[0001] Die Erfindung betrifft eine Umformmaschine, insbesondere eine Ringwalzmaschine.
[0002] Insbesondere betrifft die Erfindung eine Ringwalzmaschine mit wenigstens einer hydraulisch
geregelten Linearachse. Ebenso betrifft die Erfindung andere dementsprechende Umformmaschinen.
Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Steuerung einer Ringwalzmaschine.
Derartige Ringwalzmaschinen und Steuerverfahren sind hinlänglich aus dem Stand der
Technik, beispielsweise aus der
DE 25 04 969 A1, aus der
DE 38 24 856 A1, aus der
EP 2 444 176 B1 oder aus der
DE 39 21 094 A1, bekannt. Hierbei umfassen die Ringwalzmaschinen regelmäßig einen Radialantrieb,
der mit einer Walzenwelle einer in radialer Richtung wirkenden Radialwalzrolle wirkverbunden
ist, und zumindest einen Axialantrieb, der mit einer Walzenwelle einer in Axialrichtung
wirkenden Axialwalzrolle wirkverbunden ist. Hierbei dienen, wie beispielsweise in
der
DE 25 04 969 A1, der
DE 38 24 856 A1, der
EP 2 444 176 B1 oder auch in der
DE 39 21 094 A1 dargestellt, die Axialrollen in der Regel dazu, ein zu walzendes Werkstück axial,
also in einer Richtung parallel zur Rotationsachse bzw. Symmetrieachse des ringförmigen
Werkstückes, umzuformen, während gleichzeitig oder hintereinander hierzu über die
Radialwalzrolle der Ring radial zur Rotationsachse bzw. Symmetrieachse des Werkstücks
bzw. zu dessen Hochachse umgeformt wird. Häufig wirkt mit der Radialwalzrolle noch
ein Walzdorn zusammen.
[0003] Hierbei versteht es sich, dass die Walzrollen mit Ihren zugehörigen Walzenwellen
in der Regel rotatorisch über entsprechende Radialantriebe bzw. Axialantriebe in Bewegung
oder angesteuert gesetzt werden. Darüber hinaus umfassen derartige Umformmaschinen
auch Linearachsen, die in der Regel hydraulisch, wie beispielsweise in der
DE 39 21 094 A1 offenbart, geregelt sind und die beispielsweise dem Anstellen dieser Rollen zueinander
dienen. Ebenso können über entsprechende Linearachsen auch andere Baugruppen, wie
beispielsweise eine Einlaufführung, der Walzdorn oder sonstiges, entsprechend hydraulisch
geregelt angesteuert werden. Hydrostatische Antriebe offenbart die
EP 2 444 176 B1, die jedoch sehr komplexe Zuleitungen benötigt. Andererseits offenbaren die
DE 39 21 094 A1 und die
DE 38 24 856 A1 elektromechanische Anstellungen.
[0004] Es ist Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Umformmaschine, insbesondere eine Ringwalzmaschine,
bereitzustellen, die bei einfachem maschinebaulichem Aufbau dennoch präzise arbeiten.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Umformmaschine, insbesondere eine Ringwalzmaschine,
mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere ggf. auch unabhängig
hiervon vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den Unteransprüchen sowie der
nachfolgenden Beschreibung.
[0006] Hierbei geht die Erfindung von der Grunderkenntnis aus, dass bei Ringwalzmaschinen
ein einfacher maschinenbaulicher Aufbau, der dennoch präzise arbeitet, dadurch gewährleistet
werden kann, dass die hydraulisch geregelten Linearachsen bzw. die Antriebe der Walzenwellen
für die Walzrollen durch Direktantriebe angetrieben bzw. angesteuert werden können.
Durch die Direktantriebe vereinfacht sich der maschinenbauliche Aufbau insbesondere
dahingehend, dass auf hydraulische Steuerleitungen, die insbesondere gegebenenfalls
unter erheblichen Aufwand auf bewegliche Baugruppen geführt werden müssen, auf Steuerölsysteme
und auf entsprechende Servoventile verzichtet werden kann. Ebenso fallen aufwendige
Getriebe weg. Stattdessen kann durch die Direktantriebe ein System aus Servopumpen
bzw. Servomotoren als Antrieb genutzt werden. Hierbei hat sich herausgestellt, dass
die entsprechenden Vorteile hinsichtlich der hydraulisch geregelten Linearachsen auch
bei anderen Umformmaschinen entsprechend von Vorteil sind. Es versteht sich, dass
diese Grunderkenntnis bereits schon beim Einsatz in Bezug auf lediglich einen Antrieb
entsprechende Vorteile zeigt, insbesondere wenn der entsprechende Antrieb an einer
beweglichen Baugruppe oder verhältnismäßig alleinstehend an der Umformmaschine angeordnet
ist, was ansonsten dementsprechend lange und störungsanfällige bzw. komplexe Leitungswege
bedingt. Die vorstehend dargelegten Vorteile kumulieren nicht nur sondern multiplizieren
sich, wenn beispielsweise sämtliche Antriebe auf einer Seite oder an einer Baugruppe
der Ringwalzmaschine entsprechend ausgestaltet sind; dieses gilt insbesondere dann
wenn sämtliche Antriebe für die hydraulisch geregelten Linearachsen und Walzenwellen
der Ringwalzmaschine durch Direktantriebe angetrieben bzw. angesteuert werden.
[0007] In konkreter Umsetzung kann sich eine Umformmaschine, umfassen wenigstens eine hydraulisch
geregelte Linearachse, dadurch auszeichnen, dass die hydraulisch geregelte Linearachse
über einen elektro-hydrostatischen Aktuator angetrieben ist. Hierdurch wird eine Umformmaschine
bereitgestellt, die einen einfachen maschinenbaulichen Aufbau aufweist und dennoch
präzise arbeitet.
[0008] Der elektro-hydrostatische Aktuator, auch elektro-hydrostatischer Direktantrieb genannt,
zeichnet sich in der Regel dadurch aus, dass innerhalb eines Gehäuses eine Wandlung
elektrischer Energie über eine Hydraulik in eine entsprechende mechanische Linearbewegung
durchgeführt wird. Statt der Nutzung entsprechender hydraulischer Leitungen einschließlich
etwaiger Steuerleitungen und Servoventile kann - anders als in der
EP 2 444 176 B 1 offenbart-somit unmittelbar eine elektrische Ansteuerung der hydraulisch geregelten
Linearachse erfolgen.
[0009] Vorzugsweise weist die Umformmaschine wenigstens eine weitere hydraulisch geregelte
Linearachse auf, die über einen elektro-hydrostatischen Aktuator oder über einen anderen
Antrieb als einen elektro-hydrostatischen Aktuator angetrieben ist. Hierbei ergeben
sich die vorstehend genannten Vorteile bereits, wenn lediglich eine der hydraulisch
geregelten Linearachsen über einen elektro-hydrostatischen Aktuator angetrieben ist,
während die übrigen hydraulisch geregelten Linearachsen noch herkömmlich angetrieben
sein können. Dieses gilt insbesondere dann, wenn die über den elektro-hydrostatischen
Aktuator angetriebene, hydraulisch geregelte Linearachse an einer sehr entfernten
Stelle oder an einer bewegten Baugruppe der Umformmaschine angetrieben werden muss.
Die Vorteile multiplizieren sich entsprechend, wenn mehrere bzw. alle hydraulisch
geregelten Linearachsen, der Antriebe an einer Baugruppe, insbesondere einer bewegten
Baugruppe, angeordnet sind über einen elektro-hydrostatischen Aktuator angetrieben
sind. Es versteht sich, dass dementsprechend auch alle hydraulisch geregelten Linearachsen
über jeweils einen elektro-hydrostatischen Aktuator angetrieben können, was die Vorteile
entsprechend maximiert.
[0010] Hierbei versteht es sich, dass die entsprechenden Vorteile eines elektro-hydrostatischen
Aktuators bei allen Umformmaschinen mit hydraulisch geregelten Linearachsen entsprechend
Vorteilhaft zur Anwendung kommen können. Insbesondere können dementsprechend Schmieden,
insbesondere Radialschmieden, Treibmaschinen, Eindrückmaschinen, Walzmaschinen, Strangpressen,
Faltmaschinen, Tiefziehmaschinen, Sickmaschinen, Bördelmaschinen, Richtmaschinen,
Biegemaschinen, Reckmaschinen und Stauchmaschinen entsprechend vorteilhaft mit elektro-hydrostatischen
Aktuatoren für hydraulisch geregelte Linearachsen versehen werden. Besonders vorteilhaft
können Walzmaschinen oder Pressen dementsprechend ausgerichtet werden. Insbesondere
gilt dieses entsprechend vorteilhaft für Ringwalzmaschinen.
[0011] Ebenso kann eine Ringwalzmaschine, umfassend zumindest einen Radialantrieb, der mit
einer Walzenwelle einer in radialer Richtung wirkenden Radialwalzrolle wirkverbunden
ist, und zumindest einen Axialantrieb, der mit einer Walzenwelle einer in axialer
Richtung wirkenden Axialwalzrolle wirkverbunden ist, sich dadurch auszeichnen, dass
der Radialantrieb und/oder der Axialantrieb einen Motor mit hohem Drehmoment umfassen,
der ohne Getriebe mit der zugehörigen Walzenwelle wirkverbunden ist, um bei einfachen
maschinenbaulichen Aufbau dennoch präzise zu arbeiten. Bei einem Motor mit hohem Drehmoment
handelt es sich insbesondere um einen Motor, der in der Lage ist, die üblichen Motor-Getriebe-Kombinationen
zu ersetzen, so dass der Einsatz eines Getriebes überflüssig ist. Insbesondere kann
ein Motor mit hohem Drehmoment ein langsam laufender Motor mit hohem Drehmoment sein,
mit dem Ziel auf Getriebe zu verzichten. Durch den Verzicht auf Getriebe können die
jeweiligen Radial-und/oder Axialantriebe auch als Direktantriebe bezeichnet werden.
[0012] Der entsprechende Motor mit hohem Drehmoment kann insbesondere einen Servomotor mit
Hohlwelle und/oder ein bürstenloser Gleichstrommotor sein. Insbesondere ist es denkbar,
dass der entsprechende Motor mit hohem Drehmoment ein geschalteter Reluktanzmotor
beziehungsweise ein Torque-Motor ist. Der Motor mit hohem Drehmoment kann sowohl als
Außenläufer als auch als Innenläufer, also als Motor mit einer herkömmlichen Antriebswelle,
ausgebildet sein. Insbesondere durch einen Torque-Motor, die insbesondere als hochpolige
Direktantriebe aus der Gruppe der Langsamläufer ausgestaltet sein und ein sehr hohes
Drehmoment bei relativ kleinen Drehzahlen liefern können, kann bei einfachem maschinenbaulichen
Aufwand, insbesondere unter Verzicht von einem Getriebe, dennoch ein ausreichend hohes
Drehmoment aufgebracht werden, um eine präzises Arbeiten in der über den Torque-Motor
angetriebenen Walzen zu gewährleisten. Je nach konkreter Umsetzung ist als Motor mit
hohem Drehmoment insbesondere ein elektromechanischer Motor, zu welchem dementsprechend
auch geschaltete Reluktanzmotoren bzw. Torque-Motoren bzw. bürstenlose Gleichstrommotoren
zu zählen sind, vorteilhaft zur Anwendung kommen, da auch hier ein präzises Arbeiten
ermöglichender, einfacher maschinenbaulicher Aufbau insbesondere unter Verzicht auf
hydraulische Steuerleitungen u.ä. gewährleistet werden kann. Entsprechende Vorteile
ergeben sich auch bei der Verwendung elektro-hydrostatischer Aktuatoren an dieser
Stelle, wenn ausreichend Drehmoment zur Verfügung steht.
[0013] Über den entsprechenden Motor mit hohem Drehmoment können insbesondere sämtliche
angetriebenen Radialwalzen und Axialwalzen angetrieben werden.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Radialwalzrolle zwei koaxial angeordnete
und gegebenenfalls auch einstückig ausgebildete Walzwellen umfassen, von denen eine
erste der beiden Walzenwellen nach oben und eine zweite der beiden Walzenwellen nach
unten weist und an denen jeweils ein Radialantrieb vorgesehen ist. Dieses ermöglicht
es insbesondere, ein entsprechend höheres Drehmoment aufzubringen. Kumulativ beziehungsweise
alternativ wird hierdurch auch eine geringere Momentenbelastung der Walzenwellen sowohl
in radialer Hinsicht als auch in Umfangsrichtung der Walzenwellen gewährleistet. Insoweit
sind entsprechend koaxial angeordnete Walzenwellen, die dazu dienen, eine Radialwalzrolle
bei einer Ringwalzmaschine, umfassen zumindest einen Radialantrieb, der mit einer
Walzenwelle einer in radialer Richtung wirkenden Radialwalzrolle wirkverbunden ist,
und zumindest einen Axialantrieb, der mit einer Walzenwelle einer in axialer Richtung
wirkenden Axialwalzrolle wirkverbunden ist, dementsprechend vorteilhaft.
[0015] In einer Ausführungsform weist die Ringwalzmaschine mehrere Radialantriebe und/oder
mehrere Axialantriebe auf, und es umfasst wenigstens einer der Radial- und Axialantriebe
einen anderen Antrieb als einen Motor mit hohem Drehmoment, der ohne Getriebe mit
der zugehörigen Walzenwelle wirkverbunden ist. Dieses bedingt zwar einen erhöhten
Aufwand, kann jedoch unter bestimmten Gegebenheiten, beispielsweise wenn der entsprechende
Antrieb besonders hohe Drehmomente aufbringen muss oder wenn sonstige Randbedingungen,
wie beispielsweise ein notwendiger Überlastschutz, vorteilhafter mit einem Getriebe
umzusetzen sind, vorteilhaft sein. Es versteht sich, dass diesbezüglich ohne weiteres
eine Abwägung erfolgen kann und zur Umsetzung der vorstehend genannten Vorteile wenigstens
einer der Radial- bzw. Axialantriebe einen Motor mit hohem Drehmoment umfassen, der
ohne Getriebe mit der zugehörigen Walzenwelle wirkverbunden ist. Andererseits versteht
es sich, dass ggf. auch sämtliche Radialantriebe und/oder sämtliche Axialantriebe,
insbesondere sämtliche Radial- und Axialantriebe, der Ringwalzmaschine einen Motor
mit hohem Drehmoment umfassen können, der ohne Getriebe mit der zugehörigen Walzenwelle
wirkverbunden ist, um so ein Maximum der vorstehend erläuterten Vorteile umsetzen
zu können.
[0016] Es versteht sich, dass die Merkmale der vorstehend bzw. in den Ansprüchen beschriebenen
Lösungen gegebenenfalls auch kombiniert werden können, um die Vorteile entsprechend
kumuliert umsetzen zu können.
[0017] Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften vorliegender Erfindung werden anhand nachfolgender
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels erläutert, das insbesondere auch in anliegender
Zeichnung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt die einzige Figur eine schematische
Seitenansicht einer Ringwalzmaschine.
[0018] Die in der Figur dargestellte, als Umformmaschine 1 ausgestaltete Ringwalzmaschine
4 umfasst mehrere hydraulisch geregelte Linearachsen 2, die jeweils über elektro-hydrostatische
Aktuatoren 3 angesteuert sind, sowie Radialantriebe 5, 6 und Axialantriebe 7, 8, die
jeweils über Walzenwellen 9 entsprechender Radialwalzrollen 10 und Axialwalzrollen
11, 12 antreiben.
[0019] In an sich bekannter Weise umfasst die Ringwalzmaschine 4 ein Radialwalzgerüst 15,
an dem eine Dornhebevorrichtung 16 über einen oberen Zugrahmen 17 radial verlagerbar
ist, wobei die Dornhebevorrichtung 16 ihrerseits den aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellten Dorn axial verlagern kann. Ebenso ist ein unterer Zugrahmen 18
für weitere Baugruppen vorgesehen. Beispielsweise weist die in der Figur dargestellte
Ringwalzmaschine 4 auch eine einlaufseitige Zentrierung 19 sowie ein radial verlagerbares
Axialwalzgerüst 14 auf, welches die beiden Axialwalzrollen 11 und 12 trägt und einen
axial verlagerbaren Schieber 20 trägt, mittels dessen die obere Axialwalzrolle 11
der beiden Axialwalzrollen 11, 12 axial angestellt werden kann. All diese Bewegungsmöglichkeiten
sind bei diesem Ausführungsbeispiel über hydraulisch geregelte Linearachsen 2 mittels
elektro-hydrostatischer Aktuatoren 3 angesteuert.
[0020] Die Radialantriebe 5, 6 und Axialantriebe 7, 8 sind jeweils als Torque-Motoren ausgestaltet
und ohne Getriebe mit den zugehörigen Walzenwellen 9 wirkverbunden. Hierbei sind die
oberen und unteren Walzenwellen 9 der Radialantriebe 5, 6, die jeweils mit der Radialwalzrolle
10 verbundenden sind, bei diesem Ausführungsbeispiel einstückig ausgebildet, wobei
sie in einer alternativen Ausführungsform auch mehrstückig aber koaxial angeordnet
untereinander und jeweils direkt oder indirekt mit der Radialwalzrolle 10 verbunden
sein können.
[0021] Mithin setzt die Umformmaschine 1 auf Direktantriebe und gewährleistet hierdurch
eine maschinenbaulich einfachen Aufbau, ohne dass hierunter die Präzision leidet.
Insbesondere kann auch auf komplexe hydraulische Systeme, die auch auf bewegte Baugruppen
überführt werden müssen und mithin einen großen Leitungsaufwand bedingen, verzichtet
werden.
[0022] Lediglich exemplarisch beziffert sind hydraulische Öltanks 22 zu den zugehörigen
elektro-hydrostatischen Aktuatoren 3. Diese Öltanks 22 sind vorzugsweise an ortsfesten
Baugruppen bezüglich der elektro-hydrostatischen Aktuatoren 3, zu denen sie jeweils
das Öl liefern, angeordnet, so dass auch hier auf bewegliche hydraulische Leitungen
verzichtet werden kann. Vorzugsweise sind die Öltanks 22 in die elektro-hydrostatischen
Aktuatoren 3 integriert. Es versteht sich, dass eine derartige Anordnung der Öltanks
22 an bezüglich der elektro-hydrostatischen Aktuatoren 3 ortsfesten Baugruppen beziehungsweise
die Integration der Öltanks 22 in elektro-hydrostatischen Aktuatoren 3 oder deren
Gehäuse auch unabhängig von den übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung bei einer
Umformmaschine 1 mit hydraulisch geregelten Linearachsen 2 vorteilhaft ist, auch wenn
nicht unbedingt elektro-hydrostatische Aktuatoren 3 sondern andere hydraulische Flüssigkeit
verwendender Aktuatoren zur Anwendung kommen.
Bezugszeichenliste:
[0023]
| 1 |
Umformmaschine |
11 |
obere Axialwalzrolle |
| 2 |
Linearachse |
12 |
untere Axialwalzrolle |
| 3 |
elektro-hydrostatischer Aktuator |
14 |
Axialwalzgerüst |
| 4 |
Ringwalzmaschine |
15 |
Radialwalzgerüst |
| 5 |
Radialantrieb |
16 |
Dornhebevorrichtung |
| 6 |
Radialantrieb |
17 |
oberer Zugrahmen |
| 7 |
Axialantrieb |
18 |
unterer Zugrahmen |
| 8 |
Axialantrieb |
19 |
einlaufseitige Zentrierung |
| 9 |
Walzenwelle |
20 |
Schieber |
| 10 |
Radialwalzrolle |
22 |
Öltank |
1. Umformmaschine (1), umfassend wenigstens eine hydraulisch geregelte Linearachse (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulisch geregelte Linearachse (2) über einen elektro-hydrostatischen Aktuator
(3) angetrieben ist.
2. Umformmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umformmaschine (1) wenigstens eine weitere hydraulisch geregelte Linearachse
(2) aufweist, die über einen elektro-hydrostatischen Aktuator (3) oder über einen
anderen Antrieb als einen elektro-hydrostatischen Aktuator angetrieben ist.
3. Umformmaschine (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche hydraulisch geregelte Linearachsen (2) der Umformmaschine (1) jeweils über
einen elektro-hydrostatischen Aktuator (3) angetrieben sind.
4. Umformmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umformmaschine (1) eine Walzmaschine oder eine Presse, insbesondere eine Schmiedemaschine,
vorzugsweise eine Radialschmiedemaschine, ist.
5. Umformmaschine (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzmaschine eine Ringwalzmaschine (4) ist.
6. Ringwalzmaschine (4), umfassend zumindest einen Radialantrieb (5, 6), der mit einer
Walzenwelle (9) einer in radialer Richtung wirkenden Radialwalzrolle (10) wirkverbunden
ist, und zumindest einen Axialantrieb (7, 8), der mit einer Walzenwelle (9) einer
in axialer Richtung wirkenden Axialwalzrolle (11, 12) wirkverbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Radialantrieb (5, 6) und/oder der Axialantrieb (7, 8) einen Motor mit hohem Drehmoment
umfassen, der ohne Getriebe mit der zugehörigen Walzenwelle (9) wirkverbunden ist.
7. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor mit hohem Drehmoment ein Torque-Motor ist.
8. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor mit hohem Drehmoment (i) ein Innenläufer oder ein Außenläufer, (ii) ein
Servomotor mit Hohlwelle, (iii) ein Motor mit einer herkömmlichen Antriebswelle, (iv)
ein elektro-hydrostatischer Aktuator, (v) ein elektromechanischer Motor und/oder (vi)
ein bürstenloser Gleichstrommotor ist.
9. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialwalzrolle (10) zwei koaxial angeordnete und ggf. auch einstückig ausgebildete
Walzenwellen (9) umfasst, von denen eine erste der beiden Walzenwellen (9) nach oben
und eine zweite der beiden Walzenwellen (9) nach unten weist und an denen jeweils
ein Radialantrieb (5, 6) vorgesehen ist.
10. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialwalzrolle (10) zwei koaxial angeordnete und ggf. auch einstückig ausgebildete
Walzenwellen (9) umfasst, von denen eine erste der beiden Walzenwellen (9) nach oben
und eine zweite der beiden Walzenwellen (9) nach unten weist und an denen jeweils
ein Radialantrieb (5, 6) vorgesehen ist.
11. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringwalzmaschine (4) mehrere Radialantriebe (5, 6) und/oder mehrere Axialantriebe
(7, 8) aufweist und wenigstens einer der Radial- und Axialantriebe (5, 6, 7, 8) einen
anderen Antrieb als einen Motor mit hohem Drehmoment, der ohne Getriebe mit der zugehörigen
Walzenwelle (9) wirkverbunden ist, umfasst.
12. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Radialantriebe (5, 6) und/oder sämtliche Axialantriebe (7, 8) einen Motor
mit hohem Drehmoment umfassen, der ohne Getriebe mit der zugehörigen Walzenwelle (9)
wirkverbunden ist.
13. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringwalzmaschine (4) mehrere Radialantriebe (5, 6) und/oder mehrere Axialantriebe
(7, 8) aufweist und wenigstens einer der Radial- und Axialantriebe (5, 6, 7, 8) einen
anderen Antrieb als einen Motor mit hohem Drehmoment, der ohne Getriebe mit der zugehörigen
Walzenwelle (9) wirkverbunden ist, umfasst.
14. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Radialantriebe (5, 6) und/oder sämtliche Axialantriebe (7, 8) einen Motor
mit hohem Drehmoment umfassen, der ohne Getriebe mit der zugehörigen Walzenwelle (9)
wirkverbunden ist.
15. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringwalzmaschine (4) mehrere Radialantriebe (5, 6) und/oder mehrere Axialantriebe
(7, 8) aufweist und wenigstens einer der Radial- und Axialantriebe (5, 6, 7, 8) einen
anderen Antrieb als einen Motor mit hohem Drehmoment, der ohne Getriebe mit der zugehörigen
Walzenwelle (9) wirkverbunden ist, umfasst.
16. Ringwalzmaschine (4) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Radialantriebe (5, 6) und/oder sämtliche Axialantriebe (7, 8) einen Motor
mit hohem Drehmoment umfassen, der ohne Getriebe mit der zugehörigen Walzenwelle (9)
wirkverbunden ist.