[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ausziehvorrichtung zum Ausziehen
von Nägeln mit einem mehrteiligen Ziehkopf, der innerhalb einer umgebenden Hülse mittels
einer Gewindestange beweglich ist.
[0002] Aus der Schrift
EP 0 276 553 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt. Die Ziehkraft wird in dieser Vorrichtung
über zugkraftbetätigte Kipphebel auf den auszuziehenden Nagel übertragen. Ein Nachteil
der Vorrichtung ist darin zu sehen, dass die Klemmbacken leicht am Nagelschaft abrutschen
können, weil sie den Nagelschaft nur partiell erfassen. Bei hohen Zugkräften besteht
die Gefahr, dass die Klemmbacken das herausstehende Ende des Nagels erst verformen
und dann abkneifen, so dass der Nagel nicht mehr gezogen werden kann. Zudem muss ein
vergleichsweise langer Abschnitt des Nagels aus einem Körper herausstehen, damit er
überhaupt von den Klemmbacken erfasst werden kann. Auch fehlt bei dem in der Schrift
EP 0 276 553 gezeigten Nagel der Nagelkopf. Dieser muss beim Einsatz der offenbarten Vorrichtung
zuvor vom Nagel entfernt werden, da er sich bei einem Ansatz der Klemmbacken wegen
der ungleichmäßigen Krafteinleitung zunächst verformen und dann abreißen würde. Der
gezeigte Nagel ohne Nagelkopf ist somit nicht wieder verwendbar.
[0003] Insbesondere beim Umbau von Dächern oder der Neuverlegung vorhandener Bodendielen
ist es wünschenswert, in die Dachbalken oder die Bodendielen eingeschlagene Nägel
sicher ohne eine Beschädigung der Hölzer herauszuziehen, um die vorhandenen Hölzer
und gegebenenfalls auch die Nägel erneut verwenden zu können. Gerade bei Dachbalken
oder Bodendielen werden aber häufig sehr dicke und lange Nägel verwendet, bei denen
erhebliche Zugkräfte aufgewendet werden müssen, um diese aus dem Holz herausziehen
zu können.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ausziehvorrichtung zum Ausziehen
von Nägeln zu schaffen, mit der auch hohe Zugkräfte auf den Nagel übertragen werden
können, ohne dass dieser beschädigt und abgekniffen wird.
[0005] Die Aufgabe wird für eine gattungsgemäße Ausziehvorrichtung gelöst, indem
- der Ziehkopf aus mehreren Klammerelementen gebildet ist, die in einer Zusammenbaulage
den Nagelschaft umschließend gestaltet sind,
- jedes Klammerelement ein nagelseitiges Ende und ein dem Nagel abgewandtes Ende aufweist,
- sich an jedem der Klammerelemente an seinem nagelseitigen Ende in einer dem Nagelschaft
zugewandten Stirnfläche eine teilzylindrische Ausnehmung zur Umschließung des Nagelschaftes
befindet, wobei die Ausnehmungen benachbarter Klammerelemente in der Zusammenbaulage
aneinandergrenzen, so dass die Summe aller teilzylindrischen Ausnehmungen in den Klammerelementen
in der Zusammenbaulage eine annähernd oder genaue zylindrische Form ergeben,
- an jedem der Klammerelemente die teilzylindrische Ausnehmung auf der dem Nagelkopf
zugewandten Seite in einer gerundeten Kontur in ein in der Zusammenbaulage kreisförmiges
Nagelkopf-Bett zur Anlage an die Unterseite des auszuziehenden Nagels übergeht,
- an jedem der Klammerelemente an dem dem Nagel abgewandten Ende sich in Querrichtung
zur Längsachse der Gewindestange erstreckende Nuten und/oder Federn ausgebildet sind,
die mit an einem starr mit der Gewindestange verbundenen Zuganker ausgebildeten Nuten
und/oder Federn zu einer formschlüssigen Verbindung in der Zusammenbaulage der Klammerelemente
korrespondieren,
- die Hülse entlang der Längsachse der Gewindestange aus einer Position, in der die
Klammerelemente und der Zuganker frei liegen, in eine Position beweglich ist, in der
die Klammerelemente und der Zuganker sowie ein Abschnitt der Gewindestange von der
Hülse umgrenzt sind,
- die Klammerelemente in der Position der Hülse, in der sie von der Hülse umgrenzt sind,
in der Zusammenbaulage spielfrei oder nahezu spielfrei von der Hülse abgestützt sind,
- die Gewindestange durch eine Ausnehmung in einem Deckel hindurch geführt ist, der
sich randseitig auf der dem zu ziehenden Nagel abgewandten Ende der Hülse abstützt,
- an dem über dem Deckel hervorstehenden Ende der Gewindestange ein Antriebselement
angreift, das über den Deckel auf der Hülse abgestützt ist, und
- bei einer Betätigung des Antriebselements der Ziehkopf über den Zuganker und die Gewindestange
in Auszugsrichtung des Nagels entlang der Längsachse der Gewindestange in der Hülse
beweglich ist.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung funktioniert, indem zunächst die mehreren Klammerelemente
mit ihren Stirnflächen, in denen sich die halbzylindrischen Ausnehmungen befinden,
den Nagelschaft des zu ziehenden Nagels umschließend an den Nagelschaft angelegt werden,
so dass der Nagelschaft mit dem Nagelkopf aus den Ausnehmungen ragt. Die Klammerelemente
können natürlich nur zum Herausziehen eines Nagels verwendet werden, wenn der Nagelkopf
des heraus zu ziehenden Nagels einen Durchmesser aufweist, der größer ist als der
Durchmesser der mehreren Ausnehmungen zusammen in der Zusammenbaulage. Um einen Nagel
herausziehen zu können, muss der Nagelkopf auch über den engsten Bereich der gegenüberliegenden
Ausnehmungen hervorstehen, nachdem die Klammerelemente an den Nagelschaft angelegt
worden sind. Die Seitenwandungen der Ausnehmungen müssen nicht fest an dem Nagelschaft
anliegen, die Vorrichtung funktioniert sogar besser, wenn nicht der Nagelschaft an
den Flächen der Ausnehmungen klemmend anliegt, sondern vor allem der Nagelkopf im
Nagelkopf-Bett der Klammerelemente liegend von unten her angreifend heraus gezogen
wird, ohne dass der Nagelschaft dabei an Wandungen der Ausnehmungen reibt.
[0007] Beim Anlegen der mehreren Klammerelemente an den Nagelschaft oder danach wird der
mit der Gewindestange fest verbundene Zuganker mit den beiden Klammerelementen über
die Nut-Feder-Verbindungen durch Anlegen an die Klammerelemente formschlüssig verbunden.
Danach wird die bereits auf die Gewindestange aufgeschobene Hülse entlang der Längsachse
der Gewindestange über den Zuganker und die beiden Klammerelemente hinweg geschoben,
bis sie auf der Oberfläche des Körpers aufsetzt, aus dem der Nagel herausgezogen werden
soll. Von der umgebenden Hülse abgestützt können sich die Klammerelemente nicht mehr
voneinander entfernen und dadurch von dem zu ziehenden Nagel abrutschen. Über die
Hülse sind die Klammerelemente an dem Nagelkopf und dem Nagelschaft formschlüssig
verriegelt.
[0008] Wenn danach das Antriebselement in eine Richtung betätigt wird, bei der die Gewindestange
den Nagel aus seiner Einbaulage herauszieht, legt sich der Nagelkopf mit seiner Unterseite
in das Nagelkopf-Bett. Die Zugkraft, die vom Antriebselement über die Gewindestange
und den Zuganker auf die Klammerelemente übertragen wird, wirkt über die Oberflächen
des Nagelkopf-Betts auf die Unterseite des Nagelkopfes und wird über den Nagelkopf
in den Nagelschaft übertragen.
[0009] Dadurch, dass das Nagelkopf-Bett den Nagelkopf auf seiner Unterseite nahezu oder
vollständig um 360° umgibt, ergeben sich über die Oberfläche der Unterseite des Nagelkopfes
kaum Unterschiede in der Krafteinwirkung auf das metallische Material des auszuziehenden
Nagels. Aufgrund der vergleichsweise großen Oberfläche, auf die die Zugkraft einwirkt,
und die Gleichmäßigkeit der Einwirkung auf das metallische Kristallgitter wird eine
Kerbwirkung auf das Metall des Nagels an einzelnen Stellen vermieden. Durch die gerundeten
Konturen, über die die halbzylindrischen Ausnehmungen in ein halbkreisförmiges Nagelkopf-Bett
übergehen, werden ebenfalls Kerbschnitte in das Metall des Nagels vermieden, die sonst
bei eckigen Kanten auftreten würden. Bei sehr hohen Zugkräften kann es vorkommen,
dass sich der Nagelkopf verformt und an die Form des Nagelkopf-Betts anpasst. Dabei
handelt es sich aber um eine Kaltverformung des Metalls, die sich vergleichsweise
langsam im Verlauf der Zugbewegung der Gewindestange einstellt und wodurch die Metallhärte
und die Belastbarkeit in Zugrichtung noch ansteigen können. Bei dieser das Material
des Nagelkopfes und des Nagels sehr schonenden Ausziehtechnik können sehr hohe Zugkräfte
in den Nagel übertragen werden, ohne dass ein Risiko besteht, dass der Nagelkopf abreißt
oder der Nagelschaft abgekniffen wird.
[0010] Der Antrieb des Antriebselements kann beliebig erfolgen. Er kann als einfacher, manuell
zu betätigender mechanischer Schraubspindelantrieb ausgebildet sein, es sind aber
auch Lösungen mit einem elektrischen oder hydraulischen Antrieb mit oder ohne die
Zwischenschaltung von Getrieben möglich.
[0011] Durch die lineare Bewegung des Ziehkopfes durch die Hülse hindurch wird der zu ziehende
Nagel in einer geraden Richtung unbeschädigt herausgezogen und nicht krumm gebogen.
Er kann bei Bedarf wiederverwendet werden. Es ist möglich, den Nagel beispielsweise
nur so weit aus dem Objekt herauszuziehen, in den er hineingeschlagen worden ist,
wie es nötig ist, um die durch den Nagel miteinander verbundenen Objekte voneinander
zu lösen. Der Nagel kann auch nach einem nur teilweisen Ziehen wieder eingeschlagen
werden.
[0012] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Ziehkopf aus zwei Klammerelementen
gebildet. Bei der Verwendung von nur zwei Klammerelementen ist die Handhabung besonders
vereinfacht.
[0013] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Klammerelemente von einer Gleithülse
umfasst, die mit ihrer Außenfläche auf der Innenfläche der Hülse gleitet. Die Gleithülse
stabilisiert die Lage der Klammerelemente in ihrer Lage und während einer Auszugsbewegung
innerhalb der Hülse. Die radial nach außen weisenden Kräfte, die bei einer Auszugsbewegung
auf die Klammerelemente einwirken können, werden durch die Gleithülse aufgefangen,
so dass sich die Klammerelemente nicht an die Innenflächen der Hülse anlegen und eine
Auszugsbewegung erschweren können. Der Innendurchmesser und die Form der Innenflächen
der Gleithülse sind so gestaltet, dass diese in axialer Richtung der Gewindestange
über den Außenumfang der Klammerelemente geschoben werden kann.
[0014] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung bilden die Klammerelemente in ihrer Zusammenbaulage
an ihrem nagelseitigen Ende eine zumindest annähernd oder genau halbkugelige Form
aus. Durch den bogenförmigen Verlauf der Wandung im Bereich der halbkugeligen Form
um in einer Querschnittsansicht etwa einen Viertelkreis herum kann die Wandung hohe
Auszugskräfte aufnehmen, die von der Gewindestange in axialer Richtung der Gewindestange
auf den Ziehkopf einwirken, und diese um den Nagelkopf herum zunächst in radialer
Richtung unter den Nagelkopf und dann wieder in axialer Richtung über das Nagelkopfbett
in den Nagelkopf und den Nagel selbst übertragen. Die Gestaltung der Wandung kann
durch FEM-Berechnungen optimiert werden. Im Ergebnis kann die Wandungsdicke im Bereich
der Stirnflächen, in denen sich die Ausnehmungen zum Umschließen des Nagelschaftes
befinden, trotz der hohen hier einwirkenden Kräfte noch vergleichsweise dünn gehalten
werden, um den Nagelschaft zum Ziehen des Nagels nicht allzu tief freilegen zu müssen.
[0015] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Wandungen der Klammerelemente in
einem Abstand zum nagelseitigen Ende eine Materialverdickung auf. Durch die Materialverdickung
wird das nagelseitige Ende der Klammerelemente versteift, es können größere Kräfte
übertragen werden als ohne eine Materialverdickung.
[0016] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung bildet die Materialverdickung in axialer Richtung
der Gewindestange einen Anschlag für die Gleithülse. Die Gleithülse kann durch den
Anschlag innerhalb der Hülse lagefixiert werden. Über den Anschlag können die auf
die Klammerelemente einwirkenden Kräfte gut auf die Gleithülse übertragen werden,
die dann die Klammerelemente zusätzlich stabilisiert.
[0017] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Deckel auf seiner der Hülse zugewandten
Seite eine Ausformung auf, die in der Zusammenbaulage in den Innenraum der Hülse hineinreicht
und sich mit einer Seitenwand an der Innenwand der Hülse abstützt. Durch die Ausformung
des Deckels wird dieser in der Zusammenbaulage besser auf der Hülse zentriert, er
kann unter Lasteinwirkung nicht einfach abrutschen, und die Einleitung der auf den
Deckel einwirkenden Stützkräfte in die Hülse ist verbessert.
[0018] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Gewindestange mit einem Trapezgewinde
versehen. Ein Trapezgewinde ist vorteilhaft, wenn darüber hohe Lasten übertragen werden
sollen, weil es bei zu hohen Lasten nicht so schnell abschert oder bricht.
[0019] Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass jede der vorstehend beschriebenen Ausgestaltungen
der Erfindung für sich oder in einer beliebigen Kombination untereinander mit dem
Gegenstand des Hauptanspruches kombinierbar ist.
[0020] Weitere Abwandlungen und Details zur konkreten Ausführung der Erfindung lassen sich
der nachfolgenden gegenständlichen Beschreibung und den Zeichnungen entnehmen.
[0021] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Querschnittsansicht durch eine Ausziehvorrichtung, und
- Fig. 2:
- eine vergrößerte Detailansicht des Ziehkopfes.
[0023] In Fig. 1 ist eine Ausziehvorrichtung 2 in einer Querschnittsansicht dargestellt.
Die Ausziehvorrichtung 2 verfügt an dem nagelseitigen Ende des Ziehkopfes 4 über zwei
Klammerelemente 6, die zu einem Ziehkopf 4 zusammengefügt sind. Mit seinem dem Nagel
abgewandten Ende 10 ist der Ziehkopf 4 mit dem Zuganker 22 und der Gewindestange 20
verbunden. Der Nagel wird in Auszugsrichtung A aus einem Material herausgezogen.
[0024] An den Klammerelementen 6 sind im Bereich der Stirnflächen 12, mit denen die Klammerelemente
6 im Bereich der jeweiligen Ausnehmung 14 aufeinander stoßen, Ausnehmungen 14 ausgebildet,
durch die der Nagelschaft 32 eines auszuziehenden Nagels hindurchreicht. Auf der Innenseite
der Klammerelemente 6 ist ein Nagelkopf-Bett 16 ausgebildet, auf dem sich beim Ziehen
eines Nagels der Nagelkopf 34 mit seiner Unterseite abstützt.
[0025] Damit die Zugkräfte von der Gewindestange 20 auf den Ziehkopf 4 und die diesen bildenden
Klammerelemente 6 übertragen werden können, sind an dem dem Nagel abgewandten Ende
10 des Ziehkopfes 4 Nuten und Federn 18 ausgebildet, die formschlüssig miteinander
korrespondieren. Die Nuten und Federn 18 bilden in radialer Richtung zur Längsachse
der Gewindestange 20 Vertiefungen und Vorsprünge aus, durch die sich ein oder mehrere
Hinterschnitte ergeben, über die in axialer Richtung der Gewindestange 20 Zugkräfte
auf den Ziehkopf 4 formschlüssig übertragen lassen können. Die Nuten und Federn können
auf der Innen- oder Außenseite des Ziehkopfes angeordnet sein, wie in dem diesbezüglich
abgewandelten Ausführungsbeispiel in Fig. 2 ersichtlich ist.
[0026] Die in Fig. 1 gezeigte Gewindestange 20 mit dem Zuganker 22 sowie der Ziehkopf 4
sind in der Hülse 24 beweglich geführt. Um einen Nagel aus einem Material herausziehen
zu können, werden zunächst die beiden Klammerelemente 6 mit ihren einander zugewandten
Stirnflächen 12 so aufeinandergesetzt, dass die beiden Ausnehmungen 14 in den Klammerelementen
6 den Nagelschaft 32 des auszuziehenden Nagels umgrenzen. Dabei oder danach kann der
Zuganker 22 in die Nuten bzw. Federn 18 der Klammerelemente 6 eingelegt werden. Danach
kann die Hülse 24 über die Gewindestange 20, den Zuganker 22 und die Klammerelemente
6 geschoben werden, um bei einer spielfreien oder nahezu spielfreien Anlage an der
Innenwand der Hülse 24 die Klammerelemente 6 und den Zuganker 22 in ihrer Zusammenbaulage
zu umfassen und räumlich relativ zueinander zu fixieren. Die Hülse 24 kann dabei so
weit über die Bauteile geschoben werden, bis sie sich auf dem Material mit ihrer Stirnfläche
abstützt, aus dem der Nagel herausgezogen werden soll, wie es in Fig. 1 gezeigt ist.
[0027] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann zusätzlich zur Hülse 24 noch eine Gleithülse
26 verwendet sein, durch die das Gleitverhalten der Klammerelemente 6 auf der Innenfläche
der Hülse 24 verbessert wird und der Ziehkopf 4 insgesamt mechanisch stabilisiert
wird. In Fig. 1 ist die Gleithülse 26 in ihrer Zusammenbaulage gezeigt.
[0028] An seinem dem zu ziehenden Nagel abgewandten Ende ist die Gewindestange 20 durch
eine Öffnung im Deckel 28 hindurchgeführt. Der Deckel 28 wird auf das dem zuziehenden
Nagel abgewandte Ende 10 der Hülse 24 aufgesetzt. Darüber ist das Antriebselement
30 mit der Gewindestange 20 verbunden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht
das Antriebselement 30 aus einer Gewindemutter, die mit seitlich von der Mutter abstehenden
Drehflügeln verbunden ist, über die die Mutter auf der Gewindestange 20 herauf- oder
herabgeschraubt werden kann. Wenn die Mutter auf der Gewindestange 20 in Richtung
des zu ziehenden Nagels heruntergeschraubt wird, stößt die Mutter mit der dem zu ziehenden
Nagel zugewandten Stirnseite auf den Deckel 28. Eine weitere Bewegung der Mutter auf
den Nagel zu wird durch den Deckel 28 ab dieser Position blockiert. Bei einer weiteren
Drehung der Mutter wird deshalb die Gewindestange 20 in axialer Richtung in Auszugsrichtung
A des zu ziehenden Nagels bewegt. Die dabei über das Gewinde auf die Mutter einwirkenden
Zugkräfte werden über den Deckel 28 in die Wandungen der Hülse 24 übertragen. Durch
die Abstützung der Hülse 24 auf der Oberfläche des Materials M, aus dem der zu ziehende
Nagel herausgezogen werden soll, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, ist eine Bewegung
der Hülse 24 in axialer Richtung bei einer weiteren Drehung des Antriebselements 30
nicht möglich, wenn sie eingespannt gehalten ist zwischen der Abstützung auf dem Material
M am unteren Ende und dem Deckel 28 am oberen Ende, der über das Antriebselement 30
und die mit dem Nagelkopf 34 verbundene Gewindestange 20 über den Ziehkopf 4 auf der
Hülse 24 gepresst gehalten ist. Zwangsläufig bewegt sich dann bei einer weiteren Drehbewegung
des Antriebselements 30 in Zugrichtung die Gewindestange 20 mit dem Zuganker 22 und
dem damit verbundenen Ziehkopf 4 in Auszugsrichtung.
[0029] Im Ausführungsbeispiel verfügt der Deckel 28 über eine Ausformung 38, durch die sich
der Deckel besser auf der Hülse 24 abstützt.
[0030] Um die einwirkenden hohen Zugkräfte ohne Verformungen aufnehmen zu können, finden
sich an den Klammerelementen 6 Materialverdickungen 36, durch die die Klammerelemente
6 versteift werden. Die Materialverdickung 36 dient gleichzeitig als Anschlag für
die Gleithülse 26 in axialer Richtung der Gewindestange 20.
[0031] In Fig. 2 ist der Ziehkopf 4 mit den Klammerelementen 6 in einer vergrößerten Ansicht
als Schnittansicht dargestellt. Die Abbildung in Fig. 2 ist keine identische Vergrößerung
der Klammerelemente aus Fig. 1 dar, sondern ist teilweise abgeändert, um alternative
Ausführungsmöglichkeiten für die Klammerelemente 6 darzustellen. In der vergrößerten
Ansicht ist erkennbar, dass die beiden Klammerelemente 6 im Bereich ihrer Stirnseiten
12 durch eine durchgehende Naht voneinander getrennt sind. Die Ausnehmungen 14 gehen
im Bereich der Stirnflächen 12 auf ihrer der Unterseite des Nagelkopfes 34 zugewandten
Seite in eine gerundete Kontur 40 über, die das Nagelkopf-Bett 16 ausbildet, auf dem
sich ein Nagelkopf 34 bei einer Auszugsbewegung abstützt und gehalten ist. Durch die
gerundete Kontur 40 werden bei einer Auszugsbewegung Kerbwirkungen auf den Nagelkopf
34 vermieden oder zumindest verringert.
[0032] Das vorstehende Ausführungsbeispiel dient nur der Beschreibung der Funktionsweise
der Erfindung. Dem Fachmann bleibt es unbenommen, die Erfindung auf eine ihm als geeignet
erscheinende Weise abzuwandeln und an einen konkreten Anwendungsfall anzupassen.
1. Ausziehvorrichtung (2) zum Ausziehen von Nägeln mit einem mehrteiligen Ziehkopf, der
innerhalb einer umgebenden Hülse (24) mittels einer Gewindestange (20) beweglich ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Ziehkopf (4) aus mehreren Klammerelementen (6) gebildet ist, die in einer Zusammenbaulage
den Nagelschaft (32) umschließend gestaltet sind,
- jedes Klammerelement (6) ein nagelseitiges Ende und ein dem Nagel abgewandtes Ende
aufweist,
- sich an jedem der Klammerelemente (6) an seinem nagelseitigen Ende in einer dem
Nagelschaft (32) zugewandten Stirnfläche (12) eine teilzylindrische Ausnehmung (14)
zur Umschließung des Nagelschaftes (32) befindet, wobei die Ausnehmungen (14) benachbarter
Klammerelemente (6) in der Zusammenbaulage aneinandergrenzen, so dass die Summe aller
teilzylindrischen Ausnehmungen (14) in den Klammerelementen (6) in der Zusammenbaulage
eine annähernd oder genaue zylindrische Form ergeben,
- an jedem der Klammerelemente (6) die teilzylindrische Ausnehmung (14) auf der dem
Nagelkopf (34) zugewandten Seite in einer gerundeten Kontur in ein in der Zusammenbaulage
kreisförmiges Nagelkopf-Bett (16) zur Anlage an die Unterseite des auszuziehenden
Nagels übergeht,
- an jedem der Klammerelemente (6) an dem dem Nagel abgewandten Ende sich in Querrichtung
zur Längsachse der Gewindestange (20) erstreckende Nuten und/oder Federn (18) ausgebildet
sind, die mit an einem starr mit der Gewindestange (20) verbundenen Zuganker ausgebildeten
Nuten und/oder Federn (18) zu einer formschlüssigen Verbindung in der Zusammenbaulage
der Klammerelemente (6) korrespondieren,
- die Hülse (24) entlang der Längsachse der Gewindestange (20) aus einer Position,
in der die Klammerelemente (6) und der Zuganker (22) frei liegen, in eine Position
beweglich ist, in der die Klammerelemente (6) und der Zuganker (22) sowie ein Abschnitt
der Gewindestange (20) von der Hülse (24) umgrenzt sind,
- die Klammerelemente (6) in der Position der Hülse (24), in der sie von der Hülse
(24) umgrenzt sind, in der Zusammenbaulage spielfrei oder nahezu spielfrei von der
Hülse (24) abgestützt sind,
- die Gewindestange (20) durch eine Ausnehmung (14) in einem Deckel (28) hindurch
geführt ist, der sich randseitig auf der dem zu ziehenden Nagel abgewandten Ende der
Hülse (24) abstützt,
- an dem über dem Deckel (28) hervorstehenden Ende der Gewindestange (20) ein Antriebselement
(30) angreift, das über den Deckel (28) auf der Hülse (24) abgestützt ist, und
- bei einer Betätigung des Antriebselements (30) der Ziehkopf (4) über den Zuganker
(22) und die Gewindestange (20) in Auszugsrichtung des Nagels entlang der Längsachse
der Gewindestange (20) in der Hülse (24) beweglich ist.
2. Ausziehvorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ziehkopf (4) aus zwei Klammerelementen (6) gebildet ist.
3. Ausziehvorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammerelemente (6) von einer Gleithülse (26) umfasst sind, die mit ihrer Außenfläche
auf der Innenfläche der Hülse (24) gleitet.
4. Ausziehvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammerelemente (6) in ihrer Zusammenbaulage an ihrem nagelseitigen Ende eine
zumindest annähernd oder genau halbkugelige Form ausbilden.
5. Ausziehvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung der Klammerelemente (6) in einem Abstand zum nagelseitigen Ende eine
Materialverdickung (36) aufweisen.
6. Ausziehvorrichtung (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialverdickung (36) in axialer Richtung der Gewindestange (20) einen Anschlag
für die Gleithülse (26) bildet.
7. Ausziehvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (28) auf seiner der Hülse (24) zugewandten Seite eine Ausformung (38)
aufweist, die in der Zusammenbaulage in den Innenraum der Hülse (24) hineinreicht
und sich mit einer Seitenwand an der Innenwand der Hülse (24) abstützt.
8. Ausziehvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindestange (20) mit einem Trapezgewinde versehen ist.