[0001] Die Erfindung betrifft einen ausfahrbaren Leitersatz, insbesondere Feuerwehrleiter,
aus zumindest zwei Leiterteilen, die jeweils aus Holmen und zwischen den Holmen verlaufenden
Sprossen gebildet werden, wobei der oberste Leiterteil aus zumindest zwei Leiterabschnitten
gebildet wird, die durch eine gelenkige Verbindung miteinander verbunden sind, deren
Gelenkachse im Wesentlichen parallel zu den Sprossen steht, wobei in der vollständig
in den darunterliegenden Leiterteil eingefahrenen Stellung des obersten Leiterteils
der erste Leiterabschnitt und der zweite Leiterabschnitt mit dem darunterliegenden
Leiterteil überdecken. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Fahrzeug, insbesondere
Hubrettungsfahrzeug, mit einem als Drehleiter ausgebildeten Leitersatz.
[0002] In diesem Abschnitt werden die bekannten Lösungen von Drehleitern mit Gelenkteil
beschrieben.
[0003] Die
DE9416367U1 offenbart eine Drehleiter für Rettungsfahrzeuge mit einem mehrteiligem Leitersatz
aus einer Anzahl von teleskopisch ausfahrbaren Leiterteilen mit jeweils einem Sprossen
aufweisenden Untergurt und einem als Geländer dienenden Obergurt. Das oberste Leiterteil
ist zweigeteilt und umfasst ein Innenteil, das in etwa dieselbe Länge aufweist wie
das unmittelbar darunterliegende Leiterteil, und ein Außenteil, das durch eine gelenkige
Verbindung mit waagrechter Gelenkachse an den Innenteil angelenkt ist. Der Innenteil
wird mit dem zusätzlichen Außenteil verlängert. Die Gelenkachse liegt außerhalb des
unmittelbar unter dem obersten Leiterteil liegenden Leiterteils, d.h. die Gelenkachse
überlappt nicht mit dem unmittelbar darunterliegenden Leiterteil. Der Außenteil ragt
in Grundstellung oberhalb des Führerhauses nach vorne und bildet eine Verlängerung
des Leitersatzes, die über die Gelenkachse abgeschwenkt werden kann. An dem der Gelenkachse
abgewandten Ende des Außenteils, d.h. an der Leiterspitze, ist ein Arbeitskorb befestigt.
Durch das Abschwenken kann der Arbeitskorb am Boden abgesetzt werden, wodurch das
direkte Ein- bzw. Aussteigen von Rettungsmannschaften ermöglicht wird.
[0004] Derartige Leitern werden aufgrund der gelenkigen Verbindung auch Gelenkleitern genannt
und der Außenteil auch als Gelenkarm bezeichnet. Beispielsweise sind am Markt Leitern
mit 5-teiligem Leitersatz und kurzem Gelenkarm am obersten Leiterteil bekannt, wobei
der Gelenkpunkt außerhalb des Leitersatzes angeordnet ist. Aufgrund des vom teleskopierbaren
Abschnitt des Leitersatzes abragenden Gelenkteils ergibt sich eine ungünstige Gesamtlänge.
Bei vorgegebener Fahrzeuglänge hat die Länge des Gelenkteiles großen negativen Einfluss
auf die Leitersatzgeometrie (Leitersatzpaketlänge). Um eine erforderliche Gesamtlänge
bei vollständig ausgefahrenem Leitersatz zu erreichen, muss entweder das Fahrzeug
verlängert werden, um einen genügend langen Leitersatz unterbringen zu können, oder
die Anzahl der Leiterteile erhöht werden. Beide Maßnahmen sind jedoch unerwünscht,
erstere aufgrund erhöhten Platzbedarfs des Fahrzeuges, die zweite aufgrund der Gewichtszunahme.
Um die Stabilitätsanforderungen zu erreichen, wird zur Erzielung einer größeren Ausladung
der Leitersatz schwerer oder es muss ein Ausladungsverlust in Kauf genommen werden.
[0005] Die
DE102005024585A1 offenbart eine Drehleiter für Rettungsfahrzeuge mit einer Anzahl von teleskopisch
ausfahrbaren Leiterteilen, an deren obersten ein um eine waagrechte Gelenkachse schwenkbarer
Gelenkarm angebracht ist. Die Gelenkachse befindet sich auf bei vollständig eingefahrener
Drehleiter außerhalb der darunterliegenden Leiterteile. Der Gelenkarm selbst besteht
aus zwei Teilen, wobei ein Teil aus dem anderen Teil teleskopisch ausfahrbar ist.
Dadurch wird zwar der Platzbedarf für den aus dem Leitersatz vorragenden Gelenkarm
reduziert, es ergibt sich jedoch großes Gewicht an der Leiterspitze, was sich ungünstig
auf die Stabilität und die maximale Ausladung der Drehleiter auswirkt.
[0006] Die
EP2182164A1 offenbart eine Leitersatz aus mehreren ausfahrbaren Leiterteilen. Der oberste Leiterteil
besteht aus einem ersten Leiterabschnitt und einem zweiten Leiterabschnitt (Gelenkteil),
die durch eine gelenkige Verbindung miteinander verbunden sind. Die Länge des obersten
Leiterteils ist im Wesentlichen gleich groß wie die Längen der darunterliegenden Leiterteile.
Im eingefahren Zustand der Leitersatz befindet sich die gelenkige Verbindung im Inneren
des Leitersatzes, d.h. sie überdeckt mit den darunterliegenden Leiterteilen. Dies
bedeutet, dass das oberste Leiterteil zunächst soweit ausgefahren werden muss, dass
das Gelenk bzw. die Gelenkachse außerhalb des darunterliegenden Leiterteils ist. Erst
dann kann der zweite Leiterabschnitt (Gelenkteil) abgeneigt werden. Bei einem langen
Gelenkteil erfordert dies eine große Mindestausladung oder Leiterlänge. Das Gelenkteil
wird über Gleitschuhe auf dem darunterliegenden Leiterteil geführt, bis das oberste
Leiterteil nach dem Gelenkpunkt die Kopfrollen erreicht. Erst dann wird das oberste
Leiterteil auf den Kopfrollen geführt. Der Gelenkarm liegt auf der Kopfrolle auf und
wird dadurch geführt. Erst wenn der unten liegende Zylinder über die Rolle fährt,
gleitet dieser auf einem Gleitklotz, um die Distanz zur Kolbenstange zu überbrücken.
Um Kollisionen beim Einfahren der Leiterteile zu vermeiden, muss sichergestellt sein,
dass der Gelenkteil gestreckt ist, bevor der oberste Leiterteil ganz eingefahren werden
kann.
[0007] Ein ähnlicher bekannter Leitersatz besteht aus vier Leiterteilen, von denen das oberste
Leiterteil mit einer separaten Winde bewegt werden kann (Einzelauszug), während die
anderen drei Leiterteile synchron von einer zweiten Winde bewegt werden. Der Gelenkpunkt
kann wie bei der
EP2182164A1 in den Leitersatz eingefahren werden.
[0008] Im Stand der Technik sind sowohl Lösungen bekannt, bei denen der Gelenkpunkt im Untergurt
angeordnet ist, als auch Lösungen, bei denen der Gelenkpunkt im Obergurt angeordnet
ist. Die Gelenkzylinder, die als Betätigungseinrichtung für das Ab- bzw. Aufschwenken
des Gelenkteils dienen, sind dabei jeweils im anderen Gurt angeordnet.
[0009] Der Nachteil der bekannten Lösungen, bei denen der Gelenkpunkt über den darunterliegenden
Leiterteil eingefahren wird, besteht darin, dass der Leitersatz zunächst sehr weit
ausgefahren werden muss, um das Gelenkteil überhaupt neigen zu können. Beim Einfahren
besteht die Gefahr von Kollisionen, wenn der Gelenkteil noch nicht gestreckt ist.
[0010] Ein anderer Nachteil bei einfahrbarem Gelenkteil besteht, darin, das der üblicherweise
an Kopfrollen des darunterliegenden Leiterteils geführte oberste Leiterteil beim Aus-
bzw. Einfahren mit dem Gelenkpunkt über die Kopfrolle fährt, wodurch sich ein Höhenversatz
bzw. eine unerwünschte Bewegungsdiskontinuität ergibt. Das Überfahren der Kopfrolle
verursacht ein unerwünschtes Durchrütteln der von der Plattform getragenen Rettungsmanschaft
bzw. der geretteten Personen. Die Diskontinuität ist also auf der Plattform deutlich
zu spüren und wird als unangenehm empfunden. Außerdem kann dies zu vorzeitigem Verschleiß
der beteiligten Teile führen. Ein weiterer Nachteil des Standes der Technik besteht
darin, dass das Übersteigen vom ersten Leiterabschnitt auf den zweiten Leiterabschnitt
(Gelenkteil), wenn letzterer abgeneigt ist, Gefahren birgt, da ein zuverlässiges Greifen
erschwert wird.
[0011] Das Ziel der Erfindung besteht darin einen Leitersatz bereitzustellen, bei der diese
Nachteile nicht auftreten und die sich durch eine große Reichweite auszeichnen, insbesondere
auch an Balkonen und im Unterflurbereich (Kaimauer und Brücken) und mit der ein Ablegen
der Arbeitsplattform auf den Boden insbesondere vor dem Fahrerhaus möglich ist. Der
Leitersatz soll eine kurze Gesamtfahrzeuglänge ermöglichen und sich durch unkomplizierte
kinematische Abläufe und Zusammenhänge auszeichnen. Eine große Spreizung zwischen
minimaler und maximaler Ausladung soll ermöglicht werden. Der Leitersatz soll sich
weiters durch geringen Platzbedarf bei der Leiterbewegung, geringen Platzbedarf beim
Ablegen der Arbeitsplattform am Boden, kurze Rüstzeit und einfache Steuerungstechnik
auszeichnen.
[0012] Dieses Ziel wird mit einem Leitersatz der eingangs genannten Art dadurch erreicht,
dass zumindest der unmittelbar unter dem obersten Leiterteil liegende Leiterteil einen
Freiraum aufweist, der im Kopfbereich des Leiterteils zwischen den Holmen, zur Leiterteilspitze
hin offen und zwischen Vorderseite und Rückseite des Leiterteils durchgehend ausgebildet
ist, sodass der zweite Leiterabschnitt in einer Stellung, in der die Gelenkachse mit
dem unmittelbar unter dem obersten Leiterteil liegenden Leiterteil überlappt, durch
den Freiraum hindurch um die Gelenkachse abneigbar ist.
[0013] Die Erfindung ermöglicht ein Abneigen des zweiten Leiterabschnittes, auch Gelenkteil
genannt, auch in einer Stellung, in der die Gelenkachse der gelenkigen Verbindung
nicht vollständig über den darunterliegenden Leiterteil hinausgefahren ist. Dadurch
werden die Flexibilität und der Einsatzbereich eines Leitersatzes vergrößert. Ein
wichtiger Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Länge des obersten Leiterteiles
und damit die Gesamtlänge des Leitersatzes nicht verlängert werden muss, um ein Abneigen
auch in (teilweise und/oder vollständig) eingefahrenem Zustand zu ermöglichen.
[0014] Der Freiraum im Kopfbereich des/der darunterliegenden Leiterteile(s) ist frei von
durchgehenden Sprossen und zumindest so breit, dass der zweite Leiterabschnitt (auch
Gelenkarm genannt) mit seiner Breite durch den Freiraum hindurch passt. Der Freiraum
ist zwischen den Holmen bzw. Seiten des Leiterteils ausgebildet und erstreckt sich
zwischen der obersten durchgehenden Sprosse und der Leiterteilspitze, wobei der Freiraum
zur Leiterteilspitze hin offen ist, sodass der zweite Leiterabschnitt durch den Freiraum
hindurch (um die Gelenkachse) abgeneigt werden kann. Der einen Freiraum ausbildende
Kopfbereich eines Leiterteils ist somit 'gabelförmig'.
[0015] In vollständig eingefahrener Stellung des Leitersatzes überlappt zumindest ein Bereich
des zweiten Leiterabschnittes mit dem darunterliegenden Freiraum. Je nach Länge des
Freiraumes (Erstreckung in Richtung entlang der Holme) und Lage der Gelenkachse beim
Abneigevorgang überstreicht bzw. überschneidet ein Teil des zweiten Leiterteilabschnittes
mit den Holmen des/der darunterliegenden Leiterteile(s).
[0016] Der Gelenkteil kann somit auch bei zumindest teilweise oder auch vollständig eingezogenem
Leitersatz bewegt werden. In einer bevorzugten Variante ist der Freiraum (auch jener
in den darunterliegenden Leiterteilen) derart dimensioniert, dass auch bei vollständig
eingefahrener Stellung aller Leiterteile eine Abneigung des Gelenkteils möglich ist.
Hier sind keine zusätzlichen Beschränkungen seitens Hydraulik oder Steuerungstechnik
erforderlich, um sicherzustellen, dass der Gelenkteil gestreckt ist, bevor er komplett
eingefahren werden kann. Gemäß dieser Variante könnte dann der oberste Leiterteil
auch bei abgeneigtem zweiten Leiterabschnitt vollständig eingefahren werden und erst
danach wieder gestreckt werden, d.h. in Flucht mit dem ersten Leiterabschnitt gebracht
werden.
[0017] Auch im Notbetrieb kann der Leitersatz bzw. der zweite Leiterabschnitt nicht beschädigt
werden, wenn eingefahren wird, ohne vorher den zweiten Leiterabschnitt komplett gestreckt
zu haben.
[0018] Es ist auch denkbar eine Leiter zu bauen, deren Gelenk abgeneigt werden kann, während
der Leitersatz in der Leiterauflage ist.
[0019] Nachfolgend wird das Prinzip einer Ausführungsform kurz erläutert. Die Gelenkachse
der gelenkigen Verbindung befindet sich im eingefahrenen Zustand innerhalb des Leitersatzes.
Durch Schaffung eines Freiraums unter anderem durch Weglassen der Sprossen in den
Leiterteilen ab dem zweiten Leiterteil (das ist der unmittelbar unter dem obersten
Leiterteil liegende Leiterteil) ist es möglich den zweiten Leiterabschnitt (Gelenkteil)
z.T. unabhängig vom Leiterhub zu neigen.
[0020] Die Leitersprossen können jeweils in jenem Bereich eines Leiterteils weggelassen
werden, der bei vollständig ausgefahrenem Leitersatz mit dem jeweils darüber liegenden
Leiterteil überlappt, d.h. innerhalb der Mindestüberdeckung der Leiterteile. Damit
ist die durchgehende Besteigbarkeit des Leitersatzes gewährleistet.
[0021] In Varianten der Erfindung kann angestrebt werden, dass der gesamte Bewegungsbereich
des Gelenkteils mit komplett eingefahrenem Leitersatz benutzbar ist. Alternativ sind
auch Konzepte denkbar, in das Gelenkteil bei komplett eingefahrenem Leitersatz nicht
den ganzen Bewegungsbereich verwenden kann und damit Sprossen in den größeren, unteren
Leiterteilen erhalten bleiben können. In einer weiteren Variante kann es vorgesehen
sein, dass der oberste Leiterteil gegebenenfalls mit dem unmittelbar darunterliegenden
Leiterteil ein Stück ausgefahren werden muss, bevor das Gelenkteil abgeneigt werden
kann. Der Gelenkpunkt befindet sich dabei aber noch innerhalb mindestens eines Leiterteils.
Diese Konzepte sind hilfreich, wenn der Entfall von zu vielen Sprossen zu einer mechanischen
Überlastung der Leiterteile führen würde.
[0022] Die Erfindung eignet sich für sequenzielle, synchrone oder kombinierte Auszugssysteme
und hat bei allen gleichermaßen die oben beschriebenen Vorteile.
[0023] Es handelt sich somit um einen Leitersatz mit Gelenkteil (zweiter Leiterabschnitt)
im obersten Leiterteil, dessen Gelenkachse innerhalb der anderen Leiterteile eingefahren
werden kann. Vorgesehen ist ein Freiraum im Überdeckungsbereich der Leiterteile in
mindestens der Breite des Gelenkteils, sodass bei Leiterhüben, bei denen sich die
Gelenkachse innerhalb mindestens eines der anderen Leiterteile befindet, das Gelenkteil
durch mindestens ein Leiterteil abgeneigt werden kann. Der Freiraum wird im Überdeckungsbereich
der Leiterteile in mindestens der Breite des Gelenkteils geschaffen, sodass der Leitersatz
bei beliebigen Gelenkwinkeln teilweise oder sogar komplett eingefahren werden kann.
[0024] Bevorzugt ist die Erstreckung des Freiraumes in Richtung entlang der Holme größer
als der Abstand zwischen zwei benachbarten Sprossen eines Leiterteils. Der Abstand
bezieht sich hier auf den regulären Sprossenabstand, der bei der Mehrheit der Sprossen
des Leitersatzes ausgebildet ist. Je länger der Freiraum ist, desto weniger stark
muss der oberste Leiterteil aus dem darunterliegenden Leiterteil ausgefahren werden,
um den zweiten Leiterabschnitt abneigen zu können.
[0025] Bevorzugt ist die Erstreckung des Freiraumes in Richtung entlang der Holme zumindest
doppelt so groß, vorzugsweise zumindest dreimal so groß wie der Abstand zwischen zwei
benachbarten Sprossen eines Leiterteils. Dadurch wird die erforderliche Ausfahrstrecke
des obersten Leiterteils, bevor eine Abneigung des Gelenkteils möglich wird, weiter
verkürzt.
[0026] Bevorzugt beträgt die Erstreckung des Freiraumes in Richtung entlang der Holme zumindest
ein Viertel, vorzugsweise zumindest die Hälfte der Länge des zweiten Leiterabschnittes,
wodurch die erforderliche Ausfahrstrecke in Bezug auf die Länge des zweiten Leiterabschnittes
weiter verkürzt wird.
[0027] Bevorzugt entspricht die Erstreckung des Freiraumes in Richtung entlang der Holme
im Wesentlichen der Länge des zweiten Leiterabschnittes, wodurch ein Abneigen des
zweiten Leiterabschnittes auch bei vollständig eingefahrenem obersten Leiterteil möglich
wird.
[0028] Bevorzugt weisen zumindest zwei der unter dem obersten Leiterteil liegenden Leiterteile
jeweils einen Freiraum auf, sodass der zweite Leiterabschnitt in einer Stellung, in
der die Gelenkachse mit den zumindest zwei Leiterteilen überlappt, durch die Freiräume
um die Gelenkachse abneigbar ist. In dieser Weiterbildung kann der Gelenkteil auch
durch zwei Leiterteile hindurch abgeneigt werden.
[0029] Bevorzugt ist die Erstreckung des Freiraumes in Richtung entlang der Holme in einem
der Leiterteile größer als im anderen Leiterteil. Dies ermöglicht eine Abneigung des
zweiten Leiterabschnittes bei eingefahrenen darunterliegenden Leiterteilen um einen
bestimmten Winkel, der in vielen Fällen jedoch bereits ausreichend ist, um eine am
Ende des Gelenkteils befestigte Plattform am Boden abzustellen. Durch diese Maßnahme
wird bei entsprechender Verkleinerung des Freiraumes in Richtung unterer Leiterteile
die Stabilität des Leitersatzes optimal gewährleistet.
[0030] Bevorzugt weisen alle unterhalb des obersten Leiterteils liegende Leiterteile jeweils
einen Freiraum auf, sodass der zweite Leiterabschnitt in einer Stellung, in der die
darunterliegenden Leiterteile vollständig eingefahren sind und die Gelenkachse mit
den darunterliegenden Leiterteilen überlappt, durch die Freiräume um die Gelenkachse
abneigbar ist. Hier kann der zweite Leiterabschnitt des obersten Leiterteils durch
alle darunterliegenden Leiterteile abgeneigt werden.
[0031] Bevorzugt erstrecken sich die Holme des ersten Leiterabschnittes über die Gelenkachse
hinaus und überlappen mit dem zweiten Leiterabschnitt zumindest teilweise.
[0032] Dies vereinfacht den Überstieg zwischen dem ersten Leiterabschnitt und dem zweiten
Leiterabschnitt auch in der abgeneigten Stellung, da die sich über die Gelenkachse
hinaus erstreckenden Abschnitte der Holme (Seitenwangen) zum Greifen benutzt werden
können. Bevorzugt umfassen die sich über die Gelenkachse hinaus erstreckenden Abschnitte
der Holme zumindest einen Untergurt bzw. dessen Fortsetzung aus dem ersten Leiterabschnitt.
[0033] Diese Variante ermöglicht zusätzlich eine Führung des ersten Leiterabschnittes ohne
Höhenversatz und damit ohne Schwingungsanregung beim Überfahren eines Absatzes bzw.
eines Gleitelements, vorzugsweise über den vollen Hub des ersten Leiterabschnittes.
Diese Ausführungsform ermöglicht auch eine kontinuierliche Führung von der Seite,
von oben und von unten durch das nächstgrößere Leiterteil.
[0034] Ein Vorteil ergibt sich dadurch, dass der gesamte oberste Leiterteil weiterhin mit
einem Kopfrollenpaar am darunterliegenden Leiterteil geführt werden kann. Auch eine
Abhebesicherung und Seitenführungen für den obersten Leiterteil können im Kopfbereich
des unter dem obersten Leiterteil liegenden Leiterteil positioniert bzw. gelagert
werden, wodurch die eingeleiteten Kräfte und die damit die mechanische Stabilität
bei minimaler Überdeckung (ausgefahrene Stellung) der Leiterteile gegenüber einer
Lösung ohne Gelenk gleich bleiben.
[0035] Der zweite Leiterabschnitt ist hier schmäler als der erste Leiterabschnitt, um in
gestrecktem Zustand eingefahren werden zu können.
[0036] Anstelle oder zusätzlich von Rollen sind selbstverständlich auch Gleitklötze als
Führungselemente denkbar.
[0037] Bevorzugt sind die sich über die Gelenkachse hinaus erstreckenden Abschnitte der
Holme (bzw. Seitenwände) zumindest doppelt so lang wie der Abstand zwischen zwei benachbarten
Sprossen eines Leiterteils. D.h. in dieser Ausführungsform läuft der Holm durch. Dies
ermöglicht ein sicheres Greifen beim Übergang.
[0038] Bevorzugt beträgt die Länge der sich über die Gelenkachse hinaus erstreckenden Abschnitte
der Holme (bzw. Seitenwände) zumindest ein Viertel, vorzugsweise zumindest die Hälfte
der Länge des zweiten Leiterabschnittes. Hier können die verlängerten Holme bereits
beträchtliche Abstützfunktionen am darunterliegenden Leiterteil übernehmen.
[0039] In einer weiteren Variante können die sich über die Gelenkachse hinaus erstreckenden
Abschnitte der Holme des ersten Leiterabschnittes im Wesentlichen dieselbe Länge aufweisen
wie der zweite Leiterabschnitt (Gelenkteil). Im eingefahrenen Zustand erstrecken sich
die Holme (bzw. Seitenwände) des obersten Leiterteils bis zum Ende des darunterliegenden
Leiterteils.
[0040] Die Seitenwangen des ersten Leiterabschnittes können so bis auf die Länge des zweiten
Leiterabschnittes (bzw. Gelenkarms) verlängert sein, sodass die Kopfrollen des darunter
liegenden Leiterteils über den gesamten Hub des obersten Leiterteils dieses ohne Höhenversatz
führen können. Bei einem gegebenenfalls vorgesehenen Synchronauszug entstehen keine
Einschränkungen für den Leiterhub aller Leiterteile.
[0041] Bevorzugt ist der oberste Leiterteil an bzw. auf Führungselementen geführt, die im
darunterliegenden Leiterteil gelagert sind, wobei in der vollständig in den darunterliegenden
Leiterteil eingefahrenen Stellung des obersten Leiterteils die über die Gelenkachse
hinaus verlängerten Abschnitte der Holme des ersten Leiterabschnittes an bzw. auf
den Führungselementen liegen. Diese ansonsten überfahrenen und/oder beim Verlassen
des zweiten Leiterabschnittes einen Höhenversatz verursachenden Führungs- bzw. Gleitelemente
stützen gemäß Erfindung bereits im eingefahrenen Zustand den ersten Leiterabschnitt,
sodass es bevorzugt zu gar keinem Übergang kommt. Die Kinematik des Leitersatzes wird
dadurch erhöht und die Stabilität des Leitersatzes bleibt erhalten.
[0042] Vorzugsweise liegen Führungselemente von unten und/oder von der Seite und/oder von
oben an den über die Gelenkachse hinaus verlängerten Abschnitten der Holme des ersten
Leiterabschnittes an, wodurch ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet wird.
[0043] Bevorzugt sind die Führungselemente im Kopfbereich des darunterliegenden Leiterteils
angeordnet, wodurch der erste Leiterabschnitt bis in den Kopfbereich zuverlässig abgestützt
bzw. geführt ist.
[0044] Bevorzugt sind die Führungselemente drehbar gelagerte Rollen, wodurch Reibung, Kraftaufwand
und Lärm reduziert werden.
[0045] Bevorzugt umfassen die Holme des obersten Leiterteils einen Untergurt und einen Obergurt,
wobei die Gelenkachse der gelenkigen Verbindung im Untergurt oder Obergurt des obersten
Leiterteils ausgebildet ist. Die Ausbildung in Form eines Unter- und Obergurtes ergibt
ein stabiles Leiterteil.
[0046] Selbstverständlich ist es auch möglich die Gelenkachse im Bereich zwischen Obergurt
und Untergurt vorzusehen.
[0047] Bevorzugt weist der oberste Leiterteil im Wesentlichen dieselbe Länge auf wie der
unmittelbar unter dem obersten Leiterteil liegende Leiterteil, wodurch stark vorstehende
Leiterteile vermieden werden und der Raumbedarf für den Leitersatz trotz hoher Funktionalität
gering bleibt.
[0048] Bevorzugt trägt der zweite Leiterabschnitt an seinem der Gelenkachse abgewandten
Ende (d.h. an der Leiterspitze) eine Plattform, insbesondere in Form eines Arbeitskorbes,
zum Aufnehmen einer oder mehrerer Rettungspersonen, insbesondere Feuerwehrleute, sowie
zu rettender Personen und/oder Lasten (z.B. Ausrüstung, Arbeitsgeräte, etc.).
[0049] Bevorzugt ist der Leitersatz als Drehleiter ausgebildet, wodurch die Flexibilität
weiter erhöht wird.
[0050] Bevorzugt ist Leitersatz auf einem Einsatzfahrzeug, insbesondere einem Feuerwehrfahrzeug,
angeordnet und ist Bestandteil einer Drehleiter.
[0051] Das oben genannte Ziel wird auch mit einem Fahrzeug, insbesondere Hubrettungsfahrzeug,
mit einem Leitersatz, dadurch erreicht, dass der Leitersatz nach einem der vorhergehenden
Ansprüche ausgebildet ist.
[0052] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0053] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Fahrzeug;
- Fig. 2
- einen erfindungsgemäßen Leitersatz;
- Fig. 2a
- eine Variante des Leitersatzes aus Fig. 2;
- Fig. 3
- einen Leitersatz in einem Ausschnitt von unten;
- Fig. 4
- den Leitersatz aus Fig. 3 in abgeneigter Stellung des zweiten Leiterabschnittes;
- Fig. 5
- zwei Leiterteile eines Leitersatzes in abgeneigter Stellung des zweiten Leiterabschnittes;
- Fig. 6
- die Lagerung des obersten Leiterteils auf dem darunterliegenden Leiterteil;
- Fig. 7
- zwei Leiterteile eines Leitersatzes in gestreckter Stellung des zweiten Leiterabschnittes;
- Fig. 8
- einen obersten Leiterteil mit abgeneigtem zweiten Leiterabschnitt;
- Fig. 9
- die Lagerung des obersten Leiterteils auf dem darunterliegenden Leiterteil im Detail;
- Fig. 10
- eine Ausführungsform eines Leitersatzes mit abgeneigtem zweiten Leiterabschnitt, und
- Fig. 11
- eine weitere Ausführungsform eines Leitersatzes mit abgeneigtem zweiten Leiterabschnitt.
[0054] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0055] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Leitersatzes, wobei
an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0056] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Leitersatzes dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0057] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0058] Vor allem können die einzelnen in den Figuren gezeigten Ausführungen den Gegenstand
von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen
Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
[0059] Fig.1 zeigt einen Fahrzeug 14, z.B ein Feuerwehrfahrzeug, Rettungsfahrzeug oder Servicefahrzeug,
mit einem Leitersatz 10 in Form einer Drehleiter. Der Leitersatz 10 umfasst mehrere,
übereinander angeordnete und teleskopisch ausfahrbare Leiterteile 1, 2, 3, 4. Der
unterste Leiterteil 5 ist an der Drehvorrichtung des Fahrzeuges 14 gelagert und trägt
die jeweils anderen Leiterteile. Die Holme 11 der Leiterteile besitzen jeweils einen
Untergurt, an dem die Sprossen befestigt sind, und einen Obergurt, der zur Versteifung
der Konstruktion und als Greifhilfe dienen kann. Der Betätigungsmechanismus, der das
Ausfahren und Einfahren der Leiterteile bewirkt, kann z.B. einen Einzelauszug umfassen,
d.h. zumindest der oberste Leiterteil 1 ist unabhängig von den anderen Leiterteilen
ausfahrbar. Die anderen Leiterteile können ebenfalls durch jeweils einen Einzelauszug
angetrieben werden, oder durch gemeinsamen Mechanismus zusammengefasst sein. Alternativ
können alle Leiterteile durch einen gemeinsamen Synchronauszug betätigbar sein.
[0060] Wie aus Fig. 1 ersichtlich besteht der oberste Leiterteil 1 aus zwei Leiterabschnitten
1a, 1b. Diese sind durch eine Gelenkverbindung 6, die eine Gelenkachse 7 parallel
zu den Sprossen 12 ausbildet, miteinander verbunden. Dadurch ist der zweite Leiterabschnitt
1b, auch Gelenkteil genannt, in Bezug auf den ersten Leiterabschnitt 1a abneigbar.
Am kopfseitigen Ende des Gelenkteils 1b ist eine Plattform 15 in Form eines Arbeitskorbes
angebracht.
[0061] Der zweite Leiterabschnitt 1b besitzt wie der erste Leiterabschnitt 1a zwischen den
Holmen 11 verlaufende Sprossen 12 und stellt eine Fortsetzung des ersten Leiterabschnitts
1a dar. Durch den schwenkbaren zweiten Leiterabschnitt 1b wird der Einsatzbereich
eines Leitersatzes 10 erhöht, insbesondere können ansonsten schwer zugängliche Orte
erreicht werden. Außerdem kann die Plattform 15 auf den Boden gesetzt werden, um Personen
aufzunehmen oder aussteigen zu lassen.
[0062] In Fig. 1 ist angedeutet, dass in den Kopfbereichen der unterhalb des obersten Leiterteils
1 liegenden Leiterteile 2, 3, 4, 5 jeweils ein Freiraum 8 ausgebildet ist. Die zwischen
den Holmen 11 des jeweiligen Leiterteils ausgebildeten Freiräume sind zur Leiterteilspitze
hin offen und zwischen Vorderseite und Rückseite des Leiterteils durchgehend ausgebildet,
d.h. der Freiraum 8 ist frei von durchgehenden Sprossen und erstreckt sich von der
obersten durchgehenden Sprosse bis hin zur Leiterteilspitze. Dadurch kann der zweite
Leiterabschnitt 1b auch in einer Stellung, in der die Gelenkachse 7 mit den darunterliegenden
Leiterteilen überlappt, durch den Freiraum 8 hindurch abgeneigt werden. Es ist also
nicht mehr notwendig, die Gelenkachse 7 über die darunterliegenden Leiterteile hinaus
zu fahren.
[0063] Fig. 2 zeigt zum besseren Verständnis einzelne Leiterteile 1, 2, 3 nebeneinander.
Der oberste Leiterteil 1 mit seinen beiden Leiterabschnitten 1a, 1b liegt im bestimmungsgemäßen
Zustand auf dem darunterliegenden Leiterteil 2 auf und wird von diesem geführt. In
vollständig eingefahrener Stellung des obersten Leiterteils 1 in den darunterliegenden
Leiterteil 2 überlappt sowohl der erste Leiterabschnitt 1a als auch der zweite Leiterabschnitt
1b mit dem Leiterteil 2. Der Leiterteil 2 weist in seinem Kopfbereich einen Freiraum
8 auf, der sich entlang der Holme 11 über die Länge L erstreckt und eine Breite B
aufweist. Die Breite B ist zumindest so groß gewählt, dass der zweite Leiterabschnitt
1b zwischen den Holmen 11 des darunterliegenden Leiterteils 2 abgeneigt werden kann.
[0064] Die Länge des Freiraumes 8 (also die Erstreckung des Freiraumes 8 in Richtung entlang
der Holme 11) ist jedenfalls größer als der Abstand zwischen zwei benachbarten Sprossen
12 eines Leiterteils 2.
[0065] Bevorzugt ist die Länge L des Freiraumes 8 zumindest doppelt so groß, besonders bevorzugt
zumindest dreimal so groß ist wie der reguläre Abstand zwischen zwei benachbarten
Sprossen 12 eines Leiterteils 2.
[0066] In weiteren bevorzugten Varianten beträgt die Länge L des Freiraumes 8 zumindest
ein Viertel, vorzugsweise zumindest die Hälfte der Länge des zweiten Leiterabschnittes
1b. Um auch in vollständig eingefahrener Stellung ein Abneigen zu ermöglichen ist
die Länge L des Freiraumes 8 im Wesentlichen so lang wie der zweite Leiterabschnitt
1b.
[0067] Wie aus Fig. 2 ersichtlich weist auch der unter dem zweiten Leiterteil 2 liegende
Leiterteil 3 in seinem Kopfbereich einen Freiraum 8 auf, dessen Länge L im Vergleich
zum zweiten Leiterteil 2 etwas kleiner ist.
[0068] Um den zweiten Leiterabschnitt 1b (Gelenkteil) durch die Freiräume 8 absenken zu
können, muss der oberste Leiterteil 1 um eine bestimmte Strecke ausgefahren werden,
bis die Gelenkachse 7 im Bereich des Freiraumes 8 des darunter liegenden Leiterteils
2 zu liegen kommt. Wie bereits erwähnt könnte in einer alternativen Ausführungsform
die Länge L des Freiraumes 8 auch so groß gewählt werden, dass eine Abneigung des
zweiten Leiterabschnittes 1b auch in vollständig eingefahrener Stellung möglich ist.
[0069] Auch ist es nicht zwingend erforderlich, dass wie in Fig. 2 die jeweils unter dem
zweiten Leiterteil 2 liegenden Leiterteile 3, 4, 5 einen kürzeren Freiraum 8 aufweisen
als der zweite Leiterteil 2.
[0070] Ebenfalls aus Fig. 2 ersichtlich ist das Merkmal, dass die Holme 11 des ersten Leiterabschnittes
1a über die Gelenkachse 7 hinausragen und zumindest teilweise mit dem zweiten Leiterabschnitt
1b überlappen. In dem darunterliegenden Leiterteil 2 sind in dessen Kopfbereich Führungselemente
13 in Form von Rollen, auch Kopfrollen genannt, ausgebildet. Der oberste Leiterteil
1 ist auf den Führungselementen 13 geführt, wobei in der vollständig in den darunterliegenden
Leiterteil 2 eingefahrenen Stellung des obersten Leiterteils 1 die über die Gelenkachse
7 hinaus verlängerten Abschnitte der Holme 11 des ersten Leiterabschnittes 1a auf
den Führungselementen 13 aufliegen. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin,
dass der erste Leiterabschnitt 1a durchgehend durch die als Rollen ausgebildeten Führungselemente
13 geführt beziehungsweise gestützt wird. Dies verhindert einen Höhenversatz bzw.
Diskontinuität beim Aus- bzw. Einfahrvorgang bei einem Übergang von zweiten zum ersten
Leiterabschnitt und umgekehrt.
[0071] Die sich über die Gelenkachse 7 hinaus erstreckenden Abschnitte der Holme 11 zumindest
doppelt so lang sind wie der Abstand zwischen zwei benachbarten Sprossen 12 eines
Leiterteils 1. Vorzugsweise beträgt die Länge der sich über die Gelenkachse 7 hinaus
erstreckenden Abschnitte der Holme 11 zumindest ein Viertel, vorzugsweise zumindest
die Hälfte der Länge des zweiten Leiterabschnittes 1b. Neben drehbar gelagerten Rollen
können z.B. auch Gleitklötze als Führungselemente 13 zum Einsatz kommen.
[0072] Fig. 2a zeigt eine Variante, bei der sich die Führungselemente 13, z.B. Rollen, unmittelbar
am Ende des zweiten Leiterabschnittes 2 befinden. Ebenso könnten seitliche Führungen
im selben Bereich angeordnet werden. Im obersten Leiterteil 1 sind die Holme 11 des
ersten Leiterabschnittes 1a bis zur Leiterspitze vorgezogen und liegen somit auch
in eingefahrenem Zustand des Leitersatzes 10 an bzw. auf den Führungselementen 13.
In der Ausführungsform der Fig. 2 sind nur zwei Leiterteile 1, 2 vorgesehen. Selbstverständlich
ist jede der in dieser Anmeldung beschriebenen Ausführungsformen auch mit mehr als
zwei Leiterteilen realisierbar.
[0073] Fig. 3 zeigt einen Leitersatz 10 von unten bei teilweise ausgefahrenem obersten Leiterteil
1. In dieser Ausführungsform ist die Länge der Freiräume 8 bei allen in den darunter
liegenden Leiterteilen 2, 3, 4, 5 im Wesentlichen gleich groß. Die Gelenkachse 7 befindet
sich bereits auf Höhe der Freiräume 8. In dieser Stellung ist nun ein Abschwenken
des zweiten Leiterabschnittes 1b durch die Freiräume 8 hindurch möglich. Eine derart
abgeneigte Stellung des zweiten Leiterabschnittes 1b zeigt Fig. 4.
[0074] Fig. 5 zeigt eine Stellung gemäß Fig. 4 in seitlicher Ansicht, wobei nur der oberste
Leiterteil 1 und der unmittelbaren darunterliegende Leiterteil 2 dargestellt sind.
Zu sehen sind auch die verlängerten Holme 11 des ersten Leiterabschnittes 1a, die
durch die Rollen 13 gestützt werden. Ein Antrieb 16 in Form einer Zylinderkolbeneinheit
bewirkt die Abschwenk- und Aufschwenkbewegung des Gelenkteils 1b. In der dargestellten
Ausführungsform ist die Gelenkachse 7 im Bereich des Untergurtes und ist der Antrieb
16 im Bereich des Obergurtes der Holme 11 angeordnet. Es wäre selbstverständlich denkbar,
diese jeweils umgekehrt anzuordnen.
[0075] Fig. 6 zeigt in einer Detailansicht, wie der erste Leiterteil 1 auf dem darunterliegenden
Leiterteil 2 gehalten wird. Dabei liegt der Untergurt des obersten Leiterteils 1 mit
einer Lauffläche auf den Rollen 13 des darunterliegenden Leiterteiles 2 auf.
[0076] Fig. 7 zeigt eine Variante, bei der sich die Holme 11 des ersten Leiterabschnittes
1a nur bis zur Gelenkachse 7 reichen. Hier ergibt sich jedoch die Problematik, dass
der Gelenkpunkt mit der Gelenkachse 7 über die als Kopfrollen ausgebildeten Führungselemente
13 laufen muss, wodurch sich einerseits eine Diskontinuität (Höhenversatz) beim Aus-
bzw. Einfahren ergibt und andererseits ein höherer Verschleiß an dieser Stelle zu
erwarten ist.
[0077] Dieses Problem löst wie bereits erwähnt ein oberster Leiterteil 1 wie er z.B. in
Fig. 8 dargestellt ist. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform erstrecken sich die
Holme 11 des ersten Leiterabschnittes 1a über die Gelenkachse 7 hinaus. Wie aus Fig.
8 zu sehen ist dienen die über die Gelenkachse 7 hinausragenden Abschnitte der Holme
11 als Greifhilfe und erleichtern den Übergang zwischen den beiden Leiterabschnitten
1a, 1b. Außerdem kann der oberste Leiterteil 1 durchgehend über die Holme, insbesondere
durch deren Untergurte, auf Führungselementen 13, insbesondere den Kopfrollen des
darunterliegenden Leiterteils 2 aufgestützt werden.
[0078] In Fig. 9 ist nochmals im Detail dargestellt, wie der oberste Leiterteil 1 auf dem
darunterliegenden Leiterteil 2 abgestützt ist. In dieser Ausführungsform sind als
Führungselemente untere Rollen 13, auf denen der oberste Leiterteil 1 mit seiner Lauffläche
aufliegt, und seitliche Führungsrollen 17, die den obersten Leiterteil 1 seitlich
führen, vorgesehen. Um die Sicherheit in Bezug auf ein Abheben des obersten Leiterteils
1 zu erhöhen, ist eine Abhebesicherung 18 vorgesehen, die zusammen mit einer Rolle
13 einen Zwischenraum bildet, in den jener Teil des Untergurtes des obersten Leiterteils
1 ragt, der auch die mit der Rolle 13 kommunizierende Lauffläche ausbildet.
[0079] Die Fig. 10 und 11 zeigen zwei Beispiele eines Leitersatzes 10. Dabei sind die Freiräume
8 in den jeweils darunterliegenden Leiterteilen 2, 3, 4, 5 unterschiedlich lang ausgebildet.
So ist beim Leitersatz gemäß Fig. 10 eine Abneigung um den dargestellten maximalen
Winkel möglich. Bei Fig. 11 ist der maximale Abneigewinkel bei derselben Konstellation
größer als in Fig. 10, da auch der Freiraum darunterliegender Leiterteile größer ist.
[0080] Das erfindungsgemäße Prinzip ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt.
Insbesondere kann die Länge L des Freiraumes 8 in einem oder allen darunterliegenden
Leiterteilen variieren. Der Freiraum 8 ist aber vorzugsweise derart dimensioniert,
dass es in vollständig ausgefahrener Stellung des gesamten Leitersatzes 10 entlang
der ausgefahrenen Leiter keine Stellen gibt, die ohne Sprossen 12 sind. Bevorzugt
sind die Freiräume 8 in den einzelnen Leiterteilen genau so groß gewählt, dass es
in vollständig ausgefahrener Stellung des Leitersatzes 10 keine überlappenden Sprossen
von zwei benachbarten Leiterteilen gibt. Bei der minimalen Überdeckung der Leiterteile
in vollständig ausgefahrener Stellung muss in den überlappenden Bereichen nur das
jeweils obenliegende Leiterteil Sprossen besitzen um aboder aufsteigen zu können.
Bezugszeichenaufstellung
[0081]
- 1
- Oberster Leiterteil
- 1a
- Erster Leiterabschnitt des obersten Leiterteils 1
- 1b
- Zweiter Leiterabschnitt des obersten Leiterteils 1
- 2
- Zweiter Leiterteil
- 3
- Dritter Leiterteil
- 4
- Vierter Leiterteil
- 5
- Fünfter Leiterteil
- 6
- Gelenkige Verbindung
- 7
- Gelenkachse
- 8
- Freiraum
- 10
- Leitersatz
- 11
- Holme
- 12
- Sprossen
- 13
- Führungselemente
- 14
- Fahrzeug
- 15
- Plattform
- 16
- Antrieb
- 17
- Seitliche Führungsrollen
- 18
- Abhebesicherung
- L
- Länge des Freiraumes 8
- B
- Breite des Freiraumes 8
1. Ausfahrbarer Leitersatz (10), insbesondere Feuerwehrleiter, aus zumindest zwei Leiterteilen
(1, 2, 3, 4, 5), die jeweils aus Holmen (11) und zwischen den Holmen (11) verlaufenden
Sprossen (12) gebildet werden, wobei der oberste Leiterteil (1) aus zumindest zwei
Leiterabschnitten (1a, 1b) gebildet wird, die durch eine gelenkige Verbindung (6)
miteinander verbunden sind, deren Gelenkachse (7) im Wesentlichen parallel zu den
Sprossen (12) steht, wobei in der vollständig in den darunterliegenden Leiterteil
(2) eingefahrenen Stellung des obersten Leiterteils (1) der erste Leiterabschnitt
(1a) und der zweite Leiterabschnitt (1b) mit dem darunterliegenden Leiterteil (2)
überdecken, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der unmittelbar unter dem obersten Leiterteil (1) liegende Leiterteil (2)
einen Freiraum (8) aufweist, der im Kopfbereich des Leiterteils (2) zwischen den Holmen
(11), zur Leiterteilspitze hin offen und zwischen Vorderseite und Rückseite des Leiterteils
(2) durchgehend ausgebildet ist, sodass der zweite Leiterabschnitt (1b) in einer Stellung,
in der die Gelenkachse (7) mit dem unmittelbar unter dem obersten Leiterteil (1) liegenden
Leiterteil (2) überlappt, durch den Freiraum (8) hindurch um die Gelenkachse (7) abneigbar
ist.
2. Leitersatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Freiraumes (8) in Richtung entlang der Holme (11) größer ist
als der Abstand zwischen zwei benachbarten Sprossen (12) eines Leiterteils (2).
3. Leitersatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Freiraumes (8) in Richtung entlang der Holme (11) zumindest doppelt
so groß, vorzugsweise zumindest dreimal so groß ist wie der Abstand zwischen zwei
benachbarten Sprossen (12) eines Leiterteils (2).
4. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Freiraumes (8) in Richtung entlang der Holme (11) zumindest ein
Viertel, vorzugsweise zumindest die Hälfte der Länge des zweiten Leiterabschnittes
(1b) beträgt.
5. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Freiraumes (8) in Richtung entlang der Holme (11) im Wesentlichen
der Länge des zweiten Leiterabschnittes (1b) entspricht.
6. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der unter dem obersten Leiterteil (1) liegenden Leiterteile (2, 3)
jeweils einen Freiraum (8) aufweisen, sodass der zweite Leiterabschnitt (1b) in einer
Stellung, in der die Gelenkachse (7) mit den zumindest zwei Leiterteilen (2, 3) überlappt,
durch die Freiräume (8) um die Gelenkachse (7) abneigbar ist.
7. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Freiraumes (8) in Richtung entlang der Holme (11) in einem der
Leiterteile (2) größer ist als im anderen Leiterteil (3).
8. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle unterhalb des obersten Leiterteils (1) liegende Leiterteile (2, 3, 4, 5) jeweils
einen Freiraum (8) aufweisen, sodass der zweite Leiterabschnitt (1b) in einer Stellung,
in der die darunterliegenden Leiterteile (2, 3, 4) vollständig eingefahren sind und
die Gelenkachse (7) mit den darunterliegenden Leiterteilen (2, 3, 4, 5) überlappt,
durch die Freiräume (8) um die Gelenkachse (7) abneigbar ist.
9. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Holme (11) des ersten Leiterabschnittes (1a) über die Gelenkachse (7) hinaus
erstrecken und mit dem zweiten Leiterabschnitt (1b) zumindest teilweise überlappen.
10. Leitersatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die sich über die Gelenkachse (7) hinaus erstreckenden Abschnitte der Holme (11)
zumindest doppelt so lang sind wie der Abstand zwischen zwei benachbarten Sprossen
eines Leiterteils (1).
11. Leitersatz nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der sich über die Gelenkachse (7) hinaus erstreckenden Abschnitte der Holme
(11) zumindest ein Viertel, vorzugsweise zumindest die Hälfte der Länge des zweiten
Leiterabschnittes (1b) beträgt.
12. Leitersatz nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der oberste Leiterteil (1) an bzw. auf Führungselementen (13, 17) geführt ist, die
im darunterliegenden Leiterteil (2) gelagert sind, wobei in der vollständig in den
darunterliegenden Leiterteil (2) eingefahrenen Stellung des obersten Leiterteils (1)
die über die Gelenkachse (7) hinaus verlängerten Abschnitte der Holme (11) des ersten
Leiterabschnittes (1a) an bzw. auf den Führungselementen (13, 17) liegen, und dass
vorzugsweise die Führungselemente (13, 17) von unten und/oder von der Seite und/oder
von oben an den über die Gelenkachse (7) hinaus verlängerten Abschnitten der Holme
(11) des ersten Leiterabschnittes (1a) anliegen.
13. Leitersatz nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (13, 17) im Kopfbereich des darunterliegenden Leiterteils (2)
angeordnet sind.
14. Leitersatz nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (13, 17) drehbar gelagerte Rollen sind.
15. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Holme (11) des obersten Leiterteils (1) einen Untergurt und einen Obergurt umfassen,
wobei die Gelenkachse (7) der gelenkigen Verbindung (6) im Untergurt oder im Obergurt
des obersten Leiterteils (1) ausgebildet ist.
16. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oberste Leiterteil (1) im Wesentlichen dieselbe Länge aufweist wie der unmittelbar
unter dem obersten Leiterteil (1) liegende Leiterteil (2).
17. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Leiterabschnitt (1b) an seinem der Gelenkachse (7) abgewandten Ende eine
Plattform (15), insbesondere in Form eines Arbeitskorbes, und/oder Arbeitsgeräte trägt.
18. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitersatz (10) Bestandteil einer Drehleiter ist.
19. Leitersatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitersatz (10) auf einem Einsatzfahrzeug, insbesondere einem Feuerwehrfahrzeug
angeordnet ist.
20. Fahrzeug (14), insbesondere Hubrettungsfahrzeug, mit einem Leitersatz, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitersatz (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
1. A set of extendable ladders (10), in particular fire ladder, consisting of at least
two ladder parts (1, 2, 3, 4, 5), each part being formed from side rails (11) and
rungs (12) running between the side rails (11), wherein the uppermost ladder part
(1) is formed from at least two ladder sections (1a, 1b) interconnected by an articulated
link (6), the articulation axis (7) of which runs substantially parallel with the
rungs (12), wherein, when the uppermost ladder part (1) has been fully retracted into
the ladder part (2) lying below, the first ladder section (1a) and the second ladder
section (1b) overlap the ladder part (2) lying below, characterized in that at least the ladder part (2) lying directly below the uppermost ladder part (1) has
a gap (8) which, in the head region of the ladder part (2) between the side rails
(11), is open towards the tip of the ladder and is formed to be continuous between
a front face and rear face of the ladder part (2) such that in a position in which
the articulation axis (7) overlaps the ladder part (2) lying directly below the uppermost
ladder part (1), the second ladder section (1b) can be tilted through the gap (8)
about the articulation axis (7).
2. The set of ladders according to claim 1, characterized in that the extension of the gap (8) in the direction along the side rails (11) is greater
than the distance between two adjacent rungs (12) of a ladder part (2).
3. The set of ladders according to claim 1 or 2, characterized in that the extension of the gap (8) in the direction along the side rails (11) is at least
twice as big, preferably at least three times as big, as the distance between two
adjacent rungs (12) of a ladder part (2).
4. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the extension of the gap (8) in the direction along the side rails (11) is at least
a quarter, preferably at least half, of the length of the second ladder section (1b).
5. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the extension of the gap (8) in the direction along the side rails (11) substantially
corresponds to the length of the second ladder section (1b).
6. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that at least two of the ladder parts (2, 3) lying underneath the uppermost ladder part
(1) respectively have a gap (8) so that the second ladder section (1b) can be tilted
through the gaps (8) about the articulation axis (7) when in a position in which the
articulation axis (7) overlaps the at least two ladder parts (2, 3).
7. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the extension of the gap (8) in the direction along the side rails (11) in one of
the ladder parts (2) is bigger than in the other ladder part (3).
8. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that all of the ladder parts (2, 3, 4, 5) lying underneath the uppermost ladder part (1)
respectively have a gap (8) so that the second ladder section (1b) can be tilted through
the gaps (8) about the articulation axis (7) when in a position in which the ladder
parts (2, 3, 4) lying below are fully retracted and the articulation axis (7) overlaps
the ladder parts (2, 3, 4, 5) lying below.
9. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the side rails (11) of the first ladder section (1a) extend beyond the articulation
axis (7) and at least partially overlap the second ladder section (1b).
10. The set of ladders according to claim 9, characterized in that the sections of the side rails (11) extending beyond the articulation axis (7) are
at least twice as long as the distance between two adjacent rungs of a ladder part
(1).
11. The set of ladders according to claim 9 or 10, characterized in that the length of the sections of the side rails (11) extending beyond the articulation
axis (7) is at least a quarter, preferably at least half, of the length of the second
ladder section (1b).
12. The set of ladders according to any one of claims 9 to 11, characterized in that the uppermost ladder part (1) is guided against or on guide elements (13, 17) mounted
in the ladder part (2) lying below, wherein, when the uppermost ladder part (1) is
in the position fully retracted into the ladder part (2) lying below, the sections
of the side rails (11) of the first ladder section (1a) extended beyond the articulation
axis (7) lie against or on the guide elements (13, 17), and that the guide elements
(13, 17) preferably lie against sections of the side rails (11) of the first ladder
section (1a) extended beyond the articulation axis (7) from underneath and/or from
the side and/or from above.
13. The set of ladders according to claim 12, characterized in that the guide elements (13, 17) are disposed in the head region of the ladder part (2)
lying below.
14. The set of ladders according to claim 12 or 13, characterized in that the guide elements (13, 17) are rotatably mounted rollers.
15. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the side rails (11) of the uppermost ladder part (1) comprise a bottom spar and a
top spar, wherein the articulation axis (7) of the articulated link (6) is disposed
in the bottom spar or in the top spar of the uppermost ladder part (1).
16. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the uppermost ladder part (1) is of substantially the same length as the ladder part
(2) lying directly below the uppermost ladder part (1).
17. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the second ladder section (1b) supports a platform (15) at its end remote from the
articulation axis (7), in particular in the form of a working cage, and/or work equipment.
18. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the set of ladders (10) is a constituent part of a turntable ladder.
19. The set of ladders according to any one of the preceding claims, characterized in that the set of ladders (10) is disposed on an emergency vehicle, in particular a firefighting
vehicle.
20. A vehicle (14), in particular a firefighting and aerial rescue vehicle, having a set
of ladders, characterized in that the set of ladders (10) is designed according to any one of the preceding claims.
1. Kit d'échelle déployable (10), plus particulièrement échelle de pompiers, constituée
d'au moins deux parties d'échelle (1, 2, 3, 4, 5), qui sont constituées chacune de
montants (11) et d'échelons (12) s'étendant entre les montants (11), la partie d'échelle
la plus haute (1) étant constituée d'au moins deux portions d'échelle (1a, 1b), qui
sont reliées entre elles par une liaison articulée (6), dont l'axe d'articulation
(7) est globalement parallèle aux échelons (12), moyennant quoi, dans la position
entièrement rétractée dans la partie d'échelle (2), située en dessous, de la partie
d'échelle la plus haute (1), la première portion d'échelle (1a) et la deuxième portion
d'échelle (1b) sont superposées avec la partie d'échelle (2) située en dessous, caractérisé en ce qu'au moins la partie d'échelle (2) située directement en dessous de la partie d'échelle
la plus haute (1) comprend un espace libre (8) qui est ouvert, dans la zone de tête
de la partie d'échelle (2) entre les montants (11), en direction de la pointe de la
partie d'échelle et est conçu de manière continue entre l'avant et l'arrière de la
partie d'échelle (2), de façon à ce que la deuxième portion d'échelle (1b) puisse
être inclinée à travers l'espace libre (8) autour de l'axe d'articulation (7) dans
une position, dans laquelle l'axe d'articulation (7) se superpose avec la partie d'échelle
(2) se trouvant directement en dessous de la partie d'échelle la plus haute (1).
2. Kit d'échelle selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extension de l'espace libre (8) le long des montants (11) est supérieure à la distance
entre deux échelons (12) adjacents d'une partie d'échelle (2).
3. Kit d'échelle selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'extension de l'espace libre (8) le long des montants (11) est au moins le double,
de préférence au moins le triple de la distance entre deux échelons (12) adjacents
d'une partie d'échelle (2).
4. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'extension de l'espace libre (8) le long des montants (11) est égale à au moins
un quart, de préférence à au moins la moitié de la longueur de la deuxième portion
d'échelle (1b).
5. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'extension de l'espace libre (8) le long des montants (11) correspond globalement
à la longueur de la deuxième portion d'échelle (1b).
6. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux des parties d'échelle (2, 3) se trouvant en dessous de la partie d'échelle
la plus haute (1) comprennent chacune un espace libre (8) de façon à ce que la deuxième
portion d'échelle (1b) puisse être inclinée à travers les espaces libres (8) autour
de l'axe d'articulation (7) dans une position, dans laquelle l'axe d'articulation
(7) se superpose avec les au moins deux parties d'échelle (2, 3).
7. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'extension de l'espace libre (8) le long des montants (11) dans une des parties
d'échelle (2) est supérieure à celle de l'autre partie d'échelle (3).
8. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que toutes les parties d'échelle (2, 3, 4, 5) se trouvant en dessous de la partie d'échelle
la plus haute (1) comprennent chacune un espace libre (8), de façon à ce que la deuxième
portion d'échelle (1b) puisse être inclinée à travers les espaces libres (8) autour
de l'axe d'articulation (7) dans une position, dans laquelle les parties d'échelle
(2, 3, 4) situées en dessous sont entièrement rétractées et l'axe d'articulation (7)
se superpose avec les parties d'échelle (2, 3, 4, 5) situées en dessous.
9. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les montants (11) de la première portion d'échelle (1a) s'étendent au-delà de l'axe
d'articulation (7) et se superposent au moins partiellement avec la deuxième portion
d'échelle (1b).
10. Kit d'échelle selon la revendication 9, caractérisé en ce que les portions des montants (11) s'étendant au-delà de l'axe d'articulation (7) sont
au moins deux fois plus longs que la distance entre deux échelons adjacents d'une
partie d'échelle (1).
11. Kit d'échelle selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la longueur des portions des montants (11) s'étendant au-delà de l'axe d'articulation
(7) représente au moins le quart, de préférence au moins la moitié de la longueur
de la deuxième portion d'échelle (1b).
12. Kit d'échelle selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que la partie d'échelle la plus haute (1) est guidée le long ou sur des éléments de guidage
(13, 17) qui sont logés dans la partie d'échelle (2) située en dessous, moyennant
quoi, dans la position de la partie d'échelle la plus haute (1) entièrement rétractée
dans la partie d'échelle (2) située en dessous, les portions, prolongées au-delà de
l'axe d'articulation (7), des montants (11), de la première portion d'échelle (1a)
s'appuient contre ou sur les éléments de guidage (13, 17) et en ce que, de préférence, les éléments de guidage (13, 17) s'appuient par le bas et/ou par
le côté et/ou par le haut contre les portions, prolongées au-delà de l'axe d'articulation
(7), des montants (11) de la première portion d'échelle (1a).
13. Kit d'échelle selon la revendication 12, caractérisé en ce que les éléments de guidage (13, 17) sont disposés dans la zone de tête de la partie
d'échelle (2) située en dessous.
14. Kit d'échelle selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que les éléments de guidage (13, 17) sont des galets logés de manière rotative.
15. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les montants (11) de la partie d'échelle la plus haute (1) comprennent une membrure
inférieure et une membrure supérieure, l'axe d'articulation (7) de la liaison articulée
(6) étant réalisé dans la membrure inférieure ou dans la membrure supérieure de la
partie d'échelle la plus haute (1).
16. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie d'échelle la plus haute (1) présente globalement la même longueur que la
partie d'échelle (2) se trouvant en dessous de la partie d'échelle la plus haute (1).
17. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième portion d'échelle (1b) comporte, au niveau de son extrémité opposée à
l'axe d'articulation (7), une plate-forme (15), plus particulièrement sous la forme
d'une nacelle de travail, et/ou des appareils de travail.
18. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le kit d'échelle (10) fait partie d'une échelle rotative.
19. Kit d'échelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le kit d'échelle (10) est disposé sur un véhicule d'intervention, plus particulièrement
sur un véhicule de pompiers.
20. Véhicule (14), plus particulièrement véhicule de secours à nacelle élévatrice, avec
un kit d'échelle, caractérisé en ce que le kit d'échelle (10) est conçu selon l'une des revendications précédentes.