[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilanordnung, insbesondere eine Ventilanordnung für
eine Hochdruckpumpe für ein Common-Rail-System.
[0002] Als Common-Rail-Systeme bekannte Einspritzanlagen zum Einspritzen von Kraftstoff
in Brennräume einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines Dieselmotors, weisen einen
druckbeaufschlagten Kraftstoffspeicher, den Common-Rail, auf. Um diesen kontinuierlich
mit Kraftstoff zu versorgen, ist eine Hochdruckpumpe erforderlich.
[0003] Eine Hochdruckpumpe weist neben einem über einen Exzenter angetriebenen Kolben auch
eine Ventilanordnung mit aktiven oder passiven Ventilen auf. Die Ventilanordnung ist
üblicherweise durch einen hohen Integrationsgrad in Sandwich-Bauweise direkt in die
Pumpe integriert, was etwa mit Hilfe von Press- und Schweißvorgängen sowie begleitenden
Einstellprozessen erfolgt. Die Ventilanordnung kann bei einer derartigen Herstellung
allerdings nur direkt in der Pumpe getestet werden, so dass bei Fehlfunktionen des
Ventils die gesamte Pumpe Ausschuss wird.
[0004] Aus
WO 2013/079693 A1 ist bekannt, ein Ventil mit Hilfe eines Zentralgewindes demontierbar an einer Hochdruckpumpe
anzubringen. Durch die Anordnung des Zentralgewindes an einem Ventilgehäuse und durch
die erforderliche Verwendung von Dichtungsringen an dem Ventilgehäuse erfahren diese
eine rotatorisch-translatorische Bewegung während der Montage und können sich hierbei
verklemmen oder beschädigt werden.
[0005] DE 10 2010 031 600 A1 offenbart eine Hochddruckpumpe mit einem in einem Zylinderkopf aufgenommenen Pumpenelement,
das ein Saugventil zum Zuführen von Kraftstoff in das Pumpenelement aufweist, wobei
eine Verschlussschraube in den Zylinderkopf eingesetzt ist, welche eine axiale Kraft
auf eine Saugventilplatte des Saugventils aufbringt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung liegt folglich darin, eine Ventilanordnung für eine Pumpe
vorzuschlagen, die eine möglichst zuverlässige und zudem noch demontierbare Befestigung
an oder in einer Pumpe erlaubt, gleichzeitig montagebedingte Schäden von Dichtungsringen
verhindert und dennoch einen möglichst kompakten Aufbau aufweist.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Ventilanordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen sind den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.
[0008] Es wird eine Ventilanordnung für eine Hochdruckpumpe vorgeschlagen, die ein Pumpengehäuse
mit einer Vertiefung, ein Ventilgehäuse, welches mit der Vertiefung in dem Pumpengehäuse
korrespondierend ausgestaltet ist, so dass es in die Vertiefung einsetzbar ist, und
eine Spannscheibe aufweist. Das Ventilgehäuse weist mindestens einen radialen Vorsprung
mit einer ersten axialen Begrenzungsfläche und einer dieser gegenüberliegend angeordneten
zweiten axialen Begrenzungsfläche auf. Die Spannscheibe erstreckt sich radial über
den radialen Vorsprung des Ventilgehäuses und weist eine dritte axiale Begrenzungsfläche
auf, die auf der zweiten axialen Begrenzungsfläche des Ventilgehäuses bündig aufliegt.
Die Spannscheibe weist umfangsseitig ein Gewinde auf, welches in ein Gewinde an der
Innenseite der Vertiefung derart einschraubbar ist, dass das Ventilgehäuse über die
Spannscheibe mit der ersten axialen Begrenzungsfläche in dem Pumpengehäuse verspannt
wird.
[0009] Das Ventilgehäuse ist durch die korrespondierende Ausgestaltung in die Vertiefung
des Pumpengehäuses einsteck- bzw. einschiebbar ausgestaltet. Die Grenzflächen zwischen
dem Ventilgehäuse und dem Pumpengehäuse können mit herkömmlichen Dichtungsringen oder
dergleichen ausgestaltet werden, die aufgrund der fehlenden Verschraubung des Ventilgehäuses
in dem Pumpengehäuse rotatorisch nicht bewegt werden. Die Zuverlässigkeit der Dichtwirkung
der Dichtungsringe wird durch die Art der Montage daher nicht beeinflusst.
[0010] Der radiale Vorsprung des Ventilgehäuses ist dazu geeignet, über die in das Pumpengehäuse
einschraubbare Spannscheibe eine Verspannung des Ventilgehäuses mit dem Pumpengehäuse
auszuführen. Aufgrund des hohen Betriebsdruckes in Hochdruckpumpen von 350 bar oder
mehr wirken auf das Ventil relativ große axiale Kräfte, die durch die Befestigung
des Ventilgehäuses aufgefangen werden müssen. Die umfangsseitige Anordnung eines Gewindes
und die Verspannung des Ventilgehäuses mit dem Pumpengehäuse führt zu einer deutlich
günstigeren Aufnahme dieser axialen Kräfte, die Verlagerung des Gewindes radial nach
außen erfordert weiterhin eine deutlich geringere Dimensionierung des Gewindes und
erlaubt damit eine kompakte Gestaltung der Ventilanordnung.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Vertiefung einen Absatz auf, auf
dem die erste axiale Begrenzungsfläche des Ventilgehäuses aufliegt. Dieser Absatz
kann folglich eine ringförmige Begrenzungsfläche zum Verspannen des Ventilgehäuses
in dem Pumpengehäuse bereitstellen. Der Absatz ist bevorzugt ein stufenförmiger Übergang
von einem größeren Innendurchmesser zu einem kleineren Innendurchmesser. Der größere
Innendurchmesser könnte etwa der Innendurchmesser des Gewindes in der Vertiefung sein
oder diesen unterschreiten.
[0012] Zur verbesserten Zentrierung des Ventilgehäuses in dem Pumpengehäuse kann die Vertiefung
einen weiteren Absatz aufweisen, der zu einer sacklochartigen Gestaltung des innen
liegenden Abschnitts der Vertiefung führt. In diesen Abschnitt kann ein zylinderförmiger
Abschnitt eines Ventilgehäuses leicht eingeführt werden, wobei das Ventilgehäuse leicht
in die Vertiefung einführbar sein sollte. Dieser innen liegende Abschnitt der Vertiefung
wird im Folgenden Dichtabschnitt genannt.
[0013] Besonders bevorzugt ist der Dichtabschnitt mit einer für eine Abdichtung über einen
Dichtungsring geeigneten Passung ausgeführt, wobei das Ventilgehäuse in einem korrespondierenden,
zylindrischen Abschnitt eine ringförmige, umfangsseitig angeordnete Ringnut besitzt,
in der ein Dichtungsring angeordnet ist. Beim Einschieben des Ventilgehäuses in den
Dichtabschnitt erfolgt eine Verquetschung des Dichtungsrings und folglich eine Abdichtung
zwischen dem Dichtabschnitt und dem Ventilgehäuse. Wie vorangehend ausgeführt, wird
durch das Einschieben eine kontinuierliche Rotation des Dichtungsrings bei der Montage
vermieden. Damit kann nahezu ausgeschlossen werden, dass die Dichtwirkung montagebedingt
beeinträchtigt wird.
[0014] Weiter vorteilhaft kann ein Stützring in der Ringnut angeordnet sein, der ein Extrudieren
des Dichtungsrings in einen zwischen der Ringnut und der Vertiefung gebildeten Dichtspalt
verhindert.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die zweite axiale Begrenzungsfläche
des Ventilgehäuses, die zu der Spannscheibe gewandt ist, einen sich axial zur Spannscheibe
hin erstreckenden Absatz auf. Folglich kann die dritte axiale Begrenzungsfläche an
der Spannscheibe ebenfalls einen Absatz aufweisen, der mit dem Absatz an der zweiten
Begrenzungsfläche des Ventilgehäuses korrespondiert. Damit kann zusätzlich eine Zentrierwirkung
hergestellt werden, durch die beim Verschrauben der Spannscheibe mit dem Pumpengehäuse
eine besonders präzise Ausrichtung des Ventilgehäuses hergestellt und/oder aufrechterhalten
wird.
[0016] Als weitere Ausführungsform wäre eine plane Auflage der Begrenzungsflächen denkbar,
die damit besonders einfach zu fertigen sind.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Spannscheibe eine der dritten
axialen Begrenzungsfläche gegenüberliegend angeordnete vierte axiale Begrenzungsfläche,
die mit einem Aufnahmeprofil für ein Werkzeug ausgestattet ist, auf. Da sich Ventilkomponenten
durch die Spannscheibe axial über das Pumpengehäuse erstrecken können und die Spannscheibe
weiterhin nahezu vollständig in das Pumpengehäuse eintauchen könnte, ist es besonders
vorteilhaft, wenn ein entsprechendes Werkzeug zum Verschrauben der Spannscheibe lösbar
an der Spannscheibe angeordnet werden kann. Dies wird durch ein solches Profil zur
Aufnahme eines Werkzeugs erreicht, welches völlig unterschiedliche Formen aufweisen
kann. Neben von einer Drehachse beabstandeten Bohrungen, zwischen die eine Art Klauenschlüssel
angeordnet werden kann, sind auch regelmäßige, durchgehende Profile, wie etwa eine
sternförmige Ausnehmung denkbar.
[0018] Das Ventilgehäuse und die Spannscheibe weisen jeweils eine Bohrung auf, deren Durchmesser
miteinander korrespondieren. Ein Aktuatorgehäuse eines Aktuators eines Volumensteuerventils
ist durch die beiden korrespondierenden Bohrungen in das Ventilgehäuse eingesteckt.
Um dieses Aktuatorgehäuse herum können Spulen eines Steuer-Elektromagneten angeordnet
sein. Ein weiteres, den Magneten umgebendes Gehäuse könnte ferner mit der Spannscheibe
verschraubt werden.
[0019] Die Erfindung betrifft ferner eine Hochdruckpumpe mit einer derartigen Ventilanordnung.
Die Hochdruckpumpe ist hierbei insbesondere die Hochdruckpumpe eines Common-Rail-Systems.
[0020] Die beschriebenen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich beliebig miteinander
kombinieren.
[0021] Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen der Erfindung
umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich
der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
[0022] Die beiliegenden Zeichnungen sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Konzepten der Erfindung.
[0023] Andere Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick
auf die Zeichnungen. Die dargestellten Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise
maßstabsgetreu zueinander gezeigt.
[0024] Figur 1 zeigt die Ventilanordnung in einer Schnittdarstellung.
[0025] Die Figuren 2a) - 2c) zeigen unterschiedlich ausgeführte Spannscheiben mit Aufnahmeprofilen
zum Aufnehmen eines Werkzeugs.
[0026] In den Figuren der Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche
Elemente, Bauteile, Komponenten oder Verfahrensschritte, soweit nichts Gegenteiliges
angegeben ist.
[0027] Fig. 1 zeigt eine Ventilanordnung 2 mit einem Ventilgehäuse 4, einer Spannscheibe
6 und einem Aktuator 8 in einem Aktuatorgehäuse 10. Eine Kernkomponente der Ventilanordnung
2 ist ein Ventilstößel 12, der über eine Feder 14 auf einen Anschlag 16 gepresst wird,
wobei der Aktuator 8 eine axiale Bewegung des Ventilstößels 12 gegen die Federkraft
ausüben kann. In Abhängigkeit eines elektrischen Steuerstroms wird über den Aktuator
8 die Öffnungsfläche zwischen dem Ventilstößel 12 und dem Ventilsitz 60 gesteuert.
Damit wird die Größe des Volumenstroms aus einem Fluideingang 18 zu einem Ausgang
20 gesteuert.
[0028] Um die einzelnen Komponenten der Ventilanordnung 2 separat testen und/oder austauschen
zu können, weist die erfindungsgemäße Ventilanordnung 2 eine mechanische Trennung
von Funktionen auf, die zu dem gezeigten Aufbau führt. Das Ventilgehäuse 4 ist derart
ausgestaltet, dass es in eine Vertiefung 22 eines Pumpengehäuses 24 einsteckbar ist.
Dies bedeutet, dass das Ventilgehäuse 4 durch eine axiale Bewegung in die Vertiefung
22 einschiebbar ist und hierbei keine Rotation, beispielsweise zum Schrauben, notwendig
ist. Die Vertiefung 22 ist wie ein Sackloch mit ebenem Grund oder mit einem kegligen
Grund versehen, wobei sich hieran der Ausgang 20 anschließt.
[0029] Die Vertiefung 22 ist im Bereich des Ausgangs 20 zylindrisch ausgeführt, ebenso weist
das Ventilgehäuse 4 einen zylindrischen Abschnitt 26 auf, dessen Außendurchmesser
dem Innendurchmesser der Vertiefung 22 entspricht. Der zylindrische Abschnitt 26 weist
eine umfangsseitig angeordnete Ringnut 28 mit einem Stützring auf, die einen Dichtungsring
30 trägt. Durch das Einschieben des Ventilgehäuses 4 in die Vertiefung 22 wird der
Dichtungsring 30 leicht komprimiert und dadurch bündig sowohl an den Stützring in
der Ringnut 28 als auch an die korrespondierende Dichtfläche 32 des Pumpengehäuses
24 gepresst. Damit entsteht eine gewünschte Dichtwirkung.
[0030] Das Pumpengehäuse 24 weist einen Absatz 34 auf, wobei der innere Durchmesser des
Absatzes 34 kleiner ist als der äußere Durchmesser eines Vorsprungs 36 des Ventilgehäuses
4. Dadurch gelangt das Ventilgehäuse 4 beim Einschieben in die Vertiefung 22 mit einer
ersten axialen Begrenzungsfläche 5 in einen Anschlag mit dem Absatz 34, so dass die
geometrischen Positionen von Zuströmkanälen von dem Eingang 18 mit Durchströmöffnungen
38 des Ventilgehäuses 4 korrespondieren.
[0031] Zum Verspannen des Ventilgehäuses 4 mit dem Pumpengehäuse 24 wird der Spannring 6
eingesetzt. Dieser ist derart ausgestaltet, dass an seiner Außenseite umfangsseitig
ein Gewinde 40 angeordnet ist, welches mit einem Gewinde 42 des Pumpengehäuses 24
korrespondiert. Die durch den hohen Druck eines Common-Rail-Systems entstehende hydraulische
Kraft FH wird durch eine mit Hilfe des Spannrings 6 aufgebrachte axiale Spannkraft
FS kompensiert.
[0032] Das Ventilgehäuse 4 weist auf einer zu dem Spannring 6 gewandten Seite eine zweite
axiale Begrenzungsfläche 44 auf, die mit einer dritten axialen Begrenzungsfläche 46
auf einer zu dem Ventilgehäuse 4 gewandten Seite des Spannrings 6 korrespondiert.
Der Spannring 6 legt sich beim Verschrauben daher mit der dritten axialen Begrenzungsfläche
46 auf die zweite axiale Begrenzungsfläche auf.
[0033] Die zweite axiale Begrenzungsfläche 44 kann durch einen Absatz 45 begrenzt sein,
der ein dem Spannring 6 abgewandtes, ringförmiges Plateau bildet. Hiermit kann ein
Absatz 47 des Spannrings 6 korrespondieren, so dass beim Verspannen des Spannrings
6 automatisch eine Zentrierung des Ventilgehäuses 4 erfolgt.
[0034] An einer der dritten Begrenzungsfläche 46 gegenüberliegend angeordneten vierten Begrenzungsfläche
48 sind Werkzeugaufnahmeprofile (hier nicht gezeigt) vorhanden, die ein Aufbringen
eines Anzugsmoments auf die Spannscheibe 6 erlauben. Die Spannscheibe 6 ist bevorzugt
derart dimensioniert, dass sie in einem verspannten Zustand des Ventilgehäuses 4 bündig
mit dem Pumpengehäuse 24 abschließt oder sogar leicht in dieses eintaucht.
[0035] Das Ventilgehäuse 4 und die Spannscheibe 6 weisen weiterhin jeweils eine zentrale
Bohrung 50 bzw. 52 auf, die den gleichen Durchmesser besitzen, so dass das Aktuatorgehäuse
10 in die beiden miteinander fluchtenden Bohrungen 50 und 52 einsteckbar ist. Die
übrigen Bauteile des Aktuators 8 können nach Montage des Aktuatorgehäuses 10 an der
Spannscheibe 6 befestigt werden.
[0036] Durch die Funktionstrennung der Dichtung über den Dichtungsring 30 und die Verspannung
des Ventilgehäuses 4 über die Spannscheibe 6 kann die Ventilanordnung als eigenständige
hydraulische Baugruppe deutlich kürzer und wesentlich kompakter ausgestaltet werden.
Dies wird durch die Auslagerung des Gewindes an einem vom Ventilgehäuse ausgelagerten
Bauteil erreicht, das einen deutlich größeren Außendurchmesser als der zylindrische
Abschnitt 26 besitzt. Folglich ist zum Einbringen der gleichen Spannkraft ein kürzeres
Gewinde notwendig. Zudem muss das Ventilgehäuse 4 nur eingesteckt werden und eine
Rotation des Ventilgehäuses 4 entfällt, was sich vorteilhaft auf die Dichtwirkung
des Dichtrings 30 ausübt.
[0037] Die Fig. 2a - 2c zeigen unterschiedliche Aufnahmeprofile 54, 56 und 58 in einer Spannscheibe
6, die zum Aufnehmen eines Werkzeugs ausgestaltet sind. Während Fig. 2a vier sich
radial nach außen erstreckende Ausnehmungen 54 an der Bohrung 52 zeigt, wird in Fig.
2b vorgeschlagen, separate, radial von der Bohrung 52 beabstandete Bohrungen 56 einzusetzen.
Fig. 2c zeigt eine Reihe von umfangsseitig an der Bohrung 52 angeordneter, dreieckiger
Ausnehmungen 58, die die Bohrung 52 zu einem Zahnprofil erweitern. Selbstverständlich
sind auch andere Aufnahmeprofile denkbar, ohne den Kern der Erfindung zu verlassen.
Allen Aufnahmeprofilen sollte jedoch gemein sein, dass ein Abstand zu einer Rotationsachse
der Spannscheibe 6 eingehalten wird und mindestens zwei Ausnehmungen vorhanden sein
sollten, um das Einführen des Werkzeugs außerhalb der zentralen Bohrung 52 zu erlauben.
1. Ventilanordnung (2) für eine Hochdruckpumpe, aufweisend
- ein Pumpengehäuse (24) mit einer Vertiefung (22),
- ein Ventilgehäuse (4), welches mit der Vertiefung (22) in dem Pumpengehäuse (24)
korrespondierend ausgestaltet ist, so dass es in die Vertiefung (22) einsetzbar ist,
und
- eine Spannscheibe (6),
wobei das Ventilgehäuse (4) mindestens einen radialen Vorsprung (36) mit einer ersten
axialen Begrenzungsfläche (5) und einer dieser gegenüberliegend angeordneten zweiten
axialen Begrenzungsfläche (44) aufweist,
wobei sich die Spannscheibe (6) radial über den radialen Vorsprung (36) des Ventilgehäuses
(4) erstreckt und eine dritte axiale Begrenzungsfläche (46) aufweist, die auf der
zweiten axialen Begrenzungsfläche (44) des Ventilgehäuses (4) bündig aufliegt und
wobei die Spannscheibe (6) umfangsseitig ein Gewinde (40) aufweist, welches in ein
Gewinde (42) an der Innenseite der Vertiefung (22) derart einschraubbar ist, dass
das Ventilgehäuse (4) über die Spannscheibe (6) in dem Pumpengehäuse verspannt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Ventilgehäuse (4) und die Spannscheibe (6) jeweils eine Bohrung (50, 52) aufweisen,
wobei die Bohrungen (50, 52) ineinander übergehen und die Durchmesser miteinander
korrespondieren,
und dass die Ventilanordnung (2) ferner einen Aktuator (8) aufweist und ein Aktuatorgehäuse
(10) des Ventilaktuators (8) in die beiden Bohrungen (50, 52) eingesteckt ist.
2. Ventilanordnung (2) nach Anspruch 1,
wobei die Vertiefung (22) einen Absatz aufweist, auf dem die erste axiale Begrenzungsfläche
(5) des Ventilgehäuses (4) aufliegt.
3. Ventilanordnung (2) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Vertiefung (22) in dem Pumpengehäuse (24) einen weiteren Absatz (35) zur
Aufnahme eines zylinderförmigen Abschnitts (26) des Ventilgehäuses (4) aufweist.
4. Ventilanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Ventilgehäuse (4) in einem zylindrischen Abschnitt (26) eine ringförmige,
umfangsseitig angeordnete Ringnut (28) besitzt, in der ein Dichtungsring (30) angeordnet
ist.
5. Ventilanordnung (2) nach Anspruch 4,
wobei ferner ein Stützring in der Ringnut (28) angeordnet ist.
6. Ventilanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die zweite axiale Begrenzungsfläche (44) des Ventilgehäuses (4), die zu der
Spannscheibe (6) gewandt ist, einen sich axial zur Spannscheibe (6) hin erstreckenden
Absatz (45) aufweist, der mit einem Absatz (47) an der dritten axialen Begrenzungsfläche
(46) an der Spannscheibe (6) korrespondiert, so dass das Ventilgehäuse (4) an der
Spannscheibe (6) zentriert wird.
7. Ventilanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
wobei die Spannscheibe (6) eine der dritten axialen Begrenzungsfläche (46) gegenüberliegend
angeordnete vierte axiale Begrenzungsfläche (48) aufweist, die mit einem Aufnahmeprofil
(54, 56, 58) für ein Werkzeug ausgestattet ist.
8. Hochdruckpumpe für ein Common-Rail-System mit einer Ventilanordnung (2) nach einem
der Ansprüche 1 bis 7.
1. Valve arrangement (2) for a high pressure pump, having
- a pump housing (24) with a depression (22),
- a valve housing (4) which is configured so as to correspond with the depression
(22) in the pump housing (24), with the result that it can be inserted into the depression
(22), and
- a clamping disk (6),
the valve housing (4) having at least one radial projection (36) with a first axial
bounding face (5) and a second axial bounding face (44) which is arranged so as to
lie opposite the former,
the clamping disk (6) extending radially over the radial projection (36) of the valve
housing (4) and having a third axial bounding face (46) which rests flush on the second
axial bounding face (44) of the valve housing (4), and
the clamping disk (6) having a thread (40) on the circumferential side, which thread
(40) can be screwed into a thread (42) on the inner side of the depression (22) in
such a way that the valve housing (4) is braced in the pump housing via the clamping
disk (6), characterized in that the valve housing (4) and the clamping disk (6) have in each case one bore (50, 52),
the bores (50, 52) merging into one another and the diameters corresponding with one
another, and in that the valve arrangement (2) also has an actuator (8) and an actuator housing (10) of
the valve actuator (8) is plugged into the two bores (50, 52).
2. Valve arrangement (2) according to Claim 1, the depression (22) having a shoulder,
on which the first axial bounding face (5) of the valve housing (4) rests.
3. Valve arrangement (2) according to Claim 1 or 2, the depression (22) in the pump housing
(24) having a further shoulder (35) for receiving a cylindrical section (26) of the
valve housing (4).
4. Valve arrangement (2) according to one of the preceding claims, the valve housing
(4) having an annular ring groove (28) which is arranged on the circumferential side
in a cylindrical section (26) and in which a sealing ring (30) is arranged.
5. Valve arrangement (2) according to Claim 4, a supporting ring being arranged, furthermore,
in the ring groove (28).
6. Valve arrangement (2) according to one of the preceding claims, that second axial
bounding face (44) of the valve housing (4) which faces the clamping disk (6) having
a shoulder (45) which extends axially toward the clamping disk (6) and corresponds
with a shoulder (47) on the third axial bounding face (46) on the clamping disk (6),
with the result that the valve housing (4) is centered on the clamping disk (6).
7. Valve arrangement (2) according to one of the preceding claims, the clamping disk
(6) having a fourth axial bounding face (48) which is arranged so as to lie opposite
the third axial bounding face (46) and which is equipped with a receiving profile
(54, 56, 58) for a tool.
8. High pressure pump for a common rail system having a valve arrangement (2) according
to one of Claims 1 to 7.
1. Ensemble soupape (2) pour une pompe haute pression, présentant
- un carter de pompe (24) avec un renfoncement (22),
- un boîtier de soupape (4) qui est configuré de manière à correspondre au renfoncement
(22) dans le carter de pompe (24) de telle sorte qu'il puisse être inséré dans le
renfoncement (22), et
- une rondelle de serrage (6),
le boîtier de soupape (4) présentant au moins une saillie radiale (36) avec une première
surface de limitation axiale (5) et une deuxième surface de limitation axiale (44)
à l'opposé de celle-ci,
la rondelle de serrage (6) s'étendant radialement sur la saillie radiale (36) du boîtier
de soupape (4) et présentant une troisième surface de limitation axiale (46) qui repose
sur la deuxième surface de limitation axiale (44) du boîtier de soupape (4) en affleurement
avec celle-ci et
la rondelle de serrage (6) présentant du côté de la périphérie un filetage (40) qui
peut être vissé dans un filetage (42) au niveau du côté intérieur du renfoncement
(22) de telle sorte que le boîtier de soupape (4) soit serré par le biais de la rondelle
de serrage (6) dans le carter de pompe, caractérisé en ce que
le boîtier de soupape (4) et la rondelle de serrage (6) présentent chacun un alésage
(50, 52), les alésages (50, 52) se prolongeant l'un dans l'autre et les diamètres
se correspondant mutuellement,
et en ce que l'ensemble soupape (2) présente en outre un actionneur (8) et un boîtier d'actionneur
(10) de l'actionneur de soupape (8) est inséré dans les deux alésages (50, 52).
2. Ensemble soupape (2) selon la revendication 1, dans lequel le renfoncement (22) présente
un épaulement sur lequel repose la première surface de limitation axiale (5) du boîtier
de soupape (4).
3. Ensemble soupape (2) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le renfoncement (22)
dans le carter de pompe (24) présente un épaulement supplémentaire (35) pour recevoir
une portion cylindrique (26) du boîtier de soupape (4).
4. Ensemble soupape (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le boîtier de soupape (4) possède, dans une portion cylindrique (26), une rainure
annulaire (28) de forme annulaire, disposée sur la périphérie, dans laquelle est disposée
une bague d'étanchéité (30).
5. Ensemble soupape (2) selon la revendication 4, dans lequel une bague de support est
en outre disposée dans la rainure annulaire (28).
6. Ensemble soupape (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
la deuxième surface de limitation axiale (44) du boîtier de soupape (4) qui est tournée
vers la rondelle de serrage (6) présente un épaulement (45) s'étendant axialement
par rapport à la rondelle de serrage (6), lequel correspond à un épaulement (47) au
niveau de la troisième surface de limitation axiale (46) sur la rondelle de serrage
(6), de telle sorte que le boîtier de soupape (4) soit centré sur la rondelle de serrage
(6).
7. Ensemble soupape (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
la rondelle de serrage (6) présente une quatrième surface de limitation axiale (48)
disposée à l'opposé de la troisième surface de limitation axiale (46), qui est configurée
avec un profil de réception (54, 56, 58) pour un outil.
8. Pompe haute pression pour un système à rampe commune comprenant un ensemble soupape
(2) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7.