[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gurtständer für ein Personenleitsystem,
welcher einen aus dem Gurtständer gegen die Kraft einer Rückholeinrichtung ausziehbaren
Gurt und eine Schließe mit zwei zueinander komplementären Kupplungsgliedern umfasst,
von denen das erste am freien Ende des Gurts und das zweite am Gurtständer angeordnet
ist.
[0002] Derartige Gurtständer werden vielfach in Aufenthaltsbereichen auf Flughäfen oder
im Kassenbereich von Warenhäusern eingesetzt, um Personen auf vorgesehenen Gehwegen
zu leiten, vorübergehend unzugängliche Bereiche abzusperren bzw. das Bilden von Warteschlangen
zu steuern. Die Gurtständer sind dabei meist mobil und haben einen verbreiterten Fuß
für sicheren Stand. Das erste Kupplungsglied am freien Ende des Gurts, welcher manchmal
auch aus Kordel od.dgl. ausgeführt ist, wird am zweiten Kupplungsglied eines benachbarten,
gleichartigen Gurtständers manuell verankert, d.h. die Schließe geschlossen, und dadurch
eine wieder manuell zu öffnende Barriere zwischen den beiden Gurtständern gebildet.
Die Gurtständer haben im Allgemeinen zwei oder mehr, meist drei, über ihren Umfang
verteilte zweite Kupplungsglieder und lassen dadurch mithilfe von in verschiedenen
Richtungen benachbarten Gurtständern Durchgangswege und Warteschlangen flexibel gestalten.
[0003] Derartige Gurtständer für Personenleitsysteme sind flexibel und einfach einsetzbar.
Soll jedoch ein Aufenthaltsbereich, welcher durch derartige Gurtständer unterteilt
ist, rasch geräumt werden, z.B. ein Flughafenterminal im Falle eines Feuers, so stellen
die miteinander mehrfach verbundenen Gurtständer erhebliche Hindernisse dar, weil
die Gurte und Gurtständer auf die sich rasch bewegende Menschenmenge wie ein Fangnetz
wirken. Einzelne Personen können sich dabei in den Gurten regelrecht verfangen bzw.
zu Sturz kommen, was im Fall eines raschen Räumens des Aufenthaltsbereichs, insbesondere
bei Panik, fatale Wirkung haben kann.
[0004] Aus der
GB 2 102 4166 ist ein Personenleitsystem bekannt, bei welchem Kordeln fixer Länge zwischen mobilen
Pfosten gespannt werden, indem jedes Ende einer Kordel an jeweils einem Kopf eines
Pfostens verankert wird; die Verankerung weist an der Kordel eine Sollbruchstelle
in Form von federbeaufschlagten Arretierstiften auf, die in Bohrungen am Pfosten einrasten,
sodass sie bei starker Zugkraft auslösen. So kann die Kordel durch festes Ziehen von
jedermann geöffnet werden. Allerdings ist einen solche Sollbruchstelle nicht sichtbar
und die Kordel stellt bis zum Öffnen ein offensichtliches Hindernis dar. Überdies
ist ein tatsächliches Auslösen insbesondere bei unkontrollierter, schräger Zugwirkung
im Panikfall nicht sicherzustellen, und jede einseitig ausgelöste Kordel bleibt ein
am Boden liegendes Hindernis. Ferner kann ein solches Personenleitsystem auch ohne
Notfall von jedermann einfach durch Zugkraft und Öffnen der Sollbruchstelle wirkungslos
gemacht werden.
[0006] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, einen Gurtständer für ein Personenleitsystem zu
schaffen, welcher im Normalbetrieb eine gewohnte, sichere Handhabung garantiert, jedoch
im Notfall hindernisfrei passierbar ist.
[0007] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß mit einem Gurtständer der einleitend genannten Art
erreicht, der sich dadurch auszeichnet, dass zumindest eines der Kupplungsglieder
mit einem Öffner für die Schließe ausgestattet ist, welcher einen Empfänger zur Detektion
eines Fernsteuersignals, einen vom Empfänger bei Detektion angesteuerten Aktor zum
Öffnen der Schließe, und zumindest einen den Empfänger und den Aktor speisenden Energiespeicher
umfasst.
[0008] Dadurch wird es erstmals möglich, Aufenthaltsbereiche und Gänge auf ein Fernsteuersignal
hin in jeder Richtung frei passierbar zu machen. Durch die Kraft der Rückholeinrichtung
werden die Gurte vollständig in die Gurtständer eingezogen und stellen keinerlei Hindernis
mehr dar. Die Rückholeinrichtungen können dabei gebremst sein, sodass ein peitschenartiges
Überschießen durch zu schnelles Rückholen der Gurte vermieden wird. Dabei ist das
gleichzeitige Öffnen aller Schließen, oder auch das selektive Öffnen bestimmter Schließen
in Abhängigkeit von vorgegebenen, voneinander verschiedenen Fernsteuersignalen möglich.
Wird ein Notfall automatisch erkannt und das Fernsteuersignal automatisch ausgelöst,
dann kann das Öffnen der Schließen völlig personalunabhängig erfolgen.
[0009] Besonders günstig ist es, wenn die Kupplungsglieder komplementär ineinandergreifende
T- und C-Stücke aufweisen, wobei zumindest ein Schenkel eines T- oder C-Stücks an
seinem Kupplungsglied beweglich gelagert und durch den Aktor blockier- und bei Ansteuerung
freigebbar ist. So kann der Gurtständer wie gewohnt bedient werden, indem zum Betätigen
der Schließe z.B. das erste in das zweite Kupplungsglied - etwa normal zur Kraft der
Rückholeinrichtung - eingeschoben bzw. aus diesem herausgezogen wird. Überdies sind
die beweglichen Schenkel von außen zugänglich und somit auf einfache Weise auf ihre
Funktionstüchtigkeit im Notfall überprüfbar bzw. wartbar.
[0010] Gemäß einer dazu alternativen vorteilhaften Variante der Erfindung weist ein Kupplungsglied
ein Hakenelement auf, das an einem Rastelement des anderen Kupplungsgliedes verrastbar
ist, wobei einer der Teile Hakenelement und Rastelement vom Aktor ausrastbar ist.
Dies ergibt eine sichere, zuverlässige Schließe, welche dennoch unter nur geringen
Widerständen und mit verhältnismäßig kleinen Reibflächen bzw. -kanten geöffnet werden
kann. Besonders einfach ist eine solche Schließe bedienbar und von dem Aktor öffenbar,
wenn Hakenelement und Rastelement gegeneinander verdrehbar oder verschiebbar sind.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
dass die Kupplungsglieder eine Magnetschließe mit zwei magnetisch aneinander haftenden
Anlageflächen bilden, wobei der Aktor bei Ansteuerung die Anlageflächen voneinander
distanziert, bevorzugt voneinander abkippt. Derart ausgestaltete Kupplungsglieder
sind besonders einfach zu schließen, da sie selbsttätig die richtige Position anstreben
und dadurch den beiden Kupplungsgliedern einen exakten Sitz bieten. Gleichzeitig reicht
bereits eine geringe Distanz zwischen den beiden Anlageflächen, um die verbleibende
Magnetkraft durch die Kraft der Rückholeinrichtung zu überwinden und die Schließe
vollständig zu öffnen.
[0012] Zum Distanzieren bzw. Abkippen ist beispielsweise ein beweglicher Rahmen geeignet,
welcher außerhalb der Anlagefläche eines Kupplungsgliedes auf diesem aufliegt und
die Anlagefläche bei Ansteuerung durch den Aktor von jener des anderen Kupplungsgliedes
distanziert. Besonders einfach ist es jedoch, wenn der Aktor einen aus einer Anlagefläche
ausfahrbaren Stift aufweist. Besonders bevorzugt ist der Stift dabei gegen die Kraft
einer Vorspannfeder in die Anlagefläche einfahrbar und in der gespannten Stellung
an einem elektrisch betätigbaren Auslöser verrastet. Dadurch wird die eigentliche
Energie zum Distanzieren bzw. Abkippen der beiden Anlageflächen voneinander bei jedem
Schließen der Kupplungsglieder aufs Neue der Vorspannfeder zugeführt und gespeichert,
d.h. zumindest ein wesentlicher Teil des Energiespeichers zum Auslösen wird bei jedem
Gurtschließen händisch geladen; ein zweiter, elektrischer Energiespeicher, welcher
lediglich Empfänger und Auslöser speist, kann somit wesentlich kleiner und gewichtssparender
gehalten werden bzw. erreicht eine wesentlich höhere Lebensdauer.
[0013] Alternativ dazu ist der Stift elektrisch ausfahrbar. Ein derartiger Stift kann beispielsweise
als elektromagnetische Gewindespindel ausgeführt sein, was aufgrund der Gewindewirkung
zu einer sehr hohen Ausfahrkraft führt; anderseits kann ein besonders schnelles Auslösen
erreicht werden, wenn der Stift z.B. als Läufer eines Linearmotors ausgebildet ist.
Durch Regelung des Stroms ist jeweils die Ausfahrkraft des Stifts steuerbar.
[0014] Eine weitere alternative Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
dass die Kupplungsglieder magnetische oder magnetisierbare Elemente enthalten, die
zusammen eine Magnetschließe bilden, wobei ein Element in seinem Kupplungsglied beweglich
gelagert und vom Aktor bei Ansteuerung bewegbar ist. So kann ein Element gleichsam
im Inneren des Kupplungsglieds "distanziert", z.B. im etwa rechten Winkel zur Magnetkraft
wegbewegt, werden, was eine geschlossene, wartungsfreie und manipulationssichere Bauform
des Kupplungsglieds mitsamt dem Aktor ermöglicht.
[0015] Eine besonders einfache alternative Bauform der erfindungsgemäßen Schließe, die völlig
ohne verschleißbehaftete mechanische Teile auskommt, zeichnet sich dadurch aus, dass
die Schließe eine Magnetschließe mit zumindest einem Permanentmagnet und der Aktor
ein Elektromagnet ist, welcher bei Ansteuerung ein das Magnetfeld des Permanentmagnets
schwächendes Magnetfeld erzeugt. Dabei reicht ein kurzer elektrischer Stromstoß im
Elektromagnet aus, um die beiden Kupplungsglieder der Magnetschließe voneinander so
weit zu distanzieren, dass die Kraft der Rückholeinrichtung die Schließe vollends
öffnet. Auch ist eine derartige Magnetschließe beliebig oft verschleiß- und wartungsfrei
betätigbar und unterliegt keinerlei Funktionseinbußen durch Verschmutzung.
[0016] Die genannte Rückholeinrichtung kann einerseits ein z.B. im Gurtständer eingebrachtes
Gegengewicht, ein Gummi- oder Federzug sein; besonders einfach und platzsparend und
deshalb bevorzugt ist die Rückholeinrichtung hingegen ein federgespannter Gurtaufroller
im Kopf des Gurtständers.
[0017] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Variante der Erfindung ist der Öffner im ersten
Kupplungsglied angeordnet. Dies ermöglicht eine einfache Nachrüstung bestehender Gurtständer,
da nur das am Gurtende leicht zugängliche erste Kupplungsglied zu tauschen ist. Dabei
ist es sogar möglich, ein auf ein herkömmliches, gurtendeseitiges erstes Kupplungsglied
aufsteckbares, ferngesteuert öffnendes erstes Kupplungsglied zu schaffen, z.B. in
Form eines C-Stücks, welches das bestehende T-Stück des herkömmlichen ersten Kupplungsglieds
umgreift, mit zusätzlichem fernsteuerbarem T-Stück zum Einschieben in ein herkömmliches
C-förmiges, direkt am Gurtständer angeordnetes zweites Kupplungsglied. Überdies weisen
die Gurtständer zweckmäßigerweise jeweils meist einen einzigen Gurt und somit bloß
ein am Gurtende angeordnetes erstes Kupplungsglied, hingegen jedoch zwei oder meist
drei gurtständerseitige zweite Kupplungsglieder auf, sodass das Anordnen des Öffners
im ersten "Gurtende"-Kupplungsglied bloß ein einziges anstelle von drei fernsteuerbaren
"Ständer"-Kupplungsgliedern pro Gurtständer erfordert.
[0018] Alternativ dazu ist der Öffner im zweiten, ständerseitigen Kupplungsglied angeordnet.
Dadurch sind Empfänger, Aktor und Energiespeicher im vorhandenen Raum des Gurtständers
und somit mit nur geringen baulichen Einschränkungen unterbringbar, wobei zugleich
das erste Gurtende-Kupplungsglied gewichtssparend und klein ausgeführt werden kann.
Ferner ist in diesem Fall bei geeignetem Aufbau des Gurtständers auch möglich, dass
bei mehreren zweiten, ständerseitigen Kupplungsgliedern pro Gurtständer entweder jedes
Kupplungsglied einen eigenen - optional nachrüstbaren - Öffner hat oder zwei oder
mehr dieser Kupplungsglieder einen gemeinsamen Öffner haben oder zumindest den Energiespeicher
und/oder den Empfänger im Gurtständer teilen. In Abhängigkeit von Empfänger und Aktoren
können dabei alle zweiten Kupplungsglieder des Gurtständers gemeinsam oder gezielt
einzelne der Kupplungsglieder separat angesteuert werden.
[0019] Der Empfänger könnte ein Lichtempfänger, z.B. Infrarotempfänger, sein oder auf akustische
Fernsteuersignale, z.B. von Lautsprechern oder Pfeifen - auch im Ultraschallbereich
- abgegebene Töne, ansprechen. Bevorzugt ist der Empfänger jedoch ein Funkempfänger.
Ein solcher Funkempfänger ist besonders platz- und energiesparend ausführbar, vielfach
bewährt und im Vergleich zu Schall- oder Lichtempfängern störsignalsicher; überdies
könnte der Funkempfänger auf einfache Weise mit einem Rücksendesignal für Statusabfragen
ausgestattet sein.
[0020] Besonders günstig ist es, wenn der Energiespeicher eine Einwegbatterie ist. Eine
solche hat geringe Selbstentladung und ist einfach zu prüfen und zu ersetzen. Wird
die Energie des Öffners zumindest teilweise mechanisch aufgebracht, so kann dafür
ein zweiter Energiespeicher z.B. in Form einer Feder, eines Betätigungsgewichtes,
eines Gasdruckspeichers oder Gasgenerators eingesetzt werden.
[0021] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Gurtständer beim ferngesteuerten Öffnen in schematischer
Perspektivansicht;
Fig. 2 mehrere als Personenleitsystem zusammenwirkende Gurtständer von Fig. 1 in Draufsicht;
Fig. 3 einen Öffner des Gurtständers von Fig. 1 in einem Blockschaltbild;
die Fig. 4 und 5 Varianten von Kupplungsgliedern des Gurtständers von Fig. 1 mit komplementär
ineinandergreifenden T- und C-Stücken in Perspektivansicht von schräg oben (Fig. 4)
bzw. in einem Schnitt (Fig. 5a bis 5c);
die Fig. 6 und 7 Varianten von Kupplungsgliedern des Gurtständers von Fig. 1 mit ineinander
verrastbaren Haken- und Rastelementen, welche gegeneinander verschiebbar (Fig. 6)
bzw. verdrehbar (Fig. 7a und 7b) sind, jeweils in einem Schnitt (Fig. 7b entlang der
Schnittlinie A-A von Fig. 7a); und
die Fig. 8 bis 10 verschiedene Varianten von Kupplungsgliedern des Gurtständers von
Fig. 1 mit Magnetschließen, welche entweder durch einen Stift, dargestellt im geschlossenen
(Fig. 8a) bzw. öffnenden Zustand (Fig. 8b), oder durch ein bewegliches Magnetelement
(Fig. 9) oder einen Elektromagneten (Fig. 10) öffenbar sind, jeweils in einem Schnitt.
[0022] Gemäß den Fig. 1 und 2 wird ein Personenleitsystem 1 mithilfe mehrerer Gurtständer
2 gebildet, welche jeweils einen aus ihrem Kopf 3 gegen die Kraft einer Rückholeinrichtung
4 ausziehbaren Gurt 5 haben. Der Gurt 5 trägt an seinem freien Ende 6 ein "erstes"
Kupplungsglied 7, das mit einem "zweiten", zum ersten komplementären, am Gurtständer
2 bzw. dessen Kopf 3 angeordneten Kupplungsglied 8 eine Schließe 9 bildet.
[0023] Werden das erste Kupplungsglied 7 eines Gurtständers 2 und das zweite Kupplungsglied
8 eines benachbarten Gurtständers 2, d.h. die Schließe 9, geschlossen, so stellt der
von der Rückholeinrichtung 4 zwischen den beiden Gurtständern 2 gespannte Gurt 5 eine
Barriere 10 des Personenleitsystems 1 dar. Dadurch können mithilfe des Personenleitsystems
1 in Aufenthaltsbereichen 11 durch geeignetes Kombinieren mehrerer Gurtständer 2 Gehwege
bzw. Warteschlangen vorgegeben oder Teile davon, auch lediglich vorübergehend, für
Personen gesperrt werden.
[0024] In dem Beispiel der Fig. 1 und 2 ist die Rückholeinrichtung 4 des Gurts 5 als federgespannter
Gurtaufroller im Kopf 3 des Gurtständers 2 ausgeführt und der Gurtständer 2 hat einen
etwa runden Querschnitt. Um etwa jeweils 90 Grad über den Umfang des Kopfes 3 verteilt
trägt jeder Gurtständer 2 - zusätzlich zu dem in Fig. 1 gezeigten Gurt 5 mit seinem
Kupplungsglied 7 - je eines von drei weiteren zweiten Kupplungsgliedern 8, siehe Fig.
2. Selbstverständlich könnten auch zweite Kupplungsglieder 8 anderer Anzahl und in
anderer Winkelverteilung und/oder auf verschiedenen Höhen jedes Gurtständers 2 zwei
oder mehr Gurte 5 mit ihren ersten Kupplungsgliedern 7 und jeweils weitere zweite
Kupplungsglieder 8 angeordnet sein.
[0025] Die Gurtständer 2 sind mobil und haben einen verbreiterten Standfuß 12; sie könnten
aber alternativ auch in einem festen Fundament - gegebenenfalls auch herausnehmbar
- verankert sein, wobei die Gurtständer 2 sogar durch eine mobiles oder fixes Wandelement
gebildet sein könnten, welches die Rückholeinrichtung 4 mit Gurt 5 und erstem Kupplungsglied
7 bzw. das zweite Kupplungsglied 8 trägt. Ferner könnte der Gurt 5 als Kordel od.dgl.
und die Rückholeinrichtung in Form eines Gegengewichts oder Gummi- bzw. Federzugs
z.B. im Inneren des Gurtständers 2 ausgebildet sein und dabei zur Verlängerung des
möglichen Ausziehweges des Gurts 5 optional auch über Mehrfachrollen gelenkt oder
als Flaschenzug, wenn gewünscht auch gebremst, auf den Gurt 5 wirken.
[0026] Gemäß Fig. 2 ist in Fernsteuerreichweite des Aufenthaltsbereichs 11 ein Signalsender
13 angeordnet, welcher z.B. in einem Notfall ein Fernsteuersignal 14 aussendet, um
die Schließen 9 der Gurtständer 2 ferngesteuert zu öffnen. Daraufhin wird jeder Gurt
5 durch die Kraft der Rückholeinrichtung 4 in den jeweiligen Gurtständer 2 zurückgezogen
und die Barrieren 10 sind beseitigt. Dazu hat zumindest eines der Kupplungsglieder
7, 8 jedes Gurtständers 2 einen Öffner 15, der nun unter Bezugnahme auf Fig. 3 näher
erläutert wird.
[0027] Der Öffner 15 umfasst gemäß Fig. 3 einen Empfänger 16, welcher bei Detektion des
Fernsteuersignals 14 einen Aktor 17 ansteuert; dies ist in Fig. 3 durch einen Kontakt
18 symbolisiert, der die Energie eines Energiespeichers 19 bei Ansteuerung durch den
Empfänger 16 dem Aktor 17 zuführt, worauf der Aktor 17 die Schließe 9 öffnet. Der
Empfänger 16 wird in diesem Beispiel ebenfalls vom Energiespeicher 19 gespeist; zur
Versorgung des Empfängers 16 und des Aktors 17 könnten jedoch auch mehrere, sogar
verschiedenartige Energiespeicher 19 vorgesehen werden.
[0028] Anhand der Fig. 4 bis 10 werden in der Folge beispielhafte Ausführungsformen mit
unterschiedlichen Aktoren 17, Kupplungsgliedern 7, 8 und/oder Energiespeichern 19
erläutert.
[0029] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist das erste, gurtendeseitige Kupplungsglied
7 als T-Stück ausgeführt, an dessen Mittelsteg 20 der Gurt 5 befestigt ist. Das erste
Kupplungsstück 7 wird in das am Gurtständer 2 bzw. Kopf 3 als komplementäres C-Stück
ausgebildete zweite Kupplungsglied 8 in bekannter Weise z.B. von oben eingeschoben
und dadurch die Schließe 9 geschlossen und so die Barriere 10 errichtet. Das C-förmige
zweite Kupplungsglied 8 kann dabei am Gurtständer 2 montiert sein, es kann jedoch,
wie in Fig. 4 gezeigt, als schwalbenschwanzartig doppelt hinterschnittene Nut 21 im
Kopf 3 des Gurtständers 2 selbst ausgebildet sein.
[0030] Zum Öffnen der so gebildeten Schließe 9 ist z.B. ein Schenkel 22a des C-Stücks des
zweiten Kupplungsglieds 8 beweglich gelagert. Im Beispiel von Fig. 4 ist der bewegliche
Schenkel 22a ein Bolzen 23, welcher in seiner Längserstreckung - hier: nach unten
- im zweiten Kupplungsglied 8 verschieblich ist. Der Bolzen 23 hat einen Absatz 24,
an welchem eine im zweiten Kupplungsglied 8 abgestützte Vorspannfeder 25 angreift.
Ist der Bolzen 23 in seiner in Fig. 4 dargestellten geschlossenen Stellung, so ist
er vom Aktor 17 am Absatz 24 blockiert und die Feder 25 vorgespannt. Gibt der Aktor
17 bei Ansteuerung durch den Empfänger 16 den Absatz 24 und damit den Bolzen 23 frei,
so drückt die Vorspannfeder 25 den Bolzen 23 soweit aus seiner blockierten Stellung,
dass der Schenkel 22c des ersten Kupplungsglieds 7 freigegeben und dieses vom Gurt
5 durch die Kraft der Rückholeinrichtung 4 aus dem zweiten Kupplungsglied 8 gezogen
wird. Mit dem Rückholen des Gurtes 5 und Einrollen im Kopf 3 des Gurtständers 2 wird
die zuvor errichtete Barriere 10 vollends freigegeben.
[0031] Es versteht sich, dass ein oder mehrere andere der Schenkel 22a bis 22d beweglich
sein können. Ferner kann das C-Stück auch am ersten Kupplungsglied 7 und das T-Stück
am zweiten Kupplungsglied 8 ausgebildet sein.
[0032] Als Aktoren 17 kommen allgemein z.B. Magnetschalter oder, bei geeigneter Speisung,
auch hydraulische bzw. pneumatische Glieder in Frage, welche selbst z.B. elektrisch
oder elektromagnetisch geschaltet werden können.
[0033] Alternativ zum Beispiel nach Fig. 4 kann gemäß den Ausführungsbeispielen der Fig.
5a bis 5c ein beweglicher Schenkel 22a bis 22d auch an einem Drehgelenk 26 am Kopf
3 oder Gurt 5 drehgelagert und vom Aktor 17 in der dargestellten Haltestellung blockiert
sein. Dabei schwenkt im Beispiel von Fig. 5a der Schenkel 22d beim Freigeben durch
den Aktor 17 längs eines Schwenkpfads r aus der den komplementären Schenkel 22b hintergreifenden
Haltestellung und öffnet die Schließe 9, wodurch das erste Kupplungsglied 7 wieder
durch die Kraft der Rückholeinrichtung 4 aus dem zweiten Kupplungsglied 8 gezogen
wird. Wie die Fig. 5a bzw. 5b zeigen, kann der bewegliche Schenkel 22d bzw. 22a gemeinsam
mit dem Aktor 17 sowohl am C-Stück als auch am T-Stück sitzen. Gemäß Fig. 5c kann
jedoch der bewegliche Schenkel 22d auch am T-Stück und der Aktor 17 am komplementären
C-Stück (oder umgekehrt) ausgebildet sein. Überdies können auch zwei oder mehr der
Schenkel 22a bis 22d beweglich gelagert und jeweils durch einen oder mehrere Aktoren
17 blockiert bzw. bei Ansteuerung freigegeben werden; ferner kann das C-Stück auch
am ersten und das T-Stück am zweiten Kupplungsglied 7, 8 oder umgekehrt angeordnet
sein.
[0034] Die in den Fig. 5a bis 5c gezeigten Abschrägungen a an den Schenkeln 22a bis 22d
der Kupplungsglieder 7, 8 dienen dabei dem ungehinderten Öffnen des Schließers 9,
sind an die geometrischen Erfordernisse angepasst und können bei entsprechender Ausführung,
z.B. ausreichendem Spiel, auch entfallen.
[0035] In den Ausführungsbeispielen der Fig. 6 und 7 sind die Kupplungsglieder 7, 8 bzw.
die Schließe 9 durch ein Hakenelement 27 und ein damit zusammenwirkendes Rastelement
28 gebildet, wobei das Hakenelement 27 am Rastelement 28 verrastbar und zumindest
einer der Teile Hakenelement 27 und Rastelement 28 vom Aktor 17 ausrastbar ist. Dabei
ist im Beispiel von Fig. 6 das Rastelement 28 ein quer zur Rückholkraft des Gurts
5 beweglicher Schieber 29, welcher durch ein Federelement 30 in der in Fig. 6 dargestellten
verrasteten Stellung gehalten wird. Aus dieser Stellung wird der Schieber 29 einerseits
beim Einschieben des Hakenelements 27 in eine Durchgangsöffnung 31 des Schiebers 29
von einer am Hakenelement 27 ausgebildeten Nase 32 gedrückt, wobei das Hakenelement
27 nach dem Einschieben hinter der Durchgangsöffnung 31 am Schieber 29 verrastet.
Andererseits wird der Schieber 29 zum Ausrasten der Schließe 9 vom Aktor 17 aus seiner
verrasteten Stellung gegen das Federelement 30 gedrückt und gibt dadurch das Hakenelement
27 frei; durch die Kraft der Rückholeinrichtung 4 wird das erste Kupplungsglied 7
wieder aus der Schließe 9 gezogen.
[0036] Es versteht sich, dass das Hakenelement 27 alternativ dazu alleine oder auch zusätzlich
beweglich sein kann; ferner könnten beide Teile Hakenelement 27 und Rastelement 28
in geeigneter Weise anders geformt bzw. beweglich sein, wie die folgende weitere beispielhafte
Variante darlegt.
[0037] So könnten gemäß dem Beispiel der Fig. 7a und 7b Hakenelement 27 und Rastelement
28 gegeneinander verdrehbar anstatt verschiebbar sein. Das Rastelement 28 ist in diesem
Fall ein C-Stück am ersten Kupplungsglied 7 und das Hakenelement 27 ein T-Stück am
zweiten Kupplungsglied 8. Der Aktor 17 ist hier ein elektromagnetischer Drehantrieb,
optional mit Getriebe, könnte jedoch auch als verrastbarer Drehfederantrieb od.dgl.
ausgeführt sein. Dabei kann das zweite Kupplungsglied 8 einerseits, ähnlich wie im
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4, bereits in die verrastende Stellung gedreht sein
und quer zur Rückholkraft des Gurts 5 in das erste Kupplungsglied 7 eingeschoben werden,
oder andererseits mit um 90 Grad verdrehtem T-Stück entgegen der Rückholkraft des
Gurts 5 in die Nut des C-Stücks eingesteckt und dann mithilfe des Aktors 17 verdreht
und somit verrastet werden; oder aber die Schenkel des C-Stücks und/oder T-Stücks
schwenken, ähnlich dem Beispiel von Fig. 6, beim Verrasten zunächst selbst zurück
und rasten darauf federbeaufschlagt ein (nicht dargestellt). Zum Ausrasten wird das
Hakenelement 27 hier vom Aktor 17 um ca. 90 Grad verdreht, wodurch das Rastelement
28 von der Rückholkraft des Gurts 5 aus dem Hakenelement 27 gezogen wird.
[0038] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 7b sind zwei parallele, gleichwirkende Hakenelemente
27 ausgebildet, um einem Verdrehen der Kupplungsglieder 7, 8 gegeneinander beim Verdrehen
eines Hakenelements 27 vorzubeugen; alternativ dazu könnte eines der beiden Hakenelemente
27 durch z.B. einen Führungsstift oder eine Gehäuseführung z.B. nach Fig. 6 ersetzt
werden.
[0039] In den Beispielen der Fig. 6 und 7 können Hakenelement 27 und Rastelement 28 jeweils
sowohl am ersten als auch am zweiten Kupplungsglied 7, 8 ausgebildet sein.
[0040] Gemäß den Fig. 8 bis 10 kann die Schließe 9 alternativ zu den in den Beispielen in
Fig. 4 bis 7 gezeigten mechanischen Schließen auch als Magnetschließe ausgebildet
sein, indem die Kupplungsglieder 7, 8 z.B. zwei magnetisch aneinanderhaftende Anlageflächen
34a, 34b haben. Der Aktor 17 öffnet die Schließe 9 bei Ansteuerung durch Distanzieren
der Anlageflächen 34a, 34b voneinander; zur Überwindung der magnetischen Schließkraft
reicht bei geeigneter Abstimmung ein geringer Abstand der Anlageflächen 34a, 34b aus,
worauf durch die auf den Gurt 5 wirkende Kraft der Rückholeinrichtung 4 das erste
vom zweiten Kupplungsglied 7, 8 vollends getrennt wird.
[0041] Im Beispiel der Fig. 8a und 8b weist der Aktor 17 dazu einen z.B. aus der Anlagefläche
34a des zweiten Kupplungsglieds 8 ausfahrbaren Stift 35 auf, welcher an der Anlagefläche
34b des ersten Kupplungsglieds 7 ansetzt und bei Ansteuern des Aktors 17 die beiden
Anlageflächen 34a, 34b voneinander distanziert, in diesem Beispiel voneinander abkippt.
Zunächst wird beim Schließen der Schließe 9 der Stift 35 gegen die Kraft einer Vorspannfeder
36 in die Anlagefläche 34a versenkt und spannt die Feder 36 dadurch gleichzeitig vor;
in der gespannten Stellung verrastet der Stift 35 dann an einem elektrisch betätigten
Auslöser 37 des Aktors 17. Die Vorspannfeder 36 bildet wiederum einen zusätzlichen
mechanischen Energiespeicher für den Aktor 17.
[0042] Alternativ dazu könnte der Stift 35 elektrisch ausfahrbar, z.B. als elektromagnetisch
getriebene Gewindespindel oder als Läufer eines Linearmotors (nicht dargestellt) ausgebildet
sein. Dabei kann der gesamte Öffner 15 auch im ersten Kupplungsglied 7 angeordnet
sein. Ferner können beide Anlageflächen 34a, 34b permanentmagnetisch oder eine permanentmagnetisch
und die andere magnetisierbar sein.
[0043] In den Beispielen der Fig. 9 und 10 bilden wieder zwei magnetische Elemente 38a,
38b, von denen eines permanentmagnetisch und das andere magnetisierbar oder permanentmagnetisch
ist, zusammen die Schließe 9. In der Variante von Fig. 9 ist zum Öffnen der Schließe
eines der Elemente 38a, 38b, hier Element 38a, in seinem Kupplungsglied 8 beweglich
gelagert und vom Aktor 17 bewegbar. Der Aktor 17 kann dazu ein Spindeltrieb sein,
dessen Spindel mit dem beweglichen Element 38a verbunden ist (nicht dargestellt),
oder das Element 38a ist mittels einer Vorspannfeder 39 vorgespannt und in einer Haltestellung
gemäß Fig. 9 von Aktor 17 blockiert.
[0044] Zum Öffnen der Schließe 9 gibt der Aktor 17 das Element 38a frei, sodass sich dieses
federbeaufschlagt vom anderen Element 38b wegbewegt, z.B. abkippt oder nach dem Beispiel
von Fig. 9 etwa normal zur Magnetkraft in einer inneren Führung 40 versetzt wird,
wodurch das andere Element 38b durch die Kraft der Rückholeinrichtung 4 wiederum abgehoben
wird. Damit das abzuhebende Element 38b der Bewegung des anderen Elements 38a nicht
folgt, ist es z.B. an einem Absatz 41 oder durch einen Führungsstift (nicht dargestellt)
zurückgehalten.
[0045] Gemäß dem Beispiel von Fig. 10 ist der Aktor 17 ein Elektromagnet, welcher bei Ansteuerung
durch den Empfänger 16 ein das Magnetfeld des permanentmagnetischen Elements 38a,
38b schwächendes Magnetfeld erzeugt, wodurch wiederum ein Trennen der Kupplungsglieder
7, 8 aufgrund der Kraft der Rückholeinrichtung 4 erfolgt.
[0046] Auch in den Ausführungsformen der Fig. 9 und 10 kann der Öffner 15 im ersten oder
im zweiten Kupplungsglied 7, 8 angeordnet sein.
[0047] In allen Ausführungsformen kann der Empfänger 16 als Funkempfänger ausgebildet sein
und dabei Funk-Fernsteuersignale 14 detektieren, welche, wenn gewünscht, kodiert sein
können, sodass der Empfänger 16 nur beim Empfangen des ihn betreffenden Fernsteuersignals
14 den Aktor 17 ansteuert. Alternativ könnte der Empfänger 16 auch ein Lichtsensor
bzw. ein Mikrofon sein, in welchem Fällen das Fernsteuersignal 14 ein Lichtsignal,
z.B. Infrarotsignal, bzw. akustisches Signal, z.B. Ultraschallsignal, ist.
[0048] Der Energiespeicher 19 kann eine Einwegbatterie sein, jedoch auch ein aufladbarer
Akkumulator bzw. Kondensator; er speist dabei den Empfänger 16 und je nach Ausführungsform
den Aktor 17; alternativ dazu könnte der Aktor 17 zumindest teilweise pneumatisch,
hydraulisch oder durch Gewicht- bzw. Federkraft gespeist sein.
[0049] Der Signalsender 13 kann ein tragbarer Handsender oder gebäudefest sein und, wenn
erforderlich, mehrere Einzelsender bzw. Signalverstärker aufweisen. Er kann ferner
an ein zentrales Sicherheitssystem, z.B. eine Brandmeldezentrale, angeschlossen sein
und dabei automatisch und/oder manuell, z.B. vom Sicherheitspersonal, aktiviert werden.
[0050] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern
umfasst alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossen Ansprüche
fallen.
1. Gurtständer für ein Personenleitsystem (1), umfassend einen aus dem Gurtständer (2)
gegen die Kraft einer Rückholeinrichtung (4) ausziehbaren Gurt (5) und eine Schließe
(9) mit zwei zueinander komplementären Kupplungsgliedern (7, 8), von denen das erste
am freien Ende (6) des Gurts (5) und das zweite am Gurtständer (2) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Kupplungsglieder (7, 8) mit einem Öffner (15) für die Schließe
(9) ausgestattet ist, welcher einen Empfänger (16) zur Detektion eines Fernsteuersignals
(14), einen vom Empfänger (16) bei Detektion angesteuerten Aktor (17) zum Öffnen der
Schließe (9), und zumindest einen den Empfänger (16) und den Aktor (17) speisenden
Energiespeicher (19) umfasst.
2. Gurtständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsglieder (7, 8) komplementär ineinandergreifende T- und C-Stücke aufweisen,
wobei zumindest ein Schenkel (22a - 22d) eines T- oder C-Stücks an seinem Kupplungsglied
(7, 8) beweglich gelagert und durch den Aktor (17) blockier- und bei Ansteuerung freigebbar
ist.
3. Gurtständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kupplungsglied (7, 8) ein Hakenelement (27) aufweist, das an einem Rastelement
(28) eines anderen Kupplungsglieds (7, 8) verrastbar ist, wobei zumindest einer der
Teile Hakenelement (27) und Rastelement (28) vom Aktor (17) ausrastbar ist.
4. Gurtständer nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass Hakenelement (27) und Rastelement (28) gegeneinander verdrehbar oder verschiebbar
sind.
5. Gurtständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsglieder (7, 8) eine Magnetschließe mit zwei magnetisch aneinander haftenden
Anlageflächen (34a, 34b) bilden, wobei der Aktor (17) bei Ansteuerung die Anlageflächen
(34a, 34b) voneinander distanziert, bevorzugt voneinander abkippt.
6. Gurtständer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktor (17) einen aus einer Anlagefläche (34a, 34b) ausfahrbaren Stift (35) aufweist.
7. Gurtständer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (35) gegen die Kraft einer Vorspannfeder (36) in die Anlagefläche einfahrbar
ist und in der gespannten Stellung an einem elektrisch betätigbaren Auslöser (37)
verrastet.
8. Gurtständer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (35) elektrisch ausfahrbar ist.
9. Gurtständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsglieder (7, 8) magnetische oder magnetisierbare Elemente (38a, 38b)
enthalten, die zusammen eine Magnetschließe bilden, wobei ein Element (38a, 38b) in
seinem Kupplungsglied (7, 8) beweglich gelagert und vom Aktor (17) bei Ansteuerung
bewegbar ist.
10. Gurtständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließe (9) eine Magnetschließe mit zumindest einem Permanentmagnet und der
Aktor (17) ein Elektromagnet ist, welcher bei Ansteuerung ein das Magnetfeld des Permanentmagnets
schwächendes Magnetfeld erzeugt.
11. Gurtständer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückholeinrichtung (4) ein federgespannter Gurtaufroller im Kopf (3) des Gurtständers
(2) ist.
12. Gurtständer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffner (15) im ersten Kupplungsglied (7) angeordnet ist.
13. Gurtständer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffner (15) im zweiten Kupplungsglied (8) angeordnet ist.
14. Gurtständer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (16) ein Funkempfänger ist.
15. Gurtständer nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (19) eine Einwegbatterie ist.
1. A belt stanchion for a people guidance system (1), comprising a belt (5) that can
be extended from the belt stanchion (2), counter to the force of a retracting device
(4), and a closure (9) having two mutually complementary coupling members (7, 8),
of which the first is disposed at the free end (6) of the belt (5) and the second
is disposed on the belt stanchion (2), characterized in that at least one of the coupling members (7, 8) is configured with an opener (15) for
the closure (9), the opener (15) comprising a receiver (16) for detecting a remote
control signal (14), an actuator (17) activated by the receiver (16) upon such detection
for opening the closure (9), and at least one energy store (19) supplying the receiver
(16) and the actuator (17).
2. The belt stanchion according to claim 1, characterized in that the coupling members (7, 8) include complementarily mutually engaging T and C pieces,
wherein at least one limb (22a to 22d) of a T or C piece is movably mounted on the
coupling member thereof (7, 8) and can be blocked by the actuator (17) and released
upon activation of the actuator (17).
3. The belt stanchion according to claim 1, characterized in that one coupling member (7, 8) comprises a hook element (27), which can be engaged on
a detent element (28) of another coupling member (7, 8), wherein at least one of the
hook element (27) and the detent element (28) can be disengaged by the actuator (17).
4. The belt stanchion according to claim 3, characterized in that the hook element (27) and the detent element (28) can be rotated or displaced with
respect to each other.
5. The belt stanchion according to claim 1, characterized in that the coupling members (7, 8) form a magnetic closure having two contact surfaces (34a,
34b) that magnetically adhere to each other, wherein the actuator (17), upon activation,
spaces the contact surfaces (34a, 34b) from each other, and preferably tilts them
away from each other.
6. The belt stanchion according to claim 5, characterized in that the actuator (17) comprises a pin (35) that can be extended out of a contact surface
(34a, 34b).
7. The belt stanchion according to claim 6, characterized in that the pin (35) can be recessed into the contact surface counter to the force of a preloading
spring (36) and latchingly engages with an electrically actuatable trigger (37) in
the loaded position.
8. The belt stanchion according to claim 6, characterized in that the pin (35) can be electrically extended.
9. The belt stanchion according to claim 1, characterized in that the coupling members (7, 8) include magnetic or magnetizable elements (38a, 38b),
which together form a magnetic closure, wherein one element (38a, 38b) is movably
mounted in the coupling member (7, 8) thereof and can be moved by the actuator (17)
upon activation.
10. The belt stanchion according to claim 1, characterized in that the closure (9) is a magnetic closure having at least one permanent magnet, and the
actuator (17) is a solenoid, which generates a magnetic field that weakens the magnetic
field of the permanent magnet upon activation.
11. The belt stanchion according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the retracting device (4) is a spring-loaded belt retractor in the head (3) of the
belt stanchion (2).
12. The belt stanchion according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the opener (15) is disposed in the first coupling member (7).
13. The belt stanchion according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the opener (15) is disposed in the second coupling member (8).
14. The belt stanchion according to any one of claims 1 to 13, characterized in that the receiver (16) is a radio receiver.
15. The belt stanchion according to any one of claims 1 to 14, characterized in that the energy store (19) is a disposable battery.
1. Support de sangle pour un système de guidage de personnes (1), comprenant une sangle
(5), retirable du support de sangle (2) contre la force d'un dispositif de rappel
(4), et un fermoir (9) avec deux organes d'accouplement (7, 8) complémentaires l'un
pour l'autre, parmi lesquels le premier est disposé à l'extrémité libre (6) de la
sangle (5) et le second est disposé sur le support de sangle (2), caractérisé en ce qu'au moins un des organes d'accouplement (7, 8) est équipé avec un dispositif d'ouverture
(15) pour le fermoir (9), lequel comprend un récepteur (16) pour la détection d'un
signal de commande à distance (14), un actionneur (17) commandé par le récepteur (16)
en cas de détection pour l'ouverture du fermoir (9), et au moins un accumulateur d'énergie
(19) alimentant le récepteur (16) et l'actionneur (17).
2. Support de sangle selon la revendication 1, caractérisé en ce que les organes d'accouplement (7, 8) présentent des pièces en T et des pièces en C s'engageant
mutuellement de manière complémentaire, où au moins une branche (22a à 22d) d'une
pièce en T ou d'une pièce en C est logé mobile sur son organe d'accouplement (7, 8)
et peut être bloqué par l'actionneur (17) ou libéré par l'actionneur (17) sur commande.
3. Support de sangle selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un organe d'accouplement (7, 8) présente un élément en crochet (27) qui peut s'encliqueter
dans un élément d'accrochage (28) d'un autre organe d'accouplement (7, 8), où au moins
l'un des composants élément en crochet (27) et élément d'accrochage (28) peut être
décliqueté par l'actionneur (17).
4. Support de sangle selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément en crochet (27) et l'élément d'accrochage (28) peuvent être mis en rotation
ou déplacés en sens contraire l'un par rapport à l'autre.
5. Support de sangle selon la revendication 1, caractérisé en ce que les organes d'accouplement (7, 8) forment un fermoir magnétique avec deux surfaces
d'appui (34a, 34b) adhérant l'une à l'autre magnétiquement, où l'actionneur (17),
sur commande, sépare les deux surfaces d'appui (34a, 34b), de préférence, bascule
les deux surfaces l'une par rapport à l'autre.
6. Support de sangle selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'actionneur (17) présente une tige (35) pouvant sortir d'une surface d'appui (34a,
34b).
7. Support de sangle selon la revendication 6, caractérisé en ce que la tige (35) peut être insérée dans la surface d'appui contre la force d'un ressort
de précontrainte (36) et est accrochée dans la position sous contrainte dans un déclencheur
(37) électriquement manoeuvrable.
8. Support de sangle selon la revendication 6, caractérisé en ce que la tige (35) peut sortir par un système électrique.
9. Support de sangle selon la revendication 1, caractérisé en ce les organes d'accouplement
(7, 8) contiennent des éléments (38a, 38b) magnétiques ou magnétisables qui forment
ensemble un fermoir magnétique, où un élément (38a, 38b) est logé mobile dans son
organe d'accouplement (7, 8) et peut être déplacé par l'actionneur (17) sur commande.
10. Support de sangle selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fermoir (9) est un fermoir magnétique avec au moins un aimant permanent et l'actionneur
(17) est un électroaimant, lequel génère un champ magnétique affaiblissant le champ
magnétique de l'aimant permanent.
11. Support de sangle selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de rappel (4) est un enrouleur de sangle contraint par ressort dans
la tête (3) du support de sangle (2).
12. Support de sangle selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le dispositif d'ouverture (15) est disposé dans le premier organe d'accouplement
(7).
13. Support de sangle selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le dispositif d'ouverture (15) est disposé dans le second organe d'accouplement (8).
14. Support de sangle selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le récepteur (16) est un récepteur radio.
15. Support de sangle selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'accumulateur d'énergie (19) est une pile jetable.