[0001] Die Erfindung betrifft eine Staubsaugervorrichtung, enthaltend ein Gehäuse mit einer
Luftansaugöffnung, eine Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines Luftsoges, eine Steuereinrichtung,
eine erste Schlaucheinrichtung mit einem ersten Ende sowie einem zweiten Ende, wobei
das erste Ende mit einer Werkzeugmaschine verbindbar ist und das zweite Ende mit der
Luftansaugöffnung verbindbar ist und eine zweite Schlaucheinrichtung mit einem ersten
Ende sowie einem zweiten Ende, wobei das erste Ende mit einer Düse verbindbar ist
und das zweite Ende mit der Luftansaugöffnung verbindbar ist.
[0002] Staubsauger, insbesondere für den Einsatz an Baustellen (sog. Nass-/Trockenstaubsauger
oder Industriestaubsauger) sind allgemein bekannt und beispielsweise in der
EP-Patentanmeldung 0 777 996 A2 gezeigt. In diesem Dokument des Stands der Technik ist ein Staubsauger für den Einsatz
an Baustellen offenbart, der ein Netzstromkabel sowie einen elektrischen Anschluss
(in Form einer Steckdose) aufweist. Über das Netzstromkabel erhält der Staubsauger
eine elektrische Stromspannung, wenn dieser an einem Netzstromanschluss angeschlossen
ist. In den elektrischen Anschluss des Staubsaugers kann das Netzstromkabel einer
elektrischen Werkzeugmaschine gesteckt werden, um die Werkzeugmaschine ebenfalls mit
einer elektrischen Stromspannung zu versorgen. Mit Hilfe der Verbindung über das Netzstromkabel
der Werkzeugmaschine zu dem Staubsauger sowie einer Steuereinrichtung kann der Staubsauger
bzw. dessen Absaugleistung durch Betätigen des Ein- und Ausschalters der Werkzeugmaschine
geregelt werden. Somit kann eine Absaugleistung des Staubsaugers beim Einschalten
und Betreiben der Werkzeugmaschine geregelt zur Verfügung gestellt werden.
[0003] Derartige Staubsauger für den Einsatz an Baustellen können dabei sowohl als sogenannte
Entstauber als auch gewöhnliche Nass-/Trockensauger verwendet werden. Bei der Verwendung
als Entstauber ist der Staubsauger über ein Absaugrohr so mit einer Werkzeugmaschine
verbunden, dass der beim Bearbeiten eines Werkstoffs entstehende Staub bzw. Bohrmehl
abgesaugt wird. Bei der Werkzeugmaschine kann es sich beispielsweise um eine Bohrmaschine,
ein Schleifgerät, ein Fräse, Säge oder ähnliches handeln.
[0004] Im Gegensatz dazu wird bei der Verwendung des Staubsaugers als gewöhnlicher Nass-/Trockensauger
eine Bodendüse über ein Absaugrohr mit dem Staubsauger verbunden, damit zwischen einzelnen
Arbeitsvorgängen und/oder nach Beendigung aller Arbeitsvorgänge der Baustellenboden
gereinigt werden kann.
[0005] Wenn der Staubsauger jedoch als Entstauber verwendet wird, muss dieser Staubsauger
bzw. dessen Absaugleistung richtliniengemäß bestimmte Grenzen und Schwellwerte einhalten,
damit eine sichere Arbeitsumgebung geschaffen werden kann. Hierbei darf insbesondere
der Schwellwert für die Sauggeschwindigkeit an dem Eintritt des Staubsaugers nicht
unterschritten werden, um das Einsaugen des Staubs sicherzustellen. Damit dieser Schwellwert
für die Sauggeschwindigkeit überschritten wird, muss diese hohe Sauggeschwindigkeit
extra an dem Staubsauger eingestellt werden. Des Weiteren ist für gewöhnlich an den
als Entstauber verwendbaren Staubsaugern eine Mess- und Überwachvorrichtung für diese
Schwellwerte sowie eine Signaleinrichtung vorgesehen, die einen deutlich hörbaren
Signalton erzeugt, wenn ein gemessener Schwellwert und insbesondere die festgelegte
Sauggeschwindigkeit aus irgendwelchen Gründen unterschritten werden. Ein Grund als
Ursache für das Unterschreiten des Schwellwerts der Sauggeschwindigkeit kann in einer
übermäßigen Verschmutzung des Saugrohrs und/oder in einem erhöhten Luftwiderstand
liegen. Durch den Signalton ist der Anwender der Werkzeugmaschine gewarnt, dass beispielsweise
die Sauggeschwindigkeit nicht mehr ordnungsgemäß ist und folglich nicht mehr der Großteil
des Staubs abgesaugt wird. Üblicherweise erfolgt daraufhin eine Kontrolle des Staubsaugers
und/oder der mit dem Staubsauger verbundenen Werkzeugmaschine, um herauszufinden warum
der Schwellwert, wie z.B. die Sauggeschwindigkeit, unterschritten wurde.
[0006] Jedoch kann es vorkommen, dass bei der Verwendung des Staubsaugers als reiner Nass-/Trockensauger
durch ein zu festes Andrücken der Bodendüse an einen Untergrund, die Sauggeschwindigkeit
plötzlich abnimmt und dadurch der festgelegte Schwellwert für die Sauggeschwindigkeit
unterschritten wird. Damit in einem sollen Fall der Anwender nicht ständig durch den
Signalton, welches beim Unterschreiten des Schwellwerts erzeugt wird, gestört wird,
kann die Mess- und Überwachvorrichtung auch manuell durch Betätigen der entsprechenden
Schalter an dem Staubsauger abgeschaltet werden. Wenn der Staubsauger als Nass-/Trockensauger
zum Absaugen des Arbeitsbodens verwendet wird, ist die Funktion der Mess-und Überwachvorrichtung
zum Überwachen und Messen der Sauggeschwindigkeit nicht zwingend erforderlich.
[0007] Wenn jedoch der Staubsauger wieder als Entstauber an einer Werkzeugmaschine verwendet
wird, ist die Funktion der Mess- und Überwachvorrichtung zum Überwachen und Messen
der Sauggeschwindigkeit notwendig, sodass diese wieder manuell durch Betätigen der
entsprechenden Schalter an dem Staubsauger eingeschaltet werden muss.
[0008] Nachteilig an den im Stand der Technik bekannten Staubsaugern sind jedoch deren umständliche
Handhabung sowie deren Anfälligkeit für Bedienungsfehler durch den Anwender.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher die vorstehend genannten Nachteile
zu beseitigen und insbesondere eine Staubsaugervorrichtung bereitzustellen, die eine
einfache sowie sichere Handhabung der Staubsaugervorrichtung für die Verwendung als
gewöhnlichen Nass-/Trockensauger sowie für die Verwendung als Entstauber in Kombination
mit einer anschließbaren Werkzeugmaschine gewährleistet.
[0010] Hierzu wird eine Staubsaugervorrichtung bereitgestellt, die ein Gehäuse mit einer
Luftansaugöffnung, eine Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines Luftsoges, eine Steuereinrichtung,
eine erste Schlaucheinrichtung mit einem ersten Ende sowie einem zweiten Ende, wobei
das erste Ende mit einer Werkzeugmaschine verbindbar ist und das zweite Ende mit der
Luftansaugöffnung verbindbar ist und eine zweite Schlaucheinrichtung mit einem ersten
Ende sowie einem zweiten Ende, wobei das erste Ende mit einer Düse verbindbar ist
und das zweite Ende mit der Luftansaugöffnung verbindbar ist, enthält.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die erste Schlaucheinrichtung eine erste Signalvorrichtung
enthält, die zweite Schlaucheinrichtung eine zweite Signalvorrichtung enthält und
die Staubsaugervorrichtung eine erste Signalempfangseinrichtung, eine zweite Signalempfangseinrichtung
sowie eine Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung enthält, wobei die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung
dazu dient die Geschwindigkeit der angesaugten Luft zu messen und beim Unterschreiten
eines vorbestimmten Sauggeschwindigkeitsschwellwerts ein Signal auszusenden, und
wobei die erste Signalempfangseinrichtung ausgestaltet ist ein von der ersten Signalvorrichtung
ausgesendetes Signal zu empfangen oder ein von der Werkzeugmaschine ausgesendetes
Signal zu empfangen, wodurch die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung aktiviert
ist, und wobei die zweite Signalvorrichtung dazu dient ein Signal an die zweite Signalempfangseinrichtung
zu senden, wodurch die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung deaktiviert ist.
[0012] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung
kann vorgesehen sein, dass die erste Signalvorrichtung als Schallzeugungseinrichtung
und die erste Signalempfangseinrichtung als Schallempfangseinrichtung ausgestaltet
ist. Hierdurch ist eine spezielle Identifizierungsmöglichkeit für die erste Schlaucheinrichtung
oder für die Werkzeugmaschine der Staubsaugervorrichtung gegeben, um einfach und effizient
die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung zu aktivieren. Alternativ kann die erste
Signalvorrichtung als elektrische bzw. elektronische Datenübertragung, wie z.B. in
Form einer Funkeinrichtung, verwirklicht sein. Darüber hinaus kann die die erste Signalvorrichtung
beispielsweise auch mit Bluetooth-Technologie verwirklicht sein.
[0013] Um eine spezielle Identifizierungsmöglichkeit für die zweite Schlaucheinrichtung
der Staubsaugervorrichtung zu geben, kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform
vorgesehen sein, dass die zweite Signalvorrichtung als Codierelement und die zweite
Signalempfangseinrichtung als Decodiereinrichtung ausgestaltet ist, wobei das Codierelement
zum Aussenden von codierten Signalen und die Decodiereinrichtung zur Decodierung der
codierten Signalen dient.
[0014] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Zeichnung,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmässigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Staubsaugervorrichtung mit einer ersten Schlaucheinrichtung
und einer Werkzeugmaschine;
- Fig. 2
- eine Innenansicht der erfindungsgemäßen Staubsaugervorrichtung;
- Fig. 3
- die erfindungsgemäße Staubsaugervorrichtung mit einer zweiten Schlaucheinrichtung
und einer Bodendüse;
- Fig. 4
- eine Werkzeugmaschine mit einer als Schallerzeugungseinrichtung ausgestalteten ersten
Signalvorrichtung; und
- Fig. 5
- die zweite Schlaucheinrichtung mit einer als Codierelement ausgestalteten zweiten
Signalvorrichtung und einer Bodendüse.
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
[0016] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Staubsaugervorrichtung 1 mit einer ersten Schlaucheinrichtung
40 und einer Werkzeugmaschine 20. Bei der Werkzeugmaschine 20 handelt es sich um einen
elektrisch betriebenen Trennschleifer. Es ist jedoch auch möglich, dass andere Werkzeugmaschinen
verwendet werden. Die Werkzeugmaschine 20 wird durch das Stromkabel 21 mit einer elektrischen
Spannung versorgt. Alternativ kann die Werkzeugmaschine 20 auch mittels eines Akkumulators
betrieben werden. Der Akkumulator ist nicht in den Figuren dargestellt.
[0017] Die Staubsaugervorrichtung 1 kann in einer ersten Verwendung als Entstauber verwendet
werden. Hierzu ist die Staubsaugervorrichtung 1 mit einer Werkzeugmaschine 20 verbunden
(vgl. Fig. 1).
[0018] Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, enthält die Staubsaugervorrichtung 1 ein Gehäuse 30
mit einem oberen Anteil 32 und einem unteren Anteil 34. An dem unteren Anteil 34 des
Gehäuses 30 sind vier Rollen 35, 36 positioniert, von denen in den Figuren nur zwei
erkennbar sind. Der obere Anteil 32 des Gehäuses 30 enthält eine Luftansaugöffnung
37, eine Steckdose 38, das Stromkabel 21, eine erste Luftauslassöffnung 39a und eine
zweite Luftauslassöffnung 39b. In Fig. 1 ist jedoch nur die erste Luftauslassöffnung
39a dargestellt. Die zweite Luftauslassöffnung 39b ist in Fig. 2 dargestellt. Durch
die Luftansaugöffnung 37 wird mit Hilfe eines im Inneren des Gehäuses 30 erzeugten
Unterdrucks Luft und insbesondere Schmutzpartikel angesogen. Die erste Luftauslassöffnung
37 und zweite Luftauslassöffnung dienen dazu die angesogene Luft wieder aus dem Gehäuse
30 austreten zu lassen. Wie nachfolgend noch im Detail beschrieben, dient die Steckdose
38 zur Versorgung einer angeschlossenen Werkzeugmaschine 20 mit elektrischer Spannung.
Das Stromkabel 21 ist mit einer (nicht gezeigten) Netzstromquelle verbindbar, um die
Staubsaugervorrichtung 1 mit einer elektrischen Spannung zu versorgen. Des Weiteren
enthält die Staubsaugervorrichtung 1 eine erste Schlaucheinrichtung 40 sowie eine
zweite Schlaucheinrichtung 50. Mit der ersten Schlaucheinrichtung 40 kann die als
Trennschleifer ausgestaltete Werkzeugmaschine 20 mit der Staubsaugervorrichtung 1
verbunden werden. Mit der zweiten Schlaucheinrichtung 50 kann eine Bodendüse 56 mit
der Staubsaugervorrichtung 1 verbunden werden (vgl. Fig. 3). Die erste Schlaucheinrichtung
40 enthält ein erstes Ende 42 und ein zweites Ende 44. Außerdem enthält die zweite
Schlaucheinrichtung 50 ein erstes Ende 52 und ein zweites Ende 54. An dem ersten Ende
42 der ersten Schlaucheinrichtung 40 ist eine als Schallerzeugungseinrichtung ausgestaltete
erste Signalvorrichtung 60 positioniert (vgl. Fig. 1). Alternativ kann die erste Signalvorrichtung
60 auch an der Werkzeugmaschine 20 positioniert sein. An dem ersten Ende 52 der zweiten
Schlaucheinrichtung 50 ist eine als Codierelement ausgestaltete zweite Signalvorrichtung
70 positioniert.
[0019] Wie in Fig. 2 dargestellt, enthält die Staubsaugervorrichtung 1 des Weiteren eine
Unterdruckeinrichtung 80, ein Filterelement 82, einen Schmutzaufbewahrungsbehälter
84, eine Steuereinrichtung 86, eine Hupe 88, einen Sauggeschwindigkeitssensor 90,
eine erste Signalempfangseinrichtung 100 sowie eine zweite Signalempfangseinrichtung
110. Alternativ kann die Hupe 88 auch als Horn ausgebildet sein. Mit Hilfe der Unterdruckeinrichtung
80 wird in dem Gehäuse 30 ein Unterdruck erzeugt, sodass Luft durch die Luftansaugöffnung
37 angesogen wird. Zusammen mit der Luft werden auch Schmutzpartikel angesogen. Der
Schmutzaufbewahrungsbehälter 84 dient dazu die Schmutzpartikel aufzufangen, die durch
die Luftansaugöffnung 37 mit der angesogenen Luft in das Innere des Gehäuses 30 transportiert
werden. Das Filterelement 82 ist in Strömungsrichtung R vor der Unterdruckeinrichtung
80 (d.h. zwischen der Unterdruckeinrichtung 80 und dem Schmutzaufbewahrungsbehälter
84) positioniert, sodass Schmutzpartikel vor dem Eindringen in die Unterdruckeinrichtung
80 aufgefangen werden können. Hierdurch kann ein Verschmutzen sowie eine mögliche
Beschädigung der Unterdruckeinrichtung 80 verhindert werden. Die Steuereinrichtung
86 enthält eine Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung 120. Des Weiteren ist die
Steuereinrichtung 86 über verschiedene Verbindungsleitungen 91, 92, 93, 94, 95 mit
der Unterdruckeinrichtung 80, dem Sauggeschwindigkeitssensor 90, der ersten Signalempfangseinrichtung
100, der zweiten Signalempfangseinrichtung 110 sowie mit der Hupe 88 verbunden.
[0020] Die Steuereinrichtung 86 ist generell dazu geeignet, die Unterdruckeinrichtung 80
zu steuern und zu regeln. Insbesondere kann mittels der Steuereinrichtung 86 die (Saugkraft-)Leistung
der Unterdruckeinrichtung 80 erhöht oder auch verringert werden. Die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung
120 dient dazu mit Hilfe eines Sauggeschwindigkeitssensors 90 an der Luftansaugöffnung
37 die Geschwindigkeit der angesaugten Luft zu messen. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist
der Sauggeschwindigkeitssensor 90 an der Luftansaugöffnung 37 positioniert. Alternativ
dazu kann der Sauggeschwindigkeitssensor 90 auch an jeder anderen geeigneten Position,
wie z.B. in der ersten oder zweiten Schlaucheinrichtung 40, 50, positioniert sein.
[0021] Die erste Signalempfangseinrichtung 100 ist als Schallempfangseinrichtung, wie z.B.
als Mikrophon, ausgestaltet. Die erste Signalempfangseinrichtung 100 dient dazu Schallwellen
in einem bestimmten Frequenzbereich zu empfangen und auszuwerten. Wie nachfolgend
im Detail beschrieben, empfängt die erste Signalempfangseinrichtung 100 Signale in
Form von Schallwellen, die von der ersten Signalvorrichtung 60 der Werkzeugmaschine
20 ausgesendet werden. Die erste Signalempfangseinrichtung 100 ist über die Verbindungsleitung
93 mit der Steuereinrichtung 86 verbunden. Mittels der Verbindungsleitung 93 wird
das empfangene Signal an die Steuereinrichtung 86 gesendet.
[0022] Die zweite Signalempfangseinrichtung 110 ist in Form einer ringförmigen Decodiereinrichtung
um die Luftansaugöffnung 37 positioniert und dazu ausgebildet, um ein codiertes Signal
von der zweiten Signalvorrichtung 70 zu empfangen, das als Codierelement ausgestaltet
ist. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Codierelement durch drei Magnetringe
72 ausgestaltet. Die zweite Signalempfangseinrichtung 110 ist dabei als Magnetsensor
(z.B. Hall-Sensor) gestaltet, der die Magnetringe 72 des Codierelements 70 erkennt.
Des Weiteren ist die zweite Signalempfangseinrichtung 110 über die Verbindungsleitung
94 mit der Steuereinrichtung 86 verbunden, wodurch die vom Magnetsensor 110 empfangenen
Signale an die Steuereinrichtung 86 gesendet werden.
[0023] Wie in Fig. 1 und 4 gezeigt, ist die Werkzeugmaschine 20 als elektrisch betriebener
Trennschleifer ausgestaltet. Der Trennschleifer 20 enthält dabei im Wesentlichen ein
Gehäuse 21, ein drehbares Werkzeug 22 in Form einer Trennscheibe sowie einen Handgriff
23. In dem Gehäuse 21 ist ein (nicht gezeigter) Elektromotor als Antrieb für das Werkzeug
22 positioniert. An dem Gehäuse 21 ist ein Stromkabel 24 vorgesehen, über welches
der Elektromotor mit einer elektrischen Spannung versorgt wird. Das Ende des Stromkabels
24 kann mit der Steckdose 38 der Staubsaugervorrichtung 1 oder mit einer (nicht gezeigten)
Netzsteckdose verbunden werden. Der Handgriff 23 weist einen Schalter 25 auf, mit
dem der Elektromotor und damit die Trennscheibe 22 ein- und ausgeschaltet werden kann.
Des Weiteren enthält der Trennschleifer 20 eine Ausstoßöffnung 26, die an einem oberen
Ende des Gehäuses 21 positioniert ist. Durch die Ausstoßöffnung 26 wird Staub aus
dem Gehäuse 21 ausgestoßen, der bei der Bearbeitung des Werkstoffs W durch den Trennschleifer
20 erzeugt wird. An dem Ende der Ausstoßöffnung 26 ist gemäß der in Fig. 4 gezeigten
Ausführungsform die erste Signalvorrichtung 60 positioniert. Wie bereits vorstehend
beschrieben, kann die erste Signalvorrichtung 60 auch an dem ersten Ende 42 der ersten
Schlaucheinrichtung 40 positioniert sein (vgl. Fig. 1). Die erste Signalvorrichtung
60 ist als Schallzeugungseinrichtung ausgestaltet, die Töne in bestimmten Frequenzen
erzeugt. Bei der Schallzeugungseinrichtung 60 handelt es sich dabei im Wesentlichen
um eine Pfeife oder Horn. Die Schallzeugungseinrichtung 60, und insbesondere in der
Ausgestaltung als Pfeife, kann beispielsweise durch einen Luftstrom betrieben werden.
Der Luftstrom kann dabei durch einen (nicht gezeigten) Lüfter im Gehäuse 21 und/oder
durch die sich drehende Trennscheibe 22 erzeugt werden. Die Töne, die durch die Schallzeugungseinrichtung
60 produziert werden können in einem Frequenzbereich liegen, der von dem menschlichen
Ohr nicht wahrnehmbar ist. Der Frequenzbereich der erzeugten Töne kann von der als
Schallempfangseinrichtung ausgestalteten ersten Signalempfangseinrichtung 100 empfangen
werden.
[0024] Wie in Fig. 3 und 5 dargestellt, kann die Staubsaugervorrichtung 1 gemäß einer zweiten
Verwendung auch als Nass-/Trockensauger verwendet werden. Hierzu ist an der Staubsaugervorrichtung
1 über eine zweite Schlaucheinrichtung 50 eine Bodendüse 56 angeschlossen. Mit Hilfe
der Bodendüse 56 kann Schmutz insbesondere vom Boden angesaugt und über die zweite
Schlaucheinrichtung 50 in den Schmutzaufbewahrungsbehälter 84 transportiert werden.
[0025] Bei der Verwendung der Staubsaugervorrichtung 1 als Entstauber, d.h. zum Absaugen
des durch die Werkzeugmaschine 20 erzeugten Staubs, muss die Staubsaugereinrichtung
1 in einem bestimmten Modus bzw. Einstellkonfiguration betrieben werden. Hierbei muss
die Unterdruckeinrichtung 80 so eingestellt sein, dass die Geschwindigkeit der angesaugten
Luft an der Luftansaugöffnung 37 einen festgelegten Schwellwert (z.B. 20 m/sec.) nicht
unterschreitet. Wie bereits vorstehend beschrieben, wird die Geschwindigkeit der angesaugten
Luft an der Luftansaugöffnung 37 durch die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung
120 in Verbindung mit dem Sauggeschwindigkeitssensor 90 gemessen bzw. überwacht. Nur
mit einer Sauggeschwindigkeit, die höher ist als der vorgegebene Schwellwert kann
sichergestellt werden, dass möglichst der gesamte Staub von der Werkzeugmaschine 20
abgesogen wird. Wenn dieser Modus eingestellt ist und wenn aufgrund von Verschmutzungen,
einer falscher Handhabung der Werkzeugmaschine 20 bzw. Staubsaugervorrichtung 1 oder
technischen Defekten die Geschwindigkeit der angesaugten Luft an der Luftansaugöffnung
37 nicht mehr den festgelegten Schwellwert übersteigt, wird dies von dem Sauggeschwindigkeitssensor
90 erfasst und entsprechend der Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung 120 mitgeteilt.
Die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung 120 sendet daraufhin ein Signal an die
Steuereinrichtung 86, welche wiederum ein Signal zur Aktivierung der Hupe 88 sendet.
Durch die Aktivierung der Hupe 88 (in Form eines Aussendens von Hupsignalen) wird
der Anwender der Staubsaugervorrichtung 1 davon in Kenntnis gesetzt, dass die Sauggeschwindigkeit
unter dem festgelegten Schwellwert ist. Das Hupen ist als Warnung zu verstehen, dass
nicht mehr sichergestellt werden kann, dass der gesamte Staub abgesaugt wird.
[0026] In der Steuereinrichtung 86 ist der Modus bzw. die Einstellkonfiguration hinterlegt,
die die Unterdruckeinrichtung 80 so einstellt, dass ein Schwellwert für die Sauggeschwindigkeit
nicht unterschritten wird. Die Steuereinrichtung 86 aktiviert den Modus für die Mindestsauggeschwindigkeit,
wenn die als Schallempfangseinrichtung ausgebildete erste Signalempfangseinrichtung
100 das entsprechende Tonsignal von der ersten Signalvorrichtung 60 der Werkzeugmaschine
20 empfängt. Die Aktivierung erfolgt dadurch, dass die erste Signalempfangseinrichtung
100 das Tonsignal empfängt und in ein elektrisches Signal umwandelt. Dieses Signal
wird über die Verbindungsleitung 93 an die Steuereinrichtung 86 gesendet. Die Steuereinrichtung
86 interpretiert das Signal und sendet ein entsprechendes Signal an die Unterdruckeinrichtung
80, damit die Leistung der Unterdruckeinrichtung 80 so eingestellt bzw. geregelt wird,
dass die Sauggeschwindigkeit an der Luftansaugöffnung 37 den festgelegten Wert (z.B.
20 m/sec.) nicht unterschreitet. Darüber hinaus sendet die Steuereinrichtung 86 ein
Signal an die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung 120, damit diese in Verbindung
mit dem Sauggeschwindigkeitssensor 90 die Geschwindigkeit der angesaugten Luft an
der Luftansaugöffnung 37 misst und überwacht.
[0027] Bei der Verwendung der Staubsaugervorrichtung 1 als Nass-/Trockensauger wird an das
erste Ende der zweiten Schlaucheinrichtung 50 eine Bodendüse 56 angeschlossen. Mit
dem zweiten Ende wird die zweite Schlaucheinrichtung 50 mit der Luftansaugöffnung
37 verbunden. Wie bereits vorstehend beschrieben ist an dem zweiten Ende der zweiten
Schlaucheinrichtung 50 die zweite Signalvorrichtung 70 in Form der drei Magnetringe
(Codierelements) 72 positioniert. Die als Magnetfeldsensor ausgestaltete zweite Signalempfangseinrichtung
110 (Decodiereinrichtung) erkennt beim Verbinden des zweiten Endes mit der Luftansaugöffnung
die zweite Schlaucheinrichtung. Durch das Erkennen der Magnetringe 72 mittels des
Magnetfeldsensors 110 wird ein Signal an die Steuereinrichtung 86 gesendet, welches
die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung 120 deaktiviert. Durch die Deaktivierung
wird die Geschwindigkeit der angesaugten Luft an der Luftansaugöffnung 37 weiterhin
gemessen und überwacht, es wird jedoch kein entsprechendes Signal zur Aktivierung
der Hupe 88 ausgegeben, wenn die Geschwindigkeit der angesaugten Luft den festgelegten
Schwellenwert unterschreitet.
[0028] Hierdurch ist eine einfache sowie sichere Handhabung der Staubsaugervorrichtung 1
für die Verwendung als gewöhnlichen Nass-/Trockensauger sowie für die Verwendung als
Entstauber in Kombination mit einer anschließbaren Werkzeugmaschine 20 gewährleistet.
1. Staubsaugervorrichtung (1), enthaltend
- ein Gehäuse (30) mit einer Luftansaugöffnung (37);
- eine Unterdruckeinrichtung (80) zum Erzeugen eines Luftsoges;
- eine Steuereinrichtung (86);
- eine erste Schlaucheinrichtung (40) mit einem ersten Ende (42) sowie einem zweiten
Ende (44), wobei das erste Ende (42) mit einer Werkzeugmaschine (20) verbindbar ist
und das zweite Ende (44) mit der Luftansaugöffnung (37) verbindbar ist; und
- eine zweite Schlaucheinrichtung (50) mit einem ersten Ende (52) sowie einem zweiten
Ende (54), wobei das erste Ende (52) mit einer Düse (56) verbindbar ist und das zweite
Ende (54) mit der Luftansaugöffnung (37) verbindbar ist;
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schlaucheinrichtung (40) eine erste Signalvorrichtung (60) enthält, die
zweite Schlaucheinrichtung (50) eine zweite Signalvorrichtung (70) enthält und die
Staubsaugervorrichtung (1) eine erste Signalempfangseinrichtung (100), eine zweite
Signalempfangseinrichtung (110) sowie eine Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung
(120) enthält,
wobei die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung (120) dazu dient die Geschwindigkeit
der angesaugten Luft zu messen und beim Unterschreiten eines vorbestimmten Sauggeschwindigkeitsschwellwerts
ein Signal auszusenden, und wobei die erste Signalempfangseinrichtung (100) ausgestaltet
ist ein von der ersten Signalvorrichtung (60) ausgesendetes Signal zu empfangen oder
ein von der Werkzeugmaschine (20) ausgesendetes Signal zu empfangen, wodurch die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung
(120) aktiviert ist, und
wobei die zweite Signalvorrichtung (70) dazu dient ein Signal an die zweite Signalempfangseinrichtung
(110) zu senden, wodurch die Sauggeschwindigkeitsüberwacheinrichtung (120) deaktiviert
ist.
2. Staubsaugervorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Signalvorrichtung (60) als Schallzeugungseinrichtung und die erste Signalempfangseinrichtung
(100) als Schallempfangseinrichtung ausgestaltet ist.
3. Staubsaugervorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Signalvorrichtung (70) als Codierelement und die zweite Signalempfangseinrichtung
(110) als Decodiereinrichtung ausgestaltet ist, wobei das Codierelement zum Aussenden
von codierten Signalen und die Decodiereinrichtung zur Decodierung der codierten Signalen
dient.