[0001] Die Erfindung betrifft eine Wasserrutsche gemäß Anspruch 1.
[0002] Wasserrutschen als Attraktion in Freizeitparks, Hallen- sowie Freibädern sind hinlänglich
bekannt. Dabei bestehen Bestrebungen, immer neue Rutscherlebnisse für die Benutzer
zu schaffen, ohne jedoch deren Sicherheit zu gefährden.
[0003] Ausgehend von dieser Problematik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde,
eine neue, sicher-benutzbare Wasserrutsche anzugeben, die dem Benutzer ein außergewöhnliches
Rutscherlebnis bietet. Insbesondere sollen Sinnestäuschungen durch Ausnutzung von
Beschleunigungskräften erzielt werden.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Wasserrutsche mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst,
insbesondere dadurch, dass die Wasserrutsche mindestens zwei ineinander übergehende
Rutschabschnitte aufweist, nämlich einen, bevorzugt umfangsgeschlossenen, noch weiter
bevorzugt zylindrischen oder ovalen, Röhrenrutschabschnitt und einen auf den Röhrenabschnitt
in einer Rutschrichtung folgenden Aktionsrutschabschnitt, wobei sich beide vorgenannten
Abschnitte jeweils durch einen Bodenabschnitt und einen dem Bodenabschnitt jeweils
zugeordneten Deckenabschnitt auszeichnen. Die Bodenabschnitte bilden eine von herabströmendem
Wasser geflutete bzw. überdeckte Rutschfläche für den Benutzer und die Deckenabschnitte
begrenzen die Wasserrutsche nach oben hin. Bevorzugt sind sowohl die Bodenabschnitte
als auch die Deckenabschnitte wannen- bzw. kanalmäßig gekrümmt ausgestaltet. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes ein größeres,
insbesondere mittleres, Gefälle aufweist, als der Bodenabschnitt des in Rutschrichtung
davor befindlichen Röhrenrutschabschnittes und als die Deckenabschnitte des Röhrenabschnittes
und des Aktionsrutschabschnittes, um einem in der Rutschrichtung rutschenden Benutzer
überraschend zu beschleunigen, insbesondere stärker als dieser beschleunigt werden
würde, wenn er mit dem Gefälle des Röhrenrutschabschnittes und/oder dem Gefälle der
Deckenabschnitte weiterrutschen würde bzw. wenn der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
ein solches (erwartetes) Gefälle hätte.
[0005] Anders ausgedrückt wird durch die erfindungsgemäß ausgestaltete Wasserrutsche der
Eindruck vermittelt, der Benutzer würde, insbesondere geradeaus, weiterrutschen mit
einem (momentanen) Gefälle des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes, da der
Deckenabschnitt, vorzugsweise geradlinig, insbesondere mit gleichbleibendem Gefälle
weiterverläuft und somit der entlang des Röhrenrutschabschnitts rutschende Benutzer
annehmen wird, dass auch der Bodenabschnitt im weiteren Verlauf der Wasserrutsche
mit im Wesentlichen unverändertem Gefälle weitergeführt wird. In der Praxis erfährt
der Benutzer jedoch im auf den Röhrenrutschabschnitt folgenden Aktionsrutschabschnitt
einen plötzlichen bzw. unerwarteten Richtungswechsel in vertikaler Richtung, d.h.
er wird durch das größere Gefälle des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes
unerwartet nach unten beschleunigt und erhält somit die Sinnestäuschung eines unerwarteten
Sturzes.
[0006] Bevorzugt ist die Wasserrutsche nach dem Aktionsrutschabschnitt fortgesetzt, insbesondere
mit einem Bodenabschnitt, der ein geringeres, insbesondere mittleres, Gefälle aufweist
als der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes, insbesondere mit einem dem Gefälle
des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes, zumindest näherungsweise, entsprechenden
Gefälles.
[0007] Für das allgemeine Verständnis der in den Ansprüchen definierten Erfindung ist es
wesentlich, dass der Begriff "Gefälle" zur Definition der Steigung des Bodenabschnittes
des Röhrenrutschabschnittes sowie der Steigung der Deckenabschnitte des Röhrenrutschabschnittes
und des Aktionsrutschabschnittes auch negativ sein oder den Wert Null annehmen kann.
[0008] Wesentlich ist jedoch, dass das Gefälle des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes
zur Erzielung der unerwarteten starken Beschleunigung des Benutzers einen positiven
Wert hat, d.h. dass der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes nach unten, d.h.
in einer Schwerkraftrichtung geneigt ist. So ist grundsätzlich auch eine Ausführungsform
realisierbar, bei der die Bodenfläche des Röhrenrutschabschnittes und oder die Deckenabschnitte
des Röhrenrutschabschnittes und des Aktionsrutschabschnittes nach oben geneigt sind,
d.h. ansteigen bzw. ein negatives Gefälle aufweisen, so dass der Benutzer annehmen
wird, auch der Bodenabschnitt des auf den Röhrenrutschabschnittes folgenden Aktionsrutschabschnittes
würde nach oben ansteigen, was jedoch nicht der Fall ist, sondern anspruchsgemäß nach
unten abfällt, bzw. ein größeres Gefälle aufweist, als die dann ein negatives Gefälle
aufweisenden Deckenabschnitte des Röhrenrutschabschnittes und des Aktionsrutschabschnittes
sowie als der Bodenabschnitt des Röhrenrutschabschnittes (ein positives Gefälle ist
dabei selbstverständlich immer größer als ein negatives Gefälle). Auch ist eine Ausführungsform
realisierbar, bei der der Bodenabschnitt des Röhrenrutschabschnittes und/oder die
Deckenabschnitte des Röhrenrutschabschnittes und des Aktionsrutschabschnittes horizontal
verlaufen, d.h. ein Gefälle von Null aufweisen und der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
anspruchsgemäß ein größeres Gefälle aufweist und somit nach unten geneigt ist, um
die überraschend starke Beschleunigung zu erzielen.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei in der
Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
[0010] Ganz besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Wasserrutsche, bei der nicht
nur der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes ein positives Gefälle aufweist,
d.h. nach unten geneigt ist, sondern wenn zusätzlich auch der Bodenabschnitt des Röhrenrutschabschnittes
nach unten geneigt ist und/oder die Deckenabschnitte des Aktionsrutschabschnittes
und des Röhrenrutschabschnittes, wobei jedoch auch bei dieser Ausführungsform das
Gefälle zur Erzielung der unerwarteten Beschleunigung des Bodenabschnittes des Aktionsrutschabschnittes
größer ist als das Gefälle des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes sowie
der Deckenabschnitte des Röhrenrutschabschnittes und des Aktionsrutschabschnittes.
[0011] Wie erwähnt ist es besonders bevorzugt, wenn sowohl die Bodenabschnitte als auch
die Deckenabschnitte (quer zur Rutschrichtung) wannenartig gewölbt sind, wobei es
noch weiter bevorzugt ist, wenn die Bodenabschnitte und die zugehörigen Deckenabschnitte
seitlich in vertikaler Richtung verbunden sind, um insoweit einen umfangsgeschlossenen
Röhrenrutschabschnitt und bevorzugt einen umfangsgeschlossenen Aktionsrutschabschnitt
zu erhalten. Ferner ist eine Ausführungsform von besonderem Vorteil, bei welchem der
Röhrenrutschabschnitt von einer zylindrischen umfangsgeschlossenen Röhre, umfassend
einen dann halbkreisförmig gekrümmten Bodenabschnitt und einem korrespondierenden,
halbkreisförmig gekrümmten Deckenabschnitt gebildet ist.
[0012] Wie später noch erläutert werden wird, kann zur Verbesserung dieses Täuschungseffektes,
der sich in dem Aktionsrutschabschnitt weiter von dem Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
in vertikaler Richtung entfernende Deckenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes münden
in eine (obere) umfangsgeschlossene Röhre oder die Abbildung einer solchen Röhre oder
es kann den Deckenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes mit Abstand zu dem in Rutschrichtung
liegenden Endes des Röhrenrutschabschnittes eine sich vorzugsweise winklig zur Längserstreckung
des Deckenabschnittes des Aktionsrutschabschnittes erstreckende Projektionsfläche,
beispielsweise in Form eines Wasserfalls oder einer Leinwand zugeordnet werden, auf
welche mit bei einem vorgegebenen Projektor, insbesondere einem Beamer Inhalte dargestellt
werden können, beispielsweise in Form einer projizierten Abbildung einer weiter verlaufenden
Rutsche. Auch ist es möglich dort Lichteffekte vorzusehen oder Werbung oder sonstige
Inhalte einzublenden.
[0013] Zur Erzielung eines größeren, positiven Gefälles des Bodenabschnittes des Aktionsrutschabschnittes
ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Höhenabstand zwischen dem
Deckenabschnitt und dem Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes, insbesondere
der Abstand zwischen einer Scheitellinie eines gekrümmten Bodenabschnittes und der
Scheitellinie eines gekrümmten Deckenabschnittes über die Erstreckung des Deckenabschnittes
und des Bodenabschnittes des Aktionsrutschabschnittes in der Rutschrichtung zunimmt,
während eben dieser Höhenabstand des Bodenabschnittes und des Deckenabschnittes des
in der Rutschrichtung vor dem Aktionsrutschabschnitt angeordnetem Röhrenrutschabschnittes
über deren Erstreckung in der Rutschrichtung weniger stark ansteigt, vorzugsweise
konstant ist.
[0014] Alternativ ist es auch denkbar, dass in dem Röhrenrutschabschnitt in der Rutschrichtung
betrachtet der Abstand zwischen dem Deckenabschnitt und dem Bodenabschnitt, insbesondere
leicht, abnimmt, um der rutschenden Person somit zu suggerieren, irgendwann gegen
den Deckenabschnitt zu rutschen, wobei dieser Eindruck dann plötzlich unterbrochen
wird durch den größer werdenden Höhenabstand zwischen dem Deckenabschnitt und dem
Bodenabschnitt des auf den Röhrerutschabschnitt folgenden Aktionsrutschabschnittes,
wodurch der Benutzer stark beschleunigt wird.
[0015] Besonders gute Überraschungs- bzw. Beschleunigungseffekte werden erzielt, wenn das,
insbesondere mittlere (gemittelt über die Längserstreckung des jeweiligen Abschnittes),
Gefälle des Deckenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes dem, insbesondere mittleren,
Gefälle des Deckenabschnittes des Aktionsrutschabschnittes entspricht, wobei es besonders
bevorzugt ist, wenn die beiden Deckenabschnitte hierbei einen linearen Verlauf haben.
Zusätzlich oder alternativ entspricht das, insbesondere mittlere, Gefälle des Deckenabschnittes
des Röhrenrutschabschnittes dem, insbesondere mittleren, Gefälle des Bodenabschnittes
des Röhrenrutschabschnittes, wobei es besonders bevorzugt ist, wenn der Bodenabschnitt
des Röhrenrutschabschnittes einen linearen Verlauf aufweist, wobei es ganz besonders
bevorzugt ist, wenn die Erstreckung des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes
parallel verläuft zur Erstreckung des Deckenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes
und vorzugsweise auch in der gedachten Verlängerung parallel zum Verlauf des Deckenabschnittes
des Aktionsrutschabschnittes. Insbesondere bei der letztgenannten Ausführungsform
wird ein besonders guter Überraschungseffekt erzielt, da beim Rutschen entlang des
Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes eine Blickachse des in einer sitzenden
Haltung rutschenden Benutzers parallel zur Längserstreckung der Deckenabschnitte und
des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes ausgerichtet ist und somit noch überraschender
im Aktionsrutschabschnitt eine Vertikalbewegungskomponente hierzu ins Spiel kommt,
die den Benutzer nach unten aus der gedachten Rutschrichtung weg beschleunigt.
[0016] Weiter optimiert wird der vorerwähnte Täuschungseffekt, wenn der Deckenabschnitt
des Aktionsrutschabschnittes den Deckenabschnitt des Röhrenrutschabschnittes mathematisch
stetig fortsetzt, d.h. dass keine Stufe zwischen diesen Deckenabschnitten vorgesehen
ist, sondern dass diese fließend ineinander übergehen, ganz bevorzugt in Form einer
linearen Fortführung. Zusätzlich oder alternativ können die Bodenabschnitte des Röhrenabschnittes
und des Aktionsrutschabschnittes einen mathematisch stetigen Verlauf und Übergang
ineinander aufweisen, wobei jedoch das Gefälle der beiden Bodenabschnitte unterschiedlich
ist.
[0017] Wie später noch erläutert werden wird, ist es dabei besonders bevorzugt, wenn der
Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes keinen linearen Verlauf aufweist, sondern
einen geschwungenen Verlauf, insbesondere in Form eines, insbesondere geneigten Ss.
[0018] Wie eingangs bereits angedeutet ist eine Ausführungsform der Wasserrutsche besonders
bevorzugt, bei der der Deckenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes weitergeführt
ist bis zu einer (oberen) Eingangsöffnung eines (oberen), bevorzugt als Blindröhrenabschnitt
ausgebildeten Röhrenabschnittes (oder zumindest in Richtung auf diese zu verläuft),
um den Eindruck zu verstärken, dass dorthinein die Rutsche bzw. der Bodenabschnitt
des Aktionsrutschabschnittes weiterverlaufen wird, was jedoch nicht der Fall ist,
da der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes erfindungsgemäß nach unten abfällt.
Der bevorzugt umfangsgeschlossene, insbesondere zylindrische, Röhrenabschnitt umfasst
einen Deckenabschnitt, der vorzugsweise stetig, bevorzugt linear den Deckenabschnitt
des Aktionsrutschabschnittes fortsetzt sowie einen den Deckenabschnitt des Röhrenabschnittes
zugeordneten Bodenabschnitt, der jedoch nur den Eindruck erweckt, dass er die eine
Rutschfläche bildet, in der Praxis dies jedoch mangels Erreichbarkeit nicht tut. Alternativ
zu einem physischen Röhrenabschnitt kann der Deckenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
auch in Richtung auf eine Abbildung einer (oberen) Eingangsöffnung eines (oberen)
Röhrenabschnittes zu verlaufen, vorzugsweise bis dorthin, und so den vorerwähnten
Effekt erzielen. Auch ist es möglich, dass der Röhrenabschnitt in Richtung auf eine
Projektionsfläche zugeführt ist, vorzugsweise bis dorthin verläuft, auf welcher beispielsweise
eine vorgenannte Eingangsöffnung projiziert werden kann oder auch andere Inhalte.
Die Projektionsfläche kann beispielsweise von einer sich winklig zur Längserstreckung
des Deckenabschnittes des Aktionsrutschabschnittes erstreckenden Leinwand gebildet
werden oder von einem Wasserfall. Bevorzugt sind in Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Wasserrutsche der Projektionsfläche entsprechende Projektormittel, beispielsweise
in Form eines Beamers zugeordnet. Auch ist es möglich an vorgenannter Position einen
Bildschirm bzw. eine Bildschirmfläche (z.B. ein LED-Array) anzuordnen, um dort Inhalte
wiederzugeben.
[0019] Dabei kann der Deckenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes unmittelbar bis zu dem
Röhrenabschnitt, der Abbildung der Eingangsöffnung oder der Projektionsfläche geführt
sein oder nur in die jeweilige Richtung bzw. auf das jeweilige Objekt (Röhrenabschnitt,
Abbildung, Projektionsfläche, Bildschirmfläche) zu verlaufen, wobei bevorzugt der
Abstand dann von einem Zwischendeckenabschnitt überwunden wird.
[0020] Zur weiteren Verstärkung des gewünschten Überraschungs- bzw. Täuschungseffektes wird
in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen dem oberen Röhrenabschnitt, der oberen
Projektionsfläche oder der oberen Bildschirmfläche Beleuchtungsmittel zuzuordnen,
die derart ausgebildet und angeordnet sind, dass mit diesen der obere Röhrenabschnitt,
die obere Projektionsfläche oder die obere Bildschirmfläche heller ausgeleuchtet wird
als der Röhrenrutschabschnitt und/oder der Aktionsrutschabschnitt in einem Bereich
vor bzw. nach dem oberen Röhrenabschnitt, der oberen Projektionsfläche oder der oberen
Bildschirmfläche. Durch die hellere Ausleuchtung des oberen Röhrenabschnittes, der
oberen Projektionsfläche oder der oberen Bildschirmfläche wird der Blick des Nutzers
hierauf fokussiert, so dass der Nutzer in seiner Wahrnehmung von der Weiterführung
der eigentlichen Rutschbahn im Aktionsrutschabschnitt abgelenkt wird.
[0021] Für den Fall des Vorsehens eines oberen Röhrenabschnittes ist es bevorzugt, diesen
zumindest in einem mittleren und/oder hinteren Bereich heller zu beleuchten als den
Rutschröhrenabschnitt und/oder den Aktionsabschnitt, insbesondere in einem Bereich
der mindestens 0,5 m, ganz besonders bevorzugt zwischen 1 m und 2 m nach der zugehörigen
(oberen) Eingangsöffnung angeordnet ist.
[0022] Eine weitere Überraschungseffektverstärkung kann dadurch erzielt werden, dass in
den oberen Röhrenabschnitt, bevorzugt innerhalb eines freien Röhrenquerschnitts ein
dreidimensionaler Gegenstand, beispielsweise in Form einer Person, eines Tieres oder
eines Fabelwesens, beispielsweise eines Drachens oder eines Haies angeordnet ist und
der Nutzer dadurch den Eindruck erhält, auf diesen Gegenstand drauf zu rutschen, dann
jedoch, insbesondere kurz vorher durch den Aktionsrutschabschnitt abgelenkt bzw. daran
vorbei gelenkt wird. Zusätzlich oder alternativ zu einem dreidimensionalen Gegenstand
kann auch eine Abbildung eines solchen Gegenstandes in einem bevorzugt vorgesehenen
oberen Röhrenabschnitt angeordnet sein.
[0023] Als besonders zweckmäßig hat es sich heraus gestellt, gegebenenfalls zusätzlich oder
alternativ zu einer Projektionsfläche oder einer oberen Bildschirmfläche einen Spiegel
anzuordnen, der bevorzugt derart angeordnet ist, dass er den davor angeordneten Röhrenrutschabschnitt
oder oberen Röhrenabschnitt spiegelt um dem Benutzer somit einen erhöhten Tiefeneindruck
zu geben. Unterstützt werden kann dieser Eindruck durch am Umfang eines oberen Röhrenrutschabschnittes
angeordnete Beleuchtungselemente, insbesondere LEDs, insbesondere in Form von Ringen
oder einer sich entlang des oberen Röhrenabschnittes sowie in Umfangsrichtung wendelnden
(Leucht-)Spirale.
[0024] Im Hinblick auf eine bevorzugte Anordnung der vorerwähnten (physischen) Eingangsöffnung
oder der Abbildung der Eingangsöffnung oder der oberen Projektionsfläche der oberen
Bildschirmfläche hat es sich herausgestellt, wenn diese durchsetzt ist, insbesondere
zentrisch, von einer gedacht verlängerten, vorzugsweise eine dem, insbesondere mittleren,
Gefälle des Bodenabschnittes und/oder des Deckenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes
entsprechendes, vorzugsweise mittleres, Gefälle aufweisenden Längsachse, vorzugsweise
einer Längsmittelachse, des Röhrenrutschabschnittes. Besonders bevorzugt wird die
Eingangsöffnung, oder die Abbildung der Eingangsöffnung oder die Projektionsfläche
durchsetzt, insbesondere zentrisch, von einer Blickachse des Benutzers beim Durchrutschen
des Röhrenrutschabschnittes, insbesondere eines Endabschnittes des Röhrenrutschabschnittes
in einer sitzenden Haltung, wobei die Blickachse bevorzugt parallel verläuft zur Erstreckung
des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes in der Rutschrichtung und/oder der
Längserstreckung der Deckenabschnitte des Röhrenrutschabschnittes und/oder des Aktionsrutschabschnittes.
[0025] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
oder eines auf den Aktionsrutschabschnitt oder ein auf den Aktionsrutschabschnitt
folgender, insbesondere linearer, Rutschabschnitt in der Rutschrichtung folgenden
Rutschabschnittes unter dem oben erläuterten oberen Röhrenabschnitt oder der oberen
Eingangsöffnung oder der (oberen) Projektionsfläche mit Höhenabstand hierzu hindurchgeführt
ist.
[0026] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
in der Rutschrichtung in einen, vorzugsweise umfangsgeschlossenen, Endröhrenrutschabschnitt
mündet, also in eine umfangsgeschlossene Röhre, umfassend einen eine Rutschfläche
ausbildenden Bodenabschnitt sowie einen Deckenabschnitt. Endröhrenrutschabschnitt
bedeutet hier nicht zwingend ein Ende der Wasserrutsche, sondern lediglich ein Ende
des Aktionsrutschabschnittes - der Endröhrenrutschabschnitt kann von einem weiteren
fakultativen Rutschabschnitt fortgeführt werden. Für den Fall der Realisierung eines
Endröhrenrutschabschnittes, und, insbesondere unterhalb eines oberen Röhrenabschnittes
existieren zwei übereinander angeordnete Röhrensysteme, von welchen lediglich das
untere, d.h. der Endröhrenrutschabschnitt durchrutschbar ist.
[0027] Im Hinblick auf die Dimensionierungen und Längenbemessungen der unterschiedlichen
Wasserrutschabschnitte gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Als besonders vorteilhaft
hat es sich erwiesen, wenn der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes eine Höhendifferenz
von mehr als 0,5m, vorzugsweise von mehr als 1 m, ganz besonders bevorzugt von 1,20m
oder mehr, d.h. in vertikaler Richtung überwindet vorzugsweise über eine senkrecht
zur Höhenerstreckung orientierte (horizontale) axiale Baulänge von weniger als 8m,
vorzugsweise von weniger als 6m, ganz besonders bevorzugt von weniger als 5m, noch
weiter bevorzugt von weniger als 4m oder weniger.
[0028] Auch im Hinblick auf die Ausgestaltung des, insbesondere mittleren Gefälles des Bodenabschnittes
des Röhrenabschnittes und/oder das, insbesondere mittlere Gefälle, des Deckenabschnittes
des Röhrenrutschabschnittes und/oder des Aktionsrutschabschnittes gibt es unterschiedliche
Möglichkeiten. Wie erwähnt, kann das Gefälle auch negativ sein, d.h. es kann, insbesondere
nach Durchlaufen einer vorgeordneten Beschleunigungsstrecke auch eine Steigung vorgesehen
werden. Im Hinblick auf die Angabe des Gefälles wurden im Folgenden aus Gründen der
Einfachheit Gradangaben gewählt, und zwar bezogen auf eine Horizontale. Das heißt,
das Gefälle wird im Folgenden als Neigungswinkel zur Horizontalen angegeben - selbstverständlich
ist auch eine Angabe in Prozent möglich. In diesem Fall würde ein Winkel von 45° einer
Prozentangabe von 100% entsprechen. Zur Ermittlung des Gefälles muss der zurückgelegte
vertikale Höhenunterschied dividiert werden durch die Horizontalerstreckung, über
welche der vertikale Höhenunterschied zurückgelegt wird. Ganz besonders bevorzugt
ist das, insbesondere mittlere, Gefälle des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes
aus einem Wertebereich zwischen -35° und +25°, vorzugsweise zwischen -5° und +25°,
ganz besonders bevorzugt zwischen 0° und 20°, noch weiter bevorzugt zwischen 0° und
10°, ganz besonders bevorzugt zwischen 2° und 10° gewählt.
[0029] Das Gefälle des Bodenabschnittes des Aktionsrutschabschnittes ist in jedem Fall positiv
und größer als das Gefälle des Bodenabschnittes des Röhrenrutschabschnittes und der
Deckenabschnitt des Röhrenrutschabschnittes und des Aktionsrutschabschnittes.
[0030] Bevorzugt beträgt ein mittleres Gefälle des Bodenabschnittes der Aktionsrutschabschnitte
mindestens 10°, noch weiter bevorzugt mindestens 15°, ganz besonders bevorzugt mindestens
19° bezogen auf die Horizontale.
[0031] Bevorzugt weist der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes in einem Teilabschnitt
ein Mindestgefälle von 30°, vorzugsweise von 35°, noch weiter bevorzugt von 40° (oder
mehr) auf, insbesondere wenn der Aktionsrutschabschnitt, was bevorzugt ist, keinen
linearen, sondern einen geschwungenen, beispielsweise S-förmigen Verlauf aufweist.
So sollte zumindest in einem Teilstück ein vorgenannter Mindestgefällewert erreicht
werden.
[0032] Wie bereits erläutert ist es besonders zweckmäßig, wenn die Wasserrutsche (dann als
System begriffen) Pumpmittel aufweist, um Wasser zur Ausbildung des Gleit- bzw. Rutschfilms
auf der Rutschfläche auszubilden. Bevorzugt wird dieses Wasser im Kreislauf gefördert.
[0033] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
[0034] Diese zeigen in:
- Fig. 1 bis 3:
- klapprichtige Darstellungen einer bevorzugten Ausführungsform einer nach dem Konzept
der Erfindung ausgebildeten Wasserrutsche,
[0035] In den Figuren sind gleiche Elemente und Elemente mit der gleichen Funktion mit den
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0036] Die in den Figuren angegebenen Maßangaben sollen die Erfindung nicht beschränken,
sie sollen jedoch als beanspruchbare Weiterbildungen der Erfindung offenbart gelten,
insbesondere auch beliebige, sich aus zumindest zwei der angegebenen Maße ergebende
Verhältniswerte.
[0037] In den Fig. 1 bis 3 ist in klapprichtigen Darstellungen eine bevorzugte Ausführungsform
einer Wasserrutsche 1, genauer eines Ausschnittes einer Wasserrutsche 1, umfassend
einen verkürzt dargestellten, vorzugsweise einige Meter langen, Röhrenrutschabschnitt
2 sowie einen auf diesen in einer Rutschrichtung folgenden Aktionsrutschabschnitt
3 gezeigt. Bevorzugt ist dem noch weiter bevorzugt mehr als 2m langen Röhrenrutschabschnitt
2 ein Beschleunigungsabschnitt vorgeordnet und/oder dem gezeigten Aktionsrutschabschnitt
3 noch mindestens eine Auslaufstrecke oder eine sonstige Rutschenweiterführung nachgeordnet.
[0038] Die gezeigte Rutschenanordnung, genauer der Röhrenrutschabschnitt 2 und der darauffolgende
Aktionsrutschabschnitt 3 können im verbauten bzw. installierten Zustand in unterschiedlichen
Winkellagen zur Horizontalen ausgerichtet werden, was Einfluss hat auf das Gefälle,
d.h. der Steigung des jeweiligen Abschnittes relativ zur Horizontalen. Zur Verdeutlichung
dieser unterschiedlichen Einbausituationen sind oberhalb des Röhrenrutschabschnittes
2 und des Ankerrutschabschnittes 3 drei beispielhafte Horizontalen H
1 bis H
3 eingezeichnet, wobei die Horizontale H
2 parallel ausgerichtet ist zur Längserstreckung eines Deckenabschnittes 4 des Röhrenrutschabschnittes
2 und zu einem Deckenabschnitt 5 des Ankerrutschabschnittes 3 sowie in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel parallel zu einem Bodenabschnitt 6 des Röhrenrutschabschnittes
2, welcher in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als kreiszylindrische Röhre ausgestaltet
ist, die gebildet wird von dem wannenartig gekrümmten Deckenabschnitt 4 und dem wannenartig
gekrümmten Bodenabschnitt 6, die in dem gezeigten Ausführungsbeispiel unmittelbar
aneinander festgelegt sind. Zu erkennen ist, dass bei einer solchen Anordnung ein
Benutzer entlang des Röhrenrutschabschnittes 2 horizontal, d.h. mit einem Gefälle
von 0° rutscht und bei Erreichen eines Bodenabschnittes 7 des Aktionsrutschabschnittes
3 vergleichsweise stark beschleunigt wird, da der S-förmig gekrümmte Bodenabschnitt
7 des Aktionsrutschabschnittes 3 ein deutlich größeres mittleres Gefälle aufweist
als das Gefälle von 0° der Deckenabschnitte 4 und 5 sowie des Bodenabschnittes 6 des
Röhrenrutschabschnittes 2.
[0039] Bei einer alternativen Anordnung relativ zur Horizontalen H
1 weisen die Deckenabschnitte 4, 5 sowie der Bodenabschnitt 6 des Röhrenrutschabschnittes
2 ein negatives Gefälle 1 auf, steigen also im gezeigten Ausführungsbeispiel, hier
beispielhaft und bevorzugt linear an, während der Bodenabschnitt 7 des Aktionsrutschabschnittes
3 nach unten abfällt, und zwar mit einem positiven Gefälle, welches somit größer ist
als das negative Gefälle der Deckenabschnitte 4, 5 und des Bodenabschnittes 6 des
Röhrenrutschabschnittes 2.
[0040] Es ist auch eine relative Anordnung zur Horizontalen H
3 möglich (und bevorzugt). Bei dieser Anordnung weisen die Deckenabschnitte 4, 5 sowie
der Bodenabschnitt 6 des Röhrenrutschabschnittes 2 ein positives Gefälle auf, d.h.
eine rutschende Person rutscht auch im Röhrenrutschabschnitt 2 bergab, wobei jedoch
auch hier zur Erzielung einer später noch zu erläuternden, überraschenden Beschleunigung
das mittlere Gefälle des Bodenabschnittes 7 größer ist als das Gefälle des Bodenabschnittes
6 des Röhrenrutschabschnitte 2 (bezogen auf die Horizontale H
3).
[0041] Aus einer Zusammenschau der Fig. 1 bis 3 wird die Wirkung des zu erzielenden Effektes
sichtbar. Rutscht ein Benutzer in der Rutschrichtung entlang des Röhrenrutschabschnittes
2 so nimmt er an, dass die Rutschrichtung bzw. das Gefälle gleich bleibt. Tatsächlich
wird er jedoch im Aktionsrutschabschnitt 3 stark beschleunigt, da dieser mit einem
verglichen mit den Gefällen des Bodenabschnittes 6 und der Deckenabschnitte 4, 5 größeren
Gefälle (unabhängig von der Anordnung der Wasserrutsche zur Horizontalen H
1 bis H
3) stark nach unten beschleunigt. Verstärkt wird dieser Effekt durch den stetigen bzw.
stufenlosen Übergang der sich linear erstreckenden Deckenabschnitte 4, 5, welche in
dem konkreten Ausführungsbeispiel mit konstantem Gefälle weitergeführt sind bis zu
einem oberen Röhrenabschnitt 8, der in dem gezeigten Ausführungsbeispiel, was generell
bevorzugt ist, ausgestaltet ist von seiner Dimensionierung her wie der Röhrenrutschabschnitt
2. Der obere Röhrenabschnitt 8 umfasst hierzu einen Deckenabschnitt 9 sowie einen
Bodenabschnitt 10. Der obere Röhrenabschnitt 8 umfasst weiterhin eine obere Eingangsöffnung
11, die den Eindruck verstärkt, der Rutschende würde mit dem gleichen Gefälle wie
der Bodenabschnitt 6 des Röhrenrutschabschnittes 2 auch den Aktionsrutschabschnitt
3 durchrutschen - dass letztere nach unten abfällt und dadurch der Höhenabstand zwischen
dem Bodenabschnitt 7 des Aktionsrutschabschnittes 3 und dem zugehörigen Deckenabschnitt
4 in der Rutschrichtung zunimmt wird der Benutzer bei Durchrutschen des Röhrenabschnittes
2 (noch) nicht wahrnehmen.
[0042] Die obere Eingangsöffnung 11 eines oberen Röhrenabschnittes 8 kann auch ersetzt werden
durch lediglich die Abbildung eines solchen Röhrenabschnittes 8 bzw. einer solchen
oberen Eingangsöffnung 11, wodurch dann auf eine physische Ausbildung des oberen Röhrenabschnittes
8 verzichtet werden kann. Auch ist es denkbar, anstelle der oberen Eingangsöffnung
11 oder zusätzlich zu dieser an der Stelle, an der der Bezugszeichenfall des Bezugszeichens
11 endet, eine Bildschirmfläche oder eine Projektionsfläche, beispielsweise in Form
eines Wasserfalls zu realisieren, auf die mit nicht dargestellten Projektormitteln
Bildinhalte dargestellt werden können.
[0043] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel legt der Benutzer bezogen auf die Horizontale
H
2 beim Durchrutschen des Aktionsrutschabschnittes 3 eine Höhendifferenz von 1,404m
zurück, und zwar über eine horizontale Weglänge (bezogen auf die Horizontale H
2) von 4m. Hieraus ergibt sich ein (positives) mittleres Gefälle von 35,1% bzw. 19,34°.
Das maximale lokale Gefälle des Bodenabschnittes 7 des Aktionsrutschabschnittes 3
befindet sich im Übergangsbereich zwischen den beiden zusammengesetzten Wannen und
beträgt etwa 45°.
[0044] Aus Fig. 1 ist zu erkennen, dass an den Bodenabschnitt 7 des Aktionsrutschabschnittes
3 ein Bodenabschnitt 12 mit einem weniger steilen, d.h. flacheren Gefälle anschließt,
der übergeht in einen umfangsgeschlossenen Endröhrenrutschabschnitt 13, der sich in
dem gezeigten Ausführungsbeispiel unterhalb des oberen Röhrenabschnittes 8 befindet.
Dieser Endröhrenrutschabschnitt 13 umfasst neben dem Bodenabschnitt 12 einen an diesem
festgelegten Deckenabschnitt 14, welcher sich somit unterhalb des Bodenabschnittes
10 und des darüber befindlichen Deckenabschnittes 9 des oberen Röhrenabschnittes 8
befindet.
Bezugszeichen
[0045]
- 1
- Wasserrutsche
- 2
- Röhrenrutschabschnitt
- 3
- Aktionsrutschabschnitt
- 4
- Deckenabschnitt des Röhrenrutschabschnittes
- 5
- Deckenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
- 6
- Bodenabschnitt des Röhrenrutschabschnittes
- 7
- Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes
- 8
- oberer Röhrenabschnitt
- 9
- Deckenabschnitt des oberen Röhrenabschnittes
- 10
- Bodenabschnitt des oberen Röhrenabschnittes
- 11
- obere Eingangsöffnung
- 12
- Bodenabschnitt
- 13
- Endröhrenrutschabschnitt
- 14
- Deckenabschnitt des Endröhrenrutschabschnittes
- H1
- Horizontale
- H2
- Horizontale
- H3
- Horizontale
1. Wasserrutsche mit einem, bevorzugt umfangsgeschlossenen, Röhrenrutschabschnitt (2)
und einen auf den Röhrenrutschabschnitt (2) in einer Rutschrichtung folgenden Aktionsrutschabschnitt
(3), wobei sowohl der Röhrenrutschabschnitt (2) als aus der Aktionsrutschabschnitt
(2) einen eine Rutschfläche bildenden Bodenabschnitt (6, 7) sowie einen oberhalb des
jeweiligen Bodenabschnittes (6, 7) befindlichen Deckenabschnitt (4, 5) aufweisen,
und wobei der Bodenabschnitt (7) des Aktionsrutschabschnittes (3) ein größeres, insbesondere
mittleres, Gefälle als der Bodenabschnitt (6) des Röhrenrutschabschnittes (2) aufweist
und als die Deckenabschnitte (4, 5) des Röhrenrutschabschnittes (2) und des Aktionsrutschabschnittes
(3), um einen in der Rutschrichtung rutschenden Benutzer zu beschleunigen.
2. Wasserrutsche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Höhenabstand zwischen dem Deckenabschnitt (4) und dem Bodenabschnitt (7) des
Aktionsrutschabschnittes (3) über die Erstreckung in der Rutschrichtung zunimmt und
dass in der Rutschrichtung der Höhenabstand zwischen dem Deckenabschnitt (4) und dem
Bodenabschnitt (6) des Röhrenrutschabschnittes (2) weniger stark zunimmt oder abnimmt
oder konstant ist.
3. Wasserrutsche nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das, insbesondere mittlere, Gefälle des Deckenabschnittes (4) des Röhrenrutschabschnittes
(2) dem, insbesondere mittleren, Gefälle des Deckenabschnittes (5) des Aktionsrutschabschnittes
(3) und/oder dem, insbesondere mittleren, Gefälle des Bodenabschnittes (6) des Röhrenrutschabschnittes
(2) entspricht.
4. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckenabschnitt (5) des Aktionsrutschabschnittes (3) den Deckenabschnitt (4)
des Röhrenrutschabschnittes (2) mathematisch stetig fortsetzt und/oder dass die Bodenabschnitte
(6, 7) des Röhrenrutschabschnittes (2) und des Aktionsrutschabschnittes (3) einen
mathematisch stetigen Verlauf und Übergang ineinander aufweisen.
5. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Deckenabschnitt (5) des Aktionsrutschabschnittes (3) ein eine obere Eingangsöffnung
(11) aufweisender oberer Röhrenabschnitt (8), umfassend einen Deckenabschnitt (9)
und einen Bodenabschnitt (12) oder eine Abbildung einer oberen Eingangsöffnung (11)
eines oberen Röhrenabschnittes (8) oder einen oberen Spiegel oder eine oberen Projektionsfläche,
insbesondere in Form eines Wasserfalls oder einer Leinwand oder einer oberen Bildschirmfläche,
nachgeordnet ist, und dass der Deckenabschnitt (5) des Aktionsrutschabschnittes (3)
auf die obere Eingangsöffnung (11), die Abbildung oder die obere Projektionsfläche
zu verläuft, vorzugsweise sich bis dorthin erstreckt.
6. Wasserrutsche nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Eingangsöffnung (11) oder die Abbildung der oberen Eingangsöffnung (11)
oder die obere Projektionsfläche oder der obere Spiegel oder die obere Bildschirmfläche,
insbesondere zentrisch, durchsetzt ist von einer gedacht verlängerten, vorzugsweise
eine dem mittleren Gefälle des Bodenabschnittes (6) und/oder des Deckenabschnittes
(4) des Röhrenrutschabschnittes (2) entsprechendes Gefälles aufweisenden, Längsachse,
bevorzugt Längsmittelachse, des Röhrenrutschabschnittes (2).
7. Wasserrutsche nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bodenabschnitt des Aktionsrutschabschnittes (7) oder eines auf den Aktionsrutschabschnitt
(3) in der Rutschrichtung folgenden Rutschabschnittes unter dem oberen Röhrenabschnitt
(8), der oberen Eingangsöffnung (11) oder der Projektionsfläche oder dem Spiegel oder
der oberen Bildschirmfläche mit Höhenabstand hierzu hindurch geführt ist.
8. Wasserrutsche nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bodenabschnitt (7) des Aktionsrutschabschnittes (3) oder ein Bodenabschnitt eines
auf den Aktionsrutschabschnitt folgenden, insbesondere linearen, Rutschabschnittes,
in der Rutschrichtung in einen, vorzugsweise umfangsgeschlossenen, Endröhrenrutschabschnitt
(13) mündet, umfassend einen Rutschfläche ausbildenden Bodenabschnitt (12) sowie einen
Deckenabschnitt (14).
9. Wasserrutsche nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckenabschnitt (14) des Endröhrenrutschabschnittes (13) unterhalb des Deckenabschnittes
(5) des Aktionsrutschabschnittes (3) und/oder unterhalb der oberen Eingangsöffnung
(11), oder der Abbildung der oberen Eingangsöffnung (11) oder der oberen Projektionsfläche
oder der oberen Bildschirmfläche angeordnet ist.
10. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Aktionsrutschabschnitt (3) der Deckenabschnitt (5) und der Bodenabschnitt
(7) über zwei voneinander beabstandete Seitenwandabschnitte zur Ausbildung eines umfangsgeschlossenen
Rutschabschnittes verbunden sind.
11. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bodenabschnitt (7) des Aktionsrutschabschnitt (3) eine Höhedifferenz von mehr
als 0,5m, vorzugsweise von mehr als 1m und/oder von mindestens dem Höhenabstand zwischen
dem Bodenabschnitt (6) und dem Deckenabschnitt (4) des Röhrenrutschabschnittes (2),
überwindet, vorzugsweise über eine senkrecht zur Höhenerstreckung orientierte axiale
Baulänge von weniger als 8m, vorzugsweise weniger als 6m, besonders bevorzugt von
weniger als 5 m, ganz besonders bevorzugt von 4m oder weniger.
12. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das, insbesondere mittlere, Gefälle des Bodenabschnittes (6) des Röhrenrutschabschnittes
(2) und/oder des Deckenabschnittes (4, 5) des Röhrenrutschabschnittes (2) und/oder
des Aktionsrutschabschnittes (3) aus einem Wertebereich zwischen -45° und 25°, bevorzugt
zwischen -5° und 25°, vorzugsweise zwischen 0° und 20°, bevorzugt zwischen 0° und
10°, 2° und 10, gewählt ist.
13. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bodenabschnitt (7) des Aktionsrutschabschnittes (3) in einem Teilabschnitt ein
Mindestgefälle von 30°, vorzugsweise von 35°, noch weiter bevorzugt von 40° aufweist.
14. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bodenabschnitt (7) des Aktionsrutschabschnittes (3) einen S-förmigen Gefälleverlauf
und/oder dass der Bodenabschnitt (6) des Röhrenrutschabschnittes (2) einen linearen
Gefälleverlauf aufweist.
15. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Pumpmittel zum Fördern von Wasser zur Ausbildung eines Gleitfilms auf der Rutschfläche.