justier-
und Fixiereinrichtung 7 an dem Gehäuse 2 gehalten ist. Genauer gesagt ist das Auslassende
der Brennkammer 5 in das Einlassende des Übergangskanals 6 eingeschoben, wobei zwischen
der Brennkammer 5 und dem Übergangskanal 6 eine Dichtungseinrichtung angeordnet ist,
die durch am Außenumfang des Auslassendes der Brennkammer 5 an einem Federelementring
vorgesehene, radial auswärts vorstehende Federelemente 8 gebildet wird, die mit dem
Innenumfang des Einlassendes des Übergangskanals 6 dichtend in Eingriff sind. Die
Federelemente 8 dienen zum einen dazu, den zwischen der Brennkammer 5 und dem Übergangskanal
6 vorhandenen Ringraum abzudichten. Zum anderen kompensieren sie temperaturbedingte
Bewegungen zwischen der Brennkammer 5 und dem Übergangskanal 6.
[0017] Während des Betriebs der Gasturbinenanordnung werden in dem Gasturbinenbrenner 6
komprimierte Umgebungsluft und Brennstoff gemischt, in der Brennkammer 5 verbrannt
und die auf diese Weise generierten Verbrennungsgase in den Übergangskanal 6 eingeleitet
und über den Übergangskanal 6 der Turbine zugeführt, wo die Verbrennungsgase den Rotor
der Turbine antreiben.
[0018] Zur Montage der in Figur 1 dargestellten Anordnung wird in einem ersten Schritt der
Übergangskanal 6 unter Verwendung der Justier- und Fixiereinrichtung 7 im Bereich
seiner bestimmungsgemäßen Position innerhalb des Gehäuses 2 grob vorjustiert. Die
Vorjustage kann beispielsweise durch ein lockeres Anziehen von Justier- und Fixierschrauben
9 der Justier- und Fixiereinrichtung 7 erfolgen. In einem weiteren Schritt wird der
Gasturbinenbrenner 1 durch eine sich durch das Gehäuse 2 und das Verbindungsgehäuse
4 erstreckende Durchgangsöffnung 10 in das Gehäuse 2 eingesetzt, wobei das Auslassende
der Brennkammer 5 in das Einlassende des Übergangskanals 6 unter teilweiser Komprimierung
der Federelemente 8 eingeschoben wird. Hierbei wird das Einlassende des Übergangskanals
6, wenn es erforderlich ist, manuell in Bezug auf das Auslassende der Brennkammer
5 positioniert, um auf diese Weise das Einführen des Auslassendes der Brennkammer
5 in das Einlassende des Übergangskanals 6 zu ermöglichen. In einem weiteren Schritt
werden die Justier- und Fixierschrauben 9 festgezogen, um das Einlassende des Übergangskanals
6 zu fixieren. Ferner wird der Gasturbinenbrenner 1 mit dem Verbindungsgehäuse 4 verschraubt.
[0019] Um zu gewährleisten, dass das Auslassende der Brennkammer 5 und das Einlassende des
Übergangskanals 6 während des Einführens ordnungsgemäß koaxial zueinander ausgerichtet
werden, wird der Gasturbinenbrenner 1 vorab wie nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Figuren 2 bis 8 beschrieben präpariert:
[0020] Figur 2 zeigt das Auslassende der Brennkammer 5 in einem Zustand, in dem auf die
Federelemente 8 keine äußeren Kräfte wirken. Ausgehend von dem in Figur 2 dargestellten
Zustand werden die Federelemente 8 unter Verringerung ihres Außendurchmessers derart
vorgespannt, dass der zwischen der Brennkammer 5 und den Federelementen 8 vorhandene
ringförmige Hohlraum einen vorbestimmten Außendurchmesser aufweist. Hierzu wird ausgehend
vom freien Ende der Brennkammer 5 ein Spannring 11 mit entsprechend gewähltem Innendurchmesser
aufgeschoben, wie es in Figur 3 dargestellt ist. In einem weiteren Schritt wird nunmehr
der ringförmige Hohlraum zwischen den Federelementen 8 und der Außenfläche der Brennkammer
5, der sich in dem vorgespannten Zustand gemäß Figur 3 einstellt, wie in Figur 4 gezeigt
mit einem abstützenden Füllwerkstoff 12 gefüllt, dessen Flammtemperatur unterhalb
der Betriebstemperatur des Gasturbinenbrenners 1 im Bereich der Federelemente 8 liegt.
Bei dem Füllwerkstoff 12 kann es sich beispielsweise um ein Wachs, ein Polymer oder
ein Harz handeln, um nur einige Beispiele zu nennen.
[0021] Nach dem Aushärten des Füllwerkstoffs 12 wird der Spannring 11 wieder abgezogen,
so dass sich die Federelemente 8 vom Füllwerkstoff 12 wegbewegen. Hierdurch entsteht
zwischen den Federelementen 8 und dem Füllwerkstoff 12 ein Spalt 13, wie es in Figur
5 dargestellt ist.
[0022] Die Figuren 6 bis 8 zeigen unterschiedliche Füllgrade des Füllwerkstoffs 12 in axialer
Richtung.
[0023] Gemäß Figur 6 ist ein geringer Füllgrad gewählt, bei dem zwischen dem Füllwerkstoff
12 und einem Ringanschlag 14 mit L-förmigem Querschnitt, der zur Begrenzung der radialen
Einwärtsbewegung der Federelemente 8 dient, ein Ringspalt 15 verbleibt. Ein solcher
geringer Füllgrad zeichnet sich durch eine kleine Kontaktfläche zwischen den Federelementen
8 und dem Füllwerkstoff 12, durch eine vorbestimmte Biegebeanspruchung auf die Federelemente
während des Einführens in das Einlassende des Übergangskanals 6 und durch die Möglichkeit
einer Axialbewegung des Füllwerkstoffs 12 aus.
[0024] Gemäß Figur 7 ist der Füllgrad derart gewählt, dass zwischen dem Füllwerkstoff 12
und dem Ringanschlag 14 kein Ringspalt mehr vorhanden ist. Bei diesem mittleren Füllgrad
ist die Kontaktfläche zwischen den Federelementen 8 und dem Füllwerkstoff 12 größer
und die Biegebeanspruchung der Federelemente während der Montage geringer als bei
dem in Figur 6 dargestellten geringen Füllgrad. Ferner wird nur eine geringfügige
axiale Bewegung des Füllwerkstoffs 12 zugelassen. Zudem wird bei diesem mittleren
Füllgrad mehr Wachs als bei der zuvor beschriebenen Variante benötigt.
[0025] Gemäß Figur 8 ist der Füllgrad des Füllwerkstoffs 12 derart hoch gewählt, dass der
Ringanschlag 14 vollständig im Füllwerkstoff 12 eingebettet ist. Bei diesem hohen
Füllgrad wird die größte Kontaktfläche zwischen den Federelementen 8 und dem Füllwerkstoff
12 erzielt. Eine axiale Bewegung des Füllwerkstoffs 12 wird nahezu vollständig unterbunden,
da der Ringanschlag 14 eine solche verhindert. Ferner erfahren die Federelemente 8
während der Montage keine Biegebeanspruchung. Nachteilig ist allerdings, dass bei
dieser Variante mehr Füllwerkstoff 12 benötigt wird.
[0026] Der wesentliche Vorteil, der mit einem Füllen des ringförmigen Hohlraums zwischen
den Federelementen 8 und der Außenfläche der Brennkammer 5 mit einem die Federelemente
8 abstützenden Füllwerkstoff 12 einhergeht, besteht darin, dass beim Einschieben des
Auslassendes der Brennkammer 5 in das Einlassende des Übergangskanals 6 automatisch
ein genaues koaxiales Ausrichten von Brennkammer 5 und Übergangskanal 6 stattfindet,
da ein Zusammendrücken der Federelemente 8 über den Füllwerkstoff hinaus nicht möglich
ist. Entsprechend ist die Montage des Gasturbinenbrenners 1 schnell, einfach und problemlos
ohne gesonderte Ausrichtungseinrichtungen durchführbar. Die Genauigkeit der koaxialen
Ausrichtung kann dabei durch geeignete Einstellung des Außendurchmessers des mit dem
Füllwerkstoff zu füllenden Hohlraums im Rahmen des Vorspannens und durch geeignete
Wahl der Füllhöhe des Füllwerkstoffs eingestellt werden.
[0027] Während des Betriebs schmilzt der Füllwerkstoff, so die ordnungsgemäße Funktionsweise
der Dichtungseinrichtung nicht durch den Füllwerkstoff beeinträchtigt wird.
[0028] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Verfahren zur Montage einer Gasturbinenbrenneranordnung mit einem Gasturbinenbrenner
(1), der eine rohrförmigen Brennkammer (5) aufweist, einem rohrförmigen Übergangskanal
(6), der die Brennkammer (5) verlassende Verbrennungsgase zu einer Turbine der Gasturbinenanordnung
leitet, wobei ein Auslassende der Brennkammer (5) im bestimmungsgemäßen Zustand in
ein Einlassende des Übergangskanals (6) eingeführt und konzentrisch zu diesem ausgerichtet
ist, und einer federnd ausgebildeten Dichtungseinrichtung, die im bestimmungsgemäßen
Zustand einen zwischen dem Auslassende der Brennkammer (5) und dem Einlassende des
Übergangskanals (6) vorhandenen Ringspalt abdichtet, wobei das Verfahren die Schritte
aufweist:
a) Anordnen der Dichtungseinrichtung am Außenumfang des Auslassendes der Brennkammer
(5);
b) zumindest teilweises Füllen zumindest eines zwischen der Dichtungseinrichtung und
der Brennkammer (5) vorhandenen, den Federweg der Dichtungseinrichtung definierenden
Hohlraums mit einem die Dichtungseinrichtung abstützenden Füllwerkstoff (12), dessen
Flammpunkt unterhalb der Betriebstemperatur des Gasturbinenbrenners (1) im Bereich
der Dichtungseinrichtung liegt; und
c) Einführen des Auslassendes der Brennkammer (5) in das Einlassende des in einem
Gehäuse der Gasturbinenanordnung angeordneten Übergangskanals (6) und
d) Fixieren des Übergangskanals (6) und der Brennkammer (5).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungseinrichtung vor der Durchführung des Schrittes b) unter Verringerung
ihres Außendurchmessers vorgespannt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Vorspannen der Dichtungseinrichtung ein Spannring (11) verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Füllwerkstoff (12) um ein Wachs, ein Polymer oder ein Harz handelt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungseinrichtung Federelemente (8) aufweist, die von der Außenfläche der
Brennkammer (5) radial auswärts vorstehen und im bestimmungsgemäßen Zustand mit dem
Innenumfang des Einlassendes des Übergangskanals (6) dichtend in Eingriff sind.
6. Gasturbinenbrenner (1), der eine rohrförmigen Brennkammer (5) mit einem Auslassende
aufweist, an dessen Außenumfang eine federnd ausgebildete Dichtungseinrichtung angeordnet
ist, die im bestimmungsgemäßen Zustand einen zwischen dem Auslassende der Brennkammer
(5) und einem Einlassende eines in einem Gehäuse einer Gasturbinenanordnung angeordneten
Übergangskanals (6) vorhandenen Ringspalt abdichtet, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein zwischen der Dichtungseinrichtung und der Brennkammer (5) vorhandener,
den Federweg der Dichtungseinrichtung definierender Hohlraum zumindest teilweise mit
einem die Dichtungseinrichtung abstützenden Füllwerkstoff (12) gefüllt ist, dessen
Flammpunkt unterhalb der Betriebstemperatur des Gasturbinenbrenners (1) im Bereich
der Dichtungseinrichtung liegt.
7. Gasturbinenbrenner (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungseinrichtung Federelemente (8) aufweist, die von der Außenfläche der
Brennkammer (5) radial auswärts vorstehen und im bestimmungsgemäßen Zustand mit dem
Innenumfang des Einlassendes des Übergangskanals (6) dichtend in Eingriff sind.
8. Gasturbinenbrenner (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (8) an einem am Außenumfang der Brennkammer (5) gehaltenen Federelementring
angeordnet sind.
9. Gasturbinenbrenner (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Füllwerkstoff (12) um ein Wachs, ein Polymer oder ein Harz handelt.