[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine mit einem einen Spülraum zur Aufnahme
von zu reinigendem Spülgut bereitstellenden Spülbehälter, der über eine Mehrzahl von
Wandungen verfügt, sowie mit einem Funktionsbauteil, das einer der Wandungen des Spülbehälters
außenseitig zugeordnet ist.
[0002] Eine gattungsgemäße Geschirrspülmaschine verfügt über einen Spülbehälter. Dieser
Spülbehälter stellt einen Spülraum zur Verfügung, der im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dient. Innerhalb des Spülbehälters ist eine
Sprüheinrichtung ausgebildet, die über beispielsweise verdrehbar angeordnete Sprüharme
verfügt. Diese dienen der Beschickung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflotte.
[0003] Vorbekannte Geschirrspülmaschinen können je nach Bauart über außerhalb des Spülbehälters
ausgebildete Funktionsbauteile in Form von Wassereinlauftaschen, Frischwasserbehältern,
Zwischenspeichern für Spülflotte und/oder dergleichen verfügen. Dererlei Funktionsbauteile
sind vom Maschinengehäuse der Geschirrspülmaschine aufgenommen und im Spaltraum zwischen
einer Wandung des Maschinengehäuses einerseits und einer Wandung des vom Maschinengehäuse
gleichfalls aufgenommenen Spülbehälters andererseits angeordnet. Insoweit ist ein
solches Funktionsbauteil einer der Wandungen des Spülbehälters außenseitig zugeordnet.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist es ferner bekannt, aus Isolationszwecken den Spülbehälter
gegenüber dem Maschinengehäuse zu isolieren. Es erfolgt dabei sowohl eine thermische
Isolierung als auch eine akustische Isolierung, zu welchem Zweck unterschiedliche
Isoliermaterialien zum Einsatz kommen. Die thermische Isolierung erfolgt bevorzugterweise
mittels Styropor oder Baumwolle. Zur akustischen Isolierung finden insbesondere Bitumenmaterialien
Verwendung. Derartiges Isoliermaterial ist typischerweise außenseitig auf die Wandungen
des Spülbehälters aufgebracht, wie dies beispielsweise aus der
DE 10 2011 077 734 A1 bekannt ist. Kommen Funktionsbauteile der vorstehend genannten Art zum Einsatz, so
ist das Isoliermaterial im Spaltraum zwischen dem Funktionsbauteil einerseits und
der zugehörigen Wandung des
[0005] Spülbehälters andererseits angeordnet.
[0006] Obgleich sich die vorbeschriebene Konstruktion im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt
hat, besteht Verbesserungsbedarf, insbesondere mit Blick auf eine noch weiter verbesserte
Isolierung. Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, eine Geschirrspülmaschine der
eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass eine verbesserte Isolierung
erreicht ist.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Geschirrspülmaschine der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, dass das Funktionsbauteil
isoliert ausgebildet und zwischen einem außenseitigen, ersten und einem zwischen dem
Funktionsbauteil und der zugehörigen Wandung des Spülbehälters befindlichen, zweiten
Isolierkörper angeordnet ist.
[0008] Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird eine vollständig gekapselte Isolierung
des Funktionsbauteils vorgeschlagen. Es kommen zu diesem Zweck zwei Isolierkörper
zum Einsatz. Es sind ein erster, außenseitig des Funktionsbauteils vorgesehener Isolierkörper
sowie ein zweiter, zwischen dem Funktionsbauteil und der zugehörigen Wandung des Spülbehälters
befindlicher Isolierkörper vorgesehen. Im endmontierten Zustand nehmen diese Isolierkörper
das Funktionsbauteil sandwichartig zwischen sich auf.
[0009] Diese aus Funktionsbauteil und Isolierkörpern gebildete Baueinheit ist der zugehörigen
Wandung des Spülbehälters außenseitig zugeordnet, womit diese sowohl thermisch als
auch akustisch isoliert ist. Dabei deckt der zwischen Funktionsbauteil und zugehöriger
Wandung des Spülbehälters befindliche Isolierkörper die Außenoberfläche der Spülbehälterwandung
im Wesentlichen vollständig ab.
[0010] Von Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist, dass eine vollständige Isolierung
des vom Spülbehälter bereitgestellten Spülraums erreicht ist. Dabei ist nicht nur
eine Isolierung des Spülbehälters sondern auch eine vollständige Isolierung des Funktionsbauteils
erreicht, womit insgesamt sichergestellt ist, dass thermische Verluste weitestgehend
vermieden sind. Die Abkehr zur einseitigen Dämmung stellt insbesondere sicher, dass
durch Aufheizung von Spülflotte aufgewandte Energie im System verbleibt und nicht
unkontrolliert an die Außenatmosphäre abgegeben wird. Dieser nachteilige Effekt trat
bislang insbesondere bei Wassereinlauftaschen, Frischwasserbehältern und Zwischenspeichern
für Spülflotte auf, da diese über einen direkten Kontakt mit dem Maschinengehäuse
eine Wärmeableitung bewirkt haben. Mit dem nunmehr vorgeschlagenen sandwichartigen
Isolieraufbau, ist dieser Nachteil überwunden, da sowohl das Funktionsbauteil als
auch der Spülbehälter insgesamt jeweils allseitig isoliert sind.
[0011] Die Isolierkörper sind gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung als Formkörper
ausgebildet. Es ist in diesem Zusammenhang bevorzugt, dass die Isolierkörper jeweils
eine Negativkontur zur Positivkontur der jeweils zugewandten Seite des Funktionsbauteils
aufweisen. Die Isolierkörper sind mithin komplementär zum Funktionsbauteil ausgebildet,
womit ein konturgenaues Anliegen im endmontierten Zustand erreicht ist. Die Isolierwirkung
wird hierdurch verbessert. Darüber hinaus wird eine kompakte, formstabile und in der
Montage sowie bei der Wartung einfach zu handhabende Ausgestaltung erreicht. Dies
wird dadurch erreicht, dass der erste und zweite Isolierkörper jeweils als mit der
Negativkontur zur Positivkontur der jeweils zugewandten Seite des Funktionsbauteils
vorkonfektionierter Formkörper ausgebildet ist. Dabei sind der erste und zweite Isolierkörper
im endmontierten Zustand insbesondere lösbar miteinander verbunden.
[0012] Die Isolierkörper umgeben das Funktionsbauteil gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
allseits. Durch die Isolierkörper werden mithin nicht nur die großen Außenoberflächen
des Funktionsbauteils, sondern auch die stirnseitig ausgebildeten Schmalseiten mit
abgedeckt. Eine vollständige Isolierung des Funktionsbauteils ist so sichergestellt.
[0013] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass zumindest einer
der Isolierkörper mehrschichtig ausgebildet ist und eine thermisch sowie eine akustisch
wirkende Isolierschicht aufweist. Die thermisch wirkende Isolierschicht ist bevorzugterweise
funktionsbauteilnah vorgesehen, wohingegen die akustisch wirkende Isolierschicht funktionsbauteilfern
ausgebildet ist. Der andere Isolierkörper weist bevorzugterweise zumindest eine thermisch
wirkende Schicht auf und kann insbesondere einschichtig als rein thermisch wirkender
Isolierkörper ausgestaltet sein. Es hat jedoch auch Vorteile, wenn dieser stattdessen
ebenfalls mehrschichtig mit einer thermisch sowie einer akustisch wirkenden Isolierschicht
ausgebildet ist, wobei insbesondere ebenfalls die thermisch wirkende Isolierschicht
funktionsbauteilnah und die akustisch wirkende Isolierschicht funktionsbauteilfern
ausgebildet ist.
[0014] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass sich der zwischen
der Wandung des Spülbehälters und dem Funktionsbauteil angeordnete Isolierkörper im
Wesentlichen über die gesamte Außenoberfläche der Wandung des Spülbehälters erstreckt.
Auf diese Weise wird eine vollflächige Abdeckung der Spülbehälterwandung mit dem Ziel
einer möglichst guten Isolierung sichergestellt.
[0015] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Isolierkörper
aus EPS, EPP, Vakuumdämmplatten (VIP), Polyurethanschaum mit Schwerfolie und/oder
dergleichen gebildet sind. Derartige Materialien bewirken insbesondere eine thermische
Isolierung.
[0016] Auf der Außenseite des außenseitig am Funktionsbauteil anliegenden Isolierkörpers
ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine Isolierschicht aus Bitumenmaterial
angeordnet. Diese Isolierschicht dient der akustischen Isolierung. In Kombination
entsteht so ein zweischichtiger Isolierkörper, der funktionsbauteilseitig aus beispielweise
EPS und außenseitig aus einem Bitumenmaterial gebildet ist. Dabei können die funktionsbauteilnahe
Schicht und die funktionsbauteilferne Schicht miteinander beispielsweise verklebt
sein.
[0017] Mit der Erfindung wird insgesamt eine Konstruktion vorgeschlagen, die ein sandwichartig
in Isolierkörper eingebettetes Funktionsbauteil vorsieht, das einer Wandung des Spülbehälters
außenseitig zugeordnet ist. Im Ergebnis wird so eine Isolierung sowohl der zugehörigen
Wandung des Spülbehälters als auch des Funktionsbauteils erreicht.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in schematisch perspektivischer Ansicht einen Spülbehälter;
- Fig. 2
- in schematischer Perspektivansicht ein mit Isolierkörpern ausgestattetes Funktionsbauteil;
- Fig. 3
- in einer explosionsartigen Darstellung das Funktionsbauteil nach Fig. 2,
- Fig. 4
- in einer schematischen Draufsicht das Funktionsbauteil nach den Figuren 2 und 3,
- Fig. 5
- in schematisch perspektivischer Ansicht den Spülbehälter nach Fig. 1 mit abgehobenem
äußeren Isolierkörper und
- Fig. 6
- in weiterer schematisch perspektivischer Ansicht den Spülbehälter nach Fig. 1 mit
abgehobenem äußeren Isolierkörper.
[0019] Fig. 1 zeigt in schematisch perspektivischer Darstelllung einen Spülbehälter 1 einer
erfindungsgemäßen und in den Figuren nicht näher dargestellten Geschirrspülmachine.
Der Spülbehälter 1 stellt in an sich bekannter Weise einen Spülraum bereit, der im
bestimmungsgemäßen Verwendungsfall der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dient.
[0020] Der Spülbehälter 3 ist nach Art eines einseitig offenen Kastens ausgebildet und stellt
eine Vielzahl von Wandungen 2 und 3 bereit. Wie die Darstellung nach Fig. 1 erkennen
lässt, verfügt der Spülbehälter 1 über eine Deckenwandung, eine Bodenwandung, zwei
seitliche Wandungen sowie über eine Rückenwandung. Der Rückenwandung gegenüberliegend
ist der Spülbehälter 1 offen ausgebildet, wobei dieser Öffnung im endmontierten Zustand
der Geschirrspülmaschine eine verschwenkbar ausgebildete Tür zugeordnet ist, die der
besseren Übersicht wegen in den Figuren nicht im Einzelnen dargestellt ist.
[0021] Der mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Fig. 1 linken Wandung 3 des Spülbehälters
1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Funktionsbauteil 4 in Form einer Wassereinlauftasche
zugeordnet. Dieses Funktionsbauteil 4 ist isoliert ausgebildet, wobei zum Zwecke der
Isolierung ein erster Isolierkörper 5 und ein zweiter Isolierkörper 6 vorgesehen sind.
[0022] Wie insbesondere eine Zusammenschau der Figuren 2, 3, 4, 5 und 6 erkennen lässt,
nehmen die Isolierkörper 5 und 6 das Funktionsbauteil 4 im endmontierten Zustand sandwichartig
zwischen sich auf, wobei eine allseitige Isolierung des Funktionsbauteils 4 erreicht
ist.
[0023] Wie sich insbesondere aus den Figuren 3, 4, 5 und 6 entnehmen lässt, bilden die Isolierkörper
5 und 6 im endmontierten Zustand einen Volumenraum 8 zwischen sich aus, der das Funktionsbauteil
4 konturanliegend aufnimmt. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, dass die Isolierkörper
5 und 6 als Formkörper ausgebildet sind, die jeweils eine Negativkontur zur Positivkontur
der jeweils zugewandten Seite des Funktionsbauteils 4 bereitstellen, wie man insbesondere
aus Fig. 5 und 6 erkennen kann, in denen der äußere Isolierkörper 5 rein zur besseren
Anschaulichkeit vom Spülbehälter und dem daran anliegenden Isolierkörper 6 sowie dem
Funktionsbauteil 4 abgehoben dargestellt ist. Im Ergebnis wird so ein kompakter und
leicht zu handhabender Gesamtaufbau erreicht.
[0024] Wie sich aus Fig. 1 ergibt, liegt das isoliert ausgebildete Funktionsbauteil 4 im
endmontierten Zustand auf der Außenoberfläche 7 der Wandung 3 des Spülbehälters 1
an. Dabei ist der Isolierkörper 6 als zweiter Isolierkörper zwischen dem Funktionsbauteil
4 einerseits und der zugehörigen Wandung 3 des Spülbehälters 1 andererseits angeordnet.
Der Isolierkörper 5 ist als erster Isolierkörper außenseitig des Funktionsbauteils
4 angeordnet. Im Ergebnis dieser Konstruktion ergibt sich eine beidseitige Isolierung
des Funktionsbauteils 4 bei einer gleichzeitigen Isolierung der Wandung 3 des Spülbehälters
1. Wie Fig. 1 in diesem Zusammenhang ferner erkennen lässt, ist der Isolierkörper
6 in seinen geometrischen Abmessungen derart ausgelegt, dass die Außenoberfläche 7
der Wandung 3 im Wesentlichen vollflächig abgedeckt ist.
Bezugszeichen
[0025]
- 1
- Spülbehälter
- 2
- Wandung
- 3
- Wandung
- 4
- Funktionsbauteil
- 5
- erster Isolierkörper
- 6
- zweiter Isolierkörper
- 7
- Außenoberfläche
- 8
- Volumenraum
1. Geschirrspülmaschine mit einem einen Spülraum zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut
bereitstellenden Spülbehälter (1), der über eine Mehrzahl von Wandungen (2, 3) verfügt,
sowie mit einem Funktionsbauteil (4), das einer der Wandung (2, 3) des Spülbehälters
(1) außenseitig zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Funktionsbauteil (4) isoliert ausgebildet und zwischen einem außenseitigen ersten
und einem zwischen dem Funktionsbauteil (4) und der zugehörigen Wandung (2, 3) des
Spülbehälters (1) befindlichen, zweiten Isolierkörper (5, 6) angeordnet ist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierkörper (5, 6) als Formkörper ausgebildet sind, die jeweils eine Negativkontur
zur Positivkontur der jeweils zugewandten Seite des Funktionsbauteils (4) bereitstellen.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierkörper (5, 6) das Funktionsbauteil (4) allseits umgeben.
4. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Isolierkörper (5, 6) mehrschichtig ausgebildet ist und eine thermisch
sowie eine akustisch wirkende Isolierschicht aufweist, insbesondere dass der Isolierkörper
Polyurethanschaum und Schwerfolie umfasst.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der zwischen der Wandung (2, 3) des Spülbehälters (1) und dem Funktionsbauteil
(4) angeordnete Isolierkörper (6) im Wesentlichen über die gesamte Außenoberfläche
(7) der Wandung (2, 3) des Spülbehälters (1) erstreckt.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsbauteil (4) sandwichartig zwischen den beiden Isolierkörpern (5, 6)
angeordnet ist, wobei die Isolierkörper (5, 6) im endmontierten Zustand einen Volumenraum
(8) zwischen sich ausbilden, der das Funktionsbauteil (4) konturanliegend aufnimmt.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierkörper aus EPS, EPP und/oder dergleichen gebildet sind.
8. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite des außenseitig am Funktionsbauteil (4) anliegenden Isolierkörpers
(5) mit einer Isolierschicht aus Bitumenmaterial ausgerüstet ist.
9. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsbauteil (4) eine Wassertasche, ein Frischwasserbehälter, ein Zwischenspeicher
für Spülflotte und/oder dergleichen ist.