[0001] Die Erfindung betrifft einen Komponententräger für elektrische/elektronische Bauteile,
beispielsweise zur Kombination mit einem Schlossgehäuse oder als Bestandteil eines
Schlossgehäuses eines Kraftfahrzeugtürschlosses, mit einem Trägerelement und einem
mit dem Trägerelement verbindbaren Leiterbahngebilde aus einzelnen metallischen Leiterbahnen.
[0002] Bei einem Komponententräger des eingangs beschriebenen Aufbaus entsprechend der
DE 10 2005 049 975 C5 handelt es sich um ein Schlossgehäuse eines Kraftfahrzeugtürverschlusses. Dieses
weist wenigstens ein Basiselement auf. Das Leiterbahngebilde ist aus Weißblech hergestellt,
bei welchem es sich um ein kaltgewalztes Stahlblech mit einer Dicke von bis zu 0,5
mm handelt. Außerdem ist eine weißschimmernde Zinnschicht von mindestens 5 µm elektrolytisch
aufgebracht. Auf diese Weise wird eine kostengünstige und robuste Auslegung eines
Komponententrägers zur Verfügung gestellt.
[0004] Wie üblich dient der Komponententräger dazu, elektrische und/oder elektronische Bauteile
auf seinem Trägerelement aufzunehmen und mit Hilfe des Leiterbahngebildes untereinander
bzw. mit einer entfernten Steuereinheit oder anderen elektrischen Elementen zu verbinden.
Zu diesem Zweck wird der gesamte Komponententräger nach der Bestückung mit den elektrischen
bzw. elektronischen Bauteilen typischerweise mit einer Vergussmasse umhüllt, um ihn
vor Umwelteinflüssen zu schützen. Bei dem Leiterbahngebilde handelt es sich regelmäßig
um ein Stanzgitter, welches die verschiedenen Leiterbahnen zusammenfasst und deren
gemeinsame Herstellung ermöglicht. Zusammen mit dem Trägerelement bzw. den elektrischen/elektronischen
Bauteilen wird das Leiterbahngebilde nach der Bestückung durch die Vergussmasse größtenteils
oder gänzlich verschlossen. Diese Vorgehensweise hat sich prinzipiell bewährt.
[0005] Im Stand der Technik bzw. in der Praxis wird generell das Ziel verfolgt, die Materialstärke
des eingesetzten Leiterbahngebildes aus Kostengründen so gering wie möglich einzustellen.
Die gattungsbildende Lehre entsprechend der
DE 10 2005 049 975 C5 arbeitet an dieser Stelle mit Weißblech einer Dicke von lediglich bis zu 0,5 mm.
Dem Trend zur Materialersparnis zuwider treten jedoch mit immer geringer werdender
Materialstärke zunehmend Montageprobleme auf. Tatsächlich treten insbesondere bei
der Kontaktierung von Motoren oder anderen voluminösen und gewichtigen elektrischen
bzw. elektronischen Bauteilen mit dem Leiterbahngebilde Probleme dergestalt auf, dass
abgewinkelte Fahnen des Leiterbahngebildes unbeabsichtigt umgebogen werden. Das kann
sogar noch während des Betriebes durch zwangsläufige Bewegungen des Motors auftreten.
Als Folge hiervon werden in der Praxis Kontaktprobleme beobachtet, die insbesondere
nach einer bestimmten Betriebszeit besonders problematisch sind und nur aufwendig
beherrscht werden können. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
[0006] DE 43 23 827 C1 und
WO 2009 010 734 A1 beschreiben jeweils einen Komponententräger mit einem Komponententräger mit einem
Trägerelement und einem mit dem Trägerelement verbindbaren Leiterbahngebilde aus einzelnen
metallischen Leiterbahnen, wobei sich das Leiterbahngebilde aus wenigstens zwei Leiterbahnteilgebilden
mit jeweils unterschiedlicher Materialstärke der zugehörigen Leiterbahnen zusammensetzt.
[0007] Vor diesem Hintergrund schlägt die Erfindung den Gegenstand des Anspruchs 1 vor.
Der erfindungsgemäße Komponententräger ermöglicht es, dass aktuelle und zukünftige
Kontaktprobleme praktisch nicht mehr auftreten und eine dauerhaft einwandfreie Funktionsweise
gewährleistet ist.
[0008] Im Rahmen der Erfindung ist also das Leiterbahngebilde wenigstens zweiteilig oder
zweigeteilt ausgelegt. Tatsächlich sind zumindest zwei Leiterbahnteilgebilde realisiert,
die jeweils eine unterschiedliche Materialstärke der zugehörigen Leiterbahnen aufweisen.
Bei den beiden Leiterbahnteilgebilden handelt es sich erfindungsgemäß um ein Schalterleiterbahngebilde
vorgegebener Materialstärke und zusätzlich ein Motorleiterbahngebilde mit größerer
Materialstärke im Vergleich zum Schalterleiterbahngebilde. Der Komponententräger weist
ein eine Motoraufnahme oder Motorwanne aufweisendes Trägerelement auf, und das Motorleiterbahngebilde
ist zur Kontaktierung eines in die Motoraufnahme oder Motorwanne plazierbaren Elektromotors
ausgebildet.
[0009] Das heißt, die jeweiligen Leiterbahnen des Motorleiterbahngebildes weisen eine größere
Materialstärke als die Leiterbahnen des Schalterleiterbahngebildes auf. Dabei ist
die Auslegung insgesamt so getroffen, dass die jeweiligen Leiterbahnen einerseits
des Schalterleiterbahngebildes und andererseits des Motorleiterbahngebildes eine durchgängig
gleiche Materialstärke besitzen. Denn grundsätzlich könnte auch innerhalb des jeweiligen
Leiterbahnteilgebildes mit verschiedenen Materialstärken gearbeitet werden. Im Rahmen
der Erfindung ist jedoch die Auslegung so getroffen, dass die jeweiligen Leiterbahnen
des Schalterleiterbahngebildes eine geringere Materialstärke als die jeweiligen Leiterbahnen
des Motorleiterbahngebildes aufweisen. Durch diese Auslegung wird den unterschiedlichen
mechanischen Beanspruchungen sowohl bei der Montage als auch dem Betrieb Rechnung
getragen. Denn das Schalterleiterbahngebilde dient typischerweise dazu, Schalter,
Sensoren, Relais oder andere elektrische/elektronische Bauteile mit geringem Gewicht
und kleinen Dimensionen zu kontaktieren, die darüber hinaus während des Betriebes
auch keine Eigenbewegungen vollführen. Folglich reicht es für die jeweiligen Leiterbahnen
des Schalterleiterbahngebildes aus, dass diese über eine geringere Materialstärke
verfügen, die in der Regel 0,5 mm unterschreitet, meistens sogar 0,4 mm oder sogar
weniger beträgt.
[0010] Demgegenüber dient das Motorleiterbahngebilde zur Kontaktierung elektrischer bzw.
elektronischer Bauteile mit demgegenüber größerem Gewicht und zwar zumindest Elektromotoren,
die während des Betriebes eine Eigenbewegung vollführen. An dieser Stelle kommt es
darauf an, dass zugehörige Leiterfahnen bzw. das Motorleiterbahngebilde insgesamt
steif ausgelegt ist und die Leiterfahnen nicht zum Abknicken, Abbrechen etc. neigen.
Aus diesem Grund sind die jeweiligen Leiterbahnen des Motorleiterbahngebildes typischerweise
mit einer in etwa doppelten Materialstärke im Vergleich zu den Leiterbahnen des Schalterleiterbahngebildes
ausgerüstet. Meistens beträgt die Materialstärke ca. 0,8 mm und mehr.
[0011] Auf diese Weise ist das erfindungsgemäße Leiterbahngebilde mit den beiden Leiterbahnteilgebilden
bzw. dem Schalterleiterbahngebilde und dem Motorleiterbahngebilde individuell an die
jeweils zu kontaktierenden elektrischen/elektronischen Bauelemente angepasst. So erfahren
elektrische/elektronische Gebilde mit geringem Gewicht und ohne Eigenbewegung typischerweise
eine Kontaktierung durch das Schalterleiterbahngebilde, wobei dieses dem Verwendungszweck
dadurch Rechnung trägt, dass hier mit geringen Materialstärken im Bereich von ca.
0,4 mm bis 0,5 mm gearbeitet wird und auch gearbeitet werden kann. Dadurch ist eine
signifikante Materialersparnis gegenüber einem Leiterbahngebilde aus beispielsweise
Leiterbahnen mit einer jeweiligen Materialstärke von ca. 0,8 mm gegeben.
[0012] Demgegenüber verfügt das unabhängige Motorleiterbahngebilde über eine größere Materialstärke
der jeweiligen Leiterbahnen, die typischerweise oberhalb von 0,7 mm und insbesondere
bei 0,8 mm und mehr angesiedelt ist. Dadurch weist das Motorleiterbahngebilde per
se eine signifikante Steifigkeit auf und neigen insbesondere Leiterfahnen bei der
Kontaktierung mit beispielsweise Elektromotoren nicht zum Abknicken oder Abbrechen.
Ein solches Abknicken oder Abbrechen wird auch nicht während des Betriebes beobachtet,
so dass die Kontaktierung der an das Motorleiterbahngebilde typischerweise angeschlossenen
Elektromotoren dauerhaft und einwandfrei über die gesamte Lebensdauer besteht und
eingerichtet ist.
[0013] Das Schalterleiterbahngebilde verfügt über eine flächenmäßige Ausdehnung, die typischerweise
ein Vielfaches der flächenmäßigen Ausdehnung des Motorleiterbahngebildes beträgt.
Das lässt sich darauf zurückführen, dass der erfindungsgemäße Komponententräger zur
Kombination mit oder als Bestandteil des Schlossgehäuses eines Kraftfahrzeugtürverschlusses
eine Vielzahl von Schaltern, Sensoren etc. aufnimmt, allerdings regelmäßig nur ein
oder zwei Motoren mit Hilfe des Motorleiterbahngebildes kontaktiert werden müssen.
Aus diesem Grund fällt die größere Materialstärke des Motorleiterbahngebildes im Vergleich
zu derjenigen des Schalterleiterbahngebildes nicht wesentlich ins Gewicht und das
erfindungsgemäße Leiterbahngebilde kann zu vergleichbaren Kosten hergestellt werden
wie bisherige Leiterbahngebilde bei zugleich verbesserter und dauerhafter Funktionalität.
[0014] Hierzu trägt ergänzend der Umstand bei, dass die beiden Leiterbahngebilde typischerweise
aus unterschiedlichen Metallen gefertigt sind. So empfiehlt die Erfindung für die
Herstellung des Schalterleiterbahngebildes ein regelmäßig kalt verformbares Material
wie beispielsweise Messing. Auf diese Weise kann die Kontaktierung und der Anschluss
der Schalter, Sensoren etc. einfach und problemlos mit dem Schalterleiterbahngebilde
erfolgen. Demgegenüber ist das Motorleiterbahngebilde typischerweise aus einem warmverformbaren
Metall wie beispielsweise Weißblech hergestellt. Dadurch verfügt das Motorleiterbahngebilde
per se über eine große und ausreichende Steifigkeit, um insbesondere Elektromotoren
ohne Abknicken, Abbrechen etc. etwaiger Leiterfahnen kontaktieren und betreiben zu
können. Bei dem eingesetzten Weißblech handelt es sich typischerweise um ein kaltgewalztes
Stahlblech, welches darüber hinaus eine Zinnschicht von mindestens 5 µm Schichtdicke
aufweist. Die Zinnschicht mag elektrolytisch aufgebracht sein, wie dies in der den
gattungsbildenden Stand der Technik repräsentierenden
DE 10 2005 049 975 C5 im Detail beschrieben wird.
[0015] Auf diese Weise verfügt das erfindungsgemäße Leiterbahngebilde insgesamt über die
erforderliche korrosionsgeschützte Auslegung, die bei dem Schalterleiterbahngebilde
aus Messing ohnehin gegeben ist und bei dem Motorleiterbahngebilde durch die Beschichtung
mit Zinn zur Verfügung gestellt wird. Hinzu kommt, dass das Motorleiterbahngebilde
durch die Beschichtung mit Zinn einfach mit Hilfe von säurefreien Flussmitteln elektrisch
lötbar ist, so dass die angesprochenen Elektromotoren problemlos und dauerhaft mit
dem Motorleiterbahngebilde elektrisch verbunden werden können. Für das Schalterleiterbahngebilde
aus Messing gilt dies von vorneherein und ohne zusätzliche Bearbeitungsschritte, eine
Beschichtung etc.
[0016] Im Regelfall sind beide Leiterbahngebilde als jeweils Stanzteile ausgelegt. Die Herstellung
der beiden Leiterbahngebilde kann getrennt oder auch gemeinsam erfolgen. In letztgenanntem
Fall handelt es sich bei den beiden Leiterbahngebilden um ein kombiniertes Komplettleiterbahngebilde,
welche anschließend mit dem Komponententräger vereinigt wird. Für den Fall, dass die
beiden Leiterbahnteilgebilde getrennt voneinander hergestellt werden, empfiehlt es
sich, beide Leiterbahnteilgebilde jeweils separat mit dem Komponententräger zu vereinigen.
[0017] Aufgrund der dargestellten und eingesetzten verschiedenen Materialien für einerseits
das Schalterleiterbahngebilde und andererseits das Motorleiterbahngebilde werden auch
unterschiedliche Härten beobachtet. Tatsächlich verfügt das Schalterleiterbahngebilde
aus regelmäßig Messing über eine Brinellhärte von in etwa 35 bis 200 HB. Demgegenüber
ist das Motorleiterbahngebilde aus beispielsweise Weißblech mit einer Rockwellhärte
im Bereich zwischen 48 HR bis 56 HR ausgerüstet. Durch diese unterschiedliche Auslegung
wird ergänzend deutlich, dass das Motorleiterbahngebilde besonders robust und dauerhaft
ausgelegt ist, während das Schalterleiterbahngebilde zugunsten einer deutlichen Materialersparnis
und wegen der geringen mechanischen Belastung bei der Kontaktierung und im Betrieb
eine eher filigrane Gestaltung aufweist. Durch diese kombinatorische Wirkung und die
jeweilige Anpassung an den tatsächlichen Anwendungszweck wird erstmals eine signifikante
Materialersparnis zugleich mit hoher Funktionssicherheit kombiniert. Hierin sind die
wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Komponententräger für elektrische/elektronische Bauteile in
Gestalt eines Schlossgehäuses eines Kraftfahrzeugtürverschlusses perspektivisch und
- Fig. 2
- das im Rahmen der Fig. 1 verwendete Leiterbahngebilde in einer Einzelansicht.
[0019] In den Figuren ist ein Komponententräger für elektrische/elektronische Bauteile 1,
2, 3 dargestellt. Bei dem Komponententräger handelt es sich im Beispielfall um den
Bestandteil eines Schlossgehäuses 4 eines nicht näher gezeigten Kraftfahrzeugtürverschlusses,
welches insofern als Trägerelement 4 fungiert. Grundsätzlich kann der Komponententräger
aber auch unabhängig von dem Schlossgehäuse 4 in dessen Innern aufgenommen und platziert
werden. Das ist jedoch nicht dargestellt. Das heißt, im Rahmen des Ausführungsbeispiels
sind das Trägerelement 4 und das Schlossgehäuse 4 synonym bzw. stellt der Komponententräger
einen Bestandteil des Schlossgehäuses 4 des fraglichen Kraftfahrzeugtürverschlusses
dar, wobei das Schlossgehäuse 4 ganz oder teilweise als Trägerelement 4 des Komponententrägers
fungiert.
[0020] Bei den elektrischen/elektronischen Bauteilen 1, 2, 3 handelt es sich um einen nur
angedeuteten Elektromotor 1, der in einer zugehörigen Motoraufnahme oder Motorwanne
platziert ist. Darüber hinaus erkennt man in der Fig. 1 ansatzweise eine Buchse 2
zur Aufnahme eines nicht dargestellten Steckers, mit dessen Hilfe die fraglichen elektrischen/elektronischen
Bauteile 1, 2, 3 mit einer entfernt angeordneten und lediglich angedeuteten Steuereinheit
5 elektrisch verbunden werden.
[0021] Bei dem elektrischen bzw. elektronischen Bauteil 3 handelt es sich schließlich um
einen Mikroschalter 3, der in der Fig. 1 exemplarisch angedeutet ist und beispielsweise
einzelne Funktionsstellungen von mechanischen Elementen des Kraftfahrzeugtürverschlusses
abfragt. Die zuvor erläuterten und nur beispielhaft sowie nicht abschließend dargestellten
und beschriebenen elektrischen/elektronischen Bauteile 1, 2, 3 werden insgesamt von
dem Schlossgehäuse 4 getragen bzw. aufgenommen, das diesbezüglich als Trägerelement
4 fungiert. Mit dem Trägerelement 4 ist ein im Detail in der Fig. 2 dargestelltes
Leiterbahngebilde 6, 7 verbindbar. Das Leiterbahngebilde 6, 7 setzt sich aus einzelnen
Leiterbahnen 6' bzw. 7' zusammen.
[0022] Die Verbindung zwischen dem Schlossgehäuse bzw. Trägerelement 4 und dem Leiterbahngebilde
6, 7 kann in herkömmlicher Art und Weise derart geschehen, dass zunächst das Leiterbahngebilde
6, 7 auf oder in das Schlossgehäuse 4 eingelegt und dann eine Vorfixierung mit Hilfe
von Vergussmasse bzw. unter Rückgriff auf ein Adhäsivmittel erfährt. Nach dieser Vorfixierung
werden die elektrischen/elektronischen Bauteile 1, 2, 3 mit dem Leiterbahngebilde
6, 7 bzw. von dem Leiterbahngebilde 6, 7 jeweils hochstehenden Leiterfahnen 6" bzw.
7" kontaktiert (vgl. Fig. 2). Das kann durch simples Aufstecken von Kontakten, durch
Verlöten etc. erfolgen.
[0023] Damit bei diesem Montagevorgang etwaige Leiterfahnen 6" bzw. 7" nicht abknicken oder
im Betrieb abknicken oder sogar abbrechen, ist das aus den einzelnen metallischen
Leiterbahnen 6, 7 zusammengesetzte Leiterbahngebilde 6, 7 erfindungsgemäß aus zwei
Leiterbahnteilgebilden 6; 7 mit jeweils unterschiedlicher Materialstärke s
1, s
2 der zugehörigen Leiterbahnen 6, 7 zusammengesetzt. Tatsächlich beträgt die Materialstärke
s
1 des ersten Leiterbahngebildes 6 typischerweise mehr als 0,7 mm, ist im Ausführungsbeispiel
bei ca. 0,8 mm angesiedelt. Demgegenüber liegt die Materialstärke s
2 des zweiten Leiterbahngebildes 7 typischerweise unterhalb von 0,5 mm, beträgt nach
dem Ausführungsbeispiel ca. 0,4 mm.
[0024] Bei dem ersten Leiterbahngebilde 6 handelt es sich im Ausführungsbeispiel um ein
Motorleiterbahngebilde 6. Der Name Motorleiterbahngebilde 6 resultiert nach dem Ausführungsbeispiel
daher, dass mit Hilfe dieses ersten Leiterbahnteilgebildes bzw. Motorleiterbahngebildes
6 der wenigstens eine Elektromotor 1 kontaktiert wird. Durch die relativ große Materialstärke
s
1 des fraglichen Motorleiterbahngebildes 6 im Bereich von 0,7 mm und mehr werden bei
der Kontaktierung des fraglichen Elektromotors 1 etwaige Umbiegungen, Abbiegungen
oder ein Abbrechen der zugehörigen Leiterfahnen 6" erfindungsgemäß vermieden.
[0025] Außerdem trägt die hierdurch erreichte Steifigkeit des Motorleiterbahngebildes 6
dem Umstand Rechnung, dass der Elektromotor 1 im Betrieb Eigenbewegungen vollführt,
im Regelfall um seine Achse rotiert und hierdurch beispielsweise eine Antriebsschnecke
verschwenkt. Solche Eigenbewegungen des Elektromotors 1 werden aufgrund der signifikanten
Materialstärke s
1 des zugehörigen Motorleiterbahngebildes 6 problemlos aufgenommen, ohne dass die zugehörige
Leiterfahne 6" - auch im Betrieb - abknickt, abreißt etc.
[0026] Hierzu trägt ergänzend der Umstand bei, dass das Motorleiterbahngebilde 6 nach dem
Ausführungsbeispiel aus einem warmverformbaren Material wie Weißblech hergestellt
ist. Dabei kann wie in der
DE 10 2005 049 975 C5 beschrieben ein kaltgewalztes Stahlblech mit der angegebenen Materialstärke s
1 von wenigstens 0,7 mm zum Einsatz kommen, das darüber hinaus mit einer Zinnschicht
von mindestens 5 µm Stärke ausgerüstet ist, um etwaige Korrosionen zu verhindern und
die Kontaktierung zu erleichtern. Die Funktionssicherheit ist also über die gesamte
Lebensdauer des dargestellten Kraftfahrzeugtürverschlusses gegeben.
[0027] Demgegenüber ist das zweite Leiterbahnteilgebilde 7 mit der geringeren Materialstärke
s
2 von typischerweise weniger als 0,5 mm und nach dem Ausführungsbeispiel von ca. 0,4
mm ausgerüstet. Aufgrund dieser geringen Materialstärke s
2 handelt es sich vorliegend um ein Schalterleiterbahngebilde 7, welches regelmäßig
aus einem kaltverformbaren Material wie beispielsweise Messing hergestellt ist. Aus
diesem Grund lassen sich die zugehörigen Leiterfahnen 7" im Bedarfsfall auch (geringfügig)
von Hand verbiegen. Dadurch kann der Mikroschalter 3 im Beispielfall problemlos angeschlossen
und beispielsweise an die zugehörige Leiterfahne 7" angelötet werden.
[0028] Anhand der Fig. 2 erkennt man, dass die beiden Leiterbahnteilgebilde 6, 7 grundsätzlich
als kombiniertes Komplettleiterbahngebilde 6, 7 mit dem Trägerelement 4 vereinigt
werden können. Nach dem Ausführungsbeispiel handelt es sich jedoch um zwei separat
gefertigte und mit dem Trägerelement 4 vereinigbare Leiterbahnteilgebilde 6; 7. Das
heißt, das jeweilige Leiterbahnteilgebilde 6; 7 wird zunächst mit dem Trägerelement
4 vereinigt und erfährt die beschriebene Vorfixierung. Danach werden die elektrischen
Bauteile 1, 2, 3 mit dem gesamten Leiterbahngebilde 6, 7 bzw. den einzelnen Leiterbahnteilgebilden
6, 7 elektrisch verbunden. Im Anschluss daran wird der gesamte Komponententräger mit
der Vergussmasse endvergossen und komplett mediendicht verschlossen.
1. Komponententräger für elektrische/elektronische Bauteile (1, 2, 3), beispielsweise
zur Kombination mit einem Schlossgehäuse (4) oder als Bestandteil eines Schlossgehäuses
(4) eines Kraftfahrzeugtürverschlusses, mit
- einem eine Motoraufnahme oder Motorwanne aufweisenden Trägerelement (4) und
- einem mit dem Trägerelement (4) verbindbaren Leiterbahngebilde (6, 7) aus einzelnen
metallischen Leiterbahnen (6, 7), das sich aus wenigstens zwei Leiterbahnteilgebilden
(6; 7) mit jeweils unterschiedlicher Materialstärke (s1; s2) der zugehörigen Leiterbahnen (6, 7) zusammensetzt; wobei
- das eine Leiterbahnteilgebilde (7) als Schalterleiterbahngebilde (7) vorgegebener
Materialstärke (s2) und das andere Leiterbahngebilde (6) als Motorleiterbahngebilde (6) mit größerer
Materialstärke (s1) der jeweiligen Leiterbahnen (6, 7) ausgebildet ist, und
- das Motorleiterbahngebilde (6) zur Kontaktierung eines in die Motoraufnahme oder
Motorwanne plazierbaren Elektromotor ausgebildet ist.
2. Komponententräger nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die beiden Leiterbahnteilgebilde (6, 7) aus unterschiedlichen Metallen gefertigt
sind.
3. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Schalterleiterbahngebilde (7) aus einem kaltverformbaren Metall wie beispielsweise
Messing hergestellt ist.
4. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Motorleiterbahngebilde (6) aus einem warmverformbaren Material wie beispielsweise
Weißblech hergestellt ist.
5. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Motorleiterbahngebilde (6) eine in etwa doppelt so große Materialstärke (s1 ≈ 2 s2) im Vergleich zum Schalterleiterbahngebilde (7) aufweist.
6. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Materialstärke (s1) des Motorleiterbahngebildes zumindest 0,7 mm und insbesondere 0,8 mm und mehr beträgt.
7. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Materialstärke (s2) des Schalterleiterbahngebildes (7) weniger als 0,5 mm und insbesondere 0,4 mm und
weniger beträgt.
8. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die beiden Leiterbahnteilgebilde (6; 7) als jeweils Stanzteile ausgelegt sind.
9. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Motorleiterbahngebilde (6) einen Härtegrad im Bereich von 48 HR bis 56 HR aufweist.
10. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Schalterleiterbahngebilde (7) einen Härtegrad im Bereich von 35 bis 200 HB besitzt.
11. Komponententräger nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die beiden Leiterbahnteilgebilde (6; 7) als kombiniertes Komplettleiterbahngebilde
(6; 7) mit dem Komponententräger (4) oder jeweils separat mit dem Komponententräger
(4) vereinigt werden.
1. Component carrier for electrical/electronic components (1, 2, 3), for example to be
combined with a latch housing (4) or as part of a latch housing (4) of a motor vehicle
door lock, comprising
- a carrier element (4) having a motor receptacle or motor cradle, and
- a conductor track structure (6, 7) which is made of individual metal conductor tracks
(6, 7), can be connected to the carrier element (4) and consists of at least two partial
conductor track structures (6; 7) each having a different material thickness (s1; s2) of the associated conductor tracks (6, 7);
wherein
- one partial conductor track structure (7) is designed as a switch conductor track
structure (7) of a specified material thickness (s2) and the other conductor track structure (6) is designed as a motor conductor track
structure (6) having a greater material thickness (s1) of the respective conductor tracks (6, 7), and
- the motor conductor track structure (6) is designed to contact an electric motor
that can be placed in the motor receptacle or motor cradle.
2. Component carrier according to the preceding claim,
characterized in that
- the two partial conductor track structures (6, 7) are made of different metals.
3. Component carrier according to either of the preceding claims,
characterized in that
- the switch conductor track structure (7) is produced from a cold-formable metal
such as brass.
4. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the motor conductor track structure (6) is produced from a hot-formable material
such as tinplate.
5. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the motor conductor track structure (6) has a material thickness approximately twice
as large (s1 ≈ 2s2) in comparison to the switch conductor track structure (7).
6. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the material thickness (s1) of the motor conductor track structure is at least 0.7 mm and in particular is 0.8
mm or more.
7. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the material thickness (s2) of the switch conductor track structure (7) is less than 0.5 mm and in particular
is 0.4 mm or less.
8. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the two partial conductor track structures (6; 7) are each designed as stamped parts.
9. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the motor conductor track structure (6) has a degree of hardness in the range of
from 48 HR to 56 HR.
10. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the switch conductor track structure (7) has a degree of hardness in the range of
from 35 to 200 HB.
11. Component carrier according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the two partial conductor track structures (6; 7) are connected to the component
carrier (4) as a combined complete conductor track structure (6; 7) or are each connected
separately to the component carrier (4).
1. Support de composants pour pièces électriques/électroniques (1, 2, 3), par exemple
destiné à être combiné à un boîtier de serrure (4) ou à constituer une partie d'un
boîtier de serrure (4) d'un système de fermeture de porte de véhicule automobile,
comportant
- un élément de support (4) présentant un logement de moteur ou un carter de moteur,
et
- une structure de pistes conductrices (6, 7) pouvant être connectée à l'élément de
support (4) et constituée de pistes conductrices métalliques individuelles (6, 7),
laquelle se compose d'au moins deux sous-structures de pistes conductrices (6 ; 7),
les pistes conductrices correspondantes (6, 7) présentant respectivement des épaisseurs
de matériau différentes (s1 ; s2) ;
dans lequel
- ladite sous-structure de piste conductrice (7) est conçue sous forme de structure
de piste conductrice de commutateur (7) d'épaisseur de matériau prédéterminée (s2), et l'autre structure de piste conductrice (6) est conçue sous forme de structure
de piste conductrice de moteur (6) comportant une épaisseur de matériau (s1) plus élevée des pistes conductrices respectives (6, 7), et
- la structure de piste conductrice de moteur (6) est conçue pour entrer en contact
avec un moteur électrique pouvant être placé dans le logement de moteur ou dans le
carter de moteur.
2. Support de composants selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
- les deux sous-structures de pistes conductrices (6, 7) sont réalisées en métaux
différents.
3. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- la structure de piste conductrice de commutateur (7) est fabriquée en un métal déformable
à froid tel que du laiton.
4. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- la structure de piste conductrice de moteur (6) est fabriquée en un matériau thermoformable
tel que du fer blanc.
5. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- la structure de piste conductrice de moteur (6) comprend une épaisseur de matériau
environ deux fois plus élevée (s1 ≈ 2s2) que celle de la structure de piste conductrice de commutateur (7).
6. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- l'épaisseur de matériau (s1) de la structure de piste conductrice de moteur est d'au moins 0,7 mm, et en particulier
supérieure ou égale à 0,8 mm.
7. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- l'épaisseur de matériau (s2) de la structure de piste conductrice de commutateur (7) est inférieure à 0,5 mm,
et en particulier inférieure ou égale à 0,4 mm.
8. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- les deux sous-structures de pistes conductrices (6 ; 7) se présentent respectivement
sous la forme de pièces embouties.
9. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- la structure de piste conductrice de moteur (6) comprend un degré de dureté compris
entre 48 HR et 56 HR.
10. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- la structure de piste conductrice de commutateur (7) présente un degré de dureté
compris entre 35 et 200 HB.
11. Support de composants selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- les deux sous-structures de pistes conductrices (6 ; 7) sont associées au support
de composants (4) sous forme de structure de pistes conductrices complète combinée
(6 ; 7) ou sont associées au support de composants (4) chacune séparément.