[0001] Die Erfindung betrifft einen flächigen Substratbogen für die Herstellung von Sicherheits-
und Wertdokumenten, mit zwei gegenüberliegenden Hauptflächen und mit Ecken und die
Ecken verbindenden Seitenrändern, welche einen umlaufenden Rand des Substratbogens
bilden.
[0002] Der Begriff Substratbogen bezeichnet in der vorliegenden Anmeldung einen Bogen eines
für die Herstellung von Sicherheits- und Wertdokumenten geeigneten Substratmaterials,
wie etwa einen Papierbogen oder einen Folienverbundbogen (Hybridbogen), der aus mehreren,
einander abwechselnden Folien- und Papierschichten besteht.
[0003] Bei der Verarbeitung solcher Substratbogen kann es in manchen Fällen, beispielsweise
bei der Bedruckung von Folienverbundbogen im Stahldruck, zu einer sogenannten Fallschirmbildung
in der Auslage kommen. Dabei segelt der bedruckte Bogen nicht plan in die Auslage,
sondern die Ecken fallen zuerst nach unten. Dies hat Nachteile für das Ablegeverhalten
der Bogen, da die Ecken mit relativ hohem Druck über die frische Farbe des darunterliegenden
Bogens gleiten. Dies birgt die Gefahr, dass die Farben verschmieren und auf dem gegenüberliegenden
Bogen ablegen. Reduzierte Stapelhöhen und Anlagegeschwindigkeiten führen in der Folge
zu einer reduzierten Produktivität.
[0004] Aus
EP 1800891 A1 ist ein Sicherheitsdokument, beispielsweise eine Banknote, bekannt, bei dem im Bereich
der Ränder ein linienförmiges Muster aus blindgeprägten oder farbig geprägten Strukturen
angeordnet ist, um die Ränder des Sicherheitsdokuments zu verstärken.
[0005] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Stands
der Technik zu vermeiden und insbesondere die Produktivität bei der Bearbeitung von
Substratbogen zu erhöhen, idealerweise verbunden mit einem verbesserten Planlageverhalten
der Bogen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Gemäß der Erfindung weist ein flächiger Substratbogen der eingangs genannten Art
auf zumindest einer Hauptfläche zumindest im Bereich des Rands des Substratbogens
eine Stabilisierungsschicht zur mechanischen Stabilisierung des Substratbogens auf.
[0008] Dabei kann die Stabilisierungsschicht in einer vorteilhaften Erfindungsvariante entlang
des gesamten umlaufenden Rands des Substratbogens vorgesehen sein, um den Bogen gleichmäßig
zu stabilisieren. In einer anderen, ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante ist
die Stabilisierungsschicht im Bereich des Rands des Substratbogens nur an den Ecken
des Substratbogens vorgesehen, und dient dann insbesondere der Eckenstabilisierung.
In einer weiteren vorteilhaften Variante ist die Stabilisierungsschicht im Bereich
des Rands des Substratbogens nur an zwei Ecken und dem die zwei Ecken verbindenden
Seitenrand vorgesehen, und dient dann insbesondere der Kantenstabilisierung, wobei
eine Stabilisierung der in Prozessrichtung liegenden Vorderkante besonders zu einem
verbesserten Ablageverhalten beiträgt. In einer weiteren vorteilhaften Erfindungsvariante
liegt die Stabilisierungsschicht im Bereich des Rands des Substratbogens in Form einer
Vielzahl schräger Streifen vor, die beabstandet entlang des umlaufenden Rands des
Substratbogens angeordnet sind.
[0009] Es versteht sich, dass die Stabilisierungsschicht nicht ausschließlich im Randbereich
des Substratbogens vorliegen muss, sondern dass die Stabilisierungsschicht daneben
auch im Inneren des Substratbogens liegende Teilbereiche aufweisen kann. Diese inneren
Teilbereiche dienen insbesondere der Stabilisierung von auf dem Substratbogen angeordneten
Einzelnutzen nach deren Vereinzelung.
[0010] Der im Randbereich des Substratbogens vorgesehene Teilbereich der Stabilisierungsschicht
liegt mit Vorteil außerhalb von auf dem Substratbogen angeordneten Einzelnutzen, so
dass er in einem späteren Verfahrensschritt beim Schneiden des Substratbogens ohne
Weiteres entfernt werden kann. Dagegen bleiben die inneren Teilbereiche der Stabilisierungsschicht
in der Regel nach dem Schneiden des Substratbogens Bestandteil der vereinzelten Einzelnutzen
und dienen vorrangig deren Stabilisierung. Bei geeigneter Gestaltung können diese
Teilbereiche auch als Designelemente in die Einzelnutzen integriert werden, wie weiter
unten genauer erläutert.
[0011] Die Stabilisierungsschicht kann auf nur einer der beiden Hauptflächen oder auch auf
beiden Hauptflächen des Substratbogens vorgesehen sein. Bei zweiseitiger Bedruckung
eines Substratbogens wird vorzugsweise auch die Stabilisierungsschicht auf beide Hauptflächen
aufgebracht.
[0012] In einer vorteilhaften Gestaltung ist vorgesehen, dass die Stabilisierungsschicht
eine konstante Dicke aufweist.
[0013] Die Stabilisierungsschicht ist mit Vorteil durch eine Druckschicht, insbesondere
durch einen Farb- oder Lackaufdruck gebildet. Als Druckverfahren kommen beispielsweise
Tief-, Flexo- oder Stahldruck in Frage. Bevorzugtes Druckverfahren ist derzeit allerdings
das Siebdruckverfahren, da sich damit hohe Schichtstärken bei hohen Viskositäten bzw.
einem hohen Festkörperanteil erzielen lassen.
[0014] Die zum Aufdrucken verwendeten Lacke können transparent oder farbig sein. Insbesondere
bei Hybridbogen lassen sich beim Aufdruck der Stabilisierungsschicht auf die Papierschicht
optional zusätzliche Sicherheitsmerkmale bzw. Sicherheitsdrucke einbringen. Eine Stabilisierungsschicht
mit einer relativ hohen Schichtstärke kann auch nach Kaschierung noch taktil erfassbar
sein und so beispielsweise ein taktiles Sicherheitsmerkmal bilden.
[0015] Insbesondere beim Aufdrucken auf eine Papierschicht, etwa einen Papierbogen oder
die Papierschicht eines Hybridbogens, kann es von Vorteil sein, wenn das Material
der Stabilisierungsschicht teilweise in die Papierschicht eindringt. Dies kann beispielsweise
bei Aufdrucken durch die Verwendung wasserbasierender Lacke oder lösemittelbasierender
Systeme erreicht werden. Lösungsmittelfreie Systeme, wie etwa 100 % UV-Lacke, sind
dagegen insbesondere dann bevorzugt, wenn große Schichtdicken gewünscht sind. Die
verwendeten Lacke zeichnen sich vorteilhaft durch eine hohe Flexibilität und Reißfähigkeit
aus. Es ist in der Regel auch vorteilhaft, wenn sich der Lack nach dem Aufdruck wenig
fließfähig verhält.
[0016] Anstatt durch eine Druckschicht kann die Stabilisierungsschicht auch durch eine Düsenauftragsschicht
gebildet sein. Dabei können beispielsweise niedrigviskose Klebstoffe verwendet und
durch einen Düsenauftrag aufgebracht werden, welche in eine Papierschicht des Substratbogens
eindringen. Neben der Stabilisierung kann das Eindringen der Klebstoffe eine sichtbare
Transparentisierung der Papierschicht zur Folge haben.
[0017] In vorteilhaften Gestaltungen ist die Stabilisierungsschicht zumindest in Teilbereichen,
gegebenenfalls auch vollständig, direkt auf dem Substratbogen, insbesondere einem
Papierbogen, aufgebracht. Dabei kann es von Vorteil sein, wenn die Stabilisierungsschicht
im Kontaktbereich mit dem Substratbogen, insbesondere einem Papierbogen, teilweise
in diesen eingedrungen ist.
[0018] In anderen, ebenfalls vorteilhaften Gestaltungen ist die Stabilisierungsschicht zumindest
in Teilbereichen, gegebenenfalls auch vollständig, durch eine oder mehrere Zwischenschichten
von dem Substratbogen getrennt. Zumindest eine Zwischenschicht ist dabei mit Vorteil
durch eine Folie, einen Kaschierklebstoff und/ oder eine Farbannahmeschicht gebildet.
[0019] Es versteht sich, dass die erfindungsgemäße Stabilisierungsschicht auf zumindest
einer Hauptfläche des Substratbogens angeordnet sein kann und zugleich in einem Bereich
angeordnet sein kann, der durch eine oder mehrere Zwischenschichten vom Substratbogen
getrennt ist. Z.B. kann im Fall eines Folienverbundbogens (Hybridbogen) die Stabilisierungsschicht
auf zumindest einer Hauptfläche des Substratbogens angeordnet sein und des Weiteren
auch auf zumindest einer Folie oder zumindest einer Farbannahmeschicht. Der Grund
für die besonders gute Stabilisierung dieser Ausführungsform wird nach derzeitiger
Auffassung darin gesehen, dass insgesamt relativ hohe Mengen an Stabilisierungsschicht
auf den Substratbogen in verschiedenen Bereichen bzw. auf verschiedene Schichten des
Substratbogens aufgebracht werden. Bei solchen Ausführungsformen ist die Stabilisierung
des Substratbogens daher außerordentlich gut, d.h. Effekte, wie die weiter oben genannte
Fallschirmbildung werden im Wesentlichen vollständig verhindert.
[0020] Der Substratbogen ist insbesondere ein Papierbogen, die Papierschicht eines Folienverbundbogens
(Hybridbogen) oder ein Folienverbundbogen (Hybridbogen), vorzugsweise mit einem Schichtaufbau
Folie/Papier/Folie oder Papier/Folie/Papier. An dieser Stelle sei angemerkt, dass
mehrschichtige Verbundbogen, die wenigstens eine Papierschicht aufweisen, im Weiteren
als "Folienverbundbogen" oder "Hybridbogen" bezeichnet werden. In entsprechender Weise
wird beispielsweise bei einer Banknote, die wenigstens eine Schicht aus Papier und
zumindest eine weitere Schicht aus Folie aufweist, von einer "Folienverbund-Banknote"
oder einer "Hybridbanknote" gesprochen. Die Verwendung der Begriffe "Folienverbund"
oder "Hybrid" ist demnach im Rahmen der vorliegenden Anmeldung als Synonym aufzufassen.
[0021] Als Polymersubstrat ist es ferner denkbar, ein einschichtiges Polymersubstrat, z.B.
aus BOPP oder PET, sowie andere Polymere bzw. vernetzte Polyolefine oder vernetzte
Polyamide einzusetzen.
[0022] Sofern das Substrat nicht zumindest eine Papierschicht aufweist, wird im Rahmen der
vorliegenden Anmeldung von einem "Polymersubstrat", insbesondere einer "Polymerbanknote"
gesprochen. Ein solches Polymersubstrat kann einschichtig oder mehrschichtig ausgebildet
sein. Beispielsweise kann ein solches Polymersubstrat aus zwei miteinander verbundenen
Polymerbahnen aus biaxial gerecktem Polyolefin, insbesondere biaxial gerecktem Polypropylen
(BOPP) ausgebildet sein. Denkbar ist aber auch ein Polymerverbund aus insgesamt drei
Lagen, wobei die mittlere Polymerbahn aus BOPP gebildet wird, während die auf beiden
Seiten dieser mittleren Bahn aufgebrachten äußeren Folienbahnen aus PET gebildet werden
(Schichtenfolge: PET/BOPP/PET). Für solche Polymersubstrate ist ein Eindringen der
Stabilisierungsschicht in das Polymersubstrat, wie weiter unten mit Bezug auf die
Folienlage eines Folienverbundsubstrats erläutert, in der Regel nicht möglich.
[0023] Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Stabilisierungsschicht werden insbesondere
folgende Vorteile erreicht:
- eine Vermeidung von Fallschirmbildung insbesondere im Stichdruck;
- eine Reduzierung des Ablegens, insbesondere von Offset- und Stahldruckfarben;
- eine bessere Planlage in der Auslage von Druckmaschinen; und
- ein besseres Gleitverhalten der Bogen.
[0024] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch einen Papierbogen nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt des Bogens von Fig. 1 im Randbereich entlang der Linie II-II,
- Fig. 3 bis 6
- Querschnitte wie in Fig. 2 für andere Ausführungsbeispiele der Erfindung,
- Fig. 7
- in (a) bis (c) weitere, durch Stabilisierungsschichten stabilisierte Gestaltungen
erfindungsgemäßer Papierbogen.
[0026] Die Erfindung wird nun am Beispiel von Papierbogen für die Herstellung von Banknoten
erläutert. Figuren 1 und 2 zeigen dazu schematisch einen Papierbogen 10, der eine
Mehrzahl von Einzelnutzen 12 trägt, die späteren geschnittenen Banknoten entsprechen.
Dabei zeigt Fig. 1 den Papierbogen 10 in Aufsicht, und Fig. 2 zeigt einen Querschnitt
des Bogens im Randbereich entlang der Linie II-II von Fig. 1.
[0027] Wie in den Figuren 1 und 2 erkennbar, weist der Papierbogen 10 gegenüberliegende
erste und zweite Hauptflächen 14,16, vier Ecken 18 und vier die Ecken verbindende
Seitenränder 20 auf. Die Ecken und Seitenränder bilden einen umlaufenden Rand 22 des
Papierbogens 10. Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf die erste Hauptfläche 14, die die
Vorderseite des Papierbogens 10 und auch der aus den Einzelnutzen 12 hergestellten
Banknoten darstellt. Auf dieser ersten Hauptfläche 14 des Papierbogens 10 ist eine
erfindungsgemäße Stabilisierungsschicht 24 aufgebracht, die entlang des gesamten umlaufenden
Rands 22 des Substratbogens verläuft.
[0028] Durch die umlaufende Stabilisierungsschicht 24 wird der Papierbogen 10 mechanisch
stabilisiert und dadurch die oben angesprochene Fallschirmbildung bei der Verarbeitung
vermieden. Zudem kann durch die Stabilisierungsschicht 24 das Ablegen etwa von Offset-
und Stahldruckfarben reduziert werden. Auch wird eine bessere Planlage in der Auslage
von Druckmaschinen und ein besseres Gleitverhalten der Bogen erreicht.
[0029] Die Stabilisierungsschicht 24 liegt außerhalb der Einzelnutzen 12 und wird in einem
späteren Verfahrensschritt beim Schneiden des Papierbogens 10 in die Einzelnutzen
12 entfernt.
[0030] Im Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 wurde zur Erzeugung der Stabilisierungsschicht
24 im Randbereich 22 des Bogens im Siebdruckverfahren ein Lack 26 oder eine Farbe
aufgedruckt. Die Dicke des Aufdrucks (Farbmenge) und die physikalischen Eigenschaften
der gegebenenfalls ausgehärteten Schicht (flexibel, spröde, Vernetzungsgrad, lösemittelhaltig,
lösemittelfrei, etc.) können entsprechend der gewünschten Schichteigenschaften gewählt
werden. Auch auf den Zeitpunkt des Auftragens ist zu achten, insbesondere ob der Auftrag
auf Rohpapier, auf Verbundfolie oder auf fertiges Hybrid mit Farbannahmeschicht erfolgt.
[0031] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist der Lack 26 ohne Zwischenschichten direkt
auf das Rohpapier 30 aufgebracht, so dass der Lack in einem Oberflächenbereich 32
in das Papier eindringen kann und so die Papierfasern stärker fixiert. Über der Stabilisierungsschicht
24 sind eine Folie 34 mit Kaschierklebstoff und eine Farbannahmeschicht 36 vorgesehen.
[0032] Anstatt die Stabilisierungsschicht nur auf einer Hauptfläche des Bogens aufzubringen,
kann auch auf beiden Hauptflächen 14,16 des Papierbogens 10 eine Stabilisierungsschicht
24 vorgesehen sein, wie im Querschnitt der Fig. 3 illustriert. In diesem Ausführungsbeispiel
wurde die Stabilisierungsschicht 24 der beiden Hauptflächen durch das Aufdrucken einer
Druckfarbe 40 im Siebdruck erzeugt. Durch den Einsatz des Siebdruckverfahrens lassen
sich hohe Schichtstärken bei hohen Viskositäten bzw. einem hohen Festkörperanteil
erzielen. Ähnlich wie bei der Gestaltung der Fig. 2 dringt die Druckfarbe 40 in einen
Oberflächenbereich 32, etwa in das Rohpapier 30 des Papierbogens, ein und fixiert
dadurch die Papierfasern. Auf beiden Hauptflächen 14, 16 sind über der Stabilisierungsschicht
24 jeweils eine Folie 34 mit Kaschierklebstoff und eine Farbannahmeschicht 36 aufgebracht.
[0033] Die Variante der Fig. 4 entspricht weitgehend der bei Fig. 3 gezeigten Ausgestaltung,
wobei die Stabilisierungsschicht 24 allerdings im Unterschied zur Fig. 3 durch einen
stark eindringenden Aufdruck 42 gebildet ist.
[0034] Dies kann beispielsweise durch die Verwendung eines wasserbasierten Lacks oder auch
durch die Verwendung lösungsmittelbasierter Systeme erreicht werden. Wie aus Fig.
4 ersichtlich, dringt das Material des Aufdrucks 42 und damit die Stabilisierungsschicht
24 insgesamt in einem tiefen Eindringbereich 44 in das Rohpapier 30 ein. Die gewünschte
mechanische Stabilisierung wird dadurch erreicht, ohne dass ein dicker Schichtauftrag
auf der Oberfläche des Bogens erzeugt wird. Dies kann insbesondere dann von Nutzen
sein, wenn die Stabilisierungsschicht 24 auch Teilbereiche im Inneren des Papierbogens
und insbesondere im Bereich der Einzelnutzen 12 aufweist, die in den fertigen Banknoten
verbleiben sollen.
[0035] An dieser Stelle sei zur Eindringtiefe der Stabilisierungsschicht angemerkt, dass
diese von vielen Einflussfaktoren abhängt, z.B. der Qualität des eingesetzten Substrats,
insbesondere Papiers, sowie der Qualität des als Stabilisierungsschicht eingesetzten
Aufdrucks, insbesondere des verwendeten Lacks. Ferner hängt die Eindringtiefe auch
von der Menge des auf das zu stabilisierende Substrat aufgebrachten Materials ab,
insbesondere der Menge des aufgebrachten stabilisierenden Lacks. Ein weiterer Faktor
für die Eindringtiefe ist die Zeit bis zur Härtung der stabilisierenden Schicht nach
der Aufbringung, da ab einem gewissen Härtungsgrad ein weiteres Eindringen der Stabilisierungsschicht
in das zu stabilisierende Substrat nicht mehr möglich ist. Ganz allgemein kann zur
Eindringtiefe allerdings noch gesagt werden, dass diese von jeder Seite des Substrats
so groß sein kann, dass sich die stabilisierenden Schichten, die auf den zwei gegenüberliegenden
Hauptflächen des Substrats aufgebracht sind, im Inneren des Substrats überlappen.
D.h., die Stabilisierungsschicht durchdringt die gesamte Substratdicke bei einer solchen
besonders bevorzugten Ausführungsform.
[0036] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5, dessen Aufbau grundsätzlich dem Aufbau des
Ausführungsbeispiels der Fig. 3 folgt, ist die Stabilisierungsschicht 24 nicht direkt
auf den Papierbogen 10 aufgebracht, sondern ist zwischen einer auf dem Papierbogen
10 aufgebrachten Folie 34 und der Farbannahmeschicht 36 angeordnet. In dieser Variante
dringt die Stabilisierungsschicht 24 nicht in den Papierbogen 10 ein.
[0037] Eine weitere Möglichkeit, die Stabilisierungsschicht 24 anzuordnen, ist in Fig. 6
gezeigt, wo die Stabilisierungsschicht 24 sowohl durch eine Folie 34 als auch durch
eine Farbannahmeschicht 36 vom Papierbogen 10 getrennt ist. Auch bei dieser Variante
dringt die Stabilisierungsschicht 24 nicht in den Papierbogen 10 ein.
[0038] Fig. 7 zeigt drei weitere, durch Stabilisierungsschichten 24 mechanisch stabilisierte
Gestaltungen von Papierbogen 10. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 7(a) sind nur
die Eckbereiche 50 des Papierbogens 10 mit der Stabilisierungsschicht 24 versehen.
Auch die in den Eckbereichen 50 vorliegende Stabilisierungsschicht 24 liegt außerhalb
der Einzelnutzen 12 und wird in einem späteren Verfahrensschritt entfernt.
[0039] Mit Bezug auf die Darstellung der Fig. 7(b) kann die Stabilisierungsschicht 24 in
einer alternativen Gestaltung beispielsweise auch nur an den beiden oben Ecken 52
und an dem zwischen diesen Ecken verlaufenden Seitenrand 54 vorgesehen sein. Dadurch
wird die Vorderkante des Papierbogens 10 für die Ablage stabilisiert.
[0040] In einer weiteren, in Fig. 7(c) gezeigten Gestaltung liegt die Stabilisierungsschicht
24 in Form einer Vielzahl schräger Streifen 56 vor, die beabstandet entlang des umlaufenden
Rands 22 des Papierbogens 10 um die Einzelnutzen 12 herum angeordnet sind und dadurch
den Bogenrand mechanisch stabilisieren. Durch die Breite und den Abstand der einzelnen
Streifen 56 voneinander kann das zusätzliche Flächengewicht und damit die Wirkung
der Stabilisierungsschicht nach Wunsch variiert und eingestellt werden, so dass einem
unterschiedlichen Ablageverhalten verschiedener Papierbogen ohne weiteres Rechnung
getragen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Papierbogen
- 12
- Einzelnutzen
- 14, 16
- Hauptflächen
- 18
- Ecken
- 20
- Seitenränder
- 22
- umlaufender Rand
- 24
- Stabilisierungsschicht
- 26
- Lack
- 30
- Rohpapier
- 32
- Oberflächenbereich
- 34
- Folie
- 36
- Farbannahmeschicht
- 40
- Druckfarbe
- 42
- Aufdruck
- 44
- Eindringbereich
- 50
- Eckbereiche
- 52
- Ecken
- 54
- Seitenrand
- 56
- schräge Streifen
1. Flächiger Substratbogen für die Herstellung von Sicherheits- und Wertdokumenten, mit
zwei gegenüberliegenden Hauptflächen und mit Ecken und die Ecken verbindenden Seitenrändern,
welche einen umlaufenden Rand des Substratbogens bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der Substratbogen auf zumindest einer Hauptfläche zumindest im Bereich des Rands
des Substratbogens eine Stabilisierungsschicht zur mechanischen Stabilisierung des
Substratbogens aufweist.
2. Substratbogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht entlang des gesamten umlaufenden Rands des Substratbogens
vorgesehen ist.
3. Substratbogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht im Bereich des Rands des Substratbogens nur an den Ecken
des Substratbogens oder nur an zwei Ecken und dem die zwei Ecken verbindenden Seitenrand
vorgesehen ist.
4. Substratbogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht im Bereich des Rands des Substratbogens in Form einer
Vielzahl schräger Streifen vorliegt, die beabstandet entlang des umlaufenden Rands
des Substratbogens angeordnet sind.
5. Substratbogen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Hauptflächen des Substratbogens eine Stabilisierungsschicht angeordnet
ist.
6. Substratbogen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht eine konstante Dicke aufweist.
7. Substratbogen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht durch eine Druckschicht, insbesondere durch einen Farb-
oder Lackaufdruck, gebildet ist.
8. Substratbogen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht zumindest in Teilbereichen direkt auf dem Substratbogen,
insbesondere einem Papierbogen, aufgebracht ist.
9. Substratbogen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht im Kontaktbereich mit dem Substratbogen, insbesondere
einem Papierbogen, teilweise in diesen eingedrungen ist.
10. Substratbogen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht zumindest in Teilbereichen durch eine oder mehrere Zwischenschichten
von dem Substratbogen getrennt ist, insbesondere dass zumindest eine Zwischenschicht
durch eine Folie, einen Kaschierklebstoff und/oder eine Farbannahmeschicht gebildet
ist.
11. Substratbogen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht im Inneren des Substratbogens angeordnete Teilbereiche
aufweist, insbesondere zur Stabilisierung von auf dem Substratbogen angeordneten Einzelnutzen
nach deren Vereinzelung.
12. Substratbogen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Substratbogen ein Papierbogen oder ein Folienverbundbogen (Hybridbögen), vorzugsweise
mit einem Schichtaufbau Folie/Papier/Folie oder Papier/Folie/Papier ist.
1. A flat substrate sheet for the production of security and value documents, the sheet
having two opposing main surfaces and corners and side edges connecting the corners,
which side edges form a peripheral edge of the substrate sheet, characterized in that the substrate sheet comprises a stabilization layer for mechanical stabilization
of the substrate sheet on at least one main surface at least in the region of the
edge of the substrate sheet.
2. The substrate sheet according to claim 1, characterized in that the stabilization layer is provided along the entire peripheral edge of the substrate
sheet.
3. The substrate sheet according to claim 1, characterized in that the stabilization layer is provided in the region of the edge of the substrate sheet
only at the corners of the substrate sheet or only at two corners and the side edge
connecting the two corners.
4. The substrate sheet according to claim 1, characterized in that the stabilization layer in the region of the edge of the substrate sheet is in the
form of a plurality of oblique strips which are arranged spaced along the peripheral
edge of the substrate sheet.
5. The substrate sheet according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that a stabilization layer is arranged on both main surfaces of the substrate sheet.
6. The substrate sheet according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the stabilization layer has a constant thickness.
7. The substrate sheet according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the stabilization layer is formed by a printing layer, in particular by a color or
lacquer print.
8. The substrate sheet according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the stabilization layer is applied at least in subregions directly on the substrate
sheet, in particular a paper sheet.
9. The substrate sheet according to claim 8, characterized in that the stabilization layer partially penetrates into the substrate sheet, in particular
a paper sheet at the contact region with the substrate sheet.
10. The substrate sheet according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the stabilization layer is separated from the substrate sheet to one or more intermediate
layers at least in some subregions, in particular that at least one intermediate layer
is formed by a film, a laminating adhesive and/or a paint receiving layer.
11. The substrate sheet according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the stabilization layer comprises subregions arranged in the interior of the substrate
sheet, in particular for stabilization of individual single sheets arranged in the
substrate sheet.
12. The substrate sheet according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the substrate sheet is a paper sheet or a composite foil sheet (hybrid sheet), preferably
with a layer sequence film/paper/foil or paper/foil/paper.
1. Feuille substrat plane pour la réalisation de documents de sécurité et de documents
de valeur, comprenant deux surfaces principales opposées et des coins, et des bords
latéraux reliant les coins, qui forment un bord périphérique de la feuille substrat,
caractérisée en ce que la feuille substrat présente, sur au moins une surface principale au moins dans la
région du bord de la feuille substrat, une couche de stabilisation pour la stabilisation
mécanique de la feuille substrat.
2. Feuille substrat selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de stabilisation est prévue le long de tout le bord périphérique de la
feuille substrat.
3. Feuille substrat selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de stabilisation dans la région du bord de la feuille substrat n'est prévue
qu'au niveau des coins de la feuille substrat ou seulement au niveau de deux coins
et au niveau du bord latéral reliant les deux coins.
4. Feuille substrat selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de stabilisation dans la région du bord de la feuille substrat se présente
sous la forme d'une pluralité de bandes obliques qui sont disposées de manière espacée
le long du bord périphérique de la feuille substrat.
5. Feuille substrat selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'une couche de stabilisation est disposée sur les deux surfaces principales de la feuille
substrat.
6. Feuille substrat selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la couche de stabilisation présente une épaisseur constante.
7. Feuille substrat selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la couche de stabilisation est formée par une couche d'impression, en particulier
par une impression d'encre ou de vernis.
8. Feuille substrat selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la couche de stabilisation est appliquée, au moins dans des régions partielles, directement
sur la feuille substrat, en particulier une feuille de papier.
9. Feuille substrat selon la revendication 8, caractérisée en ce que la couche de stabilisation, dans la région de contact avec la feuille substrat, en
particulier une feuille de papier, est au moins en partie enfoncée dans celle-ci.
10. Feuille substrat selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la couche de stabilisation, au moins dans des régions partielles, est séparée de
la feuille substrat par une ou plusieurs couches intermédiaires, en particulier en ce qu'au moins une couche intermédiaire est formée par un film, un adhésif de contre-collage
et/ou une couche d'absorption d'encre.
11. Feuille substrat selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la couche de stabilisation présente des régions partielles disposées à l'intérieur
de la feuille substrat, en particulier pour la stabilisation de rainures individuelles
disposées sur la feuille substrat après leur séparation.
12. Feuille substrat selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que la feuille substrat est une feuille de papier ou un composite en film (hybride),
de préférence avec une structure en couches film/papier/film ou papier/film/papier.