| (19) |
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(11) |
EP 2 938 447 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.02.2017 Patentblatt 2017/06 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.12.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/003781 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/101985 (03.07.2014 Gazette 2014/27) |
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| (54) |
VERSTELLBARE STEMPELAUFNAHME
ADJUSTABLE PUNCH HOLDER
PORTE-POINÇON RÉGLABLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
28.12.2012 DE 102012025300
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.11.2015 Patentblatt 2015/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Vanderpool, Julia |
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61440 Oberursel (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHNEIDER, Albrecht
D-61440 Oberursel (DE)
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| (74) |
Vertreter: Quermann, Helmut |
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Quermann - Sturm - Weilnau
Patentanwälte Partnerschaft mbB
Unter den Eichen 5 65195 Wiesbaden 65195 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 628 364 US-A- 4 480 782
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GB-A- 2 038 690 US-A1- 2009 266 208
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einer Stanzstempelaufnahme mit einer Druckplatte
und einer Stempelhalteplatte, wobei die Druckplatte zwischen einem in dieser Aufnahme
einsetzbaren Werkzeug und der Stempelhalteplatte angeordnet ist.
[0002] Während bei einfachen Stanzvorgängen die exakte Vertikalposition und damit Stanztiefe
eines Stanzstempels für die Qualität des Bearbeitungsvorganges nicht wesentlich ist,
besteht bei einigen speziellen Anwendungen, die auch während parallelen Stanzvorgängen
auf Stanzmaschinen durchgeführt werden können, ein Bedürfnis nach einer exakten Einstellung
des Werkzeuges. Derartige Sonderwerkzeuge sind beispielsweise Prägestempel, mit welchen
Schrifthinweise in Blechteile eingeprägt werden, oder auch Umformwerkzeuge, mit Hilfe
derer beispielsweise Kiemen, Luftschlitze, Gewindegänge oder dergleichen in Blechteile
eingearbeitet werden. Bei diesen Bearbeitungsvorgängen können bereits kleine Abweichungen
von der gewünschten Sollprägetiefe zu unbefriedigenden Ergebnissen führen. Bei Großwerkzeugen
mit mehreren Stationen sind derartige Einstellvorgänge mit einem erheblichen Arbeitsaufwand
verbunden oder erfordern komplizierte Vorrichtungen, die das gesamte Werkzeug erheblich
verteuern.
[0003] Eine Stanzstempelaufnahme die die Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1
aufweist, ist aus der
EP 0 628 364 A1 bekannt.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Stanzstempelaufnahme zu
schaffen, die mit geringem konstruktivem Aufwand eine Einstellbarkeit der Vertikalposition
des Werkzeuges in Bezug auf die Stanzrichtung ermöglicht.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Stanzstempelaufnahme der eingangs genannten
Art gelöst, bei welcher ein Verstellkeil vorgesehen ist, der an der Oberseite der
Stempelhalteplatte angeordnet ist und an seiner Unterseite über eine geneigte Kontaktfläche
an der Stempelhalteplatte anliegt, wobei der Verstellkeil zur Höhenverstellung der
Stanzstempelaufnahme auf der Kontaktfläche in der Steigungsrichtung verstellbar ist.
[0006] Es hat sich gezeigt, dass durch die Zwischenlage eines konstruktiv relativ einfach
auszubildenden Verstellkeils zwischen der Stempelhalteplatte und einer wie auch immer
gearteten Halterung in einer Werkzeugmaschine oder einem Großwerkzeug für eine Werkzeugmaschine
eine im Bedarfsfall leicht vorzunehmende Einstellbarkeit der Gesamthöhe der Stanzstempelaufnahme
und damit der Vertikalposition des eines in dieser Aufnahme angeordneten Werkzeuges
erreicht werden kann. Da die Kontaktfläche einerseits großflächig ausgebildet werden
kann und andererseits der erforderliche Stellweg zum Höhenausgleich nur derart klein
sein muss, kann die Neigung der Kontaktfläche mit einer entsprechend kleinen Steigung
ausgebildet sein. In der Regel bewegen sich die gewählten Steigungen im Bereich der
Selbsthemmung, so dass allein durch das Verschrauben der Stanzstempelaufnahme mit
der maschinenseitigen Halterung eine hinreichende Fixierung des Verstellkeils auf
der Kontaktfläche in der gewünschten Höhenposition erreicht werden kann. Typische
Steigungen bewegen sich im einstelligen Prozentbereich, d.h. dass die Neigung einen
Höhenunterschied von maximal 10mm auf einer Länge von 100mm aufweist, wobei sich in
der Praxis eine Steigung im Bereich von 5% als zweckmäßig erwiesen hat. Die genaue
Steigung hängt aber von dem jeweiligen Werkzeugtyp ab.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass Befestigungsschrauben
der Stanzstempel-aufnahmen durch Langlöcher in dem Verstellkeil ragen, die die Einstellbarkeit
des Verstellkeils in Bezug auf die Stempelhalteplatte nach ihrem Lösen ermöglichen.
Auf diese Weise ist es möglich, die Höhe der Stanzstempelaufnahme einzustellen, ohne
sie vollständig aus der Halterung zu entnehmen. Ein teilweises Lösen der Befestigungsschrauben
bis zu einem Umfang, dass die gewünschte Höheneinstellung möglich ist, genügt. Vorzugsweise
sind dabei weiterhin Passstifte vorgesehen, die in der Stempelhalteplatte fixiert
sind und durch parallel zur Steigungsrichtung liegende Langlöcher in dem Verstellkeil
ragen, so dass diese Passstifte dann, wenn sie in entsprechenden Passungen der Halterung
auf der Maschinenseite sitzen, die exakte Position der Stempelhalte-platte und damit
auch des nachfolgend wieder zu montierenden Werkzeuges sicherstellen, während die
Einstellbarkeit der Höhe gegeben ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass der Verstellkeil zwischen zwei seitlichen Wangen
der Stempelhalteplatte verstellbar ist, zwischen denen die geneigte Kontaktfläche
angeordnet ist. Die Wangen können einerseits zur Begrenzung des Verstellweges dienen
und ermöglichen andererseits die Anordnung von Befestigungsmitteln, mit Hilfe derer
die Lage des Verstellkeils auf der Kontaktfläche bestimmbar ist.
[0008] So ist in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Verstellkeil
in einer frei wählbaren Lage zwischen den Wangen formschlüssig oder kraftschlüssig
fixierbar ist. Zum einen können die bereits angesprochenen selbsthemmenden Effekte
der Neigungsfläche selbst ausgenutzt werden, ebenso ist es aber auch möglich, Abstandshalter
an den Wangen vorzusehen. Beispielsweise kann die Verstellbarkeit mittels einer Schraubverbindung
zwischen wenigstens einer Wange und dem Verstellkeil ausgebildet sein.
[0009] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass eine erste Verstellschraube
senkrecht zur Stanzrichtung durch ein parallel zur Stanzrichtung liegendes Langloch
in einer Wange geführt ist und in eine Gewindebohrung in dem Verstellkeil eingreift.
Nach dem Lösen der Befestigungs-schraube der Stanzstempelaufnahme, die je nach konstruktiver
Ausgestaltung nach dem Entfernen eines Werkzeuges und ggf. der Druckplatte zugänglich
sind, kann mittels dieser Verstellschraube die Lage des Verstellkeils auf der geneigten
Kontaktfläche verändert werden, wodurch die Höheneinstellung der Stanzstempelaufnahme
ermöglicht ist. Bei der konstruktiven Ausbildung ist lediglich darauf zu achten, dass
die Höhe der Wangen nicht zu groß ist, damit die Wangen nicht mit einer wie auch immer
ausgestalteten Halterung in einem Großwerkzeug oder unmittelbar in einer Werkzeugmaschinen
kollidieren.
[0010] Um zu verhindern, dass sich beim Anziehen der Befestigungs-schraube der Stanzstempelaufnahme
in der Halterung die Position des Verstellkeils verändern kann, können beispielsweise
zwischen wenigstens einer Wange und dem Verstellkeil vorgesehene austauschbar bleibt
oder in ihrer Dicke verstellbare Distanzelemente vorgesehen sein. Beispielsweise können
dies auch Pakete von Distanzplättchen sein, wobei in Verbindung mit der definierten
Steigung über die Anzahl der Distanzplättchen auch die Höhe exakt eingestellt werden
kann. Eine bevorzugte Alternative die ohne zusätzliche Distanzelemente auskommt sieht
vor, dass eine zweite, senkrecht zur Stanzrichtung angeordnete Verstellschraube in
einem parallel zur Stanzrichtung liegenden Langloch in der mit Bezug auf die erste
Verstellschraube anderen Wange angeordnet ist.
[0011] Als Werkstoff für den Verstellkeil hat sich Hartbronze als geeignet erwiesen, es
sind aber auch andere metallische Werkstoffe einsetzbar.
[0012] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Werkzeug zum Einsatz in einer
Stanzmaschine mit einer Stanzstempelaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche
und einem Werkzeugeinsatz, der in der Stempelhalteplatte gehalten ist. Bei einem solchen
Werkzeugeinsatz kann es sich um ein Umform- / oder Prägewerkzeug handeln, bei denen
die Einstellung der vertikalen Arbeitshöhe zur Erzielung eines befriedigenden Arbeitsresultates
besonders wichtig ist.
[0013] Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf Ausführungsbeispiele
der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Explosionsschaubild einer Stanzstempelaufnahme;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Stanzstempelaufnahme aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Stanzstempelaufnahme aus Fig. 1 mit verdeckten Sichtlinien;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Einzelheit aus Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Ansicht der Stanzstempelaufnahme nach Fig. 2 von unten;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf die Stanzstempelaufnahme nach Fig. 2;
- Fig. 7
- ein Explosionsschaubild eines Sonderwerkzeuges zum Einsatz in der Stempelaufnahme
nach Fig. 1 bis 6.
[0014] In Fig. 1 ist eine Stanzstempelaufnahme 10 als Explosionsschaubild dargestellt wobei
diese Aufnahme 10 primär weniger zur Aufnahme von Stanzstempeln als Werkzeugeinsatz
sondern primär für den Einsatz von Prägestempeln oder Umformwerkzeugen gedacht ist.
Die Aufnahme besteht im Wesentlichen aus einer an der Unterseite der Aufnahme 10 angeordneten
Druckplatte 12, einer Stempel-halteplatte 14 sowie einem Verstellkeil 16, der zur
Anlage an einer nicht gezeigten Verbindungsfläche einer Halterung eines Großwerkzeuges
oder einer Werkzeugmaschine bestimmt ist. Auf die Art der Befestigung dieser Werkzeugeinsätze
in der Stanzstempelaufnahme 10 wird später im Zusammenhang mit Fig. 7 noch näher eingegangen,
grundsätzlich ist die Ausbildung der Aufnahme und die Befestigung des Werkzeuges in
ihr aber auch bereits in der
PCT/EP2012/003723 vorbeschrieben und soll an dieser Stelle daher nicht mehr detailliert ausgeführt
werden.
[0015] Bei den genannten Präge-/ Umformwerkzeugen kann es wesentlich sein, die exakte Vertikalposition
des Werkzeuges einzustellen, um eine gute Qualität des Bearbeitungsvorganges zu erreichen.
Hierzu ist zwischen der Stempelhalteplatte 14 und dem Verstellkeil 16 eine geneigte
Kontaktfläche 18 vorgesehen, d.h. die Unterseite 20 des Verstellkeiles 16 und die
Oberseite 22 der Stempelhalteplatte 14 sind mit entsprechender Neigung in Bezug auf
die exakte Horizontal-ausrichtung senkrecht zur Stanzrichtung ausgeführt. Die geneigte
Oberseite 22 der Stempelhalteplatte 14 ist dabei zwischen zwei seitlichen Wangen 24
ausgebildet, deren Oberkanten unterhalb der Oberseite des Verstellkeils 16 liegen
(siehe auch Fig. 3). Der Verstellkeil 16 besitzt eine Länge die kleiner ist als der
Abstand zwischen den beiden Wangen 24, so dass sich eine Verstellbarkeit des Verstellkeils
16 zwischen den Wangen auf der geneigten Kontaktfläche 18 ergibt. Je nach Relativposition
des Verstellkeiles 16 ergibt sich dadurch eine unterschiedliche Gesamthöhe der Stanzstempelaufnahme
10, so dass deren Einstellbarkeit gewährleistet ist. Da das Werkzeug an der Stempelhalteplatte
14 festgelegt ist, lässt sich auf diese Weise auch die Absolutposition des Werkzeuges
in der Stanzrichtung justieren. Erforderlich kann dies beispielsweise schon dann werden,
wenn eine neue Charge Blech in Bearbeitung genommen wird in jedem Falle aber dann,
wenn das Sonderwerkzeug für einen neuen Bearbeitungsvorgang eingestellt wird.
[0016] Die Verschieblichkeit des Verstellkeiles 16 zwischen den Wangen 24 wird durch erste
Langlöcher 26 in der Steigungsrichtung sowie zweite Langlöcher 28 ermöglicht. Diese
Langlöcher 26, 28 sind für den Durchtritt von Befestigungsschrauben 30 sowie Positionierstiften
32 vorgesehen, die an der Stempelhalteplatte 14 angeordnet sind. Die Positionierstifte
32 greifen in entsprechend vorgesehene Passungen in der maschinenseitigen Halterung
ein. Dort vorgesehene Gewinde dienen auch zum Festschrauben der Befestigungsschrauben
30.
[0017] Die exakte Verstellung des Verstellkeils 16 auf der geneigten Oberseite 22 der Stempelhalteplatte
14 erfolgt mit Hilfe zweier Verstellschrauben 34, die jeweils durch Langlöcher 36
in den Wangen 24 der Stempelhalteplatte 14 greifen. Die Ausrichtung der Langlöcher
ist parallel zur Stanzrichtung entsprechend der Verstellbarkeit der Gesamthöhe der
Stempelaufnahme 10. Die Verstellschrauben 34 greifen in Gewindebohrungen 38 in dem
Verstellkeil 16 ein. Die Verstellung selbst erfolgt nach dem Lösen einer der beiden
Befestigungsschrauben 34 durch anschließendes Verdrehen der noch in die zugehörige
Gewindebohrung 38 eingreifenden Verstellschraube 34. Sobald die gewünschte Gesamthöhe
erreicht ist, wird die zweite Befestigungsschraube wieder eingedreht und sichert damit
die Position des Verstellkeils 16 auf der geneigten Oberfläche 22 bei exakt eingestellter
Gesamthöhe. Die Einstellung der Höhe der Stempelaufnahme 10 kann dabei sogar ohne
Entnahme aus der Halterung des Großwerkzeuges erfolgen, indem nach dem Entfernen des
Werkzeuges durch Lösen der Klemmschrauben 40 und Entfernen der Druckplatte 12 nach
dem Herausdrehen von deren Befestigungsschrauben 42 die von unten her zugänglichen
Befestigungsschrauben 30 gelockert werden. Die Einstellung der Stempelhalteplatte
14 in Bezug auf das Großwerkzeug geht durch die nach wie vor eingreifenden Positionierstifte
32 nicht verloren, so dass die Einstellung mit einfachen handwerklichen Mitteln vorgenommen
werden kann. Nach dem Lockern wird, wie bereits zuvor beschrieben, eine Verstellschraube
34 gelöst und mit der verbleibenden Verstellschraube 34 die Position des Verstellkeils
16 bis zum Erreichen der gewünschten Höhe eingestellt. Anschließend werden die drei
Befestigungsschrauben 30 nach dem Eindrehen der zweiten Verstellschraube wieder fest
angezogen, die Druckplatte 12 mit den Befestigungsschrauben 42 wird montiert und abschließend
wird wieder ein Werkzeug 50 (siehe Fig. 7) in die Stempelaufnahme 10 eingesetzt.
[0018] Die beschriebene Stempelaufnahme 10 ist insbesondere beim Einsatz in einem Großwerkzeug
von Vorteil, in welchem mehrere Präge- oder Umformwerkzeugstationen vorgesehen sind.
Bei derartigen Großwerkzeugen ist es nicht möglich, die Korrektur der herzustellenden
Form oder Ausführung über die Presse allein vorzunehmen, da jedes Werkzeug in den
einzelnen Stationen unter Umständen unterschiedlich auf den jeweiligen Präge-/ Umformvorgang
reagiert und daher eine individuelle Einstellung der einzelnen Stationen gewünscht
ist.
[0019] Fig. 7 zeigt beispielhaft ein Werkzeug 50, bei welchem es auf die exakte Einstellung
der Vertikalposition ankommt. Ein solches Werkzeug dient beispielsweise dem Herstellen
von Einsenkungen, die in einer exakten Höhe von einem bearbeiteten Blech ausgestellt
werden sollen. Es versteht sich, dass zum Einhalten einer exakten Höhe solcher Vertiefungen
52 im Zusammenwirken mit einer Matrize 54 auf die hier nicht näher eingegangen wird,
am Werkzeugtisch eine genaue Einhaltung der Bearbeitungstiefe zu beachten ist. Das
Umformwerkzeug 50 besitzt einen Befestigungsschuh 56, der nach dem Einsetzen in Halteausnehmungen
60 der Stempelhalteplatte 14 (siehe Fig. 1) und Anziehen der Klemmschrauben 40 in
einer bestimmten definierten Position an der Stempelhalteplatte 14 festgelegt ist.
Die Einstellung des Werkzeuges erfolgt zuvor entsprechend in der zuvor beschriebenen
Art und Weise durch seitliches Verstellen des Verstellkeils 16. Damit können Fehlausrichtungen
des Werkzeuges 50 rasch kompensiert werden, ohne dass eine umständliche Anpassung
des Großwerkzeuges erfolgen muss.
[0020] Für die gewünschten Anwendungsfälle hat sich eine Steigung von beispielsweise 5mm
auf 100mm Länge der Neigungsfläche 22 als vorteilhaft erwiesen, d.h. dass bei einer
derartigen 5% Steigung sich bei 10mm Verstellweg eine Höhenverstellung von plus /
minus 0,5mm möglich ist. Durch seitliches Verstellen des Verstellkeiles 16 um 1mm
ergibt sich bei einer solchen Steigung eine Höhenverstellung um 5 Hundertstel mm,
so dass eine präzise Höheneinstellung auf einfache Weise ermöglicht ist. Sofern nicht
bereits ohnehin Selbsthemmung des Verstellkeils 16 auf der geneigten Oberfläche 22
gegeben ist, ist bei einer derart kleinen Steigung auch nicht mit wesentlichen Querkräften
zu rechnen, die die Verstellschraube 34 belasten könnten.
1. Stanzstempelaufnahme mit einer Druckplatte (12) und einer Stempelhalteplatte (14),
wobei die Druckplatte auf der einem Werkzeugeinsatz zugewandten Seite der Aufnahme
(10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verstellkeil (16) vorgesehen ist, der an der Oberseite (22) der Stempelhalteplatte
(14) angeordnet ist und an seiner Unterseite (20) über eine geneigte Kontaktfläche
(18) an der Stempelhalteplatte (14) anliegt, wobei der Verstellkeil (16) zur Höheneinstellung
relativ zur Stempelhalteplatte (14) auf der Kontaktfläche (18) in der Steigungsrichtung
verstellbar ist.
2. Stanzstempelaufnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsschrauben (30) der Stanzstempelaufnahme (10) durch Langlöcher (28) in
dem Verstellkeil (16) ragen, die die Einstellbarkeit des Verstellkeils (16) in Bezug
auf die Stempelhalteplatte (14) ermöglichen.
3. Stanzstempelaufnahme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellkeil (16) zwischen seitlichen Wangen (24) der Stempelhalteplatte (14)
verstellbar ist, zwischen denen die geneigte Kontaktfläche (18) ausgebildet ist.
4. Stanzstempelaufnahme nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellkeil (16) in einer stufenlos einstellbaren Lage zwischen den Wangen (24)
formschlüssig oder kraftschlüssig fixierbar ist.
5. Stanzstempelaufnahme nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellkeil (16) mittels einer Schraubverbindung (34,38) zwischen wenigstens
einer Wange (24) und dem Verstellkeil (16) einstellbar ist.
6. Stanzstempelaufnahme nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Verstellschraube (34) senkrecht zur Stanzrichtung durch ein parallel zur
Stanzrichtung liegendes Langloch in einer Wange (24) geführt ist und in eine Gewindebohrung
(38) in dem Verstellkeil (16) eingreift.
7. Stanzstempelaufnahme (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens einer Wange (24) und dem Verstellkeil (16) wenigstens ein austauschbares
oder in der Dicke einstellbares Distanzelement vorgesehen ist.
8. Stanzstempelaufnahme nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite senkrecht zur Stanzrichtung angeordnete Verstellschraube (34) in einem
parallel zur Stanzrichtung liegenden Langloch in der mit Bezug auf die erste Verstellschraube
anderen Wange angeordnet ist.
9. Stanzstempelaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Kontaktfläche >10% ist.
10. Stanzstempelaufnahme nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung ungefähr 5% beträgt.
11. Stanzstempelaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stempelhalteplatte (14) Positionierstifte (32) parallel zur Steigrichtung
vorgesehen sind, die zum Eingriff in eine Passung auf der Maschinenseite vorgesehen
sind.
12. Stanzstempelaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellkeil (16) aus Hartbronze besteht.
13. Werkzeug zum Einsatz in einer Stanzmaschine mit einer Stanzstempelaufnahme (10) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche und einem Werkzeugeinsatz, der in der Stempelhalteplatte
festgelegt ist.
14. Werkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugeinsatz ein Umformwerkzeug oder ein Prägewerkzeug ist.
1. Punching-die holder having a pressure-exerting plate (12) and a die-retaining plate
(14), wherein the pressure-exerting plate is arranged on that side of the holder (10)
which is directed towards a tool insert, characterized by the provision of an adjustment wedge (16), which is arranged on the upper side (22)
of the die-retaining plate (14) and, on its underside (20), butts against the die-retaining
plate (14) via an inclined contact surface (18), wherein, for height adjustment relative
to the die-retaining plate (14), the adjustment wedge (16) can be adjusted on the
contact surface (18) in the direction of slope.
2. Punching-die holder according to Claim 1, characterized in that fastening screws (30) of the punching-die holder (10) project through slots (28)
in the adjustment wedge (16) which make it possible for the adjustment wedge (16)
to be adjusted in relation to the die-retaining plate (14).
3. Punching-die holder according to Claim 1 or 2, characterized in that the adjustment wedge (16) can be adjusted between lateral sidepieces (24) of the
die-retaining plate (14), the inclined contact surface (18) being formed between said
sidepieces.
4. Punching-die holder according to Claim 3, characterized in that the adjustment wedge (16) can be fixed in a form-fitting or force-fitting manner
in a steplessly adjustable position between the sidepieces (24).
5. Punching-die holder according to Claim 4, characterized in that the adjustment wedge (16) can be adjusted by means of a screw connection (34, 38)
between at least one sidepiece (24) and the adjustment wedge (16).
6. Punching-die holder according to Claim 5, characterized in that a first adjustment screw (34) is guided, in a direction perpendicular to the punching
direction, through a slot which is parallel to the punching direction and is located
in a sidepiece (24), said first adjustment screw engaging in a threaded bore (38)
in the adjustment wedge (16).
7. Punching-die holder (10) according to Claim 6, characterized in that at least one interchangeable or thickness-adjustable spacer element is provided between
at least one sidepiece (24) and the adjustment wedge (16).
8. Punching-die holder according to Claim 6 or 7, characterized in that a second adjustment screw (34), which is arranged perpendicularly to the punching
direction, is arranged in a slot which is parallel to the punching direction and is
located in the sidepiece which does not hold the first adjustment screw.
9. Punching-die holder according to one of the preceding claims, characterized in that the inclination of the contact surface is >10%.
10. Punching-die holder according to Claim 9, characterized in that the inclination is approximately 5%.
11. Punching-die holder according to one of the preceding claims, characterized by the provision, in the die-retaining plate (14), of positioning pins (32) parallel
to the direction of slope, said positioning pins being provided for engagement in
a machine-side fitting hole.
12. Punching-die holder according to one of the preceding claims, characterized in that the adjustment wedge (16) consists of hard bronze.
13. Tool for use in a punching machine, having a punching-die holder (10) according to
one of the preceding claims and having a tool insert which is secured in the die-retaining
plate.
14. Tool according to Claim 13, characterized in that the tool insert is a forming tool or a stamping tool.
1. Porte-poinçon avec une plaque de pression (12) et une plaque de maintien de poinçon
(14), la plaque de pression étant disposée sur le côté du logement (10) orienté vers
un insert d'outil, caractérisé en ce qu'une clavette de réglage (16) est prévue, celle-ci étant disposée au niveau du côté
supérieur (22) de la plaque de maintien de poinçon (14) et reposant contre la plaque
de maintien de poinçon (14), au niveau de son côté inférieur (20), via une surface
de contact (18) inclinée, la clavette de réglage (16) pouvant être déplacée dans la
direction d'inclinaison, sur la surface de contact (18), pour effectuer un réglage
de la hauteur par rapport à la plaque de maintien de poinçon (14).
2. Porte-poinçon selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vis de fixation (30) du porte-poinçon (10) ressortent à travers les trous oblongs
(28) dans la clavette de réglage (16), ces vis permettant de régler la clavette de
réglage 16 par rapport à la plaque de maintien de poinçon (14).
3. Porte-poinçon selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la clavette de réglage (16) peut être déplacée entre les joues (24) latérales de
la plaque de maintien de poinçon (14) entre lesquelles la surface de contact (18)
inclinée est réalisée.
4. Porte-poinçon selon la revendication 3, caractérisé en ce que la clavette de réglage (16) peut être fixée par complémentarité de formes ou par
complémentarité de forces entre les joues 24 dans une position réglable en continu.
5. Porte-poinçon selon la revendication 4, caractérisé en ce que la clavette de réglage (16) peut être réglée au moyen d'une liaison vissée (34, 38)
entre au moins une joue (24) et la clavette de réglage (16).
6. Porte-poinçon selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une première vis de réglage (34) est guidée dans une joue (24), perpendiculairement
à la direction de poinçonnage, à travers un trou oblong reposant parallèlement à la
direction de poinçonnage et qu'elle s'emboîte dans un alésage fileté 38 prévu dans
la clavette de réglage (16).
7. Porte-poinçon (10) selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'au moins un élément d'écartement amovible ou d'épaisseur réglable est prévu entre
au moins une joue 24 et la clavette de réglage (16).
8. Porte-poinçon selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce qu'une deuxième vis de réglage (34) disposée perpendiculairement à la direction de poinçonnage
est disposée dans un trou oblong reposant parallèlement à la direction de poinçonnage
dans l'autre joue par rapport à la première vis de réglage.
9. Porte-poinçon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'inclinaison de la surface de contact est > 10 %.
10. Porte-poinçon selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'inclinaison est approximativement de 5 %.
11. Porte-poinçon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des tiges de positionnement (32) sont prévues parallèlement à la direction d'inclinaison
dans la plaque de maintien de poinçon (14), ces tiges étant prévues pour s'engrener
dans un ajustement sur le côté de machine.
12. Porte-poinçon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la clavette de réglage (16) est un bronze dur.
13. Outil à insérer dans une machine de poinçonnage avec un porte-poinçon (10) selon l'une
quelconque des revendications précédentes et un insert d'outil fixé dans la plaque
de maintien de poinçon.
14. Outil selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'insert d'outil est un outil de déformation ou un outil de frappe.
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