| (19) |
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(11) |
EP 2 934 837 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.11.2017 Patentblatt 2017/46 |
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Anmeldetag: 16.12.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/003791 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/095025 (26.06.2014 Gazette 2014/26) |
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VORRICHTUNG ZUM HERSTELLEN EINES GROSSFLÄCHIGEN, INSBESONDERE WENIGSTENS EINE BETONSCHICHT
UMFASSENDEN, FERTIGWANDTEILS
DEVICE FOR PRODUCING A LARGE-AREA, PRE-FABRICATED WALL PART, IN PARTICULAR COMPRISING
AT LEAST ONE CONCRETE LAYER
DISPOSITIF POUR PRODUIRE UN ÉLÉMENT DE PAROI PRÉFABRIQUÉE DE GRANDE TAILLE, EN PARTICULIER
COMPRENANT AU MOINS UNE COUCHE DE BÉTON
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
21.12.2012 AT 13372012
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.2015 Patentblatt 2015/44 |
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Patentinhaber: Progress Holding A.G. |
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39042 Brixen (IT) |
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Erfinder: |
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- NUSSBAUMER, Erich
I-39010 Nals (IT)
- ENDERES, Karl Friedrich
39042 Brixen (IT)
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| (74) |
Vertreter: Torggler & Hofinger Patentanwälte |
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Postfach 85 6010 Innsbruck 6010 Innsbruck (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 193 901 DE-A1- 1 962 529
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WO-A1-2009/031983 DE-U1- 20 315 702
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen eines großflächigen, insbesondere
wenigstens eine Betonschicht umfassenden, Fertigwandteils auf einer bewegbaren Formenpalette
mit einer mit der Formenpalette verbindbaren Wendevorrichtung zum Wenden der Formenpalette,
wobei die Wendevorrichtung mit einer Spannvorrichtung umfassend wenigstens ein Halteelement
ausgestattet ist, wobei das Halteelement um eine im Wesentlichen parallel zu einer
Oberfläche der Formenpalette verlaufenden Verschwenkachse schwenkbar an der Spannvorrichtung
angeordnet ist, wobei durch Verschwenken des Halteelements um seine Verschwenkachse
ein Ende des Halteelements am Fertigwandteil anpressbar ist, wobei der Fertigwandteil
an der Formenpalette lagestabil fixierbar ist.
[0002] Zum Herstellen eines Fertigwandteils für ein Fertigwandelement umfassend ein mehrschaliges
Betonelement, welches zwei Betonteile mit Abstand parallel zueinander aufweist, die
über metallische Bewehrungen miteinander verbunden sind, ist es bereits bekannt, eine
sogenannte Wendevorrichtung zu verwenden. Diese Wendevorrichtung ist in der Lage,
eine Formenpalette für einen ersten Fertigwandteil, auf der eine erste Betonschicht
mit vorstehenden Bewährungen eingegossen wird und anschließend aushärtet, nach dem
Aushärten um 180° zu drehen. Dazu ist die Wendevorrichtung mit der Formenpalette verbindbar
und kann abgesenkt, angehoben und um 180° gedreht werden. Zur Verbindung der Wendevorrichtung
mit der Formenpalette sind beispielsweise Zapfen vorgesehen, die in der Lage sind,
die Formenpalette zu ergreifen. Außerdem ist eine solche Wendevorrichtung mit einer
Spannvorrichtung ausgestattet, welche typischerweise mehrere knapp oberhalb der Oberfläche
der ausgehärteten ersten Betonschicht von der Seite her einlegbare Halteelemente aufweist,
um das ausgehärtete Betonelement bzw. Fertigwandteil an der Formenpalette lagestabil
zu fixieren, beispielsweise durch Anpressen, sodass das Fertigwandteil nach dem Drehen
um 180° nicht von der Formenpalette herunterfällt. Dabei kann das Verspannen des Fertigwandteils
an der Formenpalette mittels der Halteelemente beispielsweise hydraulisch oder pneumatisch
erfolgen. Die Wendevorrichtung kann auf einer Fahrbahn mit Schienen verfahrbar sein
und kann an eine Stelle verfahren werden, an der auf einer weiteren Formenpalette
für einen zweiten Fertigwandteil eine zweite Betonschicht mit noch nicht ausgehärtetem
Beton ruht. Durch Absenken der Wendevorrichtung können nun die nach unten weisenden,
vorstehenden Bewährungselemente der bereits ausgehärteten ersten Betonschicht des
ersten Fertigwandteils teilweise in den noch nicht ausgehärteten Beton der zweiten
Betonschicht des zweiten Fertigwandteils eindringen und damit die Verbindung mit derselben
nach Aushärten des Betons herstellen. Das Ergebnis bildet ein Fertigwandelement umfassend
die beiden verbundenen Fertigwandteile, welches nach dieser Vorfertigung auf einer
Baustelle ausgegossen und damit als Fertigwand fertig gestellt werden kann. Das Dokument
EP 2 193 901 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Herstellen eines großflächigen Fertigwandteils, gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Nachteilig an den bekannten Vorrichtungen ist die
zeitaufwändige Manipulation der Halteelemente, da das oftmals manuelle Einfädeln und
Ausrichten sowie das Entfernen der Halteelemente relativ lange Zeit in Anspruch nimmt,
wodurch sich der Herstellungsprozess verlangsamt. Darüber hinaus wurde in den letzten
Jahren viel Augenmerk in Energieeinsparung gelegt, sodass zunehmend Fertigwandelemente
umfassend zwei äußere Betonschichten und eine dazwischen liegende Schicht aus Isoliermaterial
(z.B. PU-Schaum) hergestellt werden. Abhängig von der gewünschten Isoliereigenschaft
eines solchen Fertigwandelements soll dabei die Dicke der Isolierschicht zwischen
den beiden Betonschichten variierbar sein. Die Isolierschicht wird dabei üblicherweise
auf die ausgehärtete erste Betonschicht des ersten Fertigwandteils aufgebracht und
die Halteelemente werden in weiterer Folge gegen die Oberfläche der Isolierschicht
verspannt, um somit den Fertigwandteil auf der Formenpalette lagestabil zu fixieren.
Für die Herstellung unterschiedlich dicker Fertigwandteile, insbesondere aufgrund
unterschiedlich dicker Isolierschichten, werden bisher zusätzliche Adapter benötigt,
um die Halteelemente auf die erforderliche Wandstärke mit und/oder ohne Isolierung
anzupassen. Für die geforderten Wandstärken bzw. Isolierungsdicken kommen jeweils
gesonderte Adapter zum Einsatz. Dies führt zu zeitaufwändigen Montagen und Demontagen
der Adapter bei wechselnden Wandstärken. Darüber hinaus sind für Sonderisolierwandstärken
zusätzliche Adapter notwendig und die Gesamtwandstärke ist bisher nur im Raster verstellbar.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorbeschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine
gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Vorrichtung zum Herstellen eines Fertigwandteils
auf einer bewegbaren Formenpalette anzugeben. Insbesondere soll die Herstellung unterschiedlich
dicker Fertigwandteile und Fertigwandelemente erleichtert werden und die Effizienz
des Herstellungsprozesses gesteigert werden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindungen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0005] Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, dass zur Fixierung von unterschiedlich dicken
Fertigwandteilen an der Formenpalette die Spannvorrichtung bewegbar an der Wendevorrichtung
angeordnet ist, wobei ein im Wesentlichen senkrecht zur Verschwenkachse verlaufender
Abstand zwischen der Wendevorrichtung und der Verschwenkachse für das Halteelement
einstellbar ist.
[0006] Die Halteelemente sind jeweils um eine Verschwenkachse schwenkbar an der Spannvorrichtung
angeordnet. Durch Verschwenken eines Halteelements um seine Verschwenkachse wird ein
Ende des Halteelements an der ihm zugewandten Oberfläche des Fertigwandteiles angepresst,
wodurch das Fertigwandteil an der Formenpalette lagestabil fixiert werden kann. Durch
eine in Bezug auf die Wendevorrichtung höhenverstellbare Spannvorrichtung kann somit
erzielt werden, dass sich die Verschwenkachsen der Halteelemente in einem unterschiedlichen
vertikalen Abstand zur Wendevorrichtung einstellen lassen. Durch diese Höhenverstellbarkeit
der Spannvorrichtung relativ zur Wendevorrichtung ist es somit möglich, unterschiedlich
dicke Fertigwandteile mittels Spannvorrichtung an der Formenpalette zu fixieren. Insbesondere
ist es damit möglich, unterschiedlich dicke Isolierschichten auf einer Betonschicht
des Fertigwandteils anzuordnen und den gesamten Fertigwandteil an der Formenpalette
zu fixieren.
[0007] Besonders vorteilhaft ist daher jene Ausführungsform der Erfindung, bei der die Spannvorrichtung
im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Formenpalette verschiebbar an der Wendevorrichtung
angeordnet ist. Dadurch ist eine Höhenverstellung der Verschwenkachse für ein Halteelement
in Bezug auf die
[0008] Oberfläche der Formenpalette in einer Richtung senkrecht zur Oberfläche erzielbar.
Insgesamt lässt sich damit auch der Arbeitsablauf des Fixierens eines Fertigwandteils
an der Formenpalette ergonomischer gestalten, da die üblicherweise schweren und unhandlichen
Halteelemente - welche beispielsweise etwa 30 kg schwer und etwa 2,8 m lang sind -
nicht entfernt und neu eingesetzt werden müssen, sondern durch die Höhenverstellung
einfach und ergonomisch auf den gewünschten Abstand zur Oberfläche der Formenpalette
eingestellt werden können.
[0009] Vorzugsweise ist die Spannvorrichtung stufenlos verschiebbar angeordnet. Die Höhenverstellung
bzw. das Einstellen des Abstandes zwischen der Wendevorrichtung und der Verschwenkachse
kann dabei durch einen Antrieb erfolgen, wie beispielsweise einen Spindelantrieb oder
einen Zahnstangenantrieb. Es kann also vorgesehen sein, dass die Spannvorrichtung
stufenlos und/oder antriebsgestützt bewegbar ist. Selbstverständlich kann aber auch
eine manuelle Höhenverstellung vorgesehen sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass
die Höhenverstellung innerhalb eines Automatisierungsprozesses datenverarbeitungsgesteuert
erfolgt.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass an
der Wendevorrichtung wenigstens ein Distanzhalter zum Einstellen einer Distanz der
Formenpalette zu einer an einem Anschlag des Distanzhalters anordenbaren zweiten Formenpalette
angeordnet ist, wobei der Distanzhalter bewegbar an der Wendevorrichtung angeordnet
ist, wobei eine im Wesentlichen senkrecht zur Verschwenkachse verlaufende Anschlagsdistanz
zwischen der Wendevorrichtung und dem Anschlag des Distanzhalters einstellbar ist.
Durch eine solche Höhenverstellung des Distanzhalters in Bezug auf die Wendevorrichtung
kann der Abstand zwischen den zwei übereinander angeordneten Formenpaletten eingestellt
werden. Mittels Wendevorrichtung wird die Formenpalette mit dem ersten Fertigwandteil
um 180° gewendet und über der zweiten Formenpalette angeordnet, wobei Distanzhalter
aus der Wendevorrichtung hervorstehen und Anschläge der Distanzhalter auf der zweiten,
nunmehr unteren Formenpalette abgestellt werden. Durch die aus der Wendevorrichtung
ausfahrbaren Distanzhalter kann somit eine Höhenverstellung zwischen den beiden Formenpaletten
erzielt werden. Dies ermöglicht das Herstellen unterschiedlich dicker Fertigwandelemente.
Vorzugsweise kann auch die Höhenverstellung des Distanzhalters bezüglich der Wendevorrichtung
stufenlos
[0011] und/oder antriebsgestützt (z.B. Spindelantrieb oder Zahnstangenantrieb) erfolgen,
indem der Distanzhalter stufenlos und/oder antriebsgestützt bewegbar ist. Auch hier
kann vorgesehen sein, dass diese Höhenverstellung in einem Automatisierungsprozess
datenverarbeitungsgesteuert erfolgt. Die Höhenverstellung des Distanzhalters hat wiederum
den Vorteil eines ergonomischeren Arbeitsablaufs, da für die Fertigung unterschiedlicher
dicker Fertigwandelemente auf den Aus- und Einbau unterschiedlich langer und für gewöhnlich
mehrere Kilogramm schwerer Distanzhalter verzichtet werden kann.
[0012] Besonders vorteilhaft ist jene Ausführungsform der Erfindung, bei der der Distanzhalter
im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Formenpalette verschiebbar an der Wendevorrichtung
angeordnet ist. Dadurch ist eine Höhenverstellung des Anschlags eines Distanzhalters
in Bezug auf die Oberfläche der Formenpalette in einer Richtung senkrecht zur Oberfläche
erzielbar.
[0013] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Abstand zwischen der Wendevorrichtung
und der Verschwenkachse unabhängig von der Anschlagsdistanz zwischen der Wendevorrichtung
und dem Anschlag des Distanzhalters einstellbar ist. Mit anderen Worten können die
beiden Höhenverstellungen (Höhenverstellung der Verschwenkachse bezüglich der Wendevorrichtung
und Höhenverstellung des Anschlags des Distanzhalters bezüglich der Wendevorrichtung)
unabhängig voneinander erfolgen. Selbstverständlich kann aber auch vorgesehen sein,
dass beide Höhenverstellungen in einem selben Ausmaß durchgeführt werden.
[0014] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Halteelement
von einer Freigabeposition zu einer Halteposition bewegbar ist, wobei das Halteelement
translatorisch bewegbar an der Spannvorrichtung angeordnet ist, wobei vorzugsweise
das Halteelement im Wesentlichen parallel zur Oberfläche der Formenpalette bewegbar
ist. Die Halteelemente können dabei knapp oberhalb der Oberfläche des Fertigwandteils
(z.B. ausgehärtete Betonschicht und daran angeordnete Isolierschicht) von der Seite
her eingeschoben werden, wobei ein äußeres Ende eines Niederhalters angehoben werden
kann, beispielsweise durch eine pneumatische Einheit wie einen beaufschlagbaren Luftschlauch.
Durch das Anheben an seinem äußeren Ende wird das Halteelement um seine Verschwenkachse
verschwenkt, wodurch das Ende des Halteelements, das sich über der Oberfläche des
Fertigwandteils befindet, gegen den Fertigwandteil gepresst wird, wodurch sich der
Fertigwandteil an der Formenpalette lagestabil fixieren lässt.
[0015] Ein weiterer Aspekt ist durch eine Vorrichtung gegeben, bei der das Halteelement
im Wesentlichen stabförmig ausgebildet ist, wobei das Halteelement von einer Längsstellung
in eine Knickstellung knickbar ausgebildet ist.
Dadurch können die Halteelement beim Ausschieben von der Halteposition zur Freigabeposition
abgeknickt werden und benötigen dadurch weniger seitlichen Raum, da sie seitlich nicht
so weit über die Spannvorrichtung vorstehen wie ein ungeknicktes Halteelement. Wohingegen
herkömmliche, nicht knickbare Halteelemente aus Platzgründen oftmals komplett von
der Wendevorrichtung entfernt und für die Fertigung eines weiteren Fertigwandteils
wieder an der Wendevorrichtung montiert werden müssen, können die vorgeschlagenen,
knickbaren Halteelemente an der Wendevorrichtung verbleiben. Dadurch entfällt ein
beschwerliches Hantieren mit den üblicherweise etwa 30 kg schweren und etwa 2,8 m
langen Halteelementen. Insbesondere kann mit den vorgeschlagenen, knickbaren Halteelementen
die Ergonomie des Arbeitsablaufs erhöht werden und damit die Gesundheit der die Wendevorrichtung
bedienenden Arbeiter geschont werden.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Halteelement
einen Halteteil und einen Knickteil umfasst, wobei der Knickteil relativ zum Halteteil
knickbar ist, wobei vorzugsweise der Knickteil um eine Knickachse verschwenkbar am
Halteteil angeordnet ist.
[0017] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass das Halteelement in der Längsstellung und/oder
der Knickstellung feststellbar ist. Dadurch können unerwünschte Pendelbewegungen des
abgeknickten Knickteils des Halteelements vermieden werden. Vorzugsweise kann dabei
vorgesehen sein, dass das Halteelement eine Rastverbindung umfasst, wobei durch die
Rastverbindung der Knickteil relativ zum Halteteil feststellbar ist. In einer besonderen
Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Rastverbindung wenigstens einen am
Knickteil angeordneten, vorzugsweise druckfederbeaufschlagten, Rastbolzen und wenigstens
eine zumindest teilweise den Rastbolzen aufnehmende Aufnahme am Halteteil umfasst,
wobei der Rastbolzen in die Aufnahme bewegbar ist. Der wenigstens eine Rastbolzen
kann dabei entlang des Knickteils bewegbar am oder im Knickteil angeordnet sein.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass zur Feststellung
des Halteelements in der Längsstellung der Halteteil wenigstens einen Stab mit einer
Aufnahme für einen aus dem Knickteil in die Aufnahme bewegbaren Rastbolzen umfasst,
wobei vorzugsweise die Knickachse beabstandet von einem dem Knickteil zugewandten
Stabende des Stabs angeordnet ist.
[0019] Es kann außerdem vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Rastbolzen, vorzugsweise
über eine Stange, mit einer an einem Ende des Knickteils angeordneten Betätigungsvorrichtung
verbunden ist, wobei durch Betätigen der Betätigungsvorrichtung der wenigstens eine
Rastbolzen bewegbar ist. Die Betätigungsvorrichtung kann dabei einen Ziehgriff umfassen,
wobei durch eine Zugbewegung oder Schubbewegung am Ziehgriff der wenigstens eine Rastbolzen
bewegbar ist. Die Betätigungsvorrichtung kann auch einen drehbar gelagerten Drehbolzen
umfasst, wobei durch Drehen des Drehbolzens der wenigstens eine Rastbolzen bewegbar
ist.
[0020] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden
Figurenbeschreibung erläutert. Dabei zeigt bzw. zeigen:
- Fig. 1a bis 1c
- den Herstellungsprozess eines zweischaligen Fertigwandelements mit innen liegender
Isolierschicht umfassend zwei Fertigwandteile,
- Fig. 2a
- ein fertig gestelltes Fertigwandelement mit innen liegender Isolierschicht umfassend
zwei Fertigwandteile,
- Fig. 2b
- ein fertig gestelltes Fertigwandelement ohne innen liegender Isolierschicht umfassend
zwei Fertigwandteile,
- Fig. 3a
- eine Frontansicht auf eine vorgeschlagene Wendevorrichtung, die mit einer Formenpalette
verbunden ist,
- Fig. 3b
- eine perspektivische Draufsicht auf die Anordnung der Fig. 3a,
- Fig. 4a
- eine Frontansicht der Anordnung der Fig. 3a während des Einwendens über eine zweite
Formenpalette,
- Fig. 4b
- eine perspektivische Draufsicht während des Einwendens gemäß Fig. 4a,
- Fig. 5a
- eine Frontansicht einer eingewendeten und an der zweiten Formenpalette angeordneten
Wendevorrichtung,
- Fig. 5b
- eine Untersicht auf die Anordnung der Fig. 5a,
- Fig. 6 und 7
- ein Beispiel der vorgeschlagenen Höhenverstellung der Verschwenkachse der Halteelemente
bezüglich der Wendevorrichtung für unterschiedlich dicke Fertigwandteile,
- Fig. 8 und 9
- ein Beispiel der vorgeschlagenen Höhenverstellung von Distanzhaltern bezüglich der
Wendevorrichtung für unterschiedlich dicke Fertigwandelemente,
- Fig. 10a bis 10c
- das Einschieben der Halteelemente von ihrer Freigabeposition zu ihrer Halteposition,
- Fig. 11a bis 11c
- das Ausschieben der Halteelemente von ihrer Halteposition zu ihrer Freigabeposition
im eingewendeten Zustand der Wendevorrichtung,
- Fig. 12a bis 12c
- eine mögliche Ausführungsform eines vorgeschlagenen Halteelements in verschiedenen
Ansichten,
- Fig. 13
- eine Schnittansicht durch das Halteelement der Fig. 12a in festgestellter Längsstellung,
- Fig. 14
- eine Schnittansicht durch das Halteelement der Fig. 12a in nicht verriegelter Längsstellung
und
- Fig. 15a bis 15d
- Detailansichten eines Halteelements während des Übergangs von der Längsstellung zur
Knickstellung.
[0021] Fig. 1 a zeigt verschiedene Schritte der Herstellung eines ersten Fertigwandteils
2 auf einer Formenpalette 3 in einer Frontansicht auf die Formenpalette 3. Innerhalb
eines Formrahmens gebildet durch einen auf der Oberfläche 7 der Formenpalette 3 angeordneten
Palettenanschlag 32 und einen auf der Oberfläche 7 angeordneten Schalungsteil 23 werden
zunächst Abstandshalter 24 für eine Bewehrung 25 eingelegt. Auf die Abstandshalter
24 wird in einem nächsten Schritt die Bewehrung 25 eingelegt und in weiterer Folge
eine Betonschicht 1 eingebracht. Auf die Betonschicht 1 kann eine Isolierung 26 aufgebracht
werden, wobei die Isolierung 26 vorgebohrte Löcher 27 für darin anzuordnende Verbindungsstäbe
28 aufweisen kann. Die Löcher 27 können jedoch auch im eingelegten Zustand der Isolierung
26 gebohrt werden. In die Löcher 27 können in weiterer Folge Verbindungsstäbe 28 eingebracht
werden, welche in weiterer Folge zur Verbindung mit einem weiteren Fertigwandteil
2' (siehe Fig. 1b) dienen.
[0022] Fig. 1b zeigt verschiedene Herstellungsschritte eines zweiten Fertigwandteils 2',
der in Verbindung mit dem Fertigwandteil 2 der Fig. 1 a ein Fertigwandelement 33 (siehe
Fig. 1c) bildet. Entsprechend den Schritten der Fig. 1 a werden wiederum innerhalb
eines Formrahmens 32, 23 Abstandshalter 24 und darauf eine Bewehrung 25 eingelegt.
Danach wird eine zweite Betonschicht 1' eingebracht.
[0023] Fig. 1c zeigt das Verbinden der Fertigwandteile 2, 2' der Fig. 1 a und 1b zur Herstellung
eines doppelschaligen Fertigwandelements 33, welches nach dieser Vorfertigung auf
einer Baustelle ausgegossen und damit als Fertigwand fertig gestellt werden kann.
[0024] Nach dem Aushärten der ersten Betonschicht 1 wird die Formenpalette 3 mit Hilfe einer
hier nicht dargestellten Wendevorrichtung (siehe Fig. 3a) angehoben, um 180° verschwenkt
und auf die zweite Formenpalette 3' abgesenkt. Dabei dringen die Verbindungsstäbe
28, die aus dem ersten Fertigwandteil 2 hervorstehen, in die noch nicht ausgehärtete
zweite Betonschicht 1' des zweiten Fertigwandteils 2'. Nach dem Aushärten der zweiten
Betonschicht 1' kann das solchermaßen fertig gestellte Fertigwandelement 33 von der
unteren Formenpalette 3' abgehoben und beispielsweise in einem Lager gelagert werden.
[0025] Fig. 2a zeigt eine Frontansicht auf ein gemäß den Fig. 1a bis 1c hergestelltes Fertigwandelement
33. Fig. 2b zeigt ein mögliches weiteres Fertigwandelement 33, das gegenüber dem Fertigwandelement
33 der Fig. 2a einen unterschiedlichen Aufbau aufweist. Zwischen den beiden Betonschichten
1, 1' der beiden Fertigwandteile 2, 2' ist hierbei keine Isolationsschicht vorgesehen
und die Beabstandung zwischen den beiden Betonschichten 1, 1' wird durch gebogene
Verbindungsstäbe 28 (bspw. von Gitterträgern) erzielt.
[0026] Fig. 3a zeigt eine Frontansicht auf eine mit einer Formenpalette 3 verbundenen vorgeschlagenen
Wendevorrichtung 4 und Fig. 3b zeigt eine perspektivische Draufsicht auf diese Anordnung.
Die Wendevorrichtung 4 ist dabei mittels einer Verbindungseinrichtung 29 mit der Formenpalette
3 verbunden, bspw. durch Verklammerung oder durch aus der Wendevorrichtung 4 vorstehende
Zapfen, die die Formenpalette 3 ergreifen. Auf einer Oberfläche 7 der Formenpalette
3 ist ein erster Fertigwandteil 2 umfassend eine Betonschicht 1 und eine darauf angeordnete
Isolierung 26 angeordnet. Die Wendevorrichtung 4 ist mit einer Spannvorrichtung 5
ausgestattet, welche mehrere Halteelemente 6 umfasst, die translatorisch bewegbar
im Wesentlichen parallel zur Oberfläche 7 der Formenpalette 3 über den Fertigwandteil
2 bewegbar sind. Jedes Halteelement 6 liegt dabei an einer Stange 31 eines Spannschuhs
30 an, wobei die Berührungslinie von Halteelement 6 mit Stange 31 eine Verschwenkachse
8 für das Halteelement 6 bildet. Durch Anheben eines äußeren Endes 34 eines Halteelements
6 (Pfeil 36) kann das Halteelement 6 um die Verschwenkachse 8 verschwenkt werden,
sodass ein Ende 9 des Halteelements 6 gegen den Fertigwandteil 2 anpressbar ist (Pfeil
37), wodurch der Fertigwandteil 2 an der Formenpalette 3 lagestabil fixierbar ist.
[0027] Das Anheben der äußeren Enden 34 der Halteelemente 6 kann dabei durch eine an der
Spannvorrichtung 5 angeordnete Verspanneinheit 35 erfolgen, bspw. durch Luftbeaufschlagung
eines an den äußeren Enden 34 anliegenden Luftschlauches.
[0028] Um unterschiedlich dicke Fertigwandteile 2 an der Formenpalette 3 fixieren zu können,
ist eine Höhenverstellbarkeit der Spannvorrichtung 5 in Bezug auf die
[0029] Wendevorrichtung 4 vorgesehen. Die Spannvorrichtung 5 kann also aus der Wendevorrichtung
4 ausgefahren werden, wodurch sich ein Abstand 10 zwischen Wendevorrichtung 4 und
den Verschwenkachsen 8 für die Halteelemente 6 einstellen lässt.
[0030] Darüber hinaus weist die gezeigte Wendevorrichtung 4 höhenverstellbare Distanzhalter
11 auf. Die Distanzhalter 11 der Wendevorrichtung 4 dienen zum Einstellen eines Abstandes
des Fertigwandteils 2 zu einem weiteren Fertigwandteil 2' auf einer weiteren Formenpalette
3' im eingewendeten Zustand der Formenpalette 3 (siehe bspw. Fig. 1c). Dadurch, dass
die Distanzhalter 11 aus der Wendevorrichtung 4 ausgefahren werden können, lassen
sich je nach gewünschtem Abstand verschiedene Anschlagsdistanzen 13 zwischen der Wendevorrichtung
4 und Anschlägen 12 der Distanzhalter 11 einstellen.
[0031] Im gezeigten Beispiel sind sowohl die Höhenverstellung für die Verschwenkachsen 8
der Halteelemente 6 als auch die Höhenverstellung für die Anschläge 12 der Distanzhalter
11 durch stufenlos einstellbare Spindeleinheiten realisiert.
[0032] Fig. 4a zeigt den Vorgange des Einwendens der Formenpalette 3 über der zweiten Formenpalette
3' mit Hilfe einer vorgeschlagenen Wendevorrichtung 4 in einer Frontansicht und Fig.
4b zeigt eine entsprechende perspektivische Draufsicht.
[0033] Fig. 5a zeigt die Formenpalette 3 nach erfolgter Einwendung über der zweiten Formenpalette
3' und Fig. 5b zeigt eine entsprechende Unteransicht auf die Anordnung der Fig. 5a.
Mittels der Anschläge 12 der Distanzhalter 11 wird die Wendevorrichtung 4 mit daran
verbundener Formenpalette 3 auf die zweite Formenpalette 3' abgesetzt.
[0034] Die Fig. 6 und 7 zeigen jeweils eine vorgeschlagene Wendevorrichtung 4 für die Herstellung
unterschiedlich dicker Fertigwandteile 2. Der Fertigwandteil 2 der Fig. 7 weist dabei
eine im Vergleich zum Fertigwandteil 2 der Fig. 6 dickere Isolierung 26 auf. Dadurch,
dass die Spannvorrichtung 5 gegenüber der Wendevorrichtung 4 bewegbar ist, können
die entsprechend benötigten Abstände 10 zwischen der Wendevorrichtung 4 und den Verschwenkachsen
8 der Halteelemente 6 entsprechend angepasst werden, um unterschiedlich dicke Fertigwandteile
2 an der Formenpalette 3 zu fixieren. Um dementsprechend auch unterschiedlich benötigte
Abstände zwischen den Formenpaletten 3, 3' herstellen zu können, ist darüber hinaus
vorgesehen, dass die Distanzhalter 11 ebenfalls bewegbar an der Wendevorrichtung 4
angeordnet sind. Dadurch lassen sich entsprechend unterschiedliche Anschlagsdistanzen
13 zwischen der Wendevorrichtung 4 und den Anschlägen 12 der Distanzhalter 11 einstellen.
[0035] Die Fig. 8 und 9 zeigen jeweils eine vorgeschlagenen Wendevorrichtung 4 für die Herstellung
unterschiedlich dicker Fertigwandelemente 33, wobei die Fertigwandteile 2, 2' jeweils
gleich aufgebaut sind. Bei dem Fertigwandelement 33 der Fig. 9 ist im Vergleich zum
Fertigwandelement 33 der Fig. 8 ein größerer Abstand zwischen den Fertigwandteilen
2, 2' gewünscht. Durch die aus der Wendevorrichtung 4 ausfahrbaren Distanzhalter 11
kann die jeweils gewünschte Anschlagsdistanz 13 zwischen Wendevorrichtung 4 und den
Anschlägen 12 der Distanzhalter 11 eingestellt werden.
[0036] Die Fig. 10a bis 10c zeigen die Schritte des Einführens der Halteelemente 6 über
den Fertigwandteil 2 von ihrer Freigabeposition 14 (Fig. 10a) zu ihrer Halteposition
15 (Fig. 10c), um den Fertigwandteil 2 mittels Halteelemente 6 an der Formenpalette
3 fixieren zu können. Die Halteelemente 6 sind dabei knickbar ausgebildet und umfassen
jeweils einen Halteteil 18 und einen Knickteil 19, wobei der Knickteil 19 relativ
zum Halteteil 18 knickbar ist.
[0037] In Fig. 10a befinden sich die Halteelemente 6 in ihrer Freigabeposition 14 und sind
noch nicht über dem Fertigwandteil 2 angeordnet. Die Halteelemente 6 befinden sich
in Knickstellung 17, sodass sie möglichst wenig Raum seitlich der Wendevorrichtung
4 einnehmen. In einem ersten Schritt werden die Halteelemente 6 nun hochgekippt (siehe
Pfeile 38), sodass sie sich wie in Fig. 10b gezeigt in Längsstellung 16 befinden.
Mittels Rastverbindung 20 eines Halteelements 6 (siehe Fig. 12a bis Fig. 12d) kann
ein Halteelement 6 in dieser Längsstellung 16 fixiert werden. Als nächstes werden
die Halteelemente in einer translatorischen Bewegung über die Oberfläche des Fertigwandteils
2 eingeschoben (siehe Pfeile 39). Nach dem Verspannen der Halteelemente 6 mittels
Verspanneinheit 35 (siehe Fig. 3a) befinden sich die Halteelemente 6 in ihrer Halteposition
15, in der die jeweiligen Enden 9 der Halteelemente 6 gegen die Oberfläche des Fertigwandteils
2 gepresst sind und somit den Fertigwandteil 2 an der Formenpalette 3 lagestabil fixieren.
[0038] Die Fig. 11a bis 11c zeigen die Schritte des Ausführens der Halteelemente 6 von ihrer
Halteposition 15 (Fig. 11a) zu ihrer Freigabeposition 14 (Fig. 11c) nach dem Einwenden
und Anordnen der Formenpalette 3 über einer weiteren Formenpalette 3', um den Fertigwandteil
2 freizugeben.
[0039] Zunächst befinden sich die Halteelemente 6 in ihrer Halteposition 15, in der sie
den Fertigwandteil 2 lagestabil an der Formenpalette 3 halten. Nach dem Lösen der
Verspannung der Halteelemente 6 mit der Oberfläche des Fertigwandteils 2 mittels Verspanneinheit
35 (z.B. durch Beenden der Luftbeaufschlagung eines Luftschlauches) werden die Halteelemente
6 in einer translatorischen Bewegung seitlich ausgeschoben (siehe Pfeile 40). Als
nächstes werden die Rastverbindungen 20 der Halteelemente 6 gelöst und die Halteelemente
6 geknickt (siehe Pfeile 41), sodass sie sich in Knickstellung 17 befinden und dadurch
möglichst wenig Raum seitlich der Wendevorrichtung 4 einnehmen.
[0040] Fig. 12a zeigt eine mögliche Ausführungsform eines vorgeschlagenen Halteelements
6 in seiner Längsstellung 16 in einer perspektivischen Ansicht, Fig. 12b zeigt das
Halteelement 6 in einer Draufsicht und Fig. 12c zeigt das Halteelement 6 in einer
Seitenansicht. Das Halteelement 6 ist in seiner Längsstellung 16 durch eine im Inneren
des Halteelements 6 befindliche Rastverbindung 20 feststellbar, die durch eine am
äußeren Ende 34 des Halteelements 6 angeordnete Betätigungsvorrichtung 45 betätigt
werden kann. In den Längsschnitten der Fig. 13 und Fig. 14 ist die Feststellung des
Halteelements 6 in der Längsstellung 16 mittels der Rastverbindung 20 dargestellt.
[0041] Das Halteelement 6 umfasst einen Halteteil 18 und einen Knickteil 19, die gegeneinander
um eine Knickachse 42 verschwenkbar sind, sodass der Knickteil 19 relativ zum Halteteil
18 knickbar ist, um das Halteelement 6 von seiner Längsstellung 16 in eine Knickstellung
17 zu bringen (siehe z.B. Fig. 10a). Im gezeigten Beispiel ist der Knickteil 19 um
die Knickachse 42 verschwenkbar am Halteteil 18 angeordnet. Der Halteteil 18 und der
Knickteil 19 umfassen jeweils zwei rohrförmige Stäbe 43. Durch eine Beabstandung der
Knickachse 42 von den Stabenden 44 ergibt sich eine begünstigte Kraftübertragung von
in den Halteteil 18 einwirkenden Kräften, wenn sich das Halteelement 6 in seiner Halteposition
15 befindet (siehe z.B. Fig. 11a).
[0042] Die Fig. 13 und 14 zeigen jeweils Längsschnitte des Halteelements 6, wodurch die
Funktionsweise der im Inneren des Halteelements 6 angeordneten Rastverbindung 20 ersichtlich
wird. Der Halteteil 18 umfasst zwei rohrförmige Stäbe 43, deren jeweils innerer Hohlraum
im Bereich eines dem Knickteil 19 zugewandten Stabendes 44 eine Aufnahme 22 für einen
aus dem Knickteil 19 in die Aufnahme 22 bewegbaren Rastbolzen 21 bildet. Der Knickteil
19 umfasst ebenfalls zwei rohrförmige Stäbe 43, in deren jeweils innerem Hohlraum
ein Rastbolzen 21 entlang des Knickteils 19 bewegbar gelagert ist. Die Rastbolzen
21 sind im gezeigten Beispiel über jeweils eine im Inneren eines Stabes 43 verlaufende
Stange 46 mit einer am äußeren Ende 34 des Halteelements 6 angeordneten Betätigungsvorrichtung
45 verbunden. Auf die Rastbolzen 21 wirkt jeweils eine ebenfalls im Inneren eines
Stabes 43 angeordnete Druckfeder 47, die bei Fehlen einer entsprechenden Gegenkraft
den Rastbolzen 21 in die korrespondierende Aufnahme 22 am entsprechenden Stab 43 des
Halteteils 18 drückt. Die Rastbolzen 21 und die Aufnahmen 22, in welche die Rastbolzen
21 einrasten können, bilden somit eine Rastverbindung 20, durch die der Knickteil
19 relativ zum Halteteil 18 feststellbar und somit das Halteelement 6 in seiner Längsstellung
16 feststellbar ist.
[0043] Die Rastbolzen 21 sind durch Betätigen der Betätigungsvorrichtung 45 aus den Stäben
43 des Knickteils 19 ausfahrbar und in die Aufnahmen 22 in den Stäben 43 des Halteteils
18 bewegbar. Im gezeigten Beispiel umfasst die Betätigungsvorrichtung 45 einen drehbar
gelagerten Drehbolzen 48 mit einem von seiner Mantelfläche abstehenden Führungszapfen
49 und eine den Drehbolzen 48 aufnehmende Hülse 50 mit einer an der Innenwandung der
Hülse 50 angeordneten wendelartigen Führungsnut 51 (strichliert angedeutet), in der
der Führungszapfen 49 des Drehbolzens 48 geführt wird. Durch eine Drehung des Drehbolzens
48 wird der Führungszapfen 49 entlang der wendelartigen Führungsnut 51 der Hülse 50
geführt, wodurch sich der Drehbolzen 48 zusätzlich zu seiner Drehbewegung auch translatorisch
bewegt. Mit anderen Worten bewirkt eine Betätigung der Betätigungsvorrichtung 45 in
Form einer Rotation des Drehbolzens 48 eine zusätzliche translatorische Bewegung des
Drehbolzens 48 entlang des Knickteils 19. Der Drehbolzen 48 ist drehbar gelagert an
einer plattenförmigen Halterung 52 angeordnet, an welcher auch die mit den Rastbolzen
21 verbundenen Stangen 46 angebracht sind. Durch die bei Drehung des Drehbolzens 48
hervorgerufene Translation des Drehbolzens 48 entlang des Knickteils 19 werden somit
auch die Rastbolzen 21 entsprechend entlang des Knickteils 19 bewegt. Die Betätigung
der Betätigungsvorrichtung 45 wird durch einen am Ende des Drehbolzens 48 angebrachten
Griff 53 erleichtert. Durch Einkerbungen in der Führungsnut 51, in die der Führungszapfen
49 einrasten kann, können zudem entsprechende Feststellungen der Rastbolzen 21 an
geeigneten Positionen ermöglicht werden.
[0044] Die Fig. 15a bis 15d zeigen Detailansichten eines weiteren möglichen Halteelements
6 während des Übergangs von seiner Längsstellung 16 zur Knickstellung 17. Das Halteelement
6 ist dabei ähnlich aufgebaut wie das Halteelement 6 der Fig. 12a bis Fig. 14 mit
dem Unterschied, dass das Betätigungselement 45 einen einfachen Ziehgriff 54 umfasst.
Der Ziehgriff 54 ist über Stangen 46 mit den Rastbolzen 21 verbunden. Die Stangen
46 weisen jeweils einen radial abstehenden Bund 55 auf, auf den jeweils eine Druckfeder
47 wirkt, die somit bei Fehlen einer entsprechenden Gegenkraft den entsprechenden
Rastbolzen 21 in die korrespondierende Aufnahme 22 am Halteteil 18 drückt. Durch Ziehen
am Ziehgriff 54 entgegen der Federkraft der Druckfedern 47 können die Rastbolzen 21
aus ihren korrespondierenden Aufnahmen 22 gezogen werden und somit die Rastverbindung
20 gelöst werden. Nach dem Lösen der Rastverbindung 20 kann der Knickteil 19 relativ
zum Halteteil 18 geknickt werden und somit das Halteelement 6 in seine Knickstellung
17 übergeführt werden.
[0045] An ihrem äußeren Ende weisen die Rastbolzen 21 Zapfen 56 auf, die in der Knickstellung
17 des Halteelements 6 in korrespondierende Ausnehmungen 57 an der Oberfläche des
Halteteils 18 eingerastet werden können, um das Halteelement 6 in der Knickstellung
17 festzustellen und unerwünschte Pendelbewegungen zwischen Halteteil 18 und Knickteil
19 zu verhindern. Durch die gezeigte druckfederbeaufschlagte Ausführung der Rastbolzen
21 mittels Druckfedern 47 rasten die Zapfen 56 der Rastbolzen 21 in Knickstellung
17 des Halteelements 6 automatisch in die Ausnehmungen 57 ein.
1. Vorrichtung zum Herstellen eines großflächigen, insbesondere wenigstens eine Betonschicht
(1) umfassenden, Fertigwandteils (2) auf einer bewegbaren Formenpalette (3), wobei
die Vorrichtung die bewegbare Formenpalette (3) und eine mit der Formenpalette (3)
verbindbaren Wendevorrichtung (4) zum Wenden der Formenpalette (3) umfasst, wobei
die Wendevorrichtung (4) mit einer Spannvorrichtung (5) umfassend wenigstens ein Halteelement
(6) ausgestattet ist, wobei das Halteelement (6) um eine im Wesentlichen parallel
zu einer Oberfläche (7) der Formenpalette (3) verlaufenden Verschwenkachse (8) schwenkbar
an der Spannvorrichtung (5) angeordnet ist, wobei durch Verschwenken des Halteelements
(6) um seine Verschwenkachse (8) ein Ende (9) des Halteelements (6) am Fertigwandteil
(2) anpressbar ist, wobei der Fertigwandteil (2) an der Formenpalette (3) lagestabil
fixierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fixierung von unterschiedlich dicken Fertigwandteilen (2) an der Formenpalette
(3) die Spannvorrichtung (5) bewegbar an der Wendevorrichtung (4) angeordnet ist,
wobei ein im Wesentlichen senkrecht zur Verschwenkachse (8) verlaufender Abstand (10)
zwischen der Wendevorrichtung (4) und der Verschwenkachse (8) für das Halteelement
(6) einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (5) im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche (7) der Formenpalette
(3) verschiebbar an der Wendevorrichtung (4) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (5) stufenlos und/oder antriebsgestützt bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Wendevorrichtung (4) wenigstens ein Distanzhalter (11) zum Einstellen einer
Distanz der Formenpalette (3) zu einer an einem Anschlag (12) des Distanzhalters (11)
anordenbaren zweiten Formenpalette (3') angeordnet ist, wobei der Distanzhalter (11)
bewegbar an der Wendevorrichtung (4) angeordnet ist, wobei eine im Wesentlichen senkrecht
zur Verschwenkachse (8) verlaufende Anschlagsdistanz (13) zwischen der Wendevorrichtung
(4) und dem Anschlag (12) des Distanzhalters (11) einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzhalter (11) im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche (7) der Formenpalette
(3) verschiebbar an der Wendevorrichtung (4) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzhalter (11) stufenlos und/oder antriebsgestützt bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (10) zwischen der Wendevorrichtung (4) und der Verschwenkachse (8) unabhängig
von der Anschlagsdistanz (13) zwischen der Wendevorrichtung (4) und dem Anschlag (12)
des Distanzhalters (11) einstellbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) von einer Freigabeposition (14) zu einer Halteposition (15)
bewegbar ist, wobei das Halteelement (6) translatorisch bewegbar an der Spannvorrichtung
(5) angeordnet ist, wobei vorzugsweise das Halteelement (6) im Wesentlichen parallel
zur Oberfläche (7) der Formenpalette (3) bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) im Wesentlichen stabförmig ausgebildet ist, wobei das Halteelement
(6) von einer Längsstellung (16) in eine Knickstellung (17) knickbar ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) einen Halteteil (18) und einen Knickteil (19) umfasst, wobei
der Knickteil (19) relativ zum Halteteil (18) knickbar ist, wobei vorzugsweise der
Knickteil (19) um eine Knickachse (42) verschwenkbar am Halteteil (18) angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) in der Längsstellung (16) und/oder der Knickstellung (17) feststellbar
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) eine Rastverbindung (20) umfasst, wobei durch die Rastverbindung
(20) der Knickteil (19) relativ zum Halteteil (18) feststellbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverbindung (20) wenigstens einen am Knickteil (19) angeordneten, vorzugsweise
druckfederbeaufschlagten, Rastbolzen (21) und wenigstens eine zumindest teilweise
den Rastbolzen (21) aufnehmende Aufnahme (22) am Halteteil (18) umfasst, wobei der
Rastbolzen (21) in die Aufnahme (22) bewegbar ist, wobei vorzugsweise der wenigstens
eine Rastbolzen (21) entlang des Knickteils (19) bewegbar am oder im Knickteil (19)
angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feststellung des Halteelements (6) in der Längsstellung (16) der Halteteil (18)
wenigstens einen Stab (43) mit einer Aufnahme (22) für einen aus dem Knickteil (19)
in die Aufnahme (22) bewegbaren Rastbolzen (21) umfasst, wobei vorzugsweise die Knickachse
(42) beabstandet von einem dem Knickteil (19) zugewandten Stabende (44) des Stabs
(43) angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Rastbolzen (21), vorzugsweise über eine Stange (46), mit einer
an einem äußeren Ende (34) des Knickteils (19) angeordneten Betätigungsvorrichtung
(45) verbunden ist, wobei durch Betätigen der Betätigungsvorrichtung (45) der wenigstens
eine Rastbolzen (21) bewegbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (45) einen Ziehgriff (54) umfasst, wobei durch eine Zugbewegung
oder Schubbewegung am Ziehgriff (54) der wenigstens eine Rastbolzen (21) bewegbar
ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (45) einen drehbar gelagerten Drehbolzen (48) umfasst,
wobei durch Drehen des Drehbolzens (48) der wenigstens eine Rastbolzen (21) bewegbar
ist.
1. Apparatus for producing a large-area prefabricated wall portion (2) including in particular
at least one concrete layer (1) on a moveable mould pallet (3), wherein the apparatus
includes the moveable mould pallet (3) and a turning device (4) which can be connected
to the mould pallet (3) for turning the mould pallet (3), wherein the turning device
(4) is equipped with a clamping device (5) including at least one holding element
(6), wherein the holding element (6) is arranged on the clamping device (5) pivotably
about a pivot axis (8) extending substantially parallel to a surface (7) of the mould
pallet (3), wherein by pivotal movement of the holding element (6) about its pivot
axis (8) an end (9) of the holding element (6) can be pressed against the prefabricated
wall portion (2), wherein the prefabricated wall portion (2) can be fixed in a stable
position on the mould pallet (3), characterised in that for fixing prefabricated wall portions (2) of differing thicknesses to the mould
pallet (3) the clamping device (5) is arranged moveably on the turning device (4),
wherein a spacing (10) extending substantially perpendicularly to the pivot axis (8)
between the turning device (4) and the pivot axis (8) for the holding element (6)
is adjustable.
2. Apparatus according to claim 1 characterised in that the clamping device (5) is arranged on the turning device (4) displaceably substantially
perpendicularly to the surface (7) of the mould pallet (3).
3. Apparatus according to claim 1 or claim 2 characterised in that the clamping device (5) is moveable steplessly and/or drive-supportedly.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3 characterised in that arranged on the turning device (4) is at least one spacer (11) for adjusting a spacing
of the mould pallet (3) relative to a second mould pallet (3') which can be arranged
at an abutment (12) of the spacer (11), wherein the spacer (11) is arranged moveably
on the turning device (4), wherein an abutment spacing (13) extending substantially
perpendicularly to the pivot axis (8) between the turning device (4) and the abutment
(12) of the spacer (11) is adjustable.
5. Apparatus according to claim 4 characterised in that the spacer (11) is arranged on the turning device (4) displaceably substantially
perpendicularly to the surface (7) of the mould pallet (3).
6. Apparatus according to claim 4 or claim 5 characterised in that the spacer (11) is moveable steplessly and/or drive-supportedly.
7. Apparatus according to one of claims 4 to 6 characterised in that the spacing (10) between the turning device (4) and the pivot axis (8) is adjustable
independently of the abutment spacing (13) between the turning device (4) and the
abutment (12) of the spacer (11).
8. Apparatus according to one of claims 1 to 7 characterised in that the holding element (6) is moveable from a release position (14) to a holding position
(15), wherein the holding element (6) is arranged on the clamping device (4) moveably
with a translation movement, wherein preferably the holding element (6) is moveable
substantially parallel to the surface (7) of the mould pallet (3).
9. Apparatus according to one of claims 1 to 8 characterised in that the holding element (6) is of a substantially bar-shaped configuration, wherein the
holding element (6) is adapted to be bendable from a longitudinal position (16) into
a bent position (17).
10. Apparatus according to claim 9 characterised in that the holding element (6) includes a holding portion (18) and a bending portion (19),
wherein the bending portion (19) is bendable relative to the holding portion (18),
wherein preferably the bending portion (19) is arranged on the holding portion (18)
pivotably about a bending axis (42).
11. Apparatus according to claim 9 or claim 10 characterised in that the holding element (6) can be secured in the longitudinal position (16) and/or the
bending position (17).
12. Apparatus according to claim 11 characterised in that the holding element (6) includes a latching connection (20), wherein the bending
portion (19) can be secured relative to the holding portion (18) by the latching connection
(20).
13. Apparatus according to claim 12 characterised in that the latching connection (20) includes at least one latching pin (21) which is arranged
on the bending portion (19) and is preferably compression spring-loaded and at least
one receiving means (22) on the holding portion (18), that at least partially receives
the latching pin (21), wherein the latching pin (21) is moveable into the receiving
means (22), wherein preferably the at least one latching pin (21) is arranged on or
in the bending portion (19) moveably along the bending portion (19).
14. Apparatus according to claim 13 characterised in that for securing the holding element (6) in the longitudinal position (16) the holding
portion (18) includes at least one bar (43) having a receiving means (22) for a latching
pin (21) moveable out of the bending portion (19) into the receiving means (22), wherein
preferably the bending axis (42) is arranged spaced from an end (44) of the bar (43),
that is towards the bending portion (19).
15. Apparatus according to claim 13 or claim 14 characterised in that the at least one latching pin (21) is connected preferably by way of a rod (46) to
an actuating device (45) arranged at an outer end (34) of the bending portion (19),
wherein the at least one latching pin (21) is moveable by actuation of the actuating
device (45).
16. Apparatus according to claim 15 characterised in that the actuating device (45) includes a pulling handle (54), wherein the at least one
latching pin (21) is moveable by a pulling movement or a pushing movement on the pulling
handle (54).
17. Apparatus according to claim 15 characterised in that the actuating device (45) includes a rotatably mounted rotational pin (48), wherein
the at least one latching pin (21) is moveable by rotation of the rotational pin (48).
1. Dispositif pour la fabrication d'une partie de mur préfabriqué (2) de grande surface,
comprenant plus particulièrement au moins une couche de béton (1), sur une palette
de moulage mobile (3), dans lequel le dispositif comprend la palette de moulage mobile
(3) et un dispositif de retournement (4) pouvant être relié à la palette de moulage
(3) pour retourner la palette de moulage (3), dans lequel le dispositif de retournement
(4) est équipé d'un dispositif tendeur (5) comprenant au moins un élément de retenue
(6), dans lequel l'élément de retenue (6) est disposé sur le dispositif tendeur (5)
en pouvant pivoter autour d'un axe de pivotement (8) passant essentiellement en parallèle
d'une surface (7) de la palette de moulage (3), dans lequel par le pivotement de l'élément
de retenue (6) autour de son axe de pivotement (8), une extrémité (9) de l'élément
de retenue (6) peut être pressée sur la partie de mur préfabriqué (2), dans lequel
la partie de mur préfabriqué (2) peut être fixée en position stable sur la palette
de formage (3), caractérisé en ce que pour la fixation de parties de mur préfabriqué (2) d'épaisseur variable sur la palette
de moulage (3), le dispositif tendeur (5) est disposé de façon mobile sur le dispositif
de retournement (4), dans lequel un écartement (10) passant essentiellement de façon
perpendiculaire à l'axe de pivotement (8) peut être réglé entre le dispositif de retournement
(4) et l'axe de pivotement (8) pour l'élément de retenue (6).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif tendeur (5) est disposé essentiellement de façon perpendiculaire à
la surface (7) de la palette de moulage (3) en étant déplaçable sur le dispositif
de retournement (4). ;
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif tendeur (5) est mobile en continu et / ou par entraînement.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que sur le dispositif de retournement (4) est disposé au moins un écarteur (11) pour
régler une distance de la palette de moulage (3) par rapport à une deuxième palette
de moulage (3') pouvant être disposée sur une butée (12) de l'écarteur (11), dans
lequel l'écarteur (11) est disposé de façon mobile sur le dispositif de retournement
(4), dans lequel une distance de butée (13) passant essentiellement de façon perpendiculaire
à l'axe de pivotement (8) peut être réglée entre le dispositif de retournement (4)
et la butée (12) de l'écarteur (11).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'écarteur (11) est disposé en pouvant être déplacé sur le dispositif de retournement
(4), essentiellement de façon perpendiculaire à la surface (7) de la palette de moulage
(3).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'écarteur (11) est mobile en continu et / ou par entraînement.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que l'écartement (10) entre le dispositif de retournement (4) et l'axe de pivotement
(8) peut être réglé indépendamment de la distance de butée (13) entre le dispositif
de retournement (4) et la butée (12) de l'écarteur (11).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément de retenue (6) est mobile d'une position de libération (14) à une position
de retenue (15), dans lequel l'élément de retenue (6) est disposé en étant mobile
en translation sur le dispositif tendeur (5), dans lequel, de préférence, l'élément
de retenue (6) est mobile essentiellement de façon parallèle à la surface (7) de la
palette de moulage (3).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de retenue (6) est conçu essentiellement en forme de tige, dans lequel
l'élément de retenue (6) est conçu en pouvant être replié d'une position longitudinale
(16) à une position de pliage (17).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de retenue (6) comprend une partie de retenue (18) et une partie articulée
(19), dans lequel la partie articulée (19) peut être pliée par rapport à la partie
de retenue (18), dans lequel, de préférence, la partie articulée (19) est disposée
en pouvant pivoter autour d'un axe d'articulation (42) sur la partie de retenue (18).
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que l'élément de retenue (6) peut être bloqué dans la position longitudinale (16) et
/ ou la position de pliage (17).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'élément de retenue (6) comprend une liaison par encliquetage (20), dans lequel
la partie articulée (19) peut être bloquée par rapport à la partie de retenue (18)
par la liaison par encliquetage (20).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que la liaison par encliquetage (20) comprend au moins un boulon d'arrêt (21) disposé
sur la partie articulée (19), de préférence sollicité par un ressort de pression,
et au moins un logement (22) logeant au moins partiellement le boulon d'arrêt (21)
sur la partie de retenue (18), dans lequel le boulon d'arrêt (21) est mobile dans
le logement (22), dans lequel de préférence le au moins un boulon d'arrêt (21) est
disposé le long de la partie articulée (19) en étant mobile sur ou dans la partie
articulée (19).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que pour la fixation de l'élément de retenue (6) dans la position longitudinale (16),
la partie de retenue (18) comprend au moins une tige (43) avec un logement (22) pour
un boulon d'arrêt (21) mobile depuis la partie articulée (19) dans le logement (22),
dans lequel de préférence l'axe d'articulation (42) est disposé à une certaine distance
d'une extrémité de tige (44), orientée vers la partie articulée (19), de la tige (43).
15. Dispositif selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que le au moins un boulon d'arrêt (21) est relié, de préférence par une barre (46), à
un dispositif d'actionnement (45) disposé sur une extrémité externe (34) de la partie
articulée (19), dans lequel le au moins un boulon d'arrêt (21) est mobile par actionnement
du dispositif d'actionnement (45).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement (45) comprend une poignée de traction (54), dans lequel
par un mouvement de traction ou un mouvement de poussée sur la poignée de traction
(54) le au moins un boulon d'arrêt (21) est mobile.
17. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement (45) comprend un pivot (48) logé de façon rotative,
dans lequel le au moins un boulon d'arrêt (21) est mobile par rotation du pivot (48).
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